Komm mit uns auf Entdeckungstour!
In unserem Schul-Podcast möchten wir zeigen, wie vielfältig die sächsische Schullandschaft ist und Schulen mit besonderen Ideen und Konzepten aus ganz Sachsen vorstellen. Von Schöpstal bis Freiberg, von Neusalza-Spremberg bis Grimma.
Die ersten Folgen sind im Sommer 2020 in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Lehrerbildung der TU Dresden entstanden. Mit Sound von www.hoerspielbox.de.
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Perspektive Land. Der Schulpodcast. Du hast Lust, Schulen und ihre besonderen Konzepte kennenzulernen. Dann lass dich von unserem Podcast mit auf eine Entdeckungstour durch die sächsische Schullandschaft gehen.
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Ja, hallo und herzlich willkommen zu unserem zweiten Teil des Takeovers Von der Schulbank an den Lehrer Tisch. Unser Weg zur Lehrkraft. Hier beim Schulpodcast von Perspektive Land. Ich bin Ann Sophie und vielleicht kennt die mir schon aus dem ersten Teil des Podcasts. Ich studiere momentan im neunten Semester Grundschullehramt an der Universität Leipzig. Habe gerade meine Staatsexamen Prüfungen hinter mich gebracht und warte noch auf die letzten Noten.
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Im letzten Podcast habe ich mit den FSJlern Letizia und Asani über die Zeit vor und während des Studiums gesprochen. Wir haben zum Beispiel davon erzählt, warum wir Lehrkräfte werden wollen, wie unser Alltag in Episode und Studium aussieht. Und welche Wünsche oder Vorstellungen uns prägen. Auch was die Entscheidung zwischen Schule auf dem Land oder in der Stadt angeht. Wenn du den Podcast noch nicht kennst, da hört doch gern mal rein.
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Und heute knüpfen wir nämlich genau da an. Wir schauen gemeinsam auf den Übergang vom Studium ins Referendariat, auf Erwartungen, Sorgen und Tipps, die einem dabei echt helfen können. Und später geht es auch darum, wie es ist, im ländlichen Raum zu unterrichten. Ich freue mich sehr, dass ihr wieder dabei seid. Ich habe heute einen Gast bei mir. Erzähl doch gerne mal, wer du bist und warum du lernen wirst.
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Also hallo auch noch mal von mir. Vielen, vielen Dank für die Einladung. Ich freue mich sehr, hier zu sein. Ich bin die Sarah. Ich habe die letzten fünf sechs Jahre Germanistik und Geschichte auf Gymnasiallehramt studiert und habe im März mein Referendariat angefangen, an einem Gymnasium in Bautzen. Warum ich Lehrerin werde? Also es gab nicht ein konkretes Ereignis oder so, was mich dazu geführt hat.
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Ich wollte tatsächlich schon immer Lehrerin werden. Seitdem ich selbst in die Grundschule reingekommen bin, fand ich das alles total toll. An der Tafel schreiben, mit einem Rotstift irgendwas korrigieren, das hat mir schon immer sehr viel Spaß gemacht. Schule zu spielen sozusagen. Oder anderen etwas zu erklären. Und das hat sich gehalten. Und ja, jetzt bin ich hier. Irgendwie kam die Entscheidung zwischen Grundschule oder weiterführende Schule.
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Das ist eine sehr gute Frage. Das hat mich tatsächlich sehr lange beschäftigt. Geschichte war aber ab der fünften Klasse mein absolutes Lieblingsfach und das gibt es ja nun mal nur an der weiterführenden Schule, sodass ich mich dann schlussendlich dafür entschieden habe, eben gymnasiale zu studieren. Ja schön, ich freu mich auf jeden Fall sehr. Da wirst noch schon ganz gespannt darauf, was du so erzählen wirst.
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Wir für ja vielleicht mal mit der ersten Frage schon mal rein starten. Und zwar bitte erst mal an diesen Übergang Studium Referendariat gedacht. Und ja, wie hast du den Übergang denn selbst erlebt? Der Übergang war ja quasi das Staatsexamen und parallel zu den Prüfungen sind dann ja diese ganzen Bewerbungssachen abgelaufen und ich habe das als tatsächlich sehr herausfordernd in Erinnerung, auch wenn es jetzt rückblickend doch eher sehr trivial wirkt.
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Aber man musste einfach ganz viele Fristen beachten, Dokumente ausfüllen und abgeben. Es standen auch wirklich feste Termine an, zum Beispiel beim Amtsarzt, eine Untersuchung und so was. Das war auch etwas herausfordernd, weil man mit so was ja nie konfrontiert war mit solchen bürokratischen Strukturen. Aber rückblickend ist es auch alles total machbar. Aber ja, es war vor allem dadurch, dass es eben relativ parallel zu den Prüfungen lief, doch auch eine aufregende Zeit.
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Auf jeden Fall. Es erlebt, dass es für viele dann so eine Art Doppelbelastung ist. Sonst meinst du die Prüfungsvorbereitungen? Muss da ein paar Deadlines beachten. Das noch Konsultationen, dies und das und auf anderen Seite diese ganzen Deadlines. Was die Bewerbung angeht Ja, ja, du hast halt so viele Sachen im Hinterkopf und wie gesagt, rückblickend glaube ich, wirkt das sehr trivial oder banal.
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Aber wenn man in der Situation drin ist. Ich hatte zum Beispiel total auch Angst davor, dass dieser Amtsarzt Untersuchung vielleicht schieflaufen könnte oder dass man da irgendwie dann doch die Rückmeldung bekommt, dass man warum auch immer dafür nicht geeignet ist. Rückblickend lache ich da schon drüber. Aber damals in der Situation, wo alles so zusammenkommt und auch dann doch die Zukunft ein stückweit daran hängt, war das doch ja schon herausfordernd und stand für dich direkt fest, dass du ins Ref ohne Pause gehen willst?
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Also bei mir der Gedanke, dass ich sage ich bin jetzt irgendwie so durch mit Studium Prüfungen und ich habe total Bock aufs Unterrichten. Ich freue mich auch auf die Zeit an der Schule, aber habe eben gesagt, ich werde erst noch mal eine Pause machen, damit ich da mit frischem Wind rein starten kann. Wie war das bei dir? Also ich habe mich das selbst nicht gefragt.
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Ich habe da überhaupt gar nicht daran gezweifelt, dass ich nicht sofort nahtlos ins Referendariat übergehe. Ich glaube, da stand auch ein bisschen im Hinterkopf, noch bei mir, dass ich einfach fertig werden möchte. Also ich habe viele Freundinnen, auch, die nach dem Abi eine Ausbildung gemacht haben oder Freunde, die direkt mit 16 ins Berufsleben gestartet sind. Und diese finanziellen Abhängigkeiten, die man im Studium ja hat.
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Ich wollte das gerne einfach loswerden und ja, ich sage mal fertig werden. Auch wenn man glaube ich als Lehrern oder an in unserer Situation nie richtig fertig ist. Rückblickend verstehe ich dich aber total und ich würde das glaube ich auch jedem raten, dass man einfach mal aus dieser Struktur rauskommt, weil man ist ja Schule, Uni, Schule und dann ist man vielleicht für immer in der Schule sozusagen.
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Deswegen finde ich es total gut, dass du da vielleicht noch mal raus möchtest, sage ich mal, was anders schnuppern möchtest. Also das kann ich eigentlich nur jedem empfehlen. Ich persönlich habe mir die Frage aber jetzt wie gesagt nicht gestellt. Ja, ja, erlebe ich jetzt auch gerade, dass es viele gibt, die sagen ich habe total Lust auf Schule, ich will fertig werden.
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Wir studieren ja auch total lang, haben dann auch das Referendariat, sind ja schon einige Jahre. Und natürlich ist es ein Privileg, dass ich sage, ich nehme jetzt die Auszeit, habe gerade eben keine sichere finanzielle Einkommensquelle, aber habe trotzdem die Sicherheit durch meine Familie beispielsweise oder durch Ersparnisse, was andere natürlich dann auch nicht haben. Das muss man ja auch so sagen, ich da sehr dankbar dafür bin.
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Das ist auch nicht selbstverständlich. Sagen Absolut. Aber ich find's trotzdem legitim, dass du das vorhast, weil wie gesagt, ich glaube, das schadet nie, auch noch mal außerhalb da irgendwie reinzuschnuppern oder auch einfach mal so, ich sage mal in der freien Wirtschaft zu sein, weil wir ja doch auch sehr in unserer Bubble da so sind. Und aus der Erfahrung von Freunden glaube ich, ist man in der freien Wirtschaft mit anderen Sachen, Problemen vielleicht auch konfrontiert, wovon viele Lehrer und Lehrerinnen gar nicht so ein Gespür haben.
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Von daher finde ich das total gut, da vielleicht auch mal über den Tellerrand noch mal raus zu gucken. Wie war das bei dir? Hast du den Standort für deine Ausbildungsschule gewählt? Ich hatte die beiden Blockpraktika an einer Schule bei mir in der Nähe und da fand ich es richtig, richtig schön. Also es war eine sehr, sehr schöne Schule.
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Es war trotzdem auch ländlich, noch nicht zu ländlich, aber es war so ein guter Mittelweg. Ich hatte da einen ganz tollen Mentor, den ich sowohl in Geschichte als auch in Deutsch hatte. Wir haben uns sehr, sehr gut verstanden. Das Kollegium war toll, da hat für mich persönlich einfach irgendwie alles gepasst. Ich habe mich da sehr wohl gefühlt und dann läuft das ja so ähnlich ab wie bei den Praktika, dass man quasi seine Wunschliste da abgibt.
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Also fünf Wünsche. Und ja, ich habe dann eben das auf die eins gesetzt und bin ehrlich gesagt schon sehr fest davon ausgegangen, dass das schon klappen wird, eben weil es doch schon auch im ländlichen Raum ist. Also bei Bautzen alles oder so ein und genau das wäre ja Stoff gewesen, also auch eher im Landkreis Bautzen, also meines Erachtens schon etwas ländlicher.
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Und dann habe ich so weitere Schulen bei mir in der Umgebung angegeben und habe dann an die letzte Stelle tatsächlich Bautzen gesetzt, weil ich mir dachte, Ach, das wird schon nicht eintreten. Und dann habe ich die Bestätigung bekommen, dass es Bautzen ist und ja, dann war ich erst mal ein bisschen schockiert. Also es hätte ich einfach wirklich nicht erwartet.
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Und ich hatte dann auch probiert mit dem Mentor, mit dem ich mich so gut verstanden habe, das vielleicht doch noch mal abändern zu können, weil ich mir das einfach auch nicht vorstellen konnte aufgrund der Distanz. Auch Bautzen ist ja vielleicht ein bisschen abschreckend manchmal, wenn man da jetzt nicht so groß Berührungspunkte hat. Aber es war dann so es hat nicht geklappt, das noch mal abzuändern oder da vielleicht noch mal eine andere Möglichkeit zu haben.
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Und dann dachte ich mir okay, das ist jetzt so, die eineinhalb Jahre werde ich auch schaffen. Und jetzt bin ich aber tatsächlich eigentlich sehr glücklich, dass es so ist, wie es ist und bin froh, dass ich das einfach so angenommen habe. Schön. Und Dresden kann würde ich nie in Frage, dich da auch zu bewerben. Tatsächlich nicht. Einerseits deswegen, da ich davon ausgegangen bin, dass sich da so viele Menschen bewerben werden, dass es sowieso unrealistisch ist.
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Also das habe ich überhaupt nicht in Betracht gezogen. Andererseits würde ich schon behaupten, dass es da auch noch mal einen Unterschied gibt zwischen Schulen im städtischen Raum, aber eben auch im ländlichen Raum. Ich hatte zum Beispiel zwei Praktika während des Studiums in Dresden direkt, und ich würde sagen, dass die Schülerschaft da schon sich unterscheidet oder auch das Kollegium, also viele Dinge.
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Und ich habe mich da im ländlichen Raum einfach immer wohlgefühlt. Also ich fand das völlig in Ordnung. Das war eigentlich nie so mein Bestreben. Ja, spannend, da können wir später noch mal drauf zu sprechen, wir das also Ländliches und städtisches unterrichten, da freue ich mich auch drauf. Und wenn wir jetzt noch mal an den Übergang denken Du meintest ja schon, du hast da Ängste, was den Amtsarzt angeht, ja, mit welchen Erwartungen und Sorgen bist du dann noch da so rangegangen?
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Also diese klassischen Horrorgeschichten, sag ich mal, oder? Ja, generell einfach so Storys, die man hier und da aufschnappt, sowohl online als eben auch im Bekanntenkreis oder im Erfahrungsspektrum von Leuten, die man vielleicht im Praktikum kennengelernt habe, hat mich das schon sehr abgeschreckt. Also ich hatte da schon großen Respekt vom Rest und habe mir das als eine unfassbar stressige, belastende Zeit vorgestellt.
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Und ich habe da auch wirklich Sachen gehört, wo man echt so ein bisschen mit den Füßen schlackert, glaube ich. Also wirklich nicht so schöne Sachen. Das hat mich schon abgeschreckt. Wie gesagt. Aber ich glaube, ich kann da jedem so ein bisschen die Angst nehmen. Es ist nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Also rückblickend jetzt so mittendrin quasi ist es absolut machbar.
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Aber diese Ängste waren auf jeden Fall da. Also dass man da nicht genug ist, dass man überhaupt kein Privatleben mehr hat, dass es einfach zu herausfordernd ist, dass man so an sich selbst vielleicht auch scheitert, an den eigenen Erwartungen. Das waren auf jeden Fall Ängste, die ich da hatte. Und wenn du ja auch Kontakt zu anderen Referendaren hast, denkst du, das liegt auch viel an deiner Einsatzschule oder geht es den anderen auch gut, was ihre Eindrücke und Erlebnisse im Ref angeht Ich glaube, dass es schon sehr darauf ankommt, wo man einfach landet.
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Da würde ich auch auf jeden Fällen eine Differenzierung vornehmen zwischen dem städtischen und dem ländlichen Raum. Also im städtischen Raum mache ich durch andere Referendare, gerade auch im Seminar, die Erfahrung, dass diese Schulen einfach gut ausgelastet sind, also im Sinne von, dass die gut aufgestellt sind, eher. Und dort ist es dann oft so, wenn ich das so mitbekomme, dass die halt da sind.
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Die haben aber natürlich jetzt schon die Aussicht, dass sie nicht übernommen werden. Es gibt tatsächlich da auch so Probleme, wie dass man das Gefühl hat, dass man den Lehrern, die da tatsächlich fest angestellt sind, so ein bisschen die Stunden klaut oder so. Also da ist nicht so viel Dankbarkeit, sage ich mal da, wie wir das im ländlichen Raum erleben.
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Da sind die Kollegen wirklich sehr dankbar, dass wir da sind, wir so eine große Unterstützung bei einfach weniger Unterricht ausfällt, man mit neuen Ideen auch kommt. Auch da habe ich eigentlich sehr viel Offenheit erlebt, sehr viel Bereitschaft, auch Sachen anzunehmen, die man so aus dem Studium als junge Kraft mitbringt. Also ich würde sagen, dass da auch der Unterschied auf jeden Fall bemerkbar ist.
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Und wie sieht denn typischer Ablauf aus? Du meintest jetzt schon, du hast ein Seminar in Dresden und dann nehme ich an und gleichzeitig auch deine Stunden, die du schon unterrichtest. Genau. Also man hat generell gesagt, diesen ein Seminartag in der Woche, das ist bei mir der Freitag. Das variiert aber auch mal Montag, mal Donnerstag auch da. Ich glaube, da gibt es Vor und Nachteile.
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Ich finde das tatsächlich persönlich ganz gut, dass es am Freitag ist, weil dann bist du so fertig und kannst dann einfach ins Wochenende starten. Ansonsten hat man halt vier Tage Schule und auf diese vier Tage sind zwölf Stunden eigener Unterricht verteilt und vier Hospitationen Stunden, sodass du quasi immer auf 16 Stunden insgesamt kommst. Im ersten Halbjahr des Referendariat hat man ja noch keinen eigenen Lehrauftrag, sodass du da eben den begleiteten Unterricht hast und zwar acht eigene Stunden, die du hast.
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Das wird dann langsam aufgestockt, so in Richtung des zweiten Halbjahres. Wenn man dann seinen eigenen Lehrauftrag bekommt und dann hospitiert man eben noch sehr, sehr viel. Ich habe so das ich auch immer mehr hospitiert, weil das einfach sehr lehrreich ist. Wenn man ganz viele Eindrücke bekommt, wie unterrichten andere Leute, welche Methoden benutzen die? Man kann sich Tafelbilder mitschreiben?
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Also diese Hospitationen Stunden finde ich schon sehr, sehr förderlich und hilfreich. Auf jeden Fall weniger. Vielleicht auch fachlich, aber vor allem auch einfach was die Lehrerpersönlichkeit angeht. Also da kann man sich gerade auch von älteren Lehrkräften, die einfach die Erfahrung haben, die wirklich so gestandene Lehrer Persönlichkeiten sind, ganz viel abgucken. Genau. Und jetzt eben diese zwölf Stunden, also noch mal vier Stunden mehr und dann dementsprechend weniger Hospitationen.
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Und hast du bei dir selbst auch schon Entwicklungen erlebt, was deine Lehrerpersönlichkeit angeht oder Know how? Das ist ne gute Frage. Ich weiß es gar nicht. Ich würde sagen, man wächst auf jeden Fall mit allen Aufgaben und jeder Tag ist einfach anders. Und da wächst man auch auf jeden Fall. Ich würde sagen, dass sich vor allem eine Routine einstellt, also dass man einfach routinierter ist in dem, was man tut, wie man das tut.
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Also es geht einfach einem schneller von der Hand. Ich weiß nicht, wie das bei dir war, das kannst du ja vielleicht auch kurz sagen, aber wenn ich mich so an die ersten Stunden erinnere, die man auch im Praktikum dann gehalten hat, da habe ich irgendwie für 45 Minuten Unterricht zehn Stunden oder so gebraucht und das vorzubereiten und das wird wirklich besser, braucht einfach weniger Zeit und somit wird es auch insgesamt weniger stressig, würde ich sagen.
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Und man wird das hab ich zumindest auch bei mir beobachten können, einfach ein bisschen flexibler. Also wenn Dinge nicht funktionieren, man vielleicht irgendwie doch mal zeitlich einen Engpass hat oder so oder zu viel geplant wurde, wird man auch auf jeden Fall zunehmend auch relativ schnell flexibler, da gut reagieren zu können. Ja, ich voll. Ich denke dann auch an mein erstes Praktikum zurück, diese eine Stunde, die man da halten musste und wie aufgeregt man doch war.
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Ich glaube, die größte Veränderung merkt man dann in einem selbst. Also klar, dieses Wissen, was natürlich auch immer mehr wird. Aber diese Selbstsicherheit und Flexibilität und ja, dass man einfach dann am Ende mehr Spaß dran hat am Unterricht, weil man sich wohler fühlt. Äh ja, kann ich gut nachvollziehen. Ich würde auch sagen, es ist ein bisschen noch ein Pluspunkt, dass man dann einfach alleine ist.
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Tatsächlich ab diesem eigenem Lehrauftrag. Am Anfang hatte ich auch Freundinnen von mir. Das war auch Bedenken, dass es vielleicht gerade was die Disziplin angeht, etwas wilder oder lauter wird, weil da eben keine, ich sag mal gestandene Lehrkraft da ist. Aber ich finde, man ist irgendwie dadurch auch etwas freier und lockerer, so bei sich selber, dass man vielleicht doch mal irgendwie was teilt oder mal über irgendwas lacht oder vielleicht auch mal über irgendwas spricht, was den Schülerinnen und Schülern wichtig ist.
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Also auch das würde ich sagen, ist ein großer Pluspunkt, der dann dazu kommt mit der Zeit. Also im ersten Teil, wenn man den Lehrauftrag noch nicht hat, ist immer noch eine zusätzliche Lehrkraft mit dabei, während du die Stunden hältst. Genau. Also du darfst wirklich, ich sag mal nichts alleine tun. Vielleicht eine witzige Anekdote. Ich musste mal eine Klassenarbeit beaufsichtigen, während die geschrieben wurde, da meine Mentorin krank war.
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Und dann musste man dennoch eine andere Lehrkraft finden, die mich beaufsichtigt, wie ich die Schülerinnen und Schüler beaufsichtigen. Also du darfst halt theoretisch nichts alleine tun, auch Aufsichten oder so was da so quasi ja nicht alleine übernehmen oder Elterngespräche, all das. Aber wenn das erste Halbjahr dann vorbei ist und du den eigenen Lehrauftrag bekommen hast, dann bist du in der Notengebung.
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Arbeiten, schreiben, Unterricht halten, Elterngespräch. Du bist dann quasi na ja, mehr oder weniger schon eine vollwertige Lehrkraft, die aber eben zwölf Stunden statt 26 Stunden arbeitet. Und wie ist dann für dich der Arbeitsaufwand? Also mal abgesehen von den Stunden in der Schule mit all dem, was noch dazu gehört. Du meinst, wie viel man insgesamt quasi arbeitet? Ja, es kommt auch immer ein bisschen darauf an, was für Klassen und Kurse du hast.
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Ich glaube auch generell, was den Stressfaktor und Vorbereitung angeht, das richtet sich halt total danach. Hast jetzt kleinere Klassen bis zu einem Kurs System eingesetzt. Ich würde aber sagen so zwischen 40 und 50 Stunden in der Woche. Das klingt glaube ich krass, aber es macht auch sehr, sehr viel Freude und es ist ein großer Pluspunkt, würde ich auch sagen, dass man ja dennoch relativ zeitig zu Hause ist.
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Also ich finde, es ist schon was anderes, wenn man mittags daheim ist und sich dann noch mal an den Laptop setzt, sich es zu Hause schön gemütlich macht und dann da irgendwie schöne Sachen vorbereitet, als wenn man jetzt wirklich bis 17:00 in einem Büro sitzen muss. Von daher finde ich es eigentlich in der Praxis gar nicht so unangenehm wie vielleicht 40 50 Stunden arbeiten.
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Erst mal klingt. Und es lohnt sich auch einfach diese Arbeit da einfach reinzustecken, weil gerade weil man ja diese Erfahrung noch nicht hat oder auch diese fachliche Erfahrung vielleicht noch fehlt, fühlt man sich einfach sicherer, finde ich, wenn man wirklich richtig gut vorbereitet ist. Und kriegst du dafür Unterstützung? Auch. Also denke jetzt an die Notengebung. Für mich auch noch so ein großes Fremdwort.
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Keine Ahnung, wie ich da jetzt vorgehen werde. Das würde ich eingeführt als das erste Mal dann Noten vergeben hast. Also aus meiner Erfahrung kann ich da sagen, dass eigentlich alle Lehrkräfte oder alle Kollegen an der Schule total offen dafür sind zu unterstützen. Man muss zum Beispiel auch wenn man auf Gymnasial Lehramt studiert hat, beide Fächer mindestens sechs Wochen in der Sek eins und zwei unterrichtet haben, sodass ich zum Beispiel auch in den Leistungskurs Deutschklasse zwölf am Anfang des Schuljahres musste, was mich sehr beängstigt hat, einfach weil das ja das höchste Niveau ist, quasi was man in der Schule dann haben kann.
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Und da habe ich von vielen Seiten so viel Unterstützung bekommen, also Materialien, womit man dann gut arbeiten konnte oder zumindest, was so einen Anreiz gegeben hat, wie man Inhalte vermitteln muss oder wo auch der Fokus liegen muss, was die fürs Abi wirklich brauchen. Und auch bei der Notengebung. Um auf deine Frage zurückzukommen. Also auch da habe ich bisher eigentlich alle EGKs, die ich geschrieben habe oder arbeiten generell mit meinen Mentorinnen abgesprochen und habe da immer ganz viel Unterstützung bekommen, dass sie noch mal drüber geschaut haben, mir noch mal Tipps gegeben haben, sodass wir es noch mal anpassen konnten.
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Oder auch wenn es so Fragen gibt. Ich glaube, herausfordernd sind auch einfach immer diese Einzelfälle, weil du hast überhaupt gar keinen Erfahrungshorizont und es passieren Dinge, da kommt man einfach gar nicht drauf, wenn man das noch nicht erlebt hat. Zum Beispiel eine Schülerin von mir hat jetzt danach Schreibetermin verschlafen. Du also da habe ich 1000 Fragezeichen im Kopf, dass das jetzt ja nicht erbrachte Leistung gebe ich dir jetzt eine Sechs.
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Lass es jetzt einfach nach schreiben. Was für Konsequenzen hat das für mich auch so in der Zukunft Und da sind eigentlich immer alle super offen. Ich habe da mehrere Kolleginnen und Kollegen gefragt, die haben ja einfach alle ihre Tipps und Tricks gegeben, wie sie damit umgehen. Klar, die Entscheidung musst am Ende du als Lehrperson mit eigenem Lehrauftrag treffen, aber ich bekomm von allen Seiten da sehr viel Unterstützung.
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Ich bin richtig wertvoll und richtig schön. Ja, solche Hilfe bekommt es auf jeden Fall. Und wie ist es im Seminar? Ist es auch hilfreich? Gibt es da auch Unterstützung, die dir was bringt? Oh, also im Seminar hat man erst mal Stammgruppe. Das ist noch mal sehr viel Bildungswissenschaftliches. Das doppelt sich, sage ich mal, das fühlt sich manchmal ein bisschen an wie Beschäftigungstherapie, aber es ist trotzdem auch wertvoll.
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Was ich daran sehr schätze, sind einfach die Erfahrungen, die man mit anderen austauschen kann. Dass man wirklich spürt, man ist einfach mit gewissen Ängsten oder Problemen nicht alleine. Gerade so ein Problem ist, dass wir alle viel zu nett ins Ref gestartet sind und da ja, die Konsequenzen tragen wir halt alle und sich da auszutauschen, wie man damit umgeht, das ist einfach allen so geht das tut mir immer richtig gut, das zu hören.
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Dann hat man noch Fach Didaktik für seine beiden Fächer. Das finde ich sehr, sehr hilfreich. Das ist all das, was mir im Studium so ein bisschen gefehlt hat, wo man eben wirklich, wie du auch meint, es konkret darüber spricht wie erstelle ich denn eine AG, wie benotet denn die AG, wie ist eine Stunde wirklich gut aufgebaut? Wie arbeite ich mit verschiedenen Methoden?
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Also das finde ich noch mal sehr, sehr hilfreich. Auf jeden Fall. Und dann hatten wir noch Schulrecht, weil man ja auch dann die Schulrechtsprüfung hat im Referendariat und auch das war sehr, sehr spannend. Also auch da fand ich das sehr hilfreich zu hören, wie man eben bei Einzelfällen, die man einfach vielleicht noch nie erlebt hat, wo man im Traum nicht drauf kommen würde, einfach wirklich konkret lernt.
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Welche rechtliche Grundlage hat man? Welche Konsequenzen gibt es? Also auch das fand ich eigentlich sehr, sehr hilfreich. Und dann, im Laufe des Jahres hast du dann auch Unterricht. Besuche? Ja, genau. Du hast quasi pro Ausbildungsabschnitt, also das sind ja 3/2 Jahre jeweils einen Unterrichtsbesuch in deinem Fach, also in jedem Fach ein sozusagen. Du hast da deine Fachausbildungsleiter, mit denen hast du eben auch die Fachdidaktik Seminare und die kommen dann zu dir, besuchen deinen Unterricht auch.
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Das ist, glaube ich, immer mit ganz viel Druck und Stress verbunden, weil man das super perfekt machen möchte. Aber darum geht es eigentlich überhaupt nicht, sondern es geht einfach wirklich nur um ein Beratungsgespräch, das jemand mal guckt, vorbeikommt und dann eben Tipps gibt, wo man eben noch feilen sollte, damit es dann in der Lehrprobe wirklich gut läuft. Also auch da war es bisher immer sehr konstruktiv, sehr, sehr wertschätzend.
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Also auch da kann ich eigentlich nur sehr positive Dinge berichten. Also ich habe das persönlich noch nicht erlebt, dass man da jetzt auseinandergenommen wird und sich irgendwie im Reflexionsgespräch einfach nur anhören darf, was alles schlecht war. Im Gegenteil, es ist wirklich sehr wertschätzend, schön und wir haben jetzt schon über Herausforderungen gesprochen. Ich finde die Frage irgendwie ganz schön, ob es vielleicht ein, zwei Erlebnisse gab, die dich besonders schon geprägt haben oder an die immer mal wieder zurückdenkst.
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Also sehr schön ist einfach das Feedback, was man von Schülerinnen und Schülern bekommt. Also natürlich ist es auch wichtig, dass das Feedback der Fachausbildungsleiter, der Mentoren, der Schulleitung wie auch immer gut ist. Das ist einfach fürs Ego, glaube ich. Schön auch zu hören, dass es gut läuft. Aber wenn die Kinder dir einfach so Dinge zurückgeben und dann auf so Feedbackbögen so schreiben sie sind die beste Lehrerin.
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Das ist halt so herzerwärmend, dass man irgendwie all den Stress, den man hatte oder auch die Tränen, die man vielleicht schon verloren hat. Aufgrund des Drucks oder Stresses, den man sich ja vor allem selber macht, dann ist das irgendwie alles vergessen. Oder auch so Fünftklässler, wenn die dann so klein sind und das ist so schön und das macht wirklich alles weg.
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Also das finde ich total gewinnbringend und schön. Aber was ich sehr krass finde, darüber hatten wir ja vorher auch schon ein bisschen gesprochen. Das hatte ich ja erst gestern. Das ist sehr emotionale Gespräch mit zwei Schülerinnen und Schülern. Das geht einem dann doch sehr an die Substanz. Also ich finde das total schwer, das dann nicht mit nach Hause zu nehmen.
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Das ist auch sehr prägend, wenn man einfach wirklich schwarz auf weiß, sage ich mal, mitbekommt, mit welchen Herausforderungen manche Kinder in diesem jungen Alter schon konfrontiert sind. Ich glaube, da muss ich auch noch Strategien für mich finden, wie ich damit umgehe, weil das doch sehr emotional belastend ist, wenn man dann so in dem Austausch mit denen ist. Ja, ja, das hast du auch schon mal angesprochen.
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Wenn wir jetzt an das Unterrichten im ländlichen Raum denken, das ist schon Stadt, Land. Ein paar Vergleiche gezogen. Wie wirkt sich das jetzt konkret für dich aus? Also zum Beispiel auch bezüglich des Pendeln, das für dich, oder? Ja, wenn wir noch mal darauf eingehen. Schülerschaft oder Lehrerschaft? Stadt, Land. Ich würde sagen, das mit dem Pendeln erstmal, das kommt total auf einen selber an, also ich persönlich fahr mit dem Zug und ich finde das sehr, sehr förderlich eigentlich, weil man hat einfach Zeit schon ein bisschen was zu erarbeiten.
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Also ich bearbeite oft Mails, mache noch mal irgendwas an Powerpoints ein bisschen hübscher oder wenn man gerade für kleinere Schülerinnen und Schüler LK hat, dann kann man die auch ganz gut eigentlich da korrigieren. Also ich finde die Zeit kann man sehr sinnvoll nutzen, gerade wenn man eben Zug fährt. Das ist für mich eigentlich überhaupt keine Herausforderung. Also ich finde das total angenehm.
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Ich finde das gut. Es ist günstig mit dem Zug zu fahren. Man hat den Stress nicht mit dem Auto. Also ich mag das auch ganz gerne. Ich bin da mittlerweile auch sehr dankbar, wie gesagt, dass es eben doch eine Schule ist, die ein Stückchen von mir weg ist. Einfach weil man da diese Berührungspunkte nicht hat. Also klar, ich habe auch schon beim Osterspaziergang in der Stadt, weil wir dann da hingefahren sind, Schülerinnen von mir getroffen.
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Wir haben dann wie gesagt und dann war auch gut. Also das finde ich jetzt auch nicht schlimm, aber ich finde es andererseits auch gut, so Privatleben und Berufsleben zu trennen, da ja gerade Schülerinnen und Schüler, wenn man etwas jünger ist, doch sehr neugierig sind und sich ganz doll dafür interessieren, was man so macht oder eben auch nicht macht.
00:25:54:21 - 00:26:11:17
Von daher finde ich diese Trennung ganz gut. Und da man ja im Lehrerberuf generell auch immer sehr viel mit nach Hause nimmt, sowohl an Gedanken als auch an Arbeit, finde ich das eigentlich ganz gut, dass man da so einen Cut hat. Also ich kann es eigentlich nur jedem empfehlen. Die Anschlüsse gerade in Landkreis Bautzen rein sind sehr gut.
00:26:11:18 - 00:26:30:03
Also wie lange brauchst du? Es kommt immer ein bisschen darauf an, ob der Zug auf den ganzen kleinen Dörfern noch hält. Also ich würde so sagen zwischen einer halben und 3/4 Stunde. Also ich finde es wirklich total in Ordnung. Ich glaube, das geht vielen Leuten so, dass die Berufswege in diesem Umfang haben. Also das finde ich wirklich angenehm.
00:26:30:05 - 00:26:55:19
Außerdem ist die Stadt ja auch sehr schön, das muss man ja auch mal sagen. An sich ist es eine sehr, sehr schöne Stadt. Und ansonsten Schüler und Lehrer, Land und Stadt. Ähm, ich kann das natürlich nur von meinen Erfahrungen ausgehen oder von dem berichten, was ich mitbekomme. Wenn ich jetzt andere Referendare im Seminar höre, die gerade im städtischen Raum sind, dann ist das oft sehr nah.
00:26:55:19 - 00:27:21:06
Also lass sie fair. Weniger autoritär, sag ich mal so, dass Kinder da sehr viel selber entscheiden dürfen. Und diese Freiheit, die man den Kindern in so einem ganz jungen Alter an erzieht, bringt dann halt so Konflikte mit sich. Zum Beispiel. Um das vielleicht etwas konkret an einem Beispiel zu erklären. Eine meinte da zum Beispiel mal, dass sie einfach Einsatzplan verändern wollte und da gab es in der fünften Klasse ganz große Proteste und da war gar kein Weg drin.
00:27:21:12 - 00:27:50:11
Und mit solchen Sachen habe ich überhaupt keine Probleme. Also ich sag denen Dinge und dann hören die auch. Also die sind sehr, sehr lieb, die sind total offen für alles, aber es gibt eben nicht Diskussionen um alles. Also ich muss jetzt nicht ständig Grundsatzdiskussionen mit denen führen, ob die da jetzt sitzen oder dort sitzen. Die hören einfach und die sind auch, na ja, wie soll ich das sagen, Wenn man da sagt, Ich ruf deine Mama an, dann macht ihnen das ganz große Angst und dann ist auch deine Ruhe.
00:27:50:13 - 00:28:17:23
Also es gibt da tatsächlich, würde ich sagen, weniger Disziplinprobleme in meinen Erfahrungen und ich weiß nicht, wie man das sagen soll. Die haben ihre Mopeds und ihren Badesee und dann ist das halt gut für dich Und dann sind sie da zufrieden und glücklich, was ich auch sehr schön finde. Ich mag unsere Schüler und Schülerinnen sehr, sehr gerne und Kollegium würde ich sagen, weil ich finde vielleicht damit zusammenhängt, dass die ein bisschen älter sind im Durchschnitt.
00:28:18:00 - 00:28:43:23
Aber auch dass ich finde das eigentlich sehr gewinnbringend, weil die eben so viele Erfahrungen haben, dass man da eigentlich sehr von zehren kann. Ja, auch sehr besonders, dass sie so offen sind. Meine dann ja auch oft alle sind die Lehrer oder die Lehrerinnen so alt und versteift. Aber toll, dass du da so viel von dir einbringen kannst, aber auch viel von denen lernen kannst, was von den Kollegen jetzt oder von Schülern total und auch von den Schülern.
00:28:44:00 - 00:29:02:18
Also da kann ich auch gar nicht sagen, die sind wirklich sehr offen und wir wurden sogar schon gefragt, Also wir sind zwei Referendare an der Schule, wie wir denn ihren Unterricht einschätzen würden und ob die denn irgendwie so Tipps von uns bekommen können. Und was ist denn so? Ich sage mal neues hippes gerade so im Online Raum gibt.
00:29:02:19 - 00:29:25:02
Also die sind ja total offen für alles und das ist wirklich ein richtig schönes Miteinander und dass man eher so voneinander lernen möchte, das finde ich auch sehr angenehm. Schön. Und wie Blickt jetzt auf deine Zeit nach dem Referendariat. Hast du da irgendwelche Wünsche, was den Arbeitsort angeht oder wie siehst du das? Also eigentlich möchte ich ganz gerne an der Schule bleiben, an der ich jetzt bin.
00:29:25:02 - 00:29:41:15
Also natürlich entscheidet das am Ende des Tages nicht ich. Und ich muss das jetzt natürlich auch erst mal noch bestehen. Aber ich würde sehr, sehr gerne an der Schule bleiben, zumindest die ersten Jahre. Also ich glaube, man sollte halt für alles offen sein und das muss jetzt auch noch nicht die Endstation sein. Aber so die ersten Jahre würde ich sehr gern dort bleiben.
00:29:41:15 - 00:30:03:09
Ich fühle mich super wohl. Ich fühle mich wirklich sehr, sehr herzlich aufgenommen. Wie gesagt, alle sind sehr dankbar, dass wir da sind und unsere Arbeit da leisten. Und von daher möchte ich schon gerne dort bleiben, weil gerade nach dem Ref ja auch so viele neue Sachen anstehen. Also dass man vielleicht ein Leistungskurs irgendwann bekommt, dass man eine eigene Klasse bekommt.
00:30:03:11 - 00:30:31:24
Die Stunden verdoppeln sich einfach. Wovor ich jetzt auch wieder großen Respekt habe. Ich glaube, da kommen so viele neue Sachen auf einen zu, dass es ganz gut ist, wenn man so in seinem Nest ist, wo man Vertraute hat, wo man die Schülerinnen und Schüler kennt. Also ich glaube, es kommen so viele neue Herausforderungen auch nach dem Ref als junge Lehrkraft auf einen zu, sodass es meiner Meinung nach ganz förderlich ist, wenn man da so eine vertraute Grundlage hat und Kollegen, auf die man zählen kann und nicht alles total neu ist.
00:30:32:01 - 00:30:53:08
Richtig schön. Ähm, ich will noch mal ganz kurz zusammenfassen, was ich aus dem Gespräch mitgenommen hab. Also ich fand es sehr positiv, erst mal einen Einblick zu bekommen wie ist das Ref aufgebaut, was erwartet mich also? Man hört schon viel von anderen, ja, was auf einen zukommt. Aber das mal so direkt im Gespräch zu hören war sehr bereichernd.
00:30:53:10 - 00:31:12:05
Und ich nehme vor allem mit, dass ich mir nicht so doll einen Kopf machen muss und das ja rückblickend alles dann doch ein bisschen leichter ist, als man sich vielleicht vorgestellt hat. Klar ist es eine Herausforderung. Das hast du auch sehr deutlich gemacht. Aber es war wichtig, auf den Prozess vertrauen kann und weiß, dass es Unterstützung gibt, wenn man sie braucht.
00:31:12:07 - 00:31:32:18
Ja, du hast mir da Mut gemacht. Auf jeden Fall. Und ja, hast du vielleicht zum Abschluss noch so zwei, drei Tipps, die dir selbst geholfen haben oder die du gern vorher gewusst hättest? Ich würde auf jeden Fall jedem, wie vielleicht ich das dir auch schon so vermitteln konnte, den Tipp geben, dass man halt wirklich sich selbst nicht so den Druck machen darf.
00:31:32:20 - 00:31:54:04
Klar, das ist eine große Herausforderung. Das ist eine Zeit, in der man viel Stress hat, wo man sich einfach so ein bisschen beweisen muss. Aber ich glaube, es ist total machbar und man scheitert, glaube ich, eher an sich selber oder an den Erwartungen, die man an sich selbst stellt. Ich glaube, Perfektionismus ist bei uns im Beruf so ein Riesenproblem.
00:31:54:06 - 00:32:18:01
Und wenn man das ein bisschen runterschraubt und einfach offen bleibt, ist das absolut machbar und vor allem auch eine schöne Zeit. Sehr lehrreich ist. Man wächst auf jeden Fall mit seinen Aufgaben und wie gesagt, es wird nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Also klar, es ist eine Herausforderung, aber ich denke, jeder, der da so ein bisschen Herzblut hat und vor allem gerne mit Kindern arbeitet, wird das schaffen.
00:32:18:03 - 00:32:41:09
Und das ist, glaube ich, auch so ein Tipp, dass man halt wirklich die Freude nicht verlieren darf. Wie gesagt, es ist eine Herausforderung, es ist stressig, es Druck, aber ja, man darf glaube ich einfach trotzdem die Freude daran nicht verlieren, mit Kindern zu arbeiten, mit Menschen zu arbeiten, wo jeder Tag anders ist und man jeden Tag neue Herausforderungen hat, die einen ja auch selber wachsen lassen als Person, wenn man so seine Komfortzone verlässt.
00:32:41:11 - 00:33:01:18
Also es ist für mich ein ganz toller Job. Man ist so viel in einem, also keine Ahnung, Eventmanager und unterrichtet und Psychologe. Also man hat da so viele tolle Sachen, die man vereinen kann und es lohnt sich auf jeden Fall einfach durchzuhalten. Und dann wird glaube ich auch alles so ein bisschen entspannter, wenn man dann das einfach endlich geschafft hat.
00:33:01:20 - 00:33:27:19
Ja, vielen Dank für deine Worte, Richtig schön. Und ja, ich glaube, das werde ich jetzt auch so als Abschluss gern darstellen lassen. Danke, dass du so viel persönliches auch von dir erzählt hast und so einen Einblick gegeben hast. Und ja, somit sind wir auch am Ende der heutigen Folge und auch am Ende unseres zwei teiligen Takeovers angekommen. Ja, vielen Dank, dass ihr zugehört habt und uns auf dem Weg von der Schulbank an den Lehrer Tisch begleitet habt.
00:33:27:21 - 00:33:45:18
Danke dir fürs Dabeisein, Danke schön für die Einladung und für das schöne Gespräch. Vielen Dank auch an er für die Studioproduktion und die Möglichkeit, diesen Podcast umzusetzen. Perspektive Land ist ein Programm der Deutschen Kinder und Jugendstiftung im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus.

Folge 20: "Von der Schulbank an den Lehrertisch - unser Weg zur Lehrkraft" (Takeover), Teil 2
Im zweiten Teil des Takeovers steht das Referendariat und der Übergang vom Studium zum Referendariat im Fokus. Ann-Sophie, Lehramtsstudentin an der Uni Leipzig, spricht darüber mit Sarah, die gerade ihr Referendariat in Bautzen absolviert. Es geht um typische Sorgen, Erwartungen und Fragen zum Vorbereitungsdienst. Die Folge gibt einen Überblick über den Ablauf und Herausforderungen beim Übergang und wie dieser gelingen kann. Das Gespräch macht Mut für diesen Abschnitt auf dem Weg zur Lehrkraft!
Danke an Bony Stoev für die Produktion in seinem Studio!
Hier findet ihr weitere Informationen zum Lehramt(sstudium) und zum Vorbereitungsdienst in Sachsen: LEHRERIN SACHSEN | Home
Diese Folge auf Spotify, Deezer oder Itunes hören, oder direkt hier in unserem Webplayer:
00:00:07:18 - 00:00:33:22
Perspektive Land. Der Schulpodcast durchsucht Schulen und ihre besonderen konzepte kennenzulernen. Dann lass dich von unserem Podcast mit auf eine Entdeckungstour durch die sächsische Schullandschaft gehen. Einen wunderschönen guten Tag. Mein Name ist Azani. Begleitet werde ich heute von der taz. Hi. Sie macht genauso wie ich momentan in Afrika Pädagogik in Dresden und bei uns haben wir halt an Sophie.
00:00:33:24 - 00:00:57:10
Hi, wir übernehmen heute den Perspective Podcast unter dem Titel Von der Schulbank an den Lehrer Tisch. Unser Weg zur Lehrkraft. Dafür haben wir Ann Sophie dabei. Sie ist im achten Semester ihres Lehramtsstudiums. Stelle sie doch bitte kurz vor. Ich bin. Ich bin 23 und studiere im achten Semester Grundschullehramt an der Uni Leipzig. Und ich studiere die Fächer Deutsch, Mathe, Sach, Unterricht und Sport.
00:00:57:12 - 00:01:32:16
Gemeinsam setzen wir uns mit dem Prozess zwischen Lehramtswunsch und Lehrerdasein auseinander. Das ist die erste Folge einer zweiteiligen Miniserie. Der zweite Teil wird in etwa einem halben Jahr veröffentlicht. Kommen wir direkt zur ersten Frage. Die offensichtlichste Frage ist Warum möchtest du den Beruf des Lehrers anstreben? Das stand für mich eigentlich schon ziemlich lange fest. Ja, ich war gern in der Schule und dann ziemlich schnell für mich festgestellt, dass ich gerne auch darin werden möchte und mich dann ja auch für ein FSJ Pädagogik entschieden, weil ich dort noch nicht so richtig wusste.
00:01:32:17 - 00:01:54:06
Ja, ist vielleicht auch nur meine Erinnerung an die Grundschulzeit, die so schön ist. Oder ist es tatsächlich auch mein Traumberuf? Und bin dann einfach so gegangen und danach dann auch ziemlich schnell ins Studium. Wie war das bei euch? Also für mich war von Anfang an klar von kleinauf, dass ich was mit Kindern oder Jugendlichen machen möchte. Und ich hatte immer angestrebt, Erzieherin zu werden.
00:01:54:11 - 00:02:20:16
Aber dadurch, dass ich dann mein Abitur ja erfolgreich geschafft habe, habe ich dann noch mal überlegt, was man vielleicht noch so machen könnte und hatte dann die Idee, im Klaren zu werden. Und ich habe dann lange Zeit so geschwankt zwischen Gymi, zwischen Grundschule, Sonderpädagogik auch, ähm. Und ich muss sagen, dass mir das FSJ jetzt am Ende super dabei geholfen hat zu entscheiden, welche Form ich welche Lebensform ich studieren möchte.
00:02:20:18 - 00:02:40:17
Ähm, also es hat mir sehr bei der Entscheidungsfindung geholfen. Auf jeden Fall. Genau. Wie war das denn bei dir? War dir von Anfang an klar, welche Schulform du studieren möchtest und inwiefern Hat vielleicht auch das dir dabei geholfen, dich zu entscheiden? Also ich hab schon sehr geliebäugelt mit dem Grundschullehramt und ich arbeite auch währenddessen, also neben dem Studium an der Grundschule.
00:02:40:17 - 00:03:04:15
Das hat mich auch immer wieder bestärkt, dass ich auf jeden Fall mit den kleinen Kindern zusammenarbeiten möchte, obwohl ich auch sagen muss, dass mich das Sonderpädagogik sehr interessiert, vor allem die Förderschwerpunkte, die dann ja Teil des Studiums sind. Genau. Aber ich bin doch sehr zufrieden. Ich glaube, jede Schulform hat seine spannenden Seiten. Ich glaube, es ist auch total cool, mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen zusammenarbeiten zu können.
00:03:04:17 - 00:03:32:24
Ja doch, das klingt ja schon ähnlich wie bei uns, dass du dir nicht die ganze Zeit ganz sicher warst. Wie bist du dann am Ende dann auf Grundschule gekommen und hat sich dafür entschieden? Ich glaube, dass ich mir nie ganz sicher war und auch ja jetzt nicht ganz sicher bin. Also ich könnte mir nach wie vor auch vorstellen, Lehrerin in einer anderen Schulform zu sein, hat aber eben dann doch Lust zu schauen, wie ist das, mit kleinen Kindern zu arbeiten, also mit sechs sieben 8-jährigen?
00:03:33:01 - 00:03:49:04
Und durch das FSJ hat sich einfach der Wunsch bestärkt Ja doch, das ist genau das Richtige. Hier kann ich mich entfalten, Darauf habe ich Lust und ich gehe immer gerne in die Schule. Und ich hab, das ist einfach dann ein Zeichen dafür. Ich habe mich wohl doch richtig entschieden, auch wenn die andere Schulform mich möglicherweise auch glücklich gemacht hätten.
00:03:49:06 - 00:04:09:20
Überlegst du noch eine andere Form zu studieren? Ja, ich mache auch mal auf einer Grundschule. Aber bin mir bisher auch noch nicht ganz sicher, welche Schulform es wird. Also ich schwanke tatsächlich gerade zwischen Gymi und Grundschule. War davor vor dem Aufsatz ganz auf Gymi eigentlich nur ausgelegt und durch das Referat. Aber jetzt ist Grundschule immer mehr in den Vordergrund gerückt.
00:04:09:23 - 00:04:34:23
Aber da der Lehramtberuf an sich bei mir auch noch gar nicht so alt ist, bin ich da noch echt am Schwanken. Okay, und wenn du dich jetzt bewerben wirst fürs Studium, wirst du dann auch mehrere Bewerbungen rausschicken? Mehrere Städte, mehrere Bewerbungen. Ja, ich habe das ja auch total okay, das noch nicht genau zu wissen. Also ich kenne auch ganz viele Kommilitoninnen, die eben dann noch mal die Schulform gewechselt haben und das ist, glaube ich auch total in Ordnung.
00:04:35:04 - 00:04:53:16
Also in das sehe ich ein großes Problem bei unserem Studium, dass das erste Praktikum erst nach einem Jahr ansteht. Also nach dem Jahr haben halt super viele gemerkt, eine Grundschule ist gar nicht meins und haben sich dann eben noch mal auf ein anderes Studium beworben, auf einen anderen Studiengang. Aber das Gute ist, man kann sich eben total viele Module auch anrechnen lassen.
00:04:53:16 - 00:05:16:11
Also klar, wahrscheinlich kommst du dann über die Regelstudienzeit hinaus, wenn du die Schulform wechselst. Aber das ist auf jeden Fall ich richtig und wichtig, um dann auf sich hören dann doch merkt man ist nicht ganz zufrieden. Ja, es ist das normalste dann sich nochmal um zu entscheiden und einen anderen Weg einzuschlagen. Zum Thema Studium jetzt schon Wie können wir uns das Studium Lehramt etwas vorstellen?
00:05:16:11 - 00:05:40:10
Also mit wem bist du da? In Vorlesungen und auch mit anderen Studenten, die was anderes studieren. Wie ist es mit Hausarbeiten? Wie ist es mit Praktikas? Ich glaube, es kommt halt sehr auf das studierte Fach an. Ich habe als Kernfach Germanistik, weil mein Fach deutsch ist und das ist eben schon sehr Hausarbeiten lastig gewesen. Und ja, ich glaube auch beim Kernfach ist es generell oft ein bisschen fragwürdig.
00:05:40:10 - 00:06:02:10
Was bringt mir das jetzt konkret für meine Zukunft? Aber dafür hat man dann auch die Controlldidaktiken, die super praxisnah sind und die auch richtig Spaß machen. Ich mache ja auch als Viertfach Sport und die Sportdidaktik ist so sehr darauf ausgelegt, dass wir uns ausprobieren können. Es hat immer richtig Spaß gemacht. Wir hatten in jedem Seminar unsere Sportkleidung an und konnten selbst aktiv werden.
00:06:02:12 - 00:06:22:05
Ich glaube, es ist halt auch der große Punkt im Studium. Es ist sehr theorielastig. Also man muss sich oft hinsetzen und fragt sich auch hin und wieder wieso mache ich das? Aber ich habe auch das Besondere am FSJ, also mir hat die Zeit so viel ja auch im Studium gebracht, weil es mich immer daran erinnert hat, weshalb ich jetzt hier sitze.
00:06:22:07 - 00:06:48:09
Vor allem, weil ja, wie ich auch schon erwähnt habe, das erste Praktikum erst nach den zwei Semestern auf einen wartet. Aber wenn jetzt meinetwegen sagt Du meintest ja, du interessierst dich ja für Sport, wenn du kein Fach Sport und das bist du da auf jeden Fall auch immer sehr aktiv kannst total viele Sportarten ausprobieren. Das ist richtig spannend, auch da von anderen Studis was zu hören und man sitzt auf jeden Fall in den verschiedenen Veranstaltungen oft mit allen Lehramtsformen zusammen.
00:06:48:13 - 00:07:08:08
Im Seminar oder in der Vorlesung, so im Gespräch mit Lehramtsstudenten, hört man oft das raus, was du jetzt auch gerade sagst, dass das Studium sehr theoretisch ist und so oft die Studenten, während das während der Praktika erst so bemerken, dass sie sich gar nicht so richtig gut auf die Praxis oder auch auf den vielleicht Alltag in der Schule später vorbereitet fühlen.
00:07:08:10 - 00:07:34:00
Wie ist es denn bei Dir? Also wie fühlt sich der Wechsel für dich an zwischen Theorie? Also wenn du dann Praktikum hast, wieder in der Schule? Fühlst du dich so einigermaßen gut vorbereitet auf das, was dir später mal so bevorsteht? Dann so vor der Klasse zu stehen und zu unterrichten? Ja, ich muss trotzdem sagen, es gibt viele sinnvolle Inputs im Studium, aber ich glaube, das Hauptaugenmerk, wo ich meinen Fokus darauf lege, sind tatsächlich die Blockpraktika.
00:07:34:02 - 00:08:02:00
Und man hat eben auch Tagespraktika, die dann im Semester begleitend sind. Also ich glaube, für uns alle liegt trotzdem der Fokus auf der Praxis. Klar, man will ja auch im Studium dabei sein. Die Inhalte sind trotzdem teilweise sehr hilfreich und man möchte ja auch gute Noten dann am Ende haben. Aber es ist auch ganz spannend. Wir hatten jetzt eine Evaluation von unserem Studiengang, die erste nach 22 Jahren und da haben über 500 Studenten teilgenommen.
00:08:02:00 - 00:08:24:19
Und tatsächlich war die Rückmeldung ziemlich heftig. Also ich glaube, über 200 Leute haben angegeben, dass sie schon über den Studienwechsel oder den Abbruch sogar nachgedacht haben. Also da passiert jetzt auch ein Umdenken von der Uni, weil wie ich schon eingebracht habe, kann fach Deutsch, wenn ich Germanistikveranstaltungen besucht habe, die teilweise so fernab von Grundschule waren. Da kommt man dann schon manchmal ins Zweifeln.
00:08:24:21 - 00:08:45:10
Aber vielleicht auch ganz interessant zu wissen, dass da hoffentlich Stück für Stück ein Umdenken passiert. Ja auch schon mit dem dualen Studiengang beispielsweise. Aber immerhin ist trotzdem ein großer Fokus. Also jetzt. Vor allem in den vergangenen Semestern habe ich viel, viel Praktika besucht. Genau, Ja, nicht nur in Leipzig, sondern auch auf dem Land. Das war schon schon spannend und hat mir immer Spaß gemacht.
00:08:45:12 - 00:09:14:07
Welche Praktika hast du denn jetzt schon so absolviert? Also man hat ja glaube ich, Block Praktikum A und B, wenn ich mich so richtig erinnere. Genau, das ist ein bisschen anders. Ich studiere ja in Leipzig und Dresden gibt es das Praktikum an Bild. Daran erinnert mich auch, habe ich schon mal gehört. Ich habe insgesamt drei Blockpraktika absolviert, die gingen jeweils vier Wochen und dann bin ich über zwei Semester hinweg immer zwei Stunden pro Woche an der Schule gewesen, wo wir als Gruppe eben Unterrichtsstunden geplant und auch gehalten haben.
00:09:14:09 - 00:09:35:10
Und das habe ich auch was ganz Besonderes war. Im Block Praktikum ist man meistens alleine und an den praktika, die dann ein Semester begleitend sind, hast du immer andere Studis, mit denen du da zusammen durchkommst und das war immer toll, sich da gegenseitig helfen zu können. Wie ist es für euch heute alleine als FSJler an der Schule oder ist da noch jemand?
00:09:35:12 - 00:09:59:23
Äh, nein, wir sind beide alleine, aber wir haben ja immer eine Lehrkraft mehr oder weniger, die uns beiseite steht und hilft und auch meist auch den Großteil der Arbeit dann auch übernimmt. Wie ist es für euch? Hat sich die Erfahrungen, die er jetzt im FSJ gesammelt habt, bestärkt? Beim Berufswunsch oder gab es da konkrete Momente oder Herausforderungen, die euch da voll bestärkt haben?
00:09:59:23 - 00:10:27:11
Oder wo er dann doch auch gesagt habe Puh, vielleicht du ja auch, Ne, vielleicht ist Grundschule doch nicht so ganz meins. Also grundsätzlich hat es mich schon bestärkt, Lehrer werden zu wollen. Aber ich habe natürlich dann immer mal wieder Zweifel bei so prekären Situationen oder auch wenn ich so das mit meiner Gymi Zeit vergleiche. Die Lautstärke im Klassenzimmer beispielsweise ist einfach enorm viel höher oder auch viel mehr Gewalt.
00:10:27:11 - 00:10:48:15
Also jetzt nicht so, das ist so ein schlimmes Wort, aber halt so kleine Raufereien und so und dass man das dann immer klären muss und auch die Elternarbeit und so, was man dann ja selbst auch schon teilweise als erstes ja dann machen muss, weil man das halt mitbekommt. Das ist schon auch kräftezehrend alles, Aber insgesamt würde ich schon sagen, dass ich jetzt bestätigt bin.
00:10:48:17 - 00:11:13:10
Und ich kann dir auch eher zu Grundschule mittlerweile, obwohl es da vorher mir eigentlich echt unsicher war, ob ich überhaupt Lehrer werden möchte. Was bei dir. Also ich kann das was du sagst sehr unterschreiben. Also mir geht es ähnlich. Ich muss sagen, ich habe extrem an Selbstbewusstsein dazugewonnen. Also in den ersten Tagen oder Wochen des Festivals, wo ich vor der Klasse stand, da hätte ich mich wahrscheinlich als Schüler auch nicht ernst genommen.
00:11:13:12 - 00:11:38:16
Aber mittlerweile weiß man, wie man agieren muss und auch auftreten muss. Sage ich mal Und ja, ich denke, man hat oft Situationen, wo man sich so denkt. Will ich das wirklich machen und will ich das vielleicht auch mal? Also bloß weil ich jetzt studiere, heißt es nicht, ich muss es mein Leben lang auch machen. Aber grundsätzlich Immer wenn ich nach Hause gehe, bin ich total glücklich und total erfüllt, weil die Kinder einem so viel zurückgeben.
00:11:38:16 - 00:12:03:06
Und ich hatte während des ganzen FSJ jetzt was jetzt nur noch zwei Monate geht, also schon fast vorbei ist nicht einmal einen Tag, wo ich nicht gerne in die Schule gegangen bin. Also macht es mir super viel Freude und hat mich auf jeden Fall jetzt auch darin bestärkt, wahrscheinlich doch das Grundschullehramt einzuschlagen. Das klingt schön. Und denkst du, es gab jetzt auch konkrete Erfahrungen, die dir für dein Studium dann hilfreich sein können?
00:12:03:08 - 00:12:28:12
Also ich möchte kein Fach Englisch studieren, das heißt, ich könnte jetzt ziemlich viel im Englischunterricht mit schnuppern und mir da viel absehen oder abschauen. Genau das war für mich super hilfreich. Einfach um den Unterricht ein bisschen vielfältiger zu gestalten und nicht so einen Frontalunterricht später zu machen. Das auf jeden Fall. Aber auch so das Pädagogische steht ja der Grundschule halt sehr im Vordergrund, was mir total gut gefällt, wo ich dann auch so war.
00:12:28:12 - 00:12:47:17
Ich will wahrscheinlich kein Gymi machen, weil mir das da zu weit weg fällt und wirklich dieses Lehren und Lernen so im Vordergrund steht. Und ich glaube einfach auch so Konflikte zu bewältigen und auf die Kinder einzugehen und zu schauen, wie es ihnen geht, sodass ja, finde ich einfach super wichtig und das hat mir auch noch mal viel geholfen.
00:12:47:17 - 00:13:12:11
Das führt und auch die Seminare, die man so besucht hat während des IS. Jetzt sei es in den Seminarwochen, aber auch zu Bildungstagen, da hat man viel dazu gelernt, was ich jetzt wäre Alltag später denke ich gut nutzen kann. Ja und noch mal spannend eure Seite zu hören, weil mein Schulzeit ist ja schon fünf Jahre her. Ich kann mich gar nicht mehr so dolle ans Gymnasium erinnern und bin jetzt schon in meiner Grundschul bubble drin.
00:13:12:11 - 00:13:33:01
Und da erlebe ich ja jeden Tag dann neue Sachen. Und wie du es auch meintest, da ist der Fokus ja auf Pädagogik und Didaktik, also wahrscheinlich auch noch mal, ja, das kann man noch mal bedenken, wenn man überlegt, welche Schulform, wenn man einschlagen, dann doch große Unterschiede gibt. Vor allem vielleicht unsere Hörerinnen und Hörer, die ja dann gerade vom Gymi kommen.
00:13:33:03 - 00:13:55:09
Ja, ich glaube, es ist echt hilfreich, dann noch mal an die Grundschule oder an die Förderschule reinzuschnuppern, weil das ja voll fern ist von unserer Zeit. Also ich meine, die Kunst hat ich dann ja auch schon lange zurück, dass man da einfach noch mal eine Schulform reinschnuppern, die man gar nicht mehr so kennt. Und gibt es für euch jetzt konkrete Sorgen, wenn ihr jetzt an den Übergang FSJ Studium denkt?
00:13:55:11 - 00:14:31:09
Na, ich glaube, das ist dann schon noch mal ein großer Schritt. Weiß auch vom Alltag her was ganz anderes ist. Wir sind ja jetzt immer von 37, je nachdem auf Arbeit und dann wirklich arbeiten und ja jetzt nicht so rein wie beim Studium, dass man die ganze Zeit Input und lernt und so, also sehr was komplett anderes. Dann noch mal und ich möchte zumindest auch dann nach Leipzig ziehen, weil es auch städteweise dann noch mal ein großer Unterschied und ich glaube einfach allgemein dann wirklich im Studium zu sitzen und diesen Gedanken haben so ja, das wird es jetzt wirklich.
00:14:31:11 - 00:14:56:01
Hoffentlich ist ja dann auch noch was anderes wie jetzt, wo man dann hier und da mal mitmacht, hier und da mal was übernimmt oder auch so ein bisschen unterrichtet und so wie wenn man dann wirklich weiß, das will ich jetzt auf jeden Fall machen, dass bei der ähnlich. Auf jeden Fall. Ja, sehe ich auch so, also was vielleicht auch noch ein Punkt ist Sehr wichtig ist es, die Aufnahmeprüfung, die man in verschiedenen Fächern hat.
00:14:56:01 - 00:15:17:13
Also ich habe, ich möchte auch nach Leipzig gehen, da braucht man für Englisch jetzt keine Aufnahmeprüfung, aber in Dresden schon und die soll auch relativ schwer sein. Das heißt, ja, das ist natürlich deine Sorge, die man hat. Ja, aber sonst ist es, glaube ich, so ein bisschen dieses, dass das Studium so sehr theoretisch ist und dass man vielleicht so ein bisschen die Lust verliert.
00:15:17:13 - 00:15:39:22
Wobei ich sagen muss, ich glaube, ich weiß jetzt, dass es sich lohnt durchzuziehen, einfach weil ich weiß, was mich erwartet. Ähm, ja, aber sonst würde ich das unterschreiben, was die gesagt hat. Ja, ich kann eure Sorgen da auch nachvollziehen. Also vor allem die Aufnahmeprüfung, da kommt man da nicht drum. Ja, aber ich glaube, hilfreich ist es auch zu wissen, dass man ja nie alleine ist.
00:15:39:22 - 00:16:01:19
Also am Ende sind da so viele Menschen im selben Alter oder auch älter oder jünger, die da ja den gleichen Weg vor sich haben. Und ich glaube, das ist dann ja sehr hilfreich. Da kann man gut drauf bauen, dass man ja eben nie alleine ist. Und noch ein Gedanke, den ich gerade hatte Als ich dann frisch ins Studium bin, hat mir das auch wahnsinnig viel Sicherheit gegeben.
00:16:01:21 - 00:16:29:01
Zu wissen, ja, wie es denn jetzt konkret in der Grundschule aussieht. Also diese ganzen Erfahrungen im FSJ haben mich so bestärkt und die haben mir so ein Gerüst gegeben, an dem ich mich irgendwie festhalten konnte. Das habe ich auch bei anderen Kommilitonen gemerkt, die schon Erfahrungen hatten. Also viele haben auf eigene Faust vorher absolviert. Ja, dieser Vergleich zu Leuten, die dann direkt von der Schule kamen, das war schon schon enorm, würde ich sagen, was ich da so beobachtet habe oder mitbekommen habe.
00:16:29:07 - 00:16:51:02
Also würdest du auch sagen, dass dein Vater dein Studium ziemlich beeinflusst hat? Also ich war jetzt vor einem Monat in Leipzig an der Uni und hab mir das alles noch mal angeschaut und hatte da auch die Chance mit ehemaligen Fußballern zu sprechen und die meinten, dass das einfach super viele Vorteile gebracht hat, einfach weil sie wissen, was sie erwartet, Weil sie viel Praxiserfahrung in sammeln konnten, aber auch schon sehr gut connecten konnten.
00:16:51:02 - 00:17:12:00
Mit neuen Leuten in den Seminarwochen um generell einfach so im FSJ und sich da eben auch schon Freunde gefunden haben. Siehst du das auch? Ja, voll richtig. Also die Seminarwochen verbinden ja auch während des FSJ kurz und klar, man kennt dann jemanden. Manche gehen natürlich auch in andere Städte. Es stehen ja drei große Städte in Sachsen schon zur Auswahl.
00:17:12:02 - 00:17:35:18
Aber es ist, glaube ich, wirklich schön, man dann bekannte Gesichter sieht oder sich sogar schon verabreden kann. Und ja, eben auch diese, diese Erfahrungen, die man schon gesammelt hat. Du meintest ja auch schon, du hast Selbstbewusstsein dazugewonnen und so was ist unglaublich viel wert. Und ja, darauf kann man glaube ich auch echt stolz sein. Ich glaube, die Zeit ist auf jeden Fall nicht verschenkt gewesen und richtig schön auch zu hören, was es doch schon mit euch gemacht hat.
00:17:35:20 - 00:17:57:24
Voll auf jeden Fall. Hattest du trotz des ICE jetzt vielleicht Zweifel bei deiner Studienwahl oder warst du dir schon immer so sicher? Ja, das ist mein Wunsch und das mache ich auf jeden Fall. Oder gab es da so paar Sorgen, die du hattest? Ja, ich muss sagen, nach dem FSJ und dann zu Beginn meines Studiums war ich mir schon sehr sicher, weil es mir eben auch immer Spaß gemacht hat, in der Schule zu sein.
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Und auch jetzt bin ich ja zwei Tage die Woche immer an einer Grundschule und ich bin immer gerne da und freue mich auf die Zeit dort, weil das so abwechslungsreich ist und ich immer ja so viel erleben darf. Und ja, auch wenn es mal laut zugeht oder hektisch ist, bin ich trotzdem immer dankbar für die Zeit mit den Kindern.
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Jetzt auch mit Hinblick auf das Ende meines Studiums kommen natürlich schon ein paar Fragen. Will ich jetzt direkt ins Ref? Wo will ich meinen Ref machen? Ich komme ja eigentlich aus einer Bedarfsregion, habe jetzt viel Zeit in Leipzig verbracht und arbeite ja auch an der Schule in Leipzig. Ja und so was. Wie will ich das mein Leben lang machen?
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Aber ich glaube, viele Fragen lösen sich von selbst und ich bin auch bereit dafür, das einfach erst mal auszuprobieren und meinen Weg zu gehen, um dann irgendwie, dann irgendwann wird sich das schon alles finden, denke ich. Ja, voll könntest du da vielleicht auch Azani später euch vorstellen, im ländlichen Raum mal an einer Schule zu arbeiten? Also ich komme aus Görlitz, also ich habe dort meine Grundschulzeit und meine Gymnasialzeit verbracht und für mich war das immer total klar, dass ich erst mal weg will aus der Kleinstadt und könnte mir auch, glaube ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vorstellen, wieder zurück zu gehen.
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Wie seht ihr das? Hättet ihr da Lust drauf oder. Ja, ich hab halt viele Erfahrungen im FSJ oder auch in meinen Praktika gesammelt. Das Gute ist natürlich, man kriegt im ländlichen Raum immer einen Praktikumsplatz. Also in der Stadt ist es wirklich problematisch. Viele mussten dann super weit pendeln und haben sich dann auch dafür entschieden, in ihrer Heimatstadt ihr Praktikum zu machen.
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Also ich muss sagen, ich erinner mich noch zurück. Ich habe vor fünf Jahren schon mal mit Perspektive Land in Videodreh gehabt. In meiner Kleinstadt Rodewisch. Da ging's ja in der Folge um die Klinikschule. Rodewisch Auch recht spannend, dieses ganze Schulkonzept. Und im Video habe ich gesagt Ja, also die ganzen Vorteile aufgezählt, die Rodewisch mit sich bringt, weil wir zwar eine Kleinstadt sind, aber trotzdem ein bisschen was zu bieten haben.
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Da kannte ich das Leben in der Großstadt ja noch gar nicht. Ich war auch ja gerade 18 geworden und hab mich da auch echt wohlgefühlt, dass auch meine Füße dort schule. Und mir fiel es tatsächlich auch schwer, damals nach Leipzig zu gehen. Ich war überfordert mit der Anonymität und den vielen neuen Menschen und der Lautstärke. Mittlerweile bin ich dankbar, dass ich die Jahre jetzt schon in Leipzig wohnen kann und über die Erfahrungen und man entwickelt sich ja auch total weiter und ich hab, das ist auch für jeden jungen Menschen hilfreich, mal in eine Großstadt zu gehen.
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Ich meine, wir müssen uns fürs Studium ja sowieso, deswegen ergibt sich das ja. Aber ich schließe das auf jeden Fall nicht aus, in die dann ländlichen Raum zu gehen. Ich meine ja, man hat auf jeden Fall spannende Schulkonzepte, auch auf dem Land. Ich glaube, wenn man sich da mal so ein bisschen informiert, tut sich da einiges auf. Und zum Beispiel gibt es ja auch diesen Vorteil, dass man einen Sonderzuschlag bekommen, also Sachsen ist ja auch dabei, das attraktiver zu machen.
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Das ist natürlich auch echt schwer, einen Restplatz zu kriegen in Leipzig, also was man da schon so mitbekommt. Ich kenne auch viele Referendare, die dann jetzt eben pendeln und teilweise auch eine Stunde lang dann aus der Stadt rausfahren. Deswegen ich würde jetzt nicht mich komplett für eine Seite entscheiden, Stadt oder Land, sondern ich glaube wirklich, beide Seiten haben ihre Vor und Nachteile und am Ende muss man da, glaube ich, so ein bisschen auf sich hören, oder?
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Am Ende kommt es ja auch drauf an, wenn man dann meinetwegen ein neues Zuhause finden muss, einfach weil man woanders ins Ref geht, dass man sich das dann einfach dort auch schön macht. Und wenn man dann in der Schule ankommt und dann da irgendwie sein Kollegium hat, wo man sich wohlfühlt, ist es auch super viel wert. Wie ist es bei dir, Sunny?
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Ich kann mir sehr schwer vorstellen, auf dem Land zu leben und zu arbeiten. Aber auch einfach nur aus dem Grund, dass ich halt schon immer in Dresden lebe, mitten im Zentrum von Dresden. Also all das Laute und das Viele und das Anonyme, was du beschrieben hast, trifft halt einfach auf das ganze Leben von mir halt zu, wenn es notgedrungen ist.
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Ist ja sowieso was anderes. Aber ich würde auf jeden Fall, denke ich, für ein Praktikum oder so mal die Chance nutzen aufs Land zu gehen und da mal reinzuschnuppern. Und ich kann mir vorstellen, dann im älteren Alter eventuell aufs Land zu ziehen, weil man dann vielleicht den ganzen Lärm auch ein bisschen satt ist und zur Ruhe kommen möchte.
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Weil an sich ist es auf jeden Fall schön auf dem Land. Ich habe viele Freunde, die da auch leben und dies auch gerne besuchen gehe, aber auf Dauer ist es glaube ich für mich jetzt einfach noch zu langsam. Verstehe, Ich glaube es ja auch voll okay, wir sind ja alle noch sehr jung. Familienplanung in so was ist noch in völliger Ferne.
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Aber natürlich eine Perspektive, die du vielleicht dann ja doch auch dann ganz ansprechend wäre irgendwann. Aber ich find es auch cool, dass du sagst, dass du dir das vorstellen könntest, im ländlichen Raum ein Praktikum zu machen. Da gibt es auch Perspektive Land. Hab damals auch dadurch so einen Fahrtkosten Zuschlag bekommen. Also Indianer hat eben auch meine andere Schulform also oder wie sagt man ein anderes Schulkonzept?
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Kennst du da nicht mal eine Montessori Schule? Und die war eben ein bisschen weiter weg und so konnte ich dann da immer hin pendeln. Das war auch richtig cool und eine große Chance. Das hat mich sehr bereichert an Erfahrungen und so haben wir eine Gefällt mir ja vielleicht so gut, dass es dann doch aufs Land geht. Okay, du hattest ja auch mehrmals angesprochen, dass du nebenbei noch an der Schule arbeitest in Leipzig.
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Vielleicht kannst du uns noch mal ein bisschen erläutern, wie du dazu gekommen bist und was du da so genau machst. Genau. Ich arbeite an einer Grundschule über das Programm Start Training. Das wird über die Uni Leipzig organisiert und ich mache das auch schon seit dem dritten Semester. Und es richtet sich vor allem an die ersten und fünften Klassen.
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Also es geht eben darum, dass man denen entweder den Übergang ermöglicht von Kindergarten und Grundschule oder eben von Grundschule an die weiterführende Schule und ich bin da immer unterstützend tätig. Also eine erste Klasse ist ja irgendwie viel Unterstützungsbedarf und die Lehrkräfte sind super dankbar, dass dann noch eine zusätzliche Hilfsperson mit im Raum ist. Jetzt habe ich auch wahnsinnig viel gelernt.
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Ich stelle mir das auch immer sehr herausfordernd vor, eine erste Rolle zu übernehmen. Ich meine, das sind Kindergartenkinder, die ihre ersten Erfahrungen mit Schule machen. Also klar, Kindergarten, vielleicht auch die Vorschule, aber trotzdem in einem komplett neuen Umfeld für die Kleinen. Ich habe da wirklich viel gelernt. Sei es so ganz einfache Sorgen der Kinder oder vielleicht auch Sorgen der Lehrperson.
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Tipps oder auch didaktische Hinweise. Tauchte mich auch sogar mal selber ausprobieren und ich hab da wirklich super super viel mitgenommen. Also neben den Praktikas ist glaube ich auch ein richtig guter Tipp, sich vielleicht auch noch was zu suchen, egal über welches Programm. Man kann auch die Schulen selbstständig anfragen. Da kenne ich auch einige aus meinem Studium, die das eben dann gleich über die Schulen geregelt haben.
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Und das Coole ist vielleicht auch auch beim Start Training, wenn man sich dann doch noch mal unsicher ist wegen der Schulform, könnte man auch überlegen, das Gymnasium zu machen oder vielleicht auch in der Förderschule oder eben an der Oberschule. Also das ist wirklich eine coole Chance. Noch mal also selbst wenn man sich sicher ist mit Grundschullehramt, dass man sagt, ich glaube, auch Erfahrungen aus anderen Schulformen ja, sind richtig hilfreich und formen noch mal irgendwie den Charakter, den man als Lehrperson dann irgendwann annimmt.
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Genau. Das klingt auf jeden Fall sehr spannend. Es bedeutet aber, dass du weniger Unterricht selber gestaltet, sondern mehr als zweite Person mit im Unterricht drin bist. Wenn ich das jetzt richtig rausgenau. Also ich glaube, ich könnte auch so vor Nachbereitung jetzt neben meinem Studium nicht wirklich sorgen deswegen. Ich bin dann immer da für gewisse Stunden. Man kann das dann richtig cool mit den Lehrpersonen absprechen und genau dann ist man einfach mit dabei und hilft.
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Und ich war auch zum Beispiel jetzt letztens bei diesem Kennenlerntag der Kindergartenkinder da, also die neuen Erstklässler sozusagen. Und dort wurden diese Erhebungen gemacht. Also da wird dann geschaut, wo liegen die Kompetenzen, wo liegen Schwachstellen? Müssen Kinder, die Deutsch als Zweitsprache haben, vielleicht ja diese Niveaustufen eingegliedert werden? Da gibt es dann ja auch noch mal Förderunterricht für die Deutsch als Zweitsprache Schülerinnen.
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Das ist so in Bezug darauf noch mal so ein Ereignis oder ein Erlebnis, weil das habe ich dann öfters mal verkehrt, wo man sich dann so also erst vielleicht sogar schlucken muss, egal ob positiv oder negativ, was ich dann aber vielleicht am Ende dann noch mal mehr bestätigt in dem Beruf. Ja, ich glaube, am Ende macht die Vielzahl an Erfahrungen und diese Momente, auf die man dann gerne zurückgreift, an die man sich gern erinnert.
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Während der Zeit habe ich zum Beispiel in der Schülerzeitung mitgewirkt. Das hat mir Spaß gemacht. Oder ich konnte jetzt in einem Praktikum auch mal auf Klassenfahrt dabei sein. Und ich glaube auch generell immer die Zeit im Stadttraining in den ersten Klassen, das ist halt schon da. Die sind halt super niedlich und es ist so super spannend auch schon zu sehen, wie viel Kinder in einem Jahr lernen können.
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Oder wenn ich dann über die Ferien mal nicht da war oder wenn ich Semesterferien hatte, bin ich halt auch nicht in die Schule gegangen. Und dann konnten die plötzlich lesen und mir Wörter aufschreiben. Also es ist wirklich toll, einfach das zu begleiten. Genau. Aber natürlich begegnen mir auch Herausforderungen. An der Schule, an der ich jetzt arbeite, sind viele Kinder, die in herausfordernden Verhältnissen aufwachsen.
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Da gibt es Fälle von Kindeswohlgefährdung und Kindesmissbrauch. Und das ist natürlich hart zu sehen, wie schlecht es den teilweise geht oder mit welchen Herausforderungen, die jetzt schon in diesen jungen Jahren umgehen müssen. Aber umso schöner ist es dann irgendwie auch wiederum den Kindern einen sicheren Ort zu geben. Also die kommen total gerne in die Schule, die sind richtig froh, wenn sie dann was erzählen können.
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Und ja, es ist immer toll, auch denen das irgendwie ein stückweit zu ermöglichen, da eine gute Zeit in der Schule zu haben. Und ich glaube, das ist auch eben was. Total wichtig ist, dass es ja nicht nur darum geht, Ich bin Grundschullehrerin, weil ich den Kindern das Lesen und Rechnen beibringen will, sondern ich will auch eine Ansprechperson sein und ja, die unterstützen in ihrer Entwicklung und die wachsen in den paar Jahren ja zu kleinen Persönlichkeiten heran und die dazu bestärken, Selbstbewusstsein zu entwickeln und auch neugierig auf Leben zu sein und einfach auch mutig zu werden, ins Leben rauszugehen.
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Genau. Ja, noch mal ganz zurück zu eurem Ressort beginnen. Wie kam ihr denn eigentlich dazu, ein FSJ zu machen? Was hat euch dazu bewogen, nicht direkt in das Studium durchzustarten? Also bei mir war es so, wie ich ganz am Anfang ja schon meinte, dass der Wunsch des Lernens noch relativ Neues bei mir ist War ich glaube der elfte oder zwölfte Klasse mal bei so einer Berufsberatung mehrere Sitzungen und da kann man verschiedene Sachen raus, mit denen ich mich dann noch näher auseinandergesetzt habe.
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Und so ein Hauptfeld war bei mir was Soziales machen und ich war auch Sport interessiert und irgendwann war dann halt so dieses eins plus eins zwei Ding, dass ich dann halt dachte, dann werde ich Sportlehrer. Wobei ich mittlerweile auch sagen muss, dass ich nicht mal mehr unbedingt Sportlehrer werden möchte, sondern der Fächerwahl auch gegenüber noch bisschen offener bin.
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Und dann habe ich nach der Schule das ja hier gemacht und auch das letzte halbe Jahr während der Schulzeit schon angefangen mit einer GTA in der Grundschule. Habe dort Rugby GTA angeboten, vier Stunden die Woche und das so als Minijob und da war ich dann quasi schon auch an derselben Grundschule wie jetzt und habe dadurch ja schon einerseits die Schule kennengelernt und habe auch so diesen pädagogischen Umgang mit den kleinen Kindern, weil ich das davor zumindest mit so vollen Klassenstärken halt noch nie in meinem Leben hatte.
00:29:17:00 - 00:29:49:14
Das hat mich dann schon sehr interessiert. Dann war ich aber auf Reisen und habe das ein bisschen wieder verworfen. Eigentlich. Bis dann irgendwann den Gedanken hatte, dass ja bald die Bewerbung losgehen und ich wäre noch gar nicht so sicher war. Und dann saß ich am Strand und hab eine Bewerbung für mein erstes Jahr geschickt. Tatsächlich direkt erst an die Schule und die meinten so Ja, hier, du musst dich aber beim DKJS bewerben und da kann ich als Tipp dann sagen, dass es doch gut war, dass ich mich auch erst bei der Schule beworben habe, weil ich hatte ein Bewerbungsgespräch bei denen und dann meinte das Ding passierts.
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Dadurch, dass meine Schule meinte, sie würden mich auf jeden Fall nehmen, hat das auf jeden Fall mir sehr zugesprochen, dass sie mich dann auch genommen haben. Also es war eher so ein Prozess von ja vielleicht zu machen ist gerade das einzige, was ich mir vorstellen könnte zu machen, bis hin zu Und es war sehr gut, dass ich das angefangen habe.
00:30:09:00 - 00:30:31:07
Und die Bewerbungen hattest du noch gar nicht rausgeschickt. Das stand dann für dich noch echt nicht fest, an ein Studium zu denken. Nein, ich hab daran gedacht, das war mir unsicher. Es hat mich zu Sportstudiengang, also ohne Lehramt, informiert. Aber das war alles so Woge. Und dadurch, dass ich damals auch nicht wusste, wie lange ich noch unterwegs bin und ich dann auch mein Konto leer war.
00:30:31:07 - 00:30:50:11
Nach dem Reisen habe ich mir gedacht, ich bleibe noch mal in Dresden. Ich wollte auch auf jeden Fall noch mal hier bleiben. Ein Jahr. Genau. Und deswegen habe ich mich Josefstadt hier in Dresden noch mal entschieden. Wie war es bei dir letztes Jahr? Also ich wusste schon, dass ich ziemlich sicher zumindest, dass ich Lehramt studieren möchte, hab mich aber trotzdem felsenfest entschieden.
00:30:50:13 - 00:31:11:20
Einfach aufgrund der Schulformen, wo ich noch verunsichert war, aber auch, weil ich nicht direkt anfangen wollte zu studieren. Also dadurch, dass man so viel im Abi gelernt hat und Stress hatte und dann war das so, ne, dann sollte ich im Oktober gleich so weitergehen, war ich dann auch reise und ein bisschen unterwegs. Ja, was natürlich auch noch so ein Punkt ist, der vielleicht auch für Early zu hören dann vielleicht auch.
00:31:11:20 - 00:31:35:22
Interessant ist einfach, dass man, wenn man das erfolgreich absolviert, an bestimmten Unis ja null Komma -0,5 auf den NC quasi gutgeschrieben bekommt und bei den doch steigenden Numerus clausus ist es auf jeden Fall ein positiver Faktor. Und bei mir war das ähnlich. Habe mich auch direkt bei der Schule beworben, einfach weil ich es nicht besser wusste. Mit dem Träger.
00:31:35:24 - 00:31:58:12
Und das ist auch ein guter Tipp. Tatsächlich, Weil wenn man eine Schule hat, ist es immer schon ganz hilfreich. Ich erinnere mich, ich habe damals auch extra vorher noch mal connected mit der Schulleitung und dann konnte man das ja sogar an der Bewerbung angeben, dachte ich oder so und wir haben sogar beim beim Einstellungsgespräch quasi wir selbst ja sogar auch noch mal nachgefragt, ob das wirklich hilfreich.
00:31:58:14 - 00:32:26:17
Genau, Man hat ja dann verschiedene Bewerbungsverfahren mehr oder weniger. Also man hat ein Gespräch mit einem ehemaligen FSJler. Will ich mir einfach das und einer Mitarbeiterin, dass dekoriert ist der Mitarbeiter genau. Und dann erzählt man da so ein bisschen auch ein bisschen was über die Schule und dann ging das eigentlich alles recht flott. Ja, genau. Ähm, ja, dann haben wir fünf ja super viele Themen angesprochen.
00:32:26:17 - 00:32:58:07
Zum einen die Motivation und Entscheidung fürs Lehramtsstudium haben natürlich auch über erfahrungen, aber auch persönlich Erwartungen gesprochen. Und was vielleicht jetzt noch spannend wäre vielleicht hättest du noch ein paar motivierende Worte oder vielleicht auch einen kleinen Tipp, den du den Zuhörenden oder vielleicht Leuten, die gerne Lehramt studieren wollen, noch mitgeben könntest. Okay. Also ich glaube, wenn man sich wirklich echt noch unsicher ist, ob ja der Lehramt Beruf was für einen ist, würde ich jedem das absolut empfehlen können.
00:32:58:09 - 00:33:27:03
Eben aus dem Grund. Das Studium legt den Wert vor allem am Anfang noch überhaupt nicht auf diese Praxiserfahrungen und am Ende studiert man dann schon ein Jahr lang, ist dann das erste Mal an der Schule und merkt, ob sie mehr ist. Gar nicht meins und einfach generell ja, nehmt die Möglichkeiten mit euch auszuprobieren, Geht an die Schulen. Ich glaube wirklich, dieser Fundus an Erfahrungen ist das Allerwichtigste und der bringt euch dann auch durch schwierige Zeiten im Studium.
00:33:27:03 - 00:33:48:05
Und ja, ich glaube auch Zweifel sind normal und ich glaube es ist auch vollkommen okay und normal, sich unsicher zu sein oder möglicherweise eben auch noch mal um zu entscheiden. Also ja, wenn man dann auch unsicher ist bei der Wahl der Schulform, dann schnuppert rein, guckt euch die verschiedenen Schulformen an und schlag den anderen Weg ein. Wenn der sich für euch besser anfühlt.
00:33:48:07 - 00:34:17:11
Vielen Dank. Das nimmt vielleicht die eine oder andere Sorge. Wir sind ja jetzt gerade in der Zeit, wo sich viel bei uns verändert. Vielleicht auch gerade bei Anni und mir. Auch bei der Entscheidung Was wollen wir jetzt machen, Wohin soll es gehen? Was mich noch interessiert Seht ihr euch in fünf Jahren ungefähr. Ich fange mal an, Ich hoffe, ich bin noch im Lehramtsstudium und habe immer noch den Wunsch und dass ich das alles gut packe.
00:34:17:13 - 00:34:41:02
Wahrscheinlich werde ich auch noch im Lehramtsstudium sein. Hoffentlich eine Wohnung in Leipzig gefunden haben. Ja, derzeit ist was da auch noch zu meinem Tipp ganz gut passt. Ich meine, ich habe leider ja meine ganzen Phasen des Übergangs waren meistens während der Koronarzeit, aber jetzt auch im Studium und habe wieder alles normalisiert. Auch wenn man ja die Möglichkeit hat, ein Erasmus zu machen, ist das glaube ich auch mega cool.
00:34:41:05 - 00:35:05:11
Also es sind sogar im Ausland Praktika möglich, zum Beispiel dieses erste Praktikum, dieses Orientierungspraktikum kann man super easy im Ausland machen. Ich werde es ja vielleicht auch noch mal ein ganz naiver Input so für den Hinterkopf voll. Auf jeden Fall. Gerade wenn man eine Fremdsprache machen will, muss man es glaube ich genau. Ganz genau. Ja, also ich sehe mich in fünf Jahren hoffentlich auch noch im Studium.
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Hoffentlich glücklich und zufrieden in Leipzig. Hoffentlich, wenn das alles so klappt, auch mit der Wohnung usw. Genau. Und dann neigt sich wahrscheinlich das Studium sogar schon dem Ende zu. Wenn man das alles so schafft. Ja, genau da sehe ich mich. Und wie geht es dir? Siehst du dich in fünf Jahren? Ja, voll spannend. Weil er ja vielleicht in fünf Jahren dann in der Position sei.
00:35:29:06 - 00:35:49:18
Ich wo ich jetzt gerade bin, Ja. Ja, in fünf Jahren. Ich glaube, ich würde mich auf jeden Fall gerne angekommen fühlen. Ich bin dann 28, ich glaube, ich hoffe, dass ich dann an einer Schule bin, wo ich mich wohlfühle. Keine Ahnung, wo. Aber auf dem Weg dorthin möchte ich auf jeden Fall ja noch mal raus. Jetzt nach meinem Studium.
00:35:49:21 - 00:36:09:07
Ich würde mich gern noch ein kleines bisschen ausprobieren auf dem Weg dorthin. Und dann habe ich Lust, irgendwann mal fest als Sängerin irgendwo angestellt zu sein. Klingt nach einem guten Plan. Ja, cool, dann habe ich auf jeden Fall vielen Dank für das Gespräch, das sehr spannend und sehr aufschlussreich waren wir jetzt auf jeden Fall. Mega viel Freude bereitet mit euch zu sprechen und zu quatschen.
00:36:09:09 - 00:36:33:04
Ja, auch ich fand es cool, mal wieder von der anderen Seite ein bisschen was zu hören, da doch ein Stück Herz bei mir und ich wünsch euch alles Gute auf eurem Weg. Danke dir. Danke schön. Ich kann nur die Worte noch mal aufgreifen. Vielen Dank für den ganzen Input, die tollen Tipps und auch alles Gute. Danke. Und jetzt noch mal an So ihr als kleiner Ausblick vorab Im Herbst darf ich noch mal einen Podcast aufnehmen.
00:36:33:06 - 00:36:57:22
Diesmal werde ich dann die Gastgeberin sein und ich werde eine angehende Lehrkraft oder eine Referendarin interviewen und meine Fragen stellen dürfen. Also seid gespannt. Dann auf jeden Fall vielen Dank auch noch an Bonny Stor für die Nutzung seines Studios und die Produktion des Podcast und natürlich den vielen Input, den er uns gegeben hat. Perspektive Land ist ein Programm der Deutschen Kinder und Jugendstiftung JS im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus.

Folge 20: "Von der Schulbank an den Lehrertisch - unser Weg zur Lehrkraft" (Takeover), Teil 1
In dieser Folge haben wir erneut die Mikrofone abgegeben und an drei junge Menschen übergeben, die sich über ihren Weg in den Beruf als Lehrkraft austauschen. Asani und Laeticia, die gerade ihr FSJ Pädagogik an Grundschulen absolvieren, und Ann-Sophie, die im achten Semester Grundschullehramt studiert, kommen ins Gespräch über das, was sie für den Beruf motiviert, welche Schulart für sie die richtige ist, die Vor- und Nachteile von Stadt und Land, ihre Erfahrungen im Schulalltag und vieles mehr. Außerdem gibt es Einblicke in das Lehramtsstudium und Tipps und Tricks, wie es erfolgreich bewältigt werden kann.
Danke an Bony Stoev für die Produktion in seinem Studio!
Hier findet ihr weitere Informationen zum Lehramt(sstudium) in Sachsen: LEHRERIN SACHSEN | Home
Diese Folge auf Spotify, Deezer oder Itunes hören, oder direkt hier in unserem Webplayer:

00:00:00:01 - 00:00:23:04
Hey. Und willkommen zurück. Für Katharina und mich ging das Praktikum vor ein paar Tagen zu Ende. Damit ist diese Folge heute auch unsere letzte im Podcast Takeover. Dabei tauschen wir uns über die gesammelten Erfahrungen in den letzten vier Wochen an unseren Praktikumsschuhen aus. Wir geben euch Tipps für die anstehenden Praktika und verraten euch, ob wir in die ländliche Region zurückkehren würden.
00:00:23:06 - 00:00:40:10
Viel Spaß!
00:00:40:12 - 00:00:48:01
Die.
00:00:48:03 - 00:01:00:15
Zwei und.
00:01:00:17 - 00:01:38:00
So Katharina. Willkommen zurück zur letzten Folge von unserem Podcast Takeover. Ja und für dich ist es ja jetzt schon eine ganze Woche her, dass du aus der Schule raus bist und genau jetzt schon wieder weiter unterwegs. Genau. Also für all unsere Podcasthörer. Dieses Mal ist mein Ton nicht ganz so gut, da ich derzeit tatsächlich im Sportraum einer amerikanischen Familie sitze und natürlich das gute Podcast Mikrofon nicht mitnehmen konnte.
00:01:38:02 - 00:02:03:22
Ja, mein Praktikum ist schon seit über einer Woche vorbei. Ich habe am sechsten neunten mein Praktikum oder meinen letzten Praktikumstag gehabt und bin am zehnten neunten dann noch einmal für drei Monate in die Staaten ausgereist deswegen. Aber man kann nicht immer alles mitnehmen und das gute Podcast Mikrofon hat es leider nicht mit in meinen schon überschweren Koffer geschafft.
00:02:03:24 - 00:02:27:24
Deswegen bloß die Information für euch, dass mein Ton ein bisschen anders ist. Ich hoffe aber, man versteht mich trotzdem sehr, sehr gut. Ja, ansonsten auch Du hast dein Praktikum letzte Woche oder deinen letzten Praktikumstag letzte Woche geschafft. Wie war die letzte Woche für dich? Erzähl mal! Ja, das stimmt. Für mich ist es dann eine Woche länger gegangen als für dich.
00:02:28:01 - 00:02:50:20
Ich hatte aber eine sehr entspannte Woche, sage ich mal zum Schluss. Konnte da noch mal ein, zwei Sachen mitnehmen für Sport. Vor allem war das, dass ich die eine Klasse zu den ein Jahrgang zur Jugend trainiert für Olympia, zum Regionalfinale.
00:02:50:22 - 00:03:18:21
In im Fußball begleitet habe, wo zwar nur der dritte Platz am Ende raussprang, aber auf jeden Fall. Für mich war es immer noch eine auch sehr coole und sehr coole Einblick darin, dass Sportunterricht nicht immer nur der eigentliche Unterricht ist, sondern es dann ja auch noch solche kleineren Wettkämpfe neben der Schule gibt. Und ja, das war ganz cool mit zu erleben und da dabei zu sein da.
00:03:18:21 - 00:03:57:15
Aber dritter Platz ist doch an sich gar nicht so schlecht. Also erstmal Glückwunsch. Auf vier Plätze. Gibt aber immer nicht viel, das stimmt. Und man muss dazu sagen, die Jungs dort haben haben trotzdem gekämpft und haben am Ende war es halt auch, dass wir ein paar jüngere Spieler mitgenommen haben, weil die älteren die Woche vorher krank waren. Und deswegen war es dann eher die Belohnung, dass die Jüngeren auch mit zu dem zu dem Finale fahren dürfen, was sie sich quasi die Woche vorher erarbeitet haben und nicht aus der Mannschaft rausfliegen, nur weil da die Älteren dann wieder gesund geworden sind.
00:03:57:17 - 00:04:29:11
Und da wurde quasi diese na, ich will es jetzt gar nicht starke Unterlegenheit, aber die körperliche Unterlegenheit auf jeden Fall wurde da in Kauf genommen und ja, aber vielleicht für mich letzter geworden. Also. Aber vielleicht sind Sie dafür jetzt höchst motiviert, für nächstes Jahr sich zu verbessern und noch stärker zu kämpfen. Na, ich hoffe doch. Also trotzdem würde ich sagen Glückwunsch immer noch und danke.
00:04:29:13 - 00:04:53:23
Ich würde es ja weiterleiten an die Jungs, aber die ja auch nicht mehr. Ja, das war ja die letzte Woche. Ja, das stimmt. Und ansonsten war es auch so, dass ich noch mal viel hospitiert habe oder ein paar Stunden hospitiert habe. Aber viele von den Sportlehrern waren für mich nicht da, weil entweder Studienfahrt war oder Klassenfahrt oder halt Ausflüge.
00:04:54:00 - 00:05:19:10
Und da kann ich noch eine letzte Woche anknüpfen an die letzte Folge anknüpfen, wo ich meinte, dass ich mir nicht sicher bin, ob der Zoo denn noch geöffnet hat. In Hoyerswerda hat er. Erst haben die fünften Klassen ihren Ausflug hin gemacht. Ja, schön, sei bestimmt auch mal schön außerhalb der Schule zu sitzen oder zu gehen. Ich hoffe, ihr hattet trotzdem sehr, sehr gutes Wetter.
00:05:19:12 - 00:05:47:05
Ja, am Freitag. Als dann diese Exkursion mit waren, war das Wetter wieder in Ordnung. Anfang der Woche war es auch bei uns nicht so schön, Aber ja und bei dir war die letzte Woche ja quasi vorbei und Tour bis in die USA gegangen. Ist das jetzt deine Erkenntnis, dass du doch lieber Lehrer in den USA wirst? Wie ist das bei dir?
00:05:47:07 - 00:06:09:06
Nein, nein, um Gottes Willen! Also ich habe das tatsächlich den Aufenthalt schon länger geplant. Das war auch soweit klar, dass ich das noch mal machen noch mal machen möchte. Es ist auch tatsächlich noch mal genau die gleiche Familie, die ich letztes Jahr schon besucht habe. Einfach weil es mir so gut gefallen hat. Aber ich werde trotzdem kein Land Lehrer.
00:06:09:07 - 00:06:38:17
Ich werde aber versuchen, mit einigen Lehrern hierzu zu. Ja ich sag mal den englischen Begriff zu connecten und mal rauszukriegen, was die denn hier so machen, was denn bei denen so Phase ist Mich auch ein bisschen mit dem Schulsystem hier beschäftigen. Aber für mich steht immer noch fest, ich komme wieder zurück in die Heimat. Also dann pünktlich im Dezember zu den Weihnachtsmärkten bin ich wieder da.
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Zum Glühwein trinken und ja und äh und bis dahin genieße ich hier die Zeit. Zwischendurch kommt ja Halloween. Thanksgiving wird mich erwarten. Ein ganz kleines bisschen Weihnachtsstimmung. Genau. Aber dafür hat mir mein Praktikum zu Hause immer noch viel zu gut gefallen. Also auch meine letzte Woche war soweit noch mal sehr spannend. Ich habe noch mal insgesamt fünf Stunden sehr eigene Stunden gehalten und es ist sehr interessant, wie die Kinder doch schnell, ich sag mal so weit mitdenken, dass sie sehr verwirrt waren, als ich Montag mit Deutsch angefangen habe und als ich halt vorne stand, haben sie gefragt, ob wir denn heute Sachunterricht hätten, weil ich ja die letzten Wochen immer Sachunterricht gehalten habe.
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Und da habe ich gesagt Nein, wir haben halt Deutsch. Aber Sie haben doch immer Sachunterricht mit uns gemacht. So Ja, aber nicht heute. Ja, dann, ähm, habe ich noch ein paar Stunden, wie gesagt, selbst gehalten. Auch bei der vierten Klasse in Englisch. Und dann hatten wir ein ganz aufregendes Erlebnis. Tatsächlich Am vorletzten Tag meiner Praktika, äh meines Praktikums bei der Praktikumszeit.
00:08:00:05 - 00:08:43:08
Und zwar hatten wir ein Feueralarm mit der Freiwilligen Feuerwehr und da ist ja ich sag mal, Bambule gewesen. Oh ja, das glaube ich. Habt ihr da quasi für den Ernstfall geprobt. Und genau da gab es noch ein kleines Fest bei euch mit an der Schule, oder? Nein, nein, es war tatsächlich der Ernstfall. Also die Schulleiterin hat sich das überlegt, dass die jährliche Feuerübung oder die jährliche Evakuierungsübung gemacht werden muss und hat sich anscheinend gedacht, dass man das durchaus kombinieren kann mit einer Übung der Feuerwehr, die dann im Schulgebäude drei vermisste Schülerinnen und Schüler suchen muss.
00:08:43:10 - 00:09:17:12
Und ja, die Kinder waren natürlich extrem aufgeregt. Äh, wir als Lehrer auch. Wir wussten zwar, dass sie kommen wird, aber wir wussten nicht, wann und. Ja, aber der Schultag war natürlich danach. Ähm, ja, ich sag mal beendet. Also ich habe dann tatsächlich ein bisschen improvisiert in der Stunde danach. Ich habe es meiner Mentorin angeboten, da ich ja selber auch bei der Freiwilligen Feuerwehr bin, dass ich gerne mal eine Feuerwehrstunde halten kann und das hat sie auch sehr dankend angenommen.
00:09:17:14 - 00:09:46:14
Und die Kinder, also da auch Lob an die. Die haben tatsächlich sehr gut zugehört, viele Fragen gestellt, was sie interessiert haben. Aber wir haben auch gesagt, wir glauben nicht, dass wir sie hätten mit irgendeinem anderen Thema noch mal einfangen können. Also die waren sehr, sehr aufgeregt. Es ist Wahnsinn. Ja, ich sag mal so es ist ja, wie man es selber als Kind auch kennt, sobald Blaulicht irgendwie mit im Spiel war, war man ja fasziniert davon.
00:09:46:14 - 00:10:09:05
Und dann kann ich es gut verstehen, dass die Kinder danach gar keine richtige Lust mehr auf Unterricht hatten. Ja, verständlich nein. Aber das sind dafür sind halt nun mal Kinder. Also. Aber insgesamt. Vincent, wie fandest du dein Praktikum? Also, was würdest du jetzt so am Ende des Praktikum oder sage ich auch schon mal mit ein paar Tagen Abstand wieder dazu sagen?
00:10:09:05 - 00:10:37:12
Was hast du gelernt? Welche Zugewinne hast du selber gemacht? Erzähl mal! Ja, also für mich ist auf jeden Fall, dass es mir sehr mich sehr weitergebracht hat. Würde ich schon so sagen. Habe ich gerade eben auch gemerkt. Im Vergleich zwischen den ersten Unterrichtsversuchen und jetzt den letzten, wie wie wichtig das eigentlich war, dass man da wirklich viel selber unterrichtet hat.
00:10:37:14 - 00:11:13:12
Für mich selbst, dass ich da einfach so viel sicherer geworden bin im Umgang mit den Kindern. Man hat auch gemerkt, so nachher nach der ersten Woche, in oder nach anderthalb Wochen, dass dann eben auch wirklich bei den Kindern dort in der achten Klasse dieses Ausprobieren. Und wie weit kann ich gehen bei dem neuen Lehrer dann weniger geworden ist und auch dann mehr akzeptiert haben, wenn ich was wirklich gesagt habe.
00:11:13:14 - 00:11:47:20
Aber dass ich dann eben auch deutlich besser wusste, wie ich auf verschiedenste Sachen reagieren musste oder auch einfach nicht reagieren muss auf manche Sachen. Zum Beispiel wenn zum fünften Mal gefragt wird, wie mein Wochenende war oder Mittwoch. Dass der gute Trick, um den Lehrer abzulenken, genau nein. Aber wie gesagt, deswegen ist das auf jeden Fall was, was ich so, dass viele selber unterrichten, was mir da wirklich auch mit geholfen hat.
00:11:47:22 - 00:12:23:14
Und zur Schule eben gerade. Ich muss dazu sagen, das hatte ich in der ersten Folge nicht so ganz mit gesagt, aber es gab halt immer mal mit aus der Stadt, wo ich herkomme und Hoyerswerda, ähm, ich sage mal so, Hoyerswerda hat einen gewissen Ruf weg. Für alle, die nicht weiterkommen, glaube ich, weil ich kenne auch Freunde aus Spremberg, die auch 30 Minuten weg sind von Hoyerswerda und die genau das Gleiche darüber erzählen, was jetzt nicht unbedingt nur Positives ist.
00:12:23:16 - 00:12:50:05
Und ich war wirklich überrascht. Also mir hat es einfach sehr viel Spaß gemacht. Da wirklich auch die einfach so mit der Region. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, dort auch jeden Morgen hinzufahren. Ich meine, gerade im Vergleich zu meinem Praktikum, was ich in Leipzig mal gemacht habe. Diese was bei uns eben das erste Praktikum ist, wo man ein Semester begleitend unterwegs ist.
00:12:50:07 - 00:13:19:06
Oh, da bin ich genauso 40 Minuten mit der Bahn gefahren oder 20 Minuten mit dem Auto, um dort hinzukommen. Und da muss ich sagen, hat mir einfach diese Fahrt nach Hoyerswerda deutlich mehr Spaß gemacht. Nicht durch den Stadtverkehr zu müssen, sondern einfach übers Land besser mit dem Auto zu fahren. Genau. Und ansonsten Ja, was auch definitiv ein Fall ist, ein Fall gewesen ist.
00:13:19:08 - 00:13:42:08
Ich habe mit den Kollegen mich dort richtig gut verstanden. Es ist ein relativ kleines Kollegium gewesen und da wurde ich sehr, sehr herzlich mit aufgenommen und sehr viel auch mit unterstützt. Also man konnte immer über alles da reden, was man auch so für Ideen hatte und dann gab es auch immer mal so eben Vorschläge, was man anders machen kann.
00:13:42:08 - 00:14:14:05
Aber genauso war es eben auch von von den anderen Kollegen. Wenn man selber Vorschläge hatte, wurde es auch gesagt, wie cool das eigentlich ist, dass man das aus der Uni so mitbringt. Also es war ja ich habe mich sehr auf Augenhöhe quasi da behandelt gefühlt und was ja, was einfach sehr, sehr schön war dort an der Schule. Also würdest du sagen, dass man vielleicht viel öfter auch mal die das Land mit in Betracht ziehen sollte als Praktikumsplatz aus?
00:14:14:07 - 00:14:35:23
Aus meinem Blickwinkel auf jeden Fall. Also das hat mir jetzt diese vier Wochen haben mir diese vier Wochen jetzt auf jeden Fall aufgezeigt, dass ich auch weil ich ja gerade noch Englisch vor mir habe, da auch gerne noch mal schauen möchte, vielleicht auch noch mal eine andere Schule auf dem Land gehen möchte, um noch mal andere Region kennenzulernen.
00:14:36:00 - 00:15:03:09
Aber definitiv auf alle Fälle das Erzgebirge. Mal sind. Na ja, da musst du ja jetzt erst noch mal erzählen, wie es für dich denn war, wie du es so alles wahrgenommen hast, Dein Praktikum und ob du da gerne noch mal zurück willst. Und dann überlege ich es mir, dass das Erzgebirge dran ist, Also für mich. Das Praktikum war insgesamt wirklich ein sehr, sehr schönes Praktikum.
00:15:03:09 - 00:15:32:04
Er hat alles super gefallen. Die Region ist mir persönlich ja natürlich nicht unbekannt. Ich komme ja aus dieser Region, aber ich bin immer wieder erstaunt, doch was für Schulen wir doch durchaus haben, denn man sieht das oftmals gar nicht. Man denkt immer Land, Schulen, das sind gar nicht so viel vorhanden, Aber das stimmt irgendwie gar nicht. Es sind doch ein paar mehr Schulen vorhanden, als man denkt.
00:15:32:06 - 00:16:12:17
Und ich habe am Anfang ja tatsächlich nicht damit gerechnet, dass Elterlein so schön für mich wird. Ich hab gedacht, es ist ja wieder wieder die nächste Landschule, oder? Wobei, wie stellt man sich eine Landschule vor? Das kann ich gar nicht mal richtig definieren, weil ich war nie an der Stadtschule, aber so gewisse Vorurteile gegenüber Städte hat man ja schon und man hört ja auch oftmals etwas von anderen oder von denen von den Kommilitonen wie deren Erfahrungen sind und dass da doch immer mal ein paar Problemkinder mehr auftauchen.
00:16:12:19 - 00:16:40:07
Und da muss ich sagen, hat also mir das Praktikum dahingehend wirklich wieder einmal gezeigt, warum ich eigentlich so gerne aufs Land gehe. Was halt einfach doch die Ruhe, die die Idylle. Ähm, ich weiß gar nicht. Ich hatte mal in irgendeinem Kurs im Semester sollten wir ein Projekt uns ausdenken und eine Kommilitonin von mir, die aus Chemnitz kommt, meinte dann wir können ja in den.
00:16:40:12 - 00:17:00:13
Wir können ja den Schulgarten dazu nutzen. Es war ein Mathematikprojekt. Wir können den Schulgarten nutzen und dazu gehen wir einfach in den botanischen Garten nach Chemnitz. Die bieten das an, Schulgärtner Schulgarten zu machen. Und ich war so schockiert am Ende und dachte so was. Warum muss ich dazu in den botanischen Garten gehen? Ich kann doch einfach rausgehen dazu, oder?
00:17:00:13 - 00:17:26:07
Keine Ahnung. Bauer Wilfried fragen, ob er nicht doch mal ein kleines Ländle hat. Für seine für für, keine Ahnung. Die Schule im Dorf und ungefähr so war es dann auch wieder in. Also mit eigenem Schulgarten und keine Ahnung so viel drumrum, dass man erkunden kann, auch für die Kinder erkunden kann und ja, die Schüler insgesamt natürlich auch sehr ländlich aufgewachsen.
00:17:26:07 - 00:17:54:12
Wenn man sie fragt, was sie gemacht haben, ist es natürlich immer viel. Das Rausgehen und das im Wald spielen oder im Wald spazieren gehen. Das hat mir sehr, sehr gut wie immer gefallen. Und ansonsten für mich persönlich einer meiner absoluten Favoriten. Schulen. Ähm, ja, das gesamte Kollegium auch. Hat mir sehr gut gefallen. Ganz nette junge Leute, tatsächlich. Womit ich auch nicht gerechnet habe.
00:17:54:12 - 00:18:22:19
Aber tatsächlich, die Zeiten wandeln sich. Es gibt oder doch, es werden immer mehr jüngere Lehrer und ja, aber ich glaube, das hat mir in irgendeiner Podcastfolge schon mal aufgegriffen. Ähm, ja, das Kollegium immer offen für eine Hilfe, für Hilfestellungen, für Fragen, eine ganz tolle Mentorin. Und ja, leider war es mein letztes Praktikum, bevor es dann für mich tatsächlich in den Schuldienst geht.
00:18:22:21 - 00:19:04:15
Und ich muss einfach sagen, mich hat diese Schule so sehr gequetscht. Ich würde sehr, sehr gerne dort mit Referendariat machen. Also ich würde mich dort sehr gut aufgehoben fühlen. Na, das ist doch wirklich sehr, sehr schön zu hören. Also dann ist ja das Praktikum ja voll und ganz seinen Zweck erfüllt. Und das tatsächlich ja, Aber ansonsten auch für mich noch mal so den Umgang mit Schülern auch noch mal neu gelernt und nicht immer nur wie unterrichte ich Gut, weil ich glaube, das ist eine Sache, Das kommt im Referendariat noch mal viel dran, was guten Unterricht ausmacht und mit welchen Methoden man da tatsächlich sehr gut unterrichtet.
00:19:04:15 - 00:19:37:24
Aber irgendwie. Für mich war in diesem Praktikum doch noch mal sehr interessant. Also so zum Vergleich Im letzten Praktikum habe ich gelernt, dass Organisation ähm, das A und O ist und in diesem Praktikum habe ich einfach gelernt, dass dort die nötige Geduld, Einfühlungsvermögen und auch Verständnis für die Kinder auch sehr, sehr wichtig ist. Das war mir, ich will nicht sagen bisher gar nicht so bewusst, aber ist mir noch mal deutlich bewusster geworden in so einer zweiten Klasse als in einer vierten Klasse.
00:19:38:01 - 00:20:13:15
Deswegen war es war ein sehr gutes Praktikum, war wieder sehr lehrreich. Ja, okay, dann das freut mich zu hören. Also dann haben wir, denke ich, beide quasi die sehr ähnliche Erfahrungen gemacht. Auch wenn es eben so unterschiedlich ist zwischen Gymnasium und Grundschule. Ja, weil ja bei mir es ja dann doch mehr um dann doch irgendwie die Technik Vermittlung ging und um den das Spaß, den Spaß.
00:20:13:17 - 00:20:24:14
Genau. Was würdest du denn noch zukünftigen Studierenden oder den nächsten Praktikanten als Tipp auf den Weg geben?
00:20:24:16 - 00:21:04:04
Ich würde einfach mich dem anschließen, was ich vorhin noch schon mal erwähnt habe. Was mir einfach sehr geholfen hat, ist wirklich so viel wie möglich eben selbst zu unterrichten. Im im Praktikum, weil man für sich selbst einfach da sehr, sehr viel mitnimmt und auch für die Zukunft dann eben auch schon fürs Ref. Durch die Planung die Unterrichtsplan hat man einfach dann schon wieder viele viel Material für später, wenn man sieht, es geht ja nicht, dass man es natürlich einfach kopiert, aber man hat einfach schon mal eine grobe Idee.
00:21:04:04 - 00:21:30:10
Vielleicht einen groben Plan, den man eben mit benutzen kann. Man hat, man kann einfach sich auch viel ausprobieren schon und weiß, welche Spiele kann man wirklich entspannt in der siebten achten Klasse spielen und welche sollte man vielleicht erst in. Also gerade im Sport für die Erwärmung finde ich ja auch gemerkt, es gab Spiele, die waren gut oder sind gut, wenn man die in einer elf zwölf spielt.
00:21:30:12 - 00:22:03:13
Die sind aber überfordernd, wenn man in der siebte oder achte Klasse spielt. Na gut, das muss man aber auch erst mal lernen. Ja, und das ist eben kommt natürlich auch immer dann auf die Klassen mit an, aber ja, genau das lernt man eben, indem man einfach selber unterrichtet und das ausprobiert. Schön, was ich eben so gemerkt habe. Auch wirklich wie gesagt, einfach mit seinen Mentoren oder wo man eben dann in den Klassen unterrichtet, mit den Kollegen oder einfach reden.
00:22:03:15 - 00:22:27:04
Es reißt einem aus meiner Erfahrung keiner den Kopf, wenn man eine Idee hat und nicht am Ende auch nicht funktioniert. Dafür sind wir in dem Praktikum und dafür sind wir ja dürfen wir uns dort ausprobieren. Und es ist nicht schlimm, wenn mal was nicht funktioniert, weil das war eben auch der Vorteil, dass bei mir die Kollegen auch relativ viel und ja, das heißt relativ jung waren.
00:22:27:09 - 00:22:56:24
So alt wie ich und die auch alle eben noch wussten, wie es halt ist anzufangen und dass es dann eben noch nicht perfekt läuft. Ja, also ich glaube, ich könnte alles, was du gesagt hast, komplett unterschreiben. Das stimmt. Was ich vielleicht noch ergänzen würde für zukünftige Praktika es auch hört auch gerne alle ein bisschen auf euer Bauchgefühl. Habt ihr ein gutes Gefühl mit dieser Schule oder fühlt ihr euch eher mulmig, wenn es Probleme gibt?
00:22:56:24 - 00:23:26:17
Immer gerne ansprechen, aber das hast du ja auch schon gesagt. Aber auch schon bei der Vorauswahl. Hört auf das Bauchgefühl. Auf alle Fälle guckt euch immer die Schule ja nicht ausführlich, aber schon doch mal an vorher online Auftritt auf dem Praktikumsportal oder was das Landesamt für Schule und Bildung so zu bieten hat. Und ja, schließt doch mal die Landschulen gar nicht so kategorisch aus.
00:23:26:19 - 00:24:03:19
Also ich kann da nur positiv von reden von den Landschulen und später im Referendariat. Stand heute lohnt es sich ja auch aufs Land zu gehen. Wenn ich da sag, so 1.000 € extra Bonus zwinker zwinker. Es lohnt sich Genau. Und was ich da vielleicht noch mit ergänzen möchte, weil ja oftmals ja auch, was ich auch von Kommilitonen kenne, die eben nicht aufs Land fürs Praktikum gehen wollen, weil sie eben ein Job in Leipzig haben oder weil sie eben sich keine zweite Wohnung leisten können leisten wollen.
00:24:03:21 - 00:24:33:06
Ich meine, dafür ist es ja bei dir ja genauso wie bei mir. Wir sind ja auch über Perspektive Land. Ähm, dass man da Unterstützung sich mit holen kann, sei es jetzt für Spritkosten oder eben, wenn man sich eine Unterkunft nimmt, da einfach nicht aus monetären Hinblick einfach kategorisch das Land ausschließen, sondern da gibt es auf jeden Fall Unterstützung, die man sich da auch immer mit holen kann.
00:24:33:11 - 00:25:07:03
Auf jeden Fall auch hier noch mal großes Dankeschön an Perspektive Land und die DKJS, die die Förderung ja doch irgendwo möglich machen für uns. Ohne euch könnten wir das vielleicht gar nicht so schön machen, wie wir es tun und hätten auch gar nicht diese Erfahrungen sammeln können. Genau. Ja, und das sind eigentlich schöne Schlussworte. Genau. Ich wollt grad sagen und damit tatsächlich würde ich einfach mal die unsere Praktikum unsere Podcast Übernahme beenden.
00:25:07:05 - 00:25:34:15
Dankeschön an alle, die uns zugehört haben in den letzten Wochen und viel, viel Spaß dabei, eure eigenen Erfahrungen zu sammeln. Und ich hoffe, ihr habt ungefähr dieselben Erfahrungen wie Vincent und ich. Ja, da schließe ich mich an Katharina, Danke für die tolle Zusammenfassung und an alle, die uns gehört haben und auch dann ins Bett gehen. Viel Spaß da und auf Wiedersehen.
00:25:34:17 - 00:25:43:00
Tschüss.
00:25:43:02 - 00:25:49:02
Perspektive Land ist ein Programm der Deutschen Kinder und Jugendstiftung im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus.
Praktikums-Podcast Staffel 3: Folge 3 mit Katharina und Vincenz
Herzlich willkommen zurück zur neuen Folge des Podcast-Takeover von Katharina (Grundschullehramt) und Vincenz (Gymnasiallehramt)! Die beiden haben ihr Blockpraktikum abgeschlossen und tauschen sich über die neuen Erfahrungen aus der letzten Woche aus. Dazu geben sie euch Tipps für anstehende Praktika und verraten, was ihnen an der ländlichen Region so gefallen hat und ob sie später dorthin zurückkehren möchten.
Wir danken www.hoerspielbox.de für die Sounds und Geräusche.
Diese Folge auf Spotify, Deezer oder Itunes hören, oder direkt hier in unserem Webplayer:

00:00:00:08 - 00:00:47:17
Hey, Willkommen zur Folge zwei des Praktikums Podcast der Perspektive Land. In der heutigen Folge reden wir über unsere ersten Unterrichtsversuche, wie sie liefen. Was gut und was schlecht war. Und unterhalten uns darüber, warum das Land für uns so besonders ist und wir gerne hier bleiben würden. Seid gespannt auf die Folge. Viel Spaß.
00:00:47:19 - 00:00:54:13
Allem und vor allem.
00:00:54:15 - 00:00:58:14
Vincent, es ist passiert.
00:00:58:16 - 00:01:26:19
Wir haben immer alle gesagt, dass wenn man einmal anfängt, in eine Grundschule oder Kindergarten zu gehen, wird man sehr oft krank. Ich habe jetzt meine dritte Woche. Ich bin krank geworden übers Wochenende. Oh Mann, das ist natürlich nicht schön. Dann wünsch ich dir auf jeden Fall erstmal gute Besserung. Vielen, vielen Dank Und hoffentlich ist es dann auch das, dass es schnell wieder vorbei ist.
00:01:26:21 - 00:01:52:24
So schnell wie es gekommen ist. Oh ja, es wird schon besser. Aber doch die Information an unsere Zuhörer. Sollte ich irgendwie jetzt ein bisschen verschnupft klingen, oder ihr hört zwischendurch mal papier rascheln. Ich habe mir ein paar Bonbons hier bereitgelegt, damit ich sollte es im Hals merken, natürlich gleich was einnehmen kann. Ansonsten mein Praktikum geht dennoch weiter. Ähm.
00:01:53:04 - 00:02:16:10
Meine Stimme ist alles. Gott sei Dank. Das hat am Wochenende mich sehr, sehr gut aufgeraut. Ich bin noch ein kleines bisschen verschnupft. Ich würde mal sagen, es ist eine klassische Kinderkrankheit und wie du schon sagtest, so schnell wie sie gekommen ist, so schnell geht sie auch wieder. Genau. Und dann hattest du aber schon letzte Woche, um gleich mal damit anzuknüpfen.
00:02:16:12 - 00:02:45:10
Sicherlich hast du ja die Keime letzte Woche mit eingefangen, aber du hast ja in der letzten Folge schon erzählt, dass du gerade am Vorbereiten warst für deine erste Unterrichtsstunde. Wie lief die denn? Wie haben die Schüler die englische Tour gelernt? Genau. Also noch mal kurz also zu euch zur Wiederholung. Äh, ich hatte ja mit O'Clock angefangen. Also ja, allgemein die uhr.
00:02:45:15 - 00:03:11:20
Und hatte mich dafür entschieden, zunächst, dass o'clock und half Party zu machen über ein eine Geschichte, den Mad Clock Maker. Ich habe die Geschichte vorgelesen und die erste Aussage meiner Kinder war Frau Walter. Ich hab nix verstanden, ne? Und da war ich erst mal so. Wir haben sie dann zusammen erörtert. A Clock und HF passt haben sie tatsächlich sehr, sehr gut.
00:03:11:22 - 00:03:39:01
Dann am Donnerstag hatte ich die letzte Stunde dazu gelernt. Morgen habe ich tatsächlich die nächste Stunde dazu. Da lernen sie jetzt die Zeiten to end passt also zum Beispiel twenty fünf Minuten past oder ten Minute to. Und ja, ich musste mir tatsächlich das sehr, sehr viel Hilfe holen von meiner Mentorin. Ich habe das ein bisschen unterschätzt, hat mir ganz tolle Hilfestellungen gegeben.
00:03:39:03 - 00:04:15:05
Also da auch noch mal ein großes Dankeschön an meine Mentorin, ähm, dass sie mir da so geholfen hat. Sie hat eine ganz tolle Idee gehabt, dass ich auch mit den Kindern das Reden üben kann. Darum geht es ja eher in der Grundschule, dass die Kinder mehr reden als schreiben bzw auch das Hörverstehen haben. Und genau. Ich hoffe ich beende morgen die Stunde zurzeit und beginne am Donnerstag gemeinsam mit einem mit einer Dozentin aus der TU Chemnitz, welche mich hospitiert, dann mit Rooms in vernetzter.
00:04:15:07 - 00:04:45:22
Das wird sehr interessant. Oh ja, da hatte ich tatsächlich vielleicht ist ja auch ein kleiner Tipp, aber aus meiner aus meinem Grundschulpraktikum. Da hatte die Englischlehrerin nämlich an die verschiedenen Möbel und alles, was so im Raum dran war, kleine Postits gemacht, die dann nach den das restliche Schuljahr hingen, sodass die Kinder immer nachschauen konnten, was denn jetzt Waschbecken heißt oder was Schrank heißt oder Tafel.
00:04:45:24 - 00:05:11:10
Das ist gar keine schlechte Idee. Tatsächlich fangen wir erst mal mit den Räumen an und da gibt es ein kleines Känguru. Was mit was oder mit was? Die Schule zusammenarbeitet. Das nennt sich Sally. Und dann spiele ich das witzige Spiel mit denen Where is Shelley sind Die Lernen von mir erst alle Räume kennen, welche Räume es gibt. Dann packe ich Sally in ein kleines Haus und in der Hoffnung, dass mir die Kinder sagen können, wo Sally ist.
00:05:11:10 - 00:05:38:09
Und da spielen sie natürlich gegen mich und mal schauen, wer am Ende die meisten Punkte hat, ich oder die Kinder. Dadurch, dass du studierst, solltest du hoffentlich die meisten Punkte bekommen. Praktisch natürlich, aber auch nichts. Ich habe natürlich nichts dagegen, wenn die Kinder gegen mich gewinnen, aber ich habe ja jetzt meine dritte Woche. Aber das ist ja deine zweite Woche, die du jetzt hast.
00:05:38:11 - 00:06:02:00
Heißt Du hast ja schon mal eine Woche jetzt vollständig beendet und diese Woche kommt endlich auch mal deine Unterrichtsstunden. Was hast du diese Woche geplant? Erzähl. Genau. Also wir hatten ja letzte Woche Dienstag aufgenommen. Das war ja gerade mal erst mein zweiter Tag gewesen und dadurch hatte ich logischerweise noch nicht unterrichtet und habe jetzt die vergangene Woche viel hospitiert.
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Wir haben ja von der Uni Leipzig vorgeschrieben, dass wir mindestens zehn Stunden hospitieren sollen und 15 Stunden selber unterrichten. Und ich bin, habe ich gestern mal durchgezählt, jetzt schon bei 18 Stunden, die ich hospitiert habe. Also könnte ich, was das angeht, zu Hause bleiben. Mache ich natürlich nicht. Nein, und das war auf jeden Fall sehr interessant. Ich habe von Klassenstufe 5 bis 12 alle Klassen jetzt kennengelernt und man muss sagen Ja, du hast eine Frage.
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Ja. Also ihr seht das nicht. Ich habe mich gerade mal ganz freundlich gemeldet. Hast du die alle in Sport jetzt kennengelernt? Ja, Ja. Ich habe mir gesagt, dadurch, dass ich das Sportpraktikum habe, dann mache ich das auch so wie für Sportlehrer typisch. Und bleibe einfach drüben in der Halle und gehe nicht jetzt anders aus. Im Sport, im Sportanzug.
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Tatsächlich? Also ich habe ja keinen anderen Unterricht, bevor ich. Also komme ich früher in Jogginghose und T Shirt und fahr so auch nachmittags wieder. Immerhin habe ich vorbildliche Schuhe sowohl für Halle als auch für draußen. Und dann natürlich meine Straßenschuhe. Ist ja eher informelles, Da muss ja immer das Vorbild sein. Und die Trinkflasche? Ja, die auch. Und das ist an der Schule auch ganz cool.
00:07:31:19 - 00:07:56:23
Die haben nicht nur eben normale Wasserhähne, wie es ja logischerweise in jeder Schule ist, sondern die haben auch so einen kleinen Trinkbrunnen, wo das Wasser mit gefiltert wird, das Leitungswasser einfach noch mal gefiltert wird und wo man einfach die Trinkflasche drunter stellt und das Ding automatisch voll macht. Das ist auch sehr gut, aber ich habe auch nichts anderes von einer Sportschule vorbereitet.
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Tatsächlich ist es so, dass ich dafür extra noch ins andere Haus gehen muss und nicht an der Sporthalle des Direkt ist. Also ein bisschen gelogen. War es vielleicht, dass ich nie in einer im Hauptgebäude bin? Ja. Gehe ich dann doch mal rüber. Es sei dir verziehen, solange dir die Schule natürlich immer fehlt. Nein, aber ansonsten. Wie gesagt, vorhin war ich stehengeblieben.
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Ich habe jetzt von der fünfte Klasse bis zwölfte Klasse alle Klassen mal hospitiert im Sport und ich muss sagen 5. 06. Klasse macht Spaß. 7. 08. Da merkt man die Pubertät sehr stark. Und dann die höheren Klassen gehen auch wieder. Aber. Es ist ja das was, was du zum Glück nicht hast. An der Grundschule sag ich jetzt mal so, das ist kein Problem mit der Pubertät, solltest du zumindest nicht haben.
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Gott sei Dank nicht so viel. Nicht in diesem Ausmaß. Genau. Und im Sport ist es dann einfach natürlich. Das war jetzt so meine Erfahrung, dann doch schwieriger als gedacht. So eine Gruppe von 29 pubertären Jungs zusammenzuhalten und ja durch den Stoff zu bringen. Aber vermutlich, wenn sie gerade noch so da die Mädchen auf der anderen Turnhalle sein Turnhallen Seite sind und diese sie ein bisschen wie sagt man das so der Tierwelt sagt man Balzverhalten.
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Ja, das kannst du. Ich denke 7. 08. Klasse auch Balzverhalten nennen.
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Und wenn das das gleiche ist?
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Nein, Aber ist es wirklich also so schlimm? Ich meine, unsere Schulzeit liegt ein bisschen zurück. Wir können es da ja gar nicht mehr so dran erinnern. Aber ist das tatsächlich so? Also es ist tatsächlich dass die Klassen ja schon mal aus würde ich meinen, ein bisschen aus dem Grund auch mit getrennt werden. Also da sind dann zwei Klassen parallel, die wo Jungs und Jungs zusammen haben und die Mädels zusammen aus den beiden Klassen und dann wird oftmals was anderes gemacht und ja, ich greife jetzt einfach mal ein Stück vorneweg.
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Ich wollte eigentlich noch über die Hospitationen sprechen, da komm ich dann einfach noch mal zurück. Was machen wir nachher? Ich hatte nämlich gestern dann meine zweite Stunde tatsächlich schon, weil ich letzte Woche dann meine erste hatte. Die zweite war aber eben genau in der achten Klasse hier. Die Klasse übernehme ich dann auch von meinem Mentor für die nächsten Jahre.
00:10:39:21 - 00:11:04:14
Jetzt noch zweieinhalb Wochen und ja, da hat man halt so gemerkt das was man geplant hat. Es braucht einfach mehr Zeit, um Spiele zu erklären, weil dort ganz, ganz viel ausgetestet wird. Also ich würde gar nicht sagen, dass das in irgendeiner Art und Weise böswillig ist oder halt die nicht mitmachen wollen, weil mitgemacht haben sie am Ende alle.
00:11:04:16 - 00:11:29:13
Aber es wird definitiv ausgetestet, wie weit können sie gehen bis bei mir der Geduldsfaden reißt bzw wie viel lasse ich durchgehen? Und das habe ich Montag gemerkt, dass ich da ein Stück weit zu viel durchgehen lassen habe. Einfach weil es dann darum ging, dass wir auch für. Wir haben Sprint gemacht in der Klasse. Und in 45 Minuten Sportunterricht Sprint.
00:11:29:15 - 00:11:58:21
Da muss man sich schon ranhalten. Gerade mit 29 Schülern und ich hatte extra noch ein kleines Spiel mit vorher mit vorbereitet, was gar nicht so schwer ist, dachte ich mir. Aber dadurch, dass ich dir hab stehen lassen an der Linie, als ich es erklärt habe, dann noch ein Rasenmäher mit da war und auf der anderen Feldseite draußen eben die Mädels Unterricht hatten, hat die Hälfte nichts mitbekommen davon, was ich erklärt habe.
00:11:58:21 - 00:12:37:09
Und dann war während des Spiels. Hey, na ja, was müssen wir jetzt machen und ja, deswegen. Was habt ihr gespielt? Es hieß, ein Spiel nennt sich Frühstart. Jetzt muss ich selber kurz noch mal überlegen. Ah, prinzipiell. Ich kenn es selber auch noch aus der aus dem Leichtathletiktraining. Man sitzt einfach Rücken an Rücken in einer Linie Schneidersitz. Dann ist beispielsweise die linke Seite, sagt man Farbe ist rot, die rechte Seite ist Farbe blau eben ein Fehler, dass man nicht grün nimmt.
00:12:37:11 - 00:13:02:03
Für die achte Klasse würde ich definitiv eher grün empfehlen, weil es kam wie es kommen musste nach der Erklärung und alle haben sich hingesetzt, habe ich gefragt Wer ist rot? Hat sich die linke Seite gemeldet, Wer es blau? Haben sich alle Seiten gemeldet und gesagt. Naja, das sind halt so Kleinigkeiten, die man mitbedenken muss, die die guten Witze.
00:13:02:05 - 00:13:33:19
Und ja, dann geht es eben darum, ich sage ein Kommando rot oder blau und die Seite muss weg rennen. Die andere Seite muss versuchen die mit einzuholen, das wirklich spielt. Ja, das Spiel kenne ich glaube ich ja, aber eben mit 29 Schülern dann doch auch. Ja, schwierig sein. Alle in Schach zu halten. Das glaube ich genau dann der Sprint, der Sprint.
00:13:33:24 - 00:14:06:19
Genau das ging es dann weiter. Als nächstes. Und da nehme ich auf jeden Fall einfach mit. Für mich bei Erklärungen, wenn die Klassen so unruhig sind, einfach hinsetzen lassen, auch wenn es Didaktisches vielleicht nicht das Beste ist für Sport. Aber um die erst mal Linie zu bringen kurz hinsetzen lassen. Man hat ein ganz anderes Autoritätsverhältnis. Wir, weil man einfach dann doch wieder drei Köpfe größer ist und nicht halb auf Augenhöhe mit dem.
00:14:06:21 - 00:14:32:04
Weil so ist es dann. Die stehen um nicht drumherum, die sind trotzdem unruhig, schubsen sich irgendwie und ja, wenn man dann die Namen nicht ganz kann, sondern einfach nur Jungs, hört jetzt auf. Die Gruppe sagt dann dann verhallt das irgendwo und es ist dieses Es fühlen sich alle angesprochen, aber eigentlich fühlt sich keiner angesprochen. Genau, weil man kennt ja den neben einen erst meinen.
00:14:32:04 - 00:14:57:18
Ja, es ist ein bisschen gemein. Ja, aber mal schauen, wie es jetzt morgen dann wird. Da habe ich wieder bei dem und jetzt habe ich erst mal die Erfahrung gemacht, wie es war dann mit dem Sprint, dass man ja das einfach die Aufreihung in die fünf Gruppen, die ich hatte, auch deutlich länger gedauert hat durch diese ganze Unruhe, als es eigentlich hätte sein müssen.
00:14:57:20 - 00:15:29:01
Am Ende haben wir es zumindest hingekriegt, dass wir einen Wert für alle draufstehen hatten und dann haben sie später eben in den nächsten Wochen noch mal die Chance, sich zu verbessern. Aber ja, vielleicht nutzen sie die ja. Und was machst du morgen mit dem Morgen? Ist bei uns Kugel dann dran. Wir fangen jetzt mit Kugelstoßen an und das wird auch sehr, sehr toll werden, weil wir nur 35 Minuten haben, weil verkürzter Unterricht ist.
00:15:29:03 - 00:15:54:06
Denn bei uns wird es wieder sehr warm. Oder war es heute schon sehr warm? Und deswegen ab morgen bis Ende der Woche haben wir anstelle von 45 Minuten nur noch 35 Minuten pro Stunde. Wie viel geht denn für das Umziehen weg? Ich kenne das von mir, von der Schule manchmal die locker, die ersten 5 bis 10 Minuten. Zumindest bei den Grundschülern könnte man immer noch fürs Umziehen mit einplanen.
00:15:54:06 - 00:16:30:05
Ist es bei euch auch so? Da geht das schneller. Gerade so bis zur neunten, zehnten Klasse würde ich schon sagen, dass das auch immer noch so ist, weil dann eben nur rumgeblödet wird in der Umkleide und da dann sind einige schon draußen. Aber auf drei vier Hanseln wartet man dann immer. Ja, und in der Oberstufe war es zumindest bei den Klassen, die ich letzte Woche dann betreut oder mit hospitiert habe, nicht so, also die waren dann eigentlich ziemlich pünktlich mit draußen und da ist es auch.
00:16:30:06 - 00:16:56:13
Also da merkt man auch schon einfach, dass da so ein Schalter mit umgelegt wurde, weil die kommen dann raus, setzen sich in der Halle auf die Bank und warten, bis es losgeht und hören auch zu, wenn man was erklärt. Genau, und das hoffe ich, dass es nicht nur bei meinem Mentor so war letzte Woche, sondern dass es bei mir dann morgen auch so wird, weil die übernehme ich jetzt auch für die nächsten drei Wochen.
00:16:56:13 - 00:17:22:14
Dann im Themenbereich Volleyball. Aber damit ich auch mal was anderes mache außer Leichtathletik, Volleyball fängst du da auch mit der Einführung an oder kennen die das schon? Ne Volleyball Volleyball haben jetzt schon. Ich glaube seit Anfang des Jahres. Also seit dem Test, also abgebrochen ist jetzt der Fall des Schuljahres also. Aber dadurch, dass es die zwölf sind, hatten die das letztes Jahr schon.
00:17:22:16 - 00:17:51:12
Also die wissen wie man Volleyball spielt größtenteils. Die wissen die Leistungskontrollen, die drankommen und da sind noch ein bisschen die Werte angepasst. Also das ist, das sollte entspannt sein und was mir was ich so letzte Woche gesehen habe, wie die sich benehmen und auch was mir mein Mentor gesagt hat, was ich mit den machen kann und alles. Das sollte sollte das eigentlich gut hinhauen.
00:17:51:14 - 00:18:10:06
So die Spiele, die ich mir für morgen überlegt habe und auch die Stationsarbeit und bin ich auf jeden Fall mal gespannt. Und ja, genau, ich drück dir alle alle Daumen, dass das alles gut geht. Ich freue mich diese Woche davon zu hören, wie sie so ergangen ist.
00:18:10:08 - 00:18:52:09
Ja, tatsächlich habe ich eine zu eine Aha, Moment hatte ich diese Woche in meinem Praktikum neben diesen klein vielen Aha Momenten hatte ich ein großes da Moment nämlich, dass man Unterricht so viel planen kann, wie man möchte. Aber sobald irgendetwas passiert, etwas Unvorhergesehenes, schafft man gar nichts mehr. Manchmal. Ich hatte das diese Woche in Sachunterricht das Thema. Ich habe letzte Woche das Thema eingeführt Gesunde Ernährung und wollte diese Woche eigentlich den Themenblock Gesunde Ernährung beenden mit den versteckten Zuckern und habe aber jeden Montag eine Wochenenderzählstunde.
00:18:52:11 - 00:19:18:12
Und da habe ich schon versucht, die Kinder zu kürzen. Das ist nicht mehr so viel. Erzählt wird aber sie haben viel erzählt. Es war sehr warm, es war sehr unruhig. Ich habe exakt zehn Minuten Unterricht gehabt, bei denen ich Kindern das große Nutella Glas gezeigt habe und gezeigt habe, wie viel Zucker da drin ist. Und das war's. Wie viel Zucker ist im Nutella gelastet?
00:19:18:14 - 00:19:44:12
Auf ein Kilo Nutella sind 560 Gramm Zucker. Ach Mensch, dauert viel, dann passt das ja perfekt in die gesunde Ernährung hinein. Ich Nein, tatsächlich, Ich mache die Stunde am Freitag noch mal! Ich habe das mit meiner Mentorin besprochen. Aufgrund dessen, dass ich ja leider nichts geschafft habe, mache ich das noch mal Ich habe so viele kleine Säckchen mit Zucker vorbereitet, viele Lebensmittel.
00:19:44:14 - 00:20:13:07
Habe am Montag schon gefragt, was die Kinder besonders viel zum Frühstück essen. Es sind die guten Cornflakes. Da passt das ganz gut, dass ich auch Cornflakes mit habe und dann. Aber es war ein sehr guter Aha, Moment. Eigentlich wollte ich diese Woche nur vier Stunden halten. Jetzt sind fünf inklusive der Zucker Stunde noch mal das sind. Es sind auch Sachen, die habe ich auch letzte Woche beim Hospitieren schon mitbekommen.
00:20:13:09 - 00:20:44:23
Planung und am Ende umsetzen ist nicht immer alles. Oftmals nicht das, was so gut zusammengeht. Bei uns war es gleich, dass man sich die Halle ja teilt mit. Beziehungsweise eigentlich gibt es ja draußen Welt und die Halle. Im und draußen wurde aber das Tatarenfeld teilweise erneuert. Heißt Draußen konnte kein Sport gemacht werden. Heißt alle Sportstunden waren drin. Und dann ist es halt immer eine.
00:20:45:00 - 00:21:23:24
Man hat schon so eine Dreifelderhalle, aber man plant man was drin, weil man denkt, die anderen sind draußen und dann überschneidet sich spontan doch es halt ist am Ende auch schade, aber man ist dann flexibel und ich würde sagen, daraus lernt man ja am meisten. Also dadurch, daraus kriegt man ja die meiste Erfahrung, sage ich mal mit, dass man nicht nur nach der Sicherheitsplan, sage ich jetzt mal den Unterricht macht, sondern dass man dann auch wirklich aus Erfahrung heraus einfach switchen kann und dass man da trotzdem eine gute Stunde rausbekommt.
00:21:24:01 - 00:21:51:08
Ja, ich wollte auch grad sagen, dass es auch da daraus das formt ja doch die guten Pädagogen ein bisschen, also sehr, sehr viel formt einen guten Pädagogen aber auch mit Unvorhergesehenes Gut umzugehen und dennoch so zu tun, als hätte man die Sache total unter Kontrolle und als wüsste man ja gar nicht, was hier los ist, weil es ja alles so geplant.
00:21:51:10 - 00:22:14:15
Ja, du bist doch in Hoyerswerda oben? Genau. Was kann man denn bei dir oben alles so machen? Weil wir sind ja auf dem Land unterwegs. Ich meine, in den Großstädten kann man sehr, sehr viel auch machen, Aber das Land ist ja auch so schön, das kann man bei euch oben alles so machen. Was gibt es bei euch oben genau?
00:22:14:17 - 00:22:35:20
Also ich hatte es letzte Woche ja schon mal ein bisschen angeschnitten, was ich so von Hoyerswerda und der Region kenne. Ich bin jetzt in der Woche natürlich auch nicht viel mit noch oder über die Schule rausgekommen. Man ist halt dann einfach mit dem Unterricht eingespannt. Aber da ich ja selber teilweise aus der Region komme, weiß ich natürlich ein, zwei Sachen.
00:22:35:22 - 00:23:03:01
Und Hoyerswerda selber bietet ja einerseits eben ein Kino und so, wobei da müsste ich vielleicht oder könnt ihr selber auch gerne mal nachschauen. Den gab es auf jeden Fall noch vor einer ganzen Zeit lang. Ich denke, der hat noch offen. Aber es könnte natürlich auch sein, dass so ein Zoo irgendwann mal zumacht. Dann aber auf jeden Fall ein großes Schwimmbad.
00:23:03:03 - 00:23:53:08
Und generell, weil man ja im Sommer jetzt nicht so gern vielleicht ins Schwimmbad, in die Halle reingeht, gibt es halt in der Region ganz, ganz viele Steinbrüche. Alte Tagebau, Seen. Und generell für die Natur einfach schöne, schöne Stellen, um draußen Sport zu machen und was es natürlich auch gibt, sind verschiedene Stadtfeste, zum Beispiel in meiner Heimatstadt, die ja nicht weit weg ist von Hoyerswerda, 30 Minuten, wo ich ja auch jetzt aktuell wohne und wo letzte Woche eben das sogenannte Wasserfest stattgefunden hat.
00:23:53:10 - 00:24:20:02
Volksfest, das ist fast fest. Genau das wollte ich dir gerade mit erklären, weil man kann ja immer schön sagen Stadtfest und dann ist es, dann denken alle nur an ja das ist ein Wochenende, mal ein paar Karussells aufgebaut und hier und da Bratwurst, Buden und Bier Buden und dann dank euch nicht vergessen. Ja natürlich, Das war tatsächlich auch eine Sache, die mich.
00:24:20:03 - 00:24:50:07
Die gibt es natürlich auch bei uns dann zum Stadtfest oder zum Volksfest eben. Aber da habe ich mir auch gesagt, eigentlich wollte ich jeden Tag einen Langosch essen, weil gibt es ja nur einmal im Jahr. Das waren aber mit dem Praktikum war es dann doch so, dass ich mir gesagt hatten jeden Tag sich komplett Knoblauch nur mit so einem Knoblauch zu ernähren, freuen sich die Schüler und meine Kollegen denke ich auch nicht so sehr.
00:24:50:09 - 00:25:27:06
Also hält man sich die Schüler vom Leib. Also habe ich mir das gesagt. Okay, mache ich es nur am Donnerstag, weil Freitag war. Eine kurze, ein kurzer Tag, dann. Ja nein. Aber zum Volksfest gibt es nämlich eine interessante Hintergrundgeschichte. Also grundsätzlich kannst du es dir so vorstellen, aber es ist eben nicht nur. Und nun ich nicht nur der Rummel und Essensstände, sondern wir haben fest Umzüge durch die Stadt.
00:25:27:08 - 00:26:04:22
Okay, die sind in dem Sinne auch immaterielles Kulturerbe. Das besagt nämlich die Legende, dass in im Jahr 1432 die Hussiten unsere Stadt kamen. Belagert haben und haben dann die Stadtherren eine hohe Lösegeldforderung gestellt. Ansonsten hätten sie eben Carmens quasi dem Erdboden gleichgemacht. Und da die Stadt einfach dieses Geld nicht aufbringen konnte, hat man die Kinder in weißer Kleidung in das Lager geschickt.
00:26:04:24 - 00:26:44:22
Das soll wohl die Belagerer so sehr erwärmt haben oder so? Milde gestimmt, milde gestimmt. Genau, dass sie die Stadt verschonten und weiterzogen. Und im Jahr 1845 war es dann, dass man eben diese Umzüge an den kamen zwar nur mit den Schülern von den kamen zwei Schulen wieder hat aufleben lassen. Es gibt da Montag und Donnerstag einen Festumzug. Alle Schüler der Schulen gehen da in weißer Kleidung gibt es.
00:26:44:24 - 00:27:26:21
Es wird an der ersten Oberschule ist das auf dem Schulplatz sammeln sich alle. Die Jungs haben eine Fahne von Arm von mit den Stadtfarben oder Farben, also auch von der Oberlausitz. Und seit diesem Jahr sind dann auch Europa Fahnen noch mit dabei gewesen. Man muss sich ja auch ein bisschen weiterentwickeln. Ja, genau. Und für die besten in den ich glaube bis zur achten Klasse die besten sind es gibt es noch Leistungsgrenze, also kann auch sein, dass es mittlerweile ein bisschen angepasst wurde und nicht mehr nur an Noten orientiert wird.
00:27:27:02 - 00:27:55:03
Dafür bin ich eben keiner. Kam jetzt zur Schule mehr, aber früher war es noch so, dass es für die besten sechs der Klasse gab es Leistungsgrenze. Das sind Blumenkränze, die sehen super schön aus, sind für die Schüler aber auch super schwer. Also war einerseits natürlich stolz, dass man den tragen durfte, andererseits haben sie uns gesagt Ach, die Fahne hätt's auch gesagt, Aber die Blumenkränze machen es ja doch noch mal sehr, sehr schön.
00:27:55:05 - 00:28:19:00
Ja, auf jeden Fall. Also dieses Jahr war es auch dadurch, dass ich konnte. Glücklicherweise glaube ich, dass ich Donnerstag einen relativ kurzen Tag gemacht habe bei der Hospitationen. Dann habe ich es noch pünktlich zum Umzug zum Donnerstag geschafft in die Stadt. Und es war ja schon beeindruckend, weil durch die Schulferien, die so zeitig zu Ende waren, es jetzt die zweite Schulwoche die Umzüge sind.
00:28:19:00 - 00:28:45:04
Während der Schulzeit, also kriegen die Schüler zu dem JA für diese Tage einfach frei und dadurch machen auch viele mit. Logischerweise. Wenn es in der Schulzeit ist, Also jede Stunde, die man nicht in der Schule dann sein muss. Als Kind sagt man sich so natürlich mache ich dann alles andere mit. Und da ich waren es dieses Jahr glaube ich um die 1000 Schüler, die in diesem Umzug mitgelaufen sind.
00:28:45:06 - 00:29:21:07
Dazu kommen dann eben noch Kapellen oder Blasorchester, die dazwischen mitlaufen, beispielsweise aus der Partnerstadt von mens Collin. Das Orchester immer mit dabei oder eben aus der Nachbarstadt Ober lichtenau. Der Spielmannszug. Die machen immer mit dabei, sodass es eben nicht nur die Schüler sind, die leise durch die Straßen ziehen, sondern es ist eben Festumzug. Und entsprechend wird dann auch Festmusik mit dazu gespielt und mit der Masse an Schülern einfach wunderschön gewesen.
00:29:21:09 - 00:29:48:13
Schön. Selbst ich habe es auch gerade aufgerufen. Die Bilder sind auch ganz toll. Vielleicht den Kindern noch gar nicht so bewusst, dass sie das jetzt derzeit so sehen, als ein Wir haben frei und machen aber dafür nur in Anführungszeichen beim Stadtfest mit. Aber ich glaube, irgendwann kommt später die Erkenntnis, dass das eine ganz schöne Tradition ist, die es auf jeden Fall gilt, weiterhin zu erhalten.
00:29:48:15 - 00:30:16:20
Auf jeden Fall. Also es ist auch. Man trifft dann auch einfach zum Volksfest so viele alte Schulkameraden wir, wo ja auch alle im Land verstreut sind und zum Fokus ist aber gefühlt jeder irgendwie wieder da. Ja, sie kommen alle wieder. Ja, es gibt so zwei, ja zwei Zeiträume, in denen alle wiederkommen in die Heimat. Das ist eben einmal Weihnachten überall.
00:30:16:22 - 00:30:52:11
Und dann ist es hier noch einmal Volksfest. Ja, auch sehr lustig. Entweder Weihnachten oder frustfest. Und das waren soweit auch meine Highlights eigentlich aus der letzten Woche ein Was kann ich vielleicht noch mit hinterherschieben? Und dann kannst du ja vielleicht noch mal von. Ob du ein Highlight hattest berichten oder ob du noch was lustiges mit anfügen kannst. Nein, es war dann letzte Woche Freitag hatte ich tatsächlich dann doch meine erste Stunde schon gehalten.
00:30:52:11 - 00:31:29:11
Aber wo ich eigentlich dachte, ich mach nur Hospitationen, aber wir waren dann mit zwei Kollegen noch ein Kaffee trinken in der Bäckerei um die Ecke in einer Freistunde und dann gipfelte diese besondere Sportförderung oder die besondere Förderung sozusagen. Es ist wie so ein Profilunterricht. Da können die verschiedene sich aus verschiedenen Profilen quasi wählen. Einmal Mathematik, Sport, Kunst. Ich glaube, Theater gibt es noch und Musik.
00:31:29:13 - 00:31:51:07
Und in der fünften und sechsten Klasse haben sie die ersten vier Wochen, dass sie da in jeder in jedes Profil reinschnuppern können und dann in der vierten Woche müssen Sie wählen, was Sie für das restliche Schuljahr mitmachen wollen. Und ja, dann machen wir eben in der Freistunden Kaffeetrinken und der eine Kollege hat so überlegt Na, was mache ich denn jetzt?
00:31:51:09 - 00:32:29:01
Was mache ich mit den? Ach, wisse, was Vincents, machst du einfach die Stunde? Ja, Und das war so 30 Minuten vor Unterrichtsbeginn. Und da habe ich gesagt Ja, klar, denn dann mache ich die halt einfach. Und das ist halt, ist auch eine sehr dankbare 5. 06. Klasse. Die sind super, super lieb, haben halt auch einfach dann Lust auf Sport, wenn sie da sind und dann ist es auch mehr, weil es ist ja keine Stunde in dem Sinne, wo es um Noten oder ähnliches geht, sondern es steht halt, wie es im Sportunterricht sein sollte, der Spaß im Vordergrund.
00:32:29:03 - 00:33:08:01
Und deswegen war dann auch, dass wir hauptsächlich gespielt haben. Verschiedene Varianten von zwei Federball. Ja, aber sehr, sehr schön war dann mein erster Unterrichtsversuch. Aber sehr, sehr schön, dass die Kinder das doch so, ich sag mal dankbar aufnehmen. Das finde ich auch. Gibt es nichts Schlimmeres als Kinder, die keine Lust auf Sport haben? Sport ist so eine ein toller Ausgleich zu den ganzen Tag sitzen, dass ich es immer nicht verstehe, dass dann manche Kinder tatsächlich viel lieber sitzen möchten.
00:33:08:03 - 00:33:30:22
Also zumindestens erinnere ich mich gerade zurück an eine an ein Ausflug, als in einer anderen Praktikumsschule ein Kind die ganze Zeit gemeckert hat, dass es ja jetzt hier wandern müsste. Es könnte so schön jetzt gerade im Unterricht sitzen und ich habe dann auch das Kind gefragt Wirklich? Findest du es sitzen im Unterricht schöner, als sich jetzt hier zu bewegen?
00:33:30:22 - 00:33:56:02
Und es guckt mich an? Ja, es hat ein bisschen weh getan irgendwie, aber na ja, sondern immer auch die Frage wie kommt es von zu Hause, wie wird, wie wird mit Sport zu Hause umgegangen? Und wenn natürlich von zu Hause schon nicht die Motivation kommt, Sport zu machen oder sich zu bewegen, dann kann man es den Kindern auch nicht immer verübeln, dass sie in der Schule nichts machen wollen.
00:33:56:04 - 00:34:06:07
Umso schöner finde ich, dass du natürlich so Glück hat. Das mit den fünf und sechste dass ihr da, dass sie sehr gerne Sport machen.
00:34:06:09 - 00:34:32:16
Ja, also das ist natürlich auch wenn ich so was höre, als Sportlehrer blutet mir ja dann das Herz da schon, wenn Kinder wie du schon wieder von den du erzählt hast, sagen, ich würde lieber im Unterricht sitzen. Ja nichts machen. Weil Ziel ist ja auch einfach beim Sportunterricht, das soll ja einfach sein, dass man die Kinder eben kann.
00:34:32:16 - 00:34:55:19
Ich weil es uns so oft vorgebetet wurde in der Uni und weil es so im Lehrplan mit drinsteht und weil die Kinder lebenslang Sport machen, motiviert und mit solchen Ausgangslagen ist es einfach dann schwierig, irgendwie. Ich finde es sehr gut, dass du noch mal erwähnt hast, dass es im Lehrplan steht.
00:34:55:21 - 00:35:15:19
Ja, da kann man sich aus der eigenen Schulzeit gar nicht so vorstellen, dass das im Lehrplan stehen sollte. Na ja, doch mittlerweile kann ich mir das sehr, sehr gut vorstellen. Der Lehrplan ist sehr viel geregelt. Aber ja, wenn man wenigstens sagen würde, dass das Kind besonders gerne und viel lernt in der Schule. Aber nicht mal das macht.
00:35:15:21 - 00:35:46:23
Also es ist halt nur zum Sitzen da und das ist dann immer ein bisschen na, war ein bisschen nervig, aber wir haben es dann doch noch motiviert bekommen, ein bisschen sich mit zu bewegen und mitzumachen. Deswegen ja ansonsten. Highlight Diese Woche meinerseits gab es gar nicht so viele, außer höchstens ein ich sag mal privates Highlight lediglich, wo ich aber auch wieder einen kleinen Aha Moment hatte.
00:35:47:00 - 00:36:25:05
Und zwar war ich zum Coldplay Konzert in München und na ja, auf dem Nachhauseweg ist mir dann irgendwann aufgefallen so schön wie München ist, so schön ist es ja dann doch wieder nach Hause zu kommen, ins ruhige Erzgebirge. Da hast die Luft geholt, obwohl München sehr, sehr schöne Stadt, wie gesagt, sehr modern. Aber viel Straßenverkehr. Viele Menschen. Und ja, doch halt einfach eine Großstadt.
00:36:25:05 - 00:36:46:19
Und ich war sehr, sehr froh, als ich dann wieder hier zu Hause war. In einer bei Buchholz. Ähm, ich weiß nicht, ob du das auch so kennst. Wenn man dann so die ersten Silhouetten der Heimatstadt sieht und sich denkt so ach, gut, dass ich jetzt wieder zu Hause bin. Eher nach dem Urlaub als nach deinem Praktikumstag. Aber so ging es.
00:36:46:21 - 00:37:09:13
So ging es mir dann doch, als ich aus München wiederkam. Ich habe dann so die Silhouette gesehen von einer Burg Buchholz, die sieht man über Schönfeld sehr, sehr gut, wenn man Richtung Annaberg fährt und war dann so froh okay, es geht jetzt wieder zurück ins ins heimische Dörfchen. Die Ruhe, Natur. Wenn ich spazieren gehen möchte, dann kann ich auf den Berg gehen.
00:37:09:15 - 00:37:39:04
Ähm, genau. Und muss halt nicht zwischen Straßenverkehr und Straßen laufen. Das war tatsächlich so mein persönliches Highlight, dass ich sagte okay, du bist auf dem Land einfach tatsächlich besser aufgehoben als irgendwo anders. Eine viel bessere Werbung hättest du jetzt auch gar nicht hier im Perspektive Land Podcast dort machen können. Hoffen. Hoffentlich gibt dir diese Einschätzung auch einfach ganz vielen anderen.
00:37:39:06 - 00:38:27:14
Somit die Überlegung ja, das Land als Lehrer kann man schon machen, Überlegt es euch. Ist es wirklich doch kleinere Klassen, äh feingliedrige Klassen, kleinere Schulen. Es ist ruhig, die Natur direkt vor der Haustür. Überlegt es euch. Es lohnt sich ja, werde Ich hoffe. Ist ja für mich auch so eine Sache. Also ich kann Stand jetzt auch überhaupt gar nicht meckern über die Entscheidung, dass das Praktikum hier auf dem Land mache und gerade hier in Sachsen ist es ja auch Land ist ja nicht gleich Land, sondern wir haben ja auch so viel Land Schulen quasi, die im Speckgürtel von den großen Städten mit liegen.
00:38:27:18 - 00:38:56:21
Oh ja, ich weiß, du hast ja vorhin auch erst erzählt, dass es für dich ja auch nur 30 Minuten, nur wo du Bratwurst wohnst, bis nach Chemnitz wieder sind. Ich meine, für mich sind es auch nur 40 Minuten mit dem Auto bis nach Dresden. Also ich denke in Sachsen kann man gut und gerne aufs Land gehen. Tatsächlich ist ja in Sachsen, Leipzig und Dresden gehören zu den einzigen Nicht Bedarfs Regionen und alle anderen Regionen sind Bedarfsregion.
00:38:56:21 - 00:39:26:23
Selbst Chemnitz zählt zum Land. Witzigerweise. Na ja, gut, ich war erst einmal in Chemnitz, muss ich gestehen, Aber ich. Ich sag jetzt einfach gar nichts. Ich Ich wechsle einfach mal das Thema. Hast du für nächste Woche noch. Das ist ja schon eine dritte Woche. Gibt es da was, worauf du dich freust? Und ähm, ich freue mich natürlich auf meine kommenden stunden weiterhin.
00:39:27:00 - 00:40:05:00
Ich bin ja aktuell bei sechs Stunden, habe jetzt, müsste diese Woche dann auf meine neun Stunden kommen, habe also nächste Woche nur noch 3 bis 4 Stunden zu halten und freue mich natürlich immer auf die ganzen Stunden einfach für die gesamte Praktikumserfahrung oder Lehrerfahrung. Ich habe auch im Vergleich zum allerersten Praktikum gemerkt, dass mir das die Vorbereitung ein bisschen leichter fällt, weil man schon merkt, 45 Minuten sind 45 Minuten und man kann nicht aus 45 Minuten gefühlte 120 machen.
00:40:05:02 - 00:40:35:07
Man schafft nur eine gewisse Zeit und konzentriert sich da dann doch lieber auf qualitativen Unterricht, anstatt die Menge reinzupacken. Und das versuche ich jetzt derzeit noch so ein bisschen wieder zu üben fürs Erste. Außer dass natürlich Sach unterrichte, die der Zucker so schiefging. Fürs erste gelingt mir das sehr gut. Ich bin sehr gespannt, was mit meiner Hospitationssstunde am Donnerstag wird, in der Hoffnung, es geht auch gut, dass ich in 45 Minuten alles schaffe.
00:40:35:09 - 00:40:57:14
Und ja, freue mich jetzt auf alles, was kommt. Die nächsten Stunden, nächsten Tage. Wie gesagt, wenn es so warm werden soll, wie sind die Kinder drauf? Wie reagieren sie? Ähm, ja und dann geht es für mich nächste Woche auch schon in meine letzte Praktikumswoche. Das wollte ich gerade schon fragen. Du bist ja jetzt schon über die Hälfte durch.
00:40:57:16 - 00:41:28:24
Und ja, ich trifft ja auf jeden Fall die Daumen, dass am Donnerstag die Hospitationen sstunde so gut verläuft und dass es dann doch so ist, wie du es dir geplant hast. Da für mich viel improvisieren musst und danke. Ja dann ich grad auf die uhr und sehe, dass wir eigentlich schon fast am Ende sind. Ja und dann wünsche ich dir auf jeden Fall viel Spaß für deine letzte Woche und dir viel, viel Spaß für deine ersten paar Stunden.
00:41:29:01 - 00:41:48:04
Danke, danke. Dann hören wir uns, denke ich, zum Ende des. Das Praktikum Praktikums. Na dann bis zur nächsten Wahl. Tschüss. Bis zum nächsten Mal. Ciao.
00:41:48:06 - 00:41:54:06
Perspektive Land ist ein Programm der Deutschen Kinder und Jugendstiftung im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus.
Praktikums-Podcast Staffel 3: Folge 2 mit Katharina und Vincenz
Herzlich willkommen bei Folge 2! Katharina (Grundschullehramt) und Vincenz (Gymnasiallehramt) nehmen euch mit in ihren Unterricht und erzählen, wie ihre ersten Unterrichtsversuche liefen, welche lustigen Erlebnisse sie hatten und welche neuen Erfahrungen sie sammeln konnten. Außerdem sprechen sie darüber, wieso sie sich immer wieder für ihre Region als Arbeits- und Wohnort entscheiden würden.
Wir danken www.hoerspielbox.de für die Sounds und Geräusche.
Diese Folge auf Spotify, Deezer oder Itunes hören, oder direkt hier in unserem Webplayer:

00:00:00:10 - 00:00:25:18
Hallo zum Podcast Takeover von Perspektive Land, dem Schulpodcast. Ich bin Vincenz und studiere Sport Englisch für das Gymnasium an der Uni Leipzig und ich bin Katharina und studiere Englisch, Deutsch, Mathematik und Sachunterricht für die Grundschule an der Technischen Universität in Chemnitz. In der ersten Folge nehmen wir euch mit in unsere Vorbereitung. Wir sprechen über unsere Erwartungen an das Praktikum, unsere Ankunft an den Schulen und in der Region.
00:00:25:20 - 00:01:03:19
Aber hört einfach selbst rein und viel Spaß.
00:01:03:21 - 00:01:37:14
Morning, please down, Misses Walter. Na, das ist natürlich Spaß. Erst mal herzlich willkommen zu unserer allerersten Folge beim Podcast hier von Perspektive Land. Ich bin Katharina und habe heute meinen Podcast mit Vinzenz zusammen. Genau. Und der darf mich ab und zu natürlich Kardinal. Das ist mein Spitzname. Ich wohn in Chemnitz zum Studieren, komme aber ganz ursprünglich aus Annaberg Buchholz, bin 27 Jahre und habe jetzt im Rahmen meines sechsten Semesters.
00:01:37:14 - 00:02:01:16
Also ich habe es bald geschafft auch mein Blog Praktikum und das habe ich ja schon im Intro erwähnt, ist für euch in der Grundschule Elterlein durch. Und Gott sei Dank gibt es die Perspektive Land. Denn die fördern bei mir die Fahrtkosten, denn ich studiere ja wie schon erwähnt Englisch im Hauptfach und es ist ganz ganz schwer eine Mentorin zu finden hier in der Region, welche ebenfalls Englisch studiert hat.
00:02:01:18 - 00:02:23:15
Denn das muss leider sein. Und ja, ich möchte auch nie in Annaberg Buchholz arbeiten. Nicht weil es so schlimm ist, sondern wegen dem Dorfleben. Denn so ist das auf dem Land. Jeder kennt jeden. Und jetzt stellt euch mal vor, ihr seid so am Nachmittag in der Sonne, irgendwo am Pool oder im Freibad und dann kommt plötzlich Schüler bei euch.
00:02:23:17 - 00:02:41:15
Das wollt ich einfach nicht. Deswegen bin ich sehr, sehr froh, dass die Perspektive Land mich unterstützt mit meinen Fahrtkosten. Dass ich die 17 Kilometer nach Elternzeit fahren kann. Ja, genug von mir. Vinzenz, erzähl mal von dir.
00:02:41:17 - 00:03:09:19
Ja, Hi. Wie schon gesagt. Ich bin Vinzenz. Mein Name ist aber für viele auch kompliziert. Deswegen alle, nämlich auch Vinnie. Ich bin in Hoyerswerda am Leon vor kurzem und studiere Sport und Englisch und mache meine in Leipzig. Macht es Spaß, ihr in Sport? Ihr wöchiges Praktikum in einem Gymnasium? Hab mir das ein bisschen rausgesucht, weil es im Eimer.
00:03:09:24 - 00:03:42:01
Einerseits, weil ich aus Kamenz komme, was 30 Minuten entfernt von Hoyerswerda ist und ich so wie du auch Katharina keine Lust hatte, Schüler nach der Schule zu treffen. Aber eben auch, weil die Schule als Sport begabten Schule mit eine Klasse hat und entsprechend das einfach von der Expertise her für Sport natürlich. Für mich später als Sportlehrer einen ganz anderen Input noch mitgeben kann, hoffe ich zumindest.
00:03:42:03 - 00:04:06:12
Ja, super interessant, dass wir zwei verschiedene Regionen haben. Bin auf alle Fälle gespannt auf deine Erfahrungen. Und vor allem haben wir nicht nur zwei verschiedene Regionen, sondern auch zwei verschiedene Schularten. Denn ich habe ja, wie schon erwähnt, die Grundschule und du bist ja ein Gymnasium. Da bin ich sehr gespannt. Auch was unsere unterschiedlichen Erfahrungen hinsichtlich Englisch sein wird.
00:04:06:14 - 00:04:32:06
Ja, Vincent, wir haben ja schon drüber und wir haben uns ja schon drüber unterhalten, dass du bis jetzt erst ganz, ganz frisch aus deinem Auslandsjahr zurückgekommen. Und ich habe ja mein letztes Jahr schon durchgeführt und du warst in Texas an einer Universität und trotzdem hast du dich entschieden, wieder zurück nach Jasper da zu kommen, um dort zu unterrichten und nicht irgendwo anders in Deutschland wie in den Großstädten.
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Warum ausgerechnet Hoyerswerda? Oder warum das Land? Da kommt natürlich auf jeden Fall auch, wie du vorhin schon erwähnt hast, Perspektive Land noch mal mit dazu, weil so ein Auslandssemester natürlich auch finanziell eine Sache ist. Aber ich hatte auch einfach Lust danach. Nachdem ich auch einige Großstädte gesehen hatte, hatte ich genug von Großstadtleben erst mal wieder und wollte auch nicht sofort nach Leipzig zurück.
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Und deswegen freue ich mich jetzt auf Hoyerswerda. Das ist eine kleine Stadt in der Lausitz. Und ja, bin da auf jeden Fall sehr gespannt wie. Wie unterschiedlich denn die Schulen von Leipzig und Hoyerswerda als Land, dann vor allem die Schüler, wie unterschiedliche Charakteristiken oder Charaktere. Auftreten in der Klasse. Bei dir ist es ja auch, wie schon gesagt, dass so was in Virginia und Kanada und es sind ja ja jetzt auch nicht unbedingt direkt um die Ecke von Annaberg Buchholz.
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Was hat dich denn da zurückgezogen? Ja, also mich persönlich. Ich wollte schon immer mal die große weite Welt sehen. Ich habe die große, weite Welt gesehen. New York, Boston, Chicago, Ottawa. Und mich hat einfach auch wieder zurück nach Annaberg Buchholz gezogen. Und also konkret tatsächlich das Erzgebirge. Es ist einfach. Doch die emotionale Bindung da an die ganze Region und das Erzgebirge und auch die Leute vom Erzgebirge, dieser gesamte Doch Irgendwo Dorf Charakter.
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Dass man ja rausgeht. Man sieht den Nachbarn, man unterhält sich kurz. Wie geht es den, was gibt es für Neues bei denen? Man sieht ja doch auch Kinder, Nachbarskinder aufwachsen, groß sehen die gesamte Region, auch wenn wir immer das zänkische Bergvolk genannt werden. Und bei manchen Personen stimmt es tatsächlich Ja, aber ansonsten ist die gesamte Region wirklich sehr, sehr, sehr herzlich.
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Und für mich war einfach schon, auch schon nach meinem Umzug nach Kiew, also jetzt zum Umzug nach Chemnitz, den ich ja vor zwei Jahren gemacht habe und wo ich wieder zu Amerika zurückgekommen bin, eindeutig klar. Ich möchte auf jeden Fall zurück in meine Region, in mein Dorf. Genau. Und so ist dann auch der Plan. Und das ist auch für mich ein Grund, warum ich die Praktikas auch in der Region machen möchte.
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Weil ich natürlich herausfinden möchte, wo möchte ich später arbeiten. Das ist ja auch eine ganz, ganz wichtige Frage. Ja, apropos Praktikas, ich habe ja letzte Woche schon begonnen, aber du hast ja gestern erst angefangen. Das heißt, wenn ich dich jetzt nach deinen Erwartungen frag und worauf du dich besonders freust, ist das bei dir auch alles ganz frisch. Erzähl mal Erwartungen Und worauf freust du dich besonders?
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Genau. Also ich war dann gestern tatsächlich zum Zweiten Mal an der Schule. Wir hatten vorher schon eine Woche vorher Freitag sind dieses erste Treffen mit der Schulleitung, wo man ein bisschen durch die Schule geführt wurde, erklärt wurde, dass es eben die das lehren vor Kurgymnasium eine Klimaschule ist. Das ist auch eine iPad Schule ist also alle Schüler haben dort iPads anstelle von wirklich Und ja, Digitalisierung etwa in Deutschland im in der Bildung Digitalisierung.
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Ich werde wahnsinnig. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass der erste Computer von Konrad Zuse in Hoyerswerda entwickelt wurde und direkt gegenüber vom Gymnasium ist. Auch das Konrad Zuse Computer muss. Das hängt auf jeden Fall miteinander zusammen. Ja, genau. Aber deswegen. Ich bin sehr gespannt. Auch in der Sporthalle selbst haben wir dann einen Fernseher zum Anschließen können dort Technik Bilder mit zeigen, die nicht auf alten DDR Tafeln aufgedruckt sind, sondern man kann eben auch Videos von jetzt erst Olympia zeigen, um Technik den Schülern zu vermitteln und zu zeigen, was es denn für einen Unterschied macht, tatsächlich dann beim Weitsprung die Arme hoch zu nehmen, um eben doch noch mal die 20 Zentimeter weiter zu springen, als
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wenn man, wenn man einfach durchläuft. Darf ich kurz eigentlich fragen? Achso, das hast du natürlich nicht miterlebt. Aber es sind jetzt die Gespräche nach Olympia immer noch sehr groß darüber sehr viel. Oder schaut ihr jetzt auch immer noch regelmäßig Olympia, also zumindest die Disziplinen an? Auch wenn Olympia schon vorbei ist? Also ich bin dadurch, dass ich ja jetzt erst diese Woche angefangen habe, bin ich gerade in den Zeitraum gekommen, wo ich schon für Weitsprung beispielsweise die ersten Noten genommen werden.
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Da werden also keine Videos mehr gezeigt, sondern da geht es eher darum, dass man doch die Werte aufnehmen muss von den Schülern. Und dann bin ich auf jeden Fall gespannt, wie es jetzt die nächsten Wochen dann wird, wenn wieder neue Themengebiete durchgeführt werden und ich ja dann auch selber unterrichten kann. Gespannt oder nicht nur muss, sondern auch darf.
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Natürlich, dass ich die Erfahrung machen darf. Da bin ich dann natürlich gespannt, wie das alles technisch dann wirklich funktioniert. Und genau. Aber um auf die Frage zurückzukommen Olympia war ein großes Thema. Ich würde auch meinen, man sieht das bei ein, zwei Schülerinnen und Schülern wie die Spring das, dass sie sich auf jeden Fall bei den Profis ein, zwei Sachen abgeschaut haben.
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Im Gegensatz zu Wenn ich an andere denke, auch aus meiner eigenen Schulzeit, also. Da helfen wirklich diese Video Eindrücke noch mal deutlich mehr als nur eben diese klassischen Sprungtafeln, wo eine Bewegung hintereinander aufgedruckt sind. Die Bilder auf dem Overheadprojektor genau.
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Die wären der Sonne gar nicht mehr zu erkennen. Ist genau. Na und? Ja, das sind eigentlich so meine Erwartungen. Und wie gesagt, eigentlich diese ganze Technik Einbindung, dass das bin ich mal sehr gespannt und freue mich auch, das dann mit in den Unterricht einbinden zu können. Ja, ich bin gespannt von deinen Erzählungen. Dann und bei dir ist es ja jetzt.
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Allerdings ist es schon seit einer Woche im Praktikum. Bist also deine Erwartungen vielleicht schon in Erfüllung gegangen? Sind und du jetzt dem was, worauf du dich besonders freust, schon näher kommst oder wie sieht das aus? Na ja, erwartet habe ich tatsächlich gar nicht so viel. Die Digitalisierung reicht bei uns doch tatsächlich nur bis zu einem Klassensatz an iPads und den guten alten digitalen Tafeln.
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Aber ich habe es ja schon erwähnt die Praktikas bieten für mich doch die Orientierung, wo es mal hingehen soll. Ich sagte, ich möchte unbedingt hier auf dem Land bleiben und dahingehend. Tatsächlich haben sich die Erwartungen schon ein bisschen erfüllt. Also ich würde sehr, sehr gerne in Elterlein bleiben. Es ist wirklich eine sehr schöne Schule, aber dazu kommen wir später.
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Und ansonsten freue ich mich ja auf die ganzen neuen Lehrererfahrungen, denn zumindestens wir in unserem SBS fünf so heißt ja die das schulpraktische Blockpraktikum müssen ja selbst zwölf Stunden halten. Deswegen ja freue ich mich da schon sehr darauf und gerade auch auf die zweite Klasse und die erste Klasse. Da liegt ja der Fokus bei uns sehr darauf. Bisher bin ich nur dritte und vierte gewohnt, weil Englisch ja nur in der drei und in der vier unterrichtet werden und somit ist das noch mal eine ganz neue Erfahrung.
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Und das ist wirklich eine sehr, sehr interessante Lernerfahrung. Ja, genau so waren meine. Also soweit zu meinen Erwartungen. Vorbereitet habe ich mich jetzt auch nicht besonders auf das Block Praktikum muss ich ganz ehrlich zugeben. Außer die Unterlagen ein bisschen durchgeschaut, die Webseite der Schule angeschaut und natürlich meinen guten alten Schulrucksack wieder gepackt. Ganz old school und mir überlegt, was ich alles in meine Büchse einpackja, ganz gut.
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Was ist da so reingekommen? Äh, Tillich. Witzigerweise habe ich jetzt gestern die erste Stunde mit gesunder Ernährung begonnen und da kam natürlich erst mal ein gutes belegtes Brot drauf. Dunkel. Schwarzbrot mit ein bisschen Käse und ein ganz viel Obst und Gemüse. Und natürlich ganz kleine Schokoriegel. Der darf nicht fehlen für die Motivation und die gesunde Ernährung. Ja, das wurde natürlich gleich analysiert.
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Alles. Bzw. Habe ich das diese Woche noch vor. Ich habe ja auch eine. Ich habe auch meine ersten Stunden, da wird erst mal die Brotbüchse analysiert. Hast du dich irgendwie aufs Praktikum vorbereitet? Tatsächlich genauso viel wie du. Also ich hab mir die Praktikums und die Dokumente durchgelesen, die uns vom Praktikumsportal zur Verfügung gestellt worden. Dann musste ich ein bisschen mit der Uni Leipzig und was da für Anforderungen gestellt werden noch mal in Kontakt treten und ein bisschen rausfinden, was jetzt wirklich ist, wie viele Stunden ich hospitieren muss und selber unterrichten muss.
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Das hat aber auch alles geklappt. Ich muss jetzt mindestens zehn Stunden hospitieren und 16 selbst unterrichten. Moment, können wir kurz darüber reden? Zehn Stunden hospitieren. Wie viel ist denn das? Pro Woche oder insgesamt insgesamt insgesamt zehn Stunden Hospitieren. Können wir kurz festhalten, dass ich pro Tag drei Stunden da sein muss? Das ist auch eine Sache. Ich muss aber auch jeden Tag da sein.
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Universität Leipzig. Was macht ihr da? Wieso müsst ihr nur zehn Stunden da sein und ich In einer Woche habe ich schon 15? Ja, aber das ist eine gute Frage. Ich beschwere mich da aber auch nicht. Also selber da um was zu lernen. Deswegen bin ich heute auch schon den ganzen Tag damit an der Schule gewesen und ich werde auch die nächsten Tage weiterhin fleißig mit hospitieren und schauen, was ich selber für meine Unterrichtsversuche dann mit mitnehmen kann.
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Das ist sehr gut. Also das ist ja nur auch ein Mindestwert, weil man muss auch dazu sagen, hat mir auch mein Mentor jetzt schon so berichtet. Es kommt ein bisschen immer auf die Schulen ja auch an, wie die überhaupt aufgestellt sind von den Sportlern her. Und dann ist es natürlich, wenn dort mindestens zehn Stunden hospitieren, ist letztes Jahr beispielsweise wurde so oft bei gerade Sport 7. 08. Klasse bei Lehrermangel, da war eben gesagt, dass 7. 08. Klasse nur einmal Sport pro und eine Unterrichtsstunde Sport pro Woche hat.
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Dann ist es ja auch schwer, dass man als Praktikant, gerade wenn dann vielleicht noch zwei Praktikanten in Sport da sind, dass dann überhaupt die Stunden zusammenkommen. Und deswegen ist es, denke ich, ganz gut so gelöst, dass uns nicht eine Riesenanzahl an Mindeststunden zur Hospitationen und selbst unterrichten mit auferlegt werden. Einfach damit fertig werden und. Ja gut, das stimmt allerdings.
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Bei dir ist ja das der Fokus jetzt auf Sport, währenddessen ich ja tatsächlich die drei Hauptfächer plus Mensch studiert. Das Fach hospitieren muss. Das stimmt natürlich, da könnte sich die hohe Zahl ergeben. Das hat das Recht. Vielleicht muss ich mich vielleicht auch mal beim ZDF an der TU Chemnitz beschweren oder mich gerade nicht beschweren. Ich werde ja sehr verbunden, wenn du dich nicht beschwerst, weil ansonsten melden die sich noch bei uns in Leipzig und dann hätte ich den.
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Also okay. Ich Nein, ich werde mich natürlich nicht beschweren, die Stunden tun ja doch ganz gut. Ich habe gesagt, auch diese Woche erst wieder gemerkt, wie trotz, dass man immer denkt im sechsten Semester. Man hat schon sehr, sehr viel gelernt und weiß sehr, sehr viel, wie wenig man doch eigentlich weiß und wie wenig Unterrichtserfahrung man hat und doch manchmal, wie aufgeschmissen man im Unterricht ist, wenn unerwartete Dinge passieren.
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Aber dazu auch später mehr. Die Ankunft an der Schule. Vincennes. Du hattest gestern deinen ersten Tag. Erzähl mal, wie war es? Ja, es war. Was? Kann ich dazu Neues noch erzählen? Ich habe dadurch, dass ich in Hoyerswerda oder dass ich in Carmens wohne, was ja neben Hoyerswerda liegt, 30 Minuten entfernt, wo sich ein bisschen was von der Stadt und wurde doch überrascht bei der Ankunft Richtung Schule.
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Wie schön es eigentlich drumherum ist und Hoyerswerda muss man ja einfach mal mit dazu sagen. Ist damals in der DDR eine Kleinstadt gewesen und von dieser Stadt habe ich bisher eigentlich nur ein großes Einkaufszentrum gesehen. Was das beinhaltet und ansonsten noch ein Schwimmbad, was erstaunlicherweise direkt gegenüber von der Schule ist, was ich aber nie wusste. Das auf der anderen Seite von der Straße die Schule ist und deswegen ich.
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Ich fand das ganze Haus ist sehr schön. Die Schule bietet dort den Kindern eine eigene Schulbibliothek, die von einer externen Bibliothekarin betreut wird. Ist das eine Bibliothekarin von der Stadt, also aus der eigenen Bibliothek? Genau. Also es ist auf jeden Fall keine Lehrerin und auch nicht an der Schule irgendwie angestellt, sondern es ist eben wirklich eine externe. Ach, wie wir dort dann mit für den Bestand von der Bibliothek mit zuständig ist und den Schülerinnen und Schülern da auch mithelfen kann.
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Das ist dann ein großer Aufenthaltsraum auch am Ende, wenn sie vor der Schule eher ankommen oder nach der Schule später los müssen und können. Erst genau. Und dann wurden wir eben gestern von der Schulleitung von Schulleiterin wieder begrüßt. Die hatten wir ja schon eine Woche vorher freitags gesehen, als uns ein bisschen durch die Schule geführt hatte.
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Wir haben dort zwei Häuser, quasi eins für eher Oberstufe und eins für die Sek eins, also fünfte bis zehnte Dass man so ein bisschen die jüngeren Klassen und die älteren Klassen getrennt hat, hat sicherlich auch was mit einem Lärmpegel Pegel zu tun. Aber für mich ist es ja gar nicht so interessant, wie die Schule von innen aussieht, weil ich bin sowieso mehr draußen an der Sporthalle, die direkt dort auf dem Schulhof mit ist und oben ist eine Dreifelderhalle hat eine Größe vom Handballfeld und das kann man eben unterteilen in drei kleinere Felder.
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Und dann gibt es noch eine 100 Meter Bahn und ein kleines Weg. Draußen fällt, wo Kugelstoßen beispielsweise heute gemacht wurde. Und auf der anderen Seite hinter der Halle. Dort ist die Weitsprung Grube also prinzipiell für Sportunterricht ist es nicht so schlecht ausgestattet. Da hattest du ja richtig Glück, dass der letzte Woche gar nicht warst, wo das so heiß war und ihr draußen dann keinen Sport hatte.
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Ich erinnere mich an meine Schulzeiten. War es zu kalt, wurde gemeckert, war es zu heiß, wurde gemeckert, wenn man raus musste. So ging es wahrscheinlich den Lehrern letzte Woche auch. Ja, und ich muss sagen, hier bei uns ist es ja auch immer noch relativ warm. Also ich weiß gar nicht. Heute waren es glaube ich auch schon wieder um die 30 Grad dann.
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Ich dachte mir auch so gut, es ist gut warm draußen und eine Klimaanlage täte der Halle auch gut. Aber das passt natürlich nicht mit Klima Schule zusammen. Das passt nicht zusammen. Das stimmt ja tatsächlich. Mein erster Tag war auch ein bisschen ähnlich wie deiner. Dadurch, dass ich ja früh noch 20 Minuten fahre, konnte ich so ein bisschen der Sonne entgegen fahren, habe auch ganz viele tolle Felder gesehen.
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So, das sah alles so ganz toll aus bei uns im Erzgebirge. Wir sind ein sehr bergiges Land, dann Berg, dann Berg, da die Sonne dazwischen. Das war wirklich sehr, sehr schön. Dann bin ich an der Schule angekommen und das ist tatsächlich ein verhältnismäßig kleines Schulgebäude. Auf der anderen Seite musste ich wieder sagen ich finde es absolut ausreichend. Es ist.
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Also die gesamte Schule hat gerade einmal vier Klassen. Es ist ein Segen. Das bedeutet nämlich, dass jede Klasse nur ein einziges Mal vertreten wird. Auf der anderen Seite ein kleiner Fluss, denn die jetzige Klasse, die ich besucht, die zwei, ist lediglich oder ist nicht lediglich, sondern hat 25 Personen drinne mit einer zweiten Klasse. Du weißt wie laut es werden kann.
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Genau. Ansonsten hat mich die Schulleiterin natürlich wie bei dir in Empfang genommen. Hat mich gleich meiner Mentorin vorgestellt. Ähm, da habe ich mich auch ein kleines bisschen amüsiert. Die ist jünger als ich. Dadurch, dass ich ja noch vorher was anderes gemacht habe, ist das jetzt meine Zweitausbildung. Und genau meine Mentorin hat es natürlich gleich richtig gemacht und hat gleich Lehramt studiert nach dem Abitur und ist gleich fertig geworden.
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Und ansonsten stört mich das tatsächlich auch gar nicht, dass sie jünger ist als ich, denn ich weiß nicht, wie das so geht. Vielleicht kann ich dich das nächste Woche noch mal fragen, aber ich finde, an den Schulen findet doch durchaus langsam der Generationenwechsel statt und somit wechselt sich auch die Unterrichtsart sehr, sehr doll. Also ich bemerkt manchmal oder ich habe das in den letzten Praktikas schon bemerkt, wenn man etwas ältere, die länger im Lehrberuf sind hospitiert, ist der Unterrichtsstil doch ein anderer.
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Ist der Lehrer zentriert, weniger das Plenum. Also du hast mehr den Lehrer Vortrag und dann oftmals auch viele Übungen. Währenddessen ich jetzt in der ersten Woche schon bemerkt habe, dass meine Mentorin sehr, sehr viel auf Macht. Ähm, auch Lehrer zentriert, aber sehr interaktiv mit den Kindern im Plenum fragt sehr viel. Die Kinder können auch jederzeit immer was sagen.
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Also das klingt ein bisschen doof, das jetzt zu sagen, aber es ist auch nicht üblich, dass in jeder Schule die Kinder immer trinken dürfen. Das können sie bei der Mentorin, was ich auch sehr, sehr richtig finde. Genau. Und insgesamt, das ist so ein bisschen ja eine andere Atmosphäre bei den Jüngeren als bei den Älteren. Deswegen bin ich sehr, sehr froh über meine Mentorin.
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Ja, und sie hat mich ganz lieb begrüßt und auch die zweite Klasse hat mich ganz, ganz lieb begrüßt. Tatsächlich war die allererste Frage, als ich dort reinkam, am Montag, ob ich denn gleich mit schwimmen gehen würde. Die gehen in der sechsten, siebten Stunde in die Schwimmhalle und da stand dann ein Kind vor mir, wusste meinen Namen nicht, wusste nicht, was ich hier tue, guckt mich an und sagt Gehst du nachher mit schwimmen?
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Ja. Nein, Ich wusste nicht, dass sie Schwimmunterricht haben. Ich habe dann nur im Nachgang meine Hilfe angeboten. Sollte tatsächlich Mangel an Sportlehrern herrschen, hätte ich auch ein Rettungsschwimmer und könnte mit schwimmen gehen. Bisher hat sich noch keiner dazu gemeldet. Ich bin auch nicht böse, wenn nicht, ja, aber dann natürlich so allgemein in der ersten Woche. Man wird ja dann vorgestellt.
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Ich weiß nicht, Mich haben erst mal alle Kinder angeguckt mit großen Augen. Also was möchte sie hier? Wieso ist sie hier? Und dann erklärt man natürlich, was man hier macht, dass man das Ganze studiert. Und ich habe auch bemerkt, tatsächlich wird bei dir wahrscheinlich durch die obere eher durch das Gymnasium ganz, ganz anders sein, dass man sehr aufpassen muss, was man sagt, weil doch mit diesem Thema Studium können die Kinder in der zwei noch gar nicht so viel anfangen, wenn sie damit keine Erfahrungen haben, dann versuche ich das immer zu umschreiben.
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Dann sage ich schon Ich bin in einer Universität. Ich möchte auch mal dasselbe wie die Klassenlehrerin machen. Dazu muss man studieren. Also ich lerne ganz viel den ganzen Tag und hab dann auch gesagt, dass ich auch dazu immer mal vier Wochen woanders hin muss, außerhalb der Universität. Und dann waren sie ganz begeistert. Und wie ist es bei dir, wenn.
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Du wirst wahrscheinlich vor der Klasse stehen und einfach sagen Ich studiere Lehramt für Sport am Gymnasium und dann ist es vorbei. Oder? Dann kommen keine Fragen mehr. Tatsächlich haben wir das Stand jetzt noch gar nicht so gemacht, aber stand dann meistens nur mit da nehmen und hat mir das so von der Ferne mit quasi betrachtet und von der Ferne mit hospitiert.
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Aber dadurch, dass das ganze Kollegium auch sehr jung ist. Zwei sind grad erst mit dem Ref fertig geworden, haben jetzt da ihre ersten eigenen Klassen. Ansonsten ist auch viel Unterrichtsversorgung da. Ton von mir aus Leipzig, ehemalige.
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Genau. Und dadurch ist für viele von den Schülerinnen und Schülern das schon klar. Die, die wissen okay, der ist auch vom Studium mit da und das tatsächlich hinterfragen die mich dann auch nicht groß. Ich hatte heute einen ein Schüler aus der zehnte Klasse, der mich gefragt hatte, wer ich bin, was ich hier mache. Und da konnte ich auch sagen, dass ich eben studiere, Praktikant bin und das ist mein zweiter Tag, dass ich ihm also auch nicht sagen kann, was heute in der Stunde gemacht wird, dass ich den Kollegen fragen muss, seinen eigentlichen Lehrer.
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Und damit war das auch alles gut. Schon wieder. Und er bekam auch keine großen weiteren Nachfragen. Genau. Na gut, so ist das tatsächlich nicht. Also ich habe dann auch den Kindern noch mal die Möglichkeit eingeräumt, Fragen zu stellen. Und da kommen natürlich die alleraller witzigsten Fragen Wie alt bist du? Was ist deine Lieblingsfarbe? Woher kommst du? Solche Fragen ist es sehr, sehr lustig, die Kinder.
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Aber so ganz einfache, grundständige Fragen, so was halt. Kinder interessiert meine Lieblingsfarbe, dass es wichtig ist. Da bin ich mal gespannt, ob nicht das auch noch jemand am Gymnasium fragen wird oder? Ich gehe mal davon aus eher so Machst du Witze? Also fünf Bitte sag auf jeden Fall, wenn dich das jemand fragt, ja, werde ich. Das werde ich mir dann auf jeden Fall merken.
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Vielleicht ist es ja auch zwölfte Klasse. Jemand. Vielleicht muss ich mal drüben im Gymnasium anrufen und bei jemand darauf ansetzen. Das war jemand. Das war jemand, den guten Studenten fragen soll, was seine Lieblingsfarbe ist.
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Tatsächlich finde ich das sehr, sehr schade, dass du gestern und heute so viel rumsitzt oder gesessen hast. Tatsächlich ist das bei mir nämlich gar nicht so, ich bin da aber doch sehr engagiert. Muss auch sagen natürlich. In der zweiten Klasse. Es ist sehr, sehr, sehr notwendig, dass dort eine zweite Person gerade bei einer Stärke von 25 mit drin ist und war natürlich dann ab der ersten maximal die zweite Stunde bin ich mal mit umhergewandert und habe die Fragen der Kinder mit beantwortet.
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Ähm, genau. Letzte Woche noch ganz viel hospitiert, natürlich hospitiert und die Mentorin unterstützt. Und ab diese Woche halte ich sogar meine ersten Stunden insgesamt vier Stück. Und ja, ich brauche aber auch die erste Woche tatsächlich. Weiß nicht wie bist du? Also ich habe immer das Problem Namen. Bei uns gibt es Gott sei Dank immer die guten kleinen Namensschilder.
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Die sehen auch ganz toll aus in der zweiten Klasse. Aber wie sieht es denn dann aus am Gymnasium? Ich glaube, wir haben dann immer die selbstgemachten Namensschilder bekommen oder gebastelt und da war natürlich dann die krakeligste Schrift drauf. Wie ist das bei dir? Das ist eine Sache, vor der ich auch noch großen Respekt habe. Bzw. Wo ich auch schon weiß, dass ich vielleicht am Ende der vier Wochen von 50 % den Namen kann.
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Weil im Sport ist es natürlich auch so, es ist überall, sonst hast du einen Sitz Plan, den hast du vor dir liegen und es ist okay. Er sitzt da wie sitzt dort und hast die Namen vor dir auf den Lehrer Tisch mit. Aber im Sport. Es ist halt so alle irgendwie durcheinander und du musst ja wirklich die Namen zu den Gesichtern einprägen.
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Und wenn du die nirgends sonst hast, außer im Sport, dann ist das schon schwierig. Aber ich denke, wenn ich dann noch anfange, deswegen will ich jetzt auch die erste Woche noch hospitieren, einfach um dann ein bisschen besser noch mit reinzukommen. Ich hätte auch morgen schon meine erste Stunde halten können. Theoretisch. Aber da wir ja heute den Podcast noch aufnehmen, ein bisschen wenig Zeit für die Vorbereitung gewesen und so habe ich morgen auch noch mal die Zeit, das ich ein bisschen mir das mit angucke.
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Die Namen mit lerne und ja nur am Rand rumsitzen ist es bei mir auch nicht. Also ich bin auch trotzdem mit eingebunden. Also ich unterstützte auch meine Mentoren bzw die anderen Lehrkräfte wo ich mit hospitiere und das ist lediglich, dass ich da eben eben mit daneben bin und mit unterstütze Und für die Schüler aber nicht mehr so dieses Highlight ist.
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Oder ist jemand neues aktiv? Dadurch, dass es eben achte bis zehnte Klasse vor allem heute waren, ist das schon so? Na ja, gut, weil mich Praktikanten haben, haben wir die letzten Jahre schon erlebt, dass eine Person mehr oder weniger macht, dass dann auch nicht mehr so in etwa genau, Genau. Also es wurde nicht nur hinterfragt und es wurde nicht mehr so richtig hinterfragt.
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Zumindest war auch das dann nur die Frage kam, warum sind denn jetzt hier eigentlich drei Lehrkräfte für die. Ich Das kam bestimmt die Frage von dem Mädchen kann das sein? Genau wie genau also aber na ja, obwohl doch eigentlich die Aufsicht ja, ja, obwohl doch eigentlich gerade die männlichen Lehrkräfte eher beliebt sind. Einfach weil der Lehrberuf ja doch von sehr viel weiblichen Lehrkräften lebt.
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Das ist immer sehr schade. Es die Männer, die können sich immer noch ein bisschen anders, ohne zu sagen anders durchsetzen. Aber ich weiß nicht, die strahlen immer noch ein bisschen mehr Autorität aus. So gefühlt zumindestens mögen die Kinder die Männer irgendwie immer mehr als die Frauen. Das stimmt. Das hatte ich zumindest auch haben. Ich habe auch mein erstes Blog Praktikum an der Grundschule gemacht, weil das noch Schulform ungebunden war und da kam es schon so rüber, wie als ob man so einen kleinen Vorteil gehabt hätte.
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Einfach auch dem geschuldet, dass es eine kleinere Grundschule war und ich dann die einzige männliche Lehrkraft dort war. Oh ja, aber nach zwei Wochen war dann dieser anfängliche Bonus auch schon verflogen und dann sind die mir auch auf der Nase herumgetanzt oder haben es zumindest versucht. Ja, ja, das versuchen sie ganz viel. Na, das ist tatsächlich sehr, sehr interessant, wie viel Sie versuchen doch bei den Lehrkräften oder gerade den Praktikanten durchzusetzen.
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Ehrlich gesagt. Also zumindest ich, weil ich weiß, kann ich das. Ganz toll. Wie ist es bei dir? Bei mir? Sie versuchen es tatsächlich. Ich sehe immer mal so einen kleinen Jungen, der mich verschmitzt anguckt. Man ermahnt ihn das erste Mal. Er guckt einen verschmitzt an ihn, ein zweites Mal, und er guckt immer noch verschmitzt und man denkt sich Mensch, ich merke, dass du gerade ausprobierst.
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Probieren die bei dir noch sehr viel aus oder Das kann ich dir gerne dann nächste Woche oder in der zweiten Folge erzählen. Bitte. Stand jetzt Heute hat es geklappt. Wenn ich gegeben habe, irgendwas wegzuräumen, dann versuchen zwar nur zu meckern, aber ja, am Ende machen sie es trotzdem sofort. Also aber das ist natürlich auch eine. Das war heute zwei Situationen und da hat es geklappt.
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Aber ich bin auch gespannt, wie es dann wird, wenn ich wirklich meine eigenen Stunden halte. Und das kann ich gerne in den kommenden Folgen noch mit berichten, wie gut das klappt. Bitte, bitte das Ganze oder das ist ja ganz toll zu erfahren. Nein, tatsächlich? Also highlightmäßig. Die erste Woche ist ja bei mir auch noch gar nicht viel passiert.
00:34:49:14 - 00:35:19:17
Ähm, man merkt natürlich, oder? Was ich sehr doll gemerkt habe, sind die Unterschiede bei manchen Kindern, also sowohl klassenintern in der zweiten Klasse, wo man merkt, nach, mancher könnte noch mal in die erste und ja, dann auch klassenübergreifend. Ich habe heute das allererste Mal eine eins hospitiert und bin sonst in einer zwei und die eins natürlich kennt oder hat ja jetzt erst oder kennt lernt jetzt erst die Regeln kennen.
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Und die zwei kennen sie schon. Dementsprechend war es heute sehr viel Bambule in der eins und ich glaube aber auch sie hatten allgemein einen sehr schlechten Tag. Also der Lehrer dort hat dann auch am Ende der Stunde doch mal nach den Emotionen gefragt. Ist es tatsächlich sehr wichtig in der in der Grundschule hat nach den Emotionen gefragt und gefragt Was ist denn heute mit euch los?
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Wie geht es euch denn heute? Und da hat man erst mal gemerkt, dass es den Kindern heute gar nicht so gut ging und ganz viele nicht so gut geschlafen haben. Ich glaube, das liegt am Vollmond. Wir hatten ja diese Nacht einen Supermond. Ja, das eine Probleme einer Grundschule erst mal nach den Emotionen zu fragen. Ja und im Vergleich die die Klasse zwei die war die kennt die Regeln.
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Heißt wenn man dort lauter wird, dann sind sie doch etwas ruhiger und wissen auch, sie haben meistens eine Grenze überschritten. Oder sie wissen halt auch schon, dass man in den Pausen nicht so laut schreit und dergleichen. Aber ansonsten. Ich habe jetzt letzte Woche wirklich jeden Moment mit den Kindern genossen. Ich habe mich auch über jede Frage amüsiert und nicht über jede Frage habe ich viele Fragen, die sich stellen Und das ist manchmal sehr interessant, wie ständig diese Fragen sind.
00:36:40:00 - 00:37:07:18
Und doch, wie soll ich es beschreiben? Grundständig, so einfach. Aber man denkt selber darüber gar nicht nach und man merkt erst mal, wie sehr man wieder gerade im Lehrberuf auch Schritte zurückgehen muss. Wir hatten das jetzt in Mathematik, die sind gerade bei der Addition und die Lehrkraft gibt dort dann immer Rechenaufgaben auf. Also die gibt Zettel aus, die schreiben die Kinder ab und plötzlich ist auf dem Heft keinen Platz, kein Platz mehr.
00:37:07:20 - 00:37:30:04
Und dann melden sich die Kinder und fragen Was mache ich, wenn ich keinen Platz mehr habe? Und man denkt sich als Erwachsener so Mensch, dann nimm doch einfach die nächste Seite, Das ist doch gar kein Problem, oder Schreibt es daneben. Aber die Kinder, die fragen das tatsächlich. Und man muss dann natürlich auch ganz cool reagieren und sagen So nett, schreib mir einfach auf der nächsten Zeile oder nächste Seite, das ist doch gar kein Problem.
00:37:30:06 - 00:38:00:03
Aber die Frage kam tatsächlich öfter. Deswegen würde ich auch sagen, dass es auch den Kinder noch gar nicht so bewusst ist. Und das finde ich deswegen ganz interessant an der Grundschule, wie oft man noch Schritte zurückgehen muss, um da auf Höhe der Kinder zu bleiben. So ist das. Und ansonsten habe ich mich auch sehr doll amüsiert. Letzte Woche war es ja auch bei uns sehr, sehr warm und man merkt das auch an den Kindern, wie warm es war, denn auch die Konzentration lässt nach.
00:38:00:06 - 00:38:28:00
Beziehungsweise habe ich ja schon erzählt, die dürfen im Unterricht ja jederzeit trinken. Und man konnte dann tatsächlich den einen Tag wunderbar beobachten, wie im fünf Minuten Takt die Hände gehoben wurden. Man geht hin, denkt Oh Gott, die Kinder hat und das Kind hat eine grundständige Frage. Es guckt euch an, kann ich mal bitte auf Toilette gehen? Und das war im fünf Minuten Takt und ich habe mich so nach der dritten Frage gewundert Mensch, was ist denn heute los?
00:38:28:02 - 00:38:57:10
Ja, es war warm. Sie haben viel getrunken, die lebenswichtigen Fragen der Grundschüler. Aber ansonsten Das sind wirklich ganz, ganz tolle Kinder. Ich fühl mich super aufgehoben in der zweiten Klasse. Bin sehr gespannt, was jetzt diese Woche kommt. Die erste Stunde habe ich wie gesagt gestern schon gehalten. Zum Thema gesunde Ernährung. Und ja, Vincent, wie würdest du denn die Ernährungspyramide einer zweiten Klasse erklären?
00:38:57:12 - 00:39:31:17
Für eine zweite Klasse ist wahrscheinlich ganz unten erst mal Süßigkeiten. Die sind ganz wichtig. Nein, nicht so weit. Nicht so, wie sich die Kinder sie wünschen werden, sondern na ja, Sie würden sich das wahrscheinlich genauso wünschen. Okay, ähm, wir würde ich die für eine zweite Klasse erklären. Ich bin ehrlicherweise froh, dass ich das nicht erklären muss, weil ich würde mich selber gerade fragen Was ist denn ganz unten, Wann und wie?
00:39:31:23 - 00:39:56:16
Wie bringe ich das den Kindern am besten bei? Aber du hast ja gesagt. War das deine Büchse gepackt? Hast du ihn daran angepasst an die nicht oder nicht ganz. Das büchsen packen kommt erst am Donnerstag. Das mache ich erst mit den am Donnerstag. Ich habe damit begonnen. Ähm, um mal kurz auszuholen Wir haben damit begonnen, dass wir über unser Wochenende gesprochen haben und da habe ich die Kindern über unsere Highlights.
00:39:56:16 - 00:40:20:21
Am Wochenende habe ich den Kindern natürlich meinen Wocheneinkauf als Highlight präsentiert sind ganz tollen Wocheneinkauf gemacht habe und dass ich mich jetzt viel, viel gesünder ernähren möchte. Aber die Kinder müssen mir jetzt bitte helfen, mal zu entscheiden, was ist denn gesund und was ist ungesund? Und dann habe ich ganz viele verschiedene Lebensmittel ausgepackt und dann durften die Kinder entscheiden Was ist gesund, was ist ungesund?
00:40:20:23 - 00:40:55:19
Tatsächlich gab es teilweise richtig. Also richtige Meinungen ist da schwierig, denn meiner Meinung nach gibt es nicht gesund und ungesund, sondern die Menge macht's. Aber Meinungen in dem Sinne, dass natürlich einstimmig gesagt wurde Das Gemüse ist gesund, die Schokolade ist ungesund. Bei den Nudeln gab es Unstimmigkeiten, die waren tatsächlich bei einigen gesund, bei anderen ungesund. Und witzigerweise bei den Kartoffelchips gab es Unstimmigkeiten, denn laut der Kinder bestehen diese aus Kartoffeln.
00:40:55:19 - 00:41:23:02
Deswegen sind sie gesund. Na ja, möchten wir vielleicht noch unseren Fußballern Florian Görtz fragen und die normalen Kartoffeln auf die eins? Ja, wahrscheinlich. Scheine ich. Müssen wir das mal machen? Aber ja, so grundständig fange ich dann in der zwei damit an und erst mal aus der Lebenswelt da oder? Lebensweltbezug wird ja bei uns in der Grundschule ganz, ganz groß geschrieben.
00:41:23:04 - 00:41:52:21
Manchmal vermisse ich tatsächlich dieses, doch ich will nicht sagen einfache erklären. Aber dieses weniger didaktische darf beneide ich manchmal. Die Oberschule und die Gymnasien drum, weil ich muss mir ich habe morgen die nächste Englischstunde über die Zeit und muss kann natürlich nicht einfach eine uhr an die Tafel schmeißen und sagen so und so funktioniert die uhr, sondern ich muss mir etwas drumrum überlegen, dass die Kinder auch wirklich Lust darauf haben, die uhr zu lernen.
00:41:52:23 - 00:42:34:17
Mit einer ganz tollen Geschichte von Alice im Wunderland and the Mad Clock Maker. Oh, auf jeden Fall sehr interessant. Das wird auch hoffentlich das. So habe ich glaube ich die uhr nicht gelernt. Uns wurde sie an die Tafel geschmissen und da sind wir wieder beim Generationenwechsel. Genau. Ja, aber ansonsten. Ich bin wirklich sehr, sehr gespannt. Äh, ich kann dir gerne auch nächste Woche erzählen, wie Alice and the Clock Maker funktioniert hat und bin dann gespannt, was du mir oder nächstes Mal zu erzählen hast von deinen Stunden.
00:42:34:19 - 00:43:07:09
Wird liebend gerne, Dann hören wir, ob alle am Ende dann ihre uhr selber lesen können oder ob es in Woche drei dann noch mal wiederholt wird. Genau. Und dann, nächste Woche berichte ich auch gern über meine ersten Versuche und wie die gelaufen sind. Da würde ich mich dann auch sehr, sehr gerne mit dir mal drüber unterhalten. Doch der Unterschied zwischen Grundschule und Oberschule oder eher Gymnasium in deinem Fall, wie das so und die unterschiedlichen Unterrichtstile funktionieren.
00:43:07:11 - 00:43:25:18
Ich habe es ja ein bisschen jetzt schon angetisert, dass es unterschiedlich ist, aber nächste Woche kommt, dann freue ich mich auch schon drauf. Austausch Dann sehen wir uns nächste Woche wieder. Ja, bis nächste Woche. Tschüss.
00:43:25:20 - 00:43:31:19
Perspektive Land ist ein Programm der Deutschen Kinder und Jugendstiftung im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus.
Praktikums-Podcast Staffel 3: Folge 1 mit Katharina und Vincenz
Auf zu einer neuen Staffel des Praktikums-Podcasts! Katharina (Grundschullehramt) und Vincenz (Gymnasiallehramt) erzählen in der ersten Folge von der Ankunft an ihren Schulen, ihren Vorbereitungen auf das Praktikum und ihren Erwartungen an die kommenden Wochen. Außerdem teilen sie ihre ersten Erfahrungen im Unterricht an der Grundschule Elternlein und dem Léon-Foucault-Gymnasium Hoyerswerda mit uns.
Wir danken www.hoerspielbox.de für die Sounds und Geräusche.
Diese Folge auf Spotify, Deezer oder Itunes hören, oder direkt hier in unserem Webplayer:

00:00:01:23 - 00:00:32:03
Das ist der Praktikumspodcast von Perspective Land. Hallo, ich bin Kristina und studiere in Dresden Mathematik und Physik auf Lehramt für Gymnasium. Und ich bin Lara und studiere Sonderpädagogik. Mit dem Förderschwerpunkten Lernen und geistige Entwicklung mit Grundschuldidaktik in Leipzig. In der dritten und letzten Folge blicken wir auf unsere gesammelten Erfahrungen zurück.
00:00:32:05 - 00:01:03:10
Unglaublich, wie schnell die Zeit verfliegt. Jetzt ist unsere letzte und vierte Woche schon fast vorbei. Lara. Oh ja, das ging ganz schön schnell. Wenn ich so zurückblicke, vor ungefähr dreieinhalb Wochen saßen wir schon mal hier zusammen, haben uns das erste Mal gesehen und kennengelernt und hatten uns so viel zu erzählen, weil wir aus verschiedenen Universitäten kommen, sogar in verschiedenen Bundesländern selbst zur Schule gegangen sind und jetzt gemeinsam in der Lausitz hier unser Praktikum starten sollten.
00:01:03:12 - 00:01:39:11
Und jetzt, so rückblickend, vier Wochen Erfahrungen an Lausitzer Schulen Was hast du für dich so mitgenommen? Also Christina, ich muss dir sagen, das ist eine Frage, die ist echt sehr schwer zu beantworten, denn da gibt es so unglaublich viel. Ich würde mir jetzt erst mal so einen Aspekt herausgreifen und ich würde sagen, was ich auf jeden Fall mitgenommen habe und woran ich auf jeden Fall bestärkt wurde, ist Sonderpädagogik, die Schulform, die Arbeit mit den Kindern, mit der Zielgruppe.
00:01:39:13 - 00:02:15:03
Das macht mir super viel Spaß und da bin ich mir eigentlich nur sicherer geworden, dass es das ist, wo es auch später hingehen soll. Das ist ein wunderbares, ein wunderbares Fazit, was du gezogen hast. Ich kann das nur für mich ebenfalls bestätigen, dass das die Schulform Gymnasium ebenfalls die richtige Wahl für mich ist. Und ich habe großen großen Respekt vor dir und all deinen Kollegen, die an sonderpädagogischen Schulen arbeiten, weil ihr einen so wichtigen Auftrag habt, die Zukunft der Kinder mit zu entscheiden oder zu empfehlen.
00:02:15:03 - 00:03:05:05
Zumindest kannst du dir eine Geschichte zurückdenken, die dir besonders im Gedächtnis geblieben ist. Aus deinen vier Wochen Praktikum. Jetzt. Also ich muss sagen, was mich noch mal besonders beeindruckt hat, war jetzt die Diagnostik. Da haben wir in der letzten Woche von Montag bis Mittwoch die Diagnostik von drei Kindern durchgeführt. Heißt also im Forschungsbereich die sind dann also die gehen jetzt gerade drei in den Kindergarten und sollen aber eingeschult werden und sind dann zu uns zur Schule gekommen und wurden dann von den Lehrkräften insofern diagnostiziert, als dass du einen Intelligenztest mit den gemacht haben, aber auch einen das verschiedene Kompetenzen getestet haben.
00:03:05:08 - 00:03:37:08
Ist das eine gewöhnliche Vorgehensweise? Also dass das Sonderpädagogen machen? Das passiert, wenn es irgendwie schon Auffälligkeiten gab oder so bei den Kindern. Aber so eine grobe Einschätzung passiert ja eigentlich in der Regel, bevor die zur Schule gehen. Genau. Aber da gab es doch unterschiedliche Tests mit unterschiedlichen Vorlagen. Wir haben jetzt bei den Intelligenztests zum Beispiel auch zwei verschiedene gemacht.
00:03:37:10 - 00:04:21:12
Da haben wir mit zwei von den drei Kindern einen gemacht, der die den verbalen Aspekt auch berücksichtigt. Und mit einem Kind haben wir einen nonverbalen gemacht. Und das war für mich sehr, sehr spannend. Dann zwei von den Kindern. Da war eigentlich relativ schnell klar, dass der Förderschwerpunkt Lernen und bei einem von dem Kind da ist dann rausgekommen, dass vielleicht der Förderschwerpunkt geistige Entwicklung vielleicht sogar besser wäre und dementsprechend wurde dann natürlich auch heiß diskutiert unter den Lehrkräften und es wird sich ausgetauscht und über die Ergebnisse gesprochen.
00:04:21:13 - 00:04:50:12
Das war total spannend, das irgendwie mitzukriegen. Und ich muss sagen, so ein Schicksal liegt natürlich auch nah. Ich glaube, das, was ich auf jeden Fall auch mitnehme, ist so, dass ich mich von diesen Schicksalen vielleicht auch noch mal so ein bisschen distanzieren müsste. Also das sind dann doch so Dinge, die ich dann auch oft noch mit nach Hause genommen habe, wo ich dann dachte okay, gut, was heißt das jetzt überhaupt, wenn das Kind jetzt eine geistige Entwicklung diagnostiziert bekommt?
00:04:50:14 - 00:05:14:01
Für die Familie wird das zum Beispiel heißen okay, das Kind muss dann in eine Wohngruppe, weil die Schule dann zu weit weg ist und das nicht täglich zu machen, was auch schon im Grundschulbereich. Genau. Also da geht es schon ziemlich viel mit einher. Ja und ja. Da mein Mann kommt sich natürlich irgendwie auch. Mein man baut eine Beziehung auf, auch über die drei Tage.
00:05:14:01 - 00:05:42:00
Also wenn man da wirklich intensiv mit den Kindern arbeitet und da gab es zum Beispiel eine Situation, da habe ich mit diesen Kindern zusammen, das war eigentlich gerade so eine Überbrückungsphase, ich glaube, das Spiel heißt Meghan Brave gespielt. Da müssen die kleinen Bauklötze dann was nachbauen, was auf einer Karte abgebildet ist. Ja und? Na ja, wir haben ehrlich gesagt alle so ein bisschen erwartet, dass das sehr, sehr herausfordernd wird für das Kind.
00:05:42:02 - 00:06:00:07
Und siehe da, aller Anfang ist schwer. Ja, war es dann auch. Und dann habe ich irgendwann mit ihr das so gespielt, dass ich dann die Karte so abgedeckt habe, dass sie nur den untersten Baustein sieht. Und dann haben wir ganz, ganz am Anfang liegt der steht, der ist da eine Lücke zwischen und haben uns dann immer weiter vorgearbeitet.
00:06:00:09 - 00:06:25:10
Und als wir dann irgendwann sieben oder acht Taten gemacht haben, siehe, da saß dieses Kind plötzlich da und hat dann von sich angefangen, diese Karte abzudecken und hat dann mit sich selber gesprochen Liegt der oder steht der? Und das fand ich so so, so schön dazusitzen und das zu sehen, dass die da total arbeitet und irgendwie am Lernen ist.
00:06:25:14 - 00:06:50:22
Also diese gesamte Information schien ja ein Problem für das Kind zu sein, aber weniger Informationen war dann wieder okay und das Kind hat einen Weg gefunden, wie die Informationen zu reduzieren und ist dann zum Erfolg gekommen. Genau richtig. Und was mir dann so besonders hängengeblieben ist bei diesem Kind. Also das sind dann wirklich so so Kleinigkeiten, die man dann auch mit nach Hause nimmt, ist dann so okay.
00:06:50:23 - 00:07:18:14
Gut, Moment mal ganz kurz In dieser Dreiergruppe ist das so untergegangen und da war es echt schwierig. Aber als ich, damit er da alleine saß und wir uns stetig die Zeit genommen haben, da haben wir irgendwie Strategien entwickeln können und sind vorangekommen. Und dann hat man so Gedanken wie okay, und wenn das jetzt geistige Entwicklung ist und ja gut, dann kommt sie vielleicht aus einer Förderschule, wo noch mal ganz andere Möglichkeiten sind, dass sie individueller betreut werden kann.
00:07:18:16 - 00:07:40:09
Aber auf der anderen Seite, na ja, hoffentlich wird sie dann da auch genug gefördert und gefordert auch und ja nicht irgendwie stigmatisiert. Also das sind schon so Gedanken, die man dann hat, ja, und dass man das nicht zu sehr mit nach Hause nimmt. Hast du da schon irgendeine Methode entwickelt, wie du das schaffst du, Da steht es noch bevor.
00:07:40:11 - 00:08:03:21
Also ich habe immer so versucht, auf meinen täglichen Spaziergängen einfach meinen Gedanken noch mal freien Lauf zu lassen, aber dann auch irgendwann zu sagen So, jetzt, wenn wieder zu Hause was jetzt geht weiter Unterrichtsvorbereitung oder sonst was. Also eine wirklich an Bewusstheit dafür zunehmen oder dann auch mal wirklich zu sagen so, jetzt das Stopp dem mit den Gedanken.
00:08:03:23 - 00:08:31:17
Aber ich freue mich sehr, dass du durch das Praktikum bestärkt worden bist, diesen Weg der Sonderpädagogik weiter zu gehen und genau solchen Kindern unterstützend zur Seite zu stehen und auf deren Weg eine Hilfe zu sein. Oder vielleicht die Person sein, die eine Veränderung bewirken kann. Oder Ich hoffe, ich hoffe, da ja. Wie sieht's denn bei dir aus? Würdest du sagen ja, dass es der richtige Weg, oder.
00:08:31:18 - 00:09:02:20
Ja, genauso wird es auf jeden Fall auch noch mal machen. Ich bin sehr zufrieden mit meinem Praktikum, was jetzt fast vorbei ist. Leider. Ich würde auf jeden Fall wieder in diese Schule gehen. Das ist ja die christliche Schule Johanneum in Hoyerswerda, die sowohl Gymnasialklassen als auch jeweils eine Oberschulklasse hat. Pro Jahrgang und ich würde diese Schulschule allen angehenden Praktikanten empfehlen.
00:09:02:22 - 00:09:28:17
Es ist eine Schule in freier Trägerschaft und öfter nicht im Portal gelistet, über das wir uns ja auf die Praktika bewerben. Und tatsächlich war sie auch nicht gelistet, sondern ich bin dann über die Oberstufenberaterin an Schule herangetreten und habe einfach gefragt, ob es möglich ist, dass ich meinen Blog Praktikum B in Mathematik dort machen kann, weil mich eben dieser sorbische Raum auch interessiert hat.
00:09:28:18 - 00:09:50:13
Und ich habe eine positive Antwort bekommen und bin dann einen engen Kontakt mit der Schule und mit dem Praktikumsbüro an der TU Dresden weiter gegangen und da lief das eigentlich problemlos. Und falls jemand ein Praktikum in einer Schule in freier Trägerschaft machen möchte, würde ich das auf jeden Fall so empfehlen, dass man da einfach eng zusammenarbeitet und fragt.
00:09:50:13 - 00:10:47:22
Dann gibt es viele Möglichkeiten und die Schule? Mir fällt einfach nichts ein, was ich so richtig auszusetzen hätte. Ein schönes helles Gebäude, sehr herbstlich, das Kollegium sehr, sehr herzlich. Ich wurde gleich aufgenommen und es war jetzt nicht irgendwie ein seltsames Gefühl, weil dort sehr viele junge Kollegen arbeiten und vor allem auch schon studentische Lehrkräfte angestellt sind. Weil eben aufgrund des Lehrermangels suchen natürlich Schulen nach Möglichkeiten, diesen Stundenausfall zu kompensieren und Studenten und Studentinnen, die aus der Gegend kommen, arbeiten einen Tag die Woche dort an der Schule, unterrichten irgendwelche Fächer wie zum Beispiel Physik oder Mathe, also die, die vor allem am Lehrermangel leiden.
00:10:47:24 - 00:11:08:07
Und dadurch hat man einfach sehr viele, ja fast Kommilitonen, mit denen man sich austauschen kann über seine Erfahrungen. Ich war natürlich jetzt während des Praktikums jeden Tag da und die waren eben nur montags da oder nur freitags oder mittwochs. Aber man hat jetzt nicht das Gefühl gehabt, Oh, ich bin jetzt die Jüngste und alle sind irgendwie älteres Semester.
00:11:08:07 - 00:11:37:07
Nein. Und das hat dieses Kollegium so angenehm gemacht, dass man hatte wirklich querbeet alle Generationen vertreten. Man konnte von allen Erfahrungen schöpfen, von allen Ausbildungssystem, weil manche Lehrkräfte hatten natürlich eine Ausbildung in der DDR gemacht und die ja es studentischen Lehrkräfte, die studieren ja mit uns gemeinsam eine Praktikanten hat sogar dort als studentische Lehrkraft gearbeitet und ihr Praktikum gleichzeitig gemacht.
00:11:37:08 - 00:12:03:04
Das war natürlich praktisch, weil sie, da man das selbst schultern konnte. Und natürlich ist es herausfordernd für die, dass die jetzt schon, während sie noch nicht ein abgeschlossenes Lehramtsstudium haben, bereits an der Schule arbeiten. Aber andererseits, das sind das alles Erfahrungen, die man mitnimmt und mit denen man schon im Referendariat starten kann. Und das ist das, was ich auch noch mal betonen möchte, was ich mitgenommen habe aus diesem Praktikum.
00:12:03:06 - 00:12:20:11
Dieses selbstbewusste Auftreten vor der Klasse. Am Anfang also so in der zweiten Woche hat es angefangen hat, war man sich in einigen Staaten noch unsicher, wann tragische das Klassenbuch ein? Wie reagiere ich auf die Antwort eines Schülers oder eine Schülerin?
00:12:20:13 - 00:12:44:20
Ist das konform mit irgendwelchen Schulregeln oder Schulordnung? Irgendwelche Verhaltensweisen? Aber je mehr solcher Situationen man durchlebt, desto sicherer wird man in der Reaktion auf die. Und das habe ich auf jeden Fall mitgenommen. Aller Anfang ist schwer. Mit der Zeit wird das schon. Und jetzt, Ende der dritten Woche und jetzt in der vierten Woche, da war das schon ein sehr souveränes Auftreten.
00:12:44:20 - 00:13:11:22
Und das hat mir gezeigt, ich kann Sachen schnell und gut lernen, ich meistere viele Situationen, Ich kann mich vor der Klasse souverän verhalten, auf Schülerfragen, Schülerin Fragen, reagieren. Und das hat mir sehr viel Vergnügen gemacht und vor allem mit den gemeinsam die Thematik zu entdecken. Also die Themen, die wir hatten. Und ich würde auf jeden Fall dieses Praktikum hier an der Schule empfehlen.
00:13:12:03 - 00:13:50:09
Und auch Hoyerswerda ist eine sehr schöne, gemütliche kleine Stadt, viel Grün, zumindest da, wo ich unterwegs war. Alles ist zu Fuß erreichbar. Der Bahnhof ist direkt in der Nähe, wo ich meine Unterkunft habe. Also ich kann eigentlich nichts sagen, wo ich unzufrieden war. Also es war rundum ein schönes Erlebnis. Und wenn du zurückblickt, jetzt, wo du gerade so an dieses Land leben einmal das angesprochen hast ja, ich bin tatsächlich auch nach wie vor richtig, richtig begeistert davon.
00:13:50:11 - 00:14:20:08
Also ich muss sagen, ja, natürlich ist es ein Praktikum, es ist herausfordernd, es ist auch manchmal anstrengend. Aber trotzdem. Für mich hat dieses Land keinen Touch von Urlaub. Wir sind spazieren durch die Felder und die ganze Natur. Also das. Das finde ich schon echt richtig, richtig schön. Ja, und von daher kann auch ich nur sagen, ich würde es jedem, der die Möglichkeit hat, es empfehlen.
00:14:20:10 - 00:14:45:22
Und gerade auch durch die Förderungen, die wir ja bekommen, ist es dann ja auch finanziell unterstützt und möglich. Und ja, warum dann nicht in eine Gegend gehen, wo man auch noch ein bisschen Urlaub machen kann? Genau richtig. Und wenn ein Dorf vielleicht noch so der kleine letzte Aspekt von Mut fehlt, dann gerne. Vielleicht einmal sich so ein bisschen selber schubsen und aus der Komfortzone gehen.
00:14:45:24 - 00:15:15:13
Genau die Komfortzone. Das ist ja eben das, was uns oft daran hindert, neue Dinge auszuprobieren, ganz neue Begeisterungen zu finden. Ein Motto von mir ist eben auch, wenn ich merke, meine Komfortzone hindert mich an irgendwas. Dann aktiv dagegen ansteuern und aus der Komfortzone heraustreten. Ja, hast du vielleicht noch eine Geschichte parat aus deinem, aus deinem Dorf, aus? Daher aus der Gegend mit den Menschen, mit denen du dort zusammengekommen bist.
00:15:15:15 - 00:15:53:08
Also ich kann sagen, gestern Abend tatsächlich erst war für mich eigentlich so der Höhepunkt erreicht, so von Dorfleben, Nachbarschaftsleben, wenn ich dich mal eintauchen und ich war zu Hause und sah schon wieder im Unterricht und hatte jetzt eigentlich nicht mehr Erwartung, dass jetzt noch groß irgendwas passiert. Und dann hat bei mir geklingelt und ich okay, jetzt und mach die Tür auf und dann steht meine Airbnb Vermieterin vor mir und sagte dann Du Lara, wir haben doch jetzt gerade, wir haben hier was zu feiern und viele Verwandte sind da und ich hatte schon viel gesehen.
00:15:53:10 - 00:16:18:03
Aber mehr Autos können los und Freunde und Familie und komm doch einfach rüber. Wir haben noch ganz viel Abendessen und da verbinde ich einfach mit dazu. Ich habe mich also schnell fertig gemacht, bin dann eben rüber und das war ein super schöner Abend. Also ich habe da zusammengesessen, wirklich neben dem Bruder von meiner Vermieterin und daneben saß dann irgendwie Cousine und daneben.
00:16:18:03 - 00:16:44:01
Also das war richtig, richtig schön und besonders spannend für mich auch. Die meisten haben auch Sorbisch gesprochen. Tatsächlich. Also wenn man irgendwie so ein Gespräch dann mit mir kam oder und die gemerkt haben, wo ich glaube, Lara versteht gar nichts von mir vorher natürlich die Frage noch mal geschwitzt, aber hauptsächlich Sorbisch und das war total spannend da zu sitzen und das auch einfach mal nur zu hören.
00:16:44:03 - 00:17:07:18
Ähm, also du warst richtig eingetaucht in die sorbische Kultur. Nicht durchdrehen. Genau. Und habe dann natürlich auch direkt mal die Möglichkeit genutzt und hab mal gefragt, wie ist das denn? Und Ostern? Das Osterreiten ja so groß und mit den Traditionen, wie sieht das dann hier aus und hat dann wirklich sehr viel Input bekommen, auch historisch. Das war echt spannend.
00:17:07:20 - 00:17:41:18
Und an dem Abend hat dann der Mann von meiner Vermieterin, der Geburtstag hatte, der hatte dann so ein Buch bekommen irgendwie über die sorbische Tradition. Das hat er mir tatsächlich direkt mitgegeben, noch gestern Abend, damit ich mir das bloß angucken kann. Also richtig, richtig. Also spontan und schön. Ja, total herbstlich. Richtig toll. Genau. Und das war eigentlich gestern noch mal so für mich am Ja, noch mal so ein richtiges Eintauchen, also ein kulturelles, kulturelle Horizont erweitert.
00:17:41:23 - 00:18:06:10
Ganz genau. Ganz genau. Ja, Nicht umsonst sind wir hier in der Lausitz und dem Land der Sorben. Ja, zumindest was Sorbisch angeht, in der Schule. Bei mir ist auch alles auf Sorbisch und Deutsch beschriftet. Also wenn man zum Beispiel Raum Beschriftungen haben mit irgendwie Vorbereitungsraum oder Toiletten für Mädchen und Jungen, So, das ist dann alles zweisprachig, also das wird dann schon eingehalten noch hier in Hoyerswerda.
00:18:06:10 - 00:18:28:18
Alle Straßenschilder sind ja auch zweisprachig und man sieht wirklich diesen die slawischen Wortstämme, die dann dahinter stehen, auch wenn es mit mit lateinischen Buchstaben geschrieben wird. Aber ich finde diese Zweisprachigkeit in der Gegend wirklich bewundernswert und erhaltenswert. Natürlich. Ja, also ich muss sagen, das ist auch wirklich was, was mir jetzt auch in der Schule diese Woche das erste Mal begegnet ist.
00:18:28:20 - 00:18:50:06
Das habe ich vorher so in der Schule noch nicht so gehabt, aber da hat dann ein Kind erst mal nur auf Deutsch gesprochen und dann habe ich plötzlich nicht mehr verstanden. Ich dachte gut, die spricht so ein bisschen leiser und so ein bisschen nicht so ganz klar. Und vielleicht habe ich es einfach akustisch nicht verstanden. Habe sie dann gebeten, ob sie es noch mal wiederholen kann und habe dann gemerkt Gut, die hat einfach mitten im Satz auf Sorbisch gesprochen.
00:18:50:08 - 00:19:22:10
Natürlich habe ich nicht verstanden. Also das war dann auch das erste Mal so für mich, dass ich dann auch in Schule damit in Berührung gekommen und ja, es gehört natürlich irgendwie dazu. Ja, spannend. Also das. Es gibt auch noch andere Minderheitensprachen in Deutschland, aber offiziell sind es ja gar nicht so viele. Und Lausitz ist eine von denen. Aber ich würde gerne noch mal auf einen Punkt zurückkommen, den du vor ein paar Minuten gesagt hast.
00:19:22:10 - 00:19:54:16
Und zwar das Ja auf Grund dessen, dass Förderschulen gar nicht so oft geografisch vertreten sind, müssen Kinder schon in Wohngruppen in einem sehr frühen Alter wohnen. Wie ist das vorstellbar? Also wie läuft es genau ab jetzt in deinem Fall an deiner Schule? Ganz genau kann ich dazu leider nicht so richtig was sagen. Ich habe bei uns an der Schule ist es so, dass die Kinder dann meistens mit Sam, das heißt Taxi gebracht werden.
00:19:54:18 - 00:20:22:12
Also das ist dann einfach so ein größeres Auto und damit werden die dann von dieser Wohngruppe zur Schule gefahren. Ich habe allerdings auch schon, allerdings im Rahmen von einem anderen Praktikum es gehabt. Da gab es eine Wohneinrichtung direkt an dem Schulgelände, wo die Kinder dann untergekommen sind. Das war dann also da, wo ich das erlebt habe. Das war einer aschule mit dem Förderschwerpunkt Sehen und Hören und also vielleicht noch mal ein bisschen rarer.
00:20:22:14 - 00:20:42:19
Ja, irgendwie eine Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen oder geistige Entwicklung? Genau. Aber. Und sind die Kinder dann immer Montag bis Freitag dort und am Wochenende fahren sie nach Hause oder sind die dann noch längere Zeit oder sind sie noch längere Zeiten dort? Also bis jetzt habe ich meistens so erlebt, dass die Kinder dann wirklich Montag bis Freitag dann dort sind.
00:20:42:21 - 00:21:08:18
Das ist in dem jungen Alter schon eine große Herausforderung, da ohne Eltern auszukommen, vor allem, wenn man auch noch Schwierigkeiten hat, eventuell sich an neue Umgebungen zu gewöhnen oder Kontakte mit Menschen zu knüpfen. Ja, also was mir auch hängengeblieben ist, das ist jetzt auch schon eine gute Woche her, aber da saßen wir mal in der Klasse und dann haben wir oh Gott, was haben wir da gemacht?
00:21:08:18 - 00:21:31:07
Irgendwas im Deutschunterricht. Das hat den Kindern super viel Spaß gemacht, die irgendwas mit Bibel lesen oder so und ein Junge konnte sich da besonders so begeistern. Und als er dann damit durch waren, hat er dann gefragt Na, kann man einfach weitermachen? Kann man nicht noch in der Schule bleiben? Das macht doch hier viel mehr Spaß als in der Wohngruppe.
00:21:31:09 - 00:21:54:22
Und das sind schon irgendwie so so Aussagen, wo man dann denkt Boah, erste Klasse. Und hat er das den Begriff Wohngruppe gebracht, das in einer sagt nicht zu Hause dazu. Er hat Wohngruppe gesagt. Das ist ja auch schon vielsagend. Ja wenn normalerweise ich bin ja jetzt auch im RP, aber irgendwie ist es jetzt mein Zuhause für die vier Wochen und die sagen ja auch ich geh nach Hause.
00:21:54:24 - 00:22:21:00
Und wenn man das nicht als zu Hause fühlt. Wobei das vielleicht auch eine individuelle Definitionssache ist, was man als Zuhause empfindet. Spannend, aber auch irgendwie traurig oder? Ja, das ist eigentlich genau nochmal so, dieses Thema von wegen Schicksale der Kinder. Also gerade auch bei uns im Bereich ist es ja häufig so, dass man dann auf Schicksale irgendwie trifft, wo man erst mal schlucken muss, das schon echt heftig ist.
00:22:21:02 - 00:22:44:09
Ja, als ich davon auch ein gehe zu distanzieren und sich das nicht so sehr zu Herzen zu nehmen, das ist eine große Herausforderung. Aber das betrifft wahrscheinlich ganz viele Lehrkräfte, nicht nur die Sonderpädagogen, weil ich auch an allgemeinbildenden Schulen verschiedene Schicksale vertreten sind und denken, wie kann man da jetzt dem Kind helfen? Und kann ich das überhaupt leisten mit meinen Kapazitäten?
00:22:44:09 - 00:23:13:13
Wenn man dann Vollzeit arbeitet? Man hat ja nicht nur den Unterricht, sondern auch die verschiedenen administrativen Sachen, die Elternarbeit usw und so fort. Das macht natürlich diesen Beruf einerseits so spannend und nicht langweilig, andererseits ist es auch eine große Herausforderung und mit der man lernen muss, klar zu kommen und sich auch Freiräume zu schaffen. Und das ist auch eines der Learnings, die ich jetzt aus meinem vier Wochen Praktikum mitgenommen habe.
00:23:13:15 - 00:23:39:01
Mit der Zeit gut zu managen, weil am Anfang, so in der ersten Unterrichtswoche, da saß ich an meinen Unterrichtsvorbereitungen und ich wusste, ich verbringe viel, viel zu viel Zeit damit. Und klar, wenn man irgendwie eine Stunde zum Ersten Mal sich überlegt, dauert es auch lange. Aber als ich dann mal überlegt habe okay, wie verteile ich eigentlich meine Zeit, womit verbringe ich sie wirklich?
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Kann ich vielleicht mich besser fokussieren? Bei irgendwelchen Aufgaben oder mache ich sie zu einer falschen Tageszeit? Und ich habe auch meinen Stundenplan noch mal analysiert Wo habe ich Lernzeiten, wo habe ich Lehr und Freistunden, wo kann ich schon in der Schule was machen? Und tatsächlich setzt in diesem kurzen Zeitraum, diesen drei Wochen, die ich jetzt hatte, wo ich unterrichtet habe, konnte ich da schon sogar Arbeitsprozesse optimieren.
00:24:02:23 - 00:24:31:00
Und das ist doch irgendwie beruhigend. Hut ab, Das hört sich sehr gut an! Also das ist ja dann im Kleinen gewesen und im Großen, wenn man dann so ein ganzes Schuljahr unterrichtet, in den Ferien vielleicht produktiv Unterrichtssequenzen schon vorplanen. Grob, dass man dann während der Schulwochen nur noch ein Prozentanteil davon machen muss und sich trotzdem einen Feierabend und ein Wochenende gönnen kann.
00:24:31:02 - 00:24:38:17
Und das ist auch so eine Fähigkeit, die man dann lernen muss als Lehrkraft. Das denke ich auch. Ja.
00:24:38:19 - 00:25:09:00
Ja, es waren ja auch so meine Befürchtungen, die ich in der ersten Folge noch angesprochen hatte, dass man mit der Vorbereitung so viel Zeit verbringt und da vielleicht zu Beginn zu mystisch ist und dann seinen Anforderungen oder gar seinen eigenen Ansprüchen schrauben muss. Und da bin ich jetzt beruhigt, dass ich in diesem Praktikum gesehen habe. Ich kann mich da weiterentwickeln, dass ich da die Zeit optimaler nutzen kann und das kürzer wird.
00:25:09:00 - 00:25:37:17
Auch das glaube ich dir. Also ich muss sagen, meine Learnings sind auf jeden Fall. Ich muss meine Ansprüche noch ein bisschen weiter runterschrauben, glaube ich, Um mir vieles manchmal ziemlich schwer, wenn ich gemerkt habe okay, das funktioniert nicht, das funktioniert nicht. Hier kommst du nicht weiter, dann nicht zu hart mit mir ins Gericht zu gehen und zu sagen Ja, das war jetzt richtig schlecht und das muss beim nächsten Mal besser werden.
00:25:37:17 - 00:25:56:21
Und da auch mal so ein bisschen runterzukommen und mal wirklich zu schauen, okay, woran lag es denn jetzt? Und ganz sachlich drauf zu schauen Gar nicht genau richtig. Und was ich dann zum Beispiel gelernt habe okay, noch kleinschrittiger. Und wenn ich schon dachte, das ist viel zu einfach für die im Endeffekt, ne, dann war es noch zu schwer.
00:25:56:23 - 00:26:17:04
Na ja, so ganz, ganz, ganz, ganz, ganz kleine Schritte. Klare Ansagen, Wirklich immer wieder auch die gleichen Worte verwenden. Und als man das dann berücksichtigt hat, dann ging es auch irgendwann wieder und man hat gemerkt okay, gut, hier war auf jeden Fall noch eine Schraube und da hab ich dran gedreht und dann wirds auf jeden Fall noch besser.
00:26:17:06 - 00:26:39:23
Aber da muss man auch bei sich selber gucken. Okay, ich habe vielleicht die Erwartung sage ich mach das jetzt mal, ich lern das nicht, bereite das auf und dann wird das auch. Und man muss da irgendwie produktiv sein und vorankommen und schnell lernen. Aber das passt halt überhaupt auch nicht auf die auf die Schülergruppe und das nicht so enttäuscht sein, wenn es mal nicht so richtig scheitert, gehört ja irgendwie zum Leben.
00:26:39:23 - 00:26:58:00
Und aus Fehlern kann man ja nur lernen, um zu sagen okay, heute hat es nicht geklappt. Das und das waren die Gründe, so wie du gerade eben gesagt hast. Und beim nächsten Mal beachtet man die und versucht einfach sein Bestes. Ganz genau. Und gerade auch mit der Schülerschaft, die wir da in Sonderschulen vor uns haben, gerade auch in der ersten Klasse.
00:26:58:02 - 00:27:21:23
Da kann es sein, dass der Unterricht vielleicht total super war, aber je nachdem, wie die Kinder auch drauf sind, ja, wenn das halt irgendwie heute nicht funktioniert, obwohl das didaktisch vielleicht super, super, super gut war, dann funktioniert halt nicht. Aber mit Sicherheit einen Tag noch mal machen und das dann auch anzunehmen und zu sagen okay, das hat jetzt vielleicht nichts mit mir nur so zu tun, sondern das war jetzt heute mal einfach so.
00:27:22:00 - 00:27:49:12
Einfach demütig sein und das genau repetieren, ohne sich dabei viel zu Herzen zu nehmen. Aber dieses kleinschrittige bei Dir. Ich hatte eine ähnliche Situation, die ich bei mir dann mitgenommen habe, und zwar am Anfang, also in der ersten Unterrichtswoche, hatte ich große Schwierigkeiten, meiner Zeitplanung meine Zeitplanung einzuhalten. Im Unterricht. Ich hatte zum Beispiel zehn Minuten für die Aufgabe eingeplant, am Ende wurden daraus 20 und dadurch bin ich natürlich mit meinem Plan nicht hinterher gekommen.
00:27:49:14 - 00:28:18:15
Und was ich mir dann gesagt habe, ist okay. Ich darf da nicht in meinen Verlaufsplan 20 Minuten hinschreiben oder zehn, je nachdem, sondern ich habe ja dann pro zum Beispiel Erarbeitung eins habe ich ja einige zum Beispiel Übungsaufgaben reingenommen, dass ich mir hinter jede Übungsaufgabe schreibe. Fünf Minuten plus drei Minuten vergleichen, zehn Minuten plus fünf Minuten vergleichen und somit konnte ich dann wirklich Schritt für Schritt erst mal für mich im Kopf sehen.
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Okay, hier überschreite ich die Zeit jetzt schon um soundso viel Minuten, hier passt es. Und anhand dieses detaillierteren Planes konnte ich genau sehen, wo habe ich mich verschätzt mit der Zeit? Wo hat es gepasst Mit der Zeit und mittlerweile jetzt in der dritten Woche brauche ich diese kleinschrittige Minutenangabe nicht mehr, weil ich einfach dieses Gefühl dadurch entwickelt habe.
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Aber es war sehr notwendig, das Kleinschrittige erst mal zu Papier zu bringen. Und ich denke, vielleicht ist es bei dir dann ähnlich, dass du sagst okay, jetzt in meiner Lernphase, muss ich diese Kleinschrittigkeit wirklich noch auf Papier bringen, dass ich sage, dieses Werk nutze ich. Dieses Substantiv benutze ich für dieses Verfahren mit den aber dann, wenn du dein erstes zweites Berufsleben Berufsjahre hast, dann wirst du das schon automatisch machen.
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Aber jetzt in der Ausbildungsphase ist es einfach noch notwendig, dass wir das noch schwarz auf weiß das Papier bringen und das ist ein großes Learning, was ich auf jeden Fall mitnehme, was man ja auch übertragen kann auf andere Bereiche dann später. Das stimmt, da hast du recht. Auf jeden Fall, ja. Aber es ist schon irgendwie traurig, dass das Praktikum vorbei ist.
00:29:24:07 - 00:29:52:14
Zumindest kann ich das von meiner Seite sagen. Ja, also mich macht es ehrlich gesagt besonders traurig, dass ich die Kinder nicht mehr sehe. Ehrlich gesagt. Also ich habe sie die letzten drei Tage jetzt schon weniger gesehen, weil ich dann halt so viel mit der Diagnostik beschäftigt war. Und wenn man dann doch mal irgendwie, so ich jetzt gerade auf dem Schulgelände unterwegs war und dann hat man irgendwie jemanden gesehen aus der Klasse und einer Frau, schräg und kam zugelaufen, dachte ich Ach Mensch.
00:29:52:15 - 00:30:22:15
Und was mich besonders begeistert, ist dieses authentische Aufleben bei den Kindern. Ja, das stimmt. Die sind so, so ehrlich zu sein. Also auf jeden Stress. Und ich glaube auch, dass das ein Feedback ist, was man auch mitnehmen darf. Also klar, sein eigenes Feedback, seine eigene Einschätzung, die man hat, von der Mentorin oder vom Mentor. Aber man darf auch darauf vertrauen, wie die Kinder einem das zurückmelden.
00:30:22:17 - 00:30:42:13
Und ich glaube, es ist ein gutes Zeichen, wenn die Kinder sich freuen, wenn man einen sieht oder vielleicht traurig und wenn man geht oder man zurückgemeldet bekommt. Mensch, warum machst du nicht noch Werken mit uns und sagt Unterricht und das und das und das und das. Und ich glaube, das ist auch schon total viel mehr als die wichtigste Bestätigung.
00:30:42:18 - 00:31:09:04
Wenn deine wenn die würden die Schüler und Schülerinnen begeistert sind, so begeistert sind, dass sie dich noch mehr, äh pro Woche im Unterricht haben könnten. Genau. Ja, und eben. Und vier Wochen sind wirklich das Mindeste, Weil jetzt merke ich erst jetzt wächst man rein, man lernt, man kennt die meisten Kollegen, man unterstützt schon, vielleicht irgendwo. Heute habe ich zum Beispiel bei der Russischen Olympiade unterstützt und deinen Text vorgelesen.
00:31:09:06 - 00:31:30:16
Und solche Kleinigkeiten sind es, die dann den Alltag bereichern. Und jetzt ist es zu Ende. Heute habe ich noch eine sehr spannende Sache entdeckt. Ich habe mit einem Biolehrer geredet und irgendwie sind wir darauf gekommen, dass Biologie ja ein sehr spannendes Fach ist, weil die umgibt uns ja überall und vor allem zu 5. 06. Klasse, wo verschiedene Säugetiere und Vogelarten kennengelernt werden.
00:31:30:18 - 00:32:10:15
Und dann meinte er, dass die gerade Hühner Eier im Brutkasten liegen haben. Und mit Hühnern haben wir auch schon so und ja, das ist sowieso das Motiv. Auf jeden Fall sollen die morgen oder übermorgen schlüpfen und ich bin so gespannt. Ich hoffe, ich sehe dann Paketen und die haben auch im Bioraum einen kleinen Käfig, wo die erst mal eine Woche drin bleiben und die Fühler und Schülerinnen, die beobachten können und sich sehen können, wie die ersten Tage von Küken eben so ablaufen, wie sie wachsen, wie sie ihre Federn bekommen und dann kommen die auf ein Bauernhof hier in der Nähe ist ja auf dem Land, da gibt es genug Kontakte, wo man so was abgeben
00:32:10:15 - 00:32:35:10
kann. Also das ist auch schon abgesprochen alles. Aber einfach diese Gelegenheit ja zu sehen im Biologieunterricht, okay, dass es ein Ei. Und wie entwickelt sich das? Wie funktioniert das mit dem Brutkasten? Wie sind die ersten Tage eines Vogels? Also genial. Und das fördert doch das Interesse an Naturwissenschaften. Zumindest an der Biologie. Auf jeden Fall war das heute so mein kleines Highlight.
00:32:35:13 - 00:33:06:00
Das glaube ich. Ich hoffe, ich kriege morgen noch was zu sehen. Ach ja? Also insgesamt kann ich nur von meiner Seite sagen, ich kann Hoyerswerda als Praktikumsort und die christliche Schule Johanneum auf jeden Fall empfehlen. Macht gerne dort euer Praktikum. Wenn ihr an der Lausitz interessiert seid, aber auch einfach so, wenn ihr mal in neue Gegenden reinschnuppern wollt.
00:33:06:02 - 00:33:31:24
Es lohnt sich immer mal über den Tellerrand hinaus zu schauen und aus seiner Komfortzone herauszutreten. Weil meinen Blog ab Praktikum A habe ich zum Beispiel im Erzgebirge gemacht. Jetzt war ich in der Lausitz. Ich versuche überall mal so nach Sachsen reinzuschnuppern oder mal einfach aus seinem Heimatort rauszukommen. Und all diese Erfahrungen sind wertvolle Schätze für das spätere Berufsleben.
00:33:32:01 - 00:33:59:14
Dem kann ich mich nur anschließen. Also ich würde eigentlich auch diese Entscheidung jedes Mal genauso treffen. Es ist einfach ein unglaublicher Erfahrungsschatz, den man da sammelt. Man lernt so viel in der Schule, über die Schule, übers Unterrichten, aber auch über sich selber. Aber, und das ist auch ein wichtiger Punkt auch außerhalb der Schule gibt es so viel zu entdecken und zu lernen.
00:33:59:14 - 00:34:27:19
Und Dinge, woran man wachsen kann. Und da vielleicht noch als letzten Tipp, vielleicht um so eine ganz persönliche Sache eigentlich. Ich würd auch immer wieder mit Airbnb machen, das ist jetzt ja keine Werbung, oder so, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass man dadurch noch mal besonders nahe irgendwie auch an an die Gesellschaft so dran kommt und wirklich nochmal eintauchen kann.
00:34:27:24 - 00:34:49:01
Und das sind dann solche Abende zustande gekommen sind, wo man dann eingeladen wird oder man immer mal wieder ins Gespräch kommt. Ja, ich ich weiß nicht, ob das woanders auch so wäre. Also das fand ich schon echt eine richtig, richtig tolle Sache. Also dank der Förderung konnten wir ja beide eine Unterkunft mieten, weil sonst wär mir das persönlich zu teuer geworden.
00:34:49:01 - 00:35:13:09
Mit zwei Wohnungen bezahlen für einen Monat und pendeln wär einfach nicht drin. Weil wenn ich um 7:00 in der Schule bin, müsste ich ja um vier in Dresden aufstehen und da würde so viel Zeit vergehen für Weg, die ich viel besser in die Erkundung der Gegend und die Unterrichtsvorbereitung nutzen kann. Deswegen also bin ich sehr, sehr froh und dankbar für diese Möglichkeit, dass die Unterkunft mit gefördert wird.
00:35:13:09 - 00:35:41:16
Also kann ich nur empfehlen, das in Anspruch zu nehmen. Genau. So, Mensch Kristina, das war jetzt schon die letzte Folge. So schnell vergeht die Zeit. Ja, wir haben total viel Spaß gemacht. Ich hoffe, wir konnten euch auch einiges mit auf den Weg geben, konnten euch einen guten Einblick in unser Praktikum und unser Landleben hier gewähren. Das hoffe ich auch sehr.
00:35:41:18 - 00:36:14:15
Und was mir auch besonders gefallen hat dadurch, dass wir diese Treffen hatten für den Podcast, haben wir uns ja auch sehr viel ausgetauscht über unsere Erfahrungen, nicht nur im Podcast. Wir haben natürlich auch nebenbei noch, äh, beim gemeinsamen Team Kaffeetrinken geredet und das hat auch das Praktikum ins Positive gefärbt. Und ich hoffe, ihr konntet viele Hinweise mitnehmen für eure angehenden Praktika und ein Tipp noch zum Ende Wenn man etwas möchte, findet man immer einen Weg, es zu erreichen.
00:36:14:19 - 00:36:45:02
Man muss nur fragen Das war ein Wunder. Wunderwunderschön das Ende. Und ich werde sagen, mit dem Satz verabschieden wir uns dann jetzt auch endgültig und sagen jetzt tatsächlich mal nicht bis zur nächsten Folge und bedanken uns ganz, ganz, ganz herzlich. Interessant, dass er zugehört hat. Vielen Dank. TS. Tschüss!
00:36:45:04 - 00:36:52:01
Perspektive Land ist ein Programm der Deutschen Kinder und Jugendstiftung im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus.
Praktikums-Podcast Staffel 2: Folge 3 mit Kristina und Lara
In der dritten (und letzten) Folge der zweiten Staffel des Praktikums-Podcasts werfen Kristina und Lara einen Blick zurück auf ihre intensiven vier Wochen der Unterrichtspraxis. Von den nervenaufreibenden ersten Tagen bis hin zu den triumphalen Momenten des Erfolgs - sie teilen, was sie während ihres Praktikums erlebt und warum sie sich in das Landleben verliebt haben. Tauche ein in ihre Welt des Lehrens und Lernens und höre von den Herausforderungen, die sie gemeistert haben, und den wertvollen Erkenntnissen, die sie gewonnen haben.
Diese Folge auf Spotify, Deezer oder Itunes hören, oder direkt hier in unserem Webplayer:

00:00:00:00 - 00:00:20:12
Das ist der Praktikumspodcast von Perspektive Land. Hallo, ich bin Kristina und studiere in Dresden Mathematik und Physik auf Lehramt für Gymnasium. Und ich bin Lara und studiere Sonderpädagogik. Mit dem Förderschwerpunkten Lernen und geistige Entwicklung mit Grundschuldidaktik in Leipzig.
00:00:20:14 - 00:00:41:12
In der zweiten Folge tauchen wir tiefer ein in unser tägliches Abenteuer an unseren Schulen im ländlichen Raum. Hallo Lara, hi, ich habe ein Deja vu. In zwei Wochen saßen wir doch schon mal hier. Da hast du recht. Wie ist sie denn bisher ergangen? Immerhin ist es unsere dritte Praktikumswoche und ich bin super gespannt, was dir bisher so alles widerfahren ist.
00:00:41:13 - 00:01:08:19
Oh ja, Also ich muss erst mal damit starten. Ich glaube, ich habe mich ein bisschen ins Landleben verliebt. Tatsächlich? Tatsächlich schon. Ich. Ich genieße die Natur ehrlich gesagt total. Also, das tut mir richtig, richtig, richtig gut. Zwei Schon mit dem Hahn morgens geweckt zu werden, das ist so toll, oder? Was ich tatsächlich jeden Tag mache, ist mein sogenannter After Work Work.
00:01:08:20 - 00:01:30:04
Immer wenn ich aus der Schule kommen, dann gehe ich auf meiner Runde spazieren und das ist total schön, einfach durch die Felder zu gehen, oder? Na ja, wenn es manchmal mit der Unterrichtsvorbereitung nicht ganz so hinhaut. Am Abend sich dann den Sonnenuntergang anzuschauen. Also das ist so mein tägliches Ritual. Das klingt sehr entspannend. Hast du denn so viel Grün um deinen Wohnort?
00:01:30:06 - 00:01:52:09
Hausputz ist nicht so groß. Das heißt also, ich gehe eigentlich vor die Tür und habe direkt die Felder. Und das ist total schön. Bei uns gibt ganz, ganz viele Pferde. Das heißt, ich nehme meistens auch einen Apfel oder noch eine Möhre mit. Und das ist dann, na ja, meine Entspannung nach der Schule. Also wenn man spät irgendwie einen Hund hat, lohnt sich so was auch, dass man da im ländlichen Raum wohnt.
00:01:52:11 - 00:02:15:20
Und kannst du dir das auch für später vorstellen? Hat das deine Präferenzen irgendwie beeinflusst? Also ich muss sagen, ich kann nur davon sprechen, wie ich es mir jetzt gerade so aktuell damit geht. Und ich glaube, so richtig auf dem Land, da bin ich zu viel Stadtkind. Aber zumindestens so vor Ort. Ein Feld vor der Tür haben, irgendwie so ein bisschen Natur, das brauche ich schon.
00:02:15:20 - 00:02:37:18
Das habe ich jetzt richtig gemerkt. Wie sieht es bei dir aus? Wie gefällt dir das Landleben so bisher? Ja, also Hoyerswerda ist ja schon eine Stadt mit Glaube, etwas mehr als 30.000 Einwohnern. Tatsächlich genieße ich es, dass ich den Schulweg zu Fuß zurücklege, was ich in Dresden nicht mache. Dort muss ich immer den ÖPNV oder das Fahrrad nehmen, weil einfach die Wege zu lang sind zur Universität.
00:02:37:19 - 00:03:03:09
Aber hier dauert mein Schulweg 20 Minuten und ich genieße die Zeit, einfach morgens erst mal an nichts zu denken und lang zu laufen, Den Vögeln zuzuhören, vielleicht ein Hörbuch anzuhören oder meinen Kaffee zu trinken. Und das ist wirklich diese 20 Minuten. Ich weiß, ich mache diesen Spaziergang und das ist wirklich toll. Und was ich noch sehr interessant finde und neu für mich entdeckt habe Auf meinem Schulweg liegt ein Decker und ein Fleischer und ein Buchladen.
00:03:03:11 - 00:03:21:12
Und immer wenn ich vorbei laufe, mal kaufe ich mir ein Brötchen für die Schule oder gehe mal nach der Schule in diesem Buchladen vorbei. Das lädt ein zum Stöbern und man Kuchen mit nach Hause. Das ist wirklich schön. Das stimmt. Also es ist schon wirklich was anderes, als wenn man in der Stadt unterwegs ist und dann gar nicht so diese diese Pause hat.
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Ich muss sagen, gerade als ich nach Hoyerswerda wieder reingefahren bin, ich bin dieses Mal von einer anderen Richtung gekommen. Da stand so super einladend an dieses Willkommen in Hoyerswerda und dann direkt erst mal so einer Kuhweide. Und das ist natürlich schon eine schöne Einladung, wenn man so reinkommt. Das ist dann echt richtig, richtig schön. Ich habe mich auch an die Wohnbedingungen hier so gewöhnt.
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Mit den irgendwie täglich den Hühnern Hallo sagen, Feuerholz holen für meinen Kachelofen. Also das. Man gewöhnt sich sehr schnell an Dinge, die man vorher vielleicht dachte. Uiuiui, ich muss ja heizen mit einem Ofen. Aber nein, das läuft und man hat es irgendwie in den Alltag integriert. Und das es hat ja auch seine Idylle. Das Airbnb, wo ich wohne, die Vermieter sind sehr herzlich und unterstützen einen und laden auch mal ein zum Tee trinken und das ist also sehr empfehlenswert.
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Würde ich auf jeden Fall wieder so machen, wenn ich so ein Praktikum von weiter weg machen würde. Ich find zum Beispiel auch total schön, gerade auch in Kronstadt, wo ich ja jetzt gerade bin, einfach auch das zu nutzen, also da ist und das Dorf kennenzulernen und auch mit meiner Airbnb Vermieterin ins Gespräch zu kommen. Ich war zum Beispiel die letzten beiden Sonntage bin ich in die Kirche gegangen.
00:04:37:14 - 00:05:00:24
Sie hatte mir das empfohlen. Es gibt erst eine Messe auf Sorbisch und dann später auf Deutsch. Ich habe dann die Messe auf Deutsch gesagt gewählt, damit ich auch ein bisschen was verstehe. Und das war total schön. Also die Leute sind einfach total stolz auf ihre Kirche. Die wurde letztens restauriert. Das ist total super und es ist einfach total schön, da irgendwie in diese Gemeinschaft auch einzutauchen.
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Und dann sprechen die Leute, die sind schon alle ganz aufgeregt auf dieses Osterreiten und dann werden die Osterreiter schon eingeladen, den Pilgerweg zu gehen. Und das ist total spannend irgendwie. Für mich, da immer wieder was aufzuschnappen und da immer wieder was mitnehmen zu dürfen. Heißt das, du bist über das Wochenende dort geblieben? Genau. Ich bin über das Wochenende in Kronstadt geblieben und habe einfach, na ja, entweder Unterricht vorbereitet oder dann die Zeit auch genutzt, um noch mal einen etwas größeren Spaziergang als sonst zu machen.
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Oder halt eben eine Messe oder so mit Freunden. Wer Die Gelegenheit habe ich leider nicht, weil ich dann am Wochenende nach Dresden fahre und arbeiten gehe. Aber das geht nicht anders. Aber wenn ich hier bleiben würde, würde ich auf jeden Fall Ausflüge zu den Seen machen. Hier gibt es ja Senftenberger See und die anderen Seen in der Umgebung, die ja früher Kiesgrube waren.
00:05:49:03 - 00:06:09:23
Ich glaube, das wären so meine Ausflugsziele gewesen, wenn ich denn mehr Zeit hätte. Ich muss sagen, was mir aber sehr schwer fällt so auf dem Land oder schwer gefallen ist auf dem Land. Letzte Woche war ich hatte ich gesundheitlich einen kleinen Durchhänger. Da ging es dann plötzlich los mit naja, Halsschmerzen, Ohrenschmerzen, Kopfschmerzen. Wie das so ist. Und bei uns sind auch viele Kinder krank gewesen.
00:06:09:23 - 00:06:30:07
Wir saßen dann tatsächlich letzte Woche an einem Tag nur noch mit zwei Kindern da und ich dachte Oh je, bevor du jetzt hier richtig krank wirst. Geh mal einfach zum Arzt, damit du jetzt auch das Praktikum weitermachen kann. Und das gestaltet sich wahnsinnig schwierig. Ich habe dann also im Internet geschaut okay, wo gibt es einen Hausarzt? Hat dann ein Hospiz eingefunden.
00:06:30:07 - 00:06:58:19
Bin da hingegangen, ausgedruckter DIN A4 Zettel an der Tür. Diese Praxis ist seit Ende 2023 geschlossen, dachte ich. Okay, gut. Na ja, ist nicht schlimm. Zweiter Versuch also noch mal im Internet geschaut, Wo gibt es den nächsten Arzt? Da muss ich schon ein Stück dann fahren, also ins nächste Dorf. Und ist das Problem. Im Internet standen zwar Öffnungszeiten, die für mich gepasst hätten, das war aber nicht die Öffnungszeiten, die auf dem ausgedruckten DIN A4 Zettel am Fenster hängen.
00:06:58:22 - 00:07:20:11
Dachte ich okay, letzter Versuch. Alle guten Dinge sind drei. Dritten rausgesucht, musst du wieder ein Stück fahren. Bin dann da angekommen, bin dann rein und habe da meine Situation erklärt und naja, die sagten mir dann aber wir nehmen keine neuen Patienten auf und wir sind total ausgelastet und ich dacht nur so Gott versprochen, Ich komme auch nie wieder.
00:07:20:13 - 00:07:43:09
Nur das eine mal und dann haben die mich noch mit reingenommen und das war dann tatsächlich auch ganz gut, dass ich da war. Aber na ja, das war schon so eine kleine Erfahrung für mich. Das Versprechen kann man ja wahrscheinlich ein Ich. Das denke ich auch. Also noch mal werden die mich wahrscheinlich nicht sehen. Ja, und jetzt, wo du den Schulalltag angesprochen hast, wie gestaltet sich denn deine Woche?
00:07:43:09 - 00:08:14:16
Wir hatten ja beim letzten Treffen so über den Stundenplan allgemein gesprochen. Jetzt sind ja schon fast zwei Wochen des Unterrichtens zumindest bei mir vorbei. Wie viele Stunden pro Woche Unterricht hast du selbst? Wie viel hospitierst du? Verschiedene Klassen, eine Klasse? Wie gestaltet sich das? Also ich muss sagen, so richtig mit Unterrichten habe ich letzte Woche Donnerstag und Freitag angefangen und dann jetzt in der dritten Woche so richtig losgelegt, sodass ich eigentlich so gut wie meine 15 Stunden auch in dieser Woche irgendwie untergebracht hab.
00:08:14:16 - 00:08:37:20
Der nächste Woche ist dann sehr viel außerschulische Aktivität, da gehe ich dann in die Diagnostik mit rein und da ist dann erst mal viel hospitieren und da bin ich weniger in der Klasse. Ansonsten begleitet die Klasse wirklich den ganzen Tag. Also ich bin in den ganzen Tag in meiner ersten Klasse und ja, muss schon relativ früh raus. Ehrlich gesagt steh jeden Tag um 5:00 auf, dann ab zur Schule, dann los.
00:08:37:20 - 00:09:03:10
Meistens nach Absprache mit meiner Mentorin. Dann geht's um 7:25 los und dann ist jetzt gerade diese Woche sehr viel unterrichten. Meistens irgendwie. Dann die ersten drei Stunden Deutsch, Mathe, Musik oder so und alles andere was danach ist es dann hospitieren. Also ich bin auch wirklich den ganzen Tag dann da, so lange eigentlich solange meine Klasse da ist bzw solange meine Mentorin dann auch da ist.
00:09:03:12 - 00:09:29:16
Und wie findest du die Betreuung durch die Mentoren? Also ich muss sagen, meine Mentorin, die legt sich sehr für mich ins Zeug. Also die wendet schon sehr viel Arbeit auf, da kann ich mich eigentlich sehr glücklich schätzen und wir machen sehr viel Vorbereitung zusammen, da unterstützt sie mich sehr. Also wenn wir dann die Stundenplan, da sagt sie mir schon sehr deutlich, weil sie sich auch vorstellt, dass ich das dann auch umsetzen kann, dass wir auf dem Stoff weiterkommen.
00:09:29:16 - 00:09:53:07
Und wenn ich dann die Unterrichtsstunden halte, sitzt sie auch hinten drin und macht sich ihre Notizen. Und dann wird auch jede Stunde mal besprochen nach dem Tag, was eine Reflexion durchgeführt, genau wie sich das gehört. Verlangst du denn recht? Also von daher, ich bin da schon in der sehr guten Händen. Wie sieht es bei dir aus? Die sind bei dir so ein typischer Tag in der Schule.
00:09:53:11 - 00:10:17:06
Ja, also ich unterrichte seit letzter Woche komplett. Also die erste Woche habe ich noch hospitiert und die 2. 03. und vierte Woche unterrichte ich die Klassen, die meine Mentorin sonst hat. Nicht alle, sondern ich habe eine neunte Klasse in Mathematik und eine elfte Klasse Leistungskurs in Mathematik. Das sind insgesamt neun Stunden pro Woche. Und das ist mehr, als ich von meinem für mein Praktikum machen muss.
00:10:17:08 - 00:10:40:19
Da müssen wir 20 Stunden unterrichten und das sind ja schon mehr. Aber mein Motto ist Je mehr Erfahrung ich mitnehmen kann, desto besser ist das für meine Ausbildung. Deswegen nehme ich einfach jede Chance mit, in der Klasse zu stehen. Erfahrungen zu sammeln und aus meinen eigenen Fehlern zu lernen. Und zum Beispiel habe ich. Am Montag habe ich 90 Minuten mit der neunten Klasse und am Nachmittag noch mal 90 Minuten mit einer elften Klasse.
00:10:40:19 - 00:11:04:05
Das finde ich dann schon einen anstrengenden Tag, wenn man doch zwei Doppelstunden planen muss für verschiedene Klassen und dann auch noch ein ziemlich langer Tag. Aber gut ist sicher Freistunden dazwischen, da kann man noch mal so Luft holen. Mal im Lehrerzimmer mit den Kollegen plaudern und einfach mal lauschen, wie so das Leben Lehrerzimmer abläuft, ist auch sehr spannend und man kriegt ja auch so verschiedene Seiten mit von verschiedenen Bereichen in so einem Schulalltag.
00:11:04:06 - 00:11:36:24
Aber mein typischer zum Beispiel, der mir sehr gefällt, ist der Dienstag. Da habe ich erst mal eine Doppelstunde, 2. 03. Stunde mit meinem Leistungskurs 90 Minuten und danach geht es in die fünfte Klasse hospitieren und das ist einfach sehr schön. Also zu sehen, wie junge Kinder in der fünften Klasse Mathematik lernen. Da war jetzt diese Woche waren Winkelgrößen dran und dann ging das, dass man vom Winkel spitzer Winkel, rechter Winkel, wie Sie das aufgearbeitet haben, am Anschauungsmaterial und mit den Händen gezeigt und mit der Lochschablone Dreieck gezeichnet.
00:11:36:24 - 00:11:56:13
Also dass es einfach dieses Niveau zu Niveau unterschied von elfte Klasse zu fünfte Klasse und das kann ich sehr und auch die verschiedenen Methoden zu sehen, wie die die Lehrkräfte anwenden. Auch Lehrkräfte als Seiteneinsteiger gibt es dort auch in dieser Schule. Also das ist die christliche Schule Johanneum in Hoyerswerda und ansonsten habe ich eigentlich jeden Tag eine Stunde, die ich halte.
00:11:56:19 - 00:12:19:21
Also das ist gut verteilt und ab und zu respektiere ich und mittlerweile bin ich mit meinen Hospitationen schon durch. Aber ich respektiere weiter, weil ich das einfach sehr interessant finde, verschiedenen Lehrkräften zuzuschauen, wie sie in verschiedenen Altersgruppen den Unterricht gestalten. Und die einen sind ja mehr so auf Frontalunterricht aus, die anderen gestalten eher freies Üben in Mathematik. Ach ja, und wenn ich dann.
00:12:19:21 - 00:12:35:13
Wenn ich dann meinen Unterricht gehalten habe, treffe ich mich mit meiner Mentorin und wir besprechen das kurz und sie gibt mir immer Hinweise, was ich als nächstes machen könnte oder wo ich dann beim nächsten Mal was besser machen könnte. Wie zum Beispiel hier darauf eingehen oder jemand Skizze noch an die Tafel bringen, was auch nicht so einfach ist.
00:12:35:13 - 00:12:52:17
Wir haben in manchen Räumen ein Beamer, der mit Stiften also das ist eine Tafel, die durch den Beamer das Bild antritt und dann hat man noch so Stifte, mit denen man auf die Tafel schreiben kann und in anderen Räumen ist es einfach nur ein normaler Beamer, wo ich mein iPad zum Beispiel anstecken kann und dann meine Notizen übertragen.
00:12:52:18 - 00:13:10:05
Und ich persönlich finde das mit dem iPad besser, weil dann kann ich direkt auf meinem iPad schreiben und dann bleiben die Notizen auch für mich erhalten. Und ich kann da zum Beispiel auch zwischen Apps und Geogebra für die elfte Klassen noch mit benutzen. Bei dem anderen Beamer ist das so, dass mein iPad dann so stehen würde, dass ich die ganze Zeit mit dem Rücken zur Klasse bin.
00:13:10:05 - 00:13:27:15
Deswegen nutze ich das nicht. Und das muss man auch beachten. In welchem Raum habe ich was, wie gestalte ich die Stunde oder fällt die Technik komplett aus und ich muss auf die Kreide Tafel? Oh, apropos eine Technik. Oh ja, wir haben ja bei uns auch neue Smarts Smartboards. Da haben wir uns auch neue Smartboards bekommen und nach einer Woche war der Computer schon kaputt.
00:13:27:18 - 00:13:51:09
Heißt also, ein paar Tage hatten wir den Spaß und dann mussten wir wieder umsteigen auf Whiteboards. Dann jetzt aber natürlich. Das spielt auch immer wieder mit rein. Aber ich bin ganz froh, dass die Schule nicht die Kreide Tafel abgeschafft hat. Zumindest für Mathe ist das einfach sehr wichtig, dass man auch kurze Notizen in der Kreide Tafel festhält. Oder meine Skizze macht ein Koordinatensystem an Zeichnen Lineal Nutzung auf dem Smartboard geht nicht.
00:13:51:11 - 00:14:09:03
Zumindest die, die wir haben, weil die Lineal Sitzenden auch immer Striche auf diesem Gerät haben. Deswegen nutze ich da einfach die Kreide Tafel und ja und wenn ich dann zu Hause bin, dann Das ist immer unterschiedlich die Länge der Tage. Aber ich versuche auch es mal so eine kleine Ruhepause zu machen und dann geht es natürlich an die Unterrichtsvorbereitung, über die ich unbedingt gerne mit dir sprechen möchte.
00:14:09:05 - 00:14:33:12
Oh ja, Na dann schieß los. Na, was möchtest du loswerden? Also aus meiner Sicht ist die Unterrichtsvorbereitung so die größte Herausforderung für mich persönlich. Und zwar der Faktor Zeit. Wie sieht es dabei die aus? Wie lange dauert es? Oh ja, also ich sind auch ziemlich, ziemlich lange, muss ich sagen. Ich empfinde es auch als als Herausforderung, dass man wirklich größtenteils nur von einem auf den anderen Tag planen kann.
00:14:33:13 - 00:14:56:20
Also. Also ich weiß grob, was ich vorhabe, kann aber nie sagen, wie viel ich wirklich in der Stunde schaffe und was in der nächsten Stunde dran ist. Und es kann sein, dass man super schnell vorankommt und dann vielleicht sogar schon irgendwie mit dem nächsten Baustein anfängt. Es kann aber auch sein, dass man noch mal komplett in eine andere Richtung geht und dann einen anderen Inhalt irgendwie noch mal aufbereiten muss.
00:14:56:24 - 00:15:16:07
Und wenn ich dann morgens um 5:00 aufstehe und den ganzen Tag in der Schule bin und dann nach Hause komme und ehrlich gesagt auch total fertig manchmal bin von dem Tag da nach was weiß ich natürlich. Gut, jetzt muss ich aber für morgen noch planen und dann wird es manchmal schon echt ziemlich ziemlich spät. Denn es ist ja auch nicht nur die Planung.
00:15:16:07 - 00:15:38:06
Man macht sich ja nicht nur Gedanken. Dann ist es manchmal noch Material, was man vorbereiten muss. Oder man schreiben man Stunde auf, man arbeitet seine Stunde aus und das ist sehr viel Zeit wieder draufgeht. Und meine große Sorge am Anfang also zumindest letzte letzte Woche war wie schaffe ich das, dass es nicht so lang dauert wie später, Wenn man Vollzeit arbeitet und seine 26 28 Unterrichtsstunden hat, hat man einfach nicht mehr die Zeit.
00:15:38:06 - 00:15:56:00
Natürlich, wenn man eine Klasse schon mal hatte, kann man jetzt seine Vorbereitungen nehmen und die dann anpassen. Aber so aktuell im Praktikum habe ich so das Gefühl, ich brauche viel zu lange, dafür viel zu lange und das boah, das finde ich wirklich eine Herausforderung, da produktiver zu werden, seine Zeit effizienter zu nutzen. Auch die Lücken in der Schule.
00:15:56:00 - 00:16:18:06
Und dabei habe ich ja noch nicht mal Klassenführung oder Klassenarbeiten kontrollieren und usw total. Also ich muss sagen, was mir auch besonders schwer fällt ist das bei uns in der Klasse Kleinschrittigkeit total wichtig ist. Die Kinder sind wirklich noch sehr darauf angewiesen, dass man ihnen Struktur vorgibt, dass man jeden kleinen Schritt erwähnt. Und da geht es wirklich schon los.
00:16:18:06 - 00:16:42:00
Mats, nimm deinen Füller in die Hand, lege deinen Finger auf die erste Aufgabe oben links auf dem Arbeitsblatt. Das ist schon eine Herausforderung. Da haben die ersten schon wieder ein Füller hingelegt. Also es ist schon echt spannend manchmal und das muss man ja auch vorbereiten, heißt also manchmal wirklich, da muss ich mir wirklich Sätze aufschreiben, dann für die Kinder.
00:16:42:00 - 00:17:10:24
Es ist manchmal schon überfordernd, wenn ich etwas erkläre. Zwei unterschiedliche Sätze dafür nutze. Also eine Formulierung des Inhalts verwirrt sie. Ist schon schwierig. Ich hab letztens versucht, versucht trifft's eigentlich ganz gut in Mathe Hausaufgaben einzuführen. Also zwei plus drei kann ich auch als drei plus zwei rechnen und das war für mich auch eine riesen Herausforderung, nicht nur für die Kinder, weil ich überlegen musste, wie vermittle ich das?
00:17:11:01 - 00:17:32:19
Und das war für mich wirklich eine Herausforderung. Okay, wenn ich's erkläre, muss ich es immer gleich formulieren. Ich muss es ganz, ganz, ganz präzise sagen. Und das fiel mir schon sehr schwer. Also ich bin eigentlich eine Meisterin der verschachtelten Sätze. Und dann ganz klar zu sagen, was jetzt dran ist, was wir jetzt machen, lernt man ja auch im Alltag gerne.
00:17:32:19 - 00:18:01:04
So Synonyme für Verben usw, das fällt ja wahrscheinlich alles weg. Dann, dass man bei einem Tätigkeitswerk eben bleibt und total. Also was wir heute zum Beispiel hatten Ich habe heute den Kindern gesagt bitte hefte dein Arbeitsblatt ab, aber in der Klasse wird immer gesagt Hefte dein Arbeitsblatt ein, die haben mich angeguckt, die wussten nicht, was sie machen sollten und das und das und solche Kleinigkeiten, wo man echt drauf achten muss.
00:18:01:06 - 00:18:20:22
Was natürlich eine kleine Herausforderung ist für mich. Sonst ist dir das immer bewusst In Gedanken ist okay, jetzt nehm ich das und irgendwann wird das natürlich zur Routine, Wenn man das lange genug macht, klar. Aber ich hab jetzt schon ein Praktikum, wo man nur vier Wochen da ist. Da ist man noch in dieser Routinebildung drin. Absolut. Also für mich ist es auch eben schwierig.
00:18:20:22 - 00:18:40:18
Okay, das ist jetzt das Tafelbild, was ich im Hefter haben soll. Das ist nur eine Übungsaufgabe. Und ich glaube, ich gebe schon sehr viel den Kindern in Verantwortung, was sie jetzt mit schreiben und in einer Gymnasialklasse neunte elfte Klasse klappt es ganz gut. Also bei neunte Weiß ich nicht, Das werde ich. Halte ich eine Arbeit mit den Schreiben würde, würde ich das ja dann merken, was sie sich mitgeschrieben haben.
00:18:40:20 - 00:18:58:06
Und da könnte es sein, dass man da auch noch mal ganz doll ins Fettnäpfchen tritt und dann sich sagt okay, ich muss es klarer strukturieren. Wenn ich eine Mitschrift habe in meinem Tafelbild, dann muss ich das mit einem Symbol versehen. Zum Beispiel, dass alle wissen okay, das muss in den Hefter. Und das ist nur eine Übungs aufgabe, die wir mündlich jetzt vor der Klasse oder in der Klasse machen.
00:18:58:07 - 00:19:18:09
Ich hatte gestern so einen Fall. Ich hab ja meine neunte und meine elfte Klasse und es ist schwierig, schon alle Namen sich zu merken. So, ich habe natürlich das Klassenbuch und irgendwie gucke ich dann immer Ah, das ist der und das ist die und es ist so gekommen, dass ein sehr leistungsstarker Schüler in der elften Klasse genau auch dort sitzt, wo ein leistungsstarker Schüler in der neunten Klasse sitzt.
00:19:18:11 - 00:19:40:10
Und das hat mich dann doch dazu geführt, dass ich den Neuntklässler mit dem Namen von dem Elftklässler angesprochen habe und das überhaupt nicht gemerkt habe. Für mich war das halt so, er gibt gute Antworten und und bis mich dann ein anderer Mitschüler von ihm dann sah er, wieso denn sie ihn jetzt so und so und dann ist es mir so gedämmert Ich bin ja gar nicht in Klasse.
00:19:40:14 - 00:20:04:15
Ja, aber da werden die Kinder auch mit. Also das, was ich zum Beispiel gerade gesagt habe mit dieser Kleinschrittigkeit er manchmal Klar tritt man da total so ins Fettnäpfchen, aber manchmal sind die auch echt pfiffig. Also wir sollten letztens was aufkleben und für mich war das irgendwie na ja, die haben ja jetzt ihre Federtasche schon auf dem Tisch und wir haben ja unser Arbeitsblatt und sie haben das fertig und wir wollen das jetzt aufkleben.
00:20:04:21 - 00:20:31:24
Meldet sich ein Kind? Na ja, aber Frau Schreck, wir brauchen doch jetzt noch. Und da unser Mäppchen, wo unsere ganzen Sachen drin sind, natürlich. Also noch mal Alle Kinder stehen auf. Alle Kinder holen die Mäppchen mit ihrem Klebestift drin. Und dann geht zuerst. Also ein Assistent. Richtig. Sehr cool. Und wie sieht es denn jetzt aus? Was steht noch an für die Restwoche und nächste Woche?
00:20:32:01 - 00:21:00:20
Also ich muss sagen, den größten Teil hab ich eigentlich schon hinter mir. Gerade was Unterricht angeht, da habe ich morgen noch eine Stunde. Wir sind ja gerade in der dritten Woche hatte es Donnerstag und nächste Woche ist dann Montag bis Mittwoch meiner Diagnostik Hospitationen, Donnerstag und Freitag ist dann nicht mehr ganz so viel. Da steht jetzt schon fest, dass wir A und B zusammenlegen und und.
00:21:00:20 - 00:21:20:07
Eine Kollegin ist krank. Also da ist nicht mehr viel am Unterricht geplant. Aber klar bin ich auf jeden Fall nächste Woche noch jeden Tag in der Schule. Bin gespannt, was sich da noch so ergeben wird. Gerade auch so Diagnostik sind gespannt, wenn ich da reinschnuppern darf. Ja, aber eigentlich so der größte Block ist, wie schnell die Zeit vergeht.
00:21:20:13 - 00:21:39:12
Genau schon vorbei. Wie sieht es denn bei dir aus? Ja, also genau, Ich habe morgen noch eine Stunde dann hospitiert. Ich noch bei Physik, das ja mein Zweitfach ist und dann geht die letzte Woche los und die ist eigentlich genauso gefüllt wie diese Woche. Also da ändert sich nicht viel. Ich habe auch sehr viel Glück mit meinen Lernbereichen gehabt im März.
00:21:39:12 - 00:21:59:16
Ich habe in der neunten Klasse die Betriebsausgabe Tag was für Berechnungen und in der elften Klasse analytische Geometrie mit Ebenen und Geraden und sehr anschaulich, wie ich finde. Und das genieße ich gerade ein Wort. Die Themen sind sehr, sehr schön und dann darf ich die auch noch nächste Woche dann weiter vertiefen und irgendwie ist man jetzt so, also zumindest bei mir bin ich im Alltag angekommen.
00:21:59:16 - 00:22:17:11
Also ich weiß, okay, jetzt muss ich das morgen verbrennen, schick ich das weg, dann das ist ja immer wenn man eine neue Sache beginnt, ist es erst mal so herausfordernd und vielleicht sogar überfordernd, dass man sagt Ich komme gar nicht hinterher, ich habe so viele Todos und die Zeit rennt und ich sitze hier bis 00:00. Aber so in der zweiten Woche habe ich gemerkt okay, ich kenn die Klasse jetzt besser.
00:22:17:11 - 00:22:33:15
Ich kann jetzt schon einschätzen, wie lange sie brauchen. Heute zum Beispiel meine beiden Stunden. Da bin ich mit meinem Zeitplan voll aufgegangen. Ich habe zehn Minuten für eine Aufgabe geplant, Ich habe zehn Minuten gebraucht und das war wirklich. Und dann, als ich dann rausgegangen bin. Okay, heute ist mein Plan wirklich aufgegangen. Sonst musste ich immer schieben, weil es zu kurz war.
00:22:33:18 - 00:22:52:21
Und je länger man mit einer Lerngruppe verbringt, desto besser kann man sie auch einschätzen Und ihr Lerntempo ist, man kriegt einfach auch so ein Bauchgefühl dafür. Und das kann man rational vielleicht gar nicht begründen, aber man weiß einfach Ja, hier, das dauert ungefähr so lange und hier, das mache ich lieber gemeinsam. Und hier, das sind Einzelarbeit oder Partnerarbeit und einfach dieses Erfolgserlebnis zu haben.
00:22:53:00 - 00:23:10:09
Am Anfang ist es schwer. Das ist wie Laufen lernen. Aber je mehr Versuche gemacht, desto besser wird man. Und das gibt mir einfach die Zuversicht, dass das nächste Woche noch besser wird. Und wenn dann das zweite Praktikum kommt in Physik, dass ich dann einfach weiß, es ist am Anfang schwer und dann wird es immer leichter da sein. Durch Erfahrung lernt man und gewinnt an Routine.
00:23:10:14 - 00:23:33:06
Das denke ich auch. Also ich denke, das können wir ja schon in unserer zweiten Folge ja eigentlich noch eine schon mal gut festhalten, dass auf jeden Fall diese Unsicherheit, die man vielleicht noch mitbringt, dass man darauf vertrauen darf, dass die mit der Zeit auch schwindet, dass man immer sicherer wird und dass es auch immer einfacher wird. Das ist natürlich ein super schönes Gefühl und das bestärkt mich auch wirklich in meiner Berufswahl.
00:23:33:07 - 00:23:57:03
Also es gibt Tage, da denk ich mir so und bin nicht wirklich die Richtige dafür, aber eben Tage wie heute. Dann weiß ich, es ist halt es ist kein leichter Weg. Aber wenn man den Mut und um das Durchhaltevermögen aufnimmt, da durchzugehen, dann wird man dafür auch belohnt. Ich fand das so schön, als du gerade von deiner fünften Klasse erzählt hast, vom Hospitieren, dass dich das so begeistert, wenn du das beobachten darfst.
00:23:57:05 - 00:24:23:21
Gibt es irgendwie noch Momente, wo du sagst wenn ich jetzt gerade in der Schule bin, das sind so Dinge, dann merke ich ja, ich bin auf dem richtigen Weg. Und ja, das Lehramt, das Studium, das System. Also mich erfreut es tief in meinem Herzen, wenn ich es schaffe, Menschen, die vielleicht noch keine, keine Lust, keine Motivation und keine Neugier für ein Thema hatten, durch irgendeine coole Sache aus dem Alltag dazu zu bewegen.
00:24:23:23 - 00:24:49:20
Stimmt, das kann ich wirklich nutzen und das hat das Zeug. Es eignet sich halt sehr einfach dafür. In Segelsport zum Beispiel. Man sieht bis zum Horizont oder steht einfach am Strand und guckt auf den Horizont. Wie weit kann ich gucken? Das kann man alles berechnen in dem man die Schüler aus dem Alltag abholt und denen irgendwas gibt, was die wirklich kennen, mit dem sie Erfahrungen gemacht haben oder machen und das dann in die Mathematik einbaut und ich es schaffe, dann dadurch jemanden abzuholen und dann vielleicht dieses Feuer in seinen Augen zu sehen.
00:24:49:22 - 00:25:09:14
Das sagt mir so, da bin ich doch an meinen richtigen Platz. Und das ist so meine persönliche Herausforderung, mein Ziel. Was ich mir stecke, die Neugier zu wecken oder zu behalten, auch für andere Fächer, eigentlich fürs Leben allgemein. Ach, wie schön. Oh ja, ja, das glaube ich. Das kann ich total verstehen. Bei mir ist es auch ganz häufig so, dass es weniger die Freude darüber ist.
00:25:09:20 - 00:25:33:13
Zwei plus drei ist gleich fünf Mega super. Jetzt freue ich mich so doll darüber, dass ich das aufgezeichnet habe, sondern es ist eher die Freude über die Freude der Kinder. Und da steckt so an einem niedersetzen oder wenn die reinkommen nach der Pause und ich höre boah, können wir nicht weiter rechnen, weil das macht schon Spaß, Kann mir noch eine Aufgabe denken.
00:25:33:15 - 00:25:54:00
Da weiß ich okay, wo es richtig gehört. Super mega, genau so soll es sein und das ist total toll. Oder wenn man mit den Kindern zusammen im Unterricht ist und die lachen einen an, das ist. Das ist toll, Das ist einfach so, so so schön. Und das sind Momente, die man auch nicht kaufen kann, sondern die muss man sich selbst gestalten.
00:25:54:00 - 00:26:17:05
Entweder man findet sie oder man findet sie nicht. Genau. Und was man sich immer vor Augen führen muss, ist ja die Unterrichtsstunden. Manche laufen vielleicht gut, manche laufen vielleicht auch nicht so gut, aber die Kinder nehmen einem das letztlich nicht richtig übel, wenn's mal nicht so gut lief. Das Beisammensein ist ja trotzdem irgendwie da und das zusammen arbeiten, trotzdem Zeit zusammen und dann kann es auch trotzdem schön sein.
00:26:17:07 - 00:26:43:11
Und deswegen darf man auch nie vergessen, egal wie anstrengend es auch manchmal ist oder wie es gerade so läuft. Man hat irgendwie am Tag immer was gehabt, was auch nett war und das darf man nicht vergessen. Auf jeden Fall immer den Moment suchen, was er heute besonders schön. Ja Lara, die Zeit verfliegt ja wirklich super schnell und wir treffen uns ja noch zu einer dritten Folge, um das gesamte Praktikum und unsere Erfahrungen auf dem Land Revue passieren zu lassen.
00:26:43:13 - 00:27:08:04
Oh ja, da freue ich mich schon sehr drauf. Ich mich auch. Ich bin sehr gespannt. Für all die, die jetzt vielleicht in dieser Folge das erste Mal zugehört haben. Ihr dürft gerne noch in unsere erste Folge reinhören, wenn ihr das nicht schon getan habt. Und ansonsten freue ich mich natürlich auch total darauf, dass von uns dann in der dritten Folge noch einmal hören und bin total gespannt, was dann ihr zwei am Ende des Praktikums alles noch so passiert.
00:27:08:05 - 00:27:15:00
Absolut.
00:27:15:02 - 00:27:21:24
Perspektive Land ist ein Programm der Deutschen Kinder und Jugendstiftung im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus.
Praktikums-Podcast Staffel 2: Folge 2 mit Kristina und Lara
In der zweiten Folge hört ihr, wie es Kristina und Lara mit ihren ersten eigenen Unterrichtsstunden ergangen ist. Die beiden teilen ihre Geschichten von den Höhen und Tiefen, während sie ihre ersten eigenen Unterrichtsstunden vorbereiten und durchführen. Von nervenaufreibenden Vorbereitungen bis hin zu magischen Momenten im Klassenzimmer - sie lassen dich hautnah an ihrem Lehrer:innen-Leben teilhaben! Erfahre, wie sie ihre Ängste überwunden haben, welche wertvollen Lektionen sie gelernt haben und wie ihre Schüler:innen sie jeden Tag aufs Neue inspirieren.
Diese Folge auf Spotify, Deezer oder Itunes hören, oder direkt hier in unserem Webplayer:

00:00:00:19 - 00:00:32:11
Das ist der Praktikumspodcast von Perspektive Land. Hallo, ich bin Kristina und studiere in Dresden Mathematik und Physik auf Lehramt für Gymnasium. Und ich bin Lara und studiere Sonderpädagogik. Mit dem Förderschwerpunkten Lernen und geistige Entwicklung mit Grundschuldidaktik in Leipzig. In dieser Folge erfahrt ihr, wo wir unsere Praktika machen und welche Erwartungen wir für die vier Wochen haben. Also wird rein.
00:00:32:13 - 00:01:01:20
Hallo Lara. Tee oder Kaffee? Hauptsächlich Tee, aber ich mutiere zu Kaffeetrinker innen in letzter Zeit. Liegt wahrscheinlich am Beruf. Glaube ich auch. Sommer da. Wintersemester. Sommersemester. Auf jeden Fall. Die längeren Tage. Man kann doch draußen was machen. Berge oder Meer? Beides schön. Aber Wandern in den Bergen würde ich immer bevorzugen. Bei mir genau andersrum. Wie sieht es bei dir aus?
00:01:01:20 - 00:01:27:16
Berliner Krapfen oder Pfannkuchen? Hauptsache lecker. Stadt oder Land? Oh Gott, Ich mache jetzt gerade meine ersten Landerfahrungen. Kommen eigentlich aus dem Ruhrgebiet. Dann nach Leipzig gezogen für Studieren. Mal schauen. Ich bin gespannt, was mich erwartet in den nächsten vier Wochen. Ja, ich glaube bei mir ist es auch so, weil ich habe bisher immer nur in Städten gewohnt und hier hat mir die Gelegenheit, mal aufs Land einzutauchen.
00:01:27:18 - 00:02:10:20
Und tatsächlich Kachelofen heizen, Hühner im Garten. Da ist das Landleben schon sehr nah. Das stimmt. Hühner habe ich tatsächlich auch. Nachdem bei mir im Airbnb angekommen und werde morgens ganz liebevoll von dem Hahn geweckt. Das ist schon was anderes. Also meine Vermieter haben drei Hühner und tatsächlich habe ich das die Unterkunft auch über Airbnb gefunden und ich bin da sehr, sehr dankbar, dass diese Möglichkeit der Förderung besteht, denn sonst wäre ich gar nicht erst nach Hoyerswerda gegangen, wo ich jetzt aktuell für die nächsten vier Wochen bin und in welcher Stadt bist du jetzt untergekommen?
00:02:10:20 - 00:02:33:13
Oder Land? Also so geht es mir auch. Ich glaub, ich wär sonst auch nicht so wirklich aufs Land gegangen. Ich bin nach Kamenz gekommen und bin da an einer Förderschule gelandet und habe mir das tatsächlich tatsächlich erst überlegt. Okay. Machst du's oder machst du's nicht? Beantragst du einfach ein Praktikum in einem anderen Bundesland oder lässt du dich jetzt einfach drauf ein?
00:02:33:15 - 00:02:59:01
Und dann dachte ich na ja, wenn es noch die Möglichkeit der Förderung gibt, probier es doch mal einfach aus und schauen, was auf dich zukommt. Genau. Ja, so ähnlich waren meine Gedanken auch, denn die Ballungsgebiete Leipzig und Dresden sind so überfüllt und die Schulen haben nicht so viele Kapazitäten, um alle Studierenden aufzunehmen. Und da diese Förderung da war, konnte ich mir das überhaupt erst finanziell erlauben, woanders hinzugehen.
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Für das Praktikum, weil ich neben meinem Studium arbeiten gehe und vier Wochen ohne Job ist eine spürbare Lücke. Deshalb bin ich da schon sehr froh, dass ich diese neuen Erfahrungen hier am Rande von Sachsen machen kann. Und ich bin ja in Hoyerswerda. Du bist in Kamenz, wir sind beide in der Lausitz gelandet, obwohl wir von unterschiedlichen Universitäten kommen.
00:03:21:13 - 00:04:01:04
Und das finde ich echt spannend. Eigentlich Glück, dass wir dann auch hier uns jetzt gerade treffen können und darüber reden können. Das stimmt. Man muss dazu sagen, wir sitzen jetzt gerade hier in Hoyerswerda und nehmen den Podcast auf. Und das ist natürlich schon ganz cool, dass wir da nicht so weit auseinander sind. Ja, als du erfahren hast, dass du dein Praktikum hier in Hoyerswerda machen wir es die Wie bist nur dann damit umgegangen also hast du dann kanntest du Perspektive Land schon und wusstest du, dass du da irgendwie den Antrag stellen kannst oder was da so dein Weg dann Genau ich bin das auf Perspektive Land bin ich über die Teacher Mania gestoßen, dass es
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so ein Event immer im Sommersemester bei uns an der TU Dresden und dort werden. Da stellt sich das so vor und irgendwelche anderen Initiativen, unter anderem auch die verlangt. Und für mich ist es sehr wichtig, dass ich eben irgendeine finanzielle Unterstützung bekomme, wenn ich eine zweite bleibe, mir irgendwo mieten muss, weil ich mein Studium ja komplett selbst finanziere und dadurch ja auch in Dresden arbeiten gehe.
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Und wenn ich aus Dresden für vier Wochen wegziehen, heißt es ja irgendwie ein Monat ohne Einkommen und deshalb bin ich dann auch direkt an das Land herangetreten und habe es mir per Email angefragt, wie das denn aussieht mit Übernachtungskosten. Da stand es ja drin in der Broschüre, dass die das übernehmen und ich hab gesagt, ja, ich hab da ein Airbnb gefunden, das kostet so und so viel.
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Würde das denn gehen? Und erst als ich dann sozusagen als das dann okay war mit den Kostenrahmen, habe ich dann auch beschlossen, dass ich das jetzt alles mach, dass ich diese Unterkunft buche und dass ich der Schule zusage. Weil Pendeln ist einfach nicht drin. Bei dem Pensum an Stunden und ganz einen Monat nichts. Also zwei Wohnungen bezahlen auch nicht drin.
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Genau. Und als es dann zum Glück geklappt hat, habe ich dann auch die RBB Unterkunft gebucht und es ist wirklich eine geniale Möglichkeit, nicht nur eine neue Schule kennenzulernen, sondern auch eine andere Stadt bzw. Na ja, Hoyerswerda ist schon eine Stadt, oder wenn jemand zum Beispiel sogar in eine sehr dörfliche Gegend geht für sein Praktikum, was ja bei Grundschulen gar nicht so selten ist, denn Grundschulen sind ja viel weiter verteilt auf dem Land und es ist ein bisschen auch wie so ne Art Urlaub machen.
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Man fährt in eine andere Gegend, man lernt Leute direkt so vor Ort kennen. Meine Vermieter haben mir so einiges erzählt und wie sie hier, wie alt das Haus ist und wie man zum Beispiel Kachelofen benutzt. Ich habe noch nie in meinem Leben einen Kachelofen geheizt und ich lerne hier nicht nur, wie man Unterricht plant, sondern wie man auch ein Kachelofen anzündet und wie man Hühner füttert und solche Sachen.
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Also ich finde es einfach genial und freu mich total, dass ich diese Möglichkeit habe. Und wie war das bei dir? Wie wie hast du das gemacht? Bei mir war das tatsächlich ähnlich. Also ich habe damals, als sie die Information bekommen haben, dass über das Praktikum wohl auch direkt schon in dem Zuge Perspektivplan vorgestellt und wenn wir dann Platz auf dem Land bekommen, dass wir dann an Perspektive Land sozusagen herantreten können und dann Antrag stellen können.
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Als ich dann diesen Platz in Kamenz bekommen hab, hab ich das dann auch in Angriff genommen. Und als dann auch irgendwann dieser Antrag bewilligt wurde, habe ich mich dann auf die Suche gemacht. Und wie wie das so ist mit Übernachtung bei Pendeln war für mich halt auch nicht drin. Aus Leipzig natürlich. Genau. Und dann habe ich mal so geschaut, was es so gibt in Car uns und um uns herum.
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Und ich muss sagen, für mich hat sich das erst gar nicht so einfach gestaltet, weil auch die Airbnb relativ kostspielig waren. Und dann hab ich irgendwann ein Airbnb in dem netten Dörfchen Kostwitz gefunden und hab dann das war auch noch relativ teuer, muss man dazu sagen. Aber kleiner Tipp am Rande Ich habe dann einfach der Vermieterin geschrieben, dass ich so einen bestimmten Betrag an maximaler Förderung bekommen, dass ich ein Praktikum mache und da bei uns vielleicht entgegenkommen können und das hat tatsächlich auch super gut funktioniert und wir haben uns darauf geeinigt.
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Also da lohnt es sich auch mal irgendwie nachzufragen und da irgendwie auch mal bei Airbnb an die Vermietung heranzutreten. Genau. Und das ging dann eigentlich auch alles sehr, sehr entspannt und relativ problemlos. Auch das ist echt fantastisch. Also wenn. Und ganz wichtig ist, glaube ich, dass man sich frühzeitig kümmert, dass man nicht auf den letzten Drücker kommt, sondern sich frühzeitig informiert.
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Und dann lässt sich auch vieles arrangieren. Das stimmt. Und ich bin auch ehrlich gesagt sehr froh, dass ich in Crostewitz gelandet bin. Ich fahr jeden Morgen dann noch 10 bis 15 Minuten zur Schule, aber das finde ich absolut in Ordnung. Ich habe dann, als ich immer am ersten Tag im Cockpit war, so einen kleinen Dorfspaziergang mal gemacht, weil ich mir mal anschauen wollte, wo, wo leben wir jetzt eigentlich die nächsten vier Wochen?
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Und das war total spannend. Allen Leuten, die ich begegnet bin, haben erst mal ganz nett und freundlich Hallo gesagt. Man muss dazu sagen, da wird auch noch sehr viel Sorbisch gesprochen. Also ich wurde auf unterschiedlichsten Sprachen mit Hallo begrüßt und als ich dann da vorbeigegangen ist, hat man gemerkt, da wurde sich noch mal umgedreht und das noch einmal kurz gemustert.
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Wenn auf dem Dorf dann irgendjemand Neues kommt, der da eigentlich nicht für gewöhnlich ist, dann muss man natürlich erst mal schauen okay, wer ist das denn jetzt da? Das ist ja so ganz anders als in der Stadt. Und apropos Sorbisch Wir sind ja beide hier in der Lausitz, die ja mit der sorbischen Sprache sehr bekannt ist und natürlich will man irgendwie, ich bin ja in Sachsen auch zur Schule gegangen und das ist irgendwie ja, es gibt die sorbische Sprache und die Sorben und so, aber direkt mittendrin zu sein, diese zweisprachigen Straßenschilder, Straßenschilder zu sehen und an den Schulen das wir haben auch Sorbisch als Fach an dem Gymnasium und es ist irgendwie sehr interessant, mittendrin
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zu sein in dieser Kultur, also mit alle irgendwie im Deutschen da und trotzdem so eine Sprache, die Jahrhunderte lang hier ist und Menschen dann zweisprachig aufwachsen, auch wenn die Sprache ja auch vom Aussterben bedroht ist. Wie viele Minderheitensprachen? Ja, da bin ich sehr, sehr gespannt, was ich da alles noch so erlebe und sprechen bei dir Leute in der Schule, also Kinder oder Lehrkräfte, irgendwie sorbisch mit?
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Das habe ich tatsächlich noch nicht erlebt. Ich Ich bin allerdings auch gespannt, was sich da alles noch so ergeben wird. Gerade auch so in meinem Job. Jeden Abend. Was da auch alles noch so auf mich zukommt. Ich habe tatsächlich, als ich in dieses Ergebnis gekommen bin, lag als allererstes schon auf dem Tisch ein Buch über das Osterreiten. Das scheint ein Ding zu sein.
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Wusste ich vorher auch nicht. Bin schon fast ein bisschen traurig, dass ich nicht mal Ostern hier bin. Ja, aber auch da bin ich gespannt, was ich da in vier Wochen doch geben wird. Ja, ja, die Lausitz kennenzulernen auf jeden Fall lohnenswert. Mal gucken, was wir so in den nächsten vier Wochen erleben. Oh ja. Wie Wandern? Also, gestern war unser erster Tag an den Schulen.
00:11:09:21 - 00:11:44:08
Heute ist Dienstag. Und wie waren deine ersten Eindrücke? Ich muss sagen, ich war doch ein bisschen aufgeregt vor dem ersten Tag. Auch, hatte mich aber total darauf gefreut, zur Schule zu gehen. Ich hatte eigentlich schon viel eher angefangen. Also als ich von Leipzig dann nach Carmens gefahren bin. Wenn man so in dieses Land reinkommt und dann in das Airbnb und sich dann erst mal so ein bisschen organisiert und den Hühnern erst mal begegnet, das war natürlich erst mal schon so ein erster Eindruck, aber dann natürlich vor allem auch die Schule.
00:11:44:10 - 00:12:13:08
Dann bin ich am am ersten Tag, also gestern, dann am Montag ging es dann um um 7:30 los. Man muss sagen, Unterrichtsbeginn ist relativ zeitig um 7:25, da sitzen die Kinder schon in der Klasse mit aufgeschlagenen Hefter und ich bin dann erst mal ins Büro der Schulleitung gegangen und wir haben ein paar Informationen noch ausgetauscht und haben uns darüber unterhalten, in welche Klasse ich jetzt auch komme.
00:12:13:10 - 00:12:38:10
Und ich bin jetzt in einer ersten Klasse gelandet mit sieben Kindern und hat eine total sympathische Mentorin. Genau. Und habe jetzt erst mal gestern und heute hospitiert. Wie sieht es bei dir aus? Wie waren deine ersten bei dir? Ja, ja, so ähnlich. Ich bin gestern. Also, ich mache mein Praktikum hier an der christlichen Schule. Johanneum und dort gibt es sowohl eine Oberschule, also Oberschulklassen als auch Gymnasialklassen.
00:12:38:10 - 00:13:13:21
Und ich bin im gymnasialen Zweig, weil ich ja auch Lehramt für Gymnasium mache. Und dort bin ich dann einer Mathematiklehrerin zugeordnet, weil ich meinen Blog Praktikum in Mathematik jetzt mache, das heißt vier Wochen davon muss ich dann 20 Stunden selbst unterrichten und 30 Stunden hospitieren. Und diese Woche liegt mein Schwerpunkt wirklich auf dem Hospitieren. Ich habe ich glaube jetzt schon 19 Stunden diese Woche, die ich mir eingeplant habe, die ich hospitieren werde, einfach um möglichst jetzt viel weg zu haben, um mich danach die nächsten drei Wochen nur noch auf meinen Unterricht zu konzentrieren.
00:13:13:23 - 00:13:42:19
Ja, und gestern ging es gleich los. In der ersten Stunde hatte ich noch sozusagen nichts und habe mich erstmal einführen lassen. Schlüssel bekommen. Es gibt ein Lehrer Arbeitszimmer, ein Lehrer, Pausenraum mit einigen Kollegen kennengelernt. Genau dann in der zweiten, dritten Stunde ging es dann direkt los mit Leistungskurs elfte Klasse Mathematik. Dann kam die neunte Klasse, dann hatte ich wieder Freistunden und bis zur neunten Stunde ging es dann gestern und heute ebenfalls.
00:13:42:21 - 00:14:10:00
Weil eben die Älteren, also die Sekundarstufe zwei hat. Dann eher Nachmittagsunterricht. Und zum Ende der Woche wird es ein bisschen luftiger, aber dafür steigt dann der Eranteil dessen, was man dann in seiner freien Zeit macht als Unterrichtsvorbereitung. Und was ich aber so spannend finde bei uns beiden, ist, dass du ein komplett anderes Lehramt machst als ich und auch komplett andere Fächer.
00:14:10:00 - 00:14:34:07
Also so, wenn man das so in der Grundschule Didaktik sagen kann. Und das finde ich sehr, sehr bereichernd, denn so können wir uns über die Erfahrungen austauschen. Das stimmt. Ich bin ja an einer Förderschule und bin da eben im im Primarbereich und das ist der Förderschwerpunkt Lernen und Claas und natürlich ganz andere, ganz andere Umstände. Also die Klasse ist ziemlich klein.
00:14:34:08 - 00:15:09:04
Es sind wie gesagt halt nur die sieben Kinder, dann im in der Sonderpädagogik. Beim Förderschwerpunkt haben wir natürlich auch noch mal ganz andere Lehrplan als jetzt eine Regelgrundschule. Und klar ist das auch noch mal eine ganz andere, ein ganz anderes Setting, aber auch eine ganz andere Altersgruppe als jetzt am Gymnasium. Und hast du jetzt schon Sachen, auf die du dich mega mega freust oder vor denen du so Respekt hast, wo du sagst, das wird eine Herausforderung?
00:15:09:06 - 00:15:42:04
Also für mich persönlich ist es so, was mir bei dem Beruf Lehrer Lehrerin im Kopf bleibt, ist diese. Was ist mit Unterstützung? Was ist wenn es Kinder gibt, die wirklich das lehren, das Unterrichten unmöglich machen? Oder Elternarbeit? Das ist für mich so eine Herausforderung, die ich anpacken muss und werde und hoffentlich auch in diesem Praktikum da gute Ratschläge in die Hand bekomme, wie ich in Zukunft damit umgehen kann.
00:15:42:06 - 00:16:12:20
Gibt es bei dir auch solche Punkte? Finde ich total spannend, dass du das so sagst, gerade auch mit Unterricht Störungen. Klar, da habe ich auch Respekt vor. Ich habe die Klasse jetzt so ein bisschen kennenlernen dürfen und ja, da könnte es vielleicht auch mal vorkommen, dass da die eine oder andere herausfordernde Situation auf mich wartet. Aber ich muss sagen, wo ich ehrlich gesagt schon ein bisschen dran zu knabbern hab, ist tatsächlich eher so Unterrichtsvorbereitung.
00:16:12:24 - 00:16:40:22
Ich habe jetzt in den ersten zwei Tagen, da ist man ja total aufmerksam und ja, atmet schon so ein bisschen ein, okay, aber was, was könntest du machen? Was hast du für Möglichkeiten? Auch. Und ich glaube, meine Mentorin ist da aber sehr, sehr zielstrebig und hat genaue Vorstellungen von ihrem Unterricht. Ja, wir haben uns schon einmal ganz kurz drüber unterhalten, was ich so machen könnte.
00:16:40:24 - 00:17:01:15
Ich befürchtete, dass ich mich da vielleicht nicht so ganz austoben kann, aber mal schauen, was in den nächsten vier Wochen passiert. Und vielleicht wird es ja doch ganz anders. Ja, das. Wir haben ja noch weitere Folgen vor uns. Und was ich, wo ich richtig selbst sehr gespannt drauf bin Was sagen wir in zwei Wochen oder was sagen wir in vier Wochen?
00:17:01:17 - 00:17:31:24
Wie wird es denn aussehen, wenn wir rückblickend darauf sagen Okay, das waren jetzt unsere Sorgen, wie sind wir damit umgegangen? Und tatsächlich ist es in meinen Fächern auch gar nicht so einfach, da sehr viel Kreativität reinzubringen, weil man den großen Spagat wagen muss zwischen den dem Lehrplan, der vor allem für die elfte und zwölfte ja enorm wichtig ist, weil Zentralabitur und dem, wo man sagt, man möchte ja Mathematik auch entdecken oder entdeckend unterrichten.
00:17:32:01 - 00:18:04:15
Und das merke ich einfach, dass viele, viele Mathematiklehrkräfte tatsächlich mehr so die Plenums Arbeit bevorzugen, diesen Frontalunterricht statt mich anderen sozial formen. Und da bin ich auch sehr gespannt, ob was ich dann am Ende sage, wo ich sag nee, das ist wirklich Ziel zielführender, wenn man das so und so macht. Was mich auch noch total interessieren würde Ich mache mir so ein bisschen tatsächlich auch Gedanken über meine Rolle in der Klasse.
00:18:04:17 - 00:18:27:14
Also gerade im Primar Bereich ist es dann so Oh Gott, da ist jemand neues Und genau. Und dann kommen die Kinder und nehmen einen in den Arm und dann muss man irgendwie so ein bisschen schauen, Okay, ich bin Praktikantin, ich sitz in ihrem Anfang noch hinten drin, aber dann stehe ich irgendwann auch vorne und unterrichte die Kinder und habe gerade so diese Nähe Distanz.
00:18:27:16 - 00:19:00:10
Ich weiß nicht wie das wie das bei dir so ist wahrscheinlich jetzt in ganz anders als ich glaube. Ich habe mich dann immer vorgestellt und da das ja schon eher ältere Schüler sind und Schülerinnen mit neunte Und die haben alle schon ihre Berufsorientierung im Kopf, so mehr oder weniger und die nehmen das Ganze, hat es studiert jemand okay und dann bin ich eigentlich so gefühlt Luft also die kommen nicht auf mich zu gerannt und ähnliche Gedanken und dann sagt man eben fürs oder auf Wiedersehen, wenn die gehen und oder die haben einfach so auf Praktikanten das es für die so täglich Brot da sind die ersten vier Wochen weg und dann kommen die nächsten und
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es dauert. Aber ich finde das ganz okay und ja freue ich mich auf die nächste Woche, weil dann geht es nämlich für mich los. Am Montag schon gleich die ersten vier Stunden halten, die gibt dir. Damit bist du aufgeregt, dass du selber unterrichtest, oder? Also ich bin. Natürlich ist es eine Herausforderung, aber ich habe so das Motto, An Herausforderungen wächst man.
00:19:24:09 - 00:19:52:02
Und wenn ich, wenn wir schon mal bei diesen oder Spiel sind, Langeweile oder Herausforderung, dann Herausforderung nehmen, auch wenn es irgendwie besorgen ist. Oder man da sich fürchtet, irgendwelche Fehler zu machen. Aber Fehler sind dazu da, um aus ihnen zu lernen. Und das heißt für mich jetzt aktuell, also heute und morgen, werde ich mich auf jeden Fall an die detaillierte Planung dieser Montagsstunden setzen.
00:19:52:04 - 00:20:25:24
Und ich muss ja auch meine Tabelle, also meinen Unterrichtsentwurf an meine Mentoren, ja vor dem Wochenende zuschicken. Falls sie noch irgendwelche Ergänzungen hat, kann ich das ja nicht irgendwie am Freitagnachmittag machen. Und dann sprechen wir. Also Dienstag haben wir auch mehr oder weniger schon und dann müssen wir einfach gucken, wie weit ich gekommen bin. Denn zum Beispiel lineare Gleichungssysteme sind bei den Elftklässler gerade ein Thema, was noch mal etwas ausgiebiger wiederholt werden muss, denn das war in der achten Klasse dran und achte Klasse war hohe Schule.
00:20:26:01 - 00:20:50:16
So, und diese Sachen muss man natürlich auch im Hinterkopf behalten, dass die Schüler gewisse oder vielleicht gewisse Themengebiete nicht so behandelt haben, wie ich das meine Schulzeit gemacht hat, sondern da gab es eben diese Besonderheit mit Homeschooling oder Wechselunterricht oder Themengebiete wurden einfach gestrichen, nicht ordentlich unterrichtet. Wie auch immer. Ja, und das ist bei linearen Gleichungssystem eben der Fall.
00:20:50:16 - 00:21:17:05
Aber die brauchen wir unbedingt, wenn wir mit Vektoren rechnen. Genau so Schnittpunkte, schiefe Geraden undsoweiter. Damit können meine Erstklässler noch nicht viel anfangen. Na ja, genauso wie wahrscheinlich noch mit Ich studiere Lehramt und das ist für die Erstklässler ja auch noch eine total fremde Zukunft, oder? Bzw. Nichtssagend. An sich. Als ich in die erste Klasse gekommen bin, habe ich nicht verstanden, was ein Fach ist.
00:21:17:05 - 00:21:46:05
Also was ist denn der Unterschied zwischen Mathematik und weiß ich nicht, Sachkunde oder so, weil mein Gedanke war na ja, immer wenn man ein neues Lehrbuch rausholt, ist es ein neues Unterrichts, eine neue Stunde. Das ist es irgendwann. Verstanden haben also solche Fehler. Fehlinterpretationen von Sachen gibt es natürlich auch. Ja, ja. Wie sieht es denn bei dir in der Schule so mit Digitalisierung aus?
00:21:46:07 - 00:22:13:13
Digitalisierung? Es gibt. Also ich habe bisher den Physik Raum gesehen und da gibt es einen Beamer und dann gab es mal Kreide Tafel und den Mathematikers. Es gibt drei Mathematikräume, wo die Schülerinnen immer hingehen und in die Mathematik Raum gibt es eine elektronische Tafel. Also das ist so eine Art verschiebbare Tafel, die oben einen Beamer eingebaut hat. Und dort kann man dann zum Beispiel auch mit dem Stift schreiben.
00:22:13:13 - 00:22:34:09
Man braucht aber einen Laptop dazu, der dann über den Beamer sozusagen das Bild projiziert oder den ganz normale Kreide Tafel. Und ich bin wirklich dankbar, dass es diese Kreide Tafel trotzdem noch gibt und dass die nicht zu klein sind, weil zum Beispiel in meinem anderen Praktikum, da wurden die Kreide Tafeln auf wirklich ein 1 Meter mal 1 Meter reduziert und das ist tatsächlich zu wenig.
00:22:34:11 - 00:23:16:15
Und für Mathematik ist es so wichtig, dass man auch Gleichungen oder irgendwelche Funktion einfach entwickelt und Rechnungen. Und genau das ist so ausgestattet und die Innenräume, denke ich mal, sind ähnlich. Nur die Produkte variieren und ansonsten die Kinder bzw die Schülerinnen und Schüler benutzen eher seltener ein iPad zu schreiben. Viele sind noch mit Papier unterwegs. Es ist auch erst ab Klasse neun oder zehn überhaupt erlaubt digital Notizen zu machen, zum Beispiel Anmachen bei meinem Grundpraktikum, was ich in Schleswig Holstein gemacht habe vor zwei Jahren.
00:23:16:17 - 00:23:38:10
Dort war das so, dass ab siebte Klasse eigentlich alle auch von der Schule ein iPad gestellt bekommen haben und das nutzen durften. Und da war es eher andersherum. Da hatten nämlich 90 % der Schüler ein digitales Gerät und der Rest hat auf Papier geschrieben und hier ist es eher andersherum. Aber das kann ich ja verstehen. Ich bin auch eher, wenn ich was richtig lernen muss, dann schreibe ich lieber auf Papier.
00:23:38:12 - 00:23:59:14
Da kann ich mir das einfach besser merken. Und vor allem bei Mathe mit diesen ganzen Rechnungen. Ich muss die Sachen sehen, vor mir ausbreiten können. Das fällt mir bei so einem iPad Notizen in guten Noten oder so doch eher schwierig. Das glaube ich. Da bin ich auch ehrlich gesagt eher Team Papier. Und dann das noch mal handschriftlich aufschreiben.
00:23:59:16 - 00:24:24:09
Bei mir in der Schule, da geht es jetzt. Also wir starten ja jetzt nach den Ferien, das ist sehr erste Woche, jetzt wieder und seitdem gibt es ganz neu in jeder Klasse ein Smartboard und dann kann das Smartphone zur zuklappen und dann hat man noch so zwei Whiteboards außen dran. Und ja, da sind jetzt alle ganz aufgeregt, dass es das jetzt gibt, weil das jetzt neu ist.
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Und habt ihr noch keine Tafeln dazu? Da wurden die abgebaut. Dafür keine Kreide Tafeln, die wurden nämlich abgebaut. Genau. Und das war nämlich in Stolberg, wo ich mein Praktikum gemacht habe. Dort war das nämlich auch so, die haben diese mittleren Tafeln abgebaut und dafür die Smartphones eingebaut. Und dann wurde nur so ganz mini kleine Tafeln übrig gelassen. Und hier ist es mit dieser verschiebbaren Tafel eher die Variante, die ich bevorzuge, weil ich brauche diese Tafel noch dabei.
00:24:50:11 - 00:25:24:10
Vielleicht denke ich ja in vier Wochen ganz anders drüber und denke so, wozu in der Kreidezeit bleiben? Aber noch bin ich so gelassen, es lieber mal da. Ich bin auch sehr gespannt, was ich so aufgeschnappt habe. Bei den Lehrerinnen. Manche finden das total toll und sagen das sind ja jetzt richtig coole Möglichkeiten, die ich irgendwie habe. An heute haben wir zum Beispiel wir haben heute dann ein Gedicht, wir hatten Gedächtnistraining, da haben wir ein Gedicht mit den Kindern gemacht und da kam ein Storch dran vorbei und sie wussten jetzt gerade den Storch aussieht.
00:25:24:12 - 00:25:53:09
Und dann konnte man natürlich super schnell mal eben ganz schnell ein Storch googeln, um mal eben dieses Bild anwerfen. Das war natürlich total praktisch. Andererseits hatten wir auch schon die Situation, als wir das zweite Board dann genutzt haben. Denn schon zu den Stift es dann können die Kinder das nicht lesen. Also es ist noch eine Umstellung für Lehrkräfte und Kinder, aber ich bin auch sehr gespannt, wenn ich dann irgendwie damit arbeiten muss in Unterrichtsstunden, weil mir das so gelingt und wie ich damit so zurechtkomme.
00:25:53:12 - 00:26:14:18
Ja, ja, ja. Also für mich steht jetzt für die nächsten Wochen oder für die nächste Woche bleiben wir erst mal bei der einen Woche, weil ich denke, die Lerngruppe wird in den drei Wochen enorm sein, so meine Erwartung. Ja, dass man überhaupt mit seinem Unterricht sentwurf, den man dann entwirft, zeitlich hinkommt oder auch auf Rückfragen von Schülern antworten kann.
00:26:14:23 - 00:26:38:10
So, das ist jetzt erst mal meine primäre Herausforderung, diese nächste Woche zu meistern und daraus dann auch für die übernächste Woche zu lernen. Und ich bin wirklich, wirklich sehr gespannt, wie es mir dabei ergeht. Ich kann das noch gar nicht einschätzen, ob ich, sag ich also mit links oder da muss ich wirklich viel dran sitzen kann ich so gar nicht einschätzen und das werde ich dann erst nächste Woche machen können.
00:26:38:12 - 00:27:07:18
Ja, ich bin sehr gespannt, was dann in der zweiten Podcastfolge, was da so dann rauskommen wird, auch dann die erste Zeit so gelaufen ist, weil da würde ich vorschlagen, dass wir da so richtig tief in die vorbereitung eintauchen. Wer geht es uns da? Was sind die ersten Ergebnisse? Die ersten Erlebnisse und Erfahrungen, die wir gemacht haben und was wir für die nächsten Unterrichtsstunden mitnehmen.
00:27:07:20 - 00:27:34:13
Wir haben jetzt über sehr viele Erwartungen mit Dilara gesprochen und ich bin sehr, sehr, sehr gespannt, was ich davon bewahrheiten wird. Und was wir zur Seite schieben können, weil umsonst Sorgen gemacht. Und weißte, wann wir das wieder herausfinden werden bei unserer nächsten Folge? Ich freu mich schon total drauf und ich hoffe, wir konnten euch vielleicht einen kleinen Aufhänger geben und ja, freu mich drauf, wenn wir uns das nächste Mal sehen und hören.
00:27:34:13 - 00:27:45:13
Vor allem. Bis bald. Bis bald.
00:27:45:15 - 00:27:52:11
Perspektive Land ist ein Programm der Deutschen Kinder und Jugendstiftung im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus.
Praktikums-Podcast Staffel 2: Folge 1 mit Kristina und Lara
Es geht in die zweite Runde mit dem Praktikums-Podcast! In der ersten Episode tauchen Kristina und Lara in die aufregende Welt des Schulpraktikums ein, und zwar in der wunderschönen Lausitz! Begleite die beiden, während die zwei mutigen Studentinnen ihre spannenden Erfahrungen teilen, die sie während ihres Praktikums gesammelt haben: von lustigen Anekdoten bis hin zu inspirierenden Momenten. Ihr erfahrt, warum das Schulpraktikum so wichtig ist und wie es das Leben und die Karriere dieser zukünftigen Lehrerinnen verändert hat.
Diese Folge auf Spotify, Deezer oder Itunes hören, oder direkt hier in unserem Webplayer:

00:00:07:18 - 00:00:28:19
Perspektive Land. Der Schulpodcast. Du hast. Schulen und ihre besonderen Konzepte kennenzulernen. Dann lass dich von unserem Podcast mit auf eine Entdeckungstour durch die sächsische Schullandschaft gehen. Wir sprechen mit Menschen in den Regionen und erfahren, wie es ist, dort zu lehren und zu leben.
00:00:28:21 - 00:01:02:06
Ein herzliches Hallo zum Dritten und letzten Teil unserer Schule Entdeckungstour. Wir waren mit zehn Lehramtsstudierenden unterwegs in der Region Zittau und haben Grundschulen besucht, außerschulische Lernorte kennengelernt und Menschen in der Region getroffen. An den ersten zwei Tagen waren wir schon in Zittau im Zentrum und in Heringsdorf, haben zwei Grundschulen besucht und verschiedene außerschulische Lernorte. Wenn ihr da genauer noch mal reinhören wollt, dann hört doch auf in Folge eins und zwei unserer Reise nochmal rein.
00:01:02:08 - 00:01:28:03
Der dritte Tag führte uns dann an die Skola in Hartau, eine freie Schule und an das Landesamt für Schule und Bildung in Bautzen. Und die erste Station war die Schule in Hartau. Das ist ein Ortsteil von Zittau im Süden an der Grenze zu Tschechien. Aber es ist super ländlich und ein kleiner Ort mit ungefähr 600 Einwohner. Die Skala ist ein Schulverbund freier Schulen im Dreiländereck Deutschland, Tschechien und Polen.
00:01:28:05 - 00:02:01:11
Und sie umfasst Grundschulen, Oberschulen, ein Gymnasium, eine Berufsfachschule und eine Kita. Bei der Ankunft haben wir erst mal überlegt, woher der Name überhaupt kommt oder auch ich es einfach die gleichen Fragen. Aber das war für mich auch in der Lausitz gibt es auch diese Sorte. Ich glaube. Kommt vielleicht doch aus dem sorbischen Alltag oder beides. Fragen bleiben nun direkt vor der Wache.
00:02:01:13 - 00:02:25:18
Bei der Begrüßung haben wir dann erfahren, dass der Name Skola aus dem Slawischen kommt und Schule bedeutet. Die Teamleiterin, Frau Leistner, hat uns vor dem Gebäude in Empfang genommen. Die Schule besteht insgesamt aus zwei Gebäuden und hat eine wunderschöne große Außenfläche. Ganz naturnaher, Eine riesen Wiese mit ganz viel Spielgeräten und viel Platz zum Bewegen. Und man hat wirklich einen wunderschönen Blick auf das Zittauer Gebirge.
00:02:25:20 - 00:02:48:23
Nach diesem wunderschönen Ausblick sind wir dann erst mal reingegangen und Frau Leistner hat uns in der Bibliothek ein bisschen persönlich berichtet und auch aus ihrem Werdegang erzählt, wie eigentlich der Schritt für sie war. Von der Stadt raus aufs Land. Ich stamme selber aus Dresden, bin also aus der Großstadt, habe dort auch meine Ausbildung gemacht und habe es also den Schritt hier aufs Land nie bereut.
00:02:48:24 - 00:03:16:11
Also Zittau ist für mich wirklich meine zweite Heimat geworden, mit meiner Familie und mit meinen Kindern. Nach den persönlichen Worten von Frau Leistner ging es dann wieder um die Schokolade. Die Scuola Hartau ist eine einzige Grundschule mit 92 Schülerinnen und Schülern und die Tagesstruktur ist ein bisschen anders als vielleicht an anderen Schulen. Da hat uns Frau Leistner erst mal einen Überblick gegeben und uns auch erzählt, was uns an dem Tag erwartet.
00:03:16:13 - 00:04:09:11
Also bei uns werden die Kinder den ganzen Tag versorgt mit Frühstück, 12:00, selbstgekochten Mittagessen und Vesper. Am Nachmittag. Deswegen starten wir mit zwei Lerngruppen, die jetzt schon beim Frühstück sind. Die anderen Lerngruppen. Eine ist hier oben, hat jetzt gerade Morgenkreis und ungefähr nach so 20 25 Minuten tauschen wir dann. Dann gehen die anderen zwei Gruppen frühstücken und die ersteren Gruppen machen ihren Morgenkreis und ungefähr um neun geht's dann in die erste Arbeitszeit bis um zehn, dann kommt die Hofpause und von viertel 11 bis 3 viertel zwölf im Durchschnitt kommt dann der zweite Arbeitsblock.
00:04:09:13 - 00:04:40:11
Das ist ein bisschen variiert, weil wir uns ja auch zum Mittagessen wieder abstufen müssen. Also es gibt Kinder, die gehen dann schon 11:30 Mittagessen und die anderen kommen dann so kurz vor um zwölf zum Mittagessen. Heute am Mittwoch ist unser Englisch Sprachtag. Also die Klasse vier ist jetzt aus allen Gruppen raus frühstücken und startet dann mit unserem Englischlehrer drüben im Zweitgebäude zur Englisch Sprach Einheit.
00:04:40:12 - 00:05:19:02
Die Kinder in der Schule lernen jahrgangsübergreifende in sogenannten Stammgruppen. Das sieht so aus, dass Pro Klassenstufe 1 bis 4 sogar 5 bis 6 Kinder in einer Stammgruppe sind. Und meistens sind die Stammgruppen so mit 22 bis 23 Kindern besetzt. Wie das ganz konkret aussieht im Schulalltag, beschreibt uns jetzt Frau Leistner. Die Kinder sind in einer Gruppe, haben ihren Arbeitsplan der Woche und es gibt kleine Landkreise, wo jetzt die Kollegin entweder einen Jahrgang zu sich geholt hatten, also sehr kleine Lernkreise, weil es ja fünf oder sechs Kinder mehr sind.
00:05:19:04 - 00:05:51:11
Oder sie nutzt ein Thema, um mit allen Kindern zusammen einzusteigen oder nur mit zwei Jahrgängen. Also wir mischen auch sehr gerne die Jahrgänge, um gleichzeitig die Wiederholung zu nutzen oder Kinder, die noch Bedarf haben, ein Thema zu vertiefen. Wenn ich mit der Klasse vier ein Thema wiederhole, kann ich schon Flotter Dreier mit dazunehmen, weil sie vielleicht in diesem Thema sich schon bewegen.
00:05:51:11 - 00:06:23:00
Also haben habe ich die Möglichkeit zu variieren innerhalb der Gruppe. Es gibt aber immer eine feste Lehrerin, quasi jede. Es gibt eine Stamm Gruppe Stamm Lehrerin und genau dann gibt es auch noch einen Kollegen aus Nachmittagsbereich, der im Grunde genommen als Unterstützung zugeordnet ist, der zum Beispiel kleine Förderungen übernimmt, ein kleines Lesetraining oder ähnliche Sachen, je nachdem was in der Gruppe gerade ist.
00:06:23:02 - 00:06:52:24
Und Einsatz gibt es aber auch so was im Stundenplan und oder ist. Es ist jedoch anders, wenn ein Kind einen festgelegten Stundenplan. Also es ist genau festgelegt, wann ist die Lernzeit nur dass es bei uns zum Beispiel Mathe, Deutsch, Sachkunde alles integriert ist in einer Lernzeit also das heißt dann bei uns Langzeit festgelegt ist, wann hat die Klasse Kunst, wann hat die Klasse Sport, wann hat die Klasse Tschechisch und Musik?
00:06:53:01 - 00:07:26:02
Das sind die festgelegten Fachfächer, weil die Kinder dort zu einem anderen Kollegen müssen und innerhalb der Lernzeit gibt es dann die Möglichkeit des Stammlehrers, das Thema, was gerade ist, individuell zu planen. Also wann mache ich was mit meinem Kind? Wie viele Personen sind Sie im Kollegium? Wir sind fünf Kollegen, feste Kollegen am Vormittag, fünf am Nachmittag. Und dazu kommt optional der Englischlehrer.
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Und unser tschechisch Lehrer ist auch voll angestellt, da er in allen Klassen arbeitet und aufgrund seiner Erfahrung auch in den Gruppen mit unterstützt, also er sich auch zum Beispiel individuelle Lernzeiten ab, wo dann die anderen Kollegen in anderen Unterrichtsfächern sind. Die gibt's ja auch dann so was im Hort, oder Das ist dann so unsere Nachmittagskollegen, wie gesagt, wir sind verzahnt, die kommen je nach ihrer Arbeit Stunden Tage in die Schule und machen entweder bürokratische Sachen oben im Lehrerzimmer oder kommen in die Gruppen rein unterstützen und dann beginnt automatisch so nach dem Mittagessen die Übergabe an den Hort.
00:08:12:03 - 00:08:43:06
Die Kleineren gehen ja eher in den Hort. Bei uns ist das bei solchen Wetter immer draußen. Also wir sind bei solchen Wetter eigentlich überwiegend draußen, als dass wir in irgendeiner Form drin sind. Wir haben also am offenen Nutzen ohne Gruppen. Nach dem ersten Gespräch mit Frau Leistner haben wir uns dann aufgeteilt in zwei Hospitationsgruppen. Für die eine Gruppe ging es in den Englischunterricht und die andere Gruppe ist in eine Stammgruppe mit dazu gegangen.
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In den Lernräumen war erst mal auffällig, dass es verschiedene Bereiche in den Klassenräumen gibt, also zum Beispiel einen Freibereich mit Tafel, wo die Kinder dann zum Morgenkreis auf so Sitzklötzen zusammenkommen und dann aber auch verschiedene Tischgruppen zu zweit oder zu viert und auch viele Regale mit Materialien. Genau, Lernmaterialien, Büchern, alles, was sie so auch zum individuellen Lernen brauchen.
00:09:10:11 - 00:09:40:03
In der Stammgruppe ging es dann los mit dem Morgenkreis, der verschiedene Rituale hat, wo die Kinder sich dann auch individuell einbringen konnten. Wir haben dann nach dieser ersten Hospitationseinheit mal reingehört, was unsere Teilnehmerinnen so für einen Eindruck gewonnen haben. Ein Schüler nach meinem Geschmack. Also ich finde es wirklich beeindruckend, wie offen hier einfach gearbeitet wird. Die Kinder werden wirklich so angenommen wie sie sind.
00:09:40:05 - 00:10:15:13
Es wird wirklich auf ihre individuellen Bedürfnisse eingegangen, was ja auch immer gepredigt wird und er auch super, richtig und wichtig ist. Meiner Meinung nach. Die Klassenzimmer sind total offen und freundlich gestaltet, es wird selber gekocht. Es gibt ja wirklich ziemlich offenen Stundenplan auch. Also an sich hat. Ich würde sagen, es ist hier wirklich Vorteile, ich weiß aber selber nicht, aber ich damit zurechtkommen würde, dass alle Klassenstufen in einer Gruppe sind und das mich vielleicht sogar überfordern würde, den Überblick zu behalten.
00:10:15:15 - 00:10:41:01
Wer muss jetzt wo hin? Was müssen die Kinder jetzt gerade eigentlich lernen? Was ist gerade dran? Also dieses dieser Rhythmus und die Struktur könnte vielleicht bei mir ein bisschen verloren gehen, aber so an sich Die Idee ist schön. Nach der ersten Hospitationseinheit hatten wir dann die Gelegenheit, mit Frau Leistner zusammen die zwei Schulgebäude zu erkunden. Wir haben den Kreativraum gesehen, die Turnhalle und auch den Speiseraum mit angrenzender Küche.
00:10:41:03 - 00:11:09:22
Und wir können sagen, dass alle Zimmer sehr hell und offen gestaltet waren. Und wirklich ein toller Ort für Kinder zum Lernen. Im Anschluss hatten wir dann die Möglichkeit noch mal mit Frau Leisten an ein Gespräch zu gehen und Thema waren hier vor allem die Unterschiede zu staatlichen Schulen. Die Besonderheit an das Gorla ist nämlich, dass die Kinder hier keine Noten erteilt bekommen, sondern es gibt andere Form der Einschätzung, sei es in schriftlicher oder mündlicher Form direkt durch die Pädagoginnen selbst.
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Oder die Kinder schätzen sich selbst ein. Diese Tatsache hat natürlich die Studentinnen total interessiert und es gab teilweise auch sehr unterschiedliche Meinungen zu dem Thema. Und das war eine spannende Diskussion, die sich da für uns anschloss. Wie das direkt an der Schule abläuft, hat uns Frau Leistner und anschließend berichtet. Und das ist jetzt zum Beispiel eine Einschätzung Zwischeneinschätzung für die erste Klasse, die die Kollegin geschrieben hat.
00:11:39:00 - 00:12:00:14
Vor allen Dingen bei den Erstklässlern machen wir das für die Eltern, wie es so das erste, das war die Herbsteinschätzung das erste Vierteljahr gelaufen. Frau Leisten hat uns auch eine Methode der Selbsteinschätzung vorgestellt. Und das ist zum Beispiel eine Lernlandkarte. Die ist entstanden aus unserer Carola Zeit, weil wir gesagt haben, wir können einfach ein Zeugnis schreiben. Die Kinder haben ja zu Hause gelernt.
00:12:00:16 - 00:12:30:24
Also haben wir uns alternative Einschätzungen im Internet gesucht und sind auf die Landkarte gestoßen. Bedeutet hier stehen Themen in dem Falle zu dem Thema Straßenverkehr und das Kind schätzt selber ein Wie fühle ich mich bei diesen Themen? Grün bedeutet Ich fühle mich richtig gut. Ich habe da gut gearbeitet. Gelb bedeutet Ich habe Reserven. Ich könnte noch ein bisschen was machen.
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Und wenn das Ganze ein grauen Rahmen bekommt, heißt das, entweder ich habe es noch nicht gemacht, ich habe es noch nicht verstanden oder ich brauche dazu Hilfe. Das soll ja dazu dienen, nicht das Kind abzuwerten, sondern das Kind soll ein Fahrplan fürs weitere Lernen bekommen. Zu der Gesprächsrunde kam dann später noch Johanna dazu, eine junge Lehrerin, die bereits während des Studiums begonnen hat, an der Schule zu arbeiten und auch ihr Referendariat hier gemacht hat.
00:12:59:22 - 00:13:22:15
Johanna beschreibt, was ihr an das Go besonders gefällt auch einfach mal sich ausprobieren zu dürfen, einen anderen Weg zu gehen. Es kommt keiner und sagt Das ist jetzt blöd gelaufen oder Das hast du gut gemacht. Klar kann man sich ein Feedback holen, aber du bist frei in deiner Entscheidung und das ist unwahrscheinlich schön für die Kinder, dass man nicht bloß auf sehr hoch angewiesen ist und sagen was hier nach Schema F, so wie es schon 50 Jahre.
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Das ist eigentlich das Schönste. Auch für Johanna war der Weg zur Lehrerin nicht immer einfach. Zum einen hat sie berichtet, dass sie das Studium sehr fachlich sehr theoretisch fand, mit zu wenig Praxisbezug und zum anderen musste sie auch erst mal in das System an das Kolleg hineinfinden und sich hier auch manchmal kritischen Nachfragen von Eltern stellen. Bei uns erzählt, dass das erst sehr schwierig war und vor allem mit den Eltern.
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Was war los? Und eine von denen, die gesagt hast, Du siehst das trotzdem erst mal durch, oder was hat dich so motiviert zu sagen, Das wird schon wieder besser werden. Na, ich wusste, dass ich Grundschullehrerin werden will. Ich habe derzeit schon studiert und ein Studium auf schwer. Also geht euch ja sicherlich auch manchmal so, dass man denkt Ach du Scheiße.
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Weil ich. Weil ich es nicht gemerkt habe. Das, was ich mache, ist das Richtige für mich. Und du musst in dem Moment natürlich auf die Eltern gucken, die hinter deiner Arbeit stehen. Und ich habe dann meistens auf die geguckt, die halt irgendwie gerade ein Problem hatten. Die ganze ja eigentlich mit der eigenen Einstellung und darüber reden. Und ich wusste, dass das Team in meinem Rücken ist.
00:14:21:24 - 00:14:50:01
Meine Kollegin. Ich hatte eine ganz, ganz Liebe, die ist jetzt gerade in Elternzeit. Wir haben das zusammen gemacht. Du warst nicht alleine. Ja, dann auch irgendwie eine Distanz schaffen. Du hast gerade Probleme mit einem Elternteil, aber vielleicht haben die auch gerade mit sich Probleme und projizieren ja das Plus. Ja, man kommt da irgendwie durch, aber in dem Moment, also das kann ich jetzt so heute sagen, wenn ich zurückblicke, dort in dem Moment war es schon schwierig, aber ich kannte immer mit mir reden, mit meinen Kollegen und eben die Tätigkeit als Lehrerin.
00:14:50:02 - 00:15:02:06
Also das ist das, was ich machen möchte, das da stand halt immer als großes Ziel und da ist nie was drangekommen. Deswegen hab ich dieses Studium zu Ende gemacht, weil ich hatte wirklich keine Lust mehr.
00:15:02:08 - 00:15:26:04
Es ist also macht weiter, macht das, das wird ausgezahlt oder es zahlt sich aus. Vielleicht ist das ja auch für Euch, liebe Hörerinnen und Hörer, eine Motivation, wenn ihr mal Zweifel haben solltet im Studium. Zum Abschluss waren wir Mittagessen im Speisesaal, das schon mal an und hier ist es so, dass die Kinder täglich beim Kochen und bei der Essensausgabe mithelfen, uns so wie fast nebenbei das Kochen lernen.
00:15:26:06 - 00:15:53:23
Und dann hat es irgendwie auch noch einen doppelten Wert, denn es lernt, was es heißt, so viel Essen herzustellen, das ich hier essen darf. Und was sind das alles für Arbeiten, die dazu nötig sind? Wertschätzt dann auch viel mehr die Arbeit des Küchenpersonals. Also das machen die täglich ja ganz fix. Es ist also irgendwie aus jeder Nein, nicht gerade aus jeder Gruppe gibt es inzwischen Kind.
00:15:53:23 - 00:16:27:22
Nur wenn meine Krankheit noch oder wenn wir wirklich gerade irgendwie ein Problem haben, das. Und dann kann es mal vereinzelt sein, dass es keine Kinder gibt. Aber zum Beispiel montags müssen immer Große in die Küche, weil montags alle Vorbereitungen für die Salate getroffen werden und also am Montag werden Mengen an Gurken geschält, Möhren geschält. Der Kohl gab gehobelt Kilo an Tomaten und was, Was ist jetzt eben gerade diese Woche gibt das Wort.
00:16:27:24 - 00:16:57:12
Das ist eine Unmenge an Arbeit. Also montags gibt's noch einen Salat. Kaffee, aber von Dienstag bis Freitag alles frisch für die Woche und am Montag geht es wieder los. Wir haben es dann auch live erlebt und die Kinder haben uns das Essen ausgegeben und wir müssen sagen, es war wirklich sehr, sehr lecker. Mit gut gefüllten Bauch haben wir uns dann auf dem Weg zur letzten Station nach Bautzen gemacht und haben dort vor Ort Jessica, eine Teilnehmerin gefragt, welchen Eindruck die Schokolade bei ihr hinterlassen hat.
00:16:57:15 - 00:17:17:15
Wir haben uns ja noch die Skala angeschaut. Das ist so ein bisschen die freie Alternativschule hier im Landkreis und das fand ich wirklich noch mal ein bisschen spannend und bereichernd. Also ich habe mich schon relativ viel ohne Namen von Reformpädagogik auseinandergesetzt, aber ich glaube, es war für einige in unserer Gruppe so der erste Berührungspunkt damit, den fand ich das supercool, dass das mit im Programm war.
00:17:17:17 - 00:17:40:09
Ähm, es muss ja auch nicht bedeuten, dass alle jetzt an der Reformschule gehen, aber einfach da Ideen mit aufnehmen. Und ich glaube, das hat das auch ganz gut gezeigt. Also die Skala unterrichtet ja jahrgangsübergreifende, Das ist natürlich recht schwierig, aber zum Beispiel haben sie auch eine eigene Küche, wo Schülerinnen mit kochen und das kann man, glaube ich, ziemlich gut mit aufgreifen oder auch einzelne Methoden einzelner Einrichtungssachen.
00:17:40:11 - 00:18:10:03
Und ich glaube, da gab es ganz viel Inspiration, die man einfach mit dem Schulalltag nehmen kann. Es war also auch wieder eine spannende Erfahrung. Ja, und dann erwartete uns auch schon die letzte Station unserer Reise der Besuch im Landesamt für Schule und Bildung in Bautzen. Auf kurz LASO. Unser Gedanke war, dass wir Studierenden gerne einen Einblick geben wollen in die Arbeit des LKA, so dass sie auch schon mal Ansprechpersonen kennenlernen können und auch ihre Fragen stellen können, weil das ja sozusagen der spätere Arbeitgeber dann ist.
00:18:10:05 - 00:18:41:10
Das Lasup und Bautzen ist verantwortlich für die Schulen in den Landkreisen Bautzen und Görlitz. Und wir haben uns getroffen zum Gespräch mit dem Leiter Herrn Peter, mit der Referatsleiterin für Grund und Förderschulen, Frau Kanzler Konitzki, und mit Herrn Richter, der Referendum Leitungsbereiches. Am Anfang haben sich alle drei kurz vorgestellt. Es beginnt mit Herrn Peter, der sich vorgestellt hat und auch ein bisschen erklärt, was das Lager überhaupt ist und wie so grundsätzlich die Struktur ist.
00:18:41:12 - 00:19:15:21
Wir sind in dem Landesamt für Schule und Bildung einer dem Staatsministerin für Kultus zugeordnete Einrichtung. Im Verwaltungsrecht heißt das letztendlich Umsetzungsbehörde. Wir setzen also die Dinge, die sozusagen vom Freistaat über das Staatsministerin für Kultus als Grundlinien ausgedacht sind, dann hier im Detail um. Wir, das sind an den einzelnen Standorten sozusagen natürlich in Verantwortung. Erst mal mein Präsident, das ist Herr Berger, der sitzt eigentlich in Chemnitz, ist aber natürlich auch im Freistaat immer wieder mal irgendwo unterwegs, um die Dinge zu begleiten.
00:19:15:21 - 00:19:50:02
Wir haben dann noch einen Vizepräsidenten, der Herr Heinze, der die Steuerung der internen Abläufe sozusagen hauptsächlich mit begleitet. Und da haben wir diese sechs Standortleiter, also neben dem Standort hier in Bautzen gibt es die in Leipzig und Dresden, in Zwickau, in Chemnitz, überall verteilt sozusagen. Und es gibt noch einen Standort, der heißt Radebeul. Ja, die Denkfabrik. So sage ich immer ein bisschen so, bei uns ist, wo also die ganzen Lehrplanangelegenheiten laufen, wo Fortbildungsangelegenheiten laufen, teilweise auch Veranstaltungsmanagement.
00:19:50:02 - 00:20:21:04
Wir haben an den Standorten außer Radebeul überall eine Hauptabteilung, so sage ich das jetzt mal, nämlich diejenige Abteilung, die Sie sicherlich am meisten interessieren wird, die sogenannte Schulabteilung, die sich mit allen Schulen alles, was um Schule gibt, eigentlich kümmert. In der schulfachlichen Begleitung, gegliedert in Grund und Förderschulen. Das ist leider das erste Referat. Dann haben wir die Oberschulen, zweite die Gymnasien, die berufsbildenden Schulen.
00:20:21:06 - 00:20:47:05
Und dann darf man nicht vergessen den Bereich des Lehrerpersonals. Also weil viele Dinge logischerweise von der Einstellung bis zum Ausscheiden aus dem Dienst Personalangelegenheiten sind. Also ist auch dieses Referat dort vorhanden. Jeder Las Up Standort hat außerdem noch einen Schwerpunkt. Die Lehrerausbildung liegt zum Beispiel bei Dresden, Leipzig und Chemnitz. Also wo ihr später mal angebunden sein werdet, wenn ihr ins Referendariat geht.
00:20:47:07 - 00:21:19:23
Der Standort Bautzen kümmert sich um drei Schwerpunkte um Schulen in freier Trägerschaft die Zeugnis anerkennungsstelle also. Wenn zum Beispiel Lehrkräfte aus der Ukraine hier anerkannt werden und das Thema Medienbildung. Frau Kanzler Konitzky, die Ratsleiterin für Grund und Förderschulen, zeigte uns anschließend auf der Landkarte, welche Schulen sie betreut. Ich bin verantwortlich für 122 Grundschulen. Das ist also der Raum von Bad Muskau bis Zittau, von Görlitz bis nach Dresden sind unsere Grundschulen verteilt.
00:21:20:00 - 00:21:49:08
Ja, die, die man hier sehen kann. Also 122 Grundschulen und 20 Förderschulen gehören zu meinem Verantwortungsbereich, den wir fachlich beraten, begleiten. Nach diesen ersten grundsätzlichen Informationen sind wir dann miteinander ins Gespräch gekommen und die Studierenden haben ihre Fragen gestellt. Herr Peter und Frau Kanzler Konitzky haben sehr herzlich eingeladen, in die Region zu kommen und auch dazu, Praktika im ländlichen Raum durchzuführen.
00:21:49:13 - 00:22:15:12
Also wir wollen Sie ausdrücklich ermutigen. Nutzen Sie die Angebote der Praktika auch, um aus den Städten hinauszugehen auf das Land. Es ist meist ein herzliches Willkommen. Also, wenn wir sozusagen. Ich habe morgen den Schulbesuch in Bad Muskau. Wenn man da also sozusagen mit Personen, die dort Lehrer sind, spricht, dann kriegt man das auch immer wieder gespiegelt. Haben Sie auch persönlich erlebt, wie das da ist?
00:22:15:12 - 00:22:37:11
Da biste sozusagen schon an den Schulen. Klar ist man gut bekannt, das ist natürlich klar und für ein Land ist das eine andere Masse. Aber es ist, wenn ich es einschätzen soll, in der Vorteilskiste ist mehr drin als den Nachteil es ist. Also das kann ich nur bestätigen. Ich habe in Halle studiert, ich habe meine Schulpraktischen Übungen in Halle Neustadt gemacht.
00:22:37:13 - 00:22:55:00
Mich hat es dort an den Schulen fast erschlagen. Erst mal als Junge. Ich kann mir das gut vorstellen. Wenn man so als Theoretiker in Schule kommt und dann die ersten Stunden dort hospitiert, was er da so erwartet wird. Und bin dann auch aufs Land gekommen, wo praktisch jeder jeden kennt, wo die Eltern jeden Lehrer kennen und auch andersrum.
00:22:55:05 - 00:23:16:21
Für den Grund für den Staat ist es nicht schlecht, auch im Kleinen anzufangen. Um erstmal Sicherheit zu gewinnen, testen Sie sich aus. Gucken Sie dort mal beim Praktikum, nehmen Sie beim nächsten eine andere Schule, damit Sie wirklich über den Tellerrand hinweg gucken und mehr kennenlernen. Ja, weil jede Schule hat im Prinzip ja ihr eigenes, ihre eigenen Abläufe. Und dann sehen sie, wie unterschiedlich Dinge gestrickt werden.
00:23:16:22 - 00:23:45:23
Und ja, wir sind auch auf das Thema Lehrkräfte Mangel zu sprechen gekommen. Da hat das Landesamt für Schule und Bildung aktiv Unterstützung zum Beispiel bei einem späteren Umzug in die Region zugesprochen. Aber wir haben schon die Möglichkeit, um mit dem Lehrermangel, was letztendlich auch ein Vorteil heutzutage ist. Wir sind so gut in der Kommunikation mit den Kommunen, mit den Städten und Gemeinden, dass Bürgermeister uns helfen, Wohnraum für unsere neuen Lehrer zu kriegen oder Kindertagesstätten, dass die dort einen Platz kriegen.
00:23:46:02 - 00:24:06:09
Also dort können wir helfen. Was vor Jahren auch noch überhaupt nicht möglich war, da musste sich halt jeder kümmern. Und hier können wir jetzt wirklich sagen okay, weil die Not so groß ist und weil wir sie brauchen, möchten wir hier auch unterstützen. Wirken nicht nur mit einem Arbeitsplatz, sondern mit dem, was drum rum hängt. Im weiteren Gespräch gingen die Fragen noch in unterschiedliche Richtungen.
00:24:06:11 - 00:24:30:24
Zum Beispiel wurde auch über das Studium gesprochen. Ein weiteres wichtiges Thema war die Perspektive als Schulleitung. Nach dem etwa einstündigen Gespräch im LASO haben wir unsere Studierenden gefragt, wie sie das Gespräch fanden. Für sie war es interessant zu hören, was genau das Landesamt für Schule und Bildung macht. Und sie haben explizit den Wunsch geäußert, dass es immer wieder mal Austausch Möglichkeiten füreinander gibt.
00:24:31:01 - 00:25:04:08
Mit dem Bus ging es dann zum Bahnhof Bautzen. Und dort haben wir die Teilnehmenden der Schulentdeckungstour gefragt, wie sie die Tage in Zittau empfanden. Bereichernd, motivierend und wertschätzend. Wir fanden die Reise anregend, inspirierend und schmackhaft. Ja, also ich fand die Reise auch für mich, obwohl ich eigentlich Lehramt sperre, unfassbar spannend, weil wir ins Gespräch mit der Schulleitung gekommen sind und da einfach ganz, ganz viele sehr motivierte, inspirierende Menschen gefunden haben, die wirklich was in der Region bewegen wollen.
00:25:04:08 - 00:25:36:09
Und das fand ich doch irgendwie sehr motivierend. Ähm, weil ich glaube, dass es zeigt, dass eben dann tatsächlich auch was kann. Ich glaube, wir haben auch ein paar Schwächen gesehen, gerade was so Lehrermangel angeht. Wie gerade schon gesagt, ich fand es super bereichernd, Also gerade auch in dieser Reihe zur Schule mal reinzuschauen. Also ich fand es generell total cool, dass wir verschiedene Schulformen, sage ich mal, abgedeckt haben in der Hinsicht, das ist ja wirklich sehr unterschiedlich organisiert war.
00:25:36:11 - 00:25:57:03
Und ich bin auch sehr dankbar dafür, dass wir diese Sportler auch kennenlernen durften, weil es scheint ja hier in der Gegend auch wirklich verbreitet zu sein. Und ansonsten auch fand ich die rein von der Gruppe her fand ich sehr angenehm. Es war super organisiert. Es war eine schöne Unterkunft, es war einfach top und ich würde sie jederzeit wieder machen.
00:25:57:04 - 00:26:21:15
Das Feedback der Teilnehmenden hat uns wirklich bestätigt, dass es total wichtig ist, dass die Studierenden schon im Studium die Möglichkeit haben, Schulen kennenzulernen, mit Lehrkräften in den Austausch zu kommen und Regionen konkret zu besuchen, Menschen zu treffen. Und wenn er jetzt neugierig geworden seid und selbst einmal mit uns gemeinsam eine sächsische Schule kennenlernen wollt, dann lasst euch sagen, die nächsten Exkursionen sind schon geplant.
00:26:21:21 - 00:26:49:23
Schaut gern auf unsere Homepage oder auf Instagram vorbei, dann bleibt er auf dem neuesten Stand. Wir freuen uns auf euch! Ciao! Hat der Podcast dein Interesse geweckt? Wenn du noch mehr Schulen in Sachsen kennenlernen möchtest, dann schau auf unserer Homepage vorbei www.perspektive minus Landpunkte in hier findest du viele Informationen rund um die sächsische Schullandschaft, Fördermöglichkeiten für Praktika, spannende Veranstaltungen und vieles mehr.
00:26:50:00 - 00:27:02:20
Wenn dir die Folge gefallen hat, dann empfiehlt sie gerne weiter. Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal. Perspektive Land ist ein Programm der Deutschen Kinder und Jugendstiftung im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus.
Folge 19: Schul-Entdeckungstour Zittau, Teil 3
In Teil drei unserer Schul-Entdeckungstour lernen wir die SCHKOLA Hartau kennen, eine freie Grundschule im Dreiländereck. Zum Abschluss der Reise haben wir in Bautzen das Landesamt für Schule und Bildung besucht. Hört euch an, welche Eindrücke unsere Teilnehmenden gewonnen haben.
Weitere Infos zur SCHKOLA Hartau: Überblick | SCHKOLA
Diese Folge auf Spotify, Deezer oder Itunes hören, oder direkt hier in unserem Webplayer:

00:00:07:18 - 00:00:28:24
Perspektive Land. Der Schulpodcast. Du hast recht. Schulen und ihre besonderen Konzepte kennenzulernen. Dann lass dich von unserem Podcast mit auf eine Entdeckungstour durch die sächsische Schullandschaft gehen. Wir sprechen mit Menschen in den Regionen und erfahren, wie es ist, dort zu lehren und zu leben.
00:00:29:01 - 00:00:56:14
Willkommen zum Zweiten Teil unserer Schul entdeckungstour. Wir waren ja mit zehn Lehramtsstudierenden unterwegs in der Region Zittau und in der letzten Folge habt ihr uns begleitet auf dem Stadtrundgang in Zittau im Euro Feine Walde, wo wir eine Führung und einen Workshop erlebt haben und auch zu unserem ersten Schulbesuch an der Lessinggrundschule Zittau. Und nachdem wir vor Ort an der Grundschule in Zittau waren, hat es uns zur Grundschule Heringsdorf verschlagen.
00:00:56:16 - 00:01:24:20
Wir waren circa zehn Autominuten von Zittau entfernt und kamen auf eine wunderschöne Gemeinde, die insgesamt vier Ortsteile hat und sahen eine kleine Dorf Grundschule. Die Grundschule Heringsdorf beschult ungefähr 160 Kinder in ein bis zwei zügigen Klassen und ganz interessant war auch zu hören, dass es früher viel mehr Grundschulen in der Region gab und auch zwei Grundschulen in den 90er Jahren schließen mussten.
00:01:24:20 - 00:01:55:13
Aufgrund von mangelnden Anmeldezahlen. Und übrig blieb der Schulstandort in Mittel Heringsdorf. Was die Schule auszeichnet und was wir wirklich auch mitbekommen haben, war eine ganz positive Stimmung und die gute Kooperation, angefangen bei der Zusammenarbeit im Kollegium. Unser Kollegium hat sich in den letzten fünf Jahren vollständig erneuert. Ich hatte in sehr älteren Kollegen Stamm. Ich war also über 15 Jahre bestimmt die Jüngste hier in der Schule, und das hat sich jetzt in den letzten Jahren geändert.
00:01:55:13 - 00:02:13:22
Wir haben also die älteren Kollegen, sind alle in Rente gegangen und wir haben jetzt nach und nach junge Kollegen. Ich sage es mal nicht bloß junge Kollegen, sondern eine gute Mischung an der Schule. Wir haben Männer, wir haben Seiteneinsteiger, wir haben in die tschechische Kollegin also eine richtig gute Mischung. Wir haben richtig tolles Kollegium, wir lachen viel zusammen.
00:02:13:22 - 00:02:35:20
Also gibt es auch noch in Schule, dass man Spaß hat und nicht nur Stress und ich denke, das ist eine gute Voraussetzung. Mir ist es auch immer wichtig, dass es meinen Kollegen gut geht. Und haben Sie sehr das Gefühl, dass Sie Schulleiterin sind und die Entscheidung, dass Sie die Entscheidung treffen? Oder ist es mehr entscheiden im Kollegium? Ja, das lege ich Wert drauf.
00:02:35:22 - 00:03:00:21
Sicher muss es jemanden geben, der vielleicht auch ein Motor ist, um bestimmte Dinge anzukurbeln und der auch vielleicht auch mal im Zweifelsfall sagt So und so machen wir das jetzt. Aber im Allgemeinen, und das können mir meine Kollegen bestimmt bestätigen, frage ich lieber zehnmal alle Wollen wir das so machen? Also wir entscheiden, sage ich mal zu 90 % alles gemeinsam, denn sonst geht es nicht.
00:03:00:24 - 00:03:25:24
Das Schulteam besteht neben den Lehrkräften und der Schulleitung noch aus einer Schulassistenz einer Freiwilligen im Ressort Pädagogik. Zwei Schulbegleiterin, ein Hausmeister und einer Sekretärin. Also auch hier ist die Schule breit aufgestellt. Außerdem gibt es eine sehr gute Zusammenarbeit mit dem Schulträger, also der Gemeinde Mittelsdorf. Und dadurch ist an der Schule auch sehr, sehr vieles möglich. Dafür haben wir sehr viele Beispiele bekommen.
00:03:25:24 - 00:03:50:21
Während unseres Besuchs. Das eine war die sehr schnelle Digitalisierung und außerdem hat auch die Gemeinde zum Beispiel den Bau des neuen Hortgebäudes mit unterstützt. Da waren wir auch sehr beeindruckt, denn das ist ein sehr modernes Gebäude mit hellen und toll ausgestatteten Räumen, was auch direkt mit auf dem Schulgelände liegt, wo das auch deutlich wurde, dass die Schule sehr gut im Ort eingebunden ist.
00:03:50:22 - 00:04:19:18
Es sind die Förderkurse. Es gibt immer eine Förderstunde fest auf dem Stundenplan am Mittwochmorgen und hier werden die Kinder altersübergreifend und nach Interessen in kleine Gruppen von 4 bis 12 Kindern aufgeteilt. Wie decken wir das ab? Also alle Lehrer machen im Förderung Kurs, das sind dann Jahresstunden. Das sind die Förderstunden, die wir nach diesen Tagen haben. Also nicht alle, aber von jeder Klasse eine Stunde der zwei Förderstunden Stunden, dafür einen dafür.
00:04:19:23 - 00:04:51:23
Daran muss. Und da haben wir ganz viele Externe, die überhaupt geht. Ja Verträge noch Verträge beschäftigen. Auch eine Logopäden zum Beispiel Muttersprachler für technisch und Englisch. Englisch macht mit Belegen, können uns aber jetzt in die technische muss ich in der vorigen Fachkraft unsere Schulassistenz, also alles, was wir so in den Jahren an uns gebunden haben. Wir sind uns treu geblieben, sage ich mal einen Nachmittags Bereich seit vielen Jahren.
00:04:51:24 - 00:05:20:10
Dies wurde auch beim Schulrundgang deutlich. Vor etwa stellte uns das Solarprojekt vor eine Photovoltaikanlage für den Schulgarten und auch ein tier therapeutisches Angebot in direkter Nachbarschaft zur Schule. Und das konnten wir auch sehen, als wir beim Rundgang waren, konnten vom Gartenzaun tatsächlich direkt auf den Hof gucken, wo die Tiere leben, mit denen gearbeitet wird. Jedenfalls ist das so der Garten, das gibt es nur, wenn auch nicht mit Solar Solar Dach überdacht werden und angebunden.
00:05:20:10 - 00:05:48:11
Eine Bewässerung für den Schulgarten und in neue Geräte hauen. Dafür gibt es also mehrere Fördermittelanträge und Beteiligungen an Wettbewerben. Das können wir als Lehrer und Grundschule alle machen. Wenn wir eine solche interessierten, aktiven Väter hätten, die sich das ausgedacht haben, die den Antrag stellen, die vorige Woche mit Kindern unserer Schule, die damit eingebunden sind, das Projekt vorgestellt haben und wir jetzt hoffen, dass wir vielleicht 10.000 € oder so was noch bekommen.
00:05:48:11 - 00:06:14:05
10.000 haben wir dann bekommen und das wird dann mal, weil hier ist uns der Boden immer sehr hart und in den Sommerferien ist es immer sehr schwierig, das zu bewässern und deshalb hat man sich so was ausgedacht, dass es die Kinder auch leichter haben zu bearbeiten. Und die sollen dann halt auch forschen. Welche Pflanzen wachsen besonders gut unter so einer Anlage Und wir können den erzeugten Strom zu 50 % für unsere Schule nutzen.
00:06:14:05 - 00:06:38:24
Also. 50 % des Verbrauchs wird durch diese Anlage dann abgedeckt. So ist das geplant oder so ein noch was besonderes ist ja das ist unser intensiver so von der alten 5-jähriger. Das sind auch Partner unserer Schule. Überall aufgenommen und nach Korona haben wir ja Partner in die Schule gefunden, die hier so fachliche Projekte mit den Kindern oft mit durchführen.
00:06:38:24 - 00:07:04:07
Und die haben Esel und und alle möglichen Tiere und die machen zum Beispiel eine in so einem Kurs mit den Kindern eine Therapie mit Tieren. Also wurde hier gerade haben eine unserer Kinder, die besonderen Förderbedarf brauchen die dann mit Tieren natürlich nicht öffnen haben einen Autisten zum Beispiel an der Schule also ein noch zwei Jahre hat. Na ja, und das ist eine richtig gute Zusammenarbeit.
00:07:04:07 - 00:07:35:05
Wie schon angeklungen ist, wurden Kinder beim Photovoltaikprojekt einbezogen und auch hier ist interessant zu wissen, dass Beteiligung an der Schule wirklich aktiv gelebt wird. Unter anderem wird auch jedes Jahr zum Schuljahresende ein Schulentwicklungsforum durchgeführt. Und das ist eine Methode der schulinterne Evaluation, wo aus jeder Klasse Schülervertreter sind Elternvertreter, Lehrer, Ordner. Ja, nicht zuletzt unsere Vertreter im Schulträger. Mit dabei helfen.
00:07:35:07 - 00:08:09:12
So sieht das dann aus mehreren Sitzen also auch unsere Kinder selbst Die acht wissen dabei immer genau gewählt in ihren Klassen. Das sind also keine Klassensprecher, das gibt der Grundschule noch mehr. Also die werden dann entsendet von ihrer Klasse und sie besprechen alles im Vorfeld bringen wir wo stehen wir? Was ist das? Das ist vielleicht das meine Ziele oder unsere Ziele, die wir dabei haben, aber die Schüler direkt sollen mit ihren Kindern in der Klasse oder die Lehrer besprechen, was gefällt und womit sind wir zufrieden, wo wir sind, womit Löwe unzufrieden sind?
00:08:09:12 - 00:08:37:00
Welche Gestaltungsvorschläge mit dem Zug mit oder ich werde nach sehr schnell wieder und die kommen dann mit ihren Ergebnissen ins Forum und das ist auch in in einer Stunde in 60 Minuten erledigt. Ist es Schulentwicklungsvormittag eine klare Struktur. Es gibt eine Eröffnung, dann gehen wir grüßen dann meistens Beginn nicht mit der Auswertung der letzten Schüler von was am Haus hängt und das sind die Ergebnisse.
00:08:37:02 - 00:09:03:05
Man gehen in Arbeitsgruppen zehn Minuten Stunden, dann besprechen Sie sich da Kindergruppe in der Elterngruppe herunter. Gruppe Lehrer Gruppe soll die Kinder haben, betreut von der häuslichen mit den Schultern. Materialien, damit die Kinder lernen, das Ziel bedeutet. Dann kommen wir wieder in das Forum zurück und dann stellt jede Gruppe ihre Ergebnisse vor. So, und dann wird das ältere zusammengefasst und das machen auch die Kinder.
00:09:03:07 - 00:09:25:11
Und das ist so toll, die trauen sich da vor lauter Erwachsenen zu sprechen. Es ist so verdient. Gute Erfahrung, das fällt uns nicht so unzufrieden. Was wünschen euch? Und das wird dann zusammengefasst. Also das mache ich dann zum Schluss benennt sozusagen derjenige, der das alles zusammenfasst und dann wird dann die Ergebnisse präsentiert und schon wird es mit zehn etwas näher.
00:09:25:17 - 00:09:51:06
Und nicht nur in der Schule werden die Kinder beteiligt, sondern auch in der Gemeinde. Hier die Deutsche Kinder und Jugendstiftung in Heringsdorf. Diesen Prozess mit begleitet die Deutsche Kinder und Jugendstiftung, zu der auch wir mit dem Programm Perspektive Land gehören. Selbst in Sachsen und auch deutschlandweit verschiedene Programme, um unter anderem für den ländlichen Raum und zum Thema Kinder und Jugendbeteiligung und im Rahmen des Programms Jugendbewegt.
00:09:51:06 - 00:10:15:04
Kommune wurde in Heringsdorf unter anderem eine Kinderkonferenz durchgeführt, bei der Kinder an der Gestaltung ihrer Gemeinde beteiligt wurden. Und das sind so tolle Ideen entstanden und wir Erwachsenen haben uns natürlich dann auch gesagt wir dürfen das jetzt nicht bloß machen entfernt und wir müssen natürlich jetzt auch was umsetzen. Also die Kinder wollen ja das Ergebnis zählt. Das sind die Erwachsenen natürlich auch gefragt, dann auch Nägel mit Köpfen zu machen.
00:10:15:07 - 00:10:42:17
Und da ist aber so viel entstanden hier eine Menge. Wenn ich dran denke an den Spielplatz auf dem Sportplatz im letzten Herbst und dann hieß es, wollten die Kinder die kleine Szene, die ja bei uns auf dem Schulhof stehen. Das war ein Wunsch der Kinder in ein Netz über, über den Bolzplatz der Container vom Verkehrsclub. Da wurde das Projekt zum Projekt und so dann die Kinder einbezogen.
00:10:42:17 - 00:11:05:01
Und das Ziel ist eigentlich, das mit einzubeziehen, dass die merken wir jedes Jahr das wir auch es also es habe ja auch viel Fluktuation von jungen Leuten, dass wir erzählen die Städte und bei uns in der Gemeinde belohnt Dieses Jahr das erste Jahr müssen wir das nun also also verankert alles an Einwohnern und da wird auch viel getan.
00:11:05:01 - 00:11:39:11
Und da muss ich sagen, da investiert unser Bürgermeister Meinhard und weiter viel Millionen. Und das kam auch bei den Lehramtsstudierenden an Später haben wir sie beim Abendessen gefragt, welche Eindrücke sie von dem Schulbesuch hatten. Bei der Grundschule hatte ich den Eindruck, dass das Lehrerpersonal und vor allem auch die Schulleitung sehr eng mit der Gemeinde zusammenarbeiten, dass die Projekte, die sie fördern und die gemeinsame Zusammenarbeit und mit den Eltern diese renoviert haben, den Hort und das mit den Schulgarten, mit dem Projekt Die Kinder, egal ob es hat man gemerkt, so steht im vordergrund und auch das engagement der Schulleiterin Frau.
00:11:39:11 - 00:12:06:07
Zwar wurde in diesem Zusammenhang von unseren Teilnehmern durchaus wahrgenommen. Wenn ich es jetzt mal so betrachte, hat sie vor allem das sehr gut geschafft, immer so ein Netzwerk zu spannen zwischen Schule, Kollegium, Eltern, Gemeinde und da einfach wirklich noch mal und das herausgestellt, was es was Schule schaffen kann, wenn die Starke ein starkes soziales Netzwerk dahinter steht. Ja, Stichwort schon starkes soziales Netzwerk und das Thema Beteiligung.
00:12:06:07 - 00:12:34:14
Das hat sich beides auch weiter durch unser Tag gezogen. Unser nächster Programmpunkt war nämlich der Besuch der alten Lotte in Eckersberg, ein Teil von Heringsdorf, die alte Lotte ist eins der ältesten Fachwerkhäuser in Kreuzberg und wurde zwischen 1760 und 1780 erbaut. Das Gebäude sollte eigentlich schon abgerissen werden, wurde aber dann vom Förderverein der Feuerwehr übernommen und durch Spenden und Fördermittel haben die eine Sanierung finanziert.
00:12:34:14 - 00:13:05:14
Und nun soll das ein Gemeinschaftszentrum für die Menschen vor Ort werden, eben in Verbindung mit der Feuerwehr. Und neben der alten Lotte steht auch noch eine Scheune. Die wurde ebenfalls renoviert und wenn man da rein geht, sieht man erst mal unten im Bauch ganz viele Feuerwehrfahrzeuge stehen und man sieht richtig, hier wird gewerkelt, geschraubt und gebaut und wir haben uns dann oben im Obergeschoss getroffen, mit Henry Stoff aus Mittel, Herwig storff und Jörg Bartusch, unserem Kollegen von der Deutschen Kinder und Jugendstiftung.
00:13:05:16 - 00:13:29:10
Henry hat uns dann zunächst in den Prozess der alten Lotte mit reingenommen, hat also erzählt Wie ist das alles so entstanden? Und Jörg hat mit uns anschließend einen Workshop zum Thema Beteiligung durchgeführt. So, da würde ich gleich mal anfangen und würde euch gern im Namen des Förder und Historikvereins der Feuerwehren gerade im Dorf hier im Gemäuer der alten Lotte begrüßen.
00:13:29:12 - 00:13:32:08
Was lasse.
00:13:32:10 - 00:14:05:22
In der Stadt okay. Sehr schön. Genau. Ich finde es auch gut. Das ist. Das sind unsere. Kann ich ganz kurz einsteigen? Unsere Historikfahrzeuge. Die haben wir quasi übernommen. Unser eigentliches Gerät aus ist hier oben. Dort bin ich selber auf der Leiter von der Feuerwehr und Vorsitzender von dem Förderverein, der natürlich eigentlich in, wo wir uns 2017 gegründet haben, ganz anderes Ziel hatte Eigentlich die Unterstützung und Förderung der Jugendfeuerwehr der Feuerwehr selber.
00:14:05:24 - 00:14:57:03
Und irgendwann ist es dann dazu gekommen, dass hier dieses Objekt alte Lotte, so haben wir es im Nachgang benannt, quasi abgerissen werden sollte. Diese, diese alte Leute hier ist eigentlich über die Gemeindegrenzen hinaus eine bekannte Frau gewesen. Und zwar war ich jetzt für ein Kohlehandel, und diese alte Frau, die hier gelebt hat, war die älteste Berufskraftfahrer und in der DDR und hat halt quasi überall hin die Kohlen ausgefahren und dementsprechend war dieses Gebäude auch über die Gemeindegrenzen hinaus wirklich ein interessantes Gebäude, was nicht nur die Dorfbewohner hier kannten, sondern auch die Leute ringsherum im Bereich und nach Zittau rein in die Stadt.
00:14:57:08 - 00:15:21:16
Der Förderverein der Feuerwehr hat also das Gebäude übernommen und damit hat der Förderverein auch schlagartig Mitgliederzuwachs bekommen, weil das auf großen Anklang gestoßen ist. Aber natürlich gibt es in so einem Prozess auch immer viele Herausforderungen, weil die alte Leute eben unter Denkmalschutz steht, gibt es auch viele Auflagen. Es sollte dann also ein Konzept für die Nutzung der Gebäude, also der alten Lotte und der Scheune, entwickelt werden.
00:15:21:21 - 00:15:59:20
Und hier ist dann auch die Deutsche Kinder und Jugendstiftung mit ins Spiel gekommen, die nämlich diesen Prozess mit begleitet hat, ein Nutzungskonzept zu entwickeln. Und vor allem war da auch wichtig, dass Kinder und Jugendliche mit ihren Wünschen auch gehört werden. Die Dicke hat es begleitet. Verschiedene Beteiligungsprozesse in der Gemeinde Mittelsdorf. Gut, seit fünf Jahren. Angefangen hat es mit der alten Lotte und es folgten verschiedene Beteiligungsformate mit Kindern und Jugendlichen, zum Beispiel einer Dorfrallye mit dem Ziel, dass die Schülerinnen und Schüler mal schauen, was gefällt ihnen so in ihrer Gemeinde und was sind vielleicht auch Orte, die sie gar nicht mögen?
00:15:59:22 - 00:16:26:20
Und wie können sie die vielleicht verändern? Wir haben das später auch selber mal ausprobiert und wollen aber zunächst in den Anfang des Workshops reinhören. Mein Name ist ja auch Patrick. Ich gehöre zur Deutschen Kinder und Jugendstiftung Abkürzung und da oben steht jetzt, glaube ich Jugendbewegung, Kommune. Das ist Programm. Upcycling, Das richtet sich quasi daran. Damit werben sich für gewöhnlich Kommunen, sprich Bürgermeister innen und so, um quasi eine Veränderung in ihren Kommunen herbeizuführen.
00:16:26:22 - 00:16:58:22
Wie kann eine gelingende Kinderbeteiligung passieren? In dem Workshop ging es dann darum Was braucht es eigentlich, um eine gelingende Beteiligung in Kommunen und an Schulen umzusetzen? Und zum Auftakt des Workshops wollte Jörg erst mal von unseren Teilnehmenden wissen, was sie eigentlich unter Beteiligung verstehen. Ich habe geschrieben Die Möglichkeit, eigene Ideen und das, was machen. Ich habe geschrieben, man müsste mit Sprache, um etwas bewegen zu können, man gemeinsam anpacken, gemeinsam Ideen sammelt und Projekte umsetzt, nicht anders zu werden und tatsächlich stark und stark zu haben.
00:16:58:24 - 00:17:31:10
Das also heißt im Gesamtkontext, dass alle Personengruppen, sowohl Kinder als auch Erwachsene, immer das gleiche wenig Diskriminierung gibt und dass das partizipative Rechte einsetzen muss. Also ich habe auch beschrieben, dass Beteiligung aller Altersklassen Kinder, Jugendliche oder ältere Menschen und das zeigt Berechtigung der Idee, dass jeder Ideen einbringen kann, was freiwillig sein soll. Und zwar Daran anknüpfend haben wir verschiedene Formen von Beteiligung dann im Workshop besprochen.
00:17:31:12 - 00:17:55:06
Anschließend sind wir selbst auf Erkundungstour durch den Ort gegangen, haben uns in zwei Gruppen aufgeteilt und sollten herausfinden, wo wir Orte finden, die wir entweder total ansprechend finden oder aber die wir nicht so angenehm finden und ein Foto davon machen. Also wir sind jetzt hier vor Ort unterwegs in Kreuzberg und wir haben eine Aufgabe. Jessica Was sollen wir dann eigentlich machen?
00:17:55:07 - 00:18:16:21
Wir sollen uns ein Ort suchen, der uns irgendwie anspricht. Für ich würde ich vielleicht so formulieren genau. Und bin einfach ein bisschen durch den Ort und machen und schauen mal, was uns anspricht und was vielleicht auch gar nicht. Ja, wir haben so eine Karte dabei und ein Klemmbrett und eine Kamera. Und damit ziehen wir jetzt los und mal gucken, was wir entdecken.
00:18:16:23 - 00:18:39:22
Die Gruppe, mit der ich unterwegs war, hat als erstes einen schönen Ort an einer Brücke mit einem schönen Bachlauf entdeckt. Also wir stehen jetzt hier an einer kleinen Brücke, dann kommt der, der Ebersbach führt da drunter durch und wir versuchen jetzt, die Kamera aus der Höhle zu nehmen und ein Bild zu schießen. Ich fand den Lauf da ganz schön, aber der Bachlauf ist hier schön.
00:18:39:24 - 00:19:00:19
Genau. Meine Gruppe hat in der Zwischenzeit eine Weide mit Alpakas, Enten und Pferden entdeckt und hat den Ort in der Karte markiert und Notizen dazu gemacht, was den Ort auszeichnet. Sie wollen mir den Orte nennen, aber heute hier, meine ich. Jetzt ist jetzt eine tierische Freundlichkeit und.
00:19:00:21 - 00:19:24:10
Das ist ein gutes Konzept. Wir nehmen es weg. Ich finde, hier kommt man mit dem Landleben in Berührung. Ich hab noch was zu friedlich gesagt. Du kommst hier zur Ruhe. Endlich. Durch dich ist ziemlich entspannt. Ja, es ist so schön, wenn die Vögel zwitschern. Was macht der Wald besonders? Nach der kleinen Erkundungstour durch den Ort sind dann alle wieder in der Scheune zusammengekommen.
00:19:24:12 - 00:19:45:24
Und wir waren natürlich auch total neugierig zu hören, was die andere Gruppe so entdeckt hat. Ganz kurz Was habt ihr denn für Orte entdeckt? Ja, wir haben die Ranch, eine Ranch, die so genannten. Wächst man hier sehr gefährlich. Nahe sind in der Ferne da auch ein paar Gas und Lama und hinten. Und wir haben uns einen sehr schönen Ort diktiert, Kann ich dir sagen.
00:19:45:24 - 00:20:16:22
Deckungsgleich mit Kindern? Bewegen. Okay. Interessant. Ihr habt das Gewächshaus gefunden. In diesen Frostalben drinnen. Und ich habe gehört, man muss sich sehr zusammenreißen, dass die Volker entleiben. Jetzt. Was wir jetzt machen, ist eigentlich das, was sozusagen in den Runden danach auch kommen würde. Man trinkt zusammen, man stellt sich vor, man redet drüber nach gibt es zwei Formen. Entweder man macht jetzt Pläne, man zieht alles auf die große Gruppe zusammen.
00:20:16:24 - 00:20:37:01
Oder es gibt jemand, der das vorbereitet. Man trifft sich noch ein zweites Mal, um zu sagen zu zeigen Wir sind nah dran an den Themen. Wir. Wir gehen noch mal rein, befassen uns zusammen und man hängt die ganze Sache noch mal mit aus. Jetzt in die Tiefe, kann eh reingehen, weil jetzt der nächste Schritt wäre ja, was kann man an welchem Ort wie verändern?
00:20:37:01 - 00:21:02:05
Das wäre ja dann die nächste Phase, oder was kann man verstärken etc.. Also man hat ein Gefühl für die Entwicklung, es kann losgehen. Das war nun ein Einblick für uns in eine Methode der Sozial und Erkundung. Zum Abschluss durften wir auch noch mal die alte Lotte von innen besichtigen. Für uns alle war es nun ein sehr spannender Tag und wirklich interessant, das gemeinschaftliche Projekt in Herbergsdorf kennenzulernen und uns mit dem Thema Beteiligung auseinanderzusetzen.
00:21:02:10 - 00:21:24:20
Erst mal fand ich es richtig cool, dass wir diesen Workshop zur Beteiligung gemacht haben, weil ich glaube, dass das im Lehramtsstudium oft viel zu kurz kommt. Also eigentlich finde ich es immer richtig wichtig, dass deshalb Studierende irgendwie was neben ihrem Studium machen. Irgendwie ehrenamtlich, um zu sehen, wie die Beteiligung funktioniert und das jetzt einfach auch mal so mit hineinzunehmen, um zu schauen, wie kann ich diese Kinderperspektive mit reinbringen.
00:21:24:22 - 00:22:05:12
Also Schüler in Perspektive. An welchen Stellschrauben kann ich drehen, um ja Beteiligung zu schaffen? Damit ging dann unser zweiter Tag unserer Schul entdeckungstour zu Ende, der angefangen hatte mit den Schulbesuchen in der Grundschule Zittau und in der Grundschule Heringsdorf. Jessica fasst den Tag so zusammen Also ich fand den Tag unfassbar vielfältig. Ich fand, wir haben sehr viele unterschiedliche Perspektiven von einer sehr großen Grundschule auf eine eher kleinere Dorfschule bis hin zu so einem Projekt gesehen und trotzdem auch und das finde ich eigentlich in so ländlichen Regionen ganz spannend, wie vernetzt alles miteinander sein kann.
00:22:05:14 - 00:22:33:06
Und deswegen fand ich das unfassbar vielfältig. Äh, und ja. Und ich glaube, dass diese Hospitationsreise so spannend sind, weil man eben ganz viele Impulse von unterschiedlichen Ecken bekommt. Ich würde mir wünschen, dass das Lehrkräfte auch öfter täten und dann quasi ja einfach immer wieder neue Impulse in ihre Arbeit mitzunehmen. Ja, und am dritten Tag haben wir damit auch noch ein bisschen weitergemacht, denn wir haben noch die Schokolade und das Glas in Bautzen besucht.
00:22:33:08 - 00:23:00:22
Das hört ihr dann in der nächsten Folge. Hat der Podcast dein Interesse geweckt? Wenn du noch mehr Schulen in Sachsen kennenlernen möchtest, dann schau auf unserer Homepage vorbei. perspektive minus Landpunkte in. Hier findest du viele Informationen rund um die sächsische Schullandschaft. Fördermöglichkeiten für Praktika, spannende Veranstaltungen und vieles mehr. Wenn dir die Folge gefallen hat, dann empfiehlt sie gerne weiter.
00:23:00:24 - 00:23:10:00
Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal. Perspektive Land ist ein Programm der deutschen Kinder und Jugendstiftung im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus.
Folge 18: Schul-Entdeckungstour Zittau, Teil 2
Im zweiten Teil unserer Schul-Entdeckungstour nach Zittau und Umgebung steht das Thema Beteiligung von Kindern und Jugendlichen im Fokus. In der Grundschule und der Gemeinde Mittelherwigsdorf wird diese aktiv gelebt - wie das geht, hört ihr in unserer Folge.
Weitere Infos zur Grundschule Mittelherwigsdorf: Auf der Website der Schule hier.
Und hier ein Video zur "Alten Lotte": Die "Alte Lotte" in Zittau profitiert vom Sächsischen Ideenwettbewerb - YouTube
Diese Folge auf Spotify, Deezer oder Itunes hören, oder direkt hier in unserem Webplayer:

00:00:05:09 - 00:00:18:20
Die.
00:00:18:22 - 00:00:50:13
Eine wichtige Durchsage an alle Hörerinnen Ab heute wird dieser Podcast offiziell in den Händen von uns Praktikanten liegen. Wir sind. Ich bin Luca, bin 21 Jahre alt und meine Fächerkombination ist Deutsch und Geschichte. Ich bin Nico, bin 28 Jahre alt und meine Fächerkombination ist deutsch gerade. Ich bin Rahel, bin 24 Jahre alt und meine Fächerkombination ist deutsch und russisch und ich zu den um meine Fächerkombination als Mathematik und Geschichte.
00:00:50:19 - 00:01:18:16
Wir geben Einblicke in unser Blockpraktikum in ländlichen Regionen Sachsens. Ihr habt Lust, mehr über den Ablauf im Schulalltag und unsere Erfahrungen zu hören? Dann bleibt die nächsten vier Wochen dabei und verpasst keine Folge. Wir freuen uns, unsere Erfahrungen mit euch zu teilen. Dieser Podcast wird gehostet von Perspektive Land. Ein Programm der Deutschen Kinder und Jugendstiftung im Auftrag des Sächsischen ministeriums für Kultus.
00:01:18:18 - 00:01:41:19
Hallo und herzlich willkommen zur vierten und letzten Podcastfolge. Ich bin Rahel und ich bin Nico. Und wir freuen uns mit euch so die letzten Gedanken und die letzte Woche zu teilen, die wir in unserem Praktikum erlebt haben. Und heute soll es vor allem darum gehen, wie unsere Einstellung dazu ist, im ländlichen Bereich an einer Schule zu arbeiten. Ja, Rahel, wie hat sich die Einstellung zur Schule und zur jeweiligen Schulart geändert?
00:01:41:19 - 00:02:06:14
Oder verändert? Ja, also ich hatte ja schon angekündigt bzw im letzten Podcast erzählt, dass ich an dem Forum bin und ich war da ja schon zum Zweiten Mal im Praktikum. Tatsächlich war es schon von Beginn an sehr skeptisch der Schulart gegenüber, weil es ja eine inklusive Arbeit ist und auch schon wie eine Art Ganztagsund Gesamtschule. Und ja, da waren einige Vorurteile, die ich diesbezüglich auch hatte.
00:02:06:14 - 00:02:29:00
Also vor allem das Konzept der inklusiven Arbeit habe ich nicht realisierbar empfunden, bevor ich an die Schule gegangen bin. Tatsächlich, nach den vier Wochen. Jetzt muss ich sagen Ja, die inklusive Arbeit ist sehr herausfordernd, aber hat ein enormes Potenzial. Ich durfte jetzt in der letzten Woche und auch in der vorletzten, also in der dritten und vierten Woche in einer Klasse unterrichten, die acht inklusive Kinder hat.
00:02:29:01 - 00:02:55:23
Da gab es natürlich viel zu beachten. Also es wurden extra Aufgaben gestellt, ich musste Fördermittel extra anfertigen und zur Verfügung stellen und vor allen Dingen im Klassenkontext dafür sorgen, dass keine Ausgrenzung stattfindet. Und das war schon sehr herausfordernd. Einfach weil ich wollte den Kindern trotzdem vermitteln, dass sie dazugehören und dass sie wichtig sind im kontext und eben ihnen auch die gleichen Chancen geben wie den Kindern, die eben kein Defizit haben und nicht inklusiv behandelt werden.
00:02:56:00 - 00:03:21:18
Und das hat mir einfach enorm viel Chancen gegeben, an mir selbst zu arbeiten und auch meine ganzen Vorurteile aus dem Weg zu räumen und einfach auch zu üben. Eben mit Kindern zu arbeiten, die besonders sind, die auch andere Herausforderungen mitbringen als andere Kinder. Und es hat ganz viel Spaß gemacht. Tatsächlich. Was ich auch an diesem ganzen Praktikum sehr schön fand, war die Lernzeit kennenzulernen, die in der Schule dort angeboten wurde.
00:03:21:19 - 00:03:44:16
Also es gibt für teilweise spezifisch für Fächer wie Mathe und Deutsch, also eigentlich fächer, aber auch alle anderen Fächer eine Lernzeit, die die Schüler individuell gestalten können. Und das ist eben sehr effektiv, um dann auch in den Fächern zu arbeiten und schneller zu arbeiten, weil die Schüler in der Lernzeit eben auch die Schwerpunkte, die kompliziert sind, die im Unterricht nicht richtig behandelt werden konnten, aus Zeitgründen eben noch mal nachholen können in der Lernzeit.
00:03:44:22 - 00:04:13:21
Und das ist total cool. Und auch die Ganztagsangebote sind dort sehr umfangreich. Es gibt ein Sportangebot, es gibt künstlerische Angebote, die auch und Co Angebote, ja auch die Interessen an den Kindern anbinden. Und ja, auch der Wochenstart und der Wochenabschluss sind total toll, weil man dort eben mit einer Geschichte oder einer Anekdote beginnt oder endet und die Kinder auch immer äußern kann Hey, was war in der Woche gut, was hat mir gefallen und was war nicht so gut und einfach, da man immer im Austausch ist und das eben nicht so im Raum steht.
00:04:13:21 - 00:04:34:24
Wenn es Probleme gibt, sondern es wird direkt angesprochen. Und im Gegensatz zu anderen Schulen habe ich das eben nicht so erlebt, dass dort Dinge direkt angesprochen werden, sondern dass eher Dinge unter den Tisch gekehrt werden. Und hier gibt es eben ein enormes Potenzial, das man wirklich direkt in den Austausch und in die Interaktion miteinander geht. Ja, meine Einstellung hatte sich eigentlich gar nicht so großartig verändert.
00:04:34:24 - 00:05:04:21
Ich bin relativ neutral ins Praktikum rein natürlich. Ich hatte paar Bekannte, die die Schule kannten und hatten dazu ihre Meinung zu der Schule gesagt. Aber ja, ich hatte bis jetzt keine Probleme in dieser Schule, sowohl mit der Lehrkraft oder mit Schülern. Natürlich gibt es immer wie überall so 234 Schüler in jeder Klasse, die aus der Reihe tanzen, Aber egal, wenn ich ob ich hospitiert habe oder selber Unterricht gehalten habe, waren die Schüler eigentlich immer respektvoll und haben sogar mitgearbeitet.
00:05:04:23 - 00:05:28:17
Was manche Schüler sogar bei manchen anderen Lehrkräften nicht gemacht haben. Aber bei mir als Praktikant? Ja, genau. Und was mich jetzt mal noch interessieren würde Du warst ja an der Oberschule, da ist bei mir auch so ein bisschen Klischee im Kopf, dass das tendenziell deutlich lauter ist und anstrengender und überforderte Lehrkräfte. Wie empfindest du das? Hast du das auch so empfunden?
00:05:28:17 - 00:06:03:24
Oder sagst du Nee, war eigentlich so normal Teilzeit? Also ich hatte in Klasse 6 bis 10 hospitiert, auch in Hauptschulklassen direkt, also direkt Klassen, die nur aus Hauptschülern bestanden. Und ja, manche Klischees haben sich bewahrheitet. Gerade zur Hauptschulklassen. Die Schüler waren jetzt nicht respektlos gegenüber den Lehrkräften, haben die Lehrkräfte von oben bis unten beleidigt oder ähnliches. Aber waren halt teilweise sehr unruhig bzw haben null mitgearbeitet, gerade in den Hauptschulklassen.
00:06:04:02 - 00:06:32:01
Aber da gab es auch noch mal Unterschiede. Es gab halt. Ich habe glaube ich in zwei verschiedenen Hauptschulklassen hospitiert. Die eine hat wirklich gar nicht mitgearbeitet, da musste man jeden, jeden Schüler irgendwie die Wörter außen aus der Nase rausziehen und die anderen haben zwar mitgearbeitet und haben geantwortet, aber die Antworten waren meistens falsch. Ja, okay, aber, aber das klingt trotzdem alles in allem nicht so klischeebehaftet, wie man das immer so denkt.
00:06:32:03 - 00:06:55:24
Nee, war es nicht. Vielleicht ist es an den anderen Oberschulen wieder anders. Ich in der Schule, wo ich hospitiert hab und mir mein Praktikum hatte. Es war auch eine Schule im Plattenbau, Bezirk. Aber wie schon gesagt, sehr unterschiedlich. Die Klassen, also es gab wirklich Schüler, die hatten vor mir Respekt, egal ob ich hospitiert habe oder Unterricht gehalten habe.
00:06:55:24 - 00:07:17:09
Da haben sie mir zugehört. Und dann gab es Lehrkräfte, die schon seit 20, 30 Jahren den Job gemacht haben, aber sich gar nicht benommen haben, ihr eigenes Ding gemacht haben, teilweise sogar den Unterricht wirklich gestört haben, aber bei mir halt nicht. Nein. Und dann vermute ich so als Lehramtsstudent, das ist dann halt auch da, wo es darauf ankommt, wie man mit den Schülern umgeht und was man auch selber für eine Ausstrahlung halt hat.
00:07:17:11 - 00:07:35:03
Ja, ja, das stimmt. Das sehe ich auch so, Du hast ja gerade angesprochen Plattenbau und so ein bisschen Randbezirk Schule. Das ist ja tatsächlich auch das Ding, das wir beide an einer ländlichen Schule waren. Wie hat sich denn die Einstellung zu deiner Region verändert, in der du Praktikum gemacht hast? Oder allgemein dazu in einer ländlichen Region zu arbeiten?
00:07:35:06 - 00:08:01:04
Ich bin ganz ehrlich, ich habe die Region in Togo oder Togo herum nicht großartig weiter besucht oder erkundet. Deswegen kann ich dazu gar nicht so viel sagen. Natürlich habe ich mich bisher so mit Lehrkräften und Schülern so unterhalten in den Pausen und haben mir auch ein paar Orte genannt, was ich mir hätte angucken können. Was ich aber dann doch nicht geschafft habe oder dann auch keine Zeit hatte bzw auch keine Lust hatte.
00:08:01:04 - 00:08:28:20
Ende des Tages war ich ja dann doch auch manchmal doch am Portfolio arbeiten musste oder noch andere Sachen für die Uni machen musste oder private Sachen dazwischenkam. Nein, ich kann das voll verstehen, weil so ein Praktikum ist halt echt anstrengend und ich glaube, wenn man da noch nicht diesen Lehrer Alltag so hatte, dann oder noch nicht. In diesen Lehreralltag so drin ist, dass man Routine hat, dann ist es halt wirklich, dass man auch teilweise bis abends sitzt, um nachzuarbeiten, vorzubereiten.
00:08:28:22 - 00:08:47:22
Ja, genau. Aber so an sich dieses im ländlichen Raum arbeiten kannst du dir schon vorstellen. Oder sagst du Nee, also ich war auf jeden Fall in der Stadt bleiben das auf jeden Fall. Egal ob es jetzt irgendwie so der Speck Mandel ist von der Großstadt oder wirklich in einer Kleinstadt oder wirklich direkt auf dem Land, in irgendwelchen Gemeinden mit 2000 Einwohnern.
00:08:47:22 - 00:09:12:03
Das kann ich mir wirklich vorstellen. Ich glaube, da gehören wir zu den wenigen Lehramtsstudenten, die sich so was wirklich vorstellen können, uns auch vielleicht später machen könnten. Damit habe ich kein Problem, weil ja der einzige Unterschied zwischen Region und bzw Land und Großstadt ist dann ja doch dann Infrastruktur. Aber an sich Schüler unterrichten ist ja an jeder Schule gleich.
00:09:12:05 - 00:09:31:03
Natürlich. Was wir gerade eben schon angesprochen haben Es gibt verschiedene Schwerpunktschulen, wie man Schule unterrichtet und wie man dabei vorgeht. Aber letztendlich könnte ich mir das so im großen Ganzen vorstellen. Wie schaut es bei dir aus? Also ich habe tatsächlich Du hattest mich ja auch mal besucht, ein Praktikum und da waren wir ja zusammen. Auch haben wir Unternehmungen gemacht.
00:09:31:05 - 00:09:58:04
Wir waren tatsächlich in der Falknerei, dort in der Nähe von meiner Schule. Das sind, glaube ich, 20 Minuten mit dem Auto gewesen und ich habe dann privat mehrmals die Talsperre besucht, weil Stadt es einfach noch hergegeben hat. Wir haben dann glaube ich, in der Region drei oder vier Talsperren. Eine schöner als die andere. Das Wasser total klar. Und dann war ich auch habe ich mich einmal zum Kaffee getroffen mit Freundinnen von früher in Plauen, das ist im Vogtland, ist eine relativ größere Stadt.
00:09:58:09 - 00:10:17:21
Zwickau ist auch nicht weit entfernt, aber alles trotzdem noch im ländlichen Bereich. Und ich hatte sogar eine Anfrage, da am Wochenende feiern zu gehen und das im ländlichen Raum. Also ist es mit guter Anbindung, wenn man ein Auto hat, aber auch so, mittlerweile sind die Busanbindungen auch besser als früher. Stündlich fährt eigentlich ein Bus für den was tatsächlich?
00:10:17:22 - 00:10:59:02
Doch es ist für den ländlichen Bereich nicht unbedingt STANDARD, es dann jede Stunde den Bus fährt. Ja das. Also mir hat es gezeigt, man kann sehr wohl was unternehmen und es wird halt auch echt nicht langweilig. Also ich hatte doch auch relativ viel Freizeit im Praktikum und habe eben dann auch viel unternehmen können. Ob das jetzt eben der Falknerei Besuch war oder die des baden gehen oder shoppen gehen auch mal, also ich kann mir dadurch auch im ländlichen Raum die Arbeit gut vorstellen und was ich schon im zweiten Podcast oder bzw in der zweiten Folge gesagt habe, dass gerade die Natur, die man dann trotzdem zwischendrin hat, um dieses nicht so laute, eher langsame Leben
00:10:59:04 - 00:11:23:00
echt schönes also so einmal Dorfkind, immer Dorfkind, das ist trifft glaube ich auch auf mich zu. Ich kann mir schon vorstellen, echt wieder in den ländlichen Raum zu gehen. Stadt hat natürlich auch Vorteile, das will ich gar nicht absprechen. Aber den ländlichen Bereich ist einfach das Leben entspannter und ruhiger. So, man kann mehr durchatmen, man kommt mehr zur Ruhe und kann aber trotzdem eben auch was unternehmen, je nachdem in welcher Region man arbeitet.
00:11:23:00 - 00:12:01:12
Es wird sich immer irgendwas finden. Nico, Du hattest gesagt, du darfst bei einem Elternabend dabei sein. Bzw warst du bei dem Elternabend dabei Und ja, hast ja auch deinen ersten Unterricht gehalten. So wenn du das Praktikum jetzt Revue passieren lässt, was war für dich besonders eindrücklich? Was nimmst du dir so aus den verschiedenen Gegebenheiten mit? Was mir extrem aufgefallen ist, ist teilweise, dass manche Schüler, selbst wenn es einen hohen Klassenwahn 7. 08. Klasse war, häufig, dass Problem richtig zu lesen und richtig richtig zu schreiben, obwohl es nicht mal Ellas Schüler waren, sondern einfach diese Lesekompetenz und auch kompetenz wirklich sehr schlecht war.
00:12:01:12 - 00:12:22:15
Egal welche Klassen. Da hatte ich auch mit den Lehrkräften gesprochen, die mir dann auch mitgeteilt haben, dass das wirklich schlimmer geworden ist in den letzten Jahren ist, nicht daran liegt, dass der Lehrplan das jetzt weniger priorisiert, sondern einfach das sind die Erfahrungen, die verschiedene Lehrkräfte gemacht haben, es auch zu Hause einfach nicht mehr geübt wird. Es gibt natürlich wie überall Schülerinnen und Schüler.
00:12:22:17 - 00:12:49:04
Dann fällt das leicht. Lesenlernen, Schreibenlernen, generell lernen einfach also den Feldlernen einfach einfach. Und dann natürlich auch andere Schüler, die extrem Probleme haben oder sogar Lags haben. Aber die Eltern waren dafür verantwortlich, in den kleineren Klassen ihren Kindern das beizubringen, was aber nicht gemacht haben, aus welchen Gründen auch immer. Sei es, weil sich nicht interessiert haben, sei es, weil sie wirklich keine Zeit haben, weil im Schichtsystem gearbeitet haben.
00:12:49:06 - 00:13:08:00
Das wusste man nicht genau. Bzw es gab hat verschiedene Beispiele. Aber was mir dabei auch aufgefallen ist, dass die Ellas Schüler, obwohl sie es hatten, besser lesen konnten als Schüler die keinerlei es hat. Natürlich hat man das dann beim Schreiben gesehen, dass sie da häufig Probleme hatten, weil auch je nachdem welche Klassenstufe. Aber die Realschüler konnten häufig besser lesen als Schüler.
00:13:08:00 - 00:13:41:04
Ohne Ella ist das das zweite Ereignis, wo ich auch schon in der zweiten Folge erzählt hatte, war der Elternabend. Ich hatte ja gesagt, dass es für mich eine Ehre war. Ja, es war interessant, aber ich ich denke, ich glaube, die größten Probleme werde ich dann als Lehrkraft, wenn ich dann irgendwann selber Klassenlehrer bin, mit den Eltern haben. Man hat halt gesehen, es gibt Eltern, die interessieren sich wirklich, was in der Schule abgeht, wie es den Schülern in der Klasse geht, wie es auch einfach organisatorisch abläuft in dem Schuljahr.
00:13:41:05 - 00:14:05:23
Dann gibt es Eltern, die interessieren sich wirklich gar nicht. Nein, man hat gesehen, wie so einfach auch einfach an den Plätzen da saßen die gelangweilt. Sie waren. Und dann gab es natürlich auch ganz klasse diese extrem Helikoptereltern, die alle möglichen Fragen gestellt haben, die völlig unnötig waren und ich auch bei meiner Mentorin gesehen habe, dass es ihr schwer fiel, teilweise professionell zu bleiben.
00:14:05:23 - 00:14:28:18
Aber sie blieb es trotzdem, weil sie wirklich eine tolle Mentorin war. Und dann? Dann war da ein Ereignis, wo ich, worüber ich dann auch im Nachhinein geschockt war. Da war auch ein Vater, der, sagen wir so sehr auffällig war, zu dem Elternabend auch komische Fragen gestellt hat sich komisch verhalten hatten alles und am nächsten Tag kam meine Mentorin auf mich zu und hat mir bisschen was über den Vater erzählt.
00:14:28:20 - 00:14:51:12
Dass der Vater eigentlich gar kein Sorgerecht hatte, kein Sorgerecht mehr hatte für die Tochter aber trotzdem an dem Elternabend dran teilgenommen hat. Eigentlich hat die Oma das Sorgerecht für die Kinder und wir hatten uns dann halt gefragt, woher wir das halt erfahren hatte, obwohl er wirklich gar kein Kontakt mehr zu den Kindern haben darf. Und man hat auch gesehen, da hat er irgendwas vor dem Elternabend genommen, so wie er sich verhalten hat.
00:14:51:15 - 00:15:25:10
Ja, das sind dann so Punkte, wo ich mir dann also noch mal zum Anfang zurückzukommen. Das waren dann so Momente, wo ich gesagt habe, okay, es wird dann, glaube ich, wirklich schwer, dann später als Klassenlehrer auf solche Situationen auch wirklich professionell zu reagieren, weil angenommen, es wäre wieder Elternabend, dann Quartal später und der Vater taucht wieder auf, man weiß es, dann muss man den Vater ja bitten, dass er den, dass er das Klassenzimmer verlässt, was dann die nächsten Schritte wären, wenn er das nicht macht.
00:15:25:12 - 00:15:46:02
Das waren so Sachen, wo ich gesagt habe Okay, das ist es. Darüber habe ich dann auch noch mal paar Tagen drüber nachgedacht, weil es ja doch dann Einzelschicksale von manchen Kindern, von manchen Schülern, die man dann regelmäßig mitbekommt, aber man entweder gar nichts machen kann oder erst irgendwas machen kann, wenn die Kinder was sagen oder man irgendwie für etwas Beweise hat.
00:15:46:07 - 00:16:03:24
Ja, es ist. Ich finde es gerade sehr, sehr krass, weil so das wäre glaube ich was, was ich mit nach Hause nehmen würde, was mir auch nachhängen würde, weil ich mir halt auch Sorgen machen würde. Geht es den Kindern gut, wo sie sind und was passiert da in dem Kontext außerhalb der Schule? Und das Problem ist ja, das ist ja nicht unsere Aufgabe.
00:16:04:02 - 00:16:28:18
Also es ist natürlich unsere Aufgabe, uns auch zu sorgen, wenn vielleicht ein Kind nicht gut geht, aber was dann letztendlich außerhalb passiert, das ist eigentlich nicht mehr unser Verantwortungsbereich. Ich glaube, da eine trennscharfe Linie zu bilden, ist nicht immer einfach. Tatsächlich war ich ja sehr neidisch, dass du einen Elternabend besucht hast. Ich habe meine Mentorin dann ganz liebevoll gefragt, die erwähnt hat Ach, bei uns findet auch ein Elternabend statt, ob ich denn nicht auch daran teilnehmen könnte.
00:16:28:20 - 00:16:54:21
Und sie hat gemeint Hey, na klar, ist kein Ding, wenn du das unbedingt willst. Also ich habe ein Elternabend, Ich habe auch an dem Elternabend teilgenommen. Ja, und mir ist tatsächlich hängengeblieben. Ja, auch Eltern können manchmal ja sehr interessante Fragen stellen oder komplizierte, worauf ich auch nicht immer eine Antwort finden würde. Also es war war schon sehr spannend.
00:16:54:23 - 00:17:13:11
Ja, und es ist auch nicht, glaube ich, die Elternabend kann auch sehr herausfordernd sein. Also das ist so was, das nehmen wir uns glaube ich beide aus einem Praktikum mit, dass ja die Arbeit mit den Eltern schön, aber gleichzeitig auch anspruchsvoll sein kann. Ja, ich hatte dann auch noch mal einfach mitbekommen, wie viel Arbeit man auch nach der Schule hat.
00:17:13:11 - 00:17:36:06
Es gibt ja dieses, dieses typische Klischee, dieses Vorurteil, okay, Lehrer haben nach 14:00 Feierabend und haben ihr bestes Leben. Aber nein, meine Mentorin hatte verschiedene Eltern, Gespräche, Dienstberatungen und natürlich muss man auch Unterricht vor und nachbereiten. Für die, für die Nächsten, für die, für die kommenden Stunden. Und das ist mir auch noch mal bewusst geworden, wie viel man eigentlich zu tun hat.
00:17:36:06 - 00:17:59:05
Auch wenn ich dann meinen Unterricht vorbereitet habe. Ich habe zwar nur für zwei Unterrichtseinheiten vorbereitet, aber ist das auch Minimum? Ich glaube Minimum drei Stunden pro Unterrichtsvorbereitung. Natürlich, wenn man das auch ordentlich machen und man musste selber auch noch mal Sachen nachlesen, wie man dann am besten den Unterrichtsstoff dann auch an die Schüler rüberbringt. Aber ich saß an beiden Unterrichtsvorbereitungen Minimum drei Stunden.
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Ja. Oh ja, da kann ich gleich eine tolle Anekdote noch zusätzlich. Ich habe ja fünf Einheiten gehalten bzw sogar mehr. Tatsächlich dann am Ende. Und ja, mit steigendem Unterricht kann dir Mut machen. Das dauert dann irgendwann nicht mehr drei Stunden. Du hast dann, je öfter du Unterricht hältst, hast du dann auch weniger Aufwand. Aber ich Asche auf mein Haupt.
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Ich bin in Geografie ja wirklich nicht gut. Deswegen habe ich auch Geografie nicht als Fach gewählt und war tatsächlich im Deutschunterricht in der Host wie Gott sei Dank nicht vorne als Lehrkraft und sollte dort. Es ging um Silbentrennung und dort wurden halt auch Eigennamen mit reingenommen. Unter anderem war dann das Beispiel Ärmelkanal. Da konnte ich zumindest noch sagen, was es ist und wo es liegt.
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Aber als dann als trennung sbeispiel Delmenhorst kam und das Kind mich gefragt hat, was das ist und dann wusste ich noch okay, es ist glaube ich nicht Stadt, aber ja, wo liegt denn die Stadt? Ja, da hat es dann aufgehört. Also. Und hätte mich jemand vor dem Praktikum, hätte der gesagt Du musst jetzt ungefähr die Namen von Flüssen und Städten innerhalb und außerhalb Deutschlands explizit wissen, Dann hättest du gesagt ja, nee, ist ja kein Geografie.
00:19:07:17 - 00:19:37:03
Lehrer Mir hat es gezeigt Oha, ich brauch doch auch ein gewisses Allgemeinwissen, um nicht wieder komplette vorne da zu stehen, der gar keine Ahnung hat das waren jetzt nur geografische Beispiele, aber es gab auch viel geschichtliches Wissen, was ich auch im Deutschunterricht so können müsste, wo dann oftmals so Lücken kamen, weil ich so dachte Ah Mist, es sieht grad irgendwie das Wissen, was wo zwischendrin gebraucht wird und es war dann auch teilweise echt unangenehm.
00:19:37:05 - 00:19:57:05
Gott sei Dank was mit meiner Mentorin und auch mit den anderen Lehrern, bei denen ich hospitiert hat. Super cool und die fanden das eher witzig gemeint. Ja, wo wir angefangen haben, mussten wir teilweise Dinge auch nicht. Man kann nicht als Lehrkraft alles wissen, aber ich habe schon gemerkt, also ich glaube, ich muss mein Geografie und Geschichtswissen doch noch ein bisschen auffrischen, weil da gibt es große Lücken.
00:19:57:07 - 00:20:18:13
Ich hab da auch noch eine gute Anekdote. Ich hatte dann bei der geschichtliches Wissen erwähnt hast. Ich hatte auch in einer Geschichtsstunde hospitiert. Dann ging es schon seit paar Stunden Zweiten Weltkrieg und die Lehrerin hatte gefragt, wann denn der zweite Weltkrieg zumindest in Europa aufgehört hat. Und das war der 8. Mai 45 und da wurden auch alle möglichen Antworten rausgehauen.
00:20:18:15 - 00:20:38:06
Einmal mitten im Krieg, also 42, dann 49, wo ja sowohl BRD als auch DDR gegründet wurden. Und ein Schüler hat Vogel völlig abgeschossen, der hatte gefragt bzw gesagt es gab den zweiten Weltkrieg, wo ich mir aber nicht ganz sicher bin, ob es wirklich ernst meinte oder nicht. Ich hoffe einfach, weil es war so der Klassenclown in der Klasse.
00:20:38:08 - 00:21:07:13
Ich hoffe einfach jetzt immer nur aus Spaß gesagt, man kann es nicht wissen. Aber ja, muss halt Geschichtswissen noch mal doppelt aufgeholt werden. Ich fand es auch nur eindrücklich, weil es eben auch ich hatte ja mein Schüler inklusiv Arbeit und integrativ Arbeit. Wir hatten ja super viele Schulbegleiter und da ist auch noch mal Zusammenarbeit speziell und man hat noch mehr Herausforderungen und auch Arbeit zusätzlich, weil man eben mit dem Schulbegleiter auch absprechen muss.
00:21:07:15 - 00:21:29:14
Gebe ich dem Kind dann in gewisser Weise eine Extraaufgabe. Der Schulbegleiter muss das ja auch wissen. Er muss wissen, was auf ihn zukommt. Da ist super viel Kommunikation erforderlich. Das fand ich auch sehr eindrücklich, dass da die Arbeit auch noch mal echt viel Interaktion und Kommunikation verlangt und dass man sich eben wirklich gut abspricht, dass nicht die Schulbegleiter dann dort sitzen und sich denken ja, okay, was mache ich jetzt mit dem Kind?
00:21:29:14 - 00:21:55:02
Ich habe keine Aufgaben bekommen. Und tatsächlich, wir haben einen Schüler, der leider erkrankt ist. Der konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht weiter am Unterricht teilnehmen, weil er längerfristig im Krankenhaus sein muss und da wurde dann ein Lernroboter in die Klasse eingeführt. Also das ist so ein kleines Weißes Roboter Ding, wirklich. Sieht ein bisschen aus wie Waldi was man oder oder die war Ich glaube, ich war es, was man so auf den Tisch stellen kann.
00:21:55:05 - 00:22:20:07
Der kann die Augen zumachen, der kann zwinkern, der kann blinzeln, der kann lächeln und eben reden wie ein richtiger Roboter. Er kann sich melden, in dem die Augen leuchten, grünes aufblinken, wenn er zum Beispiel kurz eine Pause braucht. Und darüber kann er eben sprechen und auch hören. Er sieht die Lehrkraft mehr, kann sich drehen und auch mit Schülern sozusagen zusammenarbeiten und ich dachte schon, ZGB KI wäre eine Herausforderung für uns als Lehrkräfte.
00:22:20:07 - 00:22:44:08
Aber sowas ist natürlich extrem krass, weil ich wusste nicht, dass es so weit technisch entwickelt. Also technische Entwicklung gibt es meinen Schülern in dem Feld dann auch am Mic, also in dem Zusammenhang auch ermöglichen kann, dann den Unterricht so zu besuchen und mitzumachen, stellt einerseits eine Herausforderung dar, aber andererseits fand ich das so eindrücklich, was für eine große Chance auch dahinter steht, dass eben Roboter das übernehmen können, falls die Schüler nicht präsent teilnehmen können.
00:22:44:08 - 00:23:05:09
Eben aus solchen Gründen, wofür auch Schüler nichts können. Wie Gesundheit. Wenn, wenn man im Krankenhaus liegt. Und das hat mich echt begeistert. Also das war auch das erste Mal, dass ich so einen Computer live gesehen habe und den Interaktionen und der hat dann auch mit mir geredet und so, das war total klasse, krass so und wir sind jetzt eigentlich schon fast am Ende angekommen.
00:23:05:11 - 00:23:30:22
Wir wollten so für die letzte Folge, wir hatten jetzt eben unsere Eindrücke geschildert, noch ein paar Tipps gegeben für euch Studierende, für die zukünftigen Praktikanten, auch für die Leute, die vielleicht den Podcast so hören und sagen okay, mein Praktikum steht noch bevor oder es stehen noch andere Praktika bevor, was wir eben empfehlen können und wovon wir abraten. Und ich werde jetzt einfach mal mit meinen Punkten, die ich mir so ausgesucht habe, starten.
00:23:30:24 - 00:23:57:24
Also ich sage ganz ehrlich, geht offen an andere Schulformen heran. Guckt euch nicht nur die Schulformen der JA unterrichtet an, sondern wenn ihr die Möglichkeit habt, fragt auch mal an anderen Schulen, ob er ein Praktikum machen kann. Das kann inklusiv Schule sein, es kann eine Förderschule sein oder eine Sportschule. Es gibt ja so viele verschiedene Schulformen. Je mehr man da kennenlernt, desto mehr hat man dann auch Möglichkeiten zu sehen, wie kann Unterricht noch funktionieren außerhalb des Frontal und anderen Sozialformen, also des Unterrichts oder anderen Sozialform?
00:23:57:24 - 00:24:21:10
Die man kennt und geht auch einen Austausch mit Lehrkräften? Die tun euch nix, es kann maximal eine pampige Antwort kommen, aber schlimmer kann es nicht werden. So, also ihr habt nichts zu verlieren. Und ja, ich finde es finde es immer wichtig. Jede Lehrkraft hat einen anderen Herangehensweise in manchen Dingen und hat da auch andere Dinge kennengelernt. Deswegen sei da echt offen und habe keine Angst.
00:24:21:10 - 00:24:48:08
Und ich kann euch auch empfehlen ich also mein Praktikum was jetzt so ich sollte 15 Stunden hospitieren schon letztendlich über 30 war. Ich finde 15 Stunden in vier Wochen hospitieren. Klar, ich musste auch selber halten, aber sehr wenig mein Tipps hospitiert so viel wie möglich, auch wenn die Stunden schon voll sind und macht auch mal andere Fächer. Ich habe auch in Mathe mal hospitiert und in Chemie und Physik, einfach weil ich dort die Didaktik total interessant finde und auch da kann man in seinen Kernfächern was lernen, selbst wenn das nicht die Fächer sind, die man später unterrichtet.
00:24:48:12 - 00:25:12:09
Auch Mathe Didaktik kann total cool sein und spannend mal zu beobachten aus der Rolle der Lehrkraft und Zukünftigen, die eben hinten sitzt. Ja, und auch in dem Punkt Zusammenhang möglichst verschiedene Klassen vom Ausprobieren. Also ich habe in der Klasse elf hospitiert und unterrichtet, aber auch ein Klasse fünf Klasse elf super groß Schritte Ich Da muss ich dann nicht sagen ihr dürft es in rot grün gelb schreiben.
00:25:12:09 - 00:25:33:13
Klasse fünf muss ich noch sagen, unterstreicht es bitte mit Lineal und ihr nehmt jetzt bitte in Füller und ihr dürft den Bleistift nehmen. Und das ist es, ist es schon auch herausfordernd, dann immer in den verschiedenen Klassenstufen zu switchen zwischen groß und kleinschrittig, aber auch schön, weil man kann mit der Klasse elf natürlich anders lernen als mit einer Klasse fünf oder lehren das.
00:25:33:15 - 00:25:55:18
Das ist auch sehr abwechslungsreich. Und ja, ansonsten, wenn ihr einem Praktikum seid in einem Ort, den ihr nicht kennt, erkundet die Gegend. Das ist immer super und beschäftigt euch einfach auch mit Themen, die ihr vielleicht sonst nicht so auf dem Schirm hat. In meinem Fall jetzt Delmenhorst. Das heißt also, ich soll da echt mein isches ein bisschen auffrischen.
00:25:55:19 - 00:26:13:04
Abraten würde ich da vor kurz vor knapp. Dinge zu machen leistet echt zu viel Vorarbeit. Wie geht mehr ist besser, anstatt am Ende dort zu stehen und zu sagen Oh Mist, ich habe jetzt die Stunde doch nicht so gut vorbereitet. Jetzt habe ich nur 1/4 Stunde Zeit. Was mache ich da also in dem Fall? Didaktische Reserve ist immer super.
00:26:13:06 - 00:26:32:20
Dann macht euch Notizen, auch wenn ihr hospitiert, weil wenn ihr die später noch wiederfindet und sagt Hey, da hab ich vielleicht im Unterricht, im Unterricht hospitiert, wo das Thema sehr spannend war und ich weiß nicht. Guten Einstieg. Könntet ihr später in euren Hospizunterlagen immer noch irgendwas finden, wo ihr sagt okay, der Einstieg war gut, den übernehme ich und es ermöglicht auch weniger Nacharbeit.
00:26:32:20 - 00:26:58:11
Dann später für eure Praktikumsmappe oder auch für Unterricht. Und dann? Abraten würde ich eben auch dazu, nur eine Klasse zu hospitieren und zu unterrichten. Und ich glaube, so ein ganz wichtiges Ding Kritik und Umgang mit Kritik. Seht Kritik bitte nicht als Makel an euch selbst an! Es ging mir jahrelang so ich habe Kritik sehr krass als Makel angesehen und es geht mir auch jetzt noch so Manchmal, wenn ich dann kritisiert wurde, das ist es schon sehr persönlich genommen habe.
00:26:58:13 - 00:27:19:15
Aber das ist von euren Mentoren meistens als Chance gemeint, weil die selber auch diesen Weg gegangen sind und wissen, dass diese Punkte euch irgendwann vielleicht auf einen auf den Deckel fallen. So, deswegen nehmt Kritik einfach in dem Sinne auf, dass ihr als Person voll in Ordnung seid, so wie ihr seid und es einfach nur darum geht, euren Unterricht so gut wie möglich zu machen.
00:27:19:17 - 00:27:43:21
Da wird sowieso nicht perfekt. Kein Unterricht ist perfekt. Aber ja, das ihr einfach auch entspannter als Lehrkraft sein könnt. Ich kann mich nur anschließen, tauscht euch mit den Lehrkräften aus, egal was ihr auf dem Herzen habt. Wie schon gesagt, entweder ist es eine tolle Lehrkraft, die euch dann Tipps gibt, euch an die Hand nimmt und euch zur Seite steht und mehr als eine patzige Antwort von Lehrkräften, die ja nicht so toll sind.
00:27:43:21 - 00:28:09:05
Mehr als das könnt ihr nicht kriegen, wenn es um das Thema Kritik geht. Was Ray auch gesagt hat, nehmt es nicht persönlich. Ich hatte in beiden Fächern unterrichtet, einmal Deutschen, einmal in GK und in Deutsch hatte ich wirklich eine sehr, sehr ausführliche Beurteilung bekommen, was ich hätte besser machen können, was gut war und es war alles wirklich sehr professionell und in dem zweiten Fach in GK wurde dann gesagt okay, kommst du so machen und das war's dann.
00:28:09:07 - 00:28:31:02
Na es kommt immer auf die Lehrkraft an und wenn ihr Fragen habt, egal was es ist, fragt einfach nach. Und wenn das dann doch mehr oder weniger unangenehme Fragen sind oder ich oder das Gefühl habt, ihr geht jetzt euren euren Mentor oder Mentorin oder anderen Lehrkraft auf den Sack, fragt trotzdem, weil es ist ja euer Praktikum. Ihr wollt Lehrer werden bzw Lehrerin und wenn ihr was im Herzen habt, fragt einfach.
00:28:31:03 - 00:28:53:13
Ja, das ist ein schönes Schlusswort. Ich bin ein bisschen traurig, weil es ist unsere Verabschiedung, unser unser Takeover ist zu Ende. An dieser Stelle. Wir können euch nur empfehlen folgt Perspektive Land auf Instagram, Hört euch auch den Podcast weiterhin an, um mehr über ländliche Schulen und auch Praktika im ländlichen Bereich kennenzulernen. Und ja, wir wünschen euch für eure zukünftigen Praktika alles Gute.
00:28:53:18 - 00:29:01:21
Viel Erfolg im weiteren Studium auf dem Weg eine gute Lehrkraft zu werden und vielleicht hören wir uns irgendwann noch mal Tschüss, Ciao.
Praktikums-Podcast: Folge 4 - mit Rahel und Nico
In der letzten Folgen des Praktikums-Podcasts berichten Rahel und Nico u.a. von inklusivem Unterricht, spannenden Erlebnissen beim Elternabend und ihren neu entdeckten Wissenslücken. Zum Abschluss gibt es noch Hinweise für künftige Praktikant:innen. Viel Spaß beim Hören!
Wir danken www.hoerspielbox.de für die Sounds und Geräusche.
Diese Folge auf Spotify, Deezer oder Itunes hören, oder direkt hier in unserem Webplayer:

00:00:18:22 - 00:00:50:13
Eine wichtige Durchsage an alle Hörerinnen Ab heute wird dieser Podcast offiziell in den Händen von uns Praktikanten liegen. Wir sind. Ich bin Luca, bin 21 Jahre alt und meine Fächerkombination ist Deutsch und Geschichte. Ich bin Nico, bin 28 Jahre alt und meine Fächerkombination ist deutsch deaf. Ich bin Rahel, bin 24 Jahre alt und meine Fächerkombination ist deutsch und Russisch und ich bin zu dienen, um meine Fächerkombination als Mathematik und Geschichte.
00:00:50:19 - 00:01:18:22
Wir geben Einblicke in unser Blog Praktikum in ländlichen Regionen Sachsens. Ihr habt Lust, mehr über den Ablauf im Schulalltag und unsere Erfahrungen zu hören? Dann bleibt die nächsten vier Wochen dabei und verpasst keine Folge. Wir freuen uns, unsere Erfahrungen mit euch zu teilen. Dieser Podcast wird gehostet von Perspektive Land. Ein Programm der Deutschen Kinder und Jugendstiftung im Auftrag des Sächsischen ministeriums für Kultus.
00:01:18:24 - 00:01:46:01
So schön, dass wir uns jetzt treffen. Natürlich, Praktikum ist geschafft. Gestern dann letzten Tag. Genau. Ja, ich auch. Na, dann ist das alles noch frisch. Können wir uns jetzt unterhalten? Genau. Was ist dein großes Fazit? Also, das Praktikum hat sehr viel Spaß gemacht. Ich habe interessante Lehrerpersönlichkeiten kennengelernt, von denen ich auch viel lernen konnte. Die waren auch super lieb, haben mich auch unterstützt auf dem Weg und auch mir gute Tipps gegeben für die Zukunft.
00:01:46:01 - 00:02:05:20
Was ich besser machen könnte, was ich nicht besser machen sollte. Und ich habe mich wirklich wohlgefühlt und könnte mir auch vorstellen, an diesen Schulen noch mal zurückzugehen. Also ich war ja an einer Schule in Frankenberg, an dem Gymnasium, das Energie und ich könnte mir da vorstellen, noch mal ein anderes Praktikum dort zu absolvieren. Und wie war es bei dir?
00:02:06:01 - 00:02:18:17
Was? Ja, in der Stadt. Ob es da große Unterschiede gab oder nicht. Aber ich fand es auch richtig cool. Jetzt auch sehr viel Spaß gemacht. Ich fand es interessant. Mein Mentor und die Schulleiterin habe ich beide am Ende gefragt, ob es mir Spaß gemacht hat und sagen das ist das Wichtigste und dass man sich das eben behalten soll.
00:02:18:19 - 00:02:59:19
Und ich werde es vermissen, muss ich sagen. Das Unterrichten, das Planen, das auch benoten? Ja, und ich freue mich schon richtig doll darauf, wenn es irgendwann so weit ist, dass man das jeden Tag machen kann. Wie viele Unterrichtsversuche musstest du eigentlich halten? Ich musste insgesamt 20 Unterrichtsversuche halten, und ich hatte 30 Operationstunden, und das war schon sportlich in dieser Zeit, das alles hinzubekommen, weil, wie schon vorher gesagt, die erste Woche war halt nur Hospitationen da mit sechs Stunden, aber die fünf Tage dann max Dann passt das aber der Unterricht war wirklich sehr schwierig zu planen, weil man ist mit verschiedenen Herausforderungen sozusagen konfrontiert, weil man, muss man den Mentoren das alles immer absprechen, was man
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macht. Und dann gucken sie noch mal selber über den Unterrichtsversuch. Aber auch zum Beispiel gab es eine Situation, dass ich Unterricht geplant habe für den Donnerstag und mein Mentor hat aber in derselben Klasse gerade an dem Mittwoch davor Vertretungsstunden gehabt. Und das hieß, dass er meine Themen schon gemacht hat und ich dann komplett den Unterricht noch mal neu strukturiert strukturieren konnte oder musste.
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Aber das mach Sachen, die eine Lehrkraft später auch machen muss. Ja, da muss man flexibel sein. Also auch eine Herausforderung. Das war richtig genial. Ich fands richtig toll. Ich musste keine Vorbereitung und mein Mentor schicken heißt, ich habe das richtig High Life gemacht. Am Anfang habe ich ehrlich gesagt noch ein bisschen länger für die Unterrichtsplanung gebraucht, vielleicht so für 45 Minuten einer eine Stunde geplant.
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Ich arbeite auch ziemlich konsequent und schnell. Dann in dem Moment, aber dann im Nachhinein einige Stunden auch gar nicht mehr geplant, wenn ich grob wusste, was ich machen wollte. Ich habe eine Powerpoint vorbereitet gehabt, weil das ja in jedem Raum auch möglich war zu zeigen mit Fragen manchmal. Ich habe Diskussionsrunden zum Teil geführt, mit Materialien gestützt, mit dem Arbeitsheft, mit dem Buch gearbeitet und ich habe das.
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Es war sehr ausgewogen von geplant, so nicht geplant und ich glaube, damit habe ich mir auch sehr viel Stress erspart, wenn ich ehrlich bin, weil es klingt bei dir so ein bisschen als stressig gewesen. Stimmt das? Es war phasenweise stressig. Wenn ich zum Beispiel an einem Tag vier Stunden unterrichtet habe, dann musste ich wirklich sagen, es ist schon stressig gewesen und na ja, das Problem ist in Mathematik, es ist ja ein bisschen anders.
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Du hast nicht so Diskussionsfreiraum, dass man das und es gibt ein Rechenweg, den die Schüler nutzen sollten, weil der angenehmer ist für die, Dann müssen die Übungsaufgaben machen. Und ich musste ja die ganzen Übungsaufgaben vorher ausprobieren, ob die funktionieren nicht funktionieren. Man, da habe ich mir auch selber ausgedacht, da es fiel mir sehr schwer, einfach so random eine Aufgabe auszudenken und oder aus dem Buch Und wirklich, man denkt sich so als Mathelehrer Ach, das Lehrbuch.
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Die Lösungen sollten ja richtig sein. In dem ganzen Zeitraum habe ich so viele Fehler gehabt in diesem Lösungsteil, wo ich dann im Nachhinein entweder habe ich es halt schon vorher gesehen oder ich habe gesagt ach, das wird schon, Wenn man so oh, es ist falsch und die Schüler merken, das ist längst also peinlich, sehr peinlich, das nicht mehr.
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Das ist ja interessant, weil wahrscheinlich ist es so, dass Mathe zwar von der Vorbereitung her schwieriger ist, weil du musst ja natürlich üben, üben, üben. Und in Deutsch habe ich den Luxus, dass ich einfach auch mal sagen kann gut, wir schmeißen jetzt alles hin und diskutieren einfach nur über die Gretchenfrage oder was auch immer. Ziemlich cool, finde ich.
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Aber dafür habe ich gemerkt, dass der Korrekturaufwand zum Deutsch sehr hoch ist. Also ich habe viele Sachen korrigiert. Eine Bewerbung von einer ganzen Klasse korrigiert, eine zehn Übersetzung von Faust, eine Figurenkonstellation und dann noch ein paar Aufgaben, die ich den gegeben hab und es war schon ne Menge. Und weil man die Schrift nicht so gut lesen kann, ist es auch eine Herausforderung.
00:05:40:08 - 00:06:04:19
Wie war das bei dir so? Auch was korrigieren? Ich habe nichts korrigiert, aber es ist der Fall, dass ich jetzt noch eine Arbeit mit den Nach mein Praktikum mache. Ich schicke sozusagen meiner Mentorin eine Arbeit, die ich selber zusammengestellt habe über die Themen, die ich behandelt hab mit denen. Und dann sollen die da Arbeit schreiben. Das ist in der siebten Klasse und sie wird halt mir aber die Ergebnisse dann schicken, damit ich einfach mal sehen kann, war das jetzt vielleicht zu schwer oder was?
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Gut in dem Sinne. Ja und Aber ich habe halt dann zum Beispiel bei Übungen das ja dann feststellen können. Bei Übungen sind es ja manchmal so, es kommt nur auf die Lösung drauf an und nicht wie du zu dem zu der Lösung gekommen bist. Und ich fand das sehr schwierig. Ich habe zwei Klassen auch wie du, aber eine siebte und eine zehnte und die zehnte Klassen.
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Ich hab halt wirklich gemerkt, okay, die Lehrkraft hatte auch diese Klassen schon das Jahr davor und so super Classroom Management und wirklich und die Schüler Lehrer Beziehung ist richtig gut bei denen aber bei der siebten Klasse, sie hat die gerade übernommen und die sind ein bisschen drehen etwas freier nenne ich es jetzt mal und die haben auch nicht so Lust auf Mathematik und das merkst du auch und versuchst dann kreativ irgendwie den Centre, Bänke und sonstiges einzuführen.
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Aber es ist halt trotzdem finde ich sehr schwierig, weil die sind halt sehr frei gedreht. Dann hatte ich ja auch gesagt, dass es eine Klasse ist mit ADHS und ADHS, dass du die auch so lange am Ball behältst und nicht, dass sie dann gedanklich halt so ganz anders sind. Da muss man halt wirklich aufpassen. Und ich hatte auch eine Situation, wo ich einfach mitten drin sagen musste okay, wir brechen jetzt die Übung so ab, weil die Hälfte von der Klasse halt nicht die Aufgaben gemacht hat, sondern gemalt hat, irgendwas anderes gemacht hat, aber nicht die Aufgaben selbst.
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Was ich halt schade fand, weil das waren auch Aufgaben, die ich selbst erstellt habe und ich da auch Zeit dann aufgeopfert habe. Wenn ich jetzt meine natürlich, als Lehrkraft macht man das ist ja klar. Aber das waren auch Aufgaben zur Vorbereitung für die Arbeit. Dieses Schreiben. Ja, ich wusste, dass sie Problemstellen haben, aber sie wollten das selber auch nicht mit gleichen, oder?
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Wir lösen im Endeffekt, was schade fand, weil es ja auch für ihre Zukunft ist, weil ich weiß es, so ein typischer Lehrerspruch, aber ich hab das ja hier schon fertig. Ich stehe hier für euch und wenn ihr das nicht macht, ist es dann euer Problem. Aber manchmal weißt du halt auch nicht weiter und das war echt schwer. Ja, das ist mir auch aufgefallen, dass man sich auch Sachen nicht persönlich nehmen darf, das gerade gesagt hat, wenn man eben viel Zeit in Übungsaufgaben investiert hat, sich dann Mühe gegeben hat, kreativ zu sein, um den vielleicht wirklich zu helfen und dann kommt es nicht so gut an, das kann ja 1000 Gründe haben.
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Wir sind ja an dem Tag einfach unkonzentriert. Das Wetter ist komisch, Gärten voller Sport? Keine Ahnung. Darf man sich absolut nicht zu Herzen nehmen. Das müssen wir auch lernen. Im Praktikum denke ich Was war denn für dich so das schönste Moment? Gab es so eine Situation in der Klassenraum, wo du warst, so wenn man arbeitet, Früchte tragen? Oder du warst dann stolz auf die Schule oder was?
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Stolz auf dich oder so, ob das so, so ein Erfolgserlebnis oder so eine glückliche Moment hattest? Das ist eine schöne Frage. Es gab viele Momente, in denen ich mich wirklich richtig doll gefreut habe. Immer wenn was von den Schülern kam, ein bisschen mehr kam, als ich eigentlich erwartet hatte. Das war vor allen Dingen eben bei bei Diskussionsfragen. Deswegen ist es mir öfter passiert in einem Praktikum, vor allem in der zehnten Klasse bei dem Faust Thema, dass ich dann einfach meine Planung so ein bisschen hinten angestellt habe und mit ihnen geredet habe und wenn dann was kam, bei denen du gemerkt hast.
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Achte Hast du eine geistige Verknüpfung von vor drei Stunden aufgerufen und das mit deinem persönlichen Leben verknüpft? Das ist einfach am coolsten, denn ich finde ihr persönliches Leben da so ein bisschen mit reflektieren und ihre Meinung dazu wirklich begründet äußern können. Das hat mir am allerbesten von und da war ich wirklich stolz auf die und auch teilweise Noten bekommen haben wo du gemerkt das die haben sich Mühe gegeben und sich dahinter geklemmt und das finde ich am allerschönsten.
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Das freut mich wirklich zu hören. Das ist ja auch eine Aufgabe für uns Lehrkräfte eigentlich, das wir ja nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch diesen Charakter der Menschen formen oder bzw helfen, dass sie sich selbst finden. Ja und das freut mich, dass sie dann so reflektieren konnten. Auch über ihr Leben. Das was man eigentlich an der Schule macht, weil man sagt ja immer so als Schüler, ach, warum muss ich das denn genau dieser Lebenswelt dazu fehlt richtig oft und ich finde es cool, wenn man den herstellen kann, ist es in Mathe wahrscheinlich noch ein bisschen schwieriger.
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Das ist ja von vielen Dingen ungeliebtes Kind. Aber das wird ja auch was dazu gedacht. Ist ja geil. Das hat ja jetzt richtig gut funktioniert und das ist es, das ist es einfach. Also ich hatte so eine Situation mit Schüler, ich habe erklärt, Sinusfunktion und wie die Parameter das verändern etc. Und es war wirklich schön zu hören solche Fragen wie wenn ich jetzt die zwei Parameter, die für die Spiegelung verantwortlich sind, wenn die beiden negativ sind, sieht das eigentlich aus wie eine normale Sinus Funktion wieder.
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Also wenn ich minus Sinus von minus XY zum Beispiel habe nicht so okay. Die Frage beantworten wir gleich. Ich würde nur ganz schnell noch das Thema zu Ende machen. Danach können wir es gerne vorne anzeigen und dann habe ich das mit dem Graph sozusagen gemacht. Ich habe so ein Programm auf meinem Tablet und habe mein Sohn Graph zeichnen lassen und da hat man dann das auch schön sehen können.
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Und ich fand es so schön, dass man so um die Ecke gedacht ja und ähm, ich hatte auch versucht, zumindestens in Mathematik, besonders bei den kleineren vertetnahe Sachen zu suchen bzw äh Sachen die im Alltag theoretisch funktionieren, wie zum Beispiel Amphitheater. Da hast du zum Beispiel sitzt du auf diesen Kreisbogen als Zuschauer und hast trotzdem denselben Blickwinkel zu zu allem was auf der Bühne ist.
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Egal wo du dich auf diesen Kreis dann befindest. Ja, das fand ich eigentlich richtig schön zu wissen. So und zum Beispiel habe ich dann mal auf dem Centre Winkel habe ich gesagt Ja, stellt euch mal vor, Zirkus Manege, ihr seid der Zirkusdirektor steht genau in der Mitte von diesem Kreis. Ihr könnt von Ich Wie nenne ich das Zuschauer?
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A bis Zuschauer B gucken. Was ist dann ein bestimmter Winkel? Sucht ihn mal raus. Das ist cool. Ja, das mag ich. Dann haben die direkt ein Bild im Kopf. Genau, genau. Und dann habe ich das noch dann erweitert und gesagt Okay, für den Peripherie Winkel Satz war das halt so, Stellt euch vor, jetzt sind hinten an der Bühne gucken die durch, sind zum Vorhang halt durch und sehen auch diese Zuschauer.
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Ja, wie ist dann da der Winkel im Verhältnis zum Zirkusdirektor? Und dann haben die das zum Zeichnen können und dann auf einmal Ach, der Winkel ist halb so groß wie der Zentrale in Gera. Oh cool, Ich fand es wirklich toll, aber gab es auch so Situationen? Du sagst okay, das muss ich selber für mich reflektieren oder so, weil das hatte ich zumindestens auch.
00:11:48:08 - 00:12:08:13
Aber es wäre schön mal von dir auch das zu hören. Ja, also ich muss sagen, was mir doll aufgefallen ist, wo ich vorher nicht so dran gedacht habe, ist Spicken mit dem Handy. Ist an meiner Schule ein ganz großes Thema, was ich auch viel im Lehrerzimmer mitbekommen, wie oft Handys eingesammelt werden, wie auf das Essen verteilt werden, weil dann Google oder Tablet benutzen und das viele Lehrer sagen, es bringt gar nichts mehr, irgendwas mit nach Hause zu gehen, weil die das eh vom Internet machen lassen.
00:12:08:15 - 00:12:27:02
Fand ich interessant, weißt du ja gut, aber ich hab die ja im Blick und denkste, denkst du, dass du die im Blick hast? Du siehst gar nichts und dann korrigierst du die Tests und merkt einfach mal, das ist so untypisch für den Schüler. Das war auch nach für mich, dass ich schon, obwohl ich die nur so kurz kannte, sagen konnte Das ist sehr untypisch, diese Antwort gerade und das ist viel zu ausführlich dafür, dass er das selber gemacht hat.
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Und dann googelst du das und dann findest du die selbe Figurenkonstellation, die da im Heft hat, findest du dann im Internet. Ja, da stehe ich. Da ist man auch schon sehr enttäuscht, muss ich sagen. Sie muss sich gar nicht gut an das so zu erleben und dann null Punkte zu verteilen. Ja klar, bin ich. Sehr schade, Hab ich auch mit ihm drüber geredet, so von wegen hier.
00:12:42:12 - 00:13:03:15
Ich sehe das auch und ich finde es schade. Auch, dass es zweimal passiert. Von zwei verschiedenen Schülern, dass da muss ich aufpassen. Und was auch für mich noch ein Moment war ist, Umso besser du die Klasse wirklich kennst, umso schwerer wird es erst mal, weil sie dich dann auch so ein bisschen austesten und sich selber austesten, was ja ganz normal ist und dir dann nicht mehr diesen ungefragten Respekt in der ersten Stunde gegenüber bringen.
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Das ist für dich einfach nur Du musst dich mehr beweisen und zeigen, dass es wert ist, dass sie dir zuhören. Aber umso besser für die dann auch. Kennst du beim Namen nennen kannst du dir zwei Namen, dann kannst und weiß der, der vor dir sitzt oder funktioniert das auch viel besser? Man kann so besser auf die eingehen und genau die Stärken von denen nutzen und ausspielen kann ich komplett nachvollziehen.
00:13:22:11 - 00:13:41:13
Das hatte ich auch immer gerne. Also ich hatte auch das Problem mit Ruhe auf jeden Fall zu etablieren, weil die kennt ich noch nicht. Ich habe nicht diesen Respekt vor dir und in Mathematik. Mir ist halt zum Beispiel auch mal ein Fehler passiert bei der Rechnung passiert ja und dann so merkst du das auch erst in diesen Unterricht und dann die Schüler sagen sich so a Die hat auch Probleme.
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Mathematik nicht, das ist dann du das sind kein Fehler erlauben weil sonst oder muss den so gut überspielen, dass das nicht merkbar ist. Findest du? Ich finde es eigentlich genau andersherum. Ich finde es viel besser, wenn man selber auch mein Fehler, aber ich habe irgendwie ein Rechtschreibfehler an der Tafel gehabt und war dann so Oh Entschuldigung, ich mache auch mal Fehler und das kommt eigentlich bei den Schülern richtig gut.
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Dann habe ich Gefühl, wenn man das also selber so dann sieht und sagt, tut mir leid oder wenn die einen darauf hinweisen, dass man dann nicht sagt ja, keine Ahnung, wie man so pampig reagiert. Also was du wahrscheinlich auch nicht gemacht hast. Nein, kenne ich natürlich nicht. Aber es ist halt, wenn du ungsfehler machst. Deine Tafel ist ja was anderes, weil du die Tafel nicht direkt als weiten Blickwinkel hast und als kleinen Blickwinkel so, sondern es war wirklich.
00:14:19:06 - 00:14:35:09
Ich habe eine Aufgabe nicht richtig selber gelesen und dann dadurch falsch gelöst. Und dann kam dann diese Unruhe auf und keiner wird mit dir aber reden, weil du siehst es ja auch in dem Moment nicht. Und dann sagst du ja, was ist denn grad das Problem? Ich merke gerade Unruhe, Ihr wollt irgendwas sagen, dann kommt dann nichts von den Schülern.
00:14:35:09 - 00:15:00:16
Das macht einen auch dann nervös. Ja, und das mit dem Ja, ich sehe das nicht. Ich kann das auch nachvollziehen, aber nicht mit Technologie, sondern stell dir mal vor, das sind Zwillinge in der Klasse mit anderen Hast als sitzen nicht nebeneinander. Ich habe erst am Ende des Praktikums von jemanden gesagt bekommen, dass das Zwillinge sind. Was? Ja, man denkt immer, man hat ja als Lehrer alles im Blick, wenn man da vorne steht.
00:15:00:16 - 00:15:21:13
Aber so ist es überhaupt nicht. In gar nichts im Blick. Das ist mir auch bei den Hospitationen aufgefallen. Wenn du hinten sitzt, hast du ganz viel im Blick. Aber von vorne nicht, weil die genau wissen, was sie machen muss, damit du das nicht siehst. Ich hatte auch ein Erfolgsmoment für mich persönlich. Also ich hatte gemerkt, ich habe manchmal Probleme mit den Tafelbildern, dass das noch nicht so sauber aussieht, weil Schriftgröße an der Tafel ist was anderes als im Heft.
00:15:21:15 - 00:15:48:08
Und ich hatte aber auch so übrigens den Erfolgsmoment in der letzten Stunde Die Schüler haben eine Aufgabe nicht lösen können, weil irgendwie die die Schrittfolge von der Lösung nicht hinbekommen haben, auch nach dem Erklären. Und dann habe ich aus dem Stegreif einfach eine ganze Schrittfolge professionell aufgeschrieben und mit den durchgegangen und sogar ein Schüler war dann auf einmal auch richtig Feuer und Flamme, nachdem er das verstanden hat und hat mir dann auch, habe ich gesagt ja, wie könne man das denn formulieren?
00:15:48:08 - 00:16:13:17
Und dann kamen übelst gute Formulierungshilfen, wo auch zum Beispiel die Fachbegriffe wie Ruhe lag und somit integriert waren, wo? Ich war richtig stolz und war auch stolz auf das, was ich kreiert habe, als Pate bin und war so so muss das war ja cool. Du, du darfst dich als Lehrkraft nicht beschränken auf wie ist ein Unterrichtsverlauf? Weil manchmal muss man das über schmeißen, weil man nicht jede Situation voraussehen kann, weil sonst würde man vielleicht nicht an der Unterrichtsplanung eine Stunde sitzen, sondern zehn Tage, oder?
00:16:13:18 - 00:16:32:11
Ja, darum eher pragmatisch denken. Gab es für dich so Momente, wo du sagst, du hast dich da verbessert oder was? Stolz auf dich selbst? Vielleicht, weil wir ja auch gesagt haben über Schüler wie Schüler agiert haben. Aber das ist ja auch immer Schüler unterschiedlich so und wie die Klasse aufgebaut ist, manchmal liegt es ja auch nicht an der Lehrkraft, manchmal liegt es auch auf Zeit selber.
00:16:32:13 - 00:16:49:00
Dann hattest du noch für dich selber was, was du mitnehmen konntest. Oh, ich muss sagen, was ich mir noch mitnehmen möchte, Was ich auch noch nicht perfekt gemeistert haben, ist auch mehr im Blick zu behalten, was man an Möglichkeiten noch offen hat. Wenn man ein Problem lösen will, dann fokussiert man sich manchmal so eng drauf, dass man links und rechts gar nichts mehr sieht.
00:16:49:02 - 00:17:10:07
Und ich hatte zum Beispiel eine sehr kreative Stunde bei einer anderen Lehrerin, ich meine mit meinem Mentor, und da habe ich so eine Theaterform mit der Klasse ausprobiert. Ich kannte weder die Klasse noch wusste ich, was sie sonst großartig in Deutsch gerade hatten. Und es ging um Zivilcourage und das war ein sehr großes Wagnis, ein großes Experiment. Ja, es ist ganz gut gelaufen, aber da hätte ich einfach noch viel mehr im Blick haben müssen.
00:17:10:09 - 00:17:32:16
Zum Beispiel ist mir gar nicht die Idee gekommen, einfach den Ort zu wechseln. Da hat die Lehrerin gesagt Hey, wir könnten noch rausgehen dafür. Natürlich könnten wir dafür rausgehen, Ist doch perfekt. Aber es ist mir gar nicht eingefallen, sonst würde ich mir von mir selber wünschen, dass ich da noch ein bisschen mehr, auch räumliche Möglichkeiten nutze. Mehr kreative Möglichkeiten, Basteln, Büchlein, alles wirklich nicht immer nur in den Hefter schreibe, sondern zum Beispiel Leporello machen oder so was.
00:17:32:18 - 00:17:51:03
Andere kreative Form genau natürlich das irgendwo in der Form festgeschrieben ist. Aber die Form freier gestalten, richtig. Oder wegen der Plakate oder so einfach ein bisschen offener noch sein, mehr neue Methoden reinnehmen. Ich merke selber, dass ich dann schnell einfach nur das mache, was ich kenne. Ja, das ist bei dir also der Punkt, den du noch mal ein bisschen betrachten willst.
00:17:51:05 - 00:18:23:07
Für mich sind es verschiedene Punkte, wo ich wirklich sagen muss, daran will ich halt selber arbeiten. Halt zum Beispiel wie ich eine Klasse, wo ich auch kriege. Ich hab das teilweise hingekriegt, manchmal klappt es aber gar nicht. Dann Arbeitsblätter sind haben sich auch im Verlauf gebessert, kann aber immer noch Potenzial nach oben geben. Und was mir aufgefallen ist ich habe irgendwie so einen Lehrer, also dass ich entweder sage, was ich tue, gerade wie zum Beispiel ja jetzt ich einen Arbeitsblatt aus das sieht man ja, dass ich was zwei oder dreimal wiederhole, was ich nicht nötig war, dass ich wiederhole.
00:18:23:11 - 00:18:38:10
Oder wenn es einen Schüler gesagt hat, dass man es dann noch mal wiederholt, weil man denkt, die haben nicht alle gehört, Aber das ja dann, wenn die Klasse zu laut ist und sie es nicht alle hören. Und das ist deren Problem eigentlich. Und das habe ich mir auch sehr angewöhnt, wenn ich dann laut wurde, es war sehr oft bei mir, auch das ist dann so ein bisschen unruhig wurde ja, er hat sich das auch besser, wenn man dann gesagt hat Hey, es ist jetzt wieder Ruhe.
00:18:38:10 - 00:18:57:06
Wenn du so einzelne Leute angesprochen hast, Irgendwann hatte ich eine siebte Stunde gar nichts mehr, da waren die also durch das irgendwann. Es ist ja auch nachvollziehbar der Kurs auf das. Sevim ja. Lessing weil ich hatte das auch, dass es bei mir in der siebten Stunde dann nicht er hat aber sind ja einfach müde, ist es warm draußen, die wollen alle nur noch nach Hause.
00:18:57:08 - 00:19:19:04
Ja klar, aber absolut nachvollziehbar. Und dann stehst du da vorne und müht sich ab, was bei mir richtig gut funktionierte. Das war, dass ich gesagt habe Hey, ich würde gern mit euch wirklich spannenden Unterricht machen und euch nicht irgendwelche Aufgaben machen lassen. Aber ich habe auch keine Lust, hier vorne zu stehen und ganz laut zu sein. Und wenn du denen das in einer ehrlichen Art und Weise sagst, nicht so eingedeckt, wie manche Lehrer das früher bei uns gemacht haben, wenn du den ehrlich gegenüber bist, dann merken die das auch und das hat wirklich was gebracht.
00:19:19:04 - 00:19:38:01
Die waren danach ruhiger. Dann verstanden. Hey, die gibt sich dann Mühe und es ist wirklich anstrengend gegen so eine Klasse anzuschreien. Soll ich auch an meiner eigenen Stimme geben, die abends manchmal aber nur noch einen Tee getrunken und es ging nichts mehr? Muss man auf sich aufpassen? Ähm. Ich kann dann zum Beispiel abschließend sagen für mich hat sich das Praktikum bestätigt, dass ich Lehrkraft werden möchte.
00:19:38:04 - 00:20:00:09
Immer noch, auch wenn es anstrengend ist. Auch wenn es die Hauptherausforderungen sind. Aber die hat jeder Beruf in einem Maße. Bei uns ist es halt, weil wir mit vielen Individuen arbeiten, nicht nur andere Lehrer, sondern auch Schüler mit Eltern, also mit vielen Generationen, mit vielen verschiedenen Menschen, mit verschiedenen Hintergründen. Und ich muss halt auch sagen, es ist schwer, ja, muss man auch sagen.
00:20:00:09 - 00:20:25:12
Man muss das jetzt auch nicht beschönigen, aber es macht mir Spaß. Und für uns als Lehrkraft ist ja die Aufgabe, die Menschen wissen zu vermitteln und auch diesen Charakter zu formen. Und ich denke mal, es gehört auch irgendwo dazu, dass meine Klasse laut sein kann soll ist. Aber was man dem zum Beispiel auch beibringt. Es ist nicht nur weil es mich stört es jetzt grad schreit, sondern es gibt auch andere Leute, dass man auch Rücksicht auf die nimmt oder andere Werte vermittelt.
00:20:25:14 - 00:20:48:18
Und ich denke, das ist so das, was mir auch sehr stark hängengeblieben ist, dass ich das auch weiter mittragen möchte. Und ich denke mal, das ist auch so eine ehrliche Feedback und Fazit davon. Ich weiß ja nicht, wie du siehst, aber doch ist es auch so! Schon schön, dass du das gesagt hast. Diesen diesen Horizont erweitern von Schülern finde ich total wichtig, sowohl auf Wissensbasis als auch auf sozialer Basis moralischer Basis.
00:20:48:24 - 00:21:08:18
Das ist glaube ich so unsere Kernaufgabe. Und auch selber nicht abstumpfen, sondern man kann so viel lernen von den noch. Ich denke es ist so gut gesagt, ich will auch unbedingt noch Lehrerin werden. Ich freue mich richtig doll drauf und freue mich auch schon auf meine nächsten Praktika und das dann so im Alltag zu haben. Ich muss sagen, ich freue mich jetzt mehr und mehr mit dem Gedanken an, nicht in Vollzeit anfangen zu wollen, auch wenn das gerade ein schwieriges Thema ist.
00:21:08:18 - 00:21:31:08
In Sachsen. Ähm, weil ich glaube, das könnte wirklich überfordernd sein. Ich habe gemerkt, dass das Praktikum dann doch schon näher geht und viel zu tun hat. In Teilzeit ist glaube ich für mich zumindest etwas, das ich mir eher vorstellen könnte, weil ich mir dann auch mehr mehr Zeit für mich und für meinen Unterricht nehmen wollen würde. Kann ich verstehen, aber ich bin der Meinung, ich würde das gerne als Vollzeit machen.
00:21:31:11 - 00:21:53:19
Das ist halt wieder vielleicht dieses Konträre. Die beiden, weil ich liebe diese Arbeit mit Kindern, ich weiß es auch schwer ist. Es wird auch am Anfang schwer mit im Unterricht sein. Aber ich bin auch der Meinung, wenn du jetzt zum Beispiel eine sechste Klasse schon durch hast, hast du auch wenn Material im großen Zug fertig. Okay, nicht jeder Gruppenarbeit kannst du mit jeder Klasse machen oder jede Konzept, aber der grobe Inhalt ist sehr gleich oder ähnlich.
00:21:53:19 - 00:22:17:00
Der Lehrplan verändert sich ja nicht jedes Schuljahr in diesen großen Zügen und darum denke ich, wenn ich jetzt da jede klasse Stufe einmal durch habe, habe ich auch weniger Stress und kann mir das auch gut vorstellen. Ich sage mal so im Ref haben wir die Hälfte von einer Vollzeitstelle von den Stunden her, das heißt so circa 13 Stunden jetzt so, nachdem wir uns jetzt ausgetauscht haben über unsere Erfahrungen, sind wir super gespannt zu hören, was Nico und Reil zu sagen haben.
00:22:17:00 - 00:22:20:13
Über ihr Praktikum und würden an der Stelle jetzt wieder übergeben.
Praktikums-Podcast: Folge 3 - mit Celine und Luca
Zurück beim Praktikums-Podcast: Celine und Luca haben ihr Blockpraktikum abgeschlossen und ziehen ein Fazit: Lauscht ihrem Austausch über Unterrichtserfahrungen, persönliche Erkenntnisse und den Berufswunsch Lehrkraft.
Wir danken www.hoerspielbox.de für die Sounds und Geräusche.
Diese Folge auf Spotify, Deezer oder Itunes hören, oder direkt hier in unserem Webplayer:

00:00:18:22 - 00:00:50:13
Eine wichtige Durchsage an alle Hörerinnen Ab heute wird dieser Podcast offiziell in den Händen von uns Praktikanten liegen. Wir sind. Ich bin Luca, bin 21 Jahre alt und meine Fächerkombination ist Deutsch und Geschichte. Ich bin Nico, bin 28 Jahre alt und meine Fächerkombination ist deutsch deaf. Ich bin Rahel, bin 24 Jahre alt und meine Fächerkombination ist deutsch und Russisch und ich bin zu dienen, um meine Fächerkombination als Mathematik und Geschichte.
00:00:50:19 - 00:01:18:22
Wir geben Einblicke in unser Blog Praktikum in ländlichen Regionen Sachsens. Ihr habt Lust, mehr über den Ablauf im Schulalltag und unsere Erfahrungen zu hören? Dann bleibt die nächsten vier Wochen dabei und verpasst keine Folge. Wir freuen uns, unsere Erfahrungen mit euch zu teilen. Dieser Podcast wird gehostet von Perspective Land. Ein Programm der Deutschen Kinder und Jugendstiftung im Auftrag des Sächsischen ministeriums für Kultus.
00:01:18:24 - 00:01:46:01
So schön, dass wir uns jetzt treffen. Natürlich, Praktikum ist geschafft. Gestern dann letzten Tag. Genau. Ja, ich auch. Na, dann ist das alles noch frisch. Können wir uns jetzt unterhalten? Genau. Was ist dein großes Fazit? Also, das Praktikum hat sehr viel Spaß gemacht. Ich habe interessante Lehrerpersönlichkeiten kennengelernt, von denen ich auch viel lernen konnte. Die waren auch super lieb, haben mich auch unterstützt auf dem Weg und auch mir gute Tipps gegeben für die Zukunft.
00:01:46:01 - 00:02:05:20
Was ich besser machen könnte, was ich nicht besser machen sollte. Und ich habe mich wirklich wohlgefühlt und könnte mir auch vorstellen, an diesen Schulen noch mal zurückzugehen. Also ich war ja an einer Schule in Frankenberg, an dem Gymnasium, das Energie und ich könnte mir da vorstellen, noch mal ein anderes Praktikum dort zu absolvieren. Und wie war es bei dir?
00:02:06:01 - 00:02:18:17
Was? Ja, in der Stadt. Ob es da große Unterschiede gab oder nicht. Aber ich fand es auch richtig cool. Jetzt auch sehr viel Spaß gemacht. Ich fand es interessant. Mein Mentor und die Schulleiterin habe ich beide am Ende gefragt, ob es mir Spaß gemacht hat und sagen das ist das Wichtigste und dass man sich das eben behalten soll.
00:02:18:19 - 00:02:59:19
Und ich werde es vermissen, muss ich sagen. Das Unterrichten, das Planen, das auch benoten? Ja, und ich freue mich schon richtig doll darauf, wenn es irgendwann so weit ist, dass man das jeden Tag machen kann. Wie viele Unterrichtsversuche musstest du eigentlich halten? Ich musste insgesamt 20 Unterrichtsversuche halten, und ich hatte 30 Operationstunden, und das war schon sportlich in dieser Zeit, das alles hinzubekommen, weil, wie schon vorher gesagt, die erste Woche war halt nur Hospitationen da mit sechs Stunden, aber die fünf Tage dann max Dann passt das aber der Unterricht war wirklich sehr schwierig zu planen, weil man ist mit verschiedenen Herausforderungen sozusagen konfrontiert, weil man, muss man den Mentoren das alles immer absprechen, was man
00:02:59:19 - 00:03:21:16
macht. Und dann gucken sie noch mal selber über den Unterrichtsversuch. Aber auch zum Beispiel gab es eine Situation, dass ich Unterricht geplant habe für den Donnerstag und mein Mentor hat aber in derselben Klasse gerade an dem Mittwoch davor Vertretungsstunden gehabt. Und das hieß, dass er meine Themen schon gemacht hat und ich dann komplett den Unterricht noch mal neu strukturiert strukturieren konnte oder musste.
00:03:21:18 - 00:03:40:17
Aber das mach Sachen, die eine Lehrkraft später auch machen muss. Ja, da muss man flexibel sein. Also auch eine Herausforderung. Das war richtig genial. Ich fands richtig toll. Ich musste keine Vorbereitung und mein Mentor schicken heißt, ich habe das richtig High Life gemacht. Am Anfang habe ich ehrlich gesagt noch ein bisschen länger für die Unterrichtsplanung gebraucht, vielleicht so für 45 Minuten einer eine Stunde geplant.
00:03:40:20 - 00:04:02:01
Ich arbeite auch ziemlich konsequent und schnell. Dann in dem Moment, aber dann im Nachhinein einige Stunden auch gar nicht mehr geplant, wenn ich grob wusste, was ich machen wollte. Ich habe eine Powerpoint vorbereitet gehabt, weil das ja in jedem Raum auch möglich war zu zeigen mit Fragen manchmal. Ich habe Diskussionsrunden zum Teil geführt, mit Materialien gestützt, mit dem Arbeitsheft, mit dem Buch gearbeitet und ich habe das.
00:04:02:03 - 00:04:24:00
Es war sehr ausgewogen von geplant, so nicht geplant und ich glaube, damit habe ich mir auch sehr viel Stress erspart, wenn ich ehrlich bin, weil es klingt bei dir so ein bisschen als stressig gewesen. Stimmt das? Es war phasenweise stressig. Wenn ich zum Beispiel an einem Tag vier Stunden unterrichtet habe, dann musste ich wirklich sagen, es ist schon stressig gewesen und na ja, das Problem ist in Mathematik, es ist ja ein bisschen anders.
00:04:24:06 - 00:04:48:24
Du hast nicht so Diskussionsfreiraum, dass man das und es gibt ein Rechenweg, den die Schüler nutzen sollten, weil der angenehmer ist für die, Dann müssen die Übungsaufgaben machen. Und ich musste ja die ganzen Übungsaufgaben vorher ausprobieren, ob die funktionieren nicht funktionieren. Man, da habe ich mir auch selber ausgedacht, da es fiel mir sehr schwer, einfach so random eine Aufgabe auszudenken und oder aus dem Buch Und wirklich, man denkt sich so als Mathelehrer Ach, das Lehrbuch.
00:04:48:24 - 00:05:07:11
Die Lösungen sollten ja richtig sein. In dem ganzen Zeitraum habe ich so viele Fehler gehabt in diesem Lösungsteil, wo ich dann im Nachhinein entweder habe ich es halt schon vorher gesehen oder ich habe gesagt ach, das wird schon, Wenn man so oh, es ist falsch und die Schüler merken, das ist längst also peinlich, sehr peinlich, das nicht mehr.
00:05:07:16 - 00:05:21:12
Das ist ja interessant, weil wahrscheinlich ist es so, dass Mathe zwar von der Vorbereitung her schwieriger ist, weil du musst ja natürlich üben, üben, üben. Und in Deutsch habe ich den Luxus, dass ich einfach auch mal sagen kann gut, wir schmeißen jetzt alles hin und diskutieren einfach nur über die Gretchenfrage oder was auch immer. Ziemlich cool, finde ich.
00:05:21:12 - 00:05:40:08
Aber dafür habe ich gemerkt, dass der Korrekturaufwand zum Deutsch sehr hoch ist. Also ich habe viele Sachen korrigiert. Eine Bewerbung von einer ganzen Klasse korrigiert, eine zehn Übersetzung von Faust, eine Figurenkonstellation und dann noch ein paar Aufgaben, die ich den gegeben hab und es war schon ne Menge. Und weil man die Schrift nicht so gut lesen kann, ist es auch eine Herausforderung.
00:05:40:08 - 00:06:04:19
Wie war das bei dir so? Auch was korrigieren? Ich habe nichts korrigiert, aber es ist der Fall, dass ich jetzt noch eine Arbeit mit den Nach mein Praktikum mache. Ich schicke sozusagen meiner Mentorin eine Arbeit, die ich selber zusammengestellt habe über die Themen, die ich behandelt hab mit denen. Und dann sollen die da Arbeit schreiben. Das ist in der siebten Klasse und sie wird halt mir aber die Ergebnisse dann schicken, damit ich einfach mal sehen kann, war das jetzt vielleicht zu schwer oder was?
00:06:04:19 - 00:06:24:15
Gut in dem Sinne. Ja und Aber ich habe halt dann zum Beispiel bei Übungen das ja dann feststellen können. Bei Übungen sind es ja manchmal so, es kommt nur auf die Lösung drauf an und nicht wie du zu dem zu der Lösung gekommen bist. Und ich fand das sehr schwierig. Ich habe zwei Klassen auch wie du, aber eine siebte und eine zehnte und die zehnte Klassen.
00:06:24:17 - 00:06:48:08
Ich hab halt wirklich gemerkt, okay, die Lehrkraft hatte auch diese Klassen schon das Jahr davor und so super Classroom Management und wirklich und die Schüler Lehrer Beziehung ist richtig gut bei denen aber bei der siebten Klasse, sie hat die gerade übernommen und die sind ein bisschen drehen etwas freier nenne ich es jetzt mal und die haben auch nicht so Lust auf Mathematik und das merkst du auch und versuchst dann kreativ irgendwie den Centre, Bänke und sonstiges einzuführen.
00:06:48:10 - 00:07:17:16
Aber es ist halt trotzdem finde ich sehr schwierig, weil die sind halt sehr frei gedreht. Dann hatte ich ja auch gesagt, dass es eine Klasse ist mit ADHS und ADHS, dass du die auch so lange am Ball behältst und nicht, dass sie dann gedanklich halt so ganz anders sind. Da muss man halt wirklich aufpassen. Und ich hatte auch eine Situation, wo ich einfach mitten drin sagen musste okay, wir brechen jetzt die Übung so ab, weil die Hälfte von der Klasse halt nicht die Aufgaben gemacht hat, sondern gemalt hat, irgendwas anderes gemacht hat, aber nicht die Aufgaben selbst.
00:07:17:16 - 00:07:36:14
Was ich halt schade fand, weil das waren auch Aufgaben, die ich selbst erstellt habe und ich da auch Zeit dann aufgeopfert habe. Wenn ich jetzt meine natürlich, als Lehrkraft macht man das ist ja klar. Aber das waren auch Aufgaben zur Vorbereitung für die Arbeit. Dieses Schreiben. Ja, ich wusste, dass sie Problemstellen haben, aber sie wollten das selber auch nicht mit gleichen, oder?
00:07:36:14 - 00:08:03:15
Wir lösen im Endeffekt, was schade fand, weil es ja auch für ihre Zukunft ist, weil ich weiß es, so ein typischer Lehrerspruch, aber ich hab das ja hier schon fertig. Ich stehe hier für euch und wenn ihr das nicht macht, ist es dann euer Problem. Aber manchmal weißt du halt auch nicht weiter und das war echt schwer. Ja, das ist mir auch aufgefallen, dass man sich auch Sachen nicht persönlich nehmen darf, das gerade gesagt hat, wenn man eben viel Zeit in Übungsaufgaben investiert hat, sich dann Mühe gegeben hat, kreativ zu sein, um den vielleicht wirklich zu helfen und dann kommt es nicht so gut an, das kann ja 1000 Gründe haben.
00:08:03:15 - 00:08:22:03
Wir sind ja an dem Tag einfach unkonzentriert. Das Wetter ist komisch, Gärten voller Sport? Keine Ahnung. Darf man sich absolut nicht zu Herzen nehmen. Das müssen wir auch lernen. Im Praktikum denke ich Was war denn für dich so das schönste Moment? Gab es so eine Situation in der Klassenraum, wo du warst, so wenn man arbeitet, Früchte tragen? Oder du warst dann stolz auf die Schule oder was?
00:08:22:03 - 00:08:45:02
Stolz auf dich oder so, ob das so, so ein Erfolgserlebnis oder so eine glückliche Moment hattest? Das ist eine schöne Frage. Es gab viele Momente, in denen ich mich wirklich richtig doll gefreut habe. Immer wenn was von den Schülern kam, ein bisschen mehr kam, als ich eigentlich erwartet hatte. Das war vor allen Dingen eben bei bei Diskussionsfragen. Deswegen ist es mir öfter passiert in einem Praktikum, vor allem in der zehnten Klasse bei dem Faust Thema, dass ich dann einfach meine Planung so ein bisschen hinten angestellt habe und mit ihnen geredet habe und wenn dann was kam, bei denen du gemerkt hast.
00:08:45:02 - 00:09:10:05
Achte Hast du eine geistige Verknüpfung von vor drei Stunden aufgerufen und das mit deinem persönlichen Leben verknüpft? Das ist einfach am coolsten, denn ich finde ihr persönliches Leben da so ein bisschen mit reflektieren und ihre Meinung dazu wirklich begründet äußern können. Das hat mir am allerbesten von und da war ich wirklich stolz auf die und auch teilweise Noten bekommen haben wo du gemerkt das die haben sich Mühe gegeben und sich dahinter geklemmt und das finde ich am allerschönsten.
00:09:10:07 - 00:09:36:02
Das freut mich wirklich zu hören. Das ist ja auch eine Aufgabe für uns Lehrkräfte eigentlich, das wir ja nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch diesen Charakter der Menschen formen oder bzw helfen, dass sie sich selbst finden. Ja und das freut mich, dass sie dann so reflektieren konnten. Auch über ihr Leben. Das was man eigentlich an der Schule macht, weil man sagt ja immer so als Schüler, ach, warum muss ich das denn genau dieser Lebenswelt dazu fehlt richtig oft und ich finde es cool, wenn man den herstellen kann, ist es in Mathe wahrscheinlich noch ein bisschen schwieriger.
00:09:36:02 - 00:10:03:20
Das ist ja von vielen Dingen ungeliebtes Kind. Aber das wird ja auch was dazu gedacht. Ist ja geil. Das hat ja jetzt richtig gut funktioniert und das ist es, das ist es einfach. Also ich hatte so eine Situation mit Schüler, ich habe erklärt, Sinusfunktion und wie die Parameter das verändern etc. Und es war wirklich schön zu hören solche Fragen wie wenn ich jetzt die zwei Parameter, die für die Spiegelung verantwortlich sind, wenn die beiden negativ sind, sieht das eigentlich aus wie eine normale Sinus Funktion wieder.
00:10:03:22 - 00:10:21:12
Also wenn ich minus Sinus von minus XY zum Beispiel habe nicht so okay. Die Frage beantworten wir gleich. Ich würde nur ganz schnell noch das Thema zu Ende machen. Danach können wir es gerne vorne anzeigen und dann habe ich das mit dem Graph sozusagen gemacht. Ich habe so ein Programm auf meinem Tablet und habe mein Sohn Graph zeichnen lassen und da hat man dann das auch schön sehen können.
00:10:21:18 - 00:10:48:15
Und ich fand es so schön, dass man so um die Ecke gedacht ja und ähm, ich hatte auch versucht, zumindestens in Mathematik, besonders bei den kleineren vertetnahe Sachen zu suchen bzw äh Sachen die im Alltag theoretisch funktionieren, wie zum Beispiel Amphitheater. Da hast du zum Beispiel sitzt du auf diesen Kreisbogen als Zuschauer und hast trotzdem denselben Blickwinkel zu zu allem was auf der Bühne ist.
00:10:48:15 - 00:11:06:06
Egal wo du dich auf diesen Kreis dann befindest. Ja, das fand ich eigentlich richtig schön zu wissen. So und zum Beispiel habe ich dann mal auf dem Centre Winkel habe ich gesagt Ja, stellt euch mal vor, Zirkus Manege, ihr seid der Zirkusdirektor steht genau in der Mitte von diesem Kreis. Ihr könnt von Ich Wie nenne ich das Zuschauer?
00:11:06:06 - 00:11:28:15
A bis Zuschauer B gucken. Was ist dann ein bestimmter Winkel? Sucht ihn mal raus. Das ist cool. Ja, das mag ich. Dann haben die direkt ein Bild im Kopf. Genau, genau. Und dann habe ich das noch dann erweitert und gesagt Okay, für den Peripherie Winkel Satz war das halt so, Stellt euch vor, jetzt sind hinten an der Bühne gucken die durch, sind zum Vorhang halt durch und sehen auch diese Zuschauer.
00:11:28:17 - 00:11:48:08
Ja, wie ist dann da der Winkel im Verhältnis zum Zirkusdirektor? Und dann haben die das zum Zeichnen können und dann auf einmal Ach, der Winkel ist halb so groß wie der Zentrale in Gera. Oh cool, Ich fand es wirklich toll, aber gab es auch so Situationen? Du sagst okay, das muss ich selber für mich reflektieren oder so, weil das hatte ich zumindestens auch.
00:11:48:08 - 00:12:08:13
Aber es wäre schön mal von dir auch das zu hören. Ja, also ich muss sagen, was mir doll aufgefallen ist, wo ich vorher nicht so dran gedacht habe, ist Spicken mit dem Handy. Ist an meiner Schule ein ganz großes Thema, was ich auch viel im Lehrerzimmer mitbekommen, wie oft Handys eingesammelt werden, wie auf das Essen verteilt werden, weil dann Google oder Tablet benutzen und das viele Lehrer sagen, es bringt gar nichts mehr, irgendwas mit nach Hause zu gehen, weil die das eh vom Internet machen lassen.
00:12:08:15 - 00:12:27:02
Fand ich interessant, weißt du ja gut, aber ich hab die ja im Blick und denkste, denkst du, dass du die im Blick hast? Du siehst gar nichts und dann korrigierst du die Tests und merkt einfach mal, das ist so untypisch für den Schüler. Das war auch nach für mich, dass ich schon, obwohl ich die nur so kurz kannte, sagen konnte Das ist sehr untypisch, diese Antwort gerade und das ist viel zu ausführlich dafür, dass er das selber gemacht hat.
00:12:27:03 - 00:12:42:12
Und dann googelst du das und dann findest du die selbe Figurenkonstellation, die da im Heft hat, findest du dann im Internet. Ja, da stehe ich. Da ist man auch schon sehr enttäuscht, muss ich sagen. Sie muss sich gar nicht gut an das so zu erleben und dann null Punkte zu verteilen. Ja klar, bin ich. Sehr schade, Hab ich auch mit ihm drüber geredet, so von wegen hier.
00:12:42:12 - 00:13:03:15
Ich sehe das auch und ich finde es schade. Auch, dass es zweimal passiert. Von zwei verschiedenen Schülern, dass da muss ich aufpassen. Und was auch für mich noch ein Moment war ist, Umso besser du die Klasse wirklich kennst, umso schwerer wird es erst mal, weil sie dich dann auch so ein bisschen austesten und sich selber austesten, was ja ganz normal ist und dir dann nicht mehr diesen ungefragten Respekt in der ersten Stunde gegenüber bringen.
00:13:03:16 - 00:13:22:11
Das ist für dich einfach nur Du musst dich mehr beweisen und zeigen, dass es wert ist, dass sie dir zuhören. Aber umso besser für die dann auch. Kennst du beim Namen nennen kannst du dir zwei Namen, dann kannst und weiß der, der vor dir sitzt oder funktioniert das auch viel besser? Man kann so besser auf die eingehen und genau die Stärken von denen nutzen und ausspielen kann ich komplett nachvollziehen.
00:13:22:11 - 00:13:41:13
Das hatte ich auch immer gerne. Also ich hatte auch das Problem mit Ruhe auf jeden Fall zu etablieren, weil die kennt ich noch nicht. Ich habe nicht diesen Respekt vor dir und in Mathematik. Mir ist halt zum Beispiel auch mal ein Fehler passiert bei der Rechnung passiert ja und dann so merkst du das auch erst in diesen Unterricht und dann die Schüler sagen sich so a Die hat auch Probleme.
00:13:41:13 - 00:13:58:04
Mathematik nicht, das ist dann du das sind kein Fehler erlauben weil sonst oder muss den so gut überspielen, dass das nicht merkbar ist. Findest du? Ich finde es eigentlich genau andersherum. Ich finde es viel besser, wenn man selber auch mein Fehler, aber ich habe irgendwie ein Rechtschreibfehler an der Tafel gehabt und war dann so Oh Entschuldigung, ich mache auch mal Fehler und das kommt eigentlich bei den Schülern richtig gut.
00:13:58:04 - 00:14:19:01
Dann habe ich Gefühl, wenn man das also selber so dann sieht und sagt, tut mir leid oder wenn die einen darauf hinweisen, dass man dann nicht sagt ja, keine Ahnung, wie man so pampig reagiert. Also was du wahrscheinlich auch nicht gemacht hast. Nein, kenne ich natürlich nicht. Aber es ist halt, wenn du ungsfehler machst. Deine Tafel ist ja was anderes, weil du die Tafel nicht direkt als weiten Blickwinkel hast und als kleinen Blickwinkel so, sondern es war wirklich.
00:14:19:06 - 00:14:35:09
Ich habe eine Aufgabe nicht richtig selber gelesen und dann dadurch falsch gelöst. Und dann kam dann diese Unruhe auf und keiner wird mit dir aber reden, weil du siehst es ja auch in dem Moment nicht. Und dann sagst du ja, was ist denn grad das Problem? Ich merke gerade Unruhe, Ihr wollt irgendwas sagen, dann kommt dann nichts von den Schülern.
00:14:35:09 - 00:15:00:16
Das macht einen auch dann nervös. Ja, und das mit dem Ja, ich sehe das nicht. Ich kann das auch nachvollziehen, aber nicht mit Technologie, sondern stell dir mal vor, das sind Zwillinge in der Klasse mit anderen Hast als sitzen nicht nebeneinander. Ich habe erst am Ende des Praktikums von jemanden gesagt bekommen, dass das Zwillinge sind. Was? Ja, man denkt immer, man hat ja als Lehrer alles im Blick, wenn man da vorne steht.
00:15:00:16 - 00:15:21:13
Aber so ist es überhaupt nicht. In gar nichts im Blick. Das ist mir auch bei den Hospitationen aufgefallen. Wenn du hinten sitzt, hast du ganz viel im Blick. Aber von vorne nicht, weil die genau wissen, was sie machen muss, damit du das nicht siehst. Ich hatte auch ein Erfolgsmoment für mich persönlich. Also ich hatte gemerkt, ich habe manchmal Probleme mit den Tafelbildern, dass das noch nicht so sauber aussieht, weil Schriftgröße an der Tafel ist was anderes als im Heft.
00:15:21:15 - 00:15:48:08
Und ich hatte aber auch so übrigens den Erfolgsmoment in der letzten Stunde Die Schüler haben eine Aufgabe nicht lösen können, weil irgendwie die die Schrittfolge von der Lösung nicht hinbekommen haben, auch nach dem Erklären. Und dann habe ich aus dem Stegreif einfach eine ganze Schrittfolge professionell aufgeschrieben und mit den durchgegangen und sogar ein Schüler war dann auf einmal auch richtig Feuer und Flamme, nachdem er das verstanden hat und hat mir dann auch, habe ich gesagt ja, wie könne man das denn formulieren?
00:15:48:08 - 00:16:13:17
Und dann kamen übelst gute Formulierungshilfen, wo auch zum Beispiel die Fachbegriffe wie Ruhe lag und somit integriert waren, wo? Ich war richtig stolz und war auch stolz auf das, was ich kreiert habe, als Pate bin und war so so muss das war ja cool. Du, du darfst dich als Lehrkraft nicht beschränken auf wie ist ein Unterrichtsverlauf? Weil manchmal muss man das über schmeißen, weil man nicht jede Situation voraussehen kann, weil sonst würde man vielleicht nicht an der Unterrichtsplanung eine Stunde sitzen, sondern zehn Tage, oder?
00:16:13:18 - 00:16:32:11
Ja, darum eher pragmatisch denken. Gab es für dich so Momente, wo du sagst, du hast dich da verbessert oder was? Stolz auf dich selbst? Vielleicht, weil wir ja auch gesagt haben über Schüler wie Schüler agiert haben. Aber das ist ja auch immer Schüler unterschiedlich so und wie die Klasse aufgebaut ist, manchmal liegt es ja auch nicht an der Lehrkraft, manchmal liegt es auch auf Zeit selber.
00:16:32:13 - 00:16:49:00
Dann hattest du noch für dich selber was, was du mitnehmen konntest. Oh, ich muss sagen, was ich mir noch mitnehmen möchte, Was ich auch noch nicht perfekt gemeistert haben, ist auch mehr im Blick zu behalten, was man an Möglichkeiten noch offen hat. Wenn man ein Problem lösen will, dann fokussiert man sich manchmal so eng drauf, dass man links und rechts gar nichts mehr sieht.
00:16:49:02 - 00:17:10:07
Und ich hatte zum Beispiel eine sehr kreative Stunde bei einer anderen Lehrerin, ich meine mit meinem Mentor, und da habe ich so eine Theaterform mit der Klasse ausprobiert. Ich kannte weder die Klasse noch wusste ich, was sie sonst großartig in Deutsch gerade hatten. Und es ging um Zivilcourage und das war ein sehr großes Wagnis, ein großes Experiment. Ja, es ist ganz gut gelaufen, aber da hätte ich einfach noch viel mehr im Blick haben müssen.
00:17:10:09 - 00:17:32:16
Zum Beispiel ist mir gar nicht die Idee gekommen, einfach den Ort zu wechseln. Da hat die Lehrerin gesagt Hey, wir könnten noch rausgehen dafür. Natürlich könnten wir dafür rausgehen, Ist doch perfekt. Aber es ist mir gar nicht eingefallen, sonst würde ich mir von mir selber wünschen, dass ich da noch ein bisschen mehr, auch räumliche Möglichkeiten nutze. Mehr kreative Möglichkeiten, Basteln, Büchlein, alles wirklich nicht immer nur in den Hefter schreibe, sondern zum Beispiel Leporello machen oder so was.
00:17:32:18 - 00:17:51:03
Andere kreative Form genau natürlich das irgendwo in der Form festgeschrieben ist. Aber die Form freier gestalten, richtig. Oder wegen der Plakate oder so einfach ein bisschen offener noch sein, mehr neue Methoden reinnehmen. Ich merke selber, dass ich dann schnell einfach nur das mache, was ich kenne. Ja, das ist bei dir also der Punkt, den du noch mal ein bisschen betrachten willst.
00:17:51:05 - 00:18:23:07
Für mich sind es verschiedene Punkte, wo ich wirklich sagen muss, daran will ich halt selber arbeiten. Halt zum Beispiel wie ich eine Klasse, wo ich auch kriege. Ich hab das teilweise hingekriegt, manchmal klappt es aber gar nicht. Dann Arbeitsblätter sind haben sich auch im Verlauf gebessert, kann aber immer noch Potenzial nach oben geben. Und was mir aufgefallen ist ich habe irgendwie so einen Lehrer, also dass ich entweder sage, was ich tue, gerade wie zum Beispiel ja jetzt ich einen Arbeitsblatt aus das sieht man ja, dass ich was zwei oder dreimal wiederhole, was ich nicht nötig war, dass ich wiederhole.
00:18:23:11 - 00:18:38:10
Oder wenn es einen Schüler gesagt hat, dass man es dann noch mal wiederholt, weil man denkt, die haben nicht alle gehört, Aber das ja dann, wenn die Klasse zu laut ist und sie es nicht alle hören. Und das ist deren Problem eigentlich. Und das habe ich mir auch sehr angewöhnt, wenn ich dann laut wurde, es war sehr oft bei mir, auch das ist dann so ein bisschen unruhig wurde ja, er hat sich das auch besser, wenn man dann gesagt hat Hey, es ist jetzt wieder Ruhe.
00:18:38:10 - 00:18:57:06
Wenn du so einzelne Leute angesprochen hast, Irgendwann hatte ich eine siebte Stunde gar nichts mehr, da waren die also durch das irgendwann. Es ist ja auch nachvollziehbar der Kurs auf das. Sevim ja. Lessing weil ich hatte das auch, dass es bei mir in der siebten Stunde dann nicht er hat aber sind ja einfach müde, ist es warm draußen, die wollen alle nur noch nach Hause.
00:18:57:08 - 00:19:19:04
Ja klar, aber absolut nachvollziehbar. Und dann stehst du da vorne und müht sich ab, was bei mir richtig gut funktionierte. Das war, dass ich gesagt habe Hey, ich würde gern mit euch wirklich spannenden Unterricht machen und euch nicht irgendwelche Aufgaben machen lassen. Aber ich habe auch keine Lust, hier vorne zu stehen und ganz laut zu sein. Und wenn du denen das in einer ehrlichen Art und Weise sagst, nicht so eingedeckt, wie manche Lehrer das früher bei uns gemacht haben, wenn du den ehrlich gegenüber bist, dann merken die das auch und das hat wirklich was gebracht.
00:19:19:04 - 00:19:38:01
Die waren danach ruhiger. Dann verstanden. Hey, die gibt sich dann Mühe und es ist wirklich anstrengend gegen so eine Klasse anzuschreien. Soll ich auch an meiner eigenen Stimme geben, die abends manchmal aber nur noch einen Tee getrunken und es ging nichts mehr? Muss man auf sich aufpassen? Ähm. Ich kann dann zum Beispiel abschließend sagen für mich hat sich das Praktikum bestätigt, dass ich Lehrkraft werden möchte.
00:19:38:04 - 00:20:00:09
Immer noch, auch wenn es anstrengend ist. Auch wenn es die Hauptherausforderungen sind. Aber die hat jeder Beruf in einem Maße. Bei uns ist es halt, weil wir mit vielen Individuen arbeiten, nicht nur andere Lehrer, sondern auch Schüler mit Eltern, also mit vielen Generationen, mit vielen verschiedenen Menschen, mit verschiedenen Hintergründen. Und ich muss halt auch sagen, es ist schwer, ja, muss man auch sagen.
00:20:00:09 - 00:20:25:12
Man muss das jetzt auch nicht beschönigen, aber es macht mir Spaß. Und für uns als Lehrkraft ist ja die Aufgabe, die Menschen wissen zu vermitteln und auch diesen Charakter zu formen. Und ich denke mal, es gehört auch irgendwo dazu, dass meine Klasse laut sein kann soll ist. Aber was man dem zum Beispiel auch beibringt. Es ist nicht nur weil es mich stört es jetzt grad schreit, sondern es gibt auch andere Leute, dass man auch Rücksicht auf die nimmt oder andere Werte vermittelt.
00:20:25:14 - 00:20:48:18
Und ich denke, das ist so das, was mir auch sehr stark hängengeblieben ist, dass ich das auch weiter mittragen möchte. Und ich denke mal, das ist auch so eine ehrliche Feedback und Fazit davon. Ich weiß ja nicht, wie du siehst, aber doch ist es auch so! Schon schön, dass du das gesagt hast. Diesen diesen Horizont erweitern von Schülern finde ich total wichtig, sowohl auf Wissensbasis als auch auf sozialer Basis moralischer Basis.
00:20:48:24 - 00:21:08:18
Das ist glaube ich so unsere Kernaufgabe. Und auch selber nicht abstumpfen, sondern man kann so viel lernen von den noch. Ich denke es ist so gut gesagt, ich will auch unbedingt noch Lehrerin werden. Ich freue mich richtig doll drauf und freue mich auch schon auf meine nächsten Praktika und das dann so im Alltag zu haben. Ich muss sagen, ich freue mich jetzt mehr und mehr mit dem Gedanken an, nicht in Vollzeit anfangen zu wollen, auch wenn das gerade ein schwieriges Thema ist.
00:21:08:18 - 00:21:31:08
In Sachsen. Ähm, weil ich glaube, das könnte wirklich überfordernd sein. Ich habe gemerkt, dass das Praktikum dann doch schon näher geht und viel zu tun hat. In Teilzeit ist glaube ich für mich zumindest etwas, das ich mir eher vorstellen könnte, weil ich mir dann auch mehr mehr Zeit für mich und für meinen Unterricht nehmen wollen würde. Kann ich verstehen, aber ich bin der Meinung, ich würde das gerne als Vollzeit machen.
00:21:31:11 - 00:21:53:19
Das ist halt wieder vielleicht dieses Konträre. Die beiden, weil ich liebe diese Arbeit mit Kindern, ich weiß es auch schwer ist. Es wird auch am Anfang schwer mit im Unterricht sein. Aber ich bin auch der Meinung, wenn du jetzt zum Beispiel eine sechste Klasse schon durch hast, hast du auch wenn Material im großen Zug fertig. Okay, nicht jeder Gruppenarbeit kannst du mit jeder Klasse machen oder jede Konzept, aber der grobe Inhalt ist sehr gleich oder ähnlich.
00:21:53:19 - 00:22:17:00
Der Lehrplan verändert sich ja nicht jedes Schuljahr in diesen großen Zügen und darum denke ich, wenn ich jetzt da jede klasse Stufe einmal durch habe, habe ich auch weniger Stress und kann mir das auch gut vorstellen. Ich sage mal so im Ref haben wir die Hälfte von einer Vollzeitstelle von den Stunden her, das heißt so circa 13 Stunden jetzt so, nachdem wir uns jetzt ausgetauscht haben über unsere Erfahrungen, sind wir super gespannt zu hören, was Nico und Reil zu sagen haben.
00:22:17:00 - 00:22:20:13
Über ihr Praktikum und würden an der Stelle jetzt wieder übergeben.
Praktikums-Podcast: Folge 2 - mit Rahel und Nico
Hört in den zweiten Folge von Rahel und Nico, was sie bisher in ihrem Praktikum erlebt haben und wie sie ihre Erfahrungen im Vergleich zu bisherigen Praktika einschätzen.
Wir danken www.hoerspielbox.de für die Sounds und Geräusche.
Diese Folge auf Spotify, Deezer oder Itunes hören, oder direkt hier in unserem Webplayer:

00:00:05:09 - 00:00:18:20
Die.
00:00:18:22 - 00:00:50:13
Eine wichtige Durchsage an alle Hörerinnen Ab heute wird dieser Podcast offiziell in den Händen von uns Praktikanten liegen. Wir sind. Ich bin Luca, bin 21 Jahre alt und meine Fächerkombination ist Deutsch und Geschichte. Ich bin Nico, bin 28 Jahre alt und meine Fächerkombination ist deutsch gerade. Ich bin Rahel, bin 24 Jahre alt und meine Fächerkombination ist deutsch und Russisch und ich bin zu dienen, um meine Fächerkombination als Mathematik und Geschichte.
00:00:50:19 - 00:01:18:23
Wir geben Einblicke in unser Blog Praktikum in ländlichen Regionen Sachsens. Ihr habt Lust, mehr über den Ablauf im Schulalltag und unsere Erfahrungen zu hören? Dann bleibt die nächsten vier Wochen dabei und verpasst keine Folge. Wir freuen uns, unsere Erfahrungen mit euch zu teilen. Dieser Podcast wird gehostet von Perspective Land. Ein Programm der Deutschen Kinder und Jugendstiftung im Auftrag des Sächsischen Ministeriums für Kultus.
00:01:19:00 - 00:01:38:16
Wie schnell doch die Zeit vergeht. Die erste Praktikumswoche ist schon um und Celine und ich, also Luca, haben uns noch gar nicht über unsere Erfahrungen unterhalten, was für uns eine echte Herausforderung dargestellt hat. Dafür freuen wir uns umso mehr, euch jetzt bei unserem Gespräch dabei zu haben. In dieser Folge geht es vor allem um das Willkommen, das uns an Schulen bereitet wurde.
00:01:38:22 - 00:02:26:03
Digitalisierung und die Unterschiede von Stadt und Land. Viel Spaß am Thema. Wie ist es gelaufen? Also ich war an einer Schule in Freiberg. Das EmEK bzw Martin Luther Gymnasium. Ja und ich bin da auch zu meiner Schulzeit gewesen. Auch wieder schön alte Gesichter zu sehen, aber auch neu oder auch herzlich empfangen. Die erste Woche habe ich mit meiner Mentorin so abgeklärt, das ich nur hospitieren mehr und mehr den Unterricht angucke und er hat halt auch vorgeschlagen Thema auch bei anderen Lehrern hin, weil trotz dessen, dass Mathematik nicht komplett an der Schule durch die Lehrkräfte angeboten wird bzw auch manche einbeziehen.
00:02:26:03 - 00:02:54:11
Dann war er einfach Mathe Lehrer. Vielen gibt es sehr viele junge Mathelehrer. Ja, ich habe sogar auch bei Referendar mit hospitieren können. Es war auch sehr interessant. Sind viele Lehrer an der Schule? Allgemeines Wie groß ist die Schule ungefähr? Die Schulgröße ist ungefähr bei 700 Schülern und die Lehrkräfte sind round about 50 55 Lehrer ungefähr. Natürlich habe ich nicht alle sehen können in der ersten Woche.
00:02:54:11 - 00:03:27:03
Ich habe mich ja auch hauptsächlich fokussiert auf die Mathe Lehrkräfte. Die Schule ist auch momentan so ausgestattet, dass ich digital auch arbeiten kann mit den Kindern. Also es gibt so Klassensätze mit Tablets, also ich kann nur digital arbeiten, dass die da auch was machen. Ich kann auch meine Präsentationen spielen lassen. Also ich muss nicht unbedingt bei den Tafeln arbeiten, Ich kann aber mit den Tafeln arbeiten, was ich sehr gut finde, weil ich möchte verschiedene Unterrichtsmethoden ausprobieren in meinem Praktikum.
00:03:27:04 - 00:03:53:23
Ja, wie zum Beispiel. Ich möchte auch bilder machen, aber ich möchte auch. Zum Beispiel hab ich ein Programm, was ähnlich die Petra ist von dem Lehrbuch, was ich zur Verfügung gestellt bekommen habe, wo du zum Beispiel den Karosserie und zB wird es als Halt gut zeigen kannst und das ist halt schön. Bei einer Tafel habe ich nur limitiert die Möglichkeit, dass ich also nicht mehr drei Punkte suche und das dann immer mit den Schülern messe.
00:03:54:00 - 00:04:17:19
Aber dort können die dann halt direkt mitverfolgen. Wenn ich diese Punkte verschiebe, dass sich das nicht ändern, dann muss ich auch nicht immer nachmessen, sondern die sehen das dann direkt, weil der Linke direkt angezeigt wird. Also so quasi das Gefühl, dass deine Schule gut technisch ausgestattet ist in den größten Zügen ja. Es gibt aber immer noch Verbesserungsbedarf an der Schule, an der ich bin ein Bruder ist.
00:04:17:21 - 00:04:40:11
121. Oberschule ist noch gar nicht so viel. Digitalisierung hat er ja jetzt eigentlich angenommen, dass in der Stadt mehr Zugang dazu einfach da ist, so als Vorurteil. An meiner Schule, an der ich das Praktikum mache, gibt es in jedem Zimmer einen großen Bildschirm, mit dem du dich verbinden kannst. Aber auch nur weil nun Apple gerät, hast du das auch interessant ist.
00:04:40:17 - 00:05:02:00
Es funktioniert super. Viele Lehrer nutzen das auch schon sehr aktiv und dann hat es einen Timer anzeigen, während du die Schüler arbeiten lässt oder eine Präsentation vorbereiten und dann kannst du aktiv währenddessen trotzdem noch die Tafel nutzen und das kombinieren das mit schön. Finde das auch gerade in Kombination von den Schülern ganz gut genutzt wird. Es wird aber auch von einigen daran noch gar nicht benutzt.
00:05:02:02 - 00:05:34:10
Ich weiß nicht, du hast recht, da ist immer noch Entwicklungsbedarf nach oben und es ist wahrscheinlich schwierig, das dann auch anzunehmen, wenn man es komplett anders kennt. Und es ist halt aufgefallen, zumindestens, dass die älteren Lehrkräfte trotzdem da immer noch eher analog arbeiten, weil einfach auch wahrscheinlich die Struktur, die ist das gewohnt sind und es ist auch schwieriger dann sich dann so schnell mal anzupassen, weil das ja auch eine schnelle Umstellung ist.
00:05:34:12 - 00:06:02:17
Aber ich finde das zum Beispiel für mich als Praktikantin oder als neue Lehrkraft, die an der Schule kommt, sehr praktisch, weil die Klassen durchaus digital und die Berliner auch. Also wenn eine Lehrkraft den Sitzplatz ändert, dann hab ich denn da ja und nicht nur den Namen, sondern da werden die Fotos benutzt, die bei der Fotografie nicht fotografiert, sondern bei einem Stuhl genau gemacht und sind halt natürlich mit Einverständnis der Schülerinnen Eltern.
00:06:02:19 - 00:06:27:24
Aber ich habe dann auch als Person, die außenstehend ist, ein Gesicht zu einem Namen und kann dann auch sagen Schüler existieren. Ich würde ich gerne mal annehmen, dass sich gemeldet, anstatt dass ich sage Schüler mit blauen Pulli. Ja, ich finde das halt ist das schwer, diese Verbundenheit zwischen Schüler und Lehrer, auf die du ja brauchst um dieses Vertrauen zu haben und auch guten Unterricht dann auch zu gestalten.
00:06:28:05 - 00:06:51:13
Es macht doch vor allen Dingen viele Dinge einfacher, wenn du das kompakt digital hast und auf mehreren Standorten auch darauf zugreifen kannst. Sehen ist schon sehr praktisch und ist auch aufgefallen, dass gerade jüngere Lehrer das viel mehr nutzen. Denn selbst wir im Studium lernen ja mit vielen digitalen Medien zu arbeiten. Und ich finde das im Studium manchmal nicht ganz realitätsnah gearbeitet wird, was das angeht.
00:06:51:15 - 00:07:30:10
Wir sagen immer gut für jede Unterrichtsstunde machen wir eine Powerpoint Präsentation, Arbeitsblatt usw und am besten auch noch mit digitalen Medien arbeiten. Aber das die Möglichkeiten dafür noch gar nicht überall gegeben sind, ist auch wichtig für uns zu beachten und jetzt aktiv zu lernen, wie in Schulen immer mehr Technik integriert wird, ist ja auch eigentlich schön und besonders interessant und ich habe auch das Gefühl, dass die Schüler, wenn sie mit Technik als Hilfsmittel im Unterricht in Berührung kommen, besser damit umgehen können, als wenn sie einfach nur ihr Handy die ganze Zeit haben und damit das als reines Unterhaltungsmedium kennenlernen.
00:07:30:16 - 00:07:52:03
Er Technik das ist. Ich weiß nicht, wie es an deiner Schule ist, an meiner Schule gibt es in den Pausen eine Handyerlaubnis, so wie ich das mitbekommen habe im Gespräch mit Schülern. Vielleicht würde ich da auch ein bisschen hops genommen, aber im Unterricht in der Stunde selber ist es verboten, mit dem Handy dazusitzen. Manche Lehrer erlauben es trotzdem, nämlich die Schüler lernen damit eben Informationen herauszusuchen.
00:07:52:05 - 00:08:17:05
Das ist das auch so ein Punkt. Handys im Unterricht, das haben wir noch gar nicht behandelt. Und auch in meiner eigenen Schulzeit war es noch nicht so großes Thema. Also ich kann ja von mir berichten. Wir haben zwei Schulgebäude, die sind nur durch eine Straße getrennt, also nicht weit voneinander entfernt. Und in dem Haus zwei wird es immer benannt sind die Kleinklassen 5. 06. Ich glaub auf der siebten kommt man im Haus eins.
00:08:17:05 - 00:08:40:06
Ich bin mir aber da nicht mehr ganz sicher. Aber ich dachte nur, dass das Haus zwei für die 5. 06. und das Handyverbot, also das auch nicht in den Pausen und so das Handy nutzen. Ja dann ab da sie Klasse. Wenn du im Haus eins findest, dann darfst du das Handy in der Pause nutzen. Aber auch nur eingeschränkt und im Unterricht wird vermieden.
00:08:40:08 - 00:09:08:13
Aber es gilt vom Lehrer. Wenn die Erlaubnis da ist, darf man das dann zum Beispiel in einer bestimmten Unterrichtseinheit verwenden, weil das gebraucht wird für Recherchen? Genau. Aber Lehrkräfte versuchen das trotzdem zu vermeiden, besonders noch in den kleineren Stufen bis, sagen wir mal bis zehnte Klasse, weil die, die dürfen auch ab einer bestimmten Klassenstufe, also wenn die etwas älter sind, auch ihre eigenen Tablets mitnehmen können, mitzuschreiben.
00:09:08:13 - 00:09:39:02
Dazu. Es wird aber meistens ausdrücklich verboten Fotos zu machen, zum Beispiel von der Tafel etc. weil die Lehrkräfte könnten ja drauf sein und das könnte auch missbraucht werden. Das ist halt dann immer so die Schwelle, wie weit erlaube ich das? Das stünde zu mir, weil ich kann als Lehrkraft nicht auf die Handys in die Tablets eingehen. Ich finde es aber wirklich trotzdem in die Richtung sehr positiv, dass man jetzt auch sagt okay, Tablets sind erlaubt.
00:09:39:02 - 00:10:09:17
Es ist, weil in unserem Studium ist es ja nicht mehr wegzudenken, ja, abstinent zu gehen. Wenn du mit dem Tablet arbeitest. Es gibt ja die Theorie, dass man, wenn man schreibt, geht es von der Hand ins Gehirn und weiter nach unten mit den Augen noch siehst. Ich denke, das Tablet ist eine gute zwischen Alternative, weil du hast trotzdem noch die Möglichkeiten zu schreiben, das zu sehen und zu verarbeiten, als wenn wir mit der Tastatur, weil das ja na ja, wie ist denn dein Praktikum bisher jetzt gelaufen?
00:10:09:19 - 00:10:27:14
Bei mir hat es so gestaltet, dass ich in die Schule gekommen bin. Dann wurde mir erst mal für den ersten Tag Aktionsplan gestellt, an dem ich mich halten konnte. Die Lehrer sind eigentlich alle sehr offen und freundlich und lassen nicht mit drin sitzen, haben. Es haben aber auch schon einige Lehrer gesagt, dass sie sich anders verhalten, wenn jemand mit drin ist.
00:10:27:15 - 00:10:52:07
Was ich auch schön finde, dass es dann zugegeben wird. Die Schüler ja sind eigentlich meistens gar nicht so abgelenkt davon, dass jemand hinten drin sind. Es gibt wieder mal so einzelne, die sich dann immer umdrehen und gucken was macht ihr denn eigentlich da hinten? Aber die meisten verhalten sich zumindest wie ich. Das waren ja doch ziemlich natürlich. Ich habe jetzt angefangen, mir eine Liste zu schreiben mit Sachen, die ich die ich cool finde, damit ich mir die für später merken kann.
00:10:52:09 - 00:11:23:22
Und einige Lehrer haben eine methodische Vielfalt, die ich in der Praxis gar nicht für möglich gehalten hätte, bei dem ich mir wirklich eine Scheibe abschneiden will und sagen muss Das finde ich beeindruckend. Andere Lehrer da sitzen die ganze Stunde vorne und reden und lassen die Schüler ein Arbeitsheft oder ein Buch arbeiten, was dann nicht methodisch anspruchsvoll ist, Was ich an meiner Schule besonders empfinde und was bei deiner Schule vielleicht sogar ganz anders ist, ist die ethnische Diversität.
00:11:23:24 - 00:11:52:23
Dadurch, dass meine Praktikumsschule in Polis ist, gibt es einen extrem hohen Anteil an Migrationshintergrund unter den Schülern. Der liegt bei über der Hälfte. Und das ist sehr spannend, weil ihr Inklusionsbeauftragte gibt und die Lehrkräfte sich da auch sehr stark nach richten. Und ich kann mir vorstellen, dass es auf dem Land viel mehr Heterogenität gibt, was die Nationalität angeht.
00:11:52:23 - 00:12:24:10
Du meintest ja schon, dass einige aus der Ukraine auch da sind. Schülerinnen und Schüler. Aber wie ist das sonst bei dir gestaltet? Also zumindestens an der Schule wo ich war, ist es in den Klassen die ich auch betreut habe. Ich habe ja nicht alles sehen können, ich würde trotzdem sagen eher heterogen gestaltet. Wir haben Ukrainer und wir hatten auch jetzt in einer Klassenstufe ist auch ein Mädchen aus einem anderen Land, das okay, wo es ja auch mit der Sprache momentan schwierig fällt.
00:12:24:12 - 00:12:58:14
Ich würde aber nicht komplett unterschreiben, dass auf dem Land nicht diesem, ähm, diese Heterogenität da ist bei anderen Praktikumsschulen, weil ich hab ja schon Praktikas in anderen Städten, also Kleinstädten, die auf dem Land sind sozusagen gearbeitet bzw Praktikum gemacht und zum Beispiel in Mittweida haben wir da eine höhere Heterogenität, weil einfach dort auch das Unterricht angeboten wird für Migranten.
00:12:58:16 - 00:13:22:18
Dadurch werden die Klassen auch eher dann heterogener als homogener von. Wir reden jetzt aber nur von der Nationalität her, weil Leistungsstand mäßig ist es trotzdem bei uns sehr divers. Ja, da muss ich auch ehrlich sagen, überrascht es mich jedes Mal wieder in der Schule zu sein, wenn es um den Leistungsstand, um diese Heterogenität geht. Ich unterschätzt das so schnell.
00:13:22:20 - 00:14:03:13
Wie unterschiedlich das sein kann, wie lange einige Schüler brauchen und wie schnell andere dahingegen fertig sind, so dass man wirklich bei seiner Unterrichtsform extrem darauf achten muss, da viel Abwechslung und Möglichkeiten der Differenzierung einfach mit reinzubringen. Ähm, ja, ich finde es dadurch, dass ich in meiner Schulzeit nur auf dem Gymnasium war und gar keine Zeit an der Oberschule hatte, sehr spannend an der Oberschule zu sein, weil du eben den Unterschied zwischen Haupt und Realschule hast und da in beiden Klassen drin zu sitzen und sich das anzuschauen, obwohl eigentlich dieselbe Klassenstufe ist schon auch spannend, weil du da einen deutlichen Leistungsunterschiede merkst.
00:14:03:15 - 00:14:31:08
Und ich glaube, dass viel auch von den Lehrer Personen ausgeht und von der Einstellung her. Also ich habe schon öfter den Satz gehört ja, wir sind ja eh nur Hauptschule, so dass die Schüler selber dann von sich sagen ja, wir sind jetzt quasi eh die, die den geringsten Bildungsabschluss bekommen. Das heißt, wir müssen uns gar nicht so doll anstrengen und das ist so ein bisschen auch aufgeben in dem Fall, was ich schade finde und das dann von den Schülern im Realschulbildungsgang ein bisschen mehr auch erwartet wird.
00:14:31:08 - 00:15:01:22
Und da kommt das eher von Lehrerseite durch das Gefühl Ihr seid der Realschul Bildungsgang, Ihr müsst euch ja jetzt auch ein bisschen anstrengen und besser sein als der Hauptschulbildungsgang. Andererseits eben auch innerhalb dieser speziellen Bildungsgänge auch noch mal große Unterschiede von den Klassen her. Es gibt sogar aktive, laute Klassen, die die Lehrpersonen kaum zu Wort kommen lassen und auch von derselben Lehrperson im selben Bildungsgang, im selben Jahrgang, dieselbe Stunde habe ich mir jetzt am Freitag angeschaut.
00:15:01:24 - 00:15:31:19
Neunte Klasse zwei mal Test geschrieben. Ist aber völlig unterschiedlich gelaufen. In einer Klasse gab es extrem viel Rückfragen, Aktivität von Schülerseite und in der anderen Klasse ist das alles eher ruhig gelaufen. Da gab es ja viel mehr Interaktion und Lautstärke. Die eine Klasse war auch viel größer als die andere und vielleicht macht das auch schon einen Unterschied, aber trotzdem dieselbe Stunde im selben Jahrgang zu halten und so unterschiedliche Ergebnisse zu haben.
00:15:31:21 - 00:16:00:00
Ja, sowas finde ich richtig spannend. Ich finde, Umrechnung hat man immer wieder Situationen, in denen man sich denkt Aha, interessant, So funktioniert es also in echt. Es ist. Es ist schon witzig, wenn man das nicht so anschaut. Ich bin auch gespannt, weil ich habe verschiedene Klassen, die ich dann unterrichten werde. Jetzt in den nächsten Wochen. Ja, ich habe eine Klassenstufe in das eins und dann noch mal einen Grundkurs in der SEK.
00:16:00:02 - 00:16:29:10
Ja und da sehe ich ja auch welche, eine kleinere Klasse und dann auch wirklich, ich nenne es mal schön junge Erwachsene, dann auch Unterrichte wieder unterrichten. Da sind wir dann auch wie die Differenz dann da. Ja, weil es freut mich, dass wir beide gute Erfahrungen an unserer Schule machen konnten. Und die erste Woche, wir haben jetzt auch, denke ich mal feststellen können so, Stadt, Land ist beides schön jetzt zumindest für die erste Woche.
00:16:29:10 - 00:16:47:23
Ja und ich freue mich von dir zu hören. Ja sein wird, wenn du unterrichtet hast, weil du ja jetzt dann auf der anderen Seite stehen wirst. Ja, ich bin auch sehr gespannt, was du dann zurück stellen hast und wie es gelaufen ist und vor allem was die Unterschiede sind in den beiden Klassenstufen, die du dann hast. Ja, bin ich gespannt.
00:16:48:00 - 00:17:13:15
Auch mit den Fächern wird es auch sehr interessant werden. Mathe und Deutsch ist natürlich unterschiedlich, auch immer so ein bisschen gegeneinander ausgespielt neben viel bin aber ja dann würde ich sagen das Lernen wird es einfach das nächste Mal. Und jetzt können wir nun weitergeben an Nico und Raphael. Ich hoffe, ihr habt viel Spaß beim Zuhören.
Praktikums-Podcast: Folge 1 - mit Celine und Luca
In der ersten Folge des Takeovers sprechen Celine und Luca über ihre ersten Tage im Blockpraktikum, vor allem über das Willkommen an den Schulen, Digitalisierung und die Unterschiede zwischen Stadt und Land.
Wir danken www.hoerspielbox.de für die Sounds und Geräusche.
Diese Folge auf Spotify, Deezer oder Itunes hören, oder direkt hier in unserem Webplayer:
00:00:18:21 - 00:00:50:12
Eine wichtige Durchsage an alle Hörerinnen Ab heute wird dieser Podcast offiziell in den Händen von uns Praktikanten liegen. Wir sind. Ich bin Luca. Wenn 21 Jahre alt und meine Fächerkombination ist Deutsch und Geschichte. Ich bin Nico, bin 28 Jahre alt und meine Fächerkombination ist deutsch gerade. Ich bin Rahel, bin 24 Jahre alt und meine Fächerkombination ist deutsch und russisch und ich benutze den um meine Fächerkombination als Mathematik und Geschichte.
00:00:50:18 - 00:01:18:06
Wir geben Einblicke in unser Blog Praktikum in ländlichen Regionen Sachsens. Ihr habt Lust, mehr über den Ablauf im Schulalltag und unsere Erfahrungen zu hören? Dann bleibt die nächsten vier Wochen dabei und verpasst keine Folge. Wir freuen uns, unsere Erfahrungen mit euch zu teilen. Dieser Podcast wird gehostet von Perspektive Land. Ein Programm der Deutschen Kinder und Jugendstiftung im Auftrag des Sächsischen Ministeriums für Kultus.

Teaser: Praktikums-Podcast
In den kommenden vier Wochen erwarten euch hautnahe Einblicke ins Blockpraktikum! Wir übergeben unseren Podcast an vier Lehramtsstudierende, die an unterschiedlichen Schulen in Sachsen ihr Praktikum absolvieren und euch im "Praktikums-Podcast" davon berichten. Viel Spaß beim Zuhören!
Wir danken www.hoerspielbox.de für die Sounds und Geräusche.
Diese Folge auf Spotify, Deezer oder Itunes hören, oder direkt hier in unserem Webplayer:

00:00:07:18 - 00:00:29:00
Perspektive Land. Der Schulpodcast. Du hast Lust, Schulen und ihre besonderen Konzepte kennenzulernen. Dann lass dich von unserem Podcast mit auf eine Entdeckungstour durch die sächsische Schullandschaft gehen. Wir sprechen mit Menschen in den Regionen und erfahren, wie es ist, dort zu lehren und zu leben.
00:00:29:02 - 00:00:53:12
Herzlich willkommen zu unserer ganz besonderen Entdeckungstour. Wir haben uns Ende März auf den Weg in die Region Zittau gemacht. Auf eine Schul entdeckungstour. Mein Name ist Kerstin und ich bin mal wieder nicht alleine gefahren, sondern mit meiner Kollegin Stefanie. Hallo Kerstin, hi Stefanie, genau und wir wollen euch jetzt mit dem Podcast mit auf die Reise nehmen. In dieser und der nächsten Folge erfahrt ihr, was wir so erlebt haben.
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Wir wünschen euch viel Spaß beim Zuhören. Wir stehen hier am Dresdner Hauptbahnhof und wir fahren gleich nach Zittau in die Region und die Studierenden. Wir haben jetzt zehn Anmeldungen. Das ist ziemlich viel. Der Großteil kommt von der TU Chemnitz, und die kommen gleich. Und dann steigen wir zusammen ein. Was erwartet uns denn die Tage? Max Erzählen. Genau. Wir wollen drei Tage zusammen die Region entdecken.
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Wir wollen Grundschulen in der Region kennenlernen. Drei Stück und auch ein paar außerschulische Lernorte. Beziehungsweise erwartet uns auch noch einen Workshop zum Thema Kinder und Jugendbeteiligung und einen Besuch im Lager Bautzen. Also, wir haben ein gut gefülltes Programm vor uns. Ja, das stimmt. Übernachten tun wir in einer Weide. Auf den sind wir auch sehr gespannt. Ja, und dann würde ich sagen, wir gehen mal zum Gleis, oder?
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Okay. Gut. Geht.
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Hallo. Mein Name ist Jessica Flex. Ich studiere Deutsch und Mathematik auf gymnasial.at. Und vielleicht hat man das Glockenläuten schon. Ich bin gerade auf dem Weg. Ähm. Ich bin also gerade in Zittau und reise von da an, bin aber und lebe eigentlich mein ganzes Leben lang in Dresden. Aber die Exkursion hat mir jetzt irgendwie eine ganz gute Möglichkeit gegeben, auch die Ecke mal kennenzulernen, aus der mein Freund stammt und deswegen wollte ich das ganz gern nutzen.
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Ich freue mich auf spannende Gespräche, coole Einblicke und vor allem auch ein bisschen auf die Nase. Und den Workshop heute Nachmittag. Also ich bin ganz gespannt und freue mich. Wir waren auch neugierig und haben die anderen Teilnehmenden gefragt, wie sie auf die Reise gehen. Und das haben sie uns gesagt. Neugierig, vollgepackt und offen, Freude, Begeisterung und Interesse aufgebaut möchte ich euch.
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Und dann ging's los. Angekommen in Zittau haben wir uns auf den Weg gemacht zum Restaurant. Kultur oder auch Kultur schreibt sich nämlich mit hrawi ur. Und das kommt daher, dass das Restaurant direkt an der Blumenuhr sich befindet. Das ist eines der Wahrzeichen von Zittau. Eine große uhr, die in ein Bild eingelassen ist. Und das wird immer, je nach Jahreszeit dann dort mal bepflanzt.
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Sieht sehr, sehr schön aus. Also es ist super sonnig und geht hier so ganz verschlungen. Straßenlärm fällt nicht. Alles Altbau. Schön gewachsen. Ja, ich bin ganz begeistert. Auch schon das Theater Gerhart Hauptmann Theater sind schon vorbeigekommen und haben auch schon hier ein, zwei Banner gesehen für spannende Ausstellungen. Ich glaube, hier geht ein bisschen was. Ja, die Frühlingssonne empfängt uns hier wirklich ganz warm in Zittau und Lyon sind am Start.
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Also wir können uns hier nicht beklagen. Ja, es ist wirklich sehr, sehr schön. So Teilnehmende haben auch schon ihre Jacken ausgezogen. Es ist wirklich warm und wir freuen uns jetzt auf das Mittagessen und dann auf den Stadtrundgang, wo wir dann sicherlich noch ein bisschen mehr Erfolg haben. Wie genau nach dem Essen soll man ja einen Verdauungsspaziergang machen. Den haben wir gemacht in der Altstadt von Zittau mit einer Stadtführerin.
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Und wir haben einiges über die Altstadt Zittau und auch die Geschichten um die Stadt erfahren. Ja, Zittau ist nicht nur die südöstlich dieser Stadt von Deutschland, sondern auch eine Stadt mit über 750-jähriger Geschichte. Zu verdanken haben wir das Ganze dem böhmischen König Ottokar dem Zweiten. Der hat nämlich 1255 für Zittau das Stadtrecht ausgerufen. Und er versprach den Einwohnern, dem damaligen Ich werde Zittau zu einer bedeutenden Handelsstadt machen.
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Er gab Zittau viele Privilegien. Dazu gehörte das Marktrecht, die Münzbarkeit, das Hohe Gericht, das Stapelrecht für Salz und nicht zuletzt auch das Bierbraurecht. Und all das führte dazu, dass Zittau im Oberlausitz Städtebund sehr schnell den Beinamen die reiche Stadt bekam. Ja, und das konnten wir auch gut sehen. Es gibt ganz viele herrschaftliche Altstadthäuser und das Wunder wunderschöne große Rathaus von den Zittau, auch liebevoll Palazzo genannt.
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Weil es nämlich dem Stil eines Palazzo Grunde, eines also aus der Renaissance, Zeit nachempfunden ist. Und das ist wirklich sehr imposant. Die Innenstadt ist schon sehr schön wieder restauriert worden. Es gibt noch ein paar einzelne Häuser, die darauf warten, aus dem Dornröschenschlaf erweckt zu werden. Und wir haben uns sagen lassen, Hier kann man für eine ziemlich geringe Miete auch zentral in der Innenstadt wohnen.
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Und nach unserer Statur in Zittau sind wir dann von unserem Bus abgeholt worden und der hat uns dann zu unserer, zu unserem Quartier gebracht, dem Eurohof Dreiländereck. Nein, Walde, das sind so 15 Minuten von Zittau. Und dort haben wir nicht nur übernachtet, sondern uns auch einen Überblick verschafft über die vielfältigen Angebote des Landheims. Der Leiter Paul Pilz, hat uns dann erst mal das weiträumige Gelände gezeigt, das auch sehr schön so am Waldrand liegt.
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Und wir wurden auch den tierischen Bewohnern vorgestellt. Da gibt es auch Schafe und Ziegen. Und was ist? Doch, das sind auch Schafe. Ja, das sind auch mit den Tieren pädagogisch gearbeitet, also mit den Kindern. Ja, ja. Also hier morgens 7:30 und nachmittags sind Fütterzeiten, wo wir sowieso füttern und die freiwillig wir haben möchte können mit Füttern von Tieren und dann geht man auch mal dran.
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Entweder Tierpflege, das heißt auch die Stallungen ausmisten, Neues, alles hier reinfahren, Stroh voll. Also einfach mal saubermachen gehört genauso dazu. Das ist genauso. Das Nehmen gibt es auch viel, das kann man machen und dann die Option Esel Trekking haben wir noch mal zwei Esel bissel bringen, sprich Leine dran und einfach mal gucken. Die Angebote mit den Tieren auf dem Eurohof sind Teil der pädagogischen Arbeit.
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Für Ferienlager oder Klassenfahrten kommen die Kinder sozusagen hier vor Ort hin. Es gibt einfach richtig viel zu entdecken, so dass die Schülerinnen und Schüler die meiste Zeit eigentlich auf dem Gelände sind, in dem sie den Wald erforschen oder das Leben im Wasser beobachten. In die Flachsstube gehen oder halt ein Brot auf dem Grillplatz backen. Das ist ja fast zwei Jahre alt wie unser Backofen Rotbackofen eingesetzt hat.
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Das restliche ringsherum ist aus eigenen freien Stücken sozusagen gemacht worden, gebaut worden. Es ist tatsächlich ein Ofen oder ein Einsatz drin zum Brotbacken. Jetzt ist es so mit dem Außenbackofen sozusagen, dass man es wieder beleben möchten, aber unter anderem also nach draußen legen und einfach stumpf hab ich die ganzen Produktionsschritte ja nicht nur im Rahmen von den ganzen vielfältigen pädagogischen Angeboten, sondern auch für das Freie Spielen ist da, um auf eine ideale Umgebung zu konzentriert.
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Sportliche Möglichkeiten von Tischtennis draußen und dazu sind sie angehalten. Wir haben das Gelände und alles bei unserem Gelände ist zu jederzeit nutzbar. Es gibt nichts, was zugeschlossen ist, sondern nur ganz wenige Sachen Wasserspielplatz, damit nicht permanent jemand eventuell ins Wasser springen. Ansonsten sind alle Spielmöglichkeiten jederzeit frei nutzbar und.
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So ein toller Abenteuerschluss hier in dem Bereich durch. Mit Kletterspinne, Drehscheibe schafft das Morph.
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Spielen kann und auch ein Sportplatz mit Flutlicht für das abendliche Bewegen, eine Streuobstwiese und viel, viel Platz. Die Tiere mittendrin laden nach draußen ein. Besonders hervorzuheben ist noch die eigene Küche mit vorwiegend regionalen Lebensmitteln. Nach dem Rundgang über den Eurohof haben wir dann auch noch eines der pädagogischen Angebote selbst ausprobiert Vom Flachs zum Leinen. Diesen Workshop haben wir gemacht.
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Die Textilherstellung hat ja eine sehr lange Tradition in der Oberlausitz. Und in dem Workshop haben wir dann die vielen Schritte von der Aussaat bis zum Weben von Leinen Tüchern kennen gelernt. Zum Schluss haben wir uns dann auch noch selbst an den alten Gerätschaften ausprobiert.
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Und dann auch. Und so neigte sich der erste Tag dem Ende und wir saßen noch in geselliger Runde zusammen und darüber haben sich die Studierenden ausgetauscht. Ja, was sagt ihr denn zum Tag? Ich finde eigentlich sehr schön. Also die Anreise hat gut funktioniert und die Unterkunft ist auch sehr schön und wurde gut eingeführt und ungefährt auch sehr schön.
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Ich fand auch die Stadtführung durch Zittau richtig schön eigentlich. Also ich habe halt schon so eine Schwäche für Altstadt, sag ich mal und da ist ja echt eine Stadt wie eine richtig, richtig tolle Altstadt aufzuweisen hat. Und vor allen Dingen ich bin ja auch in Sachsen geboren und ich habe ich gedacht ja gut, eigentlich kennst du ja das Leben dann in der Limmat und dann wollen diese Stadtführungen dann plötzlich so viele neue Sachen.
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Und ich habe das vollkommen unterschätzt, was Zittau quasi geschichtlich für eine entscheidende Stadt, wozu also das von den USA seit? Und dann also Vietnam, diesen Workshop zu Flachs und Leinen. Das fand ich eigentlich auch ganz cool. Wobei ich. Also ich finde das Konzept von diesem Wow eigentlich auch schon ganz spannend. Wobei ich eigentlich gespannt bin, ob sich in den nächsten Jahren schaffen diese.
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Ich mache ja schon recht viel ökologisch, aber dann noch tatsächlich das Thema noch mehr reinzuholen, das fände ich irgendwie ganz spannend und interessant. Ich finde das auch cool, dass die Kinder hier komplett so alleine rumlaufen können. Also jetzt als Lehrkraft muss man sich halt wirklich nicht nur von früh bis abends Programm überlegen, sondern es gibt auch Freiräume, wo die komplett selber dann einfach mal nicht so tun können.
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Und selber, ich muss auch sagen, den Ferienhof, somit quasi Streichelzoo in dem Sinne haben für mich nie so gesehen. Also die Ferien für mein eigenes so wo früher quasi war ja wirklich so nur Unterkünfte oder sowas oder große Neubauten darum. Ja, ich glaube auch, dass das Gelände an sich total viel Potenzial hat. Ja, und gerade wenn sie auch noch diese Felder quasi, wo sie so ein bisschen angebaut haben, wenn sie das auch wiederbeleben würden, dann glaube ich, ist da auch noch viel mehr Potenzial da.
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Und bevor alle ins Bett gehen, gab es noch eine Runde Black Stories. Gute Nacht. Am zweiten Tag mussten wir früh aufstehen, 7:15 gab es schon Frühstück und die ersten haben sogar schon vorher mit Tischtennis spielen angefangen. Ja, die haben den Beruf richtig gewählt, wenn sie in der Lage sind, so früh aufzustehen. Ja, auf jeden Fall. Und dann ging es auch schon los zu unserem ersten Stopp an dem Tag.
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Tag zwei beginnt. Wir sind angekommen an der Lessinggrundschule. Das ist eine ziemlich große Grundschule in Zittau, ein sehr großes Gebäude, hell mit braunen Fensterrahmen, und man sieht hier noch so ein bisschen Weihnachtsdeko an manchen Fenstern, so Bäume und Sterne und daneben an den Fenstern schon Gras und Ostereier. Also wir befinden uns im Frühling und im Übergang der Jahreszeiten.
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Das kann man hier auch gut sehen. Genau. Und jetzt haben wir ungefähr zwei Stunden Zeit. Hier an der Lessinggrundschule Zittau werden mit dem Schulleiter Herrn Gärtner ins Gespräch kommen und bei schauen, was er uns so über seine Schule berichtet.
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Und ein Gruppenfoto durfte natürlich auch nicht fehlen. Wir haben sozusagen eine Tradition entwickelt in den Schul entdeckungstour uns vor oder die Gruppen vor den Schulen zu fotografieren. Und die Teilnehmer hatten sehr viel Spaß. Und wenn ihr jetzt neugierig geworden seid, dann schaut doch mal auf unserem Instagram Kanal vorbei. Und nach dem Gruppenfoto starteten wir dann unseren Schulbesuch und haben Herrn Gärtner, den Schulleiter, getroffen.
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Was auf jeden Fall als Besonderheit der Schule noch mal hervorzuheben ist. Es ist eine Lars Stützpunktschule. Das heißt, dass Kinder auch aus den umliegenden Gemeinden dorthin kommen können, um erst diagnostiziert zu werden und dann auch ab der dritten Klasse eben speziell beschult werden. Das heißt, die dritte Klasse ist dann auch noch mal aufgeteilt auf zwei Jahre. Und es gibt auch speziell ausgebildete Lehrkräfte, die dann mit den Schülerinnen und Schülern arbeiten.
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Der Lehrer, der Lars Kinder unterrichtet, ist dafür auch ausgebildet und hat ja im Prinzip in zwei Jahren die Aufgabe, den Kindern beizubringen, wie sie mit ihrer Behinderung in Anführungsstrichen leben müssen und können. Da wird also die Klassenstufe drei geteilt in drei 132, weil die bedeuten mehr Unterricht haben. In Deutschland, also in dem speziellen muttersprachlichen Unterricht. Neben der Lessinggrundschule gibt es in der Region noch eine weitere Lars Stützpunktschule und der zweite Standort, den wir haben.
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Da es in Europa auch eine Grundschule, die etwas kleiner ist, der Hälfte ungefähr von der Lessingschule und eine 30 Klasse hat. Das reicht für oben nicht. Wir haben momentan die Elast diagnostik zwei Wochen lang. Das sind in der Regel zwischen 16 und 70 Kinder, die da diagnostiziert werden aus 13 Schulen. Hier im Umkreis. Der Mangel kam nicht nur in Bezug auf das Thema Lars zur Sprache.
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Herr Gärtner machte immer wieder deutlich, dass in der Region Lehrkräfte, Schulleitungen sowie weitere pädagogische Fachkräfte an Schulen fehlen. Er selbst leitet sogar zwei Grundschulen neben der Grundschule in Zittau noch die Grundschule in Oderwitz. Im Gespräch betonte Herr Gärtner daher auch, dass er sehr froh über die Unterstützung durch junge Menschen ist, die an der Schule eine Pädagogik absolvieren. In unserer Gruppe waren ja auch einige Teilnehmende dabei, die einen Effekt auf Pädagogik an einer sächsischen Schule gemacht haben.
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Im Anschluss an das Gespräch führte uns Herr Gärtner noch durch das Schulgebäude. Die Lessinggrundschule ist eine der größten Grundschulen in Ostsachsen. Hier lernen fast 400 Schülerinnen und Schüler in 20 Klassen und werden unterrichtet von 34 Lehrkräften. Die Größe des Gebäudes kann man auch ganz gut höher als Schule und.
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Als unser persönliches Highlight des Rundgangs war das Schulmuseum, in dem zahlreiche historische Gegenstände aufbewahrt werden. Eine der Räume war als historisches Klassenzimmer aus der Zeit bis 1945 eingerichtet. Wenn ihr jetzt neugierig geworden seid, wie das aussieht, dann schaut doch gern auf der Website der Lessinggrundschule vorbei. So, wir haben jetzt noch mal einen Ausflug ins Schulmuseum der Lessinggrundschule gemacht.
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Und hier sind wir wirklich in eine andere Zeit versetzt mir die alten Schulbänke noch Tafeln, Schwämme, Rechenschieber, alte Lesebücher aus den dreißiger Jahren, Poesiealbum handgeschrieben, Hand gezeichnet, Aufsatzhefte. Hier wirklich sehr, sehr viel Material. All das hier kann man sich einmal zurückversetzen lassen. Nach dem Besuch der Lessinggrundschule haben wir uns auf den Weg zu unserer nächsten Station gemacht. Unterwegs haben wir unsere Teilnehmenden gefragt, welche Eindrücke sie bei dem Schulbesuch gewonnen haben.
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Man hat gemerkt, dass sie definitiv motiviert waren aus unserem Job und schon irgendwie nah an den Lehrern war und wusste, was los ist. Da. Ja, ich finde auch. Also ich habe auch das Gefühl, da hätte ich am liebsten eine Woche erst mal adoptiert, um uns alles ganz genau zu zeigen, dass wir überall mit dabei sein können. Das hat auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht, ihm zuzuhören.
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Und ich denke mal, wir hätten uns noch locker zwei Stunden mehr an der Schule verbringen können, ohne dass es langweilig wird. Ja, also ich fand die Grundschule auch aus meiner Perspektive als angehende Gymnasiallehrerin ganz spannend, weil wir durch den Schulleiter irgendwie eine ganz gute Perspektive auf die Schule bekommen haben, Fragen stellen konnten, die zwar nicht beantwortet wurden, aber man hat eben trotzdem gemerkt, dass sehr, sehr viel Motivation und Elan mitbringt, da was zu ändern und auch junge Lehrer einfach die Chance gibt, da ja was zu gestalten.
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Und das fand ich eigentlich sehr schön. Ja, und auch irgendwie. Also die Schulentwicklung in dem Maße, wie er das glaube. Ich kann gerade als verhaltener Mensch irgendwie zumindest das Verhalten, was da ist und da vielleicht auch noch in Zukunft Potenziale rauszukitzeln. Aber an sich hat man, glaube ich, gesehen, dass zu Lehrermangel einfach ein großes Thema hier ist und eben auch nicht nur Lehrermangel, sondern auch Schulleiterinnen, Schulleiterinnen, Mangel und das einfach in den kommenden Jahren irgendwas passieren muss und vielleicht auch innovative Konzepte von Jobsharing bei Schulleiterinnen.
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Positionen über das Schulleitermanagement, was er besprochen hat, dass da einfach irgendwie was passiert. Und es wäre sehr schön, spannende Gedanken. Das regt auf jeden Fall zum Weiterdenken an! Aus unserer Sicht gibt es hier ein großes Potenzial für junge Lehrkräfte, das Schulleben und die Schulentwicklung aktiv mitzugestalten. Und nachdem wir nun eine wirklich große Schule besucht haben, folgte gewissermaßen das Kontrastprogramm.
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Unsere nächste Station war die Grundschule Mittelsdorf, und wie es dort weiterging, erfahrt ihr in der nächsten Folge. Hat der Podcast dein Interesse geweckt? Wenn du noch mehr Schulen in Sachsen kennenlernen möchtest, dann schau auf unserer Homepage vorbei. Www.perspektive minus Landpunkte in. Hier findest du viele Informationen rund um die sächsische Schullandschaft, Fördermöglichkeiten für Praktika, spannende Veranstaltungen und vieles mehr.
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Wenn dir die Folge gefallen hat, dann empfiehlt sie gerne weiter. Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal. Perspektive Land ist ein Programm der Deutschen Kinder und Jugendstiftung im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus.
Folge 17: Schul-Entdeckungstour Zittau, Teil 1
Diesmal haben wir etwas ganz Besonderes für euch: Wir nehmen euch mit auf unsere Schul-Entdeckungstour nach Zittau und Umgebung, die wir Mitte März 2023 mit zehn Lehramtsstudierenden unternommen haben.
Im ersten Teil lernt ihr unsere Teilnehmenden kennen und begleitet uns durch die Altstadt von Zittau, auf den Eurohof Dreiländereck in Hainewalde sowie zu unserem ersten Schulbesuch an die Lessing-Grundschule Zittau.
Weitere Infos zur Lessing-Grundschule Zittau: Start | Lessing Grundschule Zittau (sachsen.schule), Schulportrait Lessingschule
Weitere Infos zum Eurohof: Eurohof-Hainewalde.de
Diese Folge auf Spotify, Deezer oder Itunes hören, oder direkt hier in unserem Webplayer:
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Perspektive Land. Der Schulpodcast. Du hast Lust, Schulen und ihre besonderen Konzepte kennenzulernen. Dann lass dich von unserem Podcast mit auf eine Entdeckungstour durch die sächsische Schullandschaft gehen. Wir sprechen mit Menschen in den Regionen und erfahren, wie es ist, dort zu lehren und zu leben.
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Ein herzliches Hallo zu unserer neuen Podcastfolge, die uns wieder ins Erzgebirge führt und auch wieder nach Annaberg Buchholz. Diesmal bin ich im Gespräch mit einer Grundschule. Aber hört einfach selbst. Ich freue mich, dass ich jetzt verbunden bin mit der Schulleiterin der Grundschule Friedrich Verübeln Annaberg Buchholz und mit ihrer Kollegin. Hallo Frau Mauersberger und hallo Frau Thome, Hallo, Hallo!
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Wir sind ja heute digital verbunden. Wo sind Sie denn gerade? Wir sitzen gerade bei mir im Schulleiterzimmer. Vor uns befindet sich das Sekretariat und wir freuen uns heute auf die Aufnahme. Dann stellen Sie sich doch gerne zu Beginn beide einmal kurz vor. Mein Name ist Diana Mauersberger. Ich unterrichte seit 1995 an der Grundschule Friedrich Fröbel hier in Annaberg Buchholz und seit 2020 bin ich hier als Schulleiterin tätig.
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Ich unterrichte momentan in den Fächern Mathematik und Musik an unserer Schule und bin auch gleichzeitig Beratungslehrerin. Ja, mein Name ist dieser Thome. Ich habe mein Referendariat der 2019 in Chemnitz beendet. Dann habe ich danach eine kurze Zeit auch dort in Chemnitz an einer Schule gearbeitet und bin dann 2021 hier an die Schule Friedrich Fröbel in Annaberg gekommen und arbeite seitdem hier, unterrichte in den Fächern Sport ganz viel, in Mathematik leider nicht in Deutsch und in Sachunterricht.
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Gut, dann würde ich Sie zu Beginn bitten, dass Sie mal den Satz ergänzen. Erst mal Frau Mauersberger Schule bedeutet für mich jeden Tag Überraschung, jeden Tag neue Spannung, aber auch neue Herausforderungen. Man weiß eigentlich nie so genau, was einen wirklich erwartet. Der Unterricht an sich schon, aber meistens kommen andere Ereignisse dazwischen, wie zum Beispiel Erkrankung von Kollegen, so dass man immer auf neue Überraschungen gespannt ist und sehr flexibel sein muss.
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Ja, und Frau Thome, ich arbeite gerne an der Grundschule Friedrich Fröbel, weil ich arbeite gerne an der Grundschule Friedrich Fröbel, weil wir erstens ein sehr starkes Kollegium haben, was gut zusammenhält. Man kann sich immer sehr aufeinander verlassen, auch schon, wie die Frau Mauersberger angesprochen hat. Bei Krankheit finden wir immer irgendwie einen Weg, wie wir die Kinder gut bei Laune halten und den Stoff vermitteln.
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Und weil auch jeden Monat ist es eigentlich gespickt von irgendwelchen Besonderheiten, sei es sportliche Wettkämpfe oder das wir hier uns im Stadtteil mit einbringen, so dass es auch nie langweilig wird. Sehr schön. Das macht doch Lust auf mehr. Vielleicht zu Beginn. Erstellen sie doch die Schule erst mal kurz vor das wir so ein Bild haben. Paar allgemeine Informationen.
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Wo liegt die Schule? Wie viele Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sind dort unterwegs? Also unsere Schule befindet sich im Stadtteil Buchholz, der Bergstadt Annaberg Buchholz Wir sind zwischen zwei Straßen hier so ein bisschen eingebettet. Unsere Schule erstreckt sich über drei Etagen, wobei die untere Etage von der Oberschule, die bei uns in der Nachbarschaft befindlich ist, genutzt wird.
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Als Technikzentrum also die haben dort ihren Hauswirtschaftsunterricht bei uns im Haus. Wir haben zurzeit 109 Kinder bei uns in sechs Klassen. Unsere Klasse zwei und drei sind jeweils zwei zügig. Die Klasse eins und vier einzüge ich. Im Moment sind sieben Lehrkräfte an unserer Schule beschäftigt, mit mir zusammen und ein Referendarin. Und wir haben zwei Kolleginnen, die sich momentan im Beschäftigungsverbot befinden, die im Februar Nachwuchs erwarten, sodass eben bei uns auch momentan die eine oder andere Stunde etwas gekürzt werden musste, weil das einfach, na ja, dem Lehrermangel geschuldet ist.
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Und eine Kollegin wird uns im Januar Ende Januar verlassen, in den wohlverdienten Ruhestand. Und wir hoffen dort sehr auf Nachwuchs. Deswegen freuen wir uns auch. Das wird gleich ein bisschen Werbung machen können. Ansonsten haben wir seit kurzem bei uns im Haus noch eine Schulassistentin, die seit Anfang November bei uns tätig ist, die uns auch tatkräftig unterstützt. Und wir haben auch tageweise eine Sekretärin im Haus.
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Immer dienstags und donnerstags und freitags auch stundenweise eine Sekretärin aus einer anderen Annaberger Schule. Also wir helfen uns dort auch gegenseitig, sodass das relativ reibungslos abläuft. Zum Schulgelände vielleicht noch was. Wir haben bei uns einen kleinen Schulhof, der auch geschuldet der Lage hier in Buchholz. Wer Buchholz kennt, ist so ein bisschen terrassenartig angelegt, nicht so sehr groß ist.
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Aber wir nutzen den Schulhof für unsere Hofpausen. Das war eben die Kinder dort in zwei Durchgängen den Hof nutzen lassen. Und die anderen Kinder, die grade nicht zur Hofpause sind, spielen bei uns in den Zimmern oder nutzen die Schulflure, wo wir spielen, Materialien bereitgestellt haben, was die Kinder nutzen können. Was zeichnet denn so das Schulleben auch aus? An der Grundschule Friedrich Fröbel?
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Also wir haben bei uns im Haus Ganztagsangebote, wo wir auch die örtlichen Vereine mit einbeziehen. Unser Hotel befindet sich zum Teil außerhalb unseres Schulgebäudes. Also wir arbeiten auch mit dem Haupt sehr gut zusammen. Einige Räume werden nachmittags bei uns auch mit vom Hort genutzt. Ansonsten ist unsere Schule 2000 rekonstruiert worden und im Innerhalb des Schulhauses erkennt man so die phrygischen Prinzipien wieder.
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Seine Formen von Dreieck und Quadrat. Wir haben auch für die Spielpausen Spielmaterialien an Fröbel angelehnt für die Kinder mit zur Verfügung. Er ist ja der Begründer der Kindergärten gewesen. Allerdings muss ich sagen, der Name bestand schon, bevor ich hier angefangen habe. Also das ist schon Tradition. Unsere Nachbar oberschule trägt den Namen Pestalozzi. Also man merkt schon, es ist eine Anlehnung an die Erziehungswissenschaftler dort vorhanden.
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Wir bemühen uns, unsere Kinder entsprechend ihren ihren Neigungen auch zu fördern. Im Rahmen des Förderunterricht es im Rahmen auch von der Beteiligung an verschiedenen Wettbewerben. Zum Beispiel bei uns wird auch teilgenommen an der Mathematikolympiade. Wir beteiligen uns an dem Knobelwettbewerb, dem Känguru Wettbewerb, aber auch an verschiedenen sportlichen Wettkämpfen und haben auch bei uns integrativ Kinder im Haus. Ja, Sie haben schon gesagt, es gibt wenige Lehrkräfte und nur sechs Klassen.
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Also es ist eine sehr kleine Schule. Vielleicht, Frau Thoma, Sie haben ja vorher in Chemnitz gearbeitet. Vielleicht können Sie mal so ein bisschen erzählen, Was sind so aus Ihrer Sicht die Unterschiede? Was ist jetzt anders, an so einer kleinen Schule zu arbeiten? Ja, also im Gegensatz zu der Schule, wo ich vorher gearbeitet habe, ist die Friedrich Fröbel Grundschule schon wesentlich kleiner.
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Auch alleine die Klassenstärke ist zum Teil um einiges angenehmer. Man hat wesentlich mehr Platz in den Räumen durch die wenigen Kinder und man kann eben auch noch mal ein bisschen individueller mit den Kindern arbeiten, weil es weniger sind. Ansonsten würde ich auch sagen, die Verbindung zu den Eltern ist ja doch noch etwas stärker ausgeprägt. Also die Eltern bringen sich in allen Klassen durchweg wirklich sehr gut ein und unterstützen uns sowohl bei Projekten als auch bei Wandertagen oder anderen Festlichkeiten.
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Am vergangenen Wochenende hatten wir in Buchholz ja einen Weihnachtsmarkt, der von den Eltern auch sehr mit unterstützt wurde, so dass wir als Lehrkräfte dort auch sehr entlastet werden. Und auch im Vorfeld haben wir sehr viel mit den Kindern gebastelt an einem Tag. Und dort haben uns die Eltern auch wunderbar unterstützt. Es war wirklich sehr schön. Von meinen Erfahrungen her geht das in den städtischen Schulen ein wenig verloren.
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Dort gibt es aber sicherlich auch Beispiele, die anderes zeigen. Ja, soweit erst mal dazu. Sie haben schon angesprochen das Thema Elternarbeit und dass es da auch Unterschiede gibt. Wie ist das denn so mit dem Verhältnis zwischen Eltern und Kindern? Oder auch wie gestaltet sich die Elternarbeit, insbesondere wenn es da vielleicht auch mal Probleme gibt? Probleme im Elternhaus oder auch in der Schule?
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Wie gehen Sie damit um? Also wie wir schon gesagt hatten, unsere Schule ist ja eine kleine Schule. Es ist also das Verhältnis auch so ein bisschen, zum Teil wie eine große Familie. Die Zusammenarbeit mit den Eltern, viele aus unserer Elternschaft sind zum Teil selbst hier als Schüler gewesen bei uns, so dass man sie also nach Jahren dann auch wieder trifft.
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Naja, wohl auch das Verhältnis dann entsprechend gut ist oder offen. Man geht aufeinander zu. Wenn es Probleme gibt, sprechen wir das mit den Eltern an und das denke ich, ist bei so einer kleinen Schule doch wesentlich einfacher als in einer großen städtischen Schule, wo man dann vielleicht wirklich auch drei zügig auf den Klassenstufen unterrichtet, wo man mitunter den Überblick vielleicht nicht mehr ganz so hat.
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Na also. Bei uns ist es meistens so, dass wirklich jeder Lehrer alle Schüler der Schule kennt und dass dann die Verbindungen eben wirklich noch da sind zu den Eltern, auch zum Teil zu den Großeltern, weil sie ja vorher die Eltern bei uns waren. Dass man dort auch auf alle Kontakte zurückgreifen kann, auch Stärken Schwächen kennt, wo man dann dort einfach anknüpfen kann.
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Ja, in Hinblick auf jetzt zum Beispiel DAZ, also wenn man jetzt das noch als Vertiefungsfach sozusagen wählt, wie setzen sich denn da die Klassen bei Ihnen zusammen? Also haben sie daz Kinder und. Genau. Wird das überhaupt so jetzt benötigt im ländlichen Raum oder sagen sie da sind sowieso so wenig Kinder, das brauchen wir hier gar nicht so sehr.
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Also wir haben momentan bei uns im Haus sehr wenige Kinder. Wir haben einige, die nicht Deutsch als Muttersprache haben. Aber es gibt ja in Annaberg in der Grundschule kleinere Goswalde direkt DAZ Klassen, also die befindet sich ja bei uns in unmittelbarer Nachbarschaft zu zirka zwei Kilometer Entfernung, so dass die Kinder am Anfang dort unterrichtet werden, aber nachher ja auch an ihre Stammschule zurückkommen.
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Also ich denke, das wird doch schon gebraucht, gerade auch im Hinblick jetzt auf die Kinder, die aus der Ukraine kommen. Und da wurden in anderen Schulen bei uns in Annaberg auch schon sogenannte FAUQ Klassen untergebracht, wo die Kinder erst einmal zusammen an die Sprache herangeführt werden. Aber bei uns ist es natürlich auch schon nötig. Wir haben wie gesagt bei uns auch zurzeit zwei Kinder, wo das benötigt wird, die das im Rahmen zum Teil vom Förderunterricht haben.
00:12:02:24 - 00:12:26:21
Also ich würde jetzt nicht sagen, dass es im ländlichen Raum nicht gebraucht wird. Es wird sicherlich die eine oder andere Schule geben, wo das vielleicht mehr nötig ist. Aber generell, dass es nicht gebraucht wird, kann ich nicht sagen, weil dann tauscht man sich ja auch mit den Schulen aus, dass man zum Teil Kollegen stundenweise mal aborten gehen könnte, wenn das dort benötigt wird.
00:12:26:21 - 00:12:50:02
Und da weiß ich, das ist ganz sicher so, okay. Sie haben vorhin ja auch schon gesagt, Sie werden eine Kollegin verabschieden in den Ruhestand. Wie ist denn aktuell der Lehrkräfte Bedarf bei Ihnen in der Schule und welche Fächer sind da vielleicht auch besonders benötigt? Bei uns ist es im Moment so Die Kollegin, die aufhört, hat das Fach Werken unterrichtet.
00:12:50:04 - 00:13:16:17
Also dort haben wir bedauert. Ich habe aber auch Signale aus dem eigenen Kollegium, dass die Kollegen bereit sind und auch bereit wären, sich dort weiterzubilden. Aber wir brauchen eben auch trotzdem Klassenleiter, weil die Kollegin ja eine Klasse drei dann in dem Fall abgibt. Wir haben die Referendarin im Haus ja. Ansonsten ist der Bedarf bei uns im Fach Musik immer da.
00:13:16:21 - 00:13:39:02
Also dort weiß ich auch von den Kollegen aus den anderen Schulen. Ich bin bei uns die Einzige, die das noch in der Ausbildung hatte. Wir haben schon Kollegen im Haus, die das Fachfremden mit unterrichten. Die wird da an die Seite springen. Ansonsten der Bedarf wie gesagt, nach Klassenlehrerin, Werkunterricht, aber auch Kunst. Gut aufgestellt sind wir momentan bei Sport.
00:13:39:07 - 00:14:03:12
Na Frau Sturm haben wir da als Verstärkung dazubekommen und eine die zweite Sportlehrerin bei uns im Haus ist auch gleichzeitig auch in der Ausbildung noch mit tätig, auch als Fachberater im Fach Religion, sodass es eben bei uns auch so ist, dass wir Kollegen haben, die nur von den sieben teilweise bei uns stundenweise bei uns untergebracht sind und dann noch an anderen Schulen einspringen.
00:14:03:14 - 00:14:28:06
Eine Kollegin hilft momentan auch noch in einer anderen Schule mit dem Fach Englisch aus. Also diese Fächer sind bei uns vorhanden, Aber wie gesagt bedarf es momentan verstärkt im Fach Werken dann okay. Dankeschön dann. Frau Thome, Sie haben vorhin schon ein paar Sätze gesagt zum Kollegium und haben schon gesagt, dass das ein sehr guter Zusammenhalt ist. Können Sie das noch ein bisschen näher beschreiben?
00:14:28:08 - 00:14:53:16
Ja, also durch die Größe unserer Schule tauschen wir uns wirklich sehr aktiv aus. Über unseren Unterricht, auch über die Kinder. Also jeder weiß eigentlich bei jedem so ein bisschen, was los ist. Man kann immer fragen, sowohl die älteren Kollegen, die helfen einem gern und man kann aus deren Wissen schöpfen und fragen, wie die das eh immer schon im Unterricht handhaben oder auch einfach die Erfahrungen mit den Eltern.
00:14:53:16 - 00:15:19:15
Vielleicht. Also wie man mit den Eltern dann auch umgeht. In speziellen Situationen und auch durch die jüngeren Kollegen eben auch eine Referendarin. Die bringt auch viele frische neue Ideen auch mit aus der Lehrer Ausbildungsstätte. Ich denke wir sind bestimmt auch alle froh, das mal so ein bisschen jüngere und neue Kräfte mit reinbekommen, die eben dann mal wieder neue Dinge ausprobieren, neue Ideen mitbringen.
00:15:19:17 - 00:15:47:01
Denn so der Alltag, auch die Corona Situation und eben immer wieder die Krankheitsfällen, die kommen, die sind schon belastend für ein Kollegium. Aber ich denke, das meistern wir wirklich sehr, sehr gut. Ja, da bin ich sehr, sehr froh, dass man da auf einer familiären und auch freundschaftlichen Basis miteinander kommunizieren können Sie ja dann auch. Vielleicht besonders wichtig, weil man in so einem kleinen Kollegium zusammenarbeitet, dass man da auch dann sich gut versteht, miteinander und aufgrund der kleinen Schule bekommt man auch.
00:15:47:01 - 00:16:16:17
Also so ist es jetzt meine Erfahrung im Vergleich zu der Chemnitzer Schule, an der ich war. Man bekommt eben auch von allem mehr mit, sowohl von der Arbeit des Schulleiters oder der Schulleiterin, die Verwaltungsakte, die eben auch im Hintergrund mitlaufen. Das sind so Sachen, die in einer großen Schule mit Sicherheit eher nicht an jeden herangetragen werden. Und so finde ich es sehr abwechslungsreich und man bekommt einen Einblick, wie man sich vielleicht auch wenn man das möchte, mal weiterentwickeln kann.
00:16:16:17 - 00:16:48:13
Ob das was für einen ist. Ja, das haben wir auch gehört in unserem Podcast mit der Lehrer Ausbildungsstätte Annaberg Buchholz, das ja die Chancen im ländlichen Raum wesentlich höher sind, eine Schulleitungsstelle zu bekommen. Ja, das sind einige Schulen noch ausgeschrieben, also die suchen auch ganz sehr. Aber auch im Dorf, selbst in der Lehrerausbildung wird immer wieder gesucht. Also wo viele Schulen auch angesprochen werden, ob sie Kollegen noch zur Verfügung stellen können, Abordnungen können.
00:16:48:15 - 00:17:18:15
Der Mangel im ländlichen Raum, denke ich, ist enorm. Hmm, ja, na ja, dazu wollen wir jetzt ein bisschen was beitragen, da was entgegenzusetzen. Genau. Ich würde gern noch mal jetzt haben wir so in die Schule so rein geguckt. Jetzt würde ich gerne mit Ihnen noch mal ein bisschen rausgucken im Sinne von wie handhaben Sie es denn so mit Zusammenarbeit und Kooperationen, also zum Beispiel auch mit anderen Schulen in der Region oder in Annaberg oder auch mit außerschulischen Lernorten?
00:17:18:20 - 00:17:48:16
Ja, also wir haben eine Kooperation mit unserer Kita, die sich in der Nähe befindet, wo es sehr viele Kinder dann auch unsere Grundschule besuchen. Die befindet sich circa 500 Meter von der Schule entfernt, sodass wir dort auch einen engen Kontakt pflegen. Eine Kooperation selbstverständlich mit dem Hort haben wir schon. Das ist unerlässlich, gerade weil der Hort teilweise eben auch unsere Unterrichtsräume mit für die Nachmittagsbetreuung nutzt.
00:17:48:20 - 00:18:11:16
Wir haben aber auch Kooperationen mit Vereinen. Wie gesagt, hatte ich vorhin schon mal erwähnt, mit örtlichen Vereinen im Rahmen der Ganztagsangebote. Also das wurde zum Beispiel mit dem DRK Kontakte pflegen, weil die bei uns ein Angebot erste Hilfe machen. Aber auch mit in der Nachbarschaft befindet sich die Freiwillige Feuerwehr. Also die helfen uns dann auch bei der Gestaltung des Unterrichts.
00:18:11:16 - 00:18:44:07
Wenn das Thema ist oder auch neben der Schule befindet sich gleich die Kirche. Auch da haben wir gute Verbindungen, dass wir das mit einbeziehen können, zum Beispiel ist bei uns so eine Tradition, dass wir gerade am letzten Schultag vor Weihnachten uns dort alle einfinden zu einem gemeinsam Weihnachtslieder singen, was dann so das ja in dem Sinne ein bisschen ausklingen lässt, aber auch sonst im Rahmen von Ganztagsangeboten beziehen, wo viele örtliche Dinge mit ein auch öffentliche Einrichtung hat.
00:18:44:08 - 00:19:15:18
Die Kollegen besuchen die Stadtbibliothek mit den Kindern oder auch ortsansässige Firmen. Klasse vier im Sachunterricht, dass man dort mal reinschauen kann, zu Besuch gehen kann. Also diese Dinge beziehen wir hier mit ein und auch im Rahmen von Sportwettkämpfe mit den Sportverein. Wir haben hier einen örtlichen Handballclub, einen Fußballverein, da bestehen eigentlich wirklich auch enge Verbindungen. Die Klasse vier, die schnuppert zum Beispiel auch in die weiterführenden Schulen.
00:19:15:18 - 00:19:38:22
Hier in der Region oder im Ort waren die Pestalozzi Grundschule etwa die Pestalozzi Oberschule, die ja hier nicht unweit von uns entfernt liegt, lädt auch die Kinder ein für einen Schnuppertag und die gestalten dann für die Kinder auch einen schönen Tag, dass sie eben mal dort schauen können, ob sie die Schule besuchen wollen. Genau. Ja zur Zusammenarbeit zwischen den anderen Grundschulen.
00:19:38:22 - 00:20:07:15
Auch im Ort ist es also so, dass wir die Grundschule an der Riesenburg noch haben. Dort befinden sich auch zwei oder sind untergebracht, zwei leicht lassen. Von daher arbeitet man dort auch gut miteinander, Um praktisch diese Überprüfung oder die Überleitung der Kinder, die dann schneller als haben, zu gewährleisten. Wir haben noch die Grundschule im Bildungszentrum Adam Ries. Auch dort bestehen enge Verbindungen oder mit der Grundschule in kleinen Rückerswalde.
00:20:07:15 - 00:20:35:17
Wir beraten uns auch gegenseitig die Schulleitungen und wir treffen uns dort auch zu gemeinsamen Beratungen. Wie schon gesagt, kommt, diese Woche haben wir wieder eine. Da geht es um die DAZ Ausbildung der Kinder, wie das auch geregelt wird. Also von daher besteht wirklich eine enge Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Schulen auch im Ort. Dann würde ich gerne noch mal Sie haben schon dieses Weihnachtslieder singen erwähnt.
00:20:35:19 - 00:21:02:24
Wie ist es denn so mit Blick auch auf die Schulgemeinschaft? Sie haben ja auch beschrieben, dass es sehr familiär ist, was gibt es denn so für Traditionen, die Sie auch so bewahren, also gerade mit Blick auf dieses Gemeinschaftsgefühl? Wir treffen uns zum Beispiel in unserem Aufenthaltsraum. Wir haben keine größere Aula im Haus, einfach den baulichen Bedingungen geschuldet. Und im Aufenthaltsraum treffen wir uns immer zu Monatsbeginn und ehren dort unsere Geburtstagskinder zum Beispiel.
00:21:03:02 - 00:21:32:19
Oder wir treffen uns auch dort, wenn Wettbewerbe anstehen, um die Kinder darauf einzustimmen. Wir haben, das hatte die Foren bereits erwähnt, einen stand immer auf dem Buchholzer Weihnachtsmarkt und dort wird vorher gemeinsam mit den Kindern klassenübergreifend gebastelt. Na also. Das ist auch schon eine schöne Tradition, die leider in den letzten Jahren aufgrund von Korona nicht stattfinden konnte. Dieses Jahr ist es wieder angelaufen, da haben sich auch alle sehr gefreut.
00:21:32:19 - 00:22:07:00
Alle waren ganz sehr bei der Sache, inklusive der Eltern. Aber wir nehmen wie gesagt auch oft einen Wettbewerb ein Teil, wo wir auch die Eltern mit einbeziehen. Dass die Eltern auch dort die Kinder zum Teil mit betreuen, uns dort an die Seite springen und uns mit helfen. Ansonsten an Traditionen ist es auch, dass wir eben auf den Klassenstufen oder Klassenstufen Basis verschiedene Klassen feiern gestalten, sei es die Schuljahres Ausklang oder auch die Schulanfang Feier ist bei uns Tradition.
00:22:07:02 - 00:22:35:04
Dass immer die neue Klasse drei das Schulanfang sprogramm gestaltet für die Kinder, dass die Klasse vier sich teilweise verabschiedet mit kleinen Geschenken, mit Bastelarbeiten für die neuen eins und die Klasse vier verabschiedet sich von allen mit einem großen Abschlussprogramm. Das findet bei uns dann in der Turnhalle statt. Also das sind so einige ausgewählte Sachen, die bei uns sich fest verankert haben.
00:22:35:06 - 00:23:04:18
Ja, sehr schön, Frau Thoma. Vielleicht noch bevor Sie jetzt gleich in den Unterricht verschwinden müssen mit Blick auf Praktikum oder Referendariat. Also wenn Lehramtsstudierende jetzt an die Grundschule Friedrich Fröbel kommen würden, was erwartet sie denn dann? Die Studierenden oder die Praktikanten? Erwartet erst mal ein sehr nettes Kollegium, was mit offenen Armen immer wieder Unterstützung willkommen heißt. Die Studierenden dürfen in die Klassen mit hineinschnuppern.
00:23:04:20 - 00:23:34:09
Wenn sie sich das zutrauen, dürfen sie uns auch im Unterricht unterstützen. Die Referendare sowieso. Ich denke, wir sind ein Kollegium, was sehr offen ist für neue Ideen. Wir lassen die Studierenden und Referendare auch ausprobieren, sind da wirklich sehr zugänglich und versuchen uns immer wieder gut miteinander abzusprechen, Probleme, Fragen aus der Welt zu schaffen. Und ich denke, auch die Kinder gehen immer sehr, sehr offen wieder auf neue Menschen bei uns hier an der Schule ein.
00:23:34:11 - 00:23:55:08
Gerade in letzter Zeit hatten wir das oft, dass Praktikanten uns besucht haben und die wurden von den Kindern immer sehr willkommen geheißen. Ich kann gerne jeder zu uns kommen, der sich mit dem Schulleben beteiligen möchte. Wir freuen uns sehr. Vielen, vielen Dank! Dann würde ich Sie an der Stelle schon mal entlassen. Dass Sie genau das Sie ganz entspannt in Ruhe in den Unterricht gehen können.
00:23:55:09 - 00:24:27:09
Vielen, vielen Dank, dass Sie dabei waren. Danke. Zum Abschluss würde ich mit Ihnen gerne noch mal auf den Standort Annaberg Buchholz auch schauen. Was ist denn so in Annaberg, wo Sie sagen, das ist so besonders lebenswert, Vielleicht auch für junge Leute, für Familien? Also es ist bei uns ja, wie gesagt, wir sind große Kreisstadt und der Stadtteil Buchholz Bei uns liegt ein bisschen außerhalb, aber wir haben sehr viel Natur ringsherum, auch das, was wir ja zum Teil auch als Schule mit nutzen.
00:24:27:15 - 00:25:02:15
Wenn wir Unterricht draußen machen zu Unterrichtsgängen. Der Wald ist sehr in der Nähe. Wir haben hier in der Nähe den Waldschlösschenpark, wo man auch mit Familien sich erholen kann. Wir haben in der Stadt Annaberg Buchholz natürlich auch vielfältige kulturelle Angebote, seien es Museen, Sporthallen, wo auch Vereinsleben vorhanden ist und auch gepflegt wird. Wir haben ringsherum auch viele Ausflugsmöglichkeiten, die man nutzen kann, die natürlich auch von vielen Touristen gern besucht werden.
00:25:02:20 - 00:25:38:17
Zum einen jetzt bei uns in der Nähe wären zum Beispiel auch verschiedene Stollen zu erwähnen, die man besuchen kann, wo man eben in die Bergwerksgeschichte auch einbringen kann. Was wir natürlich auch mit den Kindern teilweise im Unterricht nutzen und einbeziehen. Bei uns im Stadtteil Buchholz gibt es auch ein Eigenheimen Standort, wo viele junge Familien sich niedergelassen haben. Deshalb haben wir eben auch viele Kinder bei uns, die aus diesem Gebiet kommen, Aber auch ansonsten denke ich, unsere Stadt ist lebens und lebenswert.
00:25:38:19 - 00:26:11:02
Es ist vieles im Bau. Gerade unser Bahnhof wird umgestaltet. Dort wird ja eine Außenstelle der TU Chemnitz auch stattfinden. Der Campus, wo dann Forschung betrieben wird, auch wo ich denke das bringt in der nahen Zukunft auch noch mehr junge Leute zu uns. Und ansonsten, wie gesagt, kann man sich auch seine Freizeit hier gut vertreiben. Ja. Gibt es noch was zur Schule oder zur Region, was sie noch wichtig finden, was jetzt noch nicht zur Sprache gekommen ist?
00:26:11:04 - 00:26:35:02
Zur Schule oder zur Region? Also wir sind nicht nur Erzgebirgsland oder Weihnachtsland. Manchmal wird man darauf so ein bisschen beschränkt. Selbstverständlich ist die Zeit jetzt gerade die Adventszeit wieder bei uns. Sehr schön, sehr gemütlich. Wenn man abends mal durch Buchholz geht, ist das oder wirkt das wie so ein großer Weihnachtsberg, wenn alles beleuchtet ist? Das ist alles sehr schön.
00:26:35:04 - 00:27:16:15
Die Menschen hier sind sehr offen, gehen auch wirklich auf andere zu. Wir wünschen uns natürlich, dass unsere Grundschulen auch weiter erhalten bleiben. Wir warten auf Nachwuchs aus der Lehrerschaft. Von daher sind wir natürlich auch immer sehr offen und freuen uns, wenn nicht nur alle Studierende in die Stadt wollen, sondern auch. Wir sind ja auch eine Stadt, zwar keine Großstadt, aber gerade die Frau Thoma hatte es auch schon gesagt und wir hatten auch schon die Rückmeldung von einigen, dass sie gesagt haben okay, so, die kleineren Schulen sind doch noch bisschen überschaubarer.
00:27:16:17 - 00:27:42:09
Es ist das Miteinander vielleicht zum Teil noch ein bisschen verstärkter vorhanden. Dann komme ich zu meiner letzten Frage. Wie immer in unserem Podcast ist die letzte Frage Was möchten Sie Lehramtsstudierenden mit auf den Weg geben? Seien Sie immer offen und bleiben Sie gespannt. Lassen Sie sich auf die Kinder ein auch von Rückschlägen. Bitte nicht entmutigen lassen. Na also.
00:27:42:09 - 00:28:06:08
Es ist nicht jeder Tag eitel Sonnenschein, aber es ist eine ganz spannende Aufgabe, eine ganz spannende Arbeit mit den Kindern zu arbeiten, den Kindern etwas weiterzugeben, aber auch von den Kindern Rückmeldungen zu bekommen. Also ich glaube, es ist nichts Schöneres, als wenn ein Kind am Stundenende vielleicht sagt Oh je, die Stunde ist schon um. Also seien Sie doch immer gespannt.
00:28:06:08 - 00:28:30:15
Und wie gesagt, wir sind auch als Kollegen immer dankbar für neue Hinweise, für neue Ideen, dass sie sich das bewahren. Wie gesagt, seien Sie mit viel Herzblut dabei und bei uns immer herzlich willkommen. Ja, dann kann ich nur noch sagen Vielen, vielen Dank für alles, was Sie berichtet haben und all das genau, was Sie zu Ihrer Schule gesagt haben.
00:28:30:15 - 00:29:02:02
Ich denke, das war sehr motivierend. Das hoffe ich. Ich danke Ihnen. Hat der Podcast dein Interesse geweckt? Wenn du noch mehr Schulen in Sachsen kennenlernen möchtest, dann schau auf unserer Homepage vorbei. Www.perspektive minus Landpunkte in. Hier findest du viele Informationen rund um die sächsische Schullandschaft. Fördermöglichkeiten für Praktika, spannende Veranstaltungen und vieles mehr. Wenn dir die Folge gefallen hat, dann empfiehlt sie gerne weiter.
00:29:02:04 - 00:29:04:03
Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.

