Komm mit uns auf Entdeckungstour!
In unserem Schul-Podcast möchten wir zeigen, wie vielfältig die sächsische Schullandschaft ist und Schulen mit besonderen Ideen und Konzepten aus ganz Sachsen vorstellen. Von Schöpstal bis Freiberg, von Neusalza-Spremberg bis Grimma.
Die ersten Folgen sind im Sommer 2020 in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Lehrerbildung der TU Dresden entstanden. Mit Sound von www.hoerspielbox.de.
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Folge 20: "Von der Schulbank an den Lehrertisch - unser Weg zur Lehrkraft" (Takeover), Teil 2
Im zweiten Teil des Takeovers steht das Referendariat und der Übergang vom Studium zum Referendariat im Fokus. Ann-Sophie, Lehramtsstudentin an der Uni Leipzig, spricht darüber mit Sarah, die gerade ihr Referendariat in Bautzen absolviert. Es geht um typische Sorgen, Erwartungen und Fragen zum Vorbereitungsdienst. Die Folge gibt einen Überblick über den Ablauf und Herausforderungen beim Übergang und wie dieser gelingen kann. Das Gespräch macht Mut für diesen Abschnitt auf dem Weg zur Lehrkraft!
Danke an Bony Stoev für die Produktion in seinem Studio!
Hier findet ihr weitere Informationen zum Lehramt(sstudium) und zum Vorbereitungsdienst in Sachsen: LEHRERIN SACHSEN | Home
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Folge 20: "Von der Schulbank an den Lehrertisch - unser Weg zur Lehrkraft" (Takeover), Teil 1
In dieser Folge haben wir erneut die Mikrofone abgegeben und an drei junge Menschen übergeben, die sich über ihren Weg in den Beruf als Lehrkraft austauschen. Asani und Laeticia, die gerade ihr FSJ Pädagogik an Grundschulen absolvieren, und Ann-Sophie, die im achten Semester Grundschullehramt studiert, kommen ins Gespräch über das, was sie für den Beruf motiviert, welche Schulart für sie die richtige ist, die Vor- und Nachteile von Stadt und Land, ihre Erfahrungen im Schulalltag und vieles mehr. Außerdem gibt es Einblicke in das Lehramtsstudium und Tipps und Tricks, wie es erfolgreich bewältigt werden kann.
Danke an Bony Stoev für die Produktion in seinem Studio!
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Praktikums-Podcast Staffel 3: Folge 3 mit Katharina und Vincenz
Herzlich willkommen zurück zur neuen Folge des Podcast-Takeover von Katharina (Grundschullehramt) und Vincenz (Gymnasiallehramt)! Die beiden haben ihr Blockpraktikum abgeschlossen und tauschen sich über die neuen Erfahrungen aus der letzten Woche aus. Dazu geben sie euch Tipps für anstehende Praktika und verraten, was ihnen an der ländlichen Region so gefallen hat und ob sie später dorthin zurückkehren möchten.
Wir danken www.hoerspielbox.de für die Sounds und Geräusche.
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Praktikums-Podcast Staffel 3: Folge 2 mit Katharina und Vincenz
Herzlich willkommen bei Folge 2! Katharina (Grundschullehramt) und Vincenz (Gymnasiallehramt) nehmen euch mit in ihren Unterricht und erzählen, wie ihre ersten Unterrichtsversuche liefen, welche lustigen Erlebnisse sie hatten und welche neuen Erfahrungen sie sammeln konnten. Außerdem sprechen sie darüber, wieso sie sich immer wieder für ihre Region als Arbeits- und Wohnort entscheiden würden.
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Praktikums-Podcast Staffel 3: Folge 1 mit Katharina und Vincenz
Auf zu einer neuen Staffel des Praktikums-Podcasts! Katharina (Grundschullehramt) und Vincenz (Gymnasiallehramt) erzählen in der ersten Folge von der Ankunft an ihren Schulen, ihren Vorbereitungen auf das Praktikum und ihren Erwartungen an die kommenden Wochen. Außerdem teilen sie ihre ersten Erfahrungen im Unterricht an der Grundschule Elternlein und dem Léon-Foucault-Gymnasium Hoyerswerda mit uns.
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Praktikums-Podcast Staffel 2: Folge 3 mit Kristina und Lara
In der dritten (und letzten) Folge der zweiten Staffel des Praktikums-Podcasts werfen Kristina und Lara einen Blick zurück auf ihre intensiven vier Wochen der Unterrichtspraxis. Von den nervenaufreibenden ersten Tagen bis hin zu den triumphalen Momenten des Erfolgs - sie teilen, was sie während ihres Praktikums erlebt und warum sie sich in das Landleben verliebt haben. Tauche ein in ihre Welt des Lehrens und Lernens und höre von den Herausforderungen, die sie gemeistert haben, und den wertvollen Erkenntnissen, die sie gewonnen haben.
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Praktikums-Podcast Staffel 2: Folge 2 mit Kristina und Lara
In der zweiten Folge hört ihr, wie es Kristina und Lara mit ihren ersten eigenen Unterrichtsstunden ergangen ist. Die beiden teilen ihre Geschichten von den Höhen und Tiefen, während sie ihre ersten eigenen Unterrichtsstunden vorbereiten und durchführen. Von nervenaufreibenden Vorbereitungen bis hin zu magischen Momenten im Klassenzimmer - sie lassen dich hautnah an ihrem Lehrer:innen-Leben teilhaben! Erfahre, wie sie ihre Ängste überwunden haben, welche wertvollen Lektionen sie gelernt haben und wie ihre Schüler:innen sie jeden Tag aufs Neue inspirieren.
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Praktikums-Podcast Staffel 2: Folge 1 mit Kristina und Lara
Es geht in die zweite Runde mit dem Praktikums-Podcast! In der ersten Episode tauchen Kristina und Lara in die aufregende Welt des Schulpraktikums ein, und zwar in der wunderschönen Lausitz! Begleite die beiden, während die zwei mutigen Studentinnen ihre spannenden Erfahrungen teilen, die sie während ihres Praktikums gesammelt haben: von lustigen Anekdoten bis hin zu inspirierenden Momenten. Ihr erfahrt, warum das Schulpraktikum so wichtig ist und wie es das Leben und die Karriere dieser zukünftigen Lehrerinnen verändert hat.
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Folge 19: Schul-Entdeckungstour Zittau, Teil 3
In Teil drei unserer Schul-Entdeckungstour lernen wir die SCHKOLA Hartau kennen, eine freie Grundschule im Dreiländereck. Zum Abschluss der Reise haben wir in Bautzen das Landesamt für Schule und Bildung besucht. Hört euch an, welche Eindrücke unsere Teilnehmenden gewonnen haben.
Weitere Infos zur SCHKOLA Hartau: Überblick | SCHKOLA
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00:00:07:18 - 00:00:28:24
Perspektive Land. Der Schulpodcast. Du hast recht. Schulen und ihre besonderen Konzepte kennenzulernen. Dann lass dich von unserem Podcast mit auf eine Entdeckungstour durch die sächsische Schullandschaft gehen. Wir sprechen mit Menschen in den Regionen und erfahren, wie es ist, dort zu lehren und zu leben.
00:00:29:01 - 00:00:56:14
Willkommen zum Zweiten Teil unserer Schul entdeckungstour. Wir waren ja mit zehn Lehramtsstudierenden unterwegs in der Region Zittau und in der letzten Folge habt ihr uns begleitet auf dem Stadtrundgang in Zittau im Euro Feine Walde, wo wir eine Führung und einen Workshop erlebt haben und auch zu unserem ersten Schulbesuch an der Lessinggrundschule Zittau. Und nachdem wir vor Ort an der Grundschule in Zittau waren, hat es uns zur Grundschule Heringsdorf verschlagen.
00:00:56:16 - 00:01:24:20
Wir waren circa zehn Autominuten von Zittau entfernt und kamen auf eine wunderschöne Gemeinde, die insgesamt vier Ortsteile hat und sahen eine kleine Dorf Grundschule. Die Grundschule Heringsdorf beschult ungefähr 160 Kinder in ein bis zwei zügigen Klassen und ganz interessant war auch zu hören, dass es früher viel mehr Grundschulen in der Region gab und auch zwei Grundschulen in den 90er Jahren schließen mussten.
00:01:24:20 - 00:01:55:13
Aufgrund von mangelnden Anmeldezahlen. Und übrig blieb der Schulstandort in Mittel Heringsdorf. Was die Schule auszeichnet und was wir wirklich auch mitbekommen haben, war eine ganz positive Stimmung und die gute Kooperation, angefangen bei der Zusammenarbeit im Kollegium. Unser Kollegium hat sich in den letzten fünf Jahren vollständig erneuert. Ich hatte in sehr älteren Kollegen Stamm. Ich war also über 15 Jahre bestimmt die Jüngste hier in der Schule, und das hat sich jetzt in den letzten Jahren geändert.
00:01:55:13 - 00:02:13:22
Wir haben also die älteren Kollegen, sind alle in Rente gegangen und wir haben jetzt nach und nach junge Kollegen. Ich sage es mal nicht bloß junge Kollegen, sondern eine gute Mischung an der Schule. Wir haben Männer, wir haben Seiteneinsteiger, wir haben in die tschechische Kollegin also eine richtig gute Mischung. Wir haben richtig tolles Kollegium, wir lachen viel zusammen.
00:02:13:22 - 00:02:35:20
Also gibt es auch noch in Schule, dass man Spaß hat und nicht nur Stress und ich denke, das ist eine gute Voraussetzung. Mir ist es auch immer wichtig, dass es meinen Kollegen gut geht. Und haben Sie sehr das Gefühl, dass Sie Schulleiterin sind und die Entscheidung, dass Sie die Entscheidung treffen? Oder ist es mehr entscheiden im Kollegium? Ja, das lege ich Wert drauf.
00:02:35:22 - 00:03:00:21
Sicher muss es jemanden geben, der vielleicht auch ein Motor ist, um bestimmte Dinge anzukurbeln und der auch vielleicht auch mal im Zweifelsfall sagt So und so machen wir das jetzt. Aber im Allgemeinen, und das können mir meine Kollegen bestimmt bestätigen, frage ich lieber zehnmal alle Wollen wir das so machen? Also wir entscheiden, sage ich mal zu 90 % alles gemeinsam, denn sonst geht es nicht.
00:03:00:24 - 00:03:25:24
Das Schulteam besteht neben den Lehrkräften und der Schulleitung noch aus einer Schulassistenz einer Freiwilligen im Ressort Pädagogik. Zwei Schulbegleiterin, ein Hausmeister und einer Sekretärin. Also auch hier ist die Schule breit aufgestellt. Außerdem gibt es eine sehr gute Zusammenarbeit mit dem Schulträger, also der Gemeinde Mittelsdorf. Und dadurch ist an der Schule auch sehr, sehr vieles möglich. Dafür haben wir sehr viele Beispiele bekommen.
00:03:25:24 - 00:03:50:21
Während unseres Besuchs. Das eine war die sehr schnelle Digitalisierung und außerdem hat auch die Gemeinde zum Beispiel den Bau des neuen Hortgebäudes mit unterstützt. Da waren wir auch sehr beeindruckt, denn das ist ein sehr modernes Gebäude mit hellen und toll ausgestatteten Räumen, was auch direkt mit auf dem Schulgelände liegt, wo das auch deutlich wurde, dass die Schule sehr gut im Ort eingebunden ist.
00:03:50:22 - 00:04:19:18
Es sind die Förderkurse. Es gibt immer eine Förderstunde fest auf dem Stundenplan am Mittwochmorgen und hier werden die Kinder altersübergreifend und nach Interessen in kleine Gruppen von 4 bis 12 Kindern aufgeteilt. Wie decken wir das ab? Also alle Lehrer machen im Förderung Kurs, das sind dann Jahresstunden. Das sind die Förderstunden, die wir nach diesen Tagen haben. Also nicht alle, aber von jeder Klasse eine Stunde der zwei Förderstunden Stunden, dafür einen dafür.
00:04:19:23 - 00:04:51:23
Daran muss. Und da haben wir ganz viele Externe, die überhaupt geht. Ja Verträge noch Verträge beschäftigen. Auch eine Logopäden zum Beispiel Muttersprachler für technisch und Englisch. Englisch macht mit Belegen, können uns aber jetzt in die technische muss ich in der vorigen Fachkraft unsere Schulassistenz, also alles, was wir so in den Jahren an uns gebunden haben. Wir sind uns treu geblieben, sage ich mal einen Nachmittags Bereich seit vielen Jahren.
00:04:51:24 - 00:05:20:10
Dies wurde auch beim Schulrundgang deutlich. Vor etwa stellte uns das Solarprojekt vor eine Photovoltaikanlage für den Schulgarten und auch ein tier therapeutisches Angebot in direkter Nachbarschaft zur Schule. Und das konnten wir auch sehen, als wir beim Rundgang waren, konnten vom Gartenzaun tatsächlich direkt auf den Hof gucken, wo die Tiere leben, mit denen gearbeitet wird. Jedenfalls ist das so der Garten, das gibt es nur, wenn auch nicht mit Solar Solar Dach überdacht werden und angebunden.
00:05:20:10 - 00:05:48:11
Eine Bewässerung für den Schulgarten und in neue Geräte hauen. Dafür gibt es also mehrere Fördermittelanträge und Beteiligungen an Wettbewerben. Das können wir als Lehrer und Grundschule alle machen. Wenn wir eine solche interessierten, aktiven Väter hätten, die sich das ausgedacht haben, die den Antrag stellen, die vorige Woche mit Kindern unserer Schule, die damit eingebunden sind, das Projekt vorgestellt haben und wir jetzt hoffen, dass wir vielleicht 10.000 € oder so was noch bekommen.
00:05:48:11 - 00:06:14:05
10.000 haben wir dann bekommen und das wird dann mal, weil hier ist uns der Boden immer sehr hart und in den Sommerferien ist es immer sehr schwierig, das zu bewässern und deshalb hat man sich so was ausgedacht, dass es die Kinder auch leichter haben zu bearbeiten. Und die sollen dann halt auch forschen. Welche Pflanzen wachsen besonders gut unter so einer Anlage Und wir können den erzeugten Strom zu 50 % für unsere Schule nutzen.
00:06:14:05 - 00:06:38:24
Also. 50 % des Verbrauchs wird durch diese Anlage dann abgedeckt. So ist das geplant oder so ein noch was besonderes ist ja das ist unser intensiver so von der alten 5-jähriger. Das sind auch Partner unserer Schule. Überall aufgenommen und nach Korona haben wir ja Partner in die Schule gefunden, die hier so fachliche Projekte mit den Kindern oft mit durchführen.
00:06:38:24 - 00:07:04:07
Und die haben Esel und und alle möglichen Tiere und die machen zum Beispiel eine in so einem Kurs mit den Kindern eine Therapie mit Tieren. Also wurde hier gerade haben eine unserer Kinder, die besonderen Förderbedarf brauchen die dann mit Tieren natürlich nicht öffnen haben einen Autisten zum Beispiel an der Schule also ein noch zwei Jahre hat. Na ja, und das ist eine richtig gute Zusammenarbeit.
00:07:04:07 - 00:07:35:05
Wie schon angeklungen ist, wurden Kinder beim Photovoltaikprojekt einbezogen und auch hier ist interessant zu wissen, dass Beteiligung an der Schule wirklich aktiv gelebt wird. Unter anderem wird auch jedes Jahr zum Schuljahresende ein Schulentwicklungsforum durchgeführt. Und das ist eine Methode der schulinterne Evaluation, wo aus jeder Klasse Schülervertreter sind Elternvertreter, Lehrer, Ordner. Ja, nicht zuletzt unsere Vertreter im Schulträger. Mit dabei helfen.
00:07:35:07 - 00:08:09:12
So sieht das dann aus mehreren Sitzen also auch unsere Kinder selbst Die acht wissen dabei immer genau gewählt in ihren Klassen. Das sind also keine Klassensprecher, das gibt der Grundschule noch mehr. Also die werden dann entsendet von ihrer Klasse und sie besprechen alles im Vorfeld bringen wir wo stehen wir? Was ist das? Das ist vielleicht das meine Ziele oder unsere Ziele, die wir dabei haben, aber die Schüler direkt sollen mit ihren Kindern in der Klasse oder die Lehrer besprechen, was gefällt und womit sind wir zufrieden, wo wir sind, womit Löwe unzufrieden sind?
00:08:09:12 - 00:08:37:00
Welche Gestaltungsvorschläge mit dem Zug mit oder ich werde nach sehr schnell wieder und die kommen dann mit ihren Ergebnissen ins Forum und das ist auch in in einer Stunde in 60 Minuten erledigt. Ist es Schulentwicklungsvormittag eine klare Struktur. Es gibt eine Eröffnung, dann gehen wir grüßen dann meistens Beginn nicht mit der Auswertung der letzten Schüler von was am Haus hängt und das sind die Ergebnisse.
00:08:37:02 - 00:09:03:05
Man gehen in Arbeitsgruppen zehn Minuten Stunden, dann besprechen Sie sich da Kindergruppe in der Elterngruppe herunter. Gruppe Lehrer Gruppe soll die Kinder haben, betreut von der häuslichen mit den Schultern. Materialien, damit die Kinder lernen, das Ziel bedeutet. Dann kommen wir wieder in das Forum zurück und dann stellt jede Gruppe ihre Ergebnisse vor. So, und dann wird das ältere zusammengefasst und das machen auch die Kinder.
00:09:03:07 - 00:09:25:11
Und das ist so toll, die trauen sich da vor lauter Erwachsenen zu sprechen. Es ist so verdient. Gute Erfahrung, das fällt uns nicht so unzufrieden. Was wünschen euch? Und das wird dann zusammengefasst. Also das mache ich dann zum Schluss benennt sozusagen derjenige, der das alles zusammenfasst und dann wird dann die Ergebnisse präsentiert und schon wird es mit zehn etwas näher.
00:09:25:17 - 00:09:51:06
Und nicht nur in der Schule werden die Kinder beteiligt, sondern auch in der Gemeinde. Hier die Deutsche Kinder und Jugendstiftung in Heringsdorf. Diesen Prozess mit begleitet die Deutsche Kinder und Jugendstiftung, zu der auch wir mit dem Programm Perspektive Land gehören. Selbst in Sachsen und auch deutschlandweit verschiedene Programme, um unter anderem für den ländlichen Raum und zum Thema Kinder und Jugendbeteiligung und im Rahmen des Programms Jugendbewegt.
00:09:51:06 - 00:10:15:04
Kommune wurde in Heringsdorf unter anderem eine Kinderkonferenz durchgeführt, bei der Kinder an der Gestaltung ihrer Gemeinde beteiligt wurden. Und das sind so tolle Ideen entstanden und wir Erwachsenen haben uns natürlich dann auch gesagt wir dürfen das jetzt nicht bloß machen entfernt und wir müssen natürlich jetzt auch was umsetzen. Also die Kinder wollen ja das Ergebnis zählt. Das sind die Erwachsenen natürlich auch gefragt, dann auch Nägel mit Köpfen zu machen.
00:10:15:07 - 00:10:42:17
Und da ist aber so viel entstanden hier eine Menge. Wenn ich dran denke an den Spielplatz auf dem Sportplatz im letzten Herbst und dann hieß es, wollten die Kinder die kleine Szene, die ja bei uns auf dem Schulhof stehen. Das war ein Wunsch der Kinder in ein Netz über, über den Bolzplatz der Container vom Verkehrsclub. Da wurde das Projekt zum Projekt und so dann die Kinder einbezogen.
00:10:42:17 - 00:11:05:01
Und das Ziel ist eigentlich, das mit einzubeziehen, dass die merken wir jedes Jahr das wir auch es also es habe ja auch viel Fluktuation von jungen Leuten, dass wir erzählen die Städte und bei uns in der Gemeinde belohnt Dieses Jahr das erste Jahr müssen wir das nun also also verankert alles an Einwohnern und da wird auch viel getan.
00:11:05:01 - 00:11:39:11
Und da muss ich sagen, da investiert unser Bürgermeister Meinhard und weiter viel Millionen. Und das kam auch bei den Lehramtsstudierenden an Später haben wir sie beim Abendessen gefragt, welche Eindrücke sie von dem Schulbesuch hatten. Bei der Grundschule hatte ich den Eindruck, dass das Lehrerpersonal und vor allem auch die Schulleitung sehr eng mit der Gemeinde zusammenarbeiten, dass die Projekte, die sie fördern und die gemeinsame Zusammenarbeit und mit den Eltern diese renoviert haben, den Hort und das mit den Schulgarten, mit dem Projekt Die Kinder, egal ob es hat man gemerkt, so steht im vordergrund und auch das engagement der Schulleiterin Frau.
00:11:39:11 - 00:12:06:07
Zwar wurde in diesem Zusammenhang von unseren Teilnehmern durchaus wahrgenommen. Wenn ich es jetzt mal so betrachte, hat sie vor allem das sehr gut geschafft, immer so ein Netzwerk zu spannen zwischen Schule, Kollegium, Eltern, Gemeinde und da einfach wirklich noch mal und das herausgestellt, was es was Schule schaffen kann, wenn die Starke ein starkes soziales Netzwerk dahinter steht. Ja, Stichwort schon starkes soziales Netzwerk und das Thema Beteiligung.
00:12:06:07 - 00:12:34:14
Das hat sich beides auch weiter durch unser Tag gezogen. Unser nächster Programmpunkt war nämlich der Besuch der alten Lotte in Eckersberg, ein Teil von Heringsdorf, die alte Lotte ist eins der ältesten Fachwerkhäuser in Kreuzberg und wurde zwischen 1760 und 1780 erbaut. Das Gebäude sollte eigentlich schon abgerissen werden, wurde aber dann vom Förderverein der Feuerwehr übernommen und durch Spenden und Fördermittel haben die eine Sanierung finanziert.
00:12:34:14 - 00:13:05:14
Und nun soll das ein Gemeinschaftszentrum für die Menschen vor Ort werden, eben in Verbindung mit der Feuerwehr. Und neben der alten Lotte steht auch noch eine Scheune. Die wurde ebenfalls renoviert und wenn man da rein geht, sieht man erst mal unten im Bauch ganz viele Feuerwehrfahrzeuge stehen und man sieht richtig, hier wird gewerkelt, geschraubt und gebaut und wir haben uns dann oben im Obergeschoss getroffen, mit Henry Stoff aus Mittel, Herwig storff und Jörg Bartusch, unserem Kollegen von der Deutschen Kinder und Jugendstiftung.
00:13:05:16 - 00:13:29:10
Henry hat uns dann zunächst in den Prozess der alten Lotte mit reingenommen, hat also erzählt Wie ist das alles so entstanden? Und Jörg hat mit uns anschließend einen Workshop zum Thema Beteiligung durchgeführt. So, da würde ich gleich mal anfangen und würde euch gern im Namen des Förder und Historikvereins der Feuerwehren gerade im Dorf hier im Gemäuer der alten Lotte begrüßen.
00:13:29:12 - 00:13:32:08
Was lasse.
00:13:32:10 - 00:14:05:22
In der Stadt okay. Sehr schön. Genau. Ich finde es auch gut. Das ist. Das sind unsere. Kann ich ganz kurz einsteigen? Unsere Historikfahrzeuge. Die haben wir quasi übernommen. Unser eigentliches Gerät aus ist hier oben. Dort bin ich selber auf der Leiter von der Feuerwehr und Vorsitzender von dem Förderverein, der natürlich eigentlich in, wo wir uns 2017 gegründet haben, ganz anderes Ziel hatte Eigentlich die Unterstützung und Förderung der Jugendfeuerwehr der Feuerwehr selber.
00:14:05:24 - 00:14:57:03
Und irgendwann ist es dann dazu gekommen, dass hier dieses Objekt alte Lotte, so haben wir es im Nachgang benannt, quasi abgerissen werden sollte. Diese, diese alte Leute hier ist eigentlich über die Gemeindegrenzen hinaus eine bekannte Frau gewesen. Und zwar war ich jetzt für ein Kohlehandel, und diese alte Frau, die hier gelebt hat, war die älteste Berufskraftfahrer und in der DDR und hat halt quasi überall hin die Kohlen ausgefahren und dementsprechend war dieses Gebäude auch über die Gemeindegrenzen hinaus wirklich ein interessantes Gebäude, was nicht nur die Dorfbewohner hier kannten, sondern auch die Leute ringsherum im Bereich und nach Zittau rein in die Stadt.
00:14:57:08 - 00:15:21:16
Der Förderverein der Feuerwehr hat also das Gebäude übernommen und damit hat der Förderverein auch schlagartig Mitgliederzuwachs bekommen, weil das auf großen Anklang gestoßen ist. Aber natürlich gibt es in so einem Prozess auch immer viele Herausforderungen, weil die alte Leute eben unter Denkmalschutz steht, gibt es auch viele Auflagen. Es sollte dann also ein Konzept für die Nutzung der Gebäude, also der alten Lotte und der Scheune, entwickelt werden.
00:15:21:21 - 00:15:59:20
Und hier ist dann auch die Deutsche Kinder und Jugendstiftung mit ins Spiel gekommen, die nämlich diesen Prozess mit begleitet hat, ein Nutzungskonzept zu entwickeln. Und vor allem war da auch wichtig, dass Kinder und Jugendliche mit ihren Wünschen auch gehört werden. Die Dicke hat es begleitet. Verschiedene Beteiligungsprozesse in der Gemeinde Mittelsdorf. Gut, seit fünf Jahren. Angefangen hat es mit der alten Lotte und es folgten verschiedene Beteiligungsformate mit Kindern und Jugendlichen, zum Beispiel einer Dorfrallye mit dem Ziel, dass die Schülerinnen und Schüler mal schauen, was gefällt ihnen so in ihrer Gemeinde und was sind vielleicht auch Orte, die sie gar nicht mögen?
00:15:59:22 - 00:16:26:20
Und wie können sie die vielleicht verändern? Wir haben das später auch selber mal ausprobiert und wollen aber zunächst in den Anfang des Workshops reinhören. Mein Name ist ja auch Patrick. Ich gehöre zur Deutschen Kinder und Jugendstiftung Abkürzung und da oben steht jetzt, glaube ich Jugendbewegung, Kommune. Das ist Programm. Upcycling, Das richtet sich quasi daran. Damit werben sich für gewöhnlich Kommunen, sprich Bürgermeister innen und so, um quasi eine Veränderung in ihren Kommunen herbeizuführen.
00:16:26:22 - 00:16:58:22
Wie kann eine gelingende Kinderbeteiligung passieren? In dem Workshop ging es dann darum Was braucht es eigentlich, um eine gelingende Beteiligung in Kommunen und an Schulen umzusetzen? Und zum Auftakt des Workshops wollte Jörg erst mal von unseren Teilnehmenden wissen, was sie eigentlich unter Beteiligung verstehen. Ich habe geschrieben Die Möglichkeit, eigene Ideen und das, was machen. Ich habe geschrieben, man müsste mit Sprache, um etwas bewegen zu können, man gemeinsam anpacken, gemeinsam Ideen sammelt und Projekte umsetzt, nicht anders zu werden und tatsächlich stark und stark zu haben.
00:16:58:24 - 00:17:31:10
Das also heißt im Gesamtkontext, dass alle Personengruppen, sowohl Kinder als auch Erwachsene, immer das gleiche wenig Diskriminierung gibt und dass das partizipative Rechte einsetzen muss. Also ich habe auch beschrieben, dass Beteiligung aller Altersklassen Kinder, Jugendliche oder ältere Menschen und das zeigt Berechtigung der Idee, dass jeder Ideen einbringen kann, was freiwillig sein soll. Und zwar Daran anknüpfend haben wir verschiedene Formen von Beteiligung dann im Workshop besprochen.
00:17:31:12 - 00:17:55:06
Anschließend sind wir selbst auf Erkundungstour durch den Ort gegangen, haben uns in zwei Gruppen aufgeteilt und sollten herausfinden, wo wir Orte finden, die wir entweder total ansprechend finden oder aber die wir nicht so angenehm finden und ein Foto davon machen. Also wir sind jetzt hier vor Ort unterwegs in Kreuzberg und wir haben eine Aufgabe. Jessica Was sollen wir dann eigentlich machen?
00:17:55:07 - 00:18:16:21
Wir sollen uns ein Ort suchen, der uns irgendwie anspricht. Für ich würde ich vielleicht so formulieren genau. Und bin einfach ein bisschen durch den Ort und machen und schauen mal, was uns anspricht und was vielleicht auch gar nicht. Ja, wir haben so eine Karte dabei und ein Klemmbrett und eine Kamera. Und damit ziehen wir jetzt los und mal gucken, was wir entdecken.
00:18:16:23 - 00:18:39:22
Die Gruppe, mit der ich unterwegs war, hat als erstes einen schönen Ort an einer Brücke mit einem schönen Bachlauf entdeckt. Also wir stehen jetzt hier an einer kleinen Brücke, dann kommt der, der Ebersbach führt da drunter durch und wir versuchen jetzt, die Kamera aus der Höhle zu nehmen und ein Bild zu schießen. Ich fand den Lauf da ganz schön, aber der Bachlauf ist hier schön.
00:18:39:24 - 00:19:00:19
Genau. Meine Gruppe hat in der Zwischenzeit eine Weide mit Alpakas, Enten und Pferden entdeckt und hat den Ort in der Karte markiert und Notizen dazu gemacht, was den Ort auszeichnet. Sie wollen mir den Orte nennen, aber heute hier, meine ich. Jetzt ist jetzt eine tierische Freundlichkeit und.
00:19:00:21 - 00:19:24:10
Das ist ein gutes Konzept. Wir nehmen es weg. Ich finde, hier kommt man mit dem Landleben in Berührung. Ich hab noch was zu friedlich gesagt. Du kommst hier zur Ruhe. Endlich. Durch dich ist ziemlich entspannt. Ja, es ist so schön, wenn die Vögel zwitschern. Was macht der Wald besonders? Nach der kleinen Erkundungstour durch den Ort sind dann alle wieder in der Scheune zusammengekommen.
00:19:24:12 - 00:19:45:24
Und wir waren natürlich auch total neugierig zu hören, was die andere Gruppe so entdeckt hat. Ganz kurz Was habt ihr denn für Orte entdeckt? Ja, wir haben die Ranch, eine Ranch, die so genannten. Wächst man hier sehr gefährlich. Nahe sind in der Ferne da auch ein paar Gas und Lama und hinten. Und wir haben uns einen sehr schönen Ort diktiert, Kann ich dir sagen.
00:19:45:24 - 00:20:16:22
Deckungsgleich mit Kindern? Bewegen. Okay. Interessant. Ihr habt das Gewächshaus gefunden. In diesen Frostalben drinnen. Und ich habe gehört, man muss sich sehr zusammenreißen, dass die Volker entleiben. Jetzt. Was wir jetzt machen, ist eigentlich das, was sozusagen in den Runden danach auch kommen würde. Man trinkt zusammen, man stellt sich vor, man redet drüber nach gibt es zwei Formen. Entweder man macht jetzt Pläne, man zieht alles auf die große Gruppe zusammen.
00:20:16:24 - 00:20:37:01
Oder es gibt jemand, der das vorbereitet. Man trifft sich noch ein zweites Mal, um zu sagen zu zeigen Wir sind nah dran an den Themen. Wir. Wir gehen noch mal rein, befassen uns zusammen und man hängt die ganze Sache noch mal mit aus. Jetzt in die Tiefe, kann eh reingehen, weil jetzt der nächste Schritt wäre ja, was kann man an welchem Ort wie verändern?
00:20:37:01 - 00:21:02:05
Das wäre ja dann die nächste Phase, oder was kann man verstärken etc.. Also man hat ein Gefühl für die Entwicklung, es kann losgehen. Das war nun ein Einblick für uns in eine Methode der Sozial und Erkundung. Zum Abschluss durften wir auch noch mal die alte Lotte von innen besichtigen. Für uns alle war es nun ein sehr spannender Tag und wirklich interessant, das gemeinschaftliche Projekt in Herbergsdorf kennenzulernen und uns mit dem Thema Beteiligung auseinanderzusetzen.
00:21:02:10 - 00:21:24:20
Erst mal fand ich es richtig cool, dass wir diesen Workshop zur Beteiligung gemacht haben, weil ich glaube, dass das im Lehramtsstudium oft viel zu kurz kommt. Also eigentlich finde ich es immer richtig wichtig, dass deshalb Studierende irgendwie was neben ihrem Studium machen. Irgendwie ehrenamtlich, um zu sehen, wie die Beteiligung funktioniert und das jetzt einfach auch mal so mit hineinzunehmen, um zu schauen, wie kann ich diese Kinderperspektive mit reinbringen.
00:21:24:22 - 00:22:05:12
Also Schüler in Perspektive. An welchen Stellschrauben kann ich drehen, um ja Beteiligung zu schaffen? Damit ging dann unser zweiter Tag unserer Schul entdeckungstour zu Ende, der angefangen hatte mit den Schulbesuchen in der Grundschule Zittau und in der Grundschule Heringsdorf. Jessica fasst den Tag so zusammen Also ich fand den Tag unfassbar vielfältig. Ich fand, wir haben sehr viele unterschiedliche Perspektiven von einer sehr großen Grundschule auf eine eher kleinere Dorfschule bis hin zu so einem Projekt gesehen und trotzdem auch und das finde ich eigentlich in so ländlichen Regionen ganz spannend, wie vernetzt alles miteinander sein kann.
00:22:05:14 - 00:22:33:06
Und deswegen fand ich das unfassbar vielfältig. Äh, und ja. Und ich glaube, dass diese Hospitationsreise so spannend sind, weil man eben ganz viele Impulse von unterschiedlichen Ecken bekommt. Ich würde mir wünschen, dass das Lehrkräfte auch öfter täten und dann quasi ja einfach immer wieder neue Impulse in ihre Arbeit mitzunehmen. Ja, und am dritten Tag haben wir damit auch noch ein bisschen weitergemacht, denn wir haben noch die Schokolade und das Glas in Bautzen besucht.
00:22:33:08 - 00:23:00:22
Das hört ihr dann in der nächsten Folge. Hat der Podcast dein Interesse geweckt? Wenn du noch mehr Schulen in Sachsen kennenlernen möchtest, dann schau auf unserer Homepage vorbei. perspektive minus Landpunkte in. Hier findest du viele Informationen rund um die sächsische Schullandschaft. Fördermöglichkeiten für Praktika, spannende Veranstaltungen und vieles mehr. Wenn dir die Folge gefallen hat, dann empfiehlt sie gerne weiter.
00:23:00:24 - 00:23:10:00
Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal. Perspective Land ist ein Programm der deutschen Kinder und Jugendstiftung im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus.
Folge 18: Schul-Entdeckungstour Zittau, Teil 2
Im zweiten Teil unserer Schul-Entdeckungstour nach Zittau und Umgebung steht das Thema Beteiligung von Kindern und Jugendlichen im Fokus. In der Grundschule und der Gemeinde Mittelherwigsdorf wird diese aktiv gelebt - wie das geht, hört ihr in unserer Folge.
Weitere Infos zur Grundschule Mittelherwigsdorf: Auf der Website der Schule hier.
Und hier ein Video zur "Alten Lotte": Die "Alte Lotte" in Zittau profitiert vom Sächsischen Ideenwettbewerb - YouTube
Diese Folge auf Spotify, Deezer oder Itunes hören, oder direkt hier in unserem Webplayer:

00:00:05:09 - 00:00:18:20
Die.
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Eine wichtige Durchsage an alle Hörerinnen Ab heute wird dieser Podcast offiziell in den Händen von uns Praktikanten liegen. Wir sind. Ich bin Luca, bin 21 Jahre alt und meine Fächerkombination ist Deutsch und Geschichte. Ich bin Nico, bin 28 Jahre alt und meine Fächerkombination ist deutsch gerade. Ich bin Rahel, bin 24 Jahre alt und meine Fächerkombination ist deutsch und russisch und ich zu den um meine Fächerkombination als Mathematik und Geschichte.
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Wir geben Einblicke in unser Blockpraktikum in ländlichen Regionen Sachsens. Ihr habt Lust, mehr über den Ablauf im Schulalltag und unsere Erfahrungen zu hören? Dann bleibt die nächsten vier Wochen dabei und verpasst keine Folge. Wir freuen uns, unsere Erfahrungen mit euch zu teilen. Dieser Podcast wird gehostet von Perspective Land. Ein Programm der Deutschen Kinder und Jugendstiftung im Auftrag des Sächsischen ministeriums für Kultus.
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Hallo und herzlich willkommen zur vierten und letzten Podcastfolge. Ich bin Rahel und ich bin Nico. Und wir freuen uns mit euch so die letzten Gedanken und die letzte Woche zu teilen, die wir in unserem Praktikum erlebt haben. Und heute soll es vor allem darum gehen, wie unsere Einstellung dazu ist, im ländlichen Bereich an einer Schule zu arbeiten. Ja, Rahel, wie hat sich die Einstellung zur Schule und zur jeweiligen Schulart geändert?
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Oder verändert? Ja, also ich hatte ja schon angekündigt bzw im letzten Podcast erzählt, dass ich an dem Forum bin und ich war da ja schon zum Zweiten Mal im Praktikum. Tatsächlich war es schon von Beginn an sehr skeptisch der Schulart gegenüber, weil es ja eine inklusive Arbeit ist und auch schon wie eine Art Ganztagsund Gesamtschule. Und ja, da waren einige Vorurteile, die ich diesbezüglich auch hatte.
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Also vor allem das Konzept der inklusiven Arbeit habe ich nicht realisierbar empfunden, bevor ich an die Schule gegangen bin. Tatsächlich, nach den vier Wochen. Jetzt muss ich sagen Ja, die inklusive Arbeit ist sehr herausfordernd, aber hat ein enormes Potenzial. Ich durfte jetzt in der letzten Woche und auch in der vorletzten, also in der dritten und vierten Woche in einer Klasse unterrichten, die acht inklusive Kinder hat.
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Da gab es natürlich viel zu beachten. Also es wurden extra Aufgaben gestellt, ich musste Fördermittel extra anfertigen und zur Verfügung stellen und vor allen Dingen im Klassenkontext dafür sorgen, dass keine Ausgrenzung stattfindet. Und das war schon sehr herausfordernd. Einfach weil ich wollte den Kindern trotzdem vermitteln, dass sie dazugehören und dass sie wichtig sind im kontext und eben ihnen auch die gleichen Chancen geben wie den Kindern, die eben kein Defizit haben und nicht inklusiv behandelt werden.
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Und das hat mir einfach enorm viel Chancen gegeben, an mir selbst zu arbeiten und auch meine ganzen Vorurteile aus dem Weg zu räumen und einfach auch zu üben. Eben mit Kindern zu arbeiten, die besonders sind, die auch andere Herausforderungen mitbringen als andere Kinder. Und es hat ganz viel Spaß gemacht. Tatsächlich. Was ich auch an diesem ganzen Praktikum sehr schön fand, war die Lernzeit kennenzulernen, die in der Schule dort angeboten wurde.
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Also es gibt für teilweise spezifisch für Fächer wie Mathe und Deutsch, also eigentlich fächer, aber auch alle anderen Fächer eine Lernzeit, die die Schüler individuell gestalten können. Und das ist eben sehr effektiv, um dann auch in den Fächern zu arbeiten und schneller zu arbeiten, weil die Schüler in der Lernzeit eben auch die Schwerpunkte, die kompliziert sind, die im Unterricht nicht richtig behandelt werden konnten, aus Zeitgründen eben noch mal nachholen können in der Lernzeit.
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Und das ist total cool. Und auch die Ganztagsangebote sind dort sehr umfangreich. Es gibt ein Sportangebot, es gibt künstlerische Angebote, die auch und Co Angebote, ja auch die Interessen an den Kindern anbinden. Und ja, auch der Wochenstart und der Wochenabschluss sind total toll, weil man dort eben mit einer Geschichte oder einer Anekdote beginnt oder endet und die Kinder auch immer äußern kann Hey, was war in der Woche gut, was hat mir gefallen und was war nicht so gut und einfach, da man immer im Austausch ist und das eben nicht so im Raum steht.
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Wenn es Probleme gibt, sondern es wird direkt angesprochen. Und im Gegensatz zu anderen Schulen habe ich das eben nicht so erlebt, dass dort Dinge direkt angesprochen werden, sondern dass eher Dinge unter den Tisch gekehrt werden. Und hier gibt es eben ein enormes Potenzial, das man wirklich direkt in den Austausch und in die Interaktion miteinander geht. Ja, meine Einstellung hatte sich eigentlich gar nicht so großartig verändert.
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Ich bin relativ neutral ins Praktikum rein natürlich. Ich hatte paar Bekannte, die die Schule kannten und hatten dazu ihre Meinung zu der Schule gesagt. Aber ja, ich hatte bis jetzt keine Probleme in dieser Schule, sowohl mit der Lehrkraft oder mit Schülern. Natürlich gibt es immer wie überall so 234 Schüler in jeder Klasse, die aus der Reihe tanzen, Aber egal, wenn ich ob ich hospitiert habe oder selber Unterricht gehalten habe, waren die Schüler eigentlich immer respektvoll und haben sogar mitgearbeitet.
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Was manche Schüler sogar bei manchen anderen Lehrkräften nicht gemacht haben. Aber bei mir als Praktikant? Ja, genau. Und was mich jetzt mal noch interessieren würde Du warst ja an der Oberschule, da ist bei mir auch so ein bisschen Klischee im Kopf, dass das tendenziell deutlich lauter ist und anstrengender und überforderte Lehrkräfte. Wie empfindest du das? Hast du das auch so empfunden?
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Oder sagst du Nee, war eigentlich so normal Teilzeit? Also ich hatte in Klasse 6 bis 10 hospitiert, auch in Hauptschulklassen direkt, also direkt Klassen, die nur aus Hauptschülern bestanden. Und ja, manche Klischees haben sich bewahrheitet. Gerade zur Hauptschulklassen. Die Schüler waren jetzt nicht respektlos gegenüber den Lehrkräften, haben die Lehrkräfte von oben bis unten beleidigt oder ähnliches. Aber waren halt teilweise sehr unruhig bzw haben null mitgearbeitet, gerade in den Hauptschulklassen.
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Aber da gab es auch noch mal Unterschiede. Es gab halt. Ich habe glaube ich in zwei verschiedenen Hauptschulklassen hospitiert. Die eine hat wirklich gar nicht mitgearbeitet, da musste man jeden, jeden Schüler irgendwie die Wörter außen aus der Nase rausziehen und die anderen haben zwar mitgearbeitet und haben geantwortet, aber die Antworten waren meistens falsch. Ja, okay, aber, aber das klingt trotzdem alles in allem nicht so klischeebehaftet, wie man das immer so denkt.
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Nee, war es nicht. Vielleicht ist es an den anderen Oberschulen wieder anders. Ich in der Schule, wo ich hospitiert hab und mir mein Praktikum hatte. Es war auch eine Schule im Plattenbau, Bezirk. Aber wie schon gesagt, sehr unterschiedlich. Die Klassen, also es gab wirklich Schüler, die hatten vor mir Respekt, egal ob ich hospitiert habe oder Unterricht gehalten habe.
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Da haben sie mir zugehört. Und dann gab es Lehrkräfte, die schon seit 20, 30 Jahren den Job gemacht haben, aber sich gar nicht benommen haben, ihr eigenes Ding gemacht haben, teilweise sogar den Unterricht wirklich gestört haben, aber bei mir halt nicht. Nein. Und dann vermute ich so als Lehramtsstudent, das ist dann halt auch da, wo es darauf ankommt, wie man mit den Schülern umgeht und was man auch selber für eine Ausstrahlung halt hat.
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Ja, ja, das stimmt. Das sehe ich auch so, Du hast ja gerade angesprochen Plattenbau und so ein bisschen Randbezirk Schule. Das ist ja tatsächlich auch das Ding, das wir beide an einer ländlichen Schule waren. Wie hat sich denn die Einstellung zu deiner Region verändert, in der du Praktikum gemacht hast? Oder allgemein dazu in einer ländlichen Region zu arbeiten?
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Ich bin ganz ehrlich, ich habe die Region in Togo oder Togo herum nicht großartig weiter besucht oder erkundet. Deswegen kann ich dazu gar nicht so viel sagen. Natürlich habe ich mich bisher so mit Lehrkräften und Schülern so unterhalten in den Pausen und haben mir auch ein paar Orte genannt, was ich mir hätte angucken können. Was ich aber dann doch nicht geschafft habe oder dann auch keine Zeit hatte bzw auch keine Lust hatte.
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Ende des Tages war ich ja dann doch auch manchmal doch am Portfolio arbeiten musste oder noch andere Sachen für die Uni machen musste oder private Sachen dazwischenkam. Nein, ich kann das voll verstehen, weil so ein Praktikum ist halt echt anstrengend und ich glaube, wenn man da noch nicht diesen Lehrer Alltag so hatte, dann oder noch nicht. In diesen Lehreralltag so drin ist, dass man Routine hat, dann ist es halt wirklich, dass man auch teilweise bis abends sitzt, um nachzuarbeiten, vorzubereiten.
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Ja, genau. Aber so an sich dieses im ländlichen Raum arbeiten kannst du dir schon vorstellen. Oder sagst du Nee, also ich war auf jeden Fall in der Stadt bleiben das auf jeden Fall. Egal ob es jetzt irgendwie so der Speck Mandel ist von der Großstadt oder wirklich in einer Kleinstadt oder wirklich direkt auf dem Land, in irgendwelchen Gemeinden mit 2000 Einwohnern.
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Das kann ich mir wirklich vorstellen. Ich glaube, da gehören wir zu den wenigen Lehramtsstudenten, die sich so was wirklich vorstellen können, uns auch vielleicht später machen könnten. Damit habe ich kein Problem, weil ja der einzige Unterschied zwischen Region und bzw Land und Großstadt ist dann ja doch dann Infrastruktur. Aber an sich Schüler unterrichten ist ja an jeder Schule gleich.
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Natürlich. Was wir gerade eben schon angesprochen haben Es gibt verschiedene Schwerpunktschulen, wie man Schule unterrichtet und wie man dabei vorgeht. Aber letztendlich könnte ich mir das so im großen Ganzen vorstellen. Wie schaut es bei dir aus? Also ich habe tatsächlich Du hattest mich ja auch mal besucht, ein Praktikum und da waren wir ja zusammen. Auch haben wir Unternehmungen gemacht.
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Wir waren tatsächlich in der Falknerei, dort in der Nähe von meiner Schule. Das sind, glaube ich, 20 Minuten mit dem Auto gewesen und ich habe dann privat mehrmals die Talsperre besucht, weil Stadt es einfach noch hergegeben hat. Wir haben dann glaube ich, in der Region drei oder vier Talsperren. Eine schöner als die andere. Das Wasser total klar. Und dann war ich auch habe ich mich einmal zum Kaffee getroffen mit Freundinnen von früher in Plauen, das ist im Vogtland, ist eine relativ größere Stadt.
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Zwickau ist auch nicht weit entfernt, aber alles trotzdem noch im ländlichen Bereich. Und ich hatte sogar eine Anfrage, da am Wochenende feiern zu gehen und das im ländlichen Raum. Also ist es mit guter Anbindung, wenn man ein Auto hat, aber auch so, mittlerweile sind die Busanbindungen auch besser als früher. Stündlich fährt eigentlich ein Bus für den was tatsächlich?
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Doch es ist für den ländlichen Bereich nicht unbedingt STANDARD, es dann jede Stunde den Bus fährt. Ja das. Also mir hat es gezeigt, man kann sehr wohl was unternehmen und es wird halt auch echt nicht langweilig. Also ich hatte doch auch relativ viel Freizeit im Praktikum und habe eben dann auch viel unternehmen können. Ob das jetzt eben der Falknerei Besuch war oder die des baden gehen oder shoppen gehen auch mal, also ich kann mir dadurch auch im ländlichen Raum die Arbeit gut vorstellen und was ich schon im zweiten Podcast oder bzw in der zweiten Folge gesagt habe, dass gerade die Natur, die man dann trotzdem zwischendrin hat, um dieses nicht so laute, eher langsame Leben
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echt schönes also so einmal Dorfkind, immer Dorfkind, das ist trifft glaube ich auch auf mich zu. Ich kann mir schon vorstellen, echt wieder in den ländlichen Raum zu gehen. Stadt hat natürlich auch Vorteile, das will ich gar nicht absprechen. Aber den ländlichen Bereich ist einfach das Leben entspannter und ruhiger. So, man kann mehr durchatmen, man kommt mehr zur Ruhe und kann aber trotzdem eben auch was unternehmen, je nachdem in welcher Region man arbeitet.
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Es wird sich immer irgendwas finden. Nico, Du hattest gesagt, du darfst bei einem Elternabend dabei sein. Bzw warst du bei dem Elternabend dabei Und ja, hast ja auch deinen ersten Unterricht gehalten. So wenn du das Praktikum jetzt Revue passieren lässt, was war für dich besonders eindrücklich? Was nimmst du dir so aus den verschiedenen Gegebenheiten mit? Was mir extrem aufgefallen ist, ist teilweise, dass manche Schüler, selbst wenn es einen hohen Klassenwahn 7. 08. Klasse war, häufig, dass Problem richtig zu lesen und richtig richtig zu schreiben, obwohl es nicht mal Ellas Schüler waren, sondern einfach diese Lesekompetenz und auch kompetenz wirklich sehr schlecht war.
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Egal welche Klassen. Da hatte ich auch mit den Lehrkräften gesprochen, die mir dann auch mitgeteilt haben, dass das wirklich schlimmer geworden ist in den letzten Jahren ist, nicht daran liegt, dass der Lehrplan das jetzt weniger priorisiert, sondern einfach das sind die Erfahrungen, die verschiedene Lehrkräfte gemacht haben, es auch zu Hause einfach nicht mehr geübt wird. Es gibt natürlich wie überall Schülerinnen und Schüler.
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Dann fällt das leicht. Lesenlernen, Schreibenlernen, generell lernen einfach also den Feldlernen einfach einfach. Und dann natürlich auch andere Schüler, die extrem Probleme haben oder sogar Lags haben. Aber die Eltern waren dafür verantwortlich, in den kleineren Klassen ihren Kindern das beizubringen, was aber nicht gemacht haben, aus welchen Gründen auch immer. Sei es, weil sich nicht interessiert haben, sei es, weil sie wirklich keine Zeit haben, weil im Schichtsystem gearbeitet haben.
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Das wusste man nicht genau. Bzw es gab hat verschiedene Beispiele. Aber was mir dabei auch aufgefallen ist, dass die Ellas Schüler, obwohl sie es hatten, besser lesen konnten als Schüler die keinerlei es hat. Natürlich hat man das dann beim Schreiben gesehen, dass sie da häufig Probleme hatten, weil auch je nachdem welche Klassenstufe. Aber die Realschüler konnten häufig besser lesen als Schüler.
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Ohne Ella ist das das zweite Ereignis, wo ich auch schon in der zweiten Folge erzählt hatte, war der Elternabend. Ich hatte ja gesagt, dass es für mich eine Ehre war. Ja, es war interessant, aber ich ich denke, ich glaube, die größten Probleme werde ich dann als Lehrkraft, wenn ich dann irgendwann selber Klassenlehrer bin, mit den Eltern haben. Man hat halt gesehen, es gibt Eltern, die interessieren sich wirklich, was in der Schule abgeht, wie es den Schülern in der Klasse geht, wie es auch einfach organisatorisch abläuft in dem Schuljahr.
00:13:41:05 - 00:14:05:23
Dann gibt es Eltern, die interessieren sich wirklich gar nicht. Nein, man hat gesehen, wie so einfach auch einfach an den Plätzen da saßen die gelangweilt. Sie waren. Und dann gab es natürlich auch ganz klasse diese extrem Helikoptereltern, die alle möglichen Fragen gestellt haben, die völlig unnötig waren und ich auch bei meiner Mentorin gesehen habe, dass es ihr schwer fiel, teilweise professionell zu bleiben.
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Aber sie blieb es trotzdem, weil sie wirklich eine tolle Mentorin war. Und dann? Dann war da ein Ereignis, wo ich, worüber ich dann auch im Nachhinein geschockt war. Da war auch ein Vater, der, sagen wir so sehr auffällig war, zu dem Elternabend auch komische Fragen gestellt hat sich komisch verhalten hatten alles und am nächsten Tag kam meine Mentorin auf mich zu und hat mir bisschen was über den Vater erzählt.
00:14:28:20 - 00:14:51:12
Dass der Vater eigentlich gar kein Sorgerecht hatte, kein Sorgerecht mehr hatte für die Tochter aber trotzdem an dem Elternabend dran teilgenommen hat. Eigentlich hat die Oma das Sorgerecht für die Kinder und wir hatten uns dann halt gefragt, woher wir das halt erfahren hatte, obwohl er wirklich gar kein Kontakt mehr zu den Kindern haben darf. Und man hat auch gesehen, da hat er irgendwas vor dem Elternabend genommen, so wie er sich verhalten hat.
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Ja, das sind dann so Punkte, wo ich mir dann also noch mal zum Anfang zurückzukommen. Das waren dann so Momente, wo ich gesagt habe, okay, es wird dann, glaube ich, wirklich schwer, dann später als Klassenlehrer auf solche Situationen auch wirklich professionell zu reagieren, weil angenommen, es wäre wieder Elternabend, dann Quartal später und der Vater taucht wieder auf, man weiß es, dann muss man den Vater ja bitten, dass er den, dass er das Klassenzimmer verlässt, was dann die nächsten Schritte wären, wenn er das nicht macht.
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Das waren so Sachen, wo ich gesagt habe Okay, das ist es. Darüber habe ich dann auch noch mal paar Tagen drüber nachgedacht, weil es ja doch dann Einzelschicksale von manchen Kindern, von manchen Schülern, die man dann regelmäßig mitbekommt, aber man entweder gar nichts machen kann oder erst irgendwas machen kann, wenn die Kinder was sagen oder man irgendwie für etwas Beweise hat.
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Ja, es ist. Ich finde es gerade sehr sehr krass, weil so das wäre glaube ich was, was ich mit nach Hause nehmen würde, was mir auch nachhängen würde, weil ich mir halt auch Sorgen machen würde. Geht es den Kindern gut, wo sie sind und was passiert da in dem Kontext außerhalb der Schule? Und das Problem ist ja, das ist ja nicht unsere Aufgabe.
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Also es ist natürlich unsere Aufgabe, uns auch zu sorgen, wenn vielleicht ein Kind nicht gut geht, aber was dann letztendlich außerhalb passiert, das ist eigentlich nicht mehr unser Verantwortungsbereich. Ich glaube, da eine trennscharfe Linie zu bilden, ist nicht immer einfach. Tatsächlich war ich ja sehr neidisch, dass du einen Elternabend besucht hast. Ich habe meine Mentorin dann ganz liebevoll gefragt, die erwähnt hat Ach, bei uns findet auch ein Elternabend statt, ob ich denn nicht auch daran teilnehmen könnte.
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Und sie hat gemeint Hey, na klar, ist kein Ding, wenn du das unbedingt willst. Also ich habe ein Elternabend, Ich habe auch an dem Elternabend teilgenommen. Ja, und mir ist tatsächlich hängengeblieben. Ja, auch Eltern können manchmal ja sehr interessante Fragen stellen oder komplizierte, worauf ich auch nicht immer eine Antwort finden würde. Also es war war schon sehr spannend.
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Ja, und es ist auch nicht, glaube ich, die Elternabend kann auch sehr herausfordernd sein. Also das ist so was, das nehmen wir uns glaube ich beide aus einem Praktikum mit, dass ja die Arbeit mit den Eltern schön, aber gleichzeitig auch anspruchsvoll sein kann. Ja, ich hatte dann auch noch mal einfach mitbekommen, wie viel Arbeit man auch nach der Schule hat.
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Es gibt ja dieses, dieses typische Klischee, dieses Vorurteil, okay, Lehrer haben nach 14:00 Feierabend und haben ihr bestes Leben. Aber nein, meine Mentorin hatte verschiedene Eltern, Gespräche, Dienstberatungen und natürlich muss man auch Unterricht vor und nachbereiten. Für die, für die Nächsten, für die, für die kommenden Stunden. Und das ist mir auch noch mal bewusst geworden, wie viel man eigentlich zu tun hat.
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Auch wenn ich dann meinen Unterricht vorbereitet habe. Ich habe zwar nur für zwei Unterrichtseinheiten vorbereitet, aber ist das auch Minimum? Ich glaube Minimum drei Stunden pro Unterrichtsvorbereitung. Natürlich, wenn man das auch ordentlich machen und man musste selber auch noch mal Sachen nachlesen, wie man dann am besten den Unterrichtsstoff dann auch an die Schüler rüberbringt. Aber ich saß an beiden Unterrichtsvorbereitungen Minimum drei Stunden.
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Ja. Oh ja, da kann ich gleich eine tolle Anekdote noch zusätzlich. Ich habe ja fünf Einheiten gehalten bzw sogar mehr. Tatsächlich dann am Ende. Und ja, mit steigendem Unterricht kann dir Mut machen. Das dauert dann irgendwann nicht mehr drei Stunden. Du hast dann, je öfter du Unterricht hältst, hast du dann auch weniger Aufwand. Aber ich Asche auf mein Haupt.
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Ich bin in Geografie ja wirklich nicht gut. Deswegen habe ich auch Geografie nicht als Fach gewählt und war tatsächlich im Deutschunterricht in der Host wie Gott sei Dank nicht vorne als Lehrkraft und sollte dort. Es ging um Silbentrennung und dort wurden halt auch Eigennamen mit reingenommen. Unter anderem war dann das Beispiel Ärmelkanal. Da konnte ich zumindest noch sagen, was es ist und wo es liegt.
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Aber als dann als trennung sbeispiel Delmenhorst kam und das Kind mich gefragt hat, was das ist und dann wusste ich noch okay, es ist glaube ich nicht Stadt, aber ja, wo liegt denn die Stadt? Ja, da hat es dann aufgehört. Also. Und hätte mich jemand vor dem Praktikum, hätte der gesagt Du musst jetzt ungefähr die Namen von Flüssen und Städten innerhalb und außerhalb Deutschlands explizit wissen, Dann hättest du gesagt ja, nee, ist ja kein Geografie.
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Lehrer Mir hat es gezeigt Oha, ich brauch doch auch ein gewisses Allgemeinwissen, um nicht wieder komplette vorne da zu stehen, der gar keine Ahnung hat das waren jetzt nur geografische Beispiele, aber es gab auch viel geschichtliches Wissen, was ich auch im Deutschunterricht so können müsste, wo dann oftmals so Lücken kamen, weil ich so dachte Ah Mist, es sieht grad irgendwie das Wissen, was wo zwischendrin gebraucht wird und es war dann auch teilweise echt unangenehm.
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Gott sei Dank was mit meiner Mentorin und auch mit den anderen Lehrern, bei denen ich hospitiert hat. Super cool und die fanden das eher witzig gemeint. Ja, wo wir angefangen haben, mussten wir teilweise Dinge auch nicht. Man kann nicht als Lehrkraft alles wissen, aber ich habe schon gemerkt, also ich glaube, ich muss mein Geografie und Geschichtswissen doch noch ein bisschen auffrischen, weil da gibt es große Lücken.
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Ich hab da auch noch eine gute Anekdote. Ich hatte dann bei der geschichtliches Wissen erwähnt hast. Ich hatte auch in einer Geschichtsstunde hospitiert. Dann ging es schon seit paar Stunden Zweiten Weltkrieg und die Lehrerin hatte gefragt, wann denn der zweite Weltkrieg zumindest in Europa aufgehört hat. Und das war der 8. Mai 45 und da wurden auch alle möglichen Antworten rausgehauen.
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Einmal mitten im Krieg, also 42, dann 49, wo ja sowohl BRD als auch DDR gegründet wurden. Und ein Schüler hat Vogel völlig abgeschossen, der hatte gefragt bzw gesagt es gab den zweiten Weltkrieg, wo ich mir aber nicht ganz sicher bin, ob es wirklich ernst meinte oder nicht. Ich hoffe einfach, weil es war so der Klassenclown in der Klasse.
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Ich hoffe einfach jetzt immer nur aus Spaß gesagt, man kann es nicht wissen. Aber ja, muss halt Geschichtswissen noch mal doppelt aufgeholt werden. Ich fand es auch nur eindrücklich, weil es eben auch ich hatte ja mein Schüler inklusiv Arbeit und integrativ Arbeit. Wir hatten ja super viele Schulbegleiter und da ist auch noch mal Zusammenarbeit speziell und man hat noch mehr Herausforderungen und auch Arbeit zusätzlich, weil man eben mit dem Schulbegleiter auch absprechen muss.
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Gebe ich dem Kind dann in gewisser Weise eine Extraaufgabe. Der Schulbegleiter muss das ja auch wissen. Er muss wissen, was auf ihn zukommt. Da ist super viel Kommunikation erforderlich. Das fand ich auch sehr eindrücklich, dass da die Arbeit auch noch mal echt viel Interaktion und Kommunikation verlangt und dass man sich eben wirklich gut abspricht, dass nicht die Schulbegleiter dann dort sitzen und sich denken ja, okay, was mache ich jetzt mit dem Kind?
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Ich habe keine Aufgaben bekommen. Und tatsächlich, wir haben einen Schüler, der leider erkrankt ist. Der konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht weiter am Unterricht teilnehmen, weil er längerfristig im Krankenhaus sein muss und da wurde dann ein Lernroboter in die Klasse eingeführt. Also das ist so ein kleines Weißes Roboter Ding, wirklich. Sieht ein bisschen aus wie Waldi was man oder oder die war Ich glaube, ich war es, was man so auf den Tisch stellen kann.
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Der kann die Augen zumachen, der kann zwinkern, der kann blinzeln, der kann lächeln und eben reden wie ein richtiger Roboter. Er kann sich melden, in dem die Augen leuchten, grünes aufblinken, wenn er zum Beispiel kurz eine Pause braucht. Und darüber kann er eben sprechen und auch hören. Er sieht die Lehrkraft mehr, kann sich drehen und auch mit Schülern sozusagen zusammenarbeiten und ich dachte schon, ZGB KI wäre eine Herausforderung für uns als Lehrkräfte.
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Aber sowas ist natürlich extrem krass, weil ich wusste nicht, dass es so weit technisch entwickelt. Also technische Entwicklung gibt es meinen Schülern in dem Feld dann auch am Mic, also in dem Zusammenhang auch ermöglichen kann, dann den Unterricht so zu besuchen und mitzumachen, stellt einerseits eine Herausforderung dar, aber andererseits fand ich das so eindrücklich, was für eine große Chance auch dahinter steht, dass eben Roboter das übernehmen können, falls die Schüler nicht präsent teilnehmen können.
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Eben aus solchen Gründen, wofür auch Schüler nichts können. Wie Gesundheit. Wenn, wenn man im Krankenhaus liegt. Und das hat mich echt begeistert. Also das war auch das erste Mal, dass ich so einen Computer live gesehen habe und den Interaktionen und der hat dann auch mit mir geredet und so, das war total klasse, krass so und wir sind jetzt eigentlich schon fast am Ende angekommen.
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Wir wollten so für die letzte Folge, wir hatten jetzt eben unsere Eindrücke geschildert, noch ein paar Tipps gegeben für euch Studierende, für die zukünftigen Praktikanten, auch für die Leute, die vielleicht den Podcast so hören und sagen okay, mein Praktikum steht noch bevor oder es stehen noch andere Praktika bevor, was wir eben empfehlen können und wovon wir abraten. Und ich werde jetzt einfach mal mit meinen Punkten, die ich mir so ausgesucht habe, starten.
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Also ich sage ganz ehrlich, geht offen an andere Schulformen heran. Guckt euch nicht nur die Schulformen der JA unterrichtet an, sondern wenn ihr die Möglichkeit habt, fragt auch mal an anderen Schulen, ob er ein Praktikum machen kann. Das kann inklusiv Schule sein, es kann eine Förderschule sein oder eine Sportschule. Es gibt ja so viele verschiedene Schulformen. Je mehr man da kennenlernt, desto mehr hat man dann auch Möglichkeiten zu sehen, wie kann Unterricht noch funktionieren außerhalb des Frontal und anderen Sozialformen, also des Unterrichts oder anderen Sozialform?
00:23:57:24 - 00:24:21:10
Die man kennt und geht auch einen Austausch mit Lehrkräften? Die tun euch nix, es kann maximal eine pampige Antwort kommen, aber schlimmer kann es nicht werden. So, also ihr habt nichts zu verlieren. Und ja, ich finde es finde es immer wichtig. Jede Lehrkraft hat einen anderen Herangehensweise in manchen Dingen und hat da auch andere Dinge kennengelernt. Deswegen sei da echt offen und habe keine Angst.
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Und ich kann euch auch empfehlen ich also mein Praktikum was jetzt so ich sollte 15 Stunden hospitieren schon letztendlich über 30 war. Ich finde 15 Stunden in vier Wochen hospitieren. Klar, ich musste auch selber halten, aber sehr wenig mein Tipps hospitiert so viel wie möglich, auch wenn die Stunden schon voll sind und macht auch mal andere Fächer. Ich habe auch in Mathe mal hospitiert und in Chemie und Physik, einfach weil ich dort die Didaktik total interessant finde und auch da kann man in seinen Kernfächern was lernen, selbst wenn das nicht die Fächer sind, die man später unterrichtet.
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Auch Mathe Didaktik kann total cool sein und spannend mal zu beobachten aus der Rolle der Lehrkraft und Zukünftigen, die eben hinten sitzt. Ja, und auch in dem Punkt Zusammenhang möglichst verschiedene Klassen vom Ausprobieren. Also ich habe in der Klasse elf hospitiert und unterrichtet, aber auch ein Klasse fünf Klasse elf super groß Schritte Ich Da muss ich dann nicht sagen ihr dürft es in rot grün gelb schreiben.
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Klasse fünf muss ich noch sagen, unterstreicht es bitte mit Lineal und ihr nehmt jetzt bitte in Füller und ihr dürft den Bleistift nehmen. Und das ist es, ist es schon auch herausfordernd, dann immer in den verschiedenen Klassenstufen zu switchen zwischen groß und kleinschrittig, aber auch schön, weil man kann mit der Klasse elf natürlich anders lernen als mit einer Klasse fünf oder lehren das.
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Das ist auch sehr abwechslungsreich. Und ja, ansonsten, wenn ihr einem Praktikum seid in einem Ort, den ihr nicht kennt, erkundet die Gegend. Das ist immer super und beschäftigt euch einfach auch mit Themen, die ihr vielleicht sonst nicht so auf dem Schirm hat. In meinem Fall jetzt Delmenhorst. Das heißt also, ich soll da echt mein isches ein bisschen auffrischen.
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Abraten würde ich da vor kurz vor knapp. Dinge zu machen leistet echt zu viel Vorarbeit. Wie geht mehr ist besser, anstatt am Ende dort zu stehen und zu sagen Oh Mist, ich habe jetzt die Stunde doch nicht so gut vorbereitet. Jetzt habe ich nur 1/4 Stunde Zeit. Was mache ich da also in dem Fall? Didaktische Reserve ist immer super.
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Dann macht euch Notizen, auch wenn ihr hospitiert, weil wenn ihr die später noch wiederfindet und sagt Hey, da hab ich vielleicht im Unterricht, im Unterricht hospitiert, wo das Thema sehr spannend war und ich weiß nicht. Guten Einstieg. Könntet ihr später in euren Hospizunterlagen immer noch irgendwas finden, wo ihr sagt okay, der Einstieg war gut, den übernehme ich und es ermöglicht auch weniger Nacharbeit.
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Dann später für eure Praktikumsmappe oder auch für Unterricht. Und dann? Abraten würde ich eben auch dazu, nur eine Klasse zu hospitieren und zu unterrichten. Und ich glaube, so ein ganz wichtiges Ding Kritik und Umgang mit Kritik. Seht Kritik bitte nicht als Makel an euch selbst an! Es ging mir jahrelang so ich habe Kritik sehr krass als Makel angesehen und es geht mir auch jetzt noch so Manchmal, wenn ich dann kritisiert wurde, das ist es schon sehr persönlich genommen habe.
00:26:58:13 - 00:27:19:15
Aber das ist von euren Mentoren meistens als Chance gemeint, weil die selber auch diesen Weg gegangen sind und wissen, dass diese Punkte euch irgendwann vielleicht auf einen auf den Deckel fallen. So, deswegen nehmt Kritik einfach in dem Sinne auf, dass ihr als Person voll in Ordnung seid, so wie ihr seid und es einfach nur darum geht, euren Unterricht so gut wie möglich zu machen.
00:27:19:17 - 00:27:43:21
Da wird sowieso nicht perfekt. Kein Unterricht ist perfekt. Aber ja, das ihr einfach auch entspannter als Lehrkraft sein könnt. Ich kann mich nur anschließen, tauscht euch mit den Lehrkräften aus, egal was ihr auf dem Herzen habt. Wie schon gesagt, entweder ist es eine tolle Lehrkraft, die euch dann Tipps gibt, euch an die Hand nimmt und euch zur Seite steht und mehr als eine patzige Antwort von Lehrkräften, die ja nicht so toll sind.
00:27:43:21 - 00:28:09:05
Mehr als das könnt ihr nicht kriegen, wenn es um das Thema Kritik geht. Was Ray auch gesagt hat, nehmt es nicht persönlich. Ich hatte in beiden Fächern unterrichtet, einmal Deutschen, einmal in GK und in Deutsch hatte ich wirklich eine sehr sehr ausführliche Beurteilung bekommen, was ich hätte besser machen können, was gut war und es war alles wirklich sehr professionell und in dem zweiten Fach in GK wurde dann gesagt okay, kommst du so machen und das war's dann.
00:28:09:07 - 00:28:31:02
Na es kommt immer auf die Lehrkraft an und wenn ihr Fragen habt, egal was es ist, fragt einfach nach. Und wenn das dann doch mehr oder weniger unangenehme Fragen sind oder ich oder das Gefühl habt, ihr geht jetzt euren euren Mentor oder Mentorin oder anderen Lehrkraft auf den Sack, fragt trotzdem, weil es ist ja euer Praktikum. Ihr wollt Lehrer werden bzw Lehrerin und wenn ihr was im Herzen habt, fragt einfach.
00:28:31:03 - 00:28:53:13
Ja, das ist ein schönes Schlusswort. Ich bin ein bisschen traurig, weil es ist unsere Verabschiedung, unser unser Takeover ist zu Ende. An dieser Stelle. Wir können euch nur empfehlen folgt Perspective Land auf Instagram, Hört euch auch den Podcast weiterhin an, um mehr über ländliche Schulen und auch Praktika im ländlichen Bereich kennenzulernen. Und ja, wir wünschen euch für eure zukünftigen Praktika alles Gute.
00:28:53:18 - 00:29:01:21
Viel Erfolg im weiteren Studium auf dem Weg eine gute Lehrkraft zu werden und vielleicht hören wir uns irgendwann noch mal Tschüss, Ciao.
Praktikums-Podcast: Folge 4 - mit Rahel und Nico
In der letzten Folgen des Praktikums-Podcasts berichten Rahel und Nico u.a. von inklusivem Unterricht, spannenden Erlebnissen beim Elternabend und ihren neu entdeckten Wissenslücken. Zum Abschluss gibt es noch Hinweise für künftige Praktikant:innen. Viel Spaß beim Hören!
Wir danken www.hoerspielbox.de für die Sounds und Geräusche.
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Praktikums-Podcast: Folge 3 - mit Celine und Luca
Zurück beim Praktikums-Podcast: Celine und Luca haben ihr Blockpraktikum abgeschlossen und ziehen ein Fazit: Lauscht ihrem Austausch über Unterrichtserfahrungen, persönliche Erkenntnisse und den Berufswunsch Lehrkraft.
Wir danken www.hoerspielbox.de für die Sounds und Geräusche.
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00:00:18:22 - 00:00:50:13
Eine wichtige Durchsage an alle Hörerinnen Ab heute wird dieser Podcast offiziell in den Händen von uns Praktikanten liegen. Wir sind. Ich bin Luca, bin 21 Jahre alt und meine Fächerkombination ist Deutsch und Geschichte. Ich bin Nico, bin 28 Jahre alt und meine Fächerkombination ist deutsch deaf. Ich bin Rahel, bin 24 Jahre alt und meine Fächerkombination ist deutsch und Russisch und ich bin zu dienen, um meine Fächerkombination als Mathematik und Geschichte.
00:00:50:19 - 00:01:18:22
Wir geben Einblicke in unser Blog Praktikum in ländlichen Regionen Sachsens. Ihr habt Lust, mehr über den Ablauf im Schulalltag und unsere Erfahrungen zu hören? Dann bleibt die nächsten vier Wochen dabei und verpasst keine Folge. Wir freuen uns, unsere Erfahrungen mit euch zu teilen. Dieser Podcast wird gehostet von Perspective Land. Ein Programm der Deutschen Kinder und Jugendstiftung im Auftrag des Sächsischen ministeriums für Kultus.
00:01:18:24 - 00:01:46:01
So schön, dass wir uns jetzt treffen. Natürlich, Praktikum ist geschafft. Gestern dann letzten Tag. Genau. Ja, ich auch. Na, dann ist das alles noch frisch. Können wir uns jetzt unterhalten? Genau. Was ist dein großes Fazit? Also, das Praktikum hat sehr viel Spaß gemacht. Ich habe interessante Lehrerpersönlichkeiten kennengelernt, von denen ich auch viel lernen konnte. Die waren auch super lieb, haben mich auch unterstützt auf dem Weg und auch mir gute Tipps gegeben für die Zukunft.
00:01:46:01 - 00:02:05:20
Was ich besser machen könnte, was ich nicht besser machen sollte. Und ich habe mich wirklich wohlgefühlt und könnte mir auch vorstellen, an diesen Schulen noch mal zurückzugehen. Also ich war ja an einer Schule in Frankenberg, an dem Gymnasium, das Energie und ich könnte mir da vorstellen, noch mal ein anderes Praktikum dort zu absolvieren. Und wie war es bei dir?
00:02:06:01 - 00:02:18:17
Was? Ja, in der Stadt. Ob es da große Unterschiede gab oder nicht. Aber ich fand es auch richtig cool. Jetzt auch sehr viel Spaß gemacht. Ich fand es interessant. Mein Mentor und die Schulleiterin habe ich beide am Ende gefragt, ob es mir Spaß gemacht hat und sagen das ist das Wichtigste und dass man sich das eben behalten soll.
00:02:18:19 - 00:02:59:19
Und ich werde es vermissen, muss ich sagen. Das Unterrichten, das Planen, das auch benoten? Ja, und ich freue mich schon richtig doll darauf, wenn es irgendwann so weit ist, dass man das jeden Tag machen kann. Wie viele Unterrichtsversuche musstest du eigentlich halten? Ich musste insgesamt 20 Unterrichtsversuche halten, und ich hatte 30 Operationstunden, und das war schon sportlich in dieser Zeit, das alles hinzubekommen, weil, wie schon vorher gesagt, die erste Woche war halt nur Hospitationen da mit sechs Stunden, aber die fünf Tage dann max Dann passt das aber der Unterricht war wirklich sehr schwierig zu planen, weil man ist mit verschiedenen Herausforderungen sozusagen konfrontiert, weil man, muss man den Mentoren das alles immer absprechen, was man
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macht. Und dann gucken sie noch mal selber über den Unterrichtsversuch. Aber auch zum Beispiel gab es eine Situation, dass ich Unterricht geplant habe für den Donnerstag und mein Mentor hat aber in derselben Klasse gerade an dem Mittwoch davor Vertretungsstunden gehabt. Und das hieß, dass er meine Themen schon gemacht hat und ich dann komplett den Unterricht noch mal neu strukturiert strukturieren konnte oder musste.
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Aber das mach Sachen, die eine Lehrkraft später auch machen muss. Ja, da muss man flexibel sein. Also auch eine Herausforderung. Das war richtig genial. Ich fands richtig toll. Ich musste keine Vorbereitung und mein Mentor schicken heißt, ich habe das richtig High Life gemacht. Am Anfang habe ich ehrlich gesagt noch ein bisschen länger für die Unterrichtsplanung gebraucht, vielleicht so für 45 Minuten einer eine Stunde geplant.
00:03:40:20 - 00:04:02:01
Ich arbeite auch ziemlich konsequent und schnell. Dann in dem Moment, aber dann im Nachhinein einige Stunden auch gar nicht mehr geplant, wenn ich grob wusste, was ich machen wollte. Ich habe eine Powerpoint vorbereitet gehabt, weil das ja in jedem Raum auch möglich war zu zeigen mit Fragen manchmal. Ich habe Diskussionsrunden zum Teil geführt, mit Materialien gestützt, mit dem Arbeitsheft, mit dem Buch gearbeitet und ich habe das.
00:04:02:03 - 00:04:24:00
Es war sehr ausgewogen von geplant, so nicht geplant und ich glaube, damit habe ich mir auch sehr viel Stress erspart, wenn ich ehrlich bin, weil es klingt bei dir so ein bisschen als stressig gewesen. Stimmt das? Es war phasenweise stressig. Wenn ich zum Beispiel an einem Tag vier Stunden unterrichtet habe, dann musste ich wirklich sagen, es ist schon stressig gewesen und na ja, das Problem ist in Mathematik, es ist ja ein bisschen anders.
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Du hast nicht so Diskussionsfreiraum, dass man das und es gibt ein Rechenweg, den die Schüler nutzen sollten, weil der angenehmer ist für die, Dann müssen die Übungsaufgaben machen. Und ich musste ja die ganzen Übungsaufgaben vorher ausprobieren, ob die funktionieren nicht funktionieren. Man, da habe ich mir auch selber ausgedacht, da es fiel mir sehr schwer, einfach so random eine Aufgabe auszudenken und oder aus dem Buch Und wirklich, man denkt sich so als Mathelehrer Ach, das Lehrbuch.
00:04:48:24 - 00:05:07:11
Die Lösungen sollten ja richtig sein. In dem ganzen Zeitraum habe ich so viele Fehler gehabt in diesem Lösungsteil, wo ich dann im Nachhinein entweder habe ich es halt schon vorher gesehen oder ich habe gesagt ach, das wird schon, Wenn man so oh, es ist falsch und die Schüler merken, das ist längst also peinlich, sehr peinlich, das nicht mehr.
00:05:07:16 - 00:05:21:12
Das ist ja interessant, weil wahrscheinlich ist es so, dass Mathe zwar von der Vorbereitung her schwieriger ist, weil du musst ja natürlich üben, üben, üben. Und in Deutsch habe ich den Luxus, dass ich einfach auch mal sagen kann gut, wir schmeißen jetzt alles hin und diskutieren einfach nur über die Gretchenfrage oder was auch immer. Ziemlich cool, finde ich.
00:05:21:12 - 00:05:40:08
Aber dafür habe ich gemerkt, dass der Korrekturaufwand zum Deutsch sehr hoch ist. Also ich habe viele Sachen korrigiert. Eine Bewerbung von einer ganzen Klasse korrigiert, eine zehn Übersetzung von Faust, eine Figurenkonstellation und dann noch ein paar Aufgaben, die ich den gegeben hab und es war schon ne Menge. Und weil man die Schrift nicht so gut lesen kann, ist es auch eine Herausforderung.
00:05:40:08 - 00:06:04:19
Wie war das bei dir so? Auch was korrigieren? Ich habe nichts korrigiert, aber es ist der Fall, dass ich jetzt noch eine Arbeit mit den Nach mein Praktikum mache. Ich schicke sozusagen meiner Mentorin eine Arbeit, die ich selber zusammengestellt habe über die Themen, die ich behandelt hab mit denen. Und dann sollen die da Arbeit schreiben. Das ist in der siebten Klasse und sie wird halt mir aber die Ergebnisse dann schicken, damit ich einfach mal sehen kann, war das jetzt vielleicht zu schwer oder was?
00:06:04:19 - 00:06:24:15
Gut in dem Sinne. Ja und Aber ich habe halt dann zum Beispiel bei Übungen das ja dann feststellen können. Bei Übungen sind es ja manchmal so, es kommt nur auf die Lösung drauf an und nicht wie du zu dem zu der Lösung gekommen bist. Und ich fand das sehr schwierig. Ich habe zwei Klassen auch wie du, aber eine siebte und eine zehnte und die zehnte Klassen.
00:06:24:17 - 00:06:48:08
Ich hab halt wirklich gemerkt, okay, die Lehrkraft hatte auch diese Klassen schon das Jahr davor und so super Classroom Management und wirklich und die Schüler Lehrer Beziehung ist richtig gut bei denen aber bei der siebten Klasse, sie hat die gerade übernommen und die sind ein bisschen drehen etwas freier nenne ich es jetzt mal und die haben auch nicht so Lust auf Mathematik und das merkst du auch und versuchst dann kreativ irgendwie den Centre, Bänke und sonstiges einzuführen.
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Aber es ist halt trotzdem finde ich sehr schwierig, weil die sind halt sehr frei gedreht. Dann hatte ich ja auch gesagt, dass es eine Klasse ist mit ADHS und ADHS, dass du die auch so lange am Ball behältst und nicht, dass sie dann gedanklich halt so ganz anders sind. Da muss man halt wirklich aufpassen. Und ich hatte auch eine Situation, wo ich einfach mitten drin sagen musste okay, wir brechen jetzt die Übung so ab, weil die Hälfte von der Klasse halt nicht die Aufgaben gemacht hat, sondern gemalt hat, irgendwas anderes gemacht hat, aber nicht die Aufgaben selbst.
00:07:17:16 - 00:07:36:14
Was ich halt schade fand, weil das waren auch Aufgaben, die ich selbst erstellt habe und ich da auch Zeit dann aufgeopfert habe. Wenn ich jetzt meine natürlich, als Lehrkraft macht man das ist ja klar. Aber das waren auch Aufgaben zur Vorbereitung für die Arbeit. Dieses Schreiben. Ja, ich wusste, dass sie Problemstellen haben, aber sie wollten das selber auch nicht mit gleichen, oder?
00:07:36:14 - 00:08:03:15
Wir lösen im Endeffekt, was schade fand, weil es ja auch für ihre Zukunft ist, weil ich weiß es, so ein typischer Lehrerspruch, aber ich hab das ja hier schon fertig. Ich stehe hier für euch und wenn ihr das nicht macht, ist es dann euer Problem. Aber manchmal weißt du halt auch nicht weiter und das war echt schwer. Ja, das ist mir auch aufgefallen, dass man sich auch Sachen nicht persönlich nehmen darf, das gerade gesagt hat, wenn man eben viel Zeit in Übungsaufgaben investiert hat, sich dann Mühe gegeben hat, kreativ zu sein, um den vielleicht wirklich zu helfen und dann kommt es nicht so gut an, das kann ja 1000 Gründe haben.
00:08:03:15 - 00:08:22:03
Wir sind ja an dem Tag einfach unkonzentriert. Das Wetter ist komisch, Gärten voller Sport? Keine Ahnung. Darf man sich absolut nicht zu Herzen nehmen. Das müssen wir auch lernen. Im Praktikum denke ich Was war denn für dich so das schönste Moment? Gab es so eine Situation in der Klassenraum, wo du warst, so wenn man arbeitet, Früchte tragen? Oder du warst dann stolz auf die Schule oder was?
