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Mein Name ist unter den Spielen. Wir sind hier an der Grundschule in Thalheim und ich bin an der Schule seit 1992 Schulleiterin.

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Wir sind eine Jena Planschule. Das ist also schon ein sehr altes Konzept, was jetzt fast 100 Jahre alt, aber so alt wie es ist. Es ist auch sehr modern.

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Das Miteinander mit der Gemeinde hier, das ist ganz super und muss man wirklich hervorheben. Also Sie unterstützen uns, wo es geht. Und gerade in Sachen Digitalisierung. Unsere heutige Schul erkundungstour führt uns an Grundschulen ins Erzgebirge. Als erstes besuchen wir die Pestalozzi Grundschule in Glinau. Danach fahren wir weiter an die Grundschule in Thalheim. Und zum Abschluss lernen wir noch jener Planschule in Marxsbach kennen.

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Die.

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Also ich freue mich, in Jena Planschule in Mosbach vorstellen zu dürfen mit meiner Kollegin Frau Behr. Ich bin die Solveig Nestler. Ich bin jetzt seit knapp über 20 Jahren an der Schule und ich bin inzwischen die pädagogische Leitung im Haus eins, Das heißt also in dem Haus, wo die Kinder von der eins bis zur drei unterrichtet werden. Wir sind eine Jena Planschule.

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Das ist also schon ein sehr altes Konzept. Wird jetzt fast 100 Jahre alt, aber so alt wie es ist. Es ist auch sehr modern. Wir sind haben eine lange Geschichte hinter uns als je nach Land Schule Michelbach und sind inzwischen eine freie Schule. Also in freier Trägerschaft. Aber wir sind eine staatlich anerkannte Ersatzschule. Da wir eine freie Schule sind, haben wir einen ziemlich großen Einzugsbereich, sowohl in die andere Richtung als auch nach Schwarzenberg oder auch darüber hinaus.

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Insgesamt haben wir 380 Schüler im Moment an der Schule von Kurs 1 bis 10, im Grundschulbereich sind es 160.

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Das Besondere, wie schon gesagt, ist wirklich unser Konzept. Die Kinder vom Kurs vier, die ja zur Grundschule gehören, sind aufgrund unseres Konzeptes schon im anderen Haus. Und das beruht darauf, dass die Kinder in drei bzw zwei Jahrgängen miteinander lernen. Wir haben die Untergruppe da lang, die Klasse 123 zusammen in der Mittelgruppe, die vier, fünf und sechs. Die Obergruppe besteht aus den Kursen sieben und acht.

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Und dann gibt es noch die Jugendgruppe, die dann schon abschlussorientiert unterrichtet werden. Das sind natürlich die neun und zehn, aber ich glaube, dass dieses Konzept sehr viel hergibt. Wir verstehen uns also nicht nur als Lernschule von Jena. Plan ist immer eine Lern und Lebensgemeinschaft Schule. Und das sagt ja schon aus, dass wir nicht nur Wissensvermittler sind als Lehrer, sondern dass hier an der Schule dieser soziale Aspekt sehr im Vordergrund steht.

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Dieses Miteinander, was so wichtig ist in unserer Gesellschaft, das wird hier gelebt, sowohl von den Lehrern, also vom ganzen Team. Und natürlich wird es auch an die Kinder weitergegeben. Deshalb haben wir auch dieses jahrgangsübergreifende Konzept. Das beinhaltet der Jenaer Plan, und das ist eine wahnsinnig spannende Geschichte, dass Kinder miteinander und voneinander lernen, altersgemischt. Und ich glaube, dass das auch für junge Studenten Lehrer ganz interessant sein kann, so was zu erleben.

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Das Zweite ist, dass die Kinder auch auf anderen Wegen Lärm, also viel im Projektunterricht beispielsweise. Und hier lernen die Kinder von Anfang an auch ihre Arbeit, ihre Jahre, ja Lernfortschritte selbst zu organisieren. Das ist auch ein ganz großer Vorteil, den dieses Konzept hat. Das ist eigentlich schon auch die Besonderheit, warum wir beide jetzt hier Platz genommen haben. Denn zum einen die Frau Nestler hat es schon geschildert, setzt sich ja unserem Jena Plan Konzept so zusammen, dass wir unterschiedliche Gruppen bilden und die Untergruppe lernt jetzt hier in einem extra Gebäude.