Folge 16: Grundschule "Friedrich Fröbel" Annaberg-Buchholz
In Folge 16 sprechen wir mit der Schulleiterin und einer jungen Lehrerin an der Grundschule "Friedrich Fröbel" im Stadtteil Buchholz. Sie erzählen über die Vorzüge und Herausforderungen an einer kleinen Schule, das familiäre Schulleben mit erzgebirgischen Traditionen, den starken Zusammenhalt im Kollegium und in welchen Fächern dringend Lehrkräftenachwuchs gebraucht wird.
Weitere Infos zur Schule findet ihr hier:
https://cms.sachsen.schule/gsanafroebel/startseite.html
Diese Folge auf Spotify, Deezer oder Itunes hören, oder direkt hier in unserem Webplayer:
00:00:07:18 - 00:00:28:23
Perspektive Land. Der Schulpodcast. Du hast Lust, Schulen und ihre besonderen Konzepte kennenzulernen. Dann lass dich von unserem Podcast mit auf eine Entdeckungstour durch die sächsische Schullandschaft gehen. Wir sprechen mit Menschen in den Regionen und erfahren, wie es ist, dort zu lehren und zu leben.
00:00:29:00 - 00:00:56:08
Hallo und herzlich willkommen zu unserer heutigen Podcastfolge. Dass es diesmal wieder eine Spezialfolge. Denn wir sind im Gespräch mit der Lehrer Ausbildungsstätte Annaberg Buchholz. Und wenn ich mir sage, dann meine ich damit heute mich und Manuela. Eine Studentin der TU Chemnitz. Manuela hat im Rahmen unserer Hospitationsreise ins Erzgebirge, die im Oktober stattgefunden hat, auch die Lehrer Ausbildungsstätte schon persönlich und vor Ort kennengelernt.
00:00:56:10 - 00:01:19:23
Und sie wird mich heute bei dem Interview unterstützen. Dann ein herzliches Hallo und herzlich willkommen in die Runde! Hallo Manuela, hallo und Hallo, liebe Frau Schneider und Frau Meinecke. Hallo, Hallo! Schön, dass es geklappt hat und wir uns heute hier sehen. In digitaler Runde. Als erstes, liebe Manuela, stell dich doch bitte kurz vor. Ja, Hallo. Also mein Name ist Manuela.
00:01:20:00 - 00:01:50:05
Ich freue mich total, heute dabei zu sein und meine Fragen an die Mitarbeiterinnen der Lehrer Ausbildungsstätte Annaberg Buchholz stellen zu können. Und ich denke, dass meine Fragen viele Studierende interessieren können. Ja, wer bin ich? Ich bin inzwischen schon Mitte 40 verheiratet, habe drei Kinder und bin in den nordwestlichsten Zipfel des Erzgebirgskreises sesshaft geworden, lebe also im ländlichen Raum.
00:01:50:07 - 00:02:15:10
Ja, mein Abitur ist schon eine Weile her. 1998 habe ich das gemacht und bin dann in die Ausbildung gestartet, zur Pharmazeutischen Technischen Assistentin. Hab viele Jahre in dem Beruf gearbeitet, bis es schließlich zum Studium gekommen bin und bin jetzt in der TU Chemnitz unterwegs. Genau das studierst ja jetzt Lehramt. Was hat dich denn eigentlich dazu bewogen, jetzt auf das Lehramt zu wechseln?
00:02:15:12 - 00:02:39:07
Ja, das hat mehrere Gründe. Ich würde sagen, das sind so vier Momente, die mich da bewegt haben, meine berufliche Situation noch mal zu überdenken. Zum einen ist es ich habe mein Abitur gemacht, habe nie studiert und es war immer irgendwie ein Thema, das hat zeitweise geruht. Dann kam es aber immer wieder auf und ich hab gedacht Mensch, irgendwie, warum hast du das Abitur gemacht und hast nicht studiert?
00:02:39:09 - 00:03:08:18
Das zweite ist, dass ich berufsbegleitend oder ich würde sagen parallel zum Beruf, es gehörte nicht zu meiner PTAusbildung an soll parallel zum Beruf eine Seminar, eine Weiterbildung Ausbildung gemacht habe im Rahmen Kommunikation, wo es darum ging, wir interagieren Menschen. Warum interagieren Menschen so, wie sie interagieren? Wie entstehen Konflikte? Wie kann man die vermeiden? Und alles, was damit zusammenhängt.
00:03:08:23 - 00:03:35:04
Also es geht um zwischenmenschliche Prozesse. Ja, und durch dieses, durch diese Ausbildung habe ich auch einen anderen Blick auf meinen Beruf entwickelt. Also ich habe gemerkt, die Ausbildung macht mir wahnsinnig viel Spaß, es fordert mich und in meinem Beruf passte das irgendwie nicht mehr dazu. Ja, ich habe gemerkt, dass ich einfach nur noch routinemäßig arbeite. Und da habe ich gesagt, es muss sich was ändern.
00:03:35:06 - 00:04:02:14
Bis ich mich aber dann trotzdem doch entschieden habe, das zu ändern. Gab es dann noch ein Erlebnis mit einem Bekannten Elternpaar, deren Sohn in der Schule immer wieder Probleme hatte mit den Lehrkräften bzw die Eltern und die Lehrkräfte eben miteinander irgendwie in Konflikt hatten und ich gedacht hab Mensch, irgendwas läuft schief. Irgendwie muss das anders geregelt werden können.
00:04:02:14 - 00:04:23:07
Und das hat mich eigentlich motiviert zu sagen okay, ich schau mal selber rein, gehe selber in das System und mit 40 zum 40. Geburtstag habe ich dann gedacht also wenn ich jetzt nicht studiere, dann mache ich es nie wieder. Und bin dann einfach ins kalte Wasser gesprungen und habe es gemacht. Ich habe Gott sei Dank den Background meiner Familie, dass mir das möglich ist.
00:04:23:13 - 00:04:48:10
Nun bist du ja auch mit uns schon auf Hospitationsreise gewesen, mit Perspektive Land im Erzgebirge und hast die Lehrer Ausbildungsstätte ja auch schon ein bisschen kennengelernt. Was motiviert dich denn, die auch Schulen anzuschauen außerhalb der Großstädte, also auch so in den Bedarfsregionen, wie man ja sagt? Na ja, zum einen bin ich selber sesshaft im ländlichen Bereich und in der Bedarfsregion.
00:04:48:12 - 00:05:20:10
Also auch mein Studium an der TU Chemnitz ist natürlich gewählt. Dadurch, dass ich hier wohne, also ein Studium in Dresden oder in Leipzig, kam für mich jetzt nicht in Frage, so dass es für mich eigentlich eine logische Konsequenz ist, in der Bedarfsregion hier im Umkreis einer Schule zu suchen oder eben dort zu arbeiten. Abgesehen davon aber bin ich eher ein Mensch, der lieber also nicht in diesen Ballungszentren von Leipzig und Dresden arbeitet, sondern schon diesen ländlichen Bereich mag.
00:05:20:12 - 00:05:47:00
Na, es ist. Es fängt an bei der Natur. Es geht weiter über die zwischenmenschlichen Kontakte. Das ist mal wieder bei diesem Thema. Das ist einfach. Ich denke, in der Stadt ist es viel anonymer und im ländlichen Bereich oder halt auch so in der Bedarfsregion, dass man dann doch mehr Kontakt oder intensivere Kontakte zu den Mitmenschen hat. Und ja, eine kleine Schule.
00:05:47:02 - 00:06:12:01
Es birgt die Chance, da ja mit den Kollegen anders zu arbeiten als an einer großen Schule, die mehr zügig ist, ja, wo man dann doch vielleicht nicht in der Anonymität verschwindet. Aber auch nicht ganz so gesehen wird. Ja, vielen Dank dir. Dann würde ich jetzt gerne Frau Schneider und Frau Meinecke mal mit ins Gespräch holen. Stellen Sie sich doch auch bitte beide kurz vor.
00:06:12:03 - 00:06:54:07
Ja, mein Name ist Corinna Schneider. Ich bin die Leiterin der Lehrer ausbildungsstätte in Annaberg Buchholz. Ich bin auch Mitte 40 und habe auch ähnlich wie die Manuela mein Abitur in diesem Jahrgang ungefähr absolviert, habe dann auch nach einem kurzen Umweg, dass er an Grundschulen in Leipzig studiert und habe dann auch mein Referendariat in Leipzig absolviert. Einfach auch aus dem Grund, weil es in Chemnitz oder auch in Löbau oder in Annaberg Buchholz damals noch gar keine Lehrer Ausbildungsstätte gab, sondern da gab es nur das die Standorte Dresden und Leipzig.
00:06:54:09 - 00:07:22:15
Ich habe damals in Zwickau gewohnt. Ja, und dann hat mich die Liebe ins Erzgebirge verschlagen. 2008 und habe dann hier bin dann ja hier in einer Schule heimisch geworden und 2012 bin ich aber dann in die Lehrerausbildung eingestiegen. Ja, um einfach ja. Ich habe gefühlt ähnlich wie Sie, Manuela. Man könnte noch mehr tun, ja doch ein Stück was zu bewegen.
00:07:22:17 - 00:07:58:11
Und ja, bin 2012 eingestiegen in Chemnitz an der Lehrer Ausbildungsstätte für das Fachschulrecht. Habe dann 2014 das Fach Mathematik dazugenommen, um dann 2016 also immer schön alle zwei Jahre mich der Aufgabe als Haupt Ausbildungsleiterin gestellt und 2019 wurde ja dann die Lehrerausbildung steht in einer Bergbuchhalter eröffnet und da haben die Frau Meinecke und ich und wir kennen uns jetzt schon viele, viele Jahre uns kurz angeschaut und haben gedacht, wir stellen uns der Aufgabe.
00:07:58:14 - 00:08:35:15
Danke schön, Frau Meinecke. Ja, mein Name ist Jana Meinecke. Ich bin schon ein kleines bisschen länger im Schuldienst, bin eingestiegen 1995 in den Schuldienst, nach meinem Fachschulund Hochschulstudium. Also ich habe beide Ausbildungen praktisch genießen dürfen, also die Ost und die westdeutsche Ausbildung. Bin dann in mein Referendariat im Erzgebirge gemacht, bin dann auch immer im Erzgebirge geblieben, in den Grundschulen wohnhaft, eigentlich in Mittelsachsen, aber irgendwie hat es mich immer in das Erzgebirge verschlagen.
00:08:35:17 - 00:09:05:13
Bin dann über den Weg des Fachberaters Mathematik in die Lehrerausbildung gekommen. Wurde gefragt Kannst du dir nicht vorstellen, in die Lehrerausbildung zu gehen? Du bist doch schon mit den erwachsenen Kollegen unterwegs. Und so bin ich 2013 in die Lehre Ausbildungsstätte gekommen, auf 2016 dann die Hauptausbildungsleiterin und wie gesagt, 2019 als Stellvertreter, Ausbildungsleiterin, jetzt stellvertretende Leiterin der Lehrer ausbildungsstätte in Annaberg Buchholz tätig.
00:09:05:14 - 00:09:36:10
Vielen Dank! Dann bei Perspektive Land in unserem Podcast ist immer üblich am Anfang, dass ein Satz ergänzt wird. Den gebe ich Ihnen beiden jetzt. Frau Schneider, Sie dürfen starten. Die Arbeit an der Lehre Ausbildungsstätte Annaberg Buchholz bedeutet für mich Ich habe mir lange Gedanken gemacht, was es für mich bedeutet, und bin zu dem Schluss gekommen Es bedeutet tatsächlich für mich, einen Beitrag zu leisten für die Zukunft der Grundschulen, vor allen Dingen hier im Erzgebirge, aber auch für den Zwickauer Raum, für das Vogtland, für den Chemnitzer Raum.
00:09:36:10 - 00:10:32:02
Also alles, was nicht Großstadt ist, insbesondere aber auch die Lehrkräfte in Ausbildung zu bekleiden, zu bestärken, zu unterstützen auf ihrem Weg zu einem der schönsten Berufe, den man ausüben kann. Weil nichts ist schöner, als wenn Kinder einem am Ende der ersten Klasse einen Brief schreiben. Du bist eine tolle Lehrerin. Ja, das kann ich gut nachvollziehen. Danke. Ja, Frau Meinecke, auch an Sie noch mal Die Arbeit an der Lehre Ausbildungsstätte bedeutet für mich bedeutet für mich, auf einer Seite die Ausbildung für die angehenden Lehrkräfte mitzugestalten, mit mitzudenken, auch mit vielleicht mit in die Zukunft zu führen, vielleicht auch hier und da Dinge anzuschieben, vielleicht auch mithelfen zu verändern und auf der anderen Seite natürlich auch ist
00:10:32:02 - 00:11:07:05
es ein stetiger Austausch und ein stetiger Begegnungen mit Kolleginnen, die bei uns an der Ausbildungsstätte arbeiten und natürlich mit den Lehrkräften in der Ausbildung. Dass man da praktisch immer über den Tellerrand hinausschauen kann und da einfach auch immer mit vielen verschiedenen Menschen dort unterwegs ist. Na herzlichen Dank auch an Sie. Jetzt haben Sie ja schon das Feld ein bisschen eröffnet und ja, dass wir so ein Bild bekommen, würde ich Sie bitten, Frau Schneider, dass Sie einfach mal ein paar Sätze zur Vorstellung der Lehrerausbildung Stettin, Annaberg, Buchholz sagen, Also ein paar allgemeine Infos.
00:11:07:05 - 00:12:05:06
Seit wann gibt es Sie? Haben Sie schon verraten, wie viele Personen arbeiten dort? Wie viele angehende Lehrkräfte bilden Sie aus? Ja, also wie schon gesagt, wir starteten im August 2019, genau am 20. 08. 2019 mit 24 Referendaren und einer Hauptausbildungsleiterin mit einigen Räumen, die schon nutzbar waren, aber auch noch mit ganz, ganz, äh, Baustelle und da wurde hier ganz viel gearbeitet durch die einzelnen Gewerke aus Annaberg, Buchholz, aber auch intern durch unsere einige Chefzimmer Perle sage ich immer durch die Frau Nö, die dort wirklich ganze Arbeit geleistet hat, mit uns gemeinsam auch und natürlich mit ganz viel Unterstützung auch durch das Landesamt für Schule und Bildung, das nicht nur die ersten Referendare gut ausgebildet werden
00:12:05:06 - 00:12:38:19
konnten, sondern das auch die nächsten Kurse natürlich Sitzplätze hatten, wo sie sich hinsetzen konnten, weil das war am 20. achten noch nicht selbstverständlich. Für alle, die wir jetzt ausbilden. Ja, in der Zwischenzeit, Wir haben ja jetzt fast dreieinhalb Jahre sozusagen auf dem Buckel, haben ja acht Hauptausbildungsleiterinnen und bilden momentan drei in drei großen aus Dienstag, Mittwoch und Donnerstag mit insgesamt ungefähr 150 Lehrkräften in Ausbildung.
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Diese werden von 64 Fachausbildungsleiterinnen und Fachausbildungsleitern in den verschiedenen Fächern Deutsch, Mathematik, Sachunterricht und an die einzelnen Wahlfächer der Grundschule ausgebildet. Und wir haben noch zwei Mitarbeiterinnen im Geschäftszimmer, die uns bei allen verwaltungstechnischen Aufgaben und auch in der Bibliothek helfen. Ein großes Team dann Manuela, würde ich jetzt an dich übergeben für den nächsten Teil. Ja, also meine Zeit an der Uni, die endet ja nächstes Jahr.
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Im Moment befinde ich mich im siebten Semester, schreibe nächstes Jahr meine Examensarbeit und werde, sofern alles gut geht, im Februar 2024 ins Referendariat starten. Und natürlich frage ich mich, wie dieser Ausbildungsstand, dieser Ausbildungsabschnitt im konkret abläuft, wie der aussieht, welche Inhalte dann im Vergleich zur Uni vermittelt werden. Vielleicht können Sie uns da Auskunft geben. Genau. Also im Anschluss, also dann der zweite Ausbildungsabschnitt, der dann zum Teil natürlich bei uns eine Lehrer Ausbildungsstätte ist, zum anderen Teil natürlich in ihrer schule.
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Das heißt also eine Grundschule, in der sie ihre Ausbildung, den zweiten Abschnitt bis hin zu den Prüfungen, dann dort unterrichten werden und dort natürlich immer mit vor Ort sind. Ausbildung heißt bei uns grundständig 18 Monate, das heißt also drei Ausbildungsabschnitte, ähnlich den Unterrichtshalbjahr. Nicht ganz ähnlich, aber in der Regel sind es 18 Monate, die die Ausbildung dauert. Es gibt die Möglichkeit zu verkürzen, es gibt oft zwölf Monate.
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Es gibt auch die Möglichkeit, das in Teilzeit, also zu verlängern auf 24 Monate. Da sind natürlich besondere Voraussetzungen zu erfüllen. Das wird aber dann mit Ihrer Bewerbung geprüft, ob das möglich ist, ob Sie das wünschen. Und da wird darüber dann entschieden, ob das geht oder nicht. Aber in der Regel 18 Monate bei uns, das heißt, über die Woche sind die vier Tage in der Grundschule, also Ihre Ausbildungsschule, unterwegs und einen Tag sind Sie an der Lehrer Ausbildungsstätte in einer Woche.
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Nach Inhalten haben Sie jetzt schon mit gefragt Wo? Ja, genau. Gut, dann würde ich zu den Inhalten auch noch was mit sagen. Das heißt also der Tag einer Lehrer Ausbildungsstätte ist dann in Lehrveranstaltungen gegliedert, in der Regel sind es vier jeweils mit 90 Minuten. Inhalt wird sein, die Bildungswissenschaften, das Schulrecht und die vier Fachdidaktiken in der Grundschule, vorhin schon genannt, von der Frau Schneiders einmal Deutsch, Mathe und Sach Unterricht und das jeweilige Wahlfach dann, welches sie für sich gewählt haben.
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In der Regel ist das bei uns oft Musik, während es bei uns Religion haben wir jetzt Sport. Nicht zu vergessen. Die Bildungswissenschaften werden von ihren Hauptausbildungsleiterinnen durchgeführt und alle Fachausbildungsleiterin. Der Unterschied hier die Fachausbildungsleiterin sind Grundschullehrerin, die noch in der Grundschule unterrichten und als zweites Standbein praktisch die Lehrerausbildung haben und die werden ihre Seminare in den Fachdidaktiken gestalten.
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Hier natürlich praxisnahe Seminare, das heißt in Verbindung Praxis, also Unterricht da zu schauen mit ihren theoretischen Grundlagen natürlich auch verbunden, die sie aus der Uni mitbringen. Aus der ersten Phase, wie gesagt, Haupt, Ausbildungsleiter, Bildungswissenschaften, das sind ihre Stammgruppen, also ihre Klassen. Und dann noch diese Fachdidaktiken. Die Ausbildung in der Schule läuft über Mentoren, die Sie in der ganzen Zeit Ihrer Ausbildung begleiten und betreuen werden.
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Am Anfang natürlich in so einem Sie vor einem begleiteten Unterricht im ersten Ausbildungsabschnitt. Und dann geht es in den selbständigen Unterricht ab dem zweiten Ausbildungsabschnitt. Das heißt dann, dass ab dem zweiten Ausbildungsabschnitt bekommen Sie einen sehr selbstständigen Lehrauftrag in Ihren Fächern, wo Sie dann selbstständig dann für Ihren Unterricht auch verantwortlich sind, aber immer noch in Betreuung Ihrer Mentoren.
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Vielen Dank. Was mich außerdem noch interessiert Neben Annaberg Buchholz gibt es ja noch die Lehrer ausbildungsstätte in Chemnitz. Können Sie sagen, worin sich die beiden Stätten unterscheiden? Es ist für die Referendar oder die Lehrkräfte in Ausbildung. Dann ja. Wonach richtet sich das? An welche Lehre Ausbildungsstätte Sie dann gehen? Okay, also ein großer Unterschied gibt es jetzt rein organisatorisch erstmal nicht.
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Der einzige Unterschied ist tatsächlich wirklich, dass wir in Annaberg Buchholz das Fach Werken ausbilden. Und das gibt es in Chemnitz nicht. Alles andere gibt es an beiden Standorten und es ist so, dass wir uns sachsenweit die Leiterinnen der des Lehramtes Grundschule, also auch in Löbau, Leipzig, Dresden, in Chemnitz und ich wir uns absprechen. Wer bildet welches Fach aus?
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Es sollte immer die Fächerverteilung auf ganz Sachsen erfolgen. Also nicht, dass es nur einen Schwerpunkt in einer Region gibt. Es gibt eine Quotierung, wo festgelegt ist, wie viele Bewerber kommen auf einen Standort und das ist sachsenweit festgelegt und danach sozusagen gibt es die Zuteilung oder die Verteilung der Bewerber? Okay, wenn ich das richtig verstanden habe, kann ich mir das praktisch nicht aussuchen, an welche Lehrer Ausbildungsstätte ich gehe.
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Aber ich muss sicherlich gewisse Schritte unternehmen, um überhaupt an eine Ausbildungsstätte zu kommen. Können Sie sagen, wie viele Schritte der Reihe nach sich vollziehen müssen? Also die. Das Bewerber Bewerbungsverfahren geht immer zum Ersten, dritten oder zum Ersten neuen los. Also das ist immer der Bewerbungszeitraum oder bis zum ersten, dritten und oder bis und bis zum Ersten, neunten. Die Bewerbung erfolgt online über die Webseite www. lehrerbildung sachsen.de.
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Und wenn Ihre Bewerbung dann eingegangen ist, bekommen Sie auch noch mal dann die Bewerbungsunterlagen auch noch mal in Papierform. Sie sind aber schon mal in dem großen Topf. Dort können Sie sicherlich in einer Spalte angeben, an welche Lehrerausbildung, Ausbildungsstätte oder in welcher Region Sie wollen. Allerdings ist das jetzt nicht nur weil Sie das draufgeschrieben haben, dass das dann auch so wird.
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Also da geht es wirklich nach dieser festgelegten Quotierung, von der ich schon gesprochen habe und dass es natürlich darauf geachtet wird, dass es gleichmäßig verteilt ist. Und sie bekommen dann nach einem bestimmten Zeitraum auch ein Schreiben, dass Ihre Bewerbung eingegangen ist. Jetzt ist zum Beispiel für den Zeitraum erste bis, also erste Am 27. zweiten startet ja der nächste Kurs.
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Jetzt ist es Bewerbungsverfahren sozusagen schon in vollen Zügen. Also es geht jetzt los, dass die Zulassungsbriefe die Bewerber jetzt wieder erreichen und die Bewerber jetzt dann die Möglichkeit haben, sich zurück zu melden, ob sie den Platz annehmen oder nicht. Die Plätze Und ich glaube, das ist ja das, was sie wahrscheinlich alle so umtreibt. Da gibt es kein Wunschverhalten.
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Es geht nach sozialen Kriterien, sofern man welche hat. Also nur die können berücksichtigt werden. Und das ist zum Beispiel ein Kind, Pflegebedürftige Angehörige oder wenn man selber schwerbehindert ist. Alles andere zählt nicht als ein soziales Kriterium, also auch nicht nicht der Wohnort. Nicht, dass man ein Haus gebaut hat, auch nicht, dass man verheiratet ist, was es auch nicht gibt.
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Und diese Frage kommt ja immer wieder. Es gibt auch keine keine Tauschbörse. Also möchtest du dorthin, Weil ich will nicht dorthin. Das gibt es nicht, sondern ist ganz klar zugeordnet. Es gibt auch kein Nachrückverfahren, Also wenn jemand seinen Platz nicht annimmt, dass der andere dann diesen Platz nehmen könnte, das gibt es nicht, sondern es gibt ein ganz klares ein Angebot für jeden Bewerber oder für jede Bewerberin, welches angenommen werden kann oder auch, was wir nicht hoffen.
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Abgelehnt werden kann vom Bewerber. Danke schön, Frau Schneider. Damit haben Sie auch schon meine nächsten Fragen beantwortet. Ja, da bedanke ich mich ganz herzlich. Und jetzt wieder an Kerstin. Danke dir. Ja. Mich würde noch interessieren. Also mit der, äh, ja, mit der Lehrer Ausbildungsstätte, die ja jetzt in Annaberg Buchholz ist. Und es gibt ja auch noch eine. In Löbau gibt es ja zwei neue, relativ neue Standorte.
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Wie ist denn Ihre Erfahrung oder Ihr persönlicher Eindruck? Hat das einen Einfluss darauf, dass angehende Lehrkräfte eher in die Region gehen, also jetzt in Ihrem Fall Erzgebirgsregion oder genauer Umkreis Annaberg Buchholz? Hier kann man wirklich nur Sachen, also von einem Eindruck sprechen, also das, was wir aus unseren Erfahrungen oder Gesprächen natürlich hören oder mitbekommen. Mein Eindruck ist wirklich, dass gerade dieser erste Kuss, den wir 2019 hatten, wirklich fast alle Lehrkräfte in Ausbildung wirklich aus der Gegend Umgebung kamen.
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Bei uns. Umgebung heißt bei uns Erzgebirge und Vogtland. Also alles schon ländliche Regionen oder Bedarfsregionen, wie es so schön manchmal heißt. Und sie haben sich oft bewusst in ihrer Heimat einsetzen lassen oder sind wieder bewusst in ihre Heimat zurückgekehrt, haben ihren Lebensmittelpunkt da und bleiben und möchten natürlich auch dableiben und wollen in der Nähe vielleicht auch unterrichten. Natürlich sind auch Lehrkräfte in Ausbildung bei uns unterwegs, die durchaus weiter herkommen oder durchaus auch für die 18 Monate sich eine Wohnung nehmen im Erzgebirge.
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Und hier ihr die zweite Phase absolvieren. Da besteht oft die Bestrebung der Schulen, dass sie da bleiben, dass sie sie gern halten wollen. Es gelingt nur manchmal selten. Wie gesagt, meine Erfahrung ist wirklich Die, die bewusst sich entscheiden, sind oft schon in der Region und bleiben dann auch hier oder haben über die Zeit, über Familie oder wie auch immer hier ihren Platz gefunden und bleiben dann auch in der Region.
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Genau. Ich kann das eigentlich nur bestärken. Das, was die Frau Meinecke gesagt hat. Ich sehe es vor allen Dingen wirklich als Chance, dass viele jetzt nicht mehr weggehen, weil sie halt in Leipzig oder in Dresden studieren müssen oder dort ihr Referendariat machen, sondern dass sie wirklich die Chance haben, hier zu bleiben, weil sie auch hier aufgewachsen sind und weil sie hier die Familie haben und können vielleicht den einen oder anderen, der jetzt vielleicht hierher musste, dann doch davon zu überzeugen, dass aus dem Bus vielleicht dann doch später ein Wollen wird.
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Ja, Sie haben vorhin auch so freudig von Ihrer Arbeit berichtet. Können Sie vielleicht so eine kurze Situation oder ein Beispiel erzählen, was so besonders an Ihrer Arbeit ist, was es so freudvoll macht? Ich glaube, eine eine Episode, die die mir einfällt. Ich habe ja erzählt, dass ich selber als Hauptausbildungsleiterin Jahr 2016 gestartet bin, habe dann im Februar 2017 meinen meinen ersten Kurs übernehmen dürfen dürfen.
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Meine erste Stammgruppe habe sie auch betreuen können in Bildungswissenschaften, Schulrecht und teilweise auch Referendare in Mathematik und in Referendarinnen. Da ist man schon ein Stück zusammengewachsen in der Zeit. Also man ist ja dann doch so wie Klassenlehrerin gewesen. Und jetzt in meiner Funktion als Leiterin saß dann tatsächlich eine Referendarin, die ich selber ausgebildet habe, vor mir als neue Fachausbildung, als Leiterin.
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Das. Das hat mich sehr gefreut, einfach weil ich dachte Mensch, die sitzt jetzt eigentlich deinetwegen ein Stück weit auch hier, dass sie sich das auch zutraut, weil wir haben ja alle eine Ausbildung mit Kindern und es ist schon was anderes, wenn man jetzt mit Erwachsenen zusammen arbeitet. Und da habe ich mich sehr gefreut, dass es tatsächlich das wie man dort sitzt, den man selber ausgebildet hat.
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Na ja, ich denke, bei mir ist es ähnlich, wenn man so über die Jahre dann auf einmal in Mentorendienstberatungen seine ehemaligen Schützlinge rifft und die freudestrahlend einen begrüßen, dass man da doch viel zurückbekommt, oder dann auch kurz darüber redet. Ich erinnere mich und ich mache immer noch das, was wir da mal besprochen haben. Das ist immer noch Inhalt, auch in meinem Unterricht.
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Das habe ich mir mitgenommen. Das bestärkt einen dann schon sehr. Und man hat natürlich auch, äh, ich sage mal so, die Schützlinge, die so eine riesen Entwicklung durchmachen in diesen anderthalb Jahren, die so von von ganz zaghaft so zur ich sage mal noch nicht gestanden, aber so viel in ihrer Lehrerpersönlichkeit dazugewonnen haben in der Ausbildung, wo man dann auch so ein bisschen stolz sein kann, wo man sagen kann, das haben wir alle gemeinsam geschafft, zuvorderst natürlich die Lehrkräfte in Ausbildung, aber wir haben da gemeinsam jemanden auf den Weg gebracht.
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Und das ist, glaube ich, so das Schöne. Und natürlich, wenn man sich irgendwann wiedertrifft als Mentor, als Fachausbildungsleiterin, dass man da natürlich dann sagen kann, ja, die die Runde schließt sich dann irgendwann wieder. Ja, vielen Dank für diese auch noch mal persönlichen Einblicke. Das ist ja auch eine sehr besondere Phase in der Ausbildung dieses Referendariat. Toll, dass das das auch so mit so viel Freude und so viel Leidenschaft auch auf Ihrer Seite passiert.
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Gibt es zur Lehrer ausbildungsstätte noch was, was Sie gern sagen würden, was jetzt noch nicht zur Sprache gekommen ist bisher? Ich habe mir ja ein stückweit Gedanken gemacht, auch mit meinem Mann. Was könnte man genau darauf sagen? Und er sagte vor uns zu mir Wir unterrichten dort, wo andere Urlaub machen. Und ich glaube, wenn man sich das mal ein Stück weit auch.
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Also ja, auf der Zunge zergehen lässt. Neben vielem Negativen, was man vielleicht jeder Region auch ab abringen kann. Also man findet ja immer das Haar in der Suppe, sollte man tatsächlich auch wirklich mal stehen? Was gibt es auch an Besonderheiten, an Schönheiten in jeder Region? Dass das Leipzig, Dresden, Chemnitz hat? Gar keine Frage. Aber auch das Erzgebirge hat das.
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Und das wollte ich gerne einfach auch noch mal herausstellen, weil ja, es ist ja schön hier fallen mir jetzt gerade in der Weihnachtszeit, es ist besonders schön, das glaube ich gerne. Damit haben sie mir eigentlich auch schon eine perfekte Brücke gebaut, Denn die nächste Frage dreht sich auch um die Region Was zeichnet denn die Region aus? Die Region natürlich.
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Wir haben es eigentlich jetzt schon gesagt, es ist eigentlich unsere Landschaft. Natürlich finde ich so zuvorderst, da einfach mit zu schauen, dass wir hier in einer wunderschönen Landschaft unterwegs sind, egal in welche Richtung wir fahren. Im Erzgebirge glaube ich, finden wir immer wunderschöne Ecken, durchaus sehr versteckt und manchmal unbekannt, aber ja immer was zum Entdecken. Natürlich hier auch unsere ganzen Burgen und Schlösser, die hier unterwegs sind.
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Wir haben hier Platz und Luft zum Atmen. Kann einfach auch mal sagen So, ich gehe jetzt raus in den Wald um meinen Kopf durchzulüften und muss nicht Kilometer fahren, sondern habe es vielleicht gleich hinter der Haustür. Das sind so Dinge, die eigentlich ja, ich sage mal, die Region hier schon somit auszeichnen. Genau. Ich würde noch hinzufügen, auch diese gesunde Mischung der Menschen zwischen Moderne und Tradition, also das ist tatsächlich merkt man eben jetzt gerade wieder in dieser besonderen Zeit, dass wirklich sehr viele Jungen, wie alt sehr traditionell gebunden sind, dass es das eben auch ausmacht.
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Aber da es sich doch auch hier in der Region auch viele moderne Unternehmen ansiedeln, aus den unterschiedlichsten Gründen auch wir erleben es immer wieder. Es ist wirklich diese vielen, diese vielen Freizeit und Erholungsmöglichkeiten. Und jetzt kommt das auch Unterricht klar. Fichtelberg Das ist der höchste Berg in Sachsen und Oberwiesenthal, Deutschland, höchstgelegen Stadt. Wer hat das zu bieten? Sehr schön.
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Vielen Dank. Was gibt es denn noch zu sagen? Was das Erzgebirge lebenswert macht? Auch insbesondere für junge Menschen und Familien? Na wie gesagt, einmal schon. Was ich vorhin noch gesagt habe. Wirklich dieser dieser Platz, die Natur, die man hier natürlich in jeder Ecke durchaus findet. Aber man hat natürlich auch diese, die Städte, die da sind, wo man vielleicht zu dieser Kleinstadt sagt, aber ich brauche da mal etwas mehr als Natur, da einfach mit so zuschauen kann und natürlich auch hier die was vorhin so kam, dieser Zusammenhalt, die Nachbarschaften, was bei Manuela schon mitkam, dass man hier so eher im kleinen Dorf unterwegs ist, aber ja der Zusammenhalt vielleicht anders ist.
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Ich möchte noch hinzufügen, weil sie auch gerade sprachen von jungen Menschen, von Familie, das ist natürlich hier vielleicht doch noch besser gelingen kann sich sein Traumhaus zu bauen, das man vielleicht ohne große größere Sorge, ob man das Kind am Ende in eine Kinderkrippe oder in einen Kindergarten schicken kann, wo ich nicht erst noch eine Dreiviertelstunde durch die Gegend fahren muss.
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Also diese Möglichkeiten bestehen momentan hier noch. Und natürlich hat man also auch gerade im Bereich Schule wirklich Perspektiven. Also es gibt einfach die Möglichkeit als junger Mensch sich dort wirklich einzubringen und auch wer das möchte, mal in Richtung Schulleitung zu gehen. Das wirklich zu ergreifen, dort auch in den Schulen ganz ganz viel zu bewegen und das wollen ganz viele wirklich ganz viel bewegen.
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Oftmals auch mal vielleicht so einen kleinen Anstupser und den bringen halt ganz oft die jungen Menschen mit. Deswegen geben sie dem Erzgebirge eine Chance. Ja. Manuela, ich würde jetzt dich mal fragen, ob du noch was fragen möchtest. Gerne. Also Fragen sind eigentlich geklärt, aber durch das, was Frau Schneider und Frau Meinecke jetzt gesagt haben, habe ich mich wieder so ein Stück in die Hospereise zurückversetzt gefühlt und erinnere mich, wie wir im Bus gefahren sind und einfach diese wunderschöne Landschaft und die Natur und diesen wunderschönen bunten Herbst sehen konnten.
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Und ich wohne nicht im urigsten Erzgebirge, aber trotzdem hier in der Region und habe das Erzgebirge so eigentlich auch noch nicht wahrgenommen. Also auch für mich war das total schon richtig begeistert, wie schön das Erzgebirge ist und auch von den Schulen und wenn Schulen am Hang gebaut sind und man denkt oh, wie kann hier Schule funktionieren und man dann die Schulen betritt und sieht wieder auch technisch und und und architektonisch Dinge möglich sind, das ist schon faszinierend.
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Ja, vielen Dank dir. Genau dann würde ich auch schon zum Abschluss kommen und würde sie beide erst Frau Schneider, dann Frau Meinecke, gerne noch fragen, was möchten Sie denn Lehramtsstudierenden mit auf den Weg geben? Ich möchte gerne mit auf den Weg geben Seien Sie mit sich geduldig auf dem Weg. Also es kann nicht alles gleich beim ersten Mal funktionieren.
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Das wissen wir alle aus eigener Erfahrung. Aber man lernt auch aus jedem Misserfolg. Deswegen Geduld. Und ich sprach Sie ja vorhin schon noch mal an Geben Sie wirklich den ländlichen Regionen eine Chance, Sie von Ihrer Vielseitigkeit zu begeistern? Ja, und ich, Also die zweite Phase der Ausbildung beinhaltet ja viel Praxis. Das theoretische Wissen wird hier und da hoffentlich gut einsortiert werden können.
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Es ist eine Zeit zum Ausprobieren und vielleicht auch wieder bis zum Verwerfen. Hier und da, wo man für sich dann sagt So mache ich das nie wieder. Vielleicht anders. Es ist eine Zeit des intensiven Austausch mit Mentoren, mit ihren Ausbildern, mit den anderen Lehrkräften in Ausbildung, die sie immer einmal in der Woche sehen werden. Für mich ist so zum Mitgeben Nutzen Sie diese Zeit wirklich intensiv, um sich auf Ihre Berufspraxis vorzubereiten.
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Nehmen Sie alles mit, was Sie mitnehmen können und wollen. Denn der Abschluss und der Einstieg in die Berufspraxis, glaube ich, kommt schneller, als mancher denkt. Und dann sollte man so viel wie möglich gesammelt haben. Und dieser Austausch und dieses Ausprobieren, hoffe ich vielleicht auch, ist im Erzgebirge oder im ländlichen Raum, dass sie da in den Regionen da eine Chance geben?
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Ja, dann sage ich Vielen herzlichen Dank für all das, was Sie gesagt haben. Ich denke, die Region haben Sie jetzt sehr schmackhaft gemacht und ich hoffe, wir können einige motivieren, sich das doch mal genauer anzuschauen. Vielen, vielen Dank. Hat der Podcast dein Interesse geweckt? Wenn du noch mehr Schulen in Sachsen kennenlernen möchtest, dann schau auf unserer Homepage vorbei www.perspektive minus Landpunkte im hier findest du viele Informationen rund um die sächsische Schullandschaft, Fördermöglichkeiten für Praktika, spannende Veranstaltungen und vieles mehr.
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Wenn dir die Folge gefallen hat, dann empfiehlt sie gerne weiter. Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.