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Stolz auf dich oder so, ob das so, so ein Erfolgserlebnis oder so eine glückliche Moment hattest? Das ist eine schöne Frage. Es gab viele Momente, in denen ich mich wirklich richtig doll gefreut habe. Immer wenn was von den Schülern kam, ein bisschen mehr kam, als ich eigentlich erwartet hatte. Das war vor allen Dingen eben bei bei Diskussionsfragen. Deswegen ist es mir öfter passiert in einem Praktikum, vor allem in der zehnten Klasse bei dem Faust Thema, dass ich dann einfach meine Planung so ein bisschen hinten angestellt habe und mit ihnen geredet habe und wenn dann was kam, bei denen du gemerkt hast.
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Achte Hast du eine geistige Verknüpfung von vor drei Stunden aufgerufen und das mit deinem persönlichen Leben verknüpft? Das ist einfach am coolsten, denn ich finde ihr persönliches Leben da so ein bisschen mit reflektieren und ihre Meinung dazu wirklich begründet äußern können. Das hat mir am allerbesten von und da war ich wirklich stolz auf die und auch teilweise Noten bekommen haben wo du gemerkt das die haben sich Mühe gegeben und sich dahinter geklemmt und das finde ich am allerschönsten.
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Das freut mich wirklich zu hören. Das ist ja auch eine Aufgabe für uns Lehrkräfte eigentlich, das wir ja nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch diesen Charakter der Menschen formen oder bzw helfen, dass sie sich selbst finden. Ja und das freut mich, dass sie dann so reflektieren konnten. Auch über ihr Leben. Das was man eigentlich an der Schule macht, weil man sagt ja immer so als Schüler, ach, warum muss ich das denn genau dieser Lebenswelt dazu fehlt richtig oft und ich finde es cool, wenn man den herstellen kann, ist es in Mathe wahrscheinlich noch ein bisschen schwieriger.
00:09:36:02 - 00:10:03:20
Das ist ja von vielen Dingen ungeliebtes Kind. Aber das wird ja auch was dazu gedacht. Ist ja geil. Das hat ja jetzt richtig gut funktioniert und das ist es, das ist es einfach. Also ich hatte so eine Situation mit Schüler, ich habe erklärt, Sinusfunktion und wie die Parameter das verändern etc. Und es war wirklich schön zu hören solche Fragen wie wenn ich jetzt die zwei Parameter, die für die Spiegelung verantwortlich sind, wenn die beiden negativ sind, sieht das eigentlich aus wie eine normale Sinus Funktion wieder.
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Also wenn ich minus Sinus von minus XY zum Beispiel habe nicht so okay. Die Frage beantworten wir gleich. Ich würde nur ganz schnell noch das Thema zu Ende machen. Danach können wir es gerne vorne anzeigen und dann habe ich das mit dem Graph sozusagen gemacht. Ich habe so ein Programm auf meinem Tablet und habe mein Sohn Graph zeichnen lassen und da hat man dann das auch schön sehen können.
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Und ich fand es so schön, dass man so um die Ecke gedacht ja und ähm, ich hatte auch versucht, zumindestens in Mathematik, besonders bei den kleineren vertetnahe Sachen zu suchen bzw äh Sachen die im Alltag theoretisch funktionieren, wie zum Beispiel Amphitheater. Da hast du zum Beispiel sitzt du auf diesen Kreisbogen als Zuschauer und hast trotzdem denselben Blickwinkel zu zu allem was auf der Bühne ist.
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Egal wo du dich auf diesen Kreis dann befindest. Ja, das fand ich eigentlich richtig schön zu wissen. So und zum Beispiel habe ich dann mal auf dem Centre Winkel habe ich gesagt Ja, stellt euch mal vor, Zirkus Manege, ihr seid der Zirkusdirektor steht genau in der Mitte von diesem Kreis. Ihr könnt von Ich Wie nenne ich das Zuschauer?
00:11:06:06 - 00:11:28:15
A bis Zuschauer B gucken. Was ist dann ein bestimmter Winkel? Sucht ihn mal raus. Das ist cool. Ja, das mag ich. Dann haben die direkt ein Bild im Kopf. Genau, genau. Und dann habe ich das noch dann erweitert und gesagt Okay, für den Peripherie Winkel Satz war das halt so, Stellt euch vor, jetzt sind hinten an der Bühne gucken die durch, sind zum Vorhang halt durch und sehen auch diese Zuschauer.
00:11:28:17 - 00:11:48:08
Ja, wie ist dann da der Winkel im Verhältnis zum Zirkusdirektor? Und dann haben die das zum Zeichnen können und dann auf einmal Ach, der Winkel ist halb so groß wie der Zentrale in Gera. Oh cool, Ich fand es wirklich toll, aber gab es auch so Situationen? Du sagst okay, das muss ich selber für mich reflektieren oder so, weil das hatte ich zumindestens auch.
00:11:48:08 - 00:12:08:13
Aber es wäre schön mal von dir auch das zu hören. Ja, also ich muss sagen, was mir doll aufgefallen ist, wo ich vorher nicht so dran gedacht habe, ist Spicken mit dem Handy. Ist an meiner Schule ein ganz großes Thema, was ich auch viel im Lehrerzimmer mitbekommen, wie oft Handys eingesammelt werden, wie auf das Essen verteilt werden, weil dann Google oder Tablet benutzen und das viele Lehrer sagen, es bringt gar nichts mehr, irgendwas mit nach Hause zu gehen, weil die das eh vom Internet machen lassen.
00:12:08:15 - 00:12:27:02
Fand ich interessant, weißt du ja gut, aber ich hab die ja im Blick und denkste, denkst du, dass du die im Blick hast? Du siehst gar nichts und dann korrigierst du die Tests und merkt einfach mal, das ist so untypisch für den Schüler. Das war auch nach für mich, dass ich schon, obwohl ich die nur so kurz kannte, sagen konnte Das ist sehr untypisch, diese Antwort gerade und das ist viel zu ausführlich dafür, dass er das selber gemacht hat.
00:12:27:03 - 00:12:42:12
Und dann googelst du das und dann findest du die selbe Figurenkonstellation, die da im Heft hat, findest du dann im Internet. Ja, da stehe ich. Da ist man auch schon sehr enttäuscht, muss ich sagen. Sie muss sich gar nicht gut an das so zu erleben und dann null Punkte zu verteilen. Ja klar, bin ich. Sehr schade, Hab ich auch mit ihm drüber geredet, so von wegen hier.
00:12:42:12 - 00:13:03:15
Ich sehe das auch und ich finde es schade. Auch, dass es zweimal passiert. Von zwei verschiedenen Schülern, dass da muss ich aufpassen. Und was auch für mich noch ein Moment war ist, Umso besser du die Klasse wirklich kennst, umso schwerer wird es erst mal, weil sie dich dann auch so ein bisschen austesten und sich selber austesten, was ja ganz normal ist und dir dann nicht mehr diesen ungefragten Respekt in der ersten Stunde gegenüber bringen.
00:13:03:16 - 00:13:22:11
Das ist für dich einfach nur Du musst dich mehr beweisen und zeigen, dass es wert ist, dass sie dir zuhören. Aber umso besser für die dann auch. Kennst du beim Namen nennen kannst du dir zwei Namen, dann kannst und weiß der, der vor dir sitzt oder funktioniert das auch viel besser? Man kann so besser auf die eingehen und genau die Stärken von denen nutzen und ausspielen kann ich komplett nachvollziehen.
00:13:22:11 - 00:13:41:13
Das hatte ich auch immer gerne. Also ich hatte auch das Problem mit Ruhe auf jeden Fall zu etablieren, weil die kennt ich noch nicht. Ich habe nicht diesen Respekt vor dir und in Mathematik. Mir ist halt zum Beispiel auch mal ein Fehler passiert bei der Rechnung passiert ja und dann so merkst du das auch erst in diesen Unterricht und dann die Schüler sagen sich so a Die hat auch Probleme.
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Mathematik nicht, das ist dann du das sind kein Fehler erlauben weil sonst oder muss den so gut überspielen, dass das nicht merkbar ist. Findest du? Ich finde es eigentlich genau andersherum. Ich finde es viel besser, wenn man selber auch mein Fehler, aber ich habe irgendwie ein Rechtschreibfehler an der Tafel gehabt und war dann so Oh Entschuldigung, ich mache auch mal Fehler und das kommt eigentlich bei den Schülern richtig gut.
00:13:58:04 - 00:14:19:01
Dann habe ich Gefühl, wenn man das also selber so dann sieht und sagt, tut mir leid oder wenn die einen darauf hinweisen, dass man dann nicht sagt ja, keine Ahnung, wie man so pampig reagiert. Also was du wahrscheinlich auch nicht gemacht hast. Nein, kenne ich natürlich nicht. Aber es ist halt, wenn du ungsfehler machst. Deine Tafel ist ja was anderes, weil du die Tafel nicht direkt als weiten Blickwinkel hast und als kleinen Blickwinkel so, sondern es war wirklich.
00:14:19:06 - 00:14:35:09
Ich habe eine Aufgabe nicht richtig selber gelesen und dann dadurch falsch gelöst. Und dann kam dann diese Unruhe auf und keiner wird mit dir aber reden, weil du siehst es ja auch in dem Moment nicht. Und dann sagst du ja, was ist denn grad das Problem? Ich merke gerade Unruhe, Ihr wollt irgendwas sagen, dann kommt dann nichts von den Schülern.
00:14:35:09 - 00:15:00:16
Das macht einen auch dann nervös. Ja, und das mit dem Ja, ich sehe das nicht. Ich kann das auch nachvollziehen, aber nicht mit Technologie, sondern stell dir mal vor, das sind Zwillinge in der Klasse mit anderen Hast als sitzen nicht nebeneinander. Ich habe erst am Ende des Praktikums von jemanden gesagt bekommen, dass das Zwillinge sind. Was? Ja, man denkt immer, man hat ja als Lehrer alles im Blick, wenn man da vorne steht.
00:15:00:16 - 00:15:21:13
Aber so ist es überhaupt nicht. In gar nichts im Blick. Das ist mir auch bei den Hospitationen aufgefallen. Wenn du hinten sitzt, hast du ganz viel im Blick. Aber von vorne nicht, weil die genau wissen, was sie machen muss, damit du das nicht siehst. Ich hatte auch ein Erfolgsmoment für mich persönlich. Also ich hatte gemerkt, ich habe manchmal Probleme mit den Tafelbildern, dass das noch nicht so sauber aussieht, weil Schriftgröße an der Tafel ist was anderes als im Heft.
00:15:21:15 - 00:15:48:08
Und ich hatte aber auch so übrigens den Erfolgsmoment in der letzten Stunde Die Schüler haben eine Aufgabe nicht lösen können, weil irgendwie die die Schrittfolge von der Lösung nicht hinbekommen haben, auch nach dem Erklären. Und dann habe ich aus dem Stegreif einfach eine ganze Schrittfolge professionell aufgeschrieben und mit den durchgegangen und sogar ein Schüler war dann auf einmal auch richtig Feuer und Flamme, nachdem er das verstanden hat und hat mir dann auch, habe ich gesagt ja, wie könne man das denn formulieren?
00:15:48:08 - 00:16:13:17
Und dann kamen übelst gute Formulierungshilfen, wo auch zum Beispiel die Fachbegriffe wie Ruhe lag und somit integriert waren, wo? Ich war richtig stolz und war auch stolz auf das, was ich kreiert habe, als Pate bin und war so so muss das war ja cool. Du, du darfst dich als Lehrkraft nicht beschränken auf wie ist ein Unterrichtsverlauf? Weil manchmal muss man das über schmeißen, weil man nicht jede Situation voraussehen kann, weil sonst würde man vielleicht nicht an der Unterrichtsplanung eine Stunde sitzen, sondern zehn Tage, oder?
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Ja, darum eher pragmatisch denken. Gab es für dich so Momente, wo du sagst, du hast dich da verbessert oder was? Stolz auf dich selbst? Vielleicht, weil wir ja auch gesagt haben über Schüler wie Schüler agiert haben. Aber das ist ja auch immer Schüler unterschiedlich so und wie die Klasse aufgebaut ist, manchmal liegt es ja auch nicht an der Lehrkraft, manchmal liegt es auch auf Zeit selber.
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Dann hattest du noch für dich selber was, was du mitnehmen konntest. Oh, ich muss sagen, was ich mir noch mitnehmen möchte, Was ich auch noch nicht perfekt gemeistert haben, ist auch mehr im Blick zu behalten, was man an Möglichkeiten noch offen hat. Wenn man ein Problem lösen will, dann fokussiert man sich manchmal so eng drauf, dass man links und rechts gar nichts mehr sieht.
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Und ich hatte zum Beispiel eine sehr kreative Stunde bei einer anderen Lehrerin, ich meine mit meinem Mentor, und da habe ich so eine Theaterform mit der Klasse ausprobiert. Ich kannte weder die Klasse noch wusste ich, was sie sonst großartig in Deutsch gerade hatten. Und es ging um Zivilcourage und das war ein sehr großes Wagnis, ein großes Experiment. Ja, es ist ganz gut gelaufen, aber da hätte ich einfach noch viel mehr im Blick haben müssen.
00:17:10:09 - 00:17:32:16
Zum Beispiel ist mir gar nicht die Idee gekommen, einfach den Ort zu wechseln. Da hat die Lehrerin gesagt Hey, wir könnten noch rausgehen dafür. Natürlich könnten wir dafür rausgehen, Ist doch perfekt. Aber es ist mir gar nicht eingefallen, sonst würde ich mir von mir selber wünschen, dass ich da noch ein bisschen mehr, auch räumliche Möglichkeiten nutze. Mehr kreative Möglichkeiten, Basteln, Büchlein, alles wirklich nicht immer nur in den Hefter schreibe, sondern zum Beispiel Leporello machen oder so was.
00:17:32:18 - 00:17:51:03
Andere kreative Form genau natürlich das irgendwo in der Form festgeschrieben ist. Aber die Form freier gestalten, richtig. Oder wegen der Plakate oder so einfach ein bisschen offener noch sein, mehr neue Methoden reinnehmen. Ich merke selber, dass ich dann schnell einfach nur das mache, was ich kenne. Ja, das ist bei dir also der Punkt, den du noch mal ein bisschen betrachten willst.
00:17:51:05 - 00:18:23:07
Für mich sind es verschiedene Punkte, wo ich wirklich sagen muss, daran will ich halt selber arbeiten. Halt zum Beispiel wie ich eine Klasse, wo ich auch kriege. Ich hab das teilweise hingekriegt, manchmal klappt es aber gar nicht. Dann Arbeitsblätter sind haben sich auch im Verlauf gebessert, kann aber immer noch Potenzial nach oben geben. Und was mir aufgefallen ist ich habe irgendwie so einen Lehrer, also dass ich entweder sage, was ich tue, gerade wie zum Beispiel ja jetzt ich einen Arbeitsblatt aus das sieht man ja, dass ich was zwei oder dreimal wiederhole, was ich nicht nötig war, dass ich wiederhole.
00:18:23:11 - 00:18:38:10
Oder wenn es einen Schüler gesagt hat, dass man es dann noch mal wiederholt, weil man denkt, die haben nicht alle gehört, Aber das ja dann, wenn die Klasse zu laut ist und sie es nicht alle hören. Und das ist deren Problem eigentlich. Und das habe ich mir auch sehr angewöhnt, wenn ich dann laut wurde, es war sehr oft bei mir, auch das ist dann so ein bisschen unruhig wurde ja, er hat sich das auch besser, wenn man dann gesagt hat Hey, es ist jetzt wieder Ruhe.
00:18:38:10 - 00:18:57:06
Wenn du so einzelne Leute angesprochen hast, Irgendwann hatte ich eine siebte Stunde gar nichts mehr, da waren die also durch das irgendwann. Es ist ja auch nachvollziehbar der Kurs auf das. Sevim ja. Lessing weil ich hatte das auch, dass es bei mir in der siebten Stunde dann nicht er hat aber sind ja einfach müde, ist es warm draußen, die wollen alle nur noch nach Hause.
00:18:57:08 - 00:19:19:04
Ja klar, aber absolut nachvollziehbar. Und dann stehst du da vorne und müht sich ab, was bei mir richtig gut funktionierte. Das war, dass ich gesagt habe Hey, ich würde gern mit euch wirklich spannenden Unterricht machen und euch nicht irgendwelche Aufgaben machen lassen. Aber ich habe auch keine Lust, hier vorne zu stehen und ganz laut zu sein. Und wenn du denen das in einer ehrlichen Art und Weise sagst, nicht so eingedeckt, wie manche Lehrer das früher bei uns gemacht haben, wenn du den ehrlich gegenüber bist, dann merken die das auch und das hat wirklich was gebracht.
00:19:19:04 - 00:19:38:01
Die waren danach ruhiger. Dann verstanden. Hey, die gibt sich dann Mühe und es ist wirklich anstrengend gegen so eine Klasse anzuschreien. Soll ich auch an meiner eigenen Stimme geben, die abends manchmal aber nur noch einen Tee getrunken und es ging nichts mehr? Muss man auf sich aufpassen? Ähm. Ich kann dann zum Beispiel abschließend sagen für mich hat sich das Praktikum bestätigt, dass ich Lehrkraft werden möchte.
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Immer noch, auch wenn es anstrengend ist. Auch wenn es die Hauptherausforderungen sind. Aber die hat jeder Beruf in einem Maße. Bei uns ist es halt, weil wir mit vielen Individuen arbeiten, nicht nur andere Lehrer, sondern auch Schüler mit Eltern, also mit vielen Generationen, mit vielen verschiedenen Menschen, mit verschiedenen Hintergründen. Und ich muss halt auch sagen, es ist schwer, ja, muss man auch sagen.
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Man muss das jetzt auch nicht beschönigen, aber es macht mir Spaß. Und für uns als Lehrkraft ist ja die Aufgabe, die Menschen wissen zu vermitteln und auch diesen Charakter zu formen. Und ich denke mal, es gehört auch irgendwo dazu, dass meine Klasse laut sein kann soll ist. Aber was man dem zum Beispiel auch beibringt. Es ist nicht nur weil es mich stört es jetzt grad schreit, sondern es gibt auch andere Leute, dass man auch Rücksicht auf die nimmt oder andere Werte vermittelt.
00:20:25:14 - 00:20:48:18
Und ich denke, das ist so das, was mir auch sehr stark hängengeblieben ist, dass ich das auch weiter mittragen möchte. Und ich denke mal, das ist auch so eine ehrliche Feedback und Fazit davon. Ich weiß ja nicht, wie du siehst, aber doch ist es auch so! Schon schön, dass du das gesagt hast. Diesen diesen Horizont erweitern von Schülern finde ich total wichtig, sowohl auf Wissensbasis als auch auf sozialer Basis moralischer Basis.
00:20:48:24 - 00:21:08:18
Das ist glaube ich so unsere Kernaufgabe. Und auch selber nicht abstumpfen, sondern man kann so viel lernen von den noch. Ich denke es ist so gut gesagt, ich will auch unbedingt noch Lehrerin werden. Ich freue mich richtig doll drauf und freue mich auch schon auf meine nächsten Praktika und das dann so im Alltag zu haben. Ich muss sagen, ich freue mich jetzt mehr und mehr mit dem Gedanken an, nicht in Vollzeit anfangen zu wollen, auch wenn das gerade ein schwieriges Thema ist.
00:21:08:18 - 00:21:31:08
In Sachsen. Ähm, weil ich glaube, das könnte wirklich überfordernd sein. Ich habe gemerkt, dass das Praktikum dann doch schon näher geht und viel zu tun hat. In Teilzeit ist glaube ich für mich zumindest etwas, das ich mir eher vorstellen könnte, weil ich mir dann auch mehr mehr Zeit für mich und für meinen Unterricht nehmen wollen würde. Kann ich verstehen, aber ich bin der Meinung, ich würde das gerne als Vollzeit machen.
00:21:31:11 - 00:21:53:19
Das ist halt wieder vielleicht dieses Konträre. Die beiden, weil ich liebe diese Arbeit mit Kindern, ich weiß es auch schwer ist. Es wird auch am Anfang schwer mit im Unterricht sein. Aber ich bin auch der Meinung, wenn du jetzt zum Beispiel eine sechste Klasse schon durch hast, hast du auch wenn Material im großen Zug fertig. Okay, nicht jeder Gruppenarbeit kannst du mit jeder Klasse machen oder jede Konzept, aber der grobe Inhalt ist sehr gleich oder ähnlich.
00:21:53:19 - 00:22:17:00
Der Lehrplan verändert sich ja nicht jedes Schuljahr in diesen großen Zügen und darum denke ich, wenn ich jetzt da jede klasse Stufe einmal durch habe, habe ich auch weniger Stress und kann mir das auch gut vorstellen. Ich sage mal so im Ref haben wir die Hälfte von einer Vollzeitstelle von den Stunden her, das heißt so circa 13 Stunden jetzt so, nachdem wir uns jetzt ausgetauscht haben über unsere Erfahrungen, sind wir super gespannt zu hören, was Nico und Reil zu sagen haben.
00:22:17:00 - 00:22:20:13
Über ihr Praktikum und würden an der Stelle jetzt wieder übergeben.
Praktikums-Podcast: Folge 2 - mit Rahel und Nico
Hört in den zweiten Folge von Rahel und Nico, was sie bisher in ihrem Praktikum erlebt haben und wie sie ihre Erfahrungen im Vergleich zu bisherigen Praktika einschätzen.
Wir danken www.hoerspielbox.de für die Sounds und Geräusche.
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Praktikums-Podcast: Folge 1 - mit Celine und Luca
In der ersten Folge des Takeovers sprechen Celine und Luca über ihre ersten Tage im Blockpraktikum, vor allem über das Willkommen an den Schulen, Digitalisierung und die Unterschiede zwischen Stadt und Land.
Wir danken www.hoerspielbox.de für die Sounds und Geräusche.
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00:00:18:21 - 00:00:50:12
Eine wichtige Durchsage an alle Hörerinnen Ab heute wird dieser Podcast offiziell in den Händen von uns Praktikanten liegen. Wir sind. Ich bin Luca. Wenn 21 Jahre alt und meine Fächerkombination ist Deutsch und Geschichte. Ich bin Nico, bin 28 Jahre alt und meine Fächerkombination ist deutsch gerade. Ich bin Rahel, bin 24 Jahre alt und meine Fächerkombination ist deutsch und russisch und ich benutze den um meine Fächerkombination als Mathematik und Geschichte.
00:00:50:18 - 00:01:18:06
Wir geben Einblicke in unser Blog Praktikum in ländlichen Regionen Sachsens. Ihr habt Lust, mehr über den Ablauf im Schulalltag und unsere Erfahrungen zu hören? Dann bleibt die nächsten vier Wochen dabei und verpasst keine Folge. Wir freuen uns, unsere Erfahrungen mit euch zu teilen. Dieser Podcast wird gehostet von Perspektive Land. Ein Programm der Deutschen Kinder und Jugendstiftung im Auftrag des Sächsischen Ministeriums für Kultus.

Teaser: Praktikums-Podcast
In den kommenden vier Wochen erwarten euch hautnahe Einblicke ins Blockpraktikum! Wir übergeben unseren Podcast an vier Lehramtsstudierende, die an unterschiedlichen Schulen in Sachsen ihr Praktikum absolvieren und euch im "Praktikums-Podcast" davon berichten. Viel Spaß beim Zuhören!
Wir danken www.hoerspielbox.de für die Sounds und Geräusche.
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00:00:07:18 - 00:00:29:00
Perspektive Land. Der Schulpodcast. Du hast Lust, Schulen und ihre besonderen Konzepte kennenzulernen. Dann lass dich von unserem Podcast mit auf eine Entdeckungstour durch die sächsische Schullandschaft gehen. Wir sprechen mit Menschen in den Regionen und erfahren, wie es ist, dort zu lehren und zu leben.
00:00:29:02 - 00:00:53:12
Herzlich willkommen zu unserer ganz besonderen Entdeckungstour. Wir haben uns Ende März auf den Weg in die Region Zittau gemacht. Auf eine Schul entdeckungstour. Mein Name ist Kerstin und ich bin mal wieder nicht alleine gefahren, sondern mit meiner Kollegin Stefanie. Hallo Kerstin, hi Stefanie, genau und wir wollen euch jetzt mit dem Podcast mit auf die Reise nehmen. In dieser und der nächsten Folge erfahrt ihr, was wir so erlebt haben.
00:00:53:14 - 00:01:19:18
Wir wünschen euch viel Spaß beim Zuhören. Wir stehen hier am Dresdner Hauptbahnhof und wir fahren gleich nach Zittau in die Region und die Studierenden. Wir haben jetzt zehn Anmeldungen. Das ist ziemlich viel. Der Großteil kommt von der TU Chemnitz, und die kommen gleich. Und dann steigen wir zusammen ein. Was erwartet uns denn die Tage? Max Erzählen. Genau. Wir wollen drei Tage zusammen die Region entdecken.
00:01:19:20 - 00:01:44:11
Wir wollen Grundschulen in der Region kennenlernen. Drei Stück und auch ein paar außerschulische Lernorte. Beziehungsweise erwartet uns auch noch einen Workshop zum Thema Kinder und Jugendbeteiligung und einen Besuch im Lager Bautzen. Also, wir haben ein gut gefülltes Programm vor uns. Ja, das stimmt. Übernachten tun wir in einer Weide. Auf den sind wir auch sehr gespannt. Ja, und dann würde ich sagen, wir gehen mal zum Gleis, oder?
00:01:44:14 - 00:02:16:13
Okay. Gut. Geht.
00:02:16:15 - 00:02:47:17
Hallo. Mein Name ist Jessica Flex. Ich studiere Deutsch und Mathematik auf gymnasial.at. Und vielleicht hat man das Glockenläuten schon. Ich bin gerade auf dem Weg. Ähm. Ich bin also gerade in Zittau und reise von da an, bin aber und lebe eigentlich mein ganzes Leben lang in Dresden. Aber die Exkursion hat mir jetzt irgendwie eine ganz gute Möglichkeit gegeben, auch die Ecke mal kennenzulernen, aus der mein Freund stammt und deswegen wollte ich das ganz gern nutzen.
00:02:47:19 - 00:03:13:09
Ich freue mich auf spannende Gespräche, coole Einblicke und vor allem auch ein bisschen auf die Nase. Und den Workshop heute Nachmittag. Also ich bin ganz gespannt und freue mich. Wir waren auch neugierig und haben die anderen Teilnehmenden gefragt, wie sie auf die Reise gehen. Und das haben sie uns gesagt. Neugierig, vollgepackt und offen, Freude, Begeisterung und Interesse aufgebaut möchte ich euch.
00:03:13:11 - 00:03:37:24
Und dann ging's los. Angekommen in Zittau haben wir uns auf den Weg gemacht zum Restaurant. Kultur oder auch Kultur schreibt sich nämlich mit hrawi ur. Und das kommt daher, dass das Restaurant direkt an der Blumenuhr sich befindet. Das ist eines der Wahrzeichen von Zittau. Eine große uhr, die in ein Bild eingelassen ist. Und das wird immer, je nach Jahreszeit dann dort mal bepflanzt.
00:03:37:24 - 00:04:09:05
Sieht sehr, sehr schön aus. Also es ist super sonnig und geht hier so ganz verschlungen. Straßenlärm fällt nicht. Alles Altbau. Schön gewachsen. Ja, ich bin ganz begeistert. Auch schon das Theater Gerhart Hauptmann Theater sind schon vorbeigekommen und haben auch schon hier ein, zwei Banner gesehen für spannende Ausstellungen. Ich glaube, hier geht ein bisschen was. Ja, die Frühlingssonne empfängt uns hier wirklich ganz warm in Zittau und Lyon sind am Start.
00:04:09:07 - 00:04:34:03
Also wir können uns hier nicht beklagen. Ja, es ist wirklich sehr, sehr schön. So Teilnehmende haben auch schon ihre Jacken ausgezogen. Es ist wirklich warm und wir freuen uns jetzt auf das Mittagessen und dann auf den Stadtrundgang, wo wir dann sicherlich noch ein bisschen mehr Erfolg haben. Wie genau nach dem Essen soll man ja einen Verdauungsspaziergang machen. Den haben wir gemacht in der Altstadt von Zittau mit einer Stadtführerin.
00:04:34:03 - 00:05:04:21
Und wir haben einiges über die Altstadt Zittau und auch die Geschichten um die Stadt erfahren. Ja, Zittau ist nicht nur die südöstlich dieser Stadt von Deutschland, sondern auch eine Stadt mit über 750-jähriger Geschichte. Zu verdanken haben wir das Ganze dem böhmischen König Ottokar dem Zweiten. Der hat nämlich 1255 für Zittau das Stadtrecht ausgerufen. Und er versprach den Einwohnern, dem damaligen Ich werde Zittau zu einer bedeutenden Handelsstadt machen.
00:05:04:23 - 00:05:36:07
Er gab Zittau viele Privilegien. Dazu gehörte das Marktrecht, die Münzbarkeit, das Hohe Gericht, das Stapelrecht für Salz und nicht zuletzt auch das Bierbraurecht. Und all das führte dazu, dass Zittau im Oberlausitz Städtebund sehr schnell den Beinamen die reiche Stadt bekam. Ja, und das konnten wir auch gut sehen. Es gibt ganz viele herrschaftliche Altstadthäuser und das Wunder wunderschöne große Rathaus von den Zittau, auch liebevoll Palazzo genannt.
00:05:36:09 - 00:06:01:06
Weil es nämlich dem Stil eines Palazzo Grunde, eines also aus der Renaissance, Zeit nachempfunden ist. Und das ist wirklich sehr imposant. Die Innenstadt ist schon sehr schön wieder restauriert worden. Es gibt noch ein paar einzelne Häuser, die darauf warten, aus dem Dornröschenschlaf erweckt zu werden. Und wir haben uns sagen lassen, Hier kann man für eine ziemlich geringe Miete auch zentral in der Innenstadt wohnen.
00:06:01:08 - 00:06:28:09
Und nach unserer Statur in Zittau sind wir dann von unserem Bus abgeholt worden und der hat uns dann zu unserer, zu unserem Quartier gebracht, dem Eurohof Dreiländereck. Nein, Walde, das sind so 15 Minuten von Zittau. Und dort haben wir nicht nur übernachtet, sondern uns auch einen Überblick verschafft über die vielfältigen Angebote des Landheims. Der Leiter Paul Pilz, hat uns dann erst mal das weiträumige Gelände gezeigt, das auch sehr schön so am Waldrand liegt.
00:06:28:11 - 00:06:55:15
Und wir wurden auch den tierischen Bewohnern vorgestellt. Da gibt es auch Schafe und Ziegen. Und was ist? Doch, das sind auch Schafe. Ja, das sind auch mit den Tieren pädagogisch gearbeitet, also mit den Kindern. Ja, ja. Also hier morgens 7:30 und nachmittags sind Fütterzeiten, wo wir sowieso füttern und die freiwillig wir haben möchte können mit Füttern von Tieren und dann geht man auch mal dran.
00:06:55:21 - 00:07:22:18
Entweder Tierpflege, das heißt auch die Stallungen ausmisten, Neues, alles hier reinfahren, Stroh voll. Also einfach mal saubermachen gehört genauso dazu. Das ist genauso. Das Nehmen gibt es auch viel, das kann man machen und dann die Option Esel Trekking haben wir noch mal zwei Esel bissel bringen, sprich Leine dran und einfach mal gucken. Die Angebote mit den Tieren auf dem Eurohof sind Teil der pädagogischen Arbeit.
00:07:22:20 - 00:07:47:21
Für Ferienlager oder Klassenfahrten kommen die Kinder sozusagen hier vor Ort hin. Es gibt einfach richtig viel zu entdecken, so dass die Schülerinnen und Schüler die meiste Zeit eigentlich auf dem Gelände sind, in dem sie den Wald erforschen oder das Leben im Wasser beobachten. In die Flachsstube gehen oder halt ein Brot auf dem Grillplatz backen. Das ist ja fast zwei Jahre alt wie unser Backofen Rotbackofen eingesetzt hat.
00:07:47:23 - 00:08:16:01
Das restliche ringsherum ist aus eigenen freien Stücken sozusagen gemacht worden, gebaut worden. Es ist tatsächlich ein Ofen oder ein Einsatz drin zum Brotbacken. Jetzt ist es so mit dem Außenbackofen sozusagen, dass man es wieder beleben möchten, aber unter anderem also nach draußen legen und einfach stumpf hab ich die ganzen Produktionsschritte ja nicht nur im Rahmen von den ganzen vielfältigen pädagogischen Angeboten, sondern auch für das Freie Spielen ist da, um auf eine ideale Umgebung zu konzentriert.
00:08:16:03 - 00:08:36:18
Sportliche Möglichkeiten von Tischtennis draußen und dazu sind sie angehalten. Wir haben das Gelände und alles bei unserem Gelände ist zu jederzeit nutzbar. Es gibt nichts, was zugeschlossen ist, sondern nur ganz wenige Sachen Wasserspielplatz, damit nicht permanent jemand eventuell ins Wasser springen. Ansonsten sind alle Spielmöglichkeiten jederzeit frei nutzbar und.
00:08:36:20 - 00:08:48:14
So ein toller Abenteuerschluss hier in dem Bereich durch. Mit Kletterspinne, Drehscheibe schafft das Morph.
00:08:48:16 - 00:09:14:10
Spielen kann und auch ein Sportplatz mit Flutlicht für das abendliche Bewegen, eine Streuobstwiese und viel, viel Platz. Die Tiere mittendrin laden nach draußen ein. Besonders hervorzuheben ist noch die eigene Küche mit vorwiegend regionalen Lebensmitteln. Nach dem Rundgang über den Eurohof haben wir dann auch noch eines der pädagogischen Angebote selbst ausprobiert Vom Flachs zum Leinen. Diesen Workshop haben wir gemacht.
00:09:14:10 - 00:09:39:16
Die Textilherstellung hat ja eine sehr lange Tradition in der Oberlausitz. Und in dem Workshop haben wir dann die vielen Schritte von der Aussaat bis zum Weben von Leinen Tüchern kennen gelernt. Zum Schluss haben wir uns dann auch noch selbst an den alten Gerätschaften ausprobiert.
00:09:39:18 - 00:10:03:15
Und dann auch. Und so neigte sich der erste Tag dem Ende und wir saßen noch in geselliger Runde zusammen und darüber haben sich die Studierenden ausgetauscht. Ja, was sagt ihr denn zum Tag? Ich finde eigentlich sehr schön. Also die Anreise hat gut funktioniert und die Unterkunft ist auch sehr schön und wurde gut eingeführt und ungefährt auch sehr schön.
00:10:03:17 - 00:10:29:04
Ich fand auch die Stadtführung durch Zittau richtig schön eigentlich. Also ich habe halt schon so eine Schwäche für Altstadt, sag ich mal und da ist ja echt eine Stadt wie eine richtig, richtig tolle Altstadt aufzuweisen hat. Und vor allen Dingen ich bin ja auch in Sachsen geboren und ich habe ich gedacht ja gut, eigentlich kennst du ja das Leben dann in der Limmat und dann wollen diese Stadtführungen dann plötzlich so viele neue Sachen.
00:10:29:04 - 00:10:51:07
Und ich habe das vollkommen unterschätzt, was Zittau quasi geschichtlich für eine entscheidende Stadt, wozu also das von den USA seit? Und dann also Vietnam, diesen Workshop zu Flachs und Leinen. Das fand ich eigentlich auch ganz cool. Wobei ich. Also ich finde das Konzept von diesem Wow eigentlich auch schon ganz spannend. Wobei ich eigentlich gespannt bin, ob sich in den nächsten Jahren schaffen diese.
00:10:51:09 - 00:11:12:14
Ich mache ja schon recht viel ökologisch, aber dann noch tatsächlich das Thema noch mehr reinzuholen, das fände ich irgendwie ganz spannend und interessant. Ich finde das auch cool, dass die Kinder hier komplett so alleine rumlaufen können. Also jetzt als Lehrkraft muss man sich halt wirklich nicht nur von früh bis abends Programm überlegen, sondern es gibt auch Freiräume, wo die komplett selber dann einfach mal nicht so tun können.
00:11:12:14 - 00:11:48:05
Und selber, ich muss auch sagen, den Ferienhof, somit quasi Streichelzoo in dem Sinne haben für mich nie so gesehen. Also die Ferien für mein eigenes so wo früher quasi war ja wirklich so nur Unterkünfte oder sowas oder große Neubauten darum. Ja, ich glaube auch, dass das Gelände an sich total viel Potenzial hat. Ja, und gerade wenn sie auch noch diese Felder quasi, wo sie so ein bisschen angebaut haben, wenn sie das auch wiederbeleben würden, dann glaube ich, ist da auch noch viel mehr Potenzial da.
00:11:48:07 - 00:12:10:13
Und bevor alle ins Bett gehen, gab es noch eine Runde Black Stories. Gute Nacht. Am zweiten Tag mussten wir früh aufstehen, 7:15 gab es schon Frühstück und die ersten haben sogar schon vorher mit Tischtennis spielen angefangen. Ja, die haben den Beruf richtig gewählt, wenn sie in der Lage sind, so früh aufzustehen. Ja, auf jeden Fall. Und dann ging es auch schon los zu unserem ersten Stopp an dem Tag.
00:12:10:15 - 00:12:38:24
Tag zwei beginnt. Wir sind angekommen an der Lessinggrundschule. Das ist eine ziemlich große Grundschule in Zittau, ein sehr großes Gebäude, hell mit braunen Fensterrahmen, und man sieht hier noch so ein bisschen Weihnachtsdeko an manchen Fenstern, so Bäume und Sterne und daneben an den Fenstern schon Gras und Ostereier. Also wir befinden uns im Frühling und im Übergang der Jahreszeiten.
00:12:38:24 - 00:12:59:05
Das kann man hier auch gut sehen. Genau. Und jetzt haben wir ungefähr zwei Stunden Zeit. Hier an der Lessinggrundschule Zittau werden mit dem Schulleiter Herrn Gärtner ins Gespräch kommen und bei schauen, was er uns so über seine Schule berichtet.
00:12:59:07 - 00:13:23:22
Und ein Gruppenfoto durfte natürlich auch nicht fehlen. Wir haben sozusagen eine Tradition entwickelt in den Schul entdeckungstour uns vor oder die Gruppen vor den Schulen zu fotografieren. Und die Teilnehmer hatten sehr viel Spaß. Und wenn ihr jetzt neugierig geworden seid, dann schaut doch mal auf unserem Instagram Kanal vorbei. Und nach dem Gruppenfoto starteten wir dann unseren Schulbesuch und haben Herrn Gärtner, den Schulleiter, getroffen.
00:13:23:24 - 00:13:49:02
Was auf jeden Fall als Besonderheit der Schule noch mal hervorzuheben ist. Es ist eine Lars Stützpunktschule. Das heißt, dass Kinder auch aus den umliegenden Gemeinden dorthin kommen können, um erst diagnostiziert zu werden und dann auch ab der dritten Klasse eben speziell beschult werden. Das heißt, die dritte Klasse ist dann auch noch mal aufgeteilt auf zwei Jahre. Und es gibt auch speziell ausgebildete Lehrkräfte, die dann mit den Schülerinnen und Schülern arbeiten.
00:13:49:03 - 00:14:23:23
Der Lehrer, der Lars Kinder unterrichtet, ist dafür auch ausgebildet und hat ja im Prinzip in zwei Jahren die Aufgabe, den Kindern beizubringen, wie sie mit ihrer Behinderung in Anführungsstrichen leben müssen und können. Da wird also die Klassenstufe drei geteilt in drei 132, weil die bedeuten mehr Unterricht haben. In Deutschland, also in dem speziellen muttersprachlichen Unterricht. Neben der Lessinggrundschule gibt es in der Region noch eine weitere Lars Stützpunktschule und der zweite Standort, den wir haben.
00:14:23:23 - 00:14:51:20
Da es in Europa auch eine Grundschule, die etwas kleiner ist, der Hälfte ungefähr von der Lessingschule und eine 30 Klasse hat. Das reicht für oben nicht. Wir haben momentan die Elast diagnostik zwei Wochen lang. Das sind in der Regel zwischen 16 und 70 Kinder, die da diagnostiziert werden aus 13 Schulen. Hier im Umkreis. Der Mangel kam nicht nur in Bezug auf das Thema Lars zur Sprache.
00:14:51:22 - 00:15:21:01
Herr Gärtner machte immer wieder deutlich, dass in der Region Lehrkräfte, Schulleitungen sowie weitere pädagogische Fachkräfte an Schulen fehlen. Er selbst leitet sogar zwei Grundschulen neben der Grundschule in Zittau noch die Grundschule in Oderwitz. Im Gespräch betonte Herr Gärtner daher auch, dass er sehr froh über die Unterstützung durch junge Menschen ist, die an der Schule eine Pädagogik absolvieren. In unserer Gruppe waren ja auch einige Teilnehmende dabei, die einen Effekt auf Pädagogik an einer sächsischen Schule gemacht haben.
00:15:21:03 - 00:15:41:23
Im Anschluss an das Gespräch führte uns Herr Gärtner noch durch das Schulgebäude. Die Lessinggrundschule ist eine der größten Grundschulen in Ostsachsen. Hier lernen fast 400 Schülerinnen und Schüler in 20 Klassen und werden unterrichtet von 34 Lehrkräften. Die Größe des Gebäudes kann man auch ganz gut höher als Schule und.
00:15:42:00 - 00:16:06:19
Als unser persönliches Highlight des Rundgangs war das Schulmuseum, in dem zahlreiche historische Gegenstände aufbewahrt werden. Eine der Räume war als historisches Klassenzimmer aus der Zeit bis 1945 eingerichtet. Wenn ihr jetzt neugierig geworden seid, wie das aussieht, dann schaut doch gern auf der Website der Lessinggrundschule vorbei. So, wir haben jetzt noch mal einen Ausflug ins Schulmuseum der Lessinggrundschule gemacht.
00:16:06:19 - 00:16:41:04
Und hier sind wir wirklich in eine andere Zeit versetzt mir die alten Schulbänke noch Tafeln, Schwämme, Rechenschieber, alte Lesebücher aus den dreißiger Jahren, Poesiealbum handgeschrieben, Hand gezeichnet, Aufsatzhefte. Hier wirklich sehr, sehr viel Material. All das hier kann man sich einmal zurückversetzen lassen. Nach dem Besuch der Lessinggrundschule haben wir uns auf den Weg zu unserer nächsten Station gemacht. Unterwegs haben wir unsere Teilnehmenden gefragt, welche Eindrücke sie bei dem Schulbesuch gewonnen haben.
00:16:41:07 - 00:17:00:22
Man hat gemerkt, dass sie definitiv motiviert waren aus unserem Job und schon irgendwie nah an den Lehrern war und wusste, was los ist. Da. Ja, ich finde auch. Also ich habe auch das Gefühl, da hätte ich am liebsten eine Woche erst mal adoptiert, um uns alles ganz genau zu zeigen, dass wir überall mit dabei sein können. Das hat auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht, ihm zuzuhören.
00:17:00:24 - 00:17:30:06
Und ich denke mal, wir hätten uns noch locker zwei Stunden mehr an der Schule verbringen können, ohne dass es langweilig wird. Ja, also ich fand die Grundschule auch aus meiner Perspektive als angehende Gymnasiallehrerin ganz spannend, weil wir durch den Schulleiter irgendwie eine ganz gute Perspektive auf die Schule bekommen haben, Fragen stellen konnten, die zwar nicht beantwortet wurden, aber man hat eben trotzdem gemerkt, dass sehr, sehr viel Motivation und Elan mitbringt, da was zu ändern und auch junge Lehrer einfach die Chance gibt, da ja was zu gestalten.
00:17:30:06 - 00:18:06:00
Und das fand ich eigentlich sehr schön. Ja, und auch irgendwie. Also die Schulentwicklung in dem Maße, wie er das glaube. Ich kann gerade als verhaltener Mensch irgendwie zumindest das Verhalten, was da ist und da vielleicht auch noch in Zukunft Potenziale rauszukitzeln. Aber an sich hat man, glaube ich, gesehen, dass zu Lehrermangel einfach ein großes Thema hier ist und eben auch nicht nur Lehrermangel, sondern auch Schulleiterinnen, Schulleiterinnen, Mangel und das einfach in den kommenden Jahren irgendwas passieren muss und vielleicht auch innovative Konzepte von Jobsharing bei Schulleiterinnen.
00:18:06:00 - 00:18:29:11
Positionen über das Schulleitermanagement, was er besprochen hat, dass da einfach irgendwie was passiert. Und es wäre sehr schön, spannende Gedanken. Das regt auf jeden Fall zum Weiterdenken an! Aus unserer Sicht gibt es hier ein großes Potenzial für junge Lehrkräfte, das Schulleben und die Schulentwicklung aktiv mitzugestalten. Und nachdem wir nun eine wirklich große Schule besucht haben, folgte gewissermaßen das Kontrastprogramm.
00:18:29:13 - 00:18:58:24
Unsere nächste Station war die Grundschule Mittelsdorf, und wie es dort weiterging, erfahrt ihr in der nächsten Folge. Hat der Podcast dein Interesse geweckt? Wenn du noch mehr Schulen in Sachsen kennenlernen möchtest, dann schau auf unserer Homepage vorbei. Www.perspektive minus Landpunkte in. Hier findest du viele Informationen rund um die sächsische Schullandschaft, Fördermöglichkeiten für Praktika, spannende Veranstaltungen und vieles mehr.
00:18:59:01 - 00:19:11:24
Wenn dir die Folge gefallen hat, dann empfiehlt sie gerne weiter. Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal. Perspective Land ist ein Programm der Deutschen Kinder und Jugendstiftung im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus.
Folge 17: Schul-Entdeckungstour Zittau, Teil 1
Diesmal haben wir etwas ganz Besonderes für euch: Wir nehmen euch mit auf unsere Schul-Entdeckungstour nach Zittau und Umgebung, die wir Mitte März 2023 mit zehn Lehramtsstudierenden unternommen haben.
Im ersten Teil lernt ihr unsere Teilnehmenden kennen und begleitet uns durch die Altstadt von Zittau, auf den Eurohof Dreiländereck in Hainewalde sowie zu unserem ersten Schulbesuch an die Lessing-Grundschule Zittau.
Weitere Infos zur Lessing-Grundschule Zittau: Start | Lessing Grundschule Zittau (sachsen.schule), Schulportrait Lessingschule
Weitere Infos zum Eurohof: Eurohof-Hainewalde.de
Diese Folge auf Spotify, Deezer oder Itunes hören, oder direkt hier in unserem Webplayer:
00:00:07:18 - 00:00:28:24
Perspektive Land. Der Schulpodcast. Du hast Lust, Schulen und ihre besonderen Konzepte kennenzulernen. Dann lass dich von unserem Podcast mit auf eine Entdeckungstour durch die sächsische Schullandschaft gehen. Wir sprechen mit Menschen in den Regionen und erfahren, wie es ist, dort zu lehren und zu leben.
00:00:29:01 - 00:00:53:08
Ein herzliches Hallo zu unserer neuen Podcastfolge, die uns wieder ins Erzgebirge führt und auch wieder nach Annaberg Buchholz. Diesmal bin ich im Gespräch mit einer Grundschule. Aber hört einfach selbst. Ich freue mich, dass ich jetzt verbunden bin mit der Schulleiterin der Grundschule Friedrich Verübeln Annaberg Buchholz und mit ihrer Kollegin. Hallo Frau Mauersberger und hallo Frau Thome, Hallo, Hallo!
00:00:53:10 - 00:01:25:17
Wir sind ja heute digital verbunden. Wo sind Sie denn gerade? Wir sitzen gerade bei mir im Schulleiterzimmer. Vor uns befindet sich das Sekretariat und wir freuen uns heute auf die Aufnahme. Dann stellen Sie sich doch gerne zu Beginn beide einmal kurz vor. Mein Name ist Diana Mauersberger. Ich unterrichte seit 1995 an der Grundschule Friedrich Fröbel hier in Annaberg Buchholz und seit 2020 bin ich hier als Schulleiterin tätig.
00:01:25:19 - 00:02:04:08
Ich unterrichte momentan in den Fächern Mathematik und Musik an unserer Schule und bin auch gleichzeitig Beratungslehrerin. Ja, mein Name ist dieser Thome. Ich habe mein Referendariat der 2019 in Chemnitz beendet. Dann habe ich danach eine kurze Zeit auch dort in Chemnitz an einer Schule gearbeitet und bin dann 2021 hier an die Schule Friedrich Fröbel in Annaberg gekommen und arbeite seitdem hier, unterrichte in den Fächern Sport ganz viel, in Mathematik leider nicht in Deutsch und in Sachunterricht.
00:02:04:12 - 00:02:36:22
Gut, dann würde ich Sie zu Beginn bitten, dass Sie mal den Satz ergänzen. Erst mal Frau Mauersberger Schule bedeutet für mich jeden Tag Überraschung, jeden Tag neue Spannung, aber auch neue Herausforderungen. Man weiß eigentlich nie so genau, was einen wirklich erwartet. Der Unterricht an sich schon, aber meistens kommen andere Ereignisse dazwischen, wie zum Beispiel Erkrankung von Kollegen, so dass man immer auf neue Überraschungen gespannt ist und sehr flexibel sein muss.
00:02:36:24 - 00:03:04:18
Ja, und Frau Thome, ich arbeite gerne an der Grundschule Friedrich Fröbel, weil ich arbeite gerne an der Grundschule Friedrich Fröbel, weil wir erstens ein sehr starkes Kollegium haben, was gut zusammenhält. Man kann sich immer sehr aufeinander verlassen, auch schon, wie die Frau Mauersberger angesprochen hat. Bei Krankheit finden wir immer irgendwie einen Weg, wie wir die Kinder gut bei Laune halten und den Stoff vermitteln.
00:03:04:20 - 00:03:25:09
Und weil auch jeden Monat ist es eigentlich gespickt von irgendwelchen Besonderheiten, sei es sportliche Wettkämpfe oder das wir hier uns im Stadtteil mit einbringen, so dass es auch nie langweilig wird. Sehr schön. Das macht doch Lust auf mehr. Vielleicht zu Beginn. Erstellen sie doch die Schule erst mal kurz vor das wir so ein Bild haben. Paar allgemeine Informationen.
00:03:25:09 - 00:03:52:11
Wo liegt die Schule? Wie viele Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sind dort unterwegs? Also unsere Schule befindet sich im Stadtteil Buchholz, der Bergstadt Annaberg Buchholz Wir sind zwischen zwei Straßen hier so ein bisschen eingebettet. Unsere Schule erstreckt sich über drei Etagen, wobei die untere Etage von der Oberschule, die bei uns in der Nachbarschaft befindlich ist, genutzt wird.
00:03:52:11 - 00:04:38:20
Als Technikzentrum also die haben dort ihren Hauswirtschaftsunterricht bei uns im Haus. Wir haben zurzeit 109 Kinder bei uns in sechs Klassen. Unsere Klasse zwei und drei sind jeweils zwei zügig. Die Klasse eins und vier einzüge ich. Im Moment sind sieben Lehrkräfte an unserer Schule beschäftigt, mit mir zusammen und ein Referendarin. Und wir haben zwei Kolleginnen, die sich momentan im Beschäftigungsverbot befinden, die im Februar Nachwuchs erwarten, sodass eben bei uns auch momentan die eine oder andere Stunde etwas gekürzt werden musste, weil das einfach, na ja, dem Lehrermangel geschuldet ist.
00:04:38:22 - 00:05:06:14
Und eine Kollegin wird uns im Januar Ende Januar verlassen, in den wohlverdienten Ruhestand. Und wir hoffen dort sehr auf Nachwuchs. Deswegen freuen wir uns auch. Das wird gleich ein bisschen Werbung machen können. Ansonsten haben wir seit kurzem bei uns im Haus noch eine Schulassistentin, die seit Anfang November bei uns tätig ist, die uns auch tatkräftig unterstützt. Und wir haben auch tageweise eine Sekretärin im Haus.
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Immer dienstags und donnerstags und freitags auch stundenweise eine Sekretärin aus einer anderen Annaberger Schule. Also wir helfen uns dort auch gegenseitig, sodass das relativ reibungslos abläuft. Zum Schulgelände vielleicht noch was. Wir haben bei uns einen kleinen Schulhof, der auch geschuldet der Lage hier in Buchholz. Wer Buchholz kennt, ist so ein bisschen terrassenartig angelegt, nicht so sehr groß ist.
00:05:33:09 - 00:05:58:14
Aber wir nutzen den Schulhof für unsere Hofpausen. Das war eben die Kinder dort in zwei Durchgängen den Hof nutzen lassen. Und die anderen Kinder, die grade nicht zur Hofpause sind, spielen bei uns in den Zimmern oder nutzen die Schulflure, wo wir spielen, Materialien bereitgestellt haben, was die Kinder nutzen können. Was zeichnet denn so das Schulleben auch aus? An der Grundschule Friedrich Fröbel?
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Also wir haben bei uns im Haus Ganztagsangebote, wo wir auch die örtlichen Vereine mit einbeziehen. Unser Hotel befindet sich zum Teil außerhalb unseres Schulgebäudes. Also wir arbeiten auch mit dem Haupt sehr gut zusammen. Einige Räume werden nachmittags bei uns auch mit vom Hort genutzt. Ansonsten ist unsere Schule 2000 rekonstruiert worden und im Innerhalb des Schulhauses erkennt man so die phrygischen Prinzipien wieder.
00:06:31:09 - 00:07:04:21
Seine Formen von Dreieck und Quadrat. Wir haben auch für die Spielpausen Spielmaterialien an Fröbel angelehnt für die Kinder mit zur Verfügung. Er ist ja der Begründer der Kindergärten gewesen. Allerdings muss ich sagen, der Name bestand schon, bevor ich hier angefangen habe. Also das ist schon Tradition. Unsere Nachbar oberschule trägt den Namen Pestalozzi. Also man merkt schon, es ist eine Anlehnung an die Erziehungswissenschaftler dort vorhanden.
00:07:04:23 - 00:07:39:15
Wir bemühen uns, unsere Kinder entsprechend ihren ihren Neigungen auch zu fördern. Im Rahmen des Förderunterricht es im Rahmen auch von der Beteiligung an verschiedenen Wettbewerben. Zum Beispiel bei uns wird auch teilgenommen an der Mathematikolympiade. Wir beteiligen uns an dem Knobelwettbewerb, dem Känguru Wettbewerb, aber auch an verschiedenen sportlichen Wettkämpfen und haben auch bei uns integrativ Kinder im Haus. Ja, Sie haben schon gesagt, es gibt wenige Lehrkräfte und nur sechs Klassen.
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Also es ist eine sehr kleine Schule. Vielleicht, Frau Thoma, Sie haben ja vorher in Chemnitz gearbeitet. Vielleicht können Sie mal so ein bisschen erzählen, Was sind so aus Ihrer Sicht die Unterschiede? Was ist jetzt anders, an so einer kleinen Schule zu arbeiten? Ja, also im Gegensatz zu der Schule, wo ich vorher gearbeitet habe, ist die Friedrich Fröbel Grundschule schon wesentlich kleiner.
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Auch alleine die Klassenstärke ist zum Teil um einiges angenehmer. Man hat wesentlich mehr Platz in den Räumen durch die wenigen Kinder und man kann eben auch noch mal ein bisschen individueller mit den Kindern arbeiten, weil es weniger sind. Ansonsten würde ich auch sagen, die Verbindung zu den Eltern ist ja doch noch etwas stärker ausgeprägt. Also die Eltern bringen sich in allen Klassen durchweg wirklich sehr gut ein und unterstützen uns sowohl bei Projekten als auch bei Wandertagen oder anderen Festlichkeiten.
00:08:33:14 - 00:08:58:09
Am vergangenen Wochenende hatten wir in Buchholz ja einen Weihnachtsmarkt, der von den Eltern auch sehr mit unterstützt wurde, so dass wir als Lehrkräfte dort auch sehr entlastet werden. Und auch im Vorfeld haben wir sehr viel mit den Kindern gebastelt an einem Tag. Und dort haben uns die Eltern auch wunderbar unterstützt. Es war wirklich sehr schön. Von meinen Erfahrungen her geht das in den städtischen Schulen ein wenig verloren.
00:08:58:11 - 00:09:23:03
Dort gibt es aber sicherlich auch Beispiele, die anderes zeigen. Ja, soweit erst mal dazu. Sie haben schon angesprochen das Thema Elternarbeit und dass es da auch Unterschiede gibt. Wie ist das denn so mit dem Verhältnis zwischen Eltern und Kindern? Oder auch wie gestaltet sich die Elternarbeit, insbesondere wenn es da vielleicht auch mal Probleme gibt? Probleme im Elternhaus oder auch in der Schule?
00:09:23:04 - 00:09:45:10
Wie gehen Sie damit um? Also wie wir schon gesagt hatten, unsere Schule ist ja eine kleine Schule. Es ist also das Verhältnis auch so ein bisschen, zum Teil wie eine große Familie. Die Zusammenarbeit mit den Eltern, viele aus unserer Elternschaft sind zum Teil selbst hier als Schüler gewesen bei uns, so dass man sie also nach Jahren dann auch wieder trifft.
00:09:45:12 - 00:10:12:21
Naja, wohl auch das Verhältnis dann entsprechend gut ist oder offen. Man geht aufeinander zu. Wenn es Probleme gibt, sprechen wir das mit den Eltern an und das denke ich, ist bei so einer kleinen Schule doch wesentlich einfacher als in einer großen städtischen Schule, wo man dann vielleicht wirklich auch drei zügig auf den Klassenstufen unterrichtet, wo man mitunter den Überblick vielleicht nicht mehr ganz so hat.
00:10:12:23 - 00:10:37:06
Na also. Bei uns ist es meistens so, dass wirklich jeder Lehrer alle Schüler der Schule kennt und dass dann die Verbindungen eben wirklich noch da sind zu den Eltern, auch zum Teil zu den Großeltern, weil sie ja vorher die Eltern bei uns waren. Dass man dort auch auf alle Kontakte zurückgreifen kann, auch Stärken Schwächen kennt, wo man dann dort einfach anknüpfen kann.
00:10:37:11 - 00:11:00:01
Ja, in Hinblick auf jetzt zum Beispiel DAZ, also wenn man jetzt das noch als Vertiefungsfach sozusagen wählt, wie setzen sich denn da die Klassen bei Ihnen zusammen? Also haben sie daz Kinder und. Genau. Wird das überhaupt so jetzt benötigt im ländlichen Raum oder sagen sie da sind sowieso so wenig Kinder, das brauchen wir hier gar nicht so sehr.
00:11:00:03 - 00:11:26:10
Also wir haben momentan bei uns im Haus sehr wenige Kinder. Wir haben einige, die nicht Deutsch als Muttersprache haben. Aber es gibt ja in Annaberg in der Grundschule kleinere Goswalde direkt DAZ Klassen, also die befindet sich ja bei uns in unmittelbarer Nachbarschaft zu zirka zwei Kilometer Entfernung, so dass die Kinder am Anfang dort unterrichtet werden, aber nachher ja auch an ihre Stammschule zurückkommen.
00:11:26:12 - 00:12:02:22
Also ich denke, das wird doch schon gebraucht, gerade auch im Hinblick jetzt auf die Kinder, die aus der Ukraine kommen. Und da wurden in anderen Schulen bei uns in Annaberg auch schon sogenannte FAUQ Klassen untergebracht, wo die Kinder erst einmal zusammen an die Sprache herangeführt werden. Aber bei uns ist es natürlich auch schon nötig. Wir haben wie gesagt bei uns auch zurzeit zwei Kinder, wo das benötigt wird, die das im Rahmen zum Teil vom Förderunterricht haben.
00:12:02:24 - 00:12:26:21
Also ich würde jetzt nicht sagen, dass es im ländlichen Raum nicht gebraucht wird. Es wird sicherlich die eine oder andere Schule geben, wo das vielleicht mehr nötig ist. Aber generell, dass es nicht gebraucht wird, kann ich nicht sagen, weil dann tauscht man sich ja auch mit den Schulen aus, dass man zum Teil Kollegen stundenweise mal aborten gehen könnte, wenn das dort benötigt wird.
00:12:26:21 - 00:12:50:02
Und da weiß ich, das ist ganz sicher so, okay. Sie haben vorhin ja auch schon gesagt, Sie werden eine Kollegin verabschieden in den Ruhestand. Wie ist denn aktuell der Lehrkräfte Bedarf bei Ihnen in der Schule und welche Fächer sind da vielleicht auch besonders benötigt? Bei uns ist es im Moment so Die Kollegin, die aufhört, hat das Fach Werken unterrichtet.
00:12:50:04 - 00:13:16:17
Also dort haben wir bedauert. Ich habe aber auch Signale aus dem eigenen Kollegium, dass die Kollegen bereit sind und auch bereit wären, sich dort weiterzubilden. Aber wir brauchen eben auch trotzdem Klassenleiter, weil die Kollegin ja eine Klasse drei dann in dem Fall abgibt. Wir haben die Referendarin im Haus ja. Ansonsten ist der Bedarf bei uns im Fach Musik immer da.
00:13:16:21 - 00:13:39:02
Also dort weiß ich auch von den Kollegen aus den anderen Schulen. Ich bin bei uns die Einzige, die das noch in der Ausbildung hatte. Wir haben schon Kollegen im Haus, die das Fachfremden mit unterrichten. Die wird da an die Seite springen. Ansonsten der Bedarf wie gesagt, nach Klassenlehrerin, Werkunterricht, aber auch Kunst. Gut aufgestellt sind wir momentan bei Sport.
00:13:39:07 - 00:14:03:12
Na Frau Sturm haben wir da als Verstärkung dazubekommen und eine die zweite Sportlehrerin bei uns im Haus ist auch gleichzeitig auch in der Ausbildung noch mit tätig, auch als Fachberater im Fach Religion, sodass es eben bei uns auch so ist, dass wir Kollegen haben, die nur von den sieben teilweise bei uns stundenweise bei uns untergebracht sind und dann noch an anderen Schulen einspringen.
00:14:03:14 - 00:14:28:06
Eine Kollegin hilft momentan auch noch in einer anderen Schule mit dem Fach Englisch aus. Also diese Fächer sind bei uns vorhanden, Aber wie gesagt bedarf es momentan verstärkt im Fach Werken dann okay. Dankeschön dann. Frau Thome, Sie haben vorhin schon ein paar Sätze gesagt zum Kollegium und haben schon gesagt, dass das ein sehr guter Zusammenhalt ist. Können Sie das noch ein bisschen näher beschreiben?
00:14:28:08 - 00:14:53:16
Ja, also durch die Größe unserer Schule tauschen wir uns wirklich sehr aktiv aus. Über unseren Unterricht, auch über die Kinder. Also jeder weiß eigentlich bei jedem so ein bisschen, was los ist. Man kann immer fragen, sowohl die älteren Kollegen, die helfen einem gern und man kann aus deren Wissen schöpfen und fragen, wie die das eh immer schon im Unterricht handhaben oder auch einfach die Erfahrungen mit den Eltern.
00:14:53:16 - 00:15:19:15
Vielleicht. Also wie man mit den Eltern dann auch umgeht. In speziellen Situationen und auch durch die jüngeren Kollegen eben auch eine Referendarin. Die bringt auch viele frische neue Ideen auch mit aus der Lehrer Ausbildungsstätte. Ich denke wir sind bestimmt auch alle froh, das mal so ein bisschen jüngere und neue Kräfte mit reinbekommen, die eben dann mal wieder neue Dinge ausprobieren, neue Ideen mitbringen.
00:15:19:17 - 00:15:47:01
Denn so der Alltag, auch die Corona Situation und eben immer wieder die Krankheitsfällen, die kommen, die sind schon belastend für ein Kollegium. Aber ich denke, das meistern wir wirklich sehr, sehr gut. Ja, da bin ich sehr, sehr froh, dass man da auf einer familiären und auch freundschaftlichen Basis miteinander kommunizieren können Sie ja dann auch. Vielleicht besonders wichtig, weil man in so einem kleinen Kollegium zusammenarbeitet, dass man da auch dann sich gut versteht, miteinander und aufgrund der kleinen Schule bekommt man auch.
00:15:47:01 - 00:16:16:17
Also so ist es jetzt meine Erfahrung im Vergleich zu der Chemnitzer Schule, an der ich war. Man bekommt eben auch von allem mehr mit, sowohl von der Arbeit des Schulleiters oder der Schulleiterin, die Verwaltungsakte, die eben auch im Hintergrund mitlaufen. Das sind so Sachen, die in einer großen Schule mit Sicherheit eher nicht an jeden herangetragen werden. Und so finde ich es sehr abwechslungsreich und man bekommt einen Einblick, wie man sich vielleicht auch wenn man das möchte, mal weiterentwickeln kann.
00:16:16:17 - 00:16:48:13
Ob das was für einen ist. Ja, das haben wir auch gehört in unserem Podcast mit der Lehrer Ausbildungsstätte Annaberg Buchholz, das ja die Chancen im ländlichen Raum wesentlich höher sind, eine Schulleitungsstelle zu bekommen. Ja, das sind einige Schulen noch ausgeschrieben, also die suchen auch ganz sehr. Aber auch im Dorf, selbst in der Lehrerausbildung wird immer wieder gesucht. Also wo viele Schulen auch angesprochen werden, ob sie Kollegen noch zur Verfügung stellen können, Abordnungen können.
00:16:48:15 - 00:17:18:15
Der Mangel im ländlichen Raum, denke ich, ist enorm. Hmm, ja, na ja, dazu wollen wir jetzt ein bisschen was beitragen, da was entgegenzusetzen. Genau. Ich würde gern noch mal jetzt haben wir so in die Schule so rein geguckt. Jetzt würde ich gerne mit Ihnen noch mal ein bisschen rausgucken im Sinne von wie handhaben Sie es denn so mit Zusammenarbeit und Kooperationen, also zum Beispiel auch mit anderen Schulen in der Region oder in Annaberg oder auch mit außerschulischen Lernorten?
00:17:18:20 - 00:17:48:16
Ja, also wir haben eine Kooperation mit unserer Kita, die sich in der Nähe befindet, wo es sehr viele Kinder dann auch unsere Grundschule besuchen. Die befindet sich circa 500 Meter von der Schule entfernt, sodass wir dort auch einen engen Kontakt pflegen. Eine Kooperation selbstverständlich mit dem Hort haben wir schon. Das ist unerlässlich, gerade weil der Hort teilweise eben auch unsere Unterrichtsräume mit für die Nachmittagsbetreuung nutzt.
00:17:48:20 - 00:18:11:16
Wir haben aber auch Kooperationen mit Vereinen. Wie gesagt, hatte ich vorhin schon mal erwähnt, mit örtlichen Vereinen im Rahmen der Ganztagsangebote. Also das wurde zum Beispiel mit dem DRK Kontakte pflegen, weil die bei uns ein Angebot erste Hilfe machen. Aber auch mit in der Nachbarschaft befindet sich die Freiwillige Feuerwehr. Also die helfen uns dann auch bei der Gestaltung des Unterrichts.
00:18:11:16 - 00:18:44:07
Wenn das Thema ist oder auch neben der Schule befindet sich gleich die Kirche. Auch da haben wir gute Verbindungen, dass wir das mit einbeziehen können, zum Beispiel ist bei uns so eine Tradition, dass wir gerade am letzten Schultag vor Weihnachten uns dort alle einfinden zu einem gemeinsam Weihnachtslieder singen, was dann so das ja in dem Sinne ein bisschen ausklingen lässt, aber auch sonst im Rahmen von Ganztagsangeboten beziehen, wo viele örtliche Dinge mit ein auch öffentliche Einrichtung hat.
00:18:44:08 - 00:19:15:18
Die Kollegen besuchen die Stadtbibliothek mit den Kindern oder auch ortsansässige Firmen. Klasse vier im Sachunterricht, dass man dort mal reinschauen kann, zu Besuch gehen kann. Also diese Dinge beziehen wir hier mit ein und auch im Rahmen von Sportwettkämpfe mit den Sportverein. Wir haben hier einen örtlichen Handballclub, einen Fußballverein, da bestehen eigentlich wirklich auch enge Verbindungen. Die Klasse vier, die schnuppert zum Beispiel auch in die weiterführenden Schulen.
00:19:15:18 - 00:19:38:22
Hier in der Region oder im Ort waren die Pestalozzi Grundschule etwa die Pestalozzi Oberschule, die ja hier nicht unweit von uns entfernt liegt, lädt auch die Kinder ein für einen Schnuppertag und die gestalten dann für die Kinder auch einen schönen Tag, dass sie eben mal dort schauen können, ob sie die Schule besuchen wollen. Genau. Ja zur Zusammenarbeit zwischen den anderen Grundschulen.
00:19:38:22 - 00:20:07:15
Auch im Ort ist es also so, dass wir die Grundschule an der Riesenburg noch haben. Dort befinden sich auch zwei oder sind untergebracht, zwei leicht lassen. Von daher arbeitet man dort auch gut miteinander, Um praktisch diese Überprüfung oder die Überleitung der Kinder, die dann schneller als haben, zu gewährleisten. Wir haben noch die Grundschule im Bildungszentrum Adam Ries. Auch dort bestehen enge Verbindungen oder mit der Grundschule in kleinen Rückerswalde.
00:20:07:15 - 00:20:35:17
Wir beraten uns auch gegenseitig die Schulleitungen und wir treffen uns dort auch zu gemeinsamen Beratungen. Wie schon gesagt, kommt, diese Woche haben wir wieder eine. Da geht es um die DAZ Ausbildung der Kinder, wie das auch geregelt wird. Also von daher besteht wirklich eine enge Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Schulen auch im Ort. Dann würde ich gerne noch mal Sie haben schon dieses Weihnachtslieder singen erwähnt.
00:20:35:19 - 00:21:02:24
Wie ist es denn so mit Blick auch auf die Schulgemeinschaft? Sie haben ja auch beschrieben, dass es sehr familiär ist, was gibt es denn so für Traditionen, die Sie auch so bewahren, also gerade mit Blick auf dieses Gemeinschaftsgefühl? Wir treffen uns zum Beispiel in unserem Aufenthaltsraum. Wir haben keine größere Aula im Haus, einfach den baulichen Bedingungen geschuldet. Und im Aufenthaltsraum treffen wir uns immer zu Monatsbeginn und ehren dort unsere Geburtstagskinder zum Beispiel.
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Oder wir treffen uns auch dort, wenn Wettbewerbe anstehen, um die Kinder darauf einzustimmen. Wir haben, das hatte die Foren bereits erwähnt, einen stand immer auf dem Buchholzer Weihnachtsmarkt und dort wird vorher gemeinsam mit den Kindern klassenübergreifend gebastelt. Na also. Das ist auch schon eine schöne Tradition, die leider in den letzten Jahren aufgrund von Korona nicht stattfinden konnte. Dieses Jahr ist es wieder angelaufen, da haben sich auch alle sehr gefreut.
00:21:32:19 - 00:22:07:00
Alle waren ganz sehr bei der Sache, inklusive der Eltern. Aber wir nehmen wie gesagt auch oft einen Wettbewerb ein Teil, wo wir auch die Eltern mit einbeziehen. Dass die Eltern auch dort die Kinder zum Teil mit betreuen, uns dort an die Seite springen und uns mit helfen. Ansonsten an Traditionen ist es auch, dass wir eben auf den Klassenstufen oder Klassenstufen Basis verschiedene Klassen feiern gestalten, sei es die Schuljahres Ausklang oder auch die Schulanfang Feier ist bei uns Tradition.
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Dass immer die neue Klasse drei das Schulanfang sprogramm gestaltet für die Kinder, dass die Klasse vier sich teilweise verabschiedet mit kleinen Geschenken, mit Bastelarbeiten für die neuen eins und die Klasse vier verabschiedet sich von allen mit einem großen Abschlussprogramm. Das findet bei uns dann in der Turnhalle statt. Also das sind so einige ausgewählte Sachen, die bei uns sich fest verankert haben.
00:22:35:06 - 00:23:04:18
Ja, sehr schön, Frau Thoma. Vielleicht noch bevor Sie jetzt gleich in den Unterricht verschwinden müssen mit Blick auf Praktikum oder Referendariat. Also wenn Lehramtsstudierende jetzt an die Grundschule Friedrich Fröbel kommen würden, was erwartet sie denn dann? Die Studierenden oder die Praktikanten? Erwartet erst mal ein sehr nettes Kollegium, was mit offenen Armen immer wieder Unterstützung willkommen heißt. Die Studierenden dürfen in die Klassen mit hineinschnuppern.
00:23:04:20 - 00:23:34:09
Wenn sie sich das zutrauen, dürfen sie uns auch im Unterricht unterstützen. Die Referendare sowieso. Ich denke, wir sind ein Kollegium, was sehr offen ist für neue Ideen. Wir lassen die Studierenden und Referendare auch ausprobieren, sind da wirklich sehr zugänglich und versuchen uns immer wieder gut miteinander abzusprechen, Probleme, Fragen aus der Welt zu schaffen. Und ich denke, auch die Kinder gehen immer sehr, sehr offen wieder auf neue Menschen bei uns hier an der Schule ein.
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Gerade in letzter Zeit hatten wir das oft, dass Praktikanten uns besucht haben und die wurden von den Kindern immer sehr willkommen geheißen. Ich kann gerne jeder zu uns kommen, der sich mit dem Schulleben beteiligen möchte. Wir freuen uns sehr. Vielen, vielen Dank! Dann würde ich Sie an der Stelle schon mal entlassen. Dass Sie genau das Sie ganz entspannt in Ruhe in den Unterricht gehen können.
00:23:55:09 - 00:24:27:09
Vielen, vielen Dank, dass Sie dabei waren. Danke. Zum Abschluss würde ich mit Ihnen gerne noch mal auf den Standort Annaberg Buchholz auch schauen. Was ist denn so in Annaberg, wo Sie sagen, das ist so besonders lebenswert, Vielleicht auch für junge Leute, für Familien? Also es ist bei uns ja, wie gesagt, wir sind große Kreisstadt und der Stadtteil Buchholz Bei uns liegt ein bisschen außerhalb, aber wir haben sehr viel Natur ringsherum, auch das, was wir ja zum Teil auch als Schule mit nutzen.
00:24:27:15 - 00:25:02:15
Wenn wir Unterricht draußen machen zu Unterrichtsgängen. Der Wald ist sehr in der Nähe. Wir haben hier in der Nähe den Waldschlösschenpark, wo man auch mit Familien sich erholen kann. Wir haben in der Stadt Annaberg Buchholz natürlich auch vielfältige kulturelle Angebote, seien es Museen, Sporthallen, wo auch Vereinsleben vorhanden ist und auch gepflegt wird. Wir haben ringsherum auch viele Ausflugsmöglichkeiten, die man nutzen kann, die natürlich auch von vielen Touristen gern besucht werden.
00:25:02:20 - 00:25:38:17
Zum einen jetzt bei uns in der Nähe wären zum Beispiel auch verschiedene Stollen zu erwähnen, die man besuchen kann, wo man eben in die Bergwerksgeschichte auch einbringen kann. Was wir natürlich auch mit den Kindern teilweise im Unterricht nutzen und einbeziehen. Bei uns im Stadtteil Buchholz gibt es auch ein Eigenheimen Standort, wo viele junge Familien sich niedergelassen haben. Deshalb haben wir eben auch viele Kinder bei uns, die aus diesem Gebiet kommen, Aber auch ansonsten denke ich, unsere Stadt ist lebens und lebenswert.
00:25:38:19 - 00:26:11:02
Es ist vieles im Bau. Gerade unser Bahnhof wird umgestaltet. Dort wird ja eine Außenstelle der TU Chemnitz auch stattfinden. Der Campus, wo dann Forschung betrieben wird, auch wo ich denke das bringt in der nahen Zukunft auch noch mehr junge Leute zu uns. Und ansonsten, wie gesagt, kann man sich auch seine Freizeit hier gut vertreiben. Ja. Gibt es noch was zur Schule oder zur Region, was sie noch wichtig finden, was jetzt noch nicht zur Sprache gekommen ist?
00:26:11:04 - 00:26:35:02
Zur Schule oder zur Region? Also wir sind nicht nur Erzgebirgsland oder Weihnachtsland. Manchmal wird man darauf so ein bisschen beschränkt. Selbstverständlich ist die Zeit jetzt gerade die Adventszeit wieder bei uns. Sehr schön, sehr gemütlich. Wenn man abends mal durch Buchholz geht, ist das oder wirkt das wie so ein großer Weihnachtsberg, wenn alles beleuchtet ist? Das ist alles sehr schön.
00:26:35:04 - 00:27:16:15
Die Menschen hier sind sehr offen, gehen auch wirklich auf andere zu. Wir wünschen uns natürlich, dass unsere Grundschulen auch weiter erhalten bleiben. Wir warten auf Nachwuchs aus der Lehrerschaft. Von daher sind wir natürlich auch immer sehr offen und freuen uns, wenn nicht nur alle Studierende in die Stadt wollen, sondern auch. Wir sind ja auch eine Stadt, zwar keine Großstadt, aber gerade die Frau Thoma hatte es auch schon gesagt und wir hatten auch schon die Rückmeldung von einigen, dass sie gesagt haben okay, so, die kleineren Schulen sind doch noch bisschen überschaubarer.
00:27:16:17 - 00:27:42:09
Es ist das Miteinander vielleicht zum Teil noch ein bisschen verstärkter vorhanden. Dann komme ich zu meiner letzten Frage. Wie immer in unserem Podcast ist die letzte Frage Was möchten Sie Lehramtsstudierenden mit auf den Weg geben? Seien Sie immer offen und bleiben Sie gespannt. Lassen Sie sich auf die Kinder ein auch von Rückschlägen. Bitte nicht entmutigen lassen. Na also.
00:27:42:09 - 00:28:06:08
Es ist nicht jeder Tag eitel Sonnenschein, aber es ist eine ganz spannende Aufgabe, eine ganz spannende Arbeit mit den Kindern zu arbeiten, den Kindern etwas weiterzugeben, aber auch von den Kindern Rückmeldungen zu bekommen. Also ich glaube, es ist nichts Schöneres, als wenn ein Kind am Stundenende vielleicht sagt Oh je, die Stunde ist schon um. Also seien Sie doch immer gespannt.
00:28:06:08 - 00:28:30:15
Und wie gesagt, wir sind auch als Kollegen immer dankbar für neue Hinweise, für neue Ideen, dass sie sich das bewahren. Wie gesagt, seien Sie mit viel Herzblut dabei und bei uns immer herzlich willkommen. Ja, dann kann ich nur noch sagen Vielen, vielen Dank für alles, was Sie berichtet haben und all das genau, was Sie zu Ihrer Schule gesagt haben.
00:28:30:15 - 00:29:02:02
Ich denke, das war sehr motivierend. Das hoffe ich. Ich danke Ihnen. Hat der Podcast dein Interesse geweckt? Wenn du noch mehr Schulen in Sachsen kennenlernen möchtest, dann schau auf unserer Homepage vorbei. Www.perspektive minus Landpunkte in. Hier findest du viele Informationen rund um die sächsische Schullandschaft. Fördermöglichkeiten für Praktika, spannende Veranstaltungen und vieles mehr. Wenn dir die Folge gefallen hat, dann empfiehlt sie gerne weiter.
00:29:02:04 - 00:29:04:03
Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.

Folge 16: Grundschule "Friedrich Fröbel" Annaberg-Buchholz
In Folge 16 sprechen wir mit der Schulleiterin und einer jungen Lehrerin an der Grundschule "Friedrich Fröbel" im Stadtteil Buchholz. Sie erzählen über die Vorzüge und Herausforderungen an einer kleinen Schule, das familiäre Schulleben mit erzgebirgischen Traditionen, den starken Zusammenhalt im Kollegium und in welchen Fächern dringend Lehrkräftenachwuchs gebraucht wird.
Weitere Infos zur Schule findet ihr hier:
https://cms.sachsen.schule/gsanafroebel/startseite.html
Diese Folge auf Spotify, Deezer oder Itunes hören, oder direkt hier in unserem Webplayer:
00:00:07:18 - 00:00:28:23
Perspektive Land. Der Schulpodcast. Du hast Lust, Schulen und ihre besonderen Konzepte kennenzulernen. Dann lass dich von unserem Podcast mit auf eine Entdeckungstour durch die sächsische Schullandschaft gehen. Wir sprechen mit Menschen in den Regionen und erfahren, wie es ist, dort zu lehren und zu leben.
00:00:29:00 - 00:00:56:08
Hallo und herzlich willkommen zu unserer heutigen Podcastfolge. Dass es diesmal wieder eine Spezialfolge. Denn wir sind im Gespräch mit der Lehrer Ausbildungsstätte Annaberg Buchholz. Und wenn ich mir sage, dann meine ich damit heute mich und Manuela. Eine Studentin der TU Chemnitz. Manuela hat im Rahmen unserer Hospitationsreise ins Erzgebirge, die im Oktober stattgefunden hat, auch die Lehrer Ausbildungsstätte schon persönlich und vor Ort kennengelernt.
00:00:56:10 - 00:01:19:23
Und sie wird mich heute bei dem Interview unterstützen. Dann ein herzliches Hallo und herzlich willkommen in die Runde! Hallo Manuela, hallo und Hallo, liebe Frau Schneider und Frau Meinecke. Hallo, Hallo! Schön, dass es geklappt hat und wir uns heute hier sehen. In digitaler Runde. Als erstes, liebe Manuela, stell dich doch bitte kurz vor. Ja, Hallo. Also mein Name ist Manuela.
00:01:20:00 - 00:01:50:05
Ich freue mich total, heute dabei zu sein und meine Fragen an die Mitarbeiterinnen der Lehrer Ausbildungsstätte Annaberg Buchholz stellen zu können. Und ich denke, dass meine Fragen viele Studierende interessieren können. Ja, wer bin ich? Ich bin inzwischen schon Mitte 40 verheiratet, habe drei Kinder und bin in den nordwestlichsten Zipfel des Erzgebirgskreises sesshaft geworden, lebe also im ländlichen Raum.
00:01:50:07 - 00:02:15:10
Ja, mein Abitur ist schon eine Weile her. 1998 habe ich das gemacht und bin dann in die Ausbildung gestartet, zur Pharmazeutischen Technischen Assistentin. Hab viele Jahre in dem Beruf gearbeitet, bis es schließlich zum Studium gekommen bin und bin jetzt in der TU Chemnitz unterwegs. Genau das studierst ja jetzt Lehramt. Was hat dich denn eigentlich dazu bewogen, jetzt auf das Lehramt zu wechseln?
00:02:15:12 - 00:02:39:07
Ja, das hat mehrere Gründe. Ich würde sagen, das sind so vier Momente, die mich da bewegt haben, meine berufliche Situation noch mal zu überdenken. Zum einen ist es ich habe mein Abitur gemacht, habe nie studiert und es war immer irgendwie ein Thema, das hat zeitweise geruht. Dann kam es aber immer wieder auf und ich hab gedacht Mensch, irgendwie, warum hast du das Abitur gemacht und hast nicht studiert?
00:02:39:09 - 00:03:08:18
Das zweite ist, dass ich berufsbegleitend oder ich würde sagen parallel zum Beruf, es gehörte nicht zu meiner PTAusbildung an soll parallel zum Beruf eine Seminar, eine Weiterbildung Ausbildung gemacht habe im Rahmen Kommunikation, wo es darum ging, wir interagieren Menschen. Warum interagieren Menschen so, wie sie interagieren? Wie entstehen Konflikte? Wie kann man die vermeiden? Und alles, was damit zusammenhängt.
00:03:08:23 - 00:03:35:04
Also es geht um zwischenmenschliche Prozesse. Ja, und durch dieses, durch diese Ausbildung habe ich auch einen anderen Blick auf meinen Beruf entwickelt. Also ich habe gemerkt, die Ausbildung macht mir wahnsinnig viel Spaß, es fordert mich und in meinem Beruf passte das irgendwie nicht mehr dazu. Ja, ich habe gemerkt, dass ich einfach nur noch routinemäßig arbeite. Und da habe ich gesagt, es muss sich was ändern.