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Das ist jetzt nicht unbedingt so die Notwendigkeit. Schöner wäre das noch, wenn wir das gemeinsam in einem Gebäude so leben könnten, dass man wirklich den engen Kontakt hat von den jüngeren Schülern bis hin zu den großen, die dann schon ihren Abschluss machen werden. Aber das ist einfach räumlich so bedingt. Und jetzt ist eben die untere Gruppe hier in diesem Gebäude untergebracht und ich unterrichte in dem großen Gebäude, denn die Schüler, die eigentlich ja sonst noch zur Grundschule gehören ab dem Kurs vier, sind schon im anderen Gebäude untergebracht und dort bin ich die Teamverantwortliche für die gruppe.

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Und zur Mittelgruppe gehören eben die Schüler der Klassenstufen vier, fünf und sechs und entsprechend unserer Stammgruppen sind auch das so die wesentlichen Mitgliedern den einzelnen Teams. Bei uns in der Mittelgruppe gibt es auch entsprechend sechs Stammgruppen, setzt sich also fort von der Untergruppe. Die Kinder wechseln meistens in ihre jeweilige Paten stammgruppe. Also wir versuchen da auch immer eine Verbindung auch zu halten, so dass die Kinder uns auch schon alle mit kennen und wir immer irgendwo in Kontakt sind.

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Ab der Kursstufe vier werden bei uns auch die Kinder schon wie sonst an einer anderen Oberschule nach dem Fachlehrer Prinzip unterrichtet, dass man also nicht nur einen Klassenlehrer hat, der den ganzen Tag über die Kinder begleitet, sondern je nach Fachrichtung in den Kursen ganz unterschiedlich eingesetzt ist. Also das wäre so eine Besonderheit in der Klassenstufe vier schon. Und dann haben wir neben diesen Klassen Unterricht oder dem Fachunterricht natürlich auch noch die Stammgruppen Zeiten ganz fest eingebaut in unseren Tagesablauf, wo die Kinder in dieser altersgemischten Gruppe zusammenkommen.

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Wir sind recht gut damit aufgestellt. Wir haben uns ja jetzt auch so nach und nach da noch auf unsere Möglichkeiten erweitert. Jeder Lehrer bei uns hat einen eigenen Laptop zur Verfügung gestellt bekommen, inzwischen auch noch entsprechend einer Kamera für den Onlineunterricht zum Beispiel. Und auch die Schüler, also die Stammgruppen, haben inzwischen auch Laptops und wir werden auch das noch stückweise erweitern, je nachdem, wo wir entdecken, dass es hilfreich zum Lernen, damit natürlich auch Kinder die Möglichkeit haben, mit digitalen Medien mal umzugehen.

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Also auch dort ist es wünschenswert, wenn auch Praktikanten da viel an Wissen oder praktischen Fähigkeiten mitbringen, ist es auch für uns eine Unterstützung.

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Das ist natürlich eine ländliche Gegend, aber die Menschen hier im Erzgebirge sind bodenständig, ehrlich Und es hat natürlich viele Vorteile, auch für uns, den Unterricht. Viele Projekte, gerade bei den Kleinen, sind ja aus dem Bereich des Sachunterrichts. Und es ist für uns kein Problem, in einem Projekt oder auch mal einen Unterrichtsgang zu machen auf Wald und Wiese. Wir können auf dem Bauernhof gehen.

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Wir haben zum Beispiel ein Projekt, wo wir erforschen, wo die Milch herkommt. Und da besuchen wir natürlich auch die Landwirte der Umgebung und gucken mal richtig, wie wird dann eine Kuh gemolken? Wie sieht denn so ein Kälbchen aus, wenn es ganz neu geboren ist? Oder wir gehen mit den Kindern jetzt jedes Jahr mal auf den Kartoffelacker, dass die Kinder auch mal erleben die Kartoffeln, die kommen nicht aus dem Supermarkt und die Pommes aus der Tüte, sondern die Kinder sehen auch richtig.

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So ist die Ernte. Da muss ich anpacken, da werde ich auch mal dreckig. So riecht Erde. Oder beim Showprojekt, Da holen wir auch Schafe mal auf den Schulhof, die hier vor den Augen der Kinder geschoren werden. Dass die Kinder auch fühlen, Wie riecht denn die Wolle? Wie fühlt es sich an, wenn die frisch vom Schaf kommt? Die ist ja gar nicht bunt und sauber.