Folge 15 (spezial): Lehrerausbildungsstätte Annaberg-Buchholz
Wie geht es eigentlich nach dem Lehramtsstudium weiter? Wie läuft die zweite Phase der Lehrer:innenausbildung ab und wie erfolgt die Zuweisung der Referendariatsplätze? Auf diese und weitere Fragen geben uns in dieser Folge die Leiterin und die stellvertretende Leiterin der Lehrerausbildungsstätte Annaberg-Buchholz die Antworten.
Diese Folge auf Spotify, Deezer oder Itunes hören, oder direkt hier in unserem Webplayer:
00:00:07:18 - 00:00:28:19
Perspektive Land. Der Schulpodcast. Du hast Lust, Schulen und ihre besonderen Konzepte kennenzulernen. Dann lass dich von unserem Podcast mit auf eine Entdeckungstour durch die sächsische Schullandschaft gehen. Wir sprechen mit Menschen in den Regionen und erfahren, wie es ist, dort zu lehren und zu leben.
00:00:28:21 - 00:00:59:19
Hallo und willkommen zu unserer neuen Folge. Wir sind heute noch mal in Glauchau und ich bin noch mal mit meiner Kollegin Stefanie unterwegs. Hallo Kerstin. Hi Stefanie, wir sind ja diesmal anders angereist. Nicht mit dem Zug wie letztens, sondern wir haben uns ein Carsharingauto gebucht und haben jetzt glaube ich eine volle Stunde gebraucht. Und auch wenn man mit dem Zug hierher kommt, könnte man in Glauchau Schönbirnchen aussteigen und in 15 Minuten wäre man auch hier, und zwar wo genau?
00:00:59:19 - 00:01:30:04
Wir sind hier an der Sachsenallee Schule, heute auch eine Grundschule in Glauchau und wollen heute gern die Schule kennenlernen und ein bisschen mehr erfahren, was es hier so zu entdecken gibt. Genau. Wir stehen jetzt hier gerade davor. Das Haus ist ganz hübsch saniert, auch ganz bunt und wir sehen ein wirklich sehr weitläufiges Außengeländer, viele Bäume, großen Sportplatz, es gibt eine Volleyballanlage und Fußballplatz, es gibt auch eine Kletterwand und Spielplatz.
00:01:30:06 - 00:01:50:07
Ich glaube, die kann man echt in den Pausen und auch im Hort gut spielen. Ja, es ist richtig groß und viele Möglichkeiten hier für Sport und Bewegung. Dazu werden wir auch sicher gleich im Interview noch mehr hören. Wir sind nämlich verabredet mit der Schulleiterin Frau Richter. Und dann hat sie noch zwei junge Lehrkräfte heute. Dabei sollten eigentlich drei sein.
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Die eine ist leider heute verhindert. Wir werden aber einen Nachaufnahmen mit ihr machen, weil sie uns noch das GTA Angebot vorstellen wird und vor allem ein Angebot, das sie selber ins Leben gerufen hat. Das ist dann ganz am Ende dieses Podcast zu hören, würde ich sagen. Gehen wir mal los, oder? Ja, auf jeden Fall. Es geht gleich los.
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Wir sitzen jetzt hier zusammen mit der Schulleiterin, Frau Richter, mit Herrn Prästrich und mit der Frau Kessel. Schön, dass es geklappt hat und wir heute zum Interview da sind. Hallo! Ja, ein Hallo auch von mir. Wir freuen uns natürlich, dass wir heute unsere Schule hier vorstellen können. Mein Name ist Sabine Richter. Ich bin 1992 hier an die Sachsenallee Schule Grundschule gekommen, habe seitdem die Fächer Deutsch, Mathematik, Schach, Unterricht, Sport und Werten unterrichtet und seit 2008, also seit 14 Jahren, arbeite ich als Schulleiterin der Schule.
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Ja, hallo, auch von mir. Mein Name ist Florian Brestrisch. Ich habe von Jahr zwei 1014 bis 2018 an der TU in Chemnitz studiert und bin seit 2019 hier an der Sachsenallee Schule Grundschule als Lehrer tätig. Habt ihr mein Referendariat absolviert und seit 2021 dann auch eine eigene erste Klasse, die in diesem Schuljahr in die zweite Klasse kommt. Auch von mir.
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Hallo, mein Name ist Natalie. Ich bin hier schon eine ganze Weile an der Sachsenallee Schule, weil ich selbst mein Praktikum schon hier gemacht habe und dann auch im Anschluss mein Referendariat. Im Moment habe ich hier eine Klasse drei und bin natürlich der Klassenlehrerin und außerdem auch Lehrerin für Englisch. Und auch das Programm Perspektive Land kenne ich schon eine ganze Weile, denn das war auch bei mir beim Sachsenstipendium schon bekannt und ich habe auch daraufhin meine Wunschregion hier gewählt und bin dann hier im Landkreis gelandet.
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Vielen Dank. Sehr schön. Dann haben wir noch zwei Satzanfänge zu Beginn, die würde ich Sie jetzt einmal bitten zu ergänzen. Als erstes vergessen. Schule bedeutet für mich Schule bedeutet für mich natürlich eine tägliche Herausforderung, aber auch eine gemeinsame Heimat für Lehrpersonen und auch Schülerinnen und Schüler. Und außerdem Freundschaften, die hier entstehen und auch gepflegt werden. Und Herr Professor, ich darf auch noch einmal.
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Schule bedeutet für mich. Schule bedeutet für mich das gemeinsame Lernen in einem angenehmen Klima. Die Schule ist eine Institution, die es jungen Menschen möglich macht, im Leben fest auf eigenen Beinen zu stehen. Und Frau Richter, von Ihnen würden wir gerne wissen. Ich arbeite gerne an der Sachsenallee Grundschule Glauchau, weil Weil wir im Kollegium als Team zusammenarbeiten, uns gegenseitig unterstützen und aufeinander zählen können.
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Okay, da werden wir sicherlich im Laufe des Gesprächs auch noch ein bisschen genauere Einblicke bekommen, was das bedeutet. Als erstes würden wir aber gerne noch ein bisschen über die Schule allgemein erfahren, als Vielleicht können Sie uns noch mal einen kurzen Einblick geben und uns mitnehmen. Wo sind wir hier überhaupt? Wie viele Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer unterrichten hier usw.
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Unsere Grundschule liegt am Stadtrand von Glauchau im grünen. Im Moment werden 266 Kinder von 18 Lehrerinnen und Lehrern in 14 Klassen unterrichtet. Es sind insgesamt zehn Grundschulklassen und vier Ellas Klassen. Unsere Schule ist voll saniert, verfügt über modern ausgestattete Unterrichts und Fachräume. Wir haben eine kleine Bibliothek, Wir haben einen Mehrzweckraum, der mit einer Küche ausgestattet ist, sodass also auch Projekte, wo man kocht oder bäckt, durchgeführt werden können Bzw auch ein entsprechendes Ganztagsangebot.
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Wir haben ein sehr, sehr großes Außengelände mit Turnhalle mit Spielegarten, Sportplatz, Schulgarten, Klettergarten. Ja, und wir haben auch in unserem Haus den Hot Dog Minor, der sich im Erdgeschoss befindet, mit dem wir also eine Kooperation haben und mit dem wir also auch im Haus, dann zusammenarbeiten. Also von dem großen Außengelände durften wir auch schon ein bisschen was sehen.
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Haben wir schon mal hier auf dem Schulhof geguckt. Da sind wir auch sehr gespannt und gucken uns nachher noch ein bisschen genauer an. Ja, danke erst mal für den Einblick. Die Sachsen an die Grundschule hat ja auch ein Leitmotiv. Welches heißt sind die Kinder klein? Hilfe in Wurzeln zu fassen sind sie aber groß geworden, Schenk ihnen Flügel. Wie zeigt sich das konkret im Schulalltag, auch im Umgang mit den Schülerinnen und Schülern?
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Genau. Also ganz am Anfang der Grundschulzeit steht natürlich für die Kinder ist hier für uns, dass sie hier Wurzeln fassen, also dass wir die Kinder auffangen. Nach der Kindergartenzeit, dass wir eine Klassengemeinschaft zusammen mit ihnen bilden. Also das als Ziel natürlich für uns ganz am oberster Stelle, dass wir uns gemeinsam kennenlernen, dass wir eine Wohlfühlatmosphäre mit den Kindern schaffen und auch ihr Vertrauen zueinander erwecken.
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Eine Tradition, die hier einfach schon ganz lange besteht, ist es, dabei in Klassen Maskottchen zu haben. Das ist ein kleines Kuscheltier, was die Lehrperson selber auswählt. Das es als festes Ritual dann einfach im Unterricht gibt, so dass es eine zweite Bezugsperson für die Kinder ist, auch Sicherheit vermittelt und auch die anfängliche Angst vor dem Unbekannten nimmt. Weitere Bestandteile für uns Wurzeln für die Kinder zu fassen ist natürlich die Zusammenarbeit mit den Eltern, denn die kennt ihr Kind natürlich am besten und können uns da irgendwo auch unterstützen, falls mal Probleme auftreten.
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Ein weiterer Bestandteil ist auch die Schulsozialarbeit, die uns mit gemeinsamen Projekten unterstützt, unterstützt und die dann auch regelmäßig weitergeführt werden. Außerdem ist es für uns natürlich ganz, ganz wichtig, dass wir die Erfahrung der Kinder aufgreifen und davon ausgehend ihre Stärken zeigen und herausarbeiten und die auch natürlich wertschätzen, aber eben auch Schwächen zu erkennen und Fehler dabei als Hilfe zu sehen.
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Und auf der anderen Seite stehen natürlich die Flügel, die dann natürlich mit fortschreitender Grundschulzeit die Kinder bekommen sollen, indem wir einfach die Kinder in ihren Interessen fördern, diese vertiefen und auch neue Interessen wecken. Das geschieht vor allen Dingen durch unser Quartier, durch unser Vertiefen, das ein vielfältiges Ganztagsangebot vor allen Dingen im Nachmittagsbereich. Auch natürlich fördern wir Kinder in ganz bestimmten Bereichen hinsichtlich der LS oder auch Dyskalkulie Förderung.
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Und wir wollen bei den Kindern natürlich eine Verantwortung für ihr eigenes Lernen erreichen. Dass die Kinder eigene Projekte gestalten, selber mitwirken können und ja, auch ganz eigene Beiträge irgendwo in der Schule auch gestalten können. Auch seine Kinder an Wettbewerben teilnehmen. Da haben wir ganz, ganz viele Möglichkeiten bei Olympiaden, bei Sportwettkämpfen, um einfach das Selbstbewusstsein der Kinder auch weiter zu fördern.
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Dass sie auch zeigen können, wer sie sind und sich da vielleicht auch weiter entwickeln können. Und wir geben als weiteren Ausblick natürlich dann auch für die Berufsperspektive ganz viel Einblicke in außerschulische Lernorte. Wir besuchen ja zum Beispiel auch manchmal die Bibliothek, die Feuerwehr, aber auch Museen, so dass die Kinder ganz viele verschiedene Eindrücke einfach bekommen und sich vielleicht für ihren weiteren Bildungsweg da auch schon irgendwo rein vertiefen können.
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Und dann vielleicht auch später eine Entscheidung für ihren Berufsweg schon treffen können. Okay, das klingt gut. Das Maskottchen, Wenn er später auch noch mal Kinder oder eins davon. Wie heißt denn das Maskottchen aus Ihrer Klasse gerade? Mein Maskottchen ist ein Klassenhund. Und die heißt Hanni. Hanni? Ja. Also, alle mal gucken, äh, welches wir gleich treffen werden. Vielen Dank auf jeden Fall für den Einblick.
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Ja, einen guten Überblick haben wir jetzt schon gekriegt, was hier alles an der Schule gibt. Und Sie haben ja von Frau Richter schon gesagt, es gibt auch Lehrersklassen hier. Was bedeutet das denn konkret? Ellas Stützpunktschule zu sein? Ja, wir sind also schon sehr lange Stützpunktschule, nämlich seit dem Jahr 2002, und sehen das also als eine sehr, sehr wichtige Aufgabe unserer Schule an, Kinder zu unterrichten, die eine Lese Rechtschreibschwäche haben.
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Das bedeutet also, die Kinder haben große Schwierigkeiten, das Lesen und auch das Schreiben zu erlernen. Die Kinder kommen zu uns zwei Jahre und durchlaufen dort die Klassen drei eins und die Klassen drei zwei. Das heißt die Klasse drei wird auf zwei Jahre gedehnt, so dass die Kinder also mehr Zeit zum Lernen haben. Die Mädchen und Jungen werden in kleineren Klassen also höchstens 16 Kinder.
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Dürfen das sein unterrichtet. Sie haben Unterricht bei speziell ausgebildeten Lehrkräften und dort gibt es also auch besondere Unterrichtsmethoden. Zum Beispiel wird dort mit der Gebärdensprache gearbeitet, mit der Silben Lehrmethode, und es gibt dort auch Wahrnehmungstraining. Es gibt dann auch noch Förderstunden, die also dann in sehr kleinen Gruppen stattfinden, sodass also speziell bei jedem Kind daran gearbeitet werden kann, wo es also die meisten Probleme gibt.
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Und nach den Klassen drei, eins und drei zwei gehen die Kinder dann an ihre Heimatschule zurück. Oder unsere Kinder dürfen natürlich dann auch bei uns bleiben und dann absolvieren die also so wie alle anderen die Klasse vier und erhalten dann ihre Bildungsempfehlung entweder für die Oberschule oder fürs Gymnasium. Und wir freuen uns dort natürlich immer, wenn Kinder auch die Bildungsempfehlung fürs Gymnasium schaffen, wenn sie vom Weg bei uns in den Ellas Klassen waren.
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Wenn man jetzt als Lehramtsstudentin zum Beispiel im Block Praktikum hier machen würde an der Schule gibt es dann auch die Möglichkeit in die Ellas Klassen mit hineinzuschauen. Das haben wir bisher nur einmal gehabt. Das also dieses Blockpraktikum in einer Ellas Klasse absolviert wurde. Aber dem stehen wir natürlich grundsätzlich offen gegenüber. Und von unserer Seite her ist es natürlich möglich, dort einen Einblick in die Arbeit der Ella S Klassen zu gewinnen.
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Ja, es kann ja schon noch mal auch ein spannender Einblick sein, nur weil das ja eine Besonderheit auf Ihrer Liste steht und auch dort wird natürlich auch immer Nachwuchs an jungen Leuten gesucht. Ja schön, vielen Dank! Dann würden wir gerne jetzt noch mehr zum Schwerpunkt Sport und Bewegung auch erfahren. Dazu würden wir jetzt tatsächlich mal raus aufs Außengelände gehen und uns mal umschauen, was es denn hier alles so gibt.
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Machen wir uns mal auf die Socken. Sehr gerne.
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Schnee von gestern.
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So, jetzt sind wir hier schon draußen auf dem Schulhof. Genau. Sie können schon beobachten, dass wir einen sehr großen Schulhof haben. Auch mit schön gepflanzten Bäumen in der Mitte. Also das ist auch schon sehr schön. Grün sieht sehr einladend aus und auch Schatten. Nähe statt Menschen. Genau richtig. Da wird dann sehr gern genutzt von den Kindern, auch von den Lehrkräften zur Aufsicht.
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Wir sehen auch schön auf dem Schulhof, dass die Kinder verschiedene Möglichkeiten haben, sich hier spielerisch zu betätigen. Wir haben aufgezeichnete Straßen, ein ganzes Verkehrssystem, was die Kinder sehr gern nutzen. Hier stehen auch Fahrzeuge, die verwendet worden sind. Weiterhin haben wir auch verschiedene Spielmöglichkeiten. Sprungspiele, kleine Wurfspiele können durchgeführt werden. Das wird von den Kindern in der Regel sehr gern genutzt, auch in Hofpausen.
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Ja, genau. Sie gleich anspringen. Ja, diese Kletterwand. Ja, genau richtig. Das ist unser schöner Klettergarten. Hier sind immer ganz viele Kinder. Heiß drauf. Die Hofpause, sich hier zu verabschieden. Wir haben hier eine tolle Kletterwand, die sehr gern genutzt wird von den Kindern. Wir haben Schaukeln, Wir haben ein Geschicklichkeits Parkour, wo die Kinder ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen können.
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Mit diesen Reifen. Genau. Sprungreifen. Sehr schön. Ab der ersten Klasse können die Kinder bei uns auch schon im Bereich des Tores das Bocksprünge erleben. Im Sportunterricht. Und das wird dann auch gern hier draußen trainiert und angewendet. Und genau das sind die immer sehr ganz stolz ruft dann immer Schau mal, ich mache das gleiche wie im Sportunterricht. Da kristallisieren sich dann auch schon die ersten Nachwuchsfahrer heraus, die dann daneben stehen und dann die Sprungübungen werden von ihren Mitschülern.
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Das wird immer ganz gern genutzt. Wenn wir weiter nach hinten gehen, können wir auch ein schönes Volleyballfeld betrachten. Das wird auch im Sportunterricht genutzt für kleine Spiele. Und das nutzen die Kinder natürlich auch in den Pausen. Hier können die Volleyball trainieren. Ball über die Leine, zwei Felder Ball wird von den ehrgeizigen Kindern dann hier trainiert. Das wird sehr schön genutzt und Fußball ist auch möglich.
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Fußball ist auch ein großes Thema in allen Klassenstufen bei uns. Wir haben hier ein ziemlich großes Fußballfeld mit zwei Toren. Das wird genutzt. Rechts von uns sehen wir auch unsere Sprintanlage, ganz links hinten Sprunganlage. Wir haben auch eine Wurfanlage. Das heißt, der Bereich der Leichtathletik wird bei uns sehr gut abgedeckt. Daher führen wir auch jedes Jahr einen schulinternen Leichtathletikwettbewerb durch, wo wir die verschiedenen Disziplinen mit den Kindern durchführen.
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Und die Kinder sind immer begeistert. Es gibt Medaillen in allen Klassenstufen, da wird immer hingefiebert über das ganze Schuljahr bis zu unserem großen Leichtathletikwettbewerb. Die Obstbäume gehören die wir auch Genau richtig, Das sind unsere Apfelbäume. Wir haben erst letztes Schuljahr zwei neue gepflanzt. Da haben wir ein Projekt angestrebt und haben dann eben auch die zwei Apfelbäume bekommen. Dahinten können Sie auch schöne Sitzmöglichkeiten sehen.
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Das gehört auch alles richtig. Genau. Wir können da natürlich gerne hingehen. Weil das ist ja echt wahnsinnig groß hier das Gelände. Ja, perfekt, verschiedene Möglichkeiten da. Wir haben hier wirklich sehr gute Bedingungen, vor allen Dingen dann auch im Frühjahr und im Sommer mit den Kindern Unterricht im Freien zu machen. Das nutzen wir vor allen Dingen den Anfangs Unterricht sehr gern, um auch hier vor allen Dingen Themen im Fachunterricht in Schulgarten zu besprechen.
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Ich hatte jetzt in der erste Klasse das Thema Marienkäfer. Da haben wir dann hier draußen die Marienkäfer dann auch freigelassen. Das war mir ein ganz großes Highlight. Ja, also wir befinden uns jetzt im Schulgarten und hier wird unter anderem auch das Ganztagsangebot Schulgarten durchgeführt. Hier bauen die Kinder selber eigene Dinge an, zum Beispiel Kohlrabi. Können wir sehen, Kartoffeln sehen wir, Wir sehen Möhren, wir sehen Bohnen.
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Na, die gerade eben angesprochenen Apfelbäume. Tomaten haben wir hier noch. Also viele Möglichkeiten hier, um die Kinder zu begeistern. Wir haben auch kleine Sitzecken hier. Wie gesagt, der Unterricht im Freien findet sehr oft statt und wird auch sehr gerne genutzt. Da gibt es ja hier echt viele Möglichkeiten für Sport und Bewegung. Ein bisschen haben Sie ja schon erzählt, wie Sie.
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Bauen Sie das denn auch so in den Schulalltag? Da würde ich Sie bitten, in die Turnhalle zu gehen. Ja, da würde ich Ihnen dort gern mehr darüber sagen.
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Aber bevor wir in der Turnhalle landen, haben wir natürlich auch noch unseren Spielegarten. Den müssen wir auch noch mit. Da werden auch hier wieder Sitzmöglichkeiten für Unterricht im Freien, sogar mit einer Tafel im Außengelände. Dann haben wir noch Möglichkeiten für die Kletterbegeisterten, die dann gern den Klettergarten mit nutzen. Wir haben auch noch eine Schaukel. Im Klettergarten haben wir auch noch Sandkasten, die auch gern genutzt werden und direkt angrenzt befindet sich unsere Turnhalle.
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Da können wir gleich mal hingehen und an.
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Da, jetzt stehen wir in unserer altehrwürdigen Turnhalle. Die ist zu meinen Grundschulzeiten auch schon miterleben durfte. Aber wir haben den Luxus, dass wir die Turnhalle direkt angrenzend an unsere Schule haben. Den gibt es nicht überall. Heutzutage. Und wie Sie sehen können, wir haben ganz vielfältige Materialien schon im Anfangsunterricht. Die Kinder können Geschicklichkeitsübungen machen, wir haben viele Bälle, wir haben viele Spielgeräte, die benutzt werden können, Seile, Reifen, all das, was man für einen vernünftigen Sportunterricht braucht.
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Und die Kinder eben. Ja, motorisch auf den Stand zu bringen, aufgrund unserer guten schulischen Bedingungen hier in der Turnhalle und auch im Außengelände können wir unsere Kinder auch immer sehr gut auf regionale wettbewerbe vorbereiten, zum Beispiel den regionalen Leichtathletikwettbewerb. Dann nehmen wir sehr gern Metall und hoffen da immer auf gute und sehr gute Platzierungen in Schulen. Gut, dann würde ich sagen, gehen wir mal wieder rein und schauen mal, was uns so auf dem Weg auch durchs Gebäude zu begegnen.
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Sehr gern. Maskottchen anschauen. Sehr gerne und als erstes ja, wir gehen jetzt als erstes zu meiner Kollegin zur zweiten Klasse. Dass das Erdmännchen Erde das Klassenmaskottchen.
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Ist Ja genau und wird gleich anschließend in mein Klassenzimmer gehen.
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Und hier hängt schon das Klassenmaskottchen an der Tür. Das ist der Pinguin Pippi. So, bitte treten Sie ein. Das Licht geht automatisch an, man Richtig, Genau. Das Licht geht automatisch an! Wenn die Sonne zu Narayen scheint, gehen die Jalousien automatisch nach unten, wird alles möglich gemacht. Unsere Schule ist ja auch erst neu saniert worden. Genau. Also wir können hier schon meine Sitzordnung sehen.
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Seit der ersten Klasse habe ich die Sitzordnung so gemacht an Gruppentischen sind immer so ihrer Tisch. Schon einmal gibt es auch zweimal Sechser Tische Art Richtig, Wir unterrichten auch an diesen Tischen. Das funktioniert gut. Das hat sich gut eingebürgert in meiner Klasse. Und das wird eben auch sehr gern genutzt, um hier den bewegten Unterricht zu machen, vor allen Dingen den Unterricht.
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Klasse eins zwei Sollen wir den bewegten Unterricht mit einfließen lassen in den Schulalltag? Wir sehen hier zum Beispiel auch eine Zielscheibe an der Tafel, die wir sehr gern nutzen für tägliche Übungen. Das macht den Kindern sehr viel Spaß und so wird das Lernen ja automatisiert und es findet eben nebenbei statt. Na, schöne Methoden, die wir auch unter anderem verwenden, ist zum Beispiel der Lesespaziergang.
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Da lesen die Kinder am Platz einzeln einen Text, zum Beispiel. Ich gebe jetzt mal bloß einen Satz als Beispiel Die Sonne scheint am Himmel und dann müssen Sie auf den Gang gehen und dann müssen sie das Bild suchen, wo die Sonne am Himmel scheint. Das gleiche kann man in Mathe machen mit einem Rechenspaziergang. Da legen wir sehr viel Wert drauf, dass wir eben im Anfangsunterricht auch die bewegten Methoden mit einfließen lassen.
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Ja, und hier im Klassenzimmer ist der Popo überall zu finden. Als genau richtig. Der hängt am Fenster, der sitzt ja vorn neben der Tafel, schaut die Kinder die ganze Zeit an, genau wie meine Kollegin, die auch vorhin schon sagte Das wird wirklich sehr gern genutzt, um die Wurzel zu fassen. Die Kinder identifizieren sich mit diesen Klassen. Maskottchen. Ich frage mich, hier sitzt noch ein anderes Tier.
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Ist das nicht toll? Ja, das ist unser Lesevogel. Wenn wir im Sitzkreis lesen, setzt er sich mit dazu und unterstützt den Popo. Und wenn die Kinder ganz besonders ruhig sind, flattert er auch immer mal auf einen Tisch und beobachtet die Kinder dann beim Arbeiten. Das müssen die Kinder sich aber ja erarbeiten, indem sie ruhig sitzen. Und der buntes Klassenzimmer auch immer schön gestaltet.
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Also auch so an den Wänden und sind überall auch Tiere und auch offene Regalfächer und Fächer wahrscheinlich. Hier haben die Kinder auch Material hier in diesen Schutz. Genau das sind die bunten Ablagefächer für die Kinder. Jedes Kind hat ein Ablagefach, dass der Ranzen nicht zu schwer wird. Die Dinge, die es zu Hause nicht benötigt, kann es hinten ablegen.
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Und so sind die Sachen eben am ersten Schultag dann auch da und nicht zu Hause auf dem Küchentisch. Ja, genau. Ja, und die offene Gestaltung, das fördert eben auch diese Lernatmosphäre. Dass die Kinder gut in den Schulalltag reinkommen und dass das Lernen auch Spaß macht. Und ich denke, das macht allen Kindern hier Freude an unserer Schule. Ja, bitte.
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Okay, nachdem wir jetzt ein bisschen in Bewegung gekommen sind, das Außengelände gesehen, haben die Klassenräume auch sehr viel über Sport und Bewegung hier im Schultag berichtet hat. Also ich glaube zu viel sitzen wir, die Kinder hier nicht und wir wollen auch mal einen Blick so ein bisschen auf den Berufseinstieg wagen und davor die Frage an Sie Was zeichnet sozusagen die Zusammenarbeit hier im Kollegium aus, wenn man als junge Lehrkraft nach dem Referendariat hier in die Schule kommt?
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Was mir an der Schule hier besonders gut gefallen hat, auch schon in meinen Praktika, aber dann eben auch im Referendariat, war einfach, dass man sich hier sehr wohlfühlt. Gleich aufgenommen fühlt und auch gleich von allen Kollegen irgendwo aufgenommen wird, in das ganze Kollegium, in alle Sachen einbezogen wird. Man kann immer jemanden fragen, also stets, wenn man irgendeine Frage hat oder irgendwo ein Problem auftaucht, weiß man das jemanden unterstützt.
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Besonders auf Klassenstufen Ebene ist das natürlich bei uns auch sehr integriert, also dass wirklich auch zusammengearbeitet wird, zusammen geplant wird. Das hat mir den Berufseinstieg natürlich auch viel erleichtert, dass man bei Kollegen auch mal schauen konnte, wie wird das gemacht, aber auch neue Methoden einbezogen wurden. Wenn ich jetzt selber eine Idee hatte, könnte man das vielleicht vom Studium aus oder im Referendariat aus mal ausprobieren.
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Das war immer möglich und immer gern gesehen. Und das hat mir eigentlich sehr gut von Anfang an gefallen. Okay, also ein gegenseitiges Lernen auch genau richtig und Kelly? Herr Brestrich, wie war es denn aus Ihrer Sicht, hier in der Schule anzukommen? Ja, prinzipiell würde ich mich da der Meinung meiner Kollegin anschließen. Auf jeden Fall. Da ich ja auch hier in der Grundschule war, habe ich auch noch einige Lehrkräfte gekannt, später meinem Referendariat und jetzt auch meinen jetzigen Kollegen und Kolleginnen.
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Ja, das ist ein offenes, höchst breites Kollegium, was auch in stressigen Phasen hinter einsteht. Man kann überall nach Rat zu. Man kann auch Unterstützung fragen, man findet immer offene Ohren auch für Probleme. Also da ist diese Schule wirklich top und kann man wirklich nur empfehlen und man kann mit Freude hierher kommen und seine Persönlichkeit, seine Lehrerpersönlichkeit verwirklichen. Es ist auch besonders schön, wenn man als Lehrkraft schon länger an der Schule ist, einen ehemaligen Schüler begrüßt als Kollegen ja besonders schön dann natürlich auch an Sie, Frau Richter, Die Frage Wenn man jetzt hier als junger Mensch ankommt, wie gehen oder wie gehen Sie generell mit dem Thema Nachwuchsgewinnung um?
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Also wir haben in den letzten Jahren kontinuierlich Referendare ausgebildet und hatten auch Praktika an der Schule. Das ist natürlich eine herausfordernde Aufgabe, insbesondere für die Mentoren. Aber wir sehen die Bereitstellung von Plätzen für Referendare und auch für Praktika als sehr wichtige Aufgabe an, Natürlich muss es personell abzusichern sein. Also wenn man schon ganz viele Stunden an der Schule hat, kann man dann auch das eine oder andere nicht anbieten.
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Aber im Normalfall ist das also möglich. Und im Schuljahr 22 23 ist es also so, dass wir schon zwei Referendarin wieder haben und auch die Praktika gut gebucht sind und der Stress, der ja selbst mal Referendar bei uns gewesen ist, wird also in diesem Schuljahr dann auch schon Mentor sein. Was geben Sie den Lernstudierenden mit auf den Weg?
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Also ich denke, es ist sehr, sehr wichtig, dass die jungen Leute viele Möglichkeiten nutzen, um ihren späteren Arbeits und Schule noch besser kennenzulernen. Da könnte man zum Beispiel Schulen beim Ganztagsangebot unterstützen oder auch bei Aufholen noch Korona, sodass man also dann schon mal auf der anderen Seite steht, also nicht mehr Schüler ist, sondern schon mal etwas mit Schülern macht.
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Und außerdem möchte ich noch sagen Seien Sie den ländlichen Schulen gegenüber aufgeschlossen. Sie haben es von unseren beiden jungen Kolleginnen und Kollegen gehört. Auch bei uns ist es schön. Okay, vielen Dank. Ich würde natürlich auch ganz gerne noch Pressefragen. Sie als junge Berufseinsteiger In was möchten Sie Lehramtsstudierende mit auf den Weg geben? Mit all den Erfahrungen, die ich jetzt sammeln konnte, möchte ich einfach nur sagen, dass man bei allen Herausforderungen, die einem vielleicht im Studium oder auf dem Weg zum Lehrerberuf begegnen, dass man einen Blick behält, dass man mit diesem Beruf wirklich was erreichen kann und was bewegt, auch für die Zukunft.
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Und dass es einfach eine tolle Sache ist, Kindern was beizubringen. Vielen Dank an Sie zwei. Das war ein sehr schönes Schlusswort. Also bleibt mir auch nur noch zu sagen. Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben und für die vielen interessanten Einblicke hier an Ihrer Schule. Gern geschehen. Gerne. So, wir haben uns jetzt hier nach dem Interview noch mal erlaubt, zum Glaukon Stausee zu fahren.
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Ja, ganz dicht bei der Schule. Fünf Minuten sind wir gefahren, oder? Ja, also es ist wirklich nicht weit. Und wir alles grün. Und wirklich ein schöner, schöner, großer See soll ganz toll zum Spazieren gehen. Es gibt ja auch so ein Rundweg. Baden darf man offiziell nicht, wurde uns gesagt, aber für so ein Nachmittagsspaziergang oder meine Joggingrunde und nebenan gibt es auch noch Tennisplätze und einen Bogen Schießverein.
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Also auf jeden Fall hat man gute Freizeitmöglichkeiten noch mal nach der Schule ein bisschen ausspannen will. Ja, und Bewegung kommt nicht zu kurz. Ja, mit diesem schönen Bild hier verabschieden wir uns jetzt aus dem Fenster und steigen in unser kleines Auto Richtung Dresden. Ja, wie angekündigt haben wir ja die vierte Lehrkraft im Bunde noch nicht beim Interview dabei gehabt und jetzt bin ich mit ihr digital verbunden.
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Hallo, Frau Hauser. Hallo? Ja, schön, das Seite geklappt hat und wir uns jetzt sehen. Ja, ich freue mich auch sehr. Wo sind Sie denn jetzt gerade? Ich sitze gerade im Beratungsraum unserer Schule. Ja, vielleicht können Sie zum Einstieg noch mal kurz ein paar Sätze zu sich selbst sagen. Sich noch mal kurz vorstellen? Ja, gerne. Also mein Name ist Theresa Pause und ich bin die Klassenlehrerin der Klasse.
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Und ja und ich bin nun mittlerweile seit drei Jahren an der Sachsen an die Schule und unterrichte die Fächer Deutsch, Mathe, Sachunterricht und Englisch. Sie sind seit drei Jahren an der Sachsenallee Schule, das heißt, davor haben Sie Ihre von da jetzt abgeschlossen. Genau richtig. Und das Referendariat haben Sie aber noch nicht an der Sachsenallee Schule gemacht? Nein, ich habe in Thüringen studiert, in Erfurt und habe auch in Erfurt an einer Schule mein Referendariat absolviert.
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Okay, und danach zum Berufseinstieg sozusagen nach Glaukon gewechselt. Genau. Wieder zurück in die Heimat. Ja. Zum Einstieg genau haben wir noch einen Satz, den würde ich Sie bitten zu ergänzen. Ich arbeite gerne an der Sachsenallee Schule, weil ich zum einen eine ganz, ganz tolle Klasse habe, mit der ich in den letzten drei Jahren ein richtig tolles Vertrauensverhältnis geschaffen habe.
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Und zum anderen auch, weil wir als Team zusammenarbeiten, im Kollegium uns alle gegenseitig unterstützen und jeder auf jeden zählen kann. Ja, das haben wir auch schon bei den anderen oft gehört, dass das sehr gut funktioniert bei Ihnen. Ja, das ist wirklich toll und nicht selbstverständlich. Ja, wir haben von der Schule im Gespräch letzte Woche ja schon einiges erfahren und ein Bereich ist aber offen geblieben, und zwar der Bereich Kita.
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Und da würde ich Sie bitten, dass Sie uns als erstes mal einen Überblick geben. Was gibt es eigentlich alles für Ganztagsangebote an der Sachsenallee Schule? Also wir bieten seit 2006 viele verschiedene Ganztagsangebote an, die sich im Wesentlichen die auf die zwei Ziele verfolgen. Also zum einen sollen bestimmte Angebote dazu dienen, die Kinder zu fördern und gewisse Defizite abzubauen, wie zum Beispiel Leseförderung, Konzentrationstraining oder auch Fit am Computer.
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Und die anderen Angebote? Die dienen dazu, den Kindern eine abwechslungsreiche Freizeitgestaltung zu ermöglichen. Und da gibt es auch wieder ganz unterschiedliche Angebote. Das sind sportliche Angebote dabei, wie zum Beispiel Leichtathletik, kleine Sportspiele oder Yoga. Und es gibt aber auch kulturelle und kreative Angebote, zum Beispiel Theater, Klöppelen oder kleine Handwerker. Aber auch Ganztagsangebote wie Kochen und Backen, Schulgarten oder Französisch sind mittlerweile fest im Angebot dabei und werden von den Kindern sehr intensiv genutzt.
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Wer bietet denn diese Angebote an? Sind das Lehrkräfte ausschließlich von ihrer Schule oder haben sie da auch externe Menschen dabei? Das ist unterschiedlich. Es sind einerseits Lehrkräfte unserer Schule, es sind aber auch Erzieherinnen und Erzieher unserer Schule. Es sind auch ehemalige Erzieher, ehemalige Lehrerinnen und Lehrer und teilweise auch externe Partner. Jetzt habe ich gerade schon aufgehorcht beim Französisch.
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Das ist ja schon ein besonderes Angebot. Wer führt das durch? Für wen ist das gedacht? Wie sieht das überhaupt aus? Das biete ich tatsächlich an, das ist mein kleines Steckenpferd Französisch. Und das wird für die Klassenstufe vier angeboten. Ja, das ist ja auch was Besonderes an der Grundschule, weil es das ja erst im weiterführenden Bereich als Fremdsprache tatsächlich gibt.
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Angebot Wie ist es denn dazu gekommen, dass Sie dieses Angebot jetzt durchführen? Französisch war mein Nebenfach an der Uni und deshalb bin ich nach meinem Masterstudium für fast ein Jahr nach Frankreich gegangen, um dort zu leben und zu arbeiten. Und ich habe mit Kindern zusammen gearbeitet, habe mit ihnen deutsche Sprachanimation durchgeführt, also versucht, ihnen die deutsche Sprache näher zu bringen, dadurch viele Deutsch Lieder und ja, die französische Sprache ist sozusagen meine große Leidenschaft und diese wollte ich gerne auch mit den Schülern unserer Schule teilen und wollte ihnen damit auch so früh wie möglich aufzeigen, dass es Spaß macht, eine neue Sprache zu lernen und dass man keine Angst vor etwas Fremden haben muss.
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Und ja, es ist auch unglaublich bereichernd, wenn man eine neue Sprache und eine neue Kultur kennenlernt. Und all das wollte ich ihnen vermitteln. Und deshalb hatte ich meine Schulleiterin gefragt, ob es möglich wäre, dass ich Französisch in Form eines Ganztagsangebotes anbieten darf. Ja, und ich bin sehr dankbar, dass Frau Richter sehr offen gegenüber neuen Ideen ist. Und deshalb kann ich mittlerweile auch schon zum Dritten Jahr in Folge dieses Angebot anbieten.
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Ja, schön wie? Wie sieht denn so ein so eine Stunde aus? Wenn Sie da eine Stunde Französisch gestalten? Also ganz allgemein kann man sagen, dass die Kinder immer mit allen Sinnen dabei sind. Also ganz am Anfang steige ich zum Beispiel gerne mit meinem Frankreichkoffer ein. Das ist ein ganz alter Koffer, der vollgepackt ist mit ganz vielen verschiedenen typischen Gegenständen.
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Also da ist alles drin, was man sofort im Kopf hat, wenn man an Frankreich denkt. Zum Beispiel ein Lavendelkeksen aus der Provence oder natürlich auch ein Eiffelturm aus Paris. Der darf nicht fehlen. Oder auch eine Baskenmütze aus der Bretagne. Oder ein kleines Bild von der Mona Lisa Oder ein Asterix Comic. Also ganz, ganz viele Gegenstände, die die Kinder erst mal zum Austausch anregen und wodurch wir auch ins Gespräch kommen, was sie alles schon von Frankreich kennen.
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Und gleichzeitig lernen sie damit auf, wie vielfältig und wie interessant dieses Land sein kann. Und neben all diesen kulturellen Einblicken lernen die Kinder auch ganz nebenbei einen Grundwortschatz der französischen Sprache. Also ich versuche immer, die Themen mit bestimmten Wörtern zu verbinden, sodass die Kinder keine Grammatik pauken und auch keine Vokabeln, sondern dass das immer spielerisch mit eingebaut wird.
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Sie sollen am Ende natürlich nicht die französische Sprache komplett sprechen, das ist natürlich klar, aber Sie können sich zumindest mit einem Kind auf Französisch verständigen darüber, wie sie heißen, wo sie herkommen, wie alt sie sind und welche Vorlieben sie haben. Das heißt, es geht auch erst mal viel darum, überhaupt auch Freude an der fremden Sprache zu entwickeln und so ein paar Basics sozusagen zu erlernen.
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Absolut. Also die Freude steht ganz oben. Alles, was man mit Freude macht, macht man natürlich auch viel lieber. Ja, ja, das kommt auch gut rüber, wenn Sie das so erzählen, dass Sie da auch selber ja ganz viel Freude dabei haben, das zu tun. Absolut. Ja, gut, dann springen wir jetzt noch mal von Frankreich zurück nach Glauchau. Sie kommen ja auch selber aus der Ecke und sind nach dem Studium wieder nach Glauchau zurückgegangen.
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Da würde mich noch interessieren, Was macht denn Glauchau aus Ihrer Sicht so lebenswert? Also in erster Linie waren es die Freunde und meine Familie, die mich wieder zurückkommen lassen haben. Aber nichtsdestotrotz lebt man auch im Glauben wirklich sehr schön. Natürlich kann man es nicht vergleichen mit größeren Städten wie Leipzig oder Dresden, aber trotzdem finde ich, dass ich da genauso nicht verstecken muss.
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Also auch hier kann man sehr gut leben. Es gibt zahlreiche Freizeitmöglichkeiten. Wir haben zum Beispiel ein sehr schönes Stadttheater, das regelmäßig Veranstaltungen anbietet. Wir haben ein sehr schönes Schloss, in dem es auch eine sehr schöne Bibliothek gibt, mit einer sehr schönen Abteilung, auch für die Kinder. Da gehen wir auch von der Schule aus sehr gerne hin und besuchen dort regelmäßig Veranstaltungen.
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Dann gibt es auch ein Sommerbad, es gibt einen Stausee und den Kumpelteich, also auch viele Grünflächen zum Erholen und Entspannen. Es gibt ein Tiergehege und auch ein Freizeitparadies und insgesamt sind hier auch sehr viele Musik und Sportvereine. Da ist für jeden Geschmack etwas dabei. Ja, da gibt es ja einiges zu entdecken. Gut, dann, Frau Hauser, würde ich sagen ganz lieben Dank für das Interview und dass Sie uns da noch mal ein paar Einblicke gegeben haben.
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Sehr gerne. Ich bedanke mich auch recht herzlich. Hat der Podcast dein Interesse geweckt? Wenn du noch mehr Schulen in Sachsen kennenlernen möchtest, dann schau auf unserer Homepage vorbei. perspektive minus Landpunkte in. Hier findest du viele Informationen rund um die sächsische Schullandschaft. Fördermöglichkeiten für Praktika, spannende Veranstaltungen und vieles mehr. Wenn dir die Folge gefallen hat, dann empfiehlt sie gerne weiter.
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Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.
Folge 14: Sachsenalleeschule Grundschule Glauchau
Folge 14 führt uns noch einmal nach Glauchau, diesmal besuchen wir die Sachsenalleeschule. Die neu sanierte Schule überzeugt mit einem weitläufigen Außengelände, das viele Möglichkeiten für Sport und Bewegung bietet. Im Gespräch mit der Schulleiterin und drei jungen Lehrkräften ist die kollegiale und offene Atmosphäre im Team spürbar! Wir haben darüber gesprochen, was es bedeutet, LRS-Stützpunktschule zu sein, ein einzigartiges GTA und vieles mehr.
Weitere Infos zur Schule und ein Schulvideo findet ihr hier: www.sachsenalleeschule.de
Diese Folge auf Spotify, Deezer oder Itunes hören, oder direkt hier in unserem Webplayer:
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Perspektive Land. Der Schulpodcast. Du spürst, Schulen und ihre besonderen Konzepte kennenzulernen. Dann lass dich von unserem Podcast mit auf eine Entdeckungstour durch die sächsische Schullandschaft gehen. Wir sprechen mit Menschen in den Regionen und erfahren, wie es ist, dort zu lehren und zu leben.
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Perspektive Land ist wieder unterwegs. Heute zur nächsten Podcastfolge. Mein Name ist Kerstin Burkhardt und ich bin heute nicht alleine, denn ich habe meine Kollegin Stefanie Nicolai dabei. Hi Stefan. Hallo Kerstin, die besuchen ja heute die Internationale Grundschule in Glauchau und kommen mit Frau Teichmann, der Schulleiterin, ins Gespräch darüber, was ihre Schule so besonders macht. Hier machen wir uns jetzt mal auf den Weg hier vom Bahnhof von Glauchau sind so 15 Minuten guter Kilometer zu Fuß und schauen mal, was uns erwartet.
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Und los geht's.
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So, jetzt sind wir angekommen an der internationalen Grundschule und stehen hier auf dem Schulhof, direkt vor dem Gebäude. Hier gibt es erst mal zwei Tischtennisplatten und so was wie ein kleines Amphitheater. Vielleicht gibt es hier auch manchmal Aufführungen oder so? Ja, kann ich mir vorstellen. Und einen riesengroßen Sonnenschirm für Tage wie heute, wo es so sonnig ist. Ziemlich gut.
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Ja, und dann hinter so einem Zaun ist ja noch ein weiteres Gelände, Da gibt es Sitzmöglichkeiten und Sandkasten. Klettergerüst habe ich schon gesehen. Na, vielleicht lernen wir nachher noch ein bisschen mehr davon kennen. Ja, ich hoffe doch. Na, dann gehen wir jetzt erst mal rein und schauen, ob die Frau Teichmann schon Zeit für uns hat. Gut, jetzt sitzen wir hier mit der Schulleiterin.
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Frau Teichmann. Hallo. Hallo. Ja, schön, dass es geklappt hat und Sie sich Zeit für das Interview nehmen. Ja, auf jeden Fall. Zu Beginn würde ich Sie bitten, einmal folgende zwei Sätze zu ergänzen. Als erstes. Schule bedeutet für mich, einen Wohlfühlort fürs Lernen zu schaffen.
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Und ich arbeite gerne an der internationalen Grundschule Glauchau, weil ich mich hier als Schulleiter voll entfalten kann. Das klingt schon mal sehr gut. Da sind wir gespannt, was jetzt noch so im Gespräch Weiteres kommt. Vielleicht können Sie zu Beginn noch mal kurz Ihre Schule so im Groben vorstellen. Also wie viele Schülerinnen und Schüler lernen hier? Wie viele Lehrkräfte arbeiten hier?
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Was gibt es so grundsätzlich zu sagen? Und auch zu sich selbst ein paar Worte. Ja, ich würde mit mir selbst erst mal anfangen. Ich bin ja nunmehr seit fünf Jahren hier. Schulleiterin, nein, seit sechs Jahren Schulleiterin und. Aber an der Schule arbeite ich schon seit 14 Jahren hier an diesem Standort auch, bin aber insgesamt seit 36 Jahre schon Pädagogin.
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Ich habe das also von der Pike auf gelernt und war aber auch zeitweise in anderen Bereichen tätig und freue mich, dass ich in diesem Verbund bin und eh von unsere Schule sprechen muss. Ich auch sagen, unsere Schule ist Teil eines großen Verbundes der sechsten International School Carl Hahn gGmbH und den gibt es. Seit 2003 wurde er gegründet. Die Namensgebung erfolgte später und unseren Standort hier gibt es seit 2005.
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Also Sie sehen, dass wir schon bald 20 jähriges Jubiläum feiern werden und es sind auch ganz stolz drauf, weil am Anfang das glaube ich so nicht gedacht wurde, dass wir so große Erfolge erzielen mit unserem Konzept oder mit Schul Sein Konzept. Herr Schule ist unser, ja, unser großer Chef, der die ganzen Dinge leitet, der das alles auch in auf den Weg gebracht hat, wie man das auch zu verdanken, dass wir mittlerweile 16 Schulen haben und 21 Kita und Hotel.
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Und daran sehen sie auch, dass wir also nicht nur Schulen haben. Unser Konzept hält sich auf. In Kindergärten, Schulen und Oberschulen und Gymnasien. Das hat mit dem Konzept zu tun, weil wir ein ganzheitliches frühzeitiges Konzept entwickelt haben, in dem das die Bilokalität, also praktisch der Schwerpunkt ist. Na ja, wir waren schon im Kindergarten an mit den Kindern in einer zweiten Sprache.
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In unserem Fall ist das Englisch zu kommunizieren und diese Sprache den Kindern schon von klein auf praktisch. Man sagt immer schief, ein tropfelnd dort zu begegnen, das ist so unser unser Ziel an unsere Schule lang derzeit bis eine drei zügige Schule und lernen derzeit 200 und die 240 Schülerinnen und Schüler. Wir haben ab vier Klassen erste bis vierte Klasse und wir sind ein Team von circa 50 Kollegen und natürlich auch Hausmeister, Küchenpersonal, Reinigungskräfte.
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Auch diese Personen, diese gehören zu unserem Team. Also wir sind ja ziemlich groß für eine Grundschule. Wenn Sie von Team sprechen, wir waren ja vorhin schon mal kurz in Ihrem Büro, da haben wir auch gesehen, die Hortleitung sitzt direkt nebenan. Also zu diesem Team gehören jetzt nicht nur Lehrerinnen und Lehrer und genau das andere Personal, was Sie beschrieben haben, sondern auch Erzieherinnen und Erzieher.
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Richtig. Genau die Bildung oder Bildung ist nicht nur das einzige, was unser Konzept ausmacht, sondern auch dieses ganzheitliche. Und das heißt für uns, dass wir Gott und Schule nicht trennen. Bei uns ist das eine Einheit, das merkt man unserem Schulhaus, wo man dann rumgehen kann. Ich finde es auch noch mal zeigen und man merkt es auch in der Arbeitsweise und alle profitieren davon.
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Wir haben sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Das profitieren die Eltern davon, die Kinder davon und insgesamt unsere ganze Schulentwicklung und Entwicklungskonzept profitiert davon. Alle Dinge, die wir hier anschieben, alle Dinge, die da laufen, gehen über den Tisch von der Schule und von der Hauptleitung. Gemeinsam. Und da entstehen viele gute Ideen. Man man weiß, was der andere macht, Also man kann sich gegenseitig unterstützen.
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Das hat ganz viele positive Effekte, man wird keinen negativen Effekt ein. Und letztendlich sind wir ja, ob wir jetzt Lehrer sind oder Erzieher, wir sind alle Pädagogen. Wir haben alle das Ziel, unsere Kinder gut vorzubereiten auf das zukünftige Leben in unserer Gesellschaft. Und das steht bei uns auf der Fahne. Und egal ob ich jetzt da dort ausgebildet bin oder dort ausgebildet bin, an unserer Schule wird das nicht getrennt und das bringt uns ja voran In unserer Arbeit und auch in unserer Darstellung als Schule.
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Genau. Ich würde zu dem Schulverbund gerne noch mal nachfragen Wo gibt es denn noch überall die sechs und die International Schools? Ja, die gibt es in Sachsen hoch Also wir sind speziell auf Sachsen spezialisiert. Also Grundschulen haben wir in Geithain, in Stolberg, in Gersberg hier und Clara und in Jane und Oberschulen auch und Gymnasien in Niederwürschnitz, rein stoffelter Berg.
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Die Kollegen verzeihen, wenn ich irgendjemanden Verkehrs als sie sehen. Ein großes Einzugsgebiet sind immer wieder neue und es kommt sogar noch eine neue Grundschule in Freiberg hinzu. Aber Mensch, wir sind sie ausschließlich im ländlichen Raum unterwegs. Ja, wenn Stolberg es Kleinstadt ist, Stadtgarten, Stadt ja, aber ich zum Beispiel weder Chemnitz noch Leipzig noch Dresden gehört. Das heißt, Sie agieren ausschließlich in Bedarfsregionen?
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Ja, ausschließlich. Das hat damit zu tun, dass wir teilweise angefragt werden von Kommunen. Es gibt dann auch teilweise leere, leer stehende Gebäude, ehemalige Schulen. Wir sind in vielen alten DDR Schulen auch zu Hause, die dann wird von uns restauriert oder renoviert werden, wieder hergestellt werden und dann wird der Standort einfach, also dieses Gebäude einfach da ist und nicht verfallen soll.
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Und weil wir der Meinung sind, dass es auch Kinder gibt, es auf ländlichen Gegenden wie in Städten und die Kinder haben es auch verdient, in diesen Gegenden gut beschult zu werden. Also die haben auch genauso den Anspruch auf gute Bildung wie alle anderen Kinder. Und sie werden staunen. Auch hier gibt es viele, viele, viele schlaue Kinder. Daran habe ich nicht gezweifelt.
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Okay, wir mir schon so ein bisschen was über das Schulkonzept hier an einer internationalen Grundschule in Glauche gehört. Wie wird denn generell das Internationale an Ihrer Schule gelebt und was sind vielleicht auch die Besonderheiten gegenüber anderen Grundschulen? Ja, also gelebt wird schon. Erst im ersten Punkt wird in auf und durch die Schule gehen, dass wir ein internationales Team haben.
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Wir haben also wirklich viele Kolleginnen und Kollegen aus anderen Ländern. Wir haben, wir haben das Glück, in unsere Schulen an so ein Stamm Kollegium aus anderen Ländern, aber in anderen Schulen ist manchmal auch so, dass das wechselt, weil es gibt. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es viele Lehrer gibt, die auch das ist in der Lebensplanung ist, dass die durch die Welt reisen als Lehrer und dort in verschiedenen Schulen immer für zwei, drei Jahre arbeiten.
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Und wir sind dann natürlich offen für solche Kollegen, Die kommen dann auch zu uns und sind nur zwei Jahre da. Aber wir haben das Glück, dass unsere Kollegen hier unsere Muttersprache, sagen wir mal hier auch heimisch geworden sind. Entweder haben sie ein Partner gefunden und sie fühlen sich hier wohl, so dass wir da sehr gut arbeiten können mit dieser Internationalität an unseren Schulen.
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Schwierig wird es natürlich auf den ländlichen Gegenden mit Kindern aus anderen Ländern. Aber da haben wir auch den Vorteil, dass wir VW hier in der Nähe haben. In Mosel. Und da ist ja auch von Elternschaften, gerade auch in der höheren Ebene, was das Management betrifft. Viele Wechsel gibt es auch in der internationalen Besetzung und wir bekommen dann auch immer diese Kinder und wir haben jetzt in Kairo eine Schule eröffnet, unser Verbund.
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Und natürlich führen wir da auch eine Kooperation anstreben und wollen gucken, dass da eventuell auch ein Wechsel erfolgen kann zwischen Lehrern, Schülern Wie auch immer. Mal sehen, wie sich das gestaltet. Bin schon sehr interessant. Finde ich sehr interessant, wo wir da hinkommen. Ja, im Alltag ist es so, dass wir ja generell unsere Kinder es ist ja schon mal Teil des Lehrplans international zu arbeiten, also weltoffen, sag ich mal, Internationalismus wäre Begriff weltoffen.
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Das ist ja in vielen Bereichen in Sachkunde so, in Mathe, selbst in Mathe, in Deutsch, das greift man ja sowieso auf. Und bei uns wird das noch mal untermauert mit Arme den Kindern, die wir haben, b mit den Lehrern, die wir haben und dann bauen wir noch viele Veranstaltungen hier ein, die wir haben. Es gibt viele Wettbewerbe, zum Beispiel gibt es einen Englischwettbewerb in Kirchberg immer, der wird dazu in einer staatlichen Schule ausgetragen.
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Da machen wir immer mit. Da haben auch wir sehr große Erfolge. Dann haben wir die Teilprüfung, also jede vierte Klasse, wir haben sie gerade wieder abgeschlossen, muss die abschließen. Junior A1 Und da gibt es mal ganz große Aufregung bei den Kindern. Aber es schafft immer. Jedes Kind schafft das und die sind mega stolz. Wenn die dann sagen Oh Schatz, die Prüfung bestanden, ja dann haben wir natürlich auch im Alltag zum Beispiel fit winning da, wir sind ja auch gut ausgestattet, was die Technik betrifft.
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Dann treffen wir uns über unsere Smartboards oder Whiteboards, die wir haben, mit einer Schule aus Spanien und haben dann gewissen Zeitpunkt, wo wir uns treffen. Die Klasse drei und vier machen das ganz oft und dann geben die sich Aufgaben Unterricht und dann es nächste Mal die sich wieder treffen müssen, die das präsentieren. Was haben wir da erarbeitet in der jeweiligen Sprache und es wird in Englisch sein.
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Zurzeit haben wir zwar eine Schule in Spanien, aber sie sprechen halt Englisch mit uns und wir auch mit den Englisch und wir präsentieren dann unsere Ergebnisse. Was haben wir herausgearbeitet? Das wird dann über das weiterverfolgt und da muss ich sagen, ist uns ja auch ganz gut gekommen, dass wir endlich mal offen gegenüber solchen Formaten auch ist. Wir hatten das vorher schon sehr viel auch gemacht, aber jetzt ist es natürlich noch verstärkt.
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Dann hatten wir auch schon mal mit einer englischen Schule wurde dann ein Plüschtier Plüschtier hin und hergeschickt, ein kleiner Teddy, der kam aus, hat uns hergeschickt und der Teddy war hier zu Besuch in der Klasse zwei und die haben sich dann haben dann auch geschrieben in Englisch, was sie ja, was er hier erlebt hat und hat das zurückgeschickt.
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Dann teilweise auch in Deutsch, weil die andere Schule in England, weil die das Deutsch lernen und die an das uns Englisch dann geschickt und der Teddy war praktisch so ein Symbol haben haben dann zurückgeschickt mit unseren Antworten und das immer so tolle Sachen, das sind so Formate, ja, die bloggen auch. Dann haben wir in Klasse drei, die Kinder waren auch gerade wieder unterwegs.
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Das sogenannte Länglich Camp. Da fahren die Klassen drei für drei Tage in irgendeine Jugendherberge und dort haben sie dann Workshops in verschiedenen Sprachen zu verschiedenen Ländern. Und das Leben, die Kinder da machen die man außergewöhnliche Sachen. Zum Beispiel unsere pakistanische Kollegin, die macht dann zu Henna Bemalungen, also der die Kinder sich sie macht es ja freie Hand und sie kann das auch.
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Sie erklärt auch, was das ist. Dann stellt sie auch Land vor und das leben die Kinder. Und wir greifen natürlich auch immer aktuelle Themen auf, also auch der Krieg. Ja jetzt auch 13 ukrainische Kinder dann auch aufgenommen, die sind auch in den Klassen integriert. Also wir haben das zu einem lernen die alleine Deutsch in ihrem mit ihren anderen Freundinnen, also ukrainischen Freunden aber andererseits gehen die auch in die Klassen rein und sind dort auch integriert in die Klasse und dort wurde auch sehr geholfen.
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Am Anfang wurden Spenden. Also unsere Schule hat 12.600 € erlaufen, wir haben Spendenlauf gemacht mit den Kindern. Das ist viel. Ja, dass es mehr Kaffee und wir waren auch ganz überrascht Gänsehaut, dass das so zustande gekommen ist Und weil wir das immer gut publiziert haben, gesagt, wir brauchen Hilfe. Ja, und diese Familien wohnen jetzt auch im Umkreis und wenn das stützend, jetzt auch hier anzukommen und das ist für mich gelebte Internationalität, ja, das ist auch aktuell, das aktuelle Thema aufzugreifen.
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Natürlich gab es auch da viele Widersprüche und oh Gott, ihr redet jetzt über Krieg und es ist doch schlimm. Ja, das ist was Schlimmes. Aber Kinder müssen wissen, dass wir ja das Glück haben, in einer heilen Welt zu leben. Aber die heile Welt ist nicht überall. Es gibt viele, viele Sachen, die unsere Kinder gar nicht mitbekommen, Nicht. Ich finde es wichtig, dass Kinder damit zeitig mit konfrontiert werden, Sei es Tod, sei es Hunger, Armut, sei es Armut, Hunger oder auch die fehlende Bildung in vielen anderen Ländern.
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Und das müssen Kinder wissen und einfach auch wissen, was sie später mal dagegen würden. Es ist auch so ein Auftrag, den wir uns auf die Fahne schreiben. Extra aufgeschrieben, dass ich das unbedingt sage, dass wir uns den Dingen der Gesellschaft stellen, die immer wieder da sind und dass wir eine Gemeinschaft sind und nur gemeinsam diese Dinge auch klären können.
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Und Kinder sollen das ja schon an der Schule lernen. Wir haben zum Beispiel zum gleichen Schulfunk, die gehen montags auf Sendung, die Kinder reden auch die Kinder sehr gut und so Funkanlage. Und da wird eben auch gesagt, was in der Schule los ist, da wird auch gelobt, Was haben wir denn geschafft, was haben wir denn gemacht? Und da wird auch der Witz der Woche erzählte Lachen erst mal alle und waren Geburtstage gefeiert und gesagt Der hat heute Geburtstag.
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Die Kollegin also da wird auch also so gegenseitig, das ist so ein Gemeinschaftsgefühl, wo ich anfangs gesagt habe, Schule muss Wohlfühlort sein, man muss in die Schule kommen und wissen ja, okay, ich lerne dort, aber ich kann nur lernen, wenn ich mich wohlfühle. Auch kein Erwachsener geht gerne zur Weiterbildung. Aber vorne, da steht doch einer vorne und da leiert sein Text runter und geht mir auf den Keks.
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Also wenn ich, wenn ich weiß, dass ich hierher komme. Und ja, ich habe auch einen schlechten Tag. Aber generell weiß ich, dass ich ja aufgefangen werde, dass ich hier auch mal einfach Dummheiten machen kann. Ich kann immer Kind sein, Ich kann dir was einstellen. Und das ist unser Credo. Das sollen die Kinder spüren und wissen Und da könnt ihr auch alles recht.
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Und dann? Das schafft auch jeder, der eine Schwierigkeit am Lernen hat, weil viele denken auch oh ja, jetzt haben die ja so viele Sprachen ab Klasse drei immer noch Spanisch, wir haben Chinesisch geht ja, ist egal. Die Kinder, die das können, die machen das und die anderen Kinder, die das nicht schaffen, die haben die können sie dafür was anderes.
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Wir haben so viele Wettbewerbe, wo jedes Kind irgendwo was schaffen kann, was es gut kann. Wir haben Kunst, Wettbewerbe, Viele Kinder sind ja künstlerisch. Wir haben ein super Chor und die Kinder viele Texte lernen müssen. Das sind auch unsere leistungsschwachen Kinder drin, Die können das auch, wenn die singen, dann die trällern dann ja, die können auftreten und können sagen Ja, das kann ich, wenn wir viele Sportwettkämpfe haben.
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Wir haben ganz viele Turniere, wo wir uns angliedern an die staatlichen Schulen, wir haben Lesewettstreit, das kann ja auch sein. Ich kann, wenn ich das wunderschöne Schreiben hat, dafür kann ich sehr gut lesen. Und es gibt so viele Dinge, die Kinder, also es gibt kein Kind, das nichts kann. Ja, total beeindruckend, was sie erzählen und mit welchem Blick sie auch aus Sicht der Kinder agieren und hier eine Wohlfühlatmosphäre schaffen wollen.
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Sie hätten vorne auch schon noch mal die ganzheitliche Arbeit angesprochen. Mich würde noch interessieren, wie Sie die Elternarbeit gestalten. Sind wir sehr. Also wir sind sage jeden Elterngespräch, wenn ich auch so in unser Gespräch habe. Wir möchten natürlich, dass die Eltern hier präsent sind. Dabei schon, aber das ganz komisch. Da war keiner mal im Haus bei uns präsenter ist, als in diesem Haus zu sein.
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Seine Präsenz heißt, sich einzubringen. Das kann auf verschiedene Art sein. Es gibt Eltern, die Sachen auch nie. Frau Teichmann, wir sind so eingebunden. Ich habe schon so vieles. Ich bin da noch und da noch da kann das Präsenz, also das ein Einbringen sein, zum Beispiel irgendwas vorbereiten. Es kann aber auch sein, ich bin sehr gut im Vorlesen, ich mache jetzt eine geht die vorlesen, weil die Kinder müssen das Lesen lernen.
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Also es ist ganz groß gestreut und wir haben regelmäßige Sitzungen. Ich habe auch extra wir agieren ja über Leben und über Lärmschutz habe ich extra mit meinen Eltern spreche und eine Gruppe und dort wird auch alles noch mal besprochen und ob wir uns auch treffen, wir haben auch regelmäßig Sitzungen. Dort wird das Programm vorgestellt fürs neue Jahr. Die Eltern werden auch befragt, ob sie neue Ideen haben.
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Wir haben Projekte wie zum Beispiel. Seit zwei Jahren läuft unser Außengelände als Projekt. Das ist neu gestaltet worden, umgestaltet worden. Da ist natürlich die Arbeit groß gefragt. Wir haben zum Beispiel unseren Wasserspielplatz, der gewünscht wurde von Kindern, haben die Anregung aufgebaut, über Spenden über 8.000 € der gekostet mit den Eltern ausgebaut. Das einzige, was eine Firma gemacht hat, ist die Wasserleitung dorthin gelegt.
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Das muss man nicht selber gemacht haben. Uns aber auch einen ehemaligen Papa geholt, der uns ein tolles und. Ja und das merkt man halt auch. Die Elternschaft kommt auch regelmäßig immer noch zu uns. Wir haben immer. Im Winter haben wir immer unseren Weihnachtsmarkt und das nutzen die ehemaligen Klassen, um sich hier wieder zu treffen als Klassentreffen. Das Haus ist dann voll mit ehemaligen Schülerinnen und Schülern und Eltern, die Eltern haben.
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Auch wir nehmen die mit. Also Eltern können uns also wir sagen schon klar, dass wir praktisch das pädagogisch ist natürlich unser hat da muss man aufpassen, da gibt es es ist eine Gratwanderung. Als Pädagoge ist unser Part, wir sind die ausgebildeten Kräfte dafür, Wir nehmen gerne Rat und Hilfe von Eltern an und wir wissen auch, dass die Eltern praktisch sind von ihren Kindern, die Spezialisten von ihren Kindern.
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Aber wir haben alle Kinder hier in einer Gruppe und das einzelne Kind zu Hause stellt sich immer anders dar als das Kind in einer Gruppe. Und das, wenn man das den Eltern gut erklärt und darstellt, bei Problemen zum Beispiel, dann sind sie auch ganz schnell, haben die ganz schnell auch Verständnis dafür, dass sie sich zurücknehmen müssen. Aber sie bringen sich natürlich auch ein, wenn sie merken, sie dann ernst genommen und sie werden auch mit.
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Wir begleiten die Eltern auch ganz lange, wenn sie zum Beispiel auch Problem mit ihrem Kind haben. Wir haben viele Handreichungen für die Eltern. Wir haben ein gutes Netzwerk, wo ich genau weiß, dort kann ich die hinschicken, Da weiß ich, das funktioniert. Wir haben auch jetzt gerade mit den Kindern, was Traumata betrifft, Kinder haben das Korona und Traumata teilweise erlebt und auch die Eltern.
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Da hab ich jetzt eine ehemalige Mutti interessiert, die hat die Traumata therapeutischer Ausbildung dabei, wir jetzt Elternabende organisieren, wo noch mal das Thema Trauma einfach nur von der Theorie aufgearbeitet wird. Was ist das? Wie geht man damit um? Die haben bestimmt Fragen die Eltern. Und das läuft jetzt gerade wieder knapp. Sind so aktuelle Themen, die wir dann aufgreifen mit Elternschaft.
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Ich würde gerne noch was ganz anderes fragen. Noch mal in eine ganz andere Richtung. Und zwar zu Umgebung und Region. Hier in der in Glauchau und Umgebung. Also was mögen denn Sie und vielleicht auch Ihr Kollegium? Was mögen Sie denn ganz besonders gerne an der Region hier? Ja, also ich habe heute in Vorbereitung dessen auch mal gefragt und wir haben ein sehr junges Team.
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Wir haben also gemischt auch mit vielen jungen Kollegen und hat Sie schon mal gefragt, mit Vorfällen eigentlich auf dem Land und das waren sehr interessant. Also Land, städtisch, ländlich nett sind wir ja hier. Es gab interessante Antworten zu ein. Die erste war gesagt Großstadt ist nur zu groß, sie hat es ausprobiert. War's zu voll, zu hektisch, zu laut, zu viel Gewusel, zu viel Durcheinander.
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Obwohl ich das Ganze gedacht hatte, weil sie auch viele schon im Ausland war. Sie hat schon vieles ausprobiert, aber sie hat gesagt, letztendlich hat sie sich dafür entschieden, auf dieses doch eher ruhige Länder zu gehen. Dann ist mir auch gesagt worden, dass Kinder teilweise auch anders sind. Auf ländlichen kleinstädtischen Gegenden. Konnte gar nicht so direkt begründen, aber sie hat immer den, weil vergleichsweise auch schon in anderen Städten war.
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Dann hat eine Kollegin gesagt hat auch einen Heimatbezug. Viele sagen auch, sie sind zurückgekommen in die Heimat. Einige Kollegen haben auch gesagt, der Träger hat auch gelockt, weil der Träger hier die Möglichkeit gibt. Das muss ich auch dazu sagen, Finde ich toll, dass wir auch Kollegen, die diese diese nicht diese grund anständige Ausbildung haben, diese klassische deutsche Lehrerausbildung zu den auch in unseren Träger immer wieder die Chance anzufangen.
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Ich kriegen also dann später den Vorschlag eine Seidensteig Ausbildung zu machen oder für durch Weiterbildung sich hier zu zu integrieren. Wir nehmen erst mal natürlich muss man eine pädagogische Ausbildung beginnen zu uns kommt aber es gibt ja im Ausland viele andere Formen der Ausbildung und die werden oftmals in staatlichen Einrichtungen abgelehnt. Und das macht unser Träger nicht. Wir gucken uns die erst mal an, wir lassen die auch mitlaufen.
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Ja, dann haben auch Kollegen gesagt, da stand und hier bei uns und glaube ich auch, möglichst trotz er ländlich kleinstädtisch ist zentral. Wir haben die AfD hier, man ist ganz schnell in Dresden, in Chemnitz und die andere Richtung nach Weimar, Erfurt ist Erzgebirge ist vor der Tür, dort kann man Ski fahren. Es ist wirklich alles sehr. Trotzdem man braucht vielleicht eine Stunde, aber es ist eine Stunde.
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Meine Tochter fährt in Berlin eine Stunde auf Arbeit in Dachau und ist in Rust, hat also das hat Arbeitsweg Länge des Arbeitswegs, ist eigentlich von der Stadt Großstadt mit ländliche Gegend nicht mehr unterscheiden von der Zeit lernen. Was ein Nachteil wäre es vielleicht, wenn man Auto braucht, aber mittlerweile wird auch das Netz besser ausgebaut. Was? Bus und Bahn ist hier sehr gut ausgebaut und verdient.
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Wir sind jetzt ganz entspannt, fahren anderthalb Stunden mit dem Zug ohne Umsteigen aus Dresden. Das war jetzt ganz, da können wir nicht die ganze Woche Rettung machen. Ja, genau, Man kann es auch nutzen. Ja, und auch Lettisch ist nicht weit. Also. Und die Kinder? Ich muss auch sagen, die Eltern und die Kinder sind auch teilweise schon entspannt. Nein, entspannter kann man uns sagen, sind anders.
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Die Kinder in der auf dem Dorf leben schon leben, wachsen anders auf. Die kriegen anders einen anderen Bezug zu ihrer Umgebung. Und die Eltern sind auch nicht so ängstlich, weil die wachsen mit Bäumen auf geklettert. Es gibt also es gibt immer Vor Nachteile. Aber unsere Gegend ist schon eine tolle Gegend, auch sehr kulturell. Viel Kultur in Zwickau, also das denkt man gar nicht.
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Aber wenn man da wirklich was sucht und immer Interesse hat, findet man auch immer viel Kultur. Gerade für die kleinen Vereine und klein Vereine. Die stellen viele tolle Dinge auf denen auf die Beine hier und auch wir haben eine tolle Verein Vereine diese diesen Kunstverein der macht viele Ausstellungen ganz toll. Man muss es nur so und man ist auch näher an den Kindern dran und an den Eltern.
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Man erreicht die ganz anders. Wir haben, wie gesagt, haben ja schon gesagt, wir sind auch in die Gemeinschaft, wir sind, wenn die das sind, an den Kindern dran, also nicht negativ also dran. Wir wissen auch vieles um den privates Umfeld, wir kennen den ihre Sorgen, wir kennen den Eltern ihre Probleme, weil wir einfach uns auch die Zeit nehmen und die Eltern die Zeit mitbringen.
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Und da können wir ganz anders agieren, sobald irgendwas passiert. Wir wissen sofort, wenn die Oma gestorben hat ist und dann wird sofort reagiert. Und wir wissen auch wenn eine Scheidung ansteht, da wird sofort reagiert. Du wissen a Auge auf das Kind werden könnte sich irgendwie äußern. Da haben wir sofort Sensoren dafür und ich glaube, das gelingt manchen Großstädten nicht, weil der Bezug sind alle vielleicht anders.
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Ich weiß es nicht. Und wir sind natürlich auch eine kleine Klasse. Unser Konzept sagt nur 22 Kinder, im Notfall vielleicht mal 23, aber ansonsten bleiben wir bei dieser Klasse. Stärke und machen lieber noch eine Klasse mehr auf. Jetzt in diesem Spiel haben wir 40 Inseln Bedarf also so eine Zulauf hatten und das sind wir mit vier Klassen. Dann hier am Gang, aber dafür klein und da haben wir auch Zeit und da haben wir auch diese nötige Ruhe, mit den Kindern zu arbeiten.
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Also unsere Zielgruppe auch, die das ja hier viel anhört, sind ja Lehramtsstudierende. Wenn man jetzt hier ein Praktikum macht an der Schule oder auch zum Referendariat hierher kommt, was erwartet einen dann denn so hier an der internationalen Grundschule? Das erste, was wir, was wir machen, wir nehmen unsere alle Praktikanten, Referendare mit Armen, mit offenen Armen auf. Die laufen bei uns nicht unter.
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Ihr seid jetzt nur Praktikantin, Ihr seid nur Referendare, Ihr könnt nicht, sondern wir nehmen die ja ganz liebevoll auf und gerne auf, begrüßen die auch mit. Ein Willkommens mit einer sehr tollen Kultur. Ich nehme extra Zeit für diese Person. Die werden ja gut vorbereitet und es erwartet ein. Die erwartet auch ein Kollegium, die ja auch von gerne von den jungen Kollegen lernen und die dürfen sich einbringen.
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Die müssen nicht hinten drin sitzen und den Mund halten, sie dürfen Fragen stellen, die dürfen auch mal uns was Neues vorstellen. Also sie können gerne hierher kommen und es ist wirklich toll, weil wir die Praktikanten nicht als etwas sehen, was unfertig ist. Wir nehmen die praktisch auf Augenhöhe auf, sind junge Menschen, die vielleicht einen anderen Blick auf die Welt haben, die auch die Dinge vielleicht anders sehen.
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Und das ergänzt sich sehr. Und es ist wichtig, dass unsere älteren Kollegen auch mal einen anderen Blick sehen oder hören und auch vielleicht mal ausprobieren. Gerade dann auch, wenn sie Unterricht machen. Die dürfen auch alles ausprobieren, die dürfen auch Fehler machen. Das ist auch ganz wichtig. Aus Fehlern lernt man. Fehler sind wichtig, sonst kann man sich gar nicht weiter entwickeln, wenn man immer das Gleiche macht.
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Was soll das? Geht gar nicht. Und das dürfen sie halt auch bei uns. Dann wüsste ich gerne noch zum Abschluss was möchten Sie denn Lehramtsstudierende noch mit auf den Weg geben? Ja, eigentlich vieles. Aber das Wichtigste ist, wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie das nicht hinkriegen. Oder es ist nicht, dass Sie nicht mit Kindern klarkommen. Die Finger davon lassen, dass sie nicht den Beruf machen, weil sie dort verbeamtet sind und gutes Geld verdienen.
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Und dass wir den Beruf nur machen kann, wenn man den gerne macht. Man muss den Beruf machen, weil man es machen will. Wenn man mit Kindern arbeitet, weil man was voranbringen will. Und man muss im Leben stehen als Lehrer, wenn man scheu ist vor Herausforderungen, wenn man scheu ist vor dem Leben und wenn man vor allem Angst hat, sondern auch die Finger von lassen.
00:27:51:24 - 00:28:14:14
Wir Kinder haben vor nichts Angst. Kinder, die sind neugierig und das braucht man auch als Lehrer. Es sollte man nicht alles sein gegen sich selbst, Liebe und Praktikum und Studium ist es dann vielleicht nach zwei Jahren, wenn man schon nach so vielen Studienjahren das beendet hat. Ja und nicht aufgeben ist auch so wichtig. Geben Sie nicht auf. Manchmal gibt es auch Krisen, aber letztendlich ist es der schönste Beruf.
00:28:14:14 - 00:28:37:11
Thema haben kann. Also ich komme jeden Tag gerne auf Arbeit und man kriegt das immer wieder. Man begegnet den Kindern später wieder und wenn die einen wiedererkennen, sagen auch, sie haben es als Lehrerin gehabt und das, das ist so toll, wenn man in der Grundschule setzt man so einen Grundstein fürs Lernen und wenn man das gesetzt hat und die Kinder haben beide gerne die Schule besucht, das ist einfach toll.
00:28:37:13 - 00:28:59:11
Ein ganz toller Beruf. Ich kann es nur empfehlen. Okay, und der war ja Dann haben Sie herzlichen Dank für die spannenden Einblicke und dass wir hier heute zu Besuch sein durften. Ja, ja, jetzt haben wir noch mal kurz die Gelegenheit, auch durchs Haus zu gehen und sprechen auch noch mal mit einer Kollegin mit der Frau Cache nämlich und hören mal, was auch so ihre Eindrücke sind.
00:28:59:13 - 00:29:23:03
Okay, wir befinden uns jetzt in einem Klassenzimmer einer zweiten Klasse und vor uns steht Frau Kassig. Hallo, Hallo Frau Kassig, wir würden ganz gerne wissen, wie Sie dazu gekommen sind, hier in der internationalen Grundschule in Glauchau zu arbeiten. Ich bin selber in Holland geboren, also in den Niederlanden geboren und ich habe mich hier beworben, weil es sehr international ist.
00:29:23:03 - 00:29:54:16
Das ist für mich auch sehr angenehm. Ähm, ich habe selber auch Englisch gelernt und ich habe auch im Ausland gelebt und ich fand es immer auch sehr interessant und auch sehr schön, das zu erleben. Ich arbeite jetzt hier nur mal kurz überlegen vier fünf Jahre. Ja, das Internationale ist es wirklich da. Also das ist wirklich schön. Und dann sind auch mehrere Kollegen aus andere Länder und das macht auch viel aus, wenn man nicht als einzigster Nichtdeutsche unterwegs ist.
00:29:54:16 - 00:30:18:16
Das ist immer sehr schön in das englische Konzept finde ich auch sehr schön. Also man fängt dann schon in der erste Klasse schon an mit Englisch und man fängt dann ganz langsam an und man sieht dann auch wirklich die Fortschritte, also von erste bis vierte Klasse Englisch und das ist sehr interessant. Also wenn man gerade aussieht in der erste Klasse, dann fängt man mit Heimat an oder kleine Geschichten.
00:30:18:18 - 00:30:41:12
Wenn er erst mal in der vierte Klasse in der machen wir schon Präsentation auf Englisch schon zehn Minuten, dann erzählen die über Tieren und alles was wir dann herausgefunden haben. Das ist wirklich schön. Ja, das glaube ich Ihnen. Sie strahlen auch über beide Ohren. Also sehr überzeugend. Für all das nicht gerne arbeiten? Ja, sehr gerne. Ja, es ist wirklich sehr interessant.
00:30:41:12 - 00:31:09:16
Und das Schöne ist, ich unterrichte auch an Computerunterricht. Und das können wir auch immer sehr schön kombinieren. Immer. Also zum Beispiel eine vierte Klasse mit den Präsentationen machen, dann geht an einem PC Raum und dann sucht man das im Internet und dann kann man das dann verbinden mit Englisch. Es ist sehr interessante Arbeit. Ja, okay, vielen Dank. Ja, jetzt sind wir wieder auf dem Rückweg zum Bahnhof.
00:31:09:18 - 00:31:33:01
Viele Eindrücke, viel gehört. Was sagst du so? Was? Dein Fazit. Also ich fand die Frau Teichmann sehr beeindruckend, wie offen sie ihre Schule leitet, was sie für ein Blick hat, Das fand ich. Ja, das nehme ich mit. Auf jeden Fall. In. Ich fand auch toll, wie sie die Eltern einbinden und dass sie auch die Familien so gut da im Blick haben.
00:31:33:03 - 00:32:00:03
Und natürlich auch das Schulteam. Also so die Zusammenarbeit mit dem Hort, was sie auch berichtet hat, dass das so eng ist und gut funktioniert. Ja, was wir natürlich nicht verschweigen wollen, ist, dass es ein monatliches Schulgeld in Höhe von 160 € gibt. Das ist ja vielleicht auch noch mal als Hintergrundwissen ganz gut. Ja, ja, dann fahren wir jetzt mit vielen Eindrücken nach Hause, zurück nach Dresden.
00:32:00:05 - 00:32:27:00
Hat der Podcast dein Interesse geweckt? Wenn du noch mehr Schulen in Sachsen kennenlernen möchtest, dann schau auf unserer Homepage vorbei www.perspektive minus Landpunkte im. Hier findest du viele Informationen rund um die sächsische Schullandschaft, Fördermöglichkeiten für Praktika, spannende Veranstaltungen und vieles mehr. Wenn dir die Folge gefallen hat, dann empfiehlt sie gerne weiter. Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.
Folge 13: Internationale Grundschule Glauchau
In dieser Folge lernen wir die Internationale Grundschule Glauchau kennen, die Teil des Schulverbundes Saxony International School Carl Hahn gGmbH ist. Wie der Name schon sagt, zeichnet die Schule das bilinguale Konzept aus, das durch viele Projekte und Veranstaltungen im Schuljahr gelebt wird. Die Schulleiterin Frau Teichmann berichtet uns außerdem von der engen Zusammenarbeit mit dem Hort sowie der aktiven Einbindung der Eltern. Hört selbst!
Weitere Infos zur Schule und zum Schulverbund findet ihr hier: https://www.internationale-grundschule-glauchau.de, https://saxony-international-school.de, Schulportrait in der Schullandschaft
Diese Folge auf Spotify, Deezer oder Itunes hören, oder direkt hier in unserem Webplayer:
00:00:07:18 - 00:00:29:05
Perspektive Land. Der Schulpodcast. Du hast Lust, Schulen und ihre besonderen Konzepte kennenzulernen. Dann lass dich von unserem Podcast mit auf eine Entdeckungstour durch die sächsische Schullandschaft gehen. Wir sprechen mit Menschen in den Regionen und erfahren, wie es ist, dort zu lehren und zu leben.
00:00:29:07 - 00:01:03:15
Mein Name ist Kerstin Burkhardt und ich bin wieder unterwegs im Vogtland. Wo es heute genau hingeht, hörst du gleich selbst. Mit 70 genau zu sein und genug, um demnächst genau so geplant Ausstieg. Als dritte und letzte Station der Podcastreise bin ich jetzt auf dem Weg zur Friedrich Rückert Oberschule in Plauen. Die liegt ungefähr 10 bis 15 Gehminuten vom oberen Bahnhof in Plauen entfernt.
00:01:03:17 - 00:01:27:14
Es ist ein großes braunes Gebäude, was ich jetzt sehe, und ich treffe mich jetzt mit der Schulleiterin. Frau Schwerdt. Ja, jetzt sitze ich hier mit der Schulleiterin der Friedrich Rückert Oberschule. Frau Schwert, Hallo, Hallo! Freue mich, dass Sie da sind und dass wir die Chance haben, uns bei Perspektive Land zu bewerben oder mitzumachen. Einfach. Ja, vielen Dank. Ja, für die Bereitschaft, heute mit mir hier die Schule vorzustellen, ins Gespräch zu kommen.
00:01:27:16 - 00:01:54:00
Vielleicht zum Einstieg zwei Satzanfänge für Sie zum Ergänzen. Das erste ist Schule bedeutet für mich Gesellschaft gestalten, weil wir hier die wichtigsten Menschen überhaupt haben und eine große Verantwortung auch tragen für die Gesellschaft. Und das gerne machen. Und der zweite ist Ich arbeite gerne an der Oberschule Friedrich Rückert, weil ja, es wird nie langweilig. Und wie gesagt, das Schönste für mich ist immer die Arbeit mit den Schülern.
00:01:54:00 - 00:02:14:00
Ich kann mit Schülern zusammenarbeiten und natürlich auch mit meinen Kollegen. Das ist ein schönes Arbeitsfeld. Ja. Können Sie ganz kurz die Schule vorstellen oder sich selbst und die Schule, dass Sie so ein paar Eckdaten geben, dass man so ein Bild bekommt? Ja, also ich bin die Frau Schwert Ich bin die Schulleiterin der Schule. Mittlerweile schon. Zehn Jahre mache ich die Arbeit.
00:02:14:02 - 00:02:41:05
Wir sind hier im Stadtteil Haselbrunn, sind also keine so typische schule, sind also auch städtisch geprägt durch den Stadtteil Haselbrunnen. Wir haben Kinder aus dem Stadtteil, auch aus der Stadt, aus der Innenstadt, aber auch aus dem ländlichen Umfeld. Und es ist, denke ich, eine gute Mischung. Es gibt Kinder, die ja durchaus auch also vom Dorf kommen und auch Kinder, die also von der Stadt, die manchmal auch aus sozial schwächeren Familien, die dann gut unterstützend begleitet werden müssen.
00:02:41:07 - 00:03:11:07
Ja, wir bilden Kinder aus im Hauptschulgang und im Realschul Bildungsgang. Sie haben gesehen, es ist ein altes, ehrwürdiges Gebäude. Teil saniert, sage ich immer. Also wir hätten schon gerne, wir haben noch ein bisschen Bedarf, was auch die Fassade betrifft, vielleicht auch die Freundlichkeit der Farben. Aber im Inneren ist es doch freundlich und groß. Und unser ganz großer Vorteil ist wir haben viel, viel Platz und Raum, Raum zum Lernen und drei ein Erdgeschoss und bis zum Dritten Obergeschoss große, helle Räume.
00:03:11:07 - 00:03:46:02
Das, denke ich, ist ein großer Vorteil der Schule. Wir haben 306 Schüler aktuell an das Schule und 20 Stammlehrer Stammkollegen, wobei wir auch Abordnungen von anderen Schulen haben, auch aus der Berufsschule um, einfach weil das auch zu ergänzen wir es reicht einfach nicht ein Stamm Lehrpersonal, was wir haben ja, wir haben eine Dazklasse. Deutsch als Fremdsprache bedeutet das und ich denke Kinder, die also erst kommen, die noch gar kein Deutsch können, die also hier auch erst mal mit Deutsch lernen anfangen und aber auch teil integriert oder ganz integriert in den Klassen drin sind in hohen Anteil.
00:03:46:02 - 00:04:07:08
Und in der Regel funktioniert das eigentlich ganz gut. Vorhin haben wir schon so einen kleinen Rundgang hier durch das große Gebäude zum Markt und dann haben Sie erzählt, dass Sie auch zum Teil mit der Montessoripädagogik arbeiten. Können Sie dazu noch ein bisschen mehr erzählen? Ja, das war eigentlich vor mittlerweile vielen Jahren hat sich die Schule auf den Weg gemacht hat.
00:04:07:08 - 00:04:33:13
Einige Kollegen haben auf das Montessori Diplom wurden und es ist aber so, dass wir ja den Spagat haben sind eine staatliche Oberschule ganz normal mit Prüfungen, mit allem, was jede Oberschule zu leisten hat und haben aber trotzdem Elemente aus der Montessori Pädagogik mit aufgenommen, die, die uns hilfreich erscheinen oder auch hilfreich sind und gut sind. Dazu gehört zum Beispiel, dass wir für jede Klasse einen kreis haben.
00:04:33:15 - 00:04:55:19
Morgenkreis. Der ist manchmal auch nicht unbedingt morgens, aber eigentlich sollte am Montag früh die erste Stunde liegen. Das heißt, dort hat der Klassenlehrer seine Stunde mit seinen Schülern und kann dort eben verschiedene Übungen auch machen, kann Dinge besprechen, um auch vielleicht soziale Probleme raus aus dem Unterricht zu bringen und Zeit zu geben für solche Sachen. Das genießen die Kinder und auch unsere Lehrer sehr.
00:04:55:21 - 00:05:23:00
Dann haben wir die sogenannte Wochenplan. Arbeit bedeutet in Klassenstufe fünf und sechs zwei Stunden jeweils. Dort wird aus den Hauptfächern Deutsch und Englisch ein Aufgabenpool bereitgestellt oder es werden also Aufgaben erstellt, die Kinder bekommen Wochenplan. Der Freitag fertig sein muss, abgearbeitet sein muss. Eine Regel fand man auf den Oktober Ferien an und zumindest in diesem Jahr, dass praktisch die Kinder auch Selbstständigkeit lernen und lernen.
00:05:23:02 - 00:05:44:04
Wann mache ich was? Die plane ich, dass das bis Freitag fertig ist? Wie schnell muss ich arbeiten? Wie schätze ich mich ein? Und dazu haben wir auch in den Zimmern überall Regalsysteme, wo Materialien liegen, das heißt Duden Wörterbücher als Minimum kennen. Die Kinder haben dadurch also auch die Möglichkeit, was mal nachzuschlagen und selbstständig auch das Arbeiten zu lernen.
00:05:44:06 - 00:06:03:18
Und unser großes Ziel ist im Rahmen der Digitalisierung dann auch Geräte in den Klassenzimmern zu haben. Raum ist das jetzt für die Zukunft. Ob es denn so weit ist, da jetzt gar nicht mehr weg, um auch das zu nutzen? Für die Wochenplan oder aber auch für die für die Schülerarbeit? Ja, genau, das wäre so unser Minimum, dass wir uns eigentlich über die Jahre auch bewahren konnten.
00:06:03:18 - 00:06:34:06
Und es stehen also auch verschiedene Methoden. Und dann kann man jetzt ein bisschen mit Korona auch zu kämpfen, mit nachholen usw und dann waren natürlich auch Stationen, Lernen oder Gruppenarbeiten. Man kann die Materialien dann wunderbar in dem Regal lagern und die Schüler nehmen sich dann weg und würden dann im Grunde genommen dort auch arbeiten. Da gibt es so besonders positive Erfahrungen, die sie mit der Montessoriarbeit, wo sie sagen, das ist so ein besonderes Erlebnis vielleicht gewesen oder so was, was Sie damit verbinden.
00:06:34:08 - 00:06:55:23
Ja, also ich selber war ja auch jahrelang Klassenlehrer und habe auch eine Klasse geführt, als ich noch kein Schulleiter war, muss ich sagen, das habe ich sehr, sehr gut gefunden. Es war dann im Grunde genommen so, dass Schüler auch völlig selbstständig Dinge organisiert haben. Ich habe dann im Hintergrund zwar die Fäden in der Hand gehabt und habe auch mal einen Kontrollanruf gestartet und gesagt Freuen Sie mich nicht, aber die Kinder, die Kinder sind wirklich.
00:06:55:23 - 00:07:31:15
Also viele Schüler haben das also auch mir schon positiv zurückgemeldet. Man muss aber auch ehrlich sagen, dass es auch klassenweise Unterschiede gibt. Also manche Klasse nimmt das eher an und auch für die Kollegen. Jeder Lehrer ist ja in seiner pädagogischen Arbeit frei und das muss man dann auch akzeptieren, wenn ein Kollege sagt, Ich mache zwar Wochenplan, Arbeit, aber ich bin eher der pragmatische Typ, ich bin das nicht so, also das ist schon auch eine Sache und meine Klasse arbeitet eher oder schneller und zügiger, so als eine andere Klasse, die das vielleicht auch von der Grundschule an schon gewöhnt sind, so ausarbeiten zu können.
00:07:31:16 - 00:07:54:04
Also es gibt da durchaus Unterschiede, aber davon lebt ja auch Schule von der Vielfalt. Ja, genau, wir. Wir haben ja vorhin beim Rundgang auch gesehen Die Grundschule ist sie gleich nebenan. Da gibt es wahrscheinlich auch eine Zusammenarbeit. Ja, also ich sage es mal so Wir sind logischerweise unsere Kinder und die viele Kinder, die aus der Grundschule hier ins Haus kommen und dann logischerweise das Gebäude wechseln müssen.
00:07:54:04 - 00:08:15:14
Und das ist, denke ich nicht schön. Also ich finde das eine sehr angenehme, schöne Sache und bei mir eigentlich auch darum, dass das so bleibt. Und wie gesagt, ich gehe auch immer zu den Bildungs elternabenden. Das heißt, in der dritten Klasse findet ja die Bildungsberatung statt für die Oberschule allgemein, für die Oberschule speziell also für meine, sondern man soll dann den Eltern den Bildungsweg Oberschule aufzeigen.
00:08:15:14 - 00:08:38:24
Und das mache ich natürlich in unserer Grundschule auch gerne. Das leuchtet so in Ihren Augen, wenn Sie das sagen. Oberschule ist so, da brennen Sie auch dafür für die Arbeit. Richtig. Genau. Anders geht es auch gar nicht. Anders kriegen wir die Herausforderungen, die uns jeden Tag hier erwarten, auch gar nicht gestemmt. Man muss Herzblut mitbringen. Auch ich möchte auch den jungen Studenten sagen, wer für die Sache brennt und das gerne tut.
00:08:38:24 - 00:09:01:15
Es ist ein harter Job. Es ist also nicht mit, weil man ja manchmal so abweisend den Eindruck hat. Und Lehrer hat sehr viel Freizeit. Also wenn man wirklich erfolgreich hier arbeiten möchte und das gelingt, aber da muss man wirklich Herzblut mitbringen für die Sache und für die Kinder, die Kinder lieben. Das ist, denke ich, das Allerwichtigste. Wenn man jetzt hierher kommt zum Praktikum, also es gibt ja die Blockpraktika oder auch zum Referendariat.
00:09:01:16 - 00:09:24:01
Was erwartet einen denn hier an der Oberschule? Sie haben das bestimmt vorhin gemerkt, als wir ins Lehrerzimmer gegangen sind. Ihnen sind viele freundliche Blicke entgegengekommen. Die Kollegen sind sehr, sehr. Würden sich sehr, sehr freuen über auch junge Lehrer, die dynamisch ihren Weg gehen wollen und wirklich auch engagiert ihre Arbeit aufnehmen, weil sie mir sind sehr offen und ich persönlich trage das auch.
00:09:24:01 - 00:09:44:16
Wir hatten jetzt zu Beginn des Schuljahres eine junge Studentin im ersten Studienjahr. Die hat dann Freitag, war todtraurig, weil sie hier wieder weggehen musste. Sie wäre am liebsten gleich geblieben, Einfach und alleine. Wir haben keine leichten Schüler, das möchte ich gar nicht sagen. Aber es ist so, dass sie das auch genossen hat und ihr das gut gefallen dann gut getan hat.
00:09:44:16 - 00:10:18:14
Also eine Unterstützung erwartet sie auf alle Fälle, auch wenn sie offen sind. Wenn die Studenten offen sind, die jungen Leute offen sind, dann bringen, wenn sie offene Türen ein Referendariat. Wir haben ein Referendar aktuell an der Schule, also ich denke mal, der wird sehr gut betüddelt und betreut. Also das ist schon fast, das muss ich sagen, also das habe ich eigentlich auch immer so erlebt, hatte selber auch schon Referendare, die ausgebildet haben und das hat also meiner Meinung nach habe ich das auch gerne gemacht und der Fokus liegt auch Wir können nicht jammern, wir haben keine Lehrer oder keine jungen Kollegen.
00:10:18:14 - 00:10:45:07
Wir müssen auch was dafür tun, dass die Kollegen auch sich gut, dass das gut wird die Ausbildung. Sie haben gesagt, Sie haben auch Bedarf an neuen Lehrkräften. Sie würden gern junge Leute auch hier ranholen. Für welche Fächer gibt es denn besonders Bedarf? Also ich denke, da schließe ich mich ganz vielen Schulen an, jetzt mit meiner Aussage Wir Naturwissenschaftler Bereich ist natürlich ein Schwerpunkt, das heißt, wir brauchen händeringend für Physik, vor allem bei uns an der Schule.
00:10:45:09 - 00:11:13:22
Wir brauchen Mathelehrer, Biologie, Chemie, Lehrer. Da spreche ich, denke ich, für meine Kollegen an allen Schulen und aber auch in sprachlichen Bereichen Englisch, zum Beispiel bei mir an der Schule ganz konkret. Und auch Ethik ist durchaus eine Fach Kombination, die wir wirklich händeringend brauchen und und engagiert engagierte junge Leute brauchen. Und das ist auch wichtig, denn Sie haben schon gesagt also ganz typisch ländlich liegen sie hier nicht mit Klauen, aber es ist ja auch nicht so eine wahnsinnig große Stadt.
00:11:14:03 - 00:11:47:00
Wenn man jetzt so aus Dresden oder Leipzig kommt, ist man vielleicht auch anderes gewöhnt. Was sind denn so Ihre persönlichen Lieblingssorte? Oder was macht Plauen auch zu einem schönen Ort zum Leben? Da muss ich dazu sagen, ich bin Vogtländer und bin Planerin und zwar mit Leib und Seele. Und deshalb würde ich vielleicht jemanden. Meine Kollegin ist jetzt aber das stammt auch eher aus einem großstädtischen Umfeld und ja, wenn man also jetzt riesige Einkaufsstraßen erwartet und zu reisen, das Nachtleben, dann ist man mit Sicherheit in klein.
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Ich will nicht sagen falsch. Wir haben durchaus auch ein wunderschönes Theater. Also ich finde, die geben sich auch richtig Mühe, was das Programm betrifft. Eine tolle Theaterpädagogin, die ja schon richtig lohnenswerte Projekte gemacht hat, also dessen Bereich, den würde ich immer den Studenten auch empfehlen, diese im Bereich Sprache oder oder auch Germanistik unterwegs sind. Dies ist sehr, sehr gut.
00:12:06:18 - 00:12:31:21
Die Schiene, weil und wir haben ein grandioses Umfeld, also das Umland, das würde ich, das hat absolut Familie, vielleicht Haus, Kinder, hat einen Garten möchte wir haben auch Möglichkeiten noch eher Wohnraum ist denke ich in Plauen bezahlbar und auch attraktiv. Schönen Wohnraum der leer steht oder wo man vielleicht auch als junges Paar was draus machen kann. Das sehe ich als absolutes Plus.
00:12:31:21 - 00:12:53:12
Der Euro ist was noch was wert? Mehr als vielleicht in Großstädten wie München und Berlin. Also das sind gut außerhalb Sachsens jetzt. Aber genau das würde ich sagen. Das ist auf alle Fälle ein großes Plus. Und wie gesagt, das Umland ist wunderbar. Wir haben also auch Sport gesehen, sportlich gesehen das obere Vogtland Skiregionen mit mit, also da gibt es Freizeitmöglichkeiten ohne Ende.
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Auch hier die Wälder und Orte ringsherum sind wirklich toll. Also auch für eine Freizeitgestaltung. Wenn man ein sportlicher Mensch ist und vielleicht auch die Natur gerne hat, dann ist man hier wirklich gut aufgehoben und der Vogtländer ist anfangs vielleicht spröde, aber wenn man einmal sein Herz erobert hat, denke ich, kann man sich auch einen schönen Freundeskreis hier aufbauen.
00:13:11:18 - 00:13:33:24
Genau. Also wie gesagt, und ich denke, wir haben also ich selber habe jetzt an einer großstädtischen Schule noch nicht und nicht unterrichtet und ich denke aber, es ist schon so noch ruhiger an den ländlichen Schulen als in der Stadt. Das ist aber von also gehört es, was ich selber gehört habe und was also auch mir Leute berichten, die Erfahrungen mit großstädtischen Schulen haben.
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Das ist dort ganz anders, also würde ich sagen. Aber dass dort vielleicht die Herausforderungen noch schwieriger sind. Ja, genau. Sie haben jetzt schon gesagt, Vorteile oder auch Chancen, die hier eben liegen im ländlichen oder eher nicht ganz großstädtischen Bereich. Gibt es noch andere Herausforderungen oder so, die Sie vielleicht hier im Besonderen haben, mit denen Sie so täglich zu tun haben?
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Und wenn ja, wie meistern Sie die? Also die großen Herausforderungen dieser Tage sind? Eigentlich ist das nicht so bemüht, die Kinder wieder dort abzuholen, wieder einzufangen, wieder an den Schulalltag zu gewöhnen. Wir haben auch auf Schulbesuch spflicht einhalten. Aber ich denke mal, das geht in jeder Schule, dass also Pünktlichkeit solche Kernkompetenzen, an denen wir wirklich uns fast die Zähne ausbeißen und auch ordentlich arbeiten müssen.
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Aber es sind also ich sage es mal so, man sieht immer die Herausforderungen, aber ich sage das was Ordentliches und Gutes Arbeitens. Der Anteil der Kinder, die gerne in die Schule gehen und die auch ihr Zeug machen, ist eigentlich schon noch größer als der, der der problematischen Sachen oder Sachverhalte. Ja. Und wir haben natürlich dann die Sache. Das wenn nicht, das ist auch noch ein Argument, denke ich, Wenn man jetzt nicht in der Stadt wohnt in Plauen, dass man dann doch auf das Auto angewiesen ist.
00:14:49:10 - 00:15:12:04
Also das denke ich noch mal in Leipzig. Man schwingt sich früh aufs Rad und fährt zur Schule. Das sind Sachen, wo ich denke, da kann man ja auch. Also man könnte durchaus auch vom Umland mit dem Rad kommen, Gottes Willen, Aber wenn man dann doch weiter weg im oberen Land wohnt und so, das ist dann schon, braucht man schon das Auto für einige Dinge dann das denke ich noch, aber ansonsten würde ich jetzt keine Nachteile sehen in dem Sinne.
00:15:12:06 - 00:15:38:08
Und für die Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern haben Sie ja auch Unterstützung hier von der Schulsozialarbeit und der mobilen Jugendarbeit. Wie Wie läuft denn das hier an der Schule ab? Ja, also wir haben die Schulsozialarbeit und die Schulassistenz. Die Schulsozialarbeit ist also über den Träger bei uns und Schulassistenz ist direkt über das Landesamt für Schule und Bildung, also die sind überall, also eingestellt bzw sind vom Freistaat, werden auch vom Freistaat bezahlt.
00:15:38:10 - 00:15:59:00
Beide sind im sozialpädagogischen Bereich nicht mehr von der Schule wegzudenken. Das will ich also die unterstützen das. Es geht nicht mehr ohne. Seit wir die beiden haben, ist es wirklich auch für die Kollegen entlastend geworden. Es wird wirklich. Es werden Arbeiten abgenommen und es werden auch Schüler betreut und viele Schüler sehen das also auch als ein fester Halt in ihrem Schulleben.
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Ein. Also zu unseren Schul zwei Frauen gehen, keinen Sonderschulassistenten oder Schulsozialarbeiterin gehen können und des Weiteren die mobile Jugendarbeit also als auch als sehr niederschwellige Angebote haben Die da, die kommen immer montags auf den Schulhof zur großen Pause und bieten dort Angebote. Und natürlich dann auch, wenn sich was ergibt oder Gespräche ergeben auch dort für die Kinder. Auf alle Fälle haben die schon sehr unterstützt und geholfen.
00:16:24:21 - 00:16:50:17
In vielen Dingen gibt es so Projekte, die in nächster Zeit anstehen oder andere Projekte, die sie vielleicht schon länger in der Schule verfolgen. Ja, wir haben also wir haben immer jedes Jahr mindestens eine Projektwoche durchgeführt, also zum Beispiel ein Weihnachtsmarkt hat man alle zwei Jahre immer gehabt oder auch Rekordschule on Tour. Da haben wir außerschulische Lernorte besucht. Aber es ist, muss ich sagen, dass Coruna eben alles lahmgelegt wurden.
00:16:50:19 - 00:17:06:17
Und unser Fokus ist im Moment auf dem Unterricht. Wir müssen also erst mal wieder Ruhe in den Alltag bringen, haben aber schon Ideen. Also das muss ich sorgen, das wird auch wieder werden. Auch Sportlager hat man gehabt, also solche Dinge. Aber das muss jetzt also das ist mühselig, das müssen wir wirklich wieder, wollen wir auch, um Gottes willen.
00:17:06:19 - 00:17:31:17
Aber jetzt haben wir wirklich Berufsorientierung findet jetzt im Moment ganz viel statt. Wir haben jetzt auch nachgeholt. Wir haben immer so Anti Gewalt Training, auch einmal im Jahr, mindestens für die eine Klassenstufe. Das haben wir nachgeholt. Und wir haben einen jungen Mann, der macht Teambuilding straining, so zum Beispiel klettern gehen, dass man so vertrauensbildend und so was. Solche Dinge haben wir im Moment also aktuell gerade an der Schule am laufen.
00:17:31:17 - 00:17:53:09
Die, das waren vorige Woche die Affen und das ist wieder angelaufen, weil wir sehen, Teambildung ist ein ganz großes, da müssen wir wieder was tun. Nicht Vereinzelung, das was Herr Coruna auf gebracht hat, das war ja notwendig. Aber jetzt müssen wir sehen, dass mal wieder Teams aus unseren Schülern machen. Das wurde Fokus Teams bilden sie wieder an den Schulalltag gewöhnen und den Unterricht gut in Ruhe machen.
00:17:53:11 - 00:18:17:12
Und fürs Kollegium gibt es da auch Teambildung oder so etwas. Ja, mehr als Ausflüge usw Aber wie gesagt, das ist alles mehr oder weniger abgeschnitten gewesen. Das müssen wir jetzt wieder in Ruhe. Man hat nur mal Biergarten, Biergarten, also solche Sachen. Aber ich denke mal, dass das müssen wir wieder ein bisschen mehr einen Fokus rücken. Das ist ein bisschen, ich will nicht sagen in Vergessenheit geraten, aber aufgrund des täglichen das müssen wir wieder tun.
00:18:17:12 - 00:18:35:22
Wir waren auch schon bei Schloss Wackerbarth, Also Ausfahrten haben wir schon gemacht, was auch schön ist. Das finde ich auch gut und und das wichtig aber oder auch gemeinsame Arbeitsnachmittage, sowas haben wir schon. Projekte, pädagogische Tage. Aber wie gesagt, das ist wenig gewesen in den letzten zwei Jahren, um nicht zu sagen gar nicht. Es muss jetzt wieder laufen.
00:18:35:24 - 00:18:59:14
Ja, Corona hat ja wirklich sehr viel Herausforderungen gebracht für die Schulen. Wobei es hängt immer auch der Positive bin. Ich sag immer was motivieren liegt jetzt eine Chance. Es laufen Chance darin und das haben Schüler, die von den Eltern gut begleitet wurden sind auch genutzt. In dem ich kann ja selber auch was tun. Wenn ich selber aktiv bin, komme ich auch zu einem Ergebnis und habe eine Verantwortung.
00:18:59:20 - 00:19:19:18
So, die Verantwortung liegt beim Schüler und das denke ich also nicht bei allen meinen. Das sind auch wirklich ins Hintertreffen geraten. Aber viele haben gemerkt, wenn ich was mache, wird es auch ja, das fand ich positiv an der. Also wenn man wenn positiv reden kann, um Gottes Willen, Aber das war eine Chance. Ja, na und? Jetzt müssen wir halt die Herausforderung stemmen.
00:19:19:18 - 00:19:42:02
Das ist was anderes. Haben wir nicht. Jammern nützt nix. Es gibt eine Herausforderung, die gehört, die gehört bewältigt. Und die gehört einfach jeden Tag wieder aufs Tablett. Das nützt nichts. Da gibt es noch was, was Sie zur Schule gerne noch ergänzen würden, was wir noch nicht besprochen haben unsere absolute Stärke. Und das stehe dafür stehen wir, ist, dass wir uns um die Kinder kümmern.
00:19:42:06 - 00:20:06:15
Es ist hart, manchmal auch sehr schwierig und da entstehen auch Konflikte. Und weil es eben auch sehr fordert, manchmal auch uns überfordert. Aber wir haben schon viele Kinder, auch mit einem guten Abschluss hier rausgebracht, wo keiner einen Pfennig dafür gegeben hätte, wenn sie wissen, wie ich das meine. Also das ist so die individuelle Betreuung und die individuelle Arbeitsbedingungen Fall aber das ist unsere absolute Stärke.
00:20:06:15 - 00:20:32:15
Das würde ich auch immer wieder in den Fokus rücken. Na, das ist Engagement für die Kinder. Jeden Tag. Wie schaffen Sie das da als Schulleiterin auch das Team da gut aufzustellen oder zusammenzuhalten? Das ist ganz ein ganz großer. Das ist wirklich die Herausforderung schlechthin, das muss ich sagen. Das ist hart und es ist schwierig. Und es ist auch ja derjenige, der sich drauf einlässt.
00:20:32:20 - 00:20:56:12
Team Also mit dem Team aufzuarbeiten, das ist, denke ich, anstrengender, als weil oder ich Gottes Willen, also herausfordernder, als wenn man so diese diktatorische Linie fährt, finde ich. Also das ist eher so die Teamarbeit. Sich auch darauf einlassen, auch mal einen Konflikt gehen, auch mal sich auseinandersetzen und und und und diskutieren, was ausdiskutieren, was aushalten, auch Kompromisse eingehen.
00:20:56:12 - 00:21:15:14
Das, was jeden Tag auf unserer Arbeit ist. Wie also wie wir auch mit den Kindern leben und arbeiten müssen. Und das finde ich, ist schon anstrengend und herausfordernd. Jeden Tag wieder. Ja, das Geheimnis ist das stehe ich auch dazu meinen ich habe immer das gerne gemacht, was ich tu und das ist einfach das was was was das uns trägt.
00:21:15:18 - 00:21:38:15
Und das würde ich auch jedem Studenten mitgeben. Das ist Allerwichtigste. Überprüfen mache ich das gerne, was ich tu, jeden Tag. Wie das ist manchmal auch früh schwer. Ja, aber da habe ich auch keine Lust. Aber meistens. Es ist menschlich. Aber das mit Herzblut an die Sache gehen und mich gründe vielleicht es viel verdienen oder viel Freizeit haben, die hat man nicht, das kann ich gleich sagen.
00:21:38:15 - 00:22:00:08
So, das kann man gleich den Studenten auch sagen. Das wird nicht so sein. Mehr. Wer Erfolg haben möchte und nur der. Wie gesagt, man darf. Man muss natürlich auch auf die Gesundheit achten und klar so eine Balance finden. Schweiz, dieses Wort, was alle bemühen, nicht, sorgen aber schon auch für Freizeit sorgen, für ausruhen, für ein ausgeglichenes Leben sorgen, das ist schon wichtig.
00:22:00:10 - 00:22:21:02
Aber man muss auch das gerne machen, was man tut. Damit haben Sie mir im Prinzip meine Abschlussfrage schon genommen. Die wären nämlich genau die gewesen, was sie noch mit auf den Weg geben wollen. Gibt es da noch irgendwas zu ergänzen oder war das das passende Schluss? Es gibt noch was zu ergänzen, weil es nämlich der schönste Beruf ist, den es gibt.
00:22:21:04 - 00:22:48:02
Ja, dann genau erforscht werden. Ja, mit diesem dritten Schulbesuch endet dann auch diese kleine Podcast Reise in den Landkreis. Es hat wirklich sehr viel Spaß gemacht, hier die Schulen kennenzulernen, auch diese Einblicke zu erhalten, die Region genauer kennenzulernen. Also landschaftlich auf jeden Fall eine Empfehlung. Sportlich kann man sehr viel machen und auch in den Schulen ist viel Möglichkeit, viel Bedarf.
00:22:48:02 - 00:23:21:02
Auch, dass junge Lehrkräfte hierher kommen. Ja, wie du gehört hast, bist du auch hier herzlich willkommen. Als Praktikantin, als Referendar. Komm doch einfach mal vorbei und schau dir selber die Region an! Hat der Podcast dein Interesse geweckt? Wenn du noch mehr Schulen in Sachsen kennenlernen möchtest, dann schau auf unserer Homepage vorbei www.perspektive minus Landpunkte im hier findest du viele Informationen rund um die sächsische Schullandschaft, Fördermöglichkeiten für Praktika, spannende Veranstaltungen und vieles mehr.
00:23:21:04 - 00:23:26:22
Wenn dir die Folge gefallen hat, dann empfiehlt sie gerne weiter. Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.
Folge 12: Friedrich-Rückert-Oberschule Plauen, Vogtland-Reise Teil 3/3
Diesmal sind wir auf Reisen im Vogtland und stellen drei Oberschulen in der Region vor.
Zum Abschluss besuchen wir die Friedrich-Rückert-Oberschule in Plauen. Im Gespräch berichtet die Schulleiterin Frau Schwerdt von den Freuden und Herausforderungen des Berufs, wie Elemente der Montessori-Pädagogik in die Unterrichtsgestaltung einfließen und vielem mehr. Das Kollegium der Rückert-Oberschule ist offen und freut sich über interessierte angehende Lehrkräfte.
Homepage der Friedrich-Rückert-Oberschule Plauen: www.rueckertschule-plauen.de
Diese Folge auf Spotify, Deezer oder Itunes hören, oder direkt hier in unserem Webplayer:
00:00:07:18 - 00:00:29:06
Perspektive Land. Der Schulpodcast. Du hast Lust, Schulen und ihre besonderen Konzepte kennenzulernen. Dann lass dich von unserem Podcast mit auf eine Entdeckungstour durch die sächsische Schullandschaft gehen. Wir sprechen mit Menschen in den Regionen und erfahren, wie es ist, dort zu lehren und zu leben.
00:00:29:08 - 00:00:56:02
Mein Name ist Kerstin Burkhardt und ich bin heute unterwegs an der Oberschule in Klingenthal. Dies ist die zweite von drei Podcastfolgen, in denen ich Oberschulen im Vogtland besuche, in Lengfeld, Klingenthal und Plauen. Und wie beim letzten Mal ist auch heute wieder Rebecca dabei, die an der TU Dresden Oberschule Lehramt studiert. Unsere zweite Station ist jetzt gleich die Oberschule in Klingenthal und im Vorfeld haben wir uns jetzt einfach noch mal einen schönen Ausblick gegönnt.
00:00:56:04 - 00:01:19:09
Vom Ascheberg schauen wir jetzt runter auf Klingenthal, auf die Wälder und auf die Berge ins Tal. Es ist wirklich sehr schön hier. Übrigens, weißt du, warum das klingt? Heißt. Nee, so ein Ding ist ja zu klären. Wir sind schon grad auf den Berg hochgefahren und da hast du immer ganz kleine Häuser gesehen und klingen toll. Und auch mag.
00:01:19:09 - 00:01:49:11
Neukirchen Der nächstgelegene Ort sind. Das bezeichnet man als Musikwinkel, weil hier sehr viele Mundharmonika als Harmonikas Akkordeons gefertigt wurden. Und um die zu produzieren, musste man immer ausprobieren, ob sie auch gut klingen und deswegen klingen. Toll. Weil in jedem Haus probiert wurde, ob das die Mundharmonika jetzt auch wirklich gut klingt. Und früher ist man durchs Dorf gegangen und hat überall das Pfeifen und Summen gehört.
00:01:49:17 - 00:02:18:05
Und dadurch der Name Klingenthal? Na ja, die Oberschule hat ja auch einen musischen Schwerpunkt, also einen musischen unten sportlichen. Genau gelesen. Also Orchesterklassen habe ich auch auf der Website gesehen. Die haben ja eine ziemlich schöne Website und ist so ein kleines Pilotprojekt. Kann man es vielleicht bezeichnen, die Orchesterklassen. Also hier gibt es auch ein klassisches Orchester, ein großes, wo die großen, auch erwachsene Menschen spielen.
00:02:18:07 - 00:02:39:16
Genau. Und da ist die Orchester klasse, denke ich. Ganz, ganz gute Weg zum Reinkommen. Ja, ja, da bin ich sehr gespannt, was uns jetzt gleich. Ich erwartet noch eine ganze junge Schule. Ja, sind schon spannend. Ja, dann vielen Dank, dass wir heute hier an der Oberschule Klingenthal zu Gast sein dürfen. Hallo, Herr Schlosser, Der Schulleiter und Frau Blechschmidt.
00:02:39:18 - 00:03:21:02
Hallo und herzlich willkommen an der Oberschule in Klingenthal. Ich begrüße Sie herzlich. Ich freue mich, dass Sie heute hier sind und wir ein schönes Gespräch haben. Zu Beginn genau. Stellen Sie sich doch einfach kurz vor. Vielleicht, Herr Schlosser, fangen Sie an! Das tu ich gerne. Mein Name ist Karsten Schlosser. Ich bin ein Klingenthal, bin hier aufgewachsen und selbst zur Schule gegangen, habe dann von 1980 bis 85 in Zwickau die Fächer Musik und Germanistik studiert, nebenbei am Robert Schumann Konservatorium noch eine Ausbildung gemacht, als Lehrer für Blechblasinstrumente.
00:03:21:04 - 00:03:55:15
Und nach dem Studium bin ich dann noch Thüringen. Und nach der Wiedervereinigung bin ich selbstverständlich wieder in meinen Heimatort zurückgekehrt, war dann viele Jahre hier und Klingenthal Lehre bis zur Schließung der Mittelschule klingen soll. Dann war ich Lehrer in der vogtländischen Stadt Oelsnitz. Dort habe ich gerne unterrichtet. Ich hatte dort Orchesterklassen. Wir haben viele Konzerte gemacht, unter anderem auch mit Harmony Brass aus München.
00:03:55:17 - 00:04:24:08
Ganz tolle Geschichte war das. Und als mir zu Ohren kam, dass in Klingenthal eine Oberschule wieder installiert werden sollte, habe ich mich sofort für die dort zur Verfügung stehenden Musikstunden beworben. Und das Schulamt ist dann auf mich aufmerksam geworden und frug mich, ob ich denn nicht ein bisschen mehr Verantwortung übernehmen möchte. Gerne für die zukünftige Oberschule in Klingenthal.
00:04:24:10 - 00:04:54:24
Und seither beauftragen Sie mich mit der Wahrnehmung der Aufgaben eines Schulleiters hier an dieser Oberschule. Na, kommen wir nachher noch mal genauer drauf zu sprechen. Ja, mein Name ist Tina Blechschmidt. Ich stamme auch ja aus der Region. Ich bin aufgewachsen in Hammerbrügge. Nach meinem Abitur habe ich dann in Erfurt studiert. Da mir noch nicht ganz klar war, ob mich der Weg in Richtung Lehramt führen soll, habe ich mich erst mal für ein Bachelorstudium entschieden.
00:04:55:01 - 00:05:08:09
Für Germanistik und Geschichtswissenschaften und im Master dann letztendlich die Weichen gelegt für den Beruf Lehrer und habe sozusagen dann im Master.
00:05:08:11 - 00:05:39:04
Ja das weitergeführt und Richtung Lehramt dann letztendlich und die Fächer beendet mit dem Abschluss Lehrer für die Fächer Deutsch und Geschichte. Ich durfte dann auf Wunsch wieder zurück in die Heimat, durfte mein Referendariat an der Oberschule in Auerbach machen, das Seminar Oberschule. Hab dort eine gute Ausbildung genossen. Die Oberschule in Klingenthal gab es zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht.
00:05:39:06 - 00:06:04:20
Und hab dann aber war ich dann zwischenzeitlich aus privaten Gründen nach Klingenthal gezogen, bin die Chance genutzt, an der neuen Oberschule Fuß zu fassen, mich meinen weiteren Weg zu gehen als Lehrerin und bin darüber nach wie vor sehr glücklich. Wir haben immer zum Beginn so zwei Satzanfänge, die wir bitten zu ergänzen. Vielleicht Frau Blechschmidt wird sie einfach kurz ergänzen.
00:06:04:22 - 00:06:32:17
Schule bedeutet für mich für mich auf jeden Fall Vielfalt und sollte Spaß am Lernen sein. Ich arbeite gern an der Oberschule Klingenthal, weil ja, weil es eine kleine Schule ist. Weil es eine Schule ist, in der man spürt, dass es sehr familiär zugeht und weil ich mich hier einfach sehr wohlfühle. Nun haben Sie schon gesagt, die Oberschule Klingenthal ist noch sehr jung.
00:06:32:19 - 00:07:06:10
Vielleicht können Sie noch mal einen kurzen Abriss der Geschichte geben, der Schule. Ich muss weit ausholen, denn vor unserer Schule gab es schon mal eine Mittelschule bis 2005. Sie wurde dann aufgrund mangelnder Schülerzahlen geschlossen, wie so viele Schulen nach der Wiedervereinigung. Und dann hat man aufgrund wachsender Schülerzahlen im Jahr 2016 17 ungefähr so die Idee entwickelt, in der Stadt Klingenthal voran unser Oberbürgermeister Thomas Hennig, wieder eine Oberschule in Klingenthal zu installieren.
00:07:06:12 - 00:08:01:20
Das ist natürlich nicht so einfach. Es waren da viele Hürden zu überwinden. Bis dann schließlich im Mai 2018 der Kultusminister Christian otz dem Herrn Hennig in Klingenthal eine Urkunde überreicht hat, in der stand, dass Klingenthal wieder eine Middle bzw jetzt ja Oberschule eröffnen kann. Und Grundvoraussetzung waren natürlich die Aufnahme von 40 Schülern in zwei fünfte Klassen, mindestens zwei fünfte Klassen und das hat man alles im Rathaus der Stadt klingen soll bewältigt, weil es gab ja keine Oberschule mit Personal aus dem Rathaus und der Herr Heinrich hat selbst da mitgewirkt an der Rekrutierung der Aufnahmen der Fünftklässler und auch weit über die Grenzen von Klingenthal hinaus hat er dort Werbung gemacht.
00:08:01:20 - 00:08:28:11
Und also ist es tatsächlich gelungen, die Mittelschule oder Oberschule in Lingen wieder zu installieren. Nun gab es hier aber kein Gebäude und das lief dann parallel, dass man also einen Bauantrag gestellt hat und Fördermittel beantragt hat. Und so begann man also im Jahr 2019. Erst im Mai war dann die Grundsteinlegung für den Anbau der Neuen Oberschule in Lingen.
00:08:28:11 - 00:08:52:21
Da wir indes waren untergebracht mit der unseren zwei fünften Klassen in den Räumen der Grundschule. Zunächst, und zwar für zwei Jahre, also im Schuljahr 2019 20, dann immer noch. Das ist natürlich eine schwierige Situation. Stellen Sie sich vor, ich hatte zwei Klassen, leider zu Beginn. Ich war als Schulleiter auch nur ein Abgeordneter. So. Ich bin ja bis heute auch nicht berufen.
00:08:52:21 - 00:09:17:24
Malschule. Aber ich mache das immer noch so im Auftrag des Landesamtes für Schule und Bildung, bin also kein Schulleiter, da ich mich auch nicht so nennen in Geburtenzimmern einer Grundschule mit Oberschülern. Es war schon eine schwierige Zeit und da gab es auch Differenzen. Weniger unter den Schülern, eher unter den Kolleginnen und Kollegen. Aber all das haben wir überwunden.
00:09:17:24 - 00:09:47:24
Und so sind wir dann im Oktober 2020 in unser neues Schulgebäude eingezogen. Da hatten wir ja dann schon sechs Klassen, nämlich zwei, 05. zwei, sechste und zwei siebente. Und in diesem Jahr haben wir weitere zwei fünfte Klassen hier eingeschult, sodass wir jetzt von Klasse 5 bis 8 zwei zügig sind und mittlerweile 175 Schüler an unserer Schule haben. Wie ist es denn jetzt heute, wenn Sie auf die auf die Schule jetzt schauen?
00:09:48:01 - 00:10:15:21
Sind Sie zufrieden mit dem aktuellen Stand wie jetzt hier? Ihr Gebäude ist wie, wie es vorangeht mit den Schülerzahlen. Natürlich ist es so, dass wir erst mal froh sind, dass wir in dem neuen Gebäude jetzt sind. Das Gebäude ist hochwertig ausgestattet, wir haben in jedem Zimmer digitale Tafeln, Wir haben zwei fach Unterrichtsräume für Biochemie und und Physik, die wirklich vom Feinsten, auch von der Ausstattung her sind.
00:10:15:23 - 00:10:47:06
Und da ist auch fast jeder Klingender stolz darauf. Viele haben sich das schon angeschaut, von daher kann man sagen Bin ich glücklich. Es macht halt immer noch so ähm die entsprechende Anzahl an Schülern jedes Jahr wieder zu rekrutieren, weil ich brauch insgesamt fünf Jahre lang jeweils zwei Klassen zur Einschulung zwei fünfte Klassen, damit die Schule einen Bestandsschutz hat.
00:10:47:08 - 00:11:11:10
Das müssen wir jetzt noch einmal schaffen. Im kommenden Februar, März. Und dann können wir unter Umständen auch mal ein zügig weiterfahren. Aber solche Wochen und Monate, die machen einen dann schon Sorgen und bereiten einem auch mal eine schlaflose Nacht. Endlich! Das ist ja auch eine ziemlich große Herausforderung, sich die Schule dann erstmal aufzubauen. Schon von ganz neu, von null sozusagen.
00:11:11:10 - 00:11:57:05
Genau weil es gibt ja in der Umgebung andere Schulen noch, die genauso Werbung machen und wo man immer davon ausgehen muss, dass auch Elternhäuser ihre Kinder dort anmelden. Von wo kommen Ihre Schülerinnen und Schüler? Überall. Nun ja, ich. Zunächst sind es dringend alle Schüler von der benachbarten Grundschule, aber auch aus dem Waldgebiet. So nennen wir das. Hier kommen viele Kinder aus Richtung Tannenberg, Stahlhammer, Brücke, Grünbach, aber auch aus der Richtung Elberkirchen, Wohlhausen, Breitenfeld Ja, wir haben schon ein ziemlich großes Einzugsgebiet jetzt so aus unserer Sicht, der sehr besonders ist für uns die Aussicht hier aus den Klassenzimmern.
00:11:57:05 - 00:12:32:08
Wir durften ja gerade schon in einem kleinen Rundgang mal die Räume besichtigen. Das auf jeden Fall. Ja, hier was sehr Besonderes. Ja. Wie groß ist jetzt aktuell Ihr Kollegium? Zurzeit unterrichten 19 Kollegen bei uns, wobei wir nur zehn Stammlehrer haben, also festes Stammpersonal. Und einige Kollegen halten noch von anderen Schulen, auch von vom benachbarten Gymnasium, unter anderem auch vom Berufsschulzentrum, abgeordnet sind, weil stünden Volumen, das noch nicht hergibt, dass wir ein größeres Stammpersonal haben.
00:12:32:10 - 00:13:00:13
Na ja, Sie sind selbst Musiklehrer. Ja, die Schule strebt auch oder hat auch einen musischen Schwerpunkt. Können Sie dazu noch ein bisschen mehr sagen? Ja. Wer Klingende kennt, weiß, klingelt und ist eine Musik und Wintersport Stadt. Und wenn ich mir die Bemerkung noch erlauben darf Wintersport wird bei uns auch großgeschrieben. Nicht nur die Musik. Zum Beispiel ist bei uns Skifahren, also Skilanglauf, im Sportunterricht, Pflicht in allen Klassenstufen.
00:13:00:15 - 00:13:35:22
Und was die Musik betrifft, ist das so, dass ich aufgrund meiner Erfahrungen an meiner ehemaligen Schule in Oelsnitz und die waren sehr gut hier unbedingt wieder eine solche Orchesterklasse installieren wollte. Wir haben das über das Ganztagsangebot organisiert und auch finanziert. Das Ganze wurde also finanziert mit aus Steuermitteln des Freistaates Sachsen. Der Kauf der Instrumente und auch die Bezahlung der Lehrer, die die Registerproben machen.
00:13:35:24 - 00:14:15:20
In den einzelnen Registern. Und die Orchesterklasse läuft so, dass die Schüler in der Klasse fünf mit null musikalischen Vorkenntnissen beginnen, aber gleich von Anfang an alle gemeinsam musizieren in Anführungsstrichen, weil das klingt am Anfang nicht danach. Das ergibt sich dann aber sehr schnell, wenn die die ersten fünf Töne spielen können. Und dann geht die Entwicklung eigentlich ziemlich schnell voran und bereits zu Weihnachten, im ersten Schuljahr der Klasse fünf kann man da drei, vier Lieder spielen, die auch schön nach Musik klingen und dann entwickelt sich das weiter.
00:14:15:20 - 00:14:29:11
Und das Schöne ist bei der ganzen Geschichte Weil die Kinder von Anfang an gemeinsam musizieren, haben sie da einen unwahrscheinlichen Ehrgeiz auch und und eine unwahrscheinliche.
00:14:29:13 - 00:14:56:17
Aufnahmefähigkeit, weil die Konzentration beim Musizieren ist höher als in jedem anderen Unterricht. Das macht sich natürlich dann auch unter Umständen in anderen Fächern positiv bemerkbar. Und unsere Orchesterklasse hatte ja eine längere Pause durch diese koronare Zeit. Dennoch ist es uns gelungen, voriges Jahr im Juni dann ein Konzert, ein einstündiges Konzert vor den Eltern zu geben und alle waren begeistert.
00:14:56:19 - 00:15:27:01
Und wir wollen das eigentlich mit dieser Klasse bis zur Klasse zehn fortführen, sodass die als gute Musiker entlassen werden und irgendwann mal in eine unserer Ensembles in der Region vielleicht später auch mitspielen. Ist es für weitere Klassen auch geplant? Selbstverständlich ja. Zurzeit war uns das aber organisatorisch nicht mehr möglich, noch eine Orchesterklasse aufzumachen. Geld wäre aber vorhanden, ja ausreichend.
00:15:27:03 - 00:15:58:08
Wenn Sie jetzt so fünf Jahre in die Zukunft schauen könnten, gibt es da so eine Vision oder einen Wunsch für die Schule, wie Sie dann sein sollte? Ja, die Vision wird schon fast Wirklichkeit, denn ich weiß nicht, ob es schon bis zu Ihnen durchgedrungen ist, dass man einen sogenannten Sportcampus in Klingenthal anstrebt und wo unter einem Dach das Sportgymnasium und die Oberschule unter einer Schulleitung geführt werden.
00:15:58:10 - 00:16:38:04
In Kooperation mit der Grundschule und Sportgymnasium. Deshalb ist bei der sportlichen Seite klingend, als weil wir halt dieses benachbarte Leistungszentrum haben, für welches das Gymnasium die entsprechende Kooperativschule ist, für die Gymnasiasten, die Leistungssportler und wir die kooperierende Oberschule, für die Oberschüler und der Bürgermeister Thomas Hennig ist gerade beim Beantragen im Kultusministerium. Und wenn wir alles unter Dach und Fach haben, wird ab nächstes Jahr mit Beginn des Schuljahres 22 23 hier ein Schulversuch laufen.
00:16:38:06 - 00:17:03:18
Unter dem Begriff Sportcampus klingen soll. Und dann werden wir sehen, ob sich das bewährt oder nicht. Wir hoffen aber, es bewährt sich und wir hoffen auch. Wir haben ja da Gespräche geführt. Schön, dass wir dann noch mehr Schüler aus Sportvereinen, vielleicht aus noch einem größeren Umfeld als nur über die Grenzen Klingenthal ein bisschen hinaus hier für die Schule gewinnen können.
00:17:03:18 - 00:17:32:14
Aber es geht ja letztlich immer um Schülerzahlen. Die Schule ist ja nun noch recht jung. Wie ist denn das mit auch Lehrer Personal? Also suchen Sie. Brauchen Sie in den kommenden Jahren mehr Lehrkräfte? Na selbstverständlich. Also in den in den ersten zwei Jahren war das ja recht einfach mit vier Klassen zum Beispiel Alle Lehrer wurden abgeordnet und kamen immer stundenweise an die Oberschule Klingenthal, die es ja nur virtuell gab.
00:17:32:14 - 00:17:59:16
Als Gebäude gab es sie ja nicht. Und nunmehr im vierten Jahr ist es so, ich habe es ja vorhin erwähnt, haben wir zehn Lehrer, stand also neu, aber halt immer noch eine Reihe Abgeordneter, Lehrer. Und wenn man davon ausgeht, dass uns noch vier Klassen fehlen und pro Klasse mal grob geschätzt pro Woche 32 Stunden Unterricht stattfinden, sind das schon mal 194.
00:17:59:16 - 00:18:31:17
Stimmt das jetzt so? Stünden genau oder rund 28 Stunden Unterricht, die wir in den nächsten Jahren noch abdecken müssen. Und das sind dann grob geschätzt fünf Lehrer, die wir noch brauchen. Da würde ich mich gleich mal einschalten. Und zwar Was würde mich denn als Lehramtsstudierende so erwarten, wenn wir jetzt hinsichtlich Praktikum oder Referendariat mal geht, ja, dann antworte ich mal darauf Bei mir Das ist ja noch nicht allzu lange her.
00:18:31:17 - 00:19:06:14
Die Referendariatszeit ja, also es erwartet dann auf jeden Fall einen Einblick in das Schulleben. Also viele Hospitationen werden folgen, wo man sich erst mal am Anfang noch bissel zurückhält. Also so die erste Phase ist beobachten, lernen von ausgebildeten Lehrern. Ähm, ja und das Ganze wird sich dann steigern mit der Zeit, indem man erst mal anfängt mit paar wenigen Unterrichtseinheiten pro Woche, die man selber mal plant und durchführt und das steigert sich dann halt bis zum selbstständigen Unterricht.
00:19:06:16 - 00:19:36:14
Und speziell bei uns an der Schule würde ich auf jeden Fall ein aufgeschlossenes Kollegium erwarten, was auch zunehmend jünger wird. Also wir haben einige junge Lehrer und Lehrerinnen bei uns und das sollte das alles schön vonstattengehen. Okay, sehr schön. Und Sie haben ja gerade gesagt, Sie haben den Blick von selber Referendar zu sein, den Blick gewandelt, selber Lehrer zu sein, Lehrerin.
00:19:36:16 - 00:20:04:15
Was würden Sie denn Lehramtsstudierenden mit auf den Weg geben, wenn Sie jetzt noch mal zurückblicken? Ja, gute Frage. Auf jeden Fall sich ausprobieren, auch außerhalb des Studiums so viel wie möglich mit Kindern arbeiten. Ich glaube, das ist ganz, ganz wichtig. Die Theorie ist das eine. Man hat sich irgendwann mal für zwei Fächer entschieden, die man studieren möchte auf Lehramt, weil man selber zu den Fächern Bezug hat, sich interessiert darin gut ist.
00:20:04:17 - 00:20:32:02
Aber das ist so wirklich die halbe Miete, Weil im Lehrerberuf geht es wirklich darum, mit den Kindern gut zu können. Also wirklich da ein bisschen ein Talent vielleicht auch zu haben, eben zu lehren, zu begeistern, zu vermitteln auch vielleicht damit klarzukommen, dass das, was man sich gerade vorgestellt hat und was man daheim so mühevoll ausgearbeitet hat, dass das dann doch nicht so gut bei den Schülern Schülerinnen ankommt.
00:20:32:04 - 00:21:01:14
Und da kann ich wirklich nur empfehlen, neben dem Studium viel zu machen in Richtung Schülerhilfe oder wirklich die Semesterferien nutzen. Für Praktikas und sei es auch da gibt es viele verschiedene Dinge, wo man mit Jugendlichen, Kindern, Schülern arbeiten kann. Das auf jeden Fall und da für sich rausfinden, macht mir das wirklich Spaß. Man sollte den Lehrerberuf nicht als Beruf, nur als Beruf sehen, sondern als Berufung.
00:21:01:16 - 00:21:28:02
Ganz einfach. Und da gehört alles dazu, was die Kollegin gerade eben gesagt hatte. Das muss ich einbringen mit neuen Ideen. Dass man auf Fortbildung sbereitschaft zeigt, was gerade die Digitalisierung betrifft usw. Da muss man ja sich ständig weiterbilden, man muss sich einfach berufen fühlen. Kurzum Sie haben jetzt schon gesagt, es gibt ja ein großes Projekt, was Sie jetzt haben.
00:21:28:02 - 00:21:57:17
Eben dieser Schulversuch gibt es jetzt speziell an der Oberschule noch im Moment aktuelle Projekte oder Dinge, die Sie jetzt zum neuen Schuljahr voranbringen wollen? Na, neben unserer Orchesterklasse haben wir noch unsere Trommelgruppe. Die hat jetzt auch schon 2 bis 3 Jahre jetzt unter der Leitung von Herrn Müller. Und dann wollen wir uns natürlich zukünftig auch auf sportlichen Profilda hervortun, nicht nur auf musischen.
00:21:57:19 - 00:22:09:15
Angestrebt wird natürlich. Ich habe vorhin schon erwähnt, dass wir bis zum Schuljahr 24 25 dann zwei zügig.
00:22:09:17 - 00:22:41:09
Auch das gehört zum Schulalltag und so eine schöne Karriere, dass wir dann zwei zügig von Klasse 5 bis 10 mit einem gewissen stabilen stand hier arbeiten können und in die Zukunft blicken. Klingt ja jetzt hier so auch sehr nah zur tschechischen Grenze. Das ist ja wirklich ein Katzensprung auch und ja, auch ins Vogtland hier im ländlichen Bereich. Gibt es so Unterschiede oder Dinge, die vielleicht zu Stadtschulen anders sind?
00:22:41:11 - 00:23:05:05
Und was ist vielleicht auch der Vorteil daran? Also ich könnte mir gut vorstellen, dass der Hauptunterschied darin liegt, dass es nicht einfach nicht so anonym ist. Ich würde das einfach so beschreiben mit man kennt sich eben. Also das wird einem schnell klar, wenn man wie ich jetzt eine neue Klasse bekommen hat und irgendwie über paar Ecken kennt man die Eltern vielleicht schon.
00:23:05:07 - 00:23:36:23
Oder ältere Kollegen berichten, dass sie jetzt schon die Kinder ihrer Schüler wieder unterrichten. Also das ist so über mehrere Generationen. Man fühlt sich dadurch mehr verbunden, irgendwie. Man kommt wirklich aus einer Region. Ich denke, dass da mehr Zusammenhalt vielleicht auch ist. Man lernt die Schüler auch eher noch von einer persönlicheren Seite kennen, auch die Schüler, uns Lehrer. Vielleicht weil man zusammen im gleichen Verein ist, ähm, eben Sport oder Musik.
00:23:36:23 - 00:23:58:09
Oder weil man sich eben auch nachmittags einfach mal begegnet beim Einkaufen und dann mal doch kurz ein Plausch hält. Ich glaube, das ist so der größte Unterschied. Was sind so Ihre Highlights in der Region? Also Wintersport haben wir schon gehört, aber gibt es noch so Tipps in der Region, was so besonders schöne Orte sind, die man hier erleben kann, entdecken kann?
00:23:58:11 - 00:24:23:14
Also ich denke, die Natur insgesamt ist das Highlight schon. Also man sagt ja, das grüne Vogtland hat man ja auch schön, oder? Sieht man ja auch in unserer Schule Sehr schön, wenn man da aus den Klassenzimmern schaut. Das ist ja wirklich ein wunderschönes Ambiente. Ja, ich denke, für alle Menschen, die einfach gern in der Natur sind, gibt es viel zu sehen, zu entdecken, viele tolle Talsperren, Wander, Radwege.
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Da gibt es einiges Und auf kulturellem und sportlichen Gebiet haben wir ja schon erwähnt, gibt es die furchtbaren Arena. Wir haben in unserer Nähe die Ski und Bikeowelt in Schöneck ein Katzensprung von dort entfernt. Wir haben eine beleuchtete Laufbahn im Winter in Mühlheim im benachbarten Puebla. Wo haben wir eine Schieflage mit mehreren Skiliften? Dann ist es nicht weit.
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Noch Carlsbad zum Beispiel in der Tschechischen Republik oder in unserer Perle des Vogtlandes. Nach Greiz ist es auch nur ein Katzensprung. Ja, im Vogtland ist immer was los und auf kulturellem Gebiet Findlingen. Toll finden jährlich die internationalen Musiktage und Akkordeonwettbewerbe statt. Klingenthal und die Kirchen oder auch im Herbst das Mundharmonika Live Festival, zu dem Mundharmonika Blues Spezialisten aus der ganzen Welt anreisen und dort abends in Kneipen zwei Tage lang musizieren, dann vielen Dank für die spannenden Einblicke hier in diese sehr junge Oberschule.
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Das ist alles Gute für Sie. Hat der Podcast dein Interesse geweckt? Wenn du noch mehr Schulen in Sachsen kennenlernen möchtest, dann schau auf unserer Homepage vorbei www.perspektive minus Landpunkte im. Hier findest du viele Informationen rund um die sächsische Schullandschaft. Fördermöglichkeiten für Praktika, spannende Veranstaltungen und vieles mehr. Wenn dir die Folge gefallen hat, dann empfiehlt sie gerne weiter. Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.
Folge 11: Oberschule Klingenthal, Vogtland-Reise Teil 2/3
Diesmal sind wir auf Reisen im Vogtland und stellen drei Oberschulen in der Region vor.
Der zweite Teil führt uns an die Oberschule Klingenthal. Die noch junge Oberschule wurde 2018 eröffnet und ergänzt das Schulensemble auf dem Klingenthaler Amtsberg, wo sich bereits die Grundschule und das Sport-Gymnasium befinden. Neben dem sportlichen Schwerpunkt ist die musische Ausrichtung der Oberschule hervorzuheben - eine Besonderheit ist hier die Orchesterklasse, in der alle Schüler:innen ein Instrument lernen und gemeinsam musizieren.
Homepage der Oberschule Klingenthal: www.oberschule-klingenthal.de
Diese Folge auf Spotify, Deezer oder Itunes hören, oder direkt hier in unserem Webplayer:
00:00:07:18 - 00:00:29:09
Perspektive Land. Der Schulpodcast. Du hast Lust, Schulen und ihre besonderen Konzepte kennenzulernen. Dann lass dich von unserem Podcast mit auf eine Entdeckungstour durch die sächsische Schullandschaft gehen. Wir sprechen mit Menschen in den Regionen und erfahren, wie es ist, dort zu lehren und zu leben.
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Mein Name ist Kerstin Burkhardt. In dieser und den zwei nächsten Podcastfolgen bin ich unterwegs im Vogtland und besuche drei Oberschulen in Längenfeld, Klingenthal und Plauen. Heute geht es los mit der Lessing Oberschule in Längenfeld.
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Heute Station eins unserer Vogtland Oberschulen Tour. Ich habe heute Unterstützung dabei. Hallo Rebecca. Hallo, Rebecca. Wer bist du? Ja, ich bin Studentin der TU Dresden und werde heute dich begleiten. Kerstin Für die Vogtland Tour. Und zwar Längenfeld und Klingenthal. Genau. Du studierst Lehramt für Oberschulen. Ja, genau. Richtig. Geografie Und wie sie heißt. Also Wirtschaft, Technik, Hauswirtschaft. Super. Schön, dass du dabei bist.
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Ja, vielen Dank. Ja, genau. Das Gebäude ist schon mal sehr eindrucksvoll. Auf jeden Fall ein sehr großer Bau in hellen, freundlichen Farben. Hier so ein bisschen auf dem Berg gelegen. Schöner Ausblick auf die Stadt Lengfeld. Genau. Ja, Wir sind gespannt, was uns erwartet. Ja, An der Oberschule Lengfeld sind wir heute zu Gast mit der Schulleiterin Frau Barth. Hallo.
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Hallo. Schön, dass Sie da sind. Ja, Schön, dass es geklappt hat. Zum Einstieg würde ich Sie ganz kurz bitten, dass Sie zwei Sätze ergänzen. Und zwar als erstes. Schule bedeutet für mich. Schule bedeutet für mich das erleben die jungen Menschen zu Erwachsenen zu zu erziehen und auch zu beobachten und auch den jungen Menschen Werkzeug mitzugeben für ihren beruflichen Werdegang.
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Schule bedeutet für mich aber auch Leidenschaft. Schule bedeutet für mich Gespräche führen, dass Lachen viele außerschulische Aktivitäten miteinander und, äh. Schule bedeutet für mich Geräuschkulisse. Das ist einfach was ganz Tolles. Mir. Der zweite Satz ist Ich arbeite gerne an der Lessing Oberschule Lengfeld, weil ich arbeite gern an der Oberschule Gotthold Ephraim Lessing in Längenfeld, weil wir eine sehr nette Schulgemeinschaft sind.
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Unsere Schule sind circa 375 Schülern, das heißt, es ist nicht so groß. Ich arbeite sehr gern hier an der Schule, weil wir sehr gut mit unserem Schulträger zusammenarbeiten und weil wir einfach schön gelegen sind. Mit schönen Blick auf das Vogtland. Wir sind in der Nähe vom Freizeitpark Plohn von der stal Brücke. Es gibt also viele schöne Ausflugsziele und die Schule ist so mittendrin und das ist einfach ein schönes Gefühl.
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Vielleicht können Sie ganz kurz was zu sich sagen, sich ganz kurz vorstellen und so ein paar Eckdaten zur Schule geben. Sie haben schon gesagt zu 375 Schüler, aber genauso die Grunddaten sozusagen. Also mein Name, wie gesagt ist ich bin seit 2017 Schulleiterin an der Oberschule, war vorher elf Jahre in Großbritannien. dienst und habe also somit auch so ein bisschen den anderen Blick noch gewonnen für Schulen.
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Und das hilft mir ganz sehr und ja, bin wie gesagt seit 2017 hier Schulleiterin und die Schule sind circa 200 375 Schüler. Wir haben einen größeren Teil an Schülern, circa 74 47 Schülern mit Migrationshintergrund, das heißt wir decken Integration ab, wir decken Inklusion ab, wir haben den Schwerpunkt Sprache, das heißt Kinder, die Probleme in diesem Bereich haben, aber auch einen Bereich hören, werden bei uns betreut und beschult.
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Es gibt viele, viele Eltern, die ihre Schüler, die ihre Kinder wegen Teilleistungsschwächen an unsere Schule schicken, weil wir hier auch geschultes Personal haben. Das heißt, die Lese Rechtschreib Schwäche wird gefördert, Dyskalkulie wird gefördert. Und das Schöne daran ist, dass das die Schüler auch ganz normal damit umgehen. Und eben weil es so viele Schüler sind, die wissen, die haben diese Schwäche, aber sie wissen auch, ihnen wird geholfen und es ist schön, wenn man sie am Ende sieht.
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Wenn sie dann doch ihren Abschluss erfolgreich meistern und trotz dieser Schwäche dann ins Berufsleben starten, die sie haben das ja jetzt schon ein bisschen angesprochen mit der Dyskalkulie und sförderung. Vielleicht können Sie es noch ein kleines bisschen ausführen, was es hier genau für Angebote gibt, was Sie da alles für die Schülerinnen und Schüler tun. Ja, wir fördern also wie gesagt, diese diese Teilleistungsschwächen.
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Aber nichtsdestotrotz sind wir auch eine Oberschule, die andere Bereiche fördern und unterstützen. Also wir haben wirklich ganz viele Ziele und Projekte. So, neben der unterrichtlichen Absicherung versuchen wir natürlich auch im Freizeitbereich da einiges zu tun, um ganz einfach auch die Schüler ganzheitlich zu erziehen. Da steht zum Beispiel unsere Berufsorientierung im Mittelpunkt. Wir haben also über 20 Unternehmen, die mit uns kooperieren, wo wir uns regelmäßig treffen und überlegen, Was können wir tun, damit auch das Handwerk entsprechend gefördert wird und dort auch neue Fachkräfte hinkommen?
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Wir haben den Titel Verbraucherschule in Bronze und sind natürlich dieses Jahr bestrebt, diesen Titel zu verteidigen oder vielleicht auch den, den Titel in Silber zu erreichen. Wir haben also in diesem Zusammenhang eine Schülerfirma, die sehr, sehr gut funktioniert, wo wöchentlich ein gesundes Frühstück angeboten wird. Diese Woche waren es zum Beispiel Eierkuchen. Ist jetzt nicht ganz so gesund, aber lecker.
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Aber ansonsten wird halt dahingehend drauf geachtet, dass das Thema Nachhaltigkeit auch hier wirklich eine große Rolle spielt. Dazu gehören auch Wasserspender, wo die Schüler sich regelmäßig Wasser holen können, damit auch diese diese Zuckergetränke von der Schule verschwinden. Es gibt so viele verschiedene Dinge, wie gesagt, die die Schülerfirma, die dann auch zusammenarbeiten mit den Mädchen Scout, um da Projekte zu organisieren.
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Wir haben eine Schülerzeitung, die gestaltet wird, auch hier. Das hat auch was mit Demokratie zu tun. Wir versuchen also auch, unsere Kinder dahingehend zu erziehen, um ihnen auch dieses Werkzeug mitzugeben, Dinge kritisch zu sehen. Jetzt erst kürzlich waren zwei Schüler zum Schülerkongress und kommen da wirklich mit ganz tollen Eindrücken und Ideen wieder. Und das macht uns auch ein bisschen stolz.
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Wenn man dann sieht, dass diese Sachen, die wir ihnen beibringen, dass das auch Früchte trägt und wir wissen jawohl, die Kinder können wir getrost entlassen, weil wir wissen, sie, sie meistern dann ihren Weg. Na ja, was? Was ist noch? Ich denke, im Zuge der Digitalisierung sind wir natürlich auch sehr daran interessiert, dass auch da. Genug geboten wird für die.
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Für die Schüler. Unser Digitalpakt ist ausgeschöpft und wir haben natürlich in jeden Unterrichtsraum digitale Tafeln. Die Lehrer sind gut ausgestattet mit Tablets und Notebooks. Und unser großes Ziel, unsere große Vision ist es eigentlich in ein paar Jahren, dass auch die Schüler alle ein eigenes Tablet haben. Weil ich denke, die Schule ist schon in der Verantwortung, was Medienerziehung angeht.
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Das können Eltern gar nicht mehr leisten und insofern muss das wirklich in jedem Unterrichtsfach und in jeder Aktivität Einzug halten. Und das können wir nur leisten, indem wir die Ausstattung haben. Und das ist gegeben. Und jetzt ist halt wirklich unsere nächste Aufgabe, das vor allen Dingen auch die Lehrkräfte entsprechend geschult werden. Das sieht man gerade dabei und das war auch die, die Schüler dahingehend erziehen, dass sie bewusst mit diesen digitalen Medien umgehen.
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Und das ist eine ganz wichtige Sache. Was würden Sie sagen, sind so vielleicht ein oder zwei große Herausforderungen so, die Sie im Moment so zu bestreiten haben? Wäre das, würden Sie auch sagen, Digitalisierung ist eins? Auf jeden Fall. Also die Digitalisierung ist eine Herausforderung für alle, weil das natürlich auch Zeit raubt. Das ist ganz klar. Sich in so ein neues Medium einzuarbeiten und und einzuleben.
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Ähm, eine nächste Herausforderung ist wieder so eine Normalität zu organisieren für die Schüler. Wir hatten ja nun eine lange Schulschließung. Ich denke, wir haben diese Schulschließung auch gut gemeistert als Schule. Wir haben regelmäßig Unterricht angeboten, Onlineunterricht. Aber diese, diese soziale Kompetenz, die muss jetzt erst mal wieder gestärkt werden. Dass die Klassen auch wieder als Klassen funktionieren, dass sie sich wieder aufeinander einlassen und dieser, dieser Gemeinschaftssinn und das ist für mich, das sind die beiden Herausforderungen, die wir jetzt meistern müssen.
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Das zehrt an Kraft, das ist richtig. Aber ich weiß auch im Gegenzug die Klassenfahrten, die jetzt stattgefunden haben. Man kommt erschöpft wieder, aber man hat sich gefreut, dass es auch den Kindern so gefallen hat. Und das ist einfach dann wieder. Das gibt wieder Mut und Energie für neue Projekte. Ja, ich würde noch gern wissen, Sie sind ja schon hier im Vogtland, eher im ländlichen Raum als Schule angesiedelt.
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Sehen Sie, da Unterschiede auch zu zu städtischen Schulen, was hier vielleicht Besonderheiten sind? Ich denke ja. Also der große Unterschied sind zunächst erst mal die Schüler, die die Schülerinnen und Schüler sind mit Großstadt gar nicht so konfrontiert und und es ist auch überraschend, wenn ich manchmal mich mit im Unterricht mit meinen Schülerinnen und Schülern unterhalte, waren manche vielleicht auch nur mal in Zwickau oder in Dresden und kennen da keine größere Stadt.
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Und das merkt man ganz einfach auch in ihrem Erscheinen und in ihren Interessen. Und das ist gar nicht mal negativ gemeint. Also die, die die Schülerinnen und Schüler im ländlichen Bereich, die haben. Ganz andere Interessen und und und ganz andere Neigungen. Und das macht es auch wieder. Das hilft auch wieder, um gewisse Projekte hier zu starten. Aber natürlich müssen wir auch sie dahin gehend vorbereiten auf das sogenannte Großstadtleben, denn wir wissen ja auch nie, wo die Reise hingeht.
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Was ich ebenfalls gut finde Im ländlichen Bereich ist man, man ist sofort in der Natur. Also man kann auch mal so ein Unterrichtsgang in die Natur machen, was vielleicht in der Stadt nicht immer möglich ist. Und da Dusche ja nur eine Oberschule hier am Ort sind, haben wir auch den direkten Draht zum Schulträger. Und ich glaube, das ist auch ein großer Vorteil, was die Ausstattung und die Organisation von Schulleben angehen.
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Wir durften ja gerade schon beim Schulrundgang sehr viel sehen. Erzählen Sie doch noch mal kurz, was an der Schule hier alles so gibt. Ja, äh, ja, Wo fange ich da an?
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Wenn mich Kollegen immer fragen Was? Was hat deine Schule Besonderes? Also wir sind eigentlich wirklich sehr gut ausgestattet, aber was ich immer ganz besonders finde, ist unser Hallenbad. Also wir haben also im Kellerbereich ein Schwimmbad, wo natürlich auch Schwimmunterricht angeboten wird, auch für die umliegenden Grundschulen. Auch ich gehe manchmal früh vom Unterricht noch meine Bahnen schwimmen und das macht den Tag dann einfach so schön, dass man wirklich auch sein und seinen Sport dann absolviert hat.
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Wir sind. Wir haben zwei Gebäude, wir haben ein kleineres Gebäude für die fünfte und sechste Klassen. Was auch schön ist, dass sie sich erst mal da in bin da in den System Oberschule eingewöhnen können für die ersten zwei Jahre und wir haben ein großes Gebäude. Wir sagen immer unsere große alte Dame mit mit Charme wirklich auf einer Anhöhe und sind halt hier von der Ausstattung her sehr, sehr stehen das sehr gut da.
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Wir hatten erst kürzlich den Ausbau um Dachgeschoss mit mit neuen hellen Unterrichtsräumen. Wir sind eine barrierefreie Schule. Wir haben also auch noch einen eigenen Lift, der genutzt werden kann. Gerade auch für Schüler, die jetzt im körperlichen Bereich eingeschränkt sind. Ähm, ja, wir haben eigentlich immer genug Räume da. Man kann ja auch immer mal mehr bekommen. Aber insofern, diese Not haben wir nicht und wir sind aber auch immer darauf bedacht, das weiterzuentwickeln.
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Also das nächste Projekt, was jetzt ansteht, ist ja Schulhof. Gerade auch im Zuge der Pandemie haben wir gesagt, ein grünes Klassenzimmer muss her, damit man auch mal wirklich den einen oder anderen Unterricht nach draußen verlagern kann. Und das sieht man jetzt gerade bei der Planung haben auch schon Sponsorengelder dafür erhalten und hoffen, dass das dann im nächsten Jahr beendet wird.
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Das Projekt Ewig hält mich mal kurz ein. Und zwar haben sie ja jetzt Anreize genug gebracht, Wenn man so in Hinsicht auf Praktika für Lehramtsstudierende geht oder Referendariat, was würden Sie denn sagen? Was? Was erwartet dann einen Studierenden bei Ihnen an der Oberschule? Ja, also das Lustige ist, wir haben zurzeit eine Praktikantin hier und wir hatten noch eine Praktikantin im September hier und die Rückmeldung von beiden war, äh, sie wurden sehr herzlich aufgenommen und sie konnten immer Fragen stellen und jeder war unterstützend dabei und hat ihnen viel geholfen.
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Und insofern, das kann ich Ihnen bieten, das Sie ein Kollegium vorfinden werden, die da wirklich sehr offen sind und und sich freuen, wenn sich junge Anwärter für die Oberschule und speziell für unsere Oberschule interessieren. Normalerweise ist es dann immer so, dass es einen einen Betreuer gibt oder eine Betreuerin, die ihnen dann dann zugeordnet wird. Zu sagen okay, die Frau so und so oder so und so sind jetzt für diese Zeit für sie verantwortlich.
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Und wenn es da irgendwo Fragen gibt, dann immer gleich an die Person wenden. Aber prinzipiell werden sie immer mit offenen Armen aufgenommen. Wir haben auch aktuell zwei Lehramtsanwärter hier an der Schule, die eine Kollegin für die Fächer Chemie und Biologie und ein Kollege für die Fächer Physik und Geografie, wo ich dann auch hoffe, dass die beiden dann auch weiterhin bei uns an der Oberschule arbeiten werden.
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Ich muss auch sagen, das spürt man wirklich auch bei Ihnen. Wir waren ja vorhin auch kurz im Gespräch noch mit ihrer Schulverwaltungsassistentin und man merkt, wie sie so harmonieren und wie das so ineinandergreift. Ja und nein. Also es ist. Ich fahre jeden Tag gern in die Schule. Und das Schöne ist, man kann auch so ein bisschen was bewirken.
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Und das ist ja eigentlich das, was wir alle wollen, dass wir wirklich auch für die Gesellschaft was tun. Und wir wissen, wir kennen die Probleme in der Bildung, ganz klar. Aber wir lassen uns da auch nicht kleinkriegen und versuchen da wirklich auch über verschiedene Wege Ideen zu finden. Was? Was ich vorhin auch noch nicht erwähnt habe Wir haben natürlich auch so einen riesengroßen GTA Bereich und auch da sind wir da wirklich in verschiedenen Orten aktiv.
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Wir haben also schon so ein Förderband erstellt für die fünften Klassen, wo die jeden Mittwoch die ersten zwei Stunden wählen können zwischen Freizeit, Sport, Aktivitäten oder auch Förderung im Unterricht. Deutsch, Mathe, Englisch. Und das gleiche haben wir auch für die Abschlussklassen, dass die auch wirklich Zielstrebe auf die Prüfungen vorbereitet werden. Auch da wird Unterricht angeboten, wo die Schüler dann entsprechend wählen können.
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Das sind also zusätzlich zwei Stunden, wo dann noch mal intensiv gefördert wird und ansonsten gibt es ganz viel im Nachmittagsbereich. Also wir versuchen auch da in verschiedenen Bereichen zu fördern. Wir arbeiten mit der Logopädie zusammen mit der Ergotherapie. Tauchen wird angeboten, auch tauchen für für Kinder mit ADHS oder ADHS um sie ganz einfach von den Medikamenten wegzubringen. Bei einem Schüler hat das schon gut funktioniert und er wirkt jetzt als Assistent bei diesem Kurs mit.
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Also wir versuchen die dann auch alle ein bisschen mit einzubeziehen, dass die auch wissen, warum sie Dinge tun und und das wird dann auch zum Teil auf Augenhöhe und mit denen mit den Schülerinnen und Schüler verständigen können. Wir haben einen Sanitätsdienst an der Schule, wo auch im GTOR Bereich entsprechend die Schüler beschult werden und wo wir dann auch auf ihre Kenntnissen Expertise im Schulalltag zurückgreifen.
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Sei es den den Krankenwagen einzuweisen oder oder Kinder zu betreuen. Und das funktioniert einfach gut. Und das ist auch so schön, wenn man sieht, wie stolz die, die die Schülerinnen und Schüler dann diese Aufgabe auch erfüllen. Geht einem selbst auf der. Also das macht einfach ganz viel Spaß, hier an der Schule zu arbeiten. Ja, schön. Können Sie noch zwei, drei Sätze zur Region sagen?
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Also das Vogtland, was? Was sind vielleicht so Ihre persönlichen Lieblingsorte oder Highlights? Das würden Sie sagen. Na ja, wenn ich jetzt nicht ich bin. Ja, ich komme ja jetzt nicht aus Längenfeld. Ich fahre jedoch jeden Tag von Plauen hierher. Was, was nicht schlimm ist, um Gottes willen. Aber die Region als solches hat sich ja schon am Anfang gesagt.
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Wir liegen halt schon in der Mitte von fünf verschiedenen Anziehungspunkten. Wie gesagt, Freizeitpark Plauen, die Geld Stahl Brücke. Wir sind ja auch unmittelbar an der Autobahn. Also das ist ja auch relativ leicht zu zu erreichen der Ort Längenfeld, es gibt einen Bahnhof hier, es gibt einen Busbahnhof hier. Insofern gibt es ganz viele Verknüpfungspunkte. Man ist doch schnell mal in Zwickau.
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Also für für junge Leute trotz alledem sehr attraktiv und und was ich auch noch mit auf den Weg geben will Selbst unser Schulträger, unser Bürgermeister, der Herr Bachmann, ist sehr interessiert, Lehramtsanwärter hier zu haben und hat auch immer wieder signalisiert So, wenn es zur Wohnungssuche oder so geht, das auch da Hilfe und Unterstützung geboten wird von der Stadt Langenfeld.
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Damit auch wirklich die Lehramtsanwärter sich hier gut aufgehoben fühlen. Wo haben Sie besonders Bedarf? In welchen Fächern? Na ja, das ist vor allen Dingen naturwissenschaftlichen Bereich. Physik ist ganz problematisch, gefolgt von Mathematik, Gemeinschaftskunde. Aber normalerweise zieht sich das so ein bisschen durch wie ein rotes Band. Also ja, es sind einzelne Fächer, wo wir Bedarf haben, aber am Ende sage ich immer, egal welche Fächer, ich nehme gerne junge Kollegen auf, um ganz einfach auch wieder bisschen das das Kollegium zu mischen und es ist natürlich auch Alltag, dass man vielleicht auch mal das eine oder andere Fach fachfremd unterrichten muss.
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Aber das habe ich bisher nicht so als Problem gesehen und bereichert, einen ja auch selbst mal wieder woanders reinzuschnuppern. Ja. Gibt es noch was, was nicht gesagt ist, was Sie gerne noch ergänzen würden? Ich hatte ja vorhin noch erwähnt, dass wir auch Schüler mit Migrationshintergrund hier haben. Wie gesagt, es sind aktuell 47 Schüler und auch hier, ich merke das immer in Gesprächen mit anderen Schulleitern denke ich von mir da einen ganz guten Weg.
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Ich habe zwei, dass Lehrer und Lehrerinnen die beide Migrationshintergrund haben. Die eine Kollegin kommt aus Bosnien und der andere Kollege kommt aus Syrien und insofern denke ich, gehen wir mit dieser Thematik sehr, sehr gut um. Die Schüler werden gut integriert, die lernen wirklich auch von den beiden Lehrern, wie das Leben hier in Deutschland ist, weil die auch mit ihren eigenen Erfahrungen damit punkten können und dass das funktioniert teils wirklich ganz gut und manchmal wird auch gekocht.
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Dann wird es Schulleiter zum Essen eingeladen und eine tolle Sache. Und wir versuchen halt wirklich auch viele Dinge gemeinsam mit diesen Kindern zu machen, unsere Schule auch ein bisschen internationaler darzustellen. Da gibt es zum Beispiel am sechs und 20. September immer den Tag der Europäischen Sprachen und das nutzen wir immer für die fünften Klassen einen Schnupperkurs in verschiedenen Sprachen anzubieten.
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Und da habe ich ja dann zum Beispiel, ich kann schon von hier in der Schule Italienisch anbieten, ich kann Bosnisch anbieten, ich kann Arabisch anbieten, ich kann Rumänisch anbieten. Dann wird man noch Russisch und Französisch als Schnupperkurs und das macht den wirklich ganz, ganz viel Spaß. Na, dann würde ich nur zum Abschluss gerne noch wissen wollen Was möchten Sie Lehramtsstudierenden noch mit auf den Weg geben?
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Der Beruf Lehrer oder Lehrerin, das ist nicht nur ein Beruf, das ist, das ist eigentlich eine Berufung. Also man muss wirklich mit Herz dabei sein. Und wenn man mit Herz dabei ist, dann sieht man auch nicht diese, diese viele Arbeit, die vor ihnen ist. Und man sieht einfach, wie sich das Kind entwickelt und freut sich, wenn es dann wirklich zu einem guten Abschluss kommt.
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Das ist jetzt unter Kinder. Genau. Nein, also das kann ich mitgeben. Ich ich würde nie einen anderen Beruf nehmen. Ich würde auch nie an eine andere Schule gehen wollen. Für mich war das von Anfang an klar und ich habe keinen Tag bereut und würde es immer wieder wählen. Ein sehr gutes Schlusswort wäre vielleicht, denn. Vielen lieben Dank! Danke auch.
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Hat der Podcast dein Interesse geweckt? Wenn du noch mehr Schulen in Sachsen kennenlernen möchtest, dann schau auf unserer Homepage vorbei. perspektive minus Landpunkte im. Hier findest du viele Informationen rund um die sächsische Schullandschaft. Fördermöglichkeiten für Praktika, spannende Veranstaltungen und vieles mehr. Wenn dir die Folge gefallen hat, dann empfiehlt sie gerne weiter. Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.
Folge 10: Gotthold-Ephraim-Lessing-Oberschule Lengenfeld, Vogtland-Reise Teil 1/3
Diesmal sind wir auf Reisen im Vogtland und stellen drei Oberschulen in der Region vor.
Im ersten Teil besuchen wir die Gotthold-Ephraim-Lessing-Oberschule in Lengenfeld. Neben dem großen und umfangreich ausgestatteten Schulgebäude glänzt die Schule vor allem durch die herzliche Atmosphäre in der Schulgemeinschaft. Im Gespräch mit der Schulleiterin Frau Barth erfahren wir, wie die Schüler:innen das Schulleben aktiv mitgestalten, z. B. im Rahmen der Schülerfirma, von der auch wir vor Ort kulinarisch wunderbar versorgt wurden.
Homepage der Lessing-Oberschule Lengenfeld: www.oberschule-lengenfeld.de
Diese Folge auf Spotify, Deezer oder Itunes hören, oder direkt hier in unserem Webplayer:

00:00:09:09 - 00:00:35:20
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Perspektive Land der Schulpodcast Spezial. Wir nehmen dich mit auf eine Entdeckungstour durch Sachsen. In unseren Spezial Folgen stellen wir regionale Akteurinnen und Akteure vor. Wir zeigen dir, welche Vernetzungsmöglichkeiten und Unterstützungsangebote es für junge Lehrerinnen und Lehrer in den ländlichen Regionen gibt.
00:00:35:22 - 00:01:12:19
Hallo, herzlich willkommen und Feedback! Vielen Dank! Wir haben es. Diesmal sind wir unterwegs in der Lausitz und geben dir Einblicke in die sorbische Region in Sachsen. In drei Folgen erkunden wir das sorbische Leben. Die Kultur und Sprache und wie diese an Schulen gelehrt und gelebt werden. Im dritten Teil werfen wir einen Blick in die schulische Praxis. Wir erfahren, wie die sorbische Sprache und Kultur in der Sorbischen Oberschule Ralbitz vermittelt und gelebt werden und welche Möglichkeiten und Voraussetzungen für Praktika an sorbischen Schulen bestehen.
00:01:12:21 - 00:01:37:00
So, wir sind an der dritten Station angekommen, an der Oberschule Rahlbergs. Hier ist anscheinend gerade Unterrichtsschluss. Auf jeden Fall wartet hier schon der Schulbus und wir gehen jetzt mal rein, um uns mit Matthias Klimke, einem Referendar, zu treffen. Ja, dann herzlich willkommen! Hallo Matthias, Klimakreferendar an der Sorbischen Oberschule Reibitz. Ja, herzlich willkommen. Sagen wir, du hast es. In Ordnung?
00:01:37:05 - 00:02:12:10
Auf jeden Fall. Super. Dann stell dich und die Sorbische Oberschule doch zu Beginn ganz kurz vor. Ja, ich bin Matthias Tiemann, kommt ursprünglich aus Fertignau und bin jetzt hier in einer sorbischen Oberschule Reiberts als Referendar tätig. Seit September 2020 und war auch selber als Schüler hier auf der sorbischen Schule von der dritten bis zur zehnten Klasse. Das war auch ein Grund, warum ich Back to the roots quasi hier an die Schuloberschule sozusagen wieder um unbedingt mein Referendariat machen wollte.
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Genau. Die Sorbische Oberschule an sich ist eine der wenigen sorbisch sprachigen Oberschulen, die es überhaupt auf der Welt gibt. Erst mal als ganz besondere Auszeichnung, aber eben auch noch was dazu kommt, dass es eine UNESCO Projektschule ist und da Erasmusprojekte und weitere Projekte und wo es um Nachhaltigkeit und Nachhaltigkeit geht, interkulturelles Lernen usw das sind so wesentliche Säulen des Schulprogramms, sage ich mal, und die haben mich auch so ein bisschen überzeugt, warum ich unbedingt auf diese Schule ein Unterricht halten möchte.
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Nun haben wir uns auch für diesen Podcast, für das Thema Sorbisch besonders entschieden, dass wir das gern mal beleuchten wollen. Wie läuft das denn hier konkret ab? Also welches Konzept sozusagen für Sorbisch ist denn hier an der Schule? Also das Schulleben an sich? Hier auf der Sorbischen Oberschule Reiberts wird oder ist von zwei Sprachen und zwei Kulturen geprägt.
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Das ist einmal der sorbische und einmal der deutsche Teil. Vor allem dieses zwei Plus Konzept wird da oft benannt. Und dieses Konzept trifft eben auch für die Oberschule zu. Sorbisch an sich ist eben Unterrichtssprache, aber eben auch Umgangssprache. Das bedeutet, die sorbische Sprache ist sehr dominant, Also man hat nicht nur den Sorbisch Unterricht, der sozusagen in der sorbischen Sprache erfolgt, aber eben auch Fachunterricht, wie zum Beispiel die Fächer Geografie, Geschichte, Religion, Kunst oder Musik.
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Auch diese Fächer werden sorbisch unterrichtet oder in der sorbischen Sprachunterricht hat. Und das ist eben das Besondere daran. Außerdem zum Schulkonzept, weil es eben auch eine UNESCOschule ist, spielen eben solche Sachen solche Sachen wie interkulturelles Lernen, gelebte Zweisprachigkeit, aber auch das Zusammenleben in Vielfalt, in der Vielfalt eine große Rolle. Deswegen auch da hat die Schule bereits sehr gute Erfahrungen, hat seit über 40 Jahren einen sehr interkulturellen Austausch mit einer tschechischen Partnerstadt oder Partnerschule aus Melnik und einer slowakischen Partnerschule.
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Gewisse Projekte finden da statt, weil es im letzten Jahr leider nicht möglich, Aber generell waren die nach wie vor weiter gepflegt und haben einen sehr hohen Stellenwert im Schulprogramm.
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Du hast ja schon jetzt gesagt, es gibt zweisprachigen Unterricht. Wie kann man sich das denn konkret vorstellen, wenn der Unterricht jetzt zum Beispiel in Geografie oder Geschichte hat, dass du gesagt, wie läuft das dann genau ab? Generell zu dem Konzept, das es so aufgebaut, wenn man jetzt erst mal beim Sorbisch Unterricht bleibt, dieser Sorbisch Unterricht, der rein sorbisch stattfindet, natürlich das Fach Sorbisch.
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Da sind die Schüler erst mal in mehreren Sprachgruppen geteilt. Es gibt halt Schüler, in deren Familien dominante sorbisch sorbische Sprache gesprochen wird. Dann gibt es Familien, wo im Dorf und Deutsch gesprochen wird. Das wäre dann Sprachgruppe zwei und dann Sprachgruppe drei wäre irgendwo eher dominant deutsch gesprochen wird und wo die Schüler eben mit der sorbischen Sprache noch nicht so wurden, wo die sorbische Sprache eben nicht so dominant ist und wo, wo man eben versucht, diese Schüler dann noch mehr zu fördern, dass sie die sorbische Sprache noch mehr anwenden.
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Das wäre jetzt vor allem fürs Sorbisch Unterricht oder fürs Fach Sorbisch wichtig für die anderen Fächer, wo eben zweisprachig unterrichtet wird. Bestes Beispiel wäre jetzt eben Gemeinschaftskunde. Was ich auch unterrichte. Da handhaben wir es meistens so, dass zum Beispiel Tafelbilder oder Präsentationsfolien eben auf Deutsch dargestellt werden und die Erklärungen aber dann häufig in sorbischer Sprache. Das hängt aber dann auch mit manchmal auch vom Thema ab oder von von der aktuellen, ja, vom aktuellen politischen Thema, dass man da eben dann auch den deutschen Wortschatz mit anwendet, vor allem eben den aktuellen Politik.
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Wenn man da immer wieder die aktuellen Nachrichten hört, dass man da alles so Sorbische übersetzen kann, das ist zum Teil schwierig, sage ich mal deswegen. Da muss man als Lehrer auch sehr flexibel sein und ist auch schon auf jeden Fall eine Herausforderung. Aber es macht auch Spaß. Ja, genau. Also weil du schon angesprochen hast, das ist eine Herausforderung, gibt es noch so andere Herausforderungen, die mit dieser Zweisprachigkeit oder Mehrsprachigkeit einhergehen?
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Also das ist auf jeden Fall auch das Arbeitsmaterial, was man den Kindern anbietet. Das muss auch flexibel sein. Also ich habe gerade wenn, dann zum Beispiel, wenn ich jetzt an Geografie zum Beispiel denke, dort sind ja die Sprachgruppen wieder alle zusammen, ist Sprachgruppe, ein, zwei und drei sind alle im selben Unterricht dabei und trotzdem hat man jetzt Schüler mit einem sehr guten Sprachniveau und Schüler, wo man merkt okay, die können jetzt eher oder die verstehen eher die deutschen Begriffe.
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Und da muss man immer gucken, dass man die Arbeitsblätter oder die Aufgaben zum Teil komplett zweisprachig erstellt oder zumindest die die markanten Wörter, die Fachbegriffe da noch mal auf der deutschen in deutscher Sprache noch mal erwähnt. Also das ist auf jeden Fall keine Herausforderung. Aber an das muss auf jeden Fall die Lehrkraft denken. Ganz einfach dann Die Lehrkraft sollte auf jeden Fall auch die diagnostische Fähigkeiten besitzen, um wirklich dann auch zu entscheiden, Wenn eben ein Schüler Schwierigkeiten hat mit der sorbischen Sprache, dann bekommt er eben eine gewisse Vereinfachung.
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Bzw. Dass man den Schüler halt wirklich eine Möglichkeit bietet, dass er da auch ist. Jetzt keinen großen Nachteil hat. Weitere Herausforderungen können sich ja bei der Stundenplan, Organisation, beim Lehrplan ergeben. Wie ist denn das Verhältnis von von Schülerinnen und Schülern, die Sorbisch wirklich muttersprachlich gelernt haben? Du sagtest schon eben mit diesen drei Sprachgruppen. Also wie ist denn so ungefähr die Verteilung?
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Wir sind ja hier wirklich im sorbischen Kerngebiet in Reiberts und deswegen der Großteil gehört ja schon der Sprachgruppe eins an, manche dann eher zwei und Sprachgruppe drei haben wir hier eigentlich eher selten. Aus dem Grund kann man da wirklich schon sagen, dass eben Sorbisch nach wie vor die dominante Sprache ist. Also ich denke mal, wenn man da als Außenstehender auch mal Mäuschen spielen will und sozusagen in den Pausen mal zuhört, da wird schon überwiegend eigentlich sorbisch auch gesprochen.
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Aber ich glaube auch, dass das im Alltag dann ein bisschen zunimmt. Zumindest nach meinen Erfahrungen, dass man dann auch bei den Älteren zehn, manchmal neun oder zehn Jahren hört, dass die dann zunehmend auch zum Teil Deutsch sprechen. In den Pausen. Was jetzt nicht schlimm ist, aber wir wünschen uns das natürlich als europäische Oberschule, dass die Schüler sorbisch reden.
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Ja, da sagt man mal was, und dann machen sie das auch wieder. Aber na ja, du bist selbst sorbisch Muttersprachler oder? Ja, genau. Also meine Mutti ist selbst hier in Connewitz im Nachbardorf sozusagen aufgewachsen und mein Opa war selbst ihr Lehrer. Deswegen habe ich das wahrscheinlich auch so ein bisschen durch ihn mitbekommen. Mein Papa war aber und ist nach wie vor deutsch.
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Also er versteht die sorbische Sprache nicht oder kann sie auch nicht sprechen. Ja, meine Mutti hat sich einfach damals durchgesetzt. Ganz einfach. Es ging mit dem Kindergarten los. Das war wahrscheinlich auch das Wichtigste, weil ich habe ein gutes Beispiel. Meine meine beiden Geschwister sind ein bisschen älter, die haben das beim ich hatten einen deutschen Kindergarten besucht und waren dann eben auch in der Grundschule in Birkenau, wo auch nur ein bisschen sorbisch, ich glaube vier Stunden in der Woche stattfindet.
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Und ich habe eben durch den sorbischen Kindergarten hatte ich schon einen sehr guten Bezug zu der Sprache, dann eben auch durch sorbische Traditionen und Feste, die man halt so in der in der Gemeinde feiert, aber eben auch dann. Ich war dann auch erst mal ein bisschen auf der Grundschule, hatte dort meine vier Unterrichts, meine vier Sorbisch Sorbisch Stunden in der Woche und das war aber einfach zu wenig für meine Mutti Vor allem.
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Und da haben wir dann eben nach der dritten Klasse entschieden, dass ich ab der vierten Jahr nach Albert gehe, oder? Ich weiß nicht, waren es vielleicht acht und acht Stunden in der Woche? Ungefähr. Auf jeden Fall mehr. Und das bereue ich auch nicht. Ich bin da echt froh, dass meine Mutter sich vor allem so durchgesetzt hat. Na Kind macht ja auch so was wie Teamteaching.
00:11:02:24 - 00:11:33:06
Genau. Also das Beispiel jetzt Dadurch, dass wir eben Gemeinschaftskunde, Gemeinschaftskunde, aber auch in Geografie ich habe ja sozusagen als Referendar ein Mentor und ähm, der ist eigentlich vor allem im ersten Ausbildungsjahr, das Referendariat ist ja ständig oder war da ständig mit dabei. Da konnte man auf jeden Fall die Methode sehr gut anwenden, sehr gut anwenden und auch jetzt befinde ich mich im zweiten Ausbildungsjahr oder fast im dritten.
00:11:33:06 - 00:11:55:16
Dann nach den Sommerferien, aber auch vor allem in Gemeinschaftskunde zum Beispiel. Da kommt mein Mentor nach wie vor trotzdem noch mit und wir teilen uns da zum Teil, zum Teil auch die Arbeit. Und ich glaube, das ist für uns beide auch ein ziemlicher Gewinn. Und auch für die Schüler, weil da einfach mehr Lehrkräfte da sind. Es werden mehr Schüler oder mehr Schüler können individuell gefördert werden.
00:11:55:18 - 00:12:26:08
Deswegen ist das denke ich mal für alle ein Gewinn. Gibt es da eine bestimmte Aufgabenteilung, wie ihr das gestaltet oder ist es flexibel? Die Unterrichtsplanung, die mache ich sozusagen auch die Unterrichtsdurchführung, Aber wir sprechen uns dann häufig halt einfach vorher oder nachher, also vor dem Unterricht. Was mein Mentor für Aufgaben machen könnte, während ich den Unterricht halte, wo er mir sozusagen einfach nur ein bisschen Unterstützung geben könnte.
00:12:26:10 - 00:12:54:20
Und genauso wird der Unterricht dann danach noch mal besprochen, reflektiert und auch schon ein bisschen vorbereitet. Die nächste Stunde wird in dem Sinne auch schon ein bisschen vorbereitet, dass man da jetzt schon zum kleinen Ausblick auf die nächste Unterrichtsstunde sich zusammenarbeitet, sage ich mal, in welchen Klassenstufen unterrichtest du? Fünfte bis neunte. Das klingt ja super, Matthias, Aber du hast jetzt viel von Sprache gesprochen.
00:12:54:24 - 00:13:30:17
Wie ist denn das Sorbische noch an der Oberschule hier in Kalbitz verankert? Also generell, wir haben ja Pro, Wir leben hier bei uns in der Region die sorbische Kultur sehr aus, auch mit Traditionen, Bräuchen und diese Art und Weise, das wird bei uns erst mal generell im Unterricht natürlich behandelt, aber eben auch gelebt. Also wir haben vor allem durch Projekttage, dass man dort eben die Ostertraditionen sehr akribisch behandelt, aber eben auch das Bemalen von Ostereiern, dass man da so Osterprojekte auf jeden Fall hat.
00:13:30:19 - 00:13:59:15
Maibaum werfen ist zum Beispiel auch so ein Brauch, der bei uns stattfindet. Solche Sachen auf jeden Fall, aber auch generell die sorbische Kultur. Wenn ich jetzt an Musikunterricht denke, dass da eben auch die sorbischen Volkslieder gesungen werden und so, genau das wird einfach mehr oder weniger nebeneinander oder nebenbei mit gelebt. Einfach. Gibt es denn auch eine sorbische Kultur am Essen, zur Schulküche oder Das kann ich gar nicht so genau beantworten.
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Also Schulküche haben wir auf jeden Fall ja. Und ich höre nur immer wieder was für Leckereien oder mal kochen. Das klingt immer ganz gut. Wenn ich jetzt an sorbische Küche denke, da muss ich eigentlich immer eine Hochzeit zu bedenken, ob die Schüler das jetzt schon mal gekocht haben, das kann ich jetzt gar nicht so beurteilen, aber schön. Also ich würde mich freuen.
00:14:17:19 - 00:14:50:16
Das können wir jetzt mal weitergeben. Genau. Wie sieht es denn mit GTA Angebot an der Oberschule aus? Gibt es da irgendwie was spezielles zum Thema Sorbisch sorbische Kultur? Wir haben geht ja auf jeden Fall an der Schule geboten zum Sorbischen direkt. Also wir haben Angebote wie zum Beispiel es gibt jetzt eine UNESCO Gruppe UNESCO Schule usw, da spielt ja auch die Zweisprachigkeit noch eine gewisse Rolle, was wir mal hatten.
00:14:50:16 - 00:15:22:04
Das gibt es aber leider nicht mehr, soweit ich weiß, dass eben sorbische Kultur, sorbische Sagengestalten und sorbische ja, Märchen sage ich mal, dass diese mal mit einem Lehrer sozusagen, die wurden aufbereitet thematisch und da wurden dann Infotafeln in den in den Wäldern hier, in den umliegenden Wäldern sozusagen angefertigt. Also das gab es mal so oder so eine Projektgruppe oder so ein Angebot.
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Ansonsten geht ja. Wir haben Motocross Motocross mit dabei, wir haben Sport generell. Was war noch? Da müsste ich jetzt zum Waschbecken gehen. Alles gut. Wenn ich jetzt sehe, als Lehramtsstudierende als Lehramtsstudent hierher kommen will Praktikum, Referendariat was muss ich denn mitbringen? Was sind denn die Voraussetzung, um hier ein Praktikum zu machen? Je nachdem welches Praktikum? Generell Ich kann oder ich war selber.
00:15:55:01 - 00:16:27:04
Ich habe das Block A und das Block B Praktikum hier gemacht werden Männer Studentenzeit. Ich habe auch an der TU Dresden studiert und ja, was man generell mitbringen sollte. Also erst mal vielleicht generell überhaupt das Interesse an der Schule, an der Sprache, an die Schüler. Das ist erst mal das Wichtigste. Je nachdem welches Fach man unterrichtet, sollte man auch gewisse sprachliche Qualitäten, sag ich mal, oder vor allem soll ich sorbische Qualitäten sozusagen mitbringen?
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Also klar habe meine Sorbisch Unterricht hier also wirklich den rein sorbischen Unterricht erhalten möchte, muss man natürlich auch in Leipzig studiert haben oder gerade studieren. Für die anderen Fächer. Also ich kann mir gut vorstellen, dass Fächer wie Chemie, Gemeinschaftskunde, dass die Schulleitung eben rein deutschsprachige Studierende sozusagen reingucken lässt und das Praktikum absolvieren lässt. Aber generell natürlich, wenn man jetzt wirklich so den Blick in die Zukunft hat, hier im zu bleiben einer sorbischen Oberschule es geht, es wird es aber wahrscheinlich auch für Rektor wird oder andere sorbische Schulen, dass man da natürlich schon so der sorbischen Sprache mächtig ist und ja, vor allem auch, was wir schon, was ja schon gesagt hat bei den Herausforderungen, dass
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man eben auch flexibel ist, auch ein bisschen mehr Aufwand in Kauf nimmt, was die Vorbereitung anbetrifft, aber eben auch einfach die sorbische Kultur mit mit lebt und das eben auch vor allem als Vorbild. Mit letzter. Hm. Wir haben jetzt über die Voraussetzungen gesprochen. Was sind denn aber gute Gründe, um herzukommen? Warum soll ich denn unbedingt jetzt hier in der Oberschule ein Praktikum machen?
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Gute Gründe Also generell muss ich sagen, wir sind hier mit 133 Schüler ungefähr PI mal Daumen sind wir sehr familiär aufgestellt und wir sind auch 14, 14 Kollegen im Lehrerzimmer. Also auch das ist alles überschaubar. Das ist eine sehr angenehme Atmosphäre, muss ich sagen, sind auch sehr jung aufgestellt. Wir hatten letztes Jahr, letztes Schuljahr sind fünf neue dazugekommen, also wirklich ein sehr junges Kollegium.
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Das macht auf jeden Fall Spaß. Wir hatten sehr gute Erfahrungen mit dem Onlineunterricht durch die Modulplattformen, hatten da überhaupt gar keine technischen Probleme oder sonst was. Das hat alles reibungslos geklappt, muss ich sagen. Wir machen auch intern so im Lehrerkollegium, verbringen da gewisse Tage zusammen, dass wir halt vor allem am Anfang des Schuljahres, aber auch jetzt zum Ende den Abschluss, aber auch so einen gemeinsamen Einstieg in das Schuljahr feiern bzw da einfach uns zusammensetzen.
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Genau das Miteinander ist auf jeden Fall ein sehr guter Grund hierher zu kommen. Dann. Generell glaube ich ein guter Grund, das einfach erst mal kennenzulernen. Diese die sorbische Kultur, wie wir das ausleben, wie wir den Unterricht gestalten, wie die Schüler vor allem damit klarkommen. Das ist ein Thema. Auf jeden Fall auch sehr interessant für alle, die es einfach nicht kennen, die ja Generell denke ich mal, dieser Aspekt Mehrsprachigkeit ist es ein ganz wertvoller Schatz, sage ich mal, den wir hier haben.
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Ja, dass eben einfach die, die die Mehrsprachigkeit, dass das dieser Austausch mal das bildet sowohl mich als Lehrperson, aber vor allem die Schüler und das das hat einen sehr großen Mehrwert, denke ich mal, für die Studierenden, die es natürlich schon sorbisch können, denn würde ich das auf jeden Fall auch sehr ans Herz legen, dass sie sich letztendlich für eine sorbische Oberschule entscheiden oder fürs sorbische Gymnasium.
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Dass sie einfach die sorbische Kultur und das sorbische Leben bewahrt und dafür sind ja vor allem auch die Leute zuständig oder die Leute die ersten Ansprechpartner, die eben diese Sprache auch sprechen können. Es wäre natürlich sehr schade, wenn diese Fachkräfte dann letztendlich an sorbischen, an deutschen Schulen unterrichten und somit eigentlich deren Fähigkeiten so ein bisschen verloren. Jetzt habe ich mal.
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Ich habe noch eine andere Frage Was ist denn der Unterschied zwischen zwischen einer sorbischen Schule und zwischen einer deutschen Schule und auch zwischen also doch? Der Unterricht? Was ist daran verschieden oder ist es ähnlich aufgebaut? Also generell von den vom Lehrplan her die Lernziele, das ist alles gleich, also da ändert sich nichts dadurch, dass eben unsere Schüler, die haben sechs Stunden in der Woche Sorbisch, dann müssen natürlich die anderen Fächer bisschen kürzer treten.
00:20:50:24 - 00:21:15:13
Also das ist in Deutschland so, dass sie halt ein oder zwei Stunden weniger Deutsch haben. Kunst musste auch bisschen was abgeben. Ich weiß ja, Musik, vielleicht Sport, glaube ich. Eine Stunde also das muss man natürlich in Kauf nehmen. Aber ansonsten große Unterschiede. Ja, wir haben eben dadurch, dass wir sorbische Unterrichtsmaterialien auch haben, gibt es da jetzt nicht so große Unterschiede.
00:21:15:15 - 00:21:45:24
Und hatte ich das selber für deine berufliche Karriere? Du warst das selber hier in der Oberschule irgendwie eingeschränkt oder hat dich das sogar gefördert, in eine gewisse Richtung zu gehen oder. Also nach wie vor. Ich habe ja gesagt, dass ich das eben nicht bereue, dass meine Eltern mich oder meine Mutter, die sich dafür entschieden hat, weil einfach. Also vor allem merke ich das jetzt, also in der Jugendzeit sage ich mal, dieser Austausch mit Freunden.
00:21:45:24 - 00:22:09:07
Also ich hab halt viele Freunde bei mir in der Heimatstadt, aber ich glaube, noch mehr Freunde hier, wahrscheinlich in der Gegend. Und das ist halt so ein ziemlich großer Mehrwert, dass man halt hier kennt halt auch wirklich jeder jeden ist es mir. Wir sind ja nicht anonym unterwegs. Das ist eben das Schöne, diese Gemeinschaft. Und dann, wenn man auf die Berufswahl jetzt noch mal guckt, war das die sorbische Sprache oder dass ich die sorbische Sprache kann?
00:22:09:07 - 00:22:40:10
War das auch noch mal sehr gewinnbringend. Ich habe. Nach dem Studium erhält man als Referendar das Angebot, wenn man sich bewusst für das Land entscheidet, dass man da ein bisschen bisschen mehr Geld im Monat bekommt. Eine gewisse Förderung, sage ich mal, und mit Geografie und Gemeinschaftskunde habe ich jetzt nicht so die die Fächer, wo ich viel Unterrichtsstunden in der Woche habe, aber ich nicht wusste oder ich dachte mir okay, ich kann sorbisch.
00:22:40:12 - 00:23:21:22
Ich war jetzt gerade an den sorbischen Schulen oder generell im Kreis Bautzen wird noch mal gezielt nach solchen Fachkräften Lehrkräften gesucht und deswegen habe ich mich dann letztendlich auch für dieses, für diese Förderung entschieden. Und weil ich eben diesen im Hinterkopf Gedanken hatte okay, ich kann so besprechen, die werden mich sicherlich im Kreis Bautzen einsetzen, die werden mich jetzt nicht ins Erzgebirge bringen oder so und das war halt so ein bisschen auch so eine Absicherung, sage ich mal dann komme ich eigentlich schon so ein bisschen zu meiner Abschlussfrage, zu unserer Abschlussfrage Was kannst du denn den Lehramtsstudierenden noch mitgeben aus deiner Sicht als Referendar hier an der Schule, speziell jetzt für die Schule oder generell
00:23:21:22 - 00:23:51:10
für das Referendariat? Beides also generell erst mal allgemein, dass man sich auf jeden Fall auslebt, dass man hoffentlich ein Mentor hat, der das eben auch zulässt, der gewisse Freiheiten bietet. Ich habe da großes Glück gehabt, kann mich da mit beiden Mentoren sehr zufriedenstellen. Das ist so eine Voraussetzung. Aber dass man eben auch von Anfang an versucht, da eben besonders bei den Jüngeren, sage ich mal, aber auch generell allgemein sehr direkt oder schon ja eine gewisse Strenge zu haben.
00:23:51:10 - 00:24:22:22
Also das ist natürlich schwer am Anfang oder das es mir vielleicht sehr schwer, weil man ja wirklich am Anfang erst mal die ganze splanung und die ist erst mal darauf fokussiert, dass was erst mal perfekt ist, aber selber so die Unterrichtsdurchführung. Das geht dann so am Anfang noch ein bisschen schleifen und dass man da versucht eben von vornherein beides auf jeden Fall im Fokus zu haben, das wäre so ein wichtiger Punkt für das Referendariat an einer sorbischen Oberschule.
00:24:22:23 - 00:24:50:11
Reiwitz kann ich nur viel Spaß wünschen. Also ich denke mal ja, dadurch, dass halt wirklich das, dass wir wirklich ein sehr junges Kollegium hier sind, macht einfach Spaß. Die Schüler haben. Wir sind jetzt glaube ich, keine Problemschule. Das würde ich jetzt nicht sagen. Wir sind hier im ländlichen Raum, kennen die Eltern zum Teil auch sehr persönlich. Deswegen muss man da sich vor nichts scheuen, sage ich mal, und deswegen einfach sich ausprobieren, einfach machen.
00:24:50:13 - 00:25:28:18
Das klingt super. Ich würde mich jetzt gern verabschieden. Aber kannst du uns noch beibringen, wie man sich auf Sorbisch verabschiedet? Ich würde jetzt einfach sagen, mir Boogie Boogie mehr. Danke dir Matthias. Ja, erst im Podcast aufgenommen. Sechste Ja, also ich muss ehrlich sagen, ich wusste am Anfang des Tages noch nicht so viel über die Subkultur und ich habe super viel lernen können und mitnehmen können und bin eigentlich ziemlich interessiert, mich mehr damit auseinanderzusetzen und mal gucken, was sich daraus entwickelt.
00:25:28:20 - 00:25:56:23
Für Perspektive Land. Ob wir noch weitere Podcasts zu dem Thema aufnehmen können. Kerstin, wie kannst du so den Tag. Ja, ich mir geht es ähnlich. Also ich fand es auch total spannend und ich glaube, wenn ich Lehramt studieren würde, dann hätte ich jetzt Lust, mir die Region einfach mal näher anzugucken. Genau. Also das noch mal der Aufruf an alle Schaut es euch einfach mal an, Es ist wirklich cool und interessant hier und man kann sehr viel spannende Dinge lernen.
00:25:57:00 - 00:26:11:10
Bis bald. Tschüss. Und wenn du mehr über die sächsische Schullandschaft oder allgemein die Angebote von Perspektive Land erfahren möchtest, dann schau doch einfach mal auf unserer Homepage vorbei. www.perspektive-land.de.
Folge 9 (spezial): Sorbisch (er)leben in Sachsen, Teil 3/3 - Sorbische Oberschule Ralbitz
Mit unserer dreiteiligen Spezial-Reihe werfen wir einen Blick auf das sorbische Leben und die sorbische Kultur in Sachsen.
Der dritte Teil führt uns an die Sorbische Oberschule Ralbitz. Der Referendar Mathias Kliemank gibt uns Einblicke in das Schulleben und erzählt, welche Rolle die sorbische Sprache und Kultur im Unterricht und im Schulalltag spielen. Außerdem berichtet er von seinen Erfahrungen aus dem Referendariat und macht Lehramtsstudierenden Mut, sich z. B. in einem Praktikum einmal selbst mit einer sorbischen Schule vertraut zu machen.
Diese Folge auf Spotify, Deezer oder Itunes hören, oder direkt hier in unserem Webplayer:
00:00:09:15 - 00:00:36:01
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Perspektive Land der Schulpodcast Spezial. Wir nehmen dich mit auf eine Entdeckungstour durch Sachsen. In unseren Spezial Folgen stellen wir regionale Akteurinnen und Akteure vor. Wir zeigen dir, welche ungsmöglichkeiten und Unterstützungsangebote es für junge Lehrerinnen und Lehrer in den ländlichen Regionen gibt.
00:00:36:03 - 00:01:10:05
Hallo, herzlich willkommen und danke! Vielen Dank! Wir hatten vor vier. Diesmal sind wir unterwegs in der Lausitz und geben dir Einblicke in die sorbische Region in Sachsen. In drei Folgen erkunden wir das sorbische Leben, die Kultur und Sprache und wie diese an Schulen gelehrt und gelebt werden. Teil zwei führt uns in das Sorbische Museum Bautzen. Wir sprechen mit der Museumspädagogen Monika Oshika, lassen uns Teile der Ausstellung zeigen und erfahren, welche pädagogischen Angebote es für Schulklassen gibt.
00:01:10:09 - 00:01:35:10
Wir sind jetzt auf der Ortenburg. Hier findet sich das Burgtheater, der Burghof sowie das Sorbische Museum. Zurzeit ist im Hof der Burg das Sommertheater aufgebaut. Wir sind jetzt grad auf den Weg und laufen zum Museum.
00:01:35:12 - 00:01:59:15
Ja, dann sind wir jetzt hier im Sorbischen Museum in Bautzen zu Gast und sprechen jetzt mit Frau Oshika. Hallo, Hallo, Wieder herzlich willkommen. Ja, ich heiße Monika Uschicka. Ich arbeite hier im Sorbischen Museum auf Sorbisch. Selbst die Museen, ich bin ja zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit und für die Museumspädagogik. Ja, schön, dass Sie uns empfangen. Vielen Dank dafür. Genau.
00:01:59:15 - 00:02:20:07
Wir haben uns überlegt, wir wollen uns ein bisschen mit der sorbischen Region beschäftigen. Was es hier so gibt. Und genau auch, was man an außerschulischen Lernorten vielleicht hier erleben kann. Und da ist das Sorbische Museum ja eine sehr gute Adresse. Vielleicht können Sie kurz grundsätzlich zum Museum sagen Für einen Platz wie für Räume haben Sie hier und wie ist es hier aufgebaut?
00:02:20:07 - 00:02:52:16
Was für Themen behandeln Sie hier im Museum? Ja, das Sorbische Museum ist auf drei Etagen aufgebaut, sozusagen. Wir haben eine Dauerausstellung und eine Sonderausstellung mit wechselnden Themen. Und die Dauerausstellung zeigt natürlich die Geschichte, Kultur. Und da sind verschiedene Themen, zum Beispiel die Trachten, die Alltagskultur, die Bräuche im Jahreslauf. Verschiedene Beispiele dazu dann auch Literatur ist ein Thema und die Reformation also religiöse Themen.
00:02:52:20 - 00:03:16:20
Die sorbische bildende Kunst ist ein Thema. Mittelalter also. Von der Besiedlung bis heute bis zur Gegenwart wird alles beleuchtet. Und das auf drei Etagen. Als erstes vielleicht würde ich Sie gern fragen Was gibt es denn hier Alles, was man mit Schulklassen hier eigentlich erleben kann. Im Museum? Ja, ich würde sagen, wir sind eigentlich recht breit aufgestellt mit unseren Angeboten.
00:03:16:20 - 00:03:46:17
Das wären zum Beispiel verschiedene thematische Führungen, die wir anbieten für verschiedene Schulen auch, also für verschiedene Bildungseinrichtungen, sei es für Grundschulen, Förderschulen, Oberschulen, Gymnasien oder auch für die Vorschulgruppen. Da kann man die Themen auch verschiedenartig staffeln und schauen, dass es dann passt. Außerdem kommen ganz gerne auch Hortgruppen sozusagen in den Ferien und nutzen unsere angebote. Wir haben auch ganz verschiedene Workshops, die wir anbieten.
00:03:46:17 - 00:04:06:06
Also es sind nicht nur Führungen, sondern auch Aktivitäten, die wir sozusagen anbieten. Und das sind die Erfahrung eigentlich so, dass die Schüler gerne kommen und mit einem positiven Erlebnis dann wieder nach Hause gehen. Können Sie vielleicht ein Beispiel beschreiben von so einem Workshop? Also um was geht es da? Was machen Sie da dann mit den Schülerinnen und Schülern?
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Ganz gerne wird das Osterworkshop genutzt, das heißt gerade in der Osterzeit, dass wir in die Sonderausstellung gehen und Ostern und die sorbischen bräuche und Traditionen sozusagen aneignen. Die werden vorgestellt und dann wird es auch praktisch. Dann wird hier im Schülerkabinett können die Ostereier gestaltet werden. Ja, genau. Und dann haben sie ein Mitbringsel und sehen auch, dass Handarbeit auch Zeit braucht und wie lange man benötigt.
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Und das sind immer schöne Ergebnisse. Dann auch. Ja, ja, auch direkt was zum Mitnehmen. Genau. Ja genau, wie sind denn so Also was für Schulklassen kommen denn hier so her? Also Sie haben ja schon gesagt, eigentlich von allen möglichen Schularten sind das immer Menschen, die hier auch in der Region verwurzelt sind und das Sorbische schon gut kennen, oder?
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Wie ist das so aufgestellt? Ja, das ist eigentlich unterschiedlich. Unser Publikum, sage ich mal, es ist regional, auf jeden Fall Bildungseinrichtung des Landkreis Bautzen. Die können ja sozusagen Eintritt befreit in das Museum kommen. Das ist ja schön. Dann können Sie öfters mal das Museum besuchen, das heißt regionales Publikum, aber auch überregional kommen Schulklassen her, wenn Sie sozusagen das sorbische Thema in der Schule vorstellen.
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Ansonsten auch von den Jugendherbergen in Bautzen und und und. Der Umgebung kommen dann wirklich auch Schüler, die gerade hier in Bautzen oder im Umkreis sich dann aufhalten und ihr ihre Klassenfahrt haben. Und dann kommen sie gerne auch mal ins Museum. Ja, ist ganz unterschiedlich. Ja, ja. Okay. Und was sind so Rückmeldungen, die Sie bekommen oder Erfahrungen, die Sie so damit machen?
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Wenn jetzt zum Beispiel die Schülerinnen und Schüler noch gar keine Berührungspunkte so mit dem Sorbischen hatten? Ja, das ist auch wieder unterschiedlich. Viele sind vielleicht überrascht, was ich gerne mache bei Führungen mit Kindern, dass ich keine Monologe halte. Also mir ist eher so ein Austausch wichtig. Und dass ich das sorbische Thema nur als wie soll ich sagen. Also das ist nur ein Thema von vielen.
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Also ich frage dann auch vielleicht habt ihr auch eine Zweisprachigkeit in eurer Klasse, dass man sagt kennt ihr eigentlich eure Mitschüler? Und dann kommen auch wirklich tatsächlich Fragen oder Ach, das wusste ich ja gar nicht, dass du auch zwei Sprachen sprichst. Wenn es jetzt nicht so offensichtlich ist, dann war auch schon waren auch schon solche Momente, wo ich denke Mensch, da lernt er eure Mitschüler noch mal anders kennen und auch mal anders wertschätzen.
00:06:29:22 - 00:06:52:05
Dass man sagt Mensch in der Sprache mehr zu beherrschen, ist ja ein Reichtum. Und sich in die verschiedenen Kulturen einzuleben ist ja was Positives, sozusagen. Und das sind eigentlich, wie gesagt ganz unterschiedliche Momente und Erfahrungen. Manchmal ist es auch eher negativ, dass sie sagen na ja, das Sorbische wozu braucht man da es? Das ist doch eigentlich gar nicht im Leben so wichtig.
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Englisch ist viel wichtiger, diese Sprache zu beherrschen. Aber da muss man dann argumentieren oder sagen Ja, du hast deine Meinung und ich habe hier meine Meinung. Interessant ist auch, wie sich eine Meinung ändern kann. Weil waren ja auch unterschiedliche Schüler die jetzt gar nicht so Lust hatten ins Museum zu kommen. Dann sind die auch natürlich ein bisschen bockig.
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Kann ich alles verstehen. Aber zum Schluss waren diese sprachbegabt und konnten ganz viele auf einmal auch mitsprechen, haben bisschen was gelernt und wie gesagt, das sind dann solche schönen Momente, die man gerne behält. Na ja, Sie sind ja auch selbst in der Region sozusagen hier verwurzelt. Ganz genau. Ich lebe hier, wir haben eine sorbische Familie, wir haben drei Kinder, wir sprechen zu Hause auch Sorbisch.
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Das ist die Hauptsprache sozusagen. Natürlich haben wir zwei Muttersprachen das Sorbische und das Deutsche. Aber dennoch sprechen wir zu Hause meistens Sorbisch. Aber es ist ja die Umgebung, ist ja alles zweisprachig. Von daher lernen die Kinder schon.
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Beide sprachen parallel, die sind ja auch beide wichtig. Aber uns ist auch sehr wichtig, dass man eigentlich so ein gutes Verhältnis zu seiner Sprache findet und dass man sich das auch wertschätzen kann. Aber das sind alles Lebenserfahrungen, die man ja während seines Lebens sozusagen dann kennenlernt und sich dann irgendwie positioniert auch. Na genau. Manche sind auch abgeneigt und sagen Ach nee, das ist gar nicht mein Thema so und manche sind eher ja sagen, das sind meine Wurzeln und das ist mir wichtig, dass ich das auch so auslebe.
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Es unterschiedlich auch da gibt es Schulen, mit denen sie so feste Kooperationen haben, also die irgendwie immer wiederkommen oder auch bestimmte Projekte oder so hier machen. Wir haben eine eigentlich recht feste Kooperation mit dem sorbischen Gymnasium hier in Bautzen. Das sind dann immer wieder verschiedene Projekte, die wir zusammen anstreben und durchführen. Ein Beispiel wäre zum Beispiel, dass wir Sonderausstellungen zusammen haben oder sozusagen ein Teil einer Sonderausstellung auch vom sorbischen Gymnasium, von den Schülerinnen und Schülern mit bearbeitet werden kann.
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Ob in Streetstyle wäre so eine Ausstellung ein modernes Thema. Es ging um Mode, um sorbische Identität, wie man die im Alltag zeigen kann, ohne dass man die Tracht trägt oder ohne, dass man also außerhalb der Sprache sozusagen. Wie kann man das erkenntlich zeigen im Alltag? Und das waren so Ansätze, dass wir junge Designer in einem Wettbewerb ja war ein Wettbewerb ausgeschrieben, wo junge Designer sozusagen was Modernes gestalten konnten.
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Und die Schüler dazu haben sozusagen ihre Mode entworfen. Und entweder war das abgesegnet von alten Trachten, Trachtenteile oder eben, was neu genäht ist, also eine neue Kleidung sozusagen mit sorbischen Elementen. Und das war recht spannend. Es da waren auch andere Klassen oder andere Schulen mit integriert. Nicht nur das sorbische Gymnasium, sondern auch noch zwei, drei andere. Und da waren die auch recht stolz, dass sie das mit präsentieren konnten.
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Und auch die. Wir haben so eine Modenschau gemacht zur Finissage und da haben ganz viele andere junge Menschen mitgewirkt, also auch eine Tanzgruppe und eine sorbische und so verschiedene Partner waren da und haben das dann wirklich auch sehr fetzig präsentiert. Ja, cool. Das klingt total spannend. Okay, ich habe mal eine andere Frage Wie ist oder eine ähnliche Frage Wie ist denn die Zusammenarbeit mit den umliegenden sorbischen Schulen?
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Also gibt es da auch so Projekte wie mit dem Gymnasium hier in Bautzen oder wie ist da so der Zulauf? Ja, also wir sprechen immer wieder Schulen an, wenn wir ein Projekt haben. Zum Beispiel hatten wir auch. Wir haben ein Video Guide für Kinder, nicht nur den Audioguide für Erwachsene, sondern auch ein Video für Kinder. Das ist eine sehr schöne Sache.
00:10:49:15 - 00:11:23:13
Da können die Kinder oder die Schülerinnen und Schüler selbstständig das Museum erkunden. Also die gehen durch die Ausstellung. Dann sind verschiedene Sequenzen und dann kann man das mit das sind fünf Sagengestalten, die sozusagen durchs Haus führen und da haben sorbische Deutsche, polnische, tschechische und englische Schüler das eingesprochen, sozusagen. Das heißt, dass wir dann Kooperationspartner gesucht haben, und dadurch hat man immer wieder Berührungspunkte auch mit anderen Schulen, damit das dann sozusagen auch breit gefächert ist.
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Ja, das klingt super spannend. Ich würde jetzt gerne noch mal so einen Ausblick geben. In Zukunft gucken, Was würden Sie noch sich wünschen, wie sich die Region, die sorbische Region entwickelt? Ja, da kann man sich viel wünschen. Sehr positiv. Es wäre schön. Also ich fange mal anders an Die Korona hat ein bisschen dieses, was man sich an Vernetzung aufgebaut hat.
00:11:49:06 - 00:12:16:22
Na, dass man Kontakte geknüpft hat zu Schulen, zu Lehrern, zu verschiedenen Bildungseinrichtungen, Da hat man schon eine gute Konstante und einen guten Zulauf. Und da habe ich jetzt ein bisschen Bedenken, dass das bisschen abbricht, obwohl sie ja auf der anderen Seite die Klassen kommen wieder, also die nutzen auch unsere Angebote. Ich habe hier zum Beispiel auch eine neue Broschüre, haben wir als Museum rausgegeben, die haben wir gleich per Post verschickt und per Mail, Da haben wir auch schon einen guten Rücklauf, sozusagen.
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Da merke ich, die Schulen wollen auch kommen und die Angebote nutzen. Dennoch wünsche ich mir da oder hoffe ich, dass man da noch viel mehr aufbauen kann und nicht ich, muss ich dazu sagen. Nicht jede Schule ist offen für das sorbische Thema. Also muss man auch ehrlich sagen, wir sind ein Spartenmuseum. Zwar ist das ein Nationalmuseum, wir präsentieren hier sozusagen die ganze Geschichte und Kultur der Sorben aus der Ober und Niederlausitz.
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Aber wie gesagt, das ist ein Thema, was vielleicht nicht jede Schule anspricht und da würde ich gerne das weiter aufbauen und sagen, wir haben auch andere Themen und dann sind das verschiedene Verknüpfungspunkte, die man schaffen kann. Ob das jetzt Minderheiten Thema ist oder kulturelle Vielfalt oder politische Themen oder einfach Alltagsleben früher Trachten damals oder Bräuche. Also da kann man vieles, vieles noch weiter ausbauen und da wäre auch nicht schlecht, so einen Austausch mit den Schulen zu haben, um einfach auch genau zu wissen, was wollt ihr denn?
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Wie kann man euch denn hier ins Museum locken? Was wünscht ihr euch? Da kann man noch vieles aufbauen. Da können wir gespannt sein, was das noch kommt. Haben Sie denn neue Projektideen oder Schritte fürs Museum? Wie schon angesprochen, die Broschüre hat jetzt ungefähr 14 thematische Angebote. Das sind viele neu aufgebaut, sozusagen viele neue Themen aufgekommen, die wir jetzt aufgreifen und ausgebaut haben.
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Ansonsten hoffen wir, dass wir in ungefähr 5 bis 8 Jahren unsere Gäste in einem neuen Museum begrüßen dürfen. Die Dauerausstellung hier ist ungefähr 20 Jahre alt. Es ist ein denkmalgeschützte Gebäude hier. Es war ganz früher, als ein Salzhaus errichtet wurde. Dann wurde dann später zum Justizgebäude und erst seit den 1970 er Jahren sind wir hier im Museum sind wir hier im Haus als Museum.
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Also es ist jetzt nicht direkt als ein Museumsgebäude, das merkt man, dass man hier auch an Grenzen stößt. Und da hoffen wir, dass wir dort zukünftig in einem neuen Gebäude unsere Besucher begrüßen dürfen. Das wäre sehr schön. Gibt es da schon Pläne für neues Gebäude? Also es gibt schon da erst mal diese ersten Schritte mit Fördermittelantraganträgen und Partnersuchen und auch überall sich das okay holen und dass alle im gleichen Boot sitzen.
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Da sind die sozusagen die ersten Schritte, die gegangen werden und da müssen erst mal die Hürden überwunden werden. Und das ist dann auch, dass der Antrag dann bewilligt wird und dass wir dann dort weiter planen können. Sonst ist ja, sonst ist es ja wieder hinfällig. Hm, okay, na ja, mal gucken, Da kommen wir dann auf jeden Fall wieder.
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Kerstin Wenn wir uns in einem Gebäude, dann sind wir gegenüber dem Kornmarkt, sind da auf dem Lauenareal, das ist nämlich ursprünglich mal dort eine sorbische wie so ein Haus der Sorben gewesen und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg, was dann zerstört und war ruinös sozusagen. Und auf den alten Wurzeln oder auf dem alten Fundament wollen wir uns wieder errichten.
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Ja, mal schauen, ob das gelingt. Es ist auch eine Kooperation mit dem Sorbischen Institut. Also es ist nicht nur das Sorbische Museum, sind mehrere Institutionen sozusagen dann dort verortet? Ich habe eigentlich noch eine Frage, die schießt jetzt ein bisschen quer. Äh, hatten Sie während der Coroner Zeit irgendwie ein digitales Angebot für Schülerinnen und Schüler? Äh, Ansätze waren da.
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Da muss ich sagen, da sind wir jetzt nicht so ein Vorläufer wie andere Museen. Es ist auch schwierig, weil wir die Technik gar nicht hatten und natürlich kann man so Self mit Sachen machen, aber die waren dann nicht so gelungen. Also wir hatten wirklich verschiedene Angebote, aber das war dann nicht so hochwertig, dass man sagen kann, das kann man wirklich zeigen.
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Aber dennoch hatten wir auf unserer Homepage hatten wir die Videosequenzen von uns im Audioguide oder ich habe auch mal auf Facebook eine kleine Videobotschaft gemacht oder so, also solche kleinen Sachen eher okay, dann kommt jetzt eigentlich meine Lieblingsfrage und zwar Was macht denn die Region aus Ihrer Sicht so lebenswert? Vor allen Dingen mit dem Hintergrund der sorbischen Kultur.
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Und warum sollten genau Lehramtsstudierende auch hier in die Region kommen? Es ist eine sehr schöne Region, würde ich sagen. Die Lausitz ist ja vielfältig, also landschaftlich schon geprägt, würde ich sagen, aber auch kulturell und sprachlich. Man kann hier vieles entdecken, man kann sich hier auch sehr wohlfühlen, hoffe ich. Natürlich, das ländliche, der ländliche Raum, das muss man mögen.
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Na und? Und die ländlichen Schulen, die sind jetzt vielleicht nicht so hoch, also so gut aufgestellt oder so gebaut wie ein modernes Schulkomplex in der Stadt. Aber dennoch, Ich denke, dass die Schüler ein bisschen geerdet dann auch sind. Vielleicht, dass man sagt, es läuft etwas ruhiger ab. Auf den Oberschulen oder Grundschulen. Ja, und gerade hier in der sorbischen Region, da ist noch mal, wie soll ich sagen, das soziale Gefüge etwas anders.
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Also irgendwie kennt man sich hier und es ist noch etwas gebrochen und vielleicht. Kerstin, hast du noch zum Abschluss eine Frage an Frau Oshika Ich habe keine Frage mehr, aber ich würde total gerne noch ein paar Schritte durch die Ausstellung gehen, dass sie uns vielleicht noch ein bisschen erzählen, was man hier so sehen und erleben kann, das machen wir auf jeden Fall.
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Ja, okay, gut. Wir starten unseren Gang durchs Museum im Schülerkabinett. Genau hier ein relativ großer Raum, auch mit Tischen und verschiedenen Ausstellungsstücken und Materialien. Und wir starten hier mal an diesem Regal mit den Sagen Figuren. Wen haben wir denn hier? Alles. Ja, ich stell dir vor, das sind unsere Handpuppen, die die Sagengestalten darstellen. Es sind zum Beispiel der Wassermann, der hat ein Grünkopf und dazu auch die Tochter des Wassermanns.
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Auf Sorbisch heißt sie wo Delia. Und diese Handpuppen, die nutzen wir gerne bei Führungen, besonders für die Grundschulklassen oder auch für Vorschulkinder oder Förderschulen. Gerade dort, wo auch die sorbischen Sagen und die sorbische Sagenwelt in der Schule gerade auch thematisiert wird. Oder aber auch bei normalen Führungen, um einfach den Einstieg zu erleichtern und was Praktisches den Kindern zu zeigen.
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Weil Geschichten das geht immer. Genau. Dann haben wir noch den kleinen Lutz. Das ist der kleine Museums Kobold. Der ist schon recht alt. Der hat auch einen weißen Bart, einen weißen, langen Bart. Die werden auch ganz alt. Dieser ist 127 Jahre alt, sein Kumpel daneben, der ist so 185 Jahre alt und dahinter steht eine längliche Figur, ganz gelb und golden.
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Das ist die Budnitschka, das ist die das Irrlicht, wenn man sich hat, auch so Haare, so genau, ganz genau. Da befinden wir uns sozusagen gerade im Morast, im tiefen Sumpf, im Wald. Und wenn wir uns verirren, verirren, dann kommt die Wut. Nitschke Das Irrlicht. Und ja, dann ist sie entweder wie der Mensch selber, manchmal auch na, entweder positiv oder negativ in der Stimmung.
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Und entweder zieht sie dich ein in den Sumpf weiter rein oder befreit sie dich und leitet dir den Weg aus dem Wald raus. Genau unter Wassermann. Der funktioniert auch so, sozusagen. Nur jede Figur hat sozusagen zwei wie eine Medaille. Zwei Seiten positive und negative Eigenschaften. Zum Beispiel der Wassermann als Lebensspender. Aber auch der kann ich auch bei Hochwasser ins Wasser ziehen.
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Also es sind immer zwei Seiten, sozusagen. Denn dann frage ich auch ganz oft das, was eigentlich eine Sage ist oder der Unterschied zwischen einer Sage, einer Legende und einer Geschichte. Und dann ja, kann man sich so ein bisschen das Thema mit den Kindern erarbeiten. Der Krabat ist auch eine ganz beliebte Figur. Das ist sozusagen, sage ich immer, das Pendant zum Harry Potter.
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Das ist der sorbische Kumpel von Harry Potter, der Krabat, der auf Sorbisch Du selbst, Krabat und die Mittagsfrau die frau auch eher eine dunkle Gestalt. Aber das können die Kinder dann hier alles entdecken. Ja, ganz genau. Und noch mal kurz Wir befinden uns jetzt hier im Schüler Cafe, Das heißt, das ist im Schülerkabinett befinden wir uns im kabinett, das heißt, hier ist der Ort, wo Sie dann auch mit den Schulklassen arbeiten, wenn Sie zum Beispiel Workshops machen.
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Genau. Also bei einer Führung gehen wir erst mal durchs Museum, durch die Dauerausstellung und natürlich auch dann hier ins Schülerkabinett und können ja einfach noch mal Schule früher etwas spielen mit Tafeln und Kreide und Tusche und Feder malen und zeichnen oder einfach praktisch was machen. Alte Trachten anziehen, sich bisschen verkleiden und alles können die mal ein bisschen ausprobieren und wird gemalt oder was grad Thema ist und worauf sie gerade Lust haben.
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Wir haben auch hier in den Vitrinen beispielsweise dieses Jahr die Ostereier ausgestellt, weil kontechnisch fiel das ja alles ein bisschen aus. Es ist ja jedes Jahr ein Wettbewerb zum Verzieren von Ostereiern. Und da sind hier jetzt mal die Preisträger 2021 und da sieht man schon die Vielfalt. Und es sind ganz, ganz fein Muster. Ganz genau. Die Muster sind unterschiedlich, aber auch die Techniken.
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Es gibt ja viele Techniken und das kann man alles erlernen. Bei uns ist es so, dass die Kinder schon ja zu Hause, in der Familie oder im Kindergarten oder in Schulen das dann auch erlernen. Also, und wenn wir uns jetzt mal eine Technik genauer anschauen, zum Beispiel, dass die Wachstechnik die ganz normale, da haben wir unsere Hühnereier, die sind ausgeblasen und dann sind hier es sind immer drei zusammen, die zusammengehören und zum Beispiel das Dreieck, das sind aus Federkiel bestehen, sozusagen, das ist das Material.
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Und dann schneidet man oben ein Dreieck aus und das wird dann in Wachs getunkt und aufs Ei gebracht. Und da entstehen ganz unterschiedliche Muster. Man kann auch mit einer Nadel, mit dem Nadelkopf sozusagen Muster ziehen, dann wird das eher ein Strich und alles hat auch eine Symbolik sozusagen. Die Striche sind zum Beispiel auch eine Sorte, stellen eine Sonne da für das Leben und für die Energie.
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Und die Dreiecke sind eher Wolfszähne. Die können beschützen wir mit denen, die einem Kreis zusammengestellt sind oder aber auch zwei Dreiecke nebeneinander und eins drüber wie eine Pyramide, Dann ist es die Dreifaltigkeit. Also es sind alles christliche Symbole sozusagen. Und da kann man wunderschöne Botschaften auf das Ei bringen. Das kann man ja im Workshop auch erleben und selber gestalten, sozusagen.
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Die Eier kommen ja auch aus ganz verschiedenen Orten, hier zum Beispiel Weimar. Also es ist gar nicht nur sind gar nicht nur Menschen von hier, Ja, es ist der Wettbewerb, der ist ja überregional, da kann ja jeder dran teilnehmen. Dieser ist jetzt für die Erwachsenen gewesen. Es gibt auch sozusagen das für Kinder und da sind dann ganz unterschiedliche.
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Also man muss nicht Serbe sein, um Ostereier zu malen, das kann ja eigentlich jeder, wenn man sozusagen sich an die traditionellen Techniken hält. Das ist eine Voraussetzung, hier zum Beispiel bei diesem Wettbewerb. Und da haben wir aus Hoyerswerda, aus Kamenz, aus Cottbus, Melrose, wie gesagt, Weimar und Weißwasser, Löbau, also ganz unterschiedliche Teilnehmer. Gibt es denn eine Jury, die das bewertet?
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Die Ostereier Ganz genau. Dieser Wettbewerb wurde früher ausgerufen, um die Techniken zu erhalten, um das zu fördern sozusagen. Und da gibt es jedes Jahr eine Jury, die wechselt auch manchmal von den Personen. Genau das sind dann, glaube ich, drei oder vier Jurymitglieder. Und dann werden die das aus und diskutieren. Wer den ersten Preis gewinnt. Dann gehen wir mal weiter in unserem Rundgang.
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Ja, dann gehen wir erst mal oben weiter zur Empore. Das ist auch ein sehr schöner Blick nach unten. Jetzt sind wir hier im Festsaal. Ein riesiger hoher Raum mit wunderschönen Parkett kronleuchtern. Alles drum und dran. Was hat es damit auf sich? Ja, es ist jetzt ein Festsaal. Hier finden dann unsere Festivitäten statt. Wenn wir eine Ausstellungseröffnung haben oder Definissage, dann wird hier immer sozusagen erst mal ein Rahmenprogramm findet hier statt.
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Auch zu Ostern findet hier zum Beispiel Ostersamstag immer ein Programm statt, dass wir, das hier ein Chor singt beispielsweise, oder das hier eine Tanzgruppe aufführt. Hier sind auch ganz viele Konzerte oder Vorträge. Also der Raum wird unterschiedlich genutzt, auch was war das denn früher für ein Raum gewesen? Ja, heute ist es ein Festsaal. Früher war das hier der Gerichtssaal, hier wurde Gericht abgehalten und die Menschen dann sozusagen verurteilt.
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Wir stehen auf der Empore, das heißt, hier konnte dann das Gesindel stehen und zuhören und zuschauen, wie wie das Urteil verkündet wurde.
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Wir befinden uns jetzt in der sorbischen bildenden Kunst in der Galerie. Das ist interessant, weil ganz früher waren eigentlich eher die Maler aus dem Ausland, die die Lausitz bereist haben, um das Exotische zu malen, also die sorbische Tracht. Die war damals schon im 19. Jahrhundert, zum Beispiel hier, im 20. Jahrhundert dann schon was Exotisches, Exotisches, weil andere Kulturen haben ja ihre Trachten schon abgelegt.
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Und hier im Sorbischen Bereich war das ja noch alles erhalten und sehr authentisch. Und das hat die Künstler interessiert und da sind sie wirklich auch international sozusagen hier verortet und haben die Trachten gemalt oder auch die Landschaftsbilder, Stilleben, ganz unterschiedlich viele wichtige Persönlichkeiten. Und wir haben auch natürlich sorbische Künstler, zum Beispiel der Jan Buck, das ist ein, das ist ein sehr moderner Künstler, der wirklich auch moderne Kunst gemalt hat.
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Und dann nutzen wir gerne das Programm, was uns Bilder erzählen. Und das ist immer wieder interessant, wie sich Kinder wirklich entspannen und fokussiert die Kunst wahrnehmen und selber dann malen. Da sitzen wir ja auf dem Fußboden mit lauter Buntstiften drumrum und da können wirklich egal welche Klasse, welche Schule oder Hort Gruppe egal. Also das ist immer wieder schön zu sehen, dass sich Kinder noch so entspannen und auch wirklich konzentriert arbeiten können.
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Ganz in Ruhe, eine ganze Stunde. Und da können wir dann wir machen auch Klangbild und daraus, das heißt, dass die Kinder erst mal sich ein Bild aussuchen, dann malen oder auch selber was dazu malen. Und später sollen sie das Bild beschreiben. Und da haben wir auch verschiedene Klangelemente, was sie nutzen können und mit einbauen können. Wenn Sie Ihre Geschichte dann vorstellen und das ist immer wieder schön, auch ja und dann werden Sie direkt inspiriert von den verschiedenen Feldern.
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Ganz genau. Sind ja auch sehr unterschiedliche Stile. Also ja, es ist ja klassisch, aber natürlich auch modern und da wollen wir die ganze Bandbreite zeigen. Auch die verschiedenen Regionen sind sozusagen verortet, ob das jetzt das Braunkohlethema ist oder was ganz Modernes oder einfach Landschaften, Geschichten, Menschen, Trachten. Also es ist vieles vertreten. Wir haben wie gesagt, auch moderne Künstler, ob das jetzt die Iris, Iris Praag ist oder Sophie Natur oder die Maja Nagel.
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Zu ihr haben wir auch. Die Sonderausstellung hat hier im Museum ganz genau und gibt es in der Region viele sorbische Künstler. Das Interessante ist es sind sind jetzt eher Frauen Bei der Eröffnung von Maja Nagel bei der Sonderausstellung, dass sehr viele sorbische Frauen gerade vertreten sind. In der Kunstszene anderswo wird es wahrscheinlich anders sein. Aber es ist gerade so, dass viele Künstlerinnen hier vor Ort sind.
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Der Jan Buck zum Beispiel, wie gesagt, war ein Künstler, der ist aber jetzt leider verstorben mit über 90 Jahren. Es gibt auch viele Laien, Künstler, die wirklich hochqualitative Sachen machen. Aber wie gesagt, diese Namen, die ich gerade benannt habe, das sind so die gängigen Künstlerinnen jetzt hier in der Region, die natürlich auch andere Sachen machen, aber aber auch sorbische Themen bearbeiten.
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Bei Führungen natürlich, wenn es deutsche Klassen sind, dann ist das eine Führung in deutscher Sprache. Natürlich bauen wir gerne auch sorbische Elemente ein, dass die Kinder was sorbische lernen können, sei es ein Tanz, ein ein Lied oder oder halt wirklich nur sorbische Begrüßung und Bitte und Danke und so was. Ansonsten, wenn es zweisprachige Führungen sind, dann ist versuche ich oder versuchen wir beide Sprachen wirklich mit im gleichen Verhältnis anzuwenden.
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Man merkt ja auch, ob die wie die Kinder reagieren. So in welchen Raum befinden wir uns denn eigentlich jetzt? Jetzt sind wir eigentlich in der heutigen Zeit angekommen. Das heißt, das Schulthema ist natürlich auch oder das Bildungsthema ist hier auch verortet. Um 2005 war eine heiße Diskussion um die Schulschließung auch hier bei uns in der Region und das war wirklich ein Diskussionsthema.
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Auch in den Sorben, bei den Sorben, weil jeder hat für seine Schule gekämpft, keiner wollte die Schule aufgeben und da musste man dann die Realschule oder wie hieß es damals noch die Schule, die Mittelschulen schließen und die Grundschulen konnten aber erhalten bleiben. Und das wird hier bisschen thematisiert, wie das damals diskutiert wurde und wie das bei den Sorben auch ankam Und war es aber, was ich gerne mit einbaue bei den Führungen ist einfach die Karte über die nationale Minderheiten in Europa.
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Es geht ja um Kultur, Vielfalt, um Sprachvielfalt, um Spracherhalt und um Förderung von verschiedenen Minderheiten. Und da sage ich gerne, dass wir Sorben gar nicht die einzige Minderheit in Deutschland sind. Das sind eigentlich ja vier anerkannte Minderheiten. Autochthone Minderheiten in Deutschland, das sind wir Sorben hier in der Lausitz. Dann sind das die Friesen, die Dänen und die Sinti Roma und wir vier sind hier in Deutschland anerkannt, verortet.
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Und dann, wenn man in Europa schaut, da sind ja noch ganz viele verschiedene andere Kulturen und Sprachen innerhalb eines Landes vertreten und die miteinander leben. Und das ist eigentlich für mich immer ein schönes Beispiel, dass man einfach diese, diesen Reichtum braucht und diese Kultur, Vielfalt. Genau. Wir laufen jetzt durch die verschiedenen Jahre. Wir haben mit der DDR sind wir gestartet, laufen jetzt endlich wieder zurück in der Geschichte.
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Das sind hohe Gänge mit Informationstexten. Können Kunst Werbung aus den unterschiedlichen Epochen, Jahrhunderten. Um das Museum zu entdecken, braucht man mindestens eine Stunde bei einer Führung. Ansonsten gerne auch eineinhalb Stunden einplanen, weil wenn man sich doch vertiefen möchte in Themen ist es ja immer schön, wenn man ein bisschen ein bisschen Zeit hat. Wie gesagt, man kann ja von einem Thema ins andere springen, Da kann man sich ja Welten öffnen sich Welten auf einmal, auch wenn Fragen kommen.
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Jetzt sind wir gerade in im Alltag und schauen uns, schauen uns ein Fachwerkhaus an, auch die Alltagskultur, wie man gelebt hat, die Alltags trachten, die Gebräuchlichkeiten in einem Leben und die Fülle an Trachten, die würde ich gerne im nächsten Raum zeigen, weil das ist enorm. Genau. Die Alltags trachten hier rechts und hier links ist mal sozusagen eine Auswahl an den verschiedenen Trachten.
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Es sind ja ganz unterschiedliche Regionen auch und da, das muss man schon ein bisschen unterscheiden und das ist das Schwierige vielleicht für Fremde, vielleicht auch gar nicht schön hör ich auch öfters, wenn man sagt Na, da sieht ja, das sieht ja komisch aus oder weil man es einfach nicht kennt und das muss man dann auch akzeptieren und sagen na ja, ich bin damit aufgewachsen, das gehört zu meinem Leben.
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Ich kenne das und andere können ja ihre Meinung haben. Das ist ja dann in Ordnung. Welche Teile gehören denn alles zu so einer Tracht dazu? Hätten wir jetzt vielleicht mal von oben anfangen. Ja, wir können von oben anfangen. Okay, da hatten wir immer einen Kopfputz, also eine Haube, immer was auf dem Kopf. Früher, also im Alltag, waren es eher Tücher, um sich zu schützen.
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Vor Sonne und für vor der Witterung. Und ansonsten sind hier Hauben ganz unterschiedliche schwarz rot, immer von der Tracht abhängig und von der Region. Dann tragen die Frauen immer eine ein Tuch, das entweder bestickt ist oder auf den Schultern getragen. Genau das wird das Tuch wird um die Schulter gelegt, auf die Schulter gelegt und mit einer Nadel festgesteckt.
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Eine Schürze trägt jede Frau entweder die um Hoyerswerda in Blaudruck auch sehr bekannt oder aber in der Region. In der Niederlausitz sind es eher feine weiße Spitzen als Faller, als Schürze. Da drunter wird ein Unterrock getragen. Ganz früher waren es mal zwei oder drei oder mehr, heute sind es unterschiedlich von der Tracht eins oder zwei. Genau. Und noch eine Bluse drunter, sozusagen ein Kittel, sagen wir hier sind ja jetzt fast nur Frauen, oder?
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Ja, andere. Ja, es gibt auch da zwei, drei andere Figuren. Das sind männliche Figuren, die auch die Männertracht ein bisschen zeigen. Allerdings muss man sagen, dass heute wirklich eher die Frauen die Trachten tragen. Und die Männertracht, die hat sich dann so gut verbürgerlicht und dann auch so ein bisschen, ähm, ja, kann man nicht mehr wirklich sagen, dass es nur rein sorbisch ist.
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Also wir haben den sorbischen Osterreiter, der trägt ja einen schwarzen Zylinder, ein Gehrock und eine schwarze Hose und Stiefel, Reitstiefel. Und so ist auch der Braschka der Hochzeitsbitter, sozusagen ähnlich in seiner Tracht. Also das ist. Aber es ist schon fast verbürgerlicht, ist jetzt nicht wirklich eine reine sorbische Tracht. Das ist bei den Frauen noch erhalten und wir tragen dann unsere Trachten zu ganz verschiedenen Anlässen.
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Auch die Kinder schon, also gerade die Mädchen. Und dann sage ich Vielen Dank, Frau Oshika, für die tollen und spannenden Einblicke hier ins Sorbische Museum und genau, was sie alles hier so anbieten. Ja gerne. Dunkel ist. Aber der Podcast hat dein Interesse geweckt und du möchtest die sorbische Schullandschaft näher kennenlernen? Dann komm mit uns auf Entdeckungstour. Vom neun und 20. September bis 1. Oktober 2021 besuchen wir Grund und Oberschulen sowie außerschulische Lernorte in der nördlichen Oberlausitz.
00:35:21:06 - 00:35:28:16
Alle Infos und den Link zur Anmeldung findest Du auf unserer Homepage www.perspektive.de.
Folge 8 (spezial): Sorbisch (er)leben in Sachsen, Teil 2/3 - Sorbisches Museum Bautzen
Mit unserer dreiteiligen Spezial-Reihe werfen wir einen Blick auf das sorbische Leben und die sorbische Kultur in Sachsen.
In Teil 2 lernen wir das Sorbische Museum Bautzen als außerschulischen Lernort kennen. Monika Oschika führt uns durch die Ausstellungsräume und gibt uns einen Überblick über die museumspädagogischen Angebote für Schulklassen und was es hier alles über die sorbische Kultur, Geschichte, Kunst, Kleidung und vieles mehr zu entdecken gibt.
Weitere Infos unter: https://sorbisches-museum.de/
Diese Folge auf Spotify, Deezer oder Itunes hören, oder direkt hier in unserem Webplayer:

00:00:09:07 - 00:00:35:18
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Perspektive Land Der Schulpodcast Spezial Wir nehmen dich mit auf eine Entdeckungstour durch Sachsen. In unseren Spezial Folgen stellen wir regionale Akteurinnen und Akteure vor. Wir zeigen dir, welche Vernetzungsmöglichkeiten und Unterstützungsangebote es für junge Lehrerinnen und Lehrer in den ländlichen Regionen gibt.
00:00:35:20 - 00:00:42:22
Hallo, herzlich willkommen! Vielen Dank!
00:00:42:24 - 00:01:08:23
Diesmal sind wir unterwegs in der Lausitz und geben dir Einblicke in die sorbische Region in Sachsen. In drei Folgen erkunden wir das sorbische Leben. Die Kultur und Sprache und wie diese an Schulen gelehrt und gelebt werden. In Teil eins sprechen wir mit dem Bund Lausitzer Sorben e.V. Domovina. Wir lernen die Arbeit des Dachverbandes kennen und erfahren, wie die sorbische Sprache an Schulen vermittelt wird.
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Hallo und herzlich willkommen zu unserer neuen Folge. Ich habe diesmal meine Kollegin Josi mit dabei. Hallo Kerstin, schön, dass wir zusammen unterwegs sein dürfen in der Region. Ja, wir sind jetzt im Haus der Sorben in Bautzen, beim Dachverband der Domovina. Wir haben zu Gast jetzt die Frau Jurk. Vielleicht stellen Sie sich den noch mal kurz vor. Also mein Name ist erst mal Katharina JIch bin Regionalsprecherin.
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Der Name um Ihnen. Das heißt, ich habe ein Territorium, das ist der Verwaltungsverband am Kloster. Wasser ist eigentlich mein Regionalverband. Also ich sitze hier in Bautzen. Ähm, ich bin wirklich in Koschwitz. Also es ist eigentlich so das Kerngebiet der Sorben habe ich mir im Büro und arbeite im dort mit den Menschen vor Ort. Also die Domina selbst der Domina e.V. nennt sich Domina, äh Bund Lausitzer Sorben e.V. Das heißt hier sind Domina Ortsgruppen aus den einzelnen Orten, wie auch viele Vereine zusammengefasst und ein Dachverband.
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Und dieser wählt dann ein Gremium, also einem Vorstand mit einem Vorsitzenden, den wir auch haben, der sozusagen bildet das Dach der Domina und die Domina hat aber also mehrere mehr wie 100 Vereine Ortsgruppen, die darin vertreten sind und die dann eben die Außenwirkung in der Region bringen. Und dann gibt es unter diesen Dachverband regionale regionale Verbände, Regionalverbände. Einer davon ist der ist der sorbische Name Super Micha und Hornig.
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Also das heißt, das ist der Regionalverband, für den ich tätig bin. Hier sind die Vereine im Landkreis Kamenz zusammengefasst. Jetzt bezieht sich das besonders eben auf die Kommunen des Verwaltungsverbandes am Kloster Wasser, aber auch Teile, also einzelne Ortschaften von Kamen sind zum Beispiel auch mit Teilunseres meines regionalen Verbandes. Dann gibt es hier in der Region um Bautzen einen regionalen Verband, der territorial um vieles größer ist, also der wirklich die ganzen Kommunen in Bautzen, Indigo meistens bis Weißenberg Hochkirch umfasst.
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Das gleiche gibt es einmal um Hoyerswerda. Also das sind alles Kommunen, die im so ein bisschen Siedlungsgebiet, das sind die Siedlungsgebiete in Sachsen extra und in Brandenburg formuliert, welche Kommunen dazu gehören und die im territorialen sind in vier regionalen Verbände in Sachsen und zwei in Brandenburg zusammengefasst. Und so haben wir dann die Möglichkeit, mit unserem Dachverband bis in die Orte, bis zu dem einzelnen Personen, die in einem kleinen Verein im Wort zu strahlen.
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Wir arbeiten gemeinsam und so sind eben unsere Mitglieder relativ breit gefächert aufgegliedert. Und wie lange gibt es den Dachverband schon, den Dachverband gibt es seit 1912. 2012 hatten wir 100 Jahre Dominanz. Ja, geschichtlich verschieden. Auch über die Kriegszeit in der DDR hat es eine besondere Stellungnahme. Aber ja, wir haben jetzt auch in der Nachwendezeit eine sehr gute Entwicklung erhalten.
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Wir haben viele neue Mitglieder, auch was zurzeit besonders auch in meiner Region sehr ist. Es treten viele Jugendclubs der immer mit dabei, was eigentlich ganz interessant ist, dass auch Jugendliche Jugendgruppen ja wieder den Weg in diesen Dachverband finden und auch die Nähe suchen, die Zusammenarbeit suchen, weil sie in ihren Orten oder mit ihren mit ihren Jugendlichen auch die sorbische Tradition leben möchten.
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Einmal Es ist natürlich die Tradition, auch die Sprache sprechen und dadurch durch die da auch Unterstützung erhalten, aber eben auch eine gemeinsame Plattform finden. Und was können die genau dann machen? Die Jugendgruppen? Genau. Also wenn die Jugendgruppen Mitglied sind, zum Beispiel, dann gehören sie wirklich. Also sie haben einmal wir können Veranstaltungen gemeinsam werben, bekommen direkte praktische Unterstützung, was bei Jugendlichen eigentlich am meisten ist.
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Wir geben auch eine Förderung. Also man kriegt so 10 € je Mitglied ist keine große Summe, aber für Projekte, die die sorbische Sprache und Kultur fördern. Also so unterstützen wir direkt den einzelnen Club oder verein oder wie auch immer vor Ort, dass er die Sprache und Kultur fördert. Eben mit einem Beitrag und auch für Jugendclubs sehr praktisch. Sie können Veranstaltungshaftpflicht über die Domina, also müssen Sie sind ja ich selber Haftpflichtversicherung.
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Wenn Sie Veranstaltungen in sorbische Sprache machen. Das geht zentral über einen Dachverband und das ist wirklich wie Jugendclubs ein kleiner Anreiz sagen Ja, wir arbeiten mit euch zusammen und wir haben natürlich das. Das Gute daran, das den guten Maß der Dinge, dass wir einfach auch zentral ein bisschen zusammenarbeiten können. Wann sind Veranstaltungen oder wir machen einen Regionalverband Veranstaltung, da mache ich das mit einem Jugendclub gemeinsam.
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Egal, ob wir einen neuen sorbischen Film präsentieren oder wir haben Sportwettbewerbe. Also einfach der Zusammenhalt wird gefördert. Und dadurch, dass eben Sprachräume entstehen und die Sprache so weitergegeben wird und das funktioniert, denke ich jetzt wirklich immer. Also wir haben uns sehr gut entwickelt. Ich sage, wir haben jetzt in den letzten zwei Jahren durch Poona schon auch auf dem Feld schon einige Einbußen erlitten, weil einfach große Veranstaltungen, die wir gemeinsam mit unseren Mitgliedern durchführen wollten, konnten nicht stattfinden.
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Und jetzt heißt es wieder, hoffentlich bald nach Poona, das wieder aufzubauen, die Kontakte zu pflegen. Wir haben zwar über Onlineangebote verschiedene Sachen versucht, ständig in Kontakt zu bleiben, aber natürlich war es nicht so einfach. Also es ist jetzt auch eine neue Herausforderung für uns alle, wie wir jetzt damit weiter umgehen. Wir hätten jetzt in drei Wochen in Großwitz ein großes internationales Folklorefestival, wo wirklich auf viele unserer Kulturgruppen unsere Vereine mit engagiert werden.
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Das können wir leider nicht, ja nicht stattfinden lassen. Und das ist schon so ein bisschen her. Ein ein was? Jetzt, wo wir sehen müssen, wie wir unsere Arbeit auf weiterführen. Und gibt es denn eine Möglichkeit, das anders zu machen? Diese größere Veranstaltung also wir haben, wir haben, wir hatten viele Ideen, wir haben auch eine kleinere regionale Variante jetzt lange diskutiert.
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Das Problem ist, wenn man einmal ein relativ hohes Niveau eines Festivals hat, das allen gerecht und runter zu schrauben, ist schwierig. Wir versuchen jetzt, verschiedene andere kleine Veranstaltungen durchzuführen. Die Veranstaltung kann wirklich bis die ist erst wieder 23 dann das so ein Großprojekt ist, dass wir das nicht jedes Jahr machen müssen, weil wir sind die Orte und alle unsere Mitglieder etwas überfordern.
00:08:51:08 - 00:09:21:14
Aber dann wird mit der 23 und jetzt versuchen wir durch kleine Sachen, kleinere Projekte eben auch wieder besonders in Kontakt mit unseren Mitgliedern zu treten. Sie haben ja gerade erzählt, dass Sie viel mit Jugendgruppen jetzt zusammenarbeiten und verschiedene Veranstaltungen machen. Was sind denn noch so die Aktivitäten von und Domina? Also gibt es auch für Nichtmitglieder Angebote? Ja, also die Domina ist einmal, also wirklich die politische Vertretung der Sorben.
00:09:21:16 - 00:09:51:00
Also der Dachverband ist wirklich auf einen höherem Gremium und dann freut sich das. Also wir arbeiten kulturell, wir kümmern uns, egal ob um kleine Dorfmuseen von Sorben mit oder um künstlerische Ausstellungen. Also durch die vielen Vereine, die, die da. Immer wieder umfasst es wirklich das Spektrum von Kunst, Kultur, Wissenschaft und direkten Projekten. Also wir sind arbeiten ich nie nur als Projektmitarbeiter.
00:09:51:00 - 00:10:39:04
Wir machen Projekte, wir. Am Wochenende war jetzt ein kleines Projekt, wo sie sich um. Um das Sticken von Trachten gekümmert haben. Also das, was weitergegeben wird oder eine Komponierwerkstatt. Also wirklich das praktische Dinge ähm sorgen und auch nicht so um neue Mitglieder weiter gereicht werden, damit die die Sprache und die Tradition weiterlebt. Also und das ist wirklich das ist der Gesamtpunkt, der ist so breit gefächert, dass wir wir können nicht alle sparten irgendwie, aber wir haben ein Sprachzentrum mit in der Domina, also Abteilung angegliedert, also wirklich, wo es um Erhalt der Sprache und Kultur geht.
00:10:39:06 - 00:11:12:24
Das klingt spannend. Wir haben heute schon gelernt es gibt ja ober sorbisch und nieder sorbisch. Aber was ist denn die Besonderheit? Wie unterscheidet sich das? Also unterscheidet sich grundsätzlich sind wirklich zwei separate slawische Sprachen haben natürlich viele Zusammenhänge, aber das ober sorbisch ist eher angenähert im Tschechischen, wohingegen das nieder sorbisch auch territorial veranlagt, eher dem Polnischen neigt, also dass man die polnische Sprache besser verstehen kann oder Sorbisch lernen.
00:11:12:24 - 00:11:49:04
Auch einige Polen besonders Zurzeit haben sie in Cottbus jede Menge Sprachkurse, weil in Brandenburg hat die Ferien Anfang sind dort jetzt zwei Wochen intensive Sprachkurse, weil die sorbische Sprache wirklich nicht mehr so viele Sprecher hat. Besonders auch im mittleren Alter. Also Kinder, lernt schon die Sprache durch viele der Gruppen in den Kindergärten, in den Schulen. Aber dort ist schon ein relativer Bruch in der mittleren Generation, dass dort sehr viele Sprachkurse notwendig sind.
00:11:49:06 - 00:12:27:22
Im Ober Sorbischen gibt es auch jede Menge Angebote für Sprachkurse. Wir versuchen auch in den Kindergärten, also von. Also eine vollkommene Immersion, dass die Sprache von Anfang an mit gesprochen wird, dass die Kinder das zweisprachig aufwachsen und das dann weitergeben. Also dann der der Schulweg, ja sorbische und und Oberschulen auch ein komisches Gymnasium und wir haben eine zahlreiche Schulen, wo so manche, wo die sorbische Sprache mit unterrichtet wird als Zweitsprache oder dann auch als Fremdsprache.
00:12:27:22 - 00:12:58:14
Also da gibt es unterschiedliche Status der Sprache, an den Schulen unterrichtet wird. Sie haben ja jetzt schon das Thema Schulen angeschnitten, genau wie es sind. Also wie sieht denn eine Zusammenarbeit mit den Dachverband und Schulen überhaupt aus in der Region? Also es ist eigentlich ein eng, also wir versuchen viele unsere Lehrer sind auch Mitglieder. Wir selber sitzen jetzt grad im Sitzungsraum, der den Sorbischen Schulen Verein angegliedert ist.
00:12:58:14 - 00:13:36:15
Oder hier sitzt die Verwaltung des Sorbischen Schulvereins. Der Sorbische Schulverein kümmert sich nicht nur um Schulen, aber er ist selber Träger von sieben Kindertagesstätten, fünf in der Oberlausitz, zwei in der Niederlausitz und ist immer mit einem intensiven Kontakt und Austausch mit den Schulen, mit den Grund und Oberschulen, mit den Lehrern hat auch viele Lehrer in seiner Mitgliedschaft. Also die Mitglieder des Schulvereins sind größtenteils 80 % Lehrer, die mit Ja zur Weitergabe der Sprache an den Schulen führen.
00:13:36:17 - 00:14:03:05
Und durch das mit der Sprachzentrum ist auch also das hat auch eine enge Zusammenarbeit mit den Schulen und dadurch für das zwei plus Konzept ja das eine Konzeption zur Erlernung der Zweisprachigkeit oder beide Sprachen parallel zwar erlernt wird, dadurch sehr gefördert. Sie haben das ja jetzt gerade schon angesprochen, das Zwei plus Konzept. Können Sie das noch mal kurz erklären?
00:14:03:05 - 00:14:45:00
Oder auch generell, wie das Sorbische an den Schulen unterschiedlich gelehrt umgesetzt wird? Genau. Also mir haben einige eigentlich hier in Sachsen sechs sorbische Grundschulen, die direkt als sorbische Schule gelten. Hier erfolgt eine Alphabetisierung in Sorbisch. Teilweise sind auch Klassen dabei, wo einfach in ang vermittelt viertgrößte, aber zwei plus heißt eigentlich, dass eine sorbische Alphabetisierung als erstes oder als zweites neben der deutschen Alphabetisierung also die lernen wirklich vom ersten Tag an die Kinder erst das sorbische Alphabet und parallel das deutsche.
00:14:45:02 - 00:15:15:13
Und so ist es eben auch mit dem Schreiben und dem Lesen. Also dass wirklich ein großer Anteil der sprachlichen Fächer in den ersten Klassen das Sorbische ist und die Kinder lernen. Ich kann aus persönlicher Erfahrung sagen, dass deutsche genauso parallel mit und können zum Abschluss der ersten Klasse beide Alphabete und das ist eigentlich ja die Besonderheit, dass die Sprache nicht extra gelehrt wird, sondern parallel, dass man guckt.
00:15:15:13 - 00:15:52:14
Man lernt die Buchstaben in Sorbisch. Wie wendet sie aber gleichzeitig auch im Deutschen an, dass man da wirklich beide Sprachen gleich und gemeinsam lernt. Hinzu kommt, dass Fächer wie Mathematik oder später auch Biologie und andere Fächer auch sorbisch unterrichtet werden, zumindest bis zu einer gewissen Klassenstufe sieben acht sie höher, dann wird das Vokabular schwieriger. Dann teilweise sind auch nicht mehr leider so viele Lehrer da, dass es auch in Deutsch unterrichtet wird, aber sonst immer zweisprachig.
00:15:52:14 - 00:16:46:00
Dass Kinder alle sorbischen Begriffe lernen und die Deutschen natürlich auch, dass sie vom Abschluss her also jedem anderen deutschen Schüler gleich sind. Und da haben wir eigentlich ganz gute, erprobte Praktiken. Und ja, das funktioniert sehr gut und zurzeit. Wir brauchen aber viele sorbische Lehrer, Auch diese Zwei plus System und die Zweisprachigkeit ist eine besondere Herausforderung im Idealfall gibt es dann ein Team Teaching, das heißt, in einer Klasse unterrichten zwei Lehrer, einer ist der sorbische Ansprechpartner, andere hilft als Einzelner oder es macht dann die Übersetzung ins Deutsche und dann zeigt die Vokabeln ins Deutsche, so dass die Kinder wirklich beides lernen und ja, auch gefördert werden, sodass wir auch die Möglichkeiten haben, Kinder, die nicht von
00:16:46:00 - 00:17:15:06
zu Hause aus Muttersprachler der sorbischen Sprache sind, mit in den Klassen zu integrieren und mit ihnen gemeinsam die solche Sprache zu erlernen. Das ist territorial, von Ort zu Ort sehr unterschiedlich, auch wie die Ausgangssituation der Kinder ist. Also ich lebe und wohne in Koschwitz oder im Nachbarort, nur nicht und da haben wir noch ein sehr gutes. Also wir haben ein hoher Anteil an muttersprachlichen Kindern, so dass wir es eigentlich schaffen.
00:17:15:08 - 00:17:46:12
Unser Direktor sagt immer 75 % und 75 % Muttersprachler sind schaffen wir 25 %, die zu Hause nicht die deutsche Sprache auf einem sehr hohen Niveau sorbisch zu alphabetisieren. Also kostet es halt bis in die Besonderheit, dass es nur eine rein sorbische Schule ist. Also es gibt nur Klassen, die muttersprachliche Alphabetisierung, bei anderen wird das teilweise ein bisschen aufgeteilt. Das ist immer auch abhängig von den Voraussetzungen, die vorhanden sind.
00:17:46:14 - 00:18:12:05
Das war jetzt dieses Modell zwei plus. Genau. Und dann haben Sie gesagt, es gibt auch noch Schulen, die sozusagen Sorbisch als Fremdsprache dann auch wieder, also man nennt das so ein bisschen aus der Vergangenheit bei Sorbisch, also die erlernen die Sprachen in Bayern, die werden nun mal deutsch mehr alphabetisiert, erlernen aber die sorbische Sprache in einigen Stunden. Ähm, ja mehr wie eine Fremdsprache.
00:18:12:07 - 00:18:37:17
Genau. Okay, und haben Sie da auch eine Zahl, wie viel Schulen es da gibt? Sind das nur Grundschulen oder wird das weitergeführt? Das sind auch weiterführende, zum Beispiel wichtig es sind Einzelne und ich habe kleiner immerhin geschafft die Karte mit solchen, weil es sind wirklich jede Menge also schätzungsweise über 20. Aber ich will mich eigentlich hier nicht auf eine Zahl festlegen, weil das ist auch vom Modell her unterschiedlich.
00:18:37:17 - 00:19:17:16
An Schulen, aber relativ breit gefächert. Und sie sagt, man braucht viele Lehrer für Sorbisch. Wo kommen die denn her? Ja, wir haben schon, ähm, also wir haben ein wichtiges Gymnasium, muss man sagen. Und wir versuchen dort wirklich viele Absolventen zu werben. Wir haben da auch besondere in Sachsen, ja, besondere Voraussetzungen, dass man da sogar ein Bonus für den NC bekommt, was besonders nicht oft, aber also man es wird wirklich die Der Lehrerberuf wird jedes Jahr den Schülern vorgestellt beworben.
00:19:17:18 - 00:19:45:02
Aber wir brauchen nicht natürlich nicht nur Sprachlehrer für die sorbische Sprache. Aber wenn wir die Sprache in allen Fächern anbieten wollen, müssen wir natürlich sehen, dass auch unsere Lehrkräfte Mathematik, Fachgebiete, Kunst, andere Sachen studieren. Und da ja immerhin ist, sind auch immer Absolventen abhängig. Und wie viel kommen dann vom Studium wirklich mit dem Beruf? Das ist leider nicht so einfach.
00:19:45:04 - 00:20:14:24
Wir haben auch viele hier, einige Quereinsteiger jetzt oder nie noch mal den Beruf nachträglich wiederholt haben, so dass wir ja versuchen, schon jedes Jahr Lehrer zu bekommen und zu erhalten. Attraktive Schulen. Ja, Um Lehrer zu gewinnen und zu behalten, brauchen wir attraktive Schulen. Und da ist auch die Domina, ein starker Vertreter, der sich dafür einsetzt, dass unsere Schulen auch Gelder bekommen, damit sie ihre Attraktivität steigern können.
00:20:14:24 - 00:20:42:13
Egal ob vom Bauherr oder auch konzeptionell zurzeit. Das sind alles normale staatliche Schulen. Aber wir versuchen schon auch durch unsere Netzwerke, uns so für den Lehrerberuf zu werben und diese dann auch wieder zurück in unsere Heimat zu gelangen. Sie haben jetzt gesagt, es braucht attraktive Schulen. Was ist denn aus Ihrer Sicht auch noch an der Region? Interessant, dass wirklich Lehramtsstudierende Lust haben, hierher zu kommen.
00:20:42:15 - 00:21:10:11
Genau. Also es ist schon dieses Einmal. Diese Verbundenheit und die Sprache zeigt, dass man nicht nur Lehrer ist und studiert. Aber man hat auch viele kulturelle Besonderheiten neben dem schulischen Nehmen. Also man muss schon sagen, hier bei uns, bei den Sorben, man ist verbunden und man sieht auch, man kann vereinzelt Tätigkeiten, man hat viele kulturelle Aspekte, genau, wenn man hier lebt und ansiedelt.
00:21:10:13 - 00:21:45:06
Ich denke, man kann da sehr gut in eine Gemeinschaft finden und hier etwas gemeinsam bewirken. Und das gemeinsame Ziel, der Erhalt und die Förderung der Sprache und Kultur, denke ich, schweißt auch zusammen und sagt also, dass man sich dann auch für die Region engagiert und hier gut zusammenleben kann. Und Sie sprechen damit auch jetzt explizit nicht nur Menschen an, die von hier kommen, die sowieso einen Bezug zu der Region haben, sondern auch ganz offen sozusagen die sind wir also in diesem Sinne sehr offen.
00:21:45:06 - 00:22:15:05
Und es gibt auch viele, ja, wir nennen es bei uns gemischte Ehen, weil es gibt ja dann meistens den sowieso Muttersprachler und dazu kommt ein Partner, der vielleicht nicht auch hier nicht geboren ist, der die Sprache nicht gelernt haben, der sie gerne lernt. Also unsere Erfahrung zeigen, dass Personen, die vom weiter weg hier in die Region kommen, oft sehr viel offener für die Sprache sind, wie die hier geboren wurden und nicht die Sprache von Kind, einer erlernten.
00:22:15:07 - 00:22:41:20
Also das ist so ein bisschen unsere Erfahrung, dass mir wirklich viele und ich denke also auch wenn ich jetzt meine Vereine und oder Ortsgruppen der Domina vor Ort sehe, dass sie gern auch von außerhalb jemanden mit einbeziehen. Das klingt alles super spannend. Ich glaube Kerstin ich haben super viel in der kurzen Zeit jetzt lernen können und mitnehmen können.
00:22:41:22 - 00:23:22:00
Frau Jörg. Vielen Dank für das Interview. Und ja, ich denke, wir sehen uns wieder wieder. Irgendwann zum Ende. Vielen Dank! Der Podcast hat dein Interesse geweckt und du möchtest mehr über das Sorbische erfahren? Dann freu dich auf die zweite und dritte Podcastfolge. Teil zwei führt uns in das Sorbische Museum Bautzen. Im dritten Teil werden wir mit der Sorbischen Oberschule Ralwitz einen Blick in die schulische Praxis Und wenn du mehr über die sächsische Schullandschaft oder allgemein die Angebote von Perspektive Land erfahren möchtest, dann schau doch einfach mal auf unserer Homepage vorbei www.perspektive minus land.de.
Folge 7 (spezial): Sorbisch (er)leben in Sachsen, Teil 1/3 - Domowina (Bund Lausitzer Sorben e.V.)
Mit unserer dreiteiligen Spezial-Reihe werfen wir einen Blick auf das sorbische Leben und die sorbische Kultur in Sachsen.
In Teil 1 erfahren wir von der Domowina (http://www.domowina.de/witajso-witajce-willkommen/), wie sie als Dachverband sorbisches Leben in der Lausitz fördert. Außerdem lernen wir die verschiedenen Konzepte kennen, wie die sorbische Sprache an Schulen in der Region gelehrt wird. So viel vorab: Nachwuchslehrkräfte werden auch hier dringend gebraucht!
Diese Folge auf Spotify, Deezer oder Itunes hören, oder direkt hier in unserem Webplayer:
00:00:09:13 - 00:00:45:13
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Perspektive Land der Schulpodcast. Wir nehmen dich mit auf eine Entdeckungstour durch die sächsische Schullandschaft. In diesem Podcast erfährst Du, wie vielfältig Sachsens Schulen sind und welche besonderen Konzepte und Ideen dich hier erwarten. Heute mit Christoph Kober von der Oberschule Hans Pelzig Klingenberg. Praktika absolviert. Staatsexamen Arbeit geschrieben. Abschlussprüfungen bestanden. Was folgt, ist der nächste Schritt auf dem Weg zur Lehrerin, zum Lehrer.
00:00:45:15 - 00:01:18:07
Das Referendariat bzw der Berufseinstieg ist eine besonders spannende Phase, die mit vielen Fragen verbunden ist. Welche Region? Welche Schule? Zurück in die Heimat oder auf zu neuen Ufern? Von erfahrenen Lehrkräften lernen und eigene Wege gehen. Ich spreche heute mit einem jungen Lehrer über seinen Berufseinstieg. Christoph Kober war Stipendiat im ersten Durchgang des Sachsen Stipendiums und hat im vergangenen Jahr an der Oberschule Hans Pelzig in Klingenberg sein Referendariat abgeschlossen.
00:01:18:09 - 00:01:42:10
Heute stellt er uns seine Schule vor und erzählt von seinen Erfahrungen als Berufseinsteiger in einer sächsischen Bedarfsregion. Ja, hallo und herzlich willkommen, Christoph. Hallo. Schön, dass du da bist. Wir nehmen ja heute wieder aus der Distanz auf. Also ich aus Dresden und du aus, Wo? Ich bin in Freital. Bei mir zu Hause. Also so halb ländlich, halb städtisch.
00:01:42:12 - 00:02:13:01
Und freue mich, dass ihr mich eingeladen habt. Und dass wir heute reden können. Ja, zu Beginn hätte ich zwei Satzanfänge für dich, die ich dich bitten würde, zu ergänzen. Der erste ist Schule bedeutet für mich, gemeinsam mit jungen Erwachsenen einen wichtigen Teil ihres Lebens zu gehen. Sehr schön. Schule ist ja nicht nur ein Ort, in dem man Stoff Wissen vermittelt im Sinne von Fakten lernen und auswendig lernen und dann mal Prüfung machen wiedergeben.
00:02:13:03 - 00:02:38:04
Sondern Schule ist auch ein Ort, an dem Lernen ganzheitlich stattfinden soll. Wir haben ja das soziale Lernen. Wie komme ich mit anderen Menschen aus? Auch die ich nicht so sehr vielleicht mag, die mir vielleicht auch unsympathisch sind. Das begegnet im Alltag und ich denke grad junge Erwachsene fünfte bis zehnte Klasse, die heranreifen, brauchen jemanden, der sie an die Hand nimmt, bildlich gesprochen.
00:02:38:04 - 00:03:07:24
Und diesen Weg mit ihnen geht. Ja, der zweite Satz ist Ich gehe gerne in die Oberschule Hans Poelzig Klingenberg, weil ich finde, dass es dort ein sehr gutes Schulklima gibt zwischen den Schülern, zwischen den Lehrerinnen. Ich ein aufgeschlossenes Kollegium habe, das mir sehr viel Input gibt, sehr viel beigebracht hat und noch beibringt, aber auch aufgeschlossen für Neues ist, das ich sozusagen mit rein bringe.
00:03:08:01 - 00:03:29:18
Ja, da werden wir vielleicht nachher noch ein bisschen mehr drüber sprechen. Genau, um das so ein bisschen noch mal rund zu machen. Stell doch dich noch mal kurz vor und auch deine Schule. Also was gibt es da so allgemein zu sagen? Okay, also ich bin da. Christoph Kober Ich bin auch 30 Jahre, mittlerweile schon und bin fertiger Lehrer.
00:03:29:18 - 00:03:55:24
Mittlerweile für das Lernen Oberschule. Meine Fächer, die ich aktuell unterrichte, sind Deutsch, Geschichte und Ethik. Wir kennen uns, das sollte man vielleicht auch sagen. Durch das sechste Stipendium. Ich bin ja die erste Riege der Sachsen Stipendiaten und dadurch haben wir uns sozusagen kennengelernt. Sag doch noch mal kurz zu deiner Schule Wo liegt die? Wie groß ist die? Wie viele Schülerinnen und Schüler usw.
00:03:56:01 - 00:04:28:04
Wie du schon sagtest, ich gehe oder stehe, ich arbeite an der Oberschule Hans Völllig in Klingenberg geht und auch irgendwie dann schon zur Schule. Die sind in einer mittlerweile würde ich sagen für eine ländliche Region mittelgroße Schule. Wir haben. Ich habe gestern noch mal in die Schule Datenbank geschaut. 339 Schülerinnen sind aktuell zwei 1/2. Zügig sind 26 Lehrerinnen und aktuell zwei Referendarinnen und unser Name kommt daher, dass wir die Talsperre Klingenberg in der Nähe haben.
00:04:28:04 - 00:04:53:19
Und der Architekt dieser Talsperre hieß Hans Poelzig und das haben wir als Anlass genommen, diese Schule nach zu benennen. Wir liegen mitten im Thüringer Wald. Wenn wir rausgehen, haben wir den Wald fast direkt vor der Haustür. Wir haben eine sehr gute öffentliche Anbindung nach Dresden. Unser Bahnhof hat eine direkte Strecke in 30 Minuten von Dresden Hauptbahnhof nach Klingberg ohne umzusteigen.
00:04:53:19 - 00:05:13:23
Von Dutzend nur fünf Minuten Schulweg zu Fuß. Wir sind gut mit dem Auto erreichbar. Über verschiedenste Bundesstraßen und sind damit und haben damit die Möglichkeit, schnell, relativ schnell in der Stadt zu sein für den ländlichen Raum. Aber wir sind halt mitten im grünen Naturschutzgebiet. Auch an der Wald. Ja, jetzt hast du schon ein bisschen was zur Schule gesagt.
00:05:13:23 - 00:05:41:11
Bevor wir jetzt so zu unserem Schwerpunktthema heute kommen, das ist ja das Thema Berufseinstieg, würde ich gerne noch ein bisschen mehr über die Schule erfahren. Also ein bisschen was hast du jetzt schon gesagt? Gibt es noch so was, was die Schule besonders ausmacht oder auch, was dir dort besonders gut gefällt? Genau. Was man vielleicht sagen muss, dass wir keine Schule sind, die jetzt besonders neue oder innovative Konzepte fahren, was das ja alle betrifft.
00:05:41:14 - 00:06:09:07
Was wir aber haben, ist ein Konzept, was sehr auf Kultur und auch Bewegung abzielt. Wir haben sehr großen Hof, haben 5000 Quadratmeter großes Schulhof. Wir haben dort Sportanlagen, wir haben zwei Fußballplätze auf dem auf dem Hof. Wir haben die Möglichkeit, dass Schüler Tischtennis spielen können. Wir haben Volleyball, ein Volleyball, Platz auf den Hof und haben entsprechend auch Gerätschaften.
00:06:09:09 - 00:06:30:18
Und da ist dann auch während der Hofpause auf dem Fußballplatz immer ein reges Treiben und die Tischtennisplatte wird genutzt. Wir haben die Sitzmöglichkeiten und alles auch sehr schön im Grün. Wir haben, was auch die Bewegung die Gesundheit betrifft, einmal im Jahr einen Waldlauf. Da trifft sich dann die ganze Schule und jede Klasse hat halt eine bestimmte Strecke zu absolvieren.
00:06:30:18 - 00:06:57:15
Für die kleineren Klassen ist es eher eine kurze Strecke. Ich glaube, die Großen müssen dann schon ihre 3000 Meter oder so was am anderen laufen und auch Lehrer mit. Zumindest die, die nicht abgestellt sind. Als Streckenposten. Wir haben viele Wandertage. Bis zur letzten Schulwoche sind die Schüler eigentlich immer unterwegs. Die Jungen, die Fünftklässler zum Beispiel erkunden, dann die Gegend, schauen Was hat eigentlich die Talsperre Klingenberg mit unserem Namen zu tun?
00:06:57:15 - 00:07:25:10
Dass wir den Bezug herstellt, dass dieser Bezug hergestellt wird. Und wir haben auch generell viele Sportveranstaltungen. Also unsere Sportlehrer sind da hinterher, dass da die ganzen Sportveranstaltungen, die der Freistaat anbietet, dass da unsere Schule auch mit vertreten ist. Des Weiteren haben wir ein gutes kulturelles Programm. Wir haben beispielsweise einmal im Jahr einen Weihnachtsmarkt, den die Schüler durchführen. Da kommt dann die Großeltern, die Eltern.
00:07:25:10 - 00:07:48:03
Es werden kleine Dinge für die Klassenkasse verkauft. Die Fünftklässler studieren ein Musical ein, wo sie wirklich singen, tanzen, Theaterspielen und das wird dann den Eltern präsentiert. Auch die zehn Klasse studieren im Musikkurs dann in der Regel ein Musical ein. Was sich die Schule dann anschaut. In den letzten Wochen, sofern eben keine Pandemien dazwischen kommen, das muss man dazu sagen.
00:07:48:06 - 00:08:18:07
Das ist jetzt alles leider ein bisschen gehänselt und wir legen großen Wert als Oberschule auf Berufsorientierung. Das ist, denke ich, die die Kernkompetenz, die eine Oberschule mitbringen soll. Wir halten eine Berufsmesse in der Schule ab, wo sich die Betriebe in der Region vorstellen können. Wir haben die Berufswahl Pass, wo die Schüler rausfinden in bestimmten Arbeitskreisen. Was macht eigentlich mein Charakter aus?
00:08:18:07 - 00:08:42:02
Was interessiert mich? Welchen Beruf möchte ich eigentlich oder oder Welche Beruf interessiert mich? Was kann ich dafür tun, um dieses Ziel zu erreichen? Und sind auch vernetzt mit den Betrieben in der Umgebung. Und das ist schon richtig viel, was du jetzt erzählt hast. Wie ist es denn so aktuell? Du hast jetzt schon gesagt, wenn keine Pandemien dazwischen kommen, wie?
00:08:42:03 - 00:09:13:20
Wie erlebst du das aktuell? Die Herausforderungen für deine Schule und wie geht ihr damit um? Es ist eine schwierige, eine ungewohnte Situation, vor allem am Anfang gewesen. Wir haben ja von jetzt auf nur die das Lernen vor Ort umgestellt oder umstellen müssen ins Homeschooling. Was ich erst mal sehr positiv fand, ist, dass meine Kollegen alle mitgezogen haben. Es wurde ja für viele Schulen dieses das Landtags, also die sächsische Lernplattform, neu implementiert in den Schulalltag.
00:09:13:20 - 00:09:45:19
Ich habe diese Lernplattform schon aus meinem Referendariat mitgebracht, also die Ausbildungsstätten der ausbildung arbeiten damit und ich fand das Grundkonzept nicht schlecht, um bestimmte Dinge zu verwalten. Gerade diese Idee, jeder Lehrer hat eine dienstliche Mailadresse war etwas, was ich sehr positiv fand und deswegen hatten meine Kolleginnen und Kollegen dort schon einen Vorlauf von einem halben Jahr. Geplant war eigentlich, dass wir uns das erst mal anschauen und dann einzelne Klassen mit hineinnehmen.
00:09:45:21 - 00:10:18:01
Zwei, drei Stück aus den zwei, drei Stück wurden dann eben 14, von heute auf morgen ist ungefähr. Das große Problem liegt, denke ich in der ländlichen Infrastruktur. Ähm, in einigen Ortschaften haben wir sehr schlechtes Internet. Es haben nicht alle oder Zum Anfang der der ganzen Sache hatten nicht alle Schüler genügend Geräte, um eben digital zu arbeiten. Das macht es, dass das macht es sehr schwer an Videokonferenzen zu arbeiten und diesen Unterricht, ich sage mal eins zu eins digital zu übertragen.
00:10:18:03 - 00:10:42:21
Ein weiterer. Eine weitere Schwierigkeit ist, dass die Motivation sehr stark nachlässt, um umso länger man natürlich alleine zu Hause lernt, desto weniger Lust hat man da zu erlernen. Ist ja oder? Funktioniert ja nur in einem Miteinander. Das funktioniert nur auf einer gewissen sozialen Ebene mit Personen im Austausch mit den Lehrern, mit den Schülern. Und die Schule ist denke ich, für die für die Kinder und für die Jugendlichen ein sehr wichtiger Ort, weil sie da auch ihre Freunde treffen.
00:10:43:02 - 00:11:06:23
Dieses soziale Lernen, was ich am Anfang angesprochen habe, was dort eine große Rolle spielt, findet im Großteil des Tages in der Schule statt, weil dort Kinder und Jugendliche zusammengewürfelt sind. Aus unterschiedlichsten Häusern mit unterschiedlichsten Interessen. Und die müssen dort irgendwie lernen, zusammen diesen Tag zu überstehen. Gemeinsam mit demjenigen, der da vorne steht und der versucht was zu vermitteln.
00:11:07:00 - 00:11:35:17
Und das denke ich, das fehlt und alleine vom Schreibtisch zu sitzen und sich versuchen irgendwas beizubringen, was außen auf ihr Blatt steht mit Aufgabenstellung, die von allen gut gemeint sind, die auch viel erklären. Also die Kollegen haben sich wirklich bemüht, alles, was dort an der Tafel eigentlich im Gespräch passiert, aufzuschreiben. Zunächst damit alle Schüler die Möglichkeit haben, das auch irgendwie sich anzueignen.
00:11:35:19 - 00:12:04:08
Das ist, denke ich, eine große Schwierigkeit. Was sich auch jetzt noch nachwirkt in dem Wechsel und nicht das merkt man. Ein Schüler hat natürlich jetzt zu Hause die Möglichkeit auszuschlafen, zu lernen, wann sie möchten, das zu lernen, was sie wollten, in einer bestimmten Reihenfolge. Also dieser starre Fächerkanon, wann ist welche Stunde wurde ja damit aufgehoben. Und ich denke, da kann man Positives ummünzen auch schon mal zu geben mit in.
00:12:04:10 - 00:12:27:01
Aber man merkt schon, dass es den Schülern jetzt auch wieder schwer fällt. Das zeitliche Aufstehen. Bei uns fängt die erste Stunde 7:15 an, das ist sehr zeitig, ist aber aufgrund der Busse nicht anders möglich und da merkt man schon, dass die da ein großes Problem haben, wieder in diesen Alltag zu finden und und auch die Motivation sich sehr schwer wieder greifen lässt.
00:12:27:03 - 00:12:57:11
Gibt es so gute Lösungen, die ihr gefunden habt, damit umzugehen? Vielleicht auch im Kollegium? Also die Kollegen sind alle extrem bemüht im Unterricht digital zu verlagern. Wir haben zum Beispiel für unsere Schule festgelegt, weil das für viele Eltern der Wunsch war, dass alle Aufgaben für eine Woche am Samstag für die Eltern abrufbereit sind. Das hat dem Grund, dass viele sagen gerade Jüngeren, wir müssen unseren Kindern helfen, den Tag zu strukturieren Wann mache ich was Ich denke?
00:12:57:11 - 00:13:31:20
Das ist aus der Ferne schwierig. Man kann natürlich sagen, man gibt die Aufgaben rein und erarbeitet auf den Stundenplan ab. Das Problem, das ich dabei sehe, ist Der eine Schüler ist schon mal schneller, der andere ist es langsamer. Der braucht einfach ein bisschen mehr Zeit zum Lernen, was ja vollkommen in Ordnung ist, denn es sind alles Menschen mit verschiedenen Eigenschaften und es ist schwer dort zu sagen okay, ich plane jetzt diese Stunde oder diese diesen, diesen, diesen Zeitraum von beispielsweise Deutsch in der fünften Klasse fünf Stunden.
00:13:31:20 - 00:13:50:05
Und das versuche ich aufzuteilen auf verschiedene Tage. Ja, deswegen haben wir gesagt, die Eltern kriegen das ab Samstag. Das funktioniert im Großteil. Ausnahmen gibt es immer, dass man mal was nicht schafft. Und die können dann mit den Schülern oder mit den Kindern gemeinsam das Ganze planen und sich takten, wie sie es brauchen, weil ja auch die Eltern schon arbeiten.
00:13:50:05 - 00:14:12:14
Die sitzen zu Hause die Kinder und müssen sich jetzt motivieren. Ja, ich denke, das war ein Anfang am Anfang. Ein bisschen schwierig läuft jetzt mittlerweile gut. Was gut läuft, ist, denke ich, die Kommunikation. Die Kollegen sind mit Email in Kontakt, Landtags hat einen eine Art Messengerdienst mit angeknüpft, wo die Kollegen dabei sind. Die ersten Kollegen haben jetzt auch in letzter Zeit versucht, Lernvideos zu erstellen.
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Euch auch mit. Dazu habe ich mich gut herangetraut, weil das ja etwas ist, was man vielleicht auch in der Ausbildung mal mit hat. Also an Beispiel als aber eben sehr kurz mal eine Stunde oder so was. Da haben sich die Kollegen auch nach und nach an getraut. Die Videokonferenzen wurden zunehmend mehr, nachdem es mal so eins zwei Vorreiter gab und man sich dann ausgetauscht hat.
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Wie kann man so eine Videokonferenz eigentlich aufbauen, was aber beispielsweise nicht oder nur sehr schwer funktioniert, ist eben wirklich diesen Unterricht, was ich sagte von der Klasse in die Videokonferenz zu übernehmen, weil also ich habe es auch nie geschafft, das in meiner Klasse alle 24 Kinder zeitgleich da waren um irgendwas zu besprechen. Da hat das Internet nicht funktioniert.
00:14:53:22 - 00:15:19:14
Da hat das Geschwisterkind gerade den Laptop gebraucht. Dann gab es also die Möglichkeit, sich Laptops auszuleihen. Dann muss aber natürlich die das Datenvolumen auch wieder dabei sein zu Hause. Ich habe dann mit Eltern telefoniert, die sagen Hallo, bestimmtes Datenvolumen im Monat, das irgendwann aufgebraucht ist. Und das sind so die, die Schwierigkeiten. Wobei die Schüler dann trotzdem dankbar sind, da man eben diese Videokonferenz macht.
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Meine fünf haben sich dann immer super gefreut und wenn es einfach nur ein kurzer Plausch war, um die Aufgaben einfach noch mal kurz zu besprechen und da nicht so den Fokus gelegt auf Wir müssen jetzt neuen Stoff über diese Videokonferenz vermitteln. Aber das sind, das sind die Kollegen auf jeden Fall dabei, sich auch dort in diese neue neue Welt ran zu trauen.
00:15:41:03 - 00:16:02:17
Gut, schauen wir noch mal aus der Schule, ein bisschen raus in die Region. Was zeichnet denn so die Region um Klingenberg aus? Genau. Wie schon gesagt, haben wir direkt vor Ort das Erholungsgebiet Naturschutzgebiet Aachener Wald. Das heißt am. Man kann dort erst mal prinzipiell super wandern gehen. Man hat Wald, hat Natur, man kann dort etwas zur Ruhe kommt.
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Man hat im Tal der Wald auch selber verschiedene Wanderwege, zum Beispiel der Weg der Lieder, den man ab wandern kann. Da stehen dann aller paar 100 Meter Tafeln mit Wanderliedern, die man gemeinsam singen könnte, wenn man möchte. Man hat einen Wald Erlebnisfahrt, wo man sehr viel um den Wald lernen kann. Es gibt einen Trimm Dich Fall für die sportliche Aktivität.
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Der Nachbarort von Klingenberg ist Grillen wurde gibt es ein Jugendfreizeithof, den man als Jugendherberge verwenden oder oder als nutzen kann? Die Fünftklässler zum Beispiel haben in der ersten Schulwoche, wenn sie in unsere Schule kommen, eine Kennenlernwoche und dabei ist eine Station der Jugendfreizeit Hof. Dort werden zum Beispiel dann bildende Maßnahmen durchgeführt. Solche Teamspiel, um einfach auch mal zu gucken, die Wer ist denn wie in der Klasse, wer über den welche Rolle in der Klasse.
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Ja die werden ja auch aus verschiedenen Grundschulen bunt zusammengewürfelt und dann muss ich erst mal wieder eine neue Struktur bilden, der diese Rolle übernimmt. Und da kann ist der Lehrer auch ein bisschen raus. Das übernimmt, dann übernimmt dann Erlebnispädagogen und wir können dann mal ein bisschen schauen, wer übernimmt denn bei welchen Spielen welche Rolle, was auch sehr interessant ist.
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Und auch den Kindern macht es Spaß. Wir haben wie gesagt die Talsperre Zentrum in der Nähe und die man auch von uns aus hinwandern kann, das mal wieder bei dem bei der Sache bewegte Schule. Wir haben den fahrt, was für Geografie auch interessant ist, wo verschiedene Gesteinsformationen und schichten man dort begutachten kann. Verschiedene kleine Dörfer drumherum, wo es nette Gaststätten gibt.
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Wenn man mal erst mal essen gehen darf, was er mittlerweile glücklicherweise der Fall ist, aber wo man auch mal sich gut erholen kann. Ja, also da bieten wir schon einige Möglichkeiten und wenn man es dann doch etwas turbulenter und etwas mal Trubel braucht, ist man dann doch schnell in der Stadt. Das klingt gut. Dann würde ich jetzt mal von der Schule noch ein bisschen mehr auf deinen Weg kommen.
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Also es soll ja auch heute um das Thema Berufseinstieg gehen. Vielleicht kannst du noch mal anfangen. Erstmal Was hat dich eigentlich dazu bewogen, Lehrer zu werden? Ähm, das fing eigentlich an in der Schule in der siebten Klasse. Wir hatten an meiner Schule auf dem Gymnasium immer eine Projektwoche am Ende der Woche, am Ende des Schuljahres eine Projektwoche. Dort konnten zum einen Lehrer verschiedene Projekte anbieten Theater.
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Manche haben was über die Menschenaffen gemacht, andere hatten spezifische Dinge gemacht. Und ich hatte ab der siebten Klasse die Idee, auch selber ein Projekt anzubieten und hab mit einem Lehrer zusammen, der mich unterstützt hat, Kampfsport angeboten. Ich mach seit 15 Jahren Kampfsport und dachte, dass es vielleicht mal was um anderen zu zeigen, was das was es bedeutet und habe das von der siebten bis zur elften Klasse jedes Jahr gemacht und hab ich gemerkt, das macht erst mal Spaß anderen irgendwas beizubringen.
00:19:04:12 - 00:19:32:22
Das war so der der Grund Einstieg ob ich sagen wollte, ich möchte auch Lehrer werden. Zum anderen ist meine Mama auch Lehrerin. Ja, für Sonderpädagogik an einer Förderschule für geistige Entwicklung und von daher war ich schon seit ich klein war mit dabei und hab gemerkt, was das auch, was dann auch wieder gegeben werden kann und was wiedergegeben wird, wenn man sich für die Kinder interessiert, für die Schüler interessiert das man da auch wirklich sehr, sehr viel zurückbekommt.
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Ja und das waren so zwei Gründe. Interessant wäre vielleicht noch der der Gedanke, warum Mittelschule ehramt das ist vielleicht noch. Das ist, denke ich, bei mir der interessantere Gedanke, Als ich fertig wurde. 2010 gab es nur einen Studiengang fürs Lehramt. Das war damals der Bachelor Masterstudiengang. Ich habe mich dort beworben und war 0,1 zu schlecht. Von so einem Numerus clausus und hab dann ja was anderes studiert, habe mich neu beworben, war wieder zu schlecht und hab noch mal weiter studiert.
00:20:06:15 - 00:20:31:13
Und dann kam 2012 der Wechsel auf Lehramt zum Staatsexamen und dort unterteilt in Gymnasium, Oberschule und Grundschule, Berufsbildende Schule. Und eigentlich wollen ja alle aufs Gymnasium gehen, weil das Futter ist Gymnasiallehrer. Du kannst abwärts alle Schularten abarbeiten. Ich kann als Gymnasiallehrer Grundschullehrer sein, ich kann aber nicht als Mittelschullehrer ans Gymnasium gehen. Ja, das funktioniert nicht und hat damals auch nicht funktioniert.
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Und fürs Gymnasium war ich zu schlecht. Bei meinen zwei, Also mit meinen wird man 2,4 Abi und hat dann überlegt was, was, was macht man und Mittelschule wird man immer so so schlimme Sachen und da funktioniert gar nichts und die haben keinen Bock aufs Lernen und das fliegen die Tische und na ja, was man sowieso hört und ich hatte das Glück, dass ich zu der Zeit Rettungsschwimmer war und wurde eingeladen von der Klassenlehrerin meiner Mama mit einer Fahne Abschluss fortzufahren.
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Mittelschule nach Italien an den Gardasee hat dort sozusagen die Fahrt bezahlt bekommen. Das war so, sagt mein Mann und ich hab das gemacht und hab gemerkt, das funktioniert mit denen ganz gut, Die hören auf dich, du kannst mit denen umgehen, du kannst mit den nicht sprechen, warum nicht? Und hab mich dann daraufhin aufgrund dieser Erfahrung, zu der ich mich dann selber gezwungen habe, dort mitzufahren, dann doch entschieden wieder Schulamt zu studieren.
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Habe es bis heute nicht bereut, dass ich nicht aufs Gymnasium gegangen bin, sondern Mittelschule, jetzt Oberschule. Ein Plädoyer für die Oberschule? Auf jeden Fall. Das sollte man auch nicht unterschätzen. Jede Schule hat halt auch irgendwie seine Spezifika, also die, die gymnasiale Amtsstudenten oder auch die die Kollegen am Gymnasium. Die müssen halt in der elften, zwölften Klasse das große Fachwissen irgendwie den eintrichtern, um das Studium vorzubereiten.
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Die Kolleginnen und Kollegen der Grundschule, die haben natürlich dann eben das es extrem pädagogischer Geschick um zu sagen okay erst mal für die Schule zu motivieren zu sagen okay, wir müssen lesen, dann schreiben, rechnen lernen. Wir haben vielleicht in der Oberschule eher dieses ich nenne es mal sozial sind die Richtung in die soziale Arbeit mit gehen, da diese Probleme, die sich dann anbahnen, die die erste Liebe, die dann auch vielleicht irgendwie nicht funktioniert, die pubertäre Phase da komm ja unsere gerade rein sind sie in den Abschlussklassen mit dem Jungen gehen müssen und da denke ich jeder jede Lehramtsrichtung ihr Päckchen zu tragen und die Daseinsberechtigung.
00:22:38:19 - 00:23:02:05
Wie ist es denn speziell jetzt mit der Oberschule? Hans Böll sich also wie? Wie lange bist du da jetzt schon? Und wie bist du eigentlich zu genau dieser Schule gekommen? Zur Oberschule Hans Bölls Ich bin nicht über euch gekommen, muss man fairerweise sagen. Das sächsische Zentrum war ja vom Land Sachsen der Versuch, Lehramtsstudenten in die Region zu locken, nach der Ausbildung, nach Bedarf und ariat.
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Dazu gab es einmal eine finanzielle Vergütung, wie das beim Stipendium so üblich ist, und ein Begleitprogramm, das ja von euch zu sagen gestützt wurde. Und in dem Begleitprogramm gab es neben unserer Akademie, die einmal im Jahr stattfindet, und Workshops, die sehr, wirklich sehr hilfreich waren, auch ein Mentorenprogramm, so nenne ich jetzt mal ihr habt das immer genannt als Vertrauensdozenten und meine Vertrauens in die damals abgeordnete Lehrerin an der TU Dresden war, ist meine jetzige stellvertretende Schulleiterin und die hat mich damals sozusagen für ein Praktikum mitgenommen an die Schule.
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Und seitdem bin ich eigentlich mit ein paar andere Praktika an anderen Schulen dort geblieben. Ich habe dort zwei Praktika absolviert, habe mein Referendariat absolviert und bin sehr froh, dass ich dort bleiben konnte an der Oberschule. Und wow, dann hat es mich ja immer in den ländlichen Raum gezogen, weil sich das Stipendium nicht angenommen. Aber die Schule war eben immer die große Frage Und wie ist dein Einstieg an der Oberschule verlaufen?
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Also du hast schon gesagt, übers Praktikum bist du zuerst reingekommen und dann aber auch übers Referendariat. Also wie wurdest du da so aufgenommen und einbezogen? Ich wurde sehr gut einbezogen. Also es war damals schon im Praktikum so, dass ich mich schon sehr willkommen gefühlt habe. Ich war dort auch mit einer Klasse als Rettungsschwimmer mit unterwegs, da in der Schule und hat das hat sich eigentlich bis heute nicht geändert.
00:24:34:09 - 00:24:54:01
Also ich hatte dann auch schon während des Referendariat nicht das Gefühl, dass ich dann zwingend also dann zum Wählen als Referendar gesehen wurde. Das ist ja bei manchen auch so die Angst, die da vielleicht in manchen Kollegen auch vielleicht problematisch, dass man hier aus dieser Rolle Du bist ja dann noch lernt rauskommt. Du wirst halt immer darauf hin dableiben, wenn du bei uns als Schule bleibst.
00:24:54:01 - 00:25:15:24
Es kann in manchen Kollegen vielleicht sein, das Gefühl habe ich eben nie. Ich war dann fertig. Wenn man mal von da ariat war. Am Donnerstag das letzte Mal in der Schule, weil unser Referendariat Vertrag und ausgelaufen ist, kam am Montag wieder und es hat sich nichts geändert. Es war vom Gefühl her genau so, als man. Ich wurde ernst genommen mit meinen Ideen, die ich eingebracht habe.
00:25:15:24 - 00:25:41:09
Ich habe schon im Referendariat sozusagen das Lernen mit hineingebracht. Das wurde super angenommen, sodass ich da einen sehr guten Einstieg hatte zu der Zeit und mich immer noch wohlfühle. Was war denn für dich? Oder vielleicht ist es auch immer noch besonders herausfordernd, so als Berufseinstieg als Lehrer? Ich denke mal, mein Vorteil von der Herausforderung ist, dass ich wusste, was auf mich zukommt.
00:25:41:09 - 00:26:00:10
Dadurch, dass meine Mama ja auch Lehrerin ist, weiß ich, was das Arbeitspensum bei den für bleiben oder Hingehen wollen da mitschwingt. Im Lehramt oder allgemein als Lehrer, weil es ja nicht nur das Ich stelle mich vor die Klasse versucht und 45 Minuten den irgendwas zu erzählen und dann gehe ich wieder sondern es ist ja es ist ja mehr.
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Es ist ja die Vorbereitung, sich zu überlegen, was macht man dann? Ist es in der Klasse, dann funktioniert das natürlich, was ich mit belegt hat nicht, weil da irgendwas dazwischen kommt und in der Pause irgendwas war, was man jetzt unbedingt mit einbinden muss. Und dann ist es ja die Nachbereitung. Das heißt, vom Arbeitspensum her war mir klar, was auf mich zukommt, weil meine Mama hat immer abends gesessen und gearbeitet, auch obwohl ich kleiner war, weil da Mittags war ich halt dran und von daher fiel mir das relativ leicht, zumal ich zwischen Studium und Referendariat hat man ja noch damals ein halbes Jahr Luft gehabt, in dem man irgendwas machen konnte oder auch nicht, je nachdem.
00:26:40:08 - 00:27:05:05
Und ich bin damals in an eine Schule gegangen in Freital und habe dort ein halbes Jahr Vertretungslehrer sozusagen gemacht mit 20 Stunden. Also das ist fast das fast das komplette Pensum, an was ein was ein Lehrer mit Vollzeit abdeckt. Das Vollzeitbudget beträgt 26 Stunden Präsenz vor der Klasse und ich habe davon 20 Stunden abgedeckt. Es war also schon relativ nah dran.
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Das ist ein bisschen mehr, als der Referendar in der Woche zu leisten hat. Und von da fiel mir das vom Arbeitspensum relativ einfach. Ich denke, was die Herausforderung am Anfang war, ist jetzt wirklich diese absolute Verantwortung zu haben vor der Klasse. Vorbereitungsdienst kann man immer noch sagen okay, wenn was schiefgeht, Keiner, Irgendein anderer vielleicht noch nicht, wenn ich nicht mehr da bin.
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Aber jetzt bin ich halt da. Jetzt habe ich die Verantwortung und die große Verantwortung und das richtige Ankommen. Vielleicht sollte man das so sagen, war erst im Schuljahr diesen Jahres. Ich habe zu diesem Schüler meine eigene Klasse bekommen und das war der Punkt, wo ich mich auch richtig für das bin ich richtig angekommen. Ja, weil zwischen Vorbereitungsdienst und Beginn der der regulären Arbeit als Lehrer waren halt halt ein Wochenende dazwischen und man konnte das.
00:27:55:09 - 00:28:16:23
Es fiel mir sehr schwer, das irgendwie zu glauben, dass das jetzt Wirklichkeit ist und dass das ist vielleicht diese wirklich große Herausforderung, die eigene erste Klasse irgendwie zu managen, zu gucken, dass das irgendwie funktioniert mit den Eltern, gemeinsam mit den Eltern, mit den Schülern zusammen, irgendwie die Kinder auf den Weg zu begleiten und dann noch in diese Situation.
00:28:16:23 - 00:28:43:19
Ich denke das es gerade das schwieriger in dieser Zeit, da man ja die Schüler auch nur sehr wenig gesehen hat. Das erste Halbjahr hat gut funktioniert. Jetzt waren wir im Wechsel Unterricht und waren wir im Homeschooling. Jetzt dem Wechsel Unterricht und das irgendwie für alle zufriedenstellend zu machen ist eine sehr große Herausforderung. Ja, was es viele Dinge gibt, an die man plötzlich denken muss, Die einen auch im Vorbereitungsdienst einfach nicht beigebracht.
00:28:43:19 - 00:29:09:13
Ja, man spricht zwei Mal über die Rolle als Klassenlehrer, man sieht das bei den Kolleginnen und Kollegen, aber was dann wirklich dann dazugehört, das ist noch mal eine Stufe über den normalen Unterricht, den man hat, noch mal drauf. Ich glaube, der große Aha Effekt ist eben zu sagen, man muss wirklich versuchen, für seine Klasse irgendwie präsent zu sein, Ansprechpartner zu sein und das ist aktuell aber sehr schwer, wenn man sich physisch nicht sieht.
00:29:09:15 - 00:29:37:09
Und die Kinder schreiben selten von alleine in seiner Gruppe. Das sind das Problem. Ich denke, das muss noch wachsen. Ich würde gerne noch mal auf einen speziellen Aspekt von deinem Berufseinstieg gucken, und zwar auf das Thema Bedarfsregion. Du bist ja du bist ja in einer Bedarfsregion in Sachsen Lehrer geworden. Nimmst du da Unterschiede wahr zu Stadt, Schulen oder vielleicht von Kommilitoninnen und Kommilitonen, von denen du hörst, die an der Stadtschule sind?
00:29:37:11 - 00:30:04:06
Du kannst mehrere Punkte ansprechen, du könntest die Personalsituation vor Ort ansprechen und dass die die Schüler sozusagen. Ich muss sagen, von der Personalsituation waren wir bisher gut aufgestellt. Dass einige Kollegen und Kollegen Rente und sonst ein Problem beispielsweise mit Mathematik geben, wo Kollegen empfehlen. Das merken wir jetzt langsam von der Schülerlandschaft ja nicht. Jedes Mal merke ich schon ein Unterschied.
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Ich habe das schon gemerkt zwischen Freital und Klingenberg, wo ich dort ein halbes Jahr war. Ähm, ich hatte so das schönste Erlebnis war für mich wohl das ist ja das, wo ich das gemerkt habe, war ich war in der in Freital, an der Schule, hatte dort eine siebte Klasse in Deutsch habt das mit denen kamen mit auch gut klar, hat super funktioniert, hat Spaß gemacht, man konnte sich wirklich mal ausprobieren.
00:30:28:02 - 00:31:06:00
Und dann kam ich nach Klingberg, hatte auch die siebte Klasse statt Masse gemütlich da war da war auch schon irgendwie, also da war dort schon vom ganzen Gestus im ganzen Habitus war dort ein Unterschied schon zu spüren von Freital. Was jetzt? 20 Minuten Autofahrt entfernt liegt, Viertelstunde ungefähr von der Schule, wo ich war und Klingenberg war, die umliegende Region dann doch ländlich geprägt sind, was man eben Vorbereitungsdienst von Kommilitonen gehört hat oder von eben damals mit auszubilden war schon, dass doch Unterschiede bestehen, als wir hatten dort, ähm, Kollegen, Kollegen, die Hamburg ging.
00:31:06:00 - 00:31:43:13
Er erzählt von von der Schule, wo man dachte oder bei der ich dachte Schön, dass ich auf dem Land bin, da geht vielleicht alles noch ein bisschen ruhiger und entspannter zu. Vom Gefühl her ja. Wenn wir so zum Abschluss noch mal einen Ausblick machen auf so aktuelle Entwicklungen oder Trends. Also ich sage mal zum Beispiel nachhaltige Entwicklung oder Digitalisierung oder anderes gibt was, was du für dich, für deinen Unterricht oder allgemein im Schulleben, was du dir vornimmt, was du gerne noch ausprobieren oder auch mal stärker in den Fokus nehmen möchtest.
00:31:43:15 - 00:32:16:09
Ähm, ich möchte gern wieder stärker in den Fokus nehmen, den Schülern Freiraum im Land zu geben. Ich habe das immer mal wieder probiert. Ich sage dir aus Schule brauchen eine Struktur, wie lerne ich, wie funktioniert das? Aber dennoch immer mal wieder diesen Freiraum zu geben, um einfach mal zu probieren Funktioniert das eigentlich so, wie ich jetzt lernen möchte rauszugehen zum Beispiel Wir haben draußen ein grünes Klassenzimmer, das den schon das beizubringen, das auch wenn wir rausgehen, aber diesen Lernort wechseln, trotzdem irgendwie konzentriert arbeiten können.
00:32:16:11 - 00:32:41:12
Das sind so Dinge, die ich mir vorgenommen habe, die ich jetzt auch vor der Pandemie versucht habe umzusetzen, bei der man, bei dem man auch merkt, das fällt den Schülern schwer, beim plötzlich rausgeht und dann ist man draußen im Klassenzimmer, dann sind all die Ablenkungen und dann ist der Fokus vielleicht nicht so sehr auf den Unterricht gelenkt. Aber auch dort kommen gute Ideen raus und man sagt okay, aber das die Möglichkeit was kreativ auszuarbeiten.
00:32:41:12 - 00:33:10:13
Setzt euch zusammen, verteilt euch im Schulgelände und arbeitet was aus und treffen uns wieder. Und ich denke das brauchen auch die Kinder, weil 45 Minuten über sieben Stunden stahl um zu sitzen reicht vielleicht nicht um die die Kreativität an gerade mit Deutsch und Ethik, wo man drüber nachdenkt, auch Geschichte, wo man vielleicht das Ziel hat, über gesellschaftliche Entwicklungen nachzudenken, braucht man diese Kreativität, das zum Lernen allgemein sind Digitalisierung.
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Ich hoffe, dass wir vielleicht irgendwann mal WLAN an der Schule bekommen, so dass man die Dinge, die die Schüler tagtäglich nutzen, Smartphones, Tablets mit einbinden kann. Aber in einer gezielten Art und Weise. Ich denke, was ein Fehler wäre, ist, wenn wir jetzt sagen, wir statten alle Schüler mit einem Tablet aus, laden dort alle Lehrbücher drauf, geben den noch ein, ein Tablet zum Schreiben dazu, was wie Papier ist.
00:33:33:11 - 00:33:56:14
Ich möchte es keine Marken nennen. Ja und dann machen wir das so, aber an sich ändert sich der Unterricht, die Unterrichtsform nicht. Ich denke, das ist nicht der Sinn von Digitalisierung. Das muss schon irgendwie sinnvoll einhergehen. Ein ganz schlüssiges Konzept habe ich da selber noch nicht, weil wir die die Gesellschaft, nur die, die die Infrastruktur dafür noch nicht haben.
00:33:56:16 - 00:34:23:20
Ich denke, wenn das so weit ist, haben Ideen. Aber wenn das so weit ist, müsste man sich doch noch mal noch mal zusammensetzen. Wie gestalten wir das Lernen digital sinnvoll, ohne dass wir es nur ein Gerät in die Hand drücken und sagen Viel Spaß macht? Okay, Christoph, dann sind wir schon am Ende unseres Gesprächs. Und ganz zum Schluss würde ich dich gerne noch fragen Was würdest du ierenden noch mit auf den Weg geben?
00:34:23:22 - 00:34:51:13
Kommt aufs Land, probiert euch aus, schaut euch an und verweilt nicht nur in den in den städtischen Schulen. Er nutzt die Möglichkeiten, Schulen, die doch relativ nah sind, von der Verkehrsanbindung auch kennenzulernen. Denn ob ich von 30 Minuten von Dresden nach Klingenberg gefahren bin mit dem öffentlichen Verkehrsmitteln oder 30 Minuten oder 45 Minuten einmal quer durch die Stadt, das nimmt sich dann auch nicht mehr viel.
00:34:51:15 - 00:35:21:06
Ein schöner Appell zum Abschluss. Dann sage ich Vielen Dank für die Einblicke. Ich bedanke mich für die Einladung. Der Podcast hat dein Interesse geweckt und du möchtest die Schule näher kennenlernen. Vielleicht sogar in einem Praktikum oder Referendariat. Dann besuche unsere Homepage unter www.perspektive minus land.de. Dort findest du auch unsere Local Peers, zu denen nicht nur Christoph Kober gehört, sondern auch andere jungen Lehrerinnen und Junglehrer vor Ort.
00:35:21:08 - 00:35:35:06
Zu ihnen kannst du Kontakt aufnehmen, wenn du zum Beispiel Fragen zum Berufseinstieg oder zur Region hast. Dieser Podcast ist eine Kooperation zwischen der TU Dresden und Perspektive Land, einem Programm der Deutschen Kinder und Jugendstiftung.
Folge 6: Oberschule "Hans Poelzig" Klingenberg
In dieser Folge sprechen wir mit Christoph Kober. Er ist ehemaliger Sachsenstipendiat und seit etwa einem Jahr als Lehrer an der Oberschule Klingenberg im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge tätig. Christoph Kober berichtet uns, wie sein Berufseinstieg verlaufen ist, wie er die Coronazeit an der Schule erlebt hat und warum es ihn in den ländlichen Raum gezogen hat.
Homepage der Oberschule "Hans Poelzig" Klingenberg: https://www.oberschule-klingenberg.de/
Diese Folge auf Spotify, Deezer oder Itunes hören, oder direkt hier in unserem Webplayer:

00:00:09:14 - 00:00:38:23
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Perspektive Land der Schulpodcast Spezial. Wir nehmen dich mit auf eine Entdeckungstour durch Sachsen. In unseren Spezial Folgen stellen wir regionale Akteurinnen und Akteure vor. Wir zeigen dir, welche möglichkeiten und Unterstützungsangebote es für junge Lehrerinnen und Lehrer in den ländlichen Regionen gibt. Heute mit den Raum Pionieren Oberlausitz. Willkommen in unserer schönen Pampa.
00:00:39:00 - 00:01:02:15
So wird man empfangen auf der Webseite der Raumpioniere Oberlausitz, mit denen ich heute zum Gespräch verabredet bin. Bevor ich jetzt gleich mit Jan Hufen Bach von den Raum pionieren spreche, habe ich mich noch mal gefragt Was ist eigentlich genau die Region Oberlausitz? Also von wo bis wo reicht die eigentlich? Bei Wikipedia habe ich herausgefunden, dass 67 % der Oberlausitz zu Sachsen gehören.
00:01:02:17 - 00:01:32:13
30 % zu Polen und 3 % zu Brandenburg. In Sachsen umfasst die Oberlausitz dann in etwa die Landkreise Görlitz und Bautzen. Die reicht dann von im Westen, von Bischofswerda bis nach Görlitz im Osten und im Süden, von Zittau bis nach Weißwasser im Norden. Ich bin jetzt verbunden mit Jan Huffenbach von den Raum Pionieren Oberlausitz. Hallo Jan, hallo Kerstin, wir sind ja heute per Videokonferenz verbunden.
00:01:32:17 - 00:01:58:16
Also ich sitze hier in meinem Homeoffice in Dresden. Wo bist du denn gerade? Ja, ich sitze in meinem sowieso Homeoffice in Klein Priebus an der Neiße zwischen Görlitz und Bad Muskau gelegen. Die zweit östlichste Gemeinde Deutschlands. Damit sind wir praktisch schon direkt im Thema, nämlich unter anderem Oberlausitz. Vielleicht zu Beginn. Stell doch Dich und die Raumpioniere einfach mal kurz vor.
00:01:58:17 - 00:02:25:18
Also wer bist du? Wer seid ihr? Was macht ihr so? Was ist euer Anliegen? Ja, mein Name hast du schon genannt. Jan rufen wach. Ich lebe jetzt seit elf Jahren in der Oberlausitz, aber vorher zehn Jahre in Berlin gelebt, davor zehn Jahre Frankfurt Main, davor viele Jahre Braunschweig, davor viele Jahre Hannover. Also die meiste Zeit meines Lebens tatsächlich im urbanen Raum verbracht.
00:02:25:20 - 00:03:17:16
Ja, vor 2009 ergab sich dann die Möglichkeit, in den ländlichen Raum zu ziehen. Und das habe ich gerne. Die Gelegenheit habe ich gerne am Schopf gegriffen und hab's bis heute nicht bereut. Ja, ein bisschen was zum Beruflichen. Ich komme so aus dem Journalismus PR, Pressearbeit, Marketing, Direktmarketing, Unternehmensberatungen. Solche Sachen sehr stark kommunikationsfixiert, Sponsoring. Solche Sachen habe ich gemacht und als ich 2009 meine damalige Partnerin kennenlernte, haben wir ziemlich schnell festgestellt Wenn wir unsere Kompetenzen zusammenbringen, dann können wir endlich eine kleine Firma aufmachen und das war dann eben auch unser Geschäftsmodell, aufs Land zu gehen, eine kleine Kreativagentur aufzumachen und loszulegen.
00:03:17:16 - 00:03:51:12
Und das hat man gemacht. Wir sind über die Jahre immer mehr in Themen hineingerutscht, beruflich und privat, die irgendwas mit dem ländlichen Raum zu tun haben. Also demografische Entwicklung zum Beispiel. Und die alten werden immer älter und die Jungen ziehen weg und kommen nicht wieder. Die Landschaft wird immer leerer, Leerstand etc. etc.. Fachkräftemangel, Lehrermangel, Ärztemangel, Mangel, Mangelmangel. Und wir haben eben auch entdeckt okay, da ist ein Feld für uns, wo wir zum einen Arbeit mit gesellschaftlichem Engagement verbinden können.
00:03:51:14 - 00:04:23:12
Die Raum Pioniere, na die sind entstanden 2015. Wir haben zum einen festgestellt, es gibt einen Trend. Menschen wollen zunehmend raus aufs Land. Zum anderen haben wir gesehen, dass da der Freiraum ist, da hier auf dem Land eben im wortwörtlichen Sinne leere Häuser, leere Grundstücke und eben Freiraum auch für den Kopf. So ein Entfalten, um das mal so einfach zu sagen.
00:04:23:12 - 00:04:45:20
Mal abgesehen von den Sternen am Himmel und der Natur um einen herum, was? Was ja auch spannend ist für den Städter. Und dann haben wir aber auch festgestellt ja, wir selber sind ja Protagonisten, wir haben, wir haben ja, haben das ja schon gemacht. Also raus aus der Stadt aufs Land. Ein bisschen naiv sicherlich. Und eigentlich warum sollen wir nicht das wissen, was wir in diesen Jahren, in dem wir dann schon hier gelebt haben?
00:04:45:20 - 00:05:16:03
Warum sollen wir es nicht weitergeben an die, die es auch interessiert und so ist halt aus einer spontanen Idee ein Projekt entstanden. Halt. Also du hast jetzt schon ein bisschen gesagt, die Idee für die Raumpioniere hängt eigentlich auch sehr stark mit dir oder mit deiner persönlichen Entwicklung, deinem Werdegang zusammen. Welchen Bedarf habt ihr denn da wahrgenommen, dass ihr gesagt habt, ihr gründet jetzt genau, ihr gründet jetzt die Raumpioniere?
00:05:16:05 - 00:05:54:19
Ja, der Bedarf. Viele, viele Städter fühlen sich eingeengt. Teure Mieten, ein Bombardement der Sinne auf allen Kanälen. So nicht den ganzen Tag. Viele wünschen sich ein anderes Umfeld, in dem sie ihre Kinder und erziehen, aufziehen, wachsen lassen. Raus aus dem Druck. Tatsächlich und durchaus auch raus, um etwas Neues zu machen, um einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen. Also ja, das haben wir eben tatsächlich mit de facto an uns selber ja auch erlebt.
00:05:54:21 - 00:06:31:17
Und für uns lag es dann auch ziemlich nahe zu sagen Hey, meldet euch bei uns, wir helfen euch weiter und genau das haben wir dann angefangen professionell auf die Beine zu stellen. Sprich wir haben eine Zuzügler und Rückkehrer Agentur entwickelt in den ersten Jahren auf ehrenamtlicher Basis und dann aber in der Folge und bis heute und tatsächlich auch mit Fördermitteln, sei es durch die Sächsische Staatskanzlei oder eben auch durch die Robert Bosch Stiftung im Rahmen des Neulandgewinner Programms und diverse andere Fördermittelgeber auch.
00:06:31:18 - 00:06:58:24
Also Stiftung Ehrenamt oder wieder oder, oder oder. Wenn ich jetzt als Lehramtsstudenten sagen würde, ich interessiere mich fürs Land, ich interessiere mich für die Oberlausitz, was tut ihr denn konkret für Menschen, die sich jetzt für die Region interessieren oder vielleicht gerne zuziehen wollen? Also vor allem laden Sie, laden wir Sie erst mal ein, alle Fragen zu stellen, die Ihnen so auf dem Herzen liegen.
00:06:59:01 - 00:07:33:00
Also unser Projekt unterscheidet sich von vielen anderen Zuzügler und Rückkehrprojekten dadurch, dass wir keinen bestimmten Fokus haben, also nicht auf Familien oder Fachkräfte oder auf junge Menschen oder auf alte Menschen. Sondern wir sagen Nee, wir wollen da alle unterstützen, die uns anfragen und das machen wir auf einer sehr persönlich privaten Ebene durchaus. Und insofern bieten wir eben tatsächlich auch den Anfragen an und stellen uns alle Fragen, so doof sie für dich vielleicht auch sein mögen und was wir aus dem Herzen nicht.
00:07:33:02 - 00:07:59:13
Und dann können wir dir, weil wir eben ein riesiges Netzwerk mittlerweile haben, nicht nur in Sachsen, sondern tatsächlich vor allem in den neuen Bundesländern. Dann können wir ziemlich sicher und ziemlich schnell weiterhelfen mit direkten Kontakten zu wem auch immer du sie brauchst. Ja, und so läuft das läuft das auch abhalten Also wenn wir. Wir begrüßen ja die Menschen, die tatsächlich nicht nur per Telefon und Email sich bei uns melden.
00:07:59:13 - 00:08:24:07
Die begrüßen wir ja auch hier in kleinen Priebus. Die sitzen auf unserem Sofa und es gibt Tee und Kaffee und und Kekse und wir Schnack. Wir reden mit denen so authentisch, so von so wie wir beide jetzt gerade halten. Es. Damit erleichtert er dann auch den Einstieg einfach, wenn man neu hinzukommt. Genau, genau das ist ja Sinn und Zweck der Aktion unter vielen.
00:08:24:07 - 00:08:52:08
Viele Menschen, die sich bei uns melden oder nein, andersherum. Eine der ersten Fragen, die wir so oft zu hören bekommen, ist Gibt es dort eigentlich so Menschen, so so wie du und ich? Ja klar, gibt gibt es die. Aber im Gegensatz zum urbanen Umfeld sind die eben nicht unbedingt gleich um die Ecke. In der Stadt fällst du aus deiner Haustür raus und gehst 100 Meter und hast dein erstes Stammcafe und 500 Meter weiter ist das zweite.
00:08:52:08 - 00:09:15:23
Und du kannst sicher sein, wenn du da irgendwann im Laufe des Tages einschlägst. Du triffst irgendjemanden oder auf der Straße oder so und das ist natürlich im ländlichen Raum drastisch anders. Also zum einen gibt es diese sogenannten dritten Räume ja kaum noch, nur dort, wo Menschen sich treffen, sei es nun Gastwirtschaften oder Vereine oder Orte, tatsächlich also eine Dorfmitte, meinetwegen.
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Und zum anderen sind die die Menschen einfach weit verteilt voneinander. Und die sind da, aber die sind nicht unbedingt sichtbar. Und das, was wir machen, ist, wir machen diese Leute sichtbar und wir stellen die Kontakte her. Ja, dann, damit ich eben auch mein Umfeld finde, halt also die, das ist es ja. Manche Menschen brauchen ja andere Menschen, um sich wohlzufühlen und alleine irgendwo einsam rumzuhocken ist einfach frustrierend.
00:09:42:20 - 00:10:03:12
Er selbst schon. Einen Job hat. Ja, weil du das gerade auch angesprochen hast mit dem Sichtbarmachen. Also da ist ja auch eure Homepage. Finde ich total interessant und auch sehr gelungen. Also da macht er wirklich sichtbar die Menschen, die in die Region gezogen sind oder zum Teil auch von da kommen und was das für sie eben auch ausmacht.
00:10:03:12 - 00:10:26:10
Also das ist ja genau dieses nun auch diese Erfahrungen sichtbar zu machen und die Gesichter auch dazu zu haben, Genau das ist eben echt und authentisch und ist es sehr divers. Von jung bis alt und die Professionen sind extrem unterschiedlich. Und die Bilder dieser Leute von den Porträts, das haben die Leute selber gemacht, dann auch die Texte haben sie selbst geschrieben.
00:10:26:12 - 00:10:47:13
Na, das war und ist uns auch sehr wichtig, dass wir da nicht redaktionell eingreifen, sondern das soll so authentisch sein, wie es nur irgendwie geht, um eben tatsächlich auch diese Unterschiedlichkeit dort deutlich zu machen. Schauen wir noch mal ein bisschen auf das Leben und arbeiten so in der Region in der Oberlausitz für junge Menschen oder eben auch für unsere Zielgruppe.
00:10:47:13 - 00:11:22:13
Also Lehramtsstudierende ist ja oft auch so ein wichtiges Thema. Was gibt es für kulturelle Angebote? Du hast auch schon gesagt, junge Menschen generell soziale Kontakte, Netzwerke vor Ort. Was würdest du Lehramtsstudierenden sagen, die sich da jetzt so mit beschäftigen? Also was hat die Oberlausitz da so zu bieten? Na ja, die kulturellen Angebote sind, die sind natürlich da so aber auch da gilt die sind nicht gleich um die Ecke, da muss man sich bewegen und oft reicht ein Bus nicht aus und manchmal reicht auch die Bahn nicht aus.
00:11:22:13 - 00:11:51:12
Und ein eigenes Auto ist irgendwann tatsächlich auch ein Muss. So oder so, wenigstens die Mitfahrgelegenheit. Und dann kann man schon viel machen. Es gibt diese Orte, wo Menschen sich treffen, wo Veranstaltungen sind, Konzerte, Disco, Brunch, was weiß ich nicht alles. Also viele, viele tolle Sachen. Aber man muss sich einfach damit anfreunden, dass die Erreichbarkeit eine andere ist, dass man sich anders bewegt, halt mehr.
00:11:51:16 - 00:12:17:15
Ich meine also, wenn ich zum Beispiel an die Busituation hier in meinem Dorf denke möchte fährt viermal am Tag rein und viermal am Tag raus und abends um acht ist Schicht. So also heißt das, dass ich das Abendprogramm schon mal nicht mit Bus bestreiten kann. Ja. Ja, Gleiches gilt. Und dann auch teilweise für die Zugverbindung halt, die dann eben um zwölf passt und was das halt so das heißt.
00:12:17:15 - 00:12:42:06
Also irgendwo hin in die Disko fahren und bis in den frühen Morgen tanzen. Ja gut, dann kann man noch gleich ein paar Stunden dranhängen und auf den Bahnhof warten, bis wieder der erste Zug kommt, er nach Hause fährt. Na, das hat schon so seine Haken und Ösen. Auf der anderen Seite ist es natürlich so Du gewinnst im ländlichen Raum ja unheimlich viele Qualitäten dazu, die du vorher nachher nicht hattest hier.
00:12:42:08 - 00:13:06:15
Hier passiert ja auch viel unter den Leuten mit den Leuten, die, die sich gegenseitig bespielen und einladen und was miteinander machen, das wissen sie ja auch, muss man ja auch sagen halten. Und deswegen ist eben auch das Netzwerk so wichtig, das man haben muss und wo wir eben den Leuten, die kommen, den Schritt deutlich erleichtern können, in Netzwerke reinzukommen.
00:13:06:17 - 00:13:39:07
Ja, gibt es ein Ort, wo du besonders gerne bist bei euch, so in der Nähe? Also das erste fällt mir ein, Ja an der Neiße. Aber gut, ich bin natürlich auch, glaube ich, sehr naturverbunden. Ja, in Weißwasser gibt es ein tolles Zentrum, was entstanden ist, die sogenannte Hafenstube im auf dem ehemaligen Industriegelände der Telux. Wenn man da ist, dann denkt man na ja, das könnte auch in Berlin oder in Dresden oder sonstwo sein, weil es von der Anmutung einfach so ist.
00:13:39:07 - 00:14:08:06
Halt nur abseits liegen und sehr stylisch und witzig und Makerspace und Coburg pipapo halt. Und solche solche Orte gibt es einige in der Region halt. Görlitz ist natürlich immer ein Highlight, aber Görlitz ist zum Beispiel von uns aus 40 Autominuten entfernt. Da kann man abends mit dem Bus oder mit der Bahn schon mal gar nicht machen. So darüber gibt gibt einiges.
00:14:08:08 - 00:14:30:19
Ja, du hast ein bisschen jetzt auch zur Region gesagt. Was ist denn aus deiner Sicht so das Besondere an der Oberlausitz? Was macht sie vielleicht auch besonders lebenswert? Na ja, es gibt viele schöne Regionen in Deutschland. Ja, ich habe schon viele gesehen und habe auch viele gesehen, wo ich gesagt habe ja, prima, finde ich gut, hier könnte ich leben an der Lausitz finde ich gut.
00:14:30:21 - 00:15:05:08
Also diese sehr abwechslungsreiche Landschaft im nördlichen Teil flach, im südlichen Teil hügelig. Ich finde es toll, dass ich in anderthalb Stunden Autofahrt in Tschechien bin und auf einem 1000 Meter Berg stehe. Wenn ich Lust dazu habe und das auch im Winter machen kann und auch mache. Ich finde richtig toll. Überhaupt diese Dreiländereck Situation Polen Deutschland Tschechien. Für Menschen, die gerne auf Entdeckungstour gehen, ist es also Wahnsinn, was man da alles entdecken kann und findet und so, Das ist super, super spannend.
00:15:05:08 - 00:15:31:20
Und was natürlich auch durchaus interessant ist, also die, die die Lausitz in diesem Bereich zumindest im sächsischen Bereich, die ist lange, lange so ein schwarzer Fleck auf der Landkarte gewesen. Schwarzer Fleck auch im übertragenen Sinne Magie. Es ist ja schon in DDR Zeiten, man kann schon fast sagen verschrien gewesen aufgrund der Kohle tagebaue. Das war so das Image, das die Lausitz hatte.
00:15:31:22 - 00:15:59:05
Und jetzt und heute, also über 30 Jahre nach der Wiedervereinigung, ist die Lausitz tatsächlich hier in unserem Bereich auch für viele Leute in den alten Bundesländern immer noch ein schwarzer Fleck. Das hat dazu geführt, dass hier einfach noch nicht, das ist noch nicht so erschlossen, so touristisch und wirtschaftlich etc. alles noch viel unberührt. Und das finde ich, finde ich ganz toll.
00:15:59:07 - 00:16:22:10
Und so sind so ein großes Feld von Möglichkeiten halt eben nicht hier durch die Landschaft fahre. Ich sehe immer irgendwie Plätze und Orte, wo ich denke Oh ja, hier kannst du noch was machen und da boah, da könnte man noch was entstehen lassen und das geht ja auch. Machen wir auch viele Nord. Wir erleben das ja, dass viele Zuzügler und Rückkehrer auf einmal entdecken Wow, hier kann ich ja richtig wirksam werden.
00:16:22:12 - 00:16:45:10
Und Fördermittel gibt es auch. Na super, dann machen wir doch mal irgendwie ein Projekt. So, das ist ist natürlich sehr bereichernd. Ja, wenn man so aufs Land kommt, vielleicht gerade wenn man eher in der Stadt aufgewachsen ist, dann hat man ja auch oft so mit dem Thema Vorurteile zu tun. Wie ging es denn dir, als du so in die ländlichen Regionen gekommen bist?
00:16:45:10 - 00:17:17:11
Hattest du selber auch Vorurteile? Nö, gar nicht. Aber wir erleben es natürlich immer wieder, dass die Leute Vorurteile haben. Halt. Standardfrage ist. Es ist ja auch was ist mit den Nazis, wo wir sagen ja, Nazis mag's ja geben, aber die begegnen uns nicht. Also ich muss sagen, ich habe in Berlin größere Probleme mit sogenannten Nazis gehabt, als ich sie hier irgendwie überhaupt jemals gehabt hätte, geschweige denn, dass ich mal einen identifizieren kann.
00:17:17:13 - 00:17:41:19
Sicherlich wird man irgendwann immer mal ein dummer Spruch oder so, aber das ist nicht mehr als ein dummer Spruch. Und klar, die Leute sagen sehen ja auch ja, hier in der Region wurde zum Beispiel dann die AfD teilweise mit über 40 % gewählt. Ja, ist richtig, aber deswegen sind diese Leute noch lange keine Nazis und eben Dachnachbarn noch. Ich bin hier umgeben von AfD Wählern.
00:17:41:19 - 00:18:02:06
Ob ich meine Nachbarn mit denen komme ich zu Recht, mit denen kann ich auch reden und mit den einen mehr und mit den anderen weniger. Aber es kommt hier nicht zu Konflikten, überhaupt nicht. Null. Und das höre ich eben auch von anderen Leuten halt. Also da sieht es halt in den städtischen Situationen noch mal ganz anders aus als auf dem Land.
00:18:02:08 - 00:18:32:20
Die Leute auf dem Land wissen ja noch, die sind aufeinander angewiesen. Wenn, dann wenn das Haus vom Nachbarn brennt, interessiert das hier keinen. Ob da nun ein AfDler bei der Feuerwehr ist oder nicht. Und um es mal so auszudrücken da wurde, wenn es darum ging, unser Hausdach abzudecken, dann wurde natürlich hier das Dorf aktiviert und dann stehe ich auf, um zusammen mit jemanden auf dem Dach, dessen politische Meinung ich natürlich nicht teile, aber der mir als Nachbar hilft.
00:18:32:22 - 00:19:09:06
Und das bekommt dann auch den gleich eine ganz andere Qualität. Gibt es so aktuelle Herausforderungen in der Region, die du wahrnimmst? Na, ich bin in den aktuellen Herausforderungen tatsächlich eher beruflich und auch ehrenamtlich sehr stark involviert. Also dieses ganze riesige Strukturwandel Thema, das das beschäftigt mich täglich Raus aus der Kohle, Energiewende, wie geht es weiter? Wie entwickeln wir tatsächlich so etwas, was man als eine enkelt enkeltaugliche Zukunft beschreiben könnte?
00:19:09:08 - 00:19:50:17
So, und das macht großen Spaß daran, aktiv zu werden, mitzuwirken. Ja, insbesondere in Nicht Coruna Zeiten. Da veranstaltet ihr ja auch diverse Events. Was gibt es da so zu erleben auf euren Veranstaltungen? Ja, damals vor Corona gab es noch was zu erleben. Ja, wir haben. Wir haben zum einen also zum Beispiel das Zukunftskino entwickelt, wo wir Filme zeigen, die irgendetwas mit dem Thema ländlicher Raum zu tun haben und dann Protagonisten ranholen und Schauspieler, aber auch Leute hier aus Filmen aus der Region, um dann hinterher auch diskutieren zu können mit den Leuten vor Ort.
00:19:50:22 - 00:20:17:17
Das machen wir eben auch auf den Dörfern. Dann direkt vor dem Hintergrund, dass wir uns sagen, man kann den Leuten hier nicht irgendwas präsentieren auf dem Silbertablett und sagen hier, toll, nimm das mal, das ist ganz super für deine dörfliche Entwicklung, sondern man kann sich vielleicht so ein bisschen inspirieren und anstupsen und ihn zeigen. Was machen denn eigentlich andere Menschen nicht nur in Deutschland, also auch weltweit für die Entwicklung ihrer Zukunft?
00:20:17:23 - 00:20:53:12
So also sprich bottom up Bürgerbeteiligung und nicht von oben dirigierte Maßnahmen, die dann alle machen müssen, halten also zum Beispiel das Zukunftskino. Ein anderes, größeres Format ist unsere sogenannte Landebahn. Für Landlustige ist eine einzige eine eintägige Veranstaltung, wo wir zum einen Menschen aus den Städten, aber eben auch Menschen der Region zusammen einladen, um zusammenzukommen, um sich kennenzulernen und sich ein Tag lang bespielen zu lassen.
00:20:53:12 - 00:21:24:07
Also mit Ausstellung und mit Vorträgen und mit Workshops und einem großen kulinarischen Highlight. Und an solchen Geschichten. Aber eben maßgeblich ist dabei eben dieses Get together halt. Die sollen, die sollen sich kennenlernen und möglichst gleich auch anfreunden und eben auch ein Gefühl dafür bekommen. Zum einen die Städter, die da kommen, sind nicht doof und die Leute und die und die Locals, die da kommen, die sind auch nicht doof.
00:21:24:09 - 00:21:44:16
Also alles ist gut und wir, wir kriegen das schon hin. So, und das funktioniert ganz toll. Also wir hatten auf der letzten Veranstaltung so irgendwas 160 170 Menschen mit Kindern. Wir machen dann auch mit Kinderbetreuung zum Amt und zu Name und Hund und Katze so ungefähr. Und alle haben großen Spaß daran. Und mit einigen halten wir länger Kontakt.
00:21:44:16 - 00:22:20:05
Tatsächlich. Und ein paar von denen kommen dann eben auch und machen diesen Schritt. Ob wir in diesem Jahr eine Landebahn veranstalten, ist im Moment nicht klar. Es ist sehr wackelig. Die soll eigentlich im September stattfinden, und zwar in Bad Muskau. Auf dem Gelände von der Stiftung Fürst Pückler Park. Ein höchst spektakulärer Ort, einer der schönsten englischen Parks in Deutschland mit einem komplett durch restaurierten Schloss und einer tollen Orangerie und einem tollen Garten.
00:22:20:05 - 00:22:49:03
Herrlich! Also große, große Klasse, Aber im Moment sieht es so aus, als würden wir das auch kämpfen müssen. Okay, wir hatten vorhin auch schon mal kurz drüber gesprochen. Ihr seid ja für verschiedene Themen auch ansprechbar. Wenn man sich jetzt für die Region interessiert. Auf eurer Homepage steht auch so richtig das Thema Beratung. Also vielleicht kannst du noch mal kurz sagen, wenn jetzt zum Beispiel sstudierende sich dafür interessieren.
00:22:49:03 - 00:23:15:06
Also was kann man sich da unter einer Beratung vorstellen? Was, was für Themen deckt ihr da alle so ab? Wer sucht an einer Wohnung? Ja gut, dann helfen wir beim Wohnungssuchen bisher auch immer sehr individuell, was da so abgefragt wird halt. Das Wichtige ist dann am Ende nicht die Beratung, sondern das Gefühl, das wir vermitteln können. Du bist hier willkommen und du bist hier aufgehoben.
00:23:15:06 - 00:23:41:02
Du bist nicht alleine. Und wenn du eine Frage hast, dann kannst du uns fragen und wir sehen zu, dass wir dich unterstützen können. So was auch immer. Wie komme ich von A nach B, wo? Wo bekomme ich welche Informationen von wem? Wer ist zuständig im Landkreis und etc. etc. etc. und bis hin zu wie ist das eigentlich, wenn ich ein Haus kaufen will?
00:23:41:04 - 00:24:15:06
Große Vielfalt, Was mache ich, Was mache ich nach Feierabend? Ja okay, was sind denn vielleicht hoffentlich neben der Landebahn so eure nächsten Vorhaben als Raumpioniere? Na, wir sind dabei, unser Projekt zu skalieren, wie man das so schön sagt. Das heißt, wir bekommen Babys. Es gibt mittlerweile schon einen Raum hier in der Station, in der Prignitz, eine in West Mecklenburg, demnächst eine in Lötzinn Athene und eine in Biz und in Polen gegenüber von Faust.
00:24:15:12 - 00:24:42:01
Es wird eine geben in Sachsen Anhalt und noch eine in Sachsen. Das ist so unser vordringliches Thema, um unser Projekt einfach noch mehr auszuweiten und das Netzwerk noch größer zu machen. Halt noch mehr Anlaufstation anbieten zu können, wo Leute hingehen, ja sich erkundigen können, wie es dann gerade jeweils in der Region so läuft.
00:24:42:03 - 00:25:14:15
Das ist so vordringlich, Ja, wie kann man denn so grundsätzlich auf dem Laufenden bleiben, was ihr macht? Wie, wie nimmt man am besten Kontakt auf? Wir hatten schon eurer Homepage, Ihr habt auch Social Media Kanäle. Hauptsächlich bespielen wir Facebook. Da findet man uns als Raumpioniere Oberlausitz und dort sind wir auch was aktuelle Themen angeht, eigentlich jeden Tag. Gibt es da irgendwas zu den unterschiedlichsten Themen, die den ländlichen Raum betreffen?
00:25:14:17 - 00:25:44:02
Okay. Ja, zum Abschluss vielleicht noch an dich Die Frage, die wir immer stellen Was würdest du denn Lehramtsstudierende noch mitgeben, was ich ihnen noch mitgeben würde? Ach, weniger Angst, mehr Mut? Ja, das ist ja ein Schritt, den man auch rückwirkend rückgängig machen kann. Noch einmal zu sagen Ja, ich probier das mal aus, heißt ja nicht, ich bin da für ewig gefesselt an den ländlichen Raum.
00:25:44:04 - 00:26:15:20
Und ländlicher Raum ist ja nicht gleich ländlicher Raum. Es wird ja immer gerne gesprochen vom ländlichen Raum, aber das ist natürlich Quatsch. Die unterscheiden sich extrem. Also es gibt ländliche Räume, die tatsächlich unglaublich bevölkert sind, und es gibt periphere Lagen Schlaf, wo Hase und Igel sich Gute Nacht sagen und das muss man schon mögen. Aber auf jeden Fall würde ich es als Option begreifen wollen, wo und das kann man sich ja mal angucken.
00:26:15:22 - 00:26:53:00
Ja, dazu wollen wir auch immer gerne Mut machen. Im Lehramtsstudium bieten sich da an die Blockpraktika, die gehen immer vier Wochen sehr gut an, dass man da auch einfach mal in die Region geht und sich das einfach vor Ort anschaut. Ja, ich denke auch beruflich. Das ist natürlich eine große Herausforderung, aber. Also wenn man sich die Kollegen anguckt, die Lehrer im ländlichen Raum, die sind ja oft fortgeschrittenen Alters tatsächlich noch und das mag natürlich für Junglehrer am Anfang nicht so unbedingt einfach sein, mit ich sage mal frischen neuen Ideen da einzusteigen.
00:26:53:02 - 00:27:22:14
Aber es bietet natürlich auch eine Chance mitzuwirken, mit zu entwickeln, sich einzubringen und und tatsächlich auch die Bildungslandschaft zu beeinflussen, so dass halte ich schon für eine hoch spannende Sache. So, aber da muss man halt dranbleiben und und dran bleiben. Ja, ein sehr gutes Schlusswort. Ich finde ja sehr interessante Einblicke und vielen Dank Jan, dass du uns da mitgenommen hast auf eine kleine Reise in die Oberlausitz.
00:27:22:15 - 00:27:51:19
Ja, gerne. Kerstin, der Podcast hat dein Interesse geweckt und du möchtest die Oberlausitz kennenlernen. Dann nutze am besten die Möglichkeit des Blogpraktikums direkt vor Ort. Mehr über Unterstützung und Fördermöglichkeiten für Praktika in Bedarfsregionen erfährst du auf unserer Homepage www.perspektive minusland.de. Dieser Podcast ist eine Kooperation zwischen der TU Dresden und Perspektive Land, einem Programm der Deutschen Kinder und Jugendstiftung.
Folge 5 (spezial): Raumpioniere Oberlausitz
Folge 5 ist die erste unserer Spezialfolgen. In diesen Folgen lernen wir regionale Akteur:innen in Sachsen kennen, die sich dafür engagieren, das Ankommen für Rückkehrerinnen und Neuzugänge so angenehm wie möglich zu gestalten. In Folge 5 sprechen wir mit Jan Hufenbach von den Raumpionieren Oberlausitz (https://www.raumpioniere-oberlausitz.de/). Er verrät uns, was das Leben und Arbeiten in der Oberlausitz so besonders macht.
Diese Folge auf Spotify, Deezer oder Itunes hören, oder direkt hier in unserem Webplayer:

00:00:09:10 - 00:00:37:12
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Ideen machen Schule, dem Schulpodcast der TU Dresden und Perspektive Land, einem Programm der Deutschen Kinder und Jugendstiftung. Wir nehmen dich mit auf eine Entdeckungstour durch die sächsische Schullandschaft. In diesem Podcast erfährst du, wie vielfältig Sachsens Schulen sind und welche besonderen Konzepte und Ideen dich hier erwarten. Heute mit dem evangelischen Schulzentrum Muldental in Grimma.
00:00:37:14 - 00:01:04:12
Moin. Ich bin heute auf dem Weg nach Großbad auf einem Vorort von Grimma. Dort treffe ich Friedhelm Merz. Er ist am evangelischen Schulzentrum Muldental zuständig für die pädagogische Koordination und Kommunikation. Von Dresden aus erreicht man die Schule in knapp zwei Stunden. Dabei geht es mit dem Zug nach Wurzen und dann mit dem Bus direkt zur Schule. Um aber etwas die Umgebung zu erkunden, habe ich mich heute für einen anderen Weg entschieden.
00:01:04:12 - 00:01:18:04
Ich wandere von Grimma aus. Also auf geht's.
00:01:18:06 - 00:01:47:13
Nach Feldern, Wäldern und einer Solaranlage erreiche ich nun die Schule. Diese besteht aus mehreren Gebäuden. Sie umfasst ja auch Grundschule, Oberschule und Gymnasium. Die Gebäude sind umsäumt von Bäumen, Sträuchern, Sportanlagen. Und ein grünes Klassenzimmer gibt es auch. Und dort begrüßt mich auch schon Herr Mersch. Guten Morgen, Herr Maurer. Schön, dass das mit dem Podcast geklappt hat. Gleich zu Beginn stellen Sie sich kurz vor.
00:01:47:15 - 00:02:29:12
Ja, ich bin schon ein älteres Semester, also schon kurz vor dem Ende meiner Laufbahn, sozusagen als Lehrer. Ich habe aber auch einen sehr unüblichen Weg genommen und es hat sehr lange gebraucht, bis ich überhaupt in die Schule gekommen bin. Ich habe nach meinem Referendardienst ja schon 1982 beendet, war sehr lange, über 20 Jahre als Informatiker selbstständig gearbeitet und bin erst in den letzten vor zehn Jahren etwa hier nach Sachsen gekommen und habe dann noch mal gedacht, jetzt willst du doch noch mal in die Schule und noch mal diesen Beruf ergreifen, den wir eigentlich die ganze Zeit angesteuert hast.
00:02:29:14 - 00:02:59:09
Und habe dann hier eine Stelle angenommen und dann glaube 2011 bin ich, habe ich hier an dieser Schule angefangen Stelle angenommen. Ist ja etwas anders. Statement Sie haben ja schon gesagt, Sie haben in der Schulleitung mitgearbeitet. Aktuell sind Sie für die pädagogische Koordination und Kommunikation zuständig. Das heißt, Sie haben schon auch mit mit Ihren Ideen maßgeblich hier am Konzept mitgearbeitet?
00:02:59:11 - 00:03:25:18
Ja, das stimmt. Deswegen bin ich auch wahrscheinlich hier eingestellt worden, weil die. Weil ich halt auch schon mehrere Jahre mit mit Dingen wie Coaching oder auch gewaltfreie Kommunikation beschäftigt waren. Und das war halt für die damalige Schulleitung, die war noch eine Zentrumsleitung, war das ein interessanter Ausblick. Wobei ich muss sagen, ich war natürlich nicht von Anfang an in der Schulleitung.
00:03:25:18 - 00:03:54:15
Als eine steile Karriere habe ich hier gemacht, sozusagen. Es geht also über eine mehrere Jahre hier ein ganz normal Lehrer für Deutsch und Informatik und habe dann den dann irgendwann, als hier die Schulleiterstelle vakant wurde und auch ganz lange nicht so richtig, äh Nachfolger gefunden wurden, sind wir dann mit einem Dreierteam angetreten, um das hier zu managen. Sozusagen.
00:03:54:17 - 00:04:21:12
Man merkt Ihnen an, dass Sie hier sehr gerne sind. Was? Was verbinden Sie mit dieser Freude oder mit? Ich will fast sagen mit der. Mit der Liebe zum Evangelischen Schulzentrum Muldental. Na ja, wir haben, äh, wir haben ja einen reformpädagogischen Anspruch in unserem Schulkonzept auch stehen. Und wenn man mal auf die lange Sicht guckt, was heißt das reformpädagogische Anspruch?
00:04:21:12 - 00:04:55:23
Das ist ja nun ein sehr weites Feld, hat aber kürzlich, aber auf jeden Fall immer sexy an, und das war es auch für mich. Ich habe einfach dieses Schulkonzept gut gefunden, das etwas freiere Arbeiten. Ich hätte eigentlich nie vor, in einer Regelschule zu arbeiten und habe mir da auch versprochen, es davon versprochen, dass das hier etwas freier zugeht, dass wir hier Dinge umsetzen können, die wir sonst vielleicht nicht können und dass die Beziehung vor allen Dingen zu den Schülern ein ganz, eine ganz andere ist.
00:04:56:00 - 00:05:20:10
Das fing eigentlich schon am ersten Tag an, als ich hier mich vorgestellt habe, da wo ich sofort wurde von Schülern aufgehalten, die dann ganz direkt gefragt haben Was machen Sie denn hier und da kommen sie zu uns. Und das war natürlich schon ein toller, toller Start. Und so sehen das. Das hört sich wirklich gut an! Im Konzept gab es da auch 111 Anweisung und sehr ausführliches Schulkonzept.
00:05:20:12 - 00:05:46:17
Und ein Punkt, der mir da auch aufgefallen ist war war die Formulierung Die Gleichwertigkeit der Beziehungen an unserer Schule spielt für den Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler eine entscheidende Rolle. Das war so was, was, was für mich sehr bemerkenswert war. Ja, das ist. Also bin ich. Wenn ich die Schule hier beschreiben soll, dann, dann sage ich eigentlich immer, Wir verstehen uns hier als Beziehungsschule.
00:05:46:19 - 00:06:28:16
Also wir, wir wissen einfach, dass Lernen erst funktioniert, wenn die Beziehung funktionieren. Und wir wissen, dass die Erwachsenen, so sie denn erwachsen sind, für die Beziehungen verantwortlich sind und nicht die Lernenden oder die Schüler. Das ist einfach ein ganz wichtiger Punkt. Und deshalb ist es auch wichtig, weil ich jetzt gerade so ein bisschen lapidar gesagt habe wenn sie denn erwachsen sind, dass man eben auch immer wieder auf sich selber schaut und guckt wo sind meine eigenen Schatten und wie kann ich, wie kann ich hier die Verantwortung nehmen, die ich als Erwachsener gegenüber den Schülern habe?
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Das hört sich einfach an, ist aber eine ganz schön schwierige Aufgabe und eigentlich schade, dass jedes Mal wieder jeden Tag neue und wichtige also hier in die Schule rein jedes Mal mit dem Gedanken Jeder Schüler kriegt von mir jeden Tag die neue Chance und ich will sie auch ja von den Schülern gehört habe, weil die und das ist glaube ich gutes Gefühl.
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Also ein Schüler ist nicht von von nur weil er sich ein bisschen vielleicht daneben benimmt oder oder nicht so verhält, wie wir das vielleicht landläufig meinen oder vielleicht auch sprachlich manchmal entgleist. Es sind immer noch Kinder und und und Jugendliche, die, die das auch mal dürfen. Ja und ich bin ja nicht gemeint. Das ist ein wichtiger Punkt. Ich bin ja nicht gemein.
00:07:11:18 - 00:07:39:16
Und das aber zu können, zu wissen, ich bin nicht gemeint, das das ist das, was Erwachsene auch ausmacht. Ein zweiter Punkt, den wir schon kurz angesprochen haben, ist das Lernen, was im Vortrag, was was denn aus der Beziehung heraus folgt, wo sie in der Unterrichtsgestaltung, in der und in der Gestaltung von Lerngruppen durch vielfältige Nuancen in Ihrem Konzept haben.
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Können Sie vielleicht so zwei, drei Einblicke geben? Also es ist grundsätzlich so, dass wir von zwei Grundgedanken aus wie Wir sind das Selbstständige lernen. Wir wollen möglichst, dass die Schüler selbstständig lernen, das heißt auch ihre Ziele selber stecken und dass sie möglichst auch freiwillig lernen und also selbstorganisiert im Allgemeinen. Und da versuchen wir eben das fängt bei uns in der Grundschule sehr, sehr stark an, denn wir haben in der Grundschule ja sowohl jahrgangsübergreifenden Unterricht von 1 bis 4 in Stammgruppen bis zu 25 Schüler maximal, die dann von zwei und Pädagogen betreut werden.
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Quer dazu, wenn man so will, nicht. Das liegt unser inklusives Konzept. Das heißt, wir haben ein polyklusives Konzept in allen Schularten. Wir haben ja die Schularten Grundschule, weiterführende Schule mit Hauptschule, Realschule und Gymnasium, wobei Hauptschule, Realschule zusammen unterrichtet werden und eigentlich eine Zeit lang Gymnasiasten. Auch das wurde uns aber dann wieder auch nicht im Rahmen der Anerkennung untersagt.
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Und da sind wir jetzt gerade auch dabei, das wir ein bisschen in Richtung Gemeinschaftsschule weiterzuentwickeln. Das soll ja möglich werden. Ja, das Lernen. Wir haben also verschiedene Formate, mit denen wir versuchen, dieses selbstständige und selbstorganisierte, also nach eigenen Zielsetzungen bestimmte Lernen zu unterstützen. Also mehr als Lernbegleitung und weniger von vorne. Und das machen wir ja nur einmal über so ein Lernbüro, das viele bei uns in der fünften bis Im Moment läuft siebte Klasse statt und ist im Aufbau bis soll bis acht weiterlaufen, weil danach dann die Abschlussklassen neunte Klasse, Hauptschulabschluss, zehnte Klasse, Realschulabschluss usw kommen.
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Und Lernbüro heißt für uns, dass mehrere Fächer vier Stunden darein liegen und dass die Schüler im Rahmen einer Art Wochenplan in uns selbst entscheiden können, an welchen Stellen sie was machen und was nicht. Natürlich wird es dann begleitet und wenn ein Schüler nur Deutschland und kein Mathe, dann wird natürlich auch mal ein Gespräch gesucht und und da unterstützt, wo es lang geht.
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Also Lernbegleitung stärker. Und das sind im Moment glaube ich die Fächer Deutsch, Mathematik und Geografie. Glaube ich auch. Also ist jetzt nicht so wichtig, dass dann das ist jetzt dann eigentlich der Punkt wo wo lernen und Beziehung verschmelzen, nämlich dass das Höchste der individuelle Schüler oder Schülerin im Vordergrund steht und die Lehrkraft weniger ähm vor ich sage jetzt mal Vorträge hält, sondern als Mentor oder Mentoren an der Seite agiert und und eine Art Leiter.
00:10:50:22 - 00:11:20:19
Das ist ja das, was man so in der Pädagogik jetzt so hoch konstruktiv nennt oder auch so kreativ. Das heißt also, es ist schon für uns auch von Bedeutung, dass Erwachsene oder auch erfahrene Schüler sich gegenseitig unterstützend tätig sind und und sozusagen das Lernen voranbringen. Diese die nächste Stufe der Entwicklung geht halt nur über den Weg der Beziehung zu jemandem, der diese Stufe schon erreicht hat.
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Und deshalb ist es wichtig, dass Sie darauf da immer wieder auf sich selber schauen und sehen, wie weit sie da selber sind und wie erfahren sie mit den Schülern umgehen können. Das ist eine ganz wichtige Aufgabe. Und das bedeutet natürlich auch Wir wollen natürlich auch nicht nur, dass die, dass die Lehrer mit dem Lehrer sozusagen dann Begleiter werden, sondern wir wollen auch, dass die Schüler sich gegenseitig helfen und dass sie das total fruchtbar, wenn die.
00:11:51:00 - 00:12:26:10
Wenn sie sich erst mal selber, also die, die die Maßgabe ist eigentlich wenn du eine Aufgabe nicht verstanden hast, einfach erst mal deinen Nachbarn und wenn der Nachbar es auch nicht kann. Und das in einer anderen Gruppe von Schülern. Und wenn da immer noch nicht weiterkommt und fragst den Lehrer in der Reihenfolge. Ich fand auch von der Rhythmisierung der Lerneinheiten oder der Tage sehr spannend, dass immer wieder das ich sage jetzt mal, dass das das Fach bezogene Lernen oder wie man es nennen will, unterbrochen wird durch Sport, durch Spiel, durch Bewegung.
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Ja, das da könnte sicherlich noch mehr passieren. Das ist doch, das ist so und das ist sehr schwierig, überhaupt einen Plan herzustellen, wenn man so viele Schularten irgendwie unter einen Hut kriegen will und dann noch ein inklusives Konzept dazu fehlt, weil die ganzen oder auch die ganzen Schüler, die jetzt oder einige Schüler, die halt in allen Klassen mitlaufen, denen, die auch Förderschwerpunkte haben, Bereich lernen oder im Bereich soziale emotionale Entwicklung oder auch wir haben ja bis geistige Entwicklung da Schüler drin.
00:12:59:04 - 00:13:30:03
Das ist dann schon auch noch mal im Grunde noch mal eine eigene und ein eigener Lehrplan, den man dann immer parallel führt. Dafür haben wir aber eine eigene. Wir leisten uns im Grunde eine eigene Abteilung Inklusion, sowohl in der Grundschule als auch in den weiterführenden Schulen mit mehreren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die zusammen mit unseren Lehrern im Team arbeiten sollen Teams machen, anstreben, die dann auch mal da die Rolle des Lehrers übernehmen können.
00:13:30:05 - 00:14:00:16
Das läuft also Hand in Hand. Also die wir sind da auch relativ offen, also gar nicht so gar nicht so die Schule der geschlossenen Türen. Da ist eigentlich viel Bewegung drin. Ja, sie Sie sehen sich auch selbst als als lernende Institution an, was die, die an ihren Herausforderungen oder auch ihren eigenen Qualitätszielen wächst. Welche Schule hat zum Beispiel auch eine Person, die für die pädagogische Koordination und Kommunikation zuständig ja, das stimmt.
00:14:00:18 - 00:14:24:02
Das ist generell so, dass es relativ wenig Schulen gibt, die überhaupt Stunden freigeben für Schulentwicklung zum Beispiel. Es gibt immer nur wenige, die das, die das, wo sich jemand auch nur darum bemühen und kümmern kann und und in den entsprechenden Arbeitsgruppen eben jenseits von Unterricht teilnehmen kann. Also man braucht halt auch die Zeit. Es ist immer wieder diese Zeit.
00:14:24:03 - 00:14:57:21
Die Zeitfrage ist immer das ein großes Problem. Wir sind im Moment ja dabei, in in zwei Richtungen uns weiterzuentwickeln. Das ist einmal. Wir wollen versuchen, ein kompetenzorientiertes Konzept zu entwickeln für unsere Zielvorstellungen. Und das bedeutet nicht nur einfach jetzt in den Lehrplan, in Kompetenzen umzuwandeln, also Ziele, sozusagen Kompetenzen und dann, dann haben wir eine Kompetenzorientierung, sondern es geht auch darum, eben weitergehende Kompetenzen, soziales lernen zu können.
00:14:57:21 - 00:15:25:07
Mal so ein paar aufgeschrieben, also zum Beispiel so wie Offenheit oder Multiperspektivität. Also das ich finde, das ist eine Kompetenz, endlich in der Lage zu sein, verschiedene Perspektiven einzunehmen oder ein schönes Wort wie Sinnfindung. Wofür brenne ich eigentlich als es als Schüler? Was will ich mal, was will ich mal irgendwann machen und nicht irgendwas machen? Das war ich gerade.
00:15:25:09 - 00:15:47:13
Also wie bei mir zum Beispiel Ich war in der Schule, hatte dann mein Abitur und dann ich kannte keine anderen Berufungen und dann habe ich erst mal studiert, da wurde ich Lehrer, weil ich Lehrer kenne. Gott sei Dank habe ich auch gern und bin ich auch gerne Lehrer. Aber. Aber wenn ich den Weg verfolgen, sehe ich, es gibt 20.000 Berufe und ich habe keine einzige.
00:15:47:14 - 00:16:27:22
Kann ich Vielleicht ist das ein Punkt. Ähm, Sie sind ja evangelische Schulzentrum. Und das ist das Motto der Evangelischen Schulstiftung ist ja Hauptfach Mensch. Ist das so? Diese diese Mission, aus der Sie, dass auch diese diese, ähm, Interpretation der Kompetenzorientierung ableiten auch. Ja, das hat man hat einen großen Anteil sicherlich. Also wenn ich jetzt mal diese Werte ich habe hier noch zwei weitere, dass nämlich der innere den inneren Kompass finden, also eine Wertorientierung, die wir, glaube ich, dringend brauchen und eine die Fähigkeit zur Empathie.
00:16:28:03 - 00:17:07:23
Das sind alles Dinge, die natürlich in dieses Hauptfach Mensch reingehören. Wobei dieser Slogan viel später entstanden ist als sie, als wir die Schule schon gemacht haben, sozusagen. Aber es passt 100 %. Und wenn ich von Werteorientierung rede, dann rede ich auch davon, dass wir das sehr dringend wieder Werte brauchen, an denen wir unser Lernen und unsere und unsere Unterrichten auch ausrichten können, dass nicht alles beliebig wird, also in unserer postfaktischen Welt, wo Wahrheit nicht mehr viel zählt, ist es dringend erforderlich, dass man weiß, wo man hin will und was man nicht will.
00:17:07:23 - 00:17:36:17
Auch meine ich, alles was geht, sollte getan werden. Das ist auch was, was eine Mission, die auf meiner Agenda steht. Jetzt auf auf ihrem Weg. Sie sind ja immer noch als Schulzentrum auf dem Weg. Aber was man so so will, noch auf dem Weg bleiben soll Herausforderungen denen, denen sie begegnet sind, Herausforderungen. Na ja, das ist sicherlich die Gratwanderung von.
00:17:36:19 - 00:18:07:21
Wir hatten eine ganz lange, langen Prozess. Soll diese Schule anerkannt werden oder nicht? Weil damit ja eine Menge an Einschränkungen, aber auch an Möglichkeiten verbunden ist. Die Möglichkeit ist, wir können in unserem eigenen Haus Prüfungen abnehmen, Zum Beispiel die Einschränkungen sind Wir müssen Noten geben, wir müssen, äh, wir müssen Lehrpläne weitestgehend einhalten und wir müssen Prüfungen unter ganz bestimmten Bedingungen aufnehmen.
00:18:07:23 - 00:18:46:06
Das ist war eine ganz lange Diskussion bei uns über mehrere mehrere Jahre im Grunde in Münster helfen bei der Anerkennung des Gymnasiums in einer Arbeitsgruppe darüber diskutiert aber den Vorstand, also unser vereinsgeführtes Wir haben einen Verein der Länder, wir unsere, der unser Träger ist und da haben wir ganz lange gerungen. Wir hatten fünf verschiedene Modelle von von Schülern waren alles alleine bis ich sage es noch ein bisschen bisschen platt bis traditionell, äh Schule machen, gerade in der Oberstufe.
00:18:46:08 - 00:19:10:00
Und das war dann so, es wurde dann letztendlich in der Mitgliederversammlung beschlossen, dass wir diese Anerkennung wollen. In der. In der Oberschule hatten wir sie zu dem Zeitpunkt schon und das war dann die erste Einschränkung. War ja, wie hier schon angedeutet, also wir haben ja früher noch. Also als ich hier anfing, noch Gymnasiasten mit Oberschülern zusammen unterrichtet und das hat auch wunderbar funktioniert.
00:19:10:02 - 00:19:33:12
Da hat dann auch so Formate, wo wir dann die Oberliga Niedersachsen in bestimmten Bereichen mal so zur Seite genommen haben, in anderen Raum dann soll Vertiefungen gemacht haben, Es ging alles gut und dann wurde das einfach untersagt, weil es dann einfach eine anerkannte Oberschule war. Das eine Sache, die nicht mehr durfte und bis hin zu muss. Dann getrennte Räume, getrennte Pädagogen.
00:19:33:12 - 00:19:56:10
Es musste alles nachgewiesen werden. Das sind natürlich Dinge, die wir, die wir vielleicht so langsam wieder in diese Richtung wollen, wir wieder gehen wollen. Sie haben ja die Erfahrungen und Konzepte im Grunde in der Schublade. Ja, vielleicht auch hier in der Vollständigkeit. Das ist sicherlich viel komplexer. Aber es gibt inzwischen Arbeitsgruppen bei uns, die sich damit. Mit dem schönen Namen Tafelrunde, die sich mit dem.
00:19:56:13 - 00:20:34:06
Mit der Entwicklung unseres Schulzentrums in Richtung Gemeinschaftsschule Konzept entwickeln will. Und das wird sicherlich noch eine Weile dauern. Und wir hoffen natürlich, dass wir da vielleicht auch als als ein Modell dann da an den Start gehen können, weil wir im Grunde machen wir ja schon nicht vieles anders sein wir alle Voraussetzung für eine Gemeinschaftsschule eigentlich, indem wir diese ganzen Schularten haben, die Hälfte unserer Grundschüler werden von uns weiter unterrichtet, also etwa 25 pro Schuljahr.
00:20:34:08 - 00:21:08:24
Und die andere Hälfte, das ist auch noch mal eine Herausforderung. Ich habe ja schon mal angedeutet, dass die das die sehr viel Freiheit weit über in der Grundschule in diesem jahrgangsübergreifenden Kurs haben. Wir kennen also die gegenseitige Unterstützung, die kennen das, die freie Zielsetzungen, die kennen Wochen, Pläne und dann kommen noch mal die Hälfte von Schülern von ganz anderen Schulen dazu, die wir auch brauchen, damit wir ungefähr so 40 Schüler in in einem Jahrgang unterrichten können.
00:21:09:01 - 00:22:11:13
Also auch rein finanziell muss das sein und dann, das ist schon eine Herausforderung ist dann zusammenzuführen. Sie haben ja, wir haben die ganzen Kennzahlen Ihrer Frage vergessen. So wie ich das gelesen haben, ist das 111 Jahrgang jeweils Oberschule, ein Jahrgang, Gymnasium und Lerngruppen maximal 20 ja 20 bzw 21 im Gymnasium. Also ich kann das ja mal hier. Ich habe zwei Jahre aufgeschrieben, wir haben im Moment 364 Schüler insgesamt im Schulzentrum, davon sind 111 in der Grundschule, 112 in der Oberschule, also Realschule, Hauptschule und 141 im Gymnasium, das im Moment der Stand Schuljahr dieses Schuljahr und unterrichten in der Grundschule unterrichten zwölf Lehrer und Lehrerin im Gymnasium 20 wobei das, wenn man alles zusammenzählt, alle Pädagogen,
00:22:11:13 - 00:22:42:12
alle Erzieher, die noch eine Rolle spielen, dann auch noch ein Hort und noch einen Schulclub und also eine Betreuung über die Schulzeit hinaus. Und wir haben Insgesamt sind es dann 40 Pädagogen, die dann hier tätig sind. Im weiterführenden Bereich. Und dann haben wir eben zwei, also zwei Abteilungen, wenn man so will, die sich um Inklusion kümmern. Und da sind jeweils dort fünf, 5 bis 6 Leute jeweils in Grundschule und in der weiterführenden Schule noch mal getrennt.
00:22:42:12 - 00:23:11:23
Hallo Leistungsone, eine ganze Menge zwei stelligen Bereich von Leuten, die nur in den in diesem Bereich Inklusion tätig sind. Das ist beeindruckend und vor allem. Was mir auch aufgefallen ist, wenn man sich ihre Pädagoginnen und Pädagogen anschaut, die sind relativ jung. Hängt das auch damit zusammen, dass sie sich als lernende und dynamische Schule begreifen? Ja, wenn man das also immer positiv denkt, ja.
00:23:12:00 - 00:23:42:01
Aber es ist natürlich auch so, dass das wir hier eine Situation haben, wo Lehrer sich dann schon überlegen, ob sie ins Gymnasium, in die Regelschule gehen und dabei dann vielleicht eine Abordnung an die Oberschule riskieren, die dann vielleicht vier Jahre geht. Das ist ja so die Norm. Heute. Also die Stellen vor einem Gymnasialbereich sind nicht so breit gesät, sodass dann eben auch schwierig sein das durch einen Ausgleich sind.
00:23:42:01 - 00:24:06:12
Aber ich glaube, das ist so eine Mischung. Also es gibt sicherlich Lehrer, die hierhin kommen, weil sie eine andere Pädagogik wollen, Aber es gibt auch ganz normale Lehrer, die die einfach so hier das jetzt neu kennenlernen und vielleicht dann auch lieben lernen, dass es. Dass es hier ein bisschen anders zugeht. Auch unter den Kollegen klappt ein sehr gutes kollegiales Verhältnis an der Schule.
00:24:06:14 - 00:24:35:22
Lehrer, die schon mal was anderes kennengelernt haben. Das war vorhin in Konkurrenz Situationen zugeht. Das kann dann dann auch schon auf die Gesundheit gehen. Und das manche schätzen das auch sehr, dass sie das richtig. Das ist dann so das Bild der der Schutz der ländlichen Schule Schule auch so ein bisschen vielleicht als als kollegiale Familie. Ja, also ob das was mit ländlich zu tun hat?
00:24:35:22 - 00:25:00:04
Wahrscheinlich würden wir es in der Stadt genauso tun. Aber vielleicht hat man in der Stadt ist man da ein bisschen breiter aufgestellt, hat da mehr Möglichkeiten auszuweichen, auch auch den Beziehungen auszuweichen, weil sie mit. Eine Tendenz ist auch, dass einige Kollegen immer so, dass einem ja auch hier hinziehen und immer es auch ganz attraktiv macht. Wieso müssen sie.
00:25:00:04 - 00:25:25:22
Die Erweiterung der Speckgürtel von Leipzig wird jetzt auch so langsam ja was soll an den Entwicklungen auch in der Stadt und wir sind jetzt noch mal noch mal ein bisschen ländlicher, auch im Drinnen, aber noch mal etwas außerhalb. Wobei da ist man relativ schnell wieder. Also ich bin ja sogar zu Fuß gekommen. Ja, stimmt. Also die Busverbindungen und Community Fahrrad, ja, das ist ja wirklich, wirklich sehr schön.
00:25:25:24 - 00:25:55:15
Man kann ja bei Ihnen, Sie haben ja schon auch mir zuvor gesagt, Sie haben mehrere Referendare und Referendaren, Sie haben auch Praktikanten und Praktikanten. Man kann ja schon relativ früh bei Ihnen reinschnuppern und Erfahrungen sammeln. Vielleicht so zum Abschluss. Was würden Sie insgesamt lernen? Studierenden mit auf den Weg geben wollen? Vor viel und vor allem dann, wenn sie einmal hier sind?
00:25:55:16 - 00:26:30:02
Ich muss mal positiv ausdrücken, weil es negativ ist, immer gerne sagen aber Mut, den Mut zu haben, Dinge einfach mal zu machen, anders zu machen und sie hingucken, beobachten und vor allen Dingen nicht immer denken, man müsste, man wäre für alles zuständig. Also das ist einfach nicht. Es ist einfach nicht wahr. Auch wenn es jemand anders erzählt, wir sind nicht so gut, können wir es dann, wenn die Lehrerin die Schüler nicht wollen oder nicht können, weil sie vielleicht in Situationen leben, die Lernen gerade unmöglich machen.
00:26:30:02 - 00:26:50:14
Wir wissen inzwischen, dass Lernen nicht funktioniert, wenn die. Wenn die Schüler sich nicht sicher fühlen und ihr Bauchgefühl, also die Beziehungen, nicht stimmen. Und wenn er von zu Hause einiges mitgebracht wird, dann dann ist Lernen das Letzte, was da für die wichtig ist. Und wenn man das weiß, dann, dann kann man gar nicht für alles zuständig sein. Dem kann ich das auch.
00:26:50:16 - 00:27:21:22
Ich kann da nicht mit irgendwie noch so gut organisiertem Unterricht lernen, dann interessieren, wo das grad nicht dran ist. Und das muss man wissen. Und dann hat man schon ein ganz anderes Verhältnis zum Unterrichten, zum Lehren. Also ein bisschen mehr Lernbegleitung müssen wir drauf gucken. Man braucht auch die Zeit nicht immer nur fordern wir die Zeit, alles zu sehen und um zu sehen, was mit den Schülern innen los ist.
00:27:21:24 - 00:27:43:22
Das sind so die Sachen, die ich mitgehen würde. Vor allem gut, Danke! Danke auch für die Zeit mit uns. Spannende Gespräche. Der Podcast hat dein Interesse geweckt und du möchtest die Schule näher kennenlernen. Vielleicht sogar in einem Praktikum oder Referendariat. Dann besuche unsere Homepage unter www.perspektive minus .de.
Folge 4: Evangelisches Schulzentrum Muldental
In dieser Folge lernen wir das Evangelische Schulzentrum Muldental in Grimma kennen. Herr Märsch, der für u. a. für die pädagogische Koordination und Kommunikation verantwortlich ist, gibt uns Einblicke, wie Inklusion am Evangelischen Schulzentrum gestaltet wird und worauf es bei guten Beziehung zwischen Lehrer:innen und Schüler:innen ankommt.
Homepage des Evangelischen Schulzentrums Muldental: www.eva-schulze-mtl.de
Diese Folge auf Spotify, Deezer oder Itunes hören, oder direkt hier in unserem Webplayer:

00:00:09:18 - 00:00:38:17
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Ideen machen Schule, dem Schulpodcast der TU Dresden und Perspektive Land, einem Programm der Deutschen Kinder und Jugendstiftung. Wir nehmen dich mit auf eine Entdeckungstour durch die sächsische Schullandschaft. In diesem Podcast erfährst du, wie vielfältig Sachsens Schulen sind und welche besonderen Konzepte und Ideen dich hier erwarten. Heute mit der Oberschule Clara Zetkin in Freiberg.
00:00:38:19 - 00:01:16:06
Ich begrüße euch recht herzlich zum heutigen Podcast und heute bin ich auf dem Weg zur Clara Zetkin Oberschule nach Freiberg begeben mich gleich zum Bahnhof, setze mich dann in den Regionalexpress Richtung Chemnitz und werde auch nach knapp 25 30 Minuten schon in Freiberg sein. Lauft dann noch ein paar Meter zur Schule und dort treffe ich David Kirsch, mit dem ich mich zum einen über das Schulkonzept mit dem Schwerpunkt Digitalisierung, aber auch über das Lehrersein bzw als Lehrerin sein an Schulen im ländlichen Raum unterhalten möchte.
00:01:16:08 - 00:01:45:08
Ja David, ich hatte mich in das Schulgebäude bisher angeguckt. Erinnert die meisten überrascht, muss ich ehrlich sagen, dass es sehr modern ist. Hätte ich nicht erwartet. Aber endlich wird gleich mal mit Ja einsteigen, bevor wir quasi dann ins Thema gehen Was bedeutet denn Schule für dich? Ja, Schule bedeutet für mich in allererster Linie Flexibilität. Das heißt, wir können es so vergleichen, dass wir eigentlich nichts anderes als Protagonisten in einem Film sind.
00:01:45:10 - 00:02:06:09
Dieser Film hat kein Drehbuch. Wir wissen also nie, was tagtäglich passiert. Und wir müssen immer flexibel in den einzelnen Situationen reagieren. Das macht den ganzen Tag natürlich extrem spannend und interessant. Teilweise natürlich auch so, dass wir am Ende fix und fertig nach Hause gehen, manchmal glücklich nach Hause gehen. Ich denke, das ist erst mal das Wichtigste, was wir über Schule wissen sollten.
00:02:06:09 - 00:02:26:00
Wir müssen flexibel reagieren und ansonsten ist das natürlich ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens, weil wir nicht nach Hause gehen, das Buch schließen und es am nächsten Tag aufmachen und weiter lesen, sondern gewisse Dinge nimmt man mit ins Wochenende, in den Feierabend. Die werden noch mal zu Hause diskutiert und irgendwelche Fragen? Also es ist schon ein großer Bestandteil des Lebens.
00:02:26:02 - 00:02:52:20
Also so quasi ein sozusagen Drehbuchautor, ein Schauspieler, der in einem Jahr die Schule ist, also sozusagen unsere Bühne. Und das Schöne ist, die Zuschauer können nicht freiwillig da sein. Vervollständigen man den Satz Ich gehe gerne in die Schule, weil also ich gehe gerne in unsere Schule. Das möchte ich mal so sagen, weil wir hier in einer Provinzstadt leben können.
00:02:52:22 - 00:03:20:10
Das heißt, Freitag ist für mich oder für uns alle Ja Universitätsstadt. Entsprechend innovativ, modern, gut ausgestattet. Aber auf der anderen Seite, wenn man durch Freiburg geht, ist leider auch sehr gemütlich in den Gassen, beschaulich und genau das, was Freiburg uns zeigt, spiegelt sich bei uns im Schulklima eigentlich an der Schule wieder. Wir sind eine sehr moderne Schule, die technisch sehr gut aufgestellt ist, die wissbegierig ist, die ehrgeizig ist.
00:03:20:11 - 00:03:44:24
Aber wir sind untereinander sehr gelassen und eben auch gemütlich, was den Umgang mit Schülern betrifft, was der Umgang der Schüler untereinander betrifft oder auch Lehrer und Schüler und Lehrer selber. Und deswegen gehe ich gern in die Schule, weil diese Bedingungen mit der Modernität das alles passt zu dem, wie wir unterrichten wollen und hier unterrichten möchte, eben modern digital, so dass wir die neuen Herausforderungen meistern können.
00:03:45:01 - 00:04:07:21
Also gab es mir auch gleich beim Thema Kannst du kurz die Schule mal vorstellen? Also wenn du sagst, ihr habt viel digital, viel medial, das ist so und das Besondere, was eure Schule so ausmacht. Ja, wir sind als Schule dahingehend sehr vielfältig. Also wir sind erst mal grundlegend Ganztagsschule in Klassenstufe fünf und sechs und gebundenes Ganztagsangebot für die Schülerinnen und Schüler.
00:04:07:21 - 00:04:39:22
Das heißt, die kommen 7:20 zu uns in die Schule, dann haben wir mit mit diesem Tagesablauf, mit Lernzeiten, mit Förderstunden, mit Mittagspause alles im Stundenplan integriert dies das Ganztagsangebot entspannt Zustand. Es wird ein offenes Ganztagsangebot ab der Klassenstufe sieben. Das ist die eine Besonderheit unserer Schule. Dann sind wir freundliche Schule seit zwei oder drei Jahren. Dann sind wir eben seit zwei Jahren auch Schule mit zwei Altersklassen im Haus, die also auch direkt Internetunterricht machen.
00:04:39:22 - 00:05:06:17
Das ist diese digitale Schiene, die wir eingeschlagen haben und die sich auch sehr bewährt hat. Es läuft momentan so, dass wir in Klassenstufe neun eine Pilotklasse haben. Die haben letztes Jahr begonnen und jetzt zu diesem Schuljahr haben nur noch fünfte Klasse nachgezogen, die da jetzt praktisch von der fünf bis zu zehn hochgezogen wird. Da läuft der Unterricht dann ergänzend mit eigens für die Schülerinnen und Schüler, weil sie sozusagen vollkommen digital, nicht ganz, also vollkommen digital nicht.
00:05:06:17 - 00:05:29:06
Wir haben gesagt, dass ein Ergänzungsmittel sein zum Unterricht, das heißt, wir standen vor der Frage Schaffen wir Hefter beispielsweise ab oder lassen wir Hefte noch beim Schüler? Und da haben wir uns ganz klar. Heißt also, jeder Schüler hat nun mal in jedem Fach seinen Hefter, und das eignet es nun mal als Ergänzungsmittel. Da werden Dinge mal auf dem iPad gelöst, dann noch mal vielleicht 90 Minuten am iPad gearbeitet.
00:05:29:06 - 00:05:47:04
Manchmal wird in dem Block nur zehn Minuten mit dem iPad gearbeitet oder gar nicht. Wo das passiert, Also dort, wo es sich anbietet, muss einen Mehrwert bringt für den Schüler. Dort wenden wir oder wollen wir das auch anwenden Und dort, wo wir denken, es macht einfach keinen Sinn, weil es vielleicht Spielerei ist oder irgendwas anderes. Doch machen wir es natürlich.
00:05:47:06 - 00:06:10:20
Da haben wir stehen in einem sehr engen Austausch mit den Schülern, vor allem also mit dieser neunten Klasse, weil die natürlich ein Stück weit älter sind, das Grundstück beurteilen können. Das ist ein sehr, sehr positives Feedback, was wir zum Großteil kriegen. Die Schüler haben laut ihren Aussagen natürlich mehr Motivation, sich mit Dingen zu beschäftigen. Sie finden den Unterricht interessanter.
00:06:10:20 - 00:06:38:11
In vielen Dingen moderner, Aktueller ist auch das, was die Eltern uns in der Elternevaluation nach einem Jahr widergespiegelt haben. Dass die Motivation des Schülers in Dreiviertel der Fälle gestiegen ist. Das ist, denke ich, ein großer Vorteil. Super, das ist ja. Das war ein echt gutes Ergebnis. Die Eltern schätzen das auch so ein, dass der Unterricht entsprechend attraktiver, moderner geworden ist, Das Interesse des Schülers einfach größer, sich mit Dingen zu beschäftigen.
00:06:38:13 - 00:07:11:16
Alle sind natürlich auch ein stückweit abwechslungsreich. Gestalten kann wie Segeln drauf gekommen, dass wir gesagt haben, wir wollen jetzt quasi Klassen, wir wollen digital werden und das war Zufall. Okay, es war einfach Zufall. Unsere Chefin hat sich vor vier Jahren für das Projekt Bildung Digital der Deutschen Kinder und Jugendstiftung beworben, was es praktisch ein Netzwerk von Schulen aus ganz Deutschland, wo man innerhalb von zwei Jahren zu einem bestimmten Thema eine Projektidee entwickeln und umsetzen soll.
00:07:11:18 - 00:07:38:15
Und wir sind damals nach Berlin gefahren. Im September 2017 hatten wir ganz andere Ideen, kommen in Berlin bei dieser großen Auftaktveranstaltung an und lernen dort die anderen Schulen kennen, die mit uns in einem Cluster sozusagen aktiv waren. Und dann stellen sich die Schulen so vor und da waren die Schüler dabei aus Zug durch in Bayern, die eben schon seit Jahren ein paar Klassen hatte und habe ich zu meiner Chefin gesagt Das ist cool, das will ich auch.
00:07:38:15 - 00:08:04:00
Am Ende, davon haben wir gesagt Ja, wir schwenken um, wir machen ein Klasse. Das war doch logisch. Zwischen Tür und Angel haben wir das praktisch entschieden. Wir machen das doch was anderes. Wir machen die iPad Klasse. Da war uns natürlich bewusst, was das bedeutet. Wir haben erkannt, dass hinterher die Arbeit, aber die Idee sozusagen quasi spontan entwickelt gesagt, dass das ist zukunftsträchtig, das will ich haben jetzt sagen und das kann ich mir vorstellen, dass wir das umsetzen.
00:08:04:02 - 00:08:28:06
Ja, wir hatten wirklich Glück an dieser Stelle, dass wir dann auch die, die zum DO für Schule als Partnerschule bekommen haben, also in diesem Netzwerk, das sind ungefähr zehn Schulen dabei. Man trifft sich dann zweimal im Jahr immer woanders, guckt sich die Schule entsprechend an, wo man zu Gast ist und bekommt aber speziell noch mal eine Partnerschule, mit der man dann noch mal intensiv an den Austausch gehen kann, wo man noch mal sich gegenseitig besucht.
00:08:28:08 - 00:08:50:18
Und da hatten wir Glück, dass wir wirklich die zum Dorf Schule als Poppenschule bekommen haben, um das wirklich auch von deren Erfahrungen profitieren zu können. Um eben Fehler zu vermeiden, die wir vielleicht sonst gemacht hätten. Also hätte quasi gleich auch sagen können Best Practice Beispiele sagen lernen kostet ja und da sind für euch das Übernehmen und das war jetzt schon mal sämtliche zurückblickend bewertet.
00:08:50:19 - 00:09:20:06
Das waren so die größten Herausforderungen der Umstellung mit der Arbeit. Also da muss man sagen, da hatten wir teilweise auch wieder ein Stück weit Glück, weil wir einen Schulträger haben hier mit der Stadt Freiberg, der dieser Sache wohlgesonnen entgegenstand, die von vornherein gesagt haben Endlich eine Schule, die das will, die digital sein will, das unterstützen wir. Damit haben wir keinerlei Probleme gehabt, was die Finanzierung von Endgeräten betrifft bzw die Schaffung von Infrastruktur.
00:09:20:06 - 00:09:40:04
Wir hatten zu dem Zeitpunkt kein WLAN Netzwerk im Haus, das alles musste geschaffen werden und der Schulträger hat von vornherein gesagt das machen wir selbstverständlich, wir gehen doch mit. Und das war die größte Herausforderung, die wir uns eigentlich ausgemalt hatten. Die war entsprechend relativ schnell erledigt. Genauso die Kommunikation mit dem Landesamt für Schule und Bildung und die Unterstützung von dort.
00:09:40:04 - 00:10:01:07
Das war alles logisch in Ordnung und das größte Problem wurde für uns dann mehr oder weniger der Zeitfaktor war, der uns ein sportliches Ziel gestellt hatten. Wir hatten also im Ende September sind wir von Berlin nach Hause gefahren mit dieser Idee im Kopf. Und dann war klar Ich will das im neuen Schuljahr beginnen. Also die Deadline war der August 2018.
00:10:01:11 - 00:10:26:01
Also Massen Dreivierteljahr, um alles zu schaffen. Da muss ich Kollegen fortbilden, muss erst mal Kollegen finden, die mitmachen, muss die Finanzierung klären, muss die restlichen Sachen klären, muss mit den Eltern sprechen. Dass das alles funktioniert, dass die mitmachen usw und so fort. Und da muss man ehrgeizig dranbleiben. Das haben wir zum Glück lösen können, weil wir uns gesagt haben, wir nehmen erst mal Kollegen ins Boot, die wollen.
00:10:26:01 - 00:10:47:08
Sie haben also eine Umfrage im Kollegium gestartet. Wer hätte denn gern doch mitmachen werden, wenn die angekündigten und hatten Glück, dass viele Kollegen dabei waren und wir die Fläche entsprechend gut abdecken konnten. Dann haben wir die Fortbildung gemacht und das geht. Bzw. Musste man sich selber als Nein denken. Also ich hatte bis zu dem Zeitpunkt auch wenig Erfahrung damit, musste mich also selber einarbeiten.
00:10:47:10 - 00:11:15:19
Die Lehrbücher, also die Lehrpläne, die Verlage lassen einen mehr oder weniger zu dem Zeitpunkt im Stich, weil da gibt es wenig Angebote, Also fängt man selber an, sich Know how zu beschaffen, zu recherchieren und all das und diese kürzester Zeit war die größte Herausforderung, sodass wir den Termin halten konnten. Gott sei Dank. Und dann stoppen. Und das Ganze ist dann eben weil passiert, sozusagen bei der regulären Unterricht, wenn sie wirklich dynamisch erfolgt, sodass wir gerade dann, wenn wir gesessen sind, überlegt, dass ich eines machen.
00:11:15:21 - 00:11:38:24
Auf jeden Fall Respekt in einem 3/4 Jahr das komplett umzusetzen. Und wie kann ich mir jetzt so eine Unterrichtsstunde vorstellen, wenn ihr quasi startet der Unterricht in Blöcken also also Bildungswerk 90 Minuten, dann gab das wie gesagt sehr, sehr unterschiedlich. Das kommt toll an! Wenn ich das iPad auslese, haben wir uns natürlich auch Gedanken gemacht wie machen wir zum Unterricht, Nutzen wir Hefter, nutzen wir keine Hefte.
00:11:38:24 - 00:12:01:11
Was ich vorhin schon erwähnte. Wir haben uns dann dafür entschieden, Art didaktisches Modell selber zu kreieren. Also habe ich mich hingesetzt, haben überlegt Wozu brauchen wir eigentlich das iPad? Warum sollte es einen Mehrwert bringen? Wir sind zu dem, was ich bin, zu dem Ergebnis, am Ende kommen zu sagen Wir haben digitale Herausforderungen von denen die Schüler stehen in Zukunft sowohl im Privaten, also in der Arbeitswelt zukünftig.
00:12:01:13 - 00:12:29:02
Und dann müssen wir eine Art digitale Problemlösestrategie entwerfen. Und wir müssen doch mal mehr Kompetenz entwickeln, dass der Schüler in der Lage ist, digitale Probleme zu lösen. Und ich kann vor einem gesellschaftswissenschaftlichen Lehrer naturwissenschaftlichen Fächern, wenn ich an der Problemorientierung arbeite, als didaktisches Grundkonzept kann ich das sehr gut einarbeiten, kann dort speziell Methodenkompetenz, digitale Methodenkompetenz verwirklichen. Also haben uns hingesetzt Wie machen wir das?
00:12:29:02 - 00:13:01:19
Wir versuchen also, einen Fahrplan zu entwickeln für Problemstellungen, Fragestellung am Anfang der Stunde zu entwerfen, dann die Sache zu konstruieren, was herauskommt über eine Zielformulierung in der Konstruktionssphase, wo der Schüler anfängt zu recherchieren, möglichst eben mit diesem Medium des Internets. Und das ist ja genau das Problem Wir kennen das alle, wir haben irgendein Problem privat, ja, wir googeln mal, also nehmen wir das Handy oder setzen uns vom PC und recherchieren und nach einer halben Stunde stellen wir fest Ja, ich hab zwar ganz viel gelesen, aber eine Lösung zu meinem Problem habe ich noch nicht gefunden.
00:13:01:21 - 00:13:33:18
Und das richtige Recherchieren ist also der erste wichtige Schritt, den die Schüler lernen soll. Das ist fachübergreifend problemlos machbar. Also sind erste wichtiger Schritt gewesen Recherchieren, dann müssen die Ergebnisse, die ich finde, die ja teilweise gut sind und riesen Fülle hergeben, die Unendlichkeit des Internets, da müssen die Ergebnisse organisiert werden. Das unterschiedliche Möglichkeiten. Man kann das digital organisieren, sortieren, verwalten mit meinen Apps und wie auch immer und dann am Ende der letzte Schritt nach dem Organisieren.
00:13:33:18 - 00:13:56:17
Ich muss es ja auch präsentieren Ergebnisse noch mal vor. Da kommt immer so der Punkt, wo viele Kritiker sagen ja, am Ende halten sie nur noch Referate und das ist eben nicht Account, sondern wir haben gesagt möglichkeiten kann im Unterricht ein normales Unterrichtsgespräch sein zwischen Schülern und Lehrern mit einem Tafelbild. Was gemeinsam entwickelt wird, das kann auch ein elektronisches, selbstbestimmtes Buch des Schülers sein.
00:13:56:17 - 00:14:21:09
Das kann normaler Hefteintrag sein, es kann aber auch eben dieser Ort sein. Und nach diesen drei Schritt recherchieren, organisieren und präsentieren, nachdem sind wir oder gehen wir grundlegend vor und versuchen eben durch die digitale Kompetenz doch mit einzubauen. Sind auf jeden Fall sehr gut, finde ich. An was mich jetzt noch so persönlich interessiert Wie ist das für dich als Lehrer?
00:14:21:11 - 00:14:41:20
Also wenn du jetzt zurückblickst, sozusagen ohne digitale Medien zu arbeiten und jetzt mit dem Blick auf digitale Medien, weil das ist ja so, auch mein Mann hat vielleicht seinen Vorbereitungsdienst gemacht, jahrelang in der Schule und irgendwie so erschlagen mit vielen Sachen und ähnlichem selbst organisieren. Und er arbeitet mit einem Kollegium, das mit ein wenig weit davon in die Stadt gezogen und irgendwie muss das alles managen.
00:14:41:22 - 00:15:11:24
Und bis ich dann so richtig angekommen bin, dass ich eine Sicherheit habe in meinem Unterrichtshandeln oder in meinem Lehrer sein sozusagen da, das geht ja eine ganze Menge. ZEIT Denkst du, dass das durch die digitalen Medien einfacher als jetzt grundlegend nach einer bestimmten Dauer ja, am Anfang ist das ein sehr hoher Zeitaufwand. Also der haben da, der frisch an die Schule kommt nach seinem Referendarschwert hat sehr viel zu tun, aber viele Klassen übernehmen wo er das erste Mal drin ist.
00:15:11:24 - 00:15:33:16
Also die Vorbereitungszeit wird schon sehr hoch sein. Jetzt merke ich, ich habe zwar die Themen in Geschichte, Geografie, Klasse neun schon unterrichtet, vor 345 Jahren, aber digital ist es ein anderes Vorbereiten, weil ich muss selber die Masse des Internets erst mal durchforsten. Was kann ich gebrauchen? Welche Homepage ist zum Beispiel mit Fehlern behaftet, das der Schüler als kritisch überprüfen kann?
00:15:33:18 - 00:16:03:10
Also ich muss selber erst mal viele Dinge recherchieren, während ich früher da sitze und drei verschiedene Lehrbücher habe, als Lehrer in meiner Vorbereitung und ich die didaktische Reduktion vornehme, sitze sich jetzt praktisch vom PC durch das Internet und überlasse in bestimmten Dingen auch die didaktische Reduktion schon dem Schüler, weil diese Kompetenz Musterschüler ja auch lernen, dass auch er dann einen bei einem privaten Problem, bei einem sproblem später auch selber Ist ja auch niemand da, der sagt Ich habe das schon mal reduziert, fertig.
00:16:03:12 - 00:16:30:20
Du brauchst also diese überschaubare, die überschaubaren Quellen zu recherchieren, zu durchforsten, sondern da habe ich auch diese Unendlichkeit. Und deswegen brauchen wir die didaktische Reduktion Ein Stück auf den Schüler aber, der der Großteil das vorzubereiten ist deutlich höher als im Normalfall das jetzt zu werden. Ich sitze deutlich länger momentan. Perspektivisch werde ich davon profitieren, weil es eben organisiert, strukturiert, digital schon habe und eben dann ja nicht anpasse.
00:16:30:22 - 00:16:49:05
Es gab aber im ersten Moment ist das schon sehr viel Zeitaufwand. Ja, aber wenn du sagst, dass sich das lohnt, dann ist es ja auch klar. Weil wenn ich ein Medium quasi digital vorliegen habe, dann kann ich es immer wieder anpassen. Das ist natürlich etwas einfacher, als wenn ich mir immer wieder die neue Lehrbuch auf Lager nehmen zu lernen.
00:16:49:07 - 00:17:17:04
Kopiere ich gerne mal meine Texte zusammen oder stelle neue Aufgaben oder ähnliches. Wie ist als künftiger Plan Wo sollten die Reise hingehen? Wir wollen praktisch das erstmal etablieren, was wir erreicht haben. Also ich denke, wir sollten immer einen Schritt nach anderen auch gehen und vor allem sehen, dass wir die anderen nicht verlieren. Das heißt, unser Ziel wird es sein, dass wir pro Jahrgang eine halbe Klasse haben, perspektivisch von der fünf angefangen.
00:17:17:04 - 00:17:37:10
Dieses aufbauen und Sehen, das wird die technische Ausstattung, die technischen Mittel für die anderen Klassen genauso zur Verfügung stellen können. Also in ähnlicher Form zu shows es nicht möglich sein, die ganze Schule innerhalb von fünf Jahren zum eigenen Schule zu machen. Das ist schier unmöglich. Das ist auch ein ganzes Stück utopisch. Aber es muss eben dann so sein, dass die anderen Schüler ein Teil davon auch nutzen können.
00:17:37:16 - 00:18:00:02
Das können mobile Internet Wagen sein, dass also dort punktuell die digitale Bildung genauso mit wie ankommt. Ansonsten wie gesagt, wenn wir die Infrastruktur insgesamt ausbauen, im Haus festigen, sichern, dass alles funktioniert. Nichts ist schlimmer, als wenn die Technik nicht funktioniert. Dann verlieren auch die Kollegen, die jetzt gewonnen haben, Stimmen sagen die Technik funktioniert ja sowieso nicht. Wenn die dann wirklich nicht funktioniert.
00:18:00:02 - 00:18:20:02
Der Kollege sagt dann Ich bringe mich durch, ich probier's trotzdem mal, weil alle sagen, die Technik funktioniert und dann geht es an dem Tag eben nicht. Dann verlierst den Kollegen vielleicht du immer mal daran, sondern probier's nicht nochmal. Also diese Dinge müssen, müssen stehen, bekommen einen klaren Fahrplan. Wir haben das mit unserem Medienkonzept gemacht, das Schulkonzept angepasst, verändert.
00:18:20:04 - 00:18:49:12
Wir haben uns da ganz klar Gedanken gemacht Was muss der Reihe nach passieren? Und wenn die Infrastruktur nicht stimmt, brauchen wir über Dingen und Richtungen nachdenken. Und da denke ich, ist unser Weg wirklich der, dass die Infrastruktur sichtbarer wird, noch besser wird, um dann noch mehr Schüler daran teilhaben zu lassen und auch Kollegen. Nun hattest du eingangs gesagt, dass wir ja quasi es sind ja privat, also dass du dir Provinzstädtchen auch sehr schätzt und die Ruhe.
00:18:49:14 - 00:19:15:11
Nun erschließt sich halt der Podcast auch ein Lernst du dir andere Mechanismen des quasi im ländlichen Raum ist keines offiziellen Bedarfs Region ja doch schon Lehrkräfte mangel vorherrscht. Es geht auch darum, dass wir es schauen. Okay, er gibt im Praktikum seine Mutter. Wie kann ich das den Leuten schmackhaft machen in den ländlichen Raum zu gehen? Wenn wir das mal auf drei vier Punkte wesentlich zusammenfassen könntest?
00:19:15:13 - 00:19:42:12
Grob was du Wasserpreise zu bieten hast oder was die Schule zu bieten hat. In. Wir haben eine wunderschöne Stadt zu bieten Freiburg als Wohnumfeld, als Universitätsstadt. Als der eingangs schon sagte modern, beschaulich, gemütlich, das spiegelt unser Schulklima wieder. Das ist, denke ich, erstmal, dass man sich wohlfühlt, wenn man in diesen Beruf einsteigt, ganz wichtig. Das ist ein Unterschied zur Großstadt und vieles anonymer vonstatten geht.
00:19:42:13 - 00:20:03:21
Wir haben auch ganz einfach die Probleme, die Schulen in den Großstädten haben. Die haben wir einfach teilweise nicht, weil wir eben Provinzstadt sind, weil die Schüler teilweise aus ländlichen Gebieten zu uns kommen. Gerade für den Berufseinstieg ist es von großem Vorteil, dass ich mich eben als neuer Lehrer auf meinen Unterricht konzentrieren kann und mich nie um alle anderen Probleme kümmern muss.
00:20:03:21 - 00:20:25:12
Die Schüler noch mitbringt, haben wir hier deutlich weniger, denn das ist am Anfang schon nicht so einfach zu zu finden in diesem Beruf mit diesen vielen Stunden, die dann auf einmal halt nicht zurecht zu kommen. Das sind die ländlichen Gebiete mit kleineren beschaulichen Schulen. In meinen Augen viel, viel geeigneter als für den Neueinsteiger und die großen Schulen in der Großstadt, wo es andere Probleme hat.
00:20:25:14 - 00:20:56:13
Und deswegen sollten sich die jungen Leute schon überlegen. Es ist auch möglich in diesen ländlichen Raum zu kommen. Wir haben eine super Zuganbindung von Dresden nach Freiberg, von Chemnitz nach Freiberg. Völlig unproblematisch. Ja, was von selber gesagt. Du läufst vier Minuten vom Bahnhof zu unserer Schule und das sind Vorteile, die die muss man einfach so sehen. Nach dem Interview führte mich David noch kurz durch Schulhaus und ich hatte die Möglichkeit, für ein kurzes Gespräch bei der Schulleiterin vorbeizuschauen.
00:20:56:15 - 00:21:33:23
Es geht hier um Hast du praktische im Kunstbereich? Das ist noch Sachen, keine Aula und Wasserflasche und andere Zimmer für. Für Ganztagsangebote. Yoga, Zimmer Fotografie, Lange und kleine Bücherei, Werkstatt, Stadtbücherei. Und wie gesagt, ja, dieses Verwaltungszimmer für die digitale Schiene ist doch alles sehr, sehr offen und sehr hell. Ist ja sehr, sehr angenehm zu leben. Das ist genau dieses hier von und durch die Gänge wird teilweise gestrichen, sondern ist unser Schulhaus so aufgebaut, dass wir auf vier verschiedenen Etagen vier verschiedene Jahreszeiten haben.
00:21:34:00 - 00:22:10:13
Also ganz unten Frühling der nächsten Tage, dann im Sommer und Herbst oder Winter und entsprechend sind die Gänge und die Räume auch die Form gehalten. Bzw. Hier sieht man, dass die Spinde auch so gestaltet und das ist eigentlich wirklich sehr, sehr schön und das macht die ganze Sache groß und hell. Man keine Eingänge und da ist aus diesem alten ehrwürdigen Gebäude Intro logisch das Museum Schönes geworden, stehen jetzt hier im Klassenraum und der Fernseher ist quasi so groß wie eine reguläre Tafel und da könnt ja quasi auch dann zusammen mit iPads und Co quasi alles synchron arbeiten.
00:22:10:13 - 00:22:31:00
Und das heißt, ich muss nicht anschließen, also ich kann das Kabel los alles machen. Na, kann mich jetzt mit jedem Produkt praktisch einloggen. Das muss jetzt keiner, will unbedingt sein. Die Schüler mit den iPads kann ich also sagen Hier auf Spiegel bitte mal dein Ergebnis, dann zeige das und das bringen die in. Das ist zwei drei Sekunden, das ist hervorragend.
00:22:31:02 - 00:22:53:00
Was auch eine sehr gute Tonqualität, die reicht ja völlig zu entlarven und zu bescheiden. Wie gesagt, du kannst ganz hinten sitzen, das ist alles. Also quasi noch eine Ergänzung zum Digitalisierungskonzept sozusagen. Also nicht nur ein iPad, sondern eben die ganze Synergie mit Bildschirm und Co während des umfänglich viele Fernseher mit Windows PC kommt von Kollegen. Kann er das machen?
00:22:53:05 - 00:23:14:19
Ja, und das ist ja gerade auch jetzt in den in der Zeit von Korona sozusagen auch schon im Vorteil, wenn man eben den Vorspann sozusagen schon hat und wenn man weiß, man sich digital organisieren muss. Also wir haben, wir haben Gott sei Dank der neunten Klasse mit den iPads Videokonferenzen machen können, sodass wir praktisch die Aufgaben am Anfang auch erklären konnten, vorstellen konnten.
00:23:14:21 - 00:23:32:05
Am Ende mussten die das dann wieder hochladen, die ich gerade also immer zeitnah bis zum Donnerstag Freitag die Ergebnisse da konnte die kontrollieren. Dann hat man Auswertungskonferenz gemacht, was für ein Stoff sehr gut vorangekommen sind und wenig verloren haben.
00:23:32:07 - 00:23:36:18
Guten Tag.
00:23:36:20 - 00:24:08:22
Wir sind es für Sie als er als Schulleiterin, gerade wenn wir jetzt in neue fünfte Klassen kommen. Also kommen Eltern gezielt und sagen Ich will mein Kind zu euch bringen, weil ihr habt die Altersklassen her Konditionen. Also wir haben mit Schülern eigentlich, also mit Schülerzahlen, keine Probleme in der Schule mit teilweise gebundenen Ganztagsangebot und es wird sehr gut angenommen, dass die ihr auch von Montag bis Donnerstag hier im Haus sein können wir ja zum Rhythmisieren tackern und auf der anderen Seite auch, ob das Angebot besteht, auch nach Hause zu gehen.
00:24:08:22 - 00:24:39:09
Und offener, ganz was die Gebäude zu nutzen, muss es schon vielseitiges Konzept großen Menge entwickelt haben. Mit viel mehr aber ja zwei zu stellen. Wir haben aber also wir schauen ja auch quasi, dass wir mit dem Podcast sozusagen die Lernstudierenden erreichen, die sonst immer nur nach Dresden, in Leipzig oder in die sächsischen urbanen Regionen wollen, man immer sagt, Es gibt auch im ländlichen Raum auch Schulen bei diesen sind halt besser ausgestattet und bessere Konzepte als eben in den städtischen.
00:24:39:11 - 00:25:06:04
Ganz viele Leute aus Staunen, die hierher kommen. Also wir sind ja auch eine sehr offene Schule. Es ist ja eigentlich immer was los hier. Wir sind immer jemand, der zum Hospitieren kommt oder der hier mal gucken will und unsere Konzepte angucken will. Auch. Also in diesen ganzen Ganztagsgeschichten ist immer auch so ein bisschen der exotisch ringsherum mit den gebundenen Ganztagsangeboten, dass wir sagen Joa, jeder der hierher kommt, kann kommen, kann gucken das.
00:25:06:04 - 00:25:38:17
Für uns ist es auch lieb, wenn wir Austausch Partner ringsherum haben und die nach Hamburg fahren wissen als irgendwas anzugucken. Das ist schon ist ein Schulleben und wir haben schon so ein Netzwerk uns rings herum aufgebaut und viele Schulen kennen oder per WhatsApp mal hin und her schreiben. Gerade heute wird eine Kollegin, die machten in diesem Jahr einfach immer so hin und her und uns austauschen im Jahr, damit Hamburg, das kann schon gesagt es aufgrund der aktuellen Lage ist wahrscheinlich ein Vorteil, wenn man sich eben mit digitalen Medien schon länger auseinandergesetzt hat.
00:25:38:17 - 00:26:03:21
Weiß natürlich viel, viel viel besser als wenn wir haben. Wir haben nur das Handy. Für alle Klassen ist der uns am liebsten. Also das das läuft ja richtig gut aus. Die Verbindung zu den Kollegen über Landschaft mittlerweile. Dass die meisten Schüler da eingebunden haben, läuft auch ganz gut. Aber natürlich, wenn nicht per Skype oder per Chat mit den Kindern in Verbindung bleiben kann, ist es ganz anders.
00:26:04:01 - 00:26:39:00
Ich bin ein ganz großer Freund auf allen Schulen zu öffnen, Leute reinzuholen, auch den Leuten die Gelegenheit haben, sich zu verwirklichen, an Schulen und einige große Stoppschilder hinzustellen. Klar, ja, auch verloren. Es gibt auch mal was schief, das in den in Kommunen in der ganzen Zeit also mehr. Ja, der Herr Kretschmann, der war ja da und das lässt sich auch ganz schön, finde ich Vom Deutschen Beamtenbund aus Berlin sind halt ganz viele Leute im Haus, die sagen Ihr habt da das gemacht mit uns Prinzip, was wir wirklich als eine Baustelle hier eine Kiste mit dem iPad stellen.
00:26:39:00 - 00:26:59:12
Und die Lehrer können sich das wohl von Anfang an also das ist überhaupt nicht mein Ding. Nachdem wir gelernt haben, wie das mit den letzten Wochen hier im Haus passiert ist eben mal da, mal da man da, wen haben wir jetzt aus dem System? Aber ich wollte das schon so gefunden haben. Ein die Kinder auch und dass man mal gucken kann, wie funktioniert das ganze.
00:26:59:14 - 00:27:22:13
Also mit den mit denen. Wir haben jetzt auch interessiert, damit alle Schüler auch beteiligt sein können, dass man schon aber mit der Geschichte erstellen wir mal 100 Einheiten und bis bald. Das wollen wir so mein Ding wird es. Ist es für uns so schwer, dann den anderen Kindern zu sagen der ihr dürft navigiert soll? Das ist das erste Problem.
00:27:22:15 - 00:27:54:14
Es gibt so vom Schülerrat schon oft viele Anfragen. Der Kreis warum die und mehr. Wir lassen es jetzt immer noch als Probelauf möchte das war auch unsere Intention haben es werden wir probieren das aus. Wir gucken was gut läuft, das weniger gut läuft und dann gehen wir Schritt für Schritt. Also bei den Unterschied zwischen der dauerhaften Nutzung und zwischen und zwar in der Schule sozusagen hier wird man am Anfang die einen neuen das lassen die in den neunte hat die iPads die anderen nein die Klasse wurde damals die achte hatten sie mehr begabte Schüler?
00:27:54:14 - 00:28:12:09
Die Diskussion warum, wieso und weshalb? Aber dann haben wir noch gesagt na ja, wir müssen ja auch erst mal unsere Erfahrungen sammeln. Aber die Auswärtige Zone gibt es eigentlich so gibt's ne mehr. Zum neuen Schuljahr ist die vorbei und da müssen wir jetzt noch ne Woche in Termin mit der Stadt müssen wir gucken. Ist also geht aber dann los.
00:28:12:09 - 00:28:33:23
So, so, Leute vom Konzept zu überzeugen, das ist nicht eigentlich relativ leicht gefallen. Wir haben den Vorteil, dass eben ehemalige Kritiker im Haus an diesem Konzept jetzt freiwillig mit aufspringen. Aber eben weil die sagen, es muss jemand oder wird jemand verdonnert, sind erst mal nur die Freiwilligen mit dem, die sich dann auch reinknien und bemühen. Und es ist doch so Du kannst.
00:28:33:23 - 00:28:51:16
Du hast am Ende auch nicht die Zeit zu sagen wir haben jetzt das erreicht und wir holen uns jetzt mal ein halbes Jahr ist die Zeit. Hab ich nicht, weil ja im September oder Oktober kommt jedes Jahr eine neue Klasse und ich muss alles wieder vorbereiten. Ich muss wieder die Gespräche führen mit der Stadt, ich muss dieses mehrfach, ich muss Kollegen fortbilden, die dazukommen.
00:28:51:18 - 00:29:12:10
Und wenn du jetzt sagst, du bleibst nie am Ball und du musst dich auf Zwischenerfolge aus, dann ist die Sache vorbei. Naja, das ist halt noch so ein soziales Verfahren und das du versuchst halt in der Verwaltung das auch ein Stück weit digitaler vielleicht zu machen, wo sich anbietet. Das machen wir jetzt Journalismus schon gewisse Dinge auch noch, um das gut hinzukriegen.
00:29:12:10 - 00:29:39:03
Sekretariat, Schulleitungen und Personalrat ins weiter und so fort kann logisch als Schule auf der bei uns auf digitalen steht aufzustellen 20:00 noch lass uns ist mir so das ist schon immer so und wir sind so eine kleine Enklave der und wie gesagt, es hat manchmal wirklich viele Vorteile, gerade als Berufseinsteiger eher in die Provinz zu gehen, dort die ersten Jahre zu verbringen, um Fuß zu fasst von ganz vielen.
00:29:39:03 - 00:30:03:01
Und viele Leute, die hier geblieben sind und sich dann gesagt haben Gut, mein Freund oder der ist jetzt in Berlin, wohin ich mach dies und das und jenes oder immer wieder zurück und ist natürlich ein schönes, bewährtes Kollegium. Denn alles diese Gelegenheit den Dingen widmen. Es gibt auch Diskussionen hier ab und man besucht halt auch mal so einen Weg zu finden, um ein bisschen Harmonie in die Schule reinzubringen.
00:30:03:03 - 00:30:26:21
Das bleibt ganz schön schön, gut geht es noch ne Stunde ist der Podcast, hat dein Interesse geweckt und du möchtest die Schule näher kennenlernen. Vielleicht sogar in einem Praktikum oder Referendariat. Dann besuche unsere Homepage unter www.perspektive minus land.de.
Folge 3: Oberschule "Clara Zetkin" Freiberg
Die dritte Folge unseres Podcasts nimmt uns mit nach Freiberg - an die "Clara Zetkin"-Oberschule. Hier berichtet uns der Lehrer, David Kirsch, wie sich die Schule auf den Weg der Digitalisierung machte und wie iPad-Klassen funktionieren.
Homepage der Oberschule "Clara Zetkin" in Freiberg: https://cms.sachsen.schule/osfbgzetkin/startseite/
Diese Folge auf Spotify, Deezer oder Itunes hören, oder direkt hier in unserem Webplayer:

00:00:09:09 - 00:00:37:24
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Ideen machen Schule, dem Schulpodcast der TU Dresden und Perspektive Land, einem Programm der Deutschen Kinder und Jugendstiftung. Wir nehmen dich mit auf eine Entdeckungstour durch die sächsische Schullandschaft. In diesem Podcast erfährst du, wie vielfältig Sachsens Schulen sind und welche besonderen Konzepte und Ideen dich hier erwarten. Heute mit der Grundschule Schöps Teil.
00:00:38:01 - 00:00:49:05
Lernen kannst du alle. Also ich meine, wir sind noch nicht in.
00:00:49:07 - 00:00:56:21
Als ich noch 31.
00:00:56:23 - 00:01:10:21
Wurde. Das liebe ich mir nicht.
00:01:10:23 - 00:01:48:22
So, ich bin jetzt angekommen an der Grundschule Schafstall. Zur Schule kommt man über die Schulstrassen. Eine kleine Straße, die man fast gar nicht so richtig als Straße erkennt. Man läuft auf die Schule zu und als erstes sehe ich schon einen kleinen Spielplatz, ein Klettergerüst, viele Bäume, viel Grün. Hier sind auch mehrere kleine überdachte Sitzgelegenheiten und hinter den Bäumen kann ich schon das Schulgebäude erkennen.
00:01:48:24 - 00:02:08:18
Vor dem Schulgebäude ist hier noch ein kleiner Fußballplatz aufgebaut. Hier draußen stehen sogar zwei Tafeln und darum so eine runde Bank, wo man sich hinsetzen kann.
00:02:08:20 - 00:02:39:21
Guten Tag, Herr Klient. Guten Tag, Herr Leiter der Grundschule. Jetzt, Herr. Vielen Dank, dass ich heute hier zum Interview herkommen durfte. Gern. Ich freue mich drauf. Genau. Stellen Sie uns doch ganz kurz vor. Was bedeutet Schule für Sie und warum sind Sie gerne Schulleiter? Hier an der Grundschule Schafstall? Also Schule bedeutet für mich ein energiereicher Raum aufgeweckter, neugieriger Kinder, der täglich neue Herausforderungen bietet und in jedem Falle jung hält.
00:02:39:23 - 00:03:06:22
Ich bin sehr gern Schulleiter an dieser Grundschule, weil ich damit täglich sehr kreativ arbeiten kann und mich jeden Tag aufs Neue wohlfühle. Mit Kindern umgehen zu können und auch ein sehr aktives und teamorientiertes Kollegium habe. Stellen Sie uns doch ganz kurz die Grundschule selbst hervor. Also wo liegt die Schule? Wie viele Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler sind hier?
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Also unsere Grundschule liegt im ländlichen Raum, etwa sechs Kilometer westlich von Görlitz. Sicher bekannt als Grenzstadt zum Nachbarland Polen. Wir beziehen unsere Namen aus dem Schöpfstahl und dieser wiederum resultiert aus einem kleinen Bach, der hier in der Nähe entspringt und dann ins Lausitzer Seenland mündet. Im Schöps Tal haben wir etwa 160 Kinder, die wir täglich hier beschulen. Gemeinsam mit zwölf Lehrkräften, davon auch zwei Seiteneinsteiger und aus einer ganzen Reihe von Ortsteilen, die sich rings herum um unsere Schule befinden.
00:03:46:23 - 00:04:23:20
Damit geht schon einher, dass die Kinder recht häufig mit dem Bus zur Schule kommen. In dieser Zeit Frühjahr, Sommer und Herbst auch viel mit dem Fahrrad und teilweise von den Eltern natürlich auch gebracht werden. Wir haben hier eine Schule mit sehr, sehr guten materiellen Bedingungen. Das Glück stand auf unserer Seite, dass die Schule 2005 2006 saniert werden konnte und wir also auch von den Bedingungen, die sich um unsere Schule herum befinden Großer Sportplatz, moderne Turnhalle für den Unterricht, sehr gut geeignete Unterrichtsräume, ein Hort, der sich im Schulhaus befindet.
00:04:23:20 - 00:04:56:16
430 Kinder, mittlerweile auch für alle Kinder. Altersgerechte, höhenverstellbare Sitzmöbel, letztendlich in kleine Schulbücher, die auch zu unseren Dingen zählt und wir auch schon seit 2006 auch im Bereich neuer Medien eine sehr ansprechende und bis dahin auch sehr ausreichende Ausstattung hatten. Das resultiert natürlich daraus, dass wir eine sehr kooperative Zusammenarbeit mit dem Schulträger haben, der sehr aufgeschlossen den Bedingungen und dem Tun an unserer Schule gegenüber steht.
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Ihre Schule liegt ja nun wirklich total im Grünen hier, Womit wir eigentlich auch schon beim Hauptthema heute sind das naturnah lernen. Was ist denn das Besondere an dem Konzept hier an der Schule? Ja, also wie der Name schon vermuten lässt, naturnahes Lernen. Wir wollen versuchen, eine Reihe von Naturbereichen in den täglichen Unterricht einzubeziehen. Sind da in vielerlei Bereichen unterwegs, haben unser Schulumfeld in den letzten Jahren so gestaltet, dass wir eine ganze Reihe von Funktionsbereichen haben, die da sind ein Schulgarten, eine Streuobstwiese, ein Insektenhotel, ein Totholz Haufen, ein kleiner Getreideacker, ein Frühbeet, der Hügel, der sich auf dem Schulhof befindet, eine Wetterstation, eine Kräuterspirale und darüber hinaus wir natürlich nicht bloß an diesen Dingen arbeiten wollen
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oder sie in den Unterricht einbeziehen wollen, sondern das der Hauptgedanke dieses Konzeptes darin besteht, die Kinder über die Unterrichtsfach hinaus mit Aufgaben, die immer wieder Naturbezüge haben, auch zu versehen. Das heißt ganz konkret Kinder der dritten Klasse sind beauftragt, täglich an der Wetterstation am Morgen die wichtigsten Wetterdaten abzulesen. Diese Informationen werden dann im Schulhaus mithilfe von Piktogrammen usw veröffentlicht, das heißt die Kinder erfahren dadurch den Wetterbericht für den Tag und zusätzlich tragen die Kinder dann in ihrer Klasse jeweils den aktuellen Wetterbericht vor und tragen diese Dinge auch natürlich in Wetterprotokollen ein.
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Diese wiederum werden dann in einer Datensammlung zusammengetragen und erscheinen dann jährlich im Jahrbuch der Schule, so dass man auch für den Mathematikunterricht zum Beispiel in späteren Stundenblättern Tabellen des Monats April, Mai, Juni aufrufen kann, um zu schauen, wie haben sich die Temperaturen entwickelt. Diesen Niederschlag gab es in dieser Zeit und damit immer wieder auch ein Naturbezug herstellt. Der Schulgarten, das ist ganz klar, soll natürlich hauptsächlich auch dem Inhalt dienen, Anbau, Pflege und Ernte zu verfolgen.
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Aber auch hier geht es uns darum, den Kindern so diesen langfristigen Bezug auch zu praktischen Tätigkeiten zu vermitteln und natürlich dafür zu sorgen, dass sie neben dem Unterricht im Klassenzimmer auch immer wieder vor der Tür in unserem Schulgelände unterwegs sind. Und diese Arbeiten werden natürlich mit besonderer Freude erwartet und das sozusagen, was zum Beispiel auch für uns sehr wichtig ist, dass wir in Klasse eins beginnen, dass wir die Kinder dazu ermuntern, ein Naturtagebuch anzulegen.
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Das wird am Anfang so gehandhabt, dass innerhalb der Klasse natürlich auch gemeinsam Naturbeobachtungen besonders im Raum stehen, die dann zunächst mal als beobachtung festgehalten werden. Und in den Jahren entwickelt sich das. Und oftmals ist es so, dass die Kinder in der dritten und vierten Klasse sich dann teilweise als Ergänzung des Sachunterrichts öfters ein Naturtagebuch anlegen, in dem dann Wettertabellen, auch Beobachtungen aus unserem Schulumfeld, also wann taucht der Storch wieder auf, der regelmäßig hier in unserer Umgebung brütet?
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Wann sind die Stare da? Sind die das gesamte Jahr über da oder tauchen die im Februar schon wieder auf? Ähnliches mit den Schwalben. Wir haben auch ringsherum eine ganze Reihe von Nistmöglichkeiten. All diese Dinge sollen dazu beitragen, sehr offen und natürlich auch praktisch bezogen mit den Naturerlebnissen umzugehen. Das klingt jetzt auch so, als ob Sie das wirklich in alle Fächer mit einbinden, diese Naturbeobachtung.
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Richtig, das ist so gedacht. Natürlich wird es immer Fächer geben. Ich nenne jetzt noch mal den Sachunterricht, in dem das vielleicht vordergründig immer eine größere Rolle spielt. Aber uns ist natürlich auch wichtig, dass die eine ganze Reihe von Lern und Arbeitstechniken damit verbinden. Das heißt also das Dokumentieren, das Informationen sammeln, das Informationen auswerten und manche Tätigkeit lässt sich gar nicht so unbedingt einem konkreten Fach zuordnen.
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Und damit wir die Arbeit gut verteilen, haben wir natürlich es so gehandhabt, dass jede Klasse einen Klassenauftrag hat, der dann mit diesen Tätigkeiten verbunden ist. Also wie gesagt, die dritten Klassen kümmern sich besonders um die Wetterbeobachtungen. Die vierten Klassen zum Beispiel haben immer einen besonderen Auftrag, was unsere Streuobstwiese betrifft. Auch die hat ihre Funktion. Natürlich vorwiegend darin, dass wir sagen, es ist ein besonderer Lebensraum.
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Es geht uns nicht um Obstproduktion und den Verkauf von Äpfeln und Birnen, sondern es geht wirklich darum zu sagen Wir können beobachten, was das Jahr die Vegetation auf der Streuobstwiese an Erscheinungen hervorbringt. Wir freuen uns natürlich, dass in den Jahren, seitdem es die Streuobstwiese gibt. Seit 2005 ist das der Fall, wie die Obstbäume gewachsen sind. Und hauptsächlich geht es dann darum, dass für jeden Baum also eine Beobachtungskartei geführt wird.
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Hat er zur entsprechenden Zeit geblüht? Wie viel Früchte trägt er? Wie ist der Baum gewachsen? Ist er von Schädlingen befallen? Usw. Und sofern es das Schuljahr zulässt, findet dann im Herbst meistens ein Schulfest statt, zu dem dann natürlich auch entsprechende Ernteprodukte verkauft werden. Den Eltern mitgegeben werden. Es gibt auch manchmal in Bar seiner Schule, wo die Kinder entsprechende Apfelsorten verkosten können und während des Schuljahres.
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Die Kirschen sind reif. Dann wird natürlich auch in dieser Hinsicht ganz viel getan. Besonders das lässt sich an diesem Beispiel gut erklären. Ist auch der Punkt. Unsere Streuobstwiese ist ja entstanden durch Baumpaten, die einen Baum gespendet haben. Das heißt also, er wurde von einer Baumschule beschafft und es stand zur Debatte, dass wir im Jahr 2005 15 Obstbäume auf dieser Streuobstwiese anbauen wollten.
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Und es fanden sich verschiedene Spender, die natürlich für uns als Baumpfaden auch regelmäßig informiert werden. Das heißt, jedes Jahr im Herbst schreiben die vierten Klassen dann einen Brief an den Baum. Paten, in dem mitgeteilt wird, wie es dem Baum geht und ja, wie der Fortbestand ist usw. Es gab natürlich auch schon traurigere Briefe, weil wir mitteilen mussten, gerade in den ersten Jahren, dass der Baum leider nicht überleben konnte, weil die Tätigkeit der Wühlmäuse so enorm war.
00:11:33:22 - 00:11:57:23
Das war also dort einen ziemlich erheblichen Wurzelfraß hatten, aber auch das Gehörte dazu zu sagen. Dann wurde der Baum durch einen neuen ersetzt. Mittlerweile sind die Bäume alle so stark und kräftig, dass das kein Thema mehr ist. Neben den Bäumen auf der Streuobstwiese ist uns ein Beispiel aber auch sehr wichtig, dass wir den Baumbestand unseres gesamten Schulgeländes mal in den Blick genommen haben.
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Vor einigen Jahren haben wir das begleitend zu einem Ganztagsangebot und auch zu einem Thema des Fächerverbindenunterrichts haben wir uns die Mühe gemacht, den Baumbestand unseres Schulgeländes zu erfassen. Wir haben einen beachtlichen Baumbestand, haben auch eine größere Gruppe von Ulmen. Das ist ja auch eine sehr seltene Erscheinung und führen dazu natürlich auch regelmäßig Beobachtungen durch. Die Kinder sollten da natürlich auch ihre Artenkenntnis erweitern, indem sie den Baumbestand der Schule na ich sage mal, in den vier Jahren Grundschulzeit auch zunehmend besser kennenlernen.
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Wollen Sie sich dann für sowas auch externe Partner dazu, die Sie da unterstützen? Oder woher bekommen Sie auch das ganze Wissen über wichtig? Das ist eine gute Frage, weil unbedingt gesagt werden muss, dass wir uns mit dem Konzept des naturnahen Lernens ja nicht nur ein Ziel gestellt haben, sondern besonders in den Jahren des Anfangs. Ich nenne da die Jahre 2006, 2007, 2008 uns mit einer Naturpädagogin auch in mehreren schulinternen Lehrerfortbildung getroffen haben, die für uns sehr interessant waren und natürlich das entsprechende Grundwissen für uns auch zur Verfügung stand.
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Wir haben diese Tage auch genutzt, um besondere Themen für den fächerverbindenden Unterricht vorzubereiten. Ein sehr interessantes ist mir noch in Erinnerung Was nicht nur uns als Lehrern, sondern auch den Kindern großen Spaß gemacht hat, war das Thema Farben der Natur, das darin bestand, dass wir uns eine Reihe von Pflanzen aus unserem Schulumfeld herum gesucht haben und mit diesen Pflanzen dann Farben hergestellt haben, dann letztendlich auch mit diesen Pflanzen und diesen Farben, die entstanden sind.
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Eine ganze Reihe von Experimenten durchgeführt haben, auch künstlerisch sehr tätig waren und zum abschließenden Schulfest, in dem wir unsere Projektergebnisse vorstellten, dann auch eine Attraktion war. Das mit diesen Naturfarben die Stämme einiger Bäume bemalt wurden und die dann vorübergehend in etwas ungewöhnlichen Farben zu sehen waren. Aber es war völlig unbedenklich. Das wussten wir ja vorher schon, weil die sich natürlich im Laufe der Jahre auch wieder ausgewaschen haben.
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Eine Baumschule, die sich hier im Ort befindet. Es steht uns natürlich auch oder stand uns besonders in den Anfangsjahren zur Verfügung, schon um auch die entsprechenden Obstbaumsorten auszuwählen, um den Baumbestand auf dem Schulgelände immer im Blick zu haben und all diese Dinge natürlich auch ins Blickfeld immer wieder zu holen. Interessant war für uns als zusätzliche Bereicherung. Klar war ja, dass wir mit dem Gestalten des Unterrichts und der Organisation von Ganztagsangeboten, die ja seit 2007 an unserer Schule auch STANDARD sind, dass wir natürlich auch wollten, dass im Ganztagsbereich sich angebote wiederfinden.
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Das haben wir insofern geschafft, dass es also eine Garten AG gab. Im Moment ist das leider nicht der Fall, aber das wird sich sicher auch wieder in absehbarer Zeit ändern. Es gab auch Ganztagsangebot Natur Abenteuer, wo also bis hin zu entsprechenden Naturspielen am weißen Schöps, also an dem Bach, den ich eingangs erwähnte, stattfanden, auch am Insektenhotel gearbeitet wurde.
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Das heißt, und zwar immer wichtig, dass wir die sbereiche, die wir auf der Schule, auf dem Schulgelände haben, auch von Kindern mitgestaltet wurden. Und daraus erwächst natürlich für uns eine sehr wichtige methodische Herangehensweise. Die Kinder, die wir in unserer Schule schulen, sind in der Regel ja nur vier Jahre da, und wenn sie die Schule verlassen haben und Kinder die Schule neu besuchen, dann sind wir für sie manche Bereiche nicht so im Bewusstsein wie das bei den Kindern ist, die wo ein ganz Mal mitgearbeitet haben, diese Bereiche zu schaffen.
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Das heißt, wir versuchen immer wieder neue Anlässe zu schaffen, um auch mit diesen Bereichen umzugehen. Entweder wird mal was umgebaut. Am einfachsten ist das natürlich im Schulgarten, weil da ist jeder jedes Jahr beschäftigt. Aber auch das Insektenhotel will natürlich gepflegt sein. Es muss mal was verändert werden, es muss was hinzukommen. Und dann hoffen wir natürlich, dass auch die Kinder, die ursprünglich nicht daran mitgewirkt haben, den entsprechenden Bezug dazu finden.
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Soll aber auch zeigen, dass wir natürlich dieses Konzept des naturnahen Lernens eigentlich nicht als starren Rahmen sehen, sondern versuchen, ihnen immer wieder anders zu wichten und entsprechende neue Bausteine da auch einzufügen, die letztendlich darin liegen, dass man sagt, es gibt dann auch wieder neues Projekt, was damit eine Rolle spielt, was unsere Grunderfahrung ist beim Gestalten des Unterrichts. Natürlich arbeiten Kinder sehr gerne in Projektformen und wir haben in der Regel den Fächer verbindenden Unterricht nahezu ausschließlich dafür genutzt, Naturthemen zu bearbeiten.
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Es sollen ja in der Regel keine Lehrplanthemen sein und sofern nicht der Zirkus mal in einem Jahr kam, was ja auch für die Kinder sehr aufregend ist, gab es also immer wieder dann sehr interessante Naturthemen. Die Farben der Natur sprach ich schon an, wir haben uns auch mit Insekten beschäftigt. Wir haben uns mit kleinen Lebewesen am Boden beschäftigt und das war für Kinder natürlich dann auch so praktisch, dass die Kinder der ersten Klasse zum Beispiel frühmorgens aus dem Schulgelände herausgehen, aus dem Klassenzimmer sich erst mal eine ganze Reihe von Gehäuse Schnecken gesammelt haben, dann im Klassenzimmer mit diesen Schnecken natürlich auch entsprechende kleine Experimente durchgeführt haben.
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Ob das jetzt ein Wettlauf auf der Glasscheibe war oder das bloße Beobachten, wie sie auf entsprechende Reize reagieren und nach ein, zwei Stunden Arbeit an diesem Thema wurden die Schnecken natürlich wieder rausgebracht und am nächsten Morgen wieder neue gesammelt. Das heißt also, auch diese Dinge sind für uns sehr wichtig. Dass Kinder ihr Schulumfeld auch sehr praktisch sozusagen erleben und erfahren.
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Sie haben vorhin von ganz vielen Daten erzählt, die Sie also Wetterdaten oder auch die Bäume. Wo sammeln Sie denn all diese Informationen? Also zum einen ist es natürlich so, dass wir das grundsätzlich erst mal sehr analog betrachten. Das heißt, die Kinder haben Wettertabelle, die ausgefüllt wird. Die Kinder haben das Naturtagebuch, von dem ich ja vorhin sprach, und dann sammeln wir das im Rahmen unseres schulischen Internets.
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Aber sozusagen auch digital und sind dann in der Lage, am Ende eines Jahres diese Informationen in Form von Monatsblätter Tabellen auszudrucken. In Form von Naturbeobachtungen das gesamte Jahr betreffend. Es gibt dann auch den Bereich Wann blühten die Obstbäume im Jahr 2020 zum Beispiel. Es gibt für alle Bäume auf der Streuobstwiese auch eine Kartei, wo eingetragen wird Das sind die Früchte.
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Mittlerweile wird das schwierig, weil am Anfang waren die gut an einem kleinen abzuzählen. Mittlerweile sind es ja sehr viele. Aber um einfach auch so ein bisschen die Vergleichsdaten zu haben es gibt auch immer eine Zusammenstellung, wie groß sind die Ernteerträge im Schulgarten Und diese Dinge werden dann in einem Jahresbuch gesammelt, das wir dann natürlich in der Naturecke der Schule auch immer wieder haben, sozusagen zum Blättern, zum Anschauen, Veröffentlichen und letztendlich den Kindern natürlich das auch sehr erlebbar gemacht wird dieses Jahrbuch.
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Ich kann mal eins Beispiel hier nachschlagen der Anschaulichkeit halt immer auch aus Fotos vom Jahresverlauf. Und diese Fotos wiederum hängen zusammen mit einem Kalender, der sich im Eingangsbereich befindet, in dem das gesamte Jahr jeweils aufgehangen ist und die Kinder nach Monaten, nach Schulereignissen, nach Naturereignissen sozusagen den Fortlauf des Jahres auch nachvollziehen können. Es gibt da auch den Holzknopf.
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Der wird täglich zum Beispiel auch von einer Klasse weitergerückt, weil das eben der knopf ist, das heutige Datum. Die Kinder der zweiten und dritten Klasse sind beauftragt, zum Beginn eines neuen Kalenderjahres diesen Kalender völlig neu aufzubauen, entsprechend der der Verteilung der Wochentage der Ferien. Es gibt für alles also auch Symbole und das ist für uns zum Beispiel auch ein relativ praktischer Bereich, um Kindern so dieses Zeitverständnis nahezubringen, das ja in seinem Gesamtaufbau auch nahezubringen.
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Und dann entsteht eben zu Beginn eines neuen Jahres das Jahrbuch des vorangegangenen Jahres. Wie viele von diesen Jahr Büchern haben Sie jetzt schon? Also wir haben angefangen vom Jahr 2007 bis zum Jahr 2019, also eigentlich uns bemüht, jedes Jahr ein entsprechendes Jahrbuch zu gestalten und wollen das natürlich auch gern weiterführen. Gibt es denn Herausforderungen, die Sie bestreiten möchten mit diesem also auf dem Weg, mit diesem Konzept?
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Ja, also der Ursprung, das lässt sich ja eigentlich relativ klar benennen. Ich war bis zum Jahr 2002 Schulleiter einer Stadtschule in Görlitz. Das war für mich auch eine sehr schöne Zeit. Ich hatte das Glück, eine Stadtschule zu haben, die auch relativ grün lag, und kam dann 2002 an diese ländliche Schule, die rein von der Größe her und von den Bedingungen natürlich ein relatives Kontrastprogramm zu meiner städtischen Schule.
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Da darbot. Und es dauerte nur wenige Monate, dass wir gemeinsam mit den Lehrern, die da tätig waren, die Idee entwickelten, bei diesem Gelände müsste es uns doch möglich sein, ein Konzept zu erschaffen, dass das Gelände in das schulische Lernen einbindet. Also es war damals schon klar, wir haben hier den gehen den Bach vor der Tür, wir haben ein weitreichendes Baum und Strauchgelände und so entstand die Idee, dieses naturnahe Lernen als Konzept zu verfolgen.
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Wir haben dann bis zum Jahr 2005 uns Zeit gelassen, dieses Konzept inhaltlich zu entwickeln. Das war also zunächst mal nur in Papierform, da. Und dann war der Startschuss eigentlich, dass wir zu einem Schulfest im Herbst im Jahr 2005 die Streuobstwiese bepflanzten. Das war ein sehr emotionaler Akt, weil natürlich das zum einen öffentlichkeitswirksam war und wir natürlich die Baumpaten, alle da hatten, die dann ihren Baum selber pflanzten und der dann so symbolisch in die Hände der Schule gegeben wurde und wir dann eigentlich kurze Zeit später mit den sehr zarten und jungen Bäumen eine erste Bestandsaufnahme machten, einen Plan zeichneten, welcher Baum steht wo und dann mit bester Unterstützung des rägers in den nächsten ein, zwei Jahren,
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auch einhergehend mit der Sanierung des Schulhauses und dem Besuch eines größeren Schulhauses. Auch die ja Elemente ringsherum gestalteten. Also der Schulgarten wurde grundsätzlich neu angelegt. Die Bereiche, von denen ich eingangs sprach, wurden geschaffen und wir haben in der Zeit natürlich uns auch einen Förderverein geschaffen, der nicht nur zur Entgegennahme von möglichen Spendengeldern da war, sondern eigentlich auch als arbeitsintensives Elterngremium gedacht war.
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Und das hat sich auch wirklich bestätigt. Wir haben uns also in vielen, vielen Arbeitseinsätzen am Wochenende getroffen und haben eine Reihe von Dingen auch selber mitgestaltet. Und Herausforderungen waren natürlich zunächst mal die ja Meilensteine, die man auf dem Weg zurücklegen musste. Meine Erfahrung zum Beispiel ist aber die, dass es wenig Sinn macht, den Schulträger gegenüber mit einem Forderungskatalog zu erscheinen und zu sagen Wir brauchen das, das und das, sondern in jedem Falle mit einem durchdachten Konzept an den Schulträger heranzutreten und den dafür zu gewinnen.
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Das hat in unserem Falle wunderbar funktioniert. Vom ersten Tag, an den ich hier an dieser Schule arbeite, möchte ich mit Stolz sagen, dass wir ein sehr gutes Verhältnis zum Schulträger haben. Zur Gemeinde sind kurze Informationswege, auch zum Bürgermeister. Das ist also ein ganz, ganz großer Vorteil im Vergleich zu einer großen Stadt. Und es gelingt natürlich recht gut, sofern man mit durchdachten Überlegungen kommt, auch den Gemeinderat für entsprechende Vorhaben der Schule zu gewinnen.
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Und dann stellt sich auch die Frage nicht Braucht man dafür Geld oder ist das Geld überhaupt nötig? Sondern wir haben dann eigentlich fortwährend immer eigentlich offene Türen eingerannt und fanden volles Verständnis dafür. Das war natürlich ein sehr schöner Projektstart und letztendlich hat sich das bis heute erhalten und alle Dinge, die auch neu für die Schule erdacht sind, die lassen sich mit dem Schulträger gemeinsam recht gut umsetzen.
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Also wenn man so überlegt, was das sind Erfolgsfaktoren, dass das so funktioniert hat, dann wär ich jetzt schon auf jeden Fall ein gutes Verhältnis zum Schulträger, zur Gemeinde. Unbedingt. Viel freiwilliges Engagement durch Eltern, auch vom Kollegium. Was würden Sie sagen, sind noch Erfolgsfaktoren? Na ja, ich sage mal, dieses Zusammenarbeiten, was Sie jetzt benannt haben, ist natürlich in jedem Fall richtig, wenn man selber an kreativem Arbeiten interessiert ist und gestalten möchte.
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Und damit meine ich ja jetzt auch die Lehrerschaft an sich, dann fällt es eigentlich überhaupt nicht schwer, Verbündete zu finden. Wir haben natürlich auch im Hort unserer Schule, der ja logischerweise täglich mit uns zusammen arbeitet, Verbündete gefunden, weil wir gemerkt haben, dass auch dort Bestrebungen da sind, das Schulumfeld zu nutzen, auch entsprechende Bereiche der Schule mit zu nutzen.
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Über allem steht die Frage. Ich muss mich natürlich sehr kooperativ und teamfähig erweisen. Ich muss mit Ideen vorangehen. Und wenn man es schafft, dann auch Partner zu finden und die Lehrerschaft, die Elternschaft mit ins Boot zu holen, dann gelingt das nahezu von allein. Das möchte ich an dieser Stelle wirklich so sagen und hat sich in unserem Fall auch so bestätigt.
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Dann würde ich mal sagen, wir werfen noch einen Blick in die Zukunft. Das wären noch so Projekte. Was wollen Sie als Schule gerne noch angehen? Also wir sind ja allesamt nicht nur in Sachsen, sondern denke ich mal deutschlandweit. Dabei ist das mit den Fragen der Digitalisierung und den Anforderungen daran zu stellen. Haben uns natürlich auch dazu schon sehr umfangreich Gedanken gemacht.
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Wir wissen, was wir wollen, wissen, was wir auch nicht wollen. Und unser Schwerpunkt sei zum Beispiel auch dahingehend klar definiert, dass wir sagen bei unseren unmittelbaren Erfahrungen, Sinneswahrnehmungen das Beobachten, das sich Zeit nehmen für Beobachtungen ist für uns ganz wichtig. Und dieses zu kombinieren, um zum Beispiel auch entsprechende Lern und Arbeitstechniken wie in der digitalen Welt wichtig sind, dann dazu verwenden, auch Informationen zu sammeln, zu speichern, weiter zu verwenden.
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Die sollen eigentlich für uns so der Schwerpunkt des Verknüpfen sein. Wir sind auch insofern bei aller Liebe zum fortschrittlichen Arbeiten am PC, den wir natürlich schon seit 2006 eigentlich nachgehen und auch mit einer recht guten Ausstattung hier bestreiten können, trotzdem an vielen analogen Dingen interessiert. Wir haben zum Beispiel gesagt, die Tafel als klassisches Medium im Klassenzimmer bleibt in unserem Falle analog, sondern wir erweitern einfach das Klassenzimmer in unserem Falle, so dass es ein zusätzliches digitales Display gibt, was es ohne Probleme ermöglicht, mediale Inhalte in den Unterricht einzubeziehen.
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Aber ansonsten ist es für Kinder auch wichtig, so diese Erfahrung. Ich nehme haptisch etwas von der Tafel weg, ich hänge etwas hin, ich verschiebe etwas und nehme es dazu in die Hand. Sind für uns ganz, ganz wichtige Dinge. Die Freude über supermoderne Tafeln für den Lehrer ist natürlich einerseits begründet. Zum anderen sind wir der Meinung, dass die bloße digitale Tafel an Kompetenzen für den Schüler erst mal gar nichts schafft.
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Denn die Lehrplanforderungen, die definiert sind, haben zunächst mal nichts mit einer digitalen Tafel zu tun, an der Unterricht stattfindet, sondern unsere Aufgaben sind ja, sie mit Kompetenzen auszustatten, die im Bereich Mediennutzung, Medienbildung und natürlich auch Recherche im Internet zu tun haben. Und diese Dinge wollen wir natürlich anhand digitaler Endgeräte mobile Endgeräte schaffen und eine Verknüpfung herstellen zwischen unseren unmittelbaren Sinneswahrnehmungen und dem Recherchieren in der digitalen Welt.
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Unser Konzept des naturnahen Lernens ist natürlich auch so, wie es dann schon sagte, nicht ein starrer Rahmen, den wir jetzt Jahr für Jahr einfach nur so umsetzen, sondern er fordert uns immer wieder heraus. Wir sind zum Beispiel auch sehr daran interessiert, besonders auch junge Lehrerin in dieses Konzept einzubinden, weil wir wissen, dass dort noch ganz, ganz viele Ideen sich verwirklichen lassen und auf dem Weg, die ein oder andere Unterrichtsstunde auch wirklich nur im Freien durchzuführen und vielleicht bestimmte Dinge generell nach außen zu verlagern.
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Da sind wir noch relativ am Anfang. Das sind zum Beispiel Visionen, die uns für die nächste Zeit noch so im Sinn sind. Was gibt es noch zu Ihrer Schule zu sagen? Ja, ich kann nur einladen, unsere Schule gerne auch künftig so zu bereichern. Also wer Interesse hat an Kreativem, auch ein sehr partnerschaftlichen und kooperativen Arbeitsstil, der ist hier genau richtig.
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Ein vertrautes, oftmals familiär anmutendes Umfeld gehört natürlich dazu. Aber wie ich eingangs schon sagte, es ist jetzt keine Dorfschule im klassischen Sinne, in der noch alles beim alten Mobiliar geblieben ist, sondern wir versuchen hier auch wirklich sehr modern und fortschrittlich zu arbeiten, aber eben auch mit einem Naturbezug, der in einer großen Stadt sicher nicht so ohne Weiteres möglich ist.
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Zum Abschluss Was würden Sie Lehramtsstudierenden mitgeben? Also in allererster Linie natürlich aus eigenem Interesse. Denken Sie nicht, dass das Leben in einer Großstadt am schönsten ist? Spätestens, wenn Sie eine Familie gründen, werden Sie merken Das Leben in kleineren Städten und auf dem Land ist wesentlich attraktiver für Familien. Auch hier lohnt es sich. Auch wenn es scheinbar so ist, dass viele kulturelle Angebote oder auch sportliche Angebote nicht in der in dem Umfang da sind, wie das in der Großstadt ist, dass man hier ein gutes, vernetztes Angebot findet und die Neugier, sich auch in einem kleineren Umfeld auszuprobieren, sollte unbedingt bewahrt werden.
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Es gibt bislang keinen, der gesagt hat Ich war an dieser Schule oder an einer Schule im ländlichen Raum, und das ist nichts für mich, sondern in der Regel hat man auch bei vielleicht vorhandener Skepsis dann gesagt die Vorteile überwiegen in jedem Falle und man findet hier viel Luft und Raum zum Leben, Atmen und sich zu entfalten. Denn unser Motto für die Kinder lautet auch Leben, lernen und entfalten.
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Ein sehr schönes Schlusswort. Haben Sie vielen Dank für das Gespräch. Danke sehr. Nun schauen wir uns noch ein bisschen im Schulgebäude um und auch draußen auf dem Schulgelände, um Die ganzen Dinge, von denen Herr Klein im Interview berichtet hat, jetzt auch noch mal live zu sehen. Das wäre jetzt unsere Natur Ecke, in der wir die Bücher sammeln und dann letztendlich auch zum freien Blättern.
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Für uns steht die Schulkollegin mit dem Bild an, so verwendet sie. Dann haben wir ja Naturführer. Hier werden von Kindern über eine Auswahl der entsprechenden Jahreswesen mal dargestellt, also Insekt des Jahres usw. Ja, zum Beispiel haben wir hier den schwarz blauen Ölkäfer Jahreswesen 2020 Insekt des Jahres richtig. Und gleichzeitig ist aber diese Ecke eigentlich auch Arbeitsbereich. Das heißt wenn man in Gruppenarbeit ist und die Kinder auch sitzen die dann außerhalb des Raumes und.
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Die ist dann entweder Dokumentation der Streuobstwiese, die dann einfach während des Jahres wie hängt das also noch mal nachgelesen kann alle Termine eingetragen. Wie haben wir das noch mal in anderer Weise dargestellt, um einfach den Kindern also auf den ersten Blick mal einen Bezug zur Streuobstwiese zu vermitteln. Mal gucken, wie es in seiner Werkstatt mit Zerstörungssituationen die jetzt rauskommen können.
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Und das ist jetzt sozusagen der Kalender. Ja, ja, und dann müssen die Kinder quasi jedes Jahr hängen, die sozusagen alle einzelnen Tage hin. Die Farbe Gelb bedeutet ganz normaler Wochentag, Blau ist der Samstag, rot ist der Sonntag, Grün sind Ferientage und ein rotes Schild mit dem ersten Feiertag, sondern ist natürlich der Jahreslauf wird sozusagen aufgebaut, weil die Verteilung der Wochentage jedes Jahr wechselt zugeordnet immer die entsprechenden Farben für die Jahreszeiten, die Monatsstreifen darüber.
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Eingangs wurde in der Kunst Tage für jeden Monat zum Bild dazu, zu zeigen, was einfach jetzt hängen bleibt. Und dann erscheinen hier entsprechende Schuljahres Schwerpunkte als Fotos bzw Teile als eigenes Teile. Wir haben also zum einen Wir brauchen Teile, die für Schulereignisse stehen und grüne Pfeile, die für das Jahr eins stehen. Hier sieht man auch sofort, wo man hier ins Schloss reinkommt, weil sie durch die Tür geht, dass das erste was man sieht es 60 Kalender an beiden Seiten im Treppenhaus und das machen auch die Schüler immer selbst.
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Das macht es hier einfach immer jetzt richtig. Genau. Also gibt es dann auch eine Klasse, die beauftragt ist, die entsprechenden Pfeile in dem Jahr zuzuordnen. Es gibt da noch Pfeile, die heißen Störche wieder. Da orientieren wir uns natürlich an den Storch und unserem Schafstall, der also in der Nähe brütet. Wann ist er das erste Mal gesehen worden? Oder wir beobachten Wann ist das letzte Mal Schnee gefallen?
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Im Frühjahr. Dann kommt der Pfeil dran. Und sollte es dann eine Woche später doch noch mal schneiden, dann wird er eben einfach verrückt. Bis es dann wirklich das letzte Mal war. Genauso mit dem ersten Schnee. Und weitere Dinge. Und das sind dann alles beobachtungen, die unsere Aufzeichnungen einfließen, aber während des Jahres auch für die Kinder ja schon sichtbar sind.
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Gehen wir jetzt raus? Jetzt pass mal auf. Und laufen jetzt hier am Sportplatz. Wir laufen jetzt hier am Sportplatz, an der Turnhalle lang. Wir sehen jetzt zum Beispiel einige der Stare, die sich ihre Nistmöglichkeiten im Schulgebäude suchen, und wir haben jetzt damit begonnen. An der Gegenseite ist das schon zu sehen. Auch Nistkästen anzubringen. Denn denen gelingt das natürlich sehr schnell, diese Dämmung zu durchschlagen und sich darin dann gemütlich ein Nest zu bauen, das sie dann jährlich neu beziehen.
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So, ja, in wenigen Schritten ist die Turnhalle erreicht. Daneben liegt unser Schulgarten Areal mit Streuobstwiese. Und. Also wir befinden uns jetzt im Schulgarten und im Schulgarten haben wir natürlich den entsprechenden Unterstand als Gerätehaus. Sie haben Sitzgelegenheiten, die auch gerade in den letzten Wochen immer wieder auch genutzt wurden, um mit einer ganzen Klasse hier auch Unterricht abzuhalten oder eben praktisch tätig zu sein.
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Und wie das von einem Schulgarten erwartet wird, gibt es natürlich hier auch genügend zu tun. Das heißt, wir haben auch eine reine Anbaufläche. Das klassische eines gartens sieht man hier. Also es gibt Zeiten mit Erdbeeren, Erdbeeren, Zwiebeln. Die werden dann dann entsprechend Salate, Bohnen werden angebaut, Tomaten teilweise, Kartoffeln natürlich. Wir haben dann im hinteren Bereich auf dem Komposthaufen wachsen jedes Jahr eine ganze Reihe von Kürbissen, die dann im Herbst meistens auch zum Schulfest mit zum Verkauf stehen.
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Und auf der linken Seite sehen wir hier sozusagen unseren kleinen Getreideacker, den wir jedes Jahr versuchen mit verschiedenen Getreidesorten auch zu bestellen. Das ist natürlich nicht ganz so einfach, weil das Wachstum bei Trockenheit dann noch schwieriger wird als auf großen Feldern. Aber hier geht es auch darum, dass beim Behandeln des Themas Getreide und Getreidearten natürlich auch sehr schnell mal vor Ort geschaut werden kann, Vergleiche unmittelbar angestellt werden können.
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Auch wenn sich jetzt nicht jedes Jahr hier alle Getreidearten wiederfinden, dann haben wir dort hinten vor Jahren, als das losging mit der Streuobstwiese, haben einen großen Totholz Haufen angelegt. Das haben Kinder natürlich einfach durch eigenes Tun und durch das Aufstapeln von Holz, das im Garten übrig war, auch bewirkt. Und das ist jetzt natürlich einfach ein Lebensraum, der dann immer wieder mal auch zur Beobachtung genutzt wird, aber jetzt natürlich von uns nicht ständig überwacht wird, sondern einfach für Tiere usw da ist.
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Ja und dann stehen wir hier vor den Obstbäumen. Hier haben wir zum Beispiel eine Drohne, die noch relativ jung ist, also mal als Ersatz gepflanzt wurde und dann gehen wir hier aber links zum Beispiel schon stattliche Apfelbäume oder als größten Baum Süß Kirschbaum, der natürlich auch sehr viele Früchte trägt, was sich in den letzten drei Jahren als Tradition herausgebildet hat.
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Wir sehen ja hier den Zaun der zum öffentlichen Radweg unsere Streuobstwiese begrenzt und wir haben begonnen, das die vierten Klassen als Abschiedsgeschenk der Schule dann immer ein, zwei Sträucher, auch Sponsoren, die dann auch selber einpflanzen, sodass wir dann in einigen Jahren als Begrenzung nicht mehr so einen Maschendrahtzaun haben, sondern eine blühende Hecke, die natürlich auch noch mal eine natürliche Abgrenzung ist.
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Zu unserem Schulgrundstück. Und wenn man jetzt über die frisch gemähten Streuobstwiese kauft. Kann man jetzt relativ unbeschwert zu unserem Insektenhotel.
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Das natürlich besonders im zeitigen Frühjahr für die Kinder immer zur Beobachtung dient. Wir können ja jetzt an den anderen verklebten Brutröhren auch sehen, dass viel davon bezogen ist. Natürlich könnten jetzt die absoluten Fachleute genau sagen Aha, so und so verklebt. Also müsste darin das und das Tier und die Wildbienen. Und für uns ist immer wichtig, den Kindern auch klar zu machen Die Honigbiene als staatenbildendes Insekt ist natürlich wichtig, aber uns geht es natürlich auf der Streuobstwiese auch um die Wildbienen, die natürlich auch ganz, ganz großen Bestäubungsanteil haben und deren Brutplätze ja wesentlich bedrohter sind als die Möglichkeiten für eine Honigbiene.
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Und alles, was hier drin steckt, wurde in den letzten Jahren auch von Kindern oder von Kinderhand geschaffen. Ob das jetzt hier dieser Lebenbereich ist oder in dem Eichenholz die Bohrlöcher oder die kleinen Schilfröhrchen, die also als verschiedene Nist möglichkeiten und Brutmöglichkeiten für Wildbienen Arten dienen sollen. Interessant wäre vielleicht wir hatten uns ja in den Jahren 2008 und neun, ich glaube bis 2010 am Schulgarten am sächsischen Schulgarten Wettbewerb beteiligt, hatten damals auch natürlich unser Gesamtkonzept als Wettbewerbsbeitrag gesehen und haben in diesem Rahmen dann zum Beispiel auch die Möglichkeit bekommen, uns eine Kräuterspirale zu bauen, weil das Material Geld dann natürlich auch dafür da war.
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Und da die auch von Kinderhand geschaffen ist, sieht die natürlich möglicherweise anders aus als eine, die wirklich Bauprofis hergestellt hätten. Aber sie erfüllt ihren Zweck und wird natürlich auch jedes Jahr mal ein bisschen im Wechsel bestellt und gepflegt. Also jetzt gar nicht. Nur so, wie man es vielleicht zu Hause machen würde, indem man sagt, es bleibt jetzt zehn Jahre lang dasselbe drauf stehen, sondern es haben wir denn ausgeträumt, wir haben oben Kapuzinerkresse, dann gibt es eine ganze Reihe.
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Daneben haben wir auch noch Minze Beet, dann haben wir hier im Frühjahr angebaut gehabt. Kresse Das ist jetzt natürlich schon dahin, weil die ja meistens sehr zeitig weg ist. Der Rosmarin ist im Moment auch eher ins Hintertreffen geraten. Sogenannte Liebstöcke steht dann hier. Auch. Hier sieht man ja, dass die Schilder zum Beispiel von Ganztagsangebot keramisches Gestalten angefertigt wurden und das dann hier wieder zu einer Zeit praktischen Nutzen findet.
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Denn dieses Areal ist unser sogenannter Frühling, ein Hügelder natürlich im zeitigen Frühjahr sozusagen den Frühling angehört und dann ab dem späteren Frühjahr bis zum Herbst natürlich auch Stauden entstanden. Manche Flächen haben wir jetzt verändert, deshalb sind die noch ein bisschen durcheinander aus. Aber letztendlich haben wir dann im zeitigen Frühjahr die Möglichkeit, hier auch zu gucken, wann kommen die Schneeglöckchen, wann blühen die Tulpen, die Trauben, hört hinten Und all die Dinge, die die Kinder auch vom vom Lehrplan her.
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Kennenlernen sollen. Wo sind unsere Wetterstationen? Wir hatten das gestern hier im Bauzaun stehen, deshalb ist das jetzt hier gerade alles ein bisschen überwachsen. Also Bauarbeiten gestern abgeschlossen wurden. Die hat ihren Standort jetzt noch da, wird aber im Zuge der nächsten Wochen erneuert und wird dann ein bisschen nach hinten ziehen und hinters Schulgebäude genau dort so einen freien Platz und wird dann natürlich noch mal mit etwas hochwertigeren Geräten sozusagen ausgestattet.
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Aber im Grunde genommen war der Gedanke, dass wir, sagen wir sehen hier so einen Quadratmeter vor, damit man auch mit der Regenmenge das mal zeigen kann. Was bedeutet das, wenn wir jetzt so und so viel Niederschlag ablesen? Thermometer ist ja klar. Und Niederschlagsmenge, da habe ich auf bestimmte Namen. Ja, das ist im Regenwasser. Genau heißt einfach zu sagen Messer okay, das sieht die sich einfach aus wie ein Messbecher und da fällt der Regen rein und man kann dann ablesen, was das Tischchen Regen gefallen, Thermometer ist ja dann klar.
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Und wie gesagt, hier wollen wir dann natürlich noch mal ein bisschen nachlegen. Ja, was uns natürlich dieses Jahr fehlt. Wir haben auch eine schöne Tradition mit dem schönen Förderverein. Es gibt immer Anfang April einen gemeinsamen Arbeitseinsatz an einem Samstag, zu dem natürlich alle Eltern eingeladen sind. Und dann ist das immer ein ganz geschäftiger. Vormittags kommen Eltern Familien mit ihren Kindern und wir befreien dann sozusagen das Schulgelände vom Winterschmutz und am Ende sind alle froh und glücklich über das gemeinsame Schaffen.
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Und dann merkt man, dass so ein gemeinsames Vorhaben natürlich, wenn es dann mal nicht stattfindet, eigentlich auch fehlt. Also nicht das, weil das Ergebnis fehlt, sondern weil dieser Austausch an dem Vormittag natürlich auch für die Eltern interessant ist. Für uns interessant ist und es auch so dieses gemeinsame Tun, das gemeinsame Arbeiten in der Schule auch ganz, ganz wichtig die Bereitschaft, anständig da die Welt meine ich nicht, dass ich mich für die.
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Der Podcast hat dein Interesse geweckt und du möchtest die Schule näher kennenlernen, vielleicht sogar in einem Praktikum oder Referendariat. Dann besuchen unsere Homepage unter www.perspektive minus land.de. Ist ja nicht.
Folge 2: Grundschule Schöpstal
In Folge 2 entdecken wir das Konzept des naturnahen Lernens an der Grundschule Schöpstal im Landkreis Görlitz. Der Schulleiter, Herr Kleint, erzählt uns unter anderem von der schuleigenen Streuobstwiese, dem Totholzhaufen, der Wetterstation, von Unterrichtsprojekten und sehr viel mehr.
Schullied: "Bei uns im Schöpstal" (Schöpstalkinder) - Die Urheberrechte liegen bei der Grundschule Schöpstal.
Homepage der Grundschule Schöpstal: www.schule-schoepstal.de
Diese Folge auf Spotify, Deezer oder Itunes hören, oder direkt hier in unserem Webplayer:
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Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Ideen machen Schule, dem Schulpodcast der TU Dresden und Perspektive Land, einem Programm der Deutschen Kinder und Jugendstiftung. Wir nehmen dich mit auf eine Entdeckungstour durch die sächsische Schullandschaft. In diesem Podcast erfährst du, wie vielfältig Sachsens Schulen sind und welche besonderen Konzepte und Ideen dich hier erwarten. Heute mit der Pestalozzi Oberschule Neusalza Spremberg.
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Wir sind jetzt angekommen am Bahnhof in Neusalz Spremberg nach ungefähr einer Stunde 15 Fahrt mit dem Trilex. Jetzt machen wir uns auf den Weg zur Oberschule.
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Nach fünf Minuten Fußweg haben wir jetzt schon die Oberschule erreicht. Und zwar stehen wir jetzt auf der Rückseite und blicken auf den Schulhof. Hier hört man schon. Hier wird frisch der Rasen gemäht. Das ist ein großer Basketballplatz, den wir hier sehen und auch schon kleinere Gruppen von Schülerinnen und Schülern, die sich hier aufhalten.
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Wir stehen jetzt vor dem Haupteingang der Oberschule Neusalza Spremberg. Ein sehr, sehr schönes Gebäude. Helle Sandfarben mit großen Fenstern. Vor dem Gebäude sind mehrere große Bäume. Es gibt auch so ein bisschen einladend. Die zwei vierten sagen uns Hallo. Und los geht's.
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Guten Tag, liebe Frau Bollwig. Wir sitzen hier zusammen in Ihrem Büro an der Pestalozzi Oberschule in Spremberg. Sie sind hier die Schulleiterin und zu Beginn würde ich Sie bitten, dass Sie uns kurz sagen Was bedeutet Schule für Sie? Also, ich freue mich erst mal, dass dieses Gespräch zustande gekommen ist, trotz Korona. Und ganz einfach. Schule bedeutet für mich, junge Menschen auf den Weg bringen.
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Warum sind Sie gerne Schulleiterin hier an der Oberschule in Spremberg? Weil ich hier für mich die Möglichkeit sehe, den die Schüler zu begleiten, auf diesem Weg etwas kennenzulernen. Und vor allem auch, weil mir am Herzen liegt, dass junge Lehrer, die zu uns kommen, ihren Weg in den Beruf finden sollen. Erzählen Sie uns doch ganz kurz zu Ihrer Schule.
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Stellen Sie die ganz kurz vor. Ja, wir sind eine kleine ländliche Schule in einem Ort, der sich mit der mit dem Slogan rühmt Stadt im Dorf. Was also diesen ländlichen Charakter noch besonders unterstreicht. Wir sind im Dreiländereck beheimatet, was auch eine besondere Situation hervorruft. Nicht allzu weit weg von Dresden. Ich denke mal, in der Stunde, im Auto oder im Zug ist heutzutage immer noch eine Entfernung, wo man sagt, man kann einiges erzählen.
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Wir haben die schöne Oberlausitz als Heimat, wo man ganz viele Dinge unternehmen kann. Nach Tschechien, wie gesagt, ist es nicht weit. Kulturell bietet auch die dörfliche Gemeinschaft sehr, sehr viel. Und ich denke, unsere Schule liegt in einer der schönsten Ecken, nicht nur von Sachsen, sondern von Deutschland generell. Wie viele Schülerinnen und Schüler unterrichten Sie hier? Wir sind derzeit etwa 330 Schüler in 14 Klassen, die hier unterrichtet werden.
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An einer Oberschule. Das heißt, bei uns an der Schule kann man den Haupt bzw den Realschulabschluss erwerben.
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Das ist so in etwa das manche unterrichtet werden. Unsere Schüler von zirka 30 Lehrern, die hier an der Schule sich und das haben sie ja bereits selber gemerkt, doch denke ich recht wohlfühlen. Ja, man merkt, dass hier eine sehr gute Atmosphäre ist. Sehr kollegiale, gute Stimmung. Okay, in dem Podcast ist ja jetzt auch der Schwerpunkt das Besondere an Ihrem Schulkonzept.
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Was ist denn das Besondere an Ihrer Schule? Wir haben viele Besonderheiten. Also als erstes, also jetzt kein Ranking ist, möchte ich mal unsere Commando hervorheben, unseren Chor, der aus GTA Bereich hervorgeht, der hier schon regional eine gewisse Berühmtheit hat. Aber wenn man jetzt direkt auf unsere Schul spezifischen Sachen schaut, denke ich, ist ein herausragendes Merkmal von uns. Die Berufsorientierung, in der wir sehr, sehr viel organisieren, anbieten, gestalten, durchführen.
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Das geht schon sehr, sehr zeitig los. Schon Schüler der fünften und sechsten Klassen werden unbemerkt von ihnen in diese Richtung gelenkt. Richtig los geht es dann für die Schüler in der Klasse sieben. Wir haben das große Glück, dass wir mit der beraterin hier an der Schule zusammenarbeiten dürfen, die auch vor Ort ist und damit für die Schüler auch greifbar ist.
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Dort werden in der Klasse sieben die ersten Grundlagen gelegt, um erfolgreich Berufsorientierung zu gestalten. Das geht dann weiter bis Klasse acht, wo verschiedene Projekte angeboten werden. Übergabe in Klasse neun an die Berufsberaterin, Praktika etc. Also alles das, was man sich vorstellt, was eine Hochschule bieten kann. Versuchen wir anzubieten. Sie haben ja da auch eine gute regionale Vernetzung hier im Ort und auch in der Region.
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Wie sieht das genau aus? Ja, das ist richtig. Wir haben Kooperationen mit etwa 100 Betrieben, das sind kleine Handwerksbetriebe, das in größere Einrichtungen, die hier in der Region ihre Standorte haben. Dort werden unsere Schüler eingeladen zu Vorstellungsgesprächen, also zu zum Training für ein Vorstellungsgespräch bekommen. Dort natürlich dann auch ein Feedback, was sie verbessern können. Wir haben auch ganz oft, dass Schüler dann wieder von solchen Sachen zurückkommen und uns sagen Die haben gleich gesagt, ich kann meine Zeugnisse hier lassen, die würden mich auch im nächsten Jahr nehmen.
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Also diese Sachen werden angeboten in Klassen neu. Wir haben hier Praktika in Klasse acht und neun, wo wir mit regionalen Firmen zusammenarbeiten, den Schülern auch Praktika, Plätze vermitteln können. Und was ich besonders schön finde, sind immer Anrufe von Handwerkern oder anderen Kleinbetrieben, die sagen Hallo Frau Boldt, wir machen wieder eine Ausbildung, wir hätten die, die und die Stelle frei.
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Haben Sie vielleicht Schüler, die sich darauf bewerben möchten? Das heißt also, selbst diese Sache läuft hier im ländlichen Raum, dass wenn jemand was anzubieten hat, es kommt ans Schwarze Brett. Die Schüler kriegen sofort die Information bzw werden von den Kollegen, die sich intensiv damit auseinandersetzen, auch direkt angesprochen und es wird gesagt, ich hätte da was für dich. Guck mal, ob das passiert.
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Ich denke, das ist schon eine ganz große Sache und da sind wir eigentlich auch mit Recht ganz stolz drauf. Ja. Was hat Sie dazu bewogen, dass Sie den Weg so gegangen sind? Ich habe das wahnsinnige Glück, dass ich in diese Situation hineingekommen bin. Die Anfänge liegen weit, weit vor meiner Zeit. Hier an dieser Schule. Aber dieses Regionale, diese doch etwas Abgeschiedenheit von ganz großen Städten hat natürlich seine Herausforderungen.
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Und wenn man junge Menschen hier in der Region halten möchte, dann muss man ihnen auch Perspektiven bieten. Und das war der eigentliche Grund zu sagen Bevor die mit 15, 16 Jahren in die weite Welt hinausziehen, dann sind sie für die Region verloren. Da brauchen wir uns überhaupt nichts vormachen. Wenn jemand irgendwo lernt, baut er sich dort ein Leben auf und ist eigentlich aus der Heimat weg.
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Und nun ist es aber auch das Ziel, dass hier die Region gestärkt wird, Dass hier Handwerker Nachwuchs finden. Und deshalb waren die Überlegungen da. Wie kriegt man das hin, Wirtschaft mit Schule zu verknüpfen? Und da haben die Kollegen vor meiner Zeit nach Lösungen gesucht, sind auf diese Variante gestoßen und wir haben das wahnsinnige Glück, dass sich das über die Jahre entwickeln konnte und deshalb auch jetzt auf dem Stand ist, den wir jetzt erreicht haben.
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Wobei wir immer sagen Ihr könnt immer noch eine Schippe irgendwo drauflegen, Also wenn sich uns das anbietet, wir nehmen alles, was wir kriegen können. Um das mal so zu formulieren. Ganz einfach. Wirklich, Um unseren Schülern auch wirklich die Chance zu bieten zu sagen hier vor Ort, es gibt die Möglichkeiten, Ihr könnt lernen, ihr könnt hier bleiben, Ihr könnt euer Leben hier aufbauen.
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Und es zeigt eigentlich, wenn man mal so in das Klientel unserer Schülerschaft hineinguckt, da war der Papa schon an der Schule, da war der Opa vielleicht auch schon hier an der Schule. Also es ist dieser Zusammenhalt, diese ländliche Gemeinschaft, die irgendwo miteinander wächst und sich auch weiterentwickeln soll. Und das sagt dieser Weg gab's oder gibt dabei auch manchmal Herausforderungen, die sie da bewältigen müssen.
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Natürlich. Die größte Herausforderung haben wir im Moment durch IT 19 ist natürlich für alle das Leben völlig aus den Fugen geraten. Wir hatten vor Ostern fünf Wochen, wo die Schüler die Schule nicht besuchen durften, sondern zu Hause lernen mussten. Das ist gerade für Schüler im Abschlussjahr oder im Abschlussjahr eine immense Herausforderung. Auch die Angst, welche Firmen überleben in der Region, Welche Firmen kommen ins Straucheln?
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Finde ich eine Lehrstelle? Wie sieht das aus? Das sind natürlich alles Sachen, die für die Schüler jetzt im Moment eine Herausforderung darstellen, die keiner abschätzen kann. Natürlich gibt es auch immer ein paar Sachen, wo man dann sagt, der hat aber schon eine sehr exotische Vorstellung, was er mal machen möchte. Aber auch da muss man sagen, sind bestimmte Dinge, wo wir versuchen, Möglichkeiten zu finden, Kontakte herzustellen.
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Das passiert manchmal durch ganz kuriose Geschichten, dass jemand hier ist und sagt Ich würde gerne mal dieses oder jenes Angebot der Schule unterbreiten. Wie sieht es aus? Dann schnuppert man rein, guckt. Klappt das, klappt das nicht, können wir das machen, können wir das nicht machen. Also viele Eltern, die selbstständig sind, bringen sich in die Schule. Über den Schulförderverein mit in unsere Gemeinschaft ein.
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Und man hat dann natürlich auch die Kontakte, dass jemand, der im Schulförderverein ist, ein Handwerker ist und sagt Ich bilde wieder aus. Ich fand erst mal in der Schule nach. Oder wenn irgendjemand aus der Schule kommt, dass man sagt, Da weiß ich, das sind die Voraussetzungen da, da wird das, das, das und das angeboten, Dort kenne ich. Und der Schüler hat dann auch die Chance.
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Also das sind so Dinge, die da wirklich ganz intensiv sind. Und was immer schön ist, wenn dann irgendwann während der Dienstzeit jemand hier an meinem Fenster klopft und man macht auf Frau ich ich habe heute mal frei. Ich wollt einfach nur mal vorbeikommen und Hallo sagen. Das passiert eben nicht nur am Tag der offenen Tür. Aber das passiert während des Unterrichts.
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Alltag ist. Na ja, ich hab heute frei. Ich hol mal meinen Bruder und meine kleine Schwester und dann stehen die da und das ist immer noch der Kontakt da. Und ich denke, da hat man nicht allzu viel falsch gemacht, wenn so was passiert. Ja, und das sind natürlich sehr, sehr schöne Erfahrungen. Das heißt, es ist auch in der Region so relativ bekannt.
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Ihr Berufsorientierung Konzept ist ja auch gut angenommen sozusagen. Das wird angenommen. Sehr oft werden wir von Institutionen gebeten, an irgendwelchen Ausschreibungen, Wettbewerben und ähnlichem mitzumachen. Mittlerweile sind wir da sehr vorsichtig geworden, weil natürlich der Aufwand, bei solchen Dingen sich zu beteiligen, enorm ist und wir uns dann immer sagen Lohnt wirklich diese Sache, sich jetzt an einem neuen Projekt zu versuchen?
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Oder ist der Aufwand der Zeitaufwand, der dort betrieben wird, dem eigentlichen Aufwand, was ein Lehrer machen soll, weit überlegen, wo wir gern bereit sind? Das ist bei Workshops und ähnlichem unsere Erfahrungen mitzuteilen. Also das ist keine Hexerei. Was ist das dann? Zum Beispiel im Workshop, wenn dann die Vereinigungen Wirtschaft, Land, Wirtschaft, Schule, die in Görlitz sitzt, Berufs Beratung, Praxis, Berater, Lehrer für Berufsorientierung sind zusammennimmt, dann sind wir da mit dabei.
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Diese eine Sache schau rein, der Insidertreff und nun alles. Diese ganzen Sachen, wo Messen und Veranstaltungen stattfinden, dort sind wir natürlich gern bereit, unsere Erfahrung weiterzugeben und selber auch mächtig zu lernen. Also da kann man dann gut weg dann. Also das ist durchaus gegeben. Ja, was würden Sie sagen, sind so die wichtigsten Erfolgsfaktoren, dass das so gut funktioniert?
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Kommunikation, Kommunikation und noch mal Kommunikation. Also man muss einfach miteinander reden, muss gucken, wo brauche ich Hilfe und diese Hilfe auch anfordern. Das haben wir bei den Praxis und Berufsberatung gesehen. Diese Funktionen wurden vom Freistaat initiiert. Wir haben für uns erkannt, das sind für uns Hilfen und haben natürlich dann auch gesagt, Da, wo wir nicht weiterkommen, sind das die Personen, die uns helfen können.
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Also was ich auch immer wieder sage, es ist nie verkehrt, um Hilfe zu bitten. Wer um Hilfe bittet, kriegt sie. Wer gar nicht erst fragt, hat das Problem, dass es gar nicht weitergeht. Der nächste Punkt, den ich ganz wichtig sehe dass man sich natürlich auch informiert. Was ist mit den Firmen hier in der Region? Welche Anforderungen haben die?
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Welche Bedürfnisse haben diese? Dass man miteinander das abstimmt, dass also nicht nur wir wissen, was erwarten die Firmen von uns, sondern auch die Firmen von uns erfahren, was wir überhaupt leisten können? Manchmal habe ich so den Eindruck, dass der Spagat zwischen Wirtschaft und Schule übergroß ist und gar nicht bewerkstelligt werden kann. Wenn man aber sagt, das ist das, was wir leisten können, dann kann die Wirtschaft durchaus sagen Ah, und das brauchen wir.
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Und dann findet man eine Ebene, wo man sagt, hier können wir beide miteinander arbeiten, Darauf können wir aufbauen. Und das ist eigentlich auch der Garant, dass unsere Schüler Lehrstellen bekommen, wenn die Erwartungen zu hoch sind, dann trifft sich das irgendwo nicht. Und so kann man dann auch wirklich sagen es funktioniert. Wir bieten, so weit wir es können, immer die Möglichkeit, dass Schüler Probearbeiten gehen können, dass sie Praktika durchführen können etc. Also das ist immer gegeben, aber man muss das miteinander kommunizieren, Verantwortlichkeiten klären und Ähnliches.
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Und nur so funktioniert. Dann wagen Sie doch mal einen Blick in die Zukunft. Was wollen Sie denn als Schule noch angehen? Jetzt mal weg von der Berufsorientierung wollen wir natürlich auch für unsere Schüler den Alltag an der Schule bzw auch nach der Schule hier noch weiter gestalten. Also wir sind jährlich auf der Suche attraktive Angebote im GTA Bereich zu finden und auch für unsere Schule ran zu holen.
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Wir haben jetzt mit der Situation, dass wir eine sehr erfolgreiche Kollegin in den Ruhestand verabschieden, im Sportbereich die Möglichkeit bekommen, junge Kollegen an die Schule zu holen, die natürlich mit neuen Ideen kommen, neue Erfahrungen Und wir haben das Prädikat Bewegte Schule. Wir wollen da auch ein bisschen weiterkommen und denken jetzt über Gestaltung, Außenanlage, dass man die Schüler in die Bewegung reinbringt, an den verschiedensten Stellen.
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Auch dafür bietet auch die Berufsorientierung wieder gute Chancen. Will die finanzieren. Das ein oder andere dann durch eine Spende mit, was natürlich sehr vorteilhaft ist.
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Wir wollen auf alle Fälle erst zusehen, dass wir wieder in den normalen Betrieb kommen, was Schule betrifft und was das Schönste wäre oder was immer das Schönste für mich ist. Wenn ich dann am Jahresende den Abschlussklassen ihre Zeugnisse gebe, dass man in Gesichter schaut, die einerseits in freudiger Erwartung auf das Neue sind und andererseits aber auch die Träne im Knopfloch haben, weil das hier jetzt zu Ende geht.
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Und das ist das, was wir uns auch bewahren wollen. Wichtig wird sein, dass wir den Alterswechsel, die Altersstruktur einer Schule irgendwo mitgestalten. Dazu sind neue junge, dynamische Lehrer das, was wir brauchen. Und ich habe das Teil verkörpert, noch nicht gefunden bei dem, was uns diese Lehrer heranbringt. Aber ich würde gern sehen, das ist wie so ein bisschen Weihnachtswunsch, dass der Beruf des Lehrers wieder so weit steigt, dass man sagt Ja, ich kann mir vorstellen, Lehrer zu werden.
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Wir brauchen ganz viele Lehrer. Wir brauchen viele andere Berufe auch aus. Denke mal, wenn man die Bildung nicht absichern kann, dann versagen wir an anderen Stellen. Was gibt es noch zu Ihrer Schule zu sagen? Was gibt es noch zu ergänzen, was wir jetzt noch nicht besprochen haben? Noch ein Punkt, auf den wir sehr, sehr stolz sind. Das ist unser Schulclub.
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Wir haben dank unseres Schulträgers das wahnsinnige Glück, dass wir hier die ganze Woche über den Schulclub anbieten können, und zwar von morgens 7:00, wenn die Kinder mit dem Bus kommen, auch mal mit einer Wartezeit von eins zwei Stunden, bis der Unterricht beginnt. Dann können sich die Schüler dort aufhalten und wir haben dann schon geöffnet bis 16:00, sodass also auch Wartezeiten nach der Schule als Ganztagsangebot etc. abgedeckt werden können.
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Wir haben ganz viele Schüler, die dann zu Hause auch sagen Ach, ich komm heut noch nie mit dem nächsten Bus. Ich bleib dann mal noch ein bisschen im Schulgebäude und dank unseres Schulträgers haben wir es bis jetzt auch immer wieder hinbekommen, dass wir selbst eine gewisse Ferienbetreuung anbieten konnten. Selbst in unserer jetzigen Koronarphase haben wir mit dem Schulträger nach einem Konzept gesucht, dass wir wenigstens einen Teil der Schüler in den Ferien was bieten können.
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Die ersten 14 Tage werden wir mit jeweils 50 Schüler pro Woche realisieren können. Das ist nicht viel. Wir haben sonst das drei oder das Doppelte oder Dreifache an Schülern in der Ferienbetreuung, wenn es angeboten wird, und das wird wahnsinnig gut angenommen. Das ist also die eine Sache. Und was ich schon am Anfang sagte Unsere Ganztagsangebote laufen also von montags bis freitags.
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Das fängt an bei Puppenspiel, wo die Kinder ihre Hand zum Selberbauen basteln mit Aufführung. Das geht über sportliche Angebote bis zum Ohr, bis zu Trumps vielleicht, wo Kinder und wer es noch nicht gesehen hat, sollte sich das irgendwann mal anschauen. Auf riesengroßen Bällen, trommeln mit Choreografie und Tanz. Also das ist schon eine ganze Menge, was da angeboten wird.
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Junge Sanitäter sind dabei, also ein sehr vielfältiges Programm und ich denke, das ist schon was. Ob wir auch mit Stolz nach außen tragen und zeigen Ja, das sind wir. Wobei ich aber mir ganz sicher auch bin und auch bewusst darüber bin. Das funktioniert nur diese Sachen immer entspannt und Schule, wo das Klima stimmt und das Gefühl habe ich.
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Und deshalb arbeite ich auch sehr gerne hier. Sehr, sehr schön. Zum Abschluss Was würden Sie Lehramtsstudierenden mit auf den Weg geben?
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Das Wichtigste ist Ein Studium ist nie einfach. Niemals den Mut verlieren, das Ziel im Auge behalten und wissen, wofür man es macht. Wer? Lehramt, Wer sich für Lehramt entscheidet, der sollte wirklich in sich das Gefühl haben Ja, ich will Lehrer werden. Dort zählt nicht das Geld, was man verdient, sondern dann geht es einfach nur darum. Hat man diesen Wunsch, Wissen weitergeben zu wollen.
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Und man soll engagiert, emotional immer wieder sein und sich vor Augen halten. Die Begeisterung, die man selber für ein Fach hat, muss man an jungen Menschen übergeben können. Und wer das hinkriegt, der wird wenig Probleme im Lehrerdasein haben. Ich kann nur sagen Wer Interesse hat, darf gerne sich bei uns an der Schule melden. Wir bieten geht hier alle Möglichkeiten an, wie gesagt, von Dresden eine Stunde mit im Zug, dann ist man da.
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Wir haben es auch schon öfter gehabt, dass hier wirklich Studierende geht, die Angebote gemacht haben. Wir haben sogar den Fall, dass das so weit ging bis zum Practical Referendariat, Anstellung an der Schule. Das sind also so wirklich Dinge. Man kann die Schule kennenlernen und ländlicher Raum. Man hat Eltern, die sich sehr stark auf eine Schule engagieren. Und merkt man, dieses Zusammenarbeiten ist manchmal anders als in der Stadt.
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Und es ist nicht weniger schön. Da war ein sehr guter Schluss. Dann würde ich sagen Ja. Vielen Dank für das Gespräch. Ich bedanke mich, dass Sie da waren. Jetzt verabschieden wir uns von der Oberschule in Neue Salzer Spremberg, gehen durch den Speisesaal und sagen Tschüss, bis zum nächsten Mal.
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Der Podcast hat dein Interesse geweckt und du möchtest die Schule näher kennenlernen. Vielleicht sogar in einem Praktikum oder Referendariat. Dann besuche unsere Homepage unter www.perspektive minusland.de.
Folge 1: Pestalozzi-Oberschule Neusalza-Spremberg
Folge 1 führt uns mit dem Trilex an die Pestalozzischule Neusalza-Spremberg. In dieser Folge gibt uns die Schulleiterin, Frau Bollwig, Einblicke in ihre Schule und stellt uns das Konzept der Berufsorientierung vor.
Homepage der Oberschule Neusalza-Spremberg: http://www.oberschule.info/
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