00:03:35:06 - 00:04:02:14
Bis ich mich aber dann trotzdem doch entschieden habe, das zu ändern. Gab es dann noch ein Erlebnis mit einem Bekannten Elternpaar, deren Sohn in der Schule immer wieder Probleme hatte mit den Lehrkräften bzw die Eltern und die Lehrkräfte eben miteinander irgendwie in Konflikt hatten und ich gedacht hab Mensch, irgendwas läuft schief. Irgendwie muss das anders geregelt werden können.
00:04:02:14 - 00:04:23:07
Und das hat mich eigentlich motiviert zu sagen okay, ich schau mal selber rein, gehe selber in das System und mit 40 zum 40. Geburtstag habe ich dann gedacht also wenn ich jetzt nicht studiere, dann mache ich es nie wieder. Und bin dann einfach ins kalte Wasser gesprungen und habe es gemacht. Ich habe Gott sei Dank den Background meiner Familie, dass mir das möglich ist.
00:04:23:13 - 00:04:48:10
Nun bist du ja auch mit uns schon auf Hospitationsreise gewesen, mit Perspektive Land im Erzgebirge und hast die Lehrer Ausbildungsstätte ja auch schon ein bisschen kennengelernt. Was motiviert dich denn, die auch Schulen anzuschauen außerhalb der Großstädte, also auch so in den Bedarfsregionen, wie man ja sagt? Na ja, zum einen bin ich selber sesshaft im ländlichen Bereich und in der Bedarfsregion.
00:04:48:12 - 00:05:20:10
Also auch mein Studium an der TU Chemnitz ist natürlich gewählt. Dadurch, dass ich hier wohne, also ein Studium in Dresden oder in Leipzig, kam für mich jetzt nicht in Frage, so dass es für mich eigentlich eine logische Konsequenz ist, in der Bedarfsregion hier im Umkreis einer Schule zu suchen oder eben dort zu arbeiten. Abgesehen davon aber bin ich eher ein Mensch, der lieber also nicht in diesen Ballungszentren von Leipzig und Dresden arbeitet, sondern schon diesen ländlichen Bereich mag.
00:05:20:12 - 00:05:47:00
Na, es ist. Es fängt an bei der Natur. Es geht weiter über die zwischenmenschlichen Kontakte. Das ist mal wieder bei diesem Thema. Das ist einfach. Ich denke, in der Stadt ist es viel anonymer und im ländlichen Bereich oder halt auch so in der Bedarfsregion, dass man dann doch mehr Kontakt oder intensivere Kontakte zu den Mitmenschen hat. Und ja, eine kleine Schule.
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Es birgt die Chance, da ja mit den Kollegen anders zu arbeiten als an einer großen Schule, die mehr zügig ist, ja, wo man dann doch vielleicht nicht in der Anonymität verschwindet. Aber auch nicht ganz so gesehen wird. Ja, vielen Dank dir. Dann würde ich jetzt gerne Frau Schneider und Frau Meinecke mal mit ins Gespräch holen. Stellen Sie sich doch auch bitte beide kurz vor.
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Ja, mein Name ist Corinna Schneider. Ich bin die Leiterin der Lehrer ausbildungsstätte in Annaberg Buchholz. Ich bin auch Mitte 40 und habe auch ähnlich wie die Manuela mein Abitur in diesem Jahrgang ungefähr absolviert, habe dann auch nach einem kurzen Umweg, dass er an Grundschulen in Leipzig studiert und habe dann auch mein Referendariat in Leipzig absolviert. Einfach auch aus dem Grund, weil es in Chemnitz oder auch in Löbau oder in Annaberg Buchholz damals noch gar keine Lehrer Ausbildungsstätte gab, sondern da gab es nur das die Standorte Dresden und Leipzig.
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Ich habe damals in Zwickau gewohnt. Ja, und dann hat mich die Liebe ins Erzgebirge verschlagen. 2008 und habe dann hier bin dann ja hier in einer Schule heimisch geworden und 2012 bin ich aber dann in die Lehrerausbildung eingestiegen. Ja, um einfach ja. Ich habe gefühlt ähnlich wie Sie, Manuela. Man könnte noch mehr tun, ja doch ein Stück was zu bewegen.
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Und ja, bin 2012 eingestiegen in Chemnitz an der Lehrer Ausbildungsstätte für das Fachschulrecht. Habe dann 2014 das Fach Mathematik dazugenommen, um dann 2016 also immer schön alle zwei Jahre mich der Aufgabe als Haupt Ausbildungsleiterin gestellt und 2019 wurde ja dann die Lehrerausbildung steht in einer Bergbuchhalter eröffnet und da haben die Frau Meinecke und ich und wir kennen uns jetzt schon viele, viele Jahre uns kurz angeschaut und haben gedacht, wir stellen uns der Aufgabe.
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Danke schön, Frau Meinecke. Ja, mein Name ist Jana Meinecke. Ich bin schon ein kleines bisschen länger im Schuldienst, bin eingestiegen 1995 in den Schuldienst, nach meinem Fachschulund Hochschulstudium. Also ich habe beide Ausbildungen praktisch genießen dürfen, also die Ost und die westdeutsche Ausbildung. Bin dann in mein Referendariat im Erzgebirge gemacht, bin dann auch immer im Erzgebirge geblieben, in den Grundschulen wohnhaft, eigentlich in Mittelsachsen, aber irgendwie hat es mich immer in das Erzgebirge verschlagen.
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Bin dann über den Weg des Fachberaters Mathematik in die Lehrerausbildung gekommen. Wurde gefragt Kannst du dir nicht vorstellen, in die Lehrerausbildung zu gehen? Du bist doch schon mit den erwachsenen Kollegen unterwegs. Und so bin ich 2013 in die Lehre Ausbildungsstätte gekommen, auf 2016 dann die Hauptausbildungsleiterin und wie gesagt, 2019 als Stellvertreter, Ausbildungsleiterin, jetzt stellvertretende Leiterin der Lehrer ausbildungsstätte in Annaberg Buchholz tätig.
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Vielen Dank! Dann bei Perspektive Land in unserem Podcast ist immer üblich am Anfang, dass ein Satz ergänzt wird. Den gebe ich Ihnen beiden jetzt. Frau Schneider, Sie dürfen starten. Die Arbeit an der Lehre Ausbildungsstätte Annaberg Buchholz bedeutet für mich Ich habe mir lange Gedanken gemacht, was es für mich bedeutet, und bin zu dem Schluss gekommen Es bedeutet tatsächlich für mich, einen Beitrag zu leisten für die Zukunft der Grundschulen, vor allen Dingen hier im Erzgebirge, aber auch für den Zwickauer Raum, für das Vogtland, für den Chemnitzer Raum.
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Also alles, was nicht Großstadt ist, insbesondere aber auch die Lehrkräfte in Ausbildung zu bekleiden, zu bestärken, zu unterstützen auf ihrem Weg zu einem der schönsten Berufe, den man ausüben kann. Weil nichts ist schöner, als wenn Kinder einem am Ende der ersten Klasse einen Brief schreiben. Du bist eine tolle Lehrerin. Ja, das kann ich gut nachvollziehen. Danke. Ja, Frau Meinecke, auch an Sie noch mal Die Arbeit an der Lehre Ausbildungsstätte bedeutet für mich bedeutet für mich, auf einer Seite die Ausbildung für die angehenden Lehrkräfte mitzugestalten, mit mitzudenken, auch mit vielleicht mit in die Zukunft zu führen, vielleicht auch hier und da Dinge anzuschieben, vielleicht auch mithelfen zu verändern und auf der anderen Seite natürlich auch ist
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es ein stetiger Austausch und ein stetiger Begegnungen mit Kolleginnen, die bei uns an der Ausbildungsstätte arbeiten und natürlich mit den Lehrkräften in der Ausbildung. Dass man da praktisch immer über den Tellerrand hinausschauen kann und da einfach auch immer mit vielen verschiedenen Menschen dort unterwegs ist. Na herzlichen Dank auch an Sie. Jetzt haben Sie ja schon das Feld ein bisschen eröffnet und ja, dass wir so ein Bild bekommen, würde ich Sie bitten, Frau Schneider, dass Sie einfach mal ein paar Sätze zur Vorstellung der Lehrerausbildung Stettin, Annaberg, Buchholz sagen, Also ein paar allgemeine Infos.
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Seit wann gibt es Sie? Haben Sie schon verraten, wie viele Personen arbeiten dort? Wie viele angehende Lehrkräfte bilden Sie aus? Ja, also wie schon gesagt, wir starteten im August 2019, genau am 20. 08. 2019 mit 24 Referendaren und einer Hauptausbildungsleiterin mit einigen Räumen, die schon nutzbar waren, aber auch noch mit ganz, ganz, äh, Baustelle und da wurde hier ganz viel gearbeitet durch die einzelnen Gewerke aus Annaberg, Buchholz, aber auch intern durch unsere einige Chefzimmer Perle sage ich immer durch die Frau Nö, die dort wirklich ganze Arbeit geleistet hat, mit uns gemeinsam auch und natürlich mit ganz viel Unterstützung auch durch das Landesamt für Schule und Bildung, das nicht nur die ersten Referendare gut ausgebildet werden
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konnten, sondern das auch die nächsten Kurse natürlich Sitzplätze hatten, wo sie sich hinsetzen konnten, weil das war am 20. achten noch nicht selbstverständlich. Für alle, die wir jetzt ausbilden. Ja, in der Zwischenzeit, Wir haben ja jetzt fast dreieinhalb Jahre sozusagen auf dem Buckel, haben ja acht Hauptausbildungsleiterinnen und bilden momentan drei in drei großen aus Dienstag, Mittwoch und Donnerstag mit insgesamt ungefähr 150 Lehrkräften in Ausbildung.
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Diese werden von 64 Fachausbildungsleiterinnen und Fachausbildungsleitern in den verschiedenen Fächern Deutsch, Mathematik, Sachunterricht und an die einzelnen Wahlfächer der Grundschule ausgebildet. Und wir haben noch zwei Mitarbeiterinnen im Geschäftszimmer, die uns bei allen verwaltungstechnischen Aufgaben und auch in der Bibliothek helfen. Ein großes Team dann Manuela, würde ich jetzt an dich übergeben für den nächsten Teil. Ja, also meine Zeit an der Uni, die endet ja nächstes Jahr.
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Im Moment befinde ich mich im siebten Semester, schreibe nächstes Jahr meine Examensarbeit und werde, sofern alles gut geht, im Februar 2024 ins Referendariat starten. Und natürlich frage ich mich, wie dieser Ausbildungsstand, dieser Ausbildungsabschnitt im konkret abläuft, wie der aussieht, welche Inhalte dann im Vergleich zur Uni vermittelt werden. Vielleicht können Sie uns da Auskunft geben. Genau. Also im Anschluss, also dann der zweite Ausbildungsabschnitt, der dann zum Teil natürlich bei uns eine Lehrer Ausbildungsstätte ist, zum anderen Teil natürlich in ihrer schule.
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Das heißt also eine Grundschule, in der sie ihre Ausbildung, den zweiten Abschnitt bis hin zu den Prüfungen, dann dort unterrichten werden und dort natürlich immer mit vor Ort sind. Ausbildung heißt bei uns grundständig 18 Monate, das heißt also drei Ausbildungsabschnitte, ähnlich den Unterrichtshalbjahr. Nicht ganz ähnlich, aber in der Regel sind es 18 Monate, die die Ausbildung dauert. Es gibt die Möglichkeit zu verkürzen, es gibt oft zwölf Monate.
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Es gibt auch die Möglichkeit, das in Teilzeit, also zu verlängern auf 24 Monate. Da sind natürlich besondere Voraussetzungen zu erfüllen. Das wird aber dann mit Ihrer Bewerbung geprüft, ob das möglich ist, ob Sie das wünschen. Und da wird darüber dann entschieden, ob das geht oder nicht. Aber in der Regel 18 Monate bei uns, das heißt, über die Woche sind die vier Tage in der Grundschule, also Ihre Ausbildungsschule, unterwegs und einen Tag sind Sie an der Lehrer Ausbildungsstätte in einer Woche.
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Nach Inhalten haben Sie jetzt schon mit gefragt Wo? Ja, genau. Gut, dann würde ich zu den Inhalten auch noch was mit sagen. Das heißt also der Tag einer Lehrer Ausbildungsstätte ist dann in Lehrveranstaltungen gegliedert, in der Regel sind es vier jeweils mit 90 Minuten. Inhalt wird sein, die Bildungswissenschaften, das Schulrecht und die vier Fachdidaktiken in der Grundschule, vorhin schon genannt, von der Frau Schneiders einmal Deutsch, Mathe und Sach Unterricht und das jeweilige Wahlfach dann, welches sie für sich gewählt haben.
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In der Regel ist das bei uns oft Musik, während es bei uns Religion haben wir jetzt Sport. Nicht zu vergessen. Die Bildungswissenschaften werden von ihren Hauptausbildungsleiterinnen durchgeführt und alle Fachausbildungsleiterin. Der Unterschied hier die Fachausbildungsleiterin sind Grundschullehrerin, die noch in der Grundschule unterrichten und als zweites Standbein praktisch die Lehrerausbildung haben und die werden ihre Seminare in den Fachdidaktiken gestalten.
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Hier natürlich praxisnahe Seminare, das heißt in Verbindung Praxis, also Unterricht da zu schauen mit ihren theoretischen Grundlagen natürlich auch verbunden, die sie aus der Uni mitbringen. Aus der ersten Phase, wie gesagt, Haupt, Ausbildungsleiter, Bildungswissenschaften, das sind ihre Stammgruppen, also ihre Klassen. Und dann noch diese Fachdidaktiken. Die Ausbildung in der Schule läuft über Mentoren, die Sie in der ganzen Zeit Ihrer Ausbildung begleiten und betreuen werden.
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Am Anfang natürlich in so einem Sie vor einem begleiteten Unterricht im ersten Ausbildungsabschnitt. Und dann geht es in den selbständigen Unterricht ab dem zweiten Ausbildungsabschnitt. Das heißt dann, dass ab dem zweiten Ausbildungsabschnitt bekommen Sie einen sehr selbstständigen Lehrauftrag in Ihren Fächern, wo Sie dann selbstständig dann für Ihren Unterricht auch verantwortlich sind, aber immer noch in Betreuung Ihrer Mentoren.
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Vielen Dank. Was mich außerdem noch interessiert Neben Annaberg Buchholz gibt es ja noch die Lehrer ausbildungsstätte in Chemnitz. Können Sie sagen, worin sich die beiden Stätten unterscheiden? Es ist für die Referendar oder die Lehrkräfte in Ausbildung. Dann ja. Wonach richtet sich das? An welche Lehre Ausbildungsstätte Sie dann gehen? Okay, also ein großer Unterschied gibt es jetzt rein organisatorisch erstmal nicht.
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Der einzige Unterschied ist tatsächlich wirklich, dass wir in Annaberg Buchholz das Fach Werken ausbilden. Und das gibt es in Chemnitz nicht. Alles andere gibt es an beiden Standorten und es ist so, dass wir uns sachsenweit die Leiterinnen der des Lehramtes Grundschule, also auch in Löbau, Leipzig, Dresden, in Chemnitz und ich wir uns absprechen. Wer bildet welches Fach aus?
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Es sollte immer die Fächerverteilung auf ganz Sachsen erfolgen. Also nicht, dass es nur einen Schwerpunkt in einer Region gibt. Es gibt eine Quotierung, wo festgelegt ist, wie viele Bewerber kommen auf einen Standort und das ist sachsenweit festgelegt und danach sozusagen gibt es die Zuteilung oder die Verteilung der Bewerber? Okay, wenn ich das richtig verstanden habe, kann ich mir das praktisch nicht aussuchen, an welche Lehrer Ausbildungsstätte ich gehe.
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Aber ich muss sicherlich gewisse Schritte unternehmen, um überhaupt an eine Ausbildungsstätte zu kommen. Können Sie sagen, wie viele Schritte der Reihe nach sich vollziehen müssen? Also die. Das Bewerber Bewerbungsverfahren geht immer zum Ersten, dritten oder zum Ersten neuen los. Also das ist immer der Bewerbungszeitraum oder bis zum ersten, dritten und oder bis und bis zum Ersten, neunten. Die Bewerbung erfolgt online über die Webseite www. lehrerbildung sachsen.de.
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Und wenn Ihre Bewerbung dann eingegangen ist, bekommen Sie auch noch mal dann die Bewerbungsunterlagen auch noch mal in Papierform. Sie sind aber schon mal in dem großen Topf. Dort können Sie sicherlich in einer Spalte angeben, an welche Lehrerausbildung, Ausbildungsstätte oder in welcher Region Sie wollen. Allerdings ist das jetzt nicht nur weil Sie das draufgeschrieben haben, dass das dann auch so wird.
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Also da geht es wirklich nach dieser festgelegten Quotierung, von der ich schon gesprochen habe und dass es natürlich darauf geachtet wird, dass es gleichmäßig verteilt ist. Und sie bekommen dann nach einem bestimmten Zeitraum auch ein Schreiben, dass Ihre Bewerbung eingegangen ist. Jetzt ist zum Beispiel für den Zeitraum erste bis, also erste Am 27. zweiten startet ja der nächste Kurs.
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Jetzt ist es Bewerbungsverfahren sozusagen schon in vollen Zügen. Also es geht jetzt los, dass die Zulassungsbriefe die Bewerber jetzt wieder erreichen und die Bewerber jetzt dann die Möglichkeit haben, sich zurück zu melden, ob sie den Platz annehmen oder nicht. Die Plätze Und ich glaube, das ist ja das, was sie wahrscheinlich alle so umtreibt. Da gibt es kein Wunschverhalten.
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Es geht nach sozialen Kriterien, sofern man welche hat. Also nur die können berücksichtigt werden. Und das ist zum Beispiel ein Kind, Pflegebedürftige Angehörige oder wenn man selber schwerbehindert ist. Alles andere zählt nicht als ein soziales Kriterium, also auch nicht nicht der Wohnort. Nicht, dass man ein Haus gebaut hat, auch nicht, dass man verheiratet ist, was es auch nicht gibt.
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Und diese Frage kommt ja immer wieder. Es gibt auch keine keine Tauschbörse. Also möchtest du dorthin, Weil ich will nicht dorthin. Das gibt es nicht, sondern ist ganz klar zugeordnet. Es gibt auch kein Nachrückverfahren, Also wenn jemand seinen Platz nicht annimmt, dass der andere dann diesen Platz nehmen könnte, das gibt es nicht, sondern es gibt ein ganz klares ein Angebot für jeden Bewerber oder für jede Bewerberin, welches angenommen werden kann oder auch, was wir nicht hoffen.
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Abgelehnt werden kann vom Bewerber. Danke schön, Frau Schneider. Damit haben Sie auch schon meine nächsten Fragen beantwortet. Ja, da bedanke ich mich ganz herzlich. Und jetzt wieder an Kerstin. Danke dir. Ja. Mich würde noch interessieren. Also mit der, äh, ja, mit der Lehrer Ausbildungsstätte, die ja jetzt in Annaberg Buchholz ist. Und es gibt ja auch noch eine. In Löbau gibt es ja zwei neue, relativ neue Standorte.
00:21:15:22 - 00:21:48:07
Wie ist denn Ihre Erfahrung oder Ihr persönlicher Eindruck? Hat das einen Einfluss darauf, dass angehende Lehrkräfte eher in die Region gehen, also jetzt in Ihrem Fall Erzgebirgsregion oder genauer Umkreis Annaberg Buchholz? Hier kann man wirklich nur Sachen, also von einem Eindruck sprechen, also das, was wir aus unseren Erfahrungen oder Gesprächen natürlich hören oder mitbekommen. Mein Eindruck ist wirklich, dass gerade dieser erste Kuss, den wir 2019 hatten, wirklich fast alle Lehrkräfte in Ausbildung wirklich aus der Gegend Umgebung kamen.
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Bei uns. Umgebung heißt bei uns Erzgebirge und Vogtland. Also alles schon ländliche Regionen oder Bedarfsregionen, wie es so schön manchmal heißt. Und sie haben sich oft bewusst in ihrer Heimat einsetzen lassen oder sind wieder bewusst in ihre Heimat zurückgekehrt, haben ihren Lebensmittelpunkt da und bleiben und möchten natürlich auch dableiben und wollen in der Nähe vielleicht auch unterrichten. Natürlich sind auch Lehrkräfte in Ausbildung bei uns unterwegs, die durchaus weiter herkommen oder durchaus auch für die 18 Monate sich eine Wohnung nehmen im Erzgebirge.
00:22:23:15 - 00:22:51:06
Und hier ihr die zweite Phase absolvieren. Da besteht oft die Bestrebung der Schulen, dass sie da bleiben, dass sie sie gern halten wollen. Es gelingt nur manchmal selten. Wie gesagt, meine Erfahrung ist wirklich Die, die bewusst sich entscheiden, sind oft schon in der Region und bleiben dann auch hier oder haben über die Zeit, über Familie oder wie auch immer hier ihren Platz gefunden und bleiben dann auch in der Region.
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Genau. Ich kann das eigentlich nur bestärken. Das, was die Frau Meinecke gesagt hat. Ich sehe es vor allen Dingen wirklich als Chance, dass viele jetzt nicht mehr weggehen, weil sie halt in Leipzig oder in Dresden studieren müssen oder dort ihr Referendariat machen, sondern dass sie wirklich die Chance haben, hier zu bleiben, weil sie auch hier aufgewachsen sind und weil sie hier die Familie haben und können vielleicht den einen oder anderen, der jetzt vielleicht hierher musste, dann doch davon zu überzeugen, dass aus dem Bus vielleicht dann doch später ein Wollen wird.
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Ja, Sie haben vorhin auch so freudig von Ihrer Arbeit berichtet. Können Sie vielleicht so eine kurze Situation oder ein Beispiel erzählen, was so besonders an Ihrer Arbeit ist, was es so freudvoll macht? Ich glaube, eine eine Episode, die die mir einfällt. Ich habe ja erzählt, dass ich selber als Hauptausbildungsleiterin Jahr 2016 gestartet bin, habe dann im Februar 2017 meinen meinen ersten Kurs übernehmen dürfen dürfen.
00:23:53:22 - 00:24:23:02
Meine erste Stammgruppe habe sie auch betreuen können in Bildungswissenschaften, Schulrecht und teilweise auch Referendare in Mathematik und in Referendarinnen. Da ist man schon ein Stück zusammengewachsen in der Zeit. Also man ist ja dann doch so wie Klassenlehrerin gewesen. Und jetzt in meiner Funktion als Leiterin saß dann tatsächlich eine Referendarin, die ich selber ausgebildet habe, vor mir als neue Fachausbildung, als Leiterin.
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Das. Das hat mich sehr gefreut, einfach weil ich dachte Mensch, die sitzt jetzt eigentlich deinetwegen ein Stück weit auch hier, dass sie sich das auch zutraut, weil wir haben ja alle eine Ausbildung mit Kindern und es ist schon was anderes, wenn man jetzt mit Erwachsenen zusammen arbeitet. Und da habe ich mich sehr gefreut, dass es tatsächlich das wie man dort sitzt, den man selber ausgebildet hat.
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Na ja, ich denke, bei mir ist es ähnlich, wenn man so über die Jahre dann auf einmal in Mentorendienstberatungen seine ehemaligen Schützlinge rifft und die freudestrahlend einen begrüßen, dass man da doch viel zurückbekommt, oder dann auch kurz darüber redet. Ich erinnere mich und ich mache immer noch das, was wir da mal besprochen haben. Das ist immer noch Inhalt, auch in meinem Unterricht.
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Das habe ich mir mitgenommen. Das bestärkt einen dann schon sehr. Und man hat natürlich auch, äh, ich sage mal so, die Schützlinge, die so eine riesen Entwicklung durchmachen in diesen anderthalb Jahren, die so von von ganz zaghaft so zur ich sage mal noch nicht gestanden, aber so viel in ihrer Lehrerpersönlichkeit dazugewonnen haben in der Ausbildung, wo man dann auch so ein bisschen stolz sein kann, wo man sagen kann, das haben wir alle gemeinsam geschafft, zuvorderst natürlich die Lehrkräfte in Ausbildung, aber wir haben da gemeinsam jemanden auf den Weg gebracht.
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Und das ist, glaube ich, so das Schöne. Und natürlich, wenn man sich irgendwann wiedertrifft als Mentor, als Fachausbildungsleiterin, dass man da natürlich dann sagen kann, ja, die die Runde schließt sich dann irgendwann wieder. Ja, vielen Dank für diese auch noch mal persönlichen Einblicke. Das ist ja auch eine sehr besondere Phase in der Ausbildung dieses Referendariat. Toll, dass das das auch so mit so viel Freude und so viel Leidenschaft auch auf Ihrer Seite passiert.
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Gibt es zur Lehrer ausbildungsstätte noch was, was Sie gern sagen würden, was jetzt noch nicht zur Sprache gekommen ist bisher? Ich habe mir ja ein stückweit Gedanken gemacht, auch mit meinem Mann. Was könnte man genau darauf sagen? Und er sagte vor uns zu mir Wir unterrichten dort, wo andere Urlaub machen. Und ich glaube, wenn man sich das mal ein Stück weit auch.
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Also ja, auf der Zunge zergehen lässt. Neben vielem Negativen, was man vielleicht jeder Region auch ab abringen kann. Also man findet ja immer das Haar in der Suppe, sollte man tatsächlich auch wirklich mal stehen? Was gibt es auch an Besonderheiten, an Schönheiten in jeder Region? Dass das Leipzig, Dresden, Chemnitz hat? Gar keine Frage. Aber auch das Erzgebirge hat das.
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Und das wollte ich gerne einfach auch noch mal herausstellen, weil ja, es ist ja schön hier fallen mir jetzt gerade in der Weihnachtszeit, es ist besonders schön, das glaube ich gerne. Damit haben sie mir eigentlich auch schon eine perfekte Brücke gebaut, Denn die nächste Frage dreht sich auch um die Region Was zeichnet denn die Region aus? Die Region natürlich.
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Wir haben es eigentlich jetzt schon gesagt, es ist eigentlich unsere Landschaft. Natürlich finde ich so zuvorderst, da einfach mit zu schauen, dass wir hier in einer wunderschönen Landschaft unterwegs sind, egal in welche Richtung wir fahren. Im Erzgebirge glaube ich, finden wir immer wunderschöne Ecken, durchaus sehr versteckt und manchmal unbekannt, aber ja immer was zum Entdecken. Natürlich hier auch unsere ganzen Burgen und Schlösser, die hier unterwegs sind.
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Wir haben hier Platz und Luft zum Atmen. Kann einfach auch mal sagen So, ich gehe jetzt raus in den Wald um meinen Kopf durchzulüften und muss nicht Kilometer fahren, sondern habe es vielleicht gleich hinter der Haustür. Das sind so Dinge, die eigentlich ja, ich sage mal, die Region hier schon somit auszeichnen. Genau. Ich würde noch hinzufügen, auch diese gesunde Mischung der Menschen zwischen Moderne und Tradition, also das ist tatsächlich merkt man eben jetzt gerade wieder in dieser besonderen Zeit, dass wirklich sehr viele Jungen, wie alt sehr traditionell gebunden sind, dass es das eben auch ausmacht.
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Aber da es sich doch auch hier in der Region auch viele moderne Unternehmen ansiedeln, aus den unterschiedlichsten Gründen auch wir erleben es immer wieder. Es ist wirklich diese vielen, diese vielen Freizeit und Erholungsmöglichkeiten. Und jetzt kommt das auch Unterricht klar. Fichtelberg Das ist der höchste Berg in Sachsen und Oberwiesenthal, Deutschland, höchstgelegen Stadt. Wer hat das zu bieten? Sehr schön.
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Vielen Dank. Was gibt es denn noch zu sagen? Was das Erzgebirge lebenswert macht? Auch insbesondere für junge Menschen und Familien? Na wie gesagt, einmal schon. Was ich vorhin noch gesagt habe. Wirklich dieser dieser Platz, die Natur, die man hier natürlich in jeder Ecke durchaus findet. Aber man hat natürlich auch diese, die Städte, die da sind, wo man vielleicht zu dieser Kleinstadt sagt, aber ich brauche da mal etwas mehr als Natur, da einfach mit so zuschauen kann und natürlich auch hier die was vorhin so kam, dieser Zusammenhalt, die Nachbarschaften, was bei Manuela schon mitkam, dass man hier so eher im kleinen Dorf unterwegs ist, aber ja der Zusammenhalt vielleicht anders ist.
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Ich möchte noch hinzufügen, weil sie auch gerade sprachen von jungen Menschen, von Familie, das ist natürlich hier vielleicht doch noch besser gelingen kann sich sein Traumhaus zu bauen, das man vielleicht ohne große größere Sorge, ob man das Kind am Ende in eine Kinderkrippe oder in einen Kindergarten schicken kann, wo ich nicht erst noch eine Dreiviertelstunde durch die Gegend fahren muss.
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Also diese Möglichkeiten bestehen momentan hier noch. Und natürlich hat man also auch gerade im Bereich Schule wirklich Perspektiven. Also es gibt einfach die Möglichkeit als junger Mensch sich dort wirklich einzubringen und auch wer das möchte, mal in Richtung Schulleitung zu gehen. Das wirklich zu ergreifen, dort auch in den Schulen ganz ganz viel zu bewegen und das wollen ganz viele wirklich ganz viel bewegen.
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Oftmals auch mal vielleicht so einen kleinen Anstupser und den bringen halt ganz oft die jungen Menschen mit. Deswegen geben sie dem Erzgebirge eine Chance. Ja. Manuela, ich würde jetzt dich mal fragen, ob du noch was fragen möchtest. Gerne. Also Fragen sind eigentlich geklärt, aber durch das, was Frau Schneider und Frau Meinecke jetzt gesagt haben, habe ich mich wieder so ein Stück in die Hospereise zurückversetzt gefühlt und erinnere mich, wie wir im Bus gefahren sind und einfach diese wunderschöne Landschaft und die Natur und diesen wunderschönen bunten Herbst sehen konnten.
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Und ich wohne nicht im urigsten Erzgebirge, aber trotzdem hier in der Region und habe das Erzgebirge so eigentlich auch noch nicht wahrgenommen. Also auch für mich war das total schon richtig begeistert, wie schön das Erzgebirge ist und auch von den Schulen und wenn Schulen am Hang gebaut sind und man denkt oh, wie kann hier Schule funktionieren und man dann die Schulen betritt und sieht wieder auch technisch und und und architektonisch Dinge möglich sind, das ist schon faszinierend.
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Ja, vielen Dank dir. Genau dann würde ich auch schon zum Abschluss kommen und würde sie beide erst Frau Schneider, dann Frau Meinecke, gerne noch fragen, was möchten Sie denn Lehramtsstudierenden mit auf den Weg geben? Ich möchte gerne mit auf den Weg geben Seien Sie mit sich geduldig auf dem Weg. Also es kann nicht alles gleich beim ersten Mal funktionieren.
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Das wissen wir alle aus eigener Erfahrung. Aber man lernt auch aus jedem Misserfolg. Deswegen Geduld. Und ich sprach Sie ja vorhin schon noch mal an Geben Sie wirklich den ländlichen Regionen eine Chance, Sie von Ihrer Vielseitigkeit zu begeistern? Ja, und ich, Also die zweite Phase der Ausbildung beinhaltet ja viel Praxis. Das theoretische Wissen wird hier und da hoffentlich gut einsortiert werden können.
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Es ist eine Zeit zum Ausprobieren und vielleicht auch wieder bis zum Verwerfen. Hier und da, wo man für sich dann sagt So mache ich das nie wieder. Vielleicht anders. Es ist eine Zeit des intensiven Austausch mit Mentoren, mit ihren Ausbildern, mit den anderen Lehrkräften in Ausbildung, die sie immer einmal in der Woche sehen werden. Für mich ist so zum Mitgeben Nutzen Sie diese Zeit wirklich intensiv, um sich auf Ihre Berufspraxis vorzubereiten.
00:32:41:15 - 00:33:06:24
Nehmen Sie alles mit, was Sie mitnehmen können und wollen. Denn der Abschluss und der Einstieg in die Berufspraxis, glaube ich, kommt schneller, als mancher denkt. Und dann sollte man so viel wie möglich gesammelt haben. Und dieser Austausch und dieses Ausprobieren, hoffe ich vielleicht auch, ist im Erzgebirge oder im ländlichen Raum, dass sie da in den Regionen da eine Chance geben?
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Ja, dann sage ich Vielen herzlichen Dank für all das, was Sie gesagt haben. Ich denke, die Region haben Sie jetzt sehr schmackhaft gemacht und ich hoffe, wir können einige motivieren, sich das doch mal genauer anzuschauen. Vielen, vielen Dank. Hat der Podcast dein Interesse geweckt? Wenn du noch mehr Schulen in Sachsen kennenlernen möchtest, dann schau auf unserer Homepage vorbei www.perspektive minus Landpunkte im hier findest du viele Informationen rund um die sächsische Schullandschaft, Fördermöglichkeiten für Praktika, spannende Veranstaltungen und vieles mehr.
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Wenn dir die Folge gefallen hat, dann empfiehlt sie gerne weiter. Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.

Folge 15 (spezial): Lehrerausbildungsstätte Annaberg-Buchholz
Wie geht es eigentlich nach dem Lehramtsstudium weiter? Wie läuft die zweite Phase der Lehrer:innenausbildung ab und wie erfolgt die Zuweisung der Referendariatsplätze? Auf diese und weitere Fragen geben uns in dieser Folge die Leiterin und die stellvertretende Leiterin der Lehrerausbildungsstätte Annaberg-Buchholz die Antworten.
Diese Folge auf Spotify, Deezer oder Itunes hören, oder direkt hier in unserem Webplayer:
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Perspektive Land. Der Schulpodcast. Du hast Lust, Schulen und ihre besonderen Konzepte kennenzulernen. Dann lass dich von unserem Podcast mit auf eine Entdeckungstour durch die sächsische Schullandschaft gehen. Wir sprechen mit Menschen in den Regionen und erfahren, wie es ist, dort zu lehren und zu leben.
00:00:28:21 - 00:00:59:19
Hallo und willkommen zu unserer neuen Folge. Wir sind heute noch mal in Glauchau und ich bin noch mal mit meiner Kollegin Stefanie unterwegs. Hallo Kerstin. Hi Stefanie, wir sind ja diesmal anders angereist. Nicht mit dem Zug wie letztens, sondern wir haben uns ein Carsharingauto gebucht und haben jetzt glaube ich eine volle Stunde gebraucht. Und auch wenn man mit dem Zug hierher kommt, könnte man in Glauchau Schönbirnchen aussteigen und in 15 Minuten wäre man auch hier, und zwar wo genau?
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Wir sind hier an der Sachsenallee Schule, heute auch eine Grundschule in Glauchau und wollen heute gern die Schule kennenlernen und ein bisschen mehr erfahren, was es hier so zu entdecken gibt. Genau. Wir stehen jetzt hier gerade davor. Das Haus ist ganz hübsch saniert, auch ganz bunt und wir sehen ein wirklich sehr weitläufiges Außengeländer, viele Bäume, großen Sportplatz, es gibt eine Volleyballanlage und Fußballplatz, es gibt auch eine Kletterwand und Spielplatz.
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Ich glaube, die kann man echt in den Pausen und auch im Hort gut spielen. Ja, es ist richtig groß und viele Möglichkeiten hier für Sport und Bewegung. Dazu werden wir auch sicher gleich im Interview noch mehr hören. Wir sind nämlich verabredet mit der Schulleiterin Frau Richter. Und dann hat sie noch zwei junge Lehrkräfte heute. Dabei sollten eigentlich drei sein.
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Die eine ist leider heute verhindert. Wir werden aber einen Nachaufnahmen mit ihr machen, weil sie uns noch das GTA Angebot vorstellen wird und vor allem ein Angebot, das sie selber ins Leben gerufen hat. Das ist dann ganz am Ende dieses Podcast zu hören, würde ich sagen. Gehen wir mal los, oder? Ja, auf jeden Fall. Es geht gleich los.
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Wir sitzen jetzt hier zusammen mit der Schulleiterin, Frau Richter, mit Herrn Prästrich und mit der Frau Kessel. Schön, dass es geklappt hat und wir heute zum Interview da sind. Hallo! Ja, ein Hallo auch von mir. Wir freuen uns natürlich, dass wir heute unsere Schule hier vorstellen können. Mein Name ist Sabine Richter. Ich bin 1992 hier an die Sachsenallee Schule Grundschule gekommen, habe seitdem die Fächer Deutsch, Mathematik, Schach, Unterricht, Sport und Werten unterrichtet und seit 2008, also seit 14 Jahren, arbeite ich als Schulleiterin der Schule.
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Ja, hallo, auch von mir. Mein Name ist Florian Brestrisch. Ich habe von Jahr zwei 1014 bis 2018 an der TU in Chemnitz studiert und bin seit 2019 hier an der Sachsenallee Schule Grundschule als Lehrer tätig. Habt ihr mein Referendariat absolviert und seit 2021 dann auch eine eigene erste Klasse, die in diesem Schuljahr in die zweite Klasse kommt. Auch von mir.
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Hallo, mein Name ist Natalie. Ich bin hier schon eine ganze Weile an der Sachsenallee Schule, weil ich selbst mein Praktikum schon hier gemacht habe und dann auch im Anschluss mein Referendariat. Im Moment habe ich hier eine Klasse drei und bin natürlich der Klassenlehrerin und außerdem auch Lehrerin für Englisch. Und auch das Programm Perspektive Land kenne ich schon eine ganze Weile, denn das war auch bei mir beim Sachsenstipendium schon bekannt und ich habe auch daraufhin meine Wunschregion hier gewählt und bin dann hier im Landkreis gelandet.
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Vielen Dank. Sehr schön. Dann haben wir noch zwei Satzanfänge zu Beginn, die würde ich Sie jetzt einmal bitten zu ergänzen. Als erstes vergessen. Schule bedeutet für mich Schule bedeutet für mich natürlich eine tägliche Herausforderung, aber auch eine gemeinsame Heimat für Lehrpersonen und auch Schülerinnen und Schüler. Und außerdem Freundschaften, die hier entstehen und auch gepflegt werden. Und Herr Professor, ich darf auch noch einmal.
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Schule bedeutet für mich. Schule bedeutet für mich das gemeinsame Lernen in einem angenehmen Klima. Die Schule ist eine Institution, die es jungen Menschen möglich macht, im Leben fest auf eigenen Beinen zu stehen. Und Frau Richter, von Ihnen würden wir gerne wissen. Ich arbeite gerne an der Sachsenallee Grundschule Glauchau, weil Weil wir im Kollegium als Team zusammenarbeiten, uns gegenseitig unterstützen und aufeinander zählen können.
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Okay, da werden wir sicherlich im Laufe des Gesprächs auch noch ein bisschen genauere Einblicke bekommen, was das bedeutet. Als erstes würden wir aber gerne noch ein bisschen über die Schule allgemein erfahren, als Vielleicht können Sie uns noch mal einen kurzen Einblick geben und uns mitnehmen. Wo sind wir hier überhaupt? Wie viele Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer unterrichten hier usw.
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Unsere Grundschule liegt am Stadtrand von Glauchau im grünen. Im Moment werden 266 Kinder von 18 Lehrerinnen und Lehrern in 14 Klassen unterrichtet. Es sind insgesamt zehn Grundschulklassen und vier Ellas Klassen. Unsere Schule ist voll saniert, verfügt über modern ausgestattete Unterrichts und Fachräume. Wir haben eine kleine Bibliothek, Wir haben einen Mehrzweckraum, der mit einer Küche ausgestattet ist, sodass also auch Projekte, wo man kocht oder bäckt, durchgeführt werden können Bzw auch ein entsprechendes Ganztagsangebot.
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Wir haben ein sehr, sehr großes Außengelände mit Turnhalle mit Spielegarten, Sportplatz, Schulgarten, Klettergarten. Ja, und wir haben auch in unserem Haus den Hot Dog Minor, der sich im Erdgeschoss befindet, mit dem wir also eine Kooperation haben und mit dem wir also auch im Haus, dann zusammenarbeiten. Also von dem großen Außengelände durften wir auch schon ein bisschen was sehen.
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Haben wir schon mal hier auf dem Schulhof geguckt. Da sind wir auch sehr gespannt und gucken uns nachher noch ein bisschen genauer an. Ja, danke erst mal für den Einblick. Die Sachsen an die Grundschule hat ja auch ein Leitmotiv. Welches heißt sind die Kinder klein? Hilfe in Wurzeln zu fassen sind sie aber groß geworden, Schenk ihnen Flügel. Wie zeigt sich das konkret im Schulalltag, auch im Umgang mit den Schülerinnen und Schülern?
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Genau. Also ganz am Anfang der Grundschulzeit steht natürlich für die Kinder ist hier für uns, dass sie hier Wurzeln fassen, also dass wir die Kinder auffangen. Nach der Kindergartenzeit, dass wir eine Klassengemeinschaft zusammen mit ihnen bilden. Also das als Ziel natürlich für uns ganz am oberster Stelle, dass wir uns gemeinsam kennenlernen, dass wir eine Wohlfühlatmosphäre mit den Kindern schaffen und auch ihr Vertrauen zueinander erwecken.
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Eine Tradition, die hier einfach schon ganz lange besteht, ist es, dabei in Klassen Maskottchen zu haben. Das ist ein kleines Kuscheltier, was die Lehrperson selber auswählt. Das es als festes Ritual dann einfach im Unterricht gibt, so dass es eine zweite Bezugsperson für die Kinder ist, auch Sicherheit vermittelt und auch die anfängliche Angst vor dem Unbekannten nimmt. Weitere Bestandteile für uns Wurzeln für die Kinder zu fassen ist natürlich die Zusammenarbeit mit den Eltern, denn die kennt ihr Kind natürlich am besten und können uns da irgendwo auch unterstützen, falls mal Probleme auftreten.
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Ein weiterer Bestandteil ist auch die Schulsozialarbeit, die uns mit gemeinsamen Projekten unterstützt, unterstützt und die dann auch regelmäßig weitergeführt werden. Außerdem ist es für uns natürlich ganz, ganz wichtig, dass wir die Erfahrung der Kinder aufgreifen und davon ausgehend ihre Stärken zeigen und herausarbeiten und die auch natürlich wertschätzen, aber eben auch Schwächen zu erkennen und Fehler dabei als Hilfe zu sehen.
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Und auf der anderen Seite stehen natürlich die Flügel, die dann natürlich mit fortschreitender Grundschulzeit die Kinder bekommen sollen, indem wir einfach die Kinder in ihren Interessen fördern, diese vertiefen und auch neue Interessen wecken. Das geschieht vor allen Dingen durch unser Quartier, durch unser Vertiefen, das ein vielfältiges Ganztagsangebot vor allen Dingen im Nachmittagsbereich. Auch natürlich fördern wir Kinder in ganz bestimmten Bereichen hinsichtlich der LS oder auch Dyskalkulie Förderung.
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Und wir wollen bei den Kindern natürlich eine Verantwortung für ihr eigenes Lernen erreichen. Dass die Kinder eigene Projekte gestalten, selber mitwirken können und ja, auch ganz eigene Beiträge irgendwo in der Schule auch gestalten können. Auch seine Kinder an Wettbewerben teilnehmen. Da haben wir ganz, ganz viele Möglichkeiten bei Olympiaden, bei Sportwettkämpfen, um einfach das Selbstbewusstsein der Kinder auch weiter zu fördern.
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Dass sie auch zeigen können, wer sie sind und sich da vielleicht auch weiter entwickeln können. Und wir geben als weiteren Ausblick natürlich dann auch für die Berufsperspektive ganz viel Einblicke in außerschulische Lernorte. Wir besuchen ja zum Beispiel auch manchmal die Bibliothek, die Feuerwehr, aber auch Museen, so dass die Kinder ganz viele verschiedene Eindrücke einfach bekommen und sich vielleicht für ihren weiteren Bildungsweg da auch schon irgendwo rein vertiefen können.
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Und dann vielleicht auch später eine Entscheidung für ihren Berufsweg schon treffen können. Okay, das klingt gut. Das Maskottchen, Wenn er später auch noch mal Kinder oder eins davon. Wie heißt denn das Maskottchen aus Ihrer Klasse gerade? Mein Maskottchen ist ein Klassenhund. Und die heißt Hanni. Hanni? Ja. Also, alle mal gucken, äh, welches wir gleich treffen werden. Vielen Dank auf jeden Fall für den Einblick.
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Ja, einen guten Überblick haben wir jetzt schon gekriegt, was hier alles an der Schule gibt. Und Sie haben ja von Frau Richter schon gesagt, es gibt auch Lehrersklassen hier. Was bedeutet das denn konkret? Ellas Stützpunktschule zu sein? Ja, wir sind also schon sehr lange Stützpunktschule, nämlich seit dem Jahr 2002, und sehen das also als eine sehr, sehr wichtige Aufgabe unserer Schule an, Kinder zu unterrichten, die eine Lese Rechtschreibschwäche haben.
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Das bedeutet also, die Kinder haben große Schwierigkeiten, das Lesen und auch das Schreiben zu erlernen. Die Kinder kommen zu uns zwei Jahre und durchlaufen dort die Klassen drei eins und die Klassen drei zwei. Das heißt die Klasse drei wird auf zwei Jahre gedehnt, so dass die Kinder also mehr Zeit zum Lernen haben. Die Mädchen und Jungen werden in kleineren Klassen also höchstens 16 Kinder.
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Dürfen das sein unterrichtet. Sie haben Unterricht bei speziell ausgebildeten Lehrkräften und dort gibt es also auch besondere Unterrichtsmethoden. Zum Beispiel wird dort mit der Gebärdensprache gearbeitet, mit der Silben Lehrmethode, und es gibt dort auch Wahrnehmungstraining. Es gibt dann auch noch Förderstunden, die also dann in sehr kleinen Gruppen stattfinden, sodass also speziell bei jedem Kind daran gearbeitet werden kann, wo es also die meisten Probleme gibt.
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Und nach den Klassen drei, eins und drei zwei gehen die Kinder dann an ihre Heimatschule zurück. Oder unsere Kinder dürfen natürlich dann auch bei uns bleiben und dann absolvieren die also so wie alle anderen die Klasse vier und erhalten dann ihre Bildungsempfehlung entweder für die Oberschule oder fürs Gymnasium. Und wir freuen uns dort natürlich immer, wenn Kinder auch die Bildungsempfehlung fürs Gymnasium schaffen, wenn sie vom Weg bei uns in den Ellas Klassen waren.
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Wenn man jetzt als Lehramtsstudentin zum Beispiel im Block Praktikum hier machen würde an der Schule gibt es dann auch die Möglichkeit in die Ellas Klassen mit hineinzuschauen. Das haben wir bisher nur einmal gehabt. Das also dieses Blockpraktikum in einer Ellas Klasse absolviert wurde. Aber dem stehen wir natürlich grundsätzlich offen gegenüber. Und von unserer Seite her ist es natürlich möglich, dort einen Einblick in die Arbeit der Ella S Klassen zu gewinnen.
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Ja, es kann ja schon noch mal auch ein spannender Einblick sein, nur weil das ja eine Besonderheit auf Ihrer Liste steht und auch dort wird natürlich auch immer Nachwuchs an jungen Leuten gesucht. Ja schön, vielen Dank! Dann würden wir gerne jetzt noch mehr zum Schwerpunkt Sport und Bewegung auch erfahren. Dazu würden wir jetzt tatsächlich mal raus aufs Außengelände gehen und uns mal umschauen, was es denn hier alles so gibt.
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Machen wir uns mal auf die Socken. Sehr gerne.
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Schnee von gestern.
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So, jetzt sind wir hier schon draußen auf dem Schulhof. Genau. Sie können schon beobachten, dass wir einen sehr großen Schulhof haben. Auch mit schön gepflanzten Bäumen in der Mitte. Also das ist auch schon sehr schön. Grün sieht sehr einladend aus und auch Schatten. Nähe statt Menschen. Genau richtig. Da wird dann sehr gern genutzt von den Kindern, auch von den Lehrkräften zur Aufsicht.
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Wir sehen auch schön auf dem Schulhof, dass die Kinder verschiedene Möglichkeiten haben, sich hier spielerisch zu betätigen. Wir haben aufgezeichnete Straßen, ein ganzes Verkehrssystem, was die Kinder sehr gern nutzen. Hier stehen auch Fahrzeuge, die verwendet worden sind. Weiterhin haben wir auch verschiedene Spielmöglichkeiten. Sprungspiele, kleine Wurfspiele können durchgeführt werden. Das wird von den Kindern in der Regel sehr gern genutzt, auch in Hofpausen.
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Ja, genau. Sie gleich anspringen. Ja, diese Kletterwand. Ja, genau richtig. Das ist unser schöner Klettergarten. Hier sind immer ganz viele Kinder. Heiß drauf. Die Hofpause, sich hier zu verabschieden. Wir haben hier eine tolle Kletterwand, die sehr gern genutzt wird von den Kindern. Wir haben Schaukeln, Wir haben ein Geschicklichkeits Parkour, wo die Kinder ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen können.
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Mit diesen Reifen. Genau. Sprungreifen. Sehr schön. Ab der ersten Klasse können die Kinder bei uns auch schon im Bereich des Tores das Bocksprünge erleben. Im Sportunterricht. Und das wird dann auch gern hier draußen trainiert und angewendet. Und genau das sind die immer sehr ganz stolz ruft dann immer Schau mal, ich mache das gleiche wie im Sportunterricht. Da kristallisieren sich dann auch schon die ersten Nachwuchsfahrer heraus, die dann daneben stehen und dann die Sprungübungen werden von ihren Mitschülern.
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Das wird immer ganz gern genutzt. Wenn wir weiter nach hinten gehen, können wir auch ein schönes Volleyballfeld betrachten. Das wird auch im Sportunterricht genutzt für kleine Spiele. Und das nutzen die Kinder natürlich auch in den Pausen. Hier können die Volleyball trainieren. Ball über die Leine, zwei Felder Ball wird von den ehrgeizigen Kindern dann hier trainiert. Das wird sehr schön genutzt und Fußball ist auch möglich.
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Fußball ist auch ein großes Thema in allen Klassenstufen bei uns. Wir haben hier ein ziemlich großes Fußballfeld mit zwei Toren. Das wird genutzt. Rechts von uns sehen wir auch unsere Sprintanlage, ganz links hinten Sprunganlage. Wir haben auch eine Wurfanlage. Das heißt, der Bereich der Leichtathletik wird bei uns sehr gut abgedeckt. Daher führen wir auch jedes Jahr einen schulinternen Leichtathletikwettbewerb durch, wo wir die verschiedenen Disziplinen mit den Kindern durchführen.
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Und die Kinder sind immer begeistert. Es gibt Medaillen in allen Klassenstufen, da wird immer hingefiebert über das ganze Schuljahr bis zu unserem großen Leichtathletikwettbewerb. Die Obstbäume gehören die wir auch Genau richtig, Das sind unsere Apfelbäume. Wir haben erst letztes Schuljahr zwei neue gepflanzt. Da haben wir ein Projekt angestrebt und haben dann eben auch die zwei Apfelbäume bekommen. Dahinten können Sie auch schöne Sitzmöglichkeiten sehen.
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Das gehört auch alles richtig. Genau. Wir können da natürlich gerne hingehen. Weil das ist ja echt wahnsinnig groß hier das Gelände. Ja, perfekt, verschiedene Möglichkeiten da. Wir haben hier wirklich sehr gute Bedingungen, vor allen Dingen dann auch im Frühjahr und im Sommer mit den Kindern Unterricht im Freien zu machen. Das nutzen wir vor allen Dingen den Anfangs Unterricht sehr gern, um auch hier vor allen Dingen Themen im Fachunterricht in Schulgarten zu besprechen.
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Ich hatte jetzt in der erste Klasse das Thema Marienkäfer. Da haben wir dann hier draußen die Marienkäfer dann auch freigelassen. Das war mir ein ganz großes Highlight. Ja, also wir befinden uns jetzt im Schulgarten und hier wird unter anderem auch das Ganztagsangebot Schulgarten durchgeführt. Hier bauen die Kinder selber eigene Dinge an, zum Beispiel Kohlrabi. Können wir sehen, Kartoffeln sehen wir, Wir sehen Möhren, wir sehen Bohnen.
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Na, die gerade eben angesprochenen Apfelbäume. Tomaten haben wir hier noch. Also viele Möglichkeiten hier, um die Kinder zu begeistern. Wir haben auch kleine Sitzecken hier. Wie gesagt, der Unterricht im Freien findet sehr oft statt und wird auch sehr gerne genutzt. Da gibt es ja hier echt viele Möglichkeiten für Sport und Bewegung. Ein bisschen haben Sie ja schon erzählt, wie Sie.
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Bauen Sie das denn auch so in den Schulalltag? Da würde ich Sie bitten, in die Turnhalle zu gehen. Ja, da würde ich Ihnen dort gern mehr darüber sagen.
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Aber bevor wir in der Turnhalle landen, haben wir natürlich auch noch unseren Spielegarten. Den müssen wir auch noch mit. Da werden auch hier wieder Sitzmöglichkeiten für Unterricht im Freien, sogar mit einer Tafel im Außengelände. Dann haben wir noch Möglichkeiten für die Kletterbegeisterten, die dann gern den Klettergarten mit nutzen. Wir haben auch noch eine Schaukel. Im Klettergarten haben wir auch noch Sandkasten, die auch gern genutzt werden und direkt angrenzt befindet sich unsere Turnhalle.
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Da können wir gleich mal hingehen und an.
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Da, jetzt stehen wir in unserer altehrwürdigen Turnhalle. Die ist zu meinen Grundschulzeiten auch schon miterleben durfte. Aber wir haben den Luxus, dass wir die Turnhalle direkt angrenzend an unsere Schule haben. Den gibt es nicht überall. Heutzutage. Und wie Sie sehen können, wir haben ganz vielfältige Materialien schon im Anfangsunterricht. Die Kinder können Geschicklichkeitsübungen machen, wir haben viele Bälle, wir haben viele Spielgeräte, die benutzt werden können, Seile, Reifen, all das, was man für einen vernünftigen Sportunterricht braucht.
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Und die Kinder eben. Ja, motorisch auf den Stand zu bringen, aufgrund unserer guten schulischen Bedingungen hier in der Turnhalle und auch im Außengelände können wir unsere Kinder auch immer sehr gut auf regionale wettbewerbe vorbereiten, zum Beispiel den regionalen Leichtathletikwettbewerb. Dann nehmen wir sehr gern Metall und hoffen da immer auf gute und sehr gute Platzierungen in Schulen. Gut, dann würde ich sagen, gehen wir mal wieder rein und schauen mal, was uns so auf dem Weg auch durchs Gebäude zu begegnen.
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Sehr gern. Maskottchen anschauen. Sehr gerne und als erstes ja, wir gehen jetzt als erstes zu meiner Kollegin zur zweiten Klasse. Dass das Erdmännchen Erde das Klassenmaskottchen.
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Ist Ja genau und wird gleich anschließend in mein Klassenzimmer gehen.
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Und hier hängt schon das Klassenmaskottchen an der Tür. Das ist der Pinguin Pippi. So, bitte treten Sie ein. Das Licht geht automatisch an, man Richtig, Genau. Das Licht geht automatisch an! Wenn die Sonne zu Narayen scheint, gehen die Jalousien automatisch nach unten, wird alles möglich gemacht. Unsere Schule ist ja auch erst neu saniert worden. Genau. Also wir können hier schon meine Sitzordnung sehen.
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Seit der ersten Klasse habe ich die Sitzordnung so gemacht an Gruppentischen sind immer so ihrer Tisch. Schon einmal gibt es auch zweimal Sechser Tische Art Richtig, Wir unterrichten auch an diesen Tischen. Das funktioniert gut. Das hat sich gut eingebürgert in meiner Klasse. Und das wird eben auch sehr gern genutzt, um hier den bewegten Unterricht zu machen, vor allen Dingen den Unterricht.
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Klasse eins zwei Sollen wir den bewegten Unterricht mit einfließen lassen in den Schulalltag? Wir sehen hier zum Beispiel auch eine Zielscheibe an der Tafel, die wir sehr gern nutzen für tägliche Übungen. Das macht den Kindern sehr viel Spaß und so wird das Lernen ja automatisiert und es findet eben nebenbei statt. Na, schöne Methoden, die wir auch unter anderem verwenden, ist zum Beispiel der Lesespaziergang.
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Da lesen die Kinder am Platz einzeln einen Text, zum Beispiel. Ich gebe jetzt mal bloß einen Satz als Beispiel Die Sonne scheint am Himmel und dann müssen Sie auf den Gang gehen und dann müssen sie das Bild suchen, wo die Sonne am Himmel scheint. Das gleiche kann man in Mathe machen mit einem Rechenspaziergang. Da legen wir sehr viel Wert drauf, dass wir eben im Anfangsunterricht auch die bewegten Methoden mit einfließen lassen.
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Ja, und hier im Klassenzimmer ist der Popo überall zu finden. Als genau richtig. Der hängt am Fenster, der sitzt ja vorn neben der Tafel, schaut die Kinder die ganze Zeit an, genau wie meine Kollegin, die auch vorhin schon sagte Das wird wirklich sehr gern genutzt, um die Wurzel zu fassen. Die Kinder identifizieren sich mit diesen Klassen. Maskottchen. Ich frage mich, hier sitzt noch ein anderes Tier.
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Ist das nicht toll? Ja, das ist unser Lesevogel. Wenn wir im Sitzkreis lesen, setzt er sich mit dazu und unterstützt den Popo. Und wenn die Kinder ganz besonders ruhig sind, flattert er auch immer mal auf einen Tisch und beobachtet die Kinder dann beim Arbeiten. Das müssen die Kinder sich aber ja erarbeiten, indem sie ruhig sitzen. Und der buntes Klassenzimmer auch immer schön gestaltet.
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Also auch so an den Wänden und sind überall auch Tiere und auch offene Regalfächer und Fächer wahrscheinlich. Hier haben die Kinder auch Material hier in diesen Schutz. Genau das sind die bunten Ablagefächer für die Kinder. Jedes Kind hat ein Ablagefach, dass der Ranzen nicht zu schwer wird. Die Dinge, die es zu Hause nicht benötigt, kann es hinten ablegen.
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Und so sind die Sachen eben am ersten Schultag dann auch da und nicht zu Hause auf dem Küchentisch. Ja, genau. Ja, und die offene Gestaltung, das fördert eben auch diese Lernatmosphäre. Dass die Kinder gut in den Schulalltag reinkommen und dass das Lernen auch Spaß macht. Und ich denke, das macht allen Kindern hier Freude an unserer Schule. Ja, bitte.
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Okay, nachdem wir jetzt ein bisschen in Bewegung gekommen sind, das Außengelände gesehen, haben die Klassenräume auch sehr viel über Sport und Bewegung hier im Schultag berichtet hat. Also ich glaube zu viel sitzen wir, die Kinder hier nicht und wir wollen auch mal einen Blick so ein bisschen auf den Berufseinstieg wagen und davor die Frage an Sie Was zeichnet sozusagen die Zusammenarbeit hier im Kollegium aus, wenn man als junge Lehrkraft nach dem Referendariat hier in die Schule kommt?
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Was mir an der Schule hier besonders gut gefallen hat, auch schon in meinen Praktika, aber dann eben auch im Referendariat, war einfach, dass man sich hier sehr wohlfühlt. Gleich aufgenommen fühlt und auch gleich von allen Kollegen irgendwo aufgenommen wird, in das ganze Kollegium, in alle Sachen einbezogen wird. Man kann immer jemanden fragen, also stets, wenn man irgendeine Frage hat oder irgendwo ein Problem auftaucht, weiß man das jemanden unterstützt.
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Besonders auf Klassenstufen Ebene ist das natürlich bei uns auch sehr integriert, also dass wirklich auch zusammengearbeitet wird, zusammen geplant wird. Das hat mir den Berufseinstieg natürlich auch viel erleichtert, dass man bei Kollegen auch mal schauen konnte, wie wird das gemacht, aber auch neue Methoden einbezogen wurden. Wenn ich jetzt selber eine Idee hatte, könnte man das vielleicht vom Studium aus oder im Referendariat aus mal ausprobieren.
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Das war immer möglich und immer gern gesehen. Und das hat mir eigentlich sehr gut von Anfang an gefallen. Okay, also ein gegenseitiges Lernen auch genau richtig und Kelly? Herr Brestrich, wie war es denn aus Ihrer Sicht, hier in der Schule anzukommen? Ja, prinzipiell würde ich mich da der Meinung meiner Kollegin anschließen. Auf jeden Fall. Da ich ja auch hier in der Grundschule war, habe ich auch noch einige Lehrkräfte gekannt, später meinem Referendariat und jetzt auch meinen jetzigen Kollegen und Kolleginnen.
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Ja, das ist ein offenes, höchst breites Kollegium, was auch in stressigen Phasen hinter einsteht. Man kann überall nach Rat zu. Man kann auch Unterstützung fragen, man findet immer offene Ohren auch für Probleme. Also da ist diese Schule wirklich top und kann man wirklich nur empfehlen und man kann mit Freude hierher kommen und seine Persönlichkeit, seine Lehrerpersönlichkeit verwirklichen. Es ist auch besonders schön, wenn man als Lehrkraft schon länger an der Schule ist, einen ehemaligen Schüler begrüßt als Kollegen ja besonders schön dann natürlich auch an Sie, Frau Richter, Die Frage Wenn man jetzt hier als junger Mensch ankommt, wie gehen oder wie gehen Sie generell mit dem Thema Nachwuchsgewinnung um?
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Also wir haben in den letzten Jahren kontinuierlich Referendare ausgebildet und hatten auch Praktika an der Schule. Das ist natürlich eine herausfordernde Aufgabe, insbesondere für die Mentoren. Aber wir sehen die Bereitstellung von Plätzen für Referendare und auch für Praktika als sehr wichtige Aufgabe an, Natürlich muss es personell abzusichern sein. Also wenn man schon ganz viele Stunden an der Schule hat, kann man dann auch das eine oder andere nicht anbieten.
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Aber im Normalfall ist das also möglich. Und im Schuljahr 22 23 ist es also so, dass wir schon zwei Referendarin wieder haben und auch die Praktika gut gebucht sind und der Stress, der ja selbst mal Referendar bei uns gewesen ist, wird also in diesem Schuljahr dann auch schon Mentor sein. Was geben Sie den Lernstudierenden mit auf den Weg?
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Also ich denke, es ist sehr, sehr wichtig, dass die jungen Leute viele Möglichkeiten nutzen, um ihren späteren Arbeits und Schule noch besser kennenzulernen. Da könnte man zum Beispiel Schulen beim Ganztagsangebot unterstützen oder auch bei Aufholen noch Korona, sodass man also dann schon mal auf der anderen Seite steht, also nicht mehr Schüler ist, sondern schon mal etwas mit Schülern macht.
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Und außerdem möchte ich noch sagen Seien Sie den ländlichen Schulen gegenüber aufgeschlossen. Sie haben es von unseren beiden jungen Kolleginnen und Kollegen gehört. Auch bei uns ist es schön. Okay, vielen Dank. Ich würde natürlich auch ganz gerne noch Pressefragen. Sie als junge Berufseinsteiger In was möchten Sie Lehramtsstudierende mit auf den Weg geben? Mit all den Erfahrungen, die ich jetzt sammeln konnte, möchte ich einfach nur sagen, dass man bei allen Herausforderungen, die einem vielleicht im Studium oder auf dem Weg zum Lehrerberuf begegnen, dass man einen Blick behält, dass man mit diesem Beruf wirklich was erreichen kann und was bewegt, auch für die Zukunft.
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Und dass es einfach eine tolle Sache ist, Kindern was beizubringen. Vielen Dank an Sie zwei. Das war ein sehr schönes Schlusswort. Also bleibt mir auch nur noch zu sagen. Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben und für die vielen interessanten Einblicke hier an Ihrer Schule. Gern geschehen. Gerne. So, wir haben uns jetzt hier nach dem Interview noch mal erlaubt, zum Glaukon Stausee zu fahren.
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Ja, ganz dicht bei der Schule. Fünf Minuten sind wir gefahren, oder? Ja, also es ist wirklich nicht weit. Und wir alles grün. Und wirklich ein schöner, schöner, großer See soll ganz toll zum Spazieren gehen. Es gibt ja auch so ein Rundweg. Baden darf man offiziell nicht, wurde uns gesagt, aber für so ein Nachmittagsspaziergang oder meine Joggingrunde und nebenan gibt es auch noch Tennisplätze und einen Bogen Schießverein.
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Also auf jeden Fall hat man gute Freizeitmöglichkeiten noch mal nach der Schule ein bisschen ausspannen will. Ja, und Bewegung kommt nicht zu kurz. Ja, mit diesem schönen Bild hier verabschieden wir uns jetzt aus dem Fenster und steigen in unser kleines Auto Richtung Dresden. Ja, wie angekündigt haben wir ja die vierte Lehrkraft im Bunde noch nicht beim Interview dabei gehabt und jetzt bin ich mit ihr digital verbunden.
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Hallo, Frau Hauser. Hallo? Ja, schön, das Seite geklappt hat und wir uns jetzt sehen. Ja, ich freue mich auch sehr. Wo sind Sie denn jetzt gerade? Ich sitze gerade im Beratungsraum unserer Schule. Ja, vielleicht können Sie zum Einstieg noch mal kurz ein paar Sätze zu sich selbst sagen. Sich noch mal kurz vorstellen? Ja, gerne. Also mein Name ist Theresa Pause und ich bin die Klassenlehrerin der Klasse.
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Und ja und ich bin nun mittlerweile seit drei Jahren an der Sachsen an die Schule und unterrichte die Fächer Deutsch, Mathe, Sachunterricht und Englisch. Sie sind seit drei Jahren an der Sachsenallee Schule, das heißt, davor haben Sie Ihre von da jetzt abgeschlossen. Genau richtig. Und das Referendariat haben Sie aber noch nicht an der Sachsenallee Schule gemacht? Nein, ich habe in Thüringen studiert, in Erfurt und habe auch in Erfurt an einer Schule mein Referendariat absolviert.
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Okay, und danach zum Berufseinstieg sozusagen nach Glaukon gewechselt. Genau. Wieder zurück in die Heimat. Ja. Zum Einstieg genau haben wir noch einen Satz, den würde ich Sie bitten zu ergänzen. Ich arbeite gerne an der Sachsenallee Schule, weil ich zum einen eine ganz, ganz tolle Klasse habe, mit der ich in den letzten drei Jahren ein richtig tolles Vertrauensverhältnis geschaffen habe.
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Und zum anderen auch, weil wir als Team zusammenarbeiten, im Kollegium uns alle gegenseitig unterstützen und jeder auf jeden zählen kann. Ja, das haben wir auch schon bei den anderen oft gehört, dass das sehr gut funktioniert bei Ihnen. Ja, das ist wirklich toll und nicht selbstverständlich. Ja, wir haben von der Schule im Gespräch letzte Woche ja schon einiges erfahren und ein Bereich ist aber offen geblieben, und zwar der Bereich Kita.
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Und da würde ich Sie bitten, dass Sie uns als erstes mal einen Überblick geben. Was gibt es eigentlich alles für Ganztagsangebote an der Sachsenallee Schule? Also wir bieten seit 2006 viele verschiedene Ganztagsangebote an, die sich im Wesentlichen die auf die zwei Ziele verfolgen. Also zum einen sollen bestimmte Angebote dazu dienen, die Kinder zu fördern und gewisse Defizite abzubauen, wie zum Beispiel Leseförderung, Konzentrationstraining oder auch Fit am Computer.
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Und die anderen Angebote? Die dienen dazu, den Kindern eine abwechslungsreiche Freizeitgestaltung zu ermöglichen. Und da gibt es auch wieder ganz unterschiedliche Angebote. Das sind sportliche Angebote dabei, wie zum Beispiel Leichtathletik, kleine Sportspiele oder Yoga. Und es gibt aber auch kulturelle und kreative Angebote, zum Beispiel Theater, Klöppelen oder kleine Handwerker. Aber auch Ganztagsangebote wie Kochen und Backen, Schulgarten oder Französisch sind mittlerweile fest im Angebot dabei und werden von den Kindern sehr intensiv genutzt.
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Wer bietet denn diese Angebote an? Sind das Lehrkräfte ausschließlich von ihrer Schule oder haben sie da auch externe Menschen dabei? Das ist unterschiedlich. Es sind einerseits Lehrkräfte unserer Schule, es sind aber auch Erzieherinnen und Erzieher unserer Schule. Es sind auch ehemalige Erzieher, ehemalige Lehrerinnen und Lehrer und teilweise auch externe Partner. Jetzt habe ich gerade schon aufgehorcht beim Französisch.
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Das ist ja schon ein besonderes Angebot. Wer führt das durch? Für wen ist das gedacht? Wie sieht das überhaupt aus? Das biete ich tatsächlich an, das ist mein kleines Steckenpferd Französisch. Und das wird für die Klassenstufe vier angeboten. Ja, das ist ja auch was Besonderes an der Grundschule, weil es das ja erst im weiterführenden Bereich als Fremdsprache tatsächlich gibt.
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Angebot Wie ist es denn dazu gekommen, dass Sie dieses Angebot jetzt durchführen? Französisch war mein Nebenfach an der Uni und deshalb bin ich nach meinem Masterstudium für fast ein Jahr nach Frankreich gegangen, um dort zu leben und zu arbeiten. Und ich habe mit Kindern zusammen gearbeitet, habe mit ihnen deutsche Sprachanimation durchgeführt, also versucht, ihnen die deutsche Sprache näher zu bringen, dadurch viele Deutsch Lieder und ja, die französische Sprache ist sozusagen meine große Leidenschaft und diese wollte ich gerne auch mit den Schülern unserer Schule teilen und wollte ihnen damit auch so früh wie möglich aufzeigen, dass es Spaß macht, eine neue Sprache zu lernen und dass man keine Angst vor etwas Fremden haben muss.
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Und ja, es ist auch unglaublich bereichernd, wenn man eine neue Sprache und eine neue Kultur kennenlernt. Und all das wollte ich ihnen vermitteln. Und deshalb hatte ich meine Schulleiterin gefragt, ob es möglich wäre, dass ich Französisch in Form eines Ganztagsangebotes anbieten darf. Ja, und ich bin sehr dankbar, dass Frau Richter sehr offen gegenüber neuen Ideen ist. Und deshalb kann ich mittlerweile auch schon zum Dritten Jahr in Folge dieses Angebot anbieten.
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Ja, schön wie? Wie sieht denn so ein so eine Stunde aus? Wenn Sie da eine Stunde Französisch gestalten? Also ganz allgemein kann man sagen, dass die Kinder immer mit allen Sinnen dabei sind. Also ganz am Anfang steige ich zum Beispiel gerne mit meinem Frankreichkoffer ein. Das ist ein ganz alter Koffer, der vollgepackt ist mit ganz vielen verschiedenen typischen Gegenständen.
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Also da ist alles drin, was man sofort im Kopf hat, wenn man an Frankreich denkt. Zum Beispiel ein Lavendelkeksen aus der Provence oder natürlich auch ein Eiffelturm aus Paris. Der darf nicht fehlen. Oder auch eine Baskenmütze aus der Bretagne. Oder ein kleines Bild von der Mona Lisa Oder ein Asterix Comic. Also ganz, ganz viele Gegenstände, die die Kinder erst mal zum Austausch anregen und wodurch wir auch ins Gespräch kommen, was sie alles schon von Frankreich kennen.
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Und gleichzeitig lernen sie damit auf, wie vielfältig und wie interessant dieses Land sein kann. Und neben all diesen kulturellen Einblicken lernen die Kinder auch ganz nebenbei einen Grundwortschatz der französischen Sprache. Also ich versuche immer, die Themen mit bestimmten Wörtern zu verbinden, sodass die Kinder keine Grammatik pauken und auch keine Vokabeln, sondern dass das immer spielerisch mit eingebaut wird.
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Sie sollen am Ende natürlich nicht die französische Sprache komplett sprechen, das ist natürlich klar, aber Sie können sich zumindest mit einem Kind auf Französisch verständigen darüber, wie sie heißen, wo sie herkommen, wie alt sie sind und welche Vorlieben sie haben. Das heißt, es geht auch erst mal viel darum, überhaupt auch Freude an der fremden Sprache zu entwickeln und so ein paar Basics sozusagen zu erlernen.
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Absolut. Also die Freude steht ganz oben. Alles, was man mit Freude macht, macht man natürlich auch viel lieber. Ja, ja, das kommt auch gut rüber, wenn Sie das so erzählen, dass Sie da auch selber ja ganz viel Freude dabei haben, das zu tun. Absolut. Ja, gut, dann springen wir jetzt noch mal von Frankreich zurück nach Glauchau. Sie kommen ja auch selber aus der Ecke und sind nach dem Studium wieder nach Glauchau zurückgegangen.
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Da würde mich noch interessieren, Was macht denn Glauchau aus Ihrer Sicht so lebenswert? Also in erster Linie waren es die Freunde und meine Familie, die mich wieder zurückkommen lassen haben. Aber nichtsdestotrotz lebt man auch im Glauben wirklich sehr schön. Natürlich kann man es nicht vergleichen mit größeren Städten wie Leipzig oder Dresden, aber trotzdem finde ich, dass ich da genauso nicht verstecken muss.
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Also auch hier kann man sehr gut leben. Es gibt zahlreiche Freizeitmöglichkeiten. Wir haben zum Beispiel ein sehr schönes Stadttheater, das regelmäßig Veranstaltungen anbietet. Wir haben ein sehr schönes Schloss, in dem es auch eine sehr schöne Bibliothek gibt, mit einer sehr schönen Abteilung, auch für die Kinder. Da gehen wir auch von der Schule aus sehr gerne hin und besuchen dort regelmäßig Veranstaltungen.
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Dann gibt es auch ein Sommerbad, es gibt einen Stausee und den Kumpelteich, also auch viele Grünflächen zum Erholen und Entspannen. Es gibt ein Tiergehege und auch ein Freizeitparadies und insgesamt sind hier auch sehr viele Musik und Sportvereine. Da ist für jeden Geschmack etwas dabei. Ja, da gibt es ja einiges zu entdecken. Gut, dann, Frau Hauser, würde ich sagen ganz lieben Dank für das Interview und dass Sie uns da noch mal ein paar Einblicke gegeben haben.
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Sehr gerne. Ich bedanke mich auch recht herzlich. Hat der Podcast dein Interesse geweckt? Wenn du noch mehr Schulen in Sachsen kennenlernen möchtest, dann schau auf unserer Homepage vorbei. perspektive minus Landpunkte in. Hier findest du viele Informationen rund um die sächsische Schullandschaft. Fördermöglichkeiten für Praktika, spannende Veranstaltungen und vieles mehr. Wenn dir die Folge gefallen hat, dann empfiehlt sie gerne weiter.
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Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.
Folge 14: Sachsenalleeschule Grundschule Glauchau
Folge 14 führt uns noch einmal nach Glauchau, diesmal besuchen wir die Sachsenalleeschule. Die neu sanierte Schule überzeugt mit einem weitläufigen Außengelände, das viele Möglichkeiten für Sport und Bewegung bietet. Im Gespräch mit der Schulleiterin und drei jungen Lehrkräften ist die kollegiale und offene Atmosphäre im Team spürbar! Wir haben darüber gesprochen, was es bedeutet, LRS-Stützpunktschule zu sein, ein einzigartiges GTA und vieles mehr.
Weitere Infos zur Schule und ein Schulvideo findet ihr hier: www.sachsenalleeschule.de
Diese Folge auf Spotify, Deezer oder Itunes hören, oder direkt hier in unserem Webplayer:
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Perspektive Land. Der Schulpodcast. Du spürst, Schulen und ihre besonderen Konzepte kennenzulernen. Dann lass dich von unserem Podcast mit auf eine Entdeckungstour durch die sächsische Schullandschaft gehen. Wir sprechen mit Menschen in den Regionen und erfahren, wie es ist, dort zu lehren und zu leben.
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Perspektive Land ist wieder unterwegs. Heute zur nächsten Podcastfolge. Mein Name ist Kerstin Burkhardt und ich bin heute nicht alleine, denn ich habe meine Kollegin Stefanie Nicolai dabei. Hi Stefan. Hallo Kerstin, die besuchen ja heute die Internationale Grundschule in Glauchau und kommen mit Frau Teichmann, der Schulleiterin, ins Gespräch darüber, was ihre Schule so besonders macht. Hier machen wir uns jetzt mal auf den Weg hier vom Bahnhof von Glauchau sind so 15 Minuten guter Kilometer zu Fuß und schauen mal, was uns erwartet.
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Und los geht's.
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So, jetzt sind wir angekommen an der internationalen Grundschule und stehen hier auf dem Schulhof, direkt vor dem Gebäude. Hier gibt es erst mal zwei Tischtennisplatten und so was wie ein kleines Amphitheater. Vielleicht gibt es hier auch manchmal Aufführungen oder so? Ja, kann ich mir vorstellen. Und einen riesengroßen Sonnenschirm für Tage wie heute, wo es so sonnig ist. Ziemlich gut.
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Ja, und dann hinter so einem Zaun ist ja noch ein weiteres Gelände, Da gibt es Sitzmöglichkeiten und Sandkasten. Klettergerüst habe ich schon gesehen. Na, vielleicht lernen wir nachher noch ein bisschen mehr davon kennen. Ja, ich hoffe doch. Na, dann gehen wir jetzt erst mal rein und schauen, ob die Frau Teichmann schon Zeit für uns hat. Gut, jetzt sitzen wir hier mit der Schulleiterin.
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Frau Teichmann. Hallo. Hallo. Ja, schön, dass es geklappt hat und Sie sich Zeit für das Interview nehmen. Ja, auf jeden Fall. Zu Beginn würde ich Sie bitten, einmal folgende zwei Sätze zu ergänzen. Als erstes. Schule bedeutet für mich, einen Wohlfühlort fürs Lernen zu schaffen.
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Und ich arbeite gerne an der internationalen Grundschule Glauchau, weil ich mich hier als Schulleiter voll entfalten kann. Das klingt schon mal sehr gut. Da sind wir gespannt, was jetzt noch so im Gespräch Weiteres kommt. Vielleicht können Sie zu Beginn noch mal kurz Ihre Schule so im Groben vorstellen. Also wie viele Schülerinnen und Schüler lernen hier? Wie viele Lehrkräfte arbeiten hier?
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Was gibt es so grundsätzlich zu sagen? Und auch zu sich selbst ein paar Worte. Ja, ich würde mit mir selbst erst mal anfangen. Ich bin ja nunmehr seit fünf Jahren hier. Schulleiterin, nein, seit sechs Jahren Schulleiterin und. Aber an der Schule arbeite ich schon seit 14 Jahren hier an diesem Standort auch, bin aber insgesamt seit 36 Jahre schon Pädagogin.
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Ich habe das also von der Pike auf gelernt und war aber auch zeitweise in anderen Bereichen tätig und freue mich, dass ich in diesem Verbund bin und eh von unsere Schule sprechen muss. Ich auch sagen, unsere Schule ist Teil eines großen Verbundes der sechsten International School Carl Hahn gGmbH und den gibt es. Seit 2003 wurde er gegründet. Die Namensgebung erfolgte später und unseren Standort hier gibt es seit 2005.
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Also Sie sehen, dass wir schon bald 20 jähriges Jubiläum feiern werden und es sind auch ganz stolz drauf, weil am Anfang das glaube ich so nicht gedacht wurde, dass wir so große Erfolge erzielen mit unserem Konzept oder mit Schul Sein Konzept. Herr Schule ist unser, ja, unser großer Chef, der die ganzen Dinge leitet, der das alles auch in auf den Weg gebracht hat, wie man das auch zu verdanken, dass wir mittlerweile 16 Schulen haben und 21 Kita und Hotel.
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Und daran sehen sie auch, dass wir also nicht nur Schulen haben. Unser Konzept hält sich auf. In Kindergärten, Schulen und Oberschulen und Gymnasien. Das hat mit dem Konzept zu tun, weil wir ein ganzheitliches frühzeitiges Konzept entwickelt haben, in dem das die Bilokalität, also praktisch der Schwerpunkt ist. Na ja, wir waren schon im Kindergarten an mit den Kindern in einer zweiten Sprache.
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In unserem Fall ist das Englisch zu kommunizieren und diese Sprache den Kindern schon von klein auf praktisch. Man sagt immer schief, ein tropfelnd dort zu begegnen, das ist so unser unser Ziel an unsere Schule lang derzeit bis eine drei zügige Schule und lernen derzeit 200 und die 240 Schülerinnen und Schüler. Wir haben ab vier Klassen erste bis vierte Klasse und wir sind ein Team von circa 50 Kollegen und natürlich auch Hausmeister, Küchenpersonal, Reinigungskräfte.
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Auch diese Personen, diese gehören zu unserem Team. Also wir sind ja ziemlich groß für eine Grundschule. Wenn Sie von Team sprechen, wir waren ja vorhin schon mal kurz in Ihrem Büro, da haben wir auch gesehen, die Hortleitung sitzt direkt nebenan. Also zu diesem Team gehören jetzt nicht nur Lehrerinnen und Lehrer und genau das andere Personal, was Sie beschrieben haben, sondern auch Erzieherinnen und Erzieher.
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Richtig. Genau die Bildung oder Bildung ist nicht nur das einzige, was unser Konzept ausmacht, sondern auch dieses ganzheitliche. Und das heißt für uns, dass wir Gott und Schule nicht trennen. Bei uns ist das eine Einheit, das merkt man unserem Schulhaus, wo man dann rumgehen kann. Ich finde es auch noch mal zeigen und man merkt es auch in der Arbeitsweise und alle profitieren davon.
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Wir haben sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Das profitieren die Eltern davon, die Kinder davon und insgesamt unsere ganze Schulentwicklung und Entwicklungskonzept profitiert davon. Alle Dinge, die wir hier anschieben, alle Dinge, die da laufen, gehen über den Tisch von der Schule und von der Hauptleitung. Gemeinsam. Und da entstehen viele gute Ideen. Man man weiß, was der andere macht, Also man kann sich gegenseitig unterstützen.
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Das hat ganz viele positive Effekte, man wird keinen negativen Effekt ein. Und letztendlich sind wir ja, ob wir jetzt Lehrer sind oder Erzieher, wir sind alle Pädagogen. Wir haben alle das Ziel, unsere Kinder gut vorzubereiten auf das zukünftige Leben in unserer Gesellschaft. Und das steht bei uns auf der Fahne. Und egal ob ich jetzt da dort ausgebildet bin oder dort ausgebildet bin, an unserer Schule wird das nicht getrennt und das bringt uns ja voran In unserer Arbeit und auch in unserer Darstellung als Schule.
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Genau. Ich würde zu dem Schulverbund gerne noch mal nachfragen Wo gibt es denn noch überall die sechs und die International Schools? Ja, die gibt es in Sachsen hoch Also wir sind speziell auf Sachsen spezialisiert. Also Grundschulen haben wir in Geithain, in Stolberg, in Gersberg hier und Clara und in Jane und Oberschulen auch und Gymnasien in Niederwürschnitz, rein stoffelter Berg.