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Das liegt auch sonst relativ günstig in der Nähe der tschechischen Grenze. Das ist auch ein großer Vorteil. Unsere Kinder lernen alle Tschechisch. Vom Kurs eins bis zum Kurs zehn. Wir haben mehrere tschechische Partnerschulen, mit denen wir auch in Kontakt sind. Und da fährt man eine Stunde und schon ist man an der tschechischen schule und kann dort mit den Lehrern oder auch mit den Schülern gemeinsam Projekte durchführen.

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Das sind ein Team, das sehr offen ist, auch für junge Leute oder auch für Quereinsteiger. Wir leben gemeinsam, Wir sind im Meinungsaustausch miteinander. Aber es macht unheimlich Spaß, wirklich mit den Kindern auch in der Projektarbeit und auch jahrgangsgemischt zu arbeiten. Es ist wichtig, Man muss offen dafür sein. Es ist nicht jeder Lehrer so ein offener Typ, dass er auch mal zulassen kann, dass Kinder andere Wege in ihrem Lernen gehen.

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Also ich muss dann auch wirklich ein Lehrertyp sein, der auch mal sagt, es ist nicht schlimm, ein Fehler zu machen, wenn aus den Fehlern gelernt wird. Also man muss ein Stück weit Vertrauen haben zu den Kindern, denn das Vertrauen, das zahlt sich auf jeden Fall aus. Aber man muss den Mut haben, ja da auch mal ein Stückchen loszulassen.

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Und gerade ist es auch für uns als Lehrer, die die kleinen Kinder unterrichten, immer eine ganz tolle Sache zu sehen, Wie entwickeln die sich denn auch nach drei oder vier weiter? Was passiert im Haus zwei? Wie sind die denn, wenn die jetzt plötzlich in der Klasse sieben oder acht sind? Wie ist das dann? Welchen Abschluss machen die? Wir feiern dann gemeinsam den Abschluss.

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Wie diese Woche. Und das ist eine ganz tolle Sache, das einfach zu sehen. Was wird denn aus den Kleinen, wenn die Großen Auch das kann ein ganz großer Vorteil sein für die Motivation. Genau. Also es reicht ein ganz normaler Abschluss als Lehrer. Man kann Zusatzqualifikationen erwerben. Einige in unserem Team haben auch ein sogenanntes Jena Plan Diplom. Diese Möglichkeit besteht aber ansonsten kann man die auch durch das Erleben ganz viel darüber lernen, wie dieses Konzept funktioniert.

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Also es lebt wirklich davon, dass ich das erfahre, dass ich mit dabei bin und wir versuchen auch junge Kollegen mit an die Hand zu nehmen, mit einzuarbeiten. Das ist nicht einfach, dieses Konzept mit anschauen können. Es gibt auch noch andere Professionen. Wir haben ein gutes Team an Sozialpädagogen, da sind wir sehr gut aufgestellt, die sowohl in der Einzelfallbetreuung eingesetzt sind, aber natürlich auch, um Gruppensituationen auch zu schaffen, uns da zu unterstützen.

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Alles, was in den Bereich, auch Prävention zum Beispiel fällt. Dann nehmen uns die Sozialpädagogen ganz viel ab. Und dann haben wir natürlich auch noch ein gutes Personal an, also technischen Hilfskräften in der Küche, in der Verwaltung, in oder im Sekretariat, die auch eine ganz große Hilfe sind und demnächst auch in da im technischen Support, was ja heutzutage auch eine große Rolle spielt.

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Jetzt mag es Bach hier ist vielleicht etwas schwieriger, aber auch andere kleinere Städte im Umkreis sind gut erreichbar. Zum Beispiel Schwarzenberg mit seiner Altstadt und dem Schloss ist auf alle Fälle mal eine Besichtigung wert. Und dort gibt es natürlich auch kleinere Gaststätten und Kneipen, wo man sich gut, also wo man gut den Abend verbringen kann. Und ansonsten kann man sicher auch mal Kollegen mit einladen auf ein Glas Wein.

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Also da ist glaube ich, niemand von uns abgeneigt.