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Die Kollegen verzeihen, wenn ich irgendjemanden Verkehrs als sie sehen. Ein großes Einzugsgebiet sind immer wieder neue und es kommt sogar noch eine neue Grundschule in Freiberg hinzu. Aber Mensch, wir sind sie ausschließlich im ländlichen Raum unterwegs. Ja, wenn Stolberg es Kleinstadt ist, Stadtgarten, Stadt ja, aber ich zum Beispiel weder Chemnitz noch Leipzig noch Dresden gehört. Das heißt, Sie agieren ausschließlich in Bedarfsregionen?
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Ja, ausschließlich. Das hat damit zu tun, dass wir teilweise angefragt werden von Kommunen. Es gibt dann auch teilweise leere, leer stehende Gebäude, ehemalige Schulen. Wir sind in vielen alten DDR Schulen auch zu Hause, die dann wird von uns restauriert oder renoviert werden, wieder hergestellt werden und dann wird der Standort einfach, also dieses Gebäude einfach da ist und nicht verfallen soll.
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Und weil wir der Meinung sind, dass es auch Kinder gibt, es auf ländlichen Gegenden wie in Städten und die Kinder haben es auch verdient, in diesen Gegenden gut beschult zu werden. Also die haben auch genauso den Anspruch auf gute Bildung wie alle anderen Kinder. Und sie werden staunen. Auch hier gibt es viele, viele, viele schlaue Kinder. Daran habe ich nicht gezweifelt.
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Okay, wir mir schon so ein bisschen was über das Schulkonzept hier an einer internationalen Grundschule in Glauche gehört. Wie wird denn generell das Internationale an Ihrer Schule gelebt und was sind vielleicht auch die Besonderheiten gegenüber anderen Grundschulen? Ja, also gelebt wird schon. Erst im ersten Punkt wird in auf und durch die Schule gehen, dass wir ein internationales Team haben.
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Wir haben also wirklich viele Kolleginnen und Kollegen aus anderen Ländern. Wir haben, wir haben das Glück, in unsere Schulen an so ein Stamm Kollegium aus anderen Ländern, aber in anderen Schulen ist manchmal auch so, dass das wechselt, weil es gibt. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es viele Lehrer gibt, die auch das ist in der Lebensplanung ist, dass die durch die Welt reisen als Lehrer und dort in verschiedenen Schulen immer für zwei, drei Jahre arbeiten.
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Und wir sind dann natürlich offen für solche Kollegen, Die kommen dann auch zu uns und sind nur zwei Jahre da. Aber wir haben das Glück, dass unsere Kollegen hier unsere Muttersprache, sagen wir mal hier auch heimisch geworden sind. Entweder haben sie ein Partner gefunden und sie fühlen sich hier wohl, so dass wir da sehr gut arbeiten können mit dieser Internationalität an unseren Schulen.
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Schwierig wird es natürlich auf den ländlichen Gegenden mit Kindern aus anderen Ländern. Aber da haben wir auch den Vorteil, dass wir VW hier in der Nähe haben. In Mosel. Und da ist ja auch von Elternschaften, gerade auch in der höheren Ebene, was das Management betrifft. Viele Wechsel gibt es auch in der internationalen Besetzung und wir bekommen dann auch immer diese Kinder und wir haben jetzt in Kairo eine Schule eröffnet, unser Verbund.
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Und natürlich führen wir da auch eine Kooperation anstreben und wollen gucken, dass da eventuell auch ein Wechsel erfolgen kann zwischen Lehrern, Schülern Wie auch immer. Mal sehen, wie sich das gestaltet. Bin schon sehr interessant. Finde ich sehr interessant, wo wir da hinkommen. Ja, im Alltag ist es so, dass wir ja generell unsere Kinder es ist ja schon mal Teil des Lehrplans international zu arbeiten, also weltoffen, sag ich mal, Internationalismus wäre Begriff weltoffen.
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Das ist ja in vielen Bereichen in Sachkunde so, in Mathe, selbst in Mathe, in Deutsch, das greift man ja sowieso auf. Und bei uns wird das noch mal untermauert mit Arme den Kindern, die wir haben, b mit den Lehrern, die wir haben und dann bauen wir noch viele Veranstaltungen hier ein, die wir haben. Es gibt viele Wettbewerbe, zum Beispiel gibt es einen Englischwettbewerb in Kirchberg immer, der wird dazu in einer staatlichen Schule ausgetragen.
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Da machen wir immer mit. Da haben auch wir sehr große Erfolge. Dann haben wir die Teilprüfung, also jede vierte Klasse, wir haben sie gerade wieder abgeschlossen, muss die abschließen. Junior A1 Und da gibt es mal ganz große Aufregung bei den Kindern. Aber es schafft immer. Jedes Kind schafft das und die sind mega stolz. Wenn die dann sagen Oh Schatz, die Prüfung bestanden, ja dann haben wir natürlich auch im Alltag zum Beispiel fit winning da, wir sind ja auch gut ausgestattet, was die Technik betrifft.
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Dann treffen wir uns über unsere Smartboards oder Whiteboards, die wir haben, mit einer Schule aus Spanien und haben dann gewissen Zeitpunkt, wo wir uns treffen. Die Klasse drei und vier machen das ganz oft und dann geben die sich Aufgaben Unterricht und dann es nächste Mal die sich wieder treffen müssen, die das präsentieren. Was haben wir da erarbeitet in der jeweiligen Sprache und es wird in Englisch sein.
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Zurzeit haben wir zwar eine Schule in Spanien, aber sie sprechen halt Englisch mit uns und wir auch mit den Englisch und wir präsentieren dann unsere Ergebnisse. Was haben wir herausgearbeitet? Das wird dann über das weiterverfolgt und da muss ich sagen, ist uns ja auch ganz gut gekommen, dass wir endlich mal offen gegenüber solchen Formaten auch ist. Wir hatten das vorher schon sehr viel auch gemacht, aber jetzt ist es natürlich noch verstärkt.
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Dann hatten wir auch schon mal mit einer englischen Schule wurde dann ein Plüschtier Plüschtier hin und hergeschickt, ein kleiner Teddy, der kam aus, hat uns hergeschickt und der Teddy war hier zu Besuch in der Klasse zwei und die haben sich dann haben dann auch geschrieben in Englisch, was sie ja, was er hier erlebt hat und hat das zurückgeschickt.
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Dann teilweise auch in Deutsch, weil die andere Schule in England, weil die das Deutsch lernen und die an das uns Englisch dann geschickt und der Teddy war praktisch so ein Symbol haben haben dann zurückgeschickt mit unseren Antworten und das immer so tolle Sachen, das sind so Formate, ja, die bloggen auch. Dann haben wir in Klasse drei, die Kinder waren auch gerade wieder unterwegs.
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Das sogenannte Länglich Camp. Da fahren die Klassen drei für drei Tage in irgendeine Jugendherberge und dort haben sie dann Workshops in verschiedenen Sprachen zu verschiedenen Ländern. Und das Leben, die Kinder da machen die man außergewöhnliche Sachen. Zum Beispiel unsere pakistanische Kollegin, die macht dann zu Henna Bemalungen, also der die Kinder sich sie macht es ja freie Hand und sie kann das auch.
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Sie erklärt auch, was das ist. Dann stellt sie auch Land vor und das leben die Kinder. Und wir greifen natürlich auch immer aktuelle Themen auf, also auch der Krieg. Ja jetzt auch 13 ukrainische Kinder dann auch aufgenommen, die sind auch in den Klassen integriert. Also wir haben das zu einem lernen die alleine Deutsch in ihrem mit ihren anderen Freundinnen, also ukrainischen Freunden aber andererseits gehen die auch in die Klassen rein und sind dort auch integriert in die Klasse und dort wurde auch sehr geholfen.
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Am Anfang wurden Spenden. Also unsere Schule hat 12.600 € erlaufen, wir haben Spendenlauf gemacht mit den Kindern. Das ist viel. Ja, dass es mehr Kaffee und wir waren auch ganz überrascht Gänsehaut, dass das so zustande gekommen ist Und weil wir das immer gut publiziert haben, gesagt, wir brauchen Hilfe. Ja, und diese Familien wohnen jetzt auch im Umkreis und wenn das stützend, jetzt auch hier anzukommen und das ist für mich gelebte Internationalität, ja, das ist auch aktuell, das aktuelle Thema aufzugreifen.
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Natürlich gab es auch da viele Widersprüche und oh Gott, ihr redet jetzt über Krieg und es ist doch schlimm. Ja, das ist was Schlimmes. Aber Kinder müssen wissen, dass wir ja das Glück haben, in einer heilen Welt zu leben. Aber die heile Welt ist nicht überall. Es gibt viele, viele Sachen, die unsere Kinder gar nicht mitbekommen, Nicht. Ich finde es wichtig, dass Kinder damit zeitig mit konfrontiert werden, Sei es Tod, sei es Hunger, Armut, sei es Armut, Hunger oder auch die fehlende Bildung in vielen anderen Ländern.
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Und das müssen Kinder wissen und einfach auch wissen, was sie später mal dagegen würden. Es ist auch so ein Auftrag, den wir uns auf die Fahne schreiben. Extra aufgeschrieben, dass ich das unbedingt sage, dass wir uns den Dingen der Gesellschaft stellen, die immer wieder da sind und dass wir eine Gemeinschaft sind und nur gemeinsam diese Dinge auch klären können.
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Und Kinder sollen das ja schon an der Schule lernen. Wir haben zum Beispiel zum gleichen Schulfunk, die gehen montags auf Sendung, die Kinder reden auch die Kinder sehr gut und so Funkanlage. Und da wird eben auch gesagt, was in der Schule los ist, da wird auch gelobt, Was haben wir denn geschafft, was haben wir denn gemacht? Und da wird auch der Witz der Woche erzählte Lachen erst mal alle und waren Geburtstage gefeiert und gesagt Der hat heute Geburtstag.
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Die Kollegin also da wird auch also so gegenseitig, das ist so ein Gemeinschaftsgefühl, wo ich anfangs gesagt habe, Schule muss Wohlfühlort sein, man muss in die Schule kommen und wissen ja, okay, ich lerne dort, aber ich kann nur lernen, wenn ich mich wohlfühle. Auch kein Erwachsener geht gerne zur Weiterbildung. Aber vorne, da steht doch einer vorne und da leiert sein Text runter und geht mir auf den Keks.
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Also wenn ich, wenn ich weiß, dass ich hierher komme. Und ja, ich habe auch einen schlechten Tag. Aber generell weiß ich, dass ich ja aufgefangen werde, dass ich hier auch mal einfach Dummheiten machen kann. Ich kann immer Kind sein, Ich kann dir was einstellen. Und das ist unser Credo. Das sollen die Kinder spüren und wissen Und da könnt ihr auch alles recht.
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Und dann? Das schafft auch jeder, der eine Schwierigkeit am Lernen hat, weil viele denken auch oh ja, jetzt haben die ja so viele Sprachen ab Klasse drei immer noch Spanisch, wir haben Chinesisch geht ja, ist egal. Die Kinder, die das können, die machen das und die anderen Kinder, die das nicht schaffen, die haben die können sie dafür was anderes.
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Wir haben so viele Wettbewerbe, wo jedes Kind irgendwo was schaffen kann, was es gut kann. Wir haben Kunst, Wettbewerbe, Viele Kinder sind ja künstlerisch. Wir haben ein super Chor und die Kinder viele Texte lernen müssen. Das sind auch unsere leistungsschwachen Kinder drin, Die können das auch, wenn die singen, dann die trällern dann ja, die können auftreten und können sagen Ja, das kann ich, wenn wir viele Sportwettkämpfe haben.
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Wir haben ganz viele Turniere, wo wir uns angliedern an die staatlichen Schulen, wir haben Lesewettstreit, das kann ja auch sein. Ich kann, wenn ich das wunderschöne Schreiben hat, dafür kann ich sehr gut lesen. Und es gibt so viele Dinge, die Kinder, also es gibt kein Kind, das nichts kann. Ja, total beeindruckend, was sie erzählen und mit welchem Blick sie auch aus Sicht der Kinder agieren und hier eine Wohlfühlatmosphäre schaffen wollen.
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Sie hätten vorne auch schon noch mal die ganzheitliche Arbeit angesprochen. Mich würde noch interessieren, wie Sie die Elternarbeit gestalten. Sind wir sehr. Also wir sind sage jeden Elterngespräch, wenn ich auch so in unser Gespräch habe. Wir möchten natürlich, dass die Eltern hier präsent sind. Dabei schon, aber das ganz komisch. Da war keiner mal im Haus bei uns präsenter ist, als in diesem Haus zu sein.
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Seine Präsenz heißt, sich einzubringen. Das kann auf verschiedene Art sein. Es gibt Eltern, die Sachen auch nie. Frau Teichmann, wir sind so eingebunden. Ich habe schon so vieles. Ich bin da noch und da noch da kann das Präsenz, also das ein Einbringen sein, zum Beispiel irgendwas vorbereiten. Es kann aber auch sein, ich bin sehr gut im Vorlesen, ich mache jetzt eine geht die vorlesen, weil die Kinder müssen das Lesen lernen.
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Also es ist ganz groß gestreut und wir haben regelmäßige Sitzungen. Ich habe auch extra wir agieren ja über Leben und über Lärmschutz habe ich extra mit meinen Eltern spreche und eine Gruppe und dort wird auch alles noch mal besprochen und ob wir uns auch treffen, wir haben auch regelmäßig Sitzungen. Dort wird das Programm vorgestellt fürs neue Jahr. Die Eltern werden auch befragt, ob sie neue Ideen haben.
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Wir haben Projekte wie zum Beispiel. Seit zwei Jahren läuft unser Außengelände als Projekt. Das ist neu gestaltet worden, umgestaltet worden. Da ist natürlich die Arbeit groß gefragt. Wir haben zum Beispiel unseren Wasserspielplatz, der gewünscht wurde von Kindern, haben die Anregung aufgebaut, über Spenden über 8.000 € der gekostet mit den Eltern ausgebaut. Das einzige, was eine Firma gemacht hat, ist die Wasserleitung dorthin gelegt.
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Das muss man nicht selber gemacht haben. Uns aber auch einen ehemaligen Papa geholt, der uns ein tolles und. Ja und das merkt man halt auch. Die Elternschaft kommt auch regelmäßig immer noch zu uns. Wir haben immer. Im Winter haben wir immer unseren Weihnachtsmarkt und das nutzen die ehemaligen Klassen, um sich hier wieder zu treffen als Klassentreffen. Das Haus ist dann voll mit ehemaligen Schülerinnen und Schülern und Eltern, die Eltern haben.
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Auch wir nehmen die mit. Also Eltern können uns also wir sagen schon klar, dass wir praktisch das pädagogisch ist natürlich unser hat da muss man aufpassen, da gibt es es ist eine Gratwanderung. Als Pädagoge ist unser Part, wir sind die ausgebildeten Kräfte dafür, Wir nehmen gerne Rat und Hilfe von Eltern an und wir wissen auch, dass die Eltern praktisch sind von ihren Kindern, die Spezialisten von ihren Kindern.
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Aber wir haben alle Kinder hier in einer Gruppe und das einzelne Kind zu Hause stellt sich immer anders dar als das Kind in einer Gruppe. Und das, wenn man das den Eltern gut erklärt und darstellt, bei Problemen zum Beispiel, dann sind sie auch ganz schnell, haben die ganz schnell auch Verständnis dafür, dass sie sich zurücknehmen müssen. Aber sie bringen sich natürlich auch ein, wenn sie merken, sie dann ernst genommen und sie werden auch mit.
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Wir begleiten die Eltern auch ganz lange, wenn sie zum Beispiel auch Problem mit ihrem Kind haben. Wir haben viele Handreichungen für die Eltern. Wir haben ein gutes Netzwerk, wo ich genau weiß, dort kann ich die hinschicken, Da weiß ich, das funktioniert. Wir haben auch jetzt gerade mit den Kindern, was Traumata betrifft, Kinder haben das Korona und Traumata teilweise erlebt und auch die Eltern.
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Da hab ich jetzt eine ehemalige Mutti interessiert, die hat die Traumata therapeutischer Ausbildung dabei, wir jetzt Elternabende organisieren, wo noch mal das Thema Trauma einfach nur von der Theorie aufgearbeitet wird. Was ist das? Wie geht man damit um? Die haben bestimmt Fragen die Eltern. Und das läuft jetzt gerade wieder knapp. Sind so aktuelle Themen, die wir dann aufgreifen mit Elternschaft.
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Ich würde gerne noch was ganz anderes fragen. Noch mal in eine ganz andere Richtung. Und zwar zu Umgebung und Region. Hier in der in Glauchau und Umgebung. Also was mögen denn Sie und vielleicht auch Ihr Kollegium? Was mögen Sie denn ganz besonders gerne an der Region hier? Ja, also ich habe heute in Vorbereitung dessen auch mal gefragt und wir haben ein sehr junges Team.
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Wir haben also gemischt auch mit vielen jungen Kollegen und hat Sie schon mal gefragt, mit Vorfällen eigentlich auf dem Land und das waren sehr interessant. Also Land, städtisch, ländlich nett sind wir ja hier. Es gab interessante Antworten zu ein. Die erste war gesagt Großstadt ist nur zu groß, sie hat es ausprobiert. War's zu voll, zu hektisch, zu laut, zu viel Gewusel, zu viel Durcheinander.
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Obwohl ich das Ganze gedacht hatte, weil sie auch viele schon im Ausland war. Sie hat schon vieles ausprobiert, aber sie hat gesagt, letztendlich hat sie sich dafür entschieden, auf dieses doch eher ruhige Länder zu gehen. Dann ist mir auch gesagt worden, dass Kinder teilweise auch anders sind. Auf ländlichen kleinstädtischen Gegenden. Konnte gar nicht so direkt begründen, aber sie hat immer den, weil vergleichsweise auch schon in anderen Städten war.
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Dann hat eine Kollegin gesagt hat auch einen Heimatbezug. Viele sagen auch, sie sind zurückgekommen in die Heimat. Einige Kollegen haben auch gesagt, der Träger hat auch gelockt, weil der Träger hier die Möglichkeit gibt. Das muss ich auch dazu sagen, Finde ich toll, dass wir auch Kollegen, die diese diese nicht diese grund anständige Ausbildung haben, diese klassische deutsche Lehrerausbildung zu den auch in unseren Träger immer wieder die Chance anzufangen.
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Ich kriegen also dann später den Vorschlag eine Seidensteig Ausbildung zu machen oder für durch Weiterbildung sich hier zu zu integrieren. Wir nehmen erst mal natürlich muss man eine pädagogische Ausbildung beginnen zu uns kommt aber es gibt ja im Ausland viele andere Formen der Ausbildung und die werden oftmals in staatlichen Einrichtungen abgelehnt. Und das macht unser Träger nicht. Wir gucken uns die erst mal an, wir lassen die auch mitlaufen.
00:22:16:17 - 00:22:41:14
Ja, dann haben auch Kollegen gesagt, da stand und hier bei uns und glaube ich auch, möglichst trotz er ländlich kleinstädtisch ist zentral. Wir haben die AfD hier, man ist ganz schnell in Dresden, in Chemnitz und die andere Richtung nach Weimar, Erfurt ist Erzgebirge ist vor der Tür, dort kann man Ski fahren. Es ist wirklich alles sehr. Trotzdem man braucht vielleicht eine Stunde, aber es ist eine Stunde.
00:22:41:16 - 00:23:05:11
Meine Tochter fährt in Berlin eine Stunde auf Arbeit in Dachau und ist in Rust, hat also das hat Arbeitsweg Länge des Arbeitswegs, ist eigentlich von der Stadt Großstadt mit ländliche Gegend nicht mehr unterscheiden von der Zeit lernen. Was ein Nachteil wäre es vielleicht, wenn man Auto braucht, aber mittlerweile wird auch das Netz besser ausgebaut. Was? Bus und Bahn ist hier sehr gut ausgebaut und verdient.
00:23:05:13 - 00:23:27:04
Wir sind jetzt ganz entspannt, fahren anderthalb Stunden mit dem Zug ohne Umsteigen aus Dresden. Das war jetzt ganz, da können wir nicht die ganze Woche Rettung machen. Ja, genau, Man kann es auch nutzen. Ja, und auch Lettisch ist nicht weit. Also. Und die Kinder? Ich muss auch sagen, die Eltern und die Kinder sind auch teilweise schon entspannt. Nein, entspannter kann man uns sagen, sind anders.
00:23:27:06 - 00:23:52:05
Die Kinder in der auf dem Dorf leben schon leben, wachsen anders auf. Die kriegen anders einen anderen Bezug zu ihrer Umgebung. Und die Eltern sind auch nicht so ängstlich, weil die wachsen mit Bäumen auf geklettert. Es gibt also es gibt immer Vor Nachteile. Aber unsere Gegend ist schon eine tolle Gegend, auch sehr kulturell. Viel Kultur in Zwickau, also das denkt man gar nicht.
00:23:52:07 - 00:24:17:14
Aber wenn man da wirklich was sucht und immer Interesse hat, findet man auch immer viel Kultur. Gerade für die kleinen Vereine und klein Vereine. Die stellen viele tolle Dinge auf denen auf die Beine hier und auch wir haben eine tolle Verein Vereine diese diesen Kunstverein der macht viele Ausstellungen ganz toll. Man muss es nur so und man ist auch näher an den Kindern dran und an den Eltern.
00:24:17:16 - 00:24:37:06
Man erreicht die ganz anders. Wir haben, wie gesagt, haben ja schon gesagt, wir sind auch in die Gemeinschaft, wir sind, wenn die das sind, an den Kindern dran, also nicht negativ also dran. Wir wissen auch vieles um den privates Umfeld, wir kennen den ihre Sorgen, wir kennen den Eltern ihre Probleme, weil wir einfach uns auch die Zeit nehmen und die Eltern die Zeit mitbringen.
00:24:37:08 - 00:24:59:06
Und da können wir ganz anders agieren, sobald irgendwas passiert. Wir wissen sofort, wenn die Oma gestorben hat ist und dann wird sofort reagiert. Und wir wissen auch wenn eine Scheidung ansteht, da wird sofort reagiert. Du wissen a Auge auf das Kind werden könnte sich irgendwie äußern. Da haben wir sofort Sensoren dafür und ich glaube, das gelingt manchen Großstädten nicht, weil der Bezug sind alle vielleicht anders.
00:24:59:06 - 00:25:29:04
Ich weiß es nicht. Und wir sind natürlich auch eine kleine Klasse. Unser Konzept sagt nur 22 Kinder, im Notfall vielleicht mal 23, aber ansonsten bleiben wir bei dieser Klasse. Stärke und machen lieber noch eine Klasse mehr auf. Jetzt in diesem Spiel haben wir 40 Inseln Bedarf also so eine Zulauf hatten und das sind wir mit vier Klassen. Dann hier am Gang, aber dafür klein und da haben wir auch Zeit und da haben wir auch diese nötige Ruhe, mit den Kindern zu arbeiten.
00:25:29:06 - 00:25:55:01
Also unsere Zielgruppe auch, die das ja hier viel anhört, sind ja Lehramtsstudierende. Wenn man jetzt hier ein Praktikum macht an der Schule oder auch zum Referendariat hierher kommt, was erwartet einen dann denn so hier an der internationalen Grundschule? Das erste, was wir, was wir machen, wir nehmen unsere alle Praktikanten, Referendare mit Armen, mit offenen Armen auf. Die laufen bei uns nicht unter.
00:25:55:03 - 00:26:19:24
Ihr seid jetzt nur Praktikantin, Ihr seid nur Referendare, Ihr könnt nicht, sondern wir nehmen die ja ganz liebevoll auf und gerne auf, begrüßen die auch mit. Ein Willkommens mit einer sehr tollen Kultur. Ich nehme extra Zeit für diese Person. Die werden ja gut vorbereitet und es erwartet ein. Die erwartet auch ein Kollegium, die ja auch von gerne von den jungen Kollegen lernen und die dürfen sich einbringen.
00:26:19:24 - 00:26:43:03
Die müssen nicht hinten drin sitzen und den Mund halten, sie dürfen Fragen stellen, die dürfen auch mal uns was Neues vorstellen. Also sie können gerne hierher kommen und es ist wirklich toll, weil wir die Praktikanten nicht als etwas sehen, was unfertig ist. Wir nehmen die praktisch auf Augenhöhe auf, sind junge Menschen, die vielleicht einen anderen Blick auf die Welt haben, die auch die Dinge vielleicht anders sehen.
00:26:43:05 - 00:27:02:06
Und das ergänzt sich sehr. Und es ist wichtig, dass unsere älteren Kollegen auch mal einen anderen Blick sehen oder hören und auch vielleicht mal ausprobieren. Gerade dann auch, wenn sie Unterricht machen. Die dürfen auch alles ausprobieren, die dürfen auch Fehler machen. Das ist auch ganz wichtig. Aus Fehlern lernt man. Fehler sind wichtig, sonst kann man sich gar nicht weiter entwickeln, wenn man immer das Gleiche macht.
00:27:02:06 - 00:27:30:07
Was soll das? Geht gar nicht. Und das dürfen sie halt auch bei uns. Dann wüsste ich gerne noch zum Abschluss was möchten Sie denn Lehramtsstudierende noch mit auf den Weg geben? Ja, eigentlich vieles. Aber das Wichtigste ist, wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie das nicht hinkriegen. Oder es ist nicht, dass Sie nicht mit Kindern klarkommen. Die Finger davon lassen, dass sie nicht den Beruf machen, weil sie dort verbeamtet sind und gutes Geld verdienen.
00:27:30:09 - 00:27:51:24
Und dass wir den Beruf nur machen kann, wenn man den gerne macht. Man muss den Beruf machen, weil man es machen will. Wenn man mit Kindern arbeitet, weil man was voranbringen will. Und man muss im Leben stehen als Lehrer, wenn man scheu ist vor Herausforderungen, wenn man scheu ist vor dem Leben und wenn man vor allem Angst hat, sondern auch die Finger von lassen.
00:27:51:24 - 00:28:14:14
Wir Kinder haben vor nichts Angst. Kinder, die sind neugierig und das braucht man auch als Lehrer. Es sollte man nicht alles sein gegen sich selbst, Liebe und Praktikum und Studium ist es dann vielleicht nach zwei Jahren, wenn man schon nach so vielen Studienjahren das beendet hat. Ja und nicht aufgeben ist auch so wichtig. Geben Sie nicht auf. Manchmal gibt es auch Krisen, aber letztendlich ist es der schönste Beruf.
00:28:14:14 - 00:28:37:11
Thema haben kann. Also ich komme jeden Tag gerne auf Arbeit und man kriegt das immer wieder. Man begegnet den Kindern später wieder und wenn die einen wiedererkennen, sagen auch, sie haben es als Lehrerin gehabt und das, das ist so toll, wenn man in der Grundschule setzt man so einen Grundstein fürs Lernen und wenn man das gesetzt hat und die Kinder haben beide gerne die Schule besucht, das ist einfach toll.
00:28:37:13 - 00:28:59:11
Ein ganz toller Beruf. Ich kann es nur empfehlen. Okay, und der war ja Dann haben Sie herzlichen Dank für die spannenden Einblicke und dass wir hier heute zu Besuch sein durften. Ja, ja, jetzt haben wir noch mal kurz die Gelegenheit, auch durchs Haus zu gehen und sprechen auch noch mal mit einer Kollegin mit der Frau Cache nämlich und hören mal, was auch so ihre Eindrücke sind.
00:28:59:13 - 00:29:23:03
Okay, wir befinden uns jetzt in einem Klassenzimmer einer zweiten Klasse und vor uns steht Frau Kassig. Hallo, Hallo Frau Kassig, wir würden ganz gerne wissen, wie Sie dazu gekommen sind, hier in der internationalen Grundschule in Glauchau zu arbeiten. Ich bin selber in Holland geboren, also in den Niederlanden geboren und ich habe mich hier beworben, weil es sehr international ist.
00:29:23:03 - 00:29:54:16
Das ist für mich auch sehr angenehm. Ähm, ich habe selber auch Englisch gelernt und ich habe auch im Ausland gelebt und ich fand es immer auch sehr interessant und auch sehr schön, das zu erleben. Ich arbeite jetzt hier nur mal kurz überlegen vier fünf Jahre. Ja, das Internationale ist es wirklich da. Also das ist wirklich schön. Und dann sind auch mehrere Kollegen aus andere Länder und das macht auch viel aus, wenn man nicht als einzigster Nichtdeutsche unterwegs ist.
00:29:54:16 - 00:30:18:16
Das ist immer sehr schön in das englische Konzept finde ich auch sehr schön. Also man fängt dann schon in der erste Klasse schon an mit Englisch und man fängt dann ganz langsam an und man sieht dann auch wirklich die Fortschritte, also von erste bis vierte Klasse Englisch und das ist sehr interessant. Also wenn man gerade aussieht in der erste Klasse, dann fängt man mit Heimat an oder kleine Geschichten.
00:30:18:18 - 00:30:41:12
Wenn er erst mal in der vierte Klasse in der machen wir schon Präsentation auf Englisch schon zehn Minuten, dann erzählen die über Tieren und alles was wir dann herausgefunden haben. Das ist wirklich schön. Ja, das glaube ich Ihnen. Sie strahlen auch über beide Ohren. Also sehr überzeugend. Für all das nicht gerne arbeiten? Ja, sehr gerne. Ja, es ist wirklich sehr interessant.
00:30:41:12 - 00:31:09:16
Und das Schöne ist, ich unterrichte auch an Computerunterricht. Und das können wir auch immer sehr schön kombinieren. Immer. Also zum Beispiel eine vierte Klasse mit den Präsentationen machen, dann geht an einem PC Raum und dann sucht man das im Internet und dann kann man das dann verbinden mit Englisch. Es ist sehr interessante Arbeit. Ja, okay, vielen Dank. Ja, jetzt sind wir wieder auf dem Rückweg zum Bahnhof.
00:31:09:18 - 00:31:33:01
Viele Eindrücke, viel gehört. Was sagst du so? Was? Dein Fazit. Also ich fand die Frau Teichmann sehr beeindruckend, wie offen sie ihre Schule leitet, was sie für ein Blick hat, Das fand ich. Ja, das nehme ich mit. Auf jeden Fall. In. Ich fand auch toll, wie sie die Eltern einbinden und dass sie auch die Familien so gut da im Blick haben.
00:31:33:03 - 00:32:00:03
Und natürlich auch das Schulteam. Also so die Zusammenarbeit mit dem Hort, was sie auch berichtet hat, dass das so eng ist und gut funktioniert. Ja, was wir natürlich nicht verschweigen wollen, ist, dass es ein monatliches Schulgeld in Höhe von 160 € gibt. Das ist ja vielleicht auch noch mal als Hintergrundwissen ganz gut. Ja, ja, dann fahren wir jetzt mit vielen Eindrücken nach Hause, zurück nach Dresden.
00:32:00:05 - 00:32:27:00
Hat der Podcast dein Interesse geweckt? Wenn du noch mehr Schulen in Sachsen kennenlernen möchtest, dann schau auf unserer Homepage vorbei www.perspektive minus Landpunkte im. Hier findest du viele Informationen rund um die sächsische Schullandschaft, Fördermöglichkeiten für Praktika, spannende Veranstaltungen und vieles mehr. Wenn dir die Folge gefallen hat, dann empfiehlt sie gerne weiter. Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.
Folge 13: Internationale Grundschule Glauchau
In dieser Folge lernen wir die Internationale Grundschule Glauchau kennen, die Teil des Schulverbundes Saxony International School Carl Hahn gGmbH ist. Wie der Name schon sagt, zeichnet die Schule das bilinguale Konzept aus, das durch viele Projekte und Veranstaltungen im Schuljahr gelebt wird. Die Schulleiterin Frau Teichmann berichtet uns außerdem von der engen Zusammenarbeit mit dem Hort sowie der aktiven Einbindung der Eltern. Hört selbst!
Weitere Infos zur Schule und zum Schulverbund findet ihr hier: https://www.internationale-grundschule-glauchau.de, https://saxony-international-school.de, Schulportrait in der Schullandschaft
Diese Folge auf Spotify, Deezer oder Itunes hören, oder direkt hier in unserem Webplayer:
00:00:07:18 - 00:00:29:05
Perspektive Land. Der Schulpodcast. Du hast Lust, Schulen und ihre besonderen Konzepte kennenzulernen. Dann lass dich von unserem Podcast mit auf eine Entdeckungstour durch die sächsische Schullandschaft gehen. Wir sprechen mit Menschen in den Regionen und erfahren, wie es ist, dort zu lehren und zu leben.
00:00:29:07 - 00:01:03:15
Mein Name ist Kerstin Burkhardt und ich bin wieder unterwegs im Vogtland. Wo es heute genau hingeht, hörst du gleich selbst. Mit 70 genau zu sein und genug, um demnächst genau so geplant Ausstieg. Als dritte und letzte Station der Podcastreise bin ich jetzt auf dem Weg zur Friedrich Rückert Oberschule in Plauen. Die liegt ungefähr 10 bis 15 Gehminuten vom oberen Bahnhof in Plauen entfernt.
00:01:03:17 - 00:01:27:14
Es ist ein großes braunes Gebäude, was ich jetzt sehe, und ich treffe mich jetzt mit der Schulleiterin. Frau Schwerdt. Ja, jetzt sitze ich hier mit der Schulleiterin der Friedrich Rückert Oberschule. Frau Schwert, Hallo, Hallo! Freue mich, dass Sie da sind und dass wir die Chance haben, uns bei Perspektive Land zu bewerben oder mitzumachen. Einfach. Ja, vielen Dank. Ja, für die Bereitschaft, heute mit mir hier die Schule vorzustellen, ins Gespräch zu kommen.
00:01:27:16 - 00:01:54:00
Vielleicht zum Einstieg zwei Satzanfänge für Sie zum Ergänzen. Das erste ist Schule bedeutet für mich Gesellschaft gestalten, weil wir hier die wichtigsten Menschen überhaupt haben und eine große Verantwortung auch tragen für die Gesellschaft. Und das gerne machen. Und der zweite ist Ich arbeite gerne an der Oberschule Friedrich Rückert, weil ja, es wird nie langweilig. Und wie gesagt, das Schönste für mich ist immer die Arbeit mit den Schülern.
00:01:54:00 - 00:02:14:00
Ich kann mit Schülern zusammenarbeiten und natürlich auch mit meinen Kollegen. Das ist ein schönes Arbeitsfeld. Ja. Können Sie ganz kurz die Schule vorstellen oder sich selbst und die Schule, dass Sie so ein paar Eckdaten geben, dass man so ein Bild bekommt? Ja, also ich bin die Frau Schwert Ich bin die Schulleiterin der Schule. Mittlerweile schon. Zehn Jahre mache ich die Arbeit.
00:02:14:02 - 00:02:41:05
Wir sind hier im Stadtteil Haselbrunn, sind also keine so typische schule, sind also auch städtisch geprägt durch den Stadtteil Haselbrunnen. Wir haben Kinder aus dem Stadtteil, auch aus der Stadt, aus der Innenstadt, aber auch aus dem ländlichen Umfeld. Und es ist, denke ich, eine gute Mischung. Es gibt Kinder, die ja durchaus auch also vom Dorf kommen und auch Kinder, die also von der Stadt, die manchmal auch aus sozial schwächeren Familien, die dann gut unterstützend begleitet werden müssen.
00:02:41:07 - 00:03:11:07
Ja, wir bilden Kinder aus im Hauptschulgang und im Realschul Bildungsgang. Sie haben gesehen, es ist ein altes, ehrwürdiges Gebäude. Teil saniert, sage ich immer. Also wir hätten schon gerne, wir haben noch ein bisschen Bedarf, was auch die Fassade betrifft, vielleicht auch die Freundlichkeit der Farben. Aber im Inneren ist es doch freundlich und groß. Und unser ganz großer Vorteil ist wir haben viel, viel Platz und Raum, Raum zum Lernen und drei ein Erdgeschoss und bis zum Dritten Obergeschoss große, helle Räume.
00:03:11:07 - 00:03:46:02
Das, denke ich, ist ein großer Vorteil der Schule. Wir haben 306 Schüler aktuell an das Schule und 20 Stammlehrer Stammkollegen, wobei wir auch Abordnungen von anderen Schulen haben, auch aus der Berufsschule um, einfach weil das auch zu ergänzen wir es reicht einfach nicht ein Stamm Lehrpersonal, was wir haben ja, wir haben eine Dazklasse. Deutsch als Fremdsprache bedeutet das und ich denke Kinder, die also erst kommen, die noch gar kein Deutsch können, die also hier auch erst mal mit Deutsch lernen anfangen und aber auch teil integriert oder ganz integriert in den Klassen drin sind in hohen Anteil.
00:03:46:02 - 00:04:07:08
Und in der Regel funktioniert das eigentlich ganz gut. Vorhin haben wir schon so einen kleinen Rundgang hier durch das große Gebäude zum Markt und dann haben Sie erzählt, dass Sie auch zum Teil mit der Montessoripädagogik arbeiten. Können Sie dazu noch ein bisschen mehr erzählen? Ja, das war eigentlich vor mittlerweile vielen Jahren hat sich die Schule auf den Weg gemacht hat.
00:04:07:08 - 00:04:33:13
Einige Kollegen haben auf das Montessori Diplom wurden und es ist aber so, dass wir ja den Spagat haben sind eine staatliche Oberschule ganz normal mit Prüfungen, mit allem, was jede Oberschule zu leisten hat und haben aber trotzdem Elemente aus der Montessori Pädagogik mit aufgenommen, die, die uns hilfreich erscheinen oder auch hilfreich sind und gut sind. Dazu gehört zum Beispiel, dass wir für jede Klasse einen kreis haben.
00:04:33:15 - 00:04:55:19
Morgenkreis. Der ist manchmal auch nicht unbedingt morgens, aber eigentlich sollte am Montag früh die erste Stunde liegen. Das heißt, dort hat der Klassenlehrer seine Stunde mit seinen Schülern und kann dort eben verschiedene Übungen auch machen, kann Dinge besprechen, um auch vielleicht soziale Probleme raus aus dem Unterricht zu bringen und Zeit zu geben für solche Sachen. Das genießen die Kinder und auch unsere Lehrer sehr.
00:04:55:21 - 00:05:23:00
Dann haben wir die sogenannte Wochenplan. Arbeit bedeutet in Klassenstufe fünf und sechs zwei Stunden jeweils. Dort wird aus den Hauptfächern Deutsch und Englisch ein Aufgabenpool bereitgestellt oder es werden also Aufgaben erstellt, die Kinder bekommen Wochenplan. Der Freitag fertig sein muss, abgearbeitet sein muss. Eine Regel fand man auf den Oktober Ferien an und zumindest in diesem Jahr, dass praktisch die Kinder auch Selbstständigkeit lernen und lernen.
00:05:23:02 - 00:05:44:04
Wann mache ich was? Die plane ich, dass das bis Freitag fertig ist? Wie schnell muss ich arbeiten? Wie schätze ich mich ein? Und dazu haben wir auch in den Zimmern überall Regalsysteme, wo Materialien liegen, das heißt Duden Wörterbücher als Minimum kennen. Die Kinder haben dadurch also auch die Möglichkeit, was mal nachzuschlagen und selbstständig auch das Arbeiten zu lernen.
00:05:44:06 - 00:06:03:18
Und unser großes Ziel ist im Rahmen der Digitalisierung dann auch Geräte in den Klassenzimmern zu haben. Raum ist das jetzt für die Zukunft. Ob es denn so weit ist, da jetzt gar nicht mehr weg, um auch das zu nutzen? Für die Wochenplan oder aber auch für die für die Schülerarbeit? Ja, genau, das wäre so unser Minimum, dass wir uns eigentlich über die Jahre auch bewahren konnten.
00:06:03:18 - 00:06:34:06
Und es stehen also auch verschiedene Methoden. Und dann kann man jetzt ein bisschen mit Korona auch zu kämpfen, mit nachholen usw und dann waren natürlich auch Stationen, Lernen oder Gruppenarbeiten. Man kann die Materialien dann wunderbar in dem Regal lagern und die Schüler nehmen sich dann weg und würden dann im Grunde genommen dort auch arbeiten. Da gibt es so besonders positive Erfahrungen, die sie mit der Montessoriarbeit, wo sie sagen, das ist so ein besonderes Erlebnis vielleicht gewesen oder so was, was Sie damit verbinden.
00:06:34:08 - 00:06:55:23
Ja, also ich selber war ja auch jahrelang Klassenlehrer und habe auch eine Klasse geführt, als ich noch kein Schulleiter war, muss ich sagen, das habe ich sehr, sehr gut gefunden. Es war dann im Grunde genommen so, dass Schüler auch völlig selbstständig Dinge organisiert haben. Ich habe dann im Hintergrund zwar die Fäden in der Hand gehabt und habe auch mal einen Kontrollanruf gestartet und gesagt Freuen Sie mich nicht, aber die Kinder, die Kinder sind wirklich.
00:06:55:23 - 00:07:31:15
Also viele Schüler haben das also auch mir schon positiv zurückgemeldet. Man muss aber auch ehrlich sagen, dass es auch klassenweise Unterschiede gibt. Also manche Klasse nimmt das eher an und auch für die Kollegen. Jeder Lehrer ist ja in seiner pädagogischen Arbeit frei und das muss man dann auch akzeptieren, wenn ein Kollege sagt, Ich mache zwar Wochenplan, Arbeit, aber ich bin eher der pragmatische Typ, ich bin das nicht so, also das ist schon auch eine Sache und meine Klasse arbeitet eher oder schneller und zügiger, so als eine andere Klasse, die das vielleicht auch von der Grundschule an schon gewöhnt sind, so ausarbeiten zu können.
00:07:31:16 - 00:07:54:04
Also es gibt da durchaus Unterschiede, aber davon lebt ja auch Schule von der Vielfalt. Ja, genau, wir. Wir haben ja vorhin beim Rundgang auch gesehen Die Grundschule ist sie gleich nebenan. Da gibt es wahrscheinlich auch eine Zusammenarbeit. Ja, also ich sage es mal so Wir sind logischerweise unsere Kinder und die viele Kinder, die aus der Grundschule hier ins Haus kommen und dann logischerweise das Gebäude wechseln müssen.
00:07:54:04 - 00:08:15:14
Und das ist, denke ich nicht schön. Also ich finde das eine sehr angenehme, schöne Sache und bei mir eigentlich auch darum, dass das so bleibt. Und wie gesagt, ich gehe auch immer zu den Bildungs elternabenden. Das heißt, in der dritten Klasse findet ja die Bildungsberatung statt für die Oberschule allgemein, für die Oberschule speziell also für meine, sondern man soll dann den Eltern den Bildungsweg Oberschule aufzeigen.
00:08:15:14 - 00:08:38:24
Und das mache ich natürlich in unserer Grundschule auch gerne. Das leuchtet so in Ihren Augen, wenn Sie das sagen. Oberschule ist so, da brennen Sie auch dafür für die Arbeit. Richtig. Genau. Anders geht es auch gar nicht. Anders kriegen wir die Herausforderungen, die uns jeden Tag hier erwarten, auch gar nicht gestemmt. Man muss Herzblut mitbringen. Auch ich möchte auch den jungen Studenten sagen, wer für die Sache brennt und das gerne tut.
00:08:38:24 - 00:09:01:15
Es ist ein harter Job. Es ist also nicht mit, weil man ja manchmal so abweisend den Eindruck hat. Und Lehrer hat sehr viel Freizeit. Also wenn man wirklich erfolgreich hier arbeiten möchte und das gelingt, aber da muss man wirklich Herzblut mitbringen für die Sache und für die Kinder, die Kinder lieben. Das ist, denke ich, das Allerwichtigste. Wenn man jetzt hierher kommt zum Praktikum, also es gibt ja die Blockpraktika oder auch zum Referendariat.
00:09:01:16 - 00:09:24:01
Was erwartet einen denn hier an der Oberschule? Sie haben das bestimmt vorhin gemerkt, als wir ins Lehrerzimmer gegangen sind. Ihnen sind viele freundliche Blicke entgegengekommen. Die Kollegen sind sehr, sehr. Würden sich sehr, sehr freuen über auch junge Lehrer, die dynamisch ihren Weg gehen wollen und wirklich auch engagiert ihre Arbeit aufnehmen, weil sie mir sind sehr offen und ich persönlich trage das auch.
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Wir hatten jetzt zu Beginn des Schuljahres eine junge Studentin im ersten Studienjahr. Die hat dann Freitag, war todtraurig, weil sie hier wieder weggehen musste. Sie wäre am liebsten gleich geblieben, Einfach und alleine. Wir haben keine leichten Schüler, das möchte ich gar nicht sagen. Aber es ist so, dass sie das auch genossen hat und ihr das gut gefallen dann gut getan hat.
00:09:44:16 - 00:10:18:14
Also eine Unterstützung erwartet sie auf alle Fälle, auch wenn sie offen sind. Wenn die Studenten offen sind, die jungen Leute offen sind, dann bringen, wenn sie offene Türen ein Referendariat. Wir haben ein Referendar aktuell an der Schule, also ich denke mal, der wird sehr gut betüddelt und betreut. Also das ist schon fast, das muss ich sagen, also das habe ich eigentlich auch immer so erlebt, hatte selber auch schon Referendare, die ausgebildet haben und das hat also meiner Meinung nach habe ich das auch gerne gemacht und der Fokus liegt auch Wir können nicht jammern, wir haben keine Lehrer oder keine jungen Kollegen.
00:10:18:14 - 00:10:45:07
Wir müssen auch was dafür tun, dass die Kollegen auch sich gut, dass das gut wird die Ausbildung. Sie haben gesagt, Sie haben auch Bedarf an neuen Lehrkräften. Sie würden gern junge Leute auch hier ranholen. Für welche Fächer gibt es denn besonders Bedarf? Also ich denke, da schließe ich mich ganz vielen Schulen an, jetzt mit meiner Aussage Wir Naturwissenschaftler Bereich ist natürlich ein Schwerpunkt, das heißt, wir brauchen händeringend für Physik, vor allem bei uns an der Schule.
00:10:45:09 - 00:11:13:22
Wir brauchen Mathelehrer, Biologie, Chemie, Lehrer. Da spreche ich, denke ich, für meine Kollegen an allen Schulen und aber auch in sprachlichen Bereichen Englisch, zum Beispiel bei mir an der Schule ganz konkret. Und auch Ethik ist durchaus eine Fach Kombination, die wir wirklich händeringend brauchen und und engagiert engagierte junge Leute brauchen. Und das ist auch wichtig, denn Sie haben schon gesagt also ganz typisch ländlich liegen sie hier nicht mit Klauen, aber es ist ja auch nicht so eine wahnsinnig große Stadt.
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Wenn man jetzt so aus Dresden oder Leipzig kommt, ist man vielleicht auch anderes gewöhnt. Was sind denn so Ihre persönlichen Lieblingssorte? Oder was macht Plauen auch zu einem schönen Ort zum Leben? Da muss ich dazu sagen, ich bin Vogtländer und bin Planerin und zwar mit Leib und Seele. Und deshalb würde ich vielleicht jemanden. Meine Kollegin ist jetzt aber das stammt auch eher aus einem großstädtischen Umfeld und ja, wenn man also jetzt riesige Einkaufsstraßen erwartet und zu reisen, das Nachtleben, dann ist man mit Sicherheit in klein.
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Ich will nicht sagen falsch. Wir haben durchaus auch ein wunderschönes Theater. Also ich finde, die geben sich auch richtig Mühe, was das Programm betrifft. Eine tolle Theaterpädagogin, die ja schon richtig lohnenswerte Projekte gemacht hat, also dessen Bereich, den würde ich immer den Studenten auch empfehlen, diese im Bereich Sprache oder oder auch Germanistik unterwegs sind. Dies ist sehr, sehr gut.
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Die Schiene, weil und wir haben ein grandioses Umfeld, also das Umland, das würde ich, das hat absolut Familie, vielleicht Haus, Kinder, hat einen Garten möchte wir haben auch Möglichkeiten noch eher Wohnraum ist denke ich in Plauen bezahlbar und auch attraktiv. Schönen Wohnraum der leer steht oder wo man vielleicht auch als junges Paar was draus machen kann. Das sehe ich als absolutes Plus.
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Der Euro ist was noch was wert? Mehr als vielleicht in Großstädten wie München und Berlin. Also das sind gut außerhalb Sachsens jetzt. Aber genau das würde ich sagen. Das ist auf alle Fälle ein großes Plus. Und wie gesagt, das Umland ist wunderbar. Wir haben also auch Sport gesehen, sportlich gesehen das obere Vogtland Skiregionen mit mit, also da gibt es Freizeitmöglichkeiten ohne Ende.
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Auch hier die Wälder und Orte ringsherum sind wirklich toll. Also auch für eine Freizeitgestaltung. Wenn man ein sportlicher Mensch ist und vielleicht auch die Natur gerne hat, dann ist man hier wirklich gut aufgehoben und der Vogtländer ist anfangs vielleicht spröde, aber wenn man einmal sein Herz erobert hat, denke ich, kann man sich auch einen schönen Freundeskreis hier aufbauen.
00:13:11:18 - 00:13:33:24
Genau. Also wie gesagt, und ich denke, wir haben also ich selber habe jetzt an einer großstädtischen Schule noch nicht und nicht unterrichtet und ich denke aber, es ist schon so noch ruhiger an den ländlichen Schulen als in der Stadt. Das ist aber von also gehört es, was ich selber gehört habe und was also auch mir Leute berichten, die Erfahrungen mit großstädtischen Schulen haben.
00:13:33:24 - 00:13:58:15
Das ist dort ganz anders, also würde ich sagen. Aber dass dort vielleicht die Herausforderungen noch schwieriger sind. Ja, genau. Sie haben jetzt schon gesagt, Vorteile oder auch Chancen, die hier eben liegen im ländlichen oder eher nicht ganz großstädtischen Bereich. Gibt es noch andere Herausforderungen oder so, die Sie vielleicht hier im Besonderen haben, mit denen Sie so täglich zu tun haben?
00:13:58:15 - 00:14:23:22
Und wenn ja, wie meistern Sie die? Also die großen Herausforderungen dieser Tage sind? Eigentlich ist das nicht so bemüht, die Kinder wieder dort abzuholen, wieder einzufangen, wieder an den Schulalltag zu gewöhnen. Wir haben auch auf Schulbesuch spflicht einhalten. Aber ich denke mal, das geht in jeder Schule, dass also Pünktlichkeit solche Kernkompetenzen, an denen wir wirklich uns fast die Zähne ausbeißen und auch ordentlich arbeiten müssen.
00:14:23:22 - 00:14:49:06
Aber es sind also ich sage es mal so, man sieht immer die Herausforderungen, aber ich sage das was Ordentliches und Gutes Arbeitens. Der Anteil der Kinder, die gerne in die Schule gehen und die auch ihr Zeug machen, ist eigentlich schon noch größer als der, der der problematischen Sachen oder Sachverhalte. Ja. Und wir haben natürlich dann die Sache. Das wenn nicht, das ist auch noch ein Argument, denke ich, Wenn man jetzt nicht in der Stadt wohnt in Plauen, dass man dann doch auf das Auto angewiesen ist.
00:14:49:10 - 00:15:12:04
Also das denke ich noch mal in Leipzig. Man schwingt sich früh aufs Rad und fährt zur Schule. Das sind Sachen, wo ich denke, da kann man ja auch. Also man könnte durchaus auch vom Umland mit dem Rad kommen, Gottes Willen, Aber wenn man dann doch weiter weg im oberen Land wohnt und so, das ist dann schon, braucht man schon das Auto für einige Dinge dann das denke ich noch, aber ansonsten würde ich jetzt keine Nachteile sehen in dem Sinne.
00:15:12:06 - 00:15:38:08
Und für die Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern haben Sie ja auch Unterstützung hier von der Schulsozialarbeit und der mobilen Jugendarbeit. Wie Wie läuft denn das hier an der Schule ab? Ja, also wir haben die Schulsozialarbeit und die Schulassistenz. Die Schulsozialarbeit ist also über den Träger bei uns und Schulassistenz ist direkt über das Landesamt für Schule und Bildung, also die sind überall, also eingestellt bzw sind vom Freistaat, werden auch vom Freistaat bezahlt.
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Beide sind im sozialpädagogischen Bereich nicht mehr von der Schule wegzudenken. Das will ich also die unterstützen das. Es geht nicht mehr ohne. Seit wir die beiden haben, ist es wirklich auch für die Kollegen entlastend geworden. Es wird wirklich. Es werden Arbeiten abgenommen und es werden auch Schüler betreut und viele Schüler sehen das also auch als ein fester Halt in ihrem Schulleben.
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Ein. Also zu unseren Schul zwei Frauen gehen, keinen Sonderschulassistenten oder Schulsozialarbeiterin gehen können und des Weiteren die mobile Jugendarbeit also als auch als sehr niederschwellige Angebote haben Die da, die kommen immer montags auf den Schulhof zur großen Pause und bieten dort Angebote. Und natürlich dann auch, wenn sich was ergibt oder Gespräche ergeben auch dort für die Kinder. Auf alle Fälle haben die schon sehr unterstützt und geholfen.
00:16:24:21 - 00:16:50:17
In vielen Dingen gibt es so Projekte, die in nächster Zeit anstehen oder andere Projekte, die sie vielleicht schon länger in der Schule verfolgen. Ja, wir haben also wir haben immer jedes Jahr mindestens eine Projektwoche durchgeführt, also zum Beispiel ein Weihnachtsmarkt hat man alle zwei Jahre immer gehabt oder auch Rekordschule on Tour. Da haben wir außerschulische Lernorte besucht. Aber es ist, muss ich sagen, dass Coruna eben alles lahmgelegt wurden.
00:16:50:19 - 00:17:06:17
Und unser Fokus ist im Moment auf dem Unterricht. Wir müssen also erst mal wieder Ruhe in den Alltag bringen, haben aber schon Ideen. Also das muss ich sorgen, das wird auch wieder werden. Auch Sportlager hat man gehabt, also solche Dinge. Aber das muss jetzt also das ist mühselig, das müssen wir wirklich wieder, wollen wir auch, um Gottes willen.
00:17:06:19 - 00:17:31:17
Aber jetzt haben wir wirklich Berufsorientierung findet jetzt im Moment ganz viel statt. Wir haben jetzt auch nachgeholt. Wir haben immer so Anti Gewalt Training, auch einmal im Jahr, mindestens für die eine Klassenstufe. Das haben wir nachgeholt. Und wir haben einen jungen Mann, der macht Teambuilding straining, so zum Beispiel klettern gehen, dass man so vertrauensbildend und so was. Solche Dinge haben wir im Moment also aktuell gerade an der Schule am laufen.
00:17:31:17 - 00:17:53:09
Die, das waren vorige Woche die Affen und das ist wieder angelaufen, weil wir sehen, Teambildung ist ein ganz großes, da müssen wir wieder was tun. Nicht Vereinzelung, das was Herr Coruna auf gebracht hat, das war ja notwendig. Aber jetzt müssen wir sehen, dass mal wieder Teams aus unseren Schülern machen. Das wurde Fokus Teams bilden sie wieder an den Schulalltag gewöhnen und den Unterricht gut in Ruhe machen.
00:17:53:11 - 00:18:17:12
Und fürs Kollegium gibt es da auch Teambildung oder so etwas. Ja, mehr als Ausflüge usw Aber wie gesagt, das ist alles mehr oder weniger abgeschnitten gewesen. Das müssen wir jetzt wieder in Ruhe. Man hat nur mal Biergarten, Biergarten, also solche Sachen. Aber ich denke mal, dass das müssen wir wieder ein bisschen mehr einen Fokus rücken. Das ist ein bisschen, ich will nicht sagen in Vergessenheit geraten, aber aufgrund des täglichen das müssen wir wieder tun.
00:18:17:12 - 00:18:35:22
Wir waren auch schon bei Schloss Wackerbarth, Also Ausfahrten haben wir schon gemacht, was auch schön ist. Das finde ich auch gut und und das wichtig aber oder auch gemeinsame Arbeitsnachmittage, sowas haben wir schon. Projekte, pädagogische Tage. Aber wie gesagt, das ist wenig gewesen in den letzten zwei Jahren, um nicht zu sagen gar nicht. Es muss jetzt wieder laufen.
00:18:35:24 - 00:18:59:14
Ja, Corona hat ja wirklich sehr viel Herausforderungen gebracht für die Schulen. Wobei es hängt immer auch der Positive bin. Ich sag immer was motivieren liegt jetzt eine Chance. Es laufen Chance darin und das haben Schüler, die von den Eltern gut begleitet wurden sind auch genutzt. In dem ich kann ja selber auch was tun. Wenn ich selber aktiv bin, komme ich auch zu einem Ergebnis und habe eine Verantwortung.
00:18:59:20 - 00:19:19:18
So, die Verantwortung liegt beim Schüler und das denke ich also nicht bei allen meinen. Das sind auch wirklich ins Hintertreffen geraten. Aber viele haben gemerkt, wenn ich was mache, wird es auch ja, das fand ich positiv an der. Also wenn man wenn positiv reden kann, um Gottes Willen, Aber das war eine Chance. Ja, na und? Jetzt müssen wir halt die Herausforderung stemmen.
00:19:19:18 - 00:19:42:02
Das ist was anderes. Haben wir nicht. Jammern nützt nix. Es gibt eine Herausforderung, die gehört, die gehört bewältigt. Und die gehört einfach jeden Tag wieder aufs Tablett. Das nützt nichts. Da gibt es noch was, was Sie zur Schule gerne noch ergänzen würden, was wir noch nicht besprochen haben unsere absolute Stärke. Und das stehe dafür stehen wir, ist, dass wir uns um die Kinder kümmern.
00:19:42:06 - 00:20:06:15
Es ist hart, manchmal auch sehr schwierig und da entstehen auch Konflikte. Und weil es eben auch sehr fordert, manchmal auch uns überfordert. Aber wir haben schon viele Kinder, auch mit einem guten Abschluss hier rausgebracht, wo keiner einen Pfennig dafür gegeben hätte, wenn sie wissen, wie ich das meine. Also das ist so die individuelle Betreuung und die individuelle Arbeitsbedingungen Fall aber das ist unsere absolute Stärke.
00:20:06:15 - 00:20:32:15
Das würde ich auch immer wieder in den Fokus rücken. Na, das ist Engagement für die Kinder. Jeden Tag. Wie schaffen Sie das da als Schulleiterin auch das Team da gut aufzustellen oder zusammenzuhalten? Das ist ganz ein ganz großer. Das ist wirklich die Herausforderung schlechthin, das muss ich sagen. Das ist hart und es ist schwierig. Und es ist auch ja derjenige, der sich drauf einlässt.
00:20:32:20 - 00:20:56:12
Team Also mit dem Team aufzuarbeiten, das ist, denke ich, anstrengender, als weil oder ich Gottes Willen, also herausfordernder, als wenn man so diese diktatorische Linie fährt, finde ich. Also das ist eher so die Teamarbeit. Sich auch darauf einlassen, auch mal einen Konflikt gehen, auch mal sich auseinandersetzen und und und und diskutieren, was ausdiskutieren, was aushalten, auch Kompromisse eingehen.
00:20:56:12 - 00:21:15:14
Das, was jeden Tag auf unserer Arbeit ist. Wie also wie wir auch mit den Kindern leben und arbeiten müssen. Und das finde ich, ist schon anstrengend und herausfordernd. Jeden Tag wieder. Ja, das Geheimnis ist das stehe ich auch dazu meinen ich habe immer das gerne gemacht, was ich tu und das ist einfach das was was was das uns trägt.
00:21:15:18 - 00:21:38:15
Und das würde ich auch jedem Studenten mitgeben. Das ist Allerwichtigste. Überprüfen mache ich das gerne, was ich tu, jeden Tag. Wie das ist manchmal auch früh schwer. Ja, aber da habe ich auch keine Lust. Aber meistens. Es ist menschlich. Aber das mit Herzblut an die Sache gehen und mich gründe vielleicht es viel verdienen oder viel Freizeit haben, die hat man nicht, das kann ich gleich sagen.
00:21:38:15 - 00:22:00:08
So, das kann man gleich den Studenten auch sagen. Das wird nicht so sein. Mehr. Wer Erfolg haben möchte und nur der. Wie gesagt, man darf. Man muss natürlich auch auf die Gesundheit achten und klar so eine Balance finden. Schweiz, dieses Wort, was alle bemühen, nicht, sorgen aber schon auch für Freizeit sorgen, für ausruhen, für ein ausgeglichenes Leben sorgen, das ist schon wichtig.
00:22:00:10 - 00:22:21:02
Aber man muss auch das gerne machen, was man tut. Damit haben Sie mir im Prinzip meine Abschlussfrage schon genommen. Die wären nämlich genau die gewesen, was sie noch mit auf den Weg geben wollen. Gibt es da noch irgendwas zu ergänzen oder war das das passende Schluss? Es gibt noch was zu ergänzen, weil es nämlich der schönste Beruf ist, den es gibt.
00:22:21:04 - 00:22:48:02
Ja, dann genau erforscht werden. Ja, mit diesem dritten Schulbesuch endet dann auch diese kleine Podcast Reise in den Landkreis. Es hat wirklich sehr viel Spaß gemacht, hier die Schulen kennenzulernen, auch diese Einblicke zu erhalten, die Region genauer kennenzulernen. Also landschaftlich auf jeden Fall eine Empfehlung. Sportlich kann man sehr viel machen und auch in den Schulen ist viel Möglichkeit, viel Bedarf.
00:22:48:02 - 00:23:21:02
Auch, dass junge Lehrkräfte hierher kommen. Ja, wie du gehört hast, bist du auch hier herzlich willkommen. Als Praktikantin, als Referendar. Komm doch einfach mal vorbei und schau dir selber die Region an! Hat der Podcast dein Interesse geweckt? Wenn du noch mehr Schulen in Sachsen kennenlernen möchtest, dann schau auf unserer Homepage vorbei www.perspektive minus Landpunkte im hier findest du viele Informationen rund um die sächsische Schullandschaft, Fördermöglichkeiten für Praktika, spannende Veranstaltungen und vieles mehr.
00:23:21:04 - 00:23:26:22
Wenn dir die Folge gefallen hat, dann empfiehlt sie gerne weiter. Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.
Folge 12: Friedrich-Rückert-Oberschule Plauen, Vogtland-Reise Teil 3/3
Diesmal sind wir auf Reisen im Vogtland und stellen drei Oberschulen in der Region vor.
Zum Abschluss besuchen wir die Friedrich-Rückert-Oberschule in Plauen. Im Gespräch berichtet die Schulleiterin Frau Schwerdt von den Freuden und Herausforderungen des Berufs, wie Elemente der Montessori-Pädagogik in die Unterrichtsgestaltung einfließen und vielem mehr. Das Kollegium der Rückert-Oberschule ist offen und freut sich über interessierte angehende Lehrkräfte.
Homepage der Friedrich-Rückert-Oberschule Plauen: www.rueckertschule-plauen.de
Diese Folge auf Spotify, Deezer oder Itunes hören, oder direkt hier in unserem Webplayer:
00:00:07:18 - 00:00:29:06
Perspektive Land. Der Schulpodcast. Du hast Lust, Schulen und ihre besonderen Konzepte kennenzulernen. Dann lass dich von unserem Podcast mit auf eine Entdeckungstour durch die sächsische Schullandschaft gehen. Wir sprechen mit Menschen in den Regionen und erfahren, wie es ist, dort zu lehren und zu leben.
00:00:29:08 - 00:00:56:02
Mein Name ist Kerstin Burkhardt und ich bin heute unterwegs an der Oberschule in Klingenthal. Dies ist die zweite von drei Podcastfolgen, in denen ich Oberschulen im Vogtland besuche, in Lengfeld, Klingenthal und Plauen. Und wie beim letzten Mal ist auch heute wieder Rebecca dabei, die an der TU Dresden Oberschule Lehramt studiert. Unsere zweite Station ist jetzt gleich die Oberschule in Klingenthal und im Vorfeld haben wir uns jetzt einfach noch mal einen schönen Ausblick gegönnt.
00:00:56:04 - 00:01:19:09
Vom Ascheberg schauen wir jetzt runter auf Klingenthal, auf die Wälder und auf die Berge ins Tal. Es ist wirklich sehr schön hier. Übrigens, weißt du, warum das klingt? Heißt. Nee, so ein Ding ist ja zu klären. Wir sind schon grad auf den Berg hochgefahren und da hast du immer ganz kleine Häuser gesehen und klingen toll. Und auch mag.
00:01:19:09 - 00:01:49:11
Neukirchen Der nächstgelegene Ort sind. Das bezeichnet man als Musikwinkel, weil hier sehr viele Mundharmonika als Harmonikas Akkordeons gefertigt wurden. Und um die zu produzieren, musste man immer ausprobieren, ob sie auch gut klingen und deswegen klingen. Toll. Weil in jedem Haus probiert wurde, ob das die Mundharmonika jetzt auch wirklich gut klingt. Und früher ist man durchs Dorf gegangen und hat überall das Pfeifen und Summen gehört.
00:01:49:17 - 00:02:18:05
Und dadurch der Name Klingenthal? Na ja, die Oberschule hat ja auch einen musischen Schwerpunkt, also einen musischen unten sportlichen. Genau gelesen. Also Orchesterklassen habe ich auch auf der Website gesehen. Die haben ja eine ziemlich schöne Website und ist so ein kleines Pilotprojekt. Kann man es vielleicht bezeichnen, die Orchesterklassen. Also hier gibt es auch ein klassisches Orchester, ein großes, wo die großen, auch erwachsene Menschen spielen.
00:02:18:07 - 00:02:39:16
Genau. Und da ist die Orchester klasse, denke ich. Ganz, ganz gute Weg zum Reinkommen. Ja, ja, da bin ich sehr gespannt, was uns jetzt gleich. Ich erwartet noch eine ganze junge Schule. Ja, sind schon spannend. Ja, dann vielen Dank, dass wir heute hier an der Oberschule Klingenthal zu Gast sein dürfen. Hallo, Herr Schlosser, Der Schulleiter und Frau Blechschmidt.
00:02:39:18 - 00:03:21:02
Hallo und herzlich willkommen an der Oberschule in Klingenthal. Ich begrüße Sie herzlich. Ich freue mich, dass Sie heute hier sind und wir ein schönes Gespräch haben. Zu Beginn genau. Stellen Sie sich doch einfach kurz vor. Vielleicht, Herr Schlosser, fangen Sie an! Das tu ich gerne. Mein Name ist Karsten Schlosser. Ich bin ein Klingenthal, bin hier aufgewachsen und selbst zur Schule gegangen, habe dann von 1980 bis 85 in Zwickau die Fächer Musik und Germanistik studiert, nebenbei am Robert Schumann Konservatorium noch eine Ausbildung gemacht, als Lehrer für Blechblasinstrumente.
00:03:21:04 - 00:03:55:15
Und nach dem Studium bin ich dann noch Thüringen. Und nach der Wiedervereinigung bin ich selbstverständlich wieder in meinen Heimatort zurückgekehrt, war dann viele Jahre hier und Klingenthal Lehre bis zur Schließung der Mittelschule klingen soll. Dann war ich Lehrer in der vogtländischen Stadt Oelsnitz. Dort habe ich gerne unterrichtet. Ich hatte dort Orchesterklassen. Wir haben viele Konzerte gemacht, unter anderem auch mit Harmony Brass aus München.
00:03:55:17 - 00:04:24:08
Ganz tolle Geschichte war das. Und als mir zu Ohren kam, dass in Klingenthal eine Oberschule wieder installiert werden sollte, habe ich mich sofort für die dort zur Verfügung stehenden Musikstunden beworben. Und das Schulamt ist dann auf mich aufmerksam geworden und frug mich, ob ich denn nicht ein bisschen mehr Verantwortung übernehmen möchte. Gerne für die zukünftige Oberschule in Klingenthal.
00:04:24:10 - 00:04:54:24
Und seither beauftragen Sie mich mit der Wahrnehmung der Aufgaben eines Schulleiters hier an dieser Oberschule. Na, kommen wir nachher noch mal genauer drauf zu sprechen. Ja, mein Name ist Tina Blechschmidt. Ich stamme auch ja aus der Region. Ich bin aufgewachsen in Hammerbrügge. Nach meinem Abitur habe ich dann in Erfurt studiert. Da mir noch nicht ganz klar war, ob mich der Weg in Richtung Lehramt führen soll, habe ich mich erst mal für ein Bachelorstudium entschieden.
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Für Germanistik und Geschichtswissenschaften und im Master dann letztendlich die Weichen gelegt für den Beruf Lehrer und habe sozusagen dann im Master.
00:05:08:11 - 00:05:39:04
Ja das weitergeführt und Richtung Lehramt dann letztendlich und die Fächer beendet mit dem Abschluss Lehrer für die Fächer Deutsch und Geschichte. Ich durfte dann auf Wunsch wieder zurück in die Heimat, durfte mein Referendariat an der Oberschule in Auerbach machen, das Seminar Oberschule. Hab dort eine gute Ausbildung genossen. Die Oberschule in Klingenthal gab es zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht.
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Und hab dann aber war ich dann zwischenzeitlich aus privaten Gründen nach Klingenthal gezogen, bin die Chance genutzt, an der neuen Oberschule Fuß zu fassen, mich meinen weiteren Weg zu gehen als Lehrerin und bin darüber nach wie vor sehr glücklich. Wir haben immer zum Beginn so zwei Satzanfänge, die wir bitten zu ergänzen. Vielleicht Frau Blechschmidt wird sie einfach kurz ergänzen.
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Schule bedeutet für mich für mich auf jeden Fall Vielfalt und sollte Spaß am Lernen sein. Ich arbeite gern an der Oberschule Klingenthal, weil ja, weil es eine kleine Schule ist. Weil es eine Schule ist, in der man spürt, dass es sehr familiär zugeht und weil ich mich hier einfach sehr wohlfühle. Nun haben Sie schon gesagt, die Oberschule Klingenthal ist noch sehr jung.
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Vielleicht können Sie noch mal einen kurzen Abriss der Geschichte geben, der Schule. Ich muss weit ausholen, denn vor unserer Schule gab es schon mal eine Mittelschule bis 2005. Sie wurde dann aufgrund mangelnder Schülerzahlen geschlossen, wie so viele Schulen nach der Wiedervereinigung. Und dann hat man aufgrund wachsender Schülerzahlen im Jahr 2016 17 ungefähr so die Idee entwickelt, in der Stadt Klingenthal voran unser Oberbürgermeister Thomas Hennig, wieder eine Oberschule in Klingenthal zu installieren.
00:07:06:12 - 00:08:01:20
Das ist natürlich nicht so einfach. Es waren da viele Hürden zu überwinden. Bis dann schließlich im Mai 2018 der Kultusminister Christian otz dem Herrn Hennig in Klingenthal eine Urkunde überreicht hat, in der stand, dass Klingenthal wieder eine Middle bzw jetzt ja Oberschule eröffnen kann. Und Grundvoraussetzung waren natürlich die Aufnahme von 40 Schülern in zwei fünfte Klassen, mindestens zwei fünfte Klassen und das hat man alles im Rathaus der Stadt klingen soll bewältigt, weil es gab ja keine Oberschule mit Personal aus dem Rathaus und der Herr Heinrich hat selbst da mitgewirkt an der Rekrutierung der Aufnahmen der Fünftklässler und auch weit über die Grenzen von Klingenthal hinaus hat er dort Werbung gemacht.
00:08:01:20 - 00:08:28:11
Und also ist es tatsächlich gelungen, die Mittelschule oder Oberschule in Lingen wieder zu installieren. Nun gab es hier aber kein Gebäude und das lief dann parallel, dass man also einen Bauantrag gestellt hat und Fördermittel beantragt hat. Und so begann man also im Jahr 2019. Erst im Mai war dann die Grundsteinlegung für den Anbau der Neuen Oberschule in Lingen.
00:08:28:11 - 00:08:52:21
Da wir indes waren untergebracht mit der unseren zwei fünften Klassen in den Räumen der Grundschule. Zunächst, und zwar für zwei Jahre, also im Schuljahr 2019 20, dann immer noch. Das ist natürlich eine schwierige Situation. Stellen Sie sich vor, ich hatte zwei Klassen, leider zu Beginn. Ich war als Schulleiter auch nur ein Abgeordneter. So. Ich bin ja bis heute auch nicht berufen.
00:08:52:21 - 00:09:17:24
Malschule. Aber ich mache das immer noch so im Auftrag des Landesamtes für Schule und Bildung, bin also kein Schulleiter, da ich mich auch nicht so nennen in Geburtenzimmern einer Grundschule mit Oberschülern. Es war schon eine schwierige Zeit und da gab es auch Differenzen. Weniger unter den Schülern, eher unter den Kolleginnen und Kollegen. Aber all das haben wir überwunden.
00:09:17:24 - 00:09:47:24
Und so sind wir dann im Oktober 2020 in unser neues Schulgebäude eingezogen. Da hatten wir ja dann schon sechs Klassen, nämlich zwei, 05. zwei, sechste und zwei siebente. Und in diesem Jahr haben wir weitere zwei fünfte Klassen hier eingeschult, sodass wir jetzt von Klasse 5 bis 8 zwei zügig sind und mittlerweile 175 Schüler an unserer Schule haben. Wie ist es denn jetzt heute, wenn Sie auf die auf die Schule jetzt schauen?
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Sind Sie zufrieden mit dem aktuellen Stand wie jetzt hier? Ihr Gebäude ist wie, wie es vorangeht mit den Schülerzahlen. Natürlich ist es so, dass wir erst mal froh sind, dass wir in dem neuen Gebäude jetzt sind. Das Gebäude ist hochwertig ausgestattet, wir haben in jedem Zimmer digitale Tafeln, Wir haben zwei fach Unterrichtsräume für Biochemie und und Physik, die wirklich vom Feinsten, auch von der Ausstattung her sind.
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Und da ist auch fast jeder Klingender stolz darauf. Viele haben sich das schon angeschaut, von daher kann man sagen Bin ich glücklich. Es macht halt immer noch so ähm die entsprechende Anzahl an Schülern jedes Jahr wieder zu rekrutieren, weil ich brauch insgesamt fünf Jahre lang jeweils zwei Klassen zur Einschulung zwei fünfte Klassen, damit die Schule einen Bestandsschutz hat.
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Das müssen wir jetzt noch einmal schaffen. Im kommenden Februar, März. Und dann können wir unter Umständen auch mal ein zügig weiterfahren. Aber solche Wochen und Monate, die machen einen dann schon Sorgen und bereiten einem auch mal eine schlaflose Nacht. Endlich! Das ist ja auch eine ziemlich große Herausforderung, sich die Schule dann erstmal aufzubauen. Schon von ganz neu, von null sozusagen.
00:11:11:10 - 00:11:57:05
Genau weil es gibt ja in der Umgebung andere Schulen noch, die genauso Werbung machen und wo man immer davon ausgehen muss, dass auch Elternhäuser ihre Kinder dort anmelden. Von wo kommen Ihre Schülerinnen und Schüler? Überall. Nun ja, ich. Zunächst sind es dringend alle Schüler von der benachbarten Grundschule, aber auch aus dem Waldgebiet. So nennen wir das. Hier kommen viele Kinder aus Richtung Tannenberg, Stahlhammer, Brücke, Grünbach, aber auch aus der Richtung Elberkirchen, Wohlhausen, Breitenfeld Ja, wir haben schon ein ziemlich großes Einzugsgebiet jetzt so aus unserer Sicht, der sehr besonders ist für uns die Aussicht hier aus den Klassenzimmern.
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Wir durften ja gerade schon in einem kleinen Rundgang mal die Räume besichtigen. Das auf jeden Fall. Ja, hier was sehr Besonderes. Ja. Wie groß ist jetzt aktuell Ihr Kollegium? Zurzeit unterrichten 19 Kollegen bei uns, wobei wir nur zehn Stammlehrer haben, also festes Stammpersonal. Und einige Kollegen halten noch von anderen Schulen, auch von vom benachbarten Gymnasium, unter anderem auch vom Berufsschulzentrum, abgeordnet sind, weil stünden Volumen, das noch nicht hergibt, dass wir ein größeres Stammpersonal haben.
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Na ja, Sie sind selbst Musiklehrer. Ja, die Schule strebt auch oder hat auch einen musischen Schwerpunkt. Können Sie dazu noch ein bisschen mehr sagen? Ja. Wer Klingende kennt, weiß, klingelt und ist eine Musik und Wintersport Stadt. Und wenn ich mir die Bemerkung noch erlauben darf Wintersport wird bei uns auch großgeschrieben. Nicht nur die Musik. Zum Beispiel ist bei uns Skifahren, also Skilanglauf, im Sportunterricht, Pflicht in allen Klassenstufen.
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Und was die Musik betrifft, ist das so, dass ich aufgrund meiner Erfahrungen an meiner ehemaligen Schule in Oelsnitz und die waren sehr gut hier unbedingt wieder eine solche Orchesterklasse installieren wollte. Wir haben das über das Ganztagsangebot organisiert und auch finanziert. Das Ganze wurde also finanziert mit aus Steuermitteln des Freistaates Sachsen. Der Kauf der Instrumente und auch die Bezahlung der Lehrer, die die Registerproben machen.
00:13:35:24 - 00:14:15:20
In den einzelnen Registern. Und die Orchesterklasse läuft so, dass die Schüler in der Klasse fünf mit null musikalischen Vorkenntnissen beginnen, aber gleich von Anfang an alle gemeinsam musizieren in Anführungsstrichen, weil das klingt am Anfang nicht danach. Das ergibt sich dann aber sehr schnell, wenn die die ersten fünf Töne spielen können. Und dann geht die Entwicklung eigentlich ziemlich schnell voran und bereits zu Weihnachten, im ersten Schuljahr der Klasse fünf kann man da drei, vier Lieder spielen, die auch schön nach Musik klingen und dann entwickelt sich das weiter.
00:14:15:20 - 00:14:29:11
Und das Schöne ist bei der ganzen Geschichte Weil die Kinder von Anfang an gemeinsam musizieren, haben sie da einen unwahrscheinlichen Ehrgeiz auch und und eine unwahrscheinliche.
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Aufnahmefähigkeit, weil die Konzentration beim Musizieren ist höher als in jedem anderen Unterricht. Das macht sich natürlich dann auch unter Umständen in anderen Fächern positiv bemerkbar. Und unsere Orchesterklasse hatte ja eine längere Pause durch diese koronare Zeit. Dennoch ist es uns gelungen, voriges Jahr im Juni dann ein Konzert, ein einstündiges Konzert vor den Eltern zu geben und alle waren begeistert.
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Und wir wollen das eigentlich mit dieser Klasse bis zur Klasse zehn fortführen, sodass die als gute Musiker entlassen werden und irgendwann mal in eine unserer Ensembles in der Region vielleicht später auch mitspielen. Ist es für weitere Klassen auch geplant? Selbstverständlich ja. Zurzeit war uns das aber organisatorisch nicht mehr möglich, noch eine Orchesterklasse aufzumachen. Geld wäre aber vorhanden, ja ausreichend.
00:15:27:03 - 00:15:58:08
Wenn Sie jetzt so fünf Jahre in die Zukunft schauen könnten, gibt es da so eine Vision oder einen Wunsch für die Schule, wie Sie dann sein sollte? Ja, die Vision wird schon fast Wirklichkeit, denn ich weiß nicht, ob es schon bis zu Ihnen durchgedrungen ist, dass man einen sogenannten Sportcampus in Klingenthal anstrebt und wo unter einem Dach das Sportgymnasium und die Oberschule unter einer Schulleitung geführt werden.
00:15:58:10 - 00:16:38:04
In Kooperation mit der Grundschule und Sportgymnasium. Deshalb ist bei der sportlichen Seite klingend, als weil wir halt dieses benachbarte Leistungszentrum haben, für welches das Gymnasium die entsprechende Kooperativschule ist, für die Gymnasiasten, die Leistungssportler und wir die kooperierende Oberschule, für die Oberschüler und der Bürgermeister Thomas Hennig ist gerade beim Beantragen im Kultusministerium. Und wenn wir alles unter Dach und Fach haben, wird ab nächstes Jahr mit Beginn des Schuljahres 22 23 hier ein Schulversuch laufen.
00:16:38:06 - 00:17:03:18
Unter dem Begriff Sportcampus klingen soll. Und dann werden wir sehen, ob sich das bewährt oder nicht. Wir hoffen aber, es bewährt sich und wir hoffen auch. Wir haben ja da Gespräche geführt. Schön, dass wir dann noch mehr Schüler aus Sportvereinen, vielleicht aus noch einem größeren Umfeld als nur über die Grenzen Klingenthal ein bisschen hinaus hier für die Schule gewinnen können.
00:17:03:18 - 00:17:32:14
Aber es geht ja letztlich immer um Schülerzahlen. Die Schule ist ja nun noch recht jung. Wie ist denn das mit auch Lehrer Personal? Also suchen Sie. Brauchen Sie in den kommenden Jahren mehr Lehrkräfte? Na selbstverständlich. Also in den in den ersten zwei Jahren war das ja recht einfach mit vier Klassen zum Beispiel Alle Lehrer wurden abgeordnet und kamen immer stundenweise an die Oberschule Klingenthal, die es ja nur virtuell gab.
00:17:32:14 - 00:17:59:16
Als Gebäude gab es sie ja nicht. Und nunmehr im vierten Jahr ist es so, ich habe es ja vorhin erwähnt, haben wir zehn Lehrer, stand also neu, aber halt immer noch eine Reihe Abgeordneter, Lehrer. Und wenn man davon ausgeht, dass uns noch vier Klassen fehlen und pro Klasse mal grob geschätzt pro Woche 32 Stunden Unterricht stattfinden, sind das schon mal 194.
00:17:59:16 - 00:18:31:17
Stimmt das jetzt so? Stünden genau oder rund 28 Stunden Unterricht, die wir in den nächsten Jahren noch abdecken müssen. Und das sind dann grob geschätzt fünf Lehrer, die wir noch brauchen. Da würde ich mich gleich mal einschalten. Und zwar Was würde mich denn als Lehramtsstudierende so erwarten, wenn wir jetzt hinsichtlich Praktikum oder Referendariat mal geht, ja, dann antworte ich mal darauf Bei mir Das ist ja noch nicht allzu lange her.
00:18:31:17 - 00:19:06:14
Die Referendariatszeit ja, also es erwartet dann auf jeden Fall einen Einblick in das Schulleben. Also viele Hospitationen werden folgen, wo man sich erst mal am Anfang noch bissel zurückhält. Also so die erste Phase ist beobachten, lernen von ausgebildeten Lehrern. Ähm, ja und das Ganze wird sich dann steigern mit der Zeit, indem man erst mal anfängt mit paar wenigen Unterrichtseinheiten pro Woche, die man selber mal plant und durchführt und das steigert sich dann halt bis zum selbstständigen Unterricht.
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Und speziell bei uns an der Schule würde ich auf jeden Fall ein aufgeschlossenes Kollegium erwarten, was auch zunehmend jünger wird. Also wir haben einige junge Lehrer und Lehrerinnen bei uns und das sollte das alles schön vonstattengehen. Okay, sehr schön. Und Sie haben ja gerade gesagt, Sie haben den Blick von selber Referendar zu sein, den Blick gewandelt, selber Lehrer zu sein, Lehrerin.
00:19:36:16 - 00:20:04:15
Was würden Sie denn Lehramtsstudierenden mit auf den Weg geben, wenn Sie jetzt noch mal zurückblicken? Ja, gute Frage. Auf jeden Fall sich ausprobieren, auch außerhalb des Studiums so viel wie möglich mit Kindern arbeiten. Ich glaube, das ist ganz, ganz wichtig. Die Theorie ist das eine. Man hat sich irgendwann mal für zwei Fächer entschieden, die man studieren möchte auf Lehramt, weil man selber zu den Fächern Bezug hat, sich interessiert darin gut ist.
00:20:04:17 - 00:20:32:02
Aber das ist so wirklich die halbe Miete, Weil im Lehrerberuf geht es wirklich darum, mit den Kindern gut zu können. Also wirklich da ein bisschen ein Talent vielleicht auch zu haben, eben zu lehren, zu begeistern, zu vermitteln auch vielleicht damit klarzukommen, dass das, was man sich gerade vorgestellt hat und was man daheim so mühevoll ausgearbeitet hat, dass das dann doch nicht so gut bei den Schülern Schülerinnen ankommt.
00:20:32:04 - 00:21:01:14
Und da kann ich wirklich nur empfehlen, neben dem Studium viel zu machen in Richtung Schülerhilfe oder wirklich die Semesterferien nutzen. Für Praktikas und sei es auch da gibt es viele verschiedene Dinge, wo man mit Jugendlichen, Kindern, Schülern arbeiten kann. Das auf jeden Fall und da für sich rausfinden, macht mir das wirklich Spaß. Man sollte den Lehrerberuf nicht als Beruf, nur als Beruf sehen, sondern als Berufung.
00:21:01:16 - 00:21:28:02
Ganz einfach. Und da gehört alles dazu, was die Kollegin gerade eben gesagt hatte. Das muss ich einbringen mit neuen Ideen. Dass man auf Fortbildung sbereitschaft zeigt, was gerade die Digitalisierung betrifft usw. Da muss man ja sich ständig weiterbilden, man muss sich einfach berufen fühlen. Kurzum Sie haben jetzt schon gesagt, es gibt ja ein großes Projekt, was Sie jetzt haben.
00:21:28:02 - 00:21:57:17
Eben dieser Schulversuch gibt es jetzt speziell an der Oberschule noch im Moment aktuelle Projekte oder Dinge, die Sie jetzt zum neuen Schuljahr voranbringen wollen? Na, neben unserer Orchesterklasse haben wir noch unsere Trommelgruppe. Die hat jetzt auch schon 2 bis 3 Jahre jetzt unter der Leitung von Herrn Müller. Und dann wollen wir uns natürlich zukünftig auch auf sportlichen Profilda hervortun, nicht nur auf musischen.
00:21:57:19 - 00:22:09:15
Angestrebt wird natürlich. Ich habe vorhin schon erwähnt, dass wir bis zum Schuljahr 24 25 dann zwei zügig.
00:22:09:17 - 00:22:41:09
Auch das gehört zum Schulalltag und so eine schöne Karriere, dass wir dann zwei zügig von Klasse 5 bis 10 mit einem gewissen stabilen stand hier arbeiten können und in die Zukunft blicken. Klingt ja jetzt hier so auch sehr nah zur tschechischen Grenze. Das ist ja wirklich ein Katzensprung auch und ja, auch ins Vogtland hier im ländlichen Bereich. Gibt es so Unterschiede oder Dinge, die vielleicht zu Stadtschulen anders sind?
00:22:41:11 - 00:23:05:05
Und was ist vielleicht auch der Vorteil daran? Also ich könnte mir gut vorstellen, dass der Hauptunterschied darin liegt, dass es nicht einfach nicht so anonym ist. Ich würde das einfach so beschreiben mit man kennt sich eben. Also das wird einem schnell klar, wenn man wie ich jetzt eine neue Klasse bekommen hat und irgendwie über paar Ecken kennt man die Eltern vielleicht schon.
00:23:05:07 - 00:23:36:23
Oder ältere Kollegen berichten, dass sie jetzt schon die Kinder ihrer Schüler wieder unterrichten. Also das ist so über mehrere Generationen. Man fühlt sich dadurch mehr verbunden, irgendwie. Man kommt wirklich aus einer Region. Ich denke, dass da mehr Zusammenhalt vielleicht auch ist. Man lernt die Schüler auch eher noch von einer persönlicheren Seite kennen, auch die Schüler, uns Lehrer. Vielleicht weil man zusammen im gleichen Verein ist, ähm, eben Sport oder Musik.
00:23:36:23 - 00:23:58:09
Oder weil man sich eben auch nachmittags einfach mal begegnet beim Einkaufen und dann mal doch kurz ein Plausch hält. Ich glaube, das ist so der größte Unterschied. Was sind so Ihre Highlights in der Region? Also Wintersport haben wir schon gehört, aber gibt es noch so Tipps in der Region, was so besonders schöne Orte sind, die man hier erleben kann, entdecken kann?
00:23:58:11 - 00:24:23:14
Also ich denke, die Natur insgesamt ist das Highlight schon. Also man sagt ja, das grüne Vogtland hat man ja auch schön, oder? Sieht man ja auch in unserer Schule Sehr schön, wenn man da aus den Klassenzimmern schaut. Das ist ja wirklich ein wunderschönes Ambiente. Ja, ich denke, für alle Menschen, die einfach gern in der Natur sind, gibt es viel zu sehen, zu entdecken, viele tolle Talsperren, Wander, Radwege.
00:24:23:16 - 00:24:51:09
Da gibt es einiges Und auf kulturellem und sportlichen Gebiet haben wir ja schon erwähnt, gibt es die furchtbaren Arena. Wir haben in unserer Nähe die Ski und Bikeowelt in Schöneck ein Katzensprung von dort entfernt. Wir haben eine beleuchtete Laufbahn im Winter in Mühlheim im benachbarten Puebla. Wo haben wir eine Schieflage mit mehreren Skiliften? Dann ist es nicht weit.
00:24:51:09 - 00:25:34:18
Noch Carlsbad zum Beispiel in der Tschechischen Republik oder in unserer Perle des Vogtlandes. Nach Greiz ist es auch nur ein Katzensprung. Ja, im Vogtland ist immer was los und auf kulturellem Gebiet Findlingen. Toll finden jährlich die internationalen Musiktage und Akkordeonwettbewerbe statt. Klingenthal und die Kirchen oder auch im Herbst das Mundharmonika Live Festival, zu dem Mundharmonika Blues Spezialisten aus der ganzen Welt anreisen und dort abends in Kneipen zwei Tage lang musizieren, dann vielen Dank für die spannenden Einblicke hier in diese sehr junge Oberschule.
00:25:34:18 - 00:26:04:02
Das ist alles Gute für Sie. Hat der Podcast dein Interesse geweckt? Wenn du noch mehr Schulen in Sachsen kennenlernen möchtest, dann schau auf unserer Homepage vorbei www.perspektive minus Landpunkte im. Hier findest du viele Informationen rund um die sächsische Schullandschaft. Fördermöglichkeiten für Praktika, spannende Veranstaltungen und vieles mehr. Wenn dir die Folge gefallen hat, dann empfiehlt sie gerne weiter. Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.
Folge 11: Oberschule Klingenthal, Vogtland-Reise Teil 2/3
Diesmal sind wir auf Reisen im Vogtland und stellen drei Oberschulen in der Region vor.
Der zweite Teil führt uns an die Oberschule Klingenthal. Die noch junge Oberschule wurde 2018 eröffnet und ergänzt das Schulensemble auf dem Klingenthaler Amtsberg, wo sich bereits die Grundschule und das Sport-Gymnasium befinden. Neben dem sportlichen Schwerpunkt ist die musische Ausrichtung der Oberschule hervorzuheben - eine Besonderheit ist hier die Orchesterklasse, in der alle Schüler:innen ein Instrument lernen und gemeinsam musizieren.
Homepage der Oberschule Klingenthal: www.oberschule-klingenthal.de
Diese Folge auf Spotify, Deezer oder Itunes hören, oder direkt hier in unserem Webplayer:
00:00:07:18 - 00:00:29:09
Perspektive Land. Der Schulpodcast. Du hast Lust, Schulen und ihre besonderen Konzepte kennenzulernen. Dann lass dich von unserem Podcast mit auf eine Entdeckungstour durch die sächsische Schullandschaft gehen. Wir sprechen mit Menschen in den Regionen und erfahren, wie es ist, dort zu lehren und zu leben.
00:00:29:11 - 00:00:47:06
Mein Name ist Kerstin Burkhardt. In dieser und den zwei nächsten Podcastfolgen bin ich unterwegs im Vogtland und besuche drei Oberschulen in Längenfeld, Klingenthal und Plauen. Heute geht es los mit der Lessing Oberschule in Längenfeld.
00:00:47:08 - 00:01:20:12
Heute Station eins unserer Vogtland Oberschulen Tour. Ich habe heute Unterstützung dabei. Hallo Rebecca. Hallo, Rebecca. Wer bist du? Ja, ich bin Studentin der TU Dresden und werde heute dich begleiten. Kerstin Für die Vogtland Tour. Und zwar Längenfeld und Klingenthal. Genau. Du studierst Lehramt für Oberschulen. Ja, genau. Richtig. Geografie Und wie sie heißt. Also Wirtschaft, Technik, Hauswirtschaft. Super. Schön, dass du dabei bist.
00:01:20:14 - 00:01:42:16
Ja, vielen Dank. Ja, genau. Das Gebäude ist schon mal sehr eindrucksvoll. Auf jeden Fall ein sehr großer Bau in hellen, freundlichen Farben. Hier so ein bisschen auf dem Berg gelegen. Schöner Ausblick auf die Stadt Lengfeld. Genau. Ja, Wir sind gespannt, was uns erwartet. Ja, An der Oberschule Lengfeld sind wir heute zu Gast mit der Schulleiterin Frau Barth. Hallo.
00:01:42:20 - 00:02:09:10
Hallo. Schön, dass Sie da sind. Ja, Schön, dass es geklappt hat. Zum Einstieg würde ich Sie ganz kurz bitten, dass Sie zwei Sätze ergänzen. Und zwar als erstes. Schule bedeutet für mich. Schule bedeutet für mich das erleben die jungen Menschen zu Erwachsenen zu zu erziehen und auch zu beobachten und auch den jungen Menschen Werkzeug mitzugeben für ihren beruflichen Werdegang.
00:02:09:11 - 00:02:40:01
Schule bedeutet für mich aber auch Leidenschaft. Schule bedeutet für mich Gespräche führen, dass Lachen viele außerschulische Aktivitäten miteinander und, äh. Schule bedeutet für mich Geräuschkulisse. Das ist einfach was ganz Tolles. Mir. Der zweite Satz ist Ich arbeite gerne an der Lessing Oberschule Lengfeld, weil ich arbeite gern an der Oberschule Gotthold Ephraim Lessing in Längenfeld, weil wir eine sehr nette Schulgemeinschaft sind.
00:02:40:03 - 00:03:09:01
Unsere Schule sind circa 375 Schülern, das heißt, es ist nicht so groß. Ich arbeite sehr gern hier an der Schule, weil wir sehr gut mit unserem Schulträger zusammenarbeiten und weil wir einfach schön gelegen sind. Mit schönen Blick auf das Vogtland. Wir sind in der Nähe vom Freizeitpark Plohn von der stal Brücke. Es gibt also viele schöne Ausflugsziele und die Schule ist so mittendrin und das ist einfach ein schönes Gefühl.
00:03:09:03 - 00:03:35:03
Vielleicht können Sie ganz kurz was zu sich sagen, sich ganz kurz vorstellen und so ein paar Eckdaten zur Schule geben. Sie haben schon gesagt zu 375 Schüler, aber genauso die Grunddaten sozusagen. Also mein Name, wie gesagt ist ich bin seit 2017 Schulleiterin an der Oberschule, war vorher elf Jahre in Großbritannien. dienst und habe also somit auch so ein bisschen den anderen Blick noch gewonnen für Schulen.
00:03:35:03 - 00:04:14:23
Und das hilft mir ganz sehr und ja, bin wie gesagt seit 2017 hier Schulleiterin und die Schule sind circa 200 375 Schüler. Wir haben einen größeren Teil an Schülern, circa 74 47 Schülern mit Migrationshintergrund, das heißt wir decken Integration ab, wir decken Inklusion ab, wir haben den Schwerpunkt Sprache, das heißt Kinder, die Probleme in diesem Bereich haben, aber auch einen Bereich hören, werden bei uns betreut und beschult.
00:04:15:00 - 00:04:44:21
Es gibt viele, viele Eltern, die ihre Schüler, die ihre Kinder wegen Teilleistungsschwächen an unsere Schule schicken, weil wir hier auch geschultes Personal haben. Das heißt, die Lese Rechtschreib Schwäche wird gefördert, Dyskalkulie wird gefördert. Und das Schöne daran ist, dass das die Schüler auch ganz normal damit umgehen. Und eben weil es so viele Schüler sind, die wissen, die haben diese Schwäche, aber sie wissen auch, ihnen wird geholfen und es ist schön, wenn man sie am Ende sieht.
00:04:44:21 - 00:05:06:21
Wenn sie dann doch ihren Abschluss erfolgreich meistern und trotz dieser Schwäche dann ins Berufsleben starten, die sie haben das ja jetzt schon ein bisschen angesprochen mit der Dyskalkulie und sförderung. Vielleicht können Sie es noch ein kleines bisschen ausführen, was es hier genau für Angebote gibt, was Sie da alles für die Schülerinnen und Schüler tun. Ja, wir fördern also wie gesagt, diese diese Teilleistungsschwächen.
00:05:06:21 - 00:05:47:14
Aber nichtsdestotrotz sind wir auch eine Oberschule, die andere Bereiche fördern und unterstützen. Also wir haben wirklich ganz viele Ziele und Projekte. So, neben der unterrichtlichen Absicherung versuchen wir natürlich auch im Freizeitbereich da einiges zu tun, um ganz einfach auch die Schüler ganzheitlich zu erziehen. Da steht zum Beispiel unsere Berufsorientierung im Mittelpunkt. Wir haben also über 20 Unternehmen, die mit uns kooperieren, wo wir uns regelmäßig treffen und überlegen, Was können wir tun, damit auch das Handwerk entsprechend gefördert wird und dort auch neue Fachkräfte hinkommen?
00:05:47:15 - 00:06:10:23
Wir haben den Titel Verbraucherschule in Bronze und sind natürlich dieses Jahr bestrebt, diesen Titel zu verteidigen oder vielleicht auch den, den Titel in Silber zu erreichen. Wir haben also in diesem Zusammenhang eine Schülerfirma, die sehr, sehr gut funktioniert, wo wöchentlich ein gesundes Frühstück angeboten wird. Diese Woche waren es zum Beispiel Eierkuchen. Ist jetzt nicht ganz so gesund, aber lecker.
00:06:10:23 - 00:06:42:15
Aber ansonsten wird halt dahingehend drauf geachtet, dass das Thema Nachhaltigkeit auch hier wirklich eine große Rolle spielt. Dazu gehören auch Wasserspender, wo die Schüler sich regelmäßig Wasser holen können, damit auch diese diese Zuckergetränke von der Schule verschwinden. Es gibt so viele verschiedene Dinge, wie gesagt, die die Schülerfirma, die dann auch zusammenarbeiten mit den Mädchen Scout, um da Projekte zu organisieren.
00:06:42:15 - 00:07:07:13
Wir haben eine Schülerzeitung, die gestaltet wird, auch hier. Das hat auch was mit Demokratie zu tun. Wir versuchen also auch, unsere Kinder dahingehend zu erziehen, um ihnen auch dieses Werkzeug mitzugeben, Dinge kritisch zu sehen. Jetzt erst kürzlich waren zwei Schüler zum Schülerkongress und kommen da wirklich mit ganz tollen Eindrücken und Ideen wieder. Und das macht uns auch ein bisschen stolz.
00:07:07:13 - 00:07:34:20
Wenn man dann sieht, dass diese Sachen, die wir ihnen beibringen, dass das auch Früchte trägt und wir wissen jawohl, die Kinder können wir getrost entlassen, weil wir wissen, sie, sie meistern dann ihren Weg. Na ja, was? Was ist noch? Ich denke, im Zuge der Digitalisierung sind wir natürlich auch sehr daran interessiert, dass auch da. Genug geboten wird für die.
00:07:34:20 - 00:08:04:03
Für die Schüler. Unser Digitalpakt ist ausgeschöpft und wir haben natürlich in jeden Unterrichtsraum digitale Tafeln. Die Lehrer sind gut ausgestattet mit Tablets und Notebooks. Und unser großes Ziel, unsere große Vision ist es eigentlich in ein paar Jahren, dass auch die Schüler alle ein eigenes Tablet haben. Weil ich denke, die Schule ist schon in der Verantwortung, was Medienerziehung angeht.
00:08:04:05 - 00:08:32:17
Das können Eltern gar nicht mehr leisten und insofern muss das wirklich in jedem Unterrichtsfach und in jeder Aktivität Einzug halten. Und das können wir nur leisten, indem wir die Ausstattung haben. Und das ist gegeben. Und jetzt ist halt wirklich unsere nächste Aufgabe, das vor allen Dingen auch die Lehrkräfte entsprechend geschult werden. Das sieht man gerade dabei und das war auch die, die Schüler dahingehend erziehen, dass sie bewusst mit diesen digitalen Medien umgehen.
00:08:32:17 - 00:08:57:19
Und das ist eine ganz wichtige Sache. Was würden Sie sagen, sind so vielleicht ein oder zwei große Herausforderungen so, die Sie im Moment so zu bestreiten haben? Wäre das, würden Sie auch sagen, Digitalisierung ist eins? Auf jeden Fall. Also die Digitalisierung ist eine Herausforderung für alle, weil das natürlich auch Zeit raubt. Das ist ganz klar. Sich in so ein neues Medium einzuarbeiten und und einzuleben.
00:08:57:21 - 00:09:36:01
Ähm, eine nächste Herausforderung ist wieder so eine Normalität zu organisieren für die Schüler. Wir hatten ja nun eine lange Schulschließung. Ich denke, wir haben diese Schulschließung auch gut gemeistert als Schule. Wir haben regelmäßig Unterricht angeboten, Onlineunterricht. Aber diese, diese soziale Kompetenz, die muss jetzt erst mal wieder gestärkt werden. Dass die Klassen auch wieder als Klassen funktionieren, dass sie sich wieder aufeinander einlassen und dieser, dieser Gemeinschaftssinn und das ist für mich, das sind die beiden Herausforderungen, die wir jetzt meistern müssen.
00:09:36:03 - 00:10:04:20
Das zehrt an Kraft, das ist richtig. Aber ich weiß auch im Gegenzug die Klassenfahrten, die jetzt stattgefunden haben. Man kommt erschöpft wieder, aber man hat sich gefreut, dass es auch den Kindern so gefallen hat. Und das ist einfach dann wieder. Das gibt wieder Mut und Energie für neue Projekte. Ja, ich würde noch gern wissen, Sie sind ja schon hier im Vogtland, eher im ländlichen Raum als Schule angesiedelt.
00:10:04:22 - 00:10:34:23
Sehen Sie, da Unterschiede auch zu zu städtischen Schulen, was hier vielleicht Besonderheiten sind? Ich denke ja. Also der große Unterschied sind zunächst erst mal die Schüler, die die Schülerinnen und Schüler sind mit Großstadt gar nicht so konfrontiert und und es ist auch überraschend, wenn ich manchmal mich mit im Unterricht mit meinen Schülerinnen und Schülern unterhalte, waren manche vielleicht auch nur mal in Zwickau oder in Dresden und kennen da keine größere Stadt.
00:10:34:23 - 00:11:07:06
Und das merkt man ganz einfach auch in ihrem Erscheinen und in ihren Interessen. Und das ist gar nicht mal negativ gemeint. Also die, die die Schülerinnen und Schüler im ländlichen Bereich, die haben. Ganz andere Interessen und und und ganz andere Neigungen. Und das macht es auch wieder. Das hilft auch wieder, um gewisse Projekte hier zu starten. Aber natürlich müssen wir auch sie dahin gehend vorbereiten auf das sogenannte Großstadtleben, denn wir wissen ja auch nie, wo die Reise hingeht.
00:11:07:08 - 00:11:33:09
Was ich ebenfalls gut finde Im ländlichen Bereich ist man, man ist sofort in der Natur. Also man kann auch mal so ein Unterrichtsgang in die Natur machen, was vielleicht in der Stadt nicht immer möglich ist. Und da Dusche ja nur eine Oberschule hier am Ort sind, haben wir auch den direkten Draht zum Schulträger. Und ich glaube, das ist auch ein großer Vorteil, was die Ausstattung und die Organisation von Schulleben angehen.
00:11:33:11 - 00:11:45:10
Wir durften ja gerade schon beim Schulrundgang sehr viel sehen. Erzählen Sie doch noch mal kurz, was an der Schule hier alles so gibt. Ja, äh, ja, Wo fange ich da an?
00:11:45:12 - 00:12:14:19
Wenn mich Kollegen immer fragen Was? Was hat deine Schule Besonderes? Also wir sind eigentlich wirklich sehr gut ausgestattet, aber was ich immer ganz besonders finde, ist unser Hallenbad. Also wir haben also im Kellerbereich ein Schwimmbad, wo natürlich auch Schwimmunterricht angeboten wird, auch für die umliegenden Grundschulen. Auch ich gehe manchmal früh vom Unterricht noch meine Bahnen schwimmen und das macht den Tag dann einfach so schön, dass man wirklich auch sein und seinen Sport dann absolviert hat.
00:12:14:21 - 00:12:46:20
Wir sind. Wir haben zwei Gebäude, wir haben ein kleineres Gebäude für die fünfte und sechste Klassen. Was auch schön ist, dass sie sich erst mal da in bin da in den System Oberschule eingewöhnen können für die ersten zwei Jahre und wir haben ein großes Gebäude. Wir sagen immer unsere große alte Dame mit mit Charme wirklich auf einer Anhöhe und sind halt hier von der Ausstattung her sehr sehr stehen das sehr gut da.
00:12:46:22 - 00:13:23:01
Wir hatten erst kürzlich den Ausbau um Dachgeschoss mit mit neuen hellen Unterrichtsräumen. Wir sind eine barrierefreie Schule. Wir haben also auch noch einen eigenen Lift, der genutzt werden kann. Gerade auch für Schüler, die jetzt im körperlichen Bereich eingeschränkt sind. Ähm, ja, wir haben eigentlich immer genug Räume da. Man kann ja auch immer mal mehr bekommen. Aber insofern, diese Not haben wir nicht und wir sind aber auch immer darauf bedacht, das weiterzuentwickeln.
00:13:23:01 - 00:13:45:22
Also das nächste Projekt, was jetzt ansteht, ist ja Schulhof. Gerade auch im Zuge der Pandemie haben wir gesagt, ein grünes Klassenzimmer muss her, damit man auch mal wirklich den einen oder anderen Unterricht nach draußen verlagern kann. Und das sieht man jetzt gerade bei der Planung haben auch schon Sponsorengelder dafür erhalten und hoffen, dass das dann im nächsten Jahr beendet wird.
00:13:45:22 - 00:14:28:24
Das Projekt Ewig hält mich mal kurz ein. Und zwar haben sie ja jetzt Anreize genug gebracht, Wenn man so in Hinsicht auf Praktika für Lehramtsstudierende geht oder Referendariat, was würden Sie denn sagen? Was? Was erwartet dann einen Studierenden bei Ihnen an der Oberschule? Ja, also das Lustige ist, wir haben zurzeit eine Praktikantin hier und wir hatten noch eine Praktikantin im September hier und die Rückmeldung von beiden war, äh, sie wurden sehr herzlich aufgenommen und sie konnten immer Fragen stellen und jeder war unterstützend dabei und hat ihnen viel geholfen.
00:14:29:01 - 00:14:58:24
Und insofern, das kann ich Ihnen bieten, das Sie ein Kollegium vorfinden werden, die da wirklich sehr offen sind und und sich freuen, wenn sich junge Anwärter für die Oberschule und speziell für unsere Oberschule interessieren. Normalerweise ist es dann immer so, dass es einen einen Betreuer gibt oder eine Betreuerin, die ihnen dann dann zugeordnet wird. Zu sagen okay, die Frau so und so oder so und so sind jetzt für diese Zeit für sie verantwortlich.
00:14:58:24 - 00:15:29:10
Und wenn es da irgendwo Fragen gibt, dann immer gleich an die Person wenden. Aber prinzipiell werden sie immer mit offenen Armen aufgenommen. Wir haben auch aktuell zwei Lehramtsanwärter hier an der Schule, die eine Kollegin für die Fächer Chemie und Biologie und ein Kollege für die Fächer Physik und Geografie, wo ich dann auch hoffe, dass die beiden dann auch weiterhin bei uns an der Oberschule arbeiten werden.
00:15:29:12 - 00:15:49:04
Ich muss auch sagen, das spürt man wirklich auch bei Ihnen. Wir waren ja vorhin auch kurz im Gespräch noch mit ihrer Schulverwaltungsassistentin und man merkt, wie sie so harmonieren und wie das so ineinandergreift. Ja und nein. Also es ist. Ich fahre jeden Tag gern in die Schule. Und das Schöne ist, man kann auch so ein bisschen was bewirken.
00:15:49:04 - 00:16:17:10
Und das ist ja eigentlich das, was wir alle wollen, dass wir wirklich auch für die Gesellschaft was tun. Und wir wissen, wir kennen die Probleme in der Bildung, ganz klar. Aber wir lassen uns da auch nicht kleinkriegen und versuchen da wirklich auch über verschiedene Wege Ideen zu finden. Was? Was ich vorhin auch noch nicht erwähnt habe Wir haben natürlich auch so einen riesengroßen GTA Bereich und auch da sind wir da wirklich in verschiedenen Orten aktiv.
00:16:17:10 - 00:16:42:24
Wir haben also schon so ein Förderband erstellt für die fünften Klassen, wo die jeden Mittwoch die ersten zwei Stunden wählen können zwischen Freizeit, Sport, Aktivitäten oder auch Förderung im Unterricht. Deutsch, Mathe, Englisch. Und das gleiche haben wir auch für die Abschlussklassen, dass die auch wirklich Zielstrebe auf die Prüfungen vorbereitet werden. Auch da wird Unterricht angeboten, wo die Schüler dann entsprechend wählen können.
00:16:42:24 - 00:17:13:20
Das sind also zusätzlich zwei Stunden, wo dann noch mal intensiv gefördert wird und ansonsten gibt es ganz viel im Nachmittagsbereich. Also wir versuchen auch da in verschiedenen Bereichen zu fördern. Wir arbeiten mit der Logopädie zusammen mit der Ergotherapie. Tauchen wird angeboten, auch tauchen für für Kinder mit ADHS oder ADHS um sie ganz einfach von den Medikamenten wegzubringen. Bei einem Schüler hat das schon gut funktioniert und er wirkt jetzt als Assistent bei diesem Kurs mit.
00:17:13:20 - 00:17:39:23
Also wir versuchen die dann auch alle ein bisschen mit einzubeziehen, dass die auch wissen, warum sie Dinge tun und und das wird dann auch zum Teil auf Augenhöhe und mit denen mit den Schülerinnen und Schüler verständigen können. Wir haben einen Sanitätsdienst an der Schule, wo auch im GTOR Bereich entsprechend die Schüler beschult werden und wo wir dann auch auf ihre Kenntnissen Expertise im Schulalltag zurückgreifen.
00:17:39:23 - 00:18:08:01
Sei es den den Krankenwagen einzuweisen oder oder Kinder zu betreuen. Und das funktioniert einfach gut. Und das ist auch so schön, wenn man sieht, wie stolz die, die die Schülerinnen und Schüler dann diese Aufgabe auch erfüllen. Geht einem selbst auf der. Also das macht einfach ganz viel Spaß, hier an der Schule zu arbeiten. Ja, schön. Können Sie noch zwei, drei Sätze zur Region sagen?
00:18:08:01 - 00:18:27:19
Also das Vogtland, was? Was sind vielleicht so Ihre persönlichen Lieblingsorte oder Highlights? Das würden Sie sagen. Na ja, wenn ich jetzt nicht ich bin. Ja, ich komme ja jetzt nicht aus Längenfeld. Ich fahre jedoch jeden Tag von Plauen hierher. Was, was nicht schlimm ist, um Gottes willen. Aber die Region als solches hat sich ja schon am Anfang gesagt.
00:18:27:19 - 00:18:56:01
Wir liegen halt schon in der Mitte von fünf verschiedenen Anziehungspunkten. Wie gesagt, Freizeitpark Plauen, die Geld Stahl Brücke. Wir sind ja auch unmittelbar an der Autobahn. Also das ist ja auch relativ leicht zu zu erreichen der Ort Längenfeld, es gibt einen Bahnhof hier, es gibt einen Busbahnhof hier. Insofern gibt es ganz viele Verknüpfungspunkte. Man ist doch schnell mal in Zwickau.
00:18:56:03 - 00:19:23:01
Also für für junge Leute trotz alledem sehr attraktiv und und was ich auch noch mit auf den Weg geben will Selbst unser Schulträger, unser Bürgermeister, der Herr Bachmann, ist sehr interessiert, Lehramtsanwärter hier zu haben und hat auch immer wieder signalisiert So, wenn es zur Wohnungssuche oder so geht, das auch da Hilfe und Unterstützung geboten wird von der Stadt Langenfeld.
00:19:23:01 - 00:20:09:00
Damit auch wirklich die Lehramtsanwärter sich hier gut aufgehoben fühlen. Wo haben Sie besonders Bedarf? In welchen Fächern? Na ja, das ist vor allen Dingen naturwissenschaftlichen Bereich. Physik ist ganz problematisch, gefolgt von Mathematik, Gemeinschaftskunde. Aber normalerweise zieht sich das so ein bisschen durch wie ein rotes Band. Also ja, es sind einzelne Fächer, wo wir Bedarf haben, aber am Ende sage ich immer, egal welche Fächer, ich nehme gerne junge Kollegen auf, um ganz einfach auch wieder bisschen das das Kollegium zu mischen und es ist natürlich auch Alltag, dass man vielleicht auch mal das eine oder andere Fach fachfremd unterrichten muss.
00:20:09:00 - 00:20:37:10
Aber das habe ich bisher nicht so als Problem gesehen und bereichert, einen ja auch selbst mal wieder woanders reinzuschnuppern. Ja. Gibt es noch was, was nicht gesagt ist, was Sie gerne noch ergänzen würden? Ich hatte ja vorhin noch erwähnt, dass wir auch Schüler mit Migrationshintergrund hier haben. Wie gesagt, es sind aktuell 47 Schüler und auch hier, ich merke das immer in Gesprächen mit anderen Schulleitern denke ich von mir da einen ganz guten Weg.
00:20:37:12 - 00:21:13:03
Ich habe zwei, dass Lehrer und Lehrerinnen die beide Migrationshintergrund haben. Die eine Kollegin kommt aus Bosnien und der andere Kollege kommt aus Syrien und insofern denke ich, gehen wir mit dieser Thematik sehr, sehr gut um. Die Schüler werden gut integriert, die lernen wirklich auch von den beiden Lehrern, wie das Leben hier in Deutschland ist, weil die auch mit ihren eigenen Erfahrungen damit punkten können und dass das funktioniert teils wirklich ganz gut und manchmal wird auch gekocht.
00:21:13:05 - 00:21:37:21
Dann wird es Schulleiter zum Essen eingeladen und eine tolle Sache. Und wir versuchen halt wirklich auch viele Dinge gemeinsam mit diesen Kindern zu machen, unsere Schule auch ein bisschen internationaler darzustellen. Da gibt es zum Beispiel am sechs und 20. September immer den Tag der Europäischen Sprachen und das nutzen wir immer für die fünften Klassen einen Schnupperkurs in verschiedenen Sprachen anzubieten.
00:21:37:23 - 00:22:02:04
Und da habe ich ja dann zum Beispiel, ich kann schon von hier in der Schule Italienisch anbieten, ich kann Bosnisch anbieten, ich kann Arabisch anbieten, ich kann Rumänisch anbieten. Dann wird man noch Russisch und Französisch als Schnupperkurs und das macht den wirklich ganz, ganz viel Spaß. Na, dann würde ich nur zum Abschluss gerne noch wissen wollen Was möchten Sie Lehramtsstudierenden noch mit auf den Weg geben?
00:22:02:06 - 00:22:30:24
Der Beruf Lehrer oder Lehrerin, das ist nicht nur ein Beruf, das ist, das ist eigentlich eine Berufung. Also man muss wirklich mit Herz dabei sein. Und wenn man mit Herz dabei ist, dann sieht man auch nicht diese, diese viele Arbeit, die vor ihnen ist. Und man sieht einfach, wie sich das Kind entwickelt und freut sich, wenn es dann wirklich zu einem guten Abschluss kommt.
00:22:31:01 - 00:22:55:12
Das ist jetzt unter Kinder. Genau. Nein, also das kann ich mitgeben. Ich ich würde nie einen anderen Beruf nehmen. Ich würde auch nie an eine andere Schule gehen wollen. Für mich war das von Anfang an klar und ich habe keinen Tag bereut und würde es immer wieder wählen. Ein sehr gutes Schlusswort wäre vielleicht, denn. Vielen lieben Dank! Danke auch.
00:22:55:14 - 00:23:22:09
Hat der Podcast dein Interesse geweckt? Wenn du noch mehr Schulen in Sachsen kennenlernen möchtest, dann schau auf unserer Homepage vorbei. perspektive minus Landpunkte im. Hier findest du viele Informationen rund um die sächsische Schullandschaft. Fördermöglichkeiten für Praktika, spannende Veranstaltungen und vieles mehr. Wenn dir die Folge gefallen hat, dann empfiehlt sie gerne weiter. Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.
Folge 10: Gotthold-Ephraim-Lessing-Oberschule Lengenfeld, Vogtland-Reise Teil 1/3
Diesmal sind wir auf Reisen im Vogtland und stellen drei Oberschulen in der Region vor.
Im ersten Teil besuchen wir die Gotthold-Ephraim-Lessing-Oberschule in Lengenfeld. Neben dem großen und umfangreich ausgestatteten Schulgebäude glänzt die Schule vor allem durch die herzliche Atmosphäre in der Schulgemeinschaft. Im Gespräch mit der Schulleiterin Frau Barth erfahren wir, wie die Schüler:innen das Schulleben aktiv mitgestalten, z. B. im Rahmen der Schülerfirma, von der auch wir vor Ort kulinarisch wunderbar versorgt wurden.
Homepage der Lessing-Oberschule Lengenfeld: www.oberschule-lengenfeld.de
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00:00:09:09 - 00:00:35:20
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Perspektive Land der Schulpodcast Spezial. Wir nehmen dich mit auf eine Entdeckungstour durch Sachsen. In unseren Spezial Folgen stellen wir regionale Akteurinnen und Akteure vor. Wir zeigen dir, welche Vernetzungsmöglichkeiten und Unterstützungsangebote es für junge Lehrerinnen und Lehrer in den ländlichen Regionen gibt.
00:00:35:22 - 00:01:12:19
Hallo, herzlich willkommen und Feedback! Vielen Dank! Wir haben es. Diesmal sind wir unterwegs in der Lausitz und geben dir Einblicke in die sorbische Region in Sachsen. In drei Folgen erkunden wir das sorbische Leben. Die Kultur und Sprache und wie diese an Schulen gelehrt und gelebt werden. Im dritten Teil werfen wir einen Blick in die schulische Praxis. Wir erfahren, wie die sorbische Sprache und Kultur in der Sorbischen Oberschule Ralbitz vermittelt und gelebt werden und welche Möglichkeiten und Voraussetzungen für Praktika an sorbischen Schulen bestehen.
00:01:12:21 - 00:01:37:00
So, wir sind an der dritten Station angekommen, an der Oberschule Rahlbergs. Hier ist anscheinend gerade Unterrichtsschluss. Auf jeden Fall wartet hier schon der Schulbus und wir gehen jetzt mal rein, um uns mit Matthias Klimke, einem Referendar, zu treffen. Ja, dann herzlich willkommen! Hallo Matthias, Klimakreferendar an der Sorbischen Oberschule Reibitz. Ja, herzlich willkommen. Sagen wir, du hast es. In Ordnung?
00:01:37:05 - 00:02:12:10
Auf jeden Fall. Super. Dann stell dich und die Sorbische Oberschule doch zu Beginn ganz kurz vor. Ja, ich bin Matthias Tiemann, kommt ursprünglich aus Fertignau und bin jetzt hier in einer sorbischen Oberschule Reiberts als Referendar tätig. Seit September 2020 und war auch selber als Schüler hier auf der sorbischen Schule von der dritten bis zur zehnten Klasse. Das war auch ein Grund, warum ich Back to the roots quasi hier an die Schuloberschule sozusagen wieder um unbedingt mein Referendariat machen wollte.
00:02:12:11 - 00:02:54:02
Genau. Die Sorbische Oberschule an sich ist eine der wenigen sorbisch sprachigen Oberschulen, die es überhaupt auf der Welt gibt. Erst mal als ganz besondere Auszeichnung, aber eben auch noch was dazu kommt, dass es eine UNESCO Projektschule ist und da Erasmusprojekte und weitere Projekte und wo es um Nachhaltigkeit und Nachhaltigkeit geht, interkulturelles Lernen usw das sind so wesentliche Säulen des Schulprogramms, sage ich mal, und die haben mich auch so ein bisschen überzeugt, warum ich unbedingt auf diese Schule ein Unterricht halten möchte.
00:02:54:04 - 00:03:15:06
Nun haben wir uns auch für diesen Podcast, für das Thema Sorbisch besonders entschieden, dass wir das gern mal beleuchten wollen. Wie läuft das denn hier konkret ab? Also welches Konzept sozusagen für Sorbisch ist denn hier an der Schule? Also das Schulleben an sich? Hier auf der Sorbischen Oberschule Reiberts wird oder ist von zwei Sprachen und zwei Kulturen geprägt.
00:03:15:06 - 00:03:53:03
Das ist einmal der sorbische und einmal der deutsche Teil. Vor allem dieses zwei Plus Konzept wird da oft benannt. Und dieses Konzept trifft eben auch für die Oberschule zu. Sorbisch an sich ist eben Unterrichtssprache, aber eben auch Umgangssprache. Das bedeutet, die sorbische Sprache ist sehr dominant, Also man hat nicht nur den Sorbisch Unterricht, der sozusagen in der sorbischen Sprache erfolgt, aber eben auch Fachunterricht, wie zum Beispiel die Fächer Geografie, Geschichte, Religion, Kunst oder Musik.
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Auch diese Fächer werden sorbisch unterrichtet oder in der sorbischen Sprachunterricht hat. Und das ist eben das Besondere daran. Außerdem zum Schulkonzept, weil es eben auch eine UNESCOschule ist, spielen eben solche Sachen solche Sachen wie interkulturelles Lernen, gelebte Zweisprachigkeit, aber auch das Zusammenleben in Vielfalt, in der Vielfalt eine große Rolle. Deswegen auch da hat die Schule bereits sehr gute Erfahrungen, hat seit über 40 Jahren einen sehr interkulturellen Austausch mit einer tschechischen Partnerstadt oder Partnerschule aus Melnik und einer slowakischen Partnerschule.
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Gewisse Projekte finden da statt, weil es im letzten Jahr leider nicht möglich, Aber generell waren die nach wie vor weiter gepflegt und haben einen sehr hohen Stellenwert im Schulprogramm.
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Du hast ja schon jetzt gesagt, es gibt zweisprachigen Unterricht. Wie kann man sich das denn konkret vorstellen, wenn der Unterricht jetzt zum Beispiel in Geografie oder Geschichte hat, dass du gesagt, wie läuft das dann genau ab? Generell zu dem Konzept, das es so aufgebaut, wenn man jetzt erst mal beim Sorbisch Unterricht bleibt, dieser Sorbisch Unterricht, der rein sorbisch stattfindet, natürlich das Fach Sorbisch.
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Da sind die Schüler erst mal in mehreren Sprachgruppen geteilt. Es gibt halt Schüler, in deren Familien dominante sorbisch sorbische Sprache gesprochen wird. Dann gibt es Familien, wo im Dorf und Deutsch gesprochen wird. Das wäre dann Sprachgruppe zwei und dann Sprachgruppe drei wäre irgendwo eher dominant deutsch gesprochen wird und wo die Schüler eben mit der sorbischen Sprache noch nicht so wurden, wo die sorbische Sprache eben nicht so dominant ist und wo, wo man eben versucht, diese Schüler dann noch mehr zu fördern, dass sie die sorbische Sprache noch mehr anwenden.
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Das wäre jetzt vor allem fürs Sorbisch Unterricht oder fürs Fach Sorbisch wichtig für die anderen Fächer, wo eben zweisprachig unterrichtet wird. Bestes Beispiel wäre jetzt eben Gemeinschaftskunde. Was ich auch unterrichte. Da handhaben wir es meistens so, dass zum Beispiel Tafelbilder oder Präsentationsfolien eben auf Deutsch dargestellt werden und die Erklärungen aber dann häufig in sorbischer Sprache. Das hängt aber dann auch mit manchmal auch vom Thema ab oder von von der aktuellen, ja, vom aktuellen politischen Thema, dass man da eben dann auch den deutschen Wortschatz mit anwendet, vor allem eben den aktuellen Politik.
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Wenn man da immer wieder die aktuellen Nachrichten hört, dass man da alles so Sorbische übersetzen kann, das ist zum Teil schwierig, sage ich mal deswegen. Da muss man als Lehrer auch sehr flexibel sein und ist auch schon auf jeden Fall eine Herausforderung. Aber es macht auch Spaß. Ja, genau. Also weil du schon angesprochen hast, das ist eine Herausforderung, gibt es noch so andere Herausforderungen, die mit dieser Zweisprachigkeit oder Mehrsprachigkeit einhergehen?
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Also das ist auf jeden Fall auch das Arbeitsmaterial, was man den Kindern anbietet. Das muss auch flexibel sein. Also ich habe gerade wenn, dann zum Beispiel, wenn ich jetzt an Geografie zum Beispiel denke, dort sind ja die Sprachgruppen wieder alle zusammen, ist Sprachgruppe, ein, zwei und drei sind alle im selben Unterricht dabei und trotzdem hat man jetzt Schüler mit einem sehr guten Sprachniveau und Schüler, wo man merkt okay, die können jetzt eher oder die verstehen eher die deutschen Begriffe.
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Und da muss man immer gucken, dass man die Arbeitsblätter oder die Aufgaben zum Teil komplett zweisprachig erstellt oder zumindest die die markanten Wörter, die Fachbegriffe da noch mal auf der deutschen in deutscher Sprache noch mal erwähnt. Also das ist auf jeden Fall keine Herausforderung. Aber an das muss auf jeden Fall die Lehrkraft denken. Ganz einfach dann Die Lehrkraft sollte auf jeden Fall auch die diagnostische Fähigkeiten besitzen, um wirklich dann auch zu entscheiden, Wenn eben ein Schüler Schwierigkeiten hat mit der sorbischen Sprache, dann bekommt er eben eine gewisse Vereinfachung.
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Bzw. Dass man den Schüler halt wirklich eine Möglichkeit bietet, dass er da auch ist. Jetzt keinen großen Nachteil hat. Weitere Herausforderungen können sich ja bei der Stundenplan, Organisation, beim Lehrplan ergeben. Wie ist denn das Verhältnis von von Schülerinnen und Schülern, die Sorbisch wirklich muttersprachlich gelernt haben? Du sagtest schon eben mit diesen drei Sprachgruppen. Also wie ist denn so ungefähr die Verteilung?
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Wir sind ja hier wirklich im sorbischen Kerngebiet in Reiberts und deswegen der Großteil gehört ja schon der Sprachgruppe eins an, manche dann eher zwei und Sprachgruppe drei haben wir hier eigentlich eher selten. Aus dem Grund kann man da wirklich schon sagen, dass eben Sorbisch nach wie vor die dominante Sprache ist. Also ich denke mal, wenn man da als Außenstehender auch mal Mäuschen spielen will und sozusagen in den Pausen mal zuhört, da wird schon überwiegend eigentlich sorbisch auch gesprochen.
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Aber ich glaube auch, dass das im Alltag dann ein bisschen zunimmt. Zumindest nach meinen Erfahrungen, dass man dann auch bei den Älteren zehn, manchmal neun oder zehn Jahren hört, dass die dann zunehmend auch zum Teil Deutsch sprechen. In den Pausen. Was jetzt nicht schlimm ist, aber wir wünschen uns das natürlich als europäische Oberschule, dass die Schüler sorbisch reden.
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Ja, da sagt man mal was, und dann machen sie das auch wieder. Aber na ja, du bist selbst sorbisch Muttersprachler oder? Ja, genau. Also meine Mutti ist selbst hier in Connewitz im Nachbardorf sozusagen aufgewachsen und mein Opa war selbst ihr Lehrer. Deswegen habe ich das wahrscheinlich auch so ein bisschen durch ihn mitbekommen. Mein Papa war aber und ist nach wie vor deutsch.
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Also er versteht die sorbische Sprache nicht oder kann sie auch nicht sprechen. Ja, meine Mutti hat sich einfach damals durchgesetzt. Ganz einfach. Es ging mit dem Kindergarten los. Das war wahrscheinlich auch das Wichtigste, weil ich habe ein gutes Beispiel. Meine meine beiden Geschwister sind ein bisschen älter, die haben das beim ich hatten einen deutschen Kindergarten besucht und waren dann eben auch in der Grundschule in Birkenau, wo auch nur ein bisschen sorbisch, ich glaube vier Stunden in der Woche stattfindet.
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Und ich habe eben durch den sorbischen Kindergarten hatte ich schon einen sehr guten Bezug zu der Sprache, dann eben auch durch sorbische Traditionen und Feste, die man halt so in der in der Gemeinde feiert, aber eben auch dann. Ich war dann auch erst mal ein bisschen auf der Grundschule, hatte dort meine vier Unterrichts, meine vier Sorbisch Sorbisch Stunden in der Woche und das war aber einfach zu wenig für meine Mutti Vor allem.
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Und da haben wir dann eben nach der dritten Klasse entschieden, dass ich ab der vierten Jahr nach Albert gehe, oder? Ich weiß nicht, waren es vielleicht acht und acht Stunden in der Woche? Ungefähr. Auf jeden Fall mehr. Und das bereue ich auch nicht. Ich bin da echt froh, dass meine Mutter sich vor allem so durchgesetzt hat. Na Kind macht ja auch so was wie Teamteaching.
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Genau. Also das Beispiel jetzt Dadurch, dass wir eben Gemeinschaftskunde, Gemeinschaftskunde, aber auch in Geografie ich habe ja sozusagen als Referendar ein Mentor und ähm, der ist eigentlich vor allem im ersten Ausbildungsjahr, das Referendariat ist ja ständig oder war da ständig mit dabei. Da konnte man auf jeden Fall die Methode sehr gut anwenden, sehr gut anwenden und auch jetzt befinde ich mich im zweiten Ausbildungsjahr oder fast im dritten.
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Dann nach den Sommerferien, aber auch vor allem in Gemeinschaftskunde zum Beispiel. Da kommt mein Mentor nach wie vor trotzdem noch mit und wir teilen uns da zum Teil, zum Teil auch die Arbeit. Und ich glaube, das ist für uns beide auch ein ziemlicher Gewinn. Und auch für die Schüler, weil da einfach mehr Lehrkräfte da sind. Es werden mehr Schüler oder mehr Schüler können individuell gefördert werden.
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Deswegen ist das denke ich mal für alle ein Gewinn. Gibt es da eine bestimmte Aufgabenteilung, wie ihr das gestaltet oder ist es flexibel? Die Unterrichtsplanung, die mache ich sozusagen auch die Unterrichtsdurchführung, Aber wir sprechen uns dann häufig halt einfach vorher oder nachher, also vor dem Unterricht. Was mein Mentor für Aufgaben machen könnte, während ich den Unterricht halte, wo er mir sozusagen einfach nur ein bisschen Unterstützung geben könnte.
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Und genauso wird der Unterricht dann danach noch mal besprochen, reflektiert und auch schon ein bisschen vorbereitet. Die nächste Stunde wird in dem Sinne auch schon ein bisschen vorbereitet, dass man da jetzt schon zum kleinen Ausblick auf die nächste Unterrichtsstunde sich zusammenarbeitet, sage ich mal, in welchen Klassenstufen unterrichtest du? Fünfte bis neunte. Das klingt ja super, Matthias, Aber du hast jetzt viel von Sprache gesprochen.
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Wie ist denn das Sorbische noch an der Oberschule hier in Kalbitz verankert? Also generell, wir haben ja Pro, Wir leben hier bei uns in der Region die sorbische Kultur sehr aus, auch mit Traditionen, Bräuchen und diese Art und Weise, das wird bei uns erst mal generell im Unterricht natürlich behandelt, aber eben auch gelebt. Also wir haben vor allem durch Projekttage, dass man dort eben die Ostertraditionen sehr akribisch behandelt, aber eben auch das Bemalen von Ostereiern, dass man da so Osterprojekte auf jeden Fall hat.
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Maibaum werfen ist zum Beispiel auch so ein Brauch, der bei uns stattfindet. Solche Sachen auf jeden Fall, aber auch generell die sorbische Kultur. Wenn ich jetzt an Musikunterricht denke, dass da eben auch die sorbischen Volkslieder gesungen werden und so, genau das wird einfach mehr oder weniger nebeneinander oder nebenbei mit gelebt. Einfach. Gibt es denn auch eine sorbische Kultur am Essen, zur Schulküche oder Das kann ich gar nicht so genau beantworten.
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Also Schulküche haben wir auf jeden Fall ja. Und ich höre nur immer wieder was für Leckereien oder mal kochen. Das klingt immer ganz gut. Wenn ich jetzt an sorbische Küche denke, da muss ich eigentlich immer eine Hochzeit zu bedenken, ob die Schüler das jetzt schon mal gekocht haben, das kann ich jetzt gar nicht so beurteilen, aber schön. Also ich würde mich freuen.
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Das können wir jetzt mal weitergeben. Genau. Wie sieht es denn mit GTA Angebot an der Oberschule aus? Gibt es da irgendwie was spezielles zum Thema Sorbisch sorbische Kultur? Wir haben geht ja auf jeden Fall an der Schule geboten zum Sorbischen direkt. Also wir haben Angebote wie zum Beispiel es gibt jetzt eine UNESCO Gruppe UNESCO Schule usw, da spielt ja auch die Zweisprachigkeit noch eine gewisse Rolle, was wir mal hatten.
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Das gibt es aber leider nicht mehr, soweit ich weiß, dass eben sorbische Kultur, sorbische Sagengestalten und sorbische ja, Märchen sage ich mal, dass diese mal mit einem Lehrer sozusagen, die wurden aufbereitet thematisch und da wurden dann Infotafeln in den in den Wäldern hier, in den umliegenden Wäldern sozusagen angefertigt. Also das gab es mal so oder so eine Projektgruppe oder so ein Angebot.
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Ansonsten geht ja. Wir haben Motocross Motocross mit dabei, wir haben Sport generell. Was war noch? Da müsste ich jetzt zum Waschbecken gehen. Alles gut. Wenn ich jetzt sehe, als Lehramtsstudierende als Lehramtsstudent hierher kommen will Praktikum, Referendariat was muss ich denn mitbringen? Was sind denn die Voraussetzung, um hier ein Praktikum zu machen? Je nachdem welches Praktikum? Generell Ich kann oder ich war selber.
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Ich habe das Block A und das Block B Praktikum hier gemacht werden Männer Studentenzeit. Ich habe auch an der TU Dresden studiert und ja, was man generell mitbringen sollte. Also erst mal vielleicht generell überhaupt das Interesse an der Schule, an der Sprache, an die Schüler. Das ist erst mal das Wichtigste. Je nachdem welches Fach man unterrichtet, sollte man auch gewisse sprachliche Qualitäten, sag ich mal, oder vor allem soll ich sorbische Qualitäten sozusagen mitbringen?
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Also klar habe meine Sorbisch Unterricht hier also wirklich den rein sorbischen Unterricht erhalten möchte, muss man natürlich auch in Leipzig studiert haben oder gerade studieren. Für die anderen Fächer. Also ich kann mir gut vorstellen, dass Fächer wie Chemie, Gemeinschaftskunde, dass die Schulleitung eben rein deutschsprachige Studierende sozusagen reingucken lässt und das Praktikum absolvieren lässt. Aber generell natürlich, wenn man jetzt wirklich so den Blick in die Zukunft hat, hier im zu bleiben einer sorbischen Oberschule es geht, es wird es aber wahrscheinlich auch für Rektor wird oder andere sorbische Schulen, dass man da natürlich schon so der sorbischen Sprache mächtig ist und ja, vor allem auch, was wir schon, was ja schon gesagt hat bei den Herausforderungen, dass
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man eben auch flexibel ist, auch ein bisschen mehr Aufwand in Kauf nimmt, was die Vorbereitung anbetrifft, aber eben auch einfach die sorbische Kultur mit mit lebt und das eben auch vor allem als Vorbild. Mit letzter. Hm. Wir haben jetzt über die Voraussetzungen gesprochen. Was sind denn aber gute Gründe, um herzukommen? Warum soll ich denn unbedingt jetzt hier in der Oberschule ein Praktikum machen?
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Gute Gründe Also generell muss ich sagen, wir sind hier mit 133 Schüler ungefähr PI mal Daumen sind wir sehr familiär aufgestellt und wir sind auch 14, 14 Kollegen im Lehrerzimmer. Also auch das ist alles überschaubar. Das ist eine sehr angenehme Atmosphäre, muss ich sagen, sind auch sehr jung aufgestellt. Wir hatten letztes Jahr, letztes Schuljahr sind fünf neue dazugekommen, also wirklich ein sehr junges Kollegium.
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Das macht auf jeden Fall Spaß. Wir hatten sehr gute Erfahrungen mit dem Onlineunterricht durch die Modulplattformen, hatten da überhaupt gar keine technischen Probleme oder sonst was. Das hat alles reibungslos geklappt, muss ich sagen. Wir machen auch intern so im Lehrerkollegium, verbringen da gewisse Tage zusammen, dass wir halt vor allem am Anfang des Schuljahres, aber auch jetzt zum Ende den Abschluss, aber auch so einen gemeinsamen Einstieg in das Schuljahr feiern bzw da einfach uns zusammensetzen.
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Genau das Miteinander ist auf jeden Fall ein sehr guter Grund hierher zu kommen. Dann. Generell glaube ich ein guter Grund, das einfach erst mal kennenzulernen. Diese die sorbische Kultur, wie wir das ausleben, wie wir den Unterricht gestalten, wie die Schüler vor allem damit klarkommen. Das ist ein Thema. Auf jeden Fall auch sehr interessant für alle, die es einfach nicht kennen, die ja Generell denke ich mal, dieser Aspekt Mehrsprachigkeit ist es ein ganz wertvoller Schatz, sage ich mal, den wir hier haben.
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Ja, dass eben einfach die, die die Mehrsprachigkeit, dass das dieser Austausch mal das bildet sowohl mich als Lehrperson, aber vor allem die Schüler und das das hat einen sehr großen Mehrwert, denke ich mal, für die Studierenden, die es natürlich schon sorbisch können, denn würde ich das auf jeden Fall auch sehr ans Herz legen, dass sie sich letztendlich für eine sorbische Oberschule entscheiden oder fürs sorbische Gymnasium.
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Dass sie einfach die sorbische Kultur und das sorbische Leben bewahrt und dafür sind ja vor allem auch die Leute zuständig oder die Leute die ersten Ansprechpartner, die eben diese Sprache auch sprechen können. Es wäre natürlich sehr schade, wenn diese Fachkräfte dann letztendlich an sorbischen, an deutschen Schulen unterrichten und somit eigentlich deren Fähigkeiten so ein bisschen verloren. Jetzt habe ich mal.
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Ich habe noch eine andere Frage Was ist denn der Unterschied zwischen zwischen einer sorbischen Schule und zwischen einer deutschen Schule und auch zwischen also doch? Der Unterricht? Was ist daran verschieden oder ist es ähnlich aufgebaut? Also generell von den vom Lehrplan her die Lernziele, das ist alles gleich, also da ändert sich nichts dadurch, dass eben unsere Schüler, die haben sechs Stunden in der Woche Sorbisch, dann müssen natürlich die anderen Fächer bisschen kürzer treten.
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Also das ist in Deutschland so, dass sie halt ein oder zwei Stunden weniger Deutsch haben. Kunst musste auch bisschen was abgeben. Ich weiß ja, Musik, vielleicht Sport, glaube ich. Eine Stunde also das muss man natürlich in Kauf nehmen. Aber ansonsten große Unterschiede. Ja, wir haben eben dadurch, dass wir sorbische Unterrichtsmaterialien auch haben, gibt es da jetzt nicht so große Unterschiede.
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Und hatte ich das selber für deine berufliche Karriere? Du warst das selber hier in der Oberschule irgendwie eingeschränkt oder hat dich das sogar gefördert, in eine gewisse Richtung zu gehen oder. Also nach wie vor. Ich habe ja gesagt, dass ich das eben nicht bereue, dass meine Eltern mich oder meine Mutter, die sich dafür entschieden hat, weil einfach. Also vor allem merke ich das jetzt, also in der Jugendzeit sage ich mal, dieser Austausch mit Freunden.
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Also ich hab halt viele Freunde bei mir in der Heimatstadt, aber ich glaube, noch mehr Freunde hier, wahrscheinlich in der Gegend. Und das ist halt so ein ziemlich großer Mehrwert, dass man halt hier kennt halt auch wirklich jeder jeden ist es mir. Wir sind ja nicht anonym unterwegs. Das ist eben das Schöne, diese Gemeinschaft. Und dann, wenn man auf die Berufswahl jetzt noch mal guckt, war das die sorbische Sprache oder dass ich die sorbische Sprache kann?
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War das auch noch mal sehr gewinnbringend. Ich habe. Nach dem Studium erhält man als Referendar das Angebot, wenn man sich bewusst für das Land entscheidet, dass man da ein bisschen bisschen mehr Geld im Monat bekommt. Eine gewisse Förderung, sage ich mal, und mit Geografie und Gemeinschaftskunde habe ich jetzt nicht so die die Fächer, wo ich viel Unterrichtsstunden in der Woche habe, aber ich nicht wusste oder ich dachte mir okay, ich kann sorbisch.
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Ich war jetzt gerade an den sorbischen Schulen oder generell im Kreis Bautzen wird noch mal gezielt nach solchen Fachkräften Lehrkräften gesucht und deswegen habe ich mich dann letztendlich auch für dieses, für diese Förderung entschieden. Und weil ich eben diesen im Hinterkopf Gedanken hatte okay, ich kann so besprechen, die werden mich sicherlich im Kreis Bautzen einsetzen, die werden mich jetzt nicht ins Erzgebirge bringen oder so und das war halt so ein bisschen auch so eine Absicherung, sage ich mal dann komme ich eigentlich schon so ein bisschen zu meiner Abschlussfrage, zu unserer Abschlussfrage Was kannst du denn den Lehramtsstudierenden noch mitgeben aus deiner Sicht als Referendar hier an der Schule, speziell jetzt für die Schule oder generell
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für das Referendariat? Beides also generell erst mal allgemein, dass man sich auf jeden Fall auslebt, dass man hoffentlich ein Mentor hat, der das eben auch zulässt, der gewisse Freiheiten bietet. Ich habe da großes Glück gehabt, kann mich da mit beiden Mentoren sehr zufriedenstellen. Das ist so eine Voraussetzung. Aber dass man eben auch von Anfang an versucht, da eben besonders bei den Jüngeren, sage ich mal, aber auch generell allgemein sehr direkt oder schon ja eine gewisse Strenge zu haben.
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Also das ist natürlich schwer am Anfang oder das es mir vielleicht sehr schwer, weil man ja wirklich am Anfang erst mal die ganze splanung und die ist erst mal darauf fokussiert, dass was erst mal perfekt ist, aber selber so die Unterrichtsdurchführung. Das geht dann so am Anfang noch ein bisschen schleifen und dass man da versucht eben von vornherein beides auf jeden Fall im Fokus zu haben, das wäre so ein wichtiger Punkt für das Referendariat an einer sorbischen Oberschule.
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Reiwitz kann ich nur viel Spaß wünschen. Also ich denke mal ja, dadurch, dass halt wirklich das, dass wir wirklich ein sehr junges Kollegium hier sind, macht einfach Spaß. Die Schüler haben. Wir sind jetzt glaube ich, keine Problemschule. Das würde ich jetzt nicht sagen. Wir sind hier im ländlichen Raum, kennen die Eltern zum Teil auch sehr persönlich. Deswegen muss man da sich vor nichts scheuen, sage ich mal, und deswegen einfach sich ausprobieren, einfach machen.
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Das klingt super. Ich würde mich jetzt gern verabschieden. Aber kannst du uns noch beibringen, wie man sich auf Sorbisch verabschiedet? Ich würde jetzt einfach sagen, mir Boogie Boogie mehr. Danke dir Matthias. Ja, erst im Podcast aufgenommen. Sechste Ja, also ich muss ehrlich sagen, ich wusste am Anfang des Tages noch nicht so viel über die Subkultur und ich habe super viel lernen können und mitnehmen können und bin eigentlich ziemlich interessiert, mich mehr damit auseinanderzusetzen und mal gucken, was sich daraus entwickelt.
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Für Perspektive Land. Ob wir noch weitere Podcasts zu dem Thema aufnehmen können. Kerstin, wie kannst du so den Tag. Ja, ich mir geht es ähnlich. Also ich fand es auch total spannend und ich glaube, wenn ich Lehramt studieren würde, dann hätte ich jetzt Lust, mir die Region einfach mal näher anzugucken. Genau. Also das noch mal der Aufruf an alle Schaut es euch einfach mal an, Es ist wirklich cool und interessant hier und man kann sehr viel spannende Dinge lernen.
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Bis bald. Tschüss. Und wenn du mehr über die sächsische Schullandschaft oder allgemein die Angebote von Perspective Land erfahren möchtest, dann schau doch einfach mal auf unserer Homepage vorbei. Www.perspektive minus .de.
Folge 9 (spezial): Sorbisch (er)leben in Sachsen, Teil 3/3 - Sorbische Oberschule Ralbitz
Mit unserer dreiteiligen Spezial-Reihe werfen wir einen Blick auf das sorbische Leben und die sorbische Kultur in Sachsen.
Der dritte Teil führt uns an die Sorbische Oberschule Ralbitz. Der Referendar Mathias Kliemank gibt uns Einblicke in das Schulleben und erzählt, welche Rolle die sorbische Sprache und Kultur im Unterricht und im Schulalltag spielen. Außerdem berichtet er von seinen Erfahrungen aus dem Referendariat und macht Lehramtsstudierenden Mut, sich z. B. in einem Praktikum einmal selbst mit einer sorbischen Schule vertraut zu machen.
Diese Folge auf Spotify, Deezer oder Itunes hören, oder direkt hier in unserem Webplayer:
00:00:09:15 - 00:00:36:01
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Perspektive Land der Schulpodcast Spezial. Wir nehmen dich mit auf eine Entdeckungstour durch Sachsen. In unseren Spezial Folgen stellen wir regionale Akteurinnen und Akteure vor. Wir zeigen dir, welche ungsmöglichkeiten und Unterstützungsangebote es für junge Lehrerinnen und Lehrer in den ländlichen Regionen gibt.
00:00:36:03 - 00:01:10:05
Hallo, herzlich willkommen und danke! Vielen Dank! Wir hatten vor vier. Diesmal sind wir unterwegs in der Lausitz und geben dir Einblicke in die sorbische Region in Sachsen. In drei Folgen erkunden wir das sorbische Leben, die Kultur und Sprache und wie diese an Schulen gelehrt und gelebt werden. Teil zwei führt uns in das Sorbische Museum Bautzen. Wir sprechen mit der Museumspädagogen Monika Oshika, lassen uns Teile der Ausstellung zeigen und erfahren, welche pädagogischen Angebote es für Schulklassen gibt.
00:01:10:09 - 00:01:35:10
Wir sind jetzt auf der Ortenburg. Hier findet sich das Burgtheater, der Burghof sowie das Sorbische Museum. Zurzeit ist im Hof der Burg das Sommertheater aufgebaut. Wir sind jetzt grad auf den Weg und laufen zum Museum.
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Ja, dann sind wir jetzt hier im Sorbischen Museum in Bautzen zu Gast und sprechen jetzt mit Frau Oshika. Hallo, Hallo, Wieder herzlich willkommen. Ja, ich heiße Monika Uschicka. Ich arbeite hier im Sorbischen Museum auf Sorbisch. Selbst die Museen, ich bin ja zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit und für die Museumspädagogik. Ja, schön, dass Sie uns empfangen. Vielen Dank dafür. Genau.
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Wir haben uns überlegt, wir wollen uns ein bisschen mit der sorbischen Region beschäftigen. Was es hier so gibt. Und genau auch, was man an außerschulischen Lernorten vielleicht hier erleben kann. Und da ist das Sorbische Museum ja eine sehr gute Adresse. Vielleicht können Sie kurz grundsätzlich zum Museum sagen Für einen Platz wie für Räume haben Sie hier und wie ist es hier aufgebaut?
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Was für Themen behandeln Sie hier im Museum? Ja, das Sorbische Museum ist auf drei Etagen aufgebaut, sozusagen. Wir haben eine Dauerausstellung und eine Sonderausstellung mit wechselnden Themen. Und die Dauerausstellung zeigt natürlich die Geschichte, Kultur. Und da sind verschiedene Themen, zum Beispiel die Trachten, die Alltagskultur, die Bräuche im Jahreslauf. Verschiedene Beispiele dazu dann auch Literatur ist ein Thema und die Reformation also religiöse Themen.
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Die sorbische bildende Kunst ist ein Thema. Mittelalter also. Von der Besiedlung bis heute bis zur Gegenwart wird alles beleuchtet. Und das auf drei Etagen. Als erstes vielleicht würde ich Sie gern fragen Was gibt es denn hier Alles, was man mit Schulklassen hier eigentlich erleben kann. Im Museum? Ja, ich würde sagen, wir sind eigentlich recht breit aufgestellt mit unseren Angeboten.
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Das wären zum Beispiel verschiedene thematische Führungen, die wir anbieten für verschiedene Schulen auch, also für verschiedene Bildungseinrichtungen, sei es für Grundschulen, Förderschulen, Oberschulen, Gymnasien oder auch für die Vorschulgruppen. Da kann man die Themen auch verschiedenartig staffeln und schauen, dass es dann passt. Außerdem kommen ganz gerne auch Hortgruppen sozusagen in den Ferien und nutzen unsere angebote. Wir haben auch ganz verschiedene Workshops, die wir anbieten.
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Also es sind nicht nur Führungen, sondern auch Aktivitäten, die wir sozusagen anbieten. Und das sind die Erfahrung eigentlich so, dass die Schüler gerne kommen und mit einem positiven Erlebnis dann wieder nach Hause gehen. Können Sie vielleicht ein Beispiel beschreiben von so einem Workshop? Also um was geht es da? Was machen Sie da dann mit den Schülerinnen und Schülern?
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Ganz gerne wird das Osterworkshop genutzt, das heißt gerade in der Osterzeit, dass wir in die Sonderausstellung gehen und Ostern und die sorbischen bräuche und Traditionen sozusagen aneignen. Die werden vorgestellt und dann wird es auch praktisch. Dann wird hier im Schülerkabinett können die Ostereier gestaltet werden. Ja, genau. Und dann haben sie ein Mitbringsel und sehen auch, dass Handarbeit auch Zeit braucht und wie lange man benötigt.
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Und das sind immer schöne Ergebnisse. Dann auch. Ja, ja, auch direkt was zum Mitnehmen. Genau. Ja genau, wie sind denn so Also was für Schulklassen kommen denn hier so her? Also Sie haben ja schon gesagt, eigentlich von allen möglichen Schularten sind das immer Menschen, die hier auch in der Region verwurzelt sind und das Sorbische schon gut kennen, oder?
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Wie ist das so aufgestellt? Ja, das ist eigentlich unterschiedlich. Unser Publikum, sage ich mal, es ist regional, auf jeden Fall Bildungseinrichtung des Landkreis Bautzen. Die können ja sozusagen Eintritt befreit in das Museum kommen. Das ist ja schön. Dann können Sie öfters mal das Museum besuchen, das heißt regionales Publikum, aber auch überregional kommen Schulklassen her, wenn Sie sozusagen das sorbische Thema in der Schule vorstellen.
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Ansonsten auch von den Jugendherbergen in Bautzen und und und. Der Umgebung kommen dann wirklich auch Schüler, die gerade hier in Bautzen oder im Umkreis sich dann aufhalten und ihr ihre Klassenfahrt haben. Und dann kommen sie gerne auch mal ins Museum. Ja, ist ganz unterschiedlich. Ja, ja. Okay. Und was sind so Rückmeldungen, die Sie bekommen oder Erfahrungen, die Sie so damit machen?
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Wenn jetzt zum Beispiel die Schülerinnen und Schüler noch gar keine Berührungspunkte so mit dem Sorbischen hatten? Ja, das ist auch wieder unterschiedlich. Viele sind vielleicht überrascht, was ich gerne mache bei Führungen mit Kindern, dass ich keine Monologe halte. Also mir ist eher so ein Austausch wichtig. Und dass ich das sorbische Thema nur als wie soll ich sagen. Also das ist nur ein Thema von vielen.
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Also ich frage dann auch vielleicht habt ihr auch eine Zweisprachigkeit in eurer Klasse, dass man sagt kennt ihr eigentlich eure Mitschüler? Und dann kommen auch wirklich tatsächlich Fragen oder Ach, das wusste ich ja gar nicht, dass du auch zwei Sprachen sprichst. Wenn es jetzt nicht so offensichtlich ist, dann war auch schon waren auch schon solche Momente, wo ich denke Mensch, da lernt er eure Mitschüler noch mal anders kennen und auch mal anders wertschätzen.
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Dass man sagt Mensch in der Sprache mehr zu beherrschen, ist ja ein Reichtum. Und sich in die verschiedenen Kulturen einzuleben ist ja was Positives, sozusagen. Und das sind eigentlich, wie gesagt ganz unterschiedliche Momente und Erfahrungen. Manchmal ist es auch eher negativ, dass sie sagen na ja, das Sorbische wozu braucht man da es? Das ist doch eigentlich gar nicht im Leben so wichtig.
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Englisch ist viel wichtiger, diese Sprache zu beherrschen. Aber da muss man dann argumentieren oder sagen Ja, du hast deine Meinung und ich habe hier meine Meinung. Interessant ist auch, wie sich eine Meinung ändern kann. Weil waren ja auch unterschiedliche Schüler die jetzt gar nicht so Lust hatten ins Museum zu kommen. Dann sind die auch natürlich ein bisschen bockig.
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Kann ich alles verstehen. Aber zum Schluss waren diese sprachbegabt und konnten ganz viele auf einmal auch mitsprechen, haben bisschen was gelernt und wie gesagt, das sind dann solche schönen Momente, die man gerne behält. Na ja, Sie sind ja auch selbst in der Region sozusagen hier verwurzelt. Ganz genau. Ich lebe hier, wir haben eine sorbische Familie, wir haben drei Kinder, wir sprechen zu Hause auch Sorbisch.
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Das ist die Hauptsprache sozusagen. Natürlich haben wir zwei Muttersprachen das Sorbische und das Deutsche. Aber dennoch sprechen wir zu Hause meistens Sorbisch. Aber es ist ja die Umgebung, ist ja alles zweisprachig. Von daher lernen die Kinder schon.
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Beide sprachen parallel, die sind ja auch beide wichtig. Aber uns ist auch sehr wichtig, dass man eigentlich so ein gutes Verhältnis zu seiner Sprache findet und dass man sich das auch wertschätzen kann. Aber das sind alles Lebenserfahrungen, die man ja während seines Lebens sozusagen dann kennenlernt und sich dann irgendwie positioniert auch. Na genau. Manche sind auch abgeneigt und sagen Ach nee, das ist gar nicht mein Thema so und manche sind eher ja sagen, das sind meine Wurzeln und das ist mir wichtig, dass ich das auch so auslebe.
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Es unterschiedlich auch da gibt es Schulen, mit denen sie so feste Kooperationen haben, also die irgendwie immer wiederkommen oder auch bestimmte Projekte oder so hier machen. Wir haben eine eigentlich recht feste Kooperation mit dem sorbischen Gymnasium hier in Bautzen. Das sind dann immer wieder verschiedene Projekte, die wir zusammen anstreben und durchführen. Ein Beispiel wäre zum Beispiel, dass wir Sonderausstellungen zusammen haben oder sozusagen ein Teil einer Sonderausstellung auch vom sorbischen Gymnasium, von den Schülerinnen und Schülern mit bearbeitet werden kann.
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Ob in Streetstyle wäre so eine Ausstellung ein modernes Thema. Es ging um Mode, um sorbische Identität, wie man die im Alltag zeigen kann, ohne dass man die Tracht trägt oder ohne, dass man also außerhalb der Sprache sozusagen. Wie kann man das erkenntlich zeigen im Alltag? Und das waren so Ansätze, dass wir junge Designer in einem Wettbewerb ja war ein Wettbewerb ausgeschrieben, wo junge Designer sozusagen was Modernes gestalten konnten.
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Und die Schüler dazu haben sozusagen ihre Mode entworfen. Und entweder war das abgesegnet von alten Trachten, Trachtenteile oder eben, was neu genäht ist, also eine neue Kleidung sozusagen mit sorbischen Elementen. Und das war recht spannend. Es da waren auch andere Klassen oder andere Schulen mit integriert. Nicht nur das sorbische Gymnasium, sondern auch noch zwei, drei andere. Und da waren die auch recht stolz, dass sie das mit präsentieren konnten.
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Und auch die. Wir haben so eine Modenschau gemacht zur Finissage und da haben ganz viele andere junge Menschen mitgewirkt, also auch eine Tanzgruppe und eine sorbische und so verschiedene Partner waren da und haben das dann wirklich auch sehr fetzig präsentiert. Ja, cool. Das klingt total spannend. Okay, ich habe mal eine andere Frage Wie ist oder eine ähnliche Frage Wie ist denn die Zusammenarbeit mit den umliegenden sorbischen Schulen?
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Also gibt es da auch so Projekte wie mit dem Gymnasium hier in Bautzen oder wie ist da so der Zulauf? Ja, also wir sprechen immer wieder Schulen an, wenn wir ein Projekt haben. Zum Beispiel hatten wir auch. Wir haben ein Video Guide für Kinder, nicht nur den Audioguide für Erwachsene, sondern auch ein Video für Kinder. Das ist eine sehr schöne Sache.
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Da können die Kinder oder die Schülerinnen und Schüler selbstständig das Museum erkunden. Also die gehen durch die Ausstellung. Dann sind verschiedene Sequenzen und dann kann man das mit das sind fünf Sagengestalten, die sozusagen durchs Haus führen und da haben sorbische Deutsche, polnische, tschechische und englische Schüler das eingesprochen, sozusagen. Das heißt, dass wir dann Kooperationspartner gesucht haben, und dadurch hat man immer wieder Berührungspunkte auch mit anderen Schulen, damit das dann sozusagen auch breit gefächert ist.
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Ja, das klingt super spannend. Ich würde jetzt gerne noch mal so einen Ausblick geben. In Zukunft gucken, Was würden Sie noch sich wünschen, wie sich die Region, die sorbische Region entwickelt? Ja, da kann man sich viel wünschen. Sehr positiv. Es wäre schön. Also ich fange mal anders an Die Korona hat ein bisschen dieses, was man sich an Vernetzung aufgebaut hat.
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Na, dass man Kontakte geknüpft hat zu Schulen, zu Lehrern, zu verschiedenen Bildungseinrichtungen, Da hat man schon eine gute Konstante und einen guten Zulauf. Und da habe ich jetzt ein bisschen Bedenken, dass das bisschen abbricht, obwohl sie ja auf der anderen Seite die Klassen kommen wieder, also die nutzen auch unsere Angebote. Ich habe hier zum Beispiel auch eine neue Broschüre, haben wir als Museum rausgegeben, die haben wir gleich per Post verschickt und per Mail, Da haben wir auch schon einen guten Rücklauf, sozusagen.
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Da merke ich, die Schulen wollen auch kommen und die Angebote nutzen. Dennoch wünsche ich mir da oder hoffe ich, dass man da noch viel mehr aufbauen kann und nicht ich, muss ich dazu sagen. Nicht jede Schule ist offen für das sorbische Thema. Also muss man auch ehrlich sagen, wir sind ein Spartenmuseum. Zwar ist das ein Nationalmuseum, wir präsentieren hier sozusagen die ganze Geschichte und Kultur der Sorben aus der Ober und Niederlausitz.
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Aber wie gesagt, das ist ein Thema, was vielleicht nicht jede Schule anspricht und da würde ich gerne das weiter aufbauen und sagen, wir haben auch andere Themen und dann sind das verschiedene Verknüpfungspunkte, die man schaffen kann. Ob das jetzt Minderheiten Thema ist oder kulturelle Vielfalt oder politische Themen oder einfach Alltagsleben früher Trachten damals oder Bräuche. Also da kann man vieles, vieles noch weiter ausbauen und da wäre auch nicht schlecht, so einen Austausch mit den Schulen zu haben, um einfach auch genau zu wissen, was wollt ihr denn?
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Wie kann man euch denn hier ins Museum locken? Was wünscht ihr euch? Da kann man noch vieles aufbauen. Da können wir gespannt sein, was das noch kommt. Haben Sie denn neue Projektideen oder Schritte fürs Museum? Wie schon angesprochen, die Broschüre hat jetzt ungefähr 14 thematische Angebote. Das sind viele neu aufgebaut, sozusagen viele neue Themen aufgekommen, die wir jetzt aufgreifen und ausgebaut haben.
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Ansonsten hoffen wir, dass wir in ungefähr 5 bis 8 Jahren unsere Gäste in einem neuen Museum begrüßen dürfen. Die Dauerausstellung hier ist ungefähr 20 Jahre alt. Es ist ein denkmalgeschützte Gebäude hier. Es war ganz früher, als ein Salzhaus errichtet wurde. Dann wurde dann später zum Justizgebäude und erst seit den 1970 er Jahren sind wir hier im Museum sind wir hier im Haus als Museum.
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Also es ist jetzt nicht direkt als ein Museumsgebäude, das merkt man, dass man hier auch an Grenzen stößt. Und da hoffen wir, dass wir dort zukünftig in einem neuen Gebäude unsere Besucher begrüßen dürfen. Das wäre sehr schön. Gibt es da schon Pläne für neues Gebäude? Also es gibt schon da erst mal diese ersten Schritte mit Fördermittelantraganträgen und Partnersuchen und auch überall sich das okay holen und dass alle im gleichen Boot sitzen.
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Da sind die sozusagen die ersten Schritte, die gegangen werden und da müssen erst mal die Hürden überwunden werden. Und das ist dann auch, dass der Antrag dann bewilligt wird und dass wir dann dort weiter planen können. Sonst ist ja, sonst ist es ja wieder hinfällig. Hm, okay, na ja, mal gucken, Da kommen wir dann auf jeden Fall wieder.
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Kerstin Wenn wir uns in einem Gebäude, dann sind wir gegenüber dem Kornmarkt, sind da auf dem Lauenareal, das ist nämlich ursprünglich mal dort eine sorbische wie so ein Haus der Sorben gewesen und wurde nach dem Zweiten Weltkrieg, was dann zerstört und war ruinös sozusagen. Und auf den alten Wurzeln oder auf dem alten Fundament wollen wir uns wieder errichten.
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Ja, mal schauen, ob das gelingt. Es ist auch eine Kooperation mit dem Sorbischen Institut. Also es ist nicht nur das Sorbische Museum, sind mehrere Institutionen sozusagen dann dort verortet? Ich habe eigentlich noch eine Frage, die schießt jetzt ein bisschen quer. Äh, hatten Sie während der Coroner Zeit irgendwie ein digitales Angebot für Schülerinnen und Schüler? Äh, Ansätze waren da.
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Da muss ich sagen, da sind wir jetzt nicht so ein Vorläufer wie andere Museen. Es ist auch schwierig, weil wir die Technik gar nicht hatten und natürlich kann man so Self mit Sachen machen, aber die waren dann nicht so gelungen. Also wir hatten wirklich verschiedene Angebote, aber das war dann nicht so hochwertig, dass man sagen kann, das kann man wirklich zeigen.
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Aber dennoch hatten wir auf unserer Homepage hatten wir die Videosequenzen von uns im Audioguide oder ich habe auch mal auf Facebook eine kleine Videobotschaft gemacht oder so, also solche kleinen Sachen eher okay, dann kommt jetzt eigentlich meine Lieblingsfrage und zwar Was macht denn die Region aus Ihrer Sicht so lebenswert? Vor allen Dingen mit dem Hintergrund der sorbischen Kultur.
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Und warum sollten genau Lehramtsstudierende auch hier in die Region kommen? Es ist eine sehr schöne Region, würde ich sagen. Die Lausitz ist ja vielfältig, also landschaftlich schon geprägt, würde ich sagen, aber auch kulturell und sprachlich. Man kann hier vieles entdecken, man kann sich hier auch sehr wohlfühlen, hoffe ich. Natürlich, das ländliche, der ländliche Raum, das muss man mögen.
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Na und? Und die ländlichen Schulen, die sind jetzt vielleicht nicht so hoch, also so gut aufgestellt oder so gebaut wie ein modernes Schulkomplex in der Stadt. Aber dennoch, Ich denke, dass die Schüler ein bisschen geerdet dann auch sind. Vielleicht, dass man sagt, es läuft etwas ruhiger ab. Auf den Oberschulen oder Grundschulen. Ja, und gerade hier in der sorbischen Region, da ist noch mal, wie soll ich sagen, das soziale Gefüge etwas anders.
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Also irgendwie kennt man sich hier und es ist noch etwas gebrochen und vielleicht. Kerstin, hast du noch zum Abschluss eine Frage an Frau Oshika Ich habe keine Frage mehr, aber ich würde total gerne noch ein paar Schritte durch die Ausstellung gehen, dass sie uns vielleicht noch ein bisschen erzählen, was man hier so sehen und erleben kann, das machen wir auf jeden Fall.
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Ja, okay, gut. Wir starten unseren Gang durchs Museum im Schülerkabinett. Genau hier ein relativ großer Raum, auch mit Tischen und verschiedenen Ausstellungsstücken und Materialien. Und wir starten hier mal an diesem Regal mit den Sagen Figuren. Wen haben wir denn hier? Alles. Ja, ich stell dir vor, das sind unsere Handpuppen, die die Sagengestalten darstellen. Es sind zum Beispiel der Wassermann, der hat ein Grünkopf und dazu auch die Tochter des Wassermanns.
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Auf Sorbisch heißt sie wo Delia. Und diese Handpuppen, die nutzen wir gerne bei Führungen, besonders für die Grundschulklassen oder auch für Vorschulkinder oder Förderschulen. Gerade dort, wo auch die sorbischen Sagen und die sorbische Sagenwelt in der Schule gerade auch thematisiert wird. Oder aber auch bei normalen Führungen, um einfach den Einstieg zu erleichtern und was Praktisches den Kindern zu zeigen.
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Weil Geschichten das geht immer. Genau. Dann haben wir noch den kleinen Lutz. Das ist der kleine Museums Kobold. Der ist schon recht alt. Der hat auch einen weißen Bart, einen weißen, langen Bart. Die werden auch ganz alt. Dieser ist 127 Jahre alt, sein Kumpel daneben, der ist so 185 Jahre alt und dahinter steht eine längliche Figur, ganz gelb und golden.
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Das ist die Budnitschka, das ist die das Irrlicht, wenn man sich hat, auch so Haare, so genau, ganz genau. Da befinden wir uns sozusagen gerade im Morast, im tiefen Sumpf, im Wald. Und wenn wir uns verirren, verirren, dann kommt die Wut. Nitschke Das Irrlicht. Und ja, dann ist sie entweder wie der Mensch selber, manchmal auch na, entweder positiv oder negativ in der Stimmung.
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Und entweder zieht sie dich ein in den Sumpf weiter rein oder befreit sie dich und leitet dir den Weg aus dem Wald raus. Genau unter Wassermann. Der funktioniert auch so, sozusagen. Nur jede Figur hat sozusagen zwei wie eine Medaille. Zwei Seiten positive und negative Eigenschaften. Zum Beispiel der Wassermann als Lebensspender. Aber auch der kann ich auch bei Hochwasser ins Wasser ziehen.
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Also es sind immer zwei Seiten, sozusagen. Denn dann frage ich auch ganz oft das, was eigentlich eine Sage ist oder der Unterschied zwischen einer Sage, einer Legende und einer Geschichte. Und dann ja, kann man sich so ein bisschen das Thema mit den Kindern erarbeiten. Der Krabat ist auch eine ganz beliebte Figur. Das ist sozusagen, sage ich immer, das Pendant zum Harry Potter.
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Das ist der sorbische Kumpel von Harry Potter, der Krabat, der auf Sorbisch Du selbst, Krabat und die Mittagsfrau die frau auch eher eine dunkle Gestalt. Aber das können die Kinder dann hier alles entdecken. Ja, ganz genau. Und noch mal kurz Wir befinden uns jetzt hier im Schüler Cafe, Das heißt, das ist im Schülerkabinett befinden wir uns im kabinett, das heißt, hier ist der Ort, wo Sie dann auch mit den Schulklassen arbeiten, wenn Sie zum Beispiel Workshops machen.
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Genau. Also bei einer Führung gehen wir erst mal durchs Museum, durch die Dauerausstellung und natürlich auch dann hier ins Schülerkabinett und können ja einfach noch mal Schule früher etwas spielen mit Tafeln und Kreide und Tusche und Feder malen und zeichnen oder einfach praktisch was machen. Alte Trachten anziehen, sich bisschen verkleiden und alles können die mal ein bisschen ausprobieren und wird gemalt oder was grad Thema ist und worauf sie gerade Lust haben.
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Wir haben auch hier in den Vitrinen beispielsweise dieses Jahr die Ostereier ausgestellt, weil kontechnisch fiel das ja alles ein bisschen aus. Es ist ja jedes Jahr ein Wettbewerb zum Verzieren von Ostereiern. Und da sind hier jetzt mal die Preisträger 2021 und da sieht man schon die Vielfalt. Und es sind ganz, ganz fein Muster. Ganz genau. Die Muster sind unterschiedlich, aber auch die Techniken.
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Es gibt ja viele Techniken und das kann man alles erlernen. Bei uns ist es so, dass die Kinder schon ja zu Hause, in der Familie oder im Kindergarten oder in Schulen das dann auch erlernen. Also, und wenn wir uns jetzt mal eine Technik genauer anschauen, zum Beispiel, dass die Wachstechnik die ganz normale, da haben wir unsere Hühnereier, die sind ausgeblasen und dann sind hier es sind immer drei zusammen, die zusammengehören und zum Beispiel das Dreieck, das sind aus Federkiel bestehen, sozusagen, das ist das Material.
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Und dann schneidet man oben ein Dreieck aus und das wird dann in Wachs getunkt und aufs Ei gebracht. Und da entstehen ganz unterschiedliche Muster. Man kann auch mit einer Nadel, mit dem Nadelkopf sozusagen Muster ziehen, dann wird das eher ein Strich und alles hat auch eine Symbolik sozusagen. Die Striche sind zum Beispiel auch eine Sorte, stellen eine Sonne da für das Leben und für die Energie.
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Und die Dreiecke sind eher Wolfszähne. Die können beschützen wir mit denen, die einem Kreis zusammengestellt sind oder aber auch zwei Dreiecke nebeneinander und eins drüber wie eine Pyramide, Dann ist es die Dreifaltigkeit. Also es sind alles christliche Symbole sozusagen. Und da kann man wunderschöne Botschaften auf das Ei bringen. Das kann man ja im Workshop auch erleben und selber gestalten, sozusagen.
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Die Eier kommen ja auch aus ganz verschiedenen Orten, hier zum Beispiel Weimar. Also es ist gar nicht nur sind gar nicht nur Menschen von hier, Ja, es ist der Wettbewerb, der ist ja überregional, da kann ja jeder dran teilnehmen. Dieser ist jetzt für die Erwachsenen gewesen. Es gibt auch sozusagen das für Kinder und da sind dann ganz unterschiedliche.
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Also man muss nicht Serbe sein, um Ostereier zu malen, das kann ja eigentlich jeder, wenn man sozusagen sich an die traditionellen Techniken hält. Das ist eine Voraussetzung, hier zum Beispiel bei diesem Wettbewerb. Und da haben wir aus Hoyerswerda, aus Kamenz, aus Cottbus, Melrose, wie gesagt, Weimar und Weißwasser, Löbau, also ganz unterschiedliche Teilnehmer. Gibt es denn eine Jury, die das bewertet?
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Die Ostereier Ganz genau. Dieser Wettbewerb wurde früher ausgerufen, um die Techniken zu erhalten, um das zu fördern sozusagen. Und da gibt es jedes Jahr eine Jury, die wechselt auch manchmal von den Personen. Genau das sind dann, glaube ich, drei oder vier Jurymitglieder. Und dann werden die das aus und diskutieren. Wer den ersten Preis gewinnt. Dann gehen wir mal weiter in unserem Rundgang.
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Ja, dann gehen wir erst mal oben weiter zur Empore. Das ist auch ein sehr schöner Blick nach unten. Jetzt sind wir hier im Festsaal. Ein riesiger hoher Raum mit wunderschönen Parkett kronleuchtern. Alles drum und dran. Was hat es damit auf sich? Ja, es ist jetzt ein Festsaal. Hier finden dann unsere Festivitäten statt. Wenn wir eine Ausstellungseröffnung haben oder Definissage, dann wird hier immer sozusagen erst mal ein Rahmenprogramm findet hier statt.
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Auch zu Ostern findet hier zum Beispiel Ostersamstag immer ein Programm statt, dass wir, das hier ein Chor singt beispielsweise, oder das hier eine Tanzgruppe aufführt. Hier sind auch ganz viele Konzerte oder Vorträge. Also der Raum wird unterschiedlich genutzt, auch was war das denn früher für ein Raum gewesen? Ja, heute ist es ein Festsaal. Früher war das hier der Gerichtssaal, hier wurde Gericht abgehalten und die Menschen dann sozusagen verurteilt.
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Wir stehen auf der Empore, das heißt, hier konnte dann das Gesindel stehen und zuhören und zuschauen, wie wie das Urteil verkündet wurde.
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Wir befinden uns jetzt in der sorbischen bildenden Kunst in der Galerie. Das ist interessant, weil ganz früher waren eigentlich eher die Maler aus dem Ausland, die die Lausitz bereist haben, um das Exotische zu malen, also die sorbische Tracht. Die war damals schon im 19. Jahrhundert, zum Beispiel hier, im 20. Jahrhundert dann schon was Exotisches, Exotisches, weil andere Kulturen haben ja ihre Trachten schon abgelegt.
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Und hier im Sorbischen Bereich war das ja noch alles erhalten und sehr authentisch. Und das hat die Künstler interessiert und da sind sie wirklich auch international sozusagen hier verortet und haben die Trachten gemalt oder auch die Landschaftsbilder, Stilleben, ganz unterschiedlich viele wichtige Persönlichkeiten. Und wir haben auch natürlich sorbische Künstler, zum Beispiel der Jan Buck, das ist ein, das ist ein sehr moderner Künstler, der wirklich auch moderne Kunst gemalt hat.
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Und dann nutzen wir gerne das Programm, was uns Bilder erzählen. Und das ist immer wieder interessant, wie sich Kinder wirklich entspannen und fokussiert die Kunst wahrnehmen und selber dann malen. Da sitzen wir ja auf dem Fußboden mit lauter Buntstiften drumrum und da können wirklich egal welche Klasse, welche Schule oder Hort Gruppe egal. Also das ist immer wieder schön zu sehen, dass sich Kinder noch so entspannen und auch wirklich konzentriert arbeiten können.
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Ganz in Ruhe, eine ganze Stunde. Und da können wir dann wir machen auch Klangbild und daraus, das heißt, dass die Kinder erst mal sich ein Bild aussuchen, dann malen oder auch selber was dazu malen. Und später sollen sie das Bild beschreiben. Und da haben wir auch verschiedene Klangelemente, was sie nutzen können und mit einbauen können. Wenn Sie Ihre Geschichte dann vorstellen und das ist immer wieder schön, auch ja und dann werden Sie direkt inspiriert von den verschiedenen Feldern.
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Ganz genau. Sind ja auch sehr unterschiedliche Stile. Also ja, es ist ja klassisch, aber natürlich auch modern und da wollen wir die ganze Bandbreite zeigen. Auch die verschiedenen Regionen sind sozusagen verortet, ob das jetzt das Braunkohlethema ist oder was ganz Modernes oder einfach Landschaften, Geschichten, Menschen, Trachten. Also es ist vieles vertreten. Wir haben wie gesagt, auch moderne Künstler, ob das jetzt die Iris, Iris Praag ist oder Sophie Natur oder die Maja Nagel.
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Zu ihr haben wir auch. Die Sonderausstellung hat hier im Museum ganz genau und gibt es in der Region viele sorbische Künstler. Das Interessante ist es sind sind jetzt eher Frauen Bei der Eröffnung von Maja Nagel bei der Sonderausstellung, dass sehr viele sorbische Frauen gerade vertreten sind. In der Kunstszene anderswo wird es wahrscheinlich anders sein. Aber es ist gerade so, dass viele Künstlerinnen hier vor Ort sind.
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Der Jan Buck zum Beispiel, wie gesagt, war ein Künstler, der ist aber jetzt leider verstorben mit über 90 Jahren. Es gibt auch viele Laien, Künstler, die wirklich hochqualitative Sachen machen. Aber wie gesagt, diese Namen, die ich gerade benannt habe, das sind so die gängigen Künstlerinnen jetzt hier in der Region, die natürlich auch andere Sachen machen, aber aber auch sorbische Themen bearbeiten.
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Bei Führungen natürlich, wenn es deutsche Klassen sind, dann ist das eine Führung in deutscher Sprache. Natürlich bauen wir gerne auch sorbische Elemente ein, dass die Kinder was sorbische lernen können, sei es ein Tanz, ein ein Lied oder oder halt wirklich nur sorbische Begrüßung und Bitte und Danke und so was. Ansonsten, wenn es zweisprachige Führungen sind, dann ist versuche ich oder versuchen wir beide Sprachen wirklich mit im gleichen Verhältnis anzuwenden.
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Man merkt ja auch, ob die wie die Kinder reagieren. So in welchen Raum befinden wir uns denn eigentlich jetzt? Jetzt sind wir eigentlich in der heutigen Zeit angekommen. Das heißt, das Schulthema ist natürlich auch oder das Bildungsthema ist hier auch verortet. Um 2005 war eine heiße Diskussion um die Schulschließung auch hier bei uns in der Region und das war wirklich ein Diskussionsthema.
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Auch in den Sorben, bei den Sorben, weil jeder hat für seine Schule gekämpft, keiner wollte die Schule aufgeben und da musste man dann die Realschule oder wie hieß es damals noch die Schule, die Mittelschulen schließen und die Grundschulen konnten aber erhalten bleiben. Und das wird hier bisschen thematisiert, wie das damals diskutiert wurde und wie das bei den Sorben auch ankam Und war es aber, was ich gerne mit einbaue bei den Führungen ist einfach die Karte über die nationale Minderheiten in Europa.
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Es geht ja um Kultur, Vielfalt, um Sprachvielfalt, um Spracherhalt und um Förderung von verschiedenen Minderheiten. Und da sage ich gerne, dass wir Sorben gar nicht die einzige Minderheit in Deutschland sind. Das sind eigentlich ja vier anerkannte Minderheiten. Autochthone Minderheiten in Deutschland, das sind wir Sorben hier in der Lausitz. Dann sind das die Friesen, die Dänen und die Sinti Roma und wir vier sind hier in Deutschland anerkannt, verortet.
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Und dann, wenn man in Europa schaut, da sind ja noch ganz viele verschiedene andere Kulturen und Sprachen innerhalb eines Landes vertreten und die miteinander leben. Und das ist eigentlich für mich immer ein schönes Beispiel, dass man einfach diese, diesen Reichtum braucht und diese Kultur, Vielfalt. Genau. Wir laufen jetzt durch die verschiedenen Jahre. Wir haben mit der DDR sind wir gestartet, laufen jetzt endlich wieder zurück in der Geschichte.
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Das sind hohe Gänge mit Informationstexten. Können Kunst Werbung aus den unterschiedlichen Epochen, Jahrhunderten. Um das Museum zu entdecken, braucht man mindestens eine Stunde bei einer Führung. Ansonsten gerne auch eineinhalb Stunden einplanen, weil wenn man sich doch vertiefen möchte in Themen ist es ja immer schön, wenn man ein bisschen ein bisschen Zeit hat. Wie gesagt, man kann ja von einem Thema ins andere springen, Da kann man sich ja Welten öffnen sich Welten auf einmal, auch wenn Fragen kommen.
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Jetzt sind wir gerade in im Alltag und schauen uns, schauen uns ein Fachwerkhaus an, auch die Alltagskultur, wie man gelebt hat, die Alltags trachten, die Gebräuchlichkeiten in einem Leben und die Fülle an Trachten, die würde ich gerne im nächsten Raum zeigen, weil das ist enorm. Genau. Die Alltags trachten hier rechts und hier links ist mal sozusagen eine Auswahl an den verschiedenen Trachten.
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Es sind ja ganz unterschiedliche Regionen auch und da, das muss man schon ein bisschen unterscheiden und das ist das Schwierige vielleicht für Fremde, vielleicht auch gar nicht schön hör ich auch öfters, wenn man sagt Na, da sieht ja, das sieht ja komisch aus oder weil man es einfach nicht kennt und das muss man dann auch akzeptieren und sagen na ja, ich bin damit aufgewachsen, das gehört zu meinem Leben.
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Ich kenne das und andere können ja ihre Meinung haben. Das ist ja dann in Ordnung. Welche Teile gehören denn alles zu so einer Tracht dazu? Hätten wir jetzt vielleicht mal von oben anfangen. Ja, wir können von oben anfangen. Okay, da hatten wir immer einen Kopfputz, also eine Haube, immer was auf dem Kopf. Früher, also im Alltag, waren es eher Tücher, um sich zu schützen.
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Vor Sonne und für vor der Witterung. Und ansonsten sind hier Hauben ganz unterschiedliche schwarz rot, immer von der Tracht abhängig und von der Region. Dann tragen die Frauen immer eine ein Tuch, das entweder bestickt ist oder auf den Schultern getragen. Genau das wird das Tuch wird um die Schulter gelegt, auf die Schulter gelegt und mit einer Nadel festgesteckt.
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Eine Schürze trägt jede Frau entweder die um Hoyerswerda in Blaudruck auch sehr bekannt oder aber in der Region. In der Niederlausitz sind es eher feine weiße Spitzen als Faller, als Schürze. Da drunter wird ein Unterrock getragen. Ganz früher waren es mal zwei oder drei oder mehr, heute sind es unterschiedlich von der Tracht eins oder zwei. Genau. Und noch eine Bluse drunter, sozusagen ein Kittel, sagen wir hier sind ja jetzt fast nur Frauen, oder?
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Ja, andere. Ja, es gibt auch da zwei, drei andere Figuren. Das sind männliche Figuren, die auch die Männertracht ein bisschen zeigen. Allerdings muss man sagen, dass heute wirklich eher die Frauen die Trachten tragen. Und die Männertracht, die hat sich dann so gut verbürgerlicht und dann auch so ein bisschen, ähm, ja, kann man nicht mehr wirklich sagen, dass es nur rein sorbisch ist.
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Also wir haben den sorbischen Osterreiter, der trägt ja einen schwarzen Zylinder, ein Gehrock und eine schwarze Hose und Stiefel, Reitstiefel. Und so ist auch der Braschka der Hochzeitsbitter, sozusagen ähnlich in seiner Tracht. Also das ist. Aber es ist schon fast verbürgerlicht, ist jetzt nicht wirklich eine reine sorbische Tracht. Das ist bei den Frauen noch erhalten und wir tragen dann unsere Trachten zu ganz verschiedenen Anlässen.
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Auch die Kinder schon, also gerade die Mädchen. Und dann sage ich Vielen Dank, Frau Oshika, für die tollen und spannenden Einblicke hier ins Sorbische Museum und genau, was sie alles hier so anbieten. Ja gerne. Dunkel ist. Aber der Podcast hat dein Interesse geweckt und du möchtest die sorbische Schullandschaft näher kennenlernen? Dann komm mit uns auf Entdeckungstour. Vom neun und 20. September bis 1. Oktober 2021 besuchen wir Grund und Oberschulen sowie außerschulische Lernorte in der nördlichen Oberlausitz.
00:35:21:06 - 00:35:28:16
Alle Infos und den Link zur Anmeldung findest Du auf unserer Homepage www.perspektive.de.
Folge 8 (spezial): Sorbisch (er)leben in Sachsen, Teil 2/3 - Sorbisches Museum Bautzen
Mit unserer dreiteiligen Spezial-Reihe werfen wir einen Blick auf das sorbische Leben und die sorbische Kultur in Sachsen.
In Teil 2 lernen wir das Sorbische Museum Bautzen als außerschulischen Lernort kennen. Monika Oschika führt uns durch die Ausstellungsräume und gibt uns einen Überblick über die museumspädagogischen Angebote für Schulklassen und was es hier alles über die sorbische Kultur, Geschichte, Kunst, Kleidung und vieles mehr zu entdecken gibt.
Weitere Infos unter: https://sorbisches-museum.de/
Diese Folge auf Spotify, Deezer oder Itunes hören, oder direkt hier in unserem Webplayer:

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Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Perspektive Land Der Schulpodcast Spezial Wir nehmen dich mit auf eine Entdeckungstour durch Sachsen. In unseren Spezial Folgen stellen wir regionale Akteurinnen und Akteure vor. Wir zeigen dir, welche Vernetzungsmöglichkeiten und Unterstützungsangebote es für junge Lehrerinnen und Lehrer in den ländlichen Regionen gibt.
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Hallo, herzlich willkommen! Vielen Dank!
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Diesmal sind wir unterwegs in der Lausitz und geben dir Einblicke in die sorbische Region in Sachsen. In drei Folgen erkunden wir das sorbische Leben. Die Kultur und Sprache und wie diese an Schulen gelehrt und gelebt werden. In Teil eins sprechen wir mit dem Bund Lausitzer Sorben e.V. Domovina. Wir lernen die Arbeit des Dachverbandes kennen und erfahren, wie die sorbische Sprache an Schulen vermittelt wird.
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Hallo und herzlich willkommen zu unserer neuen Folge. Ich habe diesmal meine Kollegin Josi mit dabei. Hallo Kerstin, schön, dass wir zusammen unterwegs sein dürfen in der Region. Ja, wir sind jetzt im Haus der Sorben in Bautzen, beim Dachverband der Domovina. Wir haben zu Gast jetzt die Frau Jurk. Vielleicht stellen Sie sich den noch mal kurz vor. Also mein Name ist erst mal Katharina JIch bin Regionalsprecherin.
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Der Name um Ihnen. Das heißt, ich habe ein Territorium, das ist der Verwaltungsverband am Kloster. Wasser ist eigentlich mein Regionalverband. Also ich sitze hier in Bautzen. Ähm, ich bin wirklich in Koschwitz. Also es ist eigentlich so das Kerngebiet der Sorben habe ich mir im Büro und arbeite im dort mit den Menschen vor Ort. Also die Domina selbst der Domina e.V. nennt sich Domina, äh Bund Lausitzer Sorben e.V. Das heißt hier sind Domina Ortsgruppen aus den einzelnen Orten, wie auch viele Vereine zusammengefasst und ein Dachverband.
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Und dieser wählt dann ein Gremium, also einem Vorstand mit einem Vorsitzenden, den wir auch haben, der sozusagen bildet das Dach der Domina und die Domina hat aber also mehrere mehr wie 100 Vereine Ortsgruppen, die darin vertreten sind und die dann eben die Außenwirkung in der Region bringen. Und dann gibt es unter diesen Dachverband regionale regionale Verbände, Regionalverbände. Einer davon ist der ist der sorbische Name Super Micha und Hornig.
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Also das heißt, das ist der Regionalverband, für den ich tätig bin. Hier sind die Vereine im Landkreis Kamenz zusammengefasst. Jetzt bezieht sich das besonders eben auf die Kommunen des Verwaltungsverbandes am Kloster Wasser, aber auch Teile, also einzelne Ortschaften von Kamen sind zum Beispiel auch mit Teilunseres meines regionalen Verbandes. Dann gibt es hier in der Region um Bautzen einen regionalen Verband, der territorial um vieles größer ist, also der wirklich die ganzen Kommunen in Bautzen, Indigo meistens bis Weißenberg Hochkirch umfasst.
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Das gleiche gibt es einmal um Hoyerswerda. Also das sind alles Kommunen, die im so ein bisschen Siedlungsgebiet, das sind die Siedlungsgebiete in Sachsen extra und in Brandenburg formuliert, welche Kommunen dazu gehören und die im territorialen sind in vier regionalen Verbände in Sachsen und zwei in Brandenburg zusammengefasst. Und so haben wir dann die Möglichkeit, mit unserem Dachverband bis in die Orte, bis zu dem einzelnen Personen, die in einem kleinen Verein im Wort zu strahlen.
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Wir arbeiten gemeinsam und so sind eben unsere Mitglieder relativ breit gefächert aufgegliedert. Und wie lange gibt es den Dachverband schon, den Dachverband gibt es seit 1912. 2012 hatten wir 100 Jahre Dominanz. Ja, geschichtlich verschieden. Auch über die Kriegszeit in der DDR hat es eine besondere Stellungnahme. Aber ja, wir haben jetzt auch in der Nachwendezeit eine sehr gute Entwicklung erhalten.
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Wir haben viele neue Mitglieder, auch was zurzeit besonders auch in meiner Region sehr ist. Es treten viele Jugendclubs der immer mit dabei, was eigentlich ganz interessant ist, dass auch Jugendliche Jugendgruppen ja wieder den Weg in diesen Dachverband finden und auch die Nähe suchen, die Zusammenarbeit suchen, weil sie in ihren Orten oder mit ihren mit ihren Jugendlichen auch die sorbische Tradition leben möchten.
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Einmal Es ist natürlich die Tradition, auch die Sprache sprechen und dadurch durch die da auch Unterstützung erhalten, aber eben auch eine gemeinsame Plattform finden. Und was können die genau dann machen? Die Jugendgruppen? Genau. Also wenn die Jugendgruppen Mitglied sind, zum Beispiel, dann gehören sie wirklich. Also sie haben einmal wir können Veranstaltungen gemeinsam werben, bekommen direkte praktische Unterstützung, was bei Jugendlichen eigentlich am meisten ist.
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Wir geben auch eine Förderung. Also man kriegt so 10 € je Mitglied ist keine große Summe, aber für Projekte, die die sorbische Sprache und Kultur fördern. Also so unterstützen wir direkt den einzelnen Club oder verein oder wie auch immer vor Ort, dass er die Sprache und Kultur fördert. Eben mit einem Beitrag und auch für Jugendclubs sehr praktisch. Sie können Veranstaltungshaftpflicht über die Domina, also müssen Sie sind ja ich selber Haftpflichtversicherung.
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Wenn Sie Veranstaltungen in sorbische Sprache machen. Das geht zentral über einen Dachverband und das ist wirklich wie Jugendclubs ein kleiner Anreiz sagen Ja, wir arbeiten mit euch zusammen und wir haben natürlich das. Das Gute daran, das den guten Maß der Dinge, dass wir einfach auch zentral ein bisschen zusammenarbeiten können. Wann sind Veranstaltungen oder wir machen einen Regionalverband Veranstaltung, da mache ich das mit einem Jugendclub gemeinsam.
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Egal, ob wir einen neuen sorbischen Film präsentieren oder wir haben Sportwettbewerbe. Also einfach der Zusammenhalt wird gefördert. Und dadurch, dass eben Sprachräume entstehen und die Sprache so weitergegeben wird und das funktioniert, denke ich jetzt wirklich immer. Also wir haben uns sehr gut entwickelt. Ich sage, wir haben jetzt in den letzten zwei Jahren durch Poona schon auch auf dem Feld schon einige Einbußen erlitten, weil einfach große Veranstaltungen, die wir gemeinsam mit unseren Mitgliedern durchführen wollten, konnten nicht stattfinden.
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Und jetzt heißt es wieder, hoffentlich bald nach Poona, das wieder aufzubauen, die Kontakte zu pflegen. Wir haben zwar über Onlineangebote verschiedene Sachen versucht, ständig in Kontakt zu bleiben, aber natürlich war es nicht so einfach. Also es ist jetzt auch eine neue Herausforderung für uns alle, wie wir jetzt damit weiter umgehen. Wir hätten jetzt in drei Wochen in Großwitz ein großes internationales Folklorefestival, wo wirklich auf viele unserer Kulturgruppen unsere Vereine mit engagiert werden.
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Das können wir leider nicht, ja nicht stattfinden lassen. Und das ist schon so ein bisschen her. Ein ein was? Jetzt, wo wir sehen müssen, wie wir unsere Arbeit auf weiterführen. Und gibt es denn eine Möglichkeit, das anders zu machen? Diese größere Veranstaltung also wir haben, wir haben, wir hatten viele Ideen, wir haben auch eine kleinere regionale Variante jetzt lange diskutiert.
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Das Problem ist, wenn man einmal ein relativ hohes Niveau eines Festivals hat, das allen gerecht und runter zu schrauben, ist schwierig. Wir versuchen jetzt, verschiedene andere kleine Veranstaltungen durchzuführen. Die Veranstaltung kann wirklich bis die ist erst wieder 23 dann das so ein Großprojekt ist, dass wir das nicht jedes Jahr machen müssen, weil wir sind die Orte und alle unsere Mitglieder etwas überfordern.
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Aber dann wird mit der 23 und jetzt versuchen wir durch kleine Sachen, kleinere Projekte eben auch wieder besonders in Kontakt mit unseren Mitgliedern zu treten. Sie haben ja gerade erzählt, dass Sie viel mit Jugendgruppen jetzt zusammenarbeiten und verschiedene Veranstaltungen machen. Was sind denn noch so die Aktivitäten von und Domina? Also gibt es auch für Nichtmitglieder Angebote? Ja, also die Domina ist einmal, also wirklich die politische Vertretung der Sorben.
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Also der Dachverband ist wirklich auf einen höherem Gremium und dann freut sich das. Also wir arbeiten kulturell, wir kümmern uns, egal ob um kleine Dorfmuseen von Sorben mit oder um künstlerische Ausstellungen. Also durch die vielen Vereine, die, die da. Immer wieder umfasst es wirklich das Spektrum von Kunst, Kultur, Wissenschaft und direkten Projekten. Also wir sind arbeiten ich nie nur als Projektmitarbeiter.
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Wir machen Projekte, wir. Am Wochenende war jetzt ein kleines Projekt, wo sie sich um. Um das Sticken von Trachten gekümmert haben. Also das, was weitergegeben wird oder eine Komponierwerkstatt. Also wirklich das praktische Dinge ähm sorgen und auch nicht so um neue Mitglieder weiter gereicht werden, damit die die Sprache und die Tradition weiterlebt. Also und das ist wirklich das ist der Gesamtpunkt, der ist so breit gefächert, dass wir wir können nicht alle sparten irgendwie, aber wir haben ein Sprachzentrum mit in der Domina, also Abteilung angegliedert, also wirklich, wo es um Erhalt der Sprache und Kultur geht.
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Das klingt spannend. Wir haben heute schon gelernt es gibt ja ober sorbisch und nieder sorbisch. Aber was ist denn die Besonderheit? Wie unterscheidet sich das? Also unterscheidet sich grundsätzlich sind wirklich zwei separate slawische Sprachen haben natürlich viele Zusammenhänge, aber das ober sorbisch ist eher angenähert im Tschechischen, wohingegen das nieder sorbisch auch territorial veranlagt, eher dem Polnischen neigt, also dass man die polnische Sprache besser verstehen kann oder Sorbisch lernen.
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Auch einige Polen besonders Zurzeit haben sie in Cottbus jede Menge Sprachkurse, weil in Brandenburg hat die Ferien Anfang sind dort jetzt zwei Wochen intensive Sprachkurse, weil die sorbische Sprache wirklich nicht mehr so viele Sprecher hat. Besonders auch im mittleren Alter. Also Kinder, lernt schon die Sprache durch viele der Gruppen in den Kindergärten, in den Schulen. Aber dort ist schon ein relativer Bruch in der mittleren Generation, dass dort sehr viele Sprachkurse notwendig sind.
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Im Ober Sorbischen gibt es auch jede Menge Angebote für Sprachkurse. Wir versuchen auch in den Kindergärten, also von. Also eine vollkommene Immersion, dass die Sprache von Anfang an mit gesprochen wird, dass die Kinder das zweisprachig aufwachsen und das dann weitergeben. Also dann der der Schulweg, ja sorbische und und Oberschulen auch ein komisches Gymnasium und wir haben eine zahlreiche Schulen, wo so manche, wo die sorbische Sprache mit unterrichtet wird als Zweitsprache oder dann auch als Fremdsprache.
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Also da gibt es unterschiedliche Status der Sprache, an den Schulen unterrichtet wird. Sie haben ja jetzt schon das Thema Schulen angeschnitten, genau wie es sind. Also wie sieht denn eine Zusammenarbeit mit den Dachverband und Schulen überhaupt aus in der Region? Also es ist eigentlich ein eng, also wir versuchen viele unsere Lehrer sind auch Mitglieder. Wir selber sitzen jetzt grad im Sitzungsraum, der den Sorbischen Schulen Verein angegliedert ist.
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Oder hier sitzt die Verwaltung des Sorbischen Schulvereins. Der Sorbische Schulverein kümmert sich nicht nur um Schulen, aber er ist selber Träger von sieben Kindertagesstätten, fünf in der Oberlausitz, zwei in der Niederlausitz und ist immer mit einem intensiven Kontakt und Austausch mit den Schulen, mit den Grund und Oberschulen, mit den Lehrern hat auch viele Lehrer in seiner Mitgliedschaft. Also die Mitglieder des Schulvereins sind größtenteils 80 % Lehrer, die mit Ja zur Weitergabe der Sprache an den Schulen führen.
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Und durch das mit der Sprachzentrum ist auch also das hat auch eine enge Zusammenarbeit mit den Schulen und dadurch für das zwei plus Konzept ja das eine Konzeption zur Erlernung der Zweisprachigkeit oder beide Sprachen parallel zwar erlernt wird, dadurch sehr gefördert. Sie haben das ja jetzt gerade schon angesprochen, das Zwei plus Konzept. Können Sie das noch mal kurz erklären?
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Oder auch generell, wie das Sorbische an den Schulen unterschiedlich gelehrt umgesetzt wird? Genau. Also mir haben einige eigentlich hier in Sachsen sechs sorbische Grundschulen, die direkt als sorbische Schule gelten. Hier erfolgt eine Alphabetisierung in Sorbisch. Teilweise sind auch Klassen dabei, wo einfach in ang vermittelt viertgrößte, aber zwei plus heißt eigentlich, dass eine sorbische Alphabetisierung als erstes oder als zweites neben der deutschen Alphabetisierung also die lernen wirklich vom ersten Tag an die Kinder erst das sorbische Alphabet und parallel das deutsche.
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Und so ist es eben auch mit dem Schreiben und dem Lesen. Also dass wirklich ein großer Anteil der sprachlichen Fächer in den ersten Klassen das Sorbische ist und die Kinder lernen. Ich kann aus persönlicher Erfahrung sagen, dass deutsche genauso parallel mit und können zum Abschluss der ersten Klasse beide Alphabete und das ist eigentlich ja die Besonderheit, dass die Sprache nicht extra gelehrt wird, sondern parallel, dass man guckt.
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Man lernt die Buchstaben in Sorbisch. Wie wendet sie aber gleichzeitig auch im Deutschen an, dass man da wirklich beide Sprachen gleich und gemeinsam lernt. Hinzu kommt, dass Fächer wie Mathematik oder später auch Biologie und andere Fächer auch sorbisch unterrichtet werden, zumindest bis zu einer gewissen Klassenstufe sieben acht sie höher, dann wird das Vokabular schwieriger. Dann teilweise sind auch nicht mehr leider so viele Lehrer da, dass es auch in Deutsch unterrichtet wird, aber sonst immer zweisprachig.
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Dass Kinder alle sorbischen Begriffe lernen und die Deutschen natürlich auch, dass sie vom Abschluss her also jedem anderen deutschen Schüler gleich sind. Und da haben wir eigentlich ganz gute, erprobte Praktiken. Und ja, das funktioniert sehr gut und zurzeit. Wir brauchen aber viele sorbische Lehrer, Auch diese Zwei plus System und die Zweisprachigkeit ist eine besondere Herausforderung im Idealfall gibt es dann ein Team Teaching, das heißt, in einer Klasse unterrichten zwei Lehrer, einer ist der sorbische Ansprechpartner, andere hilft als Einzelner oder es macht dann die Übersetzung ins Deutsche und dann zeigt die Vokabeln ins Deutsche, so dass die Kinder wirklich beides lernen und ja, auch gefördert werden, sodass wir auch die Möglichkeiten haben, Kinder, die nicht von
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zu Hause aus Muttersprachler der sorbischen Sprache sind, mit in den Klassen zu integrieren und mit ihnen gemeinsam die solche Sprache zu erlernen. Das ist territorial, von Ort zu Ort sehr unterschiedlich, auch wie die Ausgangssituation der Kinder ist. Also ich lebe und wohne in Koschwitz oder im Nachbarort, nur nicht und da haben wir noch ein sehr gutes. Also wir haben ein hoher Anteil an muttersprachlichen Kindern, so dass wir es eigentlich schaffen.
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Unser Direktor sagt immer 75 % und 75 % Muttersprachler sind schaffen wir 25 %, die zu Hause nicht die deutsche Sprache auf einem sehr hohen Niveau sorbisch zu alphabetisieren. Also kostet es halt bis in die Besonderheit, dass es nur eine rein sorbische Schule ist. Also es gibt nur Klassen, die muttersprachliche Alphabetisierung, bei anderen wird das teilweise ein bisschen aufgeteilt. Das ist immer auch abhängig von den Voraussetzungen, die vorhanden sind.
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Das war jetzt dieses Modell zwei plus. Genau. Und dann haben Sie gesagt, es gibt auch noch Schulen, die sozusagen Sorbisch als Fremdsprache dann auch wieder, also man nennt das so ein bisschen aus der Vergangenheit bei Sorbisch, also die erlernen die Sprachen in Bayern, die werden nun mal deutsch mehr alphabetisiert, erlernen aber die sorbische Sprache in einigen Stunden. Ähm, ja mehr wie eine Fremdsprache.
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Genau. Okay, und haben Sie da auch eine Zahl, wie viel Schulen es da gibt? Sind das nur Grundschulen oder wird das weitergeführt? Das sind auch weiterführende, zum Beispiel wichtig es sind Einzelne und ich habe kleiner immerhin geschafft die Karte mit solchen, weil es sind wirklich jede Menge also schätzungsweise über 20. Aber ich will mich eigentlich hier nicht auf eine Zahl festlegen, weil das ist auch vom Modell her unterschiedlich.
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An Schulen, aber relativ breit gefächert. Und sie sagt, man braucht viele Lehrer für Sorbisch. Wo kommen die denn her? Ja, wir haben schon, ähm, also wir haben ein wichtiges Gymnasium, muss man sagen. Und wir versuchen dort wirklich viele Absolventen zu werben. Wir haben da auch besondere in Sachsen, ja, besondere Voraussetzungen, dass man da sogar ein Bonus für den NC bekommt, was besonders nicht oft, aber also man es wird wirklich die Der Lehrerberuf wird jedes Jahr den Schülern vorgestellt beworben.
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Aber wir brauchen nicht natürlich nicht nur Sprachlehrer für die sorbische Sprache. Aber wenn wir die Sprache in allen Fächern anbieten wollen, müssen wir natürlich sehen, dass auch unsere Lehrkräfte Mathematik, Fachgebiete, Kunst, andere Sachen studieren. Und da ja immerhin ist, sind auch immer Absolventen abhängig. Und wie viel kommen dann vom Studium wirklich mit dem Beruf? Das ist leider nicht so einfach.
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Wir haben auch viele hier, einige Quereinsteiger jetzt oder nie noch mal den Beruf nachträglich wiederholt haben, so dass wir ja versuchen, schon jedes Jahr Lehrer zu bekommen und zu erhalten. Attraktive Schulen. Ja, Um Lehrer zu gewinnen und zu behalten, brauchen wir attraktive Schulen. Und da ist auch die Domina, ein starker Vertreter, der sich dafür einsetzt, dass unsere Schulen auch Gelder bekommen, damit sie ihre Attraktivität steigern können.
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Egal ob vom Bauherr oder auch konzeptionell zurzeit. Das sind alles normale staatliche Schulen. Aber wir versuchen schon auch durch unsere Netzwerke, uns so für den Lehrerberuf zu werben und diese dann auch wieder zurück in unsere Heimat zu gelangen. Sie haben jetzt gesagt, es braucht attraktive Schulen. Was ist denn aus Ihrer Sicht auch noch an der Region? Interessant, dass wirklich Lehramtsstudierende Lust haben, hierher zu kommen.
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Genau. Also es ist schon dieses Einmal. Diese Verbundenheit und die Sprache zeigt, dass man nicht nur Lehrer ist und studiert. Aber man hat auch viele kulturelle Besonderheiten neben dem schulischen Nehmen. Also man muss schon sagen, hier bei uns, bei den Sorben, man ist verbunden und man sieht auch, man kann vereinzelt Tätigkeiten, man hat viele kulturelle Aspekte, genau, wenn man hier lebt und ansiedelt.
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Ich denke, man kann da sehr gut in eine Gemeinschaft finden und hier etwas gemeinsam bewirken. Und das gemeinsame Ziel, der Erhalt und die Förderung der Sprache und Kultur, denke ich, schweißt auch zusammen und sagt also, dass man sich dann auch für die Region engagiert und hier gut zusammenleben kann. Und Sie sprechen damit auch jetzt explizit nicht nur Menschen an, die von hier kommen, die sowieso einen Bezug zu der Region haben, sondern auch ganz offen sozusagen die sind wir also in diesem Sinne sehr offen.
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Und es gibt auch viele, ja, wir nennen es bei uns gemischte Ehen, weil es gibt ja dann meistens den sowieso Muttersprachler und dazu kommt ein Partner, der vielleicht nicht auch hier nicht geboren ist, der die Sprache nicht gelernt haben, der sie gerne lernt. Also unsere Erfahrung zeigen, dass Personen, die vom weiter weg hier in die Region kommen, oft sehr viel offener für die Sprache sind, wie die hier geboren wurden und nicht die Sprache von Kind, einer erlernten.
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Also das ist so ein bisschen unsere Erfahrung, dass mir wirklich viele und ich denke also auch wenn ich jetzt meine Vereine und oder Ortsgruppen der Domina vor Ort sehe, dass sie gern auch von außerhalb jemanden mit einbeziehen. Das klingt alles super spannend. Ich glaube Kerstin ich haben super viel in der kurzen Zeit jetzt lernen können und mitnehmen können.
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Frau Jörg. Vielen Dank für das Interview. Und ja, ich denke, wir sehen uns wieder wieder. Irgendwann zum Ende. Vielen Dank! Der Podcast hat dein Interesse geweckt und du möchtest mehr über das Sorbische erfahren? Dann freu dich auf die zweite und dritte Podcastfolge. Teil zwei führt uns in das Sorbische Museum Bautzen. Im dritten Teil werden wir mit der Sorbischen Oberschule Ralwitz einen Blick in die schulische Praxis Und wenn du mehr über die sächsische Schullandschaft oder allgemein die Angebote von Perspektive Land erfahren möchtest, dann schau doch einfach mal auf unserer Homepage vorbei www.perspektive minus land.de.
Folge 7 (spezial): Sorbisch (er)leben in Sachsen, Teil 1/3 - Domowina (Bund Lausitzer Sorben e.V.)
Mit unserer dreiteiligen Spezial-Reihe werfen wir einen Blick auf das sorbische Leben und die sorbische Kultur in Sachsen.
In Teil 1 erfahren wir von der Domowina (http://www.domowina.de/witajso-witajce-willkommen/), wie sie als Dachverband sorbisches Leben in der Lausitz fördert. Außerdem lernen wir die verschiedenen Konzepte kennen, wie die sorbische Sprache an Schulen in der Region gelehrt wird. So viel vorab: Nachwuchslehrkräfte werden auch hier dringend gebraucht!
Diese Folge auf Spotify, Deezer oder Itunes hören, oder direkt hier in unserem Webplayer:
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Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Perspektive Land der Schulpodcast. Wir nehmen dich mit auf eine Entdeckungstour durch die sächsische Schullandschaft. In diesem Podcast erfährst Du, wie vielfältig Sachsens Schulen sind und welche besonderen Konzepte und Ideen dich hier erwarten. Heute mit Christoph Kober von der Oberschule Hans Pelzig Klingenberg. Praktika absolviert. Staatsexamen Arbeit geschrieben. Abschlussprüfungen bestanden. Was folgt, ist der nächste Schritt auf dem Weg zur Lehrerin, zum Lehrer.
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Das Referendariat bzw der Berufseinstieg ist eine besonders spannende Phase, die mit vielen Fragen verbunden ist. Welche Region? Welche Schule? Zurück in die Heimat oder auf zu neuen Ufern? Von erfahrenen Lehrkräften lernen und eigene Wege gehen. Ich spreche heute mit einem jungen Lehrer über seinen Berufseinstieg. Christoph Kober war Stipendiat im ersten Durchgang des Sachsen Stipendiums und hat im vergangenen Jahr an der Oberschule Hans Pelzig in Klingenberg sein Referendariat abgeschlossen.
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Heute stellt er uns seine Schule vor und erzählt von seinen Erfahrungen als Berufseinsteiger in einer sächsischen Bedarfsregion. Ja, hallo und herzlich willkommen, Christoph. Hallo. Schön, dass du da bist. Wir nehmen ja heute wieder aus der Distanz auf. Also ich aus Dresden und du aus, Wo? Ich bin in Freital. Bei mir zu Hause. Also so halb ländlich, halb städtisch.
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Und freue mich, dass ihr mich eingeladen habt. Und dass wir heute reden können. Ja, zu Beginn hätte ich zwei Satzanfänge für dich, die ich dich bitten würde, zu ergänzen. Der erste ist Schule bedeutet für mich, gemeinsam mit jungen Erwachsenen einen wichtigen Teil ihres Lebens zu gehen. Sehr schön. Schule ist ja nicht nur ein Ort, in dem man Stoff Wissen vermittelt im Sinne von Fakten lernen und auswendig lernen und dann mal Prüfung machen wiedergeben.
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Sondern Schule ist auch ein Ort, an dem Lernen ganzheitlich stattfinden soll. Wir haben ja das soziale Lernen. Wie komme ich mit anderen Menschen aus? Auch die ich nicht so sehr vielleicht mag, die mir vielleicht auch unsympathisch sind. Das begegnet im Alltag und ich denke grad junge Erwachsene fünfte bis zehnte Klasse, die heranreifen, brauchen jemanden, der sie an die Hand nimmt, bildlich gesprochen.
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Und diesen Weg mit ihnen geht. Ja, der zweite Satz ist Ich gehe gerne in die Oberschule Hans Poelzig Klingenberg, weil ich finde, dass es dort ein sehr gutes Schulklima gibt zwischen den Schülern, zwischen den Lehrerinnen. Ich ein aufgeschlossenes Kollegium habe, das mir sehr viel Input gibt, sehr viel beigebracht hat und noch beibringt, aber auch aufgeschlossen für Neues ist, das ich sozusagen mit rein bringe.
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Ja, da werden wir vielleicht nachher noch ein bisschen mehr drüber sprechen. Genau, um das so ein bisschen noch mal rund zu machen. Stell doch dich noch mal kurz vor und auch deine Schule. Also was gibt es da so allgemein zu sagen? Okay, also ich bin da. Christoph Kober Ich bin auch 30 Jahre, mittlerweile schon und bin fertiger Lehrer.
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Mittlerweile für das Lernen Oberschule. Meine Fächer, die ich aktuell unterrichte, sind Deutsch, Geschichte und Ethik. Wir kennen uns, das sollte man vielleicht auch sagen. Durch das sechste Stipendium. Ich bin ja die erste Riege der Sachsen Stipendiaten und dadurch haben wir uns sozusagen kennengelernt. Sag doch noch mal kurz zu deiner Schule Wo liegt die? Wie groß ist die? Wie viele Schülerinnen und Schüler usw.
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Wie du schon sagtest, ich gehe oder stehe, ich arbeite an der Oberschule Hans Völllig in Klingenberg geht und auch irgendwie dann schon zur Schule. Die sind in einer mittlerweile würde ich sagen für eine ländliche Region mittelgroße Schule. Wir haben. Ich habe gestern noch mal in die Schule Datenbank geschaut. 339 Schülerinnen sind aktuell zwei 1/2. Zügig sind 26 Lehrerinnen und aktuell zwei Referendarinnen und unser Name kommt daher, dass wir die Talsperre Klingenberg in der Nähe haben.
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Und der Architekt dieser Talsperre hieß Hans Poelzig und das haben wir als Anlass genommen, diese Schule nach zu benennen. Wir liegen mitten im Thüringer Wald. Wenn wir rausgehen, haben wir den Wald fast direkt vor der Haustür. Wir haben eine sehr gute öffentliche Anbindung nach Dresden. Unser Bahnhof hat eine direkte Strecke in 30 Minuten von Dresden Hauptbahnhof nach Klingberg ohne umzusteigen.
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Von Dutzend nur fünf Minuten Schulweg zu Fuß. Wir sind gut mit dem Auto erreichbar. Über verschiedenste Bundesstraßen und sind damit und haben damit die Möglichkeit, schnell, relativ schnell in der Stadt zu sein für den ländlichen Raum. Aber wir sind halt mitten im grünen Naturschutzgebiet. Auch an der Wald. Ja, jetzt hast du schon ein bisschen was zur Schule gesagt.
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Bevor wir jetzt so zu unserem Schwerpunktthema heute kommen, das ist ja das Thema Berufseinstieg, würde ich gerne noch ein bisschen mehr über die Schule erfahren. Also ein bisschen was hast du jetzt schon gesagt? Gibt es noch so was, was die Schule besonders ausmacht oder auch, was dir dort besonders gut gefällt? Genau. Was man vielleicht sagen muss, dass wir keine Schule sind, die jetzt besonders neue oder innovative Konzepte fahren, was das ja alle betrifft.
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Was wir aber haben, ist ein Konzept, was sehr auf Kultur und auch Bewegung abzielt. Wir haben sehr großen Hof, haben 5000 Quadratmeter großes Schulhof. Wir haben dort Sportanlagen, wir haben zwei Fußballplätze auf dem auf dem Hof. Wir haben die Möglichkeit, dass Schüler Tischtennis spielen können. Wir haben Volleyball, ein Volleyball, Platz auf den Hof und haben entsprechend auch Gerätschaften.
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Und da ist dann auch während der Hofpause auf dem Fußballplatz immer ein reges Treiben und die Tischtennisplatte wird genutzt. Wir haben die Sitzmöglichkeiten und alles auch sehr schön im Grün. Wir haben, was auch die Bewegung die Gesundheit betrifft, einmal im Jahr einen Waldlauf. Da trifft sich dann die ganze Schule und jede Klasse hat halt eine bestimmte Strecke zu absolvieren.
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Für die kleineren Klassen ist es eher eine kurze Strecke. Ich glaube, die Großen müssen dann schon ihre 3000 Meter oder so was am anderen laufen und auch Lehrer mit. Zumindest die, die nicht abgestellt sind. Als Streckenposten. Wir haben viele Wandertage. Bis zur letzten Schulwoche sind die Schüler eigentlich immer unterwegs. Die Jungen, die Fünftklässler zum Beispiel erkunden, dann die Gegend, schauen Was hat eigentlich die Talsperre Klingenberg mit unserem Namen zu tun?
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Dass wir den Bezug herstellt, dass dieser Bezug hergestellt wird. Und wir haben auch generell viele Sportveranstaltungen. Also unsere Sportlehrer sind da hinterher, dass da die ganzen Sportveranstaltungen, die der Freistaat anbietet, dass da unsere Schule auch mit vertreten ist. Des Weiteren haben wir ein gutes kulturelles Programm. Wir haben beispielsweise einmal im Jahr einen Weihnachtsmarkt, den die Schüler durchführen. Da kommt dann die Großeltern, die Eltern.
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Es werden kleine Dinge für die Klassenkasse verkauft. Die Fünftklässler studieren ein Musical ein, wo sie wirklich singen, tanzen, Theaterspielen und das wird dann den Eltern präsentiert. Auch die zehn Klasse studieren im Musikkurs dann in der Regel ein Musical ein. Was sich die Schule dann anschaut. In den letzten Wochen, sofern eben keine Pandemien dazwischen kommen, das muss man dazu sagen.
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Das ist jetzt alles leider ein bisschen gehänselt und wir legen großen Wert als Oberschule auf Berufsorientierung. Das ist, denke ich, die die Kernkompetenz, die eine Oberschule mitbringen soll. Wir halten eine Berufsmesse in der Schule ab, wo sich die Betriebe in der Region vorstellen können. Wir haben die Berufswahl Pass, wo die Schüler rausfinden in bestimmten Arbeitskreisen. Was macht eigentlich mein Charakter aus?
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Was interessiert mich? Welchen Beruf möchte ich eigentlich oder oder Welche Beruf interessiert mich? Was kann ich dafür tun, um dieses Ziel zu erreichen? Und sind auch vernetzt mit den Betrieben in der Umgebung. Und das ist schon richtig viel, was du jetzt erzählt hast. Wie ist es denn so aktuell? Du hast jetzt schon gesagt, wenn keine Pandemien dazwischen kommen, wie?
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Wie erlebst du das aktuell? Die Herausforderungen für deine Schule und wie geht ihr damit um? Es ist eine schwierige, eine ungewohnte Situation, vor allem am Anfang gewesen. Wir haben ja von jetzt auf nur die das Lernen vor Ort umgestellt oder umstellen müssen ins Homeschooling. Was ich erst mal sehr positiv fand, ist, dass meine Kollegen alle mitgezogen haben. Es wurde ja für viele Schulen dieses das Landtags, also die sächsische Lernplattform, neu implementiert in den Schulalltag.
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Ich habe diese Lernplattform schon aus meinem Referendariat mitgebracht, also die Ausbildungsstätten der ausbildung arbeiten damit und ich fand das Grundkonzept nicht schlecht, um bestimmte Dinge zu verwalten. Gerade diese Idee, jeder Lehrer hat eine dienstliche Mailadresse war etwas, was ich sehr positiv fand und deswegen hatten meine Kolleginnen und Kollegen dort schon einen Vorlauf von einem halben Jahr. Geplant war eigentlich, dass wir uns das erst mal anschauen und dann einzelne Klassen mit hineinnehmen.
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Zwei, drei Stück aus den zwei, drei Stück wurden dann eben 14, von heute auf morgen ist ungefähr. Das große Problem liegt, denke ich in der ländlichen Infrastruktur. Ähm, in einigen Ortschaften haben wir sehr schlechtes Internet. Es haben nicht alle oder Zum Anfang der der ganzen Sache hatten nicht alle Schüler genügend Geräte, um eben digital zu arbeiten. Das macht es, dass das macht es sehr schwer an Videokonferenzen zu arbeiten und diesen Unterricht, ich sage mal eins zu eins digital zu übertragen.
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Ein weiterer. Eine weitere Schwierigkeit ist, dass die Motivation sehr stark nachlässt, um umso länger man natürlich alleine zu Hause lernt, desto weniger Lust hat man da zu erlernen. Ist ja oder? Funktioniert ja nur in einem Miteinander. Das funktioniert nur auf einer gewissen sozialen Ebene mit Personen im Austausch mit den Lehrern, mit den Schülern. Und die Schule ist denke ich, für die für die Kinder und für die Jugendlichen ein sehr wichtiger Ort, weil sie da auch ihre Freunde treffen.
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Dieses soziale Lernen, was ich am Anfang angesprochen habe, was dort eine große Rolle spielt, findet im Großteil des Tages in der Schule statt, weil dort Kinder und Jugendliche zusammengewürfelt sind. Aus unterschiedlichsten Häusern mit unterschiedlichsten Interessen. Und die müssen dort irgendwie lernen, zusammen diesen Tag zu überstehen. Gemeinsam mit demjenigen, der da vorne steht und der versucht was zu vermitteln.
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Und das denke ich, das fehlt und alleine vom Schreibtisch zu sitzen und sich versuchen irgendwas beizubringen, was außen auf ihr Blatt steht mit Aufgabenstellung, die von allen gut gemeint sind, die auch viel erklären. Also die Kollegen haben sich wirklich bemüht, alles, was dort an der Tafel eigentlich im Gespräch passiert, aufzuschreiben. Zunächst damit alle Schüler die Möglichkeit haben, das auch irgendwie sich anzueignen.
00:11:35:19 - 00:12:04:08
Das ist, denke ich, eine große Schwierigkeit. Was sich auch jetzt noch nachwirkt in dem Wechsel und nicht das merkt man. Ein Schüler hat natürlich jetzt zu Hause die Möglichkeit auszuschlafen, zu lernen, wann sie möchten, das zu lernen, was sie wollten, in einer bestimmten Reihenfolge. Also dieser starre Fächerkanon, wann ist welche Stunde wurde ja damit aufgehoben. Und ich denke, da kann man Positives ummünzen auch schon mal zu geben mit in.
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Aber man merkt schon, dass es den Schülern jetzt auch wieder schwer fällt. Das zeitliche Aufstehen. Bei uns fängt die erste Stunde 7:15 an, das ist sehr zeitig, ist aber aufgrund der Busse nicht anders möglich und da merkt man schon, dass die da ein großes Problem haben, wieder in diesen Alltag zu finden und und auch die Motivation sich sehr schwer wieder greifen lässt.
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Gibt es so gute Lösungen, die ihr gefunden habt, damit umzugehen? Vielleicht auch im Kollegium? Also die Kollegen sind alle extrem bemüht im Unterricht digital zu verlagern. Wir haben zum Beispiel für unsere Schule festgelegt, weil das für viele Eltern der Wunsch war, dass alle Aufgaben für eine Woche am Samstag für die Eltern abrufbereit sind. Das hat dem Grund, dass viele sagen gerade Jüngeren, wir müssen unseren Kindern helfen, den Tag zu strukturieren Wann mache ich was Ich denke?
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Das ist aus der Ferne schwierig. Man kann natürlich sagen, man gibt die Aufgaben rein und erarbeitet auf den Stundenplan ab. Das Problem, das ich dabei sehe, ist Der eine Schüler ist schon mal schneller, der andere ist es langsamer. Der braucht einfach ein bisschen mehr Zeit zum Lernen, was ja vollkommen in Ordnung ist, denn es sind alles Menschen mit verschiedenen Eigenschaften und es ist schwer dort zu sagen okay, ich plane jetzt diese Stunde oder diese diesen, diesen, diesen Zeitraum von beispielsweise Deutsch in der fünften Klasse fünf Stunden.
00:13:31:20 - 00:13:50:05
Und das versuche ich aufzuteilen auf verschiedene Tage. Ja, deswegen haben wir gesagt, die Eltern kriegen das ab Samstag. Das funktioniert im Großteil. Ausnahmen gibt es immer, dass man mal was nicht schafft. Und die können dann mit den Schülern oder mit den Kindern gemeinsam das Ganze planen und sich takten, wie sie es brauchen, weil ja auch die Eltern schon arbeiten.
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Die sitzen zu Hause die Kinder und müssen sich jetzt motivieren. Ja, ich denke, das war ein Anfang am Anfang. Ein bisschen schwierig läuft jetzt mittlerweile gut. Was gut läuft, ist, denke ich, die Kommunikation. Die Kollegen sind mit Email in Kontakt, Landtags hat einen eine Art Messengerdienst mit angeknüpft, wo die Kollegen dabei sind. Die ersten Kollegen haben jetzt auch in letzter Zeit versucht, Lernvideos zu erstellen.
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Euch auch mit. Dazu habe ich mich gut herangetraut, weil das ja etwas ist, was man vielleicht auch in der Ausbildung mal mit hat. Also an Beispiel als aber eben sehr kurz mal eine Stunde oder so was. Da haben sich die Kollegen auch nach und nach an getraut. Die Videokonferenzen wurden zunehmend mehr, nachdem es mal so eins zwei Vorreiter gab und man sich dann ausgetauscht hat.
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Wie kann man so eine Videokonferenz eigentlich aufbauen, was aber beispielsweise nicht oder nur sehr schwer funktioniert, ist eben wirklich diesen Unterricht, was ich sagte von der Klasse in die Videokonferenz zu übernehmen, weil also ich habe es auch nie geschafft, das in meiner Klasse alle 24 Kinder zeitgleich da waren um irgendwas zu besprechen. Da hat das Internet nicht funktioniert.
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Da hat das Geschwisterkind gerade den Laptop gebraucht. Dann gab es also die Möglichkeit, sich Laptops auszuleihen. Dann muss aber natürlich die das Datenvolumen auch wieder dabei sein zu Hause. Ich habe dann mit Eltern telefoniert, die sagen Hallo, bestimmtes Datenvolumen im Monat, das irgendwann aufgebraucht ist. Und das sind so die, die Schwierigkeiten. Wobei die Schüler dann trotzdem dankbar sind, da man eben diese Videokonferenz macht.
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Meine fünf haben sich dann immer super gefreut und wenn es einfach nur ein kurzer Plausch war, um die Aufgaben einfach noch mal kurz zu besprechen und da nicht so den Fokus gelegt auf Wir müssen jetzt neuen Stoff über diese Videokonferenz vermitteln. Aber das sind, das sind die Kollegen auf jeden Fall dabei, sich auch dort in diese neue neue Welt ran zu trauen.
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Gut, schauen wir noch mal aus der Schule, ein bisschen raus in die Region. Was zeichnet denn so die Region um Klingenberg aus? Genau. Wie schon gesagt, haben wir direkt vor Ort das Erholungsgebiet Naturschutzgebiet Aachener Wald. Das heißt am. Man kann dort erst mal prinzipiell super wandern gehen. Man hat Wald, hat Natur, man kann dort etwas zur Ruhe kommt.
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Man hat im Tal der Wald auch selber verschiedene Wanderwege, zum Beispiel der Weg der Lieder, den man ab wandern kann. Da stehen dann aller paar 100 Meter Tafeln mit Wanderliedern, die man gemeinsam singen könnte, wenn man möchte. Man hat einen Wald Erlebnisfahrt, wo man sehr viel um den Wald lernen kann. Es gibt einen Trimm Dich Fall für die sportliche Aktivität.
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Der Nachbarort von Klingenberg ist Grillen wurde gibt es ein Jugendfreizeithof, den man als Jugendherberge verwenden oder oder als nutzen kann? Die Fünftklässler zum Beispiel haben in der ersten Schulwoche, wenn sie in unsere Schule kommen, eine Kennenlernwoche und dabei ist eine Station der Jugendfreizeit Hof. Dort werden zum Beispiel dann bildende Maßnahmen durchgeführt. Solche Teamspiel, um einfach auch mal zu gucken, die Wer ist denn wie in der Klasse, wer über den welche Rolle in der Klasse.
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Ja die werden ja auch aus verschiedenen Grundschulen bunt zusammengewürfelt und dann muss ich erst mal wieder eine neue Struktur bilden, der diese Rolle übernimmt. Und da kann ist der Lehrer auch ein bisschen raus. Das übernimmt, dann übernimmt dann Erlebnispädagogen und wir können dann mal ein bisschen schauen, wer übernimmt denn bei welchen Spielen welche Rolle, was auch sehr interessant ist.
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Und auch den Kindern macht es Spaß. Wir haben wie gesagt die Talsperre Zentrum in der Nähe und die man auch von uns aus hinwandern kann, das mal wieder bei dem bei der Sache bewegte Schule. Wir haben den fahrt, was für Geografie auch interessant ist, wo verschiedene Gesteinsformationen und schichten man dort begutachten kann. Verschiedene kleine Dörfer drumherum, wo es nette Gaststätten gibt.
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Wenn man mal erst mal essen gehen darf, was er mittlerweile glücklicherweise der Fall ist, aber wo man auch mal sich gut erholen kann. Ja, also da bieten wir schon einige Möglichkeiten und wenn man es dann doch etwas turbulenter und etwas mal Trubel braucht, ist man dann doch schnell in der Stadt. Das klingt gut. Dann würde ich jetzt mal von der Schule noch ein bisschen mehr auf deinen Weg kommen.
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Also es soll ja auch heute um das Thema Berufseinstieg gehen. Vielleicht kannst du noch mal anfangen. Erstmal Was hat dich eigentlich dazu bewogen, Lehrer zu werden? Ähm, das fing eigentlich an in der Schule in der siebten Klasse. Wir hatten an meiner Schule auf dem Gymnasium immer eine Projektwoche am Ende der Woche, am Ende des Schuljahres eine Projektwoche. Dort konnten zum einen Lehrer verschiedene Projekte anbieten Theater.
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Manche haben was über die Menschenaffen gemacht, andere hatten spezifische Dinge gemacht. Und ich hatte ab der siebten Klasse die Idee, auch selber ein Projekt anzubieten und hab mit einem Lehrer zusammen, der mich unterstützt hat, Kampfsport angeboten. Ich mach seit 15 Jahren Kampfsport und dachte, dass es vielleicht mal was um anderen zu zeigen, was das was es bedeutet und habe das von der siebten bis zur elften Klasse jedes Jahr gemacht und hab ich gemerkt, das macht erst mal Spaß anderen irgendwas beizubringen.
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Das war so der der Grund Einstieg ob ich sagen wollte, ich möchte auch Lehrer werden. Zum anderen ist meine Mama auch Lehrerin. Ja, für Sonderpädagogik an einer Förderschule für geistige Entwicklung und von daher war ich schon seit ich klein war mit dabei und hab gemerkt, was das auch, was dann auch wieder gegeben werden kann und was wiedergegeben wird, wenn man sich für die Kinder interessiert, für die Schüler interessiert das man da auch wirklich sehr sehr viel zurückbekommt.
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Ja und das waren so zwei Gründe. Interessant wäre vielleicht noch der der Gedanke, warum Mittelschule ehramt das ist vielleicht noch. Das ist, denke ich, bei mir der interessantere Gedanke, Als ich fertig wurde. 2010 gab es nur einen Studiengang fürs Lehramt. Das war damals der Bachelor Masterstudiengang. Ich habe mich dort beworben und war 0,1 zu schlecht. Von so einem Numerus clausus und hab dann ja was anderes studiert, habe mich neu beworben, war wieder zu schlecht und hab noch mal weiter studiert.
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Und dann kam 2012 der Wechsel auf Lehramt zum Staatsexamen und dort unterteilt in Gymnasium, Oberschule und Grundschule, Berufsbildende Schule. Und eigentlich wollen ja alle aufs Gymnasium gehen, weil das Futter ist Gymnasiallehrer. Du kannst abwärts alle Schularten abarbeiten. Ich kann als Gymnasiallehrer Grundschullehrer sein, ich kann aber nicht als Mittelschullehrer ans Gymnasium gehen. Ja, das funktioniert nicht und hat damals auch nicht funktioniert.
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Und fürs Gymnasium war ich zu schlecht. Bei meinen zwei, Also mit meinen wird man 2,4 Abi und hat dann überlegt was, was, was macht man und Mittelschule wird man immer so so schlimme Sachen und da funktioniert gar nichts und die haben keinen Bock aufs Lernen und das fliegen die Tische und na ja, was man sowieso hört und ich hatte das Glück, dass ich zu der Zeit Rettungsschwimmer war und wurde eingeladen von der Klassenlehrerin meiner Mama mit einer Fahne Abschluss fortzufahren.
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Mittelschule nach Italien an den Gardasee hat dort sozusagen die Fahrt bezahlt bekommen. Das war so, sagt mein Mann und ich hab das gemacht und hab gemerkt, das funktioniert mit denen ganz gut, Die hören auf dich, du kannst mit denen umgehen, du kannst mit den nicht sprechen, warum nicht? Und hab mich dann daraufhin aufgrund dieser Erfahrung, zu der ich mich dann selber gezwungen habe, dort mitzufahren, dann doch entschieden wieder Schulamt zu studieren.
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Habe es bis heute nicht bereut, dass ich nicht aufs Gymnasium gegangen bin, sondern Mittelschule, jetzt Oberschule. Ein Plädoyer für die Oberschule? Auf jeden Fall. Das sollte man auch nicht unterschätzen. Jede Schule hat halt auch irgendwie seine Spezifika, also die, die gymnasiale Amtsstudenten oder auch die die Kollegen am Gymnasium. Die müssen halt in der elften, zwölften Klasse das große Fachwissen irgendwie den eintrichtern, um das Studium vorzubereiten.
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Die Kolleginnen und Kollegen der Grundschule, die haben natürlich dann eben das es extrem pädagogischer Geschick um zu sagen okay erst mal für die Schule zu motivieren zu sagen okay, wir müssen lesen, dann schreiben, rechnen lernen. Wir haben vielleicht in der Oberschule eher dieses ich nenne es mal sozial sind die Richtung in die soziale Arbeit mit gehen, da diese Probleme, die sich dann anbahnen, die die erste Liebe, die dann auch vielleicht irgendwie nicht funktioniert, die pubertäre Phase da komm ja unsere gerade rein sind sie in den Abschlussklassen mit dem Jungen gehen müssen und da denke ich jeder jede Lehramtsrichtung ihr Päckchen zu tragen und die Daseinsberechtigung.
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Wie ist es denn speziell jetzt mit der Oberschule? Hans Böll sich also wie? Wie lange bist du da jetzt schon? Und wie bist du eigentlich zu genau dieser Schule gekommen? Zur Oberschule Hans Bölls Ich bin nicht über euch gekommen, muss man fairerweise sagen. Das sächsische Zentrum war ja vom Land Sachsen der Versuch, Lehramtsstudenten in die Region zu locken, nach der Ausbildung, nach Bedarf und ariat.
00:23:02:11 - 00:23:41:10
Dazu gab es einmal eine finanzielle Vergütung, wie das beim Stipendium so üblich ist, und ein Begleitprogramm, das ja von euch zu sagen gestützt wurde. Und in dem Begleitprogramm gab es neben unserer Akademie, die einmal im Jahr stattfindet, und Workshops, die sehr, wirklich sehr hilfreich waren, auch ein Mentorenprogramm, so nenne ich jetzt mal ihr habt das immer genannt als Vertrauensdozenten und meine Vertrauens in die damals abgeordnete Lehrerin an der TU Dresden war, ist meine jetzige stellvertretende Schulleiterin und die hat mich damals sozusagen für ein Praktikum mitgenommen an die Schule.
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Und seitdem bin ich eigentlich mit ein paar andere Praktika an anderen Schulen dort geblieben. Ich habe dort zwei Praktika absolviert, habe mein Referendariat absolviert und bin sehr froh, dass ich dort bleiben konnte an der Oberschule. Und wow, dann hat es mich ja immer in den ländlichen Raum gezogen, weil sich das Stipendium nicht angenommen. Aber die Schule war eben immer die große Frage Und wie ist dein Einstieg an der Oberschule verlaufen?
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Also du hast schon gesagt, übers Praktikum bist du zuerst reingekommen und dann aber auch übers Referendariat. Also wie wurdest du da so aufgenommen und einbezogen? Ich wurde sehr gut einbezogen. Also es war damals schon im Praktikum so, dass ich mich schon sehr willkommen gefühlt habe. Ich war dort auch mit einer Klasse als Rettungsschwimmer mit unterwegs, da in der Schule und hat das hat sich eigentlich bis heute nicht geändert.
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Also ich hatte dann auch schon während des Referendariat nicht das Gefühl, dass ich dann zwingend also dann zum Wählen als Referendar gesehen wurde. Das ist ja bei manchen auch so die Angst, die da vielleicht in manchen Kollegen auch vielleicht problematisch, dass man hier aus dieser Rolle Du bist ja dann noch lernt rauskommt. Du wirst halt immer darauf hin dableiben, wenn du bei uns als Schule bleibst.
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Es kann in manchen Kollegen vielleicht sein, das Gefühl habe ich eben nie. Ich war dann fertig. Wenn man mal von da ariat war. Am Donnerstag das letzte Mal in der Schule, weil unser Referendariat Vertrag und ausgelaufen ist, kam am Montag wieder und es hat sich nichts geändert. Es war vom Gefühl her genau so, als man. Ich wurde ernst genommen mit meinen Ideen, die ich eingebracht habe.
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Ich habe schon im Referendariat sozusagen das Lernen mit hineingebracht. Das wurde super angenommen, sodass ich da einen sehr guten Einstieg hatte zu der Zeit und mich immer noch wohlfühle. Was war denn für dich? Oder vielleicht ist es auch immer noch besonders herausfordernd, so als Berufseinstieg als Lehrer? Ich denke mal, mein Vorteil von der Herausforderung ist, dass ich wusste, was auf mich zukommt.
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Dadurch, dass meine Mama ja auch Lehrerin ist, weiß ich, was das Arbeitspensum bei den für bleiben oder Hingehen wollen da mitschwingt. Im Lehramt oder allgemein als Lehrer, weil es ja nicht nur das Ich stelle mich vor die Klasse versucht und 45 Minuten den irgendwas zu erzählen und dann gehe ich wieder sondern es ist ja es ist ja mehr.
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Es ist ja die Vorbereitung, sich zu überlegen, was macht man dann? Ist es in der Klasse, dann funktioniert das natürlich, was ich mit belegt hat nicht, weil da irgendwas dazwischen kommt und in der Pause irgendwas war, was man jetzt unbedingt mit einbinden muss. Und dann ist es ja die Nachbereitung. Das heißt, vom Arbeitspensum her war mir klar, was auf mich zukommt, weil meine Mama hat immer abends gesessen und gearbeitet, auch obwohl ich kleiner war, weil da Mittags war ich halt dran und von daher fiel mir das relativ leicht, zumal ich zwischen Studium und Referendariat hat man ja noch damals ein halbes Jahr Luft gehabt, in dem man irgendwas machen konnte oder auch nicht, je nachdem.
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Und ich bin damals in an eine Schule gegangen in Freital und habe dort ein halbes Jahr Vertretungslehrer sozusagen gemacht mit 20 Stunden. Also das ist fast das fast das komplette Pensum, an was ein was ein Lehrer mit Vollzeit abdeckt. Das Vollzeitbudget beträgt 26 Stunden Präsenz vor der Klasse und ich habe davon 20 Stunden abgedeckt. Es war also schon relativ nah dran.
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Das ist ein bisschen mehr, als der Referendar in der Woche zu leisten hat. Und von da fiel mir das vom Arbeitspensum relativ einfach. Ich denke, was die Herausforderung am Anfang war, ist jetzt wirklich diese absolute Verantwortung zu haben vor der Klasse. Vorbereitungsdienst kann man immer noch sagen okay, wenn was schiefgeht, Keiner, Irgendein anderer vielleicht noch nicht, wenn ich nicht mehr da bin.
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Aber jetzt bin ich halt da. Jetzt habe ich die Verantwortung und die große Verantwortung und das richtige Ankommen. Vielleicht sollte man das so sagen, war erst im Schuljahr diesen Jahres. Ich habe zu diesem Schüler meine eigene Klasse bekommen und das war der Punkt, wo ich mich auch richtig für das bin ich richtig angekommen. Ja, weil zwischen Vorbereitungsdienst und Beginn der der regulären Arbeit als Lehrer waren halt halt ein Wochenende dazwischen und man konnte das.
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Es fiel mir sehr schwer, das irgendwie zu glauben, dass das jetzt Wirklichkeit ist und dass das ist vielleicht diese wirklich große Herausforderung, die eigene erste Klasse irgendwie zu managen, zu gucken, dass das irgendwie funktioniert mit den Eltern, gemeinsam mit den Eltern, mit den Schülern zusammen, irgendwie die Kinder auf den Weg zu begleiten und dann noch in diese Situation.
00:28:16:23 - 00:28:43:19
Ich denke das es gerade das schwieriger in dieser Zeit, da man ja die Schüler auch nur sehr wenig gesehen hat. Das erste Halbjahr hat gut funktioniert. Jetzt waren wir im Wechsel Unterricht und waren wir im Homeschooling. Jetzt dem Wechsel Unterricht und das irgendwie für alle zufriedenstellend zu machen ist eine sehr große Herausforderung. Ja, was es viele Dinge gibt, an die man plötzlich denken muss, Die einen auch im Vorbereitungsdienst einfach nicht beigebracht.
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Ja, man spricht zwei Mal über die Rolle als Klassenlehrer, man sieht das bei den Kolleginnen und Kollegen, aber was dann wirklich dann dazugehört, das ist noch mal eine Stufe über den normalen Unterricht, den man hat, noch mal drauf. Ich glaube, der große Aha Effekt ist eben zu sagen, man muss wirklich versuchen, für seine Klasse irgendwie präsent zu sein, Ansprechpartner zu sein und das ist aktuell aber sehr schwer, wenn man sich physisch nicht sieht.
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Und die Kinder schreiben selten von alleine in seiner Gruppe. Das sind das Problem. Ich denke, das muss noch wachsen. Ich würde gerne noch mal auf einen speziellen Aspekt von deinem Berufseinstieg gucken, und zwar auf das Thema Bedarfsregion. Du bist ja du bist ja in einer Bedarfsregion in Sachsen Lehrer geworden. Nimmst du da Unterschiede wahr zu Stadt, Schulen oder vielleicht von Kommilitoninnen und Kommilitonen, von denen du hörst, die an der Stadtschule sind?
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Du kannst mehrere Punkte ansprechen, du könntest die Personalsituation vor Ort ansprechen und dass die die Schüler sozusagen. Ich muss sagen, von der Personalsituation waren wir bisher gut aufgestellt. Dass einige Kollegen und Kollegen Rente und sonst ein Problem beispielsweise mit Mathematik geben, wo Kollegen empfehlen. Das merken wir jetzt langsam von der Schülerlandschaft ja nicht. Jedes Mal merke ich schon ein Unterschied.
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Ich habe das schon gemerkt zwischen Freital und Klingenberg, wo ich dort ein halbes Jahr war. Ähm, ich hatte so das schönste Erlebnis war für mich wohl das ist ja das, wo ich das gemerkt habe, war ich war in der in Freital, an der Schule, hatte dort eine siebte Klasse in Deutsch habt das mit denen kamen mit auch gut klar, hat super funktioniert, hat Spaß gemacht, man konnte sich wirklich mal ausprobieren.
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Und dann kam ich nach Klingberg, hatte auch die siebte Klasse statt Masse gemütlich da war da war auch schon irgendwie, also da war dort schon vom ganzen Gestus im ganzen Habitus war dort ein Unterschied schon zu spüren von Freital. Was jetzt? 20 Minuten Autofahrt entfernt liegt, Viertelstunde ungefähr von der Schule, wo ich war und Klingenberg war, die umliegende Region dann doch ländlich geprägt sind, was man eben Vorbereitungsdienst von Kommilitonen gehört hat oder von eben damals mit auszubilden war schon, dass doch Unterschiede bestehen, als wir hatten dort, ähm, Kollegen, Kollegen, die Hamburg ging.
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Er erzählt von von der Schule, wo man dachte oder bei der ich dachte Schön, dass ich auf dem Land bin, da geht vielleicht alles noch ein bisschen ruhiger und entspannter zu. Vom Gefühl her ja. Wenn wir so zum Abschluss noch mal einen Ausblick machen auf so aktuelle Entwicklungen oder Trends. Also ich sage mal zum Beispiel nachhaltige Entwicklung oder Digitalisierung oder anderes gibt was, was du für dich, für deinen Unterricht oder allgemein im Schulleben, was du dir vornimmt, was du gerne noch ausprobieren oder auch mal stärker in den Fokus nehmen möchtest.
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Ähm, ich möchte gern wieder stärker in den Fokus nehmen, den Schülern Freiraum im Land zu geben. Ich habe das immer mal wieder probiert. Ich sage dir aus Schule brauchen eine Struktur, wie lerne ich, wie funktioniert das? Aber dennoch immer mal wieder diesen Freiraum zu geben, um einfach mal zu probieren Funktioniert das eigentlich so, wie ich jetzt lernen möchte rauszugehen zum Beispiel Wir haben draußen ein grünes Klassenzimmer, das den schon das beizubringen, das auch wenn wir rausgehen, aber diesen Lernort wechseln, trotzdem irgendwie konzentriert arbeiten können.
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Das sind so Dinge, die ich mir vorgenommen habe, die ich jetzt auch vor der Pandemie versucht habe umzusetzen, bei der man, bei dem man auch merkt, das fällt den Schülern schwer, beim plötzlich rausgeht und dann ist man draußen im Klassenzimmer, dann sind all die Ablenkungen und dann ist der Fokus vielleicht nicht so sehr auf den Unterricht gelenkt. Aber auch dort kommen gute Ideen raus und man sagt okay, aber das die Möglichkeit was kreativ auszuarbeiten.
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Setzt euch zusammen, verteilt euch im Schulgelände und arbeitet was aus und treffen uns wieder. Und ich denke das brauchen auch die Kinder, weil 45 Minuten über sieben Stunden stahl um zu sitzen reicht vielleicht nicht um die die Kreativität an gerade mit Deutsch und Ethik, wo man drüber nachdenkt, auch Geschichte, wo man vielleicht das Ziel hat, über gesellschaftliche Entwicklungen nachzudenken, braucht man diese Kreativität, das zum Lernen allgemein sind Digitalisierung.
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Ich hoffe, dass wir vielleicht irgendwann mal WLAN an der Schule bekommen, so dass man die Dinge, die die Schüler tagtäglich nutzen, Smartphones, Tablets mit einbinden kann. Aber in einer gezielten Art und Weise. Ich denke, was ein Fehler wäre, ist, wenn wir jetzt sagen, wir statten alle Schüler mit einem Tablet aus, laden dort alle Lehrbücher drauf, geben den noch ein, ein Tablet zum Schreiben dazu, was wie Papier ist.
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Ich möchte es keine Marken nennen. Ja und dann machen wir das so, aber an sich ändert sich der Unterricht, die Unterrichtsform nicht. Ich denke, das ist nicht der Sinn von Digitalisierung. Das muss schon irgendwie sinnvoll einhergehen. Ein ganz schlüssiges Konzept habe ich da selber noch nicht, weil wir die die Gesellschaft, nur die, die die Infrastruktur dafür noch nicht haben.
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Ich denke, wenn das so weit ist, haben Ideen. Aber wenn das so weit ist, müsste man sich doch noch mal noch mal zusammensetzen. Wie gestalten wir das Lernen digital sinnvoll, ohne dass wir es nur ein Gerät in die Hand drücken und sagen Viel Spaß macht? Okay, Christoph, dann sind wir schon am Ende unseres Gesprächs. Und ganz zum Schluss würde ich dich gerne noch fragen Was würdest du ierenden noch mit auf den Weg geben?
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Kommt aufs Land, probiert euch aus, schaut euch an und verweilt nicht nur in den in den städtischen Schulen. Er nutzt die Möglichkeiten, Schulen, die doch relativ nah sind, von der Verkehrsanbindung auch kennenzulernen. Denn ob ich von 30 Minuten von Dresden nach Klingenberg gefahren bin mit dem öffentlichen Verkehrsmitteln oder 30 Minuten oder 45 Minuten einmal quer durch die Stadt, das nimmt sich dann auch nicht mehr viel.
00:34:51:15 - 00:35:21:06
Ein schöner Appell zum Abschluss. Dann sage ich Vielen Dank für die Einblicke. Ich bedanke mich für die Einladung. Der Podcast hat dein Interesse geweckt und du möchtest die Schule näher kennenlernen. Vielleicht sogar in einem Praktikum oder Referendariat. Dann besuche unsere Homepage unter www.perspektive minus land.de. Dort findest du auch unsere Local Peers, zu denen nicht nur Christoph Kober gehört, sondern auch andere jungen Lehrerinnen und Junglehrer vor Ort.
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Zu ihnen kannst du Kontakt aufnehmen, wenn du zum Beispiel Fragen zum Berufseinstieg oder zur Region hast. Dieser Podcast ist eine Kooperation zwischen der TU Dresden und Perspektive Land, einem Programm der Deutschen Kinder und Jugendstiftung.
Folge 6: Oberschule "Hans Poelzig" Klingenberg
In dieser Folge sprechen wir mit Christoph Kober. Er ist ehemaliger Sachsenstipendiat und seit etwa einem Jahr als Lehrer an der Oberschule Klingenberg im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge tätig. Christoph Kober berichtet uns, wie sein Berufseinstieg verlaufen ist, wie er die Coronazeit an der Schule erlebt hat und warum es ihn in den ländlichen Raum gezogen hat.
Homepage der Oberschule "Hans Poelzig" Klingenberg: https://www.oberschule-klingenberg.de/
Diese Folge auf Spotify, Deezer oder Itunes hören, oder direkt hier in unserem Webplayer:

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Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Perspektive Land der Schulpodcast Spezial. Wir nehmen dich mit auf eine Entdeckungstour durch Sachsen. In unseren Spezial Folgen stellen wir regionale Akteurinnen und Akteure vor. Wir zeigen dir, welche möglichkeiten und Unterstützungsangebote es für junge Lehrerinnen und Lehrer in den ländlichen Regionen gibt. Heute mit den Raum Pionieren Oberlausitz. Willkommen in unserer schönen Pampa.
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So wird man empfangen auf der Webseite der Raumpioniere Oberlausitz, mit denen ich heute zum Gespräch verabredet bin. Bevor ich jetzt gleich mit Jan Hufen Bach von den Raum pionieren spreche, habe ich mich noch mal gefragt Was ist eigentlich genau die Region Oberlausitz? Also von wo bis wo reicht die eigentlich? Bei Wikipedia habe ich herausgefunden, dass 67 % der Oberlausitz zu Sachsen gehören.
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30 % zu Polen und 3 % zu Brandenburg. In Sachsen umfasst die Oberlausitz dann in etwa die Landkreise Görlitz und Bautzen. Die reicht dann von im Westen, von Bischofswerda bis nach Görlitz im Osten und im Süden, von Zittau bis nach Weißwasser im Norden. Ich bin jetzt verbunden mit Jan Huffenbach von den Raum Pionieren Oberlausitz. Hallo Jan, hallo Kerstin, wir sind ja heute per Videokonferenz verbunden.
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Also ich sitze hier in meinem Homeoffice in Dresden. Wo bist du denn gerade? Ja, ich sitze in meinem sowieso Homeoffice in Klein Priebus an der Neiße zwischen Görlitz und Bad Muskau gelegen. Die zweit östlichste Gemeinde Deutschlands. Damit sind wir praktisch schon direkt im Thema, nämlich unter anderem Oberlausitz. Vielleicht zu Beginn. Stell doch Dich und die Raumpioniere einfach mal kurz vor.
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Also wer bist du? Wer seid ihr? Was macht ihr so? Was ist euer Anliegen? Ja, mein Name hast du schon genannt. Jan rufen wach. Ich lebe jetzt seit elf Jahren in der Oberlausitz, aber vorher zehn Jahre in Berlin gelebt, davor zehn Jahre Frankfurt Main, davor viele Jahre Braunschweig, davor viele Jahre Hannover. Also die meiste Zeit meines Lebens tatsächlich im urbanen Raum verbracht.
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Ja, vor 2009 ergab sich dann die Möglichkeit, in den ländlichen Raum zu ziehen. Und das habe ich gerne. Die Gelegenheit habe ich gerne am Schopf gegriffen und hab's bis heute nicht bereut. Ja, ein bisschen was zum Beruflichen. Ich komme so aus dem Journalismus PR, Pressearbeit, Marketing, Direktmarketing, Unternehmensberatungen. Solche Sachen sehr stark kommunikationsfixiert, Sponsoring. Solche Sachen habe ich gemacht und als ich 2009 meine damalige Partnerin kennenlernte, haben wir ziemlich schnell festgestellt Wenn wir unsere Kompetenzen zusammenbringen, dann können wir endlich eine kleine Firma aufmachen und das war dann eben auch unser Geschäftsmodell, aufs Land zu gehen, eine kleine Kreativagentur aufzumachen und loszulegen.
00:03:17:16 - 00:03:51:12
Und das hat man gemacht. Wir sind über die Jahre immer mehr in Themen hineingerutscht, beruflich und privat, die irgendwas mit dem ländlichen Raum zu tun haben. Also demografische Entwicklung zum Beispiel. Und die alten werden immer älter und die Jungen ziehen weg und kommen nicht wieder. Die Landschaft wird immer leerer, Leerstand etc. etc.. Fachkräftemangel, Lehrermangel, Ärztemangel, Mangel, Mangelmangel. Und wir haben eben auch entdeckt okay, da ist ein Feld für uns, wo wir zum einen Arbeit mit gesellschaftlichem Engagement verbinden können.
00:03:51:14 - 00:04:23:12
Die Raum Pioniere, na die sind entstanden 2015. Wir haben zum einen festgestellt, es gibt einen Trend. Menschen wollen zunehmend raus aufs Land. Zum anderen haben wir gesehen, dass da der Freiraum ist, da hier auf dem Land eben im wortwörtlichen Sinne leere Häuser, leere Grundstücke und eben Freiraum auch für den Kopf. So ein Entfalten, um das mal so einfach zu sagen.
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Mal abgesehen von den Sternen am Himmel und der Natur um einen herum, was? Was ja auch spannend ist für den Städter. Und dann haben wir aber auch festgestellt ja, wir selber sind ja Protagonisten, wir haben, wir haben ja, haben das ja schon gemacht. Also raus aus der Stadt aufs Land. Ein bisschen naiv sicherlich. Und eigentlich warum sollen wir nicht das wissen, was wir in diesen Jahren, in dem wir dann schon hier gelebt haben?
00:04:45:20 - 00:05:16:03
Warum sollen wir es nicht weitergeben an die, die es auch interessiert und so ist halt aus einer spontanen Idee ein Projekt entstanden. Halt. Also du hast jetzt schon ein bisschen gesagt, die Idee für die Raumpioniere hängt eigentlich auch sehr stark mit dir oder mit deiner persönlichen Entwicklung, deinem Werdegang zusammen. Welchen Bedarf habt ihr denn da wahrgenommen, dass ihr gesagt habt, ihr gründet jetzt genau, ihr gründet jetzt die Raumpioniere?
00:05:16:05 - 00:05:54:19
Ja, der Bedarf. Viele, viele Städter fühlen sich eingeengt. Teure Mieten, ein Bombardement der Sinne auf allen Kanälen. So nicht den ganzen Tag. Viele wünschen sich ein anderes Umfeld, in dem sie ihre Kinder und erziehen, aufziehen, wachsen lassen. Raus aus dem Druck. Tatsächlich und durchaus auch raus, um etwas Neues zu machen, um einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen. Also ja, das haben wir eben tatsächlich mit de facto an uns selber ja auch erlebt.
00:05:54:21 - 00:06:31:17
Und für uns lag es dann auch ziemlich nahe zu sagen Hey, meldet euch bei uns, wir helfen euch weiter und genau das haben wir dann angefangen professionell auf die Beine zu stellen. Sprich wir haben eine Zuzügler und Rückkehrer Agentur entwickelt in den ersten Jahren auf ehrenamtlicher Basis und dann aber in der Folge und bis heute und tatsächlich auch mit Fördermitteln, sei es durch die Sächsische Staatskanzlei oder eben auch durch die Robert Bosch Stiftung im Rahmen des Neulandgewinner Programms und diverse andere Fördermittelgeber auch.
00:06:31:18 - 00:06:58:24
Also Stiftung Ehrenamt oder wieder oder, oder oder. Wenn ich jetzt als Lehramtsstudenten sagen würde, ich interessiere mich fürs Land, ich interessiere mich für die Oberlausitz, was tut ihr denn konkret für Menschen, die sich jetzt für die Region interessieren oder vielleicht gerne zuziehen wollen? Also vor allem laden Sie, laden wir Sie erst mal ein, alle Fragen zu stellen, die Ihnen so auf dem Herzen liegen.
00:06:59:01 - 00:07:33:00
Also unser Projekt unterscheidet sich von vielen anderen Zuzügler und Rückkehrprojekten dadurch, dass wir keinen bestimmten Fokus haben, also nicht auf Familien oder Fachkräfte oder auf junge Menschen oder auf alte Menschen. Sondern wir sagen Nee, wir wollen da alle unterstützen, die uns anfragen und das machen wir auf einer sehr persönlich privaten Ebene durchaus. Und insofern bieten wir eben tatsächlich auch den Anfragen an und stellen uns alle Fragen, so doof sie für dich vielleicht auch sein mögen und was wir aus dem Herzen nicht.
00:07:33:02 - 00:07:59:13
Und dann können wir dir, weil wir eben ein riesiges Netzwerk mittlerweile haben, nicht nur in Sachsen, sondern tatsächlich vor allem in den neuen Bundesländern. Dann können wir ziemlich sicher und ziemlich schnell weiterhelfen mit direkten Kontakten zu wem auch immer du sie brauchst. Ja, und so läuft das läuft das auch abhalten Also wenn wir. Wir begrüßen ja die Menschen, die tatsächlich nicht nur per Telefon und Email sich bei uns melden.
00:07:59:13 - 00:08:24:07
Die begrüßen wir ja auch hier in kleinen Priebus. Die sitzen auf unserem Sofa und es gibt Tee und Kaffee und und Kekse und wir Schnack. Wir reden mit denen so authentisch, so von so wie wir beide jetzt gerade halten. Es. Damit erleichtert er dann auch den Einstieg einfach, wenn man neu hinzukommt. Genau, genau das ist ja Sinn und Zweck der Aktion unter vielen.
00:08:24:07 - 00:08:52:08
Viele Menschen, die sich bei uns melden oder nein, andersherum. Eine der ersten Fragen, die wir so oft zu hören bekommen, ist Gibt es dort eigentlich so Menschen, so so wie du und ich? Ja klar, gibt gibt es die. Aber im Gegensatz zum urbanen Umfeld sind die eben nicht unbedingt gleich um die Ecke. In der Stadt fällst du aus deiner Haustür raus und gehst 100 Meter und hast dein erstes Stammcafe und 500 Meter weiter ist das zweite.
00:08:52:08 - 00:09:15:23
Und du kannst sicher sein, wenn du da irgendwann im Laufe des Tages einschlägst. Du triffst irgendjemanden oder auf der Straße oder so und das ist natürlich im ländlichen Raum drastisch anders. Also zum einen gibt es diese sogenannten dritten Räume ja kaum noch, nur dort, wo Menschen sich treffen, sei es nun Gastwirtschaften oder Vereine oder Orte, tatsächlich also eine Dorfmitte, meinetwegen.
00:09:16:00 - 00:09:42:18
Und zum anderen sind die die Menschen einfach weit verteilt voneinander. Und die sind da, aber die sind nicht unbedingt sichtbar. Und das, was wir machen, ist, wir machen diese Leute sichtbar und wir stellen die Kontakte her. Ja, dann, damit ich eben auch mein Umfeld finde, halt also die, das ist es ja. Manche Menschen brauchen ja andere Menschen, um sich wohlzufühlen und alleine irgendwo einsam rumzuhocken ist einfach frustrierend.
00:09:42:20 - 00:10:03:12
Er selbst schon. Einen Job hat. Ja, weil du das gerade auch angesprochen hast mit dem Sichtbarmachen. Also da ist ja auch eure Homepage. Finde ich total interessant und auch sehr gelungen. Also da macht er wirklich sichtbar die Menschen, die in die Region gezogen sind oder zum Teil auch von da kommen und was das für sie eben auch ausmacht.
00:10:03:12 - 00:10:26:10
Also das ist ja genau dieses nun auch diese Erfahrungen sichtbar zu machen und die Gesichter auch dazu zu haben, Genau das ist eben echt und authentisch und ist es sehr divers. Von jung bis alt und die Professionen sind extrem unterschiedlich. Und die Bilder dieser Leute von den Porträts, das haben die Leute selber gemacht, dann auch die Texte haben sie selbst geschrieben.
00:10:26:12 - 00:10:47:13
Na, das war und ist uns auch sehr wichtig, dass wir da nicht redaktionell eingreifen, sondern das soll so authentisch sein, wie es nur irgendwie geht, um eben tatsächlich auch diese Unterschiedlichkeit dort deutlich zu machen. Schauen wir noch mal ein bisschen auf das Leben und arbeiten so in der Region in der Oberlausitz für junge Menschen oder eben auch für unsere Zielgruppe.
00:10:47:13 - 00:11:22:13
Also Lehramtsstudierende ist ja oft auch so ein wichtiges Thema. Was gibt es für kulturelle Angebote? Du hast auch schon gesagt, junge Menschen generell soziale Kontakte, Netzwerke vor Ort. Was würdest du Lehramtsstudierenden sagen, die sich da jetzt so mit beschäftigen? Also was hat die Oberlausitz da so zu bieten? Na ja, die kulturellen Angebote sind, die sind natürlich da so aber auch da gilt die sind nicht gleich um die Ecke, da muss man sich bewegen und oft reicht ein Bus nicht aus und manchmal reicht auch die Bahn nicht aus.
00:11:22:13 - 00:11:51:12
Und ein eigenes Auto ist irgendwann tatsächlich auch ein Muss. So oder so, wenigstens die Mitfahrgelegenheit. Und dann kann man schon viel machen. Es gibt diese Orte, wo Menschen sich treffen, wo Veranstaltungen sind, Konzerte, Disco, Brunch, was weiß ich nicht alles. Also viele, viele tolle Sachen. Aber man muss sich einfach damit anfreunden, dass die Erreichbarkeit eine andere ist, dass man sich anders bewegt, halt mehr.
00:11:51:16 - 00:12:17:15
Ich meine also, wenn ich zum Beispiel an die Busituation hier in meinem Dorf denke möchte fährt viermal am Tag rein und viermal am Tag raus und abends um acht ist Schicht. So also heißt das, dass ich das Abendprogramm schon mal nicht mit Bus bestreiten kann. Ja. Ja, Gleiches gilt. Und dann auch teilweise für die Zugverbindung halt, die dann eben um zwölf passt und was das halt so das heißt.
00:12:17:15 - 00:12:42:06
Also irgendwo hin in die Disko fahren und bis in den frühen Morgen tanzen. Ja gut, dann kann man noch gleich ein paar Stunden dranhängen und auf den Bahnhof warten, bis wieder der erste Zug kommt, er nach Hause fährt. Na, das hat schon so seine Haken und Ösen. Auf der anderen Seite ist es natürlich so Du gewinnst im ländlichen Raum ja unheimlich viele Qualitäten dazu, die du vorher nachher nicht hattest hier.
00:12:42:08 - 00:13:06:15
Hier passiert ja auch viel unter den Leuten mit den Leuten, die, die sich gegenseitig bespielen und einladen und was miteinander machen, das wissen sie ja auch, muss man ja auch sagen halten. Und deswegen ist eben auch das Netzwerk so wichtig, das man haben muss und wo wir eben den Leuten, die kommen, den Schritt deutlich erleichtern können, in Netzwerke reinzukommen.
00:13:06:17 - 00:13:39:07
Ja, gibt es ein Ort, wo du besonders gerne bist bei euch, so in der Nähe? Also das erste fällt mir ein, Ja an der Neiße. Aber gut, ich bin natürlich auch, glaube ich, sehr naturverbunden. Ja, in Weißwasser gibt es ein tolles Zentrum, was entstanden ist, die sogenannte Hafenstube im auf dem ehemaligen Industriegelände der Telux. Wenn man da ist, dann denkt man na ja, das könnte auch in Berlin oder in Dresden oder sonstwo sein, weil es von der Anmutung einfach so ist.
00:13:39:07 - 00:14:08:06
Halt nur abseits liegen und sehr stylisch und witzig und Makerspace und Coburg pipapo halt. Und solche solche Orte gibt es einige in der Region halt. Görlitz ist natürlich immer ein Highlight, aber Görlitz ist zum Beispiel von uns aus 40 Autominuten entfernt. Da kann man abends mit dem Bus oder mit der Bahn schon mal gar nicht machen. So darüber gibt gibt einiges.
00:14:08:08 - 00:14:30:19
Ja, du hast ein bisschen jetzt auch zur Region gesagt. Was ist denn aus deiner Sicht so das Besondere an der Oberlausitz? Was macht sie vielleicht auch besonders lebenswert? Na ja, es gibt viele schöne Regionen in Deutschland. Ja, ich habe schon viele gesehen und habe auch viele gesehen, wo ich gesagt habe ja, prima, finde ich gut, hier könnte ich leben an der Lausitz finde ich gut.
00:14:30:21 - 00:15:05:08
Also diese sehr abwechslungsreiche Landschaft im nördlichen Teil flach, im südlichen Teil hügelig. Ich finde es toll, dass ich in anderthalb Stunden Autofahrt in Tschechien bin und auf einem 1000 Meter Berg stehe. Wenn ich Lust dazu habe und das auch im Winter machen kann und auch mache. Ich finde richtig toll. Überhaupt diese Dreiländereck Situation Polen Deutschland Tschechien. Für Menschen, die gerne auf Entdeckungstour gehen, ist es also Wahnsinn, was man da alles entdecken kann und findet und so, Das ist super, super spannend.
00:15:05:08 - 00:15:31:20
Und was natürlich auch durchaus interessant ist, also die, die die Lausitz in diesem Bereich zumindest im sächsischen Bereich, die ist lange, lange so ein schwarzer Fleck auf der Landkarte gewesen. Schwarzer Fleck auch im übertragenen Sinne Magie. Es ist ja schon in DDR Zeiten, man kann schon fast sagen verschrien gewesen aufgrund der Kohle tagebaue. Das war so das Image, das die Lausitz hatte.
00:15:31:22 - 00:15:59:05
Und jetzt und heute, also über 30 Jahre nach der Wiedervereinigung, ist die Lausitz tatsächlich hier in unserem Bereich auch für viele Leute in den alten Bundesländern immer noch ein schwarzer Fleck. Das hat dazu geführt, dass hier einfach noch nicht, das ist noch nicht so erschlossen, so touristisch und wirtschaftlich etc. alles noch viel unberührt. Und das finde ich, finde ich ganz toll.
00:15:59:07 - 00:16:22:10
Und so sind so ein großes Feld von Möglichkeiten halt eben nicht hier durch die Landschaft fahre. Ich sehe immer irgendwie Plätze und Orte, wo ich denke Oh ja, hier kannst du noch was machen und da boah, da könnte man noch was entstehen lassen und das geht ja auch. Machen wir auch viele Nord. Wir erleben das ja, dass viele Zuzügler und Rückkehrer auf einmal entdecken Wow, hier kann ich ja richtig wirksam werden.
00:16:22:12 - 00:16:45:10
Und Fördermittel gibt es auch. Na super, dann machen wir doch mal irgendwie ein Projekt. So, das ist ist natürlich sehr bereichernd. Ja, wenn man so aufs Land kommt, vielleicht gerade wenn man eher in der Stadt aufgewachsen ist, dann hat man ja auch oft so mit dem Thema Vorurteile zu tun. Wie ging es denn dir, als du so in die ländlichen Regionen gekommen bist?
00:16:45:10 - 00:17:17:11
Hattest du selber auch Vorurteile? Nö, gar nicht. Aber wir erleben es natürlich immer wieder, dass die Leute Vorurteile haben. Halt. Standardfrage ist. Es ist ja auch was ist mit den Nazis, wo wir sagen ja, Nazis mag's ja geben, aber die begegnen uns nicht. Also ich muss sagen, ich habe in Berlin größere Probleme mit sogenannten Nazis gehabt, als ich sie hier irgendwie überhaupt jemals gehabt hätte, geschweige denn, dass ich mal einen identifizieren kann.
00:17:17:13 - 00:17:41:19
Sicherlich wird man irgendwann immer mal ein dummer Spruch oder so, aber das ist nicht mehr als ein dummer Spruch. Und klar, die Leute sagen sehen ja auch ja, hier in der Region wurde zum Beispiel dann die AfD teilweise mit über 40 % gewählt. Ja, ist richtig, aber deswegen sind diese Leute noch lange keine Nazis und eben Dachnachbarn noch. Ich bin hier umgeben von AfD Wählern.
00:17:41:19 - 00:18:02:06
Ob ich meine Nachbarn mit denen komme ich zu Recht, mit denen kann ich auch reden und mit den einen mehr und mit den anderen weniger. Aber es kommt hier nicht zu Konflikten, überhaupt nicht. Null. Und das höre ich eben auch von anderen Leuten halt. Also da sieht es halt in den städtischen Situationen noch mal ganz anders aus als auf dem Land.
00:18:02:08 - 00:18:32:20
Die Leute auf dem Land wissen ja noch, die sind aufeinander angewiesen. Wenn, dann wenn das Haus vom Nachbarn brennt, interessiert das hier keinen. Ob da nun ein AfDler bei der Feuerwehr ist oder nicht. Und um es mal so auszudrücken da wurde, wenn es darum ging, unser Hausdach abzudecken, dann wurde natürlich hier das Dorf aktiviert und dann stehe ich auf, um zusammen mit jemanden auf dem Dach, dessen politische Meinung ich natürlich nicht teile, aber der mir als Nachbar hilft.
00:18:32:22 - 00:19:09:06
Und das bekommt dann auch den gleich eine ganz andere Qualität. Gibt es so aktuelle Herausforderungen in der Region, die du wahrnimmst? Na, ich bin in den aktuellen Herausforderungen tatsächlich eher beruflich und auch ehrenamtlich sehr stark involviert. Also dieses ganze riesige Strukturwandel Thema, das das beschäftigt mich täglich Raus aus der Kohle, Energiewende, wie geht es weiter? Wie entwickeln wir tatsächlich so etwas, was man als eine enkelt enkeltaugliche Zukunft beschreiben könnte?
00:19:09:08 - 00:19:50:17
So, und das macht großen Spaß daran, aktiv zu werden, mitzuwirken. Ja, insbesondere in Nicht Coruna Zeiten. Da veranstaltet ihr ja auch diverse Events. Was gibt es da so zu erleben auf euren Veranstaltungen? Ja, damals vor Corona gab es noch was zu erleben. Ja, wir haben. Wir haben zum einen also zum Beispiel das Zukunftskino entwickelt, wo wir Filme zeigen, die irgendetwas mit dem Thema ländlicher Raum zu tun haben und dann Protagonisten ranholen und Schauspieler, aber auch Leute hier aus Filmen aus der Region, um dann hinterher auch diskutieren zu können mit den Leuten vor Ort.
00:19:50:22 - 00:20:17:17
Das machen wir eben auch auf den Dörfern. Dann direkt vor dem Hintergrund, dass wir uns sagen, man kann den Leuten hier nicht irgendwas präsentieren auf dem Silbertablett und sagen hier, toll, nimm das mal, das ist ganz super für deine dörfliche Entwicklung, sondern man kann sich vielleicht so ein bisschen inspirieren und anstupsen und ihn zeigen. Was machen denn eigentlich andere Menschen nicht nur in Deutschland, also auch weltweit für die Entwicklung ihrer Zukunft?
00:20:17:23 - 00:20:53:12
So also sprich bottom up Bürgerbeteiligung und nicht von oben dirigierte Maßnahmen, die dann alle machen müssen, halten also zum Beispiel das Zukunftskino. Ein anderes, größeres Format ist unsere sogenannte Landebahn. Für Landlustige ist eine einzige eine eintägige Veranstaltung, wo wir zum einen Menschen aus den Städten, aber eben auch Menschen der Region zusammen einladen, um zusammenzukommen, um sich kennenzulernen und sich ein Tag lang bespielen zu lassen.
00:20:53:12 - 00:21:24:07
Also mit Ausstellung und mit Vorträgen und mit Workshops und einem großen kulinarischen Highlight. Und an solchen Geschichten. Aber eben maßgeblich ist dabei eben dieses Get together halt. Die sollen, die sollen sich kennenlernen und möglichst gleich auch anfreunden und eben auch ein Gefühl dafür bekommen. Zum einen die Städter, die da kommen, sind nicht doof und die Leute und die und die Locals, die da kommen, die sind auch nicht doof.
00:21:24:09 - 00:21:44:16
Also alles ist gut und wir, wir kriegen das schon hin. So, und das funktioniert ganz toll. Also wir hatten auf der letzten Veranstaltung so irgendwas 160 170 Menschen mit Kindern. Wir machen dann auch mit Kinderbetreuung zum Amt und zu Name und Hund und Katze so ungefähr. Und alle haben großen Spaß daran. Und mit einigen halten wir länger Kontakt.
00:21:44:16 - 00:22:20:05
Tatsächlich. Und ein paar von denen kommen dann eben auch und machen diesen Schritt. Ob wir in diesem Jahr eine Landebahn veranstalten, ist im Moment nicht klar. Es ist sehr wackelig. Die soll eigentlich im September stattfinden, und zwar in Bad Muskau. Auf dem Gelände von der Stiftung Fürst Pückler Park. Ein höchst spektakulärer Ort, einer der schönsten englischen Parks in Deutschland mit einem komplett durch restaurierten Schloss und einer tollen Orangerie und einem tollen Garten.
00:22:20:05 - 00:22:49:03
Herrlich! Also große, große Klasse, Aber im Moment sieht es so aus, als würden wir das auch kämpfen müssen. Okay, wir hatten vorhin auch schon mal kurz drüber gesprochen. Ihr seid ja für verschiedene Themen auch ansprechbar. Wenn man sich jetzt für die Region interessiert. Auf eurer Homepage steht auch so richtig das Thema Beratung. Also vielleicht kannst du noch mal kurz sagen, wenn jetzt zum Beispiel sstudierende sich dafür interessieren.
00:22:49:03 - 00:23:15:06
Also was kann man sich da unter einer Beratung vorstellen? Was, was für Themen deckt ihr da alle so ab? Wer sucht an einer Wohnung? Ja gut, dann helfen wir beim Wohnungssuchen bisher auch immer sehr individuell, was da so abgefragt wird halt. Das Wichtige ist dann am Ende nicht die Beratung, sondern das Gefühl, das wir vermitteln können. Du bist hier willkommen und du bist hier aufgehoben.
00:23:15:06 - 00:23:41:02
Du bist nicht alleine. Und wenn du eine Frage hast, dann kannst du uns fragen und wir sehen zu, dass wir dich unterstützen können. So was auch immer. Wie komme ich von A nach B, wo? Wo bekomme ich welche Informationen von wem? Wer ist zuständig im Landkreis und etc. etc. etc. und bis hin zu wie ist das eigentlich, wenn ich ein Haus kaufen will?
00:23:41:04 - 00:24:15:06
Große Vielfalt, Was mache ich, Was mache ich nach Feierabend? Ja okay, was sind denn vielleicht hoffentlich neben der Landebahn so eure nächsten Vorhaben als Raumpioniere? Na, wir sind dabei, unser Projekt zu skalieren, wie man das so schön sagt. Das heißt, wir bekommen Babys. Es gibt mittlerweile schon einen Raum hier in der Station, in der Prignitz, eine in West Mecklenburg, demnächst eine in Lötzinn Athene und eine in Biz und in Polen gegenüber von Faust.
00:24:15:12 - 00:24:42:01
Es wird eine geben in Sachsen Anhalt und noch eine in Sachsen. Das ist so unser vordringliches Thema, um unser Projekt einfach noch mehr auszuweiten und das Netzwerk noch größer zu machen. Halt noch mehr Anlaufstation anbieten zu können, wo Leute hingehen, ja sich erkundigen können, wie es dann gerade jeweils in der Region so läuft.
00:24:42:03 - 00:25:14:15
Das ist so vordringlich, Ja, wie kann man denn so grundsätzlich auf dem Laufenden bleiben, was ihr macht? Wie, wie nimmt man am besten Kontakt auf? Wir hatten schon eurer Homepage, Ihr habt auch Social Media Kanäle. Hauptsächlich bespielen wir Facebook. Da findet man uns als Raumpioniere Oberlausitz und dort sind wir auch was aktuelle Themen angeht, eigentlich jeden Tag. Gibt es da irgendwas zu den unterschiedlichsten Themen, die den ländlichen Raum betreffen?
00:25:14:17 - 00:25:44:02
Okay. Ja, zum Abschluss vielleicht noch an dich Die Frage, die wir immer stellen Was würdest du denn Lehramtsstudierende noch mitgeben, was ich ihnen noch mitgeben würde? Ach, weniger Angst, mehr Mut? Ja, das ist ja ein Schritt, den man auch rückwirkend rückgängig machen kann. Noch einmal zu sagen Ja, ich probier das mal aus, heißt ja nicht, ich bin da für ewig gefesselt an den ländlichen Raum.
00:25:44:04 - 00:26:15:20
Und ländlicher Raum ist ja nicht gleich ländlicher Raum. Es wird ja immer gerne gesprochen vom ländlichen Raum, aber das ist natürlich Quatsch. Die unterscheiden sich extrem. Also es gibt ländliche Räume, die tatsächlich unglaublich bevölkert sind, und es gibt periphere Lagen Schlaf, wo Hase und Igel sich Gute Nacht sagen und das muss man schon mögen. Aber auf jeden Fall würde ich es als Option begreifen wollen, wo und das kann man sich ja mal angucken.
00:26:15:22 - 00:26:53:00
Ja, dazu wollen wir auch immer gerne Mut machen. Im Lehramtsstudium bieten sich da an die Blockpraktika, die gehen immer vier Wochen sehr gut an, dass man da auch einfach mal in die Region geht und sich das einfach vor Ort anschaut. Ja, ich denke auch beruflich. Das ist natürlich eine große Herausforderung, aber. Also wenn man sich die Kollegen anguckt, die Lehrer im ländlichen Raum, die sind ja oft fortgeschrittenen Alters tatsächlich noch und das mag natürlich für Junglehrer am Anfang nicht so unbedingt einfach sein, mit ich sage mal frischen neuen Ideen da einzusteigen.
00:26:53:02 - 00:27:22:14
Aber es bietet natürlich auch eine Chance mitzuwirken, mit zu entwickeln, sich einzubringen und und tatsächlich auch die Bildungslandschaft zu beeinflussen, so dass halte ich schon für eine hoch spannende Sache. So, aber da muss man halt dranbleiben und und dran bleiben. Ja, ein sehr gutes Schlusswort. Ich finde ja sehr interessante Einblicke und vielen Dank Jan, dass du uns da mitgenommen hast auf eine kleine Reise in die Oberlausitz.
00:27:22:15 - 00:27:51:19
Ja, gerne. Kerstin, der Podcast hat dein Interesse geweckt und du möchtest die Oberlausitz kennenlernen. Dann nutze am besten die Möglichkeit des Blogpraktikums direkt vor Ort. Mehr über Unterstützung und Fördermöglichkeiten für Praktika in Bedarfsregionen erfährst du auf unserer Homepage www.perspektive minusland.de. Dieser Podcast ist eine Kooperation zwischen der TU Dresden und Perspektive Land, einem Programm der Deutschen Kinder und Jugendstiftung.
Folge 5 (spezial): Raumpioniere Oberlausitz
Folge 5 ist die erste unserer Spezialfolgen. In diesen Folgen lernen wir regionale Akteur:innen in Sachsen kennen, die sich dafür engagieren, das Ankommen für Rückkehrerinnen und Neuzugänge so angenehm wie möglich zu gestalten. In Folge 5 sprechen wir mit Jan Hufenbach von den Raumpionieren Oberlausitz (https://www.raumpioniere-oberlausitz.de/). Er verrät uns, was das Leben und Arbeiten in der Oberlausitz so besonders macht.
Diese Folge auf Spotify, Deezer oder Itunes hören, oder direkt hier in unserem Webplayer:

00:00:09:10 - 00:00:37:12
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Ideen machen Schule, dem Schulpodcast der TU Dresden und Perspektive Land, einem Programm der Deutschen Kinder und Jugendstiftung. Wir nehmen dich mit auf eine Entdeckungstour durch die sächsische Schullandschaft. In diesem Podcast erfährst du, wie vielfältig Sachsens Schulen sind und welche besonderen Konzepte und Ideen dich hier erwarten. Heute mit dem evangelischen Schulzentrum Muldental in Grimma.
00:00:37:14 - 00:01:04:12
Moin. Ich bin heute auf dem Weg nach Großbad auf einem Vorort von Grimma. Dort treffe ich Friedhelm Merz. Er ist am evangelischen Schulzentrum Muldental zuständig für die pädagogische Koordination und Kommunikation. Von Dresden aus erreicht man die Schule in knapp zwei Stunden. Dabei geht es mit dem Zug nach Wurzen und dann mit dem Bus direkt zur Schule. Um aber etwas die Umgebung zu erkunden, habe ich mich heute für einen anderen Weg entschieden.
00:01:04:12 - 00:01:18:04
Ich wandere von Grimma aus. Also auf geht's.
00:01:18:06 - 00:01:47:13
Nach Feldern, Wäldern und einer Solaranlage erreiche ich nun die Schule. Diese besteht aus mehreren Gebäuden. Sie umfasst ja auch Grundschule, Oberschule und Gymnasium. Die Gebäude sind umsäumt von Bäumen, Sträuchern, Sportanlagen. Und ein grünes Klassenzimmer gibt es auch. Und dort begrüßt mich auch schon Herr Mersch. Guten Morgen, Herr Maurer. Schön, dass das mit dem Podcast geklappt hat. Gleich zu Beginn stellen Sie sich kurz vor.
00:01:47:15 - 00:02:29:12
Ja, ich bin schon ein älteres Semester, also schon kurz vor dem Ende meiner Laufbahn, sozusagen als Lehrer. Ich habe aber auch einen sehr unüblichen Weg genommen und es hat sehr lange gebraucht, bis ich überhaupt in die Schule gekommen bin. Ich habe nach meinem Referendardienst ja schon 1982 beendet, war sehr lange, über 20 Jahre als Informatiker selbstständig gearbeitet und bin erst in den letzten vor zehn Jahren etwa hier nach Sachsen gekommen und habe dann noch mal gedacht, jetzt willst du doch noch mal in die Schule und noch mal diesen Beruf ergreifen, den wir eigentlich die ganze Zeit angesteuert hast.
00:02:29:14 - 00:02:59:09
Und habe dann hier eine Stelle angenommen und dann glaube 2011 bin ich, habe ich hier an dieser Schule angefangen Stelle angenommen. Ist ja etwas anders. Statement Sie haben ja schon gesagt, Sie haben in der Schulleitung mitgearbeitet. Aktuell sind Sie für die pädagogische Koordination und Kommunikation zuständig. Das heißt, Sie haben schon auch mit mit Ihren Ideen maßgeblich hier am Konzept mitgearbeitet?
00:02:59:11 - 00:03:25:18
Ja, das stimmt. Deswegen bin ich auch wahrscheinlich hier eingestellt worden, weil die. Weil ich halt auch schon mehrere Jahre mit mit Dingen wie Coaching oder auch gewaltfreie Kommunikation beschäftigt waren. Und das war halt für die damalige Schulleitung, die war noch eine Zentrumsleitung, war das ein interessanter Ausblick. Wobei ich muss sagen, ich war natürlich nicht von Anfang an in der Schulleitung.
00:03:25:18 - 00:03:54:15
Als eine steile Karriere habe ich hier gemacht, sozusagen. Es geht also über eine mehrere Jahre hier ein ganz normal Lehrer für Deutsch und Informatik und habe dann den dann irgendwann, als hier die Schulleiterstelle vakant wurde und auch ganz lange nicht so richtig, äh Nachfolger gefunden wurden, sind wir dann mit einem Dreierteam angetreten, um das hier zu managen. Sozusagen.
00:03:54:17 - 00:04:21:12
Man merkt Ihnen an, dass Sie hier sehr gerne sind. Was? Was verbinden Sie mit dieser Freude oder mit? Ich will fast sagen mit der. Mit der Liebe zum Evangelischen Schulzentrum Muldental. Na ja, wir haben, äh, wir haben ja einen reformpädagogischen Anspruch in unserem Schulkonzept auch stehen. Und wenn man mal auf die lange Sicht guckt, was heißt das reformpädagogische Anspruch?
00:04:21:12 - 00:04:55:23
Das ist ja nun ein sehr weites Feld, hat aber kürzlich, aber auf jeden Fall immer sexy an, und das war es auch für mich. Ich habe einfach dieses Schulkonzept gut gefunden, das etwas freiere Arbeiten. Ich hätte eigentlich nie vor, in einer Regelschule zu arbeiten und habe mir da auch versprochen, es davon versprochen, dass das hier etwas freier zugeht, dass wir hier Dinge umsetzen können, die wir sonst vielleicht nicht können und dass die Beziehung vor allen Dingen zu den Schülern ein ganz, eine ganz andere ist.
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Das fing eigentlich schon am ersten Tag an, als ich hier mich vorgestellt habe, da wo ich sofort wurde von Schülern aufgehalten, die dann ganz direkt gefragt haben Was machen Sie denn hier und da kommen sie zu uns. Und das war natürlich schon ein toller, toller Start. Und so sehen das. Das hört sich wirklich gut an! Im Konzept gab es da auch 111 Anweisung und sehr ausführliches Schulkonzept.
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Und ein Punkt, der mir da auch aufgefallen ist war war die Formulierung Die Gleichwertigkeit der Beziehungen an unserer Schule spielt für den Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler eine entscheidende Rolle. Das war so was, was, was für mich sehr bemerkenswert war. Ja, das ist. Also bin ich. Wenn ich die Schule hier beschreiben soll, dann, dann sage ich eigentlich immer, Wir verstehen uns hier als Beziehungsschule.
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Also wir, wir wissen einfach, dass Lernen erst funktioniert, wenn die Beziehung funktionieren. Und wir wissen, dass die Erwachsenen, so sie denn erwachsen sind, für die Beziehungen verantwortlich sind und nicht die Lernenden oder die Schüler. Das ist einfach ein ganz wichtiger Punkt. Und deshalb ist es auch wichtig, weil ich jetzt gerade so ein bisschen lapidar gesagt habe wenn sie denn erwachsen sind, dass man eben auch immer wieder auf sich selber schaut und guckt wo sind meine eigenen Schatten und wie kann ich, wie kann ich hier die Verantwortung nehmen, die ich als Erwachsener gegenüber den Schülern habe?
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Das hört sich einfach an, ist aber eine ganz schön schwierige Aufgabe und eigentlich schade, dass jedes Mal wieder jeden Tag neue und wichtige also hier in die Schule rein jedes Mal mit dem Gedanken Jeder Schüler kriegt von mir jeden Tag die neue Chance und ich will sie auch ja von den Schülern gehört habe, weil die und das ist glaube ich gutes Gefühl.
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Also ein Schüler ist nicht von von nur weil er sich ein bisschen vielleicht daneben benimmt oder oder nicht so verhält, wie wir das vielleicht landläufig meinen oder vielleicht auch sprachlich manchmal entgleist. Es sind immer noch Kinder und und und Jugendliche, die, die das auch mal dürfen. Ja und ich bin ja nicht gemeint. Das ist ein wichtiger Punkt. Ich bin ja nicht gemein.
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Und das aber zu können, zu wissen, ich bin nicht gemeint, das das ist das, was Erwachsene auch ausmacht. Ein zweiter Punkt, den wir schon kurz angesprochen haben, ist das Lernen, was im Vortrag, was was denn aus der Beziehung heraus folgt, wo sie in der Unterrichtsgestaltung, in der und in der Gestaltung von Lerngruppen durch vielfältige Nuancen in Ihrem Konzept haben.
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Können Sie vielleicht so zwei, drei Einblicke geben? Also es ist grundsätzlich so, dass wir von zwei Grundgedanken aus wie Wir sind das Selbstständige lernen. Wir wollen möglichst, dass die Schüler selbstständig lernen, das heißt auch ihre Ziele selber stecken und dass sie möglichst auch freiwillig lernen und also selbstorganisiert im Allgemeinen. Und da versuchen wir eben das fängt bei uns in der Grundschule sehr, sehr stark an, denn wir haben in der Grundschule ja sowohl jahrgangsübergreifenden Unterricht von 1 bis 4 in Stammgruppen bis zu 25 Schüler maximal, die dann von zwei und Pädagogen betreut werden.
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Quer dazu, wenn man so will, nicht. Das liegt unser inklusives Konzept. Das heißt, wir haben ein polyklusives Konzept in allen Schularten. Wir haben ja die Schularten Grundschule, weiterführende Schule mit Hauptschule, Realschule und Gymnasium, wobei Hauptschule, Realschule zusammen unterrichtet werden und eigentlich eine Zeit lang Gymnasiasten. Auch das wurde uns aber dann wieder auch nicht im Rahmen der Anerkennung untersagt.
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Und da sind wir jetzt gerade auch dabei, das wir ein bisschen in Richtung Gemeinschaftsschule weiterzuentwickeln. Das soll ja möglich werden. Ja, das Lernen. Wir haben also verschiedene Formate, mit denen wir versuchen, dieses selbstständige und selbstorganisierte, also nach eigenen Zielsetzungen bestimmte Lernen zu unterstützen. Also mehr als Lernbegleitung und weniger von vorne. Und das machen wir ja nur einmal über so ein Lernbüro, das viele bei uns in der fünften bis Im Moment läuft siebte Klasse statt und ist im Aufbau bis soll bis acht weiterlaufen, weil danach dann die Abschlussklassen neunte Klasse, Hauptschulabschluss, zehnte Klasse, Realschulabschluss usw kommen.
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Und Lernbüro heißt für uns, dass mehrere Fächer vier Stunden darein liegen und dass die Schüler im Rahmen einer Art Wochenplan in uns selbst entscheiden können, an welchen Stellen sie was machen und was nicht. Natürlich wird es dann begleitet und wenn ein Schüler nur Deutschland und kein Mathe, dann wird natürlich auch mal ein Gespräch gesucht und und da unterstützt, wo es lang geht.
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Also Lernbegleitung stärker. Und das sind im Moment glaube ich die Fächer Deutsch, Mathematik und Geografie. Glaube ich auch. Also ist jetzt nicht so wichtig, dass dann das ist jetzt dann eigentlich der Punkt wo wo lernen und Beziehung verschmelzen, nämlich dass das Höchste der individuelle Schüler oder Schülerin im Vordergrund steht und die Lehrkraft weniger ähm vor ich sage jetzt mal Vorträge hält, sondern als Mentor oder Mentoren an der Seite agiert und und eine Art Leiter.
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Das ist ja das, was man so in der Pädagogik jetzt so hoch konstruktiv nennt oder auch so kreativ. Das heißt also, es ist schon für uns auch von Bedeutung, dass Erwachsene oder auch erfahrene Schüler sich gegenseitig unterstützend tätig sind und und sozusagen das Lernen voranbringen. Diese die nächste Stufe der Entwicklung geht halt nur über den Weg der Beziehung zu jemandem, der diese Stufe schon erreicht hat.
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Und deshalb ist es wichtig, dass Sie darauf da immer wieder auf sich selber schauen und sehen, wie weit sie da selber sind und wie erfahren sie mit den Schülern umgehen können. Das ist eine ganz wichtige Aufgabe. Und das bedeutet natürlich auch Wir wollen natürlich auch nicht nur, dass die, dass die Lehrer mit dem Lehrer sozusagen dann Begleiter werden, sondern wir wollen auch, dass die Schüler sich gegenseitig helfen und dass sie das total fruchtbar, wenn die.
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Wenn sie sich erst mal selber, also die, die die Maßgabe ist eigentlich wenn du eine Aufgabe nicht verstanden hast, einfach erst mal deinen Nachbarn und wenn der Nachbar es auch nicht kann. Und das in einer anderen Gruppe von Schülern. Und wenn da immer noch nicht weiterkommt und fragst den Lehrer in der Reihenfolge. Ich fand auch von der Rhythmisierung der Lerneinheiten oder der Tage sehr spannend, dass immer wieder das ich sage jetzt mal, dass das das Fach bezogene Lernen oder wie man es nennen will, unterbrochen wird durch Sport, durch Spiel, durch Bewegung.
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Ja, das da könnte sicherlich noch mehr passieren. Das ist doch, das ist so und das ist sehr schwierig, überhaupt einen Plan herzustellen, wenn man so viele Schularten irgendwie unter einen Hut kriegen will und dann noch ein inklusives Konzept dazu fehlt, weil die ganzen oder auch die ganzen Schüler, die jetzt oder einige Schüler, die halt in allen Klassen mitlaufen, denen, die auch Förderschwerpunkte haben, Bereich lernen oder im Bereich soziale emotionale Entwicklung oder auch wir haben ja bis geistige Entwicklung da Schüler drin.
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Das ist dann schon auch noch mal im Grunde noch mal eine eigene und ein eigener Lehrplan, den man dann immer parallel führt. Dafür haben wir aber eine eigene. Wir leisten uns im Grunde eine eigene Abteilung Inklusion, sowohl in der Grundschule als auch in den weiterführenden Schulen mit mehreren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die zusammen mit unseren Lehrern im Team arbeiten sollen Teams machen, anstreben, die dann auch mal da die Rolle des Lehrers übernehmen können.
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Das läuft also Hand in Hand. Also die wir sind da auch relativ offen, also gar nicht so gar nicht so die Schule der geschlossenen Türen. Da ist eigentlich viel Bewegung drin. Ja, sie Sie sehen sich auch selbst als als lernende Institution an, was die, die an ihren Herausforderungen oder auch ihren eigenen Qualitätszielen wächst. Welche Schule hat zum Beispiel auch eine Person, die für die pädagogische Koordination und Kommunikation zuständig ja, das stimmt.
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Das ist generell so, dass es relativ wenig Schulen gibt, die überhaupt Stunden freigeben für Schulentwicklung zum Beispiel. Es gibt immer nur wenige, die das, die das, wo sich jemand auch nur darum bemühen und kümmern kann und und in den entsprechenden Arbeitsgruppen eben jenseits von Unterricht teilnehmen kann. Also man braucht halt auch die Zeit. Es ist immer wieder diese Zeit.
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Die Zeitfrage ist immer das ein großes Problem. Wir sind im Moment ja dabei, in in zwei Richtungen uns weiterzuentwickeln. Das ist einmal. Wir wollen versuchen, ein kompetenzorientiertes Konzept zu entwickeln für unsere Zielvorstellungen. Und das bedeutet nicht nur einfach jetzt in den Lehrplan, in Kompetenzen umzuwandeln, also Ziele, sozusagen Kompetenzen und dann, dann haben wir eine Kompetenzorientierung, sondern es geht auch darum, eben weitergehende Kompetenzen, soziales lernen zu können.
00:14:57:21 - 00:15:25:07
Mal so ein paar aufgeschrieben, also zum Beispiel so wie Offenheit oder Multiperspektivität. Also das ich finde, das ist eine Kompetenz, endlich in der Lage zu sein, verschiedene Perspektiven einzunehmen oder ein schönes Wort wie Sinnfindung. Wofür brenne ich eigentlich als es als Schüler? Was will ich mal, was will ich mal irgendwann machen und nicht irgendwas machen? Das war ich gerade.
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Also wie bei mir zum Beispiel Ich war in der Schule, hatte dann mein Abitur und dann ich kannte keine anderen Berufungen und dann habe ich erst mal studiert, da wurde ich Lehrer, weil ich Lehrer kenne. Gott sei Dank habe ich auch gern und bin ich auch gerne Lehrer. Aber. Aber wenn ich den Weg verfolgen, sehe ich, es gibt 20.000 Berufe und ich habe keine einzige.
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Kann ich Vielleicht ist das ein Punkt. Ähm, Sie sind ja evangelische Schulzentrum. Und das ist das Motto der Evangelischen Schulstiftung ist ja Hauptfach Mensch. Ist das so? Diese diese Mission, aus der Sie, dass auch diese diese, ähm, Interpretation der Kompetenzorientierung ableiten auch. Ja, das hat man hat einen großen Anteil sicherlich. Also wenn ich jetzt mal diese Werte ich habe hier noch zwei weitere, dass nämlich der innere den inneren Kompass finden, also eine Wertorientierung, die wir, glaube ich, dringend brauchen und eine die Fähigkeit zur Empathie.
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Das sind alles Dinge, die natürlich in dieses Hauptfach Mensch reingehören. Wobei dieser Slogan viel später entstanden ist als sie, als wir die Schule schon gemacht haben, sozusagen. Aber es passt 100 %. Und wenn ich von Werteorientierung rede, dann rede ich auch davon, dass wir das sehr dringend wieder Werte brauchen, an denen wir unser Lernen und unsere und unsere Unterrichten auch ausrichten können, dass nicht alles beliebig wird, also in unserer postfaktischen Welt, wo Wahrheit nicht mehr viel zählt, ist es dringend erforderlich, dass man weiß, wo man hin will und was man nicht will.
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Auch meine ich, alles was geht, sollte getan werden. Das ist auch was, was eine Mission, die auf meiner Agenda steht. Jetzt auf auf ihrem Weg. Sie sind ja immer noch als Schulzentrum auf dem Weg. Aber was man so so will, noch auf dem Weg bleiben soll Herausforderungen denen, denen sie begegnet sind, Herausforderungen. Na ja, das ist sicherlich die Gratwanderung von.
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Wir hatten eine ganz lange, langen Prozess. Soll diese Schule anerkannt werden oder nicht? Weil damit ja eine Menge an Einschränkungen, aber auch an Möglichkeiten verbunden ist. Die Möglichkeit ist, wir können in unserem eigenen Haus Prüfungen abnehmen, Zum Beispiel die Einschränkungen sind Wir müssen Noten geben, wir müssen, äh, wir müssen Lehrpläne weitestgehend einhalten und wir müssen Prüfungen unter ganz bestimmten Bedingungen aufnehmen.
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Das ist war eine ganz lange Diskussion bei uns über mehrere mehrere Jahre im Grunde in Münster helfen bei der Anerkennung des Gymnasiums in einer Arbeitsgruppe darüber diskutiert aber den Vorstand, also unser vereinsgeführtes Wir haben einen Verein der Länder, wir unsere, der unser Träger ist und da haben wir ganz lange gerungen. Wir hatten fünf verschiedene Modelle von von Schülern waren alles alleine bis ich sage es noch ein bisschen bisschen platt bis traditionell, äh Schule machen, gerade in der Oberstufe.
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Und das war dann so, es wurde dann letztendlich in der Mitgliederversammlung beschlossen, dass wir diese Anerkennung wollen. In der. In der Oberschule hatten wir sie zu dem Zeitpunkt schon und das war dann die erste Einschränkung. War ja, wie hier schon angedeutet, also wir haben ja früher noch. Also als ich hier anfing, noch Gymnasiasten mit Oberschülern zusammen unterrichtet und das hat auch wunderbar funktioniert.
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Da hat dann auch so Formate, wo wir dann die Oberliga Niedersachsen in bestimmten Bereichen mal so zur Seite genommen haben, in anderen Raum dann soll Vertiefungen gemacht haben, Es ging alles gut und dann wurde das einfach untersagt, weil es dann einfach eine anerkannte Oberschule war. Das eine Sache, die nicht mehr durfte und bis hin zu muss. Dann getrennte Räume, getrennte Pädagogen.
00:19:33:12 - 00:19:56:10
Es musste alles nachgewiesen werden. Das sind natürlich Dinge, die wir, die wir vielleicht so langsam wieder in diese Richtung wollen, wir wieder gehen wollen. Sie haben ja die Erfahrungen und Konzepte im Grunde in der Schublade. Ja, vielleicht auch hier in der Vollständigkeit. Das ist sicherlich viel komplexer. Aber es gibt inzwischen Arbeitsgruppen bei uns, die sich damit. Mit dem schönen Namen Tafelrunde, die sich mit dem.
00:19:56:13 - 00:20:34:06
Mit der Entwicklung unseres Schulzentrums in Richtung Gemeinschaftsschule Konzept entwickeln will. Und das wird sicherlich noch eine Weile dauern. Und wir hoffen natürlich, dass wir da vielleicht auch als als ein Modell dann da an den Start gehen können, weil wir im Grunde machen wir ja schon nicht vieles anders sein wir alle Voraussetzung für eine Gemeinschaftsschule eigentlich, indem wir diese ganzen Schularten haben, die Hälfte unserer Grundschüler werden von uns weiter unterrichtet, also etwa 25 pro Schuljahr.
00:20:34:08 - 00:21:08:24
Und die andere Hälfte, das ist auch noch mal eine Herausforderung. Ich habe ja schon mal angedeutet, dass die das die sehr viel Freiheit weit über in der Grundschule in diesem jahrgangsübergreifenden Kurs haben. Wir kennen also die gegenseitige Unterstützung, die kennen das, die freie Zielsetzungen, die kennen Wochen, Pläne und dann kommen noch mal die Hälfte von Schülern von ganz anderen Schulen dazu, die wir auch brauchen, damit wir ungefähr so 40 Schüler in in einem Jahrgang unterrichten können.
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Also auch rein finanziell muss das sein und dann, das ist schon eine Herausforderung ist dann zusammenzuführen. Sie haben ja, wir haben die ganzen Kennzahlen Ihrer Frage vergessen. So wie ich das gelesen haben, ist das 111 Jahrgang jeweils Oberschule, ein Jahrgang, Gymnasium und Lerngruppen maximal 20 ja 20 bzw 21 im Gymnasium. Also ich kann das ja mal hier. Ich habe zwei Jahre aufgeschrieben, wir haben im Moment 364 Schüler insgesamt im Schulzentrum, davon sind 111 in der Grundschule, 112 in der Oberschule, also Realschule, Hauptschule und 141 im Gymnasium, das im Moment der Stand Schuljahr dieses Schuljahr und unterrichten in der Grundschule unterrichten zwölf Lehrer und Lehrerin im Gymnasium 20 wobei das, wenn man alles zusammenzählt, alle Pädagogen,
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alle Erzieher, die noch eine Rolle spielen, dann auch noch ein Hort und noch einen Schulclub und also eine Betreuung über die Schulzeit hinaus. Und wir haben Insgesamt sind es dann 40 Pädagogen, die dann hier tätig sind. Im weiterführenden Bereich. Und dann haben wir eben zwei, also zwei Abteilungen, wenn man so will, die sich um Inklusion kümmern. Und da sind jeweils dort fünf, 5 bis 6 Leute jeweils in Grundschule und in der weiterführenden Schule noch mal getrennt.
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Hallo Leistungsone, eine ganze Menge zwei stelligen Bereich von Leuten, die nur in den in diesem Bereich Inklusion tätig sind. Das ist beeindruckend und vor allem. Was mir auch aufgefallen ist, wenn man sich ihre Pädagoginnen und Pädagogen anschaut, die sind relativ jung. Hängt das auch damit zusammen, dass sie sich als lernende und dynamische Schule begreifen? Ja, wenn man das also immer positiv denkt, ja.
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Aber es ist natürlich auch so, dass das wir hier eine Situation haben, wo Lehrer sich dann schon überlegen, ob sie ins Gymnasium, in die Regelschule gehen und dabei dann vielleicht eine Abordnung an die Oberschule riskieren, die dann vielleicht vier Jahre geht. Das ist ja so die Norm. Heute. Also die Stellen vor einem Gymnasialbereich sind nicht so breit gesät, sodass dann eben auch schwierig sein das durch einen Ausgleich sind.
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Aber ich glaube, das ist so eine Mischung. Also es gibt sicherlich Lehrer, die hierhin kommen, weil sie eine andere Pädagogik wollen, Aber es gibt auch ganz normale Lehrer, die die einfach so hier das jetzt neu kennenlernen und vielleicht dann auch lieben lernen, dass es. Dass es hier ein bisschen anders zugeht. Auch unter den Kollegen klappt ein sehr gutes kollegiales Verhältnis an der Schule.
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Lehrer, die schon mal was anderes kennengelernt haben. Das war vorhin in Konkurrenz Situationen zugeht. Das kann dann dann auch schon auf die Gesundheit gehen. Und das manche schätzen das auch sehr, dass sie das richtig. Das ist dann so das Bild der der Schutz der ländlichen Schule Schule auch so ein bisschen vielleicht als als kollegiale Familie. Ja, also ob das was mit ländlich zu tun hat?
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Wahrscheinlich würden wir es in der Stadt genauso tun. Aber vielleicht hat man in der Stadt ist man da ein bisschen breiter aufgestellt, hat da mehr Möglichkeiten auszuweichen, auch auch den Beziehungen auszuweichen, weil sie mit. Eine Tendenz ist auch, dass einige Kollegen immer so, dass einem ja auch hier hinziehen und immer es auch ganz attraktiv macht. Wieso müssen sie.
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Die Erweiterung der Speckgürtel von Leipzig wird jetzt auch so langsam ja was soll an den Entwicklungen auch in der Stadt und wir sind jetzt noch mal noch mal ein bisschen ländlicher, auch im Drinnen, aber noch mal etwas außerhalb. Wobei da ist man relativ schnell wieder. Also ich bin ja sogar zu Fuß gekommen. Ja, stimmt. Also die Busverbindungen und Community Fahrrad, ja, das ist ja wirklich, wirklich sehr schön.
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Man kann ja bei Ihnen, Sie haben ja schon auch mir zuvor gesagt, Sie haben mehrere Referendare und Referendaren, Sie haben auch Praktikanten und Praktikanten. Man kann ja schon relativ früh bei Ihnen reinschnuppern und Erfahrungen sammeln. Vielleicht so zum Abschluss. Was würden Sie insgesamt lernen? Studierenden mit auf den Weg geben wollen? Vor viel und vor allem dann, wenn sie einmal hier sind?
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Ich muss mal positiv ausdrücken, weil es negativ ist, immer gerne sagen aber Mut, den Mut zu haben, Dinge einfach mal zu machen, anders zu machen und sie hingucken, beobachten und vor allen Dingen nicht immer denken, man müsste, man wäre für alles zuständig. Also das ist einfach nicht. Es ist einfach nicht wahr. Auch wenn es jemand anders erzählt, wir sind nicht so gut, können wir es dann, wenn die Lehrerin die Schüler nicht wollen oder nicht können, weil sie vielleicht in Situationen leben, die Lernen gerade unmöglich machen.
00:26:30:02 - 00:26:50:14
Wir wissen inzwischen, dass Lernen nicht funktioniert, wenn die. Wenn die Schüler sich nicht sicher fühlen und ihr Bauchgefühl, also die Beziehungen, nicht stimmen. Und wenn er von zu Hause einiges mitgebracht wird, dann dann ist Lernen das Letzte, was da für die wichtig ist. Und wenn man das weiß, dann, dann kann man gar nicht für alles zuständig sein. Dem kann ich das auch.
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Ich kann da nicht mit irgendwie noch so gut organisiertem Unterricht lernen, dann interessieren, wo das grad nicht dran ist. Und das muss man wissen. Und dann hat man schon ein ganz anderes Verhältnis zum Unterrichten, zum Lehren. Also ein bisschen mehr Lernbegleitung müssen wir drauf gucken. Man braucht auch die Zeit nicht immer nur fordern wir die Zeit, alles zu sehen und um zu sehen, was mit den Schülern innen los ist.
00:27:21:24 - 00:27:43:22
Das sind so die Sachen, die ich mitgehen würde. Vor allem gut, Danke! Danke auch für die Zeit mit uns. Spannende Gespräche. Der Podcast hat dein Interesse geweckt und du möchtest die Schule näher kennenlernen. Vielleicht sogar in einem Praktikum oder Referendariat. Dann besuche unsere Homepage unter www.perspektive minus .de.
Folge 4: Evangelisches Schulzentrum Muldental
In dieser Folge lernen wir das Evangelische Schulzentrum Muldental in Grimma kennen. Herr Märsch, der für u. a. für die pädagogische Koordination und Kommunikation verantwortlich ist, gibt uns Einblicke, wie Inklusion am Evangelischen Schulzentrum gestaltet wird und worauf es bei guten Beziehung zwischen Lehrer:innen und Schüler:innen ankommt.
Homepage des Evangelischen Schulzentrums Muldental: www.eva-schulze-mtl.de
Diese Folge auf Spotify, Deezer oder Itunes hören, oder direkt hier in unserem Webplayer:

00:00:09:18 - 00:00:38:17
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Ideen machen Schule, dem Schulpodcast der TU Dresden und Perspektive Land, einem Programm der Deutschen Kinder und Jugendstiftung. Wir nehmen dich mit auf eine Entdeckungstour durch die sächsische Schullandschaft. In diesem Podcast erfährst du, wie vielfältig Sachsens Schulen sind und welche besonderen Konzepte und Ideen dich hier erwarten. Heute mit der Oberschule Clara Zetkin in Freiberg.
00:00:38:19 - 00:01:16:06
Ich begrüße euch recht herzlich zum heutigen Podcast und heute bin ich auf dem Weg zur Clara Zetkin Oberschule nach Freiberg begeben mich gleich zum Bahnhof, setze mich dann in den Regionalexpress Richtung Chemnitz und werde auch nach knapp 25 30 Minuten schon in Freiberg sein. Lauft dann noch ein paar Meter zur Schule und dort treffe ich David Kirsch, mit dem ich mich zum einen über das Schulkonzept mit dem Schwerpunkt Digitalisierung, aber auch über das Lehrersein bzw als Lehrerin sein an Schulen im ländlichen Raum unterhalten möchte.
00:01:16:08 - 00:01:45:08
Ja David, ich hatte mich in das Schulgebäude bisher angeguckt. Erinnert die meisten überrascht, muss ich ehrlich sagen, dass es sehr modern ist. Hätte ich nicht erwartet. Aber endlich wird gleich mal mit Ja einsteigen, bevor wir quasi dann ins Thema gehen Was bedeutet denn Schule für dich? Ja, Schule bedeutet für mich in allererster Linie Flexibilität. Das heißt, wir können es so vergleichen, dass wir eigentlich nichts anderes als Protagonisten in einem Film sind.
00:01:45:10 - 00:02:06:09
Dieser Film hat kein Drehbuch. Wir wissen also nie, was tagtäglich passiert. Und wir müssen immer flexibel in den einzelnen Situationen reagieren. Das macht den ganzen Tag natürlich extrem spannend und interessant. Teilweise natürlich auch so, dass wir am Ende fix und fertig nach Hause gehen, manchmal glücklich nach Hause gehen. Ich denke, das ist erst mal das Wichtigste, was wir über Schule wissen sollten.
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Wir müssen flexibel reagieren und ansonsten ist das natürlich ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens, weil wir nicht nach Hause gehen, das Buch schließen und es am nächsten Tag aufmachen und weiter lesen, sondern gewisse Dinge nimmt man mit ins Wochenende, in den Feierabend. Die werden noch mal zu Hause diskutiert und irgendwelche Fragen? Also es ist schon ein großer Bestandteil des Lebens.
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Also so quasi ein sozusagen Drehbuchautor, ein Schauspieler, der in einem Jahr die Schule ist, also sozusagen unsere Bühne. Und das Schöne ist, die Zuschauer können nicht freiwillig da sein. Vervollständigen man den Satz Ich gehe gerne in die Schule, weil also ich gehe gerne in unsere Schule. Das möchte ich mal so sagen, weil wir hier in einer Provinzstadt leben können.
00:02:52:22 - 00:03:20:10
Das heißt, Freitag ist für mich oder für uns alle Ja Universitätsstadt. Entsprechend innovativ, modern, gut ausgestattet. Aber auf der anderen Seite, wenn man durch Freiburg geht, ist leider auch sehr gemütlich in den Gassen, beschaulich und genau das, was Freiburg uns zeigt, spiegelt sich bei uns im Schulklima eigentlich an der Schule wieder. Wir sind eine sehr moderne Schule, die technisch sehr gut aufgestellt ist, die wissbegierig ist, die ehrgeizig ist.
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Aber wir sind untereinander sehr gelassen und eben auch gemütlich, was den Umgang mit Schülern betrifft, was der Umgang der Schüler untereinander betrifft oder auch Lehrer und Schüler und Lehrer selber. Und deswegen gehe ich gern in die Schule, weil diese Bedingungen mit der Modernität das alles passt zu dem, wie wir unterrichten wollen und hier unterrichten möchte, eben modern digital, so dass wir die neuen Herausforderungen meistern können.
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Also gab es mir auch gleich beim Thema Kannst du kurz die Schule mal vorstellen? Also wenn du sagst, ihr habt viel digital, viel medial, das ist so und das Besondere, was eure Schule so ausmacht. Ja, wir sind als Schule dahingehend sehr vielfältig. Also wir sind erst mal grundlegend Ganztagsschule in Klassenstufe fünf und sechs und gebundenes Ganztagsangebot für die Schülerinnen und Schüler.
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Das heißt, die kommen 7:20 zu uns in die Schule, dann haben wir mit mit diesem Tagesablauf, mit Lernzeiten, mit Förderstunden, mit Mittagspause alles im Stundenplan integriert dies das Ganztagsangebot entspannt Zustand. Es wird ein offenes Ganztagsangebot ab der Klassenstufe sieben. Das ist die eine Besonderheit unserer Schule. Dann sind wir freundliche Schule seit zwei oder drei Jahren. Dann sind wir eben seit zwei Jahren auch Schule mit zwei Altersklassen im Haus, die also auch direkt Internetunterricht machen.
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Das ist diese digitale Schiene, die wir eingeschlagen haben und die sich auch sehr bewährt hat. Es läuft momentan so, dass wir in Klassenstufe neun eine Pilotklasse haben. Die haben letztes Jahr begonnen und jetzt zu diesem Schuljahr haben nur noch fünfte Klasse nachgezogen, die da jetzt praktisch von der fünf bis zu zehn hochgezogen wird. Da läuft der Unterricht dann ergänzend mit eigens für die Schülerinnen und Schüler, weil sie sozusagen vollkommen digital, nicht ganz, also vollkommen digital nicht.
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Wir haben gesagt, dass ein Ergänzungsmittel sein zum Unterricht, das heißt, wir standen vor der Frage Schaffen wir Hefter beispielsweise ab oder lassen wir Hefte noch beim Schüler? Und da haben wir uns ganz klar. Heißt also, jeder Schüler hat nun mal in jedem Fach seinen Hefter, und das eignet es nun mal als Ergänzungsmittel. Da werden Dinge mal auf dem iPad gelöst, dann noch mal vielleicht 90 Minuten am iPad gearbeitet.
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Manchmal wird in dem Block nur zehn Minuten mit dem iPad gearbeitet oder gar nicht. Wo das passiert, Also dort, wo es sich anbietet, muss einen Mehrwert bringt für den Schüler. Dort wenden wir oder wollen wir das auch anwenden Und dort, wo wir denken, es macht einfach keinen Sinn, weil es vielleicht Spielerei ist oder irgendwas anderes. Doch machen wir es natürlich.
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Da haben wir stehen in einem sehr engen Austausch mit den Schülern, vor allem also mit dieser neunten Klasse, weil die natürlich ein Stück weit älter sind, das Grundstück beurteilen können. Das ist ein sehr, sehr positives Feedback, was wir zum Großteil kriegen. Die Schüler haben laut ihren Aussagen natürlich mehr Motivation, sich mit Dingen zu beschäftigen. Sie finden den Unterricht interessanter.
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In vielen Dingen moderner, Aktueller ist auch das, was die Eltern uns in der Elternevaluation nach einem Jahr widergespiegelt haben. Dass die Motivation des Schülers in Dreiviertel der Fälle gestiegen ist. Das ist, denke ich, ein großer Vorteil. Super, das ist ja. Das war ein echt gutes Ergebnis. Die Eltern schätzen das auch so ein, dass der Unterricht entsprechend attraktiver, moderner geworden ist, Das Interesse des Schülers einfach größer, sich mit Dingen zu beschäftigen.
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Alle sind natürlich auch ein stückweit abwechslungsreich. Gestalten kann wie Segeln drauf gekommen, dass wir gesagt haben, wir wollen jetzt quasi Klassen, wir wollen digital werden und das war Zufall. Okay, es war einfach Zufall. Unsere Chefin hat sich vor vier Jahren für das Projekt Bildung Digital der Deutschen Kinder und Jugendstiftung beworben, was es praktisch ein Netzwerk von Schulen aus ganz Deutschland, wo man innerhalb von zwei Jahren zu einem bestimmten Thema eine Projektidee entwickeln und umsetzen soll.
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Und wir sind damals nach Berlin gefahren. Im September 2017 hatten wir ganz andere Ideen, kommen in Berlin bei dieser großen Auftaktveranstaltung an und lernen dort die anderen Schulen kennen, die mit uns in einem Cluster sozusagen aktiv waren. Und dann stellen sich die Schulen so vor und da waren die Schüler dabei aus Zug durch in Bayern, die eben schon seit Jahren ein paar Klassen hatte und habe ich zu meiner Chefin gesagt Das ist cool, das will ich auch.
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Am Ende, davon haben wir gesagt Ja, wir schwenken um, wir machen ein Klasse. Das war doch logisch. Zwischen Tür und Angel haben wir das praktisch entschieden. Wir machen das doch was anderes. Wir machen die iPad Klasse. Da war uns natürlich bewusst, was das bedeutet. Wir haben erkannt, dass hinterher die Arbeit, aber die Idee sozusagen quasi spontan entwickelt gesagt, dass das ist zukunftsträchtig, das will ich haben jetzt sagen und das kann ich mir vorstellen, dass wir das umsetzen.
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Ja, wir hatten wirklich Glück an dieser Stelle, dass wir dann auch die, die zum DO für Schule als Partnerschule bekommen haben, also in diesem Netzwerk, das sind ungefähr zehn Schulen dabei. Man trifft sich dann zweimal im Jahr immer woanders, guckt sich die Schule entsprechend an, wo man zu Gast ist und bekommt aber speziell noch mal eine Partnerschule, mit der man dann noch mal intensiv an den Austausch gehen kann, wo man noch mal sich gegenseitig besucht.
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Und da hatten wir Glück, dass wir wirklich die zum Dorf Schule als Poppenschule bekommen haben, um das wirklich auch von deren Erfahrungen profitieren zu können. Um eben Fehler zu vermeiden, die wir vielleicht sonst gemacht hätten. Also hätte quasi gleich auch sagen können Best Practice Beispiele sagen lernen kostet ja und da sind für euch das Übernehmen und das war jetzt schon mal sämtliche zurückblickend bewertet.
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Das waren so die größten Herausforderungen der Umstellung mit der Arbeit. Also da muss man sagen, da hatten wir teilweise auch wieder ein Stück weit Glück, weil wir einen Schulträger haben hier mit der Stadt Freiberg, der dieser Sache wohlgesonnen entgegenstand, die von vornherein gesagt haben Endlich eine Schule, die das will, die digital sein will, das unterstützen wir. Damit haben wir keinerlei Probleme gehabt, was die Finanzierung von Endgeräten betrifft bzw die Schaffung von Infrastruktur.
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Wir hatten zu dem Zeitpunkt kein WLAN Netzwerk im Haus, das alles musste geschaffen werden und der Schulträger hat von vornherein gesagt das machen wir selbstverständlich, wir gehen doch mit. Und das war die größte Herausforderung, die wir uns eigentlich ausgemalt hatten. Die war entsprechend relativ schnell erledigt. Genauso die Kommunikation mit dem Landesamt für Schule und Bildung und die Unterstützung von dort.
00:09:40:04 - 00:10:01:07
Das war alles logisch in Ordnung und das größte Problem wurde für uns dann mehr oder weniger der Zeitfaktor war, der uns ein sportliches Ziel gestellt hatten. Wir hatten also im Ende September sind wir von Berlin nach Hause gefahren mit dieser Idee im Kopf. Und dann war klar Ich will das im neuen Schuljahr beginnen. Also die Deadline war der August 2018.
00:10:01:11 - 00:10:26:01
Also Massen Dreivierteljahr, um alles zu schaffen. Da muss ich Kollegen fortbilden, muss erst mal Kollegen finden, die mitmachen, muss die Finanzierung klären, muss die restlichen Sachen klären, muss mit den Eltern sprechen. Dass das alles funktioniert, dass die mitmachen usw und so fort. Und da muss man ehrgeizig dranbleiben. Das haben wir zum Glück lösen können, weil wir uns gesagt haben, wir nehmen erst mal Kollegen ins Boot, die wollen.
00:10:26:01 - 00:10:47:08
Sie haben also eine Umfrage im Kollegium gestartet. Wer hätte denn gern doch mitmachen werden, wenn die angekündigten und hatten Glück, dass viele Kollegen dabei waren und wir die Fläche entsprechend gut abdecken konnten. Dann haben wir die Fortbildung gemacht und das geht. Bzw. Musste man sich selber als Nein denken. Also ich hatte bis zu dem Zeitpunkt auch wenig Erfahrung damit, musste mich also selber einarbeiten.
00:10:47:10 - 00:11:15:19
Die Lehrbücher, also die Lehrpläne, die Verlage lassen einen mehr oder weniger zu dem Zeitpunkt im Stich, weil da gibt es wenig Angebote, Also fängt man selber an, sich Know how zu beschaffen, zu recherchieren und all das und diese kürzester Zeit war die größte Herausforderung, sodass wir den Termin halten konnten. Gott sei Dank. Und dann stoppen. Und das Ganze ist dann eben weil passiert, sozusagen bei der regulären Unterricht, wenn sie wirklich dynamisch erfolgt, sodass wir gerade dann, wenn wir gesessen sind, überlegt, dass ich eines machen.
00:11:15:21 - 00:11:38:24
Auf jeden Fall Respekt in einem 3/4 Jahr das komplett umzusetzen. Und wie kann ich mir jetzt so eine Unterrichtsstunde vorstellen, wenn ihr quasi startet der Unterricht in Blöcken also also Bildungswerk 90 Minuten, dann gab das wie gesagt sehr sehr unterschiedlich. Das kommt toll an! Wenn ich das iPad auslese, haben wir uns natürlich auch Gedanken gemacht wie machen wir zum Unterricht, Nutzen wir Hefter, nutzen wir keine Hefte.
00:11:38:24 - 00:12:01:11
Was ich vorhin schon erwähnte. Wir haben uns dann dafür entschieden, Art didaktisches Modell selber zu kreieren. Also habe ich mich hingesetzt, haben überlegt Wozu brauchen wir eigentlich das iPad? Warum sollte es einen Mehrwert bringen? Wir sind zu dem, was ich bin, zu dem Ergebnis, am Ende kommen zu sagen Wir haben digitale Herausforderungen von denen die Schüler stehen in Zukunft sowohl im Privaten, also in der Arbeitswelt zukünftig.
00:12:01:13 - 00:12:29:02
Und dann müssen wir eine Art digitale Problemlösestrategie entwerfen. Und wir müssen doch mal mehr Kompetenz entwickeln, dass der Schüler in der Lage ist, digitale Probleme zu lösen. Und ich kann vor einem gesellschaftswissenschaftlichen Lehrer naturwissenschaftlichen Fächern, wenn ich an der Problemorientierung arbeite, als didaktisches Grundkonzept kann ich das sehr gut einarbeiten, kann dort speziell Methodenkompetenz, digitale Methodenkompetenz verwirklichen. Also haben uns hingesetzt Wie machen wir das?
00:12:29:02 - 00:13:01:19
Wir versuchen also, einen Fahrplan zu entwickeln für Problemstellungen, Fragestellung am Anfang der Stunde zu entwerfen, dann die Sache zu konstruieren, was herauskommt über eine Zielformulierung in der Konstruktionssphase, wo der Schüler anfängt zu recherchieren, möglichst eben mit diesem Medium des Internets. Und das ist ja genau das Problem Wir kennen das alle, wir haben irgendein Problem privat, ja, wir googeln mal, also nehmen wir das Handy oder setzen uns vom PC und recherchieren und nach einer halben Stunde stellen wir fest Ja, ich hab zwar ganz viel gelesen, aber eine Lösung zu meinem Problem habe ich noch nicht gefunden.
00:13:01:21 - 00:13:33:18
Und das richtige Recherchieren ist also der erste wichtige Schritt, den die Schüler lernen soll. Das ist fachübergreifend problemlos machbar. Also sind erste wichtiger Schritt gewesen Recherchieren, dann müssen die Ergebnisse, die ich finde, die ja teilweise gut sind und riesen Fülle hergeben, die Unendlichkeit des Internets, da müssen die Ergebnisse organisiert werden. Das unterschiedliche Möglichkeiten. Man kann das digital organisieren, sortieren, verwalten mit meinen Apps und wie auch immer und dann am Ende der letzte Schritt nach dem Organisieren.
00:13:33:18 - 00:13:56:17
Ich muss es ja auch präsentieren Ergebnisse noch mal vor. Da kommt immer so der Punkt, wo viele Kritiker sagen ja, am Ende halten sie nur noch Referate und das ist eben nicht Account, sondern wir haben gesagt möglichkeiten kann im Unterricht ein normales Unterrichtsgespräch sein zwischen Schülern und Lehrern mit einem Tafelbild. Was gemeinsam entwickelt wird, das kann auch ein elektronisches, selbstbestimmtes Buch des Schülers sein.
00:13:56:17 - 00:14:21:09
Das kann normaler Hefteintrag sein, es kann aber auch eben dieser Ort sein. Und nach diesen drei Schritt recherchieren, organisieren und präsentieren, nachdem sind wir oder gehen wir grundlegend vor und versuchen eben durch die digitale Kompetenz doch mit einzubauen. Sind auf jeden Fall sehr gut, finde ich. An was mich jetzt noch so persönlich interessiert Wie ist das für dich als Lehrer?
00:14:21:11 - 00:14:41:20
Also wenn du jetzt zurückblickst, sozusagen ohne digitale Medien zu arbeiten und jetzt mit dem Blick auf digitale Medien, weil das ist ja so, auch mein Mann hat vielleicht seinen Vorbereitungsdienst gemacht, jahrelang in der Schule und irgendwie so erschlagen mit vielen Sachen und ähnlichem selbst organisieren. Und er arbeitet mit einem Kollegium, das mit ein wenig weit davon in die Stadt gezogen und irgendwie muss das alles managen.
00:14:41:22 - 00:15:11:24
Und bis ich dann so richtig angekommen bin, dass ich eine Sicherheit habe in meinem Unterrichtshandeln oder in meinem Lehrer sein sozusagen da, das geht ja eine ganze Menge. ZEIT Denkst du, dass das durch die digitalen Medien einfacher als jetzt grundlegend nach einer bestimmten Dauer ja, am Anfang ist das ein sehr hoher Zeitaufwand. Also der haben da, der frisch an die Schule kommt nach seinem Referendarschwert hat sehr viel zu tun, aber viele Klassen übernehmen wo er das erste Mal drin ist.
00:15:11:24 - 00:15:33:16
Also die Vorbereitungszeit wird schon sehr hoch sein. Jetzt merke ich, ich habe zwar die Themen in Geschichte, Geografie, Klasse neun schon unterrichtet, vor 345 Jahren, aber digital ist es ein anderes Vorbereiten, weil ich muss selber die Masse des Internets erst mal durchforsten. Was kann ich gebrauchen? Welche Homepage ist zum Beispiel mit Fehlern behaftet, das der Schüler als kritisch überprüfen kann?
00:15:33:18 - 00:16:03:10
Also ich muss selber erst mal viele Dinge recherchieren, während ich früher da sitze und drei verschiedene Lehrbücher habe, als Lehrer in meiner Vorbereitung und ich die didaktische Reduktion vornehme, sitze sich jetzt praktisch vom PC durch das Internet und überlasse in bestimmten Dingen auch die didaktische Reduktion schon dem Schüler, weil diese Kompetenz Musterschüler ja auch lernen, dass auch er dann einen bei einem privaten Problem, bei einem sproblem später auch selber Ist ja auch niemand da, der sagt Ich habe das schon mal reduziert, fertig.
00:16:03:12 - 00:16:30:20
Du brauchst also diese überschaubare, die überschaubaren Quellen zu recherchieren, zu durchforsten, sondern da habe ich auch diese Unendlichkeit. Und deswegen brauchen wir die didaktische Reduktion Ein Stück auf den Schüler aber, der der Großteil das vorzubereiten ist deutlich höher als im Normalfall das jetzt zu werden. Ich sitze deutlich länger momentan. Perspektivisch werde ich davon profitieren, weil es eben organisiert, strukturiert, digital schon habe und eben dann ja nicht anpasse.
00:16:30:22 - 00:16:49:05
Es gab aber im ersten Moment ist das schon sehr viel Zeitaufwand. Ja, aber wenn du sagst, dass sich das lohnt, dann ist es ja auch klar. Weil wenn ich ein Medium quasi digital vorliegen habe, dann kann ich es immer wieder anpassen. Das ist natürlich etwas einfacher, als wenn ich mir immer wieder die neue Lehrbuch auf Lager nehmen zu lernen.
00:16:49:07 - 00:17:17:04
Kopiere ich gerne mal meine Texte zusammen oder stelle neue Aufgaben oder ähnliches. Wie ist als künftiger Plan Wo sollten die Reise hingehen? Wir wollen praktisch das erstmal etablieren, was wir erreicht haben. Also ich denke, wir sollten immer einen Schritt nach anderen auch gehen und vor allem sehen, dass wir die anderen nicht verlieren. Das heißt, unser Ziel wird es sein, dass wir pro Jahrgang eine halbe Klasse haben, perspektivisch von der fünf angefangen.
00:17:17:04 - 00:17:37:10
Dieses aufbauen und Sehen, das wird die technische Ausstattung, die technischen Mittel für die anderen Klassen genauso zur Verfügung stellen können. Also in ähnlicher Form zu shows es nicht möglich sein, die ganze Schule innerhalb von fünf Jahren zum eigenen Schule zu machen. Das ist schier unmöglich. Das ist auch ein ganzes Stück utopisch. Aber es muss eben dann so sein, dass die anderen Schüler ein Teil davon auch nutzen können.
00:17:37:16 - 00:18:00:02
Das können mobile Internet Wagen sein, dass also dort punktuell die digitale Bildung genauso mit wie ankommt. Ansonsten wie gesagt, wenn wir die Infrastruktur insgesamt ausbauen, im Haus festigen, sichern, dass alles funktioniert. Nichts ist schlimmer, als wenn die Technik nicht funktioniert. Dann verlieren auch die Kollegen, die jetzt gewonnen haben, Stimmen sagen die Technik funktioniert ja sowieso nicht. Wenn die dann wirklich nicht funktioniert.
00:18:00:02 - 00:18:20:02
Der Kollege sagt dann Ich bringe mich durch, ich probier's trotzdem mal, weil alle sagen, die Technik funktioniert und dann geht es an dem Tag eben nicht. Dann verlierst den Kollegen vielleicht du immer mal daran, sondern probier's nicht nochmal. Also diese Dinge müssen, müssen stehen, bekommen einen klaren Fahrplan. Wir haben das mit unserem Medienkonzept gemacht, das Schulkonzept angepasst, verändert.
00:18:20:04 - 00:18:49:12
Wir haben uns da ganz klar Gedanken gemacht Was muss der Reihe nach passieren? Und wenn die Infrastruktur nicht stimmt, brauchen wir über Dingen und Richtungen nachdenken. Und da denke ich, ist unser Weg wirklich der, dass die Infrastruktur sichtbarer wird, noch besser wird, um dann noch mehr Schüler daran teilhaben zu lassen und auch Kollegen. Nun hattest du eingangs gesagt, dass wir ja quasi es sind ja privat, also dass du dir Provinzstädtchen auch sehr schätzt und die Ruhe.
00:18:49:14 - 00:19:15:11
Nun erschließt sich halt der Podcast auch ein Lernst du dir andere Mechanismen des quasi im ländlichen Raum ist keines offiziellen Bedarfs Region ja doch schon Lehrkräfte mangel vorherrscht. Es geht auch darum, dass wir es schauen. Okay, er gibt im Praktikum seine Mutter. Wie kann ich das den Leuten schmackhaft machen in den ländlichen Raum zu gehen? Wenn wir das mal auf drei vier Punkte wesentlich zusammenfassen könntest?
00:19:15:13 - 00:19:42:12
Grob was du Wasserpreise zu bieten hast oder was die Schule zu bieten hat. In. Wir haben eine wunderschöne Stadt zu bieten Freiburg als Wohnumfeld, als Universitätsstadt. Als der eingangs schon sagte modern, beschaulich, gemütlich, das spiegelt unser Schulklima wieder. Das ist, denke ich, erstmal, dass man sich wohlfühlt, wenn man in diesen Beruf einsteigt, ganz wichtig. Das ist ein Unterschied zur Großstadt und vieles anonymer vonstatten geht.
00:19:42:13 - 00:20:03:21
Wir haben auch ganz einfach die Probleme, die Schulen in den Großstädten haben. Die haben wir einfach teilweise nicht, weil wir eben Provinzstadt sind, weil die Schüler teilweise aus ländlichen Gebieten zu uns kommen. Gerade für den Berufseinstieg ist es von großem Vorteil, dass ich mich eben als neuer Lehrer auf meinen Unterricht konzentrieren kann und mich nie um alle anderen Probleme kümmern muss.
00:20:03:21 - 00:20:25:12
Die Schüler noch mitbringt, haben wir hier deutlich weniger, denn das ist am Anfang schon nicht so einfach zu zu finden in diesem Beruf mit diesen vielen Stunden, die dann auf einmal halt nicht zurecht zu kommen. Das sind die ländlichen Gebiete mit kleineren beschaulichen Schulen. In meinen Augen viel, viel geeigneter als für den Neueinsteiger und die großen Schulen in der Großstadt, wo es andere Probleme hat.
00:20:25:14 - 00:20:56:13
Und deswegen sollten sich die jungen Leute schon überlegen. Es ist auch möglich in diesen ländlichen Raum zu kommen. Wir haben eine super Zuganbindung von Dresden nach Freiberg, von Chemnitz nach Freiberg. Völlig unproblematisch. Ja, was von selber gesagt. Du läufst vier Minuten vom Bahnhof zu unserer Schule und das sind Vorteile, die die muss man einfach so sehen. Nach dem Interview führte mich David noch kurz durch Schulhaus und ich hatte die Möglichkeit, für ein kurzes Gespräch bei der Schulleiterin vorbeizuschauen.
00:20:56:15 - 00:21:33:23
Es geht hier um Hast du praktische im Kunstbereich? Das ist noch Sachen, keine Aula und Wasserflasche und andere Zimmer für. Für Ganztagsangebote. Yoga, Zimmer Fotografie, Lange und kleine Bücherei, Werkstatt, Stadtbücherei. Und wie gesagt, ja, dieses Verwaltungszimmer für die digitale Schiene ist doch alles sehr, sehr offen und sehr hell. Ist ja sehr, sehr angenehm zu leben. Das ist genau dieses hier von und durch die Gänge wird teilweise gestrichen, sondern ist unser Schulhaus so aufgebaut, dass wir auf vier verschiedenen Etagen vier verschiedene Jahreszeiten haben.
00:21:34:00 - 00:22:10:13
Also ganz unten Frühling der nächsten Tage, dann im Sommer und Herbst oder Winter und entsprechend sind die Gänge und die Räume auch die Form gehalten. Bzw. Hier sieht man, dass die Spinde auch so gestaltet und das ist eigentlich wirklich sehr, sehr schön und das macht die ganze Sache groß und hell. Man keine Eingänge und da ist aus diesem alten ehrwürdigen Gebäude Intro logisch das Museum Schönes geworden, stehen jetzt hier im Klassenraum und der Fernseher ist quasi so groß wie eine reguläre Tafel und da könnt ja quasi auch dann zusammen mit iPads und Co quasi alles synchron arbeiten.
00:22:10:13 - 00:22:31:00
Und das heißt, ich muss nicht anschließen, also ich kann das Kabel los alles machen. Na, kann mich jetzt mit jedem Produkt praktisch einloggen. Das muss jetzt keiner, will unbedingt sein. Die Schüler mit den iPads kann ich also sagen Hier auf Spiegel bitte mal dein Ergebnis, dann zeige das und das bringen die in. Das ist zwei drei Sekunden, das ist hervorragend.
00:22:31:02 - 00:22:53:00
Was auch eine sehr gute Tonqualität, die reicht ja völlig zu entlarven und zu bescheiden. Wie gesagt, du kannst ganz hinten sitzen, das ist alles. Also quasi noch eine Ergänzung zum Digitalisierungskonzept sozusagen. Also nicht nur ein iPad, sondern eben die ganze Synergie mit Bildschirm und Co während des umfänglich viele Fernseher mit Windows PC kommt von Kollegen. Kann er das machen?
00:22:53:05 - 00:23:14:19
Ja, und das ist ja gerade auch jetzt in den in der Zeit von Korona sozusagen auch schon im Vorteil, wenn man eben den Vorspann sozusagen schon hat und wenn man weiß, man sich digital organisieren muss. Also wir haben, wir haben Gott sei Dank der neunten Klasse mit den iPads Videokonferenzen machen können, sodass wir praktisch die Aufgaben am Anfang auch erklären konnten, vorstellen konnten.
00:23:14:21 - 00:23:32:05
Am Ende mussten die das dann wieder hochladen, die ich gerade also immer zeitnah bis zum Donnerstag Freitag die Ergebnisse da konnte die kontrollieren. Dann hat man Auswertungskonferenz gemacht, was für ein Stoff sehr gut vorangekommen sind und wenig verloren haben.
00:23:32:07 - 00:23:36:18
Guten Tag.
00:23:36:20 - 00:24:08:22
Wir sind es für Sie als er als Schulleiterin, gerade wenn wir jetzt in neue fünfte Klassen kommen. Also kommen Eltern gezielt und sagen Ich will mein Kind zu euch bringen, weil ihr habt die Altersklassen her Konditionen. Also wir haben mit Schülern eigentlich, also mit Schülerzahlen, keine Probleme in der Schule mit teilweise gebundenen Ganztagsangebot und es wird sehr gut angenommen, dass die ihr auch von Montag bis Donnerstag hier im Haus sein können wir ja zum Rhythmisieren tackern und auf der anderen Seite auch, ob das Angebot besteht, auch nach Hause zu gehen.
00:24:08:22 - 00:24:39:09
Und offener, ganz was die Gebäude zu nutzen, muss es schon vielseitiges Konzept großen Menge entwickelt haben. Mit viel mehr aber ja zwei zu stellen. Wir haben aber also wir schauen ja auch quasi, dass wir mit dem Podcast sozusagen die Lernstudierenden erreichen, die sonst immer nur nach Dresden, in Leipzig oder in die sächsischen urbanen Regionen wollen, man immer sagt, Es gibt auch im ländlichen Raum auch Schulen bei diesen sind halt besser ausgestattet und bessere Konzepte als eben in den städtischen.
00:24:39:11 - 00:25:06:04
Ganz viele Leute aus Staunen, die hierher kommen. Also wir sind ja auch eine sehr offene Schule. Es ist ja eigentlich immer was los hier. Wir sind immer jemand, der zum Hospitieren kommt oder der hier mal gucken will und unsere Konzepte angucken will. Auch. Also in diesen ganzen Ganztagsgeschichten ist immer auch so ein bisschen der exotisch ringsherum mit den gebundenen Ganztagsangeboten, dass wir sagen Joa, jeder der hierher kommt, kann kommen, kann gucken das.
00:25:06:04 - 00:25:38:17
Für uns ist es auch lieb, wenn wir Austausch Partner ringsherum haben und die nach Hamburg fahren wissen als irgendwas anzugucken. Das ist schon ist ein Schulleben und wir haben schon so ein Netzwerk uns rings herum aufgebaut und viele Schulen kennen oder per WhatsApp mal hin und her schreiben. Gerade heute wird eine Kollegin, die machten in diesem Jahr einfach immer so hin und her und uns austauschen im Jahr, damit Hamburg, das kann schon gesagt es aufgrund der aktuellen Lage ist wahrscheinlich ein Vorteil, wenn man sich eben mit digitalen Medien schon länger auseinandergesetzt hat.
00:25:38:17 - 00:26:03:21
Weiß natürlich viel, viel viel besser als wenn wir haben. Wir haben nur das Handy. Für alle Klassen ist der uns am liebsten. Also das das läuft ja richtig gut aus. Die Verbindung zu den Kollegen über Landschaft mittlerweile. Dass die meisten Schüler da eingebunden haben, läuft auch ganz gut. Aber natürlich, wenn nicht per Skype oder per Chat mit den Kindern in Verbindung bleiben kann, ist es ganz anders.
00:26:04:01 - 00:26:39:00
Ich bin ein ganz großer Freund auf allen Schulen zu öffnen, Leute reinzuholen, auch den Leuten die Gelegenheit haben, sich zu verwirklichen, an Schulen und einige große Stoppschilder hinzustellen. Klar, ja, auch verloren. Es gibt auch mal was schief, das in den in Kommunen in der ganzen Zeit also mehr. Ja, der Herr Kretschmann, der war ja da und das lässt sich auch ganz schön, finde ich Vom Deutschen Beamtenbund aus Berlin sind halt ganz viele Leute im Haus, die sagen Ihr habt da das gemacht mit uns Prinzip, was wir wirklich als eine Baustelle hier eine Kiste mit dem iPad stellen.
00:26:39:00 - 00:26:59:12
Und die Lehrer können sich das wohl von Anfang an also das ist überhaupt nicht mein Ding. Nachdem wir gelernt haben, wie das mit den letzten Wochen hier im Haus passiert ist eben mal da, mal da man da, wen haben wir jetzt aus dem System? Aber ich wollte das schon so gefunden haben. Ein die Kinder auch und dass man mal gucken kann, wie funktioniert das ganze.
00:26:59:14 - 00:27:22:13
Also mit den mit denen. Wir haben jetzt auch interessiert, damit alle Schüler auch beteiligt sein können, dass man schon aber mit der Geschichte erstellen wir mal 100 Einheiten und bis bald. Das wollen wir so mein Ding wird es. Ist es für uns so schwer, dann den anderen Kindern zu sagen der ihr dürft navigiert soll? Das ist das erste Problem.
00:27:22:15 - 00:27:54:14
Es gibt so vom Schülerrat schon oft viele Anfragen. Der Kreis warum die und mehr. Wir lassen es jetzt immer noch als Probelauf möchte das war auch unsere Intention haben es werden wir probieren das aus. Wir gucken was gut läuft, das weniger gut läuft und dann gehen wir Schritt für Schritt. Also bei den Unterschied zwischen der dauerhaften Nutzung und zwischen und zwar in der Schule sozusagen hier wird man am Anfang die einen neuen das lassen die in den neunte hat die iPads die anderen nein die Klasse wurde damals die achte hatten sie mehr begabte Schüler?
00:27:54:14 - 00:28:12:09
Die Diskussion warum, wieso und weshalb? Aber dann haben wir noch gesagt na ja, wir müssen ja auch erst mal unsere Erfahrungen sammeln. Aber die Auswärtige Zone gibt es eigentlich so gibt's ne mehr. Zum neuen Schuljahr ist die vorbei und da müssen wir jetzt noch ne Woche in Termin mit der Stadt müssen wir gucken. Ist also geht aber dann los.
00:28:12:09 - 00:28:33:23
So, so, Leute vom Konzept zu überzeugen, das ist nicht eigentlich relativ leicht gefallen. Wir haben den Vorteil, dass eben ehemalige Kritiker im Haus an diesem Konzept jetzt freiwillig mit aufspringen. Aber eben weil die sagen, es muss jemand oder wird jemand verdonnert, sind erst mal nur die Freiwilligen mit dem, die sich dann auch reinknien und bemühen. Und es ist doch so Du kannst.
00:28:33:23 - 00:28:51:16
Du hast am Ende auch nicht die Zeit zu sagen wir haben jetzt das erreicht und wir holen uns jetzt mal ein halbes Jahr ist die Zeit. Hab ich nicht, weil ja im September oder Oktober kommt jedes Jahr eine neue Klasse und ich muss alles wieder vorbereiten. Ich muss wieder die Gespräche führen mit der Stadt, ich muss dieses mehrfach, ich muss Kollegen fortbilden, die dazukommen.
00:28:51:18 - 00:29:12:10
Und wenn du jetzt sagst, du bleibst nie am Ball und du musst dich auf Zwischenerfolge aus, dann ist die Sache vorbei. Naja, das ist halt noch so ein soziales Verfahren und das du versuchst halt in der Verwaltung das auch ein Stück weit digitaler vielleicht zu machen, wo sich anbietet. Das machen wir jetzt Journalismus schon gewisse Dinge auch noch, um das gut hinzukriegen.
00:29:12:10 - 00:29:39:03
Sekretariat, Schulleitungen und Personalrat ins weiter und so fort kann logisch als Schule auf der bei uns auf digitalen steht aufzustellen 20:00 noch lass uns ist mir so das ist schon immer so und wir sind so eine kleine Enklave der und wie gesagt, es hat manchmal wirklich viele Vorteile, gerade als Berufseinsteiger eher in die Provinz zu gehen, dort die ersten Jahre zu verbringen, um Fuß zu fasst von ganz vielen.
00:29:39:03 - 00:30:03:01
Und viele Leute, die hier geblieben sind und sich dann gesagt haben Gut, mein Freund oder der ist jetzt in Berlin, wohin ich mach dies und das und jenes oder immer wieder zurück und ist natürlich ein schönes, bewährtes Kollegium. Denn alles diese Gelegenheit den Dingen widmen. Es gibt auch Diskussionen hier ab und man besucht halt auch mal so einen Weg zu finden, um ein bisschen Harmonie in die Schule reinzubringen.
00:30:03:03 - 00:30:26:21
Das bleibt ganz schön schön, gut geht es noch ne Stunde ist der Podcast, hat dein Interesse geweckt und du möchtest die Schule näher kennenlernen. Vielleicht sogar in einem Praktikum oder Referendariat. Dann besuche unsere Homepage unter www.perspektive minus land.de.
Folge 3: Oberschule "Clara Zetkin" Freiberg
Die dritte Folge unseres Podcasts nimmt uns mit nach Freiberg - an die "Clara Zetkin"-Oberschule. Hier berichtet uns der Lehrer, David Kirsch, wie sich die Schule auf den Weg der Digitalisierung machte und wie iPad-Klassen funktionieren.
Homepage der Oberschule "Clara Zetkin" in Freiberg: https://cms.sachsen.schule/osfbgzetkin/startseite/
Diese Folge auf Spotify, Deezer oder Itunes hören, oder direkt hier in unserem Webplayer:

00:00:09:09 - 00:00:37:24
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Ideen machen Schule, dem Schulpodcast der TU Dresden und Perspektive Land, einem Programm der Deutschen Kinder und Jugendstiftung. Wir nehmen dich mit auf eine Entdeckungstour durch die sächsische Schullandschaft. In diesem Podcast erfährst du, wie vielfältig Sachsens Schulen sind und welche besonderen Konzepte und Ideen dich hier erwarten. Heute mit der Grundschule Schöps Teil.
00:00:38:01 - 00:00:49:05
Lernen kannst du alle. Also ich meine, wir sind noch nicht in.
00:00:49:07 - 00:00:56:21
Als ich noch 31.
00:00:56:23 - 00:01:10:21
Wurde. Das liebe ich mir nicht.
00:01:10:23 - 00:01:48:22
So, ich bin jetzt angekommen an der Grundschule Schafstall. Zur Schule kommt man über die Schulstrassen. Eine kleine Straße, die man fast gar nicht so richtig als Straße erkennt. Man läuft auf die Schule zu und als erstes sehe ich schon einen kleinen Spielplatz, ein Klettergerüst, viele Bäume, viel Grün. Hier sind auch mehrere kleine überdachte Sitzgelegenheiten und hinter den Bäumen kann ich schon das Schulgebäude erkennen.
00:01:48:24 - 00:02:08:18
Vor dem Schulgebäude ist hier noch ein kleiner Fußballplatz aufgebaut. Hier draußen stehen sogar zwei Tafeln und darum so eine runde Bank, wo man sich hinsetzen kann.
00:02:08:20 - 00:02:39:21
Guten Tag, Herr Klient. Guten Tag, Herr Leiter der Grundschule. Jetzt, Herr. Vielen Dank, dass ich heute hier zum Interview herkommen durfte. Gern. Ich freue mich drauf. Genau. Stellen Sie uns doch ganz kurz vor. Was bedeutet Schule für Sie und warum sind Sie gerne Schulleiter? Hier an der Grundschule Schafstall? Also Schule bedeutet für mich ein energiereicher Raum aufgeweckter, neugieriger Kinder, der täglich neue Herausforderungen bietet und in jedem Falle jung hält.
00:02:39:23 - 00:03:06:22
Ich bin sehr gern Schulleiter an dieser Grundschule, weil ich damit täglich sehr kreativ arbeiten kann und mich jeden Tag aufs Neue wohlfühle. Mit Kindern umgehen zu können und auch ein sehr aktives und teamorientiertes Kollegium habe. Stellen Sie uns doch ganz kurz die Grundschule selbst hervor. Also wo liegt die Schule? Wie viele Lehrerinnen und Lehrer, Schülerinnen und Schüler sind hier?
00:03:06:24 - 00:03:46:21
Also unsere Grundschule liegt im ländlichen Raum, etwa sechs Kilometer westlich von Görlitz. Sicher bekannt als Grenzstadt zum Nachbarland Polen. Wir beziehen unsere Namen aus dem Schöpfstahl und dieser wiederum resultiert aus einem kleinen Bach, der hier in der Nähe entspringt und dann ins Lausitzer Seenland mündet. Im Schöps Tal haben wir etwa 160 Kinder, die wir täglich hier beschulen. Gemeinsam mit zwölf Lehrkräften, davon auch zwei Seiteneinsteiger und aus einer ganzen Reihe von Ortsteilen, die sich rings herum um unsere Schule befinden.
00:03:46:23 - 00:04:23:20
Damit geht schon einher, dass die Kinder recht häufig mit dem Bus zur Schule kommen. In dieser Zeit Frühjahr, Sommer und Herbst auch viel mit dem Fahrrad und teilweise von den Eltern natürlich auch gebracht werden. Wir haben hier eine Schule mit sehr, sehr guten materiellen Bedingungen. Das Glück stand auf unserer Seite, dass die Schule 2005 2006 saniert werden konnte und wir also auch von den Bedingungen, die sich um unsere Schule herum befinden Großer Sportplatz, moderne Turnhalle für den Unterricht, sehr gut geeignete Unterrichtsräume, ein Hort, der sich im Schulhaus befindet.
00:04:23:20 - 00:04:56:16
430 Kinder, mittlerweile auch für alle Kinder. Altersgerechte, höhenverstellbare Sitzmöbel, letztendlich in kleine Schulbücher, die auch zu unseren Dingen zählt und wir auch schon seit 2006 auch im Bereich neuer Medien eine sehr ansprechende und bis dahin auch sehr ausreichende Ausstattung hatten. Das resultiert natürlich daraus, dass wir eine sehr kooperative Zusammenarbeit mit dem Schulträger haben, der sehr aufgeschlossen den Bedingungen und dem Tun an unserer Schule gegenüber steht.
00:04:56:18 - 00:05:49:23
Ihre Schule liegt ja nun wirklich total im Grünen hier, Womit wir eigentlich auch schon beim Hauptthema heute sind das naturnah lernen. Was ist denn das Besondere an dem Konzept hier an der Schule? Ja, also wie der Name schon vermuten lässt, naturnahes Lernen. Wir wollen versuchen, eine Reihe von Naturbereichen in den täglichen Unterricht einzubeziehen. Sind da in vielerlei Bereichen unterwegs, haben unser Schulumfeld in den letzten Jahren so gestaltet, dass wir eine ganze Reihe von Funktionsbereichen haben, die da sind ein Schulgarten, eine Streuobstwiese, ein Insektenhotel, ein Totholz Haufen, ein kleiner Getreideacker, ein Frühbeet, der Hügel, der sich auf dem Schulhof befindet, eine Wetterstation, eine Kräuterspirale und darüber hinaus wir natürlich nicht bloß an diesen Dingen arbeiten wollen
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oder sie in den Unterricht einbeziehen wollen, sondern das der Hauptgedanke dieses Konzeptes darin besteht, die Kinder über die Unterrichtsfach hinaus mit Aufgaben, die immer wieder Naturbezüge haben, auch zu versehen. Das heißt ganz konkret Kinder der dritten Klasse sind beauftragt, täglich an der Wetterstation am Morgen die wichtigsten Wetterdaten abzulesen. Diese Informationen werden dann im Schulhaus mithilfe von Piktogrammen usw veröffentlicht, das heißt die Kinder erfahren dadurch den Wetterbericht für den Tag und zusätzlich tragen die Kinder dann in ihrer Klasse jeweils den aktuellen Wetterbericht vor und tragen diese Dinge auch natürlich in Wetterprotokollen ein.
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Diese wiederum werden dann in einer Datensammlung zusammengetragen und erscheinen dann jährlich im Jahrbuch der Schule, so dass man auch für den Mathematikunterricht zum Beispiel in späteren Stundenblättern Tabellen des Monats April, Mai, Juni aufrufen kann, um zu schauen, wie haben sich die Temperaturen entwickelt. Diesen Niederschlag gab es in dieser Zeit und damit immer wieder auch ein Naturbezug herstellt. Der Schulgarten, das ist ganz klar, soll natürlich hauptsächlich auch dem Inhalt dienen, Anbau, Pflege und Ernte zu verfolgen.
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Aber auch hier geht es uns darum, den Kindern so diesen langfristigen Bezug auch zu praktischen Tätigkeiten zu vermitteln und natürlich dafür zu sorgen, dass sie neben dem Unterricht im Klassenzimmer auch immer wieder vor der Tür in unserem Schulgelände unterwegs sind. Und diese Arbeiten werden natürlich mit besonderer Freude erwartet und das sozusagen, was zum Beispiel auch für uns sehr wichtig ist, dass wir in Klasse eins beginnen, dass wir die Kinder dazu ermuntern, ein Naturtagebuch anzulegen.
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Das wird am Anfang so gehandhabt, dass innerhalb der Klasse natürlich auch gemeinsam Naturbeobachtungen besonders im Raum stehen, die dann zunächst mal als beobachtung festgehalten werden. Und in den Jahren entwickelt sich das. Und oftmals ist es so, dass die Kinder in der dritten und vierten Klasse sich dann teilweise als Ergänzung des Sachunterrichts öfters ein Naturtagebuch anlegen, in dem dann Wettertabellen, auch Beobachtungen aus unserem Schulumfeld, also wann taucht der Storch wieder auf, der regelmäßig hier in unserer Umgebung brütet?
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Wann sind die Stare da? Sind die das gesamte Jahr über da oder tauchen die im Februar schon wieder auf? Ähnliches mit den Schwalben. Wir haben auch ringsherum eine ganze Reihe von Nistmöglichkeiten. All diese Dinge sollen dazu beitragen, sehr offen und natürlich auch praktisch bezogen mit den Naturerlebnissen umzugehen. Das klingt jetzt auch so, als ob Sie das wirklich in alle Fächer mit einbinden, diese Naturbeobachtung.
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Richtig, das ist so gedacht. Natürlich wird es immer Fächer geben. Ich nenne jetzt noch mal den Sachunterricht, in dem das vielleicht vordergründig immer eine größere Rolle spielt. Aber uns ist natürlich auch wichtig, dass die eine ganze Reihe von Lern und Arbeitstechniken damit verbinden. Das heißt also das Dokumentieren, das Informationen sammeln, das Informationen auswerten und manche Tätigkeit lässt sich gar nicht so unbedingt einem konkreten Fach zuordnen.
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Und damit wir die Arbeit gut verteilen, haben wir natürlich es so gehandhabt, dass jede Klasse einen Klassenauftrag hat, der dann mit diesen Tätigkeiten verbunden ist. Also wie gesagt, die dritten Klassen kümmern sich besonders um die Wetterbeobachtungen. Die vierten Klassen zum Beispiel haben immer einen besonderen Auftrag, was unsere Streuobstwiese betrifft. Auch die hat ihre Funktion. Natürlich vorwiegend darin, dass wir sagen, es ist ein besonderer Lebensraum.
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Es geht uns nicht um Obstproduktion und den Verkauf von Äpfeln und Birnen, sondern es geht wirklich darum zu sagen Wir können beobachten, was das Jahr die Vegetation auf der Streuobstwiese an Erscheinungen hervorbringt. Wir freuen uns natürlich, dass in den Jahren, seitdem es die Streuobstwiese gibt. Seit 2005 ist das der Fall, wie die Obstbäume gewachsen sind. Und hauptsächlich geht es dann darum, dass für jeden Baum also eine Beobachtungskartei geführt wird.
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Hat er zur entsprechenden Zeit geblüht? Wie viel Früchte trägt er? Wie ist der Baum gewachsen? Ist er von Schädlingen befallen? Usw. Und sofern es das Schuljahr zulässt, findet dann im Herbst meistens ein Schulfest statt, zu dem dann natürlich auch entsprechende Ernteprodukte verkauft werden. Den Eltern mitgegeben werden. Es gibt auch manchmal in Bar seiner Schule, wo die Kinder entsprechende Apfelsorten verkosten können und während des Schuljahres.
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Die Kirschen sind reif. Dann wird natürlich auch in dieser Hinsicht ganz viel getan. Besonders das lässt sich an diesem Beispiel gut erklären. Ist auch der Punkt. Unsere Streuobstwiese ist ja entstanden durch Baumpaten, die einen Baum gespendet haben. Das heißt also, er wurde von einer Baumschule beschafft und es stand zur Debatte, dass wir im Jahr 2005 15 Obstbäume auf dieser Streuobstwiese anbauen wollten.
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Und es fanden sich verschiedene Spender, die natürlich für uns als Baumpfaden auch regelmäßig informiert werden. Das heißt, jedes Jahr im Herbst schreiben die vierten Klassen dann einen Brief an den Baum. Paten, in dem mitgeteilt wird, wie es dem Baum geht und ja, wie der Fortbestand ist usw. Es gab natürlich auch schon traurigere Briefe, weil wir mitteilen mussten, gerade in den ersten Jahren, dass der Baum leider nicht überleben konnte, weil die Tätigkeit der Wühlmäuse so enorm war.
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Das war also dort einen ziemlich erheblichen Wurzelfraß hatten, aber auch das Gehörte dazu zu sagen. Dann wurde der Baum durch einen neuen ersetzt. Mittlerweile sind die Bäume alle so stark und kräftig, dass das kein Thema mehr ist. Neben den Bäumen auf der Streuobstwiese ist uns ein Beispiel aber auch sehr wichtig, dass wir den Baumbestand unseres gesamten Schulgeländes mal in den Blick genommen haben.
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Vor einigen Jahren haben wir das begleitend zu einem Ganztagsangebot und auch zu einem Thema des Fächerverbindenunterrichts haben wir uns die Mühe gemacht, den Baumbestand unseres Schulgeländes zu erfassen. Wir haben einen beachtlichen Baumbestand, haben auch eine größere Gruppe von Ulmen. Das ist ja auch eine sehr seltene Erscheinung und führen dazu natürlich auch regelmäßig Beobachtungen durch. Die Kinder sollten da natürlich auch ihre Artenkenntnis erweitern, indem sie den Baumbestand der Schule na ich sage mal, in den vier Jahren Grundschulzeit auch zunehmend besser kennenlernen.
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Wollen Sie sich dann für sowas auch externe Partner dazu, die Sie da unterstützen? Oder woher bekommen Sie auch das ganze Wissen über wichtig? Das ist eine gute Frage, weil unbedingt gesagt werden muss, dass wir uns mit dem Konzept des naturnahen Lernens ja nicht nur ein Ziel gestellt haben, sondern besonders in den Jahren des Anfangs. Ich nenne da die Jahre 2006, 2007, 2008 uns mit einer Naturpädagogin auch in mehreren schulinternen Lehrerfortbildung getroffen haben, die für uns sehr interessant waren und natürlich das entsprechende Grundwissen für uns auch zur Verfügung stand.
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Wir haben diese Tage auch genutzt, um besondere Themen für den fächerverbindenden Unterricht vorzubereiten. Ein sehr interessantes ist mir noch in Erinnerung Was nicht nur uns als Lehrern, sondern auch den Kindern großen Spaß gemacht hat, war das Thema Farben der Natur, das darin bestand, dass wir uns eine Reihe von Pflanzen aus unserem Schulumfeld herum gesucht haben und mit diesen Pflanzen dann Farben hergestellt haben, dann letztendlich auch mit diesen Pflanzen und diesen Farben, die entstanden sind.
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Eine ganze Reihe von Experimenten durchgeführt haben, auch künstlerisch sehr tätig waren und zum abschließenden Schulfest, in dem wir unsere Projektergebnisse vorstellten, dann auch eine Attraktion war. Das mit diesen Naturfarben die Stämme einiger Bäume bemalt wurden und die dann vorübergehend in etwas ungewöhnlichen Farben zu sehen waren. Aber es war völlig unbedenklich. Das wussten wir ja vorher schon, weil die sich natürlich im Laufe der Jahre auch wieder ausgewaschen haben.
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Eine Baumschule, die sich hier im Ort befindet. Es steht uns natürlich auch oder stand uns besonders in den Anfangsjahren zur Verfügung, schon um auch die entsprechenden Obstbaumsorten auszuwählen, um den Baumbestand auf dem Schulgelände immer im Blick zu haben und all diese Dinge natürlich auch ins Blickfeld immer wieder zu holen. Interessant war für uns als zusätzliche Bereicherung. Klar war ja, dass wir mit dem Gestalten des Unterrichts und der Organisation von Ganztagsangeboten, die ja seit 2007 an unserer Schule auch STANDARD sind, dass wir natürlich auch wollten, dass im Ganztagsbereich sich angebote wiederfinden.
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Das haben wir insofern geschafft, dass es also eine Garten AG gab. Im Moment ist das leider nicht der Fall, aber das wird sich sicher auch wieder in absehbarer Zeit ändern. Es gab auch Ganztagsangebot Natur Abenteuer, wo also bis hin zu entsprechenden Naturspielen am weißen Schöps, also an dem Bach, den ich eingangs erwähnte, stattfanden, auch am Insektenhotel gearbeitet wurde.
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Das heißt, und zwar immer wichtig, dass wir die sbereiche, die wir auf der Schule, auf dem Schulgelände haben, auch von Kindern mitgestaltet wurden. Und daraus erwächst natürlich für uns eine sehr wichtige methodische Herangehensweise. Die Kinder, die wir in unserer Schule schulen, sind in der Regel ja nur vier Jahre da, und wenn sie die Schule verlassen haben und Kinder die Schule neu besuchen, dann sind wir für sie manche Bereiche nicht so im Bewusstsein wie das bei den Kindern ist, die wo ein ganz Mal mitgearbeitet haben, diese Bereiche zu schaffen.
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Das heißt, wir versuchen immer wieder neue Anlässe zu schaffen, um auch mit diesen Bereichen umzugehen. Entweder wird mal was umgebaut. Am einfachsten ist das natürlich im Schulgarten, weil da ist jeder jedes Jahr beschäftigt. Aber auch das Insektenhotel will natürlich gepflegt sein. Es muss mal was verändert werden, es muss was hinzukommen. Und dann hoffen wir natürlich, dass auch die Kinder, die ursprünglich nicht daran mitgewirkt haben, den entsprechenden Bezug dazu finden.
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Soll aber auch zeigen, dass wir natürlich dieses Konzept des naturnahen Lernens eigentlich nicht als starren Rahmen sehen, sondern versuchen, ihnen immer wieder anders zu wichten und entsprechende neue Bausteine da auch einzufügen, die letztendlich darin liegen, dass man sagt, es gibt dann auch wieder neues Projekt, was damit eine Rolle spielt, was unsere Grunderfahrung ist beim Gestalten des Unterrichts. Natürlich arbeiten Kinder sehr gerne in Projektformen und wir haben in der Regel den Fächer verbindenden Unterricht nahezu ausschließlich dafür genutzt, Naturthemen zu bearbeiten.
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Es sollen ja in der Regel keine Lehrplanthemen sein und sofern nicht der Zirkus mal in einem Jahr kam, was ja auch für die Kinder sehr aufregend ist, gab es also immer wieder dann sehr interessante Naturthemen. Die Farben der Natur sprach ich schon an, wir haben uns auch mit Insekten beschäftigt. Wir haben uns mit kleinen Lebewesen am Boden beschäftigt und das war für Kinder natürlich dann auch so praktisch, dass die Kinder der ersten Klasse zum Beispiel frühmorgens aus dem Schulgelände herausgehen, aus dem Klassenzimmer sich erst mal eine ganze Reihe von Gehäuse Schnecken gesammelt haben, dann im Klassenzimmer mit diesen Schnecken natürlich auch entsprechende kleine Experimente durchgeführt haben.
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Ob das jetzt ein Wettlauf auf der Glasscheibe war oder das bloße Beobachten, wie sie auf entsprechende Reize reagieren und nach ein, zwei Stunden Arbeit an diesem Thema wurden die Schnecken natürlich wieder rausgebracht und am nächsten Morgen wieder neue gesammelt. Das heißt also, auch diese Dinge sind für uns sehr wichtig. Dass Kinder ihr Schulumfeld auch sehr praktisch sozusagen erleben und erfahren.
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Sie haben vorhin von ganz vielen Daten erzählt, die Sie also Wetterdaten oder auch die Bäume. Wo sammeln Sie denn all diese Informationen? Also zum einen ist es natürlich so, dass wir das grundsätzlich erst mal sehr analog betrachten. Das heißt, die Kinder haben Wettertabelle, die ausgefüllt wird. Die Kinder haben das Naturtagebuch, von dem ich ja vorhin sprach, und dann sammeln wir das im Rahmen unseres schulischen Internets.
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Aber sozusagen auch digital und sind dann in der Lage, am Ende eines Jahres diese Informationen in Form von Monatsblätter Tabellen auszudrucken. In Form von Naturbeobachtungen das gesamte Jahr betreffend. Es gibt dann auch den Bereich Wann blühten die Obstbäume im Jahr 2020 zum Beispiel. Es gibt für alle Bäume auf der Streuobstwiese auch eine Kartei, wo eingetragen wird Das sind die Früchte.
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Mittlerweile wird das schwierig, weil am Anfang waren die gut an einem kleinen abzuzählen. Mittlerweile sind es ja sehr viele. Aber um einfach auch so ein bisschen die Vergleichsdaten zu haben es gibt auch immer eine Zusammenstellung, wie groß sind die Ernteerträge im Schulgarten Und diese Dinge werden dann in einem Jahresbuch gesammelt, das wir dann natürlich in der Naturecke der Schule auch immer wieder haben, sozusagen zum Blättern, zum Anschauen, Veröffentlichen und letztendlich den Kindern natürlich das auch sehr erlebbar gemacht wird dieses Jahrbuch.
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Ich kann mal eins Beispiel hier nachschlagen der Anschaulichkeit halt immer auch aus Fotos vom Jahresverlauf. Und diese Fotos wiederum hängen zusammen mit einem Kalender, der sich im Eingangsbereich befindet, in dem das gesamte Jahr jeweils aufgehangen ist und die Kinder nach Monaten, nach Schulereignissen, nach Naturereignissen sozusagen den Fortlauf des Jahres auch nachvollziehen können. Es gibt da auch den Holzknopf.
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Der wird täglich zum Beispiel auch von einer Klasse weitergerückt, weil das eben der knopf ist, das heutige Datum. Die Kinder der zweiten und dritten Klasse sind beauftragt, zum Beginn eines neuen Kalenderjahres diesen Kalender völlig neu aufzubauen, entsprechend der der Verteilung der Wochentage der Ferien. Es gibt für alles also auch Symbole und das ist für uns zum Beispiel auch ein relativ praktischer Bereich, um Kindern so dieses Zeitverständnis nahezubringen, das ja in seinem Gesamtaufbau auch nahezubringen.
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Und dann entsteht eben zu Beginn eines neuen Jahres das Jahrbuch des vorangegangenen Jahres. Wie viele von diesen Jahr Büchern haben Sie jetzt schon? Also wir haben angefangen vom Jahr 2007 bis zum Jahr 2019, also eigentlich uns bemüht, jedes Jahr ein entsprechendes Jahrbuch zu gestalten und wollen das natürlich auch gern weiterführen. Gibt es denn Herausforderungen, die Sie bestreiten möchten mit diesem also auf dem Weg, mit diesem Konzept?
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Ja, also der Ursprung, das lässt sich ja eigentlich relativ klar benennen. Ich war bis zum Jahr 2002 Schulleiter einer Stadtschule in Görlitz. Das war für mich auch eine sehr schöne Zeit. Ich hatte das Glück, eine Stadtschule zu haben, die auch relativ grün lag, und kam dann 2002 an diese ländliche Schule, die rein von der Größe her und von den Bedingungen natürlich ein relatives Kontrastprogramm zu meiner städtischen Schule.
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Da darbot. Und es dauerte nur wenige Monate, dass wir gemeinsam mit den Lehrern, die da tätig waren, die Idee entwickelten, bei diesem Gelände müsste es uns doch möglich sein, ein Konzept zu erschaffen, dass das Gelände in das schulische Lernen einbindet. Also es war damals schon klar, wir haben hier den gehen den Bach vor der Tür, wir haben ein weitreichendes Baum und Strauchgelände und so entstand die Idee, dieses naturnahe Lernen als Konzept zu verfolgen.
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Wir haben dann bis zum Jahr 2005 uns Zeit gelassen, dieses Konzept inhaltlich zu entwickeln. Das war also zunächst mal nur in Papierform, da. Und dann war der Startschuss eigentlich, dass wir zu einem Schulfest im Herbst im Jahr 2005 die Streuobstwiese bepflanzten. Das war ein sehr emotionaler Akt, weil natürlich das zum einen öffentlichkeitswirksam war und wir natürlich die Baumpaten, alle da hatten, die dann ihren Baum selber pflanzten und der dann so symbolisch in die Hände der Schule gegeben wurde und wir dann eigentlich kurze Zeit später mit den sehr zarten und jungen Bäumen eine erste Bestandsaufnahme machten, einen Plan zeichneten, welcher Baum steht wo und dann mit bester Unterstützung des rägers in den nächsten ein, zwei Jahren,
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auch einhergehend mit der Sanierung des Schulhauses und dem Besuch eines größeren Schulhauses. Auch die ja Elemente ringsherum gestalteten. Also der Schulgarten wurde grundsätzlich neu angelegt. Die Bereiche, von denen ich eingangs sprach, wurden geschaffen und wir haben in der Zeit natürlich uns auch einen Förderverein geschaffen, der nicht nur zur Entgegennahme von möglichen Spendengeldern da war, sondern eigentlich auch als arbeitsintensives Elterngremium gedacht war.
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Und das hat sich auch wirklich bestätigt. Wir haben uns also in vielen, vielen Arbeitseinsätzen am Wochenende getroffen und haben eine Reihe von Dingen auch selber mitgestaltet. Und Herausforderungen waren natürlich zunächst mal die ja Meilensteine, die man auf dem Weg zurücklegen musste. Meine Erfahrung zum Beispiel ist aber die, dass es wenig Sinn macht, den Schulträger gegenüber mit einem Forderungskatalog zu erscheinen und zu sagen Wir brauchen das, das und das, sondern in jedem Falle mit einem durchdachten Konzept an den Schulträger heranzutreten und den dafür zu gewinnen.
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Das hat in unserem Falle wunderbar funktioniert. Vom ersten Tag, an den ich hier an dieser Schule arbeite, möchte ich mit Stolz sagen, dass wir ein sehr gutes Verhältnis zum Schulträger haben. Zur Gemeinde sind kurze Informationswege, auch zum Bürgermeister. Das ist also ein ganz, ganz großer Vorteil im Vergleich zu einer großen Stadt. Und es gelingt natürlich recht gut, sofern man mit durchdachten Überlegungen kommt, auch den Gemeinderat für entsprechende Vorhaben der Schule zu gewinnen.
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Und dann stellt sich auch die Frage nicht Braucht man dafür Geld oder ist das Geld überhaupt nötig? Sondern wir haben dann eigentlich fortwährend immer eigentlich offene Türen eingerannt und fanden volles Verständnis dafür. Das war natürlich ein sehr schöner Projektstart und letztendlich hat sich das bis heute erhalten und alle Dinge, die auch neu für die Schule erdacht sind, die lassen sich mit dem Schulträger gemeinsam recht gut umsetzen.
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Also wenn man so überlegt, was das sind Erfolgsfaktoren, dass das so funktioniert hat, dann wär ich jetzt schon auf jeden Fall ein gutes Verhältnis zum Schulträger, zur Gemeinde. Unbedingt. Viel freiwilliges Engagement durch Eltern, auch vom Kollegium. Was würden Sie sagen, sind noch Erfolgsfaktoren? Na ja, ich sage mal, dieses Zusammenarbeiten, was Sie jetzt benannt haben, ist natürlich in jedem Fall richtig, wenn man selber an kreativem Arbeiten interessiert ist und gestalten möchte.
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Und damit meine ich ja jetzt auch die Lehrerschaft an sich, dann fällt es eigentlich überhaupt nicht schwer, Verbündete zu finden. Wir haben natürlich auch im Hort unserer Schule, der ja logischerweise täglich mit uns zusammen arbeitet, Verbündete gefunden, weil wir gemerkt haben, dass auch dort Bestrebungen da sind, das Schulumfeld zu nutzen, auch entsprechende Bereiche der Schule mit zu nutzen.
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Über allem steht die Frage. Ich muss mich natürlich sehr kooperativ und teamfähig erweisen. Ich muss mit Ideen vorangehen. Und wenn man es schafft, dann auch Partner zu finden und die Lehrerschaft, die Elternschaft mit ins Boot zu holen, dann gelingt das nahezu von allein. Das möchte ich an dieser Stelle wirklich so sagen und hat sich in unserem Fall auch so bestätigt.
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Dann würde ich mal sagen, wir werfen noch einen Blick in die Zukunft. Das wären noch so Projekte. Was wollen Sie als Schule gerne noch angehen? Also wir sind ja allesamt nicht nur in Sachsen, sondern denke ich mal deutschlandweit. Dabei ist das mit den Fragen der Digitalisierung und den Anforderungen daran zu stellen. Haben uns natürlich auch dazu schon sehr umfangreich Gedanken gemacht.
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Wir wissen, was wir wollen, wissen, was wir auch nicht wollen. Und unser Schwerpunkt sei zum Beispiel auch dahingehend klar definiert, dass wir sagen bei unseren unmittelbaren Erfahrungen, Sinneswahrnehmungen das Beobachten, das sich Zeit nehmen für Beobachtungen ist für uns ganz wichtig. Und dieses zu kombinieren, um zum Beispiel auch entsprechende Lern und Arbeitstechniken wie in der digitalen Welt wichtig sind, dann dazu verwenden, auch Informationen zu sammeln, zu speichern, weiter zu verwenden.
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Die sollen eigentlich für uns so der Schwerpunkt des Verknüpfen sein. Wir sind auch insofern bei aller Liebe zum fortschrittlichen Arbeiten am PC, den wir natürlich schon seit 2006 eigentlich nachgehen und auch mit einer recht guten Ausstattung hier bestreiten können, trotzdem an vielen analogen Dingen interessiert. Wir haben zum Beispiel gesagt, die Tafel als klassisches Medium im Klassenzimmer bleibt in unserem Falle analog, sondern wir erweitern einfach das Klassenzimmer in unserem Falle, so dass es ein zusätzliches digitales Display gibt, was es ohne Probleme ermöglicht, mediale Inhalte in den Unterricht einzubeziehen.
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Aber ansonsten ist es für Kinder auch wichtig, so diese Erfahrung. Ich nehme haptisch etwas von der Tafel weg, ich hänge etwas hin, ich verschiebe etwas und nehme es dazu in die Hand. Sind für uns ganz, ganz wichtige Dinge. Die Freude über supermoderne Tafeln für den Lehrer ist natürlich einerseits begründet. Zum anderen sind wir der Meinung, dass die bloße digitale Tafel an Kompetenzen für den Schüler erst mal gar nichts schafft.
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Denn die Lehrplanforderungen, die definiert sind, haben zunächst mal nichts mit einer digitalen Tafel zu tun, an der Unterricht stattfindet, sondern unsere Aufgaben sind ja, sie mit Kompetenzen auszustatten, die im Bereich Mediennutzung, Medienbildung und natürlich auch Recherche im Internet zu tun haben. Und diese Dinge wollen wir natürlich anhand digitaler Endgeräte mobile Endgeräte schaffen und eine Verknüpfung herstellen zwischen unseren unmittelbaren Sinneswahrnehmungen und dem Recherchieren in der digitalen Welt.
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Unser Konzept des naturnahen Lernens ist natürlich auch so, wie es dann schon sagte, nicht ein starrer Rahmen, den wir jetzt Jahr für Jahr einfach nur so umsetzen, sondern er fordert uns immer wieder heraus. Wir sind zum Beispiel auch sehr daran interessiert, besonders auch junge Lehrerin in dieses Konzept einzubinden, weil wir wissen, dass dort noch ganz, ganz viele Ideen sich verwirklichen lassen und auf dem Weg, die ein oder andere Unterrichtsstunde auch wirklich nur im Freien durchzuführen und vielleicht bestimmte Dinge generell nach außen zu verlagern.
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Da sind wir noch relativ am Anfang. Das sind zum Beispiel Visionen, die uns für die nächste Zeit noch so im Sinn sind. Was gibt es noch zu Ihrer Schule zu sagen? Ja, ich kann nur einladen, unsere Schule gerne auch künftig so zu bereichern. Also wer Interesse hat an Kreativem, auch ein sehr partnerschaftlichen und kooperativen Arbeitsstil, der ist hier genau richtig.
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Ein vertrautes, oftmals familiär anmutendes Umfeld gehört natürlich dazu. Aber wie ich eingangs schon sagte, es ist jetzt keine Dorfschule im klassischen Sinne, in der noch alles beim alten Mobiliar geblieben ist, sondern wir versuchen hier auch wirklich sehr modern und fortschrittlich zu arbeiten, aber eben auch mit einem Naturbezug, der in einer großen Stadt sicher nicht so ohne Weiteres möglich ist.
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Zum Abschluss Was würden Sie Lehramtsstudierenden mitgeben? Also in allererster Linie natürlich aus eigenem Interesse. Denken Sie nicht, dass das Leben in einer Großstadt am schönsten ist? Spätestens, wenn Sie eine Familie gründen, werden Sie merken Das Leben in kleineren Städten und auf dem Land ist wesentlich attraktiver für Familien. Auch hier lohnt es sich. Auch wenn es scheinbar so ist, dass viele kulturelle Angebote oder auch sportliche Angebote nicht in der in dem Umfang da sind, wie das in der Großstadt ist, dass man hier ein gutes, vernetztes Angebot findet und die Neugier, sich auch in einem kleineren Umfeld auszuprobieren, sollte unbedingt bewahrt werden.
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Es gibt bislang keinen, der gesagt hat Ich war an dieser Schule oder an einer Schule im ländlichen Raum, und das ist nichts für mich, sondern in der Regel hat man auch bei vielleicht vorhandener Skepsis dann gesagt die Vorteile überwiegen in jedem Falle und man findet hier viel Luft und Raum zum Leben, Atmen und sich zu entfalten. Denn unser Motto für die Kinder lautet auch Leben, lernen und entfalten.
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Ein sehr schönes Schlusswort. Haben Sie vielen Dank für das Gespräch. Danke sehr. Nun schauen wir uns noch ein bisschen im Schulgebäude um und auch draußen auf dem Schulgelände, um Die ganzen Dinge, von denen Herr Klein im Interview berichtet hat, jetzt auch noch mal live zu sehen. Das wäre jetzt unsere Natur Ecke, in der wir die Bücher sammeln und dann letztendlich auch zum freien Blättern.
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Für uns steht die Schulkollegin mit dem Bild an, so verwendet sie. Dann haben wir ja Naturführer. Hier werden von Kindern über eine Auswahl der entsprechenden Jahreswesen mal dargestellt, also Insekt des Jahres usw. Ja, zum Beispiel haben wir hier den schwarz blauen Ölkäfer Jahreswesen 2020 Insekt des Jahres richtig. Und gleichzeitig ist aber diese Ecke eigentlich auch Arbeitsbereich. Das heißt wenn man in Gruppenarbeit ist und die Kinder auch sitzen die dann außerhalb des Raumes und.
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Die ist dann entweder Dokumentation der Streuobstwiese, die dann einfach während des Jahres wie hängt das also noch mal nachgelesen kann alle Termine eingetragen. Wie haben wir das noch mal in anderer Weise dargestellt, um einfach den Kindern also auf den ersten Blick mal einen Bezug zur Streuobstwiese zu vermitteln. Mal gucken, wie es in seiner Werkstatt mit Zerstörungssituationen die jetzt rauskommen können.
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Und das ist jetzt sozusagen der Kalender. Ja, ja, und dann müssen die Kinder quasi jedes Jahr hängen, die sozusagen alle einzelnen Tage hin. Die Farbe Gelb bedeutet ganz normaler Wochentag, Blau ist der Samstag, rot ist der Sonntag, Grün sind Ferientage und ein rotes Schild mit dem ersten Feiertag, sondern ist natürlich der Jahreslauf wird sozusagen aufgebaut, weil die Verteilung der Wochentage jedes Jahr wechselt zugeordnet immer die entsprechenden Farben für die Jahreszeiten, die Monatsstreifen darüber.
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Eingangs wurde in der Kunst Tage für jeden Monat zum Bild dazu, zu zeigen, was einfach jetzt hängen bleibt. Und dann erscheinen hier entsprechende Schuljahres Schwerpunkte als Fotos bzw Teile als eigenes Teile. Wir haben also zum einen Wir brauchen Teile, die für Schulereignisse stehen und grüne Pfeile, die für das Jahr eins stehen. Hier sieht man auch sofort, wo man hier ins Schloss reinkommt, weil sie durch die Tür geht, dass das erste was man sieht es 60 Kalender an beiden Seiten im Treppenhaus und das machen auch die Schüler immer selbst.
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Das macht es hier einfach immer jetzt richtig. Genau. Also gibt es dann auch eine Klasse, die beauftragt ist, die entsprechenden Pfeile in dem Jahr zuzuordnen. Es gibt da noch Pfeile, die heißen Störche wieder. Da orientieren wir uns natürlich an den Storch und unserem Schafstall, der also in der Nähe brütet. Wann ist er das erste Mal gesehen worden? Oder wir beobachten Wann ist das letzte Mal Schnee gefallen?
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Im Frühjahr. Dann kommt der Pfeil dran. Und sollte es dann eine Woche später doch noch mal schneiden, dann wird er eben einfach verrückt. Bis es dann wirklich das letzte Mal war. Genauso mit dem ersten Schnee. Und weitere Dinge. Und das sind dann alles beobachtungen, die unsere Aufzeichnungen einfließen, aber während des Jahres auch für die Kinder ja schon sichtbar sind.
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Gehen wir jetzt raus? Jetzt pass mal auf. Und laufen jetzt hier am Sportplatz. Wir laufen jetzt hier am Sportplatz, an der Turnhalle lang. Wir sehen jetzt zum Beispiel einige der Stare, die sich ihre Nistmöglichkeiten im Schulgebäude suchen, und wir haben jetzt damit begonnen. An der Gegenseite ist das schon zu sehen. Auch Nistkästen anzubringen. Denn denen gelingt das natürlich sehr schnell, diese Dämmung zu durchschlagen und sich darin dann gemütlich ein Nest zu bauen, das sie dann jährlich neu beziehen.
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So, ja, in wenigen Schritten ist die Turnhalle erreicht. Daneben liegt unser Schulgarten Areal mit Streuobstwiese. Und. Also wir befinden uns jetzt im Schulgarten und im Schulgarten haben wir natürlich den entsprechenden Unterstand als Gerätehaus. Sie haben Sitzgelegenheiten, die auch gerade in den letzten Wochen immer wieder auch genutzt wurden, um mit einer ganzen Klasse hier auch Unterricht abzuhalten oder eben praktisch tätig zu sein.
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Und wie das von einem Schulgarten erwartet wird, gibt es natürlich hier auch genügend zu tun. Das heißt, wir haben auch eine reine Anbaufläche. Das klassische eines gartens sieht man hier. Also es gibt Zeiten mit Erdbeeren, Erdbeeren, Zwiebeln. Die werden dann dann entsprechend Salate, Bohnen werden angebaut, Tomaten teilweise, Kartoffeln natürlich. Wir haben dann im hinteren Bereich auf dem Komposthaufen wachsen jedes Jahr eine ganze Reihe von Kürbissen, die dann im Herbst meistens auch zum Schulfest mit zum Verkauf stehen.
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Und auf der linken Seite sehen wir hier sozusagen unseren kleinen Getreideacker, den wir jedes Jahr versuchen mit verschiedenen Getreidesorten auch zu bestellen. Das ist natürlich nicht ganz so einfach, weil das Wachstum bei Trockenheit dann noch schwieriger wird als auf großen Feldern. Aber hier geht es auch darum, dass beim Behandeln des Themas Getreide und Getreidearten natürlich auch sehr schnell mal vor Ort geschaut werden kann, Vergleiche unmittelbar angestellt werden können.
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Auch wenn sich jetzt nicht jedes Jahr hier alle Getreidearten wiederfinden, dann haben wir dort hinten vor Jahren, als das losging mit der Streuobstwiese, haben einen großen Totholz Haufen angelegt. Das haben Kinder natürlich einfach durch eigenes Tun und durch das Aufstapeln von Holz, das im Garten übrig war, auch bewirkt. Und das ist jetzt natürlich einfach ein Lebensraum, der dann immer wieder mal auch zur Beobachtung genutzt wird, aber jetzt natürlich von uns nicht ständig überwacht wird, sondern einfach für Tiere usw da ist.
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Ja und dann stehen wir hier vor den Obstbäumen. Hier haben wir zum Beispiel eine Drohne, die noch relativ jung ist, also mal als Ersatz gepflanzt wurde und dann gehen wir hier aber links zum Beispiel schon stattliche Apfelbäume oder als größten Baum Süß Kirschbaum, der natürlich auch sehr viele Früchte trägt, was sich in den letzten drei Jahren als Tradition herausgebildet hat.
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Wir sehen ja hier den Zaun der zum öffentlichen Radweg unsere Streuobstwiese begrenzt und wir haben begonnen, das die vierten Klassen als Abschiedsgeschenk der Schule dann immer ein, zwei Sträucher, auch Sponsoren, die dann auch selber einpflanzen, sodass wir dann in einigen Jahren als Begrenzung nicht mehr so einen Maschendrahtzaun haben, sondern eine blühende Hecke, die natürlich auch noch mal eine natürliche Abgrenzung ist.
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Zu unserem Schulgrundstück. Und wenn man jetzt über die frisch gemähten Streuobstwiese kauft. Kann man jetzt relativ unbeschwert zu unserem Insektenhotel.
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Das natürlich besonders im zeitigen Frühjahr für die Kinder immer zur Beobachtung dient. Wir können ja jetzt an den anderen verklebten Brutröhren auch sehen, dass viel davon bezogen ist. Natürlich könnten jetzt die absoluten Fachleute genau sagen Aha, so und so verklebt. Also müsste darin das und das Tier und die Wildbienen. Und für uns ist immer wichtig, den Kindern auch klar zu machen Die Honigbiene als staatenbildendes Insekt ist natürlich wichtig, aber uns geht es natürlich auf der Streuobstwiese auch um die Wildbienen, die natürlich auch ganz, ganz großen Bestäubungsanteil haben und deren Brutplätze ja wesentlich bedrohter sind als die Möglichkeiten für eine Honigbiene.
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Und alles, was hier drin steckt, wurde in den letzten Jahren auch von Kindern oder von Kinderhand geschaffen. Ob das jetzt hier dieser Lebenbereich ist oder in dem Eichenholz die Bohrlöcher oder die kleinen Schilfröhrchen, die also als verschiedene Nist möglichkeiten und Brutmöglichkeiten für Wildbienen Arten dienen sollen. Interessant wäre vielleicht wir hatten uns ja in den Jahren 2008 und neun, ich glaube bis 2010 am Schulgarten am sächsischen Schulgarten Wettbewerb beteiligt, hatten damals auch natürlich unser Gesamtkonzept als Wettbewerbsbeitrag gesehen und haben in diesem Rahmen dann zum Beispiel auch die Möglichkeit bekommen, uns eine Kräuterspirale zu bauen, weil das Material Geld dann natürlich auch dafür da war.
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Und da die auch von Kinderhand geschaffen ist, sieht die natürlich möglicherweise anders aus als eine, die wirklich Bauprofis hergestellt hätten. Aber sie erfüllt ihren Zweck und wird natürlich auch jedes Jahr mal ein bisschen im Wechsel bestellt und gepflegt. Also jetzt gar nicht. Nur so, wie man es vielleicht zu Hause machen würde, indem man sagt, es bleibt jetzt zehn Jahre lang dasselbe drauf stehen, sondern es haben wir denn ausgeträumt, wir haben oben Kapuzinerkresse, dann gibt es eine ganze Reihe.
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Daneben haben wir auch noch Minze Beet, dann haben wir hier im Frühjahr angebaut gehabt. Kresse Das ist jetzt natürlich schon dahin, weil die ja meistens sehr zeitig weg ist. Der Rosmarin ist im Moment auch eher ins Hintertreffen geraten. Sogenannte Liebstöcke steht dann hier. Auch. Hier sieht man ja, dass die Schilder zum Beispiel von Ganztagsangebot keramisches Gestalten angefertigt wurden und das dann hier wieder zu einer Zeit praktischen Nutzen findet.
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Denn dieses Areal ist unser sogenannter Frühling, ein Hügelder natürlich im zeitigen Frühjahr sozusagen den Frühling angehört und dann ab dem späteren Frühjahr bis zum Herbst natürlich auch Stauden entstanden. Manche Flächen haben wir jetzt verändert, deshalb sind die noch ein bisschen durcheinander aus. Aber letztendlich haben wir dann im zeitigen Frühjahr die Möglichkeit, hier auch zu gucken, wann kommen die Schneeglöckchen, wann blühen die Tulpen, die Trauben, hört hinten Und all die Dinge, die die Kinder auch vom vom Lehrplan her.
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Kennenlernen sollen. Wo sind unsere Wetterstationen? Wir hatten das gestern hier im Bauzaun stehen, deshalb ist das jetzt hier gerade alles ein bisschen überwachsen. Also Bauarbeiten gestern abgeschlossen wurden. Die hat ihren Standort jetzt noch da, wird aber im Zuge der nächsten Wochen erneuert und wird dann ein bisschen nach hinten ziehen und hinters Schulgebäude genau dort so einen freien Platz und wird dann natürlich noch mal mit etwas hochwertigeren Geräten sozusagen ausgestattet.
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Aber im Grunde genommen war der Gedanke, dass wir, sagen wir sehen hier so einen Quadratmeter vor, damit man auch mit der Regenmenge das mal zeigen kann. Was bedeutet das, wenn wir jetzt so und so viel Niederschlag ablesen? Thermometer ist ja klar. Und Niederschlagsmenge, da habe ich auf bestimmte Namen. Ja, das ist im Regenwasser. Genau heißt einfach zu sagen Messer okay, das sieht die sich einfach aus wie ein Messbecher und da fällt der Regen rein und man kann dann ablesen, was das Tischchen Regen gefallen, Thermometer ist ja dann klar.
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Und wie gesagt, hier wollen wir dann natürlich noch mal ein bisschen nachlegen. Ja, was uns natürlich dieses Jahr fehlt. Wir haben auch eine schöne Tradition mit dem schönen Förderverein. Es gibt immer Anfang April einen gemeinsamen Arbeitseinsatz an einem Samstag, zu dem natürlich alle Eltern eingeladen sind. Und dann ist das immer ein ganz geschäftiger. Vormittags kommen Eltern Familien mit ihren Kindern und wir befreien dann sozusagen das Schulgelände vom Winterschmutz und am Ende sind alle froh und glücklich über das gemeinsame Schaffen.
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Und dann merkt man, dass so ein gemeinsames Vorhaben natürlich, wenn es dann mal nicht stattfindet, eigentlich auch fehlt. Also nicht das, weil das Ergebnis fehlt, sondern weil dieser Austausch an dem Vormittag natürlich auch für die Eltern interessant ist. Für uns interessant ist und es auch so dieses gemeinsame Tun, das gemeinsame Arbeiten in der Schule auch ganz, ganz wichtig die Bereitschaft, anständig da die Welt meine ich nicht, dass ich mich für die.
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Der Podcast hat dein Interesse geweckt und du möchtest die Schule näher kennenlernen, vielleicht sogar in einem Praktikum oder Referendariat. Dann besuchen unsere Homepage unter www.perspektive minus land.de. Ist ja nicht.
Folge 2: Grundschule Schöpstal
In Folge 2 entdecken wir das Konzept des naturnahen Lernens an der Grundschule Schöpstal im Landkreis Görlitz. Der Schulleiter, Herr Kleint, erzählt uns unter anderem von der schuleigenen Streuobstwiese, dem Totholzhaufen, der Wetterstation, von Unterrichtsprojekten und sehr viel mehr.
Schullied: "Bei uns im Schöpstal" (Schöpstalkinder) - Die Urheberrechte liegen bei der Grundschule Schöpstal.
Homepage der Grundschule Schöpstal: www.schule-schoepstal.de
Diese Folge auf Spotify, Deezer oder Itunes hören, oder direkt hier in unserem Webplayer:
00:00:09:16 - 00:00:59:22
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Ideen machen Schule, dem Schulpodcast der TU Dresden und Perspektive Land, einem Programm der Deutschen Kinder und Jugendstiftung. Wir nehmen dich mit auf eine Entdeckungstour durch die sächsische Schullandschaft. In diesem Podcast erfährst du, wie vielfältig Sachsens Schulen sind und welche besonderen Konzepte und Ideen dich hier erwarten. Heute mit der Pestalozzi Oberschule Neusalza Spremberg.
00:00:59:24 - 00:01:20:17
Wir sind jetzt angekommen am Bahnhof in Neusalz Spremberg nach ungefähr einer Stunde 15 Fahrt mit dem Trilex. Jetzt machen wir uns auf den Weg zur Oberschule.
00:01:20:19 - 00:01:49:13
Nach fünf Minuten Fußweg haben wir jetzt schon die Oberschule erreicht. Und zwar stehen wir jetzt auf der Rückseite und blicken auf den Schulhof. Hier hört man schon. Hier wird frisch der Rasen gemäht. Das ist ein großer Basketballplatz, den wir hier sehen und auch schon kleinere Gruppen von Schülerinnen und Schülern, die sich hier aufhalten.
00:01:49:15 - 00:02:17:17
Wir stehen jetzt vor dem Haupteingang der Oberschule Neusalza Spremberg. Ein sehr, sehr schönes Gebäude. Helle Sandfarben mit großen Fenstern. Vor dem Gebäude sind mehrere große Bäume. Es gibt auch so ein bisschen einladend. Die zwei vierten sagen uns Hallo. Und los geht's.
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Guten Tag, liebe Frau Bollwig. Wir sitzen hier zusammen in Ihrem Büro an der Pestalozzi Oberschule in Spremberg. Sie sind hier die Schulleiterin und zu Beginn würde ich Sie bitten, dass Sie uns kurz sagen Was bedeutet Schule für Sie? Also, ich freue mich erst mal, dass dieses Gespräch zustande gekommen ist, trotz Korona. Und ganz einfach. Schule bedeutet für mich, junge Menschen auf den Weg bringen.
00:02:46:11 - 00:03:10:20
Warum sind Sie gerne Schulleiterin hier an der Oberschule in Spremberg? Weil ich hier für mich die Möglichkeit sehe, den die Schüler zu begleiten, auf diesem Weg etwas kennenzulernen. Und vor allem auch, weil mir am Herzen liegt, dass junge Lehrer, die zu uns kommen, ihren Weg in den Beruf finden sollen. Erzählen Sie uns doch ganz kurz zu Ihrer Schule.
00:03:10:20 - 00:03:49:01
Stellen Sie die ganz kurz vor. Ja, wir sind eine kleine ländliche Schule in einem Ort, der sich mit der mit dem Slogan rühmt Stadt im Dorf. Was also diesen ländlichen Charakter noch besonders unterstreicht. Wir sind im Dreiländereck beheimatet, was auch eine besondere Situation hervorruft. Nicht allzu weit weg von Dresden. Ich denke mal, in der Stunde, im Auto oder im Zug ist heutzutage immer noch eine Entfernung, wo man sagt, man kann einiges erzählen.
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Wir haben die schöne Oberlausitz als Heimat, wo man ganz viele Dinge unternehmen kann. Nach Tschechien, wie gesagt, ist es nicht weit. Kulturell bietet auch die dörfliche Gemeinschaft sehr, sehr viel. Und ich denke, unsere Schule liegt in einer der schönsten Ecken, nicht nur von Sachsen, sondern von Deutschland generell. Wie viele Schülerinnen und Schüler unterrichten Sie hier? Wir sind derzeit etwa 330 Schüler in 14 Klassen, die hier unterrichtet werden.
00:04:26:01 - 00:04:34:23
An einer Oberschule. Das heißt, bei uns an der Schule kann man den Haupt bzw den Realschulabschluss erwerben.
00:04:35:00 - 00:05:01:14
Das ist so in etwa das manche unterrichtet werden. Unsere Schüler von zirka 30 Lehrern, die hier an der Schule sich und das haben sie ja bereits selber gemerkt, doch denke ich recht wohlfühlen. Ja, man merkt, dass hier eine sehr gute Atmosphäre ist. Sehr kollegiale, gute Stimmung. Okay, in dem Podcast ist ja jetzt auch der Schwerpunkt das Besondere an Ihrem Schulkonzept.
00:05:01:16 - 00:05:43:11
Was ist denn das Besondere an Ihrer Schule? Wir haben viele Besonderheiten. Also als erstes, also jetzt kein Ranking ist, möchte ich mal unsere Commando hervorheben, unseren Chor, der aus GTA Bereich hervorgeht, der hier schon regional eine gewisse Berühmtheit hat. Aber wenn man jetzt direkt auf unsere Schul spezifischen Sachen schaut, denke ich, ist ein herausragendes Merkmal von uns. Die Berufsorientierung, in der wir sehr, sehr viel organisieren, anbieten, gestalten, durchführen.
00:05:43:13 - 00:06:11:20
Das geht schon sehr, sehr zeitig los. Schon Schüler der fünften und sechsten Klassen werden unbemerkt von ihnen in diese Richtung gelenkt. Richtig los geht es dann für die Schüler in der Klasse sieben. Wir haben das große Glück, dass wir mit der beraterin hier an der Schule zusammenarbeiten dürfen, die auch vor Ort ist und damit für die Schüler auch greifbar ist.
00:06:11:22 - 00:06:45:14
Dort werden in der Klasse sieben die ersten Grundlagen gelegt, um erfolgreich Berufsorientierung zu gestalten. Das geht dann weiter bis Klasse acht, wo verschiedene Projekte angeboten werden. Übergabe in Klasse neun an die Berufsberaterin, Praktika etc. Also alles das, was man sich vorstellt, was eine Hochschule bieten kann. Versuchen wir anzubieten. Sie haben ja da auch eine gute regionale Vernetzung hier im Ort und auch in der Region.
00:06:45:14 - 00:07:27:01
Wie sieht das genau aus? Ja, das ist richtig. Wir haben Kooperationen mit etwa 100 Betrieben, das sind kleine Handwerksbetriebe, das in größere Einrichtungen, die hier in der Region ihre Standorte haben. Dort werden unsere Schüler eingeladen zu Vorstellungsgesprächen, also zu zum Training für ein Vorstellungsgespräch bekommen. Dort natürlich dann auch ein Feedback, was sie verbessern können. Wir haben auch ganz oft, dass Schüler dann wieder von solchen Sachen zurückkommen und uns sagen Die haben gleich gesagt, ich kann meine Zeugnisse hier lassen, die würden mich auch im nächsten Jahr nehmen.
00:07:27:03 - 00:07:58:06
Also diese Sachen werden angeboten in Klassen neu. Wir haben hier Praktika in Klasse acht und neun, wo wir mit regionalen Firmen zusammenarbeiten, den Schülern auch Praktika, Plätze vermitteln können. Und was ich besonders schön finde, sind immer Anrufe von Handwerkern oder anderen Kleinbetrieben, die sagen Hallo Frau Boldt, wir machen wieder eine Ausbildung, wir hätten die, die und die Stelle frei.
00:07:58:08 - 00:08:22:16
Haben Sie vielleicht Schüler, die sich darauf bewerben möchten? Das heißt also, selbst diese Sache läuft hier im ländlichen Raum, dass wenn jemand was anzubieten hat, es kommt ans Schwarze Brett. Die Schüler kriegen sofort die Information bzw werden von den Kollegen, die sich intensiv damit auseinandersetzen, auch direkt angesprochen und es wird gesagt, ich hätte da was für dich. Guck mal, ob das passiert.
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Ich denke, das ist schon eine ganz große Sache und da sind wir eigentlich auch mit Recht ganz stolz drauf. Ja. Was hat Sie dazu bewogen, dass Sie den Weg so gegangen sind? Ich habe das wahnsinnige Glück, dass ich in diese Situation hineingekommen bin. Die Anfänge liegen weit, weit vor meiner Zeit. Hier an dieser Schule. Aber dieses Regionale, diese doch etwas Abgeschiedenheit von ganz großen Städten hat natürlich seine Herausforderungen.
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Und wenn man junge Menschen hier in der Region halten möchte, dann muss man ihnen auch Perspektiven bieten. Und das war der eigentliche Grund zu sagen Bevor die mit 15, 16 Jahren in die weite Welt hinausziehen, dann sind sie für die Region verloren. Da brauchen wir uns überhaupt nichts vormachen. Wenn jemand irgendwo lernt, baut er sich dort ein Leben auf und ist eigentlich aus der Heimat weg.
00:09:27:15 - 00:10:01:01
Und nun ist es aber auch das Ziel, dass hier die Region gestärkt wird, Dass hier Handwerker Nachwuchs finden. Und deshalb waren die Überlegungen da. Wie kriegt man das hin, Wirtschaft mit Schule zu verknüpfen? Und da haben die Kollegen vor meiner Zeit nach Lösungen gesucht, sind auf diese Variante gestoßen und wir haben das wahnsinnige Glück, dass sich das über die Jahre entwickeln konnte und deshalb auch jetzt auf dem Stand ist, den wir jetzt erreicht haben.
00:10:01:03 - 00:10:24:13
Wobei wir immer sagen Ihr könnt immer noch eine Schippe irgendwo drauflegen, Also wenn sich uns das anbietet, wir nehmen alles, was wir kriegen können. Um das mal so zu formulieren. Ganz einfach. Wirklich, Um unseren Schülern auch wirklich die Chance zu bieten zu sagen hier vor Ort, es gibt die Möglichkeiten, Ihr könnt lernen, ihr könnt hier bleiben, Ihr könnt euer Leben hier aufbauen.
00:10:24:15 - 00:10:54:04
Und es zeigt eigentlich, wenn man mal so in das Klientel unserer Schülerschaft hineinguckt, da war der Papa schon an der Schule, da war der Opa vielleicht auch schon hier an der Schule. Also es ist dieser Zusammenhalt, diese ländliche Gemeinschaft, die irgendwo miteinander wächst und sich auch weiterentwickeln soll. Und das sagt dieser Weg gab's oder gibt dabei auch manchmal Herausforderungen, die sie da bewältigen müssen.
00:10:54:06 - 00:11:26:20
Natürlich. Die größte Herausforderung haben wir im Moment durch IT 19 ist natürlich für alle das Leben völlig aus den Fugen geraten. Wir hatten vor Ostern fünf Wochen, wo die Schüler die Schule nicht besuchen durften, sondern zu Hause lernen mussten. Das ist gerade für Schüler im Abschlussjahr oder im Abschlussjahr eine immense Herausforderung. Auch die Angst, welche Firmen überleben in der Region, Welche Firmen kommen ins Straucheln?
00:11:26:22 - 00:12:00:09
Finde ich eine Lehrstelle? Wie sieht das aus? Das sind natürlich alles Sachen, die für die Schüler jetzt im Moment eine Herausforderung darstellen, die keiner abschätzen kann. Natürlich gibt es auch immer ein paar Sachen, wo man dann sagt, der hat aber schon eine sehr exotische Vorstellung, was er mal machen möchte. Aber auch da muss man sagen, sind bestimmte Dinge, wo wir versuchen, Möglichkeiten zu finden, Kontakte herzustellen.
00:12:00:11 - 00:12:31:14
Das passiert manchmal durch ganz kuriose Geschichten, dass jemand hier ist und sagt Ich würde gerne mal dieses oder jenes Angebot der Schule unterbreiten. Wie sieht es aus? Dann schnuppert man rein, guckt. Klappt das, klappt das nicht, können wir das machen, können wir das nicht machen. Also viele Eltern, die selbstständig sind, bringen sich in die Schule. Über den Schulförderverein mit in unsere Gemeinschaft ein.
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Und man hat dann natürlich auch die Kontakte, dass jemand, der im Schulförderverein ist, ein Handwerker ist und sagt Ich bilde wieder aus. Ich fand erst mal in der Schule nach. Oder wenn irgendjemand aus der Schule kommt, dass man sagt, Da weiß ich, das sind die Voraussetzungen da, da wird das, das, das und das angeboten, Dort kenne ich. Und der Schüler hat dann auch die Chance.
00:12:54:10 - 00:13:20:12
Also das sind so Dinge, die da wirklich ganz intensiv sind. Und was immer schön ist, wenn dann irgendwann während der Dienstzeit jemand hier an meinem Fenster klopft und man macht auf Frau ich ich habe heute mal frei. Ich wollt einfach nur mal vorbeikommen und Hallo sagen. Das passiert eben nicht nur am Tag der offenen Tür. Aber das passiert während des Unterrichts.
00:13:20:12 - 00:13:41:07
Alltag ist. Na ja, ich hab heute frei. Ich hol mal meinen Bruder und meine kleine Schwester und dann stehen die da und das ist immer noch der Kontakt da. Und ich denke, da hat man nicht allzu viel falsch gemacht, wenn so was passiert. Ja, und das sind natürlich sehr, sehr schöne Erfahrungen. Das heißt, es ist auch in der Region so relativ bekannt.
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Ihr Berufsorientierung Konzept ist ja auch gut angenommen sozusagen. Das wird angenommen. Sehr oft werden wir von Institutionen gebeten, an irgendwelchen Ausschreibungen, Wettbewerben und ähnlichem mitzumachen. Mittlerweile sind wir da sehr vorsichtig geworden, weil natürlich der Aufwand, bei solchen Dingen sich zu beteiligen, enorm ist und wir uns dann immer sagen Lohnt wirklich diese Sache, sich jetzt an einem neuen Projekt zu versuchen?
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Oder ist der Aufwand der Zeitaufwand, der dort betrieben wird, dem eigentlichen Aufwand, was ein Lehrer machen soll, weit überlegen, wo wir gern bereit sind? Das ist bei Workshops und ähnlichem unsere Erfahrungen mitzuteilen. Also das ist keine Hexerei. Was ist das dann? Zum Beispiel im Workshop, wenn dann die Vereinigungen Wirtschaft, Land, Wirtschaft, Schule, die in Görlitz sitzt, Berufs Beratung, Praxis, Berater, Lehrer für Berufsorientierung sind zusammennimmt, dann sind wir da mit dabei.
00:14:55:23 - 00:15:30:00
Diese eine Sache schau rein, der Insidertreff und nun alles. Diese ganzen Sachen, wo Messen und Veranstaltungen stattfinden, dort sind wir natürlich gern bereit, unsere Erfahrung weiterzugeben und selber auch mächtig zu lernen. Also da kann man dann gut weg dann. Also das ist durchaus gegeben. Ja, was würden Sie sagen, sind so die wichtigsten Erfolgsfaktoren, dass das so gut funktioniert?
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Kommunikation, Kommunikation und noch mal Kommunikation. Also man muss einfach miteinander reden, muss gucken, wo brauche ich Hilfe und diese Hilfe auch anfordern. Das haben wir bei den Praxis und Berufsberatung gesehen. Diese Funktionen wurden vom Freistaat initiiert. Wir haben für uns erkannt, das sind für uns Hilfen und haben natürlich dann auch gesagt, Da, wo wir nicht weiterkommen, sind das die Personen, die uns helfen können.
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Also was ich auch immer wieder sage, es ist nie verkehrt, um Hilfe zu bitten. Wer um Hilfe bittet, kriegt sie. Wer gar nicht erst fragt, hat das Problem, dass es gar nicht weitergeht. Der nächste Punkt, den ich ganz wichtig sehe dass man sich natürlich auch informiert. Was ist mit den Firmen hier in der Region? Welche Anforderungen haben die?
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Welche Bedürfnisse haben diese? Dass man miteinander das abstimmt, dass also nicht nur wir wissen, was erwarten die Firmen von uns, sondern auch die Firmen von uns erfahren, was wir überhaupt leisten können? Manchmal habe ich so den Eindruck, dass der Spagat zwischen Wirtschaft und Schule übergroß ist und gar nicht bewerkstelligt werden kann. Wenn man aber sagt, das ist das, was wir leisten können, dann kann die Wirtschaft durchaus sagen Ah, und das brauchen wir.
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Und dann findet man eine Ebene, wo man sagt, hier können wir beide miteinander arbeiten, Darauf können wir aufbauen. Und das ist eigentlich auch der Garant, dass unsere Schüler Lehrstellen bekommen, wenn die Erwartungen zu hoch sind, dann trifft sich das irgendwo nicht. Und so kann man dann auch wirklich sagen es funktioniert. Wir bieten, so weit wir es können, immer die Möglichkeit, dass Schüler Probearbeiten gehen können, dass sie Praktika durchführen können etc. Also das ist immer gegeben, aber man muss das miteinander kommunizieren, Verantwortlichkeiten klären und Ähnliches.
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Und nur so funktioniert. Dann wagen Sie doch mal einen Blick in die Zukunft. Was wollen Sie denn als Schule noch angehen? Jetzt mal weg von der Berufsorientierung wollen wir natürlich auch für unsere Schüler den Alltag an der Schule bzw auch nach der Schule hier noch weiter gestalten. Also wir sind jährlich auf der Suche attraktive Angebote im GTA Bereich zu finden und auch für unsere Schule ran zu holen.
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Wir haben jetzt mit der Situation, dass wir eine sehr erfolgreiche Kollegin in den Ruhestand verabschieden, im Sportbereich die Möglichkeit bekommen, junge Kollegen an die Schule zu holen, die natürlich mit neuen Ideen kommen, neue Erfahrungen Und wir haben das Prädikat Bewegte Schule. Wir wollen da auch ein bisschen weiterkommen und denken jetzt über Gestaltung, Außenanlage, dass man die Schüler in die Bewegung reinbringt, an den verschiedensten Stellen.
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Auch dafür bietet auch die Berufsorientierung wieder gute Chancen. Will die finanzieren. Das ein oder andere dann durch eine Spende mit, was natürlich sehr vorteilhaft ist.
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Wir wollen auf alle Fälle erst zusehen, dass wir wieder in den normalen Betrieb kommen, was Schule betrifft und was das Schönste wäre oder was immer das Schönste für mich ist. Wenn ich dann am Jahresende den Abschlussklassen ihre Zeugnisse gebe, dass man in Gesichter schaut, die einerseits in freudiger Erwartung auf das Neue sind und andererseits aber auch die Träne im Knopfloch haben, weil das hier jetzt zu Ende geht.
00:19:32:10 - 00:20:09:07
Und das ist das, was wir uns auch bewahren wollen. Wichtig wird sein, dass wir den Alterswechsel, die Altersstruktur einer Schule irgendwo mitgestalten. Dazu sind neue junge, dynamische Lehrer das, was wir brauchen. Und ich habe das Teil verkörpert, noch nicht gefunden bei dem, was uns diese Lehrer heranbringt. Aber ich würde gern sehen, das ist wie so ein bisschen Weihnachtswunsch, dass der Beruf des Lehrers wieder so weit steigt, dass man sagt Ja, ich kann mir vorstellen, Lehrer zu werden.
00:20:09:09 - 00:20:31:21
Wir brauchen ganz viele Lehrer. Wir brauchen viele andere Berufe auch aus. Denke mal, wenn man die Bildung nicht absichern kann, dann versagen wir an anderen Stellen. Was gibt es noch zu Ihrer Schule zu sagen? Was gibt es noch zu ergänzen, was wir jetzt noch nicht besprochen haben? Noch ein Punkt, auf den wir sehr, sehr stolz sind. Das ist unser Schulclub.
00:20:31:23 - 00:21:07:09
Wir haben dank unseres Schulträgers das wahnsinnige Glück, dass wir hier die ganze Woche über den Schulclub anbieten können, und zwar von morgens 7:00, wenn die Kinder mit dem Bus kommen, auch mal mit einer Wartezeit von eins zwei Stunden, bis der Unterricht beginnt. Dann können sich die Schüler dort aufhalten und wir haben dann schon geöffnet bis 16:00, sodass also auch Wartezeiten nach der Schule als Ganztagsangebot etc. abgedeckt werden können.
00:21:07:10 - 00:21:42:07
Wir haben ganz viele Schüler, die dann zu Hause auch sagen Ach, ich komm heut noch nie mit dem nächsten Bus. Ich bleib dann mal noch ein bisschen im Schulgebäude und dank unseres Schulträgers haben wir es bis jetzt auch immer wieder hinbekommen, dass wir selbst eine gewisse Ferienbetreuung anbieten konnten. Selbst in unserer jetzigen Koronarphase haben wir mit dem Schulträger nach einem Konzept gesucht, dass wir wenigstens einen Teil der Schüler in den Ferien was bieten können.
00:21:42:09 - 00:22:11:08
Die ersten 14 Tage werden wir mit jeweils 50 Schüler pro Woche realisieren können. Das ist nicht viel. Wir haben sonst das drei oder das Doppelte oder Dreifache an Schülern in der Ferienbetreuung, wenn es angeboten wird, und das wird wahnsinnig gut angenommen. Das ist also die eine Sache. Und was ich schon am Anfang sagte Unsere Ganztagsangebote laufen also von montags bis freitags.
00:22:11:10 - 00:22:42:01
Das fängt an bei Puppenspiel, wo die Kinder ihre Hand zum Selberbauen basteln mit Aufführung. Das geht über sportliche Angebote bis zum Ohr, bis zu Trumps vielleicht, wo Kinder und wer es noch nicht gesehen hat, sollte sich das irgendwann mal anschauen. Auf riesengroßen Bällen, trommeln mit Choreografie und Tanz. Also das ist schon eine ganze Menge, was da angeboten wird.
00:22:42:03 - 00:23:07:12
Junge Sanitäter sind dabei, also ein sehr vielfältiges Programm und ich denke, das ist schon was. Ob wir auch mit Stolz nach außen tragen und zeigen Ja, das sind wir. Wobei ich aber mir ganz sicher auch bin und auch bewusst darüber bin. Das funktioniert nur diese Sachen immer entspannt und Schule, wo das Klima stimmt und das Gefühl habe ich.
00:23:07:15 - 00:23:18:04
Und deshalb arbeite ich auch sehr gerne hier. Sehr, sehr schön. Zum Abschluss Was würden Sie Lehramtsstudierenden mit auf den Weg geben?
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Das Wichtigste ist Ein Studium ist nie einfach. Niemals den Mut verlieren, das Ziel im Auge behalten und wissen, wofür man es macht. Wer? Lehramt, Wer sich für Lehramt entscheidet, der sollte wirklich in sich das Gefühl haben Ja, ich will Lehrer werden. Dort zählt nicht das Geld, was man verdient, sondern dann geht es einfach nur darum. Hat man diesen Wunsch, Wissen weitergeben zu wollen.
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Und man soll engagiert, emotional immer wieder sein und sich vor Augen halten. Die Begeisterung, die man selber für ein Fach hat, muss man an jungen Menschen übergeben können. Und wer das hinkriegt, der wird wenig Probleme im Lehrerdasein haben. Ich kann nur sagen Wer Interesse hat, darf gerne sich bei uns an der Schule melden. Wir bieten geht hier alle Möglichkeiten an, wie gesagt, von Dresden eine Stunde mit im Zug, dann ist man da.
00:24:21:15 - 00:24:54:24
Wir haben es auch schon öfter gehabt, dass hier wirklich Studierende geht, die Angebote gemacht haben. Wir haben sogar den Fall, dass das so weit ging bis zum Practical Referendariat, Anstellung an der Schule. Das sind also so wirklich Dinge. Man kann die Schule kennenlernen und ländlicher Raum. Man hat Eltern, die sich sehr stark auf eine Schule engagieren. Und merkt man, dieses Zusammenarbeiten ist manchmal anders als in der Stadt.
00:24:55:03 - 00:25:20:20
Und es ist nicht weniger schön. Da war ein sehr guter Schluss. Dann würde ich sagen Ja. Vielen Dank für das Gespräch. Ich bedanke mich, dass Sie da waren. Jetzt verabschieden wir uns von der Oberschule in Neue Salzer Spremberg, gehen durch den Speisesaal und sagen Tschüss, bis zum nächsten Mal.
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Der Podcast hat dein Interesse geweckt und du möchtest die Schule näher kennenlernen. Vielleicht sogar in einem Praktikum oder Referendariat. Dann besuche unsere Homepage unter www.perspektive minusland.de.
Folge 1: Pestalozzi-Oberschule Neusalza-Spremberg
Folge 1 führt uns mit dem Trilex an die Pestalozzischule Neusalza-Spremberg. In dieser Folge gibt uns die Schulleiterin, Frau Bollwig, Einblicke in ihre Schule und stellt uns das Konzept der Berufsorientierung vor.
Homepage der Oberschule Neusalza-Spremberg: http://www.oberschule.info/
Diese Folge auf Spotify, Deezer oder Itunes hören, oder direkt hier in unserem Webplayer:
